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Patent Searching and Data


Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/124864
Kind Code:
A2
Publication Date:
November 04, 2010
Export Citation:
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verschlussteil, insbesondere zur Ausbildung hermaphroditischer Verschlüsse, mit mindestens einem bahnförmig verlaufenden Trägerband (16), das mindestens ein Paar gegenüberliegend angeordneter Flächenbereiche (17a, 17b) aufweist, das zumindest teilweise entlang eines Verbindungsbereichs (19) mit einem Grundkörper (26) als Drittbauteil verbindbar ist, und das zumindest bei einem Teil der Flächenbereiche (17a, 17b), die außerhalb des Verbindungsbereichs (19) und benachbart zu diesem liegen, einzelne Verschlusskörper (2) aufweist, die aus dem Trägerband (16) vorspringend eine Festlegemöglichkeit (24) iύr weitere Verschlussteile gleicher oder verschiedener Art ausbilden.

2. Verschlussteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Verschlusskörper (2) einen Verhakungskopf (6) und/oder einen insbesondere an den Verhakungskopf (6) angrenzenden Stiel (4) besitzt, und dass das Trägerband (16) derart mit dem jeweiligen Verschlusskör- per (2) in Anlage ist, dass zumindest Teile des Stieles (4) und/oder des

Verhakungskopfes (6) in flächiger Verbindung mit den Flächenbereichen (17a, 17b) des Trägerbandes (16) sind.

3. Verschlussteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils sowohl Flächenteile (10 und 12) des Verhakungskopfes (6) als auch des

Stieles (4) in flächiger Verbindung mit dem Trägerband (16) sind.

4. Verschlussteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Verhakungskopf (6) und/oder Stiel (4) über deren gesamte, auf die Längsachse des Stieles (4) bezogene axiale Erstreckung in flächiger Verbindung mit dem Trägerband (16) sind.

5. Verschlussteil nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerband (16) über das vom Verhakungskopf (6) entfernte Ende der Stiele (4) der Verhakungskörper (2) vorsteht, um im Verbindungsbereich (19) eine Verankerungsleiste (22) zu bilden, die in einer Verankerungsnut (28) eines die Tragstruktur des Verschlussteiles bildenden Grundkörpers (26) festlegbar ist.

6. Verschlussteil nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Trägerband (16) vor dem vom Verhakungskopf (6) entfernten Ende (20) des Stieles (4) der Verhakungskörper (2) endet, so dass die vorstehenden Endbereiche der Stiele (4) Verankerungsdorne bilden, die in Aufnahmen bildenden Vertiefungen (30) eines die Tragstruktur des Verschlussteiles bildenden Grundkörpers (26) festlegbar sind.

7. Verschlussteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Verschlusskörper (2), die auf der einen Seite und der anderen Seite des sich zwischen ihnen erstreckenden Träger- bandes (16) miteinander fluchtend anliegen, gemeinsam ein zusammengesetztes Verschlusselement (18) bilden.

8. Verschlussteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei gleich ausgebildete Verschlusskörper (2) ein zusammengesetztes Verschlusselement (18) bilden.

9. Verschlussteil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Trägerband (16) Reihen von in gleichem Abstand voneinander angeordneten, zusammengesetzten Verschlusselementen (18) gebildet sind.

10. Verschlussteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der einen Seite und der anderen Seite des Trägerbandes (16) je eine Reihe aus im gleichen Abstand voneinander angeordneten Verschlusskörpern (2) gebildet sind und dass die Reihen zueinander derart versetzt sind, dass sich die Verschlusskörper (2) der einen Reihe jeweils im Zwischenraum zwischen den Verschlusskörpern (2) der anderen Reihe befinden.

1 1. Verschluss mit zumindest einem Verschlussteil nach einem der vorher- gehenden Ansprüche und einem mit dem Verbindungsbereich (19) des mindestens einen Trägerbands (16) verbundenen Grundkörper (26).

12. Verschluss nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Grundkörper (26) in gleichem Abstand parallel zueinander verlaufende Veran- kerungsnuten (28) für aufeinanderfolgende Gruppen von Trägerbändern

(16) vorgesehen sind.

13. Verschluss nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Grundkörper (26) Aufnahmen bildende Vertiefungen (30) in im Abstand von- einander parallel verlaufenden Reihen ausgebildet sind.

Description:
Verschlussteil

Die Erfindung betrifft ein Verschlussteil, insbesondere zur Ausbildung her ¬ maphroditischer Verschlüsse.

Als Bestandteil von Haftverschlüssen, wie sie unter der Markenbezeichnung „Kletten" weithin bekannt geworden sind, weisen derartige Verschlussteile eine entsprechende Vielzahl von Verschlusskörpern auf, wobei die Verha- kungskörper am Endbereich ihrer Stiele an einem die Tragstruktur bilden ¬ den Grundkörper festgelegt sind, bei dem es sich um eine plattenartige Struktur, vorzugsweise aus einem gut spritzbaren Kunststoffmaterial han- delt. Dabei sind die Verschlusskörper in einer Anordnung derart verteilt, dass die über den Grundkörper vorstehenden Verhakungsköpfe in solchen Abständen voneinander angeordnet sind, dass ein Verhakungseingriff mit den Verhakungsköpfen eines den Haftverschluss vervollständigenden weite ¬ ren Verschlussteiles zustande kommt. Wenn die Verhakungsköpfe beider miteinander zusammenwirkender Verschlussteile gleich geformt sind, spricht man von hermaphroditischen Verschlüssen.

Bei einem aus DE 10 2005 048 215 A1 bekannten Verschlussteil dieser Art bilden je zwei Verschlusskörper ein krampen- oder U-förmiges Paar, bei dem jeweils zwei Stiele an ihren Fußseiten über ein querverlaufendes Zwischenelement einstückig miteinander verbunden sind. Die Anbringung am Grundkörper erfolgt dadurch, dass die Stiele eines jeden Paares von der Rückseite des Grundkörpers her durch Öffnungen im Grundkörper hindurchgesteckt sind, wobei das querverlaufende Zwischenelement an der Rückseite des Grundkörpers in einer zwischen den Öffnungen verlaufenden Vertiefung versenkt sein kann.

An einem aus US 5,799,378 bekannten Verschlussteil sind in zwei Sätzen jeweils parallel zueinander verlaufende Wände in einer Gitterstruktur angeordnet, wobei sich die Sätze der Wände im rechten Winkel kreuzen. An den Kreuzungsstellen der Wände sind Verhakungsköpfe von Verschlusskör- pern angeordnet. Die pilzkopfförmigen Verhakungsköpfe können einstückig mit den Wänden ausgebildet sein, vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial. Die Abstände bzw. Abschnitte zwischen den Wänden sind derart gewählt, dass bei Anlage eines zweiten Verschlussteils dessen Verhakungsköpfe in die jeweiligen Freiräume der Gitterstruktur eingreifen und durch Untergreifen der Verhakungsköpfe des ersten Verschlussteiles in diesem verhaken.

Aus DE 60 2004 007 373 T2 sind gewebte Verschlussprodukte mit verbesserten Flammwiderstandseigenschaften bekannt geworden. Ein gewebtes Verschlussprodukt beinhaltet eine Schlaufenkomponente und eine Hakenkomponente, die für einen Eingriff in die bzw. mit der Schlaufenkomponente konstruiert ist. Die Komponenten beinhalten jeweils eine Mehrzahl von Schlaufen bzw. Haken, welche in eine Gewebebasis eingewebt sind. Die Gewebebasis beinhaltet eingewebte, flammbeständige Fasern aus einem Polymer, welches schmilzt oder sich auflöst, wenn es einer Flamme ausgesetzt ist.

DE 693 19 608 T2 offenbart ein ineinandergreifendes Befestigungselement, welches vorteilhafterweise zum Befestigen eines Fenster an einem Fenster- rahmen eines Kraftfahrzeuges verwendet wird. Das Befestigungselement weist ein Basisteil und mehrere von dem Basisteil vorstehende und längs dazu verlaufene parallele Eingreifstreifen auf. Die Eingreifstreifen weisen jeweils einen an den Basisteil angrenzenden vertikalen Teil, einen an den vertikalen Teil angrenzenden Kopfteil und zwei Endflächen auf. Die Eingreifstreifen sind zum Eingriff mit einem vorstehenden Kopfteil eines ge- genüberliegenden Befestigungselements ausgebildet, wobei der Kopfteil der Eingreifstreifen mehrere Querschlitze aufweist und die vertikalen Teile un ¬ geschlitzt bleiben. Die Querschlitze erleichtern einen Gleiteingriff des Be ¬ festigungselements mit einem gegenüberliegenden Befestigungselement.

Der Erfindung I iegt die Aufgabe zugrunde, ein Verschlussteil der betrachteten Art zur Verfügung zu stellen, das sich durch besonders gute Gebrauchseigenschaften auszeichnet.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Verschlussteil gelöst, das die Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist. Das erfindungsgemäße Verschlussteil, insbesondere zur Aufbildung hermaphroditischer Verschlüsse, zeichnet sich durch mindestens ein bahnförmig verlaufendes Trägerband aus, das mindestens ein Paar gegenüberliegend angeordneter Flächenbereiche aufweist, das zumindest teilweise entlang eines Verbindungsbereichs mit einem Grundkörper als Drittbauteil verbindbar ist, und das zumindest bei einem Teil der Flächenbereiche, die außerhalb des Verbindungsbereichs und benachbart zu diesem liegen, einzelne Verschlusskörper aufweist, die aus dem Trägerband vorspringend eine Festlegemöglichkeit für weitere Verschlussteile gleicher oder verschiedener Art ausbilden.

Demgemäß besteht eine wesentliche Besonderheit der Erfindung darin, dass die Verschlusskörper über ein Trägerband miteinander auf Abstand verbunden sind, das im Wesentlichen parallel zu dem jeweiligen Verschlusskörpe verläuft und nicht quer dazu wie bei bekannten Lösungen, bei denen der Stiel des jeweiligen Verschlusskörpers in senkrechter Anordnung in eine Trägerfläche übergeht und meist einstückiger Bestandteil derselben ist.

Das Vorhandensein einer mechanischen Verbindung der Verschlusskörper über ein Trägerband ermöglicht es, durch Wahl der Dimensionierung und der Werkstoffeigenschaften des Bandes (Steifigkeit) die Struktureigenschaften des Verschlussteils auf ein gewünschtes Optimum einzustellen, bei dem sich die gewünschten Verhakungskräfte ergeben. Ein besonderer, weiterer Vorteil besteht darin, dass bei der Herstellung als Vorprodukt beliebig große Bandlängen mit daran befindlichen Verschlusskörpern hergestellt werden können, so dass gewünschte Bandlängen abgeteilt und beispielsweise einem Bestückungsmagazin zugeführt werden können, aus dem ein Grundkörper, wie beispielsweise eine horizontal verlaufende Trägerfläche, bestückt wird.

Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass der jeweilige Verschlusskörper einen Verhakungskopf und/oder einen an den Verhakungs- kopf angrenzenden Stiel besitzt, und dass das Trägerband derart mit dem jeweiligen Verschlusskörper in Anlage ist, dass zumindest Teile des Stieles und/oder des Verhakungskopfes in flächiger Verbindung mit den Flächenbereichen des Trägerbandes sind. Dieses bildet somit eine Bahn mit daran seitlich anliegenden, zu einer Kette aufgereihten Verschlusskörpern, wobei vorzugsweise sowohl Flächenteile des Verhakungskopfes als auch des Stieles in flächiger Verbindung mit dem Trägerband sind.

In besonders vorteilhafter Weise kann hierbei vorgesehen sein, dass Verhakungskopf und/oder Stiel über deren gesamte, auf die Längsachse des Stieles bezogene axiale Erstreckung in flächiger Verbindung mit dem Trägerband sind. Hinsichtlich der Verbindung der Verhakungskörper mit dem Grundkörper kann vorgesehen sein, dass das Trägerband über das vom Verhakungskopf entfernte Ende der Stiele der Verhakungskörper vorsteht, um im Verbindungsbereich eine Verankerungsleiste zu bilden, die in einer Veranke- rungsnut eines die Tragstruktur des Verschlussteiles bildenden Grundkörpers festlegbar ist.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Trägerband vor dem vom Verhakungskopf entfernten Ende des Stieles der Verhakungskörper endet, so dass die vorstehenden Endbereiche der Stiele Verankerungsdorne bilden, die in Aufnahmen bildenden Vertiefungen des die Tragstruktur des Verschlussteils bildenden Grundkörpers festlegbar sind.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist die Anordnung so getroffen, dass jeweils zwei Verschlusskörper, die auf der einen Seite und der anderen Seite des sich zwischen ihnen erstreckenden Trägerbandes miteinander fluchtend anliegen, gemeinsam ein zusammengesetztes Verschlusselement bilden. Ein derartiges zusammengesetztes Verschlusselement kann durch jeweils zwei gleich ausgebildete Verschlusskörper gebil- det sein, wobei vorzugsweise am Trägerband Reihen von in gleichem Abstand voneinander angeordneten, zusammengesetzten Verschlusselementen gebildet sind.

Alternativ kann die Anordnung jedoch auch so getroffen sein, dass auf der einen Seite und der anderen Seite des Trägerbandes je eine Reihe aus im gleichen Abstand voneinander angeordneten Verschlusskörpern gebildet ist, wobei die Reihen zueinander derart versetzt sind, dass sich die Verschlusskörper der einen Reihe jeweils im Zwischenraum zwischen den Verschlusskörpern der anderen Reihe befinden. Die Erfindung umfasst weiter einen Verschluss mit zumindest einem erfindungsgemäßen Verschlussteil und einem mit dem Verbindungsbereich des mindestens einen Trägerbands verbundenen Grundkörper. Um am Verschlussteil ein regelmäßiges Muster aus Verschlusskörpern zu bilden, kön- nen in diesem Fall im Grundkörper in gleichem Abstand parallel zueinander verlaufende Verankerungsnuten für aufeinanderfolgende Gruppen von Trägerbändern vorgesehen sein. Auch hier sind vorzugsweise die Vertiefungen im Grundkörper in im Abstand voneinander parallel verlaufenden Reihen ausgebildet.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.

Es zeigen:

Fig.1 eine gegenüber einer praktischen Ausführungsform stark vergrößert gezeichnete perspektivische Schrägansicht zweier gleich ausgebildeter Verschlusskörper, die in Kombination mit einem in Fig.1 nicht gezeigten Trägerband zu einem kombi- nierten Verschlusselement eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verschlussteils vereinigbar sind;

Fig.2 eine näherungsweise im Maßstab von Fig.1 gezeichnete Seitenansicht des in Kombination mit einem Trägerband aus zwei Verschlusskörpern vereinigten Verschlusselementes;

Fig.3 eine gegenüber Fig.1 und 2 in etwas kleinerem Maßstab gezeichnete perspektivische Schrägansicht eines Teilausschnittes eines mit den in Fig.2 gezeigten Verschlusselementen gebilde- ten Ausführungsbeispieles des Verschlussteils; Fig.4 eine demgegenüber im größeren Maßstab gezeichnete Seitenansicht eines Teilausschnittes eines in Verhakungseingriff gezeigten hermaphroditischen Verschlusses, wobei die jeweilige Tragstruktur der erfindungsgemäßen Verschlussteile weggelas- sen ist;

Fig.5 eine Draufsicht eines Flächenabschnittes des dem Beispiel von Fig.4 entsprechenden hermaphroditischen Verschlusses, wiederum ohne dargestellte Tragstrukturen der Verschluss- elemente;

Fig.6 eine perspektivische Schrägansicht eines Teilabschnittes eines als Tragstruktur für das Ausführungsbeispiel von Fig.4 und 5 dienenden Grundkörpers;

Fig.7 eine der Fig.3 ähnliche, perspektivische Schrägansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispiels;

Fig.8 eine der Fig.6 ähnliche, perspektivische Schrägansicht eines Teilabschnittes eines als Tragstruktur für das Ausführungsbeispiel von Fig.7 dienenden Grundkörpers und

Fig.9 eine perspektivische Schrägansicht zur Verdeutlichung der

Anordnung einzelner Verschlusskörper an einem Längenab- schnitt eines Trägerbandes für ein weiter abgewandeltes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlussteils.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, bei denen die Verschlussteile Bestandteil eines hermaphroditischen Ver- Schlusses bilden, wobei Verschlusskörper, die in Fig.! als Ganzes mit 2 bezeichnet sind, am oberen Ende ihrer Stiele 4 jeweils einen Verhakungskopf 6 in Form eines Großteils eines Pilzkopfes aufweisen, der durch eine kreisbogenförmige Umrißlinie 8 und eine ebene Kopffläche 10 begrenzt ist, die sich entlang der Längsachse des Stieles 4 in einer ebenen Stielfläche 12 fortsetzt. Die Stielfläche 12 umgibt am Stiel 4 jeweils eine einem Teil eines Kreiszylinders entsprechende Mantelfläche 14.

Es versteht sich, dass anstelle der gezeigten Pilzkopfform der Verhakungs- köpfe 6 mit kreisbogenförmiger Umrißlinie 8 für die Verhakungsköpfe eine von der Kreisform abweichende Umrißlinie, beispielsweise polygonaler Form, vorgesehen sein könnte oder eine andere von der Pilzkopfform abweichende Gestaltung. Ebenso könnte für die Stiele 4 eine von der Kreisform abweichende Gestaltung des Umrisses vorgesehen sein.

Fig.2 zeigt ein durch die Kombination zweier Verschlusskörper 2 mit einem Trägerband 16 gebildetes, zusammengesetztes Verschlusselement 18. Fig.3 zeigt die Aufreihung von jeweils vier zusammengesetzten Verschlusselementen 18 an einem betreffenden, durchgehenden, flachen Trägerband 16, wobei in Fig.3 drei Reihen zusammengesetzter Verschlusselemente 18 gebildet sind, die einen Teilabschnitt eines Verschlussteils bilden. Wie es auch in Fig.2 gezeigt ist, liegen die jeweiligen Verschlusskörper 2 sowohl mit ihrer Kopffläche 10 als auch mit ihrer Stielfläche 12 vollflächig an der einen Seite und der anderen Seite des Trägerbandes 16, zueinander fluch- tend, an. Der untere Endabschnitt 22 des Trägerbandes 16 erstreckt sich über das untere Ende 20 der Stiele 4 hinaus, so dass dieser Endabschnitt 22 eine Verankerungsleiste bildet, mittels deren die Reihen der Verschlusselemente 18 an einer Tragstruktur verankerbar ist, auf die anhand der Fig.6 unten eingegangen ist. Das Verschlussteil weist, wie in den Fig. 3, 4, 5, 7 und 9 gezeigt, ein oder mehrere bahnförmig verlaufende Trägerbänder 16 mit jeweils einem Paar gegenüberliegend angeordneter Flächenbereiche 17a, 1 7b auf. Die gegenüberliegend angeordneten Flächenbereiche 17a, 17b schließen sich an ei- nen Verbindungsbereich 19, hier die Unterseite des jeweiligen Trägerbandes 16, an. Anders ausgedrückt sind die die Seitenflächen des jeweiligen Trägerbandes 1 6 bildenden Flächenbereiche 17a, 1 7b unmittelbar benachbart zum jeweiligen Verbindungsbereich 19 angeordnet. Der Verbindungsbereich 19 kann sich auch über einen unteren Abschnitt des jeweiligen Trägerbandes 1 6 erstrecken. An den Flächenbereichen 1 7a, 17b springen einzelne Verschlusskörper 2 aus dem jeweiligen Trägerband 16 vor, wobei die an den Verschlusselementen 18 vorgesehen Ve rhakungsf lachen 24 eine Festlegemöglichkeit für weitere Verschlussteile gleicher oder verschiedener Art ausbilden. Die aus Verhakungsköpfen 6 und/oder Stielen 4 ausgebilde- ten Verschlusskörper 2 bzw. Verschlusselemente 18 liegen an den Flächenbereichen 17a, 17b flächig am jeweiligen Trägerband 16 an und sind auf diese Weise ortsfest an diesem gehalten.

Bei der Herstellung können gesonderte Verschlusskörper 2, wie sie in Fig.1 für sich dargestellt sind, durch ein geeignetes Formverfahren aus einem Kunststoffwerkstoff oder metallischen Werkstoff hergestellt und mit dem Trägerband 16 verbunden werden, beispielsweise durch Verkleben. Alternativ können Längen des Trägerbandes 16 mit aus jeweils zwei Verschlusskörpern 2 gebildeten, zusammengesetzten Verschlusselementen 18 einstü- ckig mittels bekannter Herstellungsverfahrens gebildet werden, wobei Techniken, wie sie beispielsweise in EP 1 047 539 B1 oder DE 10 2004 012 067 AI gezeigt sind, angewendet werden können. Als Werkstoffe kommen Kunststoffe, wie Polypropylen oder Polyamid oder Materialien aus der Gruppe der Acrylate, wie Polymethacrylat, in Frage, sowie Polyethylen, Polypropylen, Polyoximethylen, Polyvinyliden-Fluorid, Polymethylpenthen, Polyethylenchlorotrifluorethylen, Polyvinylchlorid, Polyethylenoxyd, Polye- thylentheraphthalat, Polybutylentheraphthalat, Nylon 6, Nylon 66 und Po- lybutin in Frage. Bei vernetzbaren Kunststoffmaterialien können diese nach dem Erstellen der Verschlusselemente 18 beispielsweise mit UV-Licht nachvernetzt werden. Als besonders geeignet erweisen sich thermoplasti- sehe Materialien und solche, die für ein Thermosetting geeignet sind. Ferner können Aramid, PPS (Polypropylensulfite) oder aromatische Polyetherketo- ne, beispielsweise PEEK, eingesetzt werden.

Die Fig.4 und 5 verdeutlichen den Verhakungseingriff zwischen zwei einen hermaphroditischen Verschluss bildenden erfindungsgemäßen Verschlussteilen, wobei die Verbindung der jeweiligen Endabschnitte 22 der Trägerbänder 16 nicht gezeigt ist. Wie besonders deutlich aus Flg.4 erkennbar ist, wird beim Verhakungszustand die Haltekraft durch die Zusammenwirkung der ebenen Verhakungsflächen 24 an den Verhakungsköpfen 6 gebildet, wobei aufgrund der ebenflächigen Anlage hohe Haltekräfte realisierbar sind, während das Zusammenfügen der Verschlussteile zur Bildung des Verhakungseingriffs einen geringeren Kraftaufwand erfordert, weil die abgerundeten Außenflächen der Köpfe 6 überlaufen werden.

In der den Verhakungseingriff verdeutlichenden Fig.5 sind im Interesse der Übersichtlichkeit die Verhakungsflächen 24 und die übrigen Strukturelemente nur teilweise beziffert.

Wie bereits erwähnt, ist in Fig.2 bis 5 die Tragstruktur nicht dargestellt, an der die Verschlusselemente 18 mit Hilfe der Verankerungsleisten festgelegt sind, die durch die Endabschnitte 22 der Trägerbänder 16 gebildet sind, die über die unteren Enden 20 der Stiele 4 vorstehen. Fig.6 zeigt eine entsprechende Tragstruktur in Form eines Grundkörpers 26 in plattenartiger Form aus einem durch Spritzen gut formbaren Kunststoffmaterial. Als Aufnahmen für die durch die Endabschnitte 22 der Trägerbänder 16 gebildeten Verankerungsleisten sind im Grundkörper 26 Verankerungsnuten 28 mit rechteck- förmigem Kanalquerschnitt ausgebildet. Die Festlegung der Endabschnitte 22 in den Verankerungsnuten 28 kann durch Kleben erfolgen. Vorzugsweise wird bei der Herstellung so vorgegangen, dass die betreffenden Grundkörper 26 aus einem Bestückungsmagazin, in dem vorgefertigte Längen der Trägerbänder 16 mit daran befindlichen Verschlusselementen 18 bevorratet sind, maschinell bestückt werden, wobei hohe Produktionsgeschwindigkeiten realisierbar sind.

Die Fig.7 verdeutlicht ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei dem zwar die Kopfflächen 10 der Verhakungsköpfe 6 in vollflächiger Anlage am Trägerband 16 sind, sich die freien Enden 20 der Stiele 4 über den Endrand der Trägerleisten 6 hinaus erstrecken. An die Enden 20 angrenzend bilden daher die Stiele 4 über das Trägerband 16 vorstehende Verankerungsdorne, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel kreisrunde Dorne, für deren Auf- nähme im in Fig.8 gezeigten Grundkörper 26 Vertiefungen 30 in Form kreiszylindrischer Sacklöcher gebildet sind. Wiederum kann die Festlegung durch Kleben erfolgen, wobei ebenfalls ein mechanisches Bestücken der Grundkörper 26 hohe Produktionsraten ermöglicht.

Es versteht sich, dass anstelle von eine Kreiszylinderform umschreibenden Stielen 4 unrunde oder polygonale Stiele vorgesehen sein könnten, wobei die Form der Vertiefungen 30 entsprechend angepasst wäre.

Bei den vorausgehenden Ausführungsbeispielen sind jeweils am Träger- band 16 zusammengesetzte Verschlusselemente 18 dadurch gebildet, dass miteinander fluchtend zu beiden Seiten des Trägerbandes 16 jeweils ein Verschlusskörper 2 angeordnet ist. Fig.9 zeigt ein abgewandeltes Beispiel, bei dem den Verschlusskörpern 2 an der einen Seite des Trägerbandes 16 kein Verschlusskörper 2 auf der gegenüberliegenden Seite des Trägerbandes 16 fluchtend gegenüberliegt. Vielmehr sind hierbei Reihen von einzelnen Verschlusskörpern 2 auf jeder Seite gebildet, wobei die Reihen zueinander so versetzt sind, dass die Verschlusskörper 2 der einen Reihe jeweils mittig zwischen zwei Verschlusskörpern 2 der anderen Reihe gelegen sind und sozusagen eine alternierende Reihenanordnung aus Verschlusskörpern 2 gebildet ist, wobei anstelle von zusammengesetzten Verschlusselementen 18 mit je zwei Verhakungsköpfen 6 jeweils nur ein Verschlusskörper 2 mit einem Verhakungskopf 6 wirksame Verhakungsflächen 24 an seiner Unterseite bildet. Wiederum kann zur Bildung hermaphroditischer Verschlüsse eine gleichartige Gestaltung am zugeordneten, für den Verhakungseingriff vorgesehenen Verschlussteil vorgesehen sein. Dementsprechende Ausfüh- rungsbeispiele zeichnen sich durch geringere, zum Herbeiführen des Ver- hakungseingriffes erforderliche Kräfte aus, wobei jedoch, je nach Gestaltung der Verhakungsköpfe 6, geringere Haltekräfte realisierbar sind, so dass derartige Verschlüsse so ausbildbar sind, dass ein Öffnen des Verschlusses bei Bedarf ohne allzu großen Kraftaufwand möglich ist.

Ausgehend von der Darstellung nach der Fig.9 wird auch deutlich, dass ein einzelner Verschlusskörper 2 nur aus einem Verhakungskopf 6 bestehen kann mit der Maßgabe, dass die einzelnen Stiele 4 entfallen und der jeweilige Verhakungskopf 6 ist dann direkt mit dem Trägerband 16 verbunden, das dann insoweit die einzelnen Stiele ersetzt. Auf diese Art und Weise ließen sich auch in gestufter Anordnung die Verhakungsköpfe 6 in unterschiedlichen horizontalen Ebenen, bezogen auf das vertikal ausgerichtete Trägerband 16, an diesem anordnen. Wie bereits dargelegt, kann das gesamte Verschlussteil, bestehend aus den einzelnen Verschlusskörpern 2, mit dem Trägerband 16 mit einem Formgebungsverfahren erhalten werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Trägerband 16 isoliert vom sonstigen Verschlussteil zunächst herzustellen und dieses beispielsweise gemäß Darstellung nach der Fig.1 in den Spalt zwischen zwei benachbarten Ver- schlusskörpem 2 einzubringen und die dahingehenden Verschlusskörper- hälften mit dem flächigen Trägerband beispielsweise klebend zu verbinden. Die beschriebenen Verschlusssysteme lassen sich als Einmal- Verschlusssystem ausbilden oder aber, wie dargelegt, als sog. immer wieder offenbare und schließbare Verschlusssysteme ausbilden. Durch das jeweilige Trägerband 16 wird jedenfalls zwischen den Verschlusskörpern 2 derart eine Längsversteifung herbeigeführt, dass die Verschlusselemente mit entsprechendem Aufbau sicher in ihrer Verriegelungsposition gehalten sind, so dass insoweit die Lösekräfte dergestalt erhöht sind. Im Bedarfsfall können auch bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform weitere Trägerbänder reihenförmig zwischen die gezeigten Trägerbänder eingreifen, so dass insoweit für das Gesamt- Verschlusssystem ein kastenartiger Aufbau entsteht. Insoweit läßt sich auch ein nicht näher dargestellter, quadratischer Außenumfangsrahmen um die Längsreihen an Trägerbändern 16 anordnen.