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Title:
ABRASIVE ARTICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/052787
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an abrasive article (10a,10b,10c,10d), in particular a coated abrasive disc, comprising a plurality of holes (12a,12b,12c,12d) which are arranged in a hole pattern (14a,14b,14c,14d), wherein the density of holes decreases from an inner region (18a,18b,18c,18d) of the hole pattern (14a,14b,14c,14d) to an outer region (20a,20b,20c,20d) of the hole pattern (14a,14b,14c,14d). The invention is characterized in that at least one hole (12a,12b,12c,12d) in the hole pattern (14a,14b,14c,14d) is designed as an elongated hole (38a,38b,38c,38d).

Inventors:
BREITENMOSER, Josef (Hauptstr. 15, 8536 Hüttwilen, 8536, CH)
Application Number:
EP2018/072506
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
August 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B24B55/10; B24D11/00
Domestic Patent References:
WO2013102206A12013-07-04
WO2015002865A12015-01-08
Foreign References:
US20070243803A12007-10-18
DE102012206708A12013-10-24
US20030143926A12003-07-31
EP0781629B11999-06-09
US5989112A1999-11-23
DE202007004949U12007-06-06
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Claims:
Ansprüche

1. Schleifartikel (10a,10b,10c,10d), insbesondere beschichtete Schleifscheibe, mit einer Mehrzahl von Löchern (12a, 12b, 12c, 12d), die in einem Lochmuster (14a,14b,14c,14d) angeordnet sind, wobei eine Lochdichte von einem Innenbereich (18a,18b,18c,18d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) zu einem Außenbereich (20a,20b,20c,20d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) abnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Loch (12a,12b,12c,12d) in dem Lochmuster (14a,14b,14c,14d) als Langloch (38a,38b,38c,38d) ausgeformt ist.

2. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Lochdichte in einem Innenbereich (18a,18b,18c,18d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) zwischen 7,5 % und 16,0 %, bevorzugt zwischen 8,5 % und 13,0 %, besonders bevorzugt zwischen 9,0 % und 12,0 %, beträgt.

3. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lochdichte in einem Außenbereich (20a,20b,20c,20d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) zwischen 1,5 % und 4,8 %, bevorzugt zwischen 2,0 % und 3,8 %, besonders bevorzugt zwischen 2,9 % und 3,4 %, beträgt.

4. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis der Lochdichte in einem Innenbereich (18a,18b,18c,18d) zur Lochdichte in einem Außenbereich (20a,20b,20c,20d) zwischen 1,9 % und 6,9 %, bevorzugt zwischen 2,8 % und 6,0 %, besonders bevorzugt zwischen 3,1 % und 5,7 %, liegt.

5. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lochdichte des gesamten Lochmusters (14a,14b,14c,14d) zwischen 2,6 % und 6,8 %, bevorzugt zwischen 3,0 % und 6,5 %, besonders bevorzugt zwischen 3,5 % und 5,5 % beträgt. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Langlöchern (38a, 38b, 38c, 38d) in einem Innenbereich (18a,18b,18c,18d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) größer ist als die Anzahl von Langlöchern (38a,38b,38c,38d) in einem Außenbereich (20a,20b,20c,20d) des Lochmusters (114>14a,14b>14c>14d).

Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elongation und/oder ein Radius eines ersten Langlochs (38a, 38b, 38c, 38d), insbesondere eines Langlochs (38a,38b,38c,38d) im Innenbereich (18a,18b,18c,18d) des Lochmusters (14a, 14b, 14c, 14d), unterschiedlich sind/ist von einer Elongation und/oder einem Radius eines zweiten Langlochs (38a, 38b, 38c, 38d), insbesondere eines Langlochs (38a,38b,38c,38d) im Außenbereich (20a,20b,20c,20d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d).

Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster (14a,14b,14c,14d) ein symmetrisches Lochmuster (14a,14b,14c,14d), insbesondere ein rotationssymmetrisches und/oder drehsymmetrisches und/oder achsensymmetrisches und/oder punktsymmetrisches und/oder translationssymmetrisches Lochmuster (14a,14b,14c,14d), ist.

Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der Ansprüche 1 -7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster (14a,14b,14c,14d) ein asymmetrisches Lochmuster (14a,14b,14c,14d), insbesondere ein rotationsasymmetrisches und/oder drehasymmetrisches und/oder achsenasymmetrisches und/oder punktasymmetrisches und/oder translationsasymmetrisches Lochmuster (14a,14b,14c,14d), ist.

0. Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster (14a, 14b, 14c, 14d) zumindest eine Spirallinie (46), bevorzugt eine Mehrzahl von Spirallinien (46), beschreibt, entlang der Löcher (12a, 12b, 12c, 12d) des Lochmusters (14a,14b,14c,14d) angeordnet sind.

1 1 . Schleifartikel (10a, 10b, 10c, 10d) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zumindest ein Langloch (38a, 38b, 38c, 38d), bevorzugt jeweils zumindest zwei Langlöcher (38a, 38b, 38c, 38d), besonders bevorzugt jeweils zumindest drei Langlöcher (38a, 38b, 38c, 38d), entlang einer Spirallinie (46) angeordnet sind.

12. Schleifartikel (10a,10b,10c,10d) nach einem der Ansprüche 10-1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliges Langloch (38a, 38b, 38c, 38d) derart ausgerichtet entlang einer Spirallinie (46) angeordnet ist, dass eine von der Elongation des Langlochs (38a, 38b, 38c, 38d) definierte Achse im Wesentlichen tangential zur Spirallinie (46) verläuft.

13. Schleifartikel (10a,10b,10c,10d) nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochmuster (14a, 14b, 14c, 14d) ein Zentrumsloch (44a,44b,44c,44d) aufweist, wobei eine Tangente an das Zentrumsloch (44a,44b,44c,44d) gleichsam eine Tangente an die zumindest eine Spirallinie (46) bildet und/oder wobei jeweils eine Tangente an das Zentrumsloch (44a,44b,44c,44d) gleichsam eine Tangente an jeweils eine der Mehrzahl von Spirallinien (46) bildet.

Description:
Beschreibung

Titel

Schleifartikel

Die Erfindung betrifft einen Schleifartikel, insbesondere eine beschichtete Schleifscheibe, mit einer Mehrzahl von Löchern, die in einem Lochmuster angeordnet sind, wobei eine Lochdichte von einem Innenbereich des Lochmusters zu einem Außenbereich des Lochmusters abnimmt.

Stand der Technik

Schleifartikel, insbesondere beschichtete Schleifscheiben, mit einer Mehrzahl von Löchern, die in einem Lochmuster angeordnet sind, sind aus dem Stand der Technik bekannt, beispielsweise aus EP 0781629 Bl. Derartige Schleifscheiben sind zur Anbringung an einem Schleifteller eines Schleifgeräts, insbesondere eines Orbitalschleifgeräts, vorgesehen. Derartige Schleifgeräte weisen typischerweise ein Staubabsaugsystem auf, mittels dem während eines Schleifprozesses von einer Bearbeitungsfläche abgetragenes Material, insbesondere Schleifstaub, durch die Löcher der Schleifscheibe abgesaugt wird.

Aus US 5989112 und DE 202007004949 Ul ist ferner bekannt, eine Form von Löchern des Lochmusters derart zu wählen, dass eine Verwendung des Schleifartikels mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Schleiftellern ermöglicht wird, die insbesondere eine differierende Anzahl von Löchern und/oder geringfügig unterschiedliche Lochmuster aufweisen. Insbesondere weisen dazu zumindest einige Löcher des Schleifartikels eine längliche Gestalt auf. Aus WO 2015/002865 ist ein Schleifartikel mit einer Mehrzahl von Löchern bekannt, die in einem Lochmuster angeordnet sind, wobei das Lochmuster einen ersten inneren Bereich mit zumindest einem Loch und einen zweiten äußeren Bereich mit zumindest einem Loch aufweist, wobei der zweite Bereich konzentrisch um den ersten Bereich und um ein Zentralloch des Lochmusters angeordnet ist, wobei ferner aus einer Größe der Löcher und einer Anzahl der Löcher eine Lochdichte für den jeweiligen Bereich definiert ist und die Lochdichte des ersten, inneren Bereichs geringer ist als die Lochdichte des zweiten, äußeren Bereichs.

Es besteht in der Schleifmittelindustrie ein ständiges Bedürfnis, den Werkstoffabtrag bei der Bearbeitung von Bearbeitungsflächen weiter zu erhöhen, bei gleichzeitiger Verhinderung eines Zusetzens des Schleifartikels mit abgetragenem Material, insbesondere Schleifstaub. Insbesondere ist ein Zusetzen der Schleifartikeloberfläche zu vermeiden, um die Effektivität des Schleifartikels nicht zu verringern und ferner um einer Erhöhung einer Wahrscheinlichkeit von Kratzschäden, verursacht durch auf der Oberfläche des Schleifartikels abgelagerte Materialstücke, entgegenzuwirken.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einem Schleifartikel, insbesondere einer beschichteten Schleifscheibe, mit einer Mehrzahl von Löchern zum Absaugen von Schleifstaub von einer Bearbeitungsfläche während eines Schleifprozesses an der Bearbeitungsfläche. Die Mehrzahl von Löchern sind in einem Lochmuster angeordnet, wobei eine Lochdichte von einem Innenbereich des Lochmusters zu einem Außenbereich des Lochmusters abnimmt. Erfindungsgemäß ist zumindest ein Loch in dem Lochmuster als Langloch ausgeformt.

Bei dem Schleifartikel handelt es sich insbesondere um einen beschichteten Schleifartikel („coated abrasive"), in einer Ausführungsform um eine beschichtete Schleifscheibe. Der Schleifartikel umfasst eine Unterlage mit zumindest einer Schicht, insbesondere aus Papier, Pappe, Vulkanfiber, Schaumstoff, einem Kunststoff, einem textilen Gebilde, insbesondere einem Gewebe, Gewirke, Gestricke, Geflecht, Vlies, oder einer Kombination dieser Materialien, insbesondere Papier und Gewebe, in einer oder mehreren Schichten. Die, insbesondere flexible, Unterlage dient als Trägerschicht und verleiht dem Schleifartikel hinsichtlich Haftung, Dehnung, Reiss- und Zugfestigkeit, Flexibilität und Stabilität spezifische Eigenschaften. Schleifkörner werden auf der Trägerschicht aufgebracht und fixiert. Bei- spielsweise haften bei einem beschichteten Schleifartikel Schleifkörner auf Grund eines Grundbinders auf der, insbesondere flexiblen, Unterlage. Mit dem Grundbinder werden die Schleifkörner insbesondere in der gewünschten Stellung und Verteilung auf der Unterlage vorfixiert. Dem Fachmann sind geeignete Grundbinder zum Anbringen von Schleifkörnern auf einer Unterlage aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Als Grundbinder kommen insbesondere Kunstharze, wie zum

Beispiel Phenolharz, Epoxidharz, Harnstoffharz, Melaminharz, Polyesterharz, oder dergleichen in Betracht. Zusätzlich zu dem Grundbinder kann der Schleifartikel zumindest einen Deckbinder, beispielsweise auch mehrere Deckbinder, aufweisen. Der oder die Deckbinder sind insbesondere schichtweise auf dem Grundbinder und den Schleifkörnern aufgebracht. Dabei verbindet der oder die Deckbinder die

Schleifkörner fest untereinander und fest mit der Unterlage. Dem Fachmann sind geeignete Deckbinder aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Als Deckbinder kommen insbesondere Kunstharze, wie zum Beispiel Phenolharz, Epoxidharz, Harnstoffharz, Melaminharz, Polyesterharz, in Betracht. Darüber hinaus kön- nen weitere Bindemittel und/oder Zusatzstoffe vorgesehen sein, um dem Schleifartikel spezifische Eigenschaften zu verleihen. Derartige Bindemittel und/oder Zusatzstoffe sind dem Fachmann geläufig.

Alternative Schleifartikel, wie zum Beispiel gebundene Schleifartikel C.bonded ab- rasives"), sind ebenfalls denkbar. Bei gebundenen Schleifartikeln handelt es sich insbesondere um kunstharzgebundene Trenn- und Schruppscheiben, die dem Fachmann geläufig sind. Für kunstharzgebundene Trenn- und Schruppscheiben wird aus Schleifmineralien sowie Füllstoffen, Pulverharz und Flüssigharz eine Masse gemischt, die dann zu Trenn- und Schruppscheiben in verschiedenen Stär- ken und Durchmessern gepresst werden.

Der Schleifartikel kann in unterschiedlichen, prinzipiell beliebigen, Konfektionsformen vorliegen, zum Beispiel als Schleifscheibe oder als Schleifband, als Bogen, Blatt, Rolle oder Streifen. Typischerweise wird die Form des Schleifartikels durch einen beabsichtigten Schleifprozess vorgegeben (beispielsweise zur Verwendung in einem Bandschleifgerät). In einer Ausführungsform ist der Schleifartikel als eine Schleifscheibe realisiert. Unter einer„Schleifscheibe" soll insbesondere eine Einheit des Schleifartikels verstanden werden, welche das Werkzeug eines Schleifgeräts (auch: Schleifmaschine), insbesondere eines Rotationsschleifgeräts oder eines Exzenterschleifgeräts oder eines Orbitalschleifgeräts, bildet und im Betrieb einer derartigen Maschine direkt mit einer Bearbeitungsfläche eines Werkstücks zum Abtrag von Material in Kontakt steht. Die Schleifscheibe kann im Wesentlichen planar, d.h. flach, ausgeführt sein. Prinzipiell sind beliebige Größen von Schleifscheiben möglich, einschließlich typischer Normgrößen von Schleifscheiben, beispielsweise im Bereich von 5 cm bis 50 cm. In einem Ausführungsbeispiel ist der Schleifartikel als eine kreisförmige Schleifscheibe mit einem Durchmesser von 15 cm realisiert. Die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende technische Lehre ist auf beliebige Größen und Geometrien von Schleifartikeln, insbesondere von Schleifscheiben, übertragbar. Eine Schleifscheibe ist insbesondere dazu vorgesehen, mit einem Schleifteller eines Schleifgeräts reversibel lösbar verbunden zu werden. Unter einem„Schleifteller" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit eines Schleifgeräts, beispielsweise eines Exzenterschleifgeräts oder eines Orbitalschleifgeräts, verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, einen Schleifartikel, insbesondere eine Schleifscheibe, aufzunehmen. Vorzugsweise weist der Schleifteller zumindest eine im Wesentlichen ebene Fläche auf, welche als Aufnahmefläche für das Werkzeug (den Schleifartikel) dient. Im eingeschalteten Zustand des Schleifgeräts wird der Schleifteller samt daran befestigtem Schleifartikel, insbesondere samt daran befestigter Schleifscheibe, von dem Schleifgerät angetrieben, insbesondere bewegt.

Die Größe und die Form des Schleifartikels bestimmen den als Schleiffläche maximal verfügbaren Flächeninhalt des Schleifartikels (d.h. ohne Abzug von Flächenanteilen, die durch Löcher im Schleifartikel entstehen). Beispielsweise weist eine kreisförmige Schleifscheibe mit einem Durchmesser von 15 cm einen als Schleiffläche maximal verfügbaren Flächeninhalt von 176,7 cm 2 auf. Jedes in den Schleifartikel eingebrachte Loch reduziert diesen als Schleiffläche verfügbaren Flächeninhalt um den von dem Loch eingenommenen entsprechenden Flächeninhalt. Der Schleifartikel weist eine Mehrzahl von Löchern, d.h. Durchlochungen oder Aperturen, auf, die der Absaugung von während des Schleifprozesses an einer Bearbeitungsfläche erzeugtem Materialabtrag, insbesondere Schleifstaub oder anderweitigem Material, mittels einer Absaugvorrichtung des Schleifgeräts dienen. Unter einem„Loch" ist dabei eine Öffnung oder Ausnehmung in dem Schleifartikel zu verstehen, die den Schleifartikel vollständig durchsetzt, d.h. die insbesondere in zur Schleifartikeloberfläche im Wesentlichen senkrechter Richtung durch die Unterlage und die darauf befindliche Beschichtung hindurch verläuft. Unter dem Begriff „Loch" ist in dieser Schrift jegliche Art von Loch ungeachtet einer geometri- sehen Realisierung zu verstehen. Insbesondere umfasst der Begriff „Loch" somit sowohl ein kreisförmiges Loch als auch ein im Wesentlichen rundes Loch. Ein„im Wesentlichen rundes Loch" kann dabei als ein mehreckiges Loch, insbesondere ein dreieckiges, viereckiges, insbesondere rechteckiges oder quadratisches, sternförmiges, polygones, insbesondere isogones, oder teilweise eckiges und teil- weise gekrümmtes Loch realisiert sein. Ferner kann die Form des Lochs auch anderweitig aus regelmäßigen oder unregelmäßigen, insbesondere vieleckigen, Formen ausgewählt sein. Dabei nähert sich die Einhüllende der geometrischen Figur einem Kreis an. Insbesondere können ein kreisförmiges sowie ein im Wesentlichen rundes Loch beschreibbar sein durch zumindest einen Radius n_. Ein kreisförmiges Loch oder ein im Wesentlichen rundes Loch kann einen Radius n_ aufweisen, der im Bereich von etwa 0,25 % bis etwa 5 % der längsten Dimension des Schleifartikels liegt, insbesondere im Bereich von 0,5 % bis 1,5 % der längsten Dimension des Schleifartikels. Am Ausführungsbeispiel einer Schleifscheibe stellt der Durchmesser der Schleifscheibe die längste Dimension des Schleifartikels dar. Insbe- sondere kann ein im Wesentlichen rundes Loch einen Radius ri_ aufweisen, der im

Bereich von 0,375 mm bis etwa 7,5 mm liegt, insbesondere im Bereich von 0,75 mm bis 2,25 mm. In einem Ausführungsbeispiel weist ein im Wesentlichen rundes Loch oder ein kreisförmiges Loch einen Radius n_ von 1,0 mm, von 1,2 mm oder von 1,5 mm auf.

Erfindungsgemäß ist zumindest ein Loch in dem Lochmuster als Langloch ausgeformt. Ein Langloch weist dabei gegenüber einem im Wesentlichen runden Loch oder einemkreisförmigen Loch eine längliche oder elongierte Gestalt auf. Insbesondere kann ein Langloch beschreibbar sein durch zumindest einen Radius n_i_ und eine Länge LL. Ferner kann ein Langloch eine Achse definieren, die durch die Richtung der Elongation (d.h. in Erstreckungsrichtung der Länge LL) gegeben ist. Ein Langloch kann eine Länge LL aufweisen, die im Bereich von etwa 2 % bis etwa 13 % der längsten Dimension des Schleifartikels liegt, insbesondere im Bereich von 2,5 % bis 6,5 %. Insbesondere kann ein Langloch eine Länge LL aufweisen, die im Bereich von 3 mm bis etwa 20 mm liegt, insbesondere im Bereich von 4 mm bis 10 mm. In einem Ausführungsbeispiel weist ein Langloch eine Länge LL von 4 mm, 5 mm oder 6 mm auf. Ein Langloch kann einen Radius H_L aufweisen, der im Bereich von etwa 0,25 % bis etwa 5 % der längsten Dimension des Schleifartikels liegt, insbesondere im Bereich von 0,5 % bis 1,5 %. Insbesondere kann ein Lang- loch einen Radius H_L aufweisen, der im Bereich von 0,375 mm bis etwa 7,5 mm liegt, insbesondere im Bereich von 0,75 mm bis 2,25 mm. In einem Ausführungsbeispiel weist ein Langloch einen Radius H_L von 1,0 mm, von 1,2 mm oder von 1,5 mm auf.

Ferner kann ein Langloch prinzipiell auch eine Form aufweisen, die aus Mehrecken oder länglichen Ellipsoiden oder Bögen gewählt ist. Beispielsweise kann ein Langloch auch beschreibbar sein durch ein (nicht-quadratisches, d.h. elongiertes) Rechteck mit einer Breite bu_ und einer Länge LL. Ein rechteckiges Langloch kann eine Länge LL aufweisen, die im Bereich von etwa 2 % bis etwa 13 % der längsten Dimension des Schleifartikels liegt, insbesondere im Bereich von 2,5 % bis 6,5 %. Insbesondere kann ein Langloch eine Länge LL aufweisen, die im Bereich von 3 mm bis etwa 20 mm liegt, insbesondere im Bereich von 4 mm bis 10 mm. In einem Ausführungsbeispiel weist ein rechteckiges Langloch eine Länge LL von 5 mm auf. Ein rechteckiges Langloch kann eine Breite bu_ aufweisen, die im Bereich von etwa 0,5 % bis etwa 10 % der längsten Dimension des Schleifartikels liegt, insbesondere im Bereich von 1,0 % bis 3,0 %. Insbesondere kann ein rechteckiges Langloch eine Breite bLL aufweisen, die im Bereich von 0,75 mm bis etwa 15 mm liegt, insbesondere im Bereich von 1,5 mm bis 4,5 mm. In einem Ausführungsbeispiel weist ein Langloch eine Breite bLL von 2,0 mm, von 2,4 mm oder von 3,0 mm auf.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein Langloch keinen Schlitz (englisch„cuts") darstellt, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Derartige Schlitze lassen sich nicht durch eine Breite bLL oder durch einen Radius H_L spezifizieren, da sie lediglich durch einen Schnitt im Schleifartikel erzeugt werden (entsprechend gilt bLL = H_L = 0 mm). Insbesondere weisen derartige Schlitze keinen Flächeninhalt auf. Ferner haben derartige Schlitze auf Grund ihrer anderen Beschaffenheit eine grundsätzlich andere Wirkung - insbesondere sind strömungsphysikalische Eigenschaften zwischen erfindungsgemäßen Langlöchern und besagten Schlitzen auf Grund des zur Öffnung eines Schlitzes benötigten Staudrucks nicht vergleichbar.

Die Löcher des Schleifartikels, sowohl im Wesentlichen runde Löcher, kreisförmige Löcher als auch Langlöcher, können durch Prägen, Stanzen, Laserschneiden oder Kombinationen davon in der Trägerschicht und dem Schleifbelag (Summe der Be- schichtung der Trägerschicht) erzeugt werden. In einer Ausführungsform werden die Löcher in den Schleifartikel gestanzt. In einer weiteren Ausführungsform werden die Löcher mittels eines Laserstrahls in den Schleifartikel geschnitten, insbesondere gebrannt.

Unter„einer Mehrzahl von Löchern" sind mehr als 20 Löcher, insbesondere mehr als 40 Löcher, ganz insbesondere mehr als 50 Löcher zu verstehen. Ein als Schleifscheibe realisierter Schleifartikel weist in einer Ausführungsform ein Lochmuster mit wenigstens etwa 20, insbesondere wenigstens etwa 50, ganz insbesondere wenigstens etwa 80 Löchern auf. In einer weiteren Ausführungsform ist die Anzahl der Löcher nicht größer als etwa 300, insbesondere nicht größer als etwa 200; ganz insbesondere nicht größer als etwa 150. Die Mehrzahl von Löchern sind dabei in einem Lochmuster angeordnet. In einer Ausführungsform ist die Gesamtheit der in dem Schleifartikel vorgesehenen Löcher in einem Lochmuster angeordnet, d.h. das Lochmuster besteht aus der Gesamtheit der Löcher des Schleifartikels. In einer alternativen Ausführungsform bilden zumindest 50 % der Löcher die Mehrzahl von Löchern, die in einem Lochmuster angeordnet sind. Alternativ bilden zumindest 70 % der Löcher die Mehrzahl von Löchern, die in einem Lochmuster angeordnet sind. Alternativ bilden zumindest 90 % der Löcher die Mehrzahl von Löchern, die in einem Lochmuster angeordnet sind.

Das Lochmuster kann den gesamten Schleifartikel bedecken (d. h. darüber verteilt sein), kann im Wesentlichen den gesamten Schleifartikel (d. h. mehr als 50% aber weniger als 100%) bedecken, kann mehrere Teile des Schleifartikels bedecken oder kann nur einen Teil des Schleifartikels bedecken. Ein Maß für den Bedeckungsgrad des Schleifartikels durch das Lochmuster kann dabei, beispielsweise, über die von einer Einhüllenden des Lochmusters bedeckte Fläche des Schleifartikels gegeben sein. So bedeutet„den gesamten Schleifartikel bedecken", dass die Einhüllende des Lochmusters die gesamte Fläche des Schleifartikels bedeckt, wobei der Flächeninhalt der Einhüllenden und der Flächeninhalt des Schleifartikels gleich sind. In einem Ausführungsbeispiel eines Schleifartikels als eine Schleifscheibe kann das Lochmuster beispielsweise durch eine Einhüllende in Kreisform eingeschlossen werden. Weist diese Einhüllende dann einen Radius auf, der mit dem Radius der Schleifscheibe gleich ist, so bedeckt das Lochmuster den gesamten Schleifartikel. Ist der Radius der Einhüllenden geringfügig kleiner als der Radius der Schleifscheibe, so bedeckt das Lochmuster im Wesentlichen den gesamten Schleifartikel (d. h. mehr als 50 % aber weniger als 100 %, bevorzugt mehr als 70 % aber weniger als 100 %, besonders bevorzugt mehr als 85 % aber weniger als 100 %). Insbesondere kann ein Schleifartikel derart realisiert sein, dass ein Rand eines äußersten Lochs des Lochmusters den Rand des Schleifartikels schneidet. Alternativ dazu kann ein Schleifartikel auch derart realisiert sein, dass ein Rand eines äußersten Lochs des Lochmusters zumindest eine messbare Entfernung von dem Rand des Schleifartikels aufweist. Ferner ist ein Schleifartikel denkbar, bei dem das Lochmuster nur einen Teil der Fläche, d.h. einen räumlich begrenzten Flächenanteil, des Schleifartikels bedeckt. Unter der„Einhüllenden" ist insbesondere eine Kurve, beispielsweise ein Kreis, ein Kreisring, ein Rechteck o- der auch eine andere geometrische Form zu verstehen, die das Lochmuster einhüllt oder umhüllt.

Unter„mehrere Teile des Schleifartikels bedecken" kann dann entsprechend verstanden werden, dass das Lochmuster zwar durch eine Einhüllende beschreibbar ist, in dieser Einhüllenden dann jedoch Bereiche existieren, die nicht von Löchern des Lochmusters durchsetzt sind. Insbesondere ist denkbar, dass das Lochmuster mehrere, voneinander beabstandete Teile der Fläche des Schleifartikels bedeckt, d.h. derart über den Schleifartikel verteilt angeordnet ist, dass zwischen Bereichen, die Löcher aufweisen, Bereich ausgebildet sind, die keine Löcher aufweisen. Insbesondere kann diese beabstandete Verteilung gleichmäßig oder gleichförmig realisiert sein.

Die Anzahl und der Flächeninhalt der Löcher bestimmen den als Schleiffläche tat- sächlich (nicht: maximal) verfügbaren Flächeninhalt des Schleifartikels - dieser entspricht dem als Schleiffläche maximal verfügbaren Flächeninhalt (s.o.) abzüglich des durch die Gesamtheit der Löcher gebildeten Flächeninhalts. Der als Schleiffläche tatsächlich verfügbare Flächeninhalt des Schleifartikels bestimmt die Schleifeigenschaften des Schleifartikels maßgeblich, insbesondere die Menge eines während eines Schleifprozesses von einer Bearbeitungsfläche abgetragenen Materials. Typischerweise wird die Menge des abgetragenen Materials mit zunehmendem als Schleiffläche verfügbaren Flächeninhalt des Schleifartikels erhöht. Ferner beeinflussen die Anzahl und der Flächeninhalt der Löcher ein Absaugverhalten während eines Absaugens von Schleifstaub aus dem Zwischenbereich zwischen Schleifartikeloberfläche und Bearbeitungsfläche während eines Schleifprozesses an der Bearbeitungsfläche. Insbesondere wird typischerweise eine Tendenz, dass sich abgetragenes Material, insbesondere Schleifstaub, auf der Schleifartikeloberfläche ansammelt, mit zunehmendem als Schleiffläche verfügbaren Flächeninhalt des Schleifartikels erhöht.

Eine Anzahl an Löchern und deren aufsummierte Größe definieren einen Flächeninhalt Ai_ der entsprechenden Löcher. Bezogen auf eine Fläche As des Schleifartikels, auf der die Löcher angeordnet sind, kann somit eine Lochdichte p = AJAs definiert werden. Insbesondere kann eine„Lochdichte eines gesamten Lochmusters" des Schleifartikels als Verhältnis von Ai_ der entsprechenden Löcher des gesamten Lochmusters zur gesamten Fläche As des Schleifartikels definiert sein. Daneben können weitere Lochdichten definiert sein. Erfindungsgemäß gliedert sich das Lochmuster, insbesondere der Schleifartikel, in einen Innenbereich und einen Außenbereich, wobei die Lochdichte ρι (pi = Ai_-mnen/As-innen) des Innenbereichs des Lochmusters zur Lochdichte PA (PA = Ai_-Außen/As-Außen) des Außenbereichs des Lochmusters hin abnimmt. Es gilt pi > PA.

Das Lochmuster - und insbesondere auch der Schleifartikel, wenn das Lochmuster im Wesentlichen den gesamten Schleifartikel bedeckt - unterteilt sich in mindestens einen Innenbereich und einen Außenbereich, wobei der Außenbereich den Innenbereich vollständig umschließt. Der Innenbereich und der Außenbereich sind beispielsweise als getrennte Bereiche über geometrische Formen definierbar, wobei die geometrische Form, die den Außenbereich beschreibt, die geometrische Form, die den Innenbereich beschreibt, vollständig umschließt. Insbesondere schließen der Innenbereich und der Außenbereich unmittelbar aneinander an, sodass typischerweise geometrische Größen des Innenbereichs gleichsam geometrische Größen des Außenbereichs bilden. In einer Ausführungsform des Schleifartikels als im Wesentlichen kreisförmige Schleifscheibe können der Innenbereich und der Außenbereich konzentrisch zueinander angeordnet sein. Ferner können der Innenbereich und der Außenbereich konzentrisch zum Zentrum (geometrischer Mittelpunkt oder Schwerpunkt) des Lochmusters angeordnet sein. Insbesondere kann der Innenbereich eine Kreisscheibe darstellen mit Radius Rinnen, während der Außenbereich einen an den Innenbereich unmittelbar angrenzenden Kreisring darstellt, dessen kleinerer Radius Rinnen entspricht und dessen größerer

Radius R aU ßen dem Durchmesser des Lochmusters, insbesondere dem Durchmesser der Einhüllenden des Lochmusters, ganz insbesondere dem Durchmesser der Schleifscheibe, entspricht. Insbesondere kann der Radius R aU ßen zweimal Radius Rinnen betragen, ganz insbesondere dreimal Radius Rinnen betragen. So kann bei- spielsweise eine im Wesentlichen kreisförmige Schleifscheibe von 15 cm Durchmesser einen Innenbereich mit einem Radius Rinnen von 3,75 cm (Fläche As-innen = 44,2 cm 2 ) und einen Außenbereich mit einem kleineren Radius Rinnen von 3,75 cm und einem größeren Radius R aU ßen von 7,5 cm (Fläche As-Außen = 132,5 cm 2 ) aufweisen (bei einer Gesamtfläche der Schleifscheibe von As-gesamt = 176,7 cm 2 ). So- wohl der Innenbereich als auch der Außenbereich weisen jeweils mindestens ein

Loch auf, sodass eine Lochdichte für den Innenbereich und den Außenbereich angebbar ist. Erfindungsgemäß wird die Lochdichte des Außenbereichs kleiner als die Lochdichte des Innenbereichs gewählt. Alternativ oder zusätzlich können der Innenbereich und der Außenbereich auch über ein Verhältnis des Flächeninhalts des Außenbereichs zum Flächeninhalt des Innenbereichs definiert sein. In oben genanntem Ausführungsbeispiel des Schleifartikels in Form einer Schleifscheibe, bei der der Innenbereich eine Kreisscheibe mit Radius Rinnen darstellt, während der Außenbereich einen an den Innen- bereich unmittelbar angrenzenden Kreisring mit größerem (Außen-)Radius R aU ßen darstellt, kann ein Verhältnis entsprechender Flächeninhalte beispielsweise 2:1 betragen, insbesondere 3:1 betragen, ganz insbesondere 4:1 , 8:1 oder 15:1 betragen. Ferner ist auch denkbar, den Innenbereich und den Außenbereich durch ihre Lochdichten zu definieren, wobei sich die Lochdichte des Innenbereichs, vorteilhaft sprunghaft, von der Lochdichte des Außenbereichs unterscheidet. Beispielsweise kann ein Innenbereich eine gleichmäßige Verteilung von Löchern aufweisen mit einer Lochdichte von 8 %, während der Außenbereich eine gleichmäßige Verteilung von Löchern aufweist mit einer Lochdichte von 3 %. Der sprunghafte Unterschied in der Lochdichte ist auf dem Schleifartikel sofort erkennbar und klar durch eine Grenze zwischen Innenbereich und Außenbereich differenzierbar. Somit sind

Innenbereich und Außenbereich deutlich voneinander abgesetzt und definiert.

Im Falle eines nicht kreisförmigen Schleifartikels sind entsprechende Innenbereich und Außenbereich analog definierbar. So kann beispielsweise ein im Wesentlichen rechteckiger Schleifartikel einen Innenbereich in Form eines„Innenrechtecks" und einen Außenbereich in Form eines„Außenrechtecks" aufweisen, wobei das„Außenrechteck" das„Innenrechteck" vollständig umschließt. Bei einem Schleifband ist denkbar, dass der bandförmige Schleifartikel einen Innenbereich in Form eines „Innenstreifens" und einen Außenbereich in Form zweier„Außenstreifen" aufweist, wobei die beiden„Außenstreifen" den„Innenstreifen" vollständig umschließen.

Unter Berücksichtigung des als Schleiffläche tatsächlich verfügbaren Flächeninhalts, der für eine Staubabsaugung zur Verfügung stehenden Gesamtfläche der Löcher, der Position der für die Staubabsaugung zur Verfügung stehenden Löcher auf dem Schleifartikel sowie deren Bezug zur Bewegung des Schleifartikels während eines Schleifprozesses, scheint nach derzeitigen Erkenntnissen der vorliegenden Erfindung eine relativ hohe Lochdichte des Innenbereichs, verglichen mit der Lochdichte im Außenbereich, einen besonders vorteilhaften Effekt auf die Schleifeigenschaften des Schleifartikels, insbesondere der Schleifscheibe, zu ha- ben. Eine Staubabsaugfähigkeit des Schleifartikels kann im Gegensatz zu

Schleifartikeln des Standes der Technik deutlich verbessert werden.

Dieser erfindungsgemäße Ansatz steht im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen zur Maximierung der Menge an extrahiertem Schleifstaub, die lediglich zum Ziel ge- habt haben, möglichst viele Löcher in den Schleifartikel einzubringen, um die zur

Absaugung zur Verfügung stehende Lochfläche gegenüber der als Schleiffläche zur Verfügung stehende Schleifartikeloberfläche zu erhöhen. Die Vielzahl der kleinen Löcher der aus dem Stand der Technik bekannten Schleifartikel führt allerdings oftmals zu Problemen mit einer mechanischen und/oder strukturellen Stabi- lität des Schleifartikels. Insbesondere in Bereichen eines Schleifartikels, in denen viele kleine Löcher vorhanden sind - im Stand der Technik typischerweise gegen den Rand des Schleifartikels akkumuliert - ergibt sich oftmals eine deutlich erhöhte Tendenz für den Schleifartikel zu reißen. Das Reißen erfolgt dabei auf Grund von physikalischen Kräften wie Scherkräften, Torsionskräften oder dergleichen, die in Folge einer Rotationsbewegung, Exzenterbewegung und/oder Orbitalbewegung auf den Schleifartikel wirken. Ferner führt die Vielzahl der kleinen Löcher der aus dem Stand der Technik bekannten Schleifartikel zu einer anscheinend unvorteilhaften Erhöhung der Lochdichte, bei der ab einem bestimmten Verhältnis von Löchern zur als Schleiffläche zur Verfügung stehenden Schleifartikeloberfläche des Schleifartikels eine Material abtragende Wirkung sowie eine Lebensdauer des

Schleifartikels stark abfällt.

Der vorgeschlagene, erfindungsgemäße Ansatz kann derartige Nachteile des Standes der Technik hingegen überwinden. Nach bisherigen Erkenntnissen führt dabei eine vergleichsweise hohe Lochdichte im Innenbereich des Schleifartikels - verglichen mit einer Lochdichte des Außenbereichs des Schleifartikels (im Folgenden nicht immer wiederholt) - zu vorteilhaften strömungsphysikalischen Eigenschaften zwischen dem Schleifartikel und der Bearbeitungsfläche. Es wird davon ausgegangen, dass die hohe Lochdichte im Innenbereich des Schleifartikels zu einem gleichmäßigeren, insbesondere laminareren und turbolenzfreieren, Strömungsverlauf von angesaugter Luft führt, sodass mit dem Luftstrom mitgeführtes („transportiertes") Material wie Schleifstaub gleichmäßiger bewegt oder geführt wird und somit zuverlässiger aus dem Bereich zwischen Bearbeitungsfläche und Schleifartikel abtransportiert werden kann. Mit anderen Worten führt die derart hohe Lochdichte im Innenbereich des Schleifartikels zu einer Verringerung eines „Düseneffekts", wobei der Düseneffekt eine Luftgeschwindigkeitszunahme gegenüber einer ungestörten Luftströmung bezeichnet, die durch eine Einengung des Strömungsquerschnittes hervorgerufen wird (wobei eine damit verbundene Drängung von Stromlinien zu einer Geschwindigkeitszunahme führt).

Es wird davon ausgegangen, dass die Verteilung von höherer Lochdichte im Innenbereich zu geringerer Lochdichte im Außenbereich unmittelbar mit der Rotationsgeschwindigkeit des Schleifartikels bei einer typischen Anwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät korreliert. So wurde gefunden, dass eine hohe Umdrehungsgeschwindigkeit der Löcher im Außenbereich des Schleifartikels, insbesondere der Schleifscheibe, vorteilhaft mit einer geringen Lochdichte im Außenbereich kombinierbar ist. Dieser Effekt kann möglicherweise ebenfalls unter Bezug auf eine (vergleichsweise) Beschleunigung des Luftstroms im Außenbereich des Schleifartikels in Folge der vergleichsweise geringen Lochdichte erklärt werden (Düseneffekt). Durch eine Vergrößerung der Lochdichte im Innenbereich kann offenbar eine Reduzierung einer radial von außen zum Zentrum der Schleifscheibe einströmenden Luft im Innenbereich des Schleifartikels erfolgen, sodass der Luftstrom (d.h. Luftdruck oder auch Strömungssog) im Außenbereich des Schleifartikels durch die im Außenbereich befindlichen Löcher vorteilhaft erhöht werden kann. Dadurch kann die Saugleistung gesteigert werden, was trotz der vergleichsweise höheren Umdrehungsgeschwindigkeit im Außenbereich zu besonders guten Eigenschaften im Abtransport des abgetragenen Materials, insbesondere des abzusaugenden Schleifstaubs, und somit im Schleifergebnis führt. Folglich erlaubt die erfindungsgemäße Realisierung eines Schleifartikels, die Wirkung des Düseneffekts im Innenbereich des Lochmusters, insbesondere des Schleifartikels.vorteilhaft zu reduzieren, während die Wirkung des Düseneffekts im Außenbereich des Lochmusters, insbesondere des Schleifartikels, vorteilhaft erhöht wird.

Es sei darauf hingewiesen, dass die vorteilhafte, vergleichsweise hohe Lochdichte im Innenbereich des Lochmusters erst durch Einbringung von Langlöchern, insbesondere im Innenbereich des Lochmusters, stabil realisiert werden kann. Durch die erfindungsgemäße Verwendung der Langlöcher kann eine Anzahl von vergleichsweise dünnen Verbindungsstreben zwischen einzelnen benachbarten Löchern (die bei gewünschter hoher Lochdichte zahlreich vorhanden wären) reduziert werden und somit ein Einreißen des Schleifartikels - insbesondere in Folge des Schleifprozesses - verhindert werden. Unter Verwendung von Langlöchern und/oder entsprechend breiter Verbindungsstreben - die eher als Verbindungsflächen ausgeformt sind - können somit während eines Schleifprozesses wirkende Scher-, Torsions- und Querkräfte auf Grund einer insgesamt stabileren Geometrie des Schleifartikels besser aufgenommen und abgefangen werden. Insbesondere kann daher ein besonders stabiler Schleifartikel mit besagten vorteilhaften Eigenschaften angegeben werden. Somit kann vorteilhaft eine Langzeitstabilität der mit Langlöchern realisierten Schleifartikel gegenüber Schleifartikeln ohne Langlöcher - insbesondere mit einer erhöhten Anzahl an einzelnen Löchern - deutlich erhöht werden.

Ferner wird davon ausgegangen, dass die in Folge der großen Lochdichte verhältnismäßig großflächig ausfallende Absaugfläche (insbesondere zu aus dem Stand der Technik bekannten Schleifartikeln) im Innenbereich des Schleifartikels zu einer weniger punktuellen und somit gleichverteilteren oder homogeneren Absaugung insbesondere im Innenbereich führt. Mit anderen Worten kann ein Langloch auf Grund seiner geometrischen Ausdehnung einen„Sammeleffekt" bewirken. Dieser Effekt wird durch den bereits erwähnten (vermuteten) laminareren und turbolenz- freieren Strömungsverlauf von angesaugter Luft im Innenbereich des Schleifartikels verstärkt.

In einer Ausführungsform beträgt die Lochdichte im Innenbereich des Lochmusters zwischen 7,5 % und 16,0 %, insbesondere zwischen 8,5 % und 13,0 %, ganz insbesondere zwischen 9,0 % und 12,0 %. In einer Ausführungsform beträgt die Lochdichte im Außenbereich des Lochmusters zwischen 1,5 % und 4,8 %, insbesondere zwischen 2,0 % und 3,8 %, ganz insbesondere zwischen 2,9 % und 3,4 %. Der beschriebene Effekt tritt nach derzeitigen Erkenntnissen in besonders vorteilhaftem Maße für derartige Lochmuster auf, die ein Verhältnis der Lochdichte pi des Innenbereichs zur Lochdichte PA des Außenbereichs aufweisen, welches sich im Bereich zwischen 1,9 % und 6,9 %, insbesondere im Bereich zwischen 2,8 % und 6,0 %, ganz insbesondere im Bereich zwischen 3,1 % und 5,7 %, befindet.

In einer Ausführungsform beträgt die Lochdichte des gesamten Lochmusters zwischen 2,6 % und 6,8 %, insbesondere zwischen 3,0 % und 6,5 %, ganz insbesondere zwischen 3,5 % und 5,5 %. Mit einer derartig gewählten Lochdichte des gesamten Lochmusters in Kombination mit den zuvor genannten Lochdichten im Innenbereich und Außenbereich des Lochmusters, insbesondere in Kombination mit den bevorzugten Verhältnissen der Lochdichte pi des Innenbereichs zur Lochdichte PA des Außenbereichs, werden besonders gute Resultate in der Schleifwirkung, insbesondere der Schleifeffizienz, Langzeitstabilität und geringer Zusetzung der Schleiffläche erzielt. Es sei darauf hingewiesen, dass eine stabile Realisierung der besagten hohen Lochdichte im Innenbereich erst durch die Einführung der er- findungsmäßen Langlöcher bei gleichbleibender oder geringer werdender Anzahl an Löchern angegeben werden kann.

In einer Ausführungsform ist die Anzahl von Langlöchern in einem Innenbereich des Lochmusters größer ist als die Anzahl von Langlöchern in einem Außenbereich des Lochmusters. Auf diese Weise kann die vorteilhafte, erfindungsgemäße Verteilung der Lochdichten des Innenbereichs und des Außenbereichs besonders einfach realisiert werden. Beispielsweise kann ein Lochmuster in einem Innenbereich 24 Langlöcher aufweisen und in einem Außenbereich nur 8 Langlöcher aufweisen.

In einer Ausführungsform sind/ist eine Elongation und/oder ein Radius eines ersten Langlochs, insbesondere eines Langlochs im Innenbereich des Lochmusters, unterschiedlich von einer Elongation und/oder einem Radius eines zweiten Langlochs, insbesondere eines Langlochs im Außenbereich des Lochmusters. Insbesondere sind/ist eine Elongation und/oder ein Radius eines ersten Langlochs, insbesondere eines Langlochs im Innenbereich des Lochmusters, größer als eine Elongation und/oder ein Radius eines zweiten Langlochs, insbesondere eines Langlochs im Außenbereich des Lochmusters. Auf diese Weise ist ein Flächeninhalt eines Loches besonders einfach beeinflussbar und somit die Lochdichte im Innenbereich und im Außenbereich präzise und zur Erzielung besonders vorteilhafter Schleifeigenschaften des Schleifartikels abstimmbar. Insbesondere kann eine Schleifwirkung und Schleifeffizienz derart besonders fein einstellbar sein. Insbesondere ist beispielsweise ein Schleifartikel denkbar, der sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich Langlöcher aufweist, wobei eine Elongation der Langlöcher vom Innenbereich zum Außenbereich hin abnimmt und/oder ein Radius der Langlöcher vom Innenbereich zum Außenbereich hin abnimmt. Ferner können die mechanischen Eigenschaften des Schleifartikels vorteilhaft eingestellt werden, insbesondere über den Schleifartikel variabel eingestellt werden, sodass eine besondere Einreißresistenz des Schleifartikels erreicht werden kann.

In einer Ausführungsform des Schleifartikels ist das Lochmuster ein symmetrisches Lochmuster, insbesondere ein rotationssymmetrisches und/oder drehsym- metrisches und/oder achsensymmetrisches und/oder punktsymmetrisches und/oder translationssymmetrisches Lochmuster. Somit weist das Lochmuster die Eigenschaft auf, unter Anwendung einer entsprechenden Symmetrieabbildung oder Symmetrieoperation, d.h. durch entsprechende Rotation und/oder Drehung und/o- der Spiegelung und/oder Translation oder dergleichen, auf sich selbst abgebildet zu werden. Beispiele für derartige symmetrische Lochmuster können regelmäßige Muster (in Reihen und Spalten angeordnete Löcher), radiale Muster (in radialen Strahlen um einen zentralen Punkt angeordnete Löcher), Spiralmuster (in Spiralen angeordnete Löcher), wiederholt angeordnete Kurvenmuster (in Kurvenform an- geordnete Löcher) oder dergleichen darstellen. Ein symmetrisches Lochmuster kann auf besonders einfache Weise hergestellt werden. Ferner erlauben symmetrische Lochmuster auf Grund ihrer Mehrzähligkeit hinsichtlich der vorhandenen Symmetrie eine besonders einfache Anbringung an einem Schleifteller, da eine Ausrichtung des Schleifartikels gegenüber dem Schleifteller mit geringem Aufwand möglich ist.

In einer alternativen Ausführungsform des Schleifartikels ist das Lochmuster ein asymmetrisches Lochmuster, insbesondere ein rotationsasymmetrisches und/oder drehasymmetrisches und/oder achsenasymmetrisches und/oder punktasym- metrisches und/oder translationsasymmetrisches Lochmuster. Insbesondere sind auch Lochmuster denkbar, die eine gesteuerte ungleichförmige Verteilung aufweisen und daher eine entsprechende Asymmetrie aufweisen. Unter einer„gesteuerten ungleichförmigen Verteilung" ist insbesondere zu verstehen, dass das Lochmuster eine gezielt kreierte, insbesondere berechnete oder anderweitig eindeutig vorgegebene - und somit reproduzierbare -, aber dennoch asymmetrische Anordnung aufweist. Beispielsweise kann die gezielt kreierte asymmetrische Anordnung eine Spiegelasymmetrie, eine Rotationsasymmetrie, eine Drehasymmetrie, eine Translationsasymmetrie oder Kombinationen davon sein. In einem Ausführungsbeispiel kann eine gesteuerte ungleichförmige Verteilung bereitgestellt werden, in- dem ein spiralförmiges Lochmuster realisiert wird, bei dem Löcher derart angeordnet sind, dass eine vollständige Rotationsasymmetrie resultiert - d.h. das Lochmuster wiederholt sich bei Rotation um 360° nur einmal (Deckungsgleichheit nur bei Rotation um 360°). Insbesondere betrifft eine Rotationsasymmetrie eine Asymmetrie bei Rotation um das Zentrum - definiert als geometrischer Mittelpunkt oder als Schwerpunkt - des Lochmusters. In einer Ausführungsform des Schleifartikels gehorchen alle Löcher des Lochmusters der gezielt kreierten, insbesondere berechneten oder anderweitig eindeutig vorgegebenen, aber dennoch asymmetrischen Anordnung. Alternativ können auch nur Teile des Lochmusters der gezielt kreierten, insbesondere berechneten oder anderweitig eindeutig vorgegebenen, aber dennoch asymmetrischen Anordnung gehorchen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass ein Großteil der Löcher des Lochmusters der gezielt kreierten, insbesondere berechneten oder anderweitig eindeutig vorgegebenen, aber dennoch asymmetrischen Anordnung gehorchen. Unter einem„Großteil der Löcher" sollen in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest mehr als 50%, vorzugs- weise zumindest mehr als 70% und besonders bevorzugt zumindest mehr als 90% der Löcher verstanden werden. In einer Ausführungsform weist das Lochmuster eine gezielt kreierte, insbesondere berechnete oder anderweitig eindeutig vorgegebene, aber dennoch asymmetrische Anordnung über zumindest 20 Löcher, insbesondere über zumindest 40 Löcher, ganz insbesondere über zumindest 60 Lö- eher, auf. Es ist ein Schleifartikel denkbar, bei dem eine Rotationsasymmetrie bis zu wenigstens 51%, wenigstens 70% oder wenigstens 85% der Löcher des Lochmusters verläuft.

Eine asymmetrische Verteilung des Lochmusters verstärkt die der Erfindung zu Grunde liegenden Effekte einer besonders vorteilhaften Absaugung nochmals. Auf

Grund der asymmetrischen Verteilung der Löcher in dem Lochmuster treten bei einer typischen Anwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät weniger Abschattungseffekte der (insbesondere benachbarten) Löcher untereinander auf. Insbesondere kann die asymmetrische Verteilung zu einer sehr gleichmäßigen oder homogenen Lochverteilung über den Schleifartikel führen, sodass Bereiche, die keine Löcher aufweisen, auf dem gesamten Schleifartikel ähnlich dimensioniert sind. Zusätzlich sind, bezogen auf die typischen Rotationsbewegungen und/oder Orbitalbewegungen bei Verwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät, die Abweichungen von einer sym- metrischen Verteilung vorteilhaft, indem weiter außen liegende Löcher einen Luftstrom zu einem weiter innen liegenden Loch nicht signifikant behindern oder stören, d.h. das innen liegende Loch abschatten. Folglich kann ein Luftstrom zu allen auf dem Schleifartikel verteilten Löchern gewährleistet werden, sodass auch eine vorteilhafte Absaugung von abgetragenem Material, insbesondere Schleifstaub, über die gesamte Fläche des Schleifartikels möglich ist. Darüber hinaus wurde gefunden, dass die Verteilung von Löchern in einem asymmetrischen Lochmuster dazu führt, dass bei einer typischen Rotationsbewegung und/oder Orbitalbewegungen des Schleifartikels, wie sie bei Verwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät auftritt, diejenige Teilfläche der Bearbeitungsfläche, die während einer vollständigen Umdrehung des Schleifartikels von zumindest einem Loch des Schleifartikels überstrichen wird, gegenüber einem Schleifartikel mit einem symmetrischen Lochmuster größer ist - bei vergleichbarer Lochdichte und Lochanzahl. Insbesondere wird bei einem asymmetrischen Lochmuster keine wiederholte Überstreichung durch mehrere Löcher erfolgen, wie dies bei symmetrischen Lochmustern der Fall ist. Somit erlaubt ein asymmetrisches Lochmuster eine über die Bearbeitungsfläche gleichmäßigere Absaugung von abgetragenem Material, insbesondere von Schleifstaub.

In einer Ausführungsform des Schleifartikels beschreibt das Lochmuster zumindest eine Spirallinie, bevorzugt eine Mehrzahl von Spirallinien, wobei entlang der Spirallinie (Spirallinien) Löcher des Lochmusters angeordnet sind. Unter einer „Spirallinie oder Spirallinien" ist hier eine Kurve oder eine Menge von Kurven zu verstehen, die von zumindest einem zentralen Punkt (Startpunkt) auf dem Schleifartikel ausgeht/ausgehen und sich um den zumindest einen zentralen Punkt drehend von diesem entfernt/entfernen. Insbesondere verändert sich ein Abstand von Punkten der Spirallinie zur Spiralachse streng monoton zum Winkel. Insbesondere ist eine Abbildung der Spirallinie in einem Polarkoordinatensystem zumindest einfach stetig differenzierbar. Dabei kann der zentrale Punkt bei dem oder in der Nähe des Zentrums des Schleifartikels oder alternativ von dem Zentrum des Schleifartikels entfernt befindlich angeordnet sein. Insbesondere können mehrere Spirallinien (im Folgenden sind„Spiralen" und„Spirallinien" als synonym zu verstehen) auch von verschiedenen zentralen Punkten ausgehen oder von einem gemeinsamen zentralen Punkt ausgehen. Insbesondere sind Lochmuster denkbar, die zumindest eine archimedische Spirallinie, eine Euler'sche Spirallinie, eine Cornu-Spirallinie, eine Klothoide, eine Fermat'sche Spirallinie, eine hyperbolische Spirallinie, eine Auger-Spirallinie, eine logarithmische Spirallinie, eine Fibonacci- Spirallinie, eine goldene Spirallinie (oder Spirallinien) oder Kombinationen davon beschreibt. In einer Ausführungsform des Schleifartikels beschreibt das Lochmuster zumindest eine, der zumindest einen Spirallinie gegenläufig ausgerichtete, wei- tere Spirallinie, bevorzugt eine Mehrzahl von, der zumindest einen Spirallinie gegenläufig ausgerichteten, weiteren Spirallinien, entlang der Löcher des Lochmusters angeordnet sind. Insbesondere können alle Löcher des Lochmusters entlang der zumindest einen Spirallinie sowie der zumindest einen gegenläufig ausgerichteten Spirallinie angeordnet sein. Insbesondere können die zumindest zwei Spirallinien bezogen auf eine Spiralachse der Spirallinien zueinander gegenläufig sind. Unter„gegenläufig" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass die Spirallinien in entgegengesetzte Richtungen um ihre Spiralachsen von den jeweiligen zentralen Punkten (Startpunkten) weg bzw. hin verlaufen.

Durch Verwendung zumindest einer Spirallinie, insbesondere durch Verwendung einer Mehrzahl von Spirallinien, bevorzugt durch Verwendung von gegenläufig ausgerichteten Spirallinien, kann eine besonders vorteilhafte Verteilung, insbesondere eine besonders homogene Verteilung, der Löcher auf dem Schleifartikel erreicht werden. In einer Ausführungsform unterscheiden sich die gegenläufigen Spirallinien in ihrer Anzahl. Darunter soll insbesondere verstanden werden, dass eine Anzahl von Spirallinien, welche in eine Richtung verlaufen, gegenüber der Anzahl der Spirallinien, welche gegenüber diesen Spirallinien gegenläufig sind, differiert. Insbesondere kann auf diese Weise erreicht werden, dass ein asymmetrisches Lochmuster mit einer vorteilhaften Flächenausnutzung und einer vorteilhaften Flächenverteilung erreicht wird. In einer Ausführungsform entspricht die Anzahl (m) der Spirallinien, welche in eine Richtung laufen, und die Anzahl (n) der Spirallinien, welche gegenüber diesen Spirallinien gegenläufig sind, Fibonacci-Zahlen oder Vielfachen von Fibonacci-Zahlen. In einer beispielhaften Ausführungsform weisen die Anzahlen folgende Werte für (m, n) auf: (3, 5), (5, 8), (8, 13), (13, 21), (21, 34), (34, 55), (55, 89), (89, 144) oder Vielfache dieser Werte. Durch eine derartige Ausgestaltung des Lochmusters kann erreicht werden, dass die Löcher des Lochmusters gleichmäßig über die Fläche des Schleifartikels verteilt sind, wobei gleichzeitig verhindert werden kann, dass Löcher in radialer Richtung direkt hintereinander liegen (Abschattungseffekt bei Staubabsaugung). In einer Ausführungsform des Schleifartikels schneiden sich die zumindest eine Spirallinie und die zumindest eine weitere, gegenläufig ausgerichtete, Spirallinie zumindest einmal. Ferner können bei mehreren gegenläufig ausgerichteten Spirallinien auch mehrere Schnittpunkte resultieren. Auf diese Weise kann besonders einfach realisiert sein, dass eine hohe Lochdichte angewandt wird, die von einem Innenbereich zu einem Außenbereich des Lochmusters erfindungsgemäß abnimmt.

Unter„entlang einer Spirallinie angeordnet" oder generell auch unter„gemäß eines Lochmusters angeordnet" ist zu verstehen, dass die Position der Löcher im Wesentlichen durch eine entsprechende geometrische Figur des Lochmusters (z.B. eine Spirale) beschreibbar ist. Unter„im Wesentlichen" ist in diesem Zusammenhang insbesondere zu verstehen, dass eine Entfernung von einer vorgegebenen (Ideal-) Position insbesondere weniger als 100%, vorzugsweise weniger als 50% und besonders bevorzugt weniger als 25% eines Durchmessers eines entsprechenden Lochs beträgt.

Insbesondere können alle Löcher des Lochmusters entlang der zumindest einen Spirallinie, bevorzugt entlang der Mehrzahl von Spirallinien, angeordnet sein. Auf diese Weise kann eine besonders vorteilhafte, gleichmäßige Verteilung der Löcher über den Schleifartikel erreicht werden. Insbesondere ist denkbar, dass die Entfernungen von jeweils zwei Löchern, welche entlang einer Spirallinie direkt aufeinander folgen, um weniger als 60%, besonders bevorzugt um weniger als 50% von der größten Entfernung zwischen zwei aufeinander folgenden Löchern variieren. Dadurch kann eine besonders günstige und gleichmäßige Verteilung der Löcher erreicht werden.

In einer Ausführungsform wird die zumindest eine Spirallinie lediglich durch Löcher des Innenbereichs oder des Außenbereichs beschrieben. Alternativ wird die zu- mindest eine Spirallinie durch Löcher des Innenbereichs und des Außenbereichs beschrieben. In einer beispielhaften Ausführungsform beschreibt das Lochmuster zumindest vier Spirallinien, insbesondere zumindest acht Spirallinien, ganz insbesondere zumindest sechszehn Spirallinien. In einer Ausführungsform des Schleifartikels sind jeweils zumindest drei Löcher, bevorzugt jeweils zumindest fünf Löcher, besonders bevorzugt jeweils zumindest sieben Löcher, entlang einer Spirallinie angeordnet. Auf diese Weise kann eine besonders homogene Verteilung der Löcher über den Schleifartikel erreicht werden und somit eine Absaugeffizienz und Absaugeffektivität erhöht werden. Insbe- sondere sind die entlang einer Spirallinie angeordneten Löcher äquidistant oder mit nach außen hin zunehmenden Abständen zueinander angeordnet. In einer Ausführungsform des Schleifartikels sind jeweils zumindest ein Langloch, bevorzugt jeweils zumindest zwei Langlöcher, besonders bevorzugt jeweils zumindest drei Langlöcher, entlang einer Spirallinie angeordnet. Derart kann die Absaugeffi- zienz und Absaugeffektivität nochmals erhöht werden, insbesondere, wenn die

Langlöcher im Innenbereich des Lochmusters angeordnet sind.

In einer Ausführungsform des Schleifartikels ist ein jeweiliges Langloch derart ausgerichtet entlang einer Spirallinie angeordnet, dass eine von der Elongation des Langlochs definierte Achse im Wesentlichen tangential zur Spirallinie verläuft. Unter„im Wesentlichen tangential" ist insbesondere zu verstehen, dass eine Abweichung der Ausrichtung geringer ist als 10°, bevorzugt geringer ist als 5°. Ferner kann ein Langloch auch geringfügig parallel versetzt zur Spirallinie angeordnet sein, wobei die Achse des Langlochs parallel zur Tangente an die Spirallinie ver- läuft. Ein derartiges Lochmuster ist besonders vorteilhaft an eine typische Bewegung des Schleifartikels während einer typischen Rotationsbewegung und/oder Orbital bewegung des Schleifartikels, wie sie bei Verwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät auftritt, angepasst. Ferner wurde gefunden, dass auf diese Weise eine mechanische Stabilität und eine kinematische Stabilität des Schleifartikels während eines Schleifprozesses erhöht werden kann.

Ein Einreißen des Schleifartikels und Vibrationen, die durch ein geringfügiges „Flattern" des Schleifartikels verursacht werden (vermutlich verursacht durch Luftturbulenzen), können vorteilhaft reduziert werden. Es wird davon ausgegangen, dass die strömungsphysikalischen Eigenschaften des Schleifartikels während ei- nes Schleifprozesses durch die Anordnung der Langlöcher, bei der eine von der

Elongation des Langlochs definierte Achse im Wesentlichen eine Tangente an eine entsprechende Spirallinie bildet, entsprechend vorteilhafte Effekte bewirken.

In einer Ausführungsform des Schleifartikels weist das Lochmuster ein Zentrums- loch auf, wobei eine Tangente an das Zentrumsloch gleichsam eine Tangente an die zumindest eine Spirallinie bildet und/oder wobei jeweils eine Tangente an das Zentrumsloch gleichsam eine Tangente an jeweils eine der Mehrzahl von Spirallinien bildet. Unter Verwendung des Zentrumslochs kann die Lochdichte im Innenbereich des Lochmusters ebenfalls weiter erhöht werden. Ferner kann eine Aus- richtung des Schleifartikels bezüglich eines Schleiftellers bei Anordnung an einem Schleifteller vereinfacht werden, da der Schleifartikel mit einer auf dem Schleifteller befindlichen Markierung, beispielsweise einer Zentralbohrung oder einer Zentralschraube des Schleiftellers, in Übereinstimmung gebracht werden kann. Ferner werden die Schleifeigenschaften verbessert, wenn die zumindest eine Spirallinie und/oder die zumindest eine weitere Spirallinie eine Tangente aufweist, die gleichsam eine Tangente an das Zentrumsloch bildet. Es wird davon ausgegangen, dass eine derartige exzentrische, tangential an das Zentrumsloch verlaufende Spirallinie die Lochdichte im Innenbereich zusätzlich erhöht - im Gegensatz beispielsweise zu Spirallinie, die sich direkt in ein Zentrumsloch erstecken würden. Ferner ist ein derartiges Lochmuster besonders gut an eine Rotationsbewegung und/oder Orbital bewegung des Schleifartikels, wie sie bei Verwendung mit einem Exzenterschleifgerät oder einem Orbitalschleifgerät auftritt, angepasst.

Zeichnungen

Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Gleiche Bezugszeichen in den Figuren bezeichnen gleiche Elemente.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines

Schleifartikels gemäß Stand der Technik;

Fig. 2 ein System mit einem erfindungsgemäßen Schleifartikel sowie ein

Schleifgerät und eine Bearbeitungsfläche in einer schematischen Darstellung;

Fig. 3 einen stark vergrößerten Ausschnitt aus einer schematischen Schnittdarstellung einer Ausführungsform eines Schleifartikels gemäß Erfindung;

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifartikels;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines Langlochs; Fig. 6 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifartikels;

Fig. 7 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifartikels;

Fig. 8 eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifartikels.

In Figur 1 ist ein Schleifartikel 110 dargestellt, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Der Schleifartikel 110 ist als eine beschichtete Schleifscheibe realisiert, die zur Verwendung mit einem handelsüblichen Schleifgerät 200 (beispielsweise einem Exzenterschleifgerät oder Orbitalschleifgerät) - vergleiche Figur 2 - vorgesehen ist. Der Schleifartikel 110 weist eine Mehrzahl von Löchern 112 auf, die in einem Lochmuster 114 angeordnet sind. Die Löcher 112 sind als Durchlo- chungen realisiert, die der Absaugung von während des Schleifprozesses an einer

Bearbeitungsfläche 202 (vgl. Figur 2) erzeugtem Materialabtrag, insbesondere Schleifstaub oder anderweitigem Material, mittels einer Absaugvorrichtung des Schleifgeräts 200 dienen. Die Löcher 1 12 sind als kreisförmige, gleichgroße Löcher realisiert. Die Löcher 112 weisen einen Radius n_ von ca. 1,2 mm auf. Die Löcher 112 des Schleifartikels 110 werden beispielsweise durch Stanzen oder Laserschneiden in einen zuvor hergestellten Schleifartikel 110, der noch keine Löcher 112 enthält, eingebracht. Der dargestellte Schleifartikel 110 weist in Summe hundertzwanzig Löcher 1 12 auf, wobei alle Löcher 1 12 gemeinsam die Mehrzahl von Löchern bilden, die in einem Lochmuster 114 angeordnet sind. Das Lochmus- ter 114 bedeckt dabei im Wesentlichen - d.h. bis auf einen schmalen, vernachlässigbaren Randabstand (die Einhüllende des Lochmuster, d.h. ein das Lochmuster einschließender Kreis, weist hier einen Radius von mehr als 0,95 Raußen auf - folglich bedeckt das Lochmuster mehr als 90 % der Schleifscheibe und somit im Wesentlichen die gesamte Schleifscheibe) - die gesamte Schleifartikeloberfläche 116 des Schleifartikels 110.

Das Lochmuster 1 14 und hier auch der Schleifartikel 1 10 unterteilen sich in einen Innenbereich 1 18 und einen Außenbereich 120, wobei der Außenbereich 120 den Innenbereich 1 18 vollständig umschließt. In der dargestellten Ausführungsform des Schleifartikels 1 10 als im Wesentlichen kreisförmige Schleifscheibe sind der

Innenbereich 1 18 und der Außenbereich 120 konzentrisch zueinander angeordnet, wobei der Innenbereich 1 18 und der Außenbereich 120 konzentrisch zum Zentrum 122 des Lochmusters 1 14 und des Schleifartikels 1 10 angeordnet sind. Der Innenbereich 1 18 stellt dabei eine Kreisscheibe 1 19 dar mit Radius Rinnen von 7,5 cm, während der Außenbereich 120 einen an den Innenbereich 1 18 angrenzenden Kreisring 121 darstellt, dessen kleinerer Radius innen 7,5 cm entspricht und dessen größerer Radius R aU ßen dem Durchmesser des Schleifartikels 1 10 (d.h. der Schleifscheibe) von 15 cm entspricht. Der Innenbereich 1 18 weist einen Flächeninhalt von As-innen = 44,2 cm 2 auf, während der Außenbereich 120 einen Flächeninhalt As-Au en = 132,5 cm 2 aufweist. Die Gesamtfläche des Schleifartikels 1 10 be- trägt As-gesamt = 176,7 cm 2 . Der Innenbereich 1 18 weist in Summe zweiundvierzig

Löcher 1 12 auf (mit einer gesamten Lochfläche von Ai_-innen = 1 ,9 cm 2 ), während der Außenbereich 120 in Summe achtundsiebzig Löcher 1 12 aufweist (mit einer gesamten Lochfläche von Ai_-Außen = 3,5 cm 2 ). Die Lochdichte des Außenbereichs 120 beträgt 2,7 %, während die Lochdichte des Innenbereichs 1 18 4,3 % beträgt. Die Lochdichte des gesamten Lochmusters beträgt 3,1 %.

In Figur 2 ist ein von einem Exzenter- oder Orbitalschleifgerät gebildetes Schleifgerät 200 dargestellt, das der schleifenden Bearbeitung einer Bearbeitungsfläche 202 dient. Das Schleifgerät 200 weist ein Gehäuse 204 auf, das eine nicht näher dargestellte, von einem Elektromotor gebildete Antriebseinheit umschließt. Die Antriebseinheit wird in einem Betriebszustand mittels eines Stromkabels 206, das an einem Ende des Gehäuses 204 angeordnet ist, mit elektrischer Energie versorgt. Alternativ kann das Schleifgerät auch Akkubetrieben sein. Zu einer Aktivierung der Antriebseinheit ist ein Schaltelement 208 vorgesehen, das verschiebbar in dem Gehäuse 204 gelagert ist. Das Schaltelement 208 ist von einem Schaltschieber gebildet. Das Gehäuse 204 bildet einen ersten, zylinderförmigen Griffbereich 210, der an dem dem Stromkabel 206 zugewandten Ende angeordnet ist. Ferner ist ein weiterer Griffbereich 212 vorgesehen, der an einem dem Stromkabel 206 abgewandten Ende des Gehäuses 204 angeordnet ist. Der weitere Griffbereich 212 ist kuppeiförmig ausgebildet. Der erste Griffbereich 210 und der weitere Griffbereich

212 sind dazu vorgesehen, von einer Hand eines Bedieners umfasst zu werden und das Schleifgerät 200 in einem Betriebszustand relativ zu führen, insbesondere relativ zu einer Bearbeitungsfläche 202 zu führen. An dem dem Stromkabel 206 abgewandten Ende des Schleifgeräts 200 ist eine Werkzeugaufnahme 214 ange- ordnet. Die Werkzeugaufnahme 214 schließt sich an das Gehäuse 204 an. Die Werkzeugaufnahme 214 umfasst einen Schleifteller 216. Die Werkzeugaufnahme 214 ist dazu vorgesehen, einen Schleifartikel 110,10a-d, insbesondere eine Schleifscheibe, aufzunehmen. Der Schleifartikel 110,10a-d, insbesondere die Schleifscheibe, und das Schleifgerät 200 bilden zusammen ein System.

Der Schleifartikel 110 der Figur 1 - sowie analog dazu auch die im Folgenden in den Figuren 4, 6 bis 8 dargestellten erfindungsgemäßen Schleifartikel lOa-d - sind dazu vorgesehen, mit einem derartigen Schleifteller 216 eines derartigen Schleifgeräts 200 reversibel lösbar verbunden zu werden. Im eingeschalteten Zustand des Schleifgeräts 200 wird dabei der Schleifteller 216 samt daran befestigtem

Schleifartikel 110,10a-d von dem Schleifgerät 200 angetrieben, insbesondere in einer Rotationsbewegung und/oder Exzenterbewegung und/oder Orbitalbewegung, bewegt. Wie in Figur 3 in einer schematischen, stark vergrößerten Schnittdarstellung wiedergegeben ist, umfasst jeder der hier beschriebenen beschichteten Schleifartikel 110, lOa-d, ein Trägerelement 124. Das Trägerelement 124 ist in dem Ausführungsbeispiel aus einem Papier oder aus einem Karton, alternativ beispielsweise auch aus Vulkanfiber, gebildet und dient als flexible Unterlage für den darauf auf- gebrachten Schleifbelag 126. Der Schleifbelag 126 umfasst Schleifkörner 128 und ein Bindemittel 130 (Grundbinder), das die Schleifkörner 128 und das Papier oder den Karton miteinander verbindet. Das Bindemittel 130 kann beispielsweise aus einem Phenolharz bestehen. Der Schleifbelag 126 bildet eine Schleiffläche 132 (Schleifartikeloberfläche). Das Trägerelement 124 weist eine runde Haupterstre- ckungsfläche auf (vgl. Figuren 1, 4 und 6 bis 8), wobei die Schleiffläche 132 parallel zu der Haupterstreckungsfläche des Trägerelements 124 verläuft. Das Trägerelement 124 des Schleifartikels 110,10a-d ist dabei scheibenförmig ausgebildet und weist hier einen Durchmesser von 15 cm auf. Auf einer der Schleiffläche 132 rückseitig gegenüber liegenden Seite des Trägerelements 124 ist ein hier nicht darge- stellter Aufnahmebereich angeordnet. Der Aufnahmebereich umfasst ein Klettelement, das dazu vorgesehen ist, mit einem Klettelement des Schleiftellers 216 des Schleifgeräts 200 zu korrespondieren und haftend zu interagieren. Das Klettelement ist fest mit dem Trägerelement 124 des Schleifartikels 110,10a-d verbunden und verläuft parallel zur Haupterstreckungsfläche des Trägerelements 124. Die in den Schleifartikel 110,10a-d eingebrachten Löcher 112,12a-d durchdringen das Trägerelement 124 sowie den Schleifbelag 126 vollständig. Die Löcher 112,12a-d durchdringen den Schleifartikel 110,10a-d im Wesentlichen parallel zueinander (hier nicht näher dargestellt). Die Löcher 112,12a-d bilden parallel zur Haupterstreckungsfläche des Trägerelements 124 eine Absaugfläche. Die Absaugfläche um- fasst die Gesamtfläche der von Löchern 112,12a-d umschlossenen Freiräume 134. Die Löcher 112,12a-d bilden, parallel zur Haupterstreckungsfläche des Trägerelements 124 betrachtet, ein Lochmuster aus (vgl. Figuren 1, 4 und 6 bis 8 (dort Bezugszeichen 114,14a,14b,14c,14d)), wobei sich in den hier dargestellten Ausführungsbeispielen das Lochmuster über die gesamte Haupterstreckungsfläche des Trägerelements 124 des Schleifartikels 110,10a-d erstreckt. Ferner kann die Schicht aus Bindemittel 130 und Schleifkörnern 128 noch mit einem Deckbinder 136, zum Beispiel aus Phenolharz, beschichtet sein.

Der in den Figuren 1 und 3 beispielhaft dargestellte Schleifartikel 110 sowie die Anwendung an dem in Figur 2 dargestellten Schleifgerät 200 bilden die Ausgangsbasis zur folgenden Darstellung von Ausführungsbeispielen des vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Schleifartikels lOa-d, welcher sich durch ein erfindungsgemäßes Lochmuster 14a-d von den bekannten Schleifartikeln 110 des Standes der Technik unterscheidet. Der vorgeschlagene Schleifartikel lOa-d weist einen prinzipiell vergleichbaren strukturellen Aufbau auf und dient dem gleichen Verwendungszweck oder der gleichen Anwendung wie ein Schleifartikel 110 des Standes der Technik. Die im Rahmen der Figuren 1 bis 3 eingeführte Nomenklatur und Hintergrundinformation kann daher unmittelbar auf die in den folgenden Figuren jeweils dargestellten beispielhaften Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schleifartikels lOa-d übertragen werden.

Figur 4 zeigt einen erfindungsgemäßen Schleifartikel 10a in Form einer kreisförmigen Schleifscheibe. Der Schleifartikel 10a weist einen Durchmesser von 15 cm auf. Der Schleifartikel weist eine Mehrzahl von Löchern 12a zum Absaugen von Schleifstaub von einer Bearbeitungsfläche 202 während eines Schleifprozesses an der Bearbeitungsfläche 202 auf. Die Mehrzahl von Löchern 12a sind in einem Lochmuster 14a angeordnet, wobei das Lochmuster 14a den gesamten Schleifartikel 10a bedeckt - d.h. bis auf einen schmalen, vernachlässigbaren Randabstand (die Einhüllende des Lochmuster, d.h. ein das Lochmuster einschließender Kreis, weist hier einen Radius von mehr als 0,92 Raußen auf - folglich bedeckt das Lochmuster mehr als 85 % der Schleifscheibe und somit im Wesentlichen die gesamte Schleifscheibe). Wie bereits im Zusammenhang mit Figur 1 eingeführt, unterteilen sich auch die im Folgenden beschriebenen Lochmuster 14a-d der Schleifartikel 10a-d in einen jeweiligen Innenbereich 18a-d und einen jeweiligen Außenbereich

20a-d, wobei der Außenbereich 20a-d den Innenbereich 18a-d vollständig umschließt. Die jeweiligen Innenbereiche 18a-d und die jeweiligen Außenbereich 20a- d sind konzentrisch zueinander angeordnet und ferner konzentrisch zum Zentrum 22a-d des Lochmusters 14a-d angeordnet. Der jeweilige Innenbereich 18a-d stellt dabei eine Kreisscheibe 19a-d dar mit Radius Rinnen von 7,5 cm, während der jeweilige Außenbereich 20a-d einen an den jeweiligen Innenbereich 18a-d angrenzenden Kreisring 21 a-d darstellt, dessen kleinerer Radius Rinnen 7,5 cm entspricht und dessen größerer Radius Raußen dem Durchmesser des Schleifartikels 10a-d (d.h. der jeweiligen Schleifscheibe) von 15 cm entspricht (wie erklärt ist hier der Rand vernachlässigbar).

Das Lochmuster weist zwanzig als Langloch 38a ausgeformte Löcher 12a auf, die teilweise sternförmig und symmetrisch im Innenbereich 18a des Lochmusters 14a angeordnet sind. Dabei bilden je sechs Langlöcher 38a zwei senkrecht zueinander ausgerichtete Achsen 40,42, die ferner auch je eine Symmetrieachse einer dem

Lochmuster 14a zu Grunde liegenden Spiegelsymmetrie bilden. Im Zentrum 22a weist das Lochmuster 14a ein Zentrumsloch 44a auf, das einen Durchmesser von 10 mm aufweist (Fläche 78,5 mm 2 ). Ferner sind acht weitere Langlöcher 38a um dieses Zentrumsloch 44a angeordnet. Wie in Figur 5 dargestellt ist, ist ein entspre- chendes Langloch 38a (wie auch die in den folgenden Figuren 6, 7 und 8 beschriebenen Langlöcher 38b, 38c, 38d) durch einen Radius η_ι_ und eine Länge LL beschreibbar und definiert eine Achse, die durch die Richtung der Elongation (d.h. in Richtung der Länge LL) gegeben ist (vgl. hier die Achsen 40,42). Die dargestellten Langlöcher 38a (genauso wie 38b, 38c und 38d in Figuren 6 bzw. 7 bzw. 8) weisen jeweils eine Länge LL von 5,25 mm und einen Radius H_L von 1,05 mm auf. Die

Langlöcher 38a weisen einen Flächeninhalt von in Summe 200 mm 2 auf.

Ferner weist das Lochmuster 14a im Innenbereich 18a sechsundzwanzig kreisförmige, gleichgroße Löcher 13a auf. Die kreisförmigen Löcher 13a weisen einen Ra- dius n_ von ca. 1,5 mm auf (mit einer gesamten Lochfläche von AL-innen = 1 ,8 cm 2 ), während der Außenbereich 20a in Summe zweiundsiebzig kreisförmige Löcher 13a aufweist (mit einer gesamten Lochfläche von Ai_-Außen = 5,1 cm 2 ). Die Lochdichte des Außenbereichs 20a beträgt 3,8 %, während die Lochdichte des Innenbereichs 18a 10,5 % beträgt. Die Lochdichte des gesamten Lochmusters beträgt 5,5 %. Die Lochdichte des Lochmusters 14a nimmt vom Innenbereich 18a des

Lochmusters 14a zum Außenbereich 20a des Lochmusters 14a deutlich ab. Das Verhältnis von Lochdichte im Innenbereich zur Lochdichte im Außenbereich beträgt 2,8. Figur 6 zeigt einen erfindungsgemäßen Schleifartikel 10b in Form einer kreisförmigen Schleifscheibe. Der Schleifartikel 10b weist einen Durchmesser von 15 cm auf. Der Schleifartikel 10b weist eine Mehrzahl von Löchern 12b zum Absaugen von Schleifstaub von einer Bearbeitungsfläche 202 während eines Schleifprozesses an der Bearbeitungsfläche 202 auf. Die Mehrzahl von Löchern 12b sind in einem Lochmuster 14b angeordnet, wobei das Lochmuster 14b den gesamten

Schleifartikel 10b bedeckt - d.h. bis auf einen schmalen, vernachlässigbaren Randabstand (die Einhüllende des Lochmuster, d.h. ein das Lochmuster einschließender Kreis, weist hier einen Radius von mehr als 0,98 Raußen auf - folglich bedeckt das Lochmuster mehr als 96 % der Schleifscheibe und somit im Wesent- liehen die gesamte Schleifscheibe). Das Lochmuster 14b stellt ein rotationssymmetrisches Lochmuster 14b (achtzählig) dar. Das Lochmuster 14b beschreibt acht Spirallinien 46, entlang der Löcher 12b des Lochmusters 14b angeordnet sind. Das Lochmuster 14b weist im Innenbereich 18b vierundzwanzig als Langloch 38b ausgeformte Löcher 12b auf, die entlang der Spirallinien 46 angeordnet sind. Dabei erstrecken sich die Spirallinien 46 in einer gemeinsamen Umlaufrichtung (hier entgegen des Uhrzeigersinns). Je Spirallinie 46 sind drei Langlöcher entlang der entsprechenden Spirallinie 46 angeordnet. Die jeweiligen Langlöcher 38b sind derart ausgerichtet entlang einer jeweiligen Spirallinie 46 angeordnet, dass eine von der Elongation des Langlochs 38b definierte Achse 50 im Wesentlichen tangential zur Spirallinie 46 verläuft. Im Zentrum 22b weist das Lochmuster 14b ein Zentrumsloch

44b auf, das einen Durchmesser von 10 mm aufweist (Fläche 78,5 mm 2 ). Die Spirallinien 46 sind derart ausgeformt, dass eine Tangente an die Spirallinie gleichsam eine Tangente an das Zentrumsloch 44b darstellt. Die Langlöcher 38b weisen einen Radius n_i_ von 1,05 mm und eine Länge Ιι_ι_ νοη 5,25 mm auf. Die Langlöcher weisen einen Flächeninhalt von in Summe 240 mm 2 auf. Ferner sind je Spirallinie 46 vier weitere kreisförmige Löcher 13b entlang der jeweiligen Spirallinie 46 angeordnet, wobei sich die jeweils drei äußeren kreisförmigen Löcher 13b im Außenbereich 20b des Schleifartikels 10b befinden und ein kreisförmiges Loch 13b jeweils noch im Innenbereich 18b befindlich ist. Die kreisförmigen Löcher 13b weisen einen Radius n_ von ca. 1,5 mm auf.

Das Lochmuster 14b weist somit im Innenbereich 18b eine Lochfläche von Ai_-innen = 3,5 cm 2 ) auf, während der Außenbereich 20b eine Lochfläche von Ai_-Außen = 2,0 cm 2 aufweist. Die Lochdichte des Außenbereichs 20b beträgt daher 1 ,5 %, während die Lochdichte des Innenbereichs 18b 7,9 % beträgt. Die Lochdichte des gesamten Lochmusters beträgt 3,1 %. Die Lochdichte des Lochmusters 14b nimmt vom Innenbereich 18b des Lochmusters 14b zum Außenbereich 20b des Lochmusters 14b deutlich ab. Das Verhältnis der Lochdichte im Innenbereich 18b zur Lochdichte im Außenbereich 20b beträgt 5,3.

Figur 7 zeigt einen erfindungsgemäßen Schleifartikel 10c in Form einer kreisförmigen Schleifscheibe. Der Schleifartikel 10c weist einen Durchmesser von 15 cm auf. Der Schleifartikel 10c weist eine Mehrzahl von Löchern 12c zum Absaugen von Schleifstaub von einer Bearbeitungsfläche 202 während eines Schleifprozesses an der Bearbeitungsfläche 202 auf. Die Mehrzahl von Löchern 12c sind in einem Lochmuster 14c angeordnet, wobei das Lochmuster 14c den gesamten Schleifartikel 10c bedeckt - d.h. bis auf einen schmalen, vernachlässigbaren Randabstand (die Einhüllende des Lochmuster, d.h. ein das Lochmuster einschließender Kreis, weist hier einen Radius von mehr als 0,95 χ Raußen auf - folglich bedeckt das Lochmuster mehr als 90 % der Schleifscheibe und somit im Wesentlichen die gesamte Schleifscheibe). Das Lochmuster 14c stellt ebenfalls ein symmetrisches Lochmuster 14c, insbesondere ein rotationssymmetrisches (achtzählige Symmetrie) Lochmuster 14c, dar. Das Lochmuster 14c beschreibt sechszehn Spirallinien 46, entlang der eine Vielzahl der Löcher 12c des Lochmusters 14c angeordnet sind. Entlang acht Spirallinien 46 sind jeweils vier kreisförmige Löcher 13c angeordnet, während entlang vier anderen Spirallinien 46 jeweils vier Langlöcher 38c angeordnet sind. Dabei erstrecken sich die Spirallinien 46 in einer Umlaufrichtung (hier entgegen des Uhrzeigersinns), wobei auf eine Spirallinien 46, entlang der jeweils vier kreisförmigen Löcher 13c angeordnet sind, im Wechsel eine Spirallinie 46 folgt, entlang der jeweils vier Langlöcher 38c angeordnet sind. Die jeweiligen Langlöcher 38c sind derart ausgerichtet entlang einer jeweiligen Spirallinie 46 angeordnet, dass eine von der Elongation des Langlochs 38c definierte Achse 50 im Wesentlichen tangential zur Spirallinie 46 verläuft. Im Zentrum 22c weist das Lochmuster 14c ein Zentrumsloch 44c auf, das einen Durchmesser von 10 mm aufweist (Fläche 78,5 mm 2 ). Die Spirallinien 46 sind derart ausgeformt, dass eine Tangente an die Spirallinie gleichsam eine Tangente an das Zentrumsloch 44c darstellt. Ferner werden die Spirallinien 46 von einem Kreis 48 von Löchern 12c umgeben, wobei der Kreis 48 aus einer achtfachen Wiederholung der Kombination„kreisförmiges Loch 13c - Langloch 38c - Langloch 38c" besteht.

Die Langlöcher 38c weisen einen Radius η_ι_ von 1,05 mm und eine Länge LL von 5,25 mm auf. Die Langlöcher weisen einen Flächeninhalt von in Summe 480 mm 2 auf. Die kreisförmigen Löcher 13c weisen einen Radius n_ von ca. 1,5 mm auf und bilden einen Flächeninhalt von in Summe 226 mm 2 . Das Lochmuster 14c weist im Innenbereich 18c eine Lochfläche von Aunnen = 4,0 cm 2 auf, während der Außenbereich 20c eine Lochfläche von Ai_-Außen = 3,8 cm 2 aufweist. Die Lochdichte des Außenbereichs 20c beträgt daher 2,9 %, während die Lochdichte des Innenbereichs 18c 9,1 % beträgt. Die Lochdichte des gesamten Lochmusters beträgt 4,4 %. Die Lochdichte des Lochmusters 14c nimmt vom Innenbereich 18c des Lochmusters 14c zum Außenbereich 20c des Lochmusters 14c deutlich ab. Das Verhältnis der Lochdichte im Innenbereich 18c zur Lochdichte im Außenbereich 20c beträgt 3,1.

Figur 8 zeigt ein geringfügig abgewandeltes Ausführungsbeispiel des in Figur 6 dargestellten Schleifartikels 10b. Der Schleifartikel lOd ist ebenfalls in Form einer kreisförmigen Schleifscheibe realisiert und weist einen Durchmesser von 15 cm auf. Der Schleifartikel lOd weist eine Mehrzahl von Löchern 12d zum Absaugen von Schleifstaub von einer Bearbeitungsfläche 202 während eines Schleif Prozesses an der Bearbeitungsfläche 202 auf. Die Mehrzahl von Löchern 12d sind in einem Lochmuster 14d angeordnet, wobei das Lochmuster 14d den gesamten Schleifartikel lOd bedeckt - d.h. bis auf einen schmalen, vernachlässigbaren Randabstand (die Einhüllende des Lochmuster, d.h. ein das Lochmuster einschließender Kreis, weist hier einen Radius von mehr als 0,98 Raußen auf - folglich bedeckt das Lochmuster mehr als 96 % der Schleifscheibe und somit im Wesentlichen die gesamte Schleifscheibe). Das Lochmuster 14d beschreibt ebenfalls acht Spirallinien 46, entlang der Löcher 12d des Lochmusters 14d angeordnet sind. Das Lochmuster 14d weist ebenfalls im Innenbereich 18d vierundzwanzig als Langloch 38d ausgeformte Löcher 12d auf, die entlang der Spirallinien 46 angeordnet sind.

Dabei erstrecken sich die Spirallinien 46 in einer gemeinsamen Umlaufrichtung (hier entgegen des Uhrzeigersinns). Je Spirallinie 46 sind drei Langlöcher entlang der entsprechenden Spirallinie 46 angeordnet. Die jeweiligen Langlöcher 38d sind derart ausgerichtet entlang einer jeweiligen Spirallinie 46 angeordnet, dass eine von der Elongation des Langlochs 38d definierte Achse 50 im Wesentlichen tangential zur Spirallinie 46 verläuft. Im Zentrum 22d weist das Lochmuster 14d ein Zentrumsloch 44d auf, das einen Durchmesser von 10 mm aufweist (Fläche 78,5 mm 2 ). Die Spirallinien 46 sind derart ausgeformt, dass eine Tangente an die Spirallinie gleichsam eine Tangente an das Zentrumsloch 44d darstellt. Die Langlö- eher 38d weisen einen Radius η_ι_ von 1,05 mm und eine Länge LL von 5,25 mm auf. Die Langlöcher weisen einen Flächeninhalt von in Summe 240 mm 2 auf.

Ferner sind je Spirallinie 46 vier weitere kreisförmige Löcher 13d entlang der jeweiligen Spirallinie 46 angeordnet, wobei sich die jeweils drei äußeren kreisförmi- gen Löcher 13d im Außenbereich 20d des Schleifartikels 10d befinden und ein kreisförmiges Loch 13d jeweils noch im Innenbereich 18d befindlich ist. Die kreisförmigen Löcher 13d weisen einen Radius n_ von ca. 1,5 mm auf.

Das Lochmuster 14d weist somit im Innenbereich 18d eine Lochfläche von Ai_-innen = 3,5 cm 2 auf, während der Außenbereich 20d eine Lochfläche von Ai_-Außen = 2,0 cm 2 aufweist. Die Lochdichte des Außenbereichs 20d beträgt daher 1 ,5 %, während die Lochdichte des Innenbereichs 18d 7,9 % beträgt. Die Lochdichte des gesamten Lochmusters beträgt 3,1 %. Die Lochdichte des Lochmusters 14d nimmt vom Innenbereich 18d des Lochmusters 14d zum Außenbereich 20d des Loch- musters 14d deutlich ab. Das Verhältnis der Lochdichte im Innenbereich 18d zur

Lochdichte im Außenbereich 20d beträgt 5,3.

Im Gegensatz zu dem in Figur 6 dargestellten Lochmuster 14d weisen die Löcher 12d in diesem Ausführungsbeispiel unterschiedliche Abstände entlang einer jewei- ligen Spirallinie 46 auf, verglichen mit den Abständen der Löcher 12d entlang einer benachbarten Spirallinie 46. Das Lochmuster 14d stellt hier daher ein asymmetrisches, insbesondere rotationssymmetrisches, drehasymmetrisches, achsenasymmetrisches, punktasymmetrisches und translationsasymmetrisches, Lochmuster 14d dar. Auf Grund der asymmetrischen Verteilung des Lochmusters 14d werden die vorteilhaften Effekte einer besonders guten Absaugung weiter verstärkt.

Es sei nochmals angemerkt, dass der Schleifartikel auch in Form eines Schleifbands, eines Schleifbogens, eines Schleifstreifens oder einer anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Konfektionsform, realisiert sein kann. Fer- ner implizieren die Ausführungsbeispiele keine Einschränkung auf eine Schleifscheibe mit einem Durchmesser von 15 cm.