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Title:
ABSORBENT CLOTH FOR MEDICAL PURPOSES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/043990
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention concerns an absorbent cloth for medical purposes, the central region of the cloth comprising a plurality of absorbent woven fabric layers (G1-G5) which are interwoven in the edge regions (12). In the edge regions (12), the warp and weft threads of all the woven fabric layers are combined to form a denser woven fabric in which the number of fabrics or fabric layers is less than in the central region of the cloth. The advantage of the invention is that the edge region of the absorbent cloth is very thin but forms a dense, firm fabric there whose ability to absorb foreign bodies is reduced. Foreign bodies can accumulate only on the surface of the edge region and do not penetrate the woven fabric. In this way, the absorbent cloth can be efficiently washed without foreign bodies adhering to the edge regions.

Inventors:
HARREN, Bernd, A.
Application Number:
PCT/EP1997/002579
Publication Date:
November 27, 1997
Filing Date:
May 21, 1997
Export Citation:
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Assignee:
HARREN, Bernd, A.
International Classes:
A41D27/24; A61F13/15; A61F13/36; D03D11/00; (IPC1-7): A61F13/00; A61F13/36
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Claims:
PATENTANSPRUCHE
1. Medizinisches Saugtuch mit mehreren im Mittelbe¬ reich vorgesehenen saugfähigen Gewebelagen (GI¬ GS), die in den Kantenbereichen (12) miteinander verwebt sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß in den Kantenbereichen (12) die Kett und Schußfäden aller Gewebelagen in einem dichteren Gewebe zusammengefaßt sind, bei dem die Zahl der Gewebelagen geringer ist als im Mittelbereich.
2. Medizinisches Saugtuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem dichten Gewebe (Gκ) die Zahl der Gewebelagen auf 50 % oder weniger, vor¬ zugsweise auf 20 % oder weniger, reduziert ist.
3. Medizinisches Saugtuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dichte Gewebe (Gκ) aus einer einzigen Gewebelage besteht.
4. Medizinisches Saugtuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kantenbereichen (12) das dichte Gewebe (Gκ) mit einem angenähten Einfaßband (13) eingefaßt ist.
5. Medizinisches Saugtuch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfaßband (13) aus hydro¬ phobem Material besteht .
Description:
Medizinisches Sauertuch.

Die Erfindung betrifft ein medizinisches Saugtuch mit mehreren saugfähigen Gewebelagen, die in den Kantenbe¬ reichen miteinander verwebt sind.

Medizinische Saugtücher werden im operativen Bereich verwendet, um Blut und andere Körperflüssigkeiten eines Patienten aufzusaugen. Aus EP 0 485 736 BI ist ein aus mehreren saugfähigen Gewebelagen bestehendes medizini¬ sches Saugtuch bekannt, das nach Gebrauch gereinigt werden kann und somit für eine Wiederverwendung zur Verfügung steht . Ein besonderes Problem bei Saugtüchern stellen die Kantenbereiche dar. Diese Kantenbereiche müssen einerseits so ausgebildet sein, daß sie beim Waschen und ähnlichen Beanspruchungen nicht zum Aus¬ fransen neigen. Andererseits dürfen sich in den Kanten¬ bereichen keine Fremdstoffe, wie Blut, Körperflüssig¬ keiten oder andere Fremdstoffe, festsetzen. Schließlich dürfen die Kantenbereiche nicht zu dick ausgebildet

sein, weil sie dann durch ihre Steifigkeit den Gebrauch der Saugtücher behindern. Bei dem bekannten Saugtuch sind mehrere Gewebelagen in den Kantenbereichen mitein¬ ander verwebt, wobei die längs der Kanten verlaufenden Webfäden aus hydrophobem Material bestehen können, wäh¬ rend die übrigen Webfäden aus hydrophilem Material be¬ stehen können. Als hydrophobes Material können thermo¬ plastische Kunststoffe dienen. Eine Stabilisierung des Kantenbereichs kann über eine Erwärmung erfolgen, wobei die thermoplastischen Fäden teilweise miteinander ver¬ schmelzen.

Aus DE 35 33 353 C2 ist ein medizinisches Saugtuch be¬ kannt, das ebenfalls aus mehreren saugfähigen Gewebela¬ gen besteht, wobei diese Gewebelagen mit einem angenäh¬ ten Einfaßband umrandet sind. Damit wird das Ausfransen der Gewebelagen an den Kantenbereichen verhindert .

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wieder¬ verwendbares medizinisches Saugtuch zu schaffen, das gegen Ausfransen gesichert ist und bei dem die Handhab¬ barkeit nicht durch die Kantenbereiche erschwert wird.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Bei dem erfindungsgemäßen Saugtuch sind in den Kanten¬ bereichen die Kett- und Schußfäden aller Gewebelagen in einem dichteren Gewebe zusammengefaßt, bei dem die Zahl der Gewebelagen geringer ist als im Mittelbereich. Wäh¬ rend das Saugtuch im Bereich der Saugfläche eine größe¬ re Zahl von Gewebelagen, z.B. vier bis sechs Gewebela¬ gen, aufweist, enthält das dichte Gewebe in den Kanten-

bereichen eine geringere Anzahl von Gewebelagen. Diese verringerte Anzahl der Gewebelagen in den Kantenberei¬ chen wird dadurch erzielt, daß in den einen Kantenbe¬ reichen die Kettfäden und in den hierzu senkrechten Kantenbereichen die Schußfäden mehrerer Gewebelagen m einer geringeren Anzahl Gewebelagen zusammengefaßt sind. Mindestens eine der Gewebelagen des Mittelbe¬ reichs des Saugtuchs hat in einem Kantenbereich keine Entsprechung und ihre Fäden sind im Kantenbereich auf eine oder mehrere andere Gewebelagen verteilt. Der Vor¬ teil besteht darin, daß das Saugtuch im Kantenbereich eine sehr geringe Dicke hat, andererseits aber dort ein dichtes und festes Gewebe bildet, das bereits wegen seiner Dichte ein vermindertes Aufnahmevermögen für Fremdpartikel hat. Weiterhin können sich Fremdpartikel nur an der Oberfläche des Kantenbereiches anlagern, ein Eindringen dieser Partikel ist aufgrund der Dichte des Gewebes in diesem Bereich nicht möglich. Mögliche Fremdpartikel, die sich an der Oberfläche anlagern, können problemlos durch einen geeigneten Reinigungspro¬ zeß entfernt werden. Zusätzlich wird durch die Webdich¬ te die Festigkeit in den Kantenbereichen erhöht.

Das Saugtuch weist einen von den Kantenbereichen um¬ schlossenen Mittelbereich auf . Unter Mittelbereich ist generell der Nichtkantenbereich zu verstehen. Im Mit¬ telbereich können die Gewebelagen punktuell oder li- nienförmig verbunden sein, damit sie sich nicht unter¬ einander verschieben.

Das erfindungsgemäße Saugtuch eignet sich insbesondere als Bauchtuch zum Aufsaugen von Blut oder anderem Kör¬ persekret bei medizinischen Operationen. Das Saugtuch

kann aber auch ein Abdecktuch sein, mit dem der Körper des Patienten bedeckt wird und das Flüssigkeit auf¬ saugt .

Vorzugsweise ist in dem dichten Gewebe die Zahl der Gewebelagen auf 50 % oder weniger, höchst vorzugsweise auf 20 % oder weniger, reduziert. Dies bedeutet bei¬ spielsweise, daß im Mittelbereich des Saugtuchs zehn Gewebelagen vorhanden sind, während in den Kantenberei¬ chen nur vier Gewebelagen vorhanden sind. Die Zahl der Gewebelagen ist dabei auf 40 % reduziert. Die Fäden derjenigen Gewebelagen des Mittelbereichs, die im Kan¬ tenbereich nicht mehr vorhanden sind, ist verringert und die Fäden dieser Gewebelagen sind auf eine oder mehrere andere Gewebelagen verteilt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das dichte Gewebe aus nur einer einzigen Gewe¬ belage. Hierbei liegen in den einen Kantenbereichen alle Kettfäden und in den hierzu senkrechten Kantenbe¬ reichen alle Schußfäden, die in dem Nichtrandbereich als einzelne Gewebe bzw. Gewebelagen ausgebildet sind, in einem einzigen dichten Gewebe.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist in den Kantenbereichen die dichte Gewebelage mit einem angenähten Einfaßband eingefaßt. Infolge der geringen Dicke der Gewebelagen bewirkt das zusätzliche Annähen eines Einfaßbandes, das die Tuchkante U-förmig umgibt, keine Materialverdickung, die dem Kantenbereich eine größere Stärke verleihen würde als das Saugtuch im Mit¬ telbereich hat . Folglich entsteht kein verdickter Rand¬ wulst .

Vorzugsweise besteht das Einfaßband aus hydrophobem Material, um kein zusätzliches saugendes Element mit dem Randbereich zu vernähen.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die einzige Fi¬ gur der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

In der Zeichnung ist ein Teil des Saugtuchs im Schnitt schematisch dargestellt.

Das Saugtuch besteht aus mehreren übereinanderliegenden Gewebelagen G1-G5, die vorzugsweise aus Baumwollmateri¬ al bestehen und ein hohe Saugfähigkeit haben. Die Ge¬ webelagen sind relativ lose gewebt, wobei die Kettfäden und die Schußfäden einer Gewebelage untereinander rela¬ tiv große Abstände haben. In der Zeichnung ist der Mit¬ telbereich des Saugtuchs 10 mit 11 bezeichnet, während der Kantenbereich mit 12 bezeichnet ist. Das Saugtuch ist vorzugsweise rechteckig, wobei der Mittelbereich 11 von vier Kantenbereichen 12 umgeben ist.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen die Kettfäden K sämtlicher Gewebelagen rechtwinklig zu dem Kantenbereich 12. Im Kantenbereich 12 εind die Kettfä¬ den K sämtlicher Gewebelagen in einem einzigen dichten Gewebe G κ zusammengefaßt, wobei in dem Gewebe G κ die Dichte der Kettfäden um den Faktor n größer ist als in jeder der Gewebelagen G1-G5, wobei n die Anzahl der Gewebelagen im Mittelbereich 11 darstellt. Bei einem rechteckigen Saugtuch ist der rechtwinklig zu dem Kan¬ tenbereich 12 verlaufende Kantenbereich in der Form ausgebildet, daß die Schußfäden sämtlicher Gewebelagen,

die parallel zu diesem Kantenbereich verlaufen, in ei¬ ner Lage zusammengefaßt sind. Die Kettfäden K setzen sich in dem Gewebe G κ fort, wodurch das dichte Gewebe G κ im Idealfall die gleiche Dicke aufweist wie eine der Gewebelagen G1-G5. Im Kantenbereich 12 hat das Gewebe G κ eine Dicke, die wesentlich geringer ist als die Sum¬ me der Dicken der Gewebelagen im Mittelbereich und die Webdichte im Kantenbereich 12 ist ein Mehrfaches der Webdichte im Mittelbereich 11.

Der Kantenbereich 12 ist von einem U-förmigen Einfa߬ band 13 eingefaßt, was vorzugsweise aus einem dünnfädi- gen textilen Band aus vorzugsweise hydrophobem Material besteht. Dieses Einfaßband 13 ist mit einer Naht 14, die durch den Kantenbereich 12 verläuft, an dem Kanten¬ bereich befestigt und geschlossen. Der Rand des Kanten¬ bereichs 12 wird von der U-förmigen Umbiegung 15 des Einfaßbandes 13 umhüllt. Der Kantenbereich 12 hat trotz des Einfaßbandes 13 eine Stärke, die wesentlich gerin¬ ger ist als die Summe der Stärken der Gewebelagen Gl- G5.