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Patent Searching and Data


Title:
ABRASIVE MEANS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/206967
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention proposes an abrasive means having an abrasive means base (12a-b) and a plurality of abrasive particles (14a-i) applied thereon, at least a large proportion of which form an abrasive edge unit (16a-b, 18a-b) with an abrasive edge inclined at an angle between 0° and 90° relative to a defined working direction (20a-b).

Inventors:
EUGSTER, Beat (Dorfstr. 26, Buhwil TG, CH-9215, CH)
HEJTMANN, Georg (Seelhofenstr. 43, Mundelsheim, 74395, DE)
ROHNER, Thomas (Amelettgässli 12, Kefikon, CH-8546, CH)
ZAECH, Roman (Im Wingert 23, Mettlen, CH-9517, CH)
KIPFER, Thomas (Gass 2, Matzingen, CH-9548, CH)
MATERNA, Ralf (Sandbüelstr. 25, Greifensee, CH-8606, CH)
SCHOCH, Adrian (Sporengasse 8, Warth, CH-8532, CH)
MISAK, Jiri (Gumpisbüelstrasse 60, Dübendorf, CH-8600, CH)
STEDILE, Petra (Langer Weg 5, Esslingen, 73732, DE)
EGGENBERGER, Peter (Last, Schönenberg, CH-9215, CH)
FUENFSCHILLING, Stefan (Grosswiesenstrasse 15, Öhningen, 78337, DE)
Application Number:
EP2014/063244
Publication Date:
December 31, 2014
Filing Date:
June 24, 2014
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
C09K3/14; B24D5/00; B24D7/00; B24D11/00; B24D15/00; B24D18/00
Foreign References:
JP2006205314A2006-08-10
JP2003053672A2003-02-26
US3481723A1969-12-02
EP0615816A11994-09-21
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Claims:
Ansprüche

1 . Schleifmittel mit einer Schleifmittelunterlage (12a-b) und einer Vielzahl von darauf aufgebrachten Schleifkörnern (14a-i), von denen zumindest ein Großteil zumindest eine Schleifkanteneinheit (16a-b, 18a-b) mit einer Schleifkante bildet, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung (20a-b) geneigt ist.

2. Schleifmittel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Großteil der Schleifkörner (14a-i) zumindest eine Schleifkanteneinheit (16a-b, 18a-b) mit einer Schleifkante bildet, die in einem definierten Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung (20a-b) geneigt ist.

3. Schleifmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Schleifkanteneinheit (16a-b, 18a-b) von einer Reihe von zumindest im Wesentlichen nebeneinanderliegenden Schleifkörnern (14a-i) gebildet ist.

4. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14a-i) gezielt gesetzt sind.

5. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifmittelunterlage (12b) in Form einer Zylinderrolle ausgebildet ist.

6. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14a-i) eine Oberflächenkontur aufweisen, die zumindest im Wesentlichen durch eine konvexe Einhüllende beschrieben ist.

7. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14c-i) ein Verhältnis zwischen einer Höhe (38c-i) der Schleifkörner (14c-i) und einem Durchmesser (40c-i) einer Grundfläche (26c-i) aufweisen, das einen Wert zwischen 0,3 und 1 ,2 aufweist.

8. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14c-d, 14f) zumindest im Wesentlichen eine Pyramidengrundform aufweisen.

9. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14e, 14g, 14i) zumindest ein teilweise prismatisch ausgeformtes Teilelement umfassen.

10. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14e) eine sechseckig ausgebildete Grundfläche (26e) aufweisen. 1 1 . Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14g, 14i) eine viereckig ausgebildete Grundfläche (26g, 26i) aufweisen.

12. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass die Schleifkörner (14h) eine oval ausgebildete Grundfläche (26h) aufweisen.

13. Schleifmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14f, 14h) zumindest einen zurückgesetzten Oberflä- chenbereich aufweisen, welcher zumindest teilweise als eine Rille (36f, 36h) ausgebildet ist.

14. Schleifkorn für ein Schleifmittel (10a-b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Schleifmittel

Stand der Technik

Es ist bereits eine Vielzahl von Schleifmitteln, bei denen Schleifkörner mit einem Streu- prozess auf eine Schleifmittelunterlage aufgebracht wurden und in unterschiedlichen Orientierungen auf der Schleifmittelunterlage vorliegen, bekannt. Insbesondere weisen die Schleifmittel nach dem Stand der Technik Schleifkörner mit einer Schleifspitze und/oder mit Schneidkanten auf, die zu einem Materialabtrag an einem Werkstück vorgesehen sind.

Es sind bereits unterschiedliche Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage vorgeschlagen worden, bei der Schleifkörner auf eine Schleifmittelunterlage aufgestreut werden. Die Schleifkörner werden im Wesentlichen so aufgestreut, dass sie nach einem Aufstreuen in verschiedenen, zufälligen Orientierungen auf der Schleifmittelunterlage angeordnet sind. Durch die unterschiedlichen, zufälligen Orientierungen einzelner auf der Schleifmittelunterlage aufgestreuter Schleifkörner weisen die Schleifkörner in einem Schleifbetrieb unterschiedliche Winkel einzelner Schleifkanten und/oder Schleifspitzen zu einem zu bearbeitenden Werkstück und somit eine unterschiedliche Schleifleistung auf.

Offenbarung der Erfindung

Es wird ein Schleifmittel mit einer Schleifmittelunterlage und einer Vielzahl von darauf aufgebrachten Schleifkörnern, von denen zumindest ein Großteil zumindest eine Schleifkanteneinheit mit einer Schleifkante bilden, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt sind, vorgeschlagen. Insbesondere beträgt der Winkel gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung mindestens 10°, vorzugsweise mindestens 20°, bevorzugt mindestens 30°, besonders be- vorzugt minimal 40° und maximal 80°, vorteilhaft maximal 70°, bevorzugt maximal 60° und besonders bevorzugt maximal 50°.

Unter einem„Schleifmittel" soll insbesondere eine Einheit mit zumindest einer Schleif- mittelunterlage und darauf aufgebrachten und befestigten Schleifkörnern verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, in einem Abrasionsprozess Material von einer Oberfläche eines zu bearbeitenden Werkstücks abzutragen. Insbesondere ist das Schleifmittel für eine Bearbeitung eines Werkstücks mittels einer Schleifmaschine vorgesehen, grundsätzlich kann das Schleifmittel jedoch auch für ein Schleifen von Hand vor- gesehen sein. Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll insbesondere eine flexible Unterlage, beispielsweise eine Veloursscheibe, ein Papier, ein textiles Gewebe, oder grundsätzlich auch eine feste Unterlage, beispielsweise eine Keramikscheibe, verstanden werden, auf der Schleifkörner aufgebracht und befestigt werden und die vorzugsweise dazu vorgesehen ist, an einer Schleifmaschine befestigt zu werden, grundsätzlich aber auch für ein Schleifen per Hand vorgesehen sein kann. Unter einem„Schleifkorn" soll insbesondere ein vorzugsweise keramischer, kristalliner und/oder metallischer Körper mit zumindest einer Schleifkante verstanden werden. Ein keramisches Schleifkorn kann beispielsweise teilweise oder vollständig aus Aluminiumoxid, Zirkoniumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumkarbid oder einem anderen keramischen Material hergestellt sein. Abhängig von einer gewünschten Anwendung und einem gewünschten Feinheitsgrad weisen die Schleifkörner einen Durchmesser zwischen zehn Millimeter und einem halben Mikrometer auf. Insbesondere kann das Schleifkorn eine definierte Geometrie aufweisen. Unter„Schleifkörnern mit einer definierten Geometrie" sollen insbesondere Schleifkörner verstanden werden, die zumindest im Wesentlichen eine identische und vorherbestimmte Form, beispielsweise eine Stab- oder Tetraederform, aufweisen. Insbesondere sind Schleifkörner mit einer definierten Geometrie durch einen Prozess hergestellt worden, der gezielt Schleifkörner mit der zumindest im Wesentlichen vorherbestimmten Form herstellt. Unter einer„zumindest im Wesentlichen identischen Form" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner bis auf produktionspro- zessbedingte Abweichungen eine identische Form und vorzugsweise eine identische

Größe aufweisen. Unter„zumindest einem Großteil der Schleifkörner" soll insbesondere ein Anteil von zumindest 60 Prozent, vorteilhaft zumindest 70 Prozent, bevorzugt zumindest 80 Prozent und besonders bevorzugt zumindest 90 Prozent der Schleifkörner verstanden werden. Unter einer„Schleifkanteneinheit" soll insbesondere eine Ein- heit verstanden werden, welche zu einem Spanabtrag vorgesehen ist. Insbesondere kann die Schleifkanteneinheit eine Mehrzahl von Schleifkörnern aufweisen, welche insbesondere in einer Reihe, vorzugsweise unmittelbar nebeneinander auf der Schleifmittelunterlage angeordnet sind, wobei die Schleifkante von Kanten der Schleifkörner gebildet ist. Ferner kann die Schleifkanteneinheit aus einer Kante eines einzelnen Schleifkorns gebildet sein. Insbesondere kann das Schleifmittel eine Mehrzahl von Reihen von benachbarten Schleifkörnern aufweisen, die jeweils eine Schleifkanteneinheit bilden und die vorzugsweise unter demselben Winkel gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung geneigt sind. Vorzugsweise sind die Reihen in einem gleichbleibenden Abstand zueinander angeordnet. Unter einer„Kante eines Schleifkorns" soll insbesondere ein Teilbereich des Schleifkorns verstanden werden, in dem zwei Ober- flächen des Schleifkorns zusammenlaufen und die im Wesentlichen durch eine gerade oder gekrümmte Linie beschrieben ist. Unter einer„Schleifspitze eines Schleifkorns" soll insbesondere ein Teilbereich des Schleifkorns verstanden werden, in dem zumindest drei Oberflächen des Schleifkorns zusammenlaufen und der im Wesentlichen punktförmig ausgebildet ist. Unter im„Wesentlichen punktförmig" soll insbesondere verstanden werden, dass der Teilbereich eine Oberfläche aufweist, die maximal ein

Prozent, vorteilhaft ein Promille einer kleinsten Oberfläche des Schleifkorns entspricht. In einem idealisierten Fall ist die Schleifspitze von einem einzelnen Atom eines Materials des Schleifkorns gebildet. Darunter, dass„die Schleifkante in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist", soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkante derart verläuft, dass die Reihe benachbarter Schleifkörner in dem Winkel zwischen 0° und 90° zu der definierten Bearbeitungsrichtung verläuft und somit in diesem Winkel an dem Werkstück angreifen und/oder das Kanten der einzelnen Schleifkörner unter diesem Winkel zu der definierten Bearbeitungsrichtung orientiert liegen und somit in diesem Winkel angreifen. Insbe- sondere verläuft die Schleifkante parallel zu einer Oberfläche der Schleifmittelunterlage. Insbesondere ist der Winkel größer als 0° und geringer als 90°. Insbesondere kann durch eine Neigung der Schleifkante in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung vorteilhaft eine Schleifkante erreicht werden, die mit einem sogenannten„ziehenden Schnitt" Material spanend von einer Oberfläche eines Werkstücks abträgt. Unter einer„definierten Bearbeitungsrichtung" soll insbesondere eine definierte Richtung verstanden werden, entlang der das Schleifmittel vor- und/oder zurückbewegt wird, um die Oberfläche des Werkstücks zu bearbeiten und in der ein bestimmtes Bearbeitungsbild der Oberfläche erzeugt wird. Insbesondere wird ein andersartiges Bearbeitungsbild der Oberfläche erzeugt, wenn das Schleifmittel in einer von der definierten Bearbeitungsrichtung verschiedenen Richtung bewegt wird.

Unter einem„Bearbeitungsbild" soll insbesondere eine durch eine festgelegte Anzahl von Bearbeitungszügen an dem Werkstück erzeugte Oberflächengüte verstanden werden, anhand derer unterschiedliche Bearbeitungsgüten von Schleifmitteln unterschieden werden können. Insbesondere ist die erzeugte Oberflächengüte abhängig von einer Schnittcharakteristik einer Schleifkante, wobei bei einer Schnittcharakteristik, die verschieden ist von einer Schnittcharakteristik eines ziehenden Schnitts eine Wahrscheinlichkeit für ein Ausbrechen von Oberflächenstücken und/oder ein Ausreißen von Fasern eines Materials der Oberfläche zusätzlich zu dem spanenden Abtrag erhöht ist. Insbesondere kann die Schleifkanteneinheit von Schleifkörnern mit Schleifspitzen, die in einer Reihe angeordnet sind, gebildet sein, wobei die Schleifkante von der Reihe von Schleifspitzen gebildet ist. Alternativ kann das Schleifmittel Schleifkörner mit einer ausgewählten definierten Geometrie aufweisen, welche eine flache Form mit Kanten aufweisen und die bei einem beliebigen Auf streu prozess mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit in einer Orientierung zu liegen kommen, in der zumindest eine Kante parallel zu einer Oberfläche der Schleifmittelunterlage orientiert und in dem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schleifmittels kann insbesondere ein Schleifmittel erreicht werden, das eine hohe Oberflächengüte eines zu bearbeitenden Werkstücks durch eine ziehende Schnittcharakteristik erreicht.

Ferner wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Großteil der Schleifkörner zumindest eine Schleifkanteneinheit mit einer Schleifkante bildet, die in einem definierten Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist. Darunter, dass„zumindest ein Großteil der Schleifkörner zumindest eine Schleifkanten- einheit mit einer Schleifkante bildet, die in einem definierten Winkel zwischen 0° und

90° gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist", soll insbesondere verstanden werden, dass Schleifkanten von Schleifkanteneinheiten einen Winkel gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung aufweisen, der durch ein Aufbringverfahren gezielt eingestellt wurde. Eine Aufbringung in dem definierten Winkel kann bei- spielsweise dadurch erreicht werden, dass die Schleifkörner auf punktuell gesetzte

Klebstoffelemente, die beispielsweise als diagonal verlaufende Streifen auf der Schleifmittelunterlage ausgebildet sind, aufgebracht werden, oder beispielsweise durch Verwendung einer Walzenvorrichtung mit einem Muster von schlitzförmigen Diagonalöffnungen, wobei innerhalb der Walzenvorrichtung eine Schleifkornmenge angeordnet ist, welche durch die schlitzförmigen Diagonalöffnungen in einem Streifenmuster auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht wird, so dass die Schleifkörner dann in dem Streifenmuster auf der Schleifmittelunterlage angeordnet sind. Auch kann die Aufbringung in dem definierten Winkel dadurch erreicht werden, dass die Schleifkörner Sockelkörper umfassen, vorteilhaft quadratisch ausgebildete Sockelkörper, mit denen die Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage aufgesetzt werden, wobei die Sockelkörper aneinander angrenzen. Insbesondere können Kanten der Schleifkörner in einer Ebene parallel zu einer Standfläche der Sockelkörper, mit einem gegenüber Sockelkörperkanten schrägen Verlauf angeordnet sein. Beispielsweise können die Schleifkörner mit untereinander verbundenen Sockelkörpern hergestellt und als Gesamteinheit auf der Schleifmittelunterlage angeordnet worden sein, wobei grundsätzlich zu einer Erhöhung einer Flexibilität des Schleifmittels anschließend in einem Vorgang zu einer Vereinzelung der Schleifkörner durchgeführt worden sein kann. Alternativ könnten die Schleifkörner einzeln an den Sockelkörpern ergriffen und gezielt auf der Schleifmittelunterlage platziert worden sein. Es kann insbesondere eine hohe Bearbeitungsqualität durch eine ziehende Schnittcharakteristik erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Schleifkanteneinheit von einer Reihe von zumindest im Wesentlichen nebeneinanderliegenden Schleifkörnern gebildet ist. Unter einer„Reihe von zumindest im Wesentlichen nebeneinanderliegenden Schleifkörnern" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner ent- lang eines Linienvektors, der in einer Ebene parallel zu der Schleifmittelunterlage verläuft, angeordnet sind, wobei ein ungefüllter Abstand zwischen einzelnen Schleifkörnern der Reihe maximal einem doppelten Durchmesser einer Auflagefläche eines einzelnen Schleifkorns entspricht. Es kann insbesondere auf prozesstechnisch einfach herstellbare Weise ein Schleifmittel mit Schleifkörnern, von denen zumindest ein Groß- teil zumindest eine Schleifkanteneinheit mit einer Schleifkante bildet, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist, hergestellt werden. Ferner können insbesondere Schleifkörner mit einer beliebigen Geometrien, insbesondere mit einer Geometrie mit Schleifspitzen, eingesetzt werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner gezielt gesetzt sind. Unter„gezielt gesetzt" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner in einem Aufbringprozess aufgebracht wurden, in dem sie im Wesentlichen mit einer definierten Orientierung und/oder definierten Position auf der Schleifmittelunterlage aufgebracht wurden. Insbesondere können die Schleifkörner einzeln ergriffen und gezielt platziert worden sein. Es kann insbesondere ein Schleifmittel mit einer hohen Schleifleistung, gezielt eingestelltem Winkel zu der definierten Bearbeitungsrichtung und einer hohe Bearbeitungsqualität durch eine ziehende Schnittcharakteristik erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifmittelunterlage in Form einer Zylinderrolle ausgebildet ist. Bevorzugt sind Schleifkanteneinheiten, die auf der Schleifmittelunterlage in Form einer Zylinderrolle aufgebracht sind, von Schleifkörner mit einer Schleifspitze, die zu einem Materialabtrag vorgesehen ist, gebildet. Bevorzugt sind die Schleifkanten von Reihen von zumindest im Wesentlichen nebeneinanderliegenden Schleifkörnern gebildet. Insbesondere sind die Reihen der zumindest im Wesentlichen nebeneinanderliegenden Schleifkörner schräg auf einer Zylinderoberfläche verlaufend ausgebildet. Insbesondere ist das Schleifmittel dazu vorgesehen, für einen Schleifpro- zess in Rotation um eine Zylinderachse versetzt zu werden. Es kann insbesondere ein prozesstechnisch einfach herstellbares Schleifmittel erreicht werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner eine Oberflächenkontur aufweisen, die zumindest im Wesentlichen durch eine konvexe Einhüllende beschrieben ist. Unter einer„Oberflächenkontur, die zumindest im Wesentlichen durch eine konvexe Einhüllende beschrieben ist" soll insbesondere verstanden werden, dass eine kleinste Einhüllende, welche an der Oberflächenkontur der Schleifkörner anliegt, konvex aus- gebildet ist und konkave Einbuchtungen der Oberfläche, die zu einer Abweichung von einer vollständig konvexen Oberfläche der Schleifkörner führen, höchstens eine Tiefe von maximal zwei Prozent, vorteilhaft maximal einem Prozent und bevorzugt maximal einem halben Prozent eines maximalen Durchmessers des Schleifkorns aufweisen. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer vorteilhaften Schnittcharakteristik erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner ein Verhältnis zwischen einer Höhe der Schleifkörner und einem Durchmesser einer Grundfläche aufweisen, das einen Wert zwischen 0,3 und 1 ,2 aufweist. Unter einem„Durchmesser der Grundflä- che" soll insbesondere ein Durchmesser eines kleinsten Kreises verstanden werden, von dem die Grundfläche der Schleifkörner vollständig umgeben wird. Unter einer „Höhe der Schleifkörner" soll insbesondere ein maximaler Abstand zwischen der Grundfläche und einer zu der Grundfläche parallelen Ebene, in der ein Teilbereich des Schleifkorns liegt, verstanden werden. Insbesondere kann aufgrund von Fertigungsto- leranzen ein Wert des Verhältnisses zwischen Höhe und Durchmesser der Grundfläche von einzelnen Schleifkörnern in einer Menge von hergestellten Schleifkörnern um maximal 10 Prozent von dem Wert zwischen 0,3 und 1 ,2 abweichen. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer besonders flachen Form erreicht werden, bei dem bei einer ungeregelten Aufstreuung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Ausrichtung von Kanten mit einem Winkel, der zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bear- beitungsrichtung geneigt ist, erreicht werden kann.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner zumindest im Wesentlichen eine Pyramidengrundform aufweisen. Unter einer„Pyramidengrundform" soll insbesondere eine Form mit einer polygonalen Grundfläche und Seitenflächen mit einer dreieckigen Grundform verstanden werden, welche zumindest in einer Abschlussfläche, bevorzugt in einer Schleifspitze zusammenlaufen. Insbesondere können Kanten der Seitenfläche gekrümmt ausgebildet sein. Insbesondere kann eine Projektion der Schleifspitze auf eine Ebene, in der die Grundfläche liegt, in einem Zentrum der Grundfläche, innerhalb der Grundfläche, an einem Rand der Grundfläche oder auch ausserhalb der Grundflä- che angeordnet sein. Insbesondere kann das Schleifkorn als Tetraeder, Pyramide mit viereckiger Grundform, ein Pyramidenstumpf oder ein Tetraederstumpf ausgebildet sein. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer einfach aufbringbaren und anordenbaren Grundform erreicht werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner zumindest ein teilweise prismatisch ausgeformtes Teilelement umfassen. Unter einem„prismatisch ausgeformten Teilelement" soll insbesondere ein Teilelement des Schleifkorns verstanden werden, das eine polyedrische Grundfläche und Seitenkanten aufweist, die parallel zueinander und gleichlang ausgebildet sind. Insbesondere kann das prismatisch ausgeformte Teilele- ment beispielsweise als Quader, Fünfeck oder Sechseck ausgebildet sein. Darunter, dass das Teilelement„zumindest teilweise prismatisch ausgeformt ist", soll insbesondere verstanden werden, das einzelne Seitenkanten von einem parallelen Verlauf zu anderen Seitenkanten und von einer gleichen Länge abweichen können. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer einfach aufbringbaren und anordenbaren Grund- form erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner eine sechseckig ausgebildete Grundfläche aufweisen. Insbesondere weisen die Schleifkörner mit der sechseckig ausgebildeten Grundfläche ein prismatisch ausgeformtes Teilelement auf, so dass eine Grundform der Schleifkörner eine Form einer Bienenwabe aufweist. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer besonders flachen Form erreicht werden, bei dem bei einer ungeregelten Aufstreuung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Ausrichtung von Kanten mit einem Winkel, der zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist, erreicht werden kann.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner eine viereckig ausgebildete Grundfläche aufweisen. Es können insbesondere besonders leicht nebeneinander anordenbare und gezielt setzbare Schleifkörner erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner eine oval ausgebildete Grundfläche aufweisen. Unter einer„oval ausgebildeten Grundfläche" soll insbesondere eine Grundfläche verstanden werden, die eine rundliche konvexe Gestalt aufweist. Insbesondere kann die oval ausgebildete Grundfläche als Ellipse oder Kreis ausgebildet sein. Insbesondere weist das Schleifkorn zusätzlich zu der oval ausgebildeten Grundfläche eine dazu parallele Oberfläche auf, wobei an der dazu parallelen Oberfläche Kanten für ein Schleifen angeordnet sind. Es kann insbesondere ein Schleifkorn mit einer besonders flachen Form erreicht werden, bei dem bei einer ungeregelten Aufstreuung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Ausrichtung von Kanten mit einem Winkel, der zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist, erreicht werden kann.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner zumindest einen zurückgesetzten Oberflächenbereich aufweisen, welcher zumindest teilweise als eine Rille ausgebildet ist. Insbesondere ist die zumindest eine Rille dazu vorgesehen, als Sollbruchstelle für eine gesteuerte Brechung des Schleifkorns zu dienen und somit einen Selbstschär- fungseffekt des Schleifkorns zu erreichen. Es kann insbesondere ein Schleifmittel mit einer weitgehend gleichbleibende Schleifleistung während einer ganzen Standzeit erreicht werden.

Weiterhin wird ein Schleifkorn für ein erfindungsgemäßes Schleifmittel vorgeschlagen.

Das erfindungsgemäße Schleifmittel soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Schleifmittel zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Ein- heiten abweichende Anzahl aufweisen. Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage. Es wird vorgeschlagen, dass Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage gezielt gesetzt werden. Unter„Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage gezielt setzen" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner mit einem Aufbringprozess auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden, bei dem die Schleifkörner nach Abschluss des Aufbringprozesses nur an definierten, einzelnen Stellen an der Schleifmittelunterlage zumindest fixiert und/oder befestigt sind. Insbesondere können zu einer Erzielung einer gezielten Setzung der Schleifkörner in dem Verfahren an der Schleifmittelunterlage an den definierten, einzelnen Stellen Fixierelemente, insbesondere als eine Beschichtung mit einem Klebstoff ausgebildete Fixierelemente, angebracht werden, so dass über eine gesamte Oberfläche der Schleifmittelunterlage aufgestreute Schleifkörner nur an den definierten, einzelnen Stellen zumindest fixiert werden, und/oder bei dem die Schleifkörner in zumindest einem definierten Strom aufgebracht werden, der auf einzelne Teilbereiche der Schleifmittelunterlage gerichtet wird und der andere Teilbereiche der Schleifmittelunterlage als frei von Schleifkörnern ausgebildete Bereiche erhält, aufgebracht werden. Insbesondere kann durch gezieltes Setzen der Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage ein Schleifmittel erreicht werden, das auf bestimmte Anwen- düngen ausgerichtet ist, beispielsweise indem es eine an eine besonders ausgebildete

Werkstückoberfläche angepasste Gestaltung aufweist. Insbesondere ist„gezielt setzen" verschieden von einem Aufstreuen auf eine gesamte Schleifmittelunterlage, die mit einer Schicht aus einem Grundbinder vollständig bedeckt ist, und einem anschließenden Befestigen der aufgestreuten Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage durch Aufbringen zumindest einer Schicht aus einem Deckbinder auf die gesamte, von

Schleifkörnern bedeckte Schleifmittelunterlage. Darunter, dass„Schleifkörner zumindest fixiert werden" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner mit einer zumindest während eines Teilverfahrens eines Herstellverfahrens wirksamen Fixierung an der Schleifmittelunterlage versehen werden, wobei die Fixierung eine ge- ringere Haltekraft aufweisen kann als eine Befestigung der Schleifkörner an der

Schleifmittelunterlage für einen Einsatz des Schleifmittels in einem Schleifbetrieb. Grundsätzlich kann die Fixierung auch eine gleich große Haltekraft aufweisen wie die Befestigung der Schleifkörner an der Schleifmittelunterlage für den Einsatz des Schleifmittels in dem Schleifbetrieb. Unter einem„Schleifkorn" soll insbesondere ein vorzugsweise keramischer, kristalliner und/oder metallischer Körper mit zumindest einer Schleifkante verstanden werden. Abhängig von einer gewünschten Anwendung und einem gewünschten Feinheitsgrad weisen die Schleifkörner einen Durchmesser zwischen zehn Millimeter und einem halben Mikrometer auf. Insbesondere kann das Schleifkorn eine definierte Geometrie aufweisen. Unter„Schleifkörnern mit einer definierten Geometrie" sollen insbesondere Schleifkörner verstanden werden, die zumin- dest im Wesentlichen eine identische und vorherbestimmte Form, beispielsweise eine

Stab- oder Tetraederform, aufweisen. Insbesondere sind Schleifkörner mit einer definierten Geometrie durch einen Prozess hergestellt worden, der gezielt Schleifkörner mit der zumindest im Wesentlichen vorherbestimmten Form herstellt. Unter einer„zumindest im Wesentlichen identischen Form" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner bis auf produktionsprozessbedingte Abweichungen eine identische Form und vorzugsweise eine identische Größe aufweisen. Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll insbesondere eine feste Unterlage, wie beispielsweise eine

Keramikscheibe oder bevorzugt eine flexible Unterlage, beispielsweise eine Veloursscheibe, Papier, Folien, Fiber oder ein Gewebe, verstanden werden, auf der Schleif- körner aufgebracht und befestigt werden und die vorzugsweise dazu vorgesehen ist, an einer Schleifmaschine befestigt zu werden. Unter einem„Schleifmittel" soll insbesondere ein Körper mit zumindest einer Schleifmittelunterlage und zumindest einer Schicht von auf der Schleifmittelunterlage befestigten Schleifkörnern verstanden werden, der dazu vorgesehen ist, in einem Schleifbetrieb mittels Schleifkanten und/oder Schleifspitzen der Schleifkörner Material von einer Oberfläche eines Werkstücks abzutragen. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens kann insbesondere eine gezielte Anpassung einer Gestaltung des Schleifmittels an spezifische zu schleifende Werkstücke erreicht werden. Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in Schleifkorngruppen, die einen vordefinierten Abstand zueinander aufweisen, gezielt gesetzt werden. Unter„in Schleifkorngruppen gezielt gesetzt" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner nach Aufbringung in einzelnen Bereichen, in denen jeweils zumindest ein Schleifkorn und vorzugsweise eine Vielzahl von Schleifkörnern angeordnet sind und die durch schleifkornfreie Bereiche getrennt sind, auf der Schleifmittelunterlage angeordnet sind. Innerhalb einer Schleifkorngruppe können die Schleifkörner unregelmäßige Abstände zueinander aufweisen. Eine gezielte Setzung in Schleifkorngruppen kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Schleifkörner auf eine Schleifmittelunterlage aufgebracht werden, die einzelne Halteelemente für eine Haltung von Schleifkörnern aufweist, so dass nur an den Haftelementen Schleifkorngruppen halten und die auf sonstigen Bereichen der Schleifmittelunterlage aufliegenden Schleifkörner abgetrennt werden oder die Schleifkörner in einem Auftragsverfahren mittels einzelner Auftragungsströme auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden. Es kann insbesondere ein Schleifmittel mit speziell ausgewählten Kornanordnungen erreicht werden. In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner auf punktuell auf der Schleifmittelunterlage aufgebrachte Klebstoffelemente aufgebracht werden. Unter„punktuell auf der Schleifmittelunterlage aufgebrachte Klebstoffelemente" sollen insbesondere Klebstoffelemente verstanden werden, die auf der Schleifmittelunterlage auf einzelnen Bereichen einer Oberfläche des Schleifmittels, die durch klebstofffreie Oberflächenbereiche voneinander getrennt sind, aufgebracht sind. Insbesondere sind die punktuell auf der Schleifmittelunterlage aufgebrachten Klebstoffelemente zumindest zu einer Fixierung von Schleifkörnern auf der Schleifmittelunterlage vorgesehen. Insbesondere weisen die punktuell auf der Schleifmittelunterlage aufgebrachten Klebstoffelemente eine Größe auf, so dass zumindest ein einzelnes Schleif- korn und vorzugsweise eine Vielzahl von Schleifkörnern auf einer Oberfläche des punktuell auf der Schleifmittelunterlage aufgebrachten Klebstoffelementes aufgestreut werden können. Grundsätzlich kann ein Klebstoff der Klebstoffelemente in einem zumindest teilweise flüssigen Zustand, in dem er klebfähig ist, vorliegen oder in einem festen Zustand, in dem er beispielsweise durch Wärmeeinwirkung und/oder Zugabe eines weiteren Stoffs in einen klebfähigen Zustand überführt wird. Es kann insbesondere auf technisch einfach durchführbare Weise eine gezielte Setzung von Schleifkörnern, insbesondere eine gezielte Setzung in Schleifkorngruppen, erreicht werden.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die punktuell aufgebrachten Klebstoffelemente zumindest eine Vertiefung zu einer Aufnahme der Schleifkörner aufweisen. Vorzugsweise ist die Vertiefung in den punktuell aufgebrachten Klebstoffelemente, bei denen der Klebstoff in einem teilweise flüssigen, klebfähigen Zustand aufgebracht ist, ausgebildet. Insbesondere wird durch Schwerkraftwirkung auf Schleifkörner, die auf das punktuell aufgebrachte Klebstoffelement aufgestreut wurden, eine Kraft ausgeübt, durch die die Schleifkörner entlang von Seitenbereichen des punktuell aufgebrachten

Klebstoffelements auf einen Mittelpunkt der Vertiefung zu bewegt werden. Vorteilhaft wird durch eine Bewegung des Schleifkorns zu einem Mittelpunkt der Vertiefung hin das Schleifkorn ausgerichtet, so dass zumindest eine Schleifkante und/oder eine Schleifspitze des Schleifkorns von der Schleifmittelunterlage weggerichtet ist. Bei- spielsweise wird die Vertiefung durch einen Luftstrahl, der auf einen Mittelpunkt eines punktuell aufgebrachten Klebstoffelements gerichtet wird, hergestellt. Es kann insbesondere eine zusätzliche, vorteilhafte Ausrichtung der Schleifkörner erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner auf den punktuell aufge- brachten Klebstoffelementen durch eine mittels einer Erwärmung erzeugten Oberflächenspannung ausgerichtet werden. Insbesondere wird durch die Erwärmung ein Klebstoff der Klebstoffelemente von einem festen Zustand in einen flüssigen, klebfähigen Zustand überführt. Insbesondere wird das Schleifkorn dadurch ausgerichtet, dass unterschiedliche Teilbereiche des punktuell aufgebrachten Klebstoffelements, die an unterschiedlichen Seiten der Schleifkörner angeordnet sind, zu unterschiedlichen Zeitpunkten von dem festen in den flüssigen Zustand übergehen, so dass sich eine Differenz von Oberflächenspannungen ergibt, durch die die Schleifkörner ausgerichtet werden. Vorteilhaft weist das Schleifkorn eine zumindest teilweise längliche Gestaltung auf. Unter einer„zumindest teilweise länglichen Gestaltung des Schleifkorns" soll ins- besondere eine Gestaltung des Schleifkorns verstanden werden, bei der eine maximale Ausdehnung in eine Längsrichtung zumindest doppelt so groß, vorteilhaft zumindest viermal so groß und vorteilhaft zumindest sechsmal so groß ist wie eine maximale Ausdehnung in eine zu der Längsrichtung senkrechte Richtung. Eine Ausrichtung durch eine Erwärmung der Klebstoffelemente ist als sogenannter Grabsteineffekt bei- spielsweise bei der Verarbeitung von SMD-Bauteilen in der Elektronik bekannt. Es kann insbesondere auf verfahrenstechnisch unaufwendige Weise eine Ausrichtung der gezielt aufgebrachten Schleifkörner zu einer Erzielung einer hohen Schleifleistung der Schleifkörner erreicht werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner zumindest im Wesentlichen in Form einer Spirale auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden. Unter„zumindest im Wesentlichen in Form einer Spirale" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner in einer Form aufgebracht werden, die zumindest einen Spiralarm aufweist oder als Abschnitt eines Spiralarms ausgebildet ist. Vorteilhaft sind die Schleif- körner auf der Schleifmittelunterlage vollständig in einer Form einer einarmigen oder mehrarmigen Spirale aufgebracht. Insbesondere wird durch eine Aufbringung der Schleifkörner im Wesentlichen in Form einer Spirale eine vorteilhafte Anordnung der Schleifkörner erreicht, bei der einzelne Schleifkörner im Wesentlichen überdeckungs- frei zueinander angeordnet sind, so dass eine maximale Schleifleistung erreicht wer- den kann. Beispielsweise können die Schleifkörner in Form einer sich entlang einer gerollten Schleifmittelunterlage ziehenden Spirale angeordnet sein. Es kann insbeson- dere eine Form von gezielt gesetzten Schleifkörnern auf der Schleifmittelunterlage mit einer hohen Schleifleistung, insbesondere bei einer Verwendung des Schleifmittels als Aufsatz eines Rotationsschleifgeräts, das das Schleifmittel in Rotation versetzt, erreicht werden.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner im Wesentlichen in Form einer Fibonacci-Spirale aufgebracht werden. Unter einer „Fibonacci-Spirale" soll insbesondere eine Spiralenform mit einem Verlauf durch Eckpunkte von aneinander angrenzenden und im Gegenuhrzeigersinn oder Uhrzeigersinn aufeinanderfolgenden Quadraten, wobei die Seitenlängen der im Gegenuhrzeigersinn oder Uhrzeigersinn aufeinanderfolgenden Quadrate in einem Verhältnis zueinander stehen, welches durch eine Fibonacci-Folge vorgegeben ist, verstanden werden, wobei eine Orientierung der Eckpunkte aufeinander folgender Quadrate, durch welche die Spiralenform verläuft, ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn oder Uhrzeigersinn wechselt. Insbesondere umfasst die Fibonacci-Spirale mehrere Spiralarme. Insbesondere sind die Schleifkörner durch Aufbringen in Form einer Fibonacci-Spirale in einer Form angeordnet, bei der ein Schattenwurf vermieden wird, bei dem Schleifkörner oder Schleifkorngruppen, welche in einer Bearbeitungsrichtung vor anderen Schleifkörnern oder Schleifkorngruppen angeordnet sind, eine Verringerung einer Schleifleistung der ande- ren Schleifkörner oder Schleifkorngruppen bewirken. Insbesondere wird durch das

Aufbringen der Schleifkörner in Form einer Fibonacci-Spirale ein Schattenwurf von Schleifkörnern oder Schleifkorngruppe sowohl bei einer rein rotatorischen Bewegung des Schleifmittels in einem Schleifprozess als auch bei einer Verwendung des Schleifmittels in einem Bandschleifen oder einem Exzenterschleifen vermieden. Es kann ins- besondere ein Schleifmittel erreicht werden, bei dem die Schleifkörner eine Anordnung mit einer besonders hohen Schleifleistung aufweisen.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner gezielt in einer Anordnung gesetzt werden, die zu einer gezielten Erzeugung eines Luftstroms in einem Schleifbe- trieb vorgesehen ist. Insbesondere ist der Luftstrom dazu vorgesehen, in einem

Schleifbetrieb Schleifstaub, Späne oder Schleif- und/oder Kühlmittelflüssigkeiten abzuführen und insbesondere zu einem Absaugloch zu leiten. Insbesondere wird somit eine Verringerung einer Schleifleistung durch Belegung des Schleifmittels mit Schleifstaub und/oder Schleifrückstand vermieden und/oder vermindert. Ferner kann eine Unterbre- chung eines Schleifbetriebs zu einer Entfernung von Schleifstaub von dem Schleifmittel vermieden werden. Es kann insbesondere ein Schleifmittel erreicht werden, das in einem Schleifbetrieb eine hohe Standzeit mit einer hohen Schleifleistung erreicht.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass in einem Streuprozess mittels einer Teilrückhalte- Vorrichtung gezielt Freibereiche auf der Schleifmittelunterlage erhalten werden. Unter einer„Teilrückhaltevorrichtung" soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, die Auffangoberflächen zu einem Zurückhalten von Schleifkörnern in einem Streuprozess und Durchlassöffnungen, die dazu vorgesehen sind, Schleifkörner in dem Streuprozess passieren zu lassen, aufweist. Unter„Freibereichen auf der Schleifmittelunter- läge" sollen insbesondere Bereiche verstanden werden, die frei von Schleifkörnern ausgebildet sind. Insbesondere ist die Teilrückhaltevorrichtung dazu vorgesehen, in einem elektrostatischen Streuverfahren zur Aufbringung von Schleifkörnern auf der Schleifmittelunterlage verwendet zu werden. Unter einem„elektrostatischen Streuverfahren" soll insbesondere ein Streuverfahren verstanden werden, bei dem elektrisch polarisierbare Schleifkörner durch ein elektrisches Feld gegen eine Schwerkraft auf eine Schleifmittelunterlage aufgebracht werden. Es kann insbesondere auf technisch einfache Weise eine gezielte Setzung von Schleifkörnern erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner mittels einer Wellenbesatzvorrich- tung gezielt auf eine Schleifmittelunterlage gesetzt werden. Unter einer„Wellenbesatz- vorrichtung" soll insbesondere eine Transportvorrichtung verstanden, die Schleifkörner in einem wellenförmigen Transportstrom, der in zumindest einer Transportwelleneinheit geführt wird, teilweise entgegen einer Schwerkraft bewegt, wobei die Schleifkörner an einem Umkehrpunkt des Transportstroms die Schleifmittelunterlage kontaktieren und auf der Schleifmittelunterlage aufgebracht werden. Insbesondere werden die Schleifkörner mittels eines Transportstroms aus Luft bewegt. Insbesondere umfasst die Wel- lenbesatzvorrichtung zumindest eine erste Transportwelleneinheit, die einen Transportstrom mit Schleifkörnern erzeugt. Insbesondere kann die Vorrichtung zur Herstellung des Schleifmittels zumindest eine zweite Transportwelleneinheit aufweisen. Es kann insbesondere eine technisch einfache gezielte Aufbringung von Schleifkörnern auf die Schleifmittelunterlage erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner vor einem Transport in der Wellenbesatzvorrichtung an einer Auflagefläche mit Klebstoff beschichtet werden. Un- ter einer„Auflagefläche" soll insbesondere eine Oberfläche der Schleifkörner verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, als Kontaktfläche zu der Schleifmittelunterlage zu dienen und die von einer Schleifkante und/oder einer Schleifspitze des Schleifkorns abgewandt ist. Insbesondere ist die Schleifmittelunterlage frei von Klebstoff ausgebildet, so dass lediglich in einer korrekten Ausrichtung auftreffende Schleifkörner an der Schleifmittelunterlage befestigt aufgebracht werden. Es kann insbesondere eine vorteilhafte Ausrichtung der Schleifkörner erreicht werden.

Weiterhin wird eine Vorrichtung zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Schleifmittels vorgeschlagen.

Des Weiteren wird ein mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Schleifmittel vorgeschlagen.

Das erfindungsgemäße Verfahren soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Ferner kann eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels, bei dem Schleifkörner auf zumindest eine Schleifmittelunterlage aufgestreut werden. Es wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner durch zumindest ein Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden.

Unter einem„Schleifmittel" soll insbesondere ein Mittel mit zumindest einer Schicht aus Schleifkörnern verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, in einem Schleifprozess eine Oberfläche zu bearbeiten und einen Werkstoffabtrag auf der Oberfläche zu erzielen. Insbesondere umfasst das Schleifmittel zumindest eine Schleifmittelunterlage und zumindest eine Schicht aus Schleifkörnern, die mittels zumindest eines Befestigungsmittels, insbesondere zumindest einer Befestigungsschicht aus einem Klebstoff, beispielsweise einem Harz, auf der Schleifmittelunterlage befestigt ist. Vorzugsweise ist die Schicht aus Schleifkörnern mittels zumindest einer Schicht aus einem Grundbinder an einer Oberfläche der Schleifmittelunterlage locker fixiert und mittels zumindest einer Schicht aus einem Deckbinder fest befestigt. Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll insbesondere ein Körper aus einem Trägermaterial, beispielsweise ein Band oder eine Scheibe aus einem Papiermaterial, einem Pappmaterial, einem Textilmaterial, insbesondere einem Veloursmaterial, einer Folie, einem Schaumstoff, einem Kunststoff und/oder einem Metall verstanden werden. Insbesondere kann die Schleifmittelunterlage mehrere Schichten aus demselben oder aus verschiedenen Trägermaterialien auf- weisen. Die Schleifmittelunterlage ist vorzugsweise band- oder scheibenförmig ausgebildet. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Formen, beispielsweise kegelstumpfarti- ge oder hexagonale Formen möglich. Unter einem„Schleifkorn" soll insbesondere ein vorzugsweise keramischer, kristalliner und/oder metallischer Körper mit zumindest einer Arbeitsspitze, an der Schleifkanten zu einem Abtrag von Material eines zu bearbei- tenden Werkstücks zusammenlaufen, verstanden werden. Abhängig von einer gewünschten Anwendung und einem gewünschten Feinheitsgrad weisen die Schleifkörner einen Durchmesser zwischen maximal zehn Millimetern, bevorzugt maximal einem Millimeter und minimal einem halben Mikrometer, vorteilhaft maximal fünf Mikrometern, auf. Bevorzugt ist das Schleifkorn in einem Herstellungsprozess, der zumindest einen Verfahrensschritt einer Sinterung umfasst, hergestellt oder wird nach einer Aufbringung auf die Schleifmittelunterlage zu einer Härtung gesintert. Eine Schicht von Schleifkörnern kann grundsätzlich Schleifkörner mit einer definierten Geometrie und/oder Schleifkörner mit einer Undefinierten Geometrie aufweisen. Unter„Schleifkörnern mit einer definierten Geometrie" sollen insbesondere Schleifkörner verstanden werden, die zumindest im Wesentlichen eine identische und zumindest im Wesentlichen vorherbestimmte Form, beispielsweise eine Stab- oder Tetraederform, aufweisen. Insbesondere sind Schleifkörner mit einer definierten Geometrie durch einen Prozess hergestellt worden, der gezielt Schleifkörner mit der zumindest im Wesentlichen vorherbestimmten Form herstellt. Unter einer„zumindest im Wesentlichen identischen Form" soll insbe- sondere verstanden werden, dass die Schleifkörner bis auf produktionsprozessbedingte Abweichungen eine identische Form und vorzugsweise eine identische Größe aufweisen. Unter einem„Ausrichthilfsmittel" soll insbesondere ein Mittel verstanden werden, mittels dessen eine Wahrscheinlichkeit einer Aufbringung von Schleifkörnern in einer vordefinierten Orientierung, in der eine hohe Schleifleistung erreicht wird, auf der Schleifmittelunterlage erhöht werden kann. Insbesondere richtet das Ausrichthilfsmittel die Schleifkörner vor und/oder in einem Streuschritt zumindest teilweise gleichartig in eine vordefinierte Orientierung aus, so dass die teilweise gleichartig ausgerichteten Schleifkörner allesamt mit einer identischen Orientierung aufgebracht werden. Insbesondere werden durch das Ausrichthilfsmittel Schleifkörner ausgerichtet, die eine Form mit einer geringen Symmetrie aufweisen, so dass die Schleifkörner abhängig von einer

Orientierung eine unterschiedliche Schleifleistung aufweisen. Insbesondere werden durch das Ausrichthilfsmittel Schleifkörner ausgerichtet, die eine von einer Pyramidenform oder Tetraederform unterschiedliche Form aufweisen. Unter„zumindest teilweise ausgerichtet gestreut" soll insbesondere verstanden werden, dass nach dem Streupro- zess auf der Schleifmittelunterlage zumindest siebzig Prozent, vorteilhaft zumindest achtzig Prozent und bevorzugt zumindest neunzig Prozent der Schleifkörner in einer

Orientierung aufliegen, in der sie eine hohe Schleifleistung erbringen. Insbesondere wird ein Anteil der Schleifkörner, welcher in einer Orientierung aufkommt, bei der eine Schleifspitze oder Schleifkante auf die Schleifmittelunterlage zu gerichtet ist, verringert. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens kann insbesondere ein Schleifmittel mit einer hohen Schleifleistung und/oder mit einem verbesserten Bearbeitungsverhalten, das eine durch das Schleifmittel bewirkte Oberflächengüte beschreibt, hergestellt werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner durch das zumindest eine Ausrichthilfsmittel vor einem Streuschritt zumindest teilweise in eine vordefinierte

Streuorientierung ausgerichtet werden. Unter einem„Streuschritt" soll insbesondere ein Verfahrensschritt verstanden werden, in dem Schleifkörner entlang einer freien Strecke auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden, wobei die Schleifkörner entweder teilweise entlang einer Wirkrichtung einer Schwerkraft auf die Schleifmittelunterlage fallen oder teilweise entgegen einer Wirkrichtung einer Schwerkraft auf die Schleifmittelunterlage zu bewegt werden. Beispielsweise werden in einem Streuschritt, in dem die Schleifkörner entlang einer freien Strecke teilweise entgegen der Wirkrichtung der Schwerkraft bewegt werden, die Schleifkörner mittels Unterdruck oder eines elektrischen Felds entgegen der Wirkrichtung der Schwerkraft bewegt. Bevorzugt werden die Schleifkörner mittels des elektrischen Felds entgegen der Wirkrichtung der Schwerkraft bewegt, wobei ein solcher Streuschritt als„elektrostatisches Streuen" bezeichnet wird. Unter einer„vordefinierten Streuorientierung" soll insbesondere eine Orientierung der Schleifkörner verstanden werden, mit der die Schleifkörner nach Durchführung des Streuschritts in einer Ausrichtung auf der Schleifmittelunterlage aufliegen, in der sie eine maximale Schleifleistung erbringen. Insbesondere ist der Streuschritt so ausgebildet, dass Schleifkörner, welche zu Beginn des Streuschritts eine identische Orientierung zu einander aufweisen, nach Abschluss des Streuschritts ebenfalls eine identische Orientierung zu einander aufweisen. Es kann insbesondere ein Schleifmittel mit einer hohen Schleifleistung erreicht werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner durch zumindest ein als Vibrationseinheit ausgebildetes Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise ausgerichtet werden. Unter einer„Vibrationseinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, die Kraftstöße auf eine Oberfläche, auf der die Schleifkörner aufliegen, einleitet, um die Schleifkörner auf der Oberfläche auszurichten. Insbesondere bewirkt die Vibrationseinheit eine Rüttelbewegung der Schleifkörner. Es kann insbesondere mit einem geringen technischen Aufwand eine zumindest teilweise Ausrichtung der Schleifkörner erreicht werden. In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner durch zumindest eine zumindest teilweise einstückig mit einer Transportbandeinheit ausgebildete Vibrationsvorrichtung zumindest teilweise ausgerichtet werden. Unter einer „Transportbandeinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, die zumindest ein Förderband umfasst, auf dem die Schleifkörner aufliegen und mit dem sie zu einem Ort einer Streuung transportiert werden. Es kann insbesondere ein verringerter apparativer Aufwand erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in einem Streuschritt durch zumindest ein als Luftstromeinheit ausgebildetes Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise aus- gerichtet werden. Unter einer„Luftstromeinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, die zu einer gezielten Erzeugung eines Luftstroms vorgesehen ist, um mittels des Luftstroms Schleifkörner während des Streuschritts in eine vorgesehene Aufbringorientierung zu bewegen. Es kann insbesondere mit einem geringen technischen Aufwand eine zumindest teilweise Ausrichtung der Schleifkörner erreicht wer- den.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in einem Streuschritt durch zumindest ein Sieböffnungen aufweisendes Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise ausgerichtet werden. Unter„Sieböffnungen" sollen insbesondere Öffnungen in einem Körper des Ausrichthilfsmittels verstanden werden, die eine speziell ausgewählte Größe und eine speziell ausgewählte Form aufweisen, so dass ein Durchgang der Schleifkörner durch die Sieböffnungen in zumindest einer bestimmten Orientierung, die bevorzugt von einer Aufbringorientierung abweicht, blockiert und ein Durchgang der Schleifkörner in zumindest einer weiteren bestimmten Orientierung, die bevorzugt einer Aufbringori- entierung entspricht, ermöglicht wird. Insbesondere wird somit durch die Sieböffnungen ein Aufbringen der Schleifkörner in einer Orientierung mit einer niedrigen Schleifleis- tung verhindert. Bevorzugt ist das Sieböffnungen aufweisende Ausrichthilfsmittel in einem geringen Abstand zu der Schleifmittelunterlage angeordnet, so dass die durch die Sieböffnungen durchtretenden Schleifkörner in der Orientierung auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden, mit der sie durch die Sieböffnungen durchtreten. Es sind bereits Siebe zur Erzeugung eines gleichmäßigen Streubilds bei der Streuung von

Schleifkörnern bekannt, durch die jedoch keine Ausrichtung der Schleifkörner im Streuvorgang erfolgt. Es kann insbesondere mit einem geringen technischen Aufwand eine zumindest teilweise Ausrichtung der Schleifkörner erreicht werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass durch eine Siebungshilfseinheit eine Durchführung von Schleifkörnern durch die Sieböffnungen zumindest unterstützt wird. Unter einer „Siebungshilfseinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, die Schleifkörner, welche auf dem Ausrichthilfsmittel in einer Orientierung aufliegen oder auftreffen, mit der sie von den Sieböffnungen blockiert werden, durch die Siebungshilfseinheit in eine Orientierung gebracht werden, in der sie durch die Sieböffnungen fallen können. Bevorzugt ist die Siebungshilfseinheit als Vibrationseinheit ausgebildet. Es kann insbesondere eine hohe Effizienz der zumindest teilweise gerichteten Aufbringung erreicht werden. Des Weiteren wird eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung eine Vibrationseinheit umfasst. Insbesondere bildet die Vibrationseinheit zumindest eine Teileinheit des Ausrichthilfs- mittels.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Vibrationseinheit zumindest teilweise einstückig mit der Transportbandeinheit ausgebildet ist. Unter„zumindest teilweise einstückig mit der Transportbandeinheit ausgebildet" soll insbesonde- re verstanden werden, dass zumindest ein Teilbereich der Transportbandeinheit zu einer Erzeugung von Kraftstößen, die auf transportierte Schleifkörner einwirken, ausgebildet ist. Es kann insbesondere ein verringerter apparativer Aufwand erreicht werden. Das erfindungsgemäße Verfahren soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemä- ße Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Ferner kann eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bautei- len und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Aufbringung von Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage. Es wird zumindest eine Schleifkörnertransportwalze vorgeschlagen, die auf ihrer Mantelfläche Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils zumindest eines Schleifkorns aufweist und die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage zumindest im Wesentlichen in einer definierten Anordnung aufzubringen. Unter einem„Schleifkorn" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein kornförmiger Körper verstanden werden, der zu einer spanabhebenden Bearbeitung eines Werkstücks mittels einer

Spankante vorgesehen ist. Bevorzugt weisen die Schleifkörner eine Korngröße von weniger als 3 mm, besonders bevorzugt weniger als 2 mm, auf. Unter einer„Korngröße" soll in diesem Zusammenhang ein durch Siebung ermittelter

Äquivalenzdurchmesser der Schleifkörner verstanden werden. Die Schleifkörner kön- nen bevorzugt zumindest überwiegend von einem Keramikmaterial gebildet sein, insbesondere können die Schleifkörner ein polykristallines Keramikmaterial enthalten oder aus diesem bestehen. Bevorzugt enthalten die Schleifkörner Aluminiumoxid, besonders bevorzugt a-AI 2 0 3 . Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein bevorzugt flexibles Trägermaterial eines Schleifmittels verstan- den werden. Die Schleifmittelunterlage kann insbesondere Bindemittel und/oder Papier und/oder Textilmaterial aufweisen. Dem Fachmann sind weitere mögliche Trägermaterialien bekannt. Das Schleifmittel wird bevorzugt überwiegend von der Schleifmittelunterlage und den Schleifkörnern gebildet. Insbesondere kann ein als Schleifpapier und/oder Schleifleinen ausgebildetes Schleifmittel überwiegend von einer von einem Papier und/oder einem Gewebe und/oder einer Folie mit einem Bindemittel gebildeten

Schleifmittelunterlage gebildet werden, an der eine Vielzahl von Schleifkörnern haftet. Unter einer„definierten Anordnung" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Anordnung in einem regelmäßigen Muster verstanden werden, wie eine Anordnung der Schleifkörner in regelmäßigen und/oder versetzten Spalten und/oder Reihen. Der Fachmann wird abhängig von Schleifkorneigenschaften und/oder Bearbeitungsaufgabe eine geeignete Anordnung festlegen, in der die Schleifkörner auf die Schleifmittelunter- läge aufgebracht werden. Unter„zumindest im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass eine Abweichung einer Ist- von einer Sollposition der aufgebrachten Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage geringer als 40%, bevorzugt geringer als 20%, besonders bevorzugt geringer als 15% ist, bezogen auf einen mittleren Abstand auf die Schleifmittelunterlage aufgebrachter benachbarter

Schleifkörner.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung zur Aufbringung von Schleifkörnern können Schleifkörner besonders effizient in einer definierten Anordnung auf die Schleifmittelunterlage aufgebracht werden. Es kann während einer Zeiteinheit eine besonders große Zahl von Schleifkörnern aufgebracht werden und/oder es können während einer Zeiteinheit auf eine besonders große Fläche der Schleifmittelunterlage Schleifkörner in einer definierten Anordnung aufgebracht werden. Weiter wird vorgeschlagen, dass die Ausnehmungen zu einer Aufnahme jeweils eines einzelnen Schleifkorns ausgebildet sind. Die Schleifkörner können einzeln, in einer Anordnung, die einer Anordnung der Ausnehmungen auf der Mantelfläche der Schleif- körnertransportwalze entspricht, auf die Schleifmittelunterlage abgegeben werden. Die Schleifkörner können besonders präzise angeordnet werden. Eine Menge von Schleif- körnern, die angeordnet wird, kann besonders präzise bestimmt werden.

In einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung weisen die Ausnehmungen eine zu einer Geometrie der Schleifkörner komplementäre Form auf. Insbesondere können die Ausnehmungen zu einer Aufnahme von Schleifkörnern mit einer definierten Schleifkorngeometrie vorgesehen sein. Unter einer„definierten Schleifkorngeometrie" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner zumindest innerhalb von Fertigungstoleranzen eine definierte Sollgeometrie aufweisen, wie eine Kegelform, eine Pyramidenform, eine prismatische Form oder eine Tetraederform. Dem Fachmann sind weitere vorteilhafte Schleifkorngeometrien be- kannt. Die Schleifkörner können vorteilhaft in einem Urformverfahren, insbesondere in einem Schlickergussverfahren, einem Extrusionsverfahren, einem Pulverpressverfahren oder einem weiteren, dem Fachmann bekannten Fertigungsverfahren, hergestellt sein. Insbesondere können die Schleifkörner mit der definierten Schleifkorngeometrie definierte Spankanten aufweisen, die insbesondere bei definierter Orientierung der Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage eine vorteilhaft hohe Abtrageleistung aufweisen. Unter einer„komplementären Form" soll in diesem Zusammenhang insbeson- dere eine Form einer Ausnehmung verstanden werden, deren Innenkontur dazu geeignet ist, eine Außenkontur des Schleifkorns in einer definierten Orientierung aufzunehmen. Bevorzugt weist die Ausnehmung eine Innenkontur auf, die um ein Übermaß vergrößert der Sollgeometrie der Außenkontur der Schleifkörner entspricht, insbesondere eine Kegelform, eine Pyramidenform, eine prismatische Form oder eine Tetraederform.

Der Fachmann wird das Übermaß so festlegen, dass die Ausnehmungen zur Aufnahme der Schleifkörner diese in einer vorteilhaften Orientierung verklemmungsfrei aufnehmen können. Beispielsweise kann der Fachmann für eine bestimmte Schleifkorngeometrie ein Volumen der Ausnehmungen so festlegen, dass es bezogen auf ein Vo- lumen der Schleifkörner bevorzugt mehr als 1 10%, besonders bevorzugt mehr als

120% und bevorzugt weniger als 150%, besonders bevorzugt weniger als 125% beträgt. Bevorzugt werden fehlerhaft orientierte Schleifkörner von den Ausnehmungen nicht aufgenommen. Die Schleifkornertransportwalze kann die Schleifkörner vorteilhaft in einer definierten Anordnung auf die Schleifmittelunterlage aufbringen. Insbesondere können die Ausnehmungen zusätzlich eine Beschichtung auf Ausnehmungsoberflä- chen aufweisen, die ein Verklemmen der Körner vermeidet, beispielsweise eine Anti- Haft-Beschichtung. Mit der Vorrichtung zur Aufbringung von Schleifkörnern kann ein Schleifmittel besonders effizient hergestellt werden. Weiter wird ein bezogen auf eine Richtung einer Schwerkraft oberhalb der Schleifkornertransportwalze angeordneter Schleifkörnervorratsbehälter, der zumindest eine Öffnung für eine Aufschüttung von Schleifkörnern auf zumindest einen Teilbereich der Mantelfläche der Schleifkornertransportwalze aufweist, vorgeschlagen. Bevorzugt erstreckt sich der Teilbereich zumindest über eine gesamte die Ausnehmungen aufwei- sende Breite der Schleifkornertransportwalze. Unter einer„Breite der Schleifkornertransportwalze" soll insbesondere eine Längserstreckung der Schleifkornertransportwalze in einer Richtung senkrecht zu einem Umfang der Schleifkornertransportwalze verstanden werden. Vorzugsweise erstreckt sich der Teilbereich entlang eines Um- fangs der Schleifkornertransportwalze entlang einer Mehrzahl von Ausnehmungen, bevorzugt mehr als fünf Ausnehmungen, besonders bevorzugt mehr als zehn Ausnehmungen. Bevorzugt schließt die Öffnung mit der Mantelfläche der Schleifkornertransportwalze mit einem Spalt ab, der zumindest enger ist als ein mittlerer Schleifkorndurchmesser und/oder eine mittlere Schleifkorndicke. Ein Austreten von Schleifkörnern aus dem Spalt kann vermieden werden. Die Schleifkörner können vorteilhaft vom Schleifkörnervorratsbehälter in die Ausnehmungen der Schleifkornertransportwalze abgegeben werden. Weiter wird zumindest ein Abstreifelement, das dazu vorgesehen ist, auf der Mantelfläche außerhalb der Ausnehmungen aufliegende Schleifkörner abzustreifen, vorgeschlagen. Bevorzugt deckt das Abstreifelement zumindest den Spalt zwischen der Mantel- fläche und dem Schleifkörnervorratsbehälter ab. Bevorzugt ist das Abstreifelement zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet. Das Abstreifelement kann eine Gummilippe aufweisen und/oder insbesondere eine Bürste. Außerhalb der Ausnehmungen befindliche Schleifkörner können vorteilhaft im Schleifkörnervorratsbehälter und/oder auf einer Oberfläche der Schleifkörnertransportwalze zurückgehalten wer- den. Es kann insbesondere vermieden werden, dass außerhalb der Ausnehmungen aufliegende Schleifkörner auf eine Schleifmittelunterlage aufgebracht werden.

Weiter wird zumindest eine Halteeinheit vorgeschlagen, die dazu vorgesehen ist, einen Teilbereich einer Mantelwälzfläche von einem Schleifkörnerübernahmebereich bis zu einem Schleifkornerabgabebereich abzudecken. Unter einer„Mantelwälzfläche" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Fläche verstanden werden, die die Schleifkörner in den Ausnehmungen der Schleifkörnertransportwalze während des Transportvorgangs in einer Wälzrichtung der Schleifkörnertransportwalze überstreichen. Die Mantelwälzfläche stellt eine Einhüllende des Teilbereichs der Mantelfläche der Schleif- körnertransportwalze dar, die dazu vorgesehen ist, Schleifkörner vom Schleifkörnerübernahmebereich bis zum Schleifkornerabgabebereich zu transportieren. Unter einem „Schleifkörnerübernahmebereich" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Bereich der Mantelfläche der Schleifkörnertransportwalze verstanden werden, in dem die Schleifkörner von den Ausnehmungen der Schleifkörnertransportwalze aufgenom- men werden. Unter einem„Schleifkornerabgabebereich" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Bereich der Mantelfläche der Schleifkörnertransportwalze verstanden werden, in dem die Schleifkörner aus den Ausnehmungen der Schleifkörnertransportwalze abgegeben werden. Die Halteeinheit kann insbesondere eine Zylinderinnenfläche aufweisen, die die Mantelwälzfläche überdeckt. Bevorzugt kann ein zwi- sehen der Mantelwälzfläche und der Halteeinheit verbleibender Spalt geringer als ein mittlerer halber Schleifkorndurchmesser oder eine Schleifkorndicke sein, besonders bevorzugt geringer als ein Viertel eines mittleren Schleifkorndurchmessers oder einer Schleifkorndicke. Der Fachmann legt eine Größe des Spalts zwischen der Mantelwälzfläche und der Halteeinheit so fest, dass in den Ausnehmungen der Schleifkörner- transportwalze aufgenommene Schleifkörner während eines Transports in den Ausnehmungen gehalten werden. Insbesondere kann die zumindest eine Halteeinheit einstückig mit dem zumindest einen Abstreifelement ausgeführt sein. Es kann vorteilhaft vermieden werden, dass Schleifkörner vor dem Schleifkörnerabgabebereich abgegeben werden. Die Schleifkörner können besonders gut in einer definierten Anordnung und/oder Orientierung abgegeben werden.

Vorteilhaft weist die Vorrichtung eine Vibrationsvorrichtung auf, die dazu vorgesehen ist, zu einer Unterstützung einer Aufnahme und/oder Abgabe der Schleifkörner die Schleifkörnertransportwalze in Vibration zu versetzen. Die Schleifkörner können besonders gut in Ausnehmungen einer vibrierenden Schleifkörnertransportwalze aufge- nommen werden. Die Schleifkörner können besonders gut aus Ausnehmungen einer vibrierenden Schleifkörnertransportwalze abgegeben werden. Ein Verklemmen der Schleifkörner kann vermieden werden.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Aus- nehmungen zumindest in einem Teilbereich der Mantelwälzfläche in zumindest einem

Betriebszustand mit einer Überdruckquelle in Verbindung stehen, die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner durch eine Beaufschlagung mit einem Überdruck aus den Ausnehmungen abzugeben. Bevorzugt können die Ausnehmungen insbesondere in ihrem Grund Öffnungen aufweisen, die mit der Überdruckquelle in Verbindung stehen, wenn die Ausnehmungen den Schleifkörnerabgabebereich überstreichen. Unter einer„Überdruckquelle" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Druckquelle verstanden werden, die einen Druck zur Verfügung stellt, der höher als ein Umgebungsdruck einer Umgebung der Schleifkörnertransportwalze ist. Die Schleifkörner können durch den Überdruck vorteilhaft aus den Ausnehmungen auf die Schleifmittelunterlage abgege- ben werden. Es kann vermieden werden, dass Schleifkörner in den Ausnehmungen verbleiben und/oder zu spät abgegeben werden.

Bevorzugt sind zumindest in einem Teilbereich der Mantelwälzfläche die Ausnehmungen in zumindest einem Betriebszustand mit einer Unterdruckquelle verbunden, die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner durch eine Beaufschlagung mit einem Unterdruck in den Ausnehmungen zu fixieren. Bevorzugt können die Öffnungen am Grund der Ausnehmungen mit der Unterdruckquelle in Verbindungen stehen, wenn die Ausnehmungen die Mantelwälzfläche vom Schleifkörneraufnahmebereich bis zum Schleifkörnerabgabebereich überstreichen. Unter einer„Unterdruckquelle" soll in diesem Zu- sammenhang insbesondere eine Druckquelle verstanden werden, die einen Druck zur

Verfügung stellt, der niedriger als der Umgebungsdruck der Umgebung der Schleifkör- nertransportwalze ist. Die Schleifkörner können vorteilhaft in den Ausnehmungen gehalten werden. Eine Halteeinheit, die die Schleifkörner zurückhält, kann entfallen. Die Aufnahme der Schleifkörner in die Ausnehmungen kann unterstützt werden.

Weiter wird ein Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels vorgeschlagen, bei dem die Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgebracht werden. Insbesondere weist die Schleifmittelunterlage, bevor die Schleifkörner mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgebracht werden, eine Schicht aus einem Bindemittel zu einer Befestigung der aufgebrachten Schleifkörner auf. Insbesondere kann das hergestellte Schleifmittel Schleifkörner in einer definierten Anordnung aufweisen. Das Schleifmittel kann besonders effizient hergestellt werden.

Weiter wird ein Schleifmittel vorgeschlagen, das eine Vielzahl von mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgebrachten Schleifkörnern aufweist. Das Schleifmittel kann eine besonders vorteilhafte Schleifkornanordnung aufweisen, welche eine hohe Abtragsleistung und/oder eine hohe Oberflächengüte eines bearbeiteten Werkstücks ermöglicht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsformen beschränkt sein. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels, umfassend zumindest einen Aufschüttschritt, in dem Schleifkörner auf eine Schleifmittelunterlage aufgeschüttet werden. Es wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner mittels eines elektromagnetischen Felds während und/oder nach dem zumindest einen Aufschüttschritt ausgerichtet werden.

Unter einem„Schleifmittel" soll insbesondere ein Mittel mit zumindest einer Schicht aus Schleifkörnern verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, in einem Schleifprozess eine Oberfläche zu bearbeiten und einen Werkstoffabtrag auf der Oberfläche zu erzielen. Insbesondere umfasst das Schleifmittel zumindest eine Schleifmittelunterlage und zumindest eine, auf der zumindest einen Schleifmittelunterlage aufgebrachte Schicht aus Schleifkörnern, die mittels zumindest eines Befestigungsmittels, insbesondere zu- mindest einer Befestigungsschicht aus einem Klebstoff, auf der Schleifmittelunterlage befestigt ist. Vorzugsweise ist die Schicht aus Schleifkörnern mittels zumindest einer Schicht aus einem Grundbinder an einer Oberfläche der Schleifmittelunterlage locker fixiert und mittels zumindest einer Schicht aus einem Deckbinder fest befestigt. Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll insbesondere ein Körper aus einem Trägermaterial, beispielsweise ein Band oder eine Scheibe aus einem Papiermaterial, einem Pappmaterial, einem Textilmaterial, insbesondere einem Veloursmaterial, einer Folie, einem Schaumstoff, einem Kunststoff und/oder einem Metall verstanden werden. Insbesondere kann die Schleifmittelunterlage mehrere Schichten aus demselben oder aus ver- schiedenen Trägermaterialien aufweisen. Die Schleifmittelunterlage ist vorzugsweise band- oder scheibenförmig ausgebildet, grundsätzlich sind jedoch auch andere Formen, beispielsweise kegelstumpfartige oder hexagonale Formen möglich. Unter einem „Schleifkorn" soll insbesondere ein vorzugsweise keramischer, kristalliner und/oder metallischer Körper mit zumindest einer Arbeitsspitze, an der Schleifkanten zu einem Abtrag von Material eines zu bearbeitenden Werkstücks zusammenlaufen, verstanden werden. Ein keramisches Schleifkorn kann beispielsweise teilweise oder vollständig aus Aluminiumoxid, Zirkoniumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumkarbid oder einem anderen keramischen Material hergestellt sein. Abhängig von einer gewünschten Anwendung und einem gewünschten Feinheitsgrad weisen die Schleifkörner einen Durchmesser zwischen maximal zehn Millimetern, bevorzugt einem Millimeter und minimal zwanzig

Mikrometern, vorteilhaft maximal fünf Mikrometern und bevorzugt einem halben Mikrometer auf. Bevorzugt ist das Schleifkorn in einem Herstellungsprozess, der zumindest einen Verfahrensschritt einer Sinterung umfasst, hergestellt oder wird nach einer Aufbringung auf die Schleifmittelunterlage zu einer Härtung gesintert. Eine Schicht von Schleifkörnern kann grundsätzlich Schleifkörner mit einer definierten Geometrie und/oder Schleifkörner mit einer Undefinierten Geometrie aufweisen. Unter„Schleifkörnern mit einer definierten Geometrie" sollen insbesondere Schleifkörner verstanden werden, die zumindest im Wesentlichen eine identische und zumindest im Wesentlichen vorherbestimmte Formen, beispielsweise eine Stab- oder Tetraederform, aufwei- sen. Insbesondere sind Schleifkörner mit einer definierten Geometrie durch einen Pro- zess hergestellt worden, der gezielt Schleifkörner mit der zumindest im Wesentlichen vorherbestimmten Form herstellt. Unter einer„zumindest im Wesentlichen identischen Form" soll insbesondere verstanden werden, dass die Schleifkörner bis auf produktionsprozessbedingte Abweichungen eine identische Form und vorzugsweise eine iden- tische Größe aufweisen. Insbesondere weist das Schleifkorn aufgrund eines Materials und einer Gestaltung und/oder einer zumindest teilweisen Beschichtung ein elektri- sches oder magnetisches Dipolmoment auf, so dass es durch ein elektromagnetisches Feld ausgerichtet werden kann. Unter einem„Aufschüttschritt" soll insbesondere ein Verfahrensschritt verstanden werden, in dem Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage in einem Schüttvorgang aufgebracht werden. Es kann insbesondere mit einem ge- ringen technischen Aufwand ein Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels mit einer hohen Schleifeffizienz durch eine vorteilhafte Ausrichtung der Schleifkörner erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Verfahren zumindest einen Verfahrensschritt zu Herstellung eines Schleifkorns, in dem Schleifkornzwischenprodukte zumin- dest teilweise mit einer elektromagnetisch wirksamen Beschichtung versehen werden, umfasst. Unter einem„Schleifkornzwischenprodukt" soll insbesondere ein Zwischenprodukt einer Herstellung eines Schleifkorns verstanden werden, das zumindest einen weiteren Verfahrensschritt, beispielsweise einen Sinterschritt oder eine Auftragung einer Beschichtung durchläuft, bevor es als fertiges Schleifkorn aufgetragen wird. Unter einer„elektromagnetisch wirksamen Beschichtung" soll insbesondere eine Beschichtung verstanden werden, die einen Stoff mit einem elektrischen und/oder magnetischen Moment aufweist, insbesondere ein ferroelektrischer, paramagnetischer, ferromagneti- scher oder ferromagnetischer Stoff. Insbesondere erlaubt die elektromagnetisch wirksame Beschichtung eine Anziehung des Schleifkorns durch einen Magneten. Unter „zumindest teilweise mit einer elektromagnetisch wirksamen Beschichtung versehen" soll insbesondere verstanden werden, dass die elektromagnetisch wirksame Beschichtung lediglich auf einem Teilbereich einer Oberfläche des Schleifkorns, beispielsweise auf einer Oberfläche einer Auflageseite des Schleifkorns, aufgetragen ist und andere Teilbereiche der Oberfläche des Schleifkorns, beispielsweise auf einer Oberfläche ei- ner Schleifseite des Schleifkorns, frei von der elektromagnetisch wirksamen Beschichtung ausgebildet sind. Es kann insbesondere ein leicht durch ein elektromagnetisches Feld ausrichtbares Schleifkorn und eine Einsparung von einem elektromagnetisch wirksamen Beschichtungsmaterial erreicht werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner mittels Magneten an der Schleifmittelunterlage zumindest fixiert werden. Insbesondere sind die Magnete zu einer Fixierung des Schleifkorns in die Schleifmittelunterlage eingebracht oder an einer in zumindest einem Verfahrensschritt im Wesentlichen ortsfest zu der Schleifmittelunterlage angeordneten zusätzlichen Einheit angeordnet. Unter„zumindest fixieren" soll insbe- sondere verstanden werden, dass die Schleifkörner durch die Magnete angezogen und durch die Anziehungskraft der Magnete an der Schleifmittelunterlage festhalten werden, wobei die Schleifkörner mit einer geringeren Haltekraft an der Schleifmittelunterlage befestigt sind als bei einer Befestigung mit einer Bindemittelschicht aus einem gebräuchlichen Grundbinder und/oder Deckbinder, die Schleifkörner jedoch gegenüber einem Ablösen von der Schleifmittelunterlage durch Schwerkraftwirkung, beispielsweise durch eine Bewegung der Schleifmittelunterlage in eine Lage, in der die Schleifmittelunterlage, von einem Boden aus betrachtet, oberhalb der Schleifkörner angeordnet ist, gesichert sind. Es kann insbesondere eine Fixierung ausgerichteter Schleifkörner erreicht werden, wobei besonders vorteilhaft die Magnete eine Ausrichtung der Schleif- körner bewirken.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner mittels an einer Trageeinheit angeordneten Magneten an der Schleifmittelunterlage zumindest fixiert werden. Insbesondere ist die Trageeinheit verschieden von der Schleifmittelunterlage. Insbesondere ist die Trageeinheit in zumindest einem Verfahrensschritt im Wesentlichen ortsfest zu der Schleifmittelunterlage angeordnet ausgebildet. Unter„in zumindest einem Verfahrensschritt im wesentlichen ortsfest zu der Schleifmittelunterlage angeordnet" soll insbesondere verstanden werden, dass in dem Verfahrensschritt Magnete, die an der Trageeinheit angeordnet sind, jeweils einen konstanten Abstand zu einem bestimmten Ort an der Schleifmittelunterlage aufweisen und insbesondere Bewegungen der

Schleifmittelunterlage derart nachverfolgen, dass die konstanten Abstände beibehalten werden. Es kann insbesondere eine konventionelle Schleifmittelunterlage ohne speziell eingebrachte Magnete in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Magnete auf der Schleifmittelunterlage diskrete

Schleifpunkte aus zumindest fixierten Schleifkörnern erzeugen. Insbesondere sind die zumindest fixierten Schleifkörner durch die Magnete bereits ausgerichtet. Unter„diskreten Schleifpunkten" sollen insbesondere Orte auf der Schleifmittelunterlage verstanden werden, an denen zumindest ein Schleifkorn, vorzugsweise eine Anzahl von Schleif- körnern, mittels eines Magnets fixiert ist, wobei zwischen dem Ort und einem weiteren diskreten Schleifpunkt höchstens unfixierte Schleifkörner angeordnet sind. Insbesondere sind die Magnete derart verteilt, dass zwischen einzelnen Schleifpunkten ein Abstand auf der Schleifmittelunterlage besteht, der mit unfixierten Schleifkörnern belegt oder zumindest teilweise frei von Schleifkörnern ausgebildet ist, der einen Durchmes- ser aufweist, der zumindest im Wesentlichen dem der diskreten Schleifpunkte entspricht. Insbesondere kann durch die diskreten Schleifpunkte eine vorteilhafte Anord- nung der Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage realisiert werden, beispielsweise eine Anordnung mit wechselnden Schleifkornflächendichten für Spezialanwendungen. Grundsätzlich können die Magnete jedoch auch so angeordnet sein, dass eine durchgehende Schicht aus fixierten Schleifkörnern eine gesamte Oberfläche der Schleifmit- telunterlage bedeckt. Es kann insbesondere durch gezielte Anordnung der Magnete in dem Verfahren ein an besondere Anforderungen angepasstes Schleifmittel erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass in einem Abtrennschritt unfixierte Schleifkörner von der Schleifmittelunterlage entfernt werden. Unter„unfixierten Schleifkörnern" sollen insbesondere auf der Schleifmittelunterlage aufgestreute Schleifkörner verstanden werden, die durch die Magnete eine geringe Haltekraft oder keine Haltekraft erfahren und somit durch Schwerkraftwirkung von der Schleifmittelunterlage entfernt werden können, beispielsweise durch ein Umdrehen der Schleifmittelunterlage, so dass die Schleifkörner dem Boden zugewandt sind. Der Abtrennschritt kann insbesondere als ein Absaugverfahren zu einer Absaugung unfixierter Schleifkörner, ein Abblasverfahren zu einer Entfernung unfixierter Schleifkörner mittels eines Luftstroms oder ein schwerkraftbasiertes Abtrennverfahren ausgebildet sein. Es kann insbesondere durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Schleifmittel erreicht werden, in dem eine hohe An- zahl von Schleifkörnern so ausgerichtet auf der Schleifmittelunterlage angeordnet ist, dass eine hohe Schleifleistung durch optimale Anordnung von Schleifseiten der Schleifkörner zu einer zu bearbeitenden Oberfläche erreicht wird.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die unfixierten Schleif- körner mittels eines schwerkraftbasierten Abtrennverfahrens abgetrennt werden. Unter einem„schwerkraftbasierten Abtrenn verfahren" soll insbesondere verstanden werden, dass die unfixierten Schleifkörner durch Schwerkraft von den fixierten Schleifkörnern abgetrennt werden, insbesondere durch ein Verfahren, bei dem die Schleifmittelunterlage gekippt, gedreht oder umgelenkt wird, so dass die Schleifkörner auf der Schleif- mittelunterlage durch Schwerkraft eine von der Schleifmittelunterlage weggerichtete

Kraftkomponente erfahren. Insbesondere ist die von der Schleifmittelunterlage weggerichtete Kraftkomponente geringer als eine Haltekraft, die die Magnete auf fixierte Schleifkörner ausüben. Es kann insbesondere durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Schleifmittel erreicht werden, in dem eine hohe Anzahl von Schleifkörnern so aus- gerichtet auf der Schleifmittelunterlage angeordnet ist, dass eine hohe Schleifleistung durch optimale Anordnung von Schleifseiten der Schleifkörner zu einer zu bearbeitenden Oberfläche erreicht wird.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner entlang einer Fallstrecke durch das elektromagnetische Feld zumindest teilweise ausgerichtet werden. Unter einer„Fallstrecke" soll insbesondere eine Strecke zwischen einer Mündung einer Schüttvorrichtung, mittels der die Schleifkörner auf die Schleifmittelunterlage aufgeschüttet werden, und der Schleifmittelunterlage verstanden werden. Darunter, dass„die Schleifkörner entlang der Fallstrecke durch das elektromagnetische Feld zumindest teilweise ausge- richtet werden" soll insbesondere verstanden werden, dass das elektromagnetische

Feld zu einer zumindest teilweisen Ausrichtung der Schleifkörner im Wesentlichen während zumindest eines Teils eines Durchlaufs der Fallstrecke auf die Schleifkörner einwirkt und auf der Schleifmittelunterlage aufgestreute Schleifkörner zumindest im Wesentlichen frei von einer Einwirkung des elektromagnetischen Felds sind.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner zu einer zumindest teilweisen Ausrichtung zumindest einen Abschirmbereich der Fallstrecke, der von dem elektromagnetischen Feld abgeschirmt ist, und zumindest einen schlitzförmigen Wirkbereich der Fallstrecke durchlaufen. Unter einem„Abschirmbereich" soll insbesondere ein durch zumindest eine Abschirmeinheit vor einem Einwirken des elektromagnetischen

Felds abgeschirmter Bereich der Fallstrecke verstanden werden. Unter einem„schlitzförmigen Wirkbereich" soll insbesondere ein Bereich der Fallstrecke, in dem das elektromagnetische Feld einwirkt und der gegenüber dem Abschirmbereich klein ausgebildet ist, verstanden werden. Vorteilhaft ist der schlitzförmige Wirkbereich in einem ge- ringen Abstand zu der Schleifmittelunterlage angeordnet.

Ferner wird eine Vorrichtung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen. Das erfindungsgemäße Verfahren soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Ferner kann eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels, mit einem Formmittel, das Kavitäten aufweist, in die eine Dispersion von Schleifkörnern zur Formung der Schleifkörner eingebracht wird.

Es wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in einer durch eine Anordnung der Kavitäten in dem Formmittel gegebenen Anordnung auf einem Schleifkornträger des Schleifmittels platziert werden. Unter einem„Schleifmittel" soll insbesondere ein Einsatzwerkzeug mit einer großen Anzahl von Schleifkörnern verstanden werden. Das Schleifmittel ist vorteilhaft zur spanabtragenden Bearbeitung einer Fläche und/oder zum Schneiden vorgesehen. Die Schleifkörner können ein Werkstück entsprechend der üblichen Definition eines Schleifverfahrens mit unbestimmter Schneide bearbeiten. Bei einer ausreichend genauen Positionierung der Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage kann eine Bearbeitung mit bestimmter Schneide erfolgen. Insbesondere sind die Schleifkörner des Schleifmittels auf zumindest einer Teilfläche insbesondere unregelmäßig verteilt angeordnet. Das Schleifmittel ist als ein, dem Fachmann als sinnvoll erscheinendes Schleifmittel ausgebildet, insbesondere jedoch als eine Schleifscheibe und/oder als ein Schleifpapier. Insbesondere ist das Schleifmittel für einen Oberflächenschliff und/oder für einen Tiefenschliff geeignet. Insbesondere ist das Schleifmittel dazu vorgesehen, mittels eines, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Handwerkzeugs, vorteilhaft jedoch mittels eines Schwingschleifers, eines Exzenterschleifers, eines Deltaschleifers, eines Winkelschleifers und/oder eines Bandschleifers, eingesetzt zu werden. Alternativ oder zusätzlich könnte das Schleifmittel dazu vorgesehen sein, von einem Nutzer von Hand eingesetzt zu werden. Insbesondere soll unter einem „Formmittel" ein Mittel verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, den Schleifkörnern bei der Herstellung eine Form zu geben. Insbesondere wird die Dispersion bei der Herstellung der Schleifkörner in die Kavitäten des Formmittels gefüllt. Vorteilhaft trocknen die Schleifkörner bei ihrer Herstellung in den Kavitäten des Formmittels. Unter „Kavitäten" sollen von dem Formmittel begrenzte Aussparungen verstanden werden, die zur Formung jeweils eines Schleifkorns vorgesehen sind. Vorzugsweise sind die

Kavitäten zumindest im Wesentlichen in einer Sollform der Schleifkörner von dem Formmittel begrenzt. Insbesondere sind die Kavitäten komplementär zu den herzustellenden Schleifkörnern. Insbesondere weicht eine Endform der Schleifkörner durch eine Formänderung bei einer Trocknung und/oder Sinterung von der Form der Kavitäten ab. Insbesondere soll unter einer„Dispersion" eine formbare vorteilhaft fließfähige Masse verstanden werden, aus der die Schleifkörner insbesondere durch Sintern hergestellt werden. Insbesondere umfasst die Dispersion zur Herstellung von Schleifkörnern dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Stoffe, vorzugsweise jedoch ein Siliciumcarbid, ein Bornitrid, Borcarbid und/oder bevorzugt ein Metalloxid, wie ein Berylliumoxid und/oder vorteilhaft ein Aluminiumoxid, besonders vorteilhaft a-AI 2 0 3 . Insbesondere weist die Dispersion, wie beispielsweise in der Druckschrift EP 0 615 816 A1 beschrieben, weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Stoffe auf. Unter einer„Formung" soll insbesondere ein Vorgang verstanden werden, bei dem ein Teil der Dispersion in eine der Kavitaten eingebracht wird, der Teil der Dispersion eine Form der Kavi- tät annimmt und zumindest im Wesentlichen in der Form der Kavität zumindest teilwei- se aushärtet. Insbesondere soll unter einem„Schleifkorn" ein Mittel verstanden werden, das in zumindest einem Betriebszustand eine Kante aufweist, die bei einer Werkstückbearbeitung Material von einem Werkstück abnimmt. Vorzugsweise weisen die Schleifkörner ein Volumen kleiner als 5 mm 3 , vorteilhaft kleiner als 2 mm 3 , besonders vorteilhaft kleiner als 1 mm 3 , auf. Insbesondere weisen die Schleifkörner eine Größe auf, die dazu geeignet ist, ein Schleifmittel mit einer, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Körnung, die insbesondere zu einem mit einer Körnung zwischen P12 und P5000 erreichbaren Schleifergebnis führt, bereitzustellen. Insbesondere sind die Schleifkörner jeweils in zumindest einem Betriebszustand voneinander getrennt ausgebildet. Die Schleifkörner weisen eine, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Form auf. Insbesondere weisen die Schleifkörner konkave, konvexe und/oder ebene

Oberflächenbereiche auf. Dabei können verschiedene Oberflächenbereiche der Schleifkörner unterschiedliche Formen aufweisen. Insbesondere bestehen die hergestellten Schleifkörner zumindest im Wesentlichen aus einem keramischen Material, vorteilhaft aus einem polykristallinen keramischen Material. Des Weiteren können die Schleifkörner vorteilhaft beschichtet werden. Insbesondere soll unter dem Begriff„eingebracht" verstanden werden, dass die Dispersion in die Kavitäten hinein fließt, hinein gedrückt und/oder hinein gesaugt wird. Vorzugsweise füllt die Dispersion die Kavitäten nach dem Einbringen zumindest im Wesentlichen vollständig aus. Unter einer„Anordnung der Kavitäten" soll insbesondere eine räumliche Anordnung der Kavitäten auf dem Formmittel relativ zueinander verstanden werden. Die Kavitäten sind in einem, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Muster angeordnet. Vorzugsweise sind die Kavitäten so angeordnet, dass durch die Anordnung der Kavitäten platzierte Schleifkörner bei einer vorgesehenen Schleifbewegung des Schleifmittels eine vorteilhafte Materielabtragung und/oder eine vorteilhafte Oberfläche des Werkstücks erreichen. Insbesondere sind zwei in Schleifrichtung hintereinander angeordnete Schleifkörner in einer Richtung senkrecht zur Schleifrichtung zueinander um einen bestimmten Wert versetzt angeordnet. Insbesondere soll unter einem„Schleifkornträger" ein Mittel des Schleifmittels verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner in zumindest einem Betriebszustand von dem Formmittel getrennt relativ zueinander anzuordnen. Vorzugsweise ist der Schleifkornträger in zumindest einem Verfahrensschritt von einer Schleifmittelunterlage des Schleifmittels getrennt ausgebildet. In einem alternativen Ausführungsbeispiel könnten der Schleifkornträger und die Schleifmittelunterlage von einem gleichen Bauteil gebildet werden. Unter der Wendung„ in einer gegebenen Anordnung platziert" soll insbesondere verstanden werden, dass die Anordnung der Schleifkörner auf dem Formmittel zumindest im Wesentlichen auf das Schleifmittel übertragen wird. Insbesondere ist eine Anordnung der Schleifkörner auf dem Schleifkornträger und/oder insbesondere auf der Schleifmittelunterlage von einer Anordnung der Kavitäten auf dem Formmittel abhängig. Vorzugsweise weist eine an die Kavitäten angrenzende Oberfläche des Formmittels eine Form auf, die von einer Form einer Schleifmittelunterlage abhängig ist. Alternativ könnte die an die Kavitäten angrenzende Oberfläche des Formmittels eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Form aufweisen, beispielsweise flach ausgebildet sein. Des Weiteren könnte das Formmittel beispielsweise zumindest teilweise walzenförmig ausgebildet sein. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann mit einem geringen Produktionsaufwand ein Schleifmittel hergestellt werden, das besonders effektiv und/oder langlebig ist. Insbesondere kann auf zumindest einen zusätzlichen Arbeitsschritt zum Anordnen der Schleifkörner verzichtet werden.

In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Formmittel zur Platzierung der Schleifkörner auf dem Schleifkornträger an den Schleifkornträger des

Schleifmittels herangeführt wird, wodurch vorteilhaft auf einen Arbeitsschritt, bei dem die Schleifkörner in der durch das Formmittel gegebenen Anordnung transportiert werden, verzichtet werden kann. Insbesondere soll unter dem Begriff„heranführen" verstanden werden, dass ein Abstand zwischen dem Formmittel und dem Schleifkornträger zur Platzierung der Schleifkörner verringert wird. Vorzugsweise werden das Form- mittel und der Schleifkornträger zur Platzierung der Schleifkörner aneinander angelegt.

Besonders bevorzugt werden das Formmittel und der Schleifkornträger zur Platzierung der Schleifkörner aneinander gedrückt.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner auf dem Schleifkornträger platziert werden, der flexibel ausgebildet ist, wodurch Schleifkörner vorteilhaft in einem ebenen Formmittel hergestellt und konstruktiv einfach an einer insbesondere unebenen Schleifmittelunterlage angebracht werden können. Insbesondere soll unter„flexibel ausgebildet" verstanden werden, dass der Schleifkornträger in zumindest einem Betriebszustand, insbesondere bevor er mit der Schleifmittelunterlage vorteilhaft stoffschlüssig verbunden wird, zur Anpassung an eine Form der Schleifmittelunterlage ver- formbar ist. Vorzugsweise wird ein Bereich des Schleifkornträgers relativ zu einem anderen Bereich des Schleifkornträgers bei einer Herstellung des Schleifmittels um mehr als 5 mm, vorteilhaft mehr als 10 mm, besonders vorteilhaft mehr als 20 mm, verformt.

Ferner wird vorgeschlagen, dass der Schleifkornträger auf einer Schleifmittelunterlage des Schleifmittels aufgeklebt wird, wodurch eine einfach herstellbare Verbindung möglich ist. Unter einer„Schleifmittelunterlage" soll insbesondere ein Mittel des Schleifmittels verstanden werden, das einen mit den Schleifkörnern besetzten Bereich des Schleifmittels formt. Insbesondere ist die Schleifmittelunterlage flexibel oder bei einem Bearbeitungsgang zumindest im Wesentlichen formstabil ausgebildet. Vorzugsweise weist die Schleifmittelunterlage zumindest eine Schicht aus Papier, Vulkanfiber, Folie, textilem Material und/oder Schaumstoff auf. Insbesondere umfasst die Schleifmittelunterlage einen Kompositwerkstoff. Insbesondere soll unter„aufkleben" verstanden werden, dass die Schleifmittelunterlage und der Schleifkornträger stoffschlüssig miteinander verbunden werden, und zwar vorteilhaft mittels zumindest eines Klebstoffs, insbe- sondere eines, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Grundbinders, beispielsweise eines Phenolharze und/oder eines Epoxidharzes. Des Weiteren könnte das

Schleifmittel zumindest einen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Deckbinder umfassen. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in den Kavitäten des Formmittels gesintert werden, wodurch die Schleifkörner nach dem Sintern direkt auf einen preiswerten Schleifkornträger und/oder eine preiswerte Schleifmittelunterlage, der/die bei einer Sintertemperatur zerstört würde, aufgebracht werden können. Insbesondere soll unter„Sintern" ein Bearbeitungsvorgang verstanden werden, bei dem Materialeigen- Schäften der Schleifkörner durch eine Wärmeeinwirkung, insbesondere mit wenigstens

500°C, vorteilhaft mehr als 750°C, besonders vorteilhaft mehr als 850°C, verändert werden. Vorzugsweise weisen die Schleifkörner nach dem Sintern keramisches Material auf. Unter der Wendung„in den Kavitäten gesintert" soll insbesondere verstanden werden, dass das Formmittel zur Sinterung der Schleifkörner mit den zu sinternden Schleifkörnern erhitzt wird. Insbesondere ist das Formmittel dazu vorgesehen, einer

Sintertemperatur der Schleifkörner standzuhalten. ln einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner nach einem Sintern der Schleifkörner auf den Schleifkorntrager aufgebracht werden, wodurch die Schleifkörner von dem Schleifkorntrager getrennt gesintert werden können. Insbesondere soll unter der Wendung„nach einem Sintern" verstanden werden, dass die Schleifkörner erst in gesintertem Zustand aus den Kavitäten entnommen werden und anschließend auf den Schleifkorntrager aufgebracht werden. Unter dem Begriff„aufbringen" soll insbesondere ein Vorgang verstanden werden, bei dem die Schleifkörner mit dem Schleifkorntrager und/oder der Schleifmittelunterlage verbunden werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner in einem Grünzustand aus den Kavitäten des Formmittels auf den Schleifkorntrager aufgebracht werden, wodurch einfache Formmittel, beispielsweise aus Silikon, verwendet werden können. Unter einem„Grünzustand" soll insbesondere ein Zustand der Schleifkörner vor dem Sintern verstanden werden. Insbesondere sind die Schleifkörner in dem Grünzustand getrocknet. Vorteilhaft sind die Schleifkörner in dem Grünzustand insbesondere durch Trocknung formstabil.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Schleifkörner und der Schleifkorntrager gemeinsam gesintert werden, wodurch eine einfache Herstellung mit vorteilhaft angeordneten Schleifkörnern möglich ist. Insbesondere soll unter„gemeinsam sintern" verstanden werden, dass die Schleifkörner vor dem Sintern auf dem Schleifkorntrager angebracht werden. Insbesondere werden die Schleifkörner und der Schleifkorntrager gemeinsam zum Sintern erhitzt. Beispielsweise könnten die Schleifkörner und der Schleifkorntrager, insbesondere mittels eines Verbindungsstoffs, vor oder während des Sinterns verbunden werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels soll hierbei nicht auf das oben beschriebene Verfahren beschränkt sein. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Zeichnungen Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind neun Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. A1 ein erfindungsgemäßes Schleifmittel mit einer Schleifmittelunterlage mit einer rechteckigen Grundform und mit in diagonalen Streifen aufgetragenen Schleifkörnern, von denen ein Großteil Schleifkanteneinheiten mit einer Schleifkante bildet, die in einem definierten Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt sind,

Fig. A2 ein erfindungsgemäßes Schleifmittel mit einer Schleifmittelunterlage in Form einer Zylinderrolle,

Fig. A3 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einer Pyramidenform mit gekrümmten Seitenflächen, die zu einer Zentralspitze zulaufen,

Fig. A4 eine Herstellung des Schleifkorns aus Fig. A3 aus einem quadratischen

Rohquader,

Fig. A5 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einer Pyramidenform mit gekrümmten Seitenflächen, die zu einer Seitenspitze zulaufen,

Fig. A6 eine Herstellung des Schleifkorns aus Fig. A5 aus einem quadratischen

Rohquader,

Fig. A7 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einer sechseckig ausgebildeten Grundfläche,

Fig. A8 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einer Pyramidenform mit zurückgesetzten Oberflächenbereichen in Rillenform zu einer gesteuerten Brechung für eine Selbstschärfungseffekt,

Fig. A9 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einem prismatisch ausgeformtem Teilelement, das als quadratisches Element ausgebildet ist, und mit einem Sockelkörper,

Fig. A10 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einer oval ausgebildeten Grundfläche und

Fig. A1 1 ein Schleifkorn eines erfindungsgemäßen Schleifmittels mit einem prismatisch ausgeformtem Teilelement, das als unregelmäßiger Quader ausgebildet ist, Fig. B1 eine schematische Darstellung eines Prozessschritts eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage, bei dem Schleifkörner gezielt auf punktuell aufgebrachte Klebstoffelemente auf der Schleifmittelunterlage gesetzt werden,

Fig. B2 das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schleifmittel mit einer Anordnung der gezielt gesetzten Schleifkörner in Form einer Fibonacci- Spirale,

Fig. B3 ein Prozessschritt eines alternativen erfindungsgemäßen Verfahrens zum

Aufbringen von Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage, bei dem Schleifkörner gezielt auf punktuell aufgebrachte Klebstoffelemente auf der

Schleifmittelunterlage gesetzt werden,

Fig. B4 ein weiterer Prozessschritt des alternativen erfindungsgemäßen Verfahrens, in dem die Schleifkörner mittels einer Erwärmung der punktuell aufgebrachten Klebstoffelemente ausgerichtet wurden,

Fig. B5 ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Schleifmittels, in dem Schleifkörner gezielt in Diagonalstreifen gesetzt wurden und das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde,

Fig. B6 ein viertes alternatives Ausführungsbeispiel eines mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Schleifmittels, bei dem die Schleifkörner ge- zielt in einer Anordnung gesetzt wurden, die zu einer gezielten Erzeugung eines Luftstroms in einem Schleifbetrieb vorgesehen ist,

Fig. B7 eine fünfte alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem in einem elektrostatischen Streuprozess mittels einer Teilrückhaltevorrichtung gezielt Freibereiche auf einer Schleifmittelunterlage durch Zurückhaltung bestimmter Schleifkornfraktionen im Zuge des Streuens erhalten werden,

Fig. B8 eine sechste Alternative eines erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem in einem elektrostatischen Streuprozess mittels einer Teilrückhaltevorrichtung gezielt einzelne Freibereich erhalten werden, indem nur auf definierten Stel- len der Teilrückhaltevorrichtung aufgestreute Schleifkörner zu einer elektrostatischen Aufstreuung geführt werden,

Fig. B9 ein siebtes alternatives erfindungsgemäßes Verfahren, bei dem die Schleifkörner mittels einer Wellenbesatzvorrichtung gezielt auf eine Schleifmittelunterlage gesetzt werden,

Fig. B10 ein mit der Wellenbesatzvorrichtung hergestelltes Schleifmittel, Fig. B1 1 ein Schleifkorn, das mit der Wellenbesatzvorrichtung auf die Schleifmittelunterlage gezielt gesetzt wird und das vor einem Transport in der Wellenbesatzvorrichtung auf einer Auflagefläche mit Klebstoff beschichtet wird und

Fig. B12 ein achtes alternatives erfindungsgemäßes Verfahren zum Aufbringen von

Schleifkörnern auf eine Schleifmittelunterlage, bei dem die Schleifkörner mittels einer Walze gezielt gesetzt werden,

Fig. C1 eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines

Schleifmittels, bei dem Schleifkörner durch ein Ausrichthilfsmittel, das einstückig mit einer Transportbandeinheit für die Schleifkörner als Vibrati- onseinheit ausgebildet ist, zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden,

Fig. C2 eine Darstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem Schleifkörner durch ein als Luftstromeinheit ausgebildetes Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden,

Fig. C3 eine schematische Darstellung eines Sieböffnungen aufweisenden Ausrichthilfsmittels für ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Draufsicht und

Fig. C4 eine Darstellung des Weiteren alternativen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem Schleifkörner durch das Sieböffnungen aufweisende Ausrichthilfsmittel zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden,

Fig. D1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur

Aufbringung von Schleifkörnern,

Fig. D2 eine schematische Darstellung eines Details einer Schleifkörnertransport- walze mit einem Abstreifelement und einer Halteeinheit,

Fig. D3 eine schematische Darstellung von Ausnehmungen der Schleifkörnertrans- portwalze und definierten Schleifkörneranordnungen und

Fig. D4 eine schematische Darstellung einer Schleifkörnertransportwalze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Unterdruck- und/oder einer Überdruck- quelle in einem zweiten Ausführungsbeispiel

Fig. E1 eine Darstellung des Funktionsprinzips des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schleifmittels, umfassend zumindest einen Aufschüttschritt, in dem Schleifkörner auf eine Schleifmittelunterlage aufgeschüttet werden, in dem mittels Magneten Schleifkörner auf der Schleifmittelunterlage ausgerichtet und fixiert sind, Fig. E2 ein Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, umfassend einen

Abtrennschritt für unfixierte Schleifkörner,

Fig. E3 eine Detaildarstellung eines Schleifkorns, das in dem erfindungsgemäßen

Verfahren verwendet wird und

Fig. E4 ein alternatives Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels, bei dem

Schleifkörner entlang einer Fallstrecke geschüttet und in einem schlitzförmigen Wirkbereich eines elektromagnetischen Felds ausgerichtet werden, Fig. F1 ein Schleifmittel eines erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. F2 einen Teilschnitt des Schleifmittels aus Figur F1 und einen Teilschnitt eines

Formmittels des erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. F3 eine Anordnung von Schleifkörnen des Schleifmittel aus Figur F1 ,

Fig. F4 Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. F5 einen Teilschnitt eines Schleifmittels eines alternativen erfindungsgemäßen

Verfahrens und

Fig. F6 Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens aus Figur F5. Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Fig. A1 zeigt ein erfindungsgemäßes Schleifmittel 10a mit einer Schleifmittelunterlage 12a mit einer rechteckigen Grundform und mit in diagonalen Streifen aufgetragenen Schleifkörnern 14a, die Schleifkanteneinheiten 16a, 18a (weitere Schleifkanteneinheiten aus Gründen der Übersicht nicht mit einem Bezugszeichen in den Zeichnungen versehen) mit einer Schleifkante bilden, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung 20a geneigt ist. Der Winkel beträgt 70° und die Schleifkanteneinheiten 16a, 18a sind durch Reihen von nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14a gebildet. Durch einen Verlauf der Reihen von nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14a ist der Winkel gegenüber der definierten Bearbeitungsrichtung 20a von einem definierten Winkel gebildet und durch eine Änderung des Verlaufs der Reihen kann der Winkel gezielt gewählt werden. Die Schleifkörner 14a sind gezielt gesetzt und auf einzelne Klebstoffelemente in Reihenform auf der Schleifmittelunterlage 12a aufgebracht. Durch den Verlauf der Reihen von nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14a wird eine ziehende Schnittcharakteristik erreicht, bei der eine hohe Oberflächengüte in einer Bearbeitung erreicht wird.

In den Figuren 2 bis 1 1 sind acht weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im We- sentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figur 1 verwiesen wird. Zur Unterschei- dung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in der Figur 1 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 bis 1 1 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben b bis i ersetzt.

In Fig. A2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schleifmittels 10b mit einer Schleifmittelunterlage 12b dargestellt, die in Form einer Zylinderrolle ausgebildet ist. In diagonalen Streifen aufgetragene Schleifkörner 14b bilden Schleifkanteneinheiten 16b, 18b (weitere Schleifkanteneinheiten aus Gründen der Übersicht nicht mit einem Bezugszeichen in den Zeichnungen versehen) mit einer Schleifkante, die jeweils in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbei- tungsrichtung 20b geneigt ist. Die Schleifkanteneinheiten 16b, 18b sind durch Reihen von nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14b gebildet. Der Winkel beträgt in der Fig. A2 68° und kann durch Wahl einer Verlaufsrichtung der Reihen von

nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14b eingestellt werden. Die Schleifkörner 14b sind gezielt gesetzt und auf einzelne Klebstoffelemente in Reihenform auf der Schleif- mittelunterlage 12b aufgebracht. Durch den Verlauf der Reihen von nebeneinanderliegenden Schleifkörnern 14b wird eine ziehende Schnittcharakteristik erreicht, bei der eine hohe Oberflächengüte in einer Bearbeitung erreicht wird.

Fig. A3 zeigt ein beispielhaftes Schleifkorn 14c für ein erfindungsgemäßes Schleifmit- tel. Das Schleifkorn 14c weist eine Pyramidengrundform mit einer quadratischen

Grundfläche 26c, gekrümmten Kanten 30c, die Seitenflächen 22c begrenzen, welche in einer Schleifspitze 24b, die über einem Mittelpunkt der Grundfläche 26c angeordnet ist und somit als Zentralspitze ausgebildet ist, zusammenlaufen, auf. Ein Verhältnis zwischen einer Höhe 38c des Schleifkorns 14c und einem Durchmesser 40c der Grundflä- che 26c des Schleifkorns 14c weist einen Wert von Eins auf. Das Schleifkorn 14c ist insbesondere für einen Einsatz bei einem Schleifmittel 10a, 10b aus den vorhergehenden Ausführungsbeispielen vorgesehen. Eine Herstellung des Schleifkorns 14c kann beispielsweise durch Abschleifung eines quadratischen Rohkörper 34c mit vier Abtragslinien 32c, beginnend von einer Seite, wobei in einem Verlauf der Abschleifung ein Radius der Abtragslinien 32c kontinuierlich verlängert wird, erreicht werden (Fig.

A4). In einem alternativen Herstellungsverfahren kann das Schleifkorn 14c beispiels- weise durch einen Gußvorgang in eine Form oder durch ein anderes, einem Fachmann als geeignet erscheinendes Herstellungsverfahren hergestellt werden.

Fig. A5 zeigt ein weiteres beispielhaftes Schleifkorn 14d, das im Wesentlichen gleich zu dem vorherigen Ausführungsbeispiel ausgebildet ist, wobei der wesentliche Unterschied darin besteht, dass eine Schleifspitze 24d nicht als Zentralspitze, sondern als Seitenspitze, welche über einer Seitenkante einer Grundfläche 26d des Schleifkorns 14d angeordnet ist, ausgebildet ist. Eine Herstellung des Schleifkorns 14d kann beispielsweise durch Abschleifung eines quadratischen Rohkörper 34c mit drei

Abtragslinien 32d, beginnend von einer Seite, wobei in einem Verlauf der Abschleifung ein Radius der Abtragslinien 32d kontinuierlich verlängert wird, erreicht werden (Fig. A6). In einem alternativen Herstellungsverfahren kann das Schleifkorn 14d beispielsweise durch einen Gußvorgang in eine Form oder durch ein anderes, einem Fachmann als geeignet erscheinendes Herstellungsverfahren hergestellt werden.

Fig. A7 zeigt ein drittes beispielhaftes Schleifkorn 14e, dass ein prismatisch ausgebildetes Teilelement aufweist. Das prismatisch ausgebildete Teilelement bildet einen Grundkörper des Schleifkorns 14e und ist sechseckig ausgebildet. Das Schleifkorn 14e weist somit eine Oberflächenkontur auf, die durch eine konvexe Einhüllende beschrie- ben ist. Kanten 30e einer Sechseckform des Schleifkorns 14e sind so ausgerichtet, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bei einer Aufstreuung des Schleifkorns 14e auf eine nicht dargestellte Schleifmittelunterlage eine Schleifkante erreicht wird, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung (nicht dargestellt) geneigt ist. Die einzelnen Schleifkörner 14e bilden somit jeweils eine Schleifkanteneinheit. Durch die Schleifkörner 14e kann somit auch bei einer beliebigen

Aufstreuung ein Schleifmittel mit einer ziehenden Schnittcharakteristik erreicht werden. Optional kann das Schleifkorn 14e einen Sockelkörper 28e (gestrichelt dargestellt) aufweisen, der vorzugsweise eine quaderförmige Gestaltung aufweist, und mit dem eine definierte Anordnung der Schleifkörner 14e auf einer Schleifmittelunterlage (nicht dargestellt) erreicht werden kann. Insbesondere können die Schleifkörner 14e mittels der Sockelkörper 28e gezielt gesetzt werden. Bei einem gezielten Setzen werden die Schleifkörner 14e vorzugsweise mit den Sockelkörpern 28e direkt aneinandergesetzt, wodurch die Kanten 30e einen definierten Winkel mit einer definierten Bearbeitungsrichtung einschließen. Fig. A8 zeigt ein viertes beispielhaftes Schleifkorn 14f, dass eine Pyramidengrundform mit einer quadratischen Grundfläche 26f aufweist, eine als Zentralspitze ausgebildete Schleifspitze 24f, in der Kanten 30f des Schleifkorns 14f zusammenlaufen. Das Schleifkorn 14f kann vorteilhaft anstelle einer Schleif kornform der ersten beiden Schleifkörner 14c, 14d eingesetzt werden. Ein Verhältnis zwischen einer Höhe 38f des Schleifkorns

14f und einem Durchmesser 40f der Grundfläche 26f des Schleifkorns 14f weist einen Wert von 0,8 auf. Das Schleifkorn 14f weist ferner zurückgesetzte Oberflächenbereiche auf, welche als Rillen 36f ausgebildet sind, und die als Sollbruchstellen für eine gesteuerte Brechung des Schleifkorns 14f dienen. Das Schleifkorn 14f weist somit einen Selbstschärfungseffekt auf und ein Schleifmittel mit Schleifkörnern 14f weist eine weitgehend gleichbleibende Schleifleistung während einer ganzen Standzeit auf. In dem gezeigten beispielhaften Schleifkorn 14f verlaufen die Rillen 36f im Wesentlichen parallel zu Rändern der Grundfläche 26f. Es sind jedoch auch alternative Anordnungen der Rillen 36f denkbar, beispielsweise eine Anordnung, die um 45° Grad gegenüber der dargestellten Anordnung verdreht ist, so dass die Rillen 36f und/oder durch Abbruch von Schleifkornbereichen an den Rillen 36f entstehende neue Kanten eine ziehende Schnittcharakteristik bewirken.

In Fig. A9 ist ein fünftes beispielhaftes Schleifkorn 14g, das ein prismatisch ausgebilde- tes Teilelement aufweist, dargestellt. Das prismatisch ausgebildete Teilelement ist als ein Hauptkörper der Schleifkorns 14g, das eine quaderförmige Gestaltung mit einem quadratischen Grundkörper aufweist, ausgebildet. Das Schleifkorn 14g weist somit eine Oberflächenkontur auf, die durch eine konvexe Einhüllende beschrieben ist. Das prismatisch ausgebildete Teilelement ist auf einem Sockelkörper 28g angeordnet, der eine quaderförmige, viereckige Gestaltung aufweist, wobei der Sockelkörper 28g gegenüber dem Teilelement verdreht angeordnet ist. Aufgrund der Verdrehung des Sockelkörpers 28g gegenüber dem prismatisch ausgebildeten Teilelement wird bei einer beliebigen Aufstreuung des Schleifkorns 14g auf eine (nicht dargestellte) Schleifmittelunterlage eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Aufstreuung der Schleifkörner 14g mit einer Orientierung von Kanten 30g, die in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung (nicht dargestellt) geneigt ist, erreicht. Einzelne Schleifkörner 14g bilden somit jeweils eine einzelne Schleifkanteneinheit. Die Schleifkörner 14g können in einem beispielhaften Verfahren an den jeweiligen Sockelkörpern 28g ergriffen und gezielt auf die Schleifmittelunterlage gesetzt werden, wobei die Sockelkörper 28g aufgrund der quaderförmigen, viereckigen Gestaltung raumfüllend einfach nebeneinander angeordnet werden können. Aufgrund der Verdrehung des Sockelkörpers 28g gegenüber dem prismatisch ausgebildeten Teilelement bilden dann die Schleifkörner 14g Schleifkanteneinheiten mit Schleifkanten, die in einem definierten, durch Wahl einer bestimmten Verdrehung einstellbaren, Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt ist.

Ein sechstes beispielhaftes Schleifkorn 14h ist in Fig. A10 dargestellt. Das Schleifkorn 14h weist eine oval ausgebildete Grundfläche 26h auf. Eine zu der Grundfläche 26h parallele Oberfläche weist eine umlaufende Kante 30h zum Schleifen auf. Das Schleifkorn 14h weist somit eine Oberflächenkontur auf, die durch eine konvexe Einhüllende beschrieben ist. Bei einer Aufstreuung auf eine nicht dargestellte Schleifmittelunterlage kommen die Schleifkörner 14h mit einer hohen Wahrscheinlichkeit so zu liegen, dass Teilbereiche der Kante 30h in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt sind. Ein Verhältnis zwischen einer Höhe 38h des Schleifkorns 14h und einem Durchmesser 40h der Grundfläche 26h des Schleif- korns 14h weist einen Wert von 0,5 auf. Auch ist es in alternativen Ausgestaltungen des Schleifkorns 14h denkbar, dass das Verhältnis zwischen der Höhe 38h des Schleifkorns 14h und dem Durchmesser 40h der Grundfläche 26h des Schleifkorns 14h einen anderen Wert, vorzugsweise einen Wert zwischen 0,3 und 1 ,2, aufweist. Auf der Grundfläche 26h und der dazu parallelen Oberfläche weist das Schleifkorn 14h zurückgesetzte Oberflächenbereiche auf, welche als Rillen 36h ausgebildet sind und die als Sollbruchstellen für eine gesteuerte Brechung des Schleifkorns 14h dienen. Ferner bilden die Rillen 36h Mikrokanten, an denen im Schleif prozess ein weiterer Materialabtrag stattfindet. In Fig. A1 1 ist ein siebtes beispielhaftes Schleifkorn 14i dargestellt. Das Schleifkorn 14i weist ein prismatisch ausgebildetes Teilelement auf, das als Körper des Schleifkorns 14i ausgebildet ist. Der prismatisch ausgebildete Körper des Schleifkorns 14i ist als unregelmäßiger Quader mit einer Grundfläche 26i, zwei stumpfen Kanten 30i und zwei spitzen Kanten 30i ausgebildet. Ein Verhältnis zwischen einer Höhe 38i des Schleif- korns 14i und einem Durchmesser 40i der Grundfläche 26i des Schleifkorns 14i weist einen Wert von 0,5 auf. Auch ist es in alternativen Ausgestaltungen des Schleifkorns 14i denkbar, dass das Verhältnis zwischen der Höhe 38i des Schleifkorns 14i und dem Durchmesser 40i der Grundfläche 26i des Schleifkorns 14i einen anderen Wert, vorzugsweise einen Wert zwischen 0,3 und 1 ,2, aufweist. Bei einer Aufstreuung auf eine nicht dargestellte Schleifmittelunterlage kommen die Schleifkörner 14i mit einer hohen

Wahrscheinlichkeit so zu liegen, dass die Kanten 30i in einem Winkel zwischen 0° und 90° gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung geneigt sind. Grundsätzlich kann das Schleifkorn 14i auch mit einem Sockelkörper (nicht dargestellt) versehen werden und eine Vielzahl von Schleifkörnern 14i können an den Sockelkörpern gezielt anei- nandergesetzt werden, um einen definierten Winkel der Kanten 30i gegenüber einer definierten Bearbeitungsrichtung einzustellen. Eine Spanabtragung mit den spitzen

Kanten 30i ist besonders vorteilhaft bei relativ weichen Materialien eines Werkstücks, wogegen eine Spanabtragung mit den spitzen Kanten 30i bei relativ harten Materialien eines Werkstücks bevorzugt ist. Ein Schleifmittel mit gezielt gesetzten Schleifkörnern 14i weist somit je nach Wahl der Bearbeitungsrichtung ein unterschiedliches Schnittbild auf.

Fig. B1 zeigt einen Prozessschritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von Schleifkörnern 12a auf eine Schleifmittelunterlage 14a, bei dem Schleifkörner 12a auf die Schleifmittelunterlage 14a gezielt gesetzt werden. Die Schleifkörner 12a werden auf punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14a aufgebrachte Klebstoffelemente 16a aufgebracht. Hierzu werden die Schleifkörner 12a auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgestreut, wobei auf die punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14a aufgebrachte Klebstoffelemente 16a aufgestreute Schleifkörner 12a von den punktuell aufgebrachten Klebstoffelementen 16a gehalten werden. Schleifkörner 12a, welche außer- halb der punktuell aufgebrachten Klebstoffelemente 16a auf die Schleifmittelunterlage

14a gefallen sind, werden in einem nicht dargestellten Prozessschritt mittels Abblasung durch Luft entfernt. In einer alternativen Ausgestaltung können die Schleifkörner 12a in einem elektrostatischen Streuverfahren entgegen einer Schwerkraftwirkung auf punktuell aufgebrachte Klebstoffelemente 16 aufgebracht werden. Die Körner die nicht auf eine Klebestelle treffen fallen wieder herunter. Die Schleifkörner 12a sind aus keramischem Aluminiumoxid hergestellt, wobei grundsätzlich auch andere Materialien zu einer Herstellung verwendet werden können, und weisen eine in einem Querschnitt rautenförmige Gestalt auf, wobei das erfindungsgemäße Verfahren auch für Schleifkörner 12a mit abweichenden Gestaltungen verwendet werden kann. Die punktuell aufge- brachten Klebstoffelemente 16a weisen eine Vertiefung 18a zu einer Aufnahme der

Schleifkörner 12a auf, wobei aufgestreute Schleifkörner 12a aufgrund einer Schwerkrafteinwirkung zu einem Zentrum der Vertiefung 18a gezogen und dabei ausgerichtet werden. In Fig. B1 ist zu einer Erläuterung eines Grundprinzips des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, wie ein einzelnes Schleifkorn 12a auf ein punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14a aufgebrachtes Klebstoffelement 16a aufgebracht wird. In einer Realisierung des Verfahrens wird bevorzugt eine Mehrzahl von Schleifkörnern 12a auf ein einzelnes Klebstoffelement 16a aufgebracht, so dass mittels der punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14a aufgebrachten Klebstoffelemente 16a die Schleifkörner 12a in Schleifkorngruppen 20a, die einen vordefinierten Abstand zueinander aufweisen, gezielt gesetzt werden.

Fig. B2 zeigt ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Schleifmittel 10a, wobei bei dem Verfahren die Schleifkörner 12a in Form einer Spirale 22a auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgebracht wurden. Einzelne Elemente der Spirale 22a sind von den Schleifkorngruppen 20a, die von an punktuell auf der Schleifmittelunterla- ge 14a aufgebrachten Klebstoffelemente 16a befestigten Gruppen von Schleifkörnern

12a gebildet sind, gebildet. Die Schleifkörner 12a sind in Form einer Fibonacci-Spirale aufgebracht, bei der eine Position einzelner Elemente der Spirale 22a durch einen Verlauf durch Eckpunkte von aneinander angrenzenden und im Gegenuhrzeigersinn aufeinanderfolgenden Quadraten, wobei die Seitenlängen der im Gegenuhrzeigersinn aufeinanderfolgenden Quadrate in einem Verhältnis zueinander stehen, welches durch eine Fibonacci-Folge vorgegeben ist, beschrieben wird, wobei eine Orientierung der Eckpunkte aufeinander folgender Quadrate, durch welche die Fibonacci-Spirale verläuft, ebenfalls im Gegenuhrzeigersinn wechselt. Die Fibonacci-Spirale umfasst mehrere Spiralarme 24a, 26a. Durch die Aufbringung in Form einer Fibonacci-Spirale wird insbesondere ein Schattenwurf von in einer Schleifrichtung hintereinander angeordneten Schleifkörnern 12a vermieden, durch welchen eine Schleifleistung eines in Schleifrichtung hinter einem anderen Schleifkorn 12a angeordneten Schleifkorns 12a oder einer in Schleifrichtung hinter einer anderen Schleifkorngruppe 20a angeordneten Schleifkorngruppe 20a vermindert wird. Aufgrund einer Positionierung der Schleifkorn- gruppen 20a in Form einer Fibonacci-Spirale wird ein Schattenwurf von Schleifkorngruppen 20a bei einer Verwendung des Schleifmittels 10a sowohl bei einem rein rotatorischen Schleifvorgang als auch bei einem Bandschleifen oder einem Exzenterschleifen vermieden. In den Figuren 3 bis 12 sind sieben weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figuren 1 bis 2 verwiesen wird.

Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis 2 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 3 bis 1 1 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben b bis g ersetzt.

Fig. B3 zeigt einen Prozessschritt eines alternativen erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von Schleifkörnern 12b auf eine Schleifmittelunterlage 14b, bei dem

Schleifkörner 12b auf die Schleifmittelunterlage 14b auf punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14b aufgebrachte Klebstoffelemente 16b gezielt gesetzt werden. Mittels eines nicht dargestellten Prozessschritts eines Abblasens werden nicht auf die Klebstoffelemente 16b aufgestreute Schleifkörner 12b von der Schleifmittelunterlage 14b ent- fernt. Die Schleifkörner 12b werden auf den punktuell aufgebrachten Klebstoffelementen 16b durch eine mittels einer Erwärmung erzeugten Oberflächenspannung ausgerichtet (Fig. B4). Bei der Erwärmung geht ein Material des punktuell aufgebrachten Klebstoffelements 16b von einem festen in einen flüssigen Zustand über, in welchen das Material klebfähig ist und nach Beendigung der Erwärmung an Luft aushärtet. Bei der Erwärmung der punktuell aufgebrachten Klebstoffelemente 16b wird das Schleifkorn 12b dadurch ausgerichtet, dass unterschiedliche Teilbereiche des punktuell aufgebrachten Klebstoffelements 16b, die an unterschiedlichen Seiten des Schleifkorns 12b angeordnet sind, zu unterschiedlichen Zeitpunkten von dem festen in den flüssigen Zustand übergehen, so dass sich eine Differenz von Oberflächenspannungen ergibt, durch die das Schleifkorn 12b ausgerichtet wird. Die Schleifkörner 12b weisen eine längliche Grundform auf. In einem Schleifmittel 10b, welches mit dem alternativen erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wird, wird somit eine hohe Schleifleistung erreicht. In einer alternativen Ausbildung des Verfahrens wird auf den Prozessschritt des Abblasens von nicht auf ein Klebstoffelement 16b aufgestreuten Schleifkörnern 12b verzichtet und nach Erwärmung und Aushärtung der Klebstoffelemente 16b werden die nicht auf ein Klebstoffelement 16b aufgestreuten Schleifkörner 12b mittels Schwerkraft abgetrennt, insbesondere werden diese abgeschüttet oder mittels Luft abgeblasen.

Fig. B5 zeigt eine dritte Ausführungsvariante eines Schleifmittels 10c, das mit einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern 12c auf eine

Schleifmittelunterlage 14c, bei dem Schleifkörner 12c auf die Schleifmittelunterlage 14c gezielt gesetzt werden, hergestellt wurde. Die Schleifkörner 12c wurden auf punktuell aufgebrachte Klebstoffelemente 16c, die in Form von diagonalen Streifen auf die Schleifmittelunterlage aufgetragen wurden, auf der Schleifmittelunterlage 14c aufge- bracht. Schleifkörner 12c werden auf die Schleifmittelunterlage 14c aufgestreut und bleiben an dem Klebstoffelement 16c haften. Das Schleifmittel 10c ist zu einer Verwendung in einem Bandschleifen vorgesehen.

In einer vierten Ausführungsvariante eines Schleifmittels 10d, das mit einem erfin- dungsgemäßen Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern 12d auf eine Schleifmittelunterlage 14d, bei dem Schleifkörner 12d auf die Schleifmittelunterlage 14d gezielt gesetzt werden, hergestellt wurde, sind die Schleifkörner 12d in einer Anordnung gesetzt, die zu einer gezielten Erzeugung eines Luftstroms 28d in einem Schleifbetrieb vorgesehen ist (Fig. B6). Der Luftstrom 28d befördert Schleifstaub, der in dem Schleif- betrieb entsteht, zu Absauglöchern 30d. Die Schleifkörner 12d sind in Form einer Spirale 22d aufgebracht, wobei Spiralarme 24d, 26d der Spirale 22d durch punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14d aufgebrachte Klebstoffelemente 16d und auf diese aufgestreute Schleifkörner 12d ausgebildet werden. Die Schleifkörner 12d und die punktuell auf der Schleifmittelunterlage 14d aufgebrachten Klebstoffelemente 16d sind be- züglich einer Höhe über der Schleifmittelunterlage 14d und eines Abstands zwischen

Spiralarmen 24d, 26e so ausgebildet, dass in Kombination mit einer rein rotatorischen Bewegung des Schleifmittels 10d in dem Schleifbetrieb ein zu einer Abführung des Schleifstaubs ausreichender Luftstrom 28d erzeugt wird. In Fig. B7 ist eine fünfte alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von Schleifkörnern 12e auf eine Schleifmittelunterlage 14e, bei dem Schleifkörner 12e auf die Schleifmittelunterlage 14e gezielt gesetzt werden, dargestellt. In einem Streuprozess werden mittels einer Teilrückhaltevorrichtung 32e gezielt Freibereiche 38e auf der Schleifmittelunterlage 14e erhalten. Die Teilrückhaltevor- richtung 32e ist als ein poröser Streuteppich mit einem Muster aus Auffangoberflächen

34e und Durchlassöffnungen 36e ausgebildet. Die Schleifkörner 12e, die elektrisch polarisierbar sind, werden in einem elektrostatischen Streuverfahren durch ein elektrisches Feld 42e von einem Förderband 54e abgehoben und auf die Schleifmittelunterlage 14e zu bewegt. Auf der Schleifmittelunterlage 14e ist eine Schicht aus einem Bin- demittel zu einer Befestigung der Schleifkörner 12e aufgetragen. In einem Wirkbereich des elektrischen Felds 42e ist die Teilrückhaltevorrichtung 32e angeordnet, so dass die Schleifkörner 12e auch auf die Teilrückhaltevorrichtung 32e zu bewegt werden. Auf die Auffangoberflächen 34e auftreffende Schleifkörner 12e werden durch die Auffangoberflächen 34e zurückgehalten, so dass durch die Auffangoberflächen 34e die Freiberei- che 38e auf der Schleifmittelunterlage 14e erzeugt werden. Die Schleifmittelunterlage

14e ist als durchgehendes Band ausgebildet und wird über einer Transportrolle 40e bewegt. Die Teilrückhaltevorrichtung 32e wird ebenfalls bewegt und ist in einer Geschwindigkeit an die bewegte Schleifmittelunterlage 14e angepasst, so dass die Freibereiche 38e in dem Streuprozess erhalten bleiben. Auf die Auffangoberflächen 34e aufgetroffene Schleifkörner 12e fallen nach einem Verlassen des Wirkbereichs des elektrischen Felds 42e auf das Förderband 54e zurück und können wiederverwendet werden.

In einer sechsten alternativen Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Aufbringen von Schleifkörnern 12f auf eine Schleifmittelunterlage 14f, bei dem Schleifkörner 12f auf die Schleifmittelunterlage 14f gezielt gesetzt werden, werden die

Schleifkörner 12f mit einer Schüttvorrichtung 64f auf eine Teilrückhaltevorrichtung 32f aufgeschüttet (Fig. B8). Die Teilrückhaltevorrichtung 32f ist als ein poröser Streuteppich mit einem Muster aus Auffangoberflächen 34f und Durchlassöffnungen 36f ausgebildet, so dass die auf den Auffangoberflächen 34f auftreffende Schleifkörner 12f wei- tertransportiert werden können und auf die Durchlassöffnungen 36f auftreffende

Schleifkörner 12f durch die Durchlassöffnungen 36f auf ein Förderband 54f fallen und von diesem abtransportiert werden. Die Teilrückhaltevorrichtung 32f ist als bewegtes Transportband ausgebildet und transportiert die Schleifkörner 12f in einen Wirkbereich eines elektrischen Felds 42f, von denen die Schleifkörner 12f, die elektrisch polarisier- bar ausgebildet sind, entgegen einer Schwerkraftwirkung auf die Schleifmittelunterlage

14f zu gefördert werden. Die Schleifmittelunterlage 14 ist mit einer Schicht aus einem Grundbinder beschichtet, so dass auftreffende Schleifkörner 12f gehalten werden. Durch die Durchlassöffnungen 36f der Teilrückhaltevorrichtung 32f werden gezielt Freibereiche 38 auf der Schleifmittelunterlage 14f erhalten.

Fig. B9 zeigt ein siebtes alternatives erfindungsgemäßes Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern 12g auf eine Schleifmittelunterlage 14g, bei dem Schleifkörner 12g auf die Schleifmittelunterlage 14g gezielt gesetzt werden. Die Schleifkörner 12g werden mittels einer Wellenbesatzvorrichtung 44g gezielt auf eine Schleifmittelunterlage 14g gesetzt. Die Schleifkörner 12g werden in zwei Transportwelleneinheiten 46g, 48g jeweils in Transportströmen 50g mittels Pressluft geführt. Die Transportwelleneinheiten 46g, 48g umfassen jeweils einen Führungskanal mit einer Biegung, wobei eine Mündung des Führungskanals einen von einem rechten Winkel verschiedenen Winkel gegenüber einem Boden aufweist. Aus der Mündung des Führungskanals austretende Schleifkörner 12g werden somit teilweise entgegen der Schwerkraft geführt, wodurch sich eine Welle, in der die Schleifkörner 12g geführt werden, ausbildet. In einem Um- kehrpunkt der Wellen kontaktieren die Schleifkörner 12g die Schleifmittelunterlage 14g, die mit einem Förderband 54g geführt wird, so dass die Schleifkörner 12g an dieser Stelle auf die Schleifmittelunterlage 14g aufgebracht werden. Die Schleifkörner 12g werden vor einem Transport in der Wellenbesatzvorrichtung 44g an einer Auflageflä- che 56g mit Klebstoff 58g beschichtet, so dass sie lediglich in einer vorgegebenen Orientierung auf der Schleifmittelunterlage 14g haften bleiben (Fig. B1 1 ). In einem alternativen, vereinfachten Verfahren ist die Schleifmittelunterlage 14g mit einer Grundbinderschicht versehen und die Schleifkörner 12g werden ohne Klebstoffbeschichtung aufgebracht. Somit werden die Schleifkörner 12g auf die Schleifmittelunterlage 14g in einer Orientierung aufgebracht, in der sie eine maximale Schleifleistung erbringen. Schleifkörner 12g, welche bei dem Aufbringen nicht an der Schleifmittelunterlage 14g haften bleiben, fallen durch die Schwerkraft in eine Kornsammelstelle 52g, von der aus sie wieder in die Transportwelleneinheiten 46g, 48g der Wellenbesatzvorrichtung 44g eingeführt werden können. Auftreffpunkte der Wellen der zwei Transportwelleneinheiten 46g, 48g der Wellenbesatzvorrichtung 44g sind in einer Querrichtung der Schleifmittelunterlage 14g gegeneinander verschoben. In Abhängigkeit von einem gewünschten herzustellenden Schleifmittel 10g können zusätzliche Transportwelleneinheiten 46g, 48g verwendet werden oder auch lediglich eine der Transportwelleneinheiten 46g, 48g. Ein mit dem weiteren alternativen erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Schleifmittel 10g ist in Fig. B10 dargestellt. Mittels der zwei Transportwelleneinheiten 46g, 48g sind die Schleifkörner 12g in zwei als Streifen ausgebildete Schleifkorngruppen 20g, die einen vordefinierten Abstand zueinander aufweisen, auf die Schleifmittelunterlage 14g gezielt gesetzt worden. In Varianten des weiteren alternativen erfindungsgemäßen Verfahrens können Mündungen der Transportwelleneinheiten 46g, 48g beweglich ausgebildet werden, so dass die Schleifkörner 12g in komplizierteren Mustern auf der Schleifmittelunterlage 14g gezielt gesetzt werden können.

In Fig. B12 ist ein achtes alternatives erfindungsgemäßes Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern 12h auf eine Schleifmittelunterlage 14h, bei dem die Schleifkörner

12h mittels einer Walze 60h gezielt gesetzt werden, dargestellt. Die Schleifkörner 12h werden in einer Schleifkornschüttung in der Walze 60h geführt. Die Walze 60h weist Walzenöffnungen 62h in einem vorgegebenen Muster auf, durch die während einer Umwälzung Schleifkörner 12h auf die unterhalb der Walze 60h durchgeführte Schleif- mittelunterlage 14h durchfallen. Die Walze 60h kann auch andere Muster von Walzenöffnungen 62h als das dargestellte, beispielsweise ein spiralförmiges Muster, aufwei- sen. Die Schleifkörner 12h werden somit in Schleifkorngruppen 20h, die einen vordefinierten Abstand zueinander aufweisen, gezielt gesetzt, wobei eine Größe der Schleifkorngruppen 20h und ein Abstand der Schleifkorngruppen 20h untereinander durch eine Form und eine Anordnung der Walzenöffnungen 62h der Walze 60h gegeben sind. Die Schleifmittelunterlage 14h ist mit einer Schicht aus einem Bindemittel bedeckt, auf dem die durch die Walzenöffnungen 62h aufgestreuten Schleifkörner 12h haften. Zu einem Abschluss einer Herstellung eines Schleifmittels 10h werden die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren aufgebrachten Schleifkörner 12h, die in den Schleifkorngruppen 20h angeordnet sind, mit einer zusätzlichen Schicht aus einem Deckbinder an der Schleifmittelunterlage 14h befestigt.

Fig. C1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels 10a, bei dem Schleifkörner 12a auf eine Schleifmittelunterlage 14a aufgestreut werden. Eine Vorrichtung zu einer Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei in einer Schnittansicht von einer Seite dargestellt. Erfindungsgemäß werden die

Schleifkörner 12a durch ein Ausrichthilfsmittel 20a zumindest teilweise ausgerichtet gestreut. Die Schleifkörner 12a werden dabei durch das Ausrichthilfsmittel 20a vor einem Streuschritt zumindest teilweise in eine vordefinierte Streuorientierung ausgerichtet. Das Ausrichthilfsmittel 20a ist als Vibrationseinheit 22a ausgebildet, durch die die Schleifkörner 12a zumindest teilweise ausgerichtet werden. Die Schleifkörner 12a werden durch die einstückig mit einer Transportbandeinheit 16a ausgebildete Vibrationseinheit 22a zumindest teilweise ausgerichtet.

Über eine Schütteinheit 18a wird eine Schüttung von Schleifkörnern 12a, welche eine Form mit einem runden Auflagekörper mit abgeschrägten Seitenflächen und einer sich darüber erhebenden pyramidalen Schleifspitze aufweisen, auf eine Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufgeschüttet. Die dargestellte Form der Schleifkörner 12a ist als beispielhaft für eine Anzahl möglicher Formen zu verstehen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf Schleifkörner 12a mit dieser Form beschränkt und kann für Schleifkörner 12a mit unterschiedlichsten Formen eingesetzt werden. Der Auflagekörper weist eine von der Schleifspitze abgewandte Auflagefläche auf. Mittels der Vibrationseinheit 22a werden Kraftstöße auf die Schleifkörner 12a, die auf der Transportbandeinheit 16a aufliegen, eingeleitet. Die eingeleiteten Kraftstöße sind so bemessen, dass Schleifkörner 12a, welche mit der Auflagefläche auf der Oberfläche der Trans- portbandeinheit 16a aufliegen, gegenüber den Kraftstößen eine Ausrichtung beibehalten und weiterhin mit der Auflagefläche auf der Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufliegen. Schleifkörner 12a, welche mit einer Ausrichtung auf der Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufliegen, die von einer Auflage mit der Auflagefläche abweicht, und die insbesondere mit der Schleifspitze und einer Kante der Auflagefläche auf der Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufliegen, werden durch die Kraftstö- ße aus ihrer Position und Ausrichtung ausgelenkt und, durch eine Abschrägung der

Seitenflächen des Auflagekörpers unterstützt, in eine Ausrichtung gebracht, in der sie mit der Auflagefläche auf der Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufliegen. Die Orientierung, in der die Schleifkörner 12a mit der Auflagefläche auf der Oberfläche der Transportbandeinheit 16a aufliegen, entspricht der vordefinierten Streuorientierung, mit der die Schleifkörner 12a auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgebracht werden. In der vordefinierten Streuorientierung erbringen die Schleifkörner 12a eine Streuleistung. Durch das Ausrichthilfsmittel 20a werden die Schleifkörner 12a zu zumindest siebzig Prozent in die vordefinierte Streuorientierung ausgerichtet. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich auch für Schleifkörner 12a mit anderen Formen einsetzen, wobei die anderen Formen der Schleifkörner 12a so beschaffen sein müssen, dass die

Schleifkörner 12a zumindest eine Auflageorientierung mit einer deutlich höheren Stabilität gegenüber Kraftstößen aufweisen als davon abweichende Orientierungen.

Die durch das Ausrichthilfsmittel 20a teilweise ausgerichteten Schleifkörner 12a wer- den mit der Transportbandeinheit 16a auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgestreut.

Die Schleifmittelunterlage 14a ist als Großband ausgebildet und wird von Antriebsrollen 30a angetrieben in einem geringen Abstand an einem Umlenkende der Transportbandeinheit 16a vorbeigeführt. Die Schleifkörner 12a werden an dem Umlenkende der Transportbandeinheit 16a auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgestreut, wobei auf- grund eines geringen Abstands des Umlenkendes der Transportbandeinheit 16a von der Schleifmittelunterlage 14a die Schleifkörner 12a mit der vordefinierten Streuorientierung auf die Schleifmittelunterlage 14a aufgestreut werden. Die Schleifmittelunterlage 14a wird mit einer aufgetragenen Schicht Klebmittel, das als Grundbinder bezeichnet wird, unter der Transportbandeinheit 16a vorbeigeführt, so dass die Schleifkörner 12a direkt bei Aufstreuung fixiert werden. In weiteren, nicht dargestellten Prozessschritten werden die Schleifkörner 12a mit zumindest einer weiteren Schicht Klebmittel, das als Deckbinder bezeichnet wird, auf der Schleifmittelunterlage 14a befestigt. Anschließend wird das Schleifmittel 10a in kleinere Schleifmittel 10a zerteilt. Alternativ können die Schleifkörner 12a auch auf eine grundbinderlose Schleifmittelunterlage 14a aufge- bracht werden und anschließend mit einer oder mehreren Schichten Klebmittel an der

Schleifmittelunterlage 14a befestigt werden. ln den Figuren C2 bis C4 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Figur C1 , verwiesen wird. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in der Figur C1 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren C2 bis C4 ist der Buchstabe a durch die Buchstaben b bis c ersetzt.

Fig. C2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein alternatives Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schleifmittels 10b, bei dem Schleifkörner 12b auf eine Schleifmittelunterlage 14b aufgestreut werden, wobei die Schleifkörner 12b durch ein Ausrichthilfsmittel 20b zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden. Die Schleifkörner 12b werden in einem Streuschritt durch das als Luftstromeinheit 28b ausgebildete Ausrichthilfsmittel 20b zumindest teilweise ausgerichtet. Die Luftstromeinheit 28b weist zwei Düsen zur Erzeugung eines Luftstroms 32b auf, die an gegenüberliegenden Seiten einer Transportbandeinheit 16b, auf der die mit Klebstoff 34b beschichtete Schleifmittelunterlage 14b geführt wird, angeordnet sind.

Grundsätzlich kann die Luftstromeinheit 28b auch weitaus mehr Düsen, beispielsweise ein Dutzend oder zwanzig Düsen, von denen jeweils zwei entgegengesetzt zueinander angeordnet sind, aufweisen. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in einer Schnittansicht dargestellt, wobei eine Transportrichtung der Transportbandeinheit 16b aus einer Bildebene auf einen Betrachter zu verläuft. Die Schleifkörner 12b weisen eine tropfenförmige Gestaltung auf und werden durch die Luftströme 32b der Luftstromeinheit 28b in einem Streuschritt in eine vordefinierte Streuorientierung ausgerichtet. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf Schleifkörner 12b mit der dargestellten Gestaltung beschränkt und kann auch für Schleifkörner 12b mit von der Trop- fenform abweichenden Gestaltungen eingesetzt werden. In der vordefinierten Streuorientierung liegen die Schleifkörner 12b mit einer runden Seite der tropfenförmigen Gestaltung auf der Schleifmittelunterlage 14b auf, so dass eine spitz zulaufende Seite der tropfenförmigen Gestaltung der Schleifkörner 12b als Schleifspitze wirkt und die Schleifkörner 12b eine maximale Schleifleistung erreichen. Die Schleifkörner 12b wer- den mit einer Schütteinheit 18b auf die Schleifmittelunterlage 14b aufgestreut, wobei sie eine Fallstrecke durchlaufen, in der die Luftströme 32b der Luftstromeinheit 28b sich kreuzen. Durch eine Kreuzung der Luftströme 32b wird auf Schleifkörner 12b, welche sich in einer von der vordefinierten Streuorientierung abweichenden Orientierung befinden, eine Kraft ausgeübt, durch die sie in die vordefinierte Streuorientierung gekippt werden. Die Schleifkörner 12b werden somit durch das Ausrichthilfsmittel 20b ausgerichtet in der vordefinierten Streuorientierung auf die Schleifmittelunterlage 14b aufgestreut und dort mittels des Klebstoffs 34b befestigt.

In einem weiteren, alternativen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schleifmittels 10c, bei dem Schleifkörner 12c auf eine Schleifmittelunterlage 14c aufgestreut werden, wobei die Schleifkörner 12c durch ein

Ausrichthilfsmittel 20c zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden, werden die Schleifkörner 12c in einem Streuschritt durch zumindest ein Sieböffnungen 24c aufweisendes Ausrichthilfsmittel 20c zumindest teilweise ausgerichtet (Fig. C4). In dem Verfahren wird durch eine Siebungshilfseinheit 26c eine Durchführung der Schleifkörner 12c durch die Sieböffnungen 24c zumindest unterstützt. Die Schleifkörner 12c weisen eine quaderförmige Gestalt mit einem rechteckigen Querschnitt auf. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf eine Verwendung von Schleifkörnern 12c mit der dargestellten Gestaltung beschränkt. Beispielsweise können Schleifkörner 12c mit einer zylinderförmige Gestaltung durch das Sieböffnungen 24c aufweisende Ausrichthilfsmit- tel 20c ausgerichtet werden. Auch eine Verwendung von weiteren, andersartig gestalteten Schleifkörnern 12c liegt im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei die Schleifkörner 12c eine Gestaltung aufweisen müssen, in der sie in zumindest einer definierten Orientierung von den Sieböffnungen 24c zurückgehalten werden. Die Sieböffnungen 24c sind von einer Größe her so gewählt, dass ein Durchgang der Schleif- körner 12c durch die Sieböffnungen 24c in einer Orientierung, in der die Schleifkörner

12c mit einer langen Seite parallel zu einer Ebene des Ausrichthilfsmittels 20c orientiert sind, verhindert wird (Fig. C3). Die Schleifkörner 12c können die Sieböffnungen 24c lediglich in einer vordefinierten Streuorientierung, in der kurze Seiten des Schleifkorns 12c parallel zu der Ebene des Ausrichthilfsmittels 20c orientiert sind, passieren. Die Schleifkörner 12c werden durch eine Schütteinheit 18c auf das Ausrichthilfsmittel 20c, das zwischen der Schütteinheit 18c und der Schleifmittelunterlage 14c angeordnet ist, aufgeschüttet. Schleifkörner 12c, welche in der vordefinierten Streuorientierung auf Sieböffnungen 24c auftreffen, fallen durch diese auf die Schleifmittelunterlage 14c und werden von einer vorher auf die Schleifmittelunterlage 14c aufgebrachten Schicht Klebstoff 34c in dieser Orientierung befestigt. Schleifkörner 12c, welche in einer von der vordefinierten Streuorientierung abweichenden Orientierung auf das Ausrichthilfs- mittel 20c auftreffen und auf diesem aufliegen, werden durch Kraftstöße der Siebungs- hilfseinheit 26c, die als Vibrationseinheit 22c ausgebildet ist, von ihren Positionen ausgelenkt. Die Kraftstöße bewirken eine Rüttelbewegung, durch die die Schleifkörner 12c über eine Oberfläche der Siebungshilfseinheit 26c bewegt werden. Die Größe der Sieböffnungen 24c und eine Erstreckung von Zwischenbereichen zwischen den Sieböffnungen 24c ist so gewählt, dass die Schleifkörner 12c bei einer durch die Rüttelbewegung des Ausrichthilfsmittels 20c erzeugten Bewegung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in Positionen bewegt werden, in denen sie mit einem Schwerpunkt über einer Sieböffnung 24c aufliegen und durch Schwerewirkung in die vordefinierte Streuorientie- rung kippen, mit der sie durch Sieböffnungen 24c fallen. Aufgrund eines gewählten geringen Abstands zwischen dem Ausrichthilfsmittel 20c und der Schleifmittelunterlage 14c kommen die Schleifkörner 12c, welche durch die Sieböffnungen 24c fallen, in der vordefinierten Streuorientierung auf der Schleifmittelunterlage 14c auf, da eine Strecke zwischen dem Ausrichthilfsmittel 20c und der Schleifmittelunterlage 14c zu kurz ist, um eine Drehung der Schleifkörner 12c aus der vordefinierten Streuorientierung zu erlauben.

Figur D1 zeigt eine Vorrichtung 10a zur Aufbringung von Schleifkörnern 12a auf eine Schleifmittelunterlage 14a zur Bildung eines Schleifmittels 52a. Die Vorrichtung 10a weist eine Schleifkörnertransportwalze 16a auf, die auf einer Mantelfläche 18a Ausnehmungen 20a aufweist, die jeweils zur Aufnahme eines Schleifkorns 12a vorgesehen sind. Die Schleifkörnertransportwalze 16a ist dazu vorgesehen, die Schleifkörner 12a auf die in Richtung einer Schwerkraft 24a unterhalb der Schleifkörnertransportwalze in einer Transportrichtung 76a vorbei bewegte Schleifmittelunterlage 14a in einer definierten Anordnung 22a.

Die Schleifkörner 12a sind als Tetraeder 54a ausgebildet und werden mit einer ihrer Tetraederflächen auf die mit einem Bindemittel beschichtete Schleifmittelunterlage 14a in der Anordnung 22a aufgesetzt. Die Tetraederkanten 56a bilden Spankanten der Schleifkörner 12a. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10a kann für Schleifkörner 12a mit unterschiedlichen Geometrien verwendet werden, so dass die angegebene

Tetraedergeometrie als beispielhaft zu verstehen ist.

Die Ausnehmungen 20a weisen eine zur Geometrie der Schleifkörner 12a komplementäre Form auf (Figur D2 und Figur D3-III). Innenflächen der Ausnehmungen 20a bilden jeweils drei Flächen eines Hohltetraeders, der jeweils ein Schleifkorn 12a aufnimmt. Die Ausnehmungen 20a können alternativ auch anders ausgeformt sein, beispielsweise als ein Hohlkegel. Insbesondere können die Ausnehmungen 20a eine zur Geometrie der Schleifkörner 12a unkomplementäre Form aufweisen. Die Ausnehmungen 20a weisen gegenüber den Schleifkörnern 12a ein von einem Fachmann festgelegtes Übermaß von 10 - 40% auf, um ein Verklemmen der Schleifkörner 12a zu vermeiden.

Die Ausnehmungen 20a sind auf der Mantelfläche 18a in regelmäßigen Reihen angeordnet, so dass die Schleifkörner 12a in der in Figur D3-II gezeigten Anordnung 22a abgelegt werden. Alternativ sind auch abweichende Anordnungen 22a' möglich, wie zum Beispiel versetzte Reihen wie in Figur D3-I gezeigt.

Bezogen auf eine Richtung einer Schwerkraft 24a oberhalb der Schleifkörnertrans- portwalze 16a ist ein Schleifkörnervorratsbehälter 26a angeordnet, der eine Öffnung 28a für eine Aufschüttung der Schleifkörner 12a auf einen Teilbereich 30a der Mantelfläche 18a der Schleifkörnertransportwalze 16a aufweist. In der Fig. D1 ist aus Grün- den einer besseren Erkennbarkeit einer Form des Schleifkörnervorratsbehälters 26a und des Teilbereichs 30a der Mantelfläche 18a der Schleifkörnervorratsbehälter 26a ungefüllt dargestellt. Die Öffnung 28a schließt mit der Mantelfläche 18a mit einem engen Spalt ab, um zu vermeiden, dass nicht von den Ausnehmungen 20a aufgenommene Schleifkörner 12a zwischen dem Schleifkörnervorratsbehälter 26a und der Schleif- körnertransportwalze 16a austreten können. Der Teilbereich 30a erstreckt sich über eine gesamte die Ausnehmungen 20a aufweisende Breite der Schleifkörnertransportwalze 16a. Die Ausnehmungen 20a bewegen sich entlang einer Wälzrichtung 58a unter der Öffnung 28a hindurch und nehmen jeweils ein Schleifkorn 12a auf. Der Teilbereich 30a bildet dabei einen Schleifkörnerübernahmebereich 40a.

Die Schleifkörner 12a überstreichen während des Transportvorgangs eine Mantelwälzfläche 38a. Ein als Bürste ausgebildetes Abstreifelement 32a streift auf der Mantelfläche 18a außerhalb der Ausnehmungen 20a aufliegende Schleifkörner 12a ab, wenn diese den Schleifkörnerübernahmebereich 40a verlassen. Eine Halteeinheit 34a über- deckt einen Teilbereich 36a der Mantelwälzfläche 38a vom Schleifkörnerübernahmebereich 40a bis zu einem Schleifkörnerabgabebereich 42a, in dem die Schleifkörner 12a auf die Schleifmittelunterlage 14a abgegeben werden. Die Halteeinheit 34a ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Blechstück mit einer Zylinderinnenfläche ausgebildet, die die Mantelfläche 18a im Teilbereich 36a mit einem geringen Abstand 60a überdeckt. Der Abstand 60a ist so gewählt, dass die Schleifkörner 12a nicht aus den

Ausnehmungen 20a fallen können, dass Korngrößentoleranzen aufgrund von Größen- abweichungen der Schleifkörner 12a, die durch ein Herstellverfahren der Schleifkörner 12a bewirkt werden, berücksichtigt werden und dass ein Verklemmen der Schleifkör- nertransportwalze 16a mit der Halteeinheit 34a vermieden wird. Durch eine geeignete Wahl der Länge des Teilbereichs 36a und damit der Halteeinheit 34a um die Wälzrich- tung 58a kann der Ort des Schleifkörnerabgabebereichs 42a beeinflusst werden. Weiter kann die Aufbringung der Schleifkörner 12a auf die Schleifmittelunterlage 14a durch einen Abstand der Schleifkörnertransportwalze 16a von der Schleifmittelunterlage 14a und eine Drehzahl der Schleifkörnertransportwalze 16a sowie einen Durchmesser der Schleifkörnertransportwalze 16a beeinflusst werden.

Zur Unterstützung der Aufnahme und der Abgabe der Schleifkörner 12a ist eine Vibrationsvorrichtung 44a vorgesehen, die die Schleifkörnertransportwalze 16a mit dem Schleifkörnervorratsbehälter 26a in Vibration versetzt. Durch die Vibration wird ein Verklemmen der Schleifkörner 12a bei der Abgabe vermieden. Bei der Aufnahme üben die Schleifkörner 12a durch die Vibration eine chaotische Bewegung aus, so dass sich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Schleifkörner 12a so orientieren, dass sie von den Ausnehmungen 20a aufgenommen werden können. Eine Vibrationsfrequenz wird so eingestellt, dass die Vibration die Aufnahme und Abgabe der Schleifkörner 12a besonders vorteilhaft unterstützt.

In Figur D4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende Beschreibung und die Zeichnung beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grund- sätzlich auch auf die Zeichnung und/oder die Beschreibung des anderen Ausführungsbeispiels verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren D1 bis D3 nachgestellt. Im Ausführungsbeispiel der Figur D4 ist der Buchstabe a durch den Buchstaben b ersetzt.

In Figur D4-I und D4-II ist eine Schleifkörnertransportwalze 16b einer Vorrichtung 10b zur Aufbringung von Schleifkörnern 12b in einem zweiten Ausführungsbeispiel gezeigt. Die Vorrichtung 10b unterscheidet sich von der Vorrichtung 10a insbesondere dadurch, dass eine Überdruckquelle 48b in einem Teilbereich 46b einer Mantelwälzfläche 38b bei einem Betrieb der Vorrichtung 10b in Verbindung mit Ausnehmungen 20b steht. Die

Überdruckquelle 48b ist dazu vorgesehen, die Schleifkörner 12b durch eine Beauf- schlagung mit einem einen Umgebungsdruck übersteigenden Überdruck aus den Ausnehmungen 20b abzugeben. Weiter steht eine Unterdruckquelle 50b mit Ausnehmungen 20b in einem weiteren Teilbereich 36b der Mantelwälzfläche 38b in Verbindung. Die Unterdruckquelle 50b ist dazu vorgesehen, die Schleifkörner 12b durch eine Be- aufschlagung mit einem gegenüber einem Umgebungsdruck reduzierten Druck in den

Ausnehmungen 20b zu fixieren. Grundsätzlich kann die Vorrichtung 10b in einer alternativen Ausgestaltung auch nur die Überdruckquelle 48b oder die Unterdruckquelle 50b aufweisen. Die Schleifkörnertransportwalze 16b weist in ihrem Zentrum einen Hohlzylinder 62b auf, der von einem sternförmigen Dichtelement 64b in drei Hohlzylindersegmente 66b, 68b, 70b unterteilt wird. Das erste, mit der Unterdruckquelle 50b verbundene Hohlzylindersegment 66b erstreckt sich um eine Zylinderachse der Schleifkörnertransportwalze 16b in einer Wälzrichtung 58b von einem Schleifkörnerübernahmebereich 40b bis zum Beginn eines Schleifkörnerabgabebereichs 42b. Das zweite, mit der Überdruckquelle 48b verbundene Hohlzylindersegment 68b erstreckt sich um die Zylinderachse in der Wälzrichtung 58b entlang des Schleifkörnerabgabebereichs 42b. Das dritte Hohlzylindersegment 70b erstreckt sich um die Zylinderachse in der Wälzrichtung 58b vom Ende des Schleifkörnerabgabebereichs 42b bis zum Beginn des Schleifkörner- Übernahmebereichs 40b und ist mit Umgebungsdruck beaufschlagt. Vom Hohlzylinder

62b führen sternförmig angeordnete Druckverbindungen 72b, die über Öffnungen 74b mit den Ausnehmungen 20b verbunden sind. Die Ausnehmungen 20b werden so in Wälzrichtung 58b vom Schleifkörnerübernahmebereich 40b bis zum Beginn des Schleifkörnerabgabebereichs 42b mit dem Unterdruck und im Schleifkörnerabgabebe- reich 42b mit dem Überdruck beaufschlagt. In Wälzrichtung vom Ende des Schleifkörnerabgabebereichs 42b bis zum Beginn des Schleifkörnerübernahmebereichs 40b entfällt eine Druckbeaufschlagung, um unnötige Druck- und Energieverluste zu vermeiden. Auf weitere Mittel, wie die Halteeinheit 34a und die Vibrationsvorrichtung 44a des ersten Ausführungsbeispiels zur Unterstützung der Aufnahme und der Abgabe sowie Sicherung der Schleifkörner 12b kann bei dieser Ausführung verzichtet werden. Durch eine geeignete Einstellung des Überdrucks und des Unterdrucks kann die Aufnahme und Abgabe der Schleifkörner 12b beeinflusst werden.

Fig. E1 zeigt in einer Prinzipskizze einen Verfahrensschritt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schleifmittels 10a, das einen Aufschüttschritt, in dem

Schleifkörner 14a auf eine Schleifmittelunterlage 12a aufgeschüttet werden, umfasst, wobei die Schleifkörner 14a mittels eines elektromagnetischen Felds während und/oder nach dem zumindest einen Aufschüttschritt ausgerichtet werden. Das elektromagnetische Feld ist als magnetisches Feld ausgebildet und wird von als Permanentmagneten ausgebildeten Magneten 22a erzeugt, die an einer separat von der Schleifmittelunterlage 12a ausgebildeten Trageeinheit 24a angeordnet sind. Die

Schleifkörner 14a werden während eines letzten Teilschritts des Aufschüttschritts von dem elektromagnetischen Feld ausgerichtet, sobald sie in eine Nähe der Magnete 22a gelangen. Die Schleifkörner 14a werden mittels der Magneten 22a an der Schleifmittelunterlage 12a fixiert und zu einer Fertigstellung des Schleifmittels 10a mittels einer Schicht aus einem Grundbinder und einer folgenden Schicht aus einem Deckbinder befestigt. Die Magnete 22a erzeugen auf der Schleifmittelunterlage 12a diskrete Schleifpunkte aus fixierten Schleifkörnern 14a, zwischen denen Bereiche auf der Schleifmittelunterlage 12a ausgebildet sind, die frei von Schleifkörner 14a sind. In Fig. E1 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils einem Magneten 22a ein Schleifkorn 14a zugeordnet dargestellt, aufgrund einer geringen Größe der Schleifkörnern 14a ist jedoch grundsätzlich jedem Magneten 22a eine Gruppe von mehreren ausgerichteten Schleifkörnern 14a zugeordnet, die von dem Magneten 22a ausgerichtet und fixiert werden. In einem Verfahrensschritt zu Herstellung eines Schleifkorns 14a wird ein Schleifkornzwischenprodukt teilweise mit einer elektromagnetisch wirksamen Beschichtung 16a versehen (Fig. E3). Das Schleifkornzwischenprodukt ist von einem bis auf eine fehlende Beschichtung 16a von einem fertiggestellten, gesinterten Körper eines Schleifkorns 14a aus Aluminiumoxid gebildet. Die elektromagnetisch wirksame Beschichtung 16a ist von einer paramagnetischen Beschichtung 16a gebildet. Die elektromagnetisch wirksame Beschichtung 16a ist auf einer Auflageseite 20a des Schleifkorns 14a aufgebracht. Die Auflageseite 20a weist eine rechteckige Grundform auf, von der vier Seitenflächen ausgehen, wovon ein erstes Paar gegenüberliegender Seitenflächen eine rechteckige Grundform und ein zweites Paar gegenüberliegender Seitenflächen eine dreieckige Grundform aufweisen. Die Seitenflächen laufen in einer Kante einer Schleifseite 18a zusammen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann für Schleifkörner 14a mit beliebigen definierten oder Undefinierten Geometrien eingesetzt werden, wobei bevorzugt die Schleifkörner 14a eine Auflageseite 20a und zumindest eine von der Auflageseite 20a verschiedene Schleifseite 18a aufweisen. Die Schleifkörner 14a werden zur Herstellung des Schleifmittels 10a auf die Schleifmittelunterlage 12a aufgestreut, die als durchgehendes Band auf einem Transportband 26a geführt wird (Fig. E2). Die Schleifkörner 14a werden mittels an der als das Transportband 26a ausgebildeten Trageeinheit 24a angeordneten Magneten 22a ausgerich- tet und an der Schleifmittelunterlage 12a fixiert. Ein Teil der Schleifkörner 14a wird bei einem Aufstreuen von dem elektromagnetischen Feld der Magnete 22a mit ihrer von der elektromagnetisch wirksamen Beschichtung 16a beschichteten Auflageseite 20a angezogen, so dass diese Schleifkörner 14a ausgerichtet mit ihrer Auflageseite 20a auf der Schleifmittelunterlage 12a zu liegen kommen. Mit einem Rüttelprozess, mit dem eine leichte Vibration auf die Schleifmittelunterlage 12a eingebracht wird, kann eine Auslenkung von Schleifkörnern 14a, welche teilweise mit der Schleifseite 18a auf der Schleifmittelunterlage 12a aufliegen, bewirkt werden, so dass diese durch die Magnete 22a ausgerichtet werden können. Die Schleifkörner 14a, die in einer räumlichen Nähe zu den Magneten 22a auf der Schleifmittelunterlage 12a aufgestreut wur- den, werden von diesen fixiert. Eine Fixierung von Schleifkörnern 14a findet in einem durch eine Magnetfeldstärke vorgegebenen Radius um eine Projektion des Magneten 22a auf die Schleifmittelunterlage 12a statt, so dass sich ein diskreter Schleifpunkt aus fixierten und ausgerichteten Schleifkörnern 14a ausbildet. Ein anderer Teil aufgestreuter Schleifkörner 14a kommt auf Bereichen der Schleifmittelunterlage 12a zu liegen, indem eine für eine Fixierung zu geringe Magnetfeldstärke der Magnete 22a wirksam ist, so dass die Schleifkörner 14a mit einer zufälligen Orientierung zu liegen kommen und unfixiert sind. In einem Abtrennschritt werden die unfixierten Schleifkörner 14a von der Schleifmittelunterlage 12a entfernt, wobei die unfixierten Schleifkörner 14a mittels eines schwerkraftbasierten Abtrennverfahrens abgetrennt werden. Die Schleifmittelun- terlage 12a wird hierbei mittels einer Umlenkrolle 28a umgedreht, so dass eine Seite mit den aufgestreuten Schleifkörnern 14a einem Boden zugewandt ist. Unfixierte Schleifkörner 14a fallen dabei von der Schleifmittelunterlage 12a ab und werden in einer Auffangeinheit 30a aufgefangen, so dass sie einem Auf streu prozess auf der Schleifmittelunterlage 12a wieder zugeführt werden können. Nach Durchführung des schwerkraftbasierten Abtrennverfahrens wird die Schleifmittelunterlage 12a mittels einer weiteren Umlenkvorrichtung umgedreht, die ausgerichteten und fixierten Schleifkörner 14a werden mit einer ersten Schicht aus einem Grundbinder und einer zweiten Schicht aus einem Deckbinder an der Schleifmittelunterlage 12a befestigt. Anschließend wird die Schleifmittelunterlage 12a mit den befestigten, ausgerichteten Schleif- körnern 14a in einzelne Schleifmittel 10a zerschnitten und von dem Transportband 26a abgenommen. ln der Fig. E4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich be- zeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Fig. E1 bis E3 verwiesen wird. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Fig. E1 bis E3 nachgestellt. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. E4 ist der Buchstabe a durch den Buchstaben b ersetzt.

Fig. E4 zeigt ein alternatives erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels 10b, umfassend zumindest einen Aufschüttschritt, in dem Schleifkörner 14b auf eine Schleifmittelunterlage 12b aufgeschüttet werden, wobei die Schleifkörner 14b mittels eines elektromagnetischen Felds während dem Aufschüttschritt ausgerichtet werden. Auf der Schleifmittelunterlage 12b ist eine erste Schicht aus einem Grundbinder zu einer Fixierung aufgestreuter Schleifkörner 14b aufgetragen. Die Schleifkörner 14b werden dabei entlang einer Fallstrecke 32b durch das elektromagnetische Feld teilweise ausgerichtet. Die Schleifkörner 14b durchlaufen zu einer teilweisen Ausrich- tung zumindest einen Abschirmbereich 40b der Fallstrecke 32b, der von dem elektromagnetischen Feld abgeschirmt ist, und einen schlitzförmigen Wirkbereich 42b der Fallstrecke 32b, der in einem geringen Abstand zu der Schleifmittelunterlage 12b angeordnet ist. Die Schleifkörner 14b werden aus einer Schleifkornschütteinheit 34b ausgeschüttet und durchlaufen die Fallstrecke 32b. Seitlich der Fallstrecke 32b sind Mag- nete 22b angeordnet, die ein elektromagnetisches Feld erzeugen. Eine Abschirmeinheit 36b mit Abschirmelementen aus einem weichmagnetischen Material mit einer hohen Permeabilität schirmt Abschirmbereiche 40b der Fallstrecke 32b von dem elektromagnetischen Feld der Magnete 22b ab. Ein Schlitz 38b in der Abschirmeinheit 36b erzeugt den schlitzförmigen Wirkbereich 42b der Fallstrecke 32b.

Die Schleifkörner 14b weisen einen Querschnitt in Form eines in einem spitzen Winkel zulaufenden Dreiecks mit einer Schleifseite 18b und einer Auflageseite 20b auf, wobei die Auflageseite 20b von der Basis des in einem spitzen Winkel zulaufenden Dreiecks gebildet ist. Die Schleifkörner 14b weisen zudem ein magnetisches Dipolmoment auf, wobei ein Pol in der Auflageseite 20b und ein anderer Pol in der Schleifseite 18b angeordnet ist. Bei einem Durchgang durch den schlitzförmigen Wirkbereich 42b werden die Schleifkörner 14b so ausgerichtet, dass sie mit der Auflageseite 20b auf der Schleifmittelunterlage 12b zu liegen kommen. Aufgrund eines geringen Abstands zwischen dem schlitzförmigen Wirkbereich 42b und der Schleifmittelunterlage 12b verliert lediglich ein geringer Anteil der in dem schlitzförmigen Wirkbereich 42b ausgerichteten Schleifkör- ner 14b eine in dem schlitzförmigen Wirkbereich 42b gegebene Orientierung, so dass ein Großteil der Schleifkörner 14b in ausgerichtetem Zustand auf der Schleifmittelunterlage 12b platziert wird. Nach Aufstreuung der ausgerichteten Schleifkörner 14b auf die Schleifmittelunterlage 12b werden die Schleifkörner 14b mittels einer zweiten Schicht aus einem Deckbinder an der Schleifmittelunterlage 12b befestigt und an- schließend die Schleifmittelunterlage 12b mit den befestigten Schleifkörnern 14b in einzelne Schleifmittel 10b geteilt.

Fig. F1 zeigt ein Schleifmittel 10, das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist. Das Schleifmittel 10 ist als eine Schleifscheibe für einen nicht dargestellten Exzenterschleifer ausgebildet. Das Schleifmittel 10 weist eine mit Schleifkörnern 16 besetzte Schleiffläche 22 auf. Die Schleiffläche 22 ist zumindest im Wesentlichen eben ausgebildet. Die Schleiffläche 22 begrenzt Öffnungen 24 in der Schleiffläche 22, durch die der Exzenterschleifer Schleifstaub absaugen kann. Fig. F2 zeigt ein Formmittel 12 zur Herstellung und Positionierung der Schleifkörner 16 des Schleifmittels 10. Das Formmittel 12 weist begrenzt an einer Formfläche 26 Kavitä- ten 14 auf. Die Formfläche 26 weist eine Ausdehnung auf, die im Wesentlichen einer Ausdehnung der Schleiffläche 22 entspricht. Das Formmittel 12 begrenzt die Kavitäten 14, die jeweils im Wesentlichen eine Sollform der Schleifkörner 16 aufweisen.

Wie Fig. F3 zeigt sind die Kavitäten 14 auf einer von der Formfläche 26 aufgespannten Ebene systematisch angeordnet. Hier sind die Kavitäten 14 in einem Teilbereich der Formfläche 26 im Wesentlichen regelmäßig angeordnet. Alternativ könnten Kavitäten eines Formmittels in jeder anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Anord- nung in das Formmittel eingebracht sein.

Fig. F4 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels 10. In einem ersten Verfahrensschritt 28 wird ein Trennmittel 30 auf die Formfläche 26 aufgebracht. Das Trennmittel 30 verhindert ein Verkleben der Schleifkörner 16 mit dem Formmittel 12. Alternativ könnte ein Formmittel derart ausgebildet und/oder beschichtet sein, dass die Schleifkörner 16 nicht mit dem Formmittel verkleben. ln einem nächsten Verfahrensschritt 32 wird eine Dispersion der Schleifkörner 16 zur Formung der Schleifkörner 16 in die Kavitäten 14 eingebracht. Überflüssige Dispersion wird durch Rakeln entfernt. Alternativ könnte überflüssige Dispersion auf eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Art entfernt werden. Anschließend wird die

Dispersion der Schleifkörner 16 in einem weiteren Verfahrensschritt 34 getrocknet. In einem nächsten Verfahrensschritt 36 werden die Schleifkörner 16 in den Kavitäten 14 des Formmittels 12 gesintert. Dazu wird das Formmittel 12 erwärmt.

In einem nächsten Verfahrensschritt 38 wird ein Schleifkornträger 18 und/oder die Schleifkörner 16 mit einem Grundbinder 40 beschichtet. In einem weiteren Verfahrensschritt 38 werden die Schleifkörner 16 auf den in Fig. F2 dargestellten Schleifkornträger 18 des Schleifmittels 10 aufgebracht. Hier ist der Schleifkornträger 18 einstückig mit einer Schleifmittelunterlage 20 des Schleifmittels 10 ausgebildet. Alternativ könnten ein Schleifkornträger und eine Schleifmittelunterlage in zumindest einem Verfahrensschritt insbesondere vor oder nach einem Aufbringen der Schleifkörner 16 miteinander verbunden werden.

Bei dem Aufbringen der Schleifkörner 16 auf den Schleifkornträger 18 werden die Schleifkörner 16 in einer Anordnung auf dem Schleifkornträger 18 des Schleifmittels 10 platziert, die durch eine Anordnung der Kavitäten 14 in dem Formmittel 12 gegeben ist.

Anschließend werden das Formmittel 12 und der Schleifkornträger 18 zur Platzierung der Schleifkörner 16 an einander herangeführt. Hier werden das Formmittel 12 und der Schleifkornträger 18 aneinander gedrückt. Alternativ könnte ein Formmittel und/oder ein Schleifkornträger abgewälzt werden. Der Grundbinder 40 verbindet die Schleifkör- ner 16 mit dem Schleifkornträger 18. Wenn das Formmittel 12 von dem Schleif kornträger 18 beabstandet wird, verbleiben die Schleifkörner 16 an dem Schleifmittel 10.

In den Fig. F5 und F6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende Beschreibungen und die Zeichnung beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich auch auf die Zeichnung und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere der Fig. F1 bis F4, verwiesen werden kann. Fig. F5 zeigt einen Teilschnitt eines weiteren Schleifmittels 10. Eine Schleiffläche 42 des Schleifmittels 10 ist gekrümmt ausgebildet. Hier ist die Schleiffläche 42 mantelflä- chenförmig ausgebildet. Das hier beschriebene Verfahren kann auch bei anders geformten Schleifflächen eingesetzt werden. Ein Schleifkornträger 18 und eine Schleifmit- telunterlage 20 sind bei diesem Schleifmittel 10 voneinander getrennt ausgebildet. Der

Schleifkornträger 18 ist flexibel ausgebildet. Die Schleifmittelunterlage 20 ist formstabil ausgebildet. Dadurch kann der Schleifkornträger 18 bei einem Aufbringen auf die Schleifmittelunterlage 20 eine Form der Schleifmittelunterlage 20 annehmen.

In einem ersten Verfahrensschritt 28 wird, wie im ersten Ausführungsbeispiel beschrie- ben, ein Trennmittel auf ein Formmittel aufgebracht. Anschließend wird in einem weiteren Verfahrensschritt 32 eine Dispersion von Schleifkörnern 16 zur Formung der Schleifkörner 16 in das Formmittel eingebracht. Die Dispersion der Schleifkörner 16 wird in einem nächsten Verfahrensschritt 34 getrocknet, so dass Schleifkörner 16 in einem Grünzustand entstehen. In einem nächsten Verfahrensschritt 44 werden die Schleifkörner 16 in dem Grünzustand aus den Kavitäten des Formmittels auf den

Schleifkornträger 18 insbesondere unter Zugabe eines Grundbinders aufgebracht. Zudem könnte in einem Zwischenschritt Grundbinder um die Schleifkörner 16 entfernt werden, wodurch eine Festigkeit der Schleifkornträger 18 erhöht werden kann. Anschließend werden die Schleifkörner 16 und der Schleifkornträger 18 in einem Verfah- rensschritt 46 gemeinsam gesintert. Die Schleifmittelunterlage 20 ist in diesem Verfahrensschritt 46 noch von dem Schleifkornträger 18 getrennt und wird nicht mit gesintert. In einem nächsten Verfahrensschritt 48 wird der mit den Schleifkörnern 16 versehene Schleifkornträger 18 auf die Schleifmittelunterlage 20 des Schleifmittels 10 aufgeklebt. Des Weiteren wird, hier nicht näher dargestellt, Deckbinder von außen auf den Schleif- kornträger 18 aufgebracht.

Weitere Ausführungsformen umfassen folgende Aspekte:

1 . Verfahren zum Aufbringen von Schleifkörnern (12a-h) auf eine Schleifmittelunterlage (14a-h), wobei Schleifkörner (12a-h) auf die Schleifmittelunterlage (14a-h) gezielt gesetzt werden.

2. Verfahren nach Ausführungsform 1 , wobei die Schleifkörner (12a-h) in Schleifkorngruppen (20a-h), die einen vordefinierten Abstand zueinander aufweisen, gezielt gesetzt werden. 3. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12a-d) auf punktuell auf der Schleifmittelunterlage (14a-d) aufgebrachte Klebstoffelemente (16a-d) aufgebracht werden.

4. Verfahren nach Ausführungsform 3, wobei die punktuell aufgebrachten Klebstoff- elemente (16a) zumindest eine Vertiefung (18a) zu einer Aufnahme der Schleifkörner

(12a) aufweisen.

5. Verfahren nach Ausführungsform 3 oder 4, wobei die Schleifkörner (12b) auf den punktuell aufgebrachten Klebstoffelementen (16b) durch eine mittels einer Erwärmung erzeugten Oberflächenspannung ausgerichtet werden.

6. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12a; 12d) zumindest im Wesentlichen in Form einer Spirale (22a; 22d) auf die Schleifmittelunterlage (14a; 14d) aufgebracht werden.

7. Verfahren nach Ausführungsform 6, wobei die Schleifkörner (12a) im Wesentlichen in Form einer Fibonacci-Spirale aufgebracht werden.

8. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12d) gezielt in einer Anordnung gesetzt werden, die zu einer gezielten Erzeugung eines Luftstroms (28d) in einem Schleifbetrieb vorgesehen ist.

9. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei in einem Streuprozess mittels einer Teilrückhaltevorrichtung (32e-f) gezielt Freibereiche (38e-f) auf der Schleifmittelunterlage (14e-f) erhalten werden.

10. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12g) mittels einer Wellenbesatzvorrichtung (44g) gezielt auf eine Schleifmittelunterlage (14g) gesetzt werden.

1 1 . Verfahren nach Ausführungsform 10, wobei die Schleifkörner (12g) vor einem Transport in der Wellenbesatzvorrichtung (44g) an einer Auflagefläche (56g) mit Klebstoff (58g) beschichtet werden.

12. Vorrichtung zur Herstellung eines Schleifmittels (10a-h) nach einem Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen.

13. Schleifmittel, hergestellt mit einem Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 1 1 .

14. Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels (10a-c), bei dem Schleifkörner (12a- c) auf zumindest eine Schleifmittelunterlage (14a-c) aufgestreut werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (12a-c) durch zumindest ein Ausrichthilfsmittel (20a-c) zumindest teilweise ausgerichtet gestreut werden. 15. Verfahren nach Ausführungsform 14, wobei die Schleifkörner (12a) durch das zumindest eine Ausrichthilfsmittel (20a) vor einem Streuschritt zumindest teilweise in eine vordefinierte Streuorientierung ausgerichtet werden.

16. Verfahren nach Ausführungsform 15, wobei die Schleifkörner (12a) durch zumin- dest ein als Vibrationseinheit (22a) ausgebildetes Ausrichthilfsmittel (20a) zumindest teilweise ausgerichtet werden.

17. Verfahren nach Ausführungsform 16, wobei die Schleifkörner (12a) durch zumindest eine zumindest teilweise einstückig mit einer Transportbandeinheit (16a) ausgebildete Vibrationseinheit (22a) zumindest teilweise ausgerichtet werden.

18. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12b) in einem Streuschritt durch zumindest ein als Luftstromeinheit (28b) ausgebildetes Ausrichthilfsmittel (20b) zumindest teilweise ausgerichtet werden.

19. Verfahren nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei die Schleifkörner (12c) in einem Streuschritt durch zumindest ein Sieböffnungen (24c) aufweisen- des Ausrichthilfsmittel (20c) zumindest teilweise ausgerichtet werden.

20. Verfahren nach Ausführungsform 19, wobei durch eine Siebungshilfseinheit (26c) eine Durchführung von Schleifkörnern (12c) durch die Sieböffnungen (24c) zumindest unterstützt wird.

21 . Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen.

22. Vorrichtung nach Ausführungsform 21 mit einer Vibrationseinheit (22a; 22c).

23. Vorrichtung nach Ausführungsform 22, wobei die Vibrationseinheit (22a) zumindest teilweise einstückig mit einer Transportbandeinheit (16a) ausgebildet ist.

24. Vorrichtung zur Aufbringung von Schleifkörnern (12a-b) auf eine Schleifmittelunter- läge (14a-b), wobei zumindest eine Schleifkörnertransportwalze (16a-b), die auf ihrer

Mantelfläche (18a-b) Ausnehmungen (20a-b) zur Aufnahme jeweils zumindest eines Schleifkorns (12a-b) aufweist und die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner (12a-b) auf die Schleifmittelunterlage (14a-b) zumindest im Wesentlichen in einer definierten Anordnung (22a-b) aufzubringen.

25. Vorrichtung nach Ausführungsform 24, wobei die Ausnehmungen (20a-b) zu einer

Aufnahme jeweils eines einzelnen Schleifkorns (12a-b) ausgebildet sind.

26. Vorrichtung nach Ausführungsform 25, wobei die Ausnehmungen (20a-b) eine zu einer Geometrie der Schleifkörner (12a-b) komplementäre Form aufweisen.

27. Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei einen be- zogen auf eine Richtung einer Schwerkraft (24a-b) oberhalb der Schleifkörnertransportwalze (16a-b) angeordneten Schleifkörnervorratsbehälter (26a-b), der zumindest eine Öffnung (28a-b) für eine Aufschüttung von Schleifkörnern (12a-b) auf zumindest einen Teilbereich (30a-b) der Mantelfläche (18a-b) der Schleifkörnertransportwalze (16a-b) aufweist.

28. Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei zumindest ein Abstreifelement (32a-b), das dazu vorgesehen ist, auf der Mantelfläche (18a-b) außerhalb der Ausnehmungen (20a-b) aufliegende Schleifkörner (12a-b) abzustreifen.

29. Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei zumindest eine Halteeinheit (34a), die dazu vorgesehen ist, einen Teilbereich (36a) einer Mantelwälzfläche (38a) von einem Schleifkörnerübernahmebereich (40a) bis zu einem

Schleifkörnerabgabebereich (42a) abzudecken.

30. Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei eine Vibrationsvorrichtung (44a), die dazu vorgesehen ist, zu einer Unterstützung einer Aufnahme und/oder Abgabe der Schleifkörner (12a) die Schleifkörnertransportwalze (16a) in Vibration zu versetzen.

31 . Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei eine mit den Ausnehmungen (20b) in zumindest einem Teilbereich (46b) einer Mantelwälzfläche (38b) in zumindest einem Betriebszustand in Verbindung stehende Überdruckquelle (48b), die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner (12b) durch Beaufschlagung mit einem Überdruck aus den Ausnehmungen (20b) abzugeben.

32. Vorrichtung nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen, wobei eine mit den Ausnehmungen (20b) in zumindest einem Teilbereich (36b) einer Mantelwälzfläche (38b) in zumindest einem Betriebszustand in Verbindung stehende Unterdruckquelle (50b), die dazu vorgesehen ist, die Schleifkörner (12b) durch Beaufschlagung mit einem Unterdruck in den Ausnehmungen (20b) zu fixieren.

33. Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels (52a-b) mit einer Vorrichtung (10a- b) nach einer der vorhergehenden Ausführungsformen.

34. Schleifmittel mit einer Vielzahl von mittels einer Vorrichtung (10a-b) nach einer der Ausführungsformen 24 - 32 aufgebrachten Schleifkörnern (12a-b).

35. Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels (10a-b), umfassend zumindest ei- nen Aufschüttschritt, in dem Schleifkörner (14a-b) auf eine Schleifmittelunterlage (12a- b) aufgeschüttet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (14a-b) mittels eines elektromagnetischen Felds während und/oder nach dem zumindest einen Aufschüttschritt ausgerichtet werden.

36. Verfahren nach Ausführungsform 35, wobei zumindest einen Verfahrensschritt zu Herstellung eines Schleifkorns (14a), in dem Schleifkornzwischenprodukte zumindest teilweise mit einer elektromagnetisch wirksamen Beschichtung (16a) versehen werden. 37. Verfahren nach Ausführungsform 35 oder 36, wobei die Schleifkörner (14a) mittels Magneten (22a) an der Schleifmittelunterlage (12a) zumindest fixiert werden.

38. Verfahren nach Ausführungsform 37, wobei die Schleifkörner (14a) mittels an einer Trageeinheit (24a) angeordneten Magneten (22a) an der Schleifmittelunterlage (12a) zumindest fixiert werden.

39. Verfahren nach Ausführungsform 37 oder 38, wobei die Magnete (22a) auf der Schleifmittelunterlage (12a) diskrete Schleifpunkte aus zumindest fixierten Schleifkörnern (14a) erzeugen.

40. Verfahren nach Ausführungsform 39, wobei in einem Abtrennschritt unfixierte Schleifkörner (14a) von der Schleifmittelunterlage (12a) entfernt werden.

41 . Verfahren nach Ausführungsform 40, wobei die unfixierten Schleifkörner (14) mittels eines schwerkraftbasierten Abtrennverfahrens abgetrennt werden.

42. Verfahren nach Ausführungsform 35 oder 36, wobei die Schleifkörner (14b) entlang einer Fallstrecke (32b) durch das elektromagnetische Feld zumindest teilweise ausgerichtet werden.

43. Verfahren nach Ausführungsform 42, wobei die Schleifkörner (14b) zu einer zumindest teilweisen Ausrichtung zumindest einen Abschirmbereich (40b) der Fallstrecke (32b), der von dem elektromagnetischen Feld abgeschirmt ist, und zumindest einen schlitzförmigen Wirkbereich (42b) der Fallstrecke (32b) durchlaufen.

44. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einer der Ausführungsformen

35 bis 43.

45. Verfahren zur Herstellung eines Schleifmittels (10), mit einem Formmittel (12), das Kavitaten (14) aufweist, in die eine Dispersion von Schleifkörnern (16) zur Formung der Schleifkörner (16) eingebracht wird, wobei die Schleifkörner (16) in einer durch eine Anordnung der Kavitaten (14) in dem Formmittel (12) gegebenen Anordnung auf einem

Schleifkornträger (18) des Schleifmittels (10) platziert werden.

46. Verfahren nach Anspruch 45, wobei das Formmittel (12) zur Platzierung der Schleifkörner (16) auf dem Schleifkornträger (18) an den Schleifkornträger (18) des Schleifmittels (10) herangeführt wird.

47. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schleifkörner

(16) auf dem Schleifkornträger (18) platziert werden, der flexibel ausgebildet ist.

48. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schleifkornträger (18) auf eine Schleifmittelunterlage (20) des Schleifmittels (10) aufgeklebt wird.

49. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifkörner (16) in den Kavitäten (14) des Formmittels (12) gesintert werden. 50. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schleifkörner (16) nach einem Sintern der Schleifkörner (16) auf den Schleifkornträger (18) aufgebracht werden.

51 . Verfahren nach einem der Ansprüche 45 bis 48, wobei die Schleifkörner (16) in einem Grünzustand aus den Kavitäten (14) des Formmittels (12) auf den Schleifkornträger (18) aufgebracht werden.

52. Verfahren nach Anspruch 51 , wobei die Schleifkörner (16) und der Schleifkornträger (18) gemeinsam gesintert werden.

53. Formmittel eines Verfahrens zumindest nach Anspruch 49.

54. Schleifmittel eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 45 bis 52.