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Patent Searching and Data


Title:
ABUTMENT SYSTEM FOR IMMEDIATE IMPLANTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/101379
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an abutment system (200) for use in the area of the front teeth and premolars, with an abutment base (102) which comprises a first interface for placement on an implant and a further interface for securing a post (130), wherein the abutment base (102) has a three-dimensional form that is non-symmetrical to an implant axis (AI), and wherein the implant (103) fixes the implant axis (AI). The abutment base (102) is designed as a one-time abutment base (102). The abutment system (200) comprises a separate insertion post (130) which can be secured in the area of an upper face (104) of the abutment base (102), wherein the insertion post (130) extends coaxially with respect to the implant axis (AI) in the secured state. The upper face (104) of the abutment base (102) is a scalloped upper face (104), and the further interface (126) for securing the insertion post (130) is located in the area of the scalloped upper face (104). The abutment base (102) has a mantle area (111), of which the smooth and/or microrough contact surface (127, 128) is designed to be hydrophilic or ultra-hydrophilic.

Inventors:
HANISCH, Oliver (68 avenue d'Jéna, Paris, 75116, FR)
PAUL, Stefan (Stadelhoferstrasse 33, Zürich, CH-8001, CH)
Application Number:
EP2013/003922
Publication Date:
July 09, 2015
Filing Date:
December 30, 2013
Export Citation:
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Assignee:
OLISTA AG (Weinmanngasse 53, Küsnacht, CH-8700, CH)
International Classes:
A61C8/00; A61C8/02
Domestic Patent References:
WO2009045013A12009-04-09
Foreign References:
US5810592A1998-09-22
EP1825829A12007-08-29
Attorney, Agent or Firm:
OK PAT AG (HEUSCH, ChristianChamerstrasse 50, Zug, CH-6300, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Abutmentsystem (200) zur Verwendung im Bereich der vorderen Zähne und Prämolaren mit einer Abutmentbasis (102), die eine erste Schnittstelle (107) zum Aufsetzen auf ein Implantat (103) und eine weitere Schnittstelle (126) zum Befestigen eines Pfostens (210, 130) umfasst, wobei die Abutmentbasis (102) eine drei-dimensionale Form hat, die nicht symmetrisch zu der Implantatachse (AI) ausgelegt ist und wobei das Implantat (103) eine Implantatachse (AI) festlegt, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Abutmentbasis (102) als one-time Abutmentbasis (102) ausgelegt ist,

- das Abutmentsystem (200) einen separaten Einbringpfosten (130) umfasst, der im Bereich einer Oberseite (104) der Abutmentbasis (102) befestigbar ist, wobei sich der Einbringpfosten (130) im befestigten Zustand koaxial zu der Implantatachse (AI) erstreckt,

- die Oberseite (104) der Abutmentbasis (102) eine skalopierte Oberseite (104) mit der weiteren Schnittstelle (126) zum Befestigen des Einbringpfostens (130) ist, und

- dass die Abutmentbasis (102) einen Mantelbereich (111) aufweist, deren Weichgewebekontaktoberfläche (127, 128) glatt und/oder mikrorau ausgelegt und deren Weichgewebekontaktoberfläche (127, 128) hydrophil oder ultrahydrophil ausgelegt ist.

2. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) und der Einbringpfosten (130) industriell sterilisiert und mit intakter hydrophiler oder ultrahydrophiler Weichgewebekontaktoberfläche (127, 128) bereit gestellt wird.

3. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich ( 111) im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form (113, 114) aufweist.

4. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (104) der Abutmentbasis (102) eine skalopierte Oberseite (104) mit einem Apex (112) und einer umlaufenden Kante/Schulter (105) ist, wobei sich die weitere Schnittstelle (126) im Bereich des Apex (112) befindet.

5. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) in der interdentalen Seitenansicht ein vestibuläres Niveau (NA) und ein unterschiedliches orales Niveau (NI) aufweist, wobei das vestibuläre Niveau (NA) unterhalb des oralen Niveaus (NI) liegt.

6. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich (111), der im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form (113, 114) aufweist, einen kantenfreien Übergang schafft von einer proximalen Schnittstellenfläche (109) zu der umlaufenden Kante/Schulter (105), wobei die proximalen Schnittstellenfläche (109) senkrecht steht zu der Implantatachse (AI).

7. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Kante/Schulter (105) in der interdentalen Seitenansicht einen skalopierten Verlauf hat und dass die Weichgewebekontaktoberfläche der umlaufenden Kante/Schulter (105) glatt ist.

8. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) aufweist;

- eine proximale Schnittstellenfläche (109) im Bereich der ersten Schnittstelle (107), wobei die Schnittstellenfläche (109) im Wesentlichen eben ist und senkrecht steht zu der Implantatachse (AI),

- ein Durchgangsloch (117) im Bereich der skalopierten Oberfläche (104) zum Befestigen des Einbringpfostens (130), wobei sich das Durchgangsloch (117) im Wesentlichen parallel, vorzugsweise koaxial, zu der Implantatachse (AI) erstreckt.

9. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) im Horizontalschnitt betrachtet eine elliptische Grundrissform (El) oder eine rundlich-deltoide Grundrissform (E2, E3, E4) aufweist.

10. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundrissform (El, E2, E3, E4) der Abutmentbasis (102) an die Grundrissform (Ql, Q2, Q3, Q4) eines mit einem Zahnersatz-Implantat (100) zu ersetzenden Schneidezahns (SZ), Eckzahns (EZ), oder prämolaren Zahns (PM) angepasst ist.

11. Abutmentsystem (200) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schnittstelle (107) zum verdrehfesten Aufsetzen der Abutmentbasis (102) auf das Implantatelement (103) in mindestens drei verschiedenen Indexierungspositionen in Bezug zu der Implantatachse (AI) ausgelegt ist.

12. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) im Bereich der ersten Schnittstelle (107)

- einen Verbindungspfosten für eine interne Implantatverbindung (115), oder

- eine Aufnahmeöffnung für eine externe Implantatverbindung (115) umfasst.

13. Abutmentsystem (200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schnittstelle (107) als Hex-Schnittstelle ausgelegt ist, die ein Aufsetzen der Abutmentbasis (102) auf das Implantatelement (103) in einer von sechs verschiedenen Indexierungspositionen in Bezug zu der Implantatachse (AI) ermöglicht.

14. Abutmentsystem (200) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) zum Sofortimplantieren im Mukosabereich ausgelegt ist, wobei die Abutmentbasis (102) samt des Einbringpfostens (130) steril verpackt bereit gestellt werden.

15. Abutmentsystem (200) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abutmentbasis (102) und der Einbringpfosten (130) miteinander verbunden bereit gestellt werden, wobei der Einbringpfosten (130) nach dem Sofortimplantieren von der Abutmentbasis (102) trennbar ist und wobei die Abutmentbasis (102) im Patienten verbleibt.

16. Abutmentsystem (200) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich (111) einen mikrorauen Abschnitt (128) und einen glatten Abschnitt (127) umfasst, wobei eine Trennungslinie (129), die den Übergang zwischen dem mikrorauen Abschnitt (128) und dem glatten Abschnitt (127) der Weichgewebekontaktfläche definiert, vorzugsweise einen skalopierten, asymmetrischen Verlauf hat.

17. Zahnersatz-Implantat (100) mit einem Abutmentsystem (200) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 9 und mit einem Implantat (103), dadurch gekennzeichnet, dass das Implantat (103) einen pfostenförmigen Abschnitt (101) mit Aussengewinde umfasst, und dass das Implantat (103) separat von der Abutmentbasis (102) ausgeführt ist, wobei das Implantat (103) einen Grundkörper umfasst, der im Wesentlichen rotationssymmetrisch zu der zentralen Implantatachse (AI) ausgelegt ist und wobei die Abutmentbasis (102) mit daran lösbar befestigtem Einbringpfosten (130) bereit gestellt wird.

18. Zahnersatz-Implantat (100) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Implantat (103) eine Zentralbohrung (118) aufweist, die koaxial zur Implantatachse (AI) verläuft und die mit einem Innengewinde zum lösbaren Befestigten des Einbringpfostens (130) versehen ist.

19. Zahnersatz-Implantat (100) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der ersten Schnittstelle (107) an dem Implantat (103) und/oder an einer proximalen Schnittstellenfläche (109) der Abutmentbasis (102) eine umlaufende Fase (108) vorgesehen ist, um die Knochenanlagerung und/oder Weichteilanlagerung nach dem Implantieren zu fördern.

20. Zahnersatz-Implantat (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass von einer proximalen Position zu einer distalen Position betrachtet, das Implantat (103) im Bereich einer distalen Oberseite (110) eine Umfangsreduzierung (108) aufweist, dass die Abutmentbasis (102) mit seiner proximalen Schnittstellenfläche (109) flächig auf der distalen Oberseite (110) des Implantats (103) aufsitzt, und dass unmittelbar oder in geringem Abstand zu der Umfangsreduzierung (108) der Mantelbereich (111) der Abutmentbasis (102) folgt, der im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form (113, 114) aufweist.

21. Zahnersatz-Implantat (100) nach einem der vorausgehenden Ansprüche 17 oder 18 zum Implantieren in einer Position, in der die skalopierte Oberseite (104) der Abutmentbasis (102) supracrestal zu liegen kommt und in welcher der mikroraue Abschnitt (128) und/oder der glattere Abschnitt (127) des Mantelbereichs (111) im Weichgewebe zu liegen kommt.

22. Implantat-Satz, das mindestens zwei Abutmentbasen (102) umfasst, wobei jede Abutmentbasis des (102) Implantat-Satzes eine andere Grundrissform (El, E2, E3, E4) und/oder Grösse aufweist und wobei jede Abutmentbasis (102) eine erste Schnittstelle (107) zum Aufsetzen auf ein Implantat (103) und eine weitere Schnittstelle (126) zum Befestigen eines Einbringpfostens (130) umfasst, wobei die Abutmentbasis (102) eine drei-dimensionale Form hat, die nicht symmetrisch zu der Implantatachse (AI) ausgelegt ist und wobei das Implantat (103) eine Implantatachse (AI) festlegt, dadurch gekennzeichnet, dass

- der Implantat-Satz mindestens einen Einbringpfosten (130) umfasst, der im Bereich einer Oberseite (104) der Abutmentbasen (102) befestigbar ist, oder der im Bereich der Oberseite (104) einer der Abutmentbasen (102) befestigt ist,

- sich der Einbringpfosten (130) im befestigten Zustand koaxial zu der Implantatachse (AI) erstreckt,

- die Oberseite (104) jeder der Abutmentbasen (102) eine skalopierte Oberseite (104) aufweist, - und dass die Abutmentbasis (102) einen Mantelbereich (111) aufweist, deren Weichgewebekontaktoberfläche hydrophil oder ultrahydrophil ausgelegt ist.

23. Implantat-Satz nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Abutmentbasis (102) in der interdentalen Seitenansicht ein erstes Niveau (NA) und ein unterschiedliches zweites Niveau (NI) aufweist, und/oder

- der Mantelbereich (111) im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form (113, 114) aufweist.

24. Implantat-Satz nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich (111) einen mikrorauen Abschnitt (128) und einen glatten Abschnitt (127) umfasst, wobei eine Trennungslinie (129), die den Übergang zwischen dem mikrorauen Abschnitt (128) und dem glatten Abschnitt (127) der Weichgewebekontaktfläche definiert, vorzugsweise einen skalopierten, asymmetrischen Verlauf hat.

Description:
ABUTMENTSYSTEM FÜR SOFORTIMPLANTATE

[0001] Die Erfindung betrifft ein Abutmentsystem zum Erstellen eines implantatgestützten Zahnersatzes. Insbesondere geht es um Abutmentsysteme für Einzelimplantate, die im Bereich der vorderen Zahnreihe oder der Prämolaren zum Einsatz kommen.

Stand der Technik

[0002] Es ist bekannt, dass man verlorene oder extrahierte Zähne durch implantatgestützten Zahnersatz ersetzen kann. Seit mehr als 40 Jahren kommen die sogenannten osseointegrierten Implantate zum Einsatz. Bei der Osseointegration ergibt sich bei fachmännischer Handhabung ein stabiler Implantat-Knochenverbund. Bei den posterior angeordneten Zähnen geht es bei der Restauration primär um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Kaufunktion. Im sichtbaren Bereich geht es jedoch auch um die Ästhetik, insbesondere um den Erhalt der Weichgewebe.

[0003] Fig. 1A zeigt eine schematisierte Frontalansicht zweier menschlicher Frontzähne FZ: 21 und FZ: 11 samt des umgebenden Zahnfleischs. In FIG. 1B ist in stark vereinfachter Form ein erster Vertikalschnitt durch einen der Frontzähne

BESTÄTIGUNGSKOPIE FZ: 11 und die umgebenden Strukturen gezeigt. Fig. IC zeigt einen zweiten Vertikalschnitt durch denselben Frontzahn FZ: 11, wobei der zweite Vertikalschnitt senkrecht steht zum ersten Vertikalschnitt.

[0004] Da im Folgenden mehrfach auf die Zahnanatomie Bezug genommen wird, werden anhand von Fig. 1A bis IC die wesentlichen Begriffe erläutert. Der Zahn FZ an sich ist aus dem Zahnbein (Dentin) 11 aufgebaut und im oberen (meist sichtbaren) Bereich mit Zahnschmelz 7 umgeben. Die entsprechende Schmelzzementgrenze SZG hat typischerweise einen skalopierten Verlauf, wie in FIG. 1B angedeutet. Die Zahnwurzel 12 sitzt in einen Zahnfach des Kieferknochens 5. Von aussen nach innen betrachtet sitzt das sogenannte Zahnfleisch (Epithel) 9 auf dem Bindegewebe 6. Im Bindegewebe 6 sind Kollagenfasern 14 angeordnet. Links oben sind in Fig. 1B und IC einige dieser Kollagenfasern 14 angedeutet. Diese Fasern 14 umgeben den Zahn FZ ring- oder schlaufenförmig bzw. inserieren senkrecht auf der Wurzeloberfläche als Weichgewebeattachment (in Draufsicht betrachtet). Zwischen dem Kieferknochen 5 und der aus dem Wurzeldentin bestehenden Zahnwurzel 12 ist das Parodont 13 angeordnet. Das Wurzeldentin ist aussen mit einer dünnen Schicht Wurzelzement überzogen. Im Inneren des Zahnes FZ sitzt der Nerv 8.

[0005] Fig. 2A zeigt von unten beispielhaft eine stark schematisierte Schnittansicht eines Backenzahns BZ: 16 und eines Prämolaren PM : 15 des Oberkiefers eines menschlichen Gebisses samt der umgebenden Weichgewebemorphologie knapp unterhalb der Schmelzzementgrenze SZG. In Fig. 2A erkennt man das Zahnfleisch 9 und das Bindegewebe 6. Der Verlauf der Kollagenfasern 14 im Bindegewebe 6 ist durch Linien/Kurven angedeutet, wobei die Kollagenfasern 14 die beiden gezeigten Zähne BZ und PM ring- oder schlaufenförmig umschliessen sowie auch senkrecht auf der Wurzeloberfläche inserieren. Bei beiden Zähnen BZ und PM kann man im Querschnitt den innenliegenden Kanal des Nervs 8 und das umschließende Wurzeldentin der Zahnwurzel 12 erkennen. Aussen auf dem Wurzeldentin der Zahnwurzel 12 ist die dünne Schicht des Wurzelzementes angeordnet, was hier nicht gesondert dargestellt ist. [0006] Fig. 2B zeigt beispielhaft eine schematisierte Ansicht des Oberkiefers eines menschlichen Gebisses von unten.

[0007] Nach dem Verlust oder der Extraktion eines Zahnes FZ im vordersten Kieferbereich und dem Einbringen eines Implantats ist teilweise bereits nach kurzer Zeit ein Schwund des Zahnfleischs 9 und/oder Kieferknochens 5 festzustellen. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, ob das Implantat mit einer zeitlichen Verzögerung eingebracht wird, oder ob es im Rahmen einer Sofortimplantation unmittelbar nach der Extraktion des Zahnes FZ implantiert wird. Falls sich der Zahn FZ noch an Ort und Stelle befindet und eine Extraktion z.B. aufgrund einer lokalen Infektion oder eines Traumas angezeigt ist, kann davon ausgegangen werden, dass das Bindegewebe 6 und die Kontur/Struktur der umlagernden Kollagenfasern 14 noch intakt sind. Das unmittelbare Einbringen eines Implantats in die Extraktionsalveole sowie die sofortige Insertion eines Abutments einschließlich provisorischer Restauration kann in diesen Fällen vorteilhaft sein. Die sogenannten sofort-sofort (immediate- immediate) Techniken zum Einbringen dentaler Implantate gewinnen daher an Bedeutung, obwohl bisher der verzögerte-sofort (delayed-immediate) Ansatz die am meisten verwendete Implantationstechnik ist (Lang et al, 2012, Esposito et al, 2010).

[0008] Hintergrund dieser sofort-sofort Implantationstechnik in Verbindung mit Sofortversorgung durch eine provisorische Restauration ist die Tatsache, dass durch das Einbringen eines Abutments (als Zwischenglied, das im Weichgewebebereich sitzt, zwischen dem Implantat und der Restauration) die kollagene Bindegewebsstruktur und damit die Zahnfleischkontur gestützt wird.

[0009] Die bis heute übliche Praxis ist, dass zur Herstellung des definitiven Zahnersatzes das primäre Abutment (Heilungs- und/oder provisorisches Abutment) mehrmalig ausgetauscht und beim Einsetzen der definitiven Restauration durch ein endgültiges Abutment ersetzt wird. Dieses endgültige Abutment wird nach Abdrucknahme individuell im Labor zusammen mit dem definitiven Zahnersatzes hergestellt. Es hat sich gezeigt, dass es durch den Austausch zwischen primärem und endgültigem Abutment zur Zerstörung der Weichgewebeadhäsion zwischen Bindegewebe und Abutmentkontaktfläche kommt. Dieses Trauma führt zu einem periimplantären Knochenschwund.

[0010] Bis heute werden im Vergleich zu Implantaten endgültige Abutments nicht steril vom Hersteller verpackt. Die klinisch anerkannte Vergehensweise sieht vor, dass Abutments in der Praxis mit Desinfektionsmitteln desinfiziert oder im Autoklaven sterilisiert werden, bevor sie im Patienten eingesetzt werden. Beide Verfahren zeigen keine ausreichende Dekontaminierung von Mikroorganismen und führen darüber hinaus zu Veränderungen der Abutmentkontaktflächen, die die Bindegewebeadhäsion reduziert (Canullo et al, 2013, Vezeau et al, 2000, Steinemann 1998, Rowland et al, 1995).

[0011] Auch das Einsetzen eines Abutments wird bis heute nicht - im Gegensatz zu Implantaten - unter sterilen Bedingungen empfohlen.

[0012] Bei einem klassischen Zahnersatzimplantat sitzt das Implantat komplett epi- oder subcrestal. Bis heute herrscht die Lehrmeinung vor, dass dentale Implantate so gesetzt werden sollen, dass sich die Oberkante des Implantates auf oder (wenig) unterhalb des obersten unmittelbar umgebenden Knochenniveaus KN 1 (siehe z.B. FIG. IC) des Kieferknochens 5 befindet. Dies wird unter anderem damit begründet, dass man im Falle einer Rezession des Knochens 5 und der Weichgewebe 6, 9 verhindern möchte, dass die Oberkante des Implantats sichtbar wird.

[0013] In den Figuren 3A bis 3C sind verschiedene, stark schematisierte Ansichten eines vorbekannten Implantats 1 und Abutments 2 anhand von Prinzipskizzen gezeigt. Als Zwischenglied zwischen einer Suprakonstruktion und/oder Krone und dem Implantat 1 wird typischerweise ein Abutment 2 eingesetzt, wie anhand der Figuren 3A bis 3C in stark vereinfachter Form gezeigt. Mit Bezug zu Fig. 1B sitzt das Abutment 2 typischerweise im Bereich der Durchtrittsstelle durch das Weichgewebe (Bindegewebe 6 und Ephitel 9), wobei die Schnittstelle zwischen Implantat und Abutment epi- oder subcrestal liegt in Abhängigkeit davon auf welcher Höhe das Implantat gesetzt wurde. Bisher kommen häufig Abutments 2 mit einer rotationssymmetrischen Grundform zum Einsatz. Solche Abutments 2 haben jedoch durch ihre rotationssymmetrische Grundform unter anderem den Nachteil, dass sie sich nicht optimal in die Zahnreihe einpassen lassen und so das Anfertigen der Suprakonstruktion erschweren oder in manchen Fällen unmöglich machen, da natürliche Frontzähne (FZ) und Prämolaren (PM) deltoide bzw. ovale Wurzelquerschnitte im Bereich der Schmelzzementgrenze SZG aufweisen. Ein Anpassen ("Beschleifen") im Mund des Patienten ist wegen des harten Materials des Abutments 2 kaum möglich. Derartige Probleme bestehen bei laborgefertigten, patientenindividuellen Abutments hingegen nicht. Allerdings ergibt sich hier ein hoher Kosten- und Zeitaufwand.

[0014] Die Abutments 2 haben bisher meist eine flache Oberseite 3, wie in Fig. 3A und Fig. 3C zu erkennen ist. Seit neuestem gibt es teilweise auch Abutments 2 mit einer sogenannten skalopierten (sattelförmig verlaufenden) Oberfläche 4, wie in Fig. 4 zu erkennen ist. Die skalopierte Oberfläche 4 nimmt bei dieser vorbekannten Lösung ansatzweise die Form der natürlichen Schmelzzementgrenze SZG des Zahnes FZ auf, der zuvor extrahiert worden ist.

[0015] Es gibt beispielsweise bereits ein skalopiertes Implantat 10, das in Fig. 4 schematisch gezeigt ist, und das von der Firma Nobel Biocare, Schweden, unter dem Namen NobelPerfect™ angeboten wird. Hierbei handelt es sich um ein einteiliges Implantat 10, bei dem das eigentliche Implantat 1 und das Abutment 2 einstückig ausgeführt sind. Das NobelPerfect™ Implantat 10 ist rotationssymmetrisch zur Implantatachse AI ausgelegt, wie in Fig. 4 erkennbar ist. Auch der Abutmentbereich 2 des Implantats 10 ist rotationssymmetrisch zur Implantatachse AI ausgelegt und hat eine Hutform. Details zu einem solchen skalopierten Implantat 10 sind zum Beispiel dem US Patent US 6,174,167 Bl zu entnehmen. In der Patentschrift US 6,174,167 Bl ist ein Implantat beschrieben, das eine skalopierte Oberfläche mit Wölbungen und Senken umfasst, um so die physiologisch Kontur der natürlichen Knochen-Gewebe-Morphologie abzubilden. US 6,174,167 Bl zeigt eine zweiteilige Lösung, bei der die Implantat-Abutment- Schnittstelle eine skalopierte Oberfläche hat. Die skalopierte Oberfläche nach US 6,174,167 Bl ist symmetrisch. Das Abutment nach US 6, 174,167 Bl weist konische subgingivale Mantelflächen auf. [0016] Aus dem Patent US 5,810,592 sind einteilige und zweiteilige Abutmentsysteme mit asymmetrischer Schulter und konischen subgingivalen Mantelbereichen bekannt. Das Abutmentsystem nach US 5,810,592 ist zum Einnehmen einer supracrestalen Position ausgelegt. Das Patent US 5,810,592 zeigt keine skalopierte Oberfläche, die einen Apex aufweist und auch keine konkave Mantelfläche im Vertikalschnitt.

[0017] Die publizierte internationale Patentanmeldung WO 2006/138351 beschreibt ein Abutmentsystem, welches eine Art asymmetrischen Scallop und konkave/konvexe subgingivale Mantelbereiche aufweist. Das Abutment nach WO 2006/138351 ist nicht zweiteilig.

[0018] Die publizierten Anmeldungen WO2004/037110 und JP2008/149121 beschreiben Implantatsysteme, bei welchen ein Implantatkörper mit einem Halsteil versehen ist. Daran kann ein Abutment befestigt werden. Gängige Implantate bestehen aus einem Stück und nicht aus zwei Teilen. Der erwähnte Halsteil weißt bei beiden Anmeldungen eine Oberfläche auf, die zur Osseointegration, d.h. zur Knochenintegration, ausgelegt ist. Der Halsteil ist somit nicht zur Weichgewebeanlagerung gedacht. Beide Anmeldungen geben an, dass dieser Halsteil subcrestal und nicht supracrestal gesetzt wird. Weiterhin weißt der subgingivale Mantelbereich nur konische Flächen auf.

[0019] Aus der europäischen Patentanmeldung EP 1205158 AI ist ein weiteres Implantat bekannt, dessen Form an die Niveauunterschiede im Verlauf des Kieferknochens angepasst ist. Gemäss dieser Patentanmeldung ist das Implantat an seinem distalen Ende an einander gegenüberliegenden Bereichen verbreitert. Das Implantat weist eine entsprechend der Verbreiterung geformte innere Ausnehmung auf. D.h. das Implantat ist mindestens im oberen Bereich hohl ausgeführt. In diese Ausnehmung kann ein entsprechend geformter Aufbaukörper eingesetzt werden, der als Abutment dient. Die Schnittstelle zwischen Implantat und Abutment ist innenliegend.

[0020] Es ist ein Nachteil dieser Lösung, dass das Implantat an sich in gewisser Weise an die Niveauunterschiede im Verlauf des Kieferknochens angepasst ist. Daher muss das Implantat exakt so implantiert werden, dass seine Verbreiterung gegenüber dem Verlauf des Kieferknochens die optimale Lage einnimmt. Wird das Implantat nicht weit genug oder zu weit eingeschraubt, steht dieses nicht in der optimalen Lage.

[0021] Es stellt sich die Aufgabe, ein Abutmentsystem und ein darauf aufbauendes Implantatsystem bereit zu stellen, das/die ein Implantationsverfahren ermöglicht, bei dem keine oder nur verschwindend kleine Rezessionen am Zahnfleisch und/oder Kieferknochen auftreten. Ausserdem sollen ästhetisch ansprechende und dauerhafte Zahnersatzlösungen vor allem bei den vorderen Zähnen und Prämolaren ermöglicht werden.

[0022] Insbesondere geht es bei der Erfindung darum, ein Abutmentsystem zur Verfügung zu haben, welches eine optimale anatomische Grundform und Kontur analog zum extrahierten Zahn aufweist.

[0023] Es geht bei der Erfindung auch darum, ein Abutmentsystem bereit zu stellen, das eine gute „Einbindung" in das Weichgewebe ermöglicht. Insbesondere geht es bei der Erfindung um die verbesserte Weichgewebsintegration der anatomisch geformten Abutmentbasis.

[0024] Das Abutmentsystem der Erfindung weist daher eine hydrophile oder ultrahydrophile Kontaktoberfläche auf, die eine verbesserte Weichgewebeadhäsion zulässt.

[0025] Das Abutmentsystem der Erfindung weist einen Mantelbereich auf, deren glatte und/oder mikroraue Weichgewebekontaktoberfläche hydrophil oder ultrahydrophil ausgelegt ist.

[0026] Das Abutmentsystem der Erfindung ist als Abutment ausgeführt, das einmalig eingesetzt werden kann. Es handelt sich also um ein sogenanntes one- time Abutment, das einmalig und damit endgültig (bei Implantation bzw. Implantateröffnung) eingesetzt und nicht mehr im Zuge der Herstellung der definitiven Restauration ausgetauscht wird. [0027] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass es bei Abutment- Systemen, die ein mehrfaches Austauschen vorsehen, bevor ein endgültiges Abutment eingesetzt wird, zu einem Knochenabbau kommen kann. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das einmalige Einbringen eines endgültigen Abutments zu einem geringerem Knochenabbau als beim herkömmlichen Verfahren mit Austausch zwischen primärem und endgültigem Abutment führt (Grandi et al, 2012, Rodriguez et al, 2013, Degidi et al, 2011).

[0028] Das one-time Abutment der Erfindung wird steril verpackt bereit gestellt. Das Abutment kann z.B. steril verpackt vom Hersteller angeliefert werden.

[0029] Klinisch konnte gezeigt werden, das z.B. mit Argonplasma sterilisierte Titanabutments zu geringerem periimplantären Knochenschwund führen als mit einem Autoklaven behandelte Abutments. Aus diesem Grund sollte ein Abutment der Erfindung (z.B. vom Hersteller) durch adäquate Techniken (z.B. Argonplasma, etc.) sterilisiert und entsprechend verpackt bereit gestellt werden.

[0030] Ausserdem sollte gemäss Erfindung einerseits ein steriles Operationsfeld erzeugt werden und anderseits sollte eine Kontaminierung der Abutmentkontaktflächen verhindert werden.

[0031] Das one-time Abutment der Erfindung ist aus diesem Grunde dazu ausgelegt mit Hilfe eines Einbringpfostens in die Extraktionsalveole eingebracht zu werden. Dies dient zur Verhinderung der Kontaminierung der Kontaktoberfläche zum Weichgewebe während des Einbringens.

[0032] Ausserdem ist gemäss Erfindung mindestens der hydrophile oder ultrahydrophile Bereich der Kontaktoberfläche konkav ausgelegt, was dazu führt, dass diese empfindliche Oberfläche geschützt ist.

[0033] Um eine Berührung der Abutmentkontaktfläche durch Handschuhe oder Speichel zu verhindern, wird das Abutment mit einem Einbringpfosten eingebracht. Dieser Einbringpfosten ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen der Erfindung auf dem Abutment vormontiert und wird in der sterilen Verpackung mitgeliefert.

[0034] Der Einbringpfosten ist so konzipiert, dass die 3-dimensionale Positionierung des Abutments im Mund erleichtert wird.

[0035] Gemäss Erfindung geht es um ein Abutmentsystem zur Verwendung im Bereich der vorderen Zähne und Prämolaren mit einer Abutmentbasis, die eine erste Schnittstelle zum Aufsetzen auf ein (Standard-) Implantat und eine weitere Schnittstelle zum lösbaren Befestigen eines Einbringpfostens umfasst. Diese weitere Schnittstelle kann auch als Schnittstelle zum Befestigen eines Prothetikelements (z.B. einer Krone oder Suprakonstruktion) dienen. Die Abutmentbasis der Erfindung weist eine skalopierte Oberseite auf. Die weitere Schnittstelle befindet sich im Bereich der skalopierten Oberseite.

[0036] Das Abutmentsystem der Erfindung ist im Prinzip unabhängig von der ersten Schnittstelle zwischen dem (Standard-) Implantat und dem Abutment und es ist im Prinzip auch unabhängig von der weiteren Schnittstelle, die zum lösbaren Befestigen des Einbringpfostens dient. Das Abutmentsystem der Erfindung kann nahezu an alle Schnittstellen angepasst werden.

[0037] Das Implantat legt nach dem Implantieren eine sogenannte Implantatachse fest. Das Abutmentsystem der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Abutmentbasis eine drei-dimensionale Form hat, die nicht symmetrisch zu dieser Implantatachse ausgelegt ist, d.h. die drei-dimensionale Form der Abutmentbasis ist also kein Rotationskörper. Ausserdem weist die Abutmentbasis einen Mantelbereich auf, der im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form hat.

[0038] Das Abutmentsystem kann zusätzlich zu der Abutmentbasis einen separaten Prothetikpfosten umfassen, der im Bereich der skalopierten Oberseite der Abutmentbasis so befestigbar ist, dass sich der Prothetikpfosten im befestigten Zustand koaxial zu der Implantatachse erstreckt. Der Prothetikpfosten dient zum Befestigen eines Prothetikelements. [0039] Die Abutmentbasis weist bei allen Ausführungsformen eine dreidimensionale asymmetrische Form auf, die in mesialer, distaler, vestibulärer und palatinaler Richtung der natürlichen dreidimensionalen asymmetrischen Form der Schmelzzementgrenze SZG im Wesentlichen angenähert ist. Die Abutmentbasis der Erfindung wird daher auch als anatomisch geformte Abutmentbasis bezeichnet.

[0040] Die Abutmentbasis hat bei allen Ausführungsformen einen konkaven Mantelbereich, der für einen fliessenden Übergang zwischen einer rotationssymmetrischen Schnittstellenfläche (im Bereich der ersten Schnittstelle) und einer nicht-symmetrischen, umlaufenden Kante/Schulter bzw. einer nichtsymmetrischen, skalopierten Oberfläche sorgt. Mindestens ein Teilbereich dieses konkaven Mantelbereichs ist hydrophil ausgelegt.

[0041] Der konkave Mantelbereich ergibt eine Art Taillierung der Abutmentbasis entlang des Verlaufs der skalopierten Schmelzzementgrenze SZG, was zu einer besseren Integration in die umgebende Gewebestruktur führt.

[0042] Der konkave Mantelbereich hat teilweise oder vollständig eine glatte und/oder raue Kontaktoberfläche zum Weichgewebe. Diese Kontaktoberfläche ist gemäss Erfindung so ausgelegt, dass sie hydrophile oder ultrahydrophile Eigenschaften zeigt, um dadurch eine bessere Weichgewebeadhäsion zu erzielen.

[0043] Zur Erzielung einer besseren Weichgewebeadhäsion muss die Abutmentbasis bei allen Ausführungsformen sterilisiert sein. Es hat sich gezeigt, dass nur industriell angewandte Verfahren zu einer dekontaminierten und intakten Kontaktoberfläche der Abutmentbasis führen. Daher wird die Abutmentbasis industriell sterilisiert und mit intakter hydrophiler oder ultrahydrophiler Kontaktoberfläche bereit gestellt. Vorzugsweise erfolgt das Bereitstellen durch den Hersteller. Die in einer Zahnarztpraxis üblichen Sterilisationsverfahren erzielen nicht die gleichen Effekte und sie schädigen die Kontaktoberfläche, die speziell zur besseren Weichgewebeadhäsion ausgelegt wurde. [0044] Besonders als Sterilisationsverfahren für die Abutmentbasis und den Einbringpfosten geeignet sind Plasmasterilisationsverfahren (z.B. eine Argon- Plasmasterilisation).

[0045] Um eine Kontaminierung der Abutmentbasis beim Einsetzen zu verhindern, wird gemäss Erfindung die Abutmentbasis mit einem Einbringpfosten unter sterilen Bedingungen eingebracht. Dieser Einbringpfosten ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen auf dem Abutment vormontiert und wird in der sterilen Verpackung mitgeliefert.

[0046] Es geht vor allem um Abutmentbasen, die auf Implantaten fixiert werden, unmittelbar nachdem diese in den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingebracht wurden. Auf oder an diesen Abutmentbasen kann ein herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz verankert werden. Das Befestigen des Zahnersatzes erfolgt gemäss Erfindung mittels eines Prothetikpfostens, der separat von der jeweiligen Abutmentbasis ausgeführt ist.

[0047] Insbesondere geht es hier um die sogenannte Sofortimplantation, bei der unmittelbar oder kurz nach der Extraktion eines Zahns oder Zahnrests das Implantat im Knochen des Ober- oder Unterkiefers implantiert und eine Abutmentbasis der Erfindung daran befestigt wird.

[0048] Gemäss Erfindung wird die Sofortimplantation bevorzugt, um die Weichgewebemorphologie zu erhalten. Es geht vor allem um den Erhalt der gingivalen Situation unter Einsatz eines speziellen Abutmentsystems, das z.B. auf einem kommerziell erhältlichen Implantat fixiert wird, d.h. es geht um ein zweiteiliges Abutmentsystem mit Pfosten und Abutmentbasis.

[0049] Voraussetzung für eine Weichgewebeadhäsion ist das einmalige Einbringen des one-time Abutments. Dieses one-time Abutment wird nach dem Einsetzen nicht mehr ausgetauscht und verbleibt als endgültiges Abutment im Mund. Die Abformung für den Zahnersatz erfolgt aufgrund der Zweiteiligkeit des erfindungsgemässen Abutmentsystems auf dem Niveau der Abutmentbasis, wobei der Prothetikpfosten von der Abutmentbasis getrennt werden kann und dadurch die Abutmentbasis im Mund verbleibt. Dadurch wird die Weichgewebeadhäsion nicht zerstört.

[0050] Als Implantat eignen sich für alle Ausführungsformen des Abutmentsystems Implantate mit einem Grundkörper, der parallelwandig oder wurzeiförmig (konisch) ausgelegt ist und der eine rotationssymmetrische Form in Bezug zu einer zentralen Rotationsachse hat, die mit der Implantatachse zusammen fällt. Aktuell werden bevorzugt sogenannte Schraubenimplantate (screw-type implants) verwendet. Solche Schraubenimplantate - aber auch andere Standardimplantate - lassen sich im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwenden. Das Implantat dient dabei jeweils als Verankerungselement im Kieferknochen.

[0051] Gemäss Erfindung sitzt die Abutmentbasis so, dass die Oberkante supracrestal angeordnet ist. Vorzugsweise (aber nicht ausschließlich) wird die Oberkante der Abutmentbasis > 1 mm oberhalb der Knochencrete des Alveolarfaches des extrahierten Zahnes angeordnet. Besonders bevorzugt ist ein Implantationsverfahren, bei dem die Oberkante ca. 1,5 mm zirkulär über dem Kieferknochen liegt.

[0052] Als sogenannte Abutmentbasis dient ein in Serie vorgefertigtes Element/Bauteil, das als Verbindungselement zwischen dem Implantat und einer Suprakonstruktion oder Krone eingesetzt wird. Die Abutmentbasis der Erfindung dient als Zwischenglied zwischen dem Implantat und der Restauration, wobei die Abutmentbasis im Weichgewebebereich sitzt.

[0053] Aufgrund der Tatsache, dass eine Abutmentbasis zum Einsatz kommt, die in Serie vorgefertigt ist, kann eine geschlossene sterile Kette gewährleistet werden, was für die Erfindung wesentlich ist.

[0054] Gemäss Erfindung können drei oder vier verschiedene Typen/Formen von Abutmentbasen bereit gestellt werden, um den verschiedenen Formen von Frontzähnen und Prämolaren Rechnung zu tragen. [0055] Die Abutmentbasen der Erfindung können in höchster Qualität, Formhaltigkeit und mit dauerfesten Materialien in spezialisierten Fabrikationsstätten gefertigt und anschliessend nach industriellem Maßstab sterilisiert werden. Die dauerfesten Materialien können unter Berücksichtigung der Formhaltigkeit und Körperverträglichkeit ausgewählt werden. Eine Bearbeitbarkeit der Abutmentbasen ist nicht erforderlich. Es eignet sich daher vor allem Titan, Titanlegierungen und Zirkonoxid oder deren Kombination als Material der Abutmentbasen.

[0056] Vorzugsweise umfasst die Abutmentbasis bei allen Ausführungsformen ein Material, das aus der Gruppe der Metalle, der metallischen Legierungen, keramischen Materialien und Kombinationen davon ausgewählt wird.

[0057] Gemäss Erfindung kommt mindestens eine konfektioneil gefertigte und steril verpackte Abutmentbasis zum Einsatz, wobei zusammen mit der Abutmentbasis auch ein passender Einbringpfosten steril verpackt bereit gestellt wird. Die erwähnte Suprakonstruktion oder Krone ist hingegen meistens patientenindividuell gefertigt.

[0058] Gemäss Erfindung kann die Abutmentbasis z.B. über eine Polygonal- Schnittstelle mit dem Implantat verbunden werden. Je nach Auslegung ermöglicht die Polygonal-Schnittstelle drei oder mehr als drei Winkelstellungen (Indexierungspositionen) der Abutmentbasis in Bezug zum Implantat. Man gewinnt dadurch zusätzliche Freiheitsgrade, was es ermöglicht eine optimale Ausrichtung der konfektioneil gefertigten, skalopierten Abutmentbasis in Bezug zu den Knochen- und Gewebestrukturen zu erzielen.

[0059] Der Einsatz einer erfindungsgemässen Implantat-Abutment- Restaurationseinheit (hier gesamthaft als Implantatsystem bezeichnet) liefert ästhetisch sehr ansprechende Ergebnisse, da vor allem im marginalen Weichgewebe keine oder nur eine sehr geringe Rezession zu verzeichnen ist.

[0060] Mit der Erfindung können die gingivalen Gewebestrukturen und deren Kontur weitestgehend erhalten bleiben, was unter anderem ein schnelles Einwachsen und stabiles Verankern bewirkt. [0061] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind den abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.

ZEICHNUNGEN

[0062] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben.

FIG. 1A zeigt eine schematisierte Frontalansicht zweier menschlicher

Frontzähne samt des umgebenden Zahnfleischs;

FIG. 1B zeigt eine stark schematisierte Schnittansicht in mesialer Richtung betrachtet des rechten Frontzahns der Fig. 1A samt der umgebenden Weichgewebe- und Knochenmorphologie;

FIG. IC zeigt eine stark schematisierte Schnittansicht in palatinaler Richtung betrachtet des rechten Frontzahns der Fig. 1A samt der umgebenden Weichgewebe- und Knochenmorphologie;

FIG. 2A zeigt eine stark schematisierte Schnittansicht eines Prämolaren PM :

15 und eines Backenzahns BZ : 16 des Oberkiefers eines menschlichen Gebisses samt der umgebenden Weichgewebemorphologie von unten betrachtet;

FIG. 2B zeigt eine schematisierte Ansicht eines menschlichen Oberkiefers von unten betrachtet;

FIG. 3A zeigt eine stark schematisierte Perspektivansicht eines

Implantatsystems gemäss Stand der Technik, das ein parallelwandiges Implantat und ein darauf montiertes Abutment umfasst;

FIG. 3B zeigt eine stark schematisierte Draufsicht des Implantatsystems nach Fig. 3A;

FIG. 3C zeigt eine stark schematisierte Seitenansicht des Implantatsystems nach Fig. 3A;

FIG. 4 zeigt eine schematisierte Seitenansicht eines einstückigen, skalopierten, rotationssymmetrischen Zahnersatz-Implantats gemäss Stand der Technik; zeigt eine Seitenansicht einer ersten Abutmentbasis der Erfindung in mesialer Richtung betrachtet (analog zur Blickrichtung in Fig. 1B), wobei die Position und Form eines passenden beispielhaften Implantats durch strichlierte Umrisslinien angedeutet ist;

zeigt dieselbe Seitenansicht der ersten Abutmentbasis nach Fig. 5A, wobei Hilfslinien eingezeichnet sind;

zeigt eine verkleinerte Seitenansicht der ersten Abutmentbasis nach Fig. 5A zusammen mit einem aufgesetzten beispielhaften Prothetikpfosten in mesialer Richtung betrachtet;

zeigt eine Seitenansicht der ersten Abutmentbasis der Erfindung in palatinaler Richtung betrachtet;

zeigt eine stark schematisierte Draufsicht einer weiteren Abutmentbasis der Erfindung, die einen leicht deltoiden Grundriss aufweist;

zeigt eine Seitenansicht eines Prothetikpfostens zum Befestigen an einer erfindungsgemässen Abutmentbasis;

zeigt eine um 90 Grad gedrehte Seitenansicht des Prothetikpfostens nach Fig. 6B;

zeigt eine Seitenansicht eines Einbringpfostens zum Einbringen einer erfindungsgemässen Abutmentbasis;

zeigt eine um 90 Grad gedrehte Seitenansicht des Einbringpfostens nach Fig. 6D;

zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Einbringpfostens zum Einbringen einer erfindungsgemässen Abutmentbasis;

zeigt einen Schnitt durch den oberen Abschnitt des Einbringpfostens nach Fig. 6F;

zeigt eine stark vereinfachte Perspektivansicht eines beispielhaften

Implantats gemäss Stand der Technik, das im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann;

zeigt eine stark schematisierte Schnittansicht typischer Zahnformen und -grossen von unten (im Grundriss) betrachtet;

zeigt eine stark schematisierte Ansicht von vier typischen

Abutmentformen und -grossen im Grundriss betrachtet;

zeigt eine stark schematisierte Draufsicht einer weiteren

Abutmentbasis der Erfindung, die einen ovalen Grundriss aufweist; FIG. 10B zeigt eine stark schematisierte Perspektivansicht einer Krone, die zum Befestigen auf einer Abutmentbasis nach Fig. 10A aufgebaut wurde;

FIG. 11 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen

Abutmentsystems, das eine Einbringpfosten und eine Abutmentbasis umfasst, wobei beides zusammen steril in einem Gehäuse verpackt ist;

FIG. 12 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Einbringpfostens zum

Einbringen einer erfindungsgemässen Abutmentbasis;

FIG. 13 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Einbringpfostens zum

Einbringen einer erfindungsgemässen Abutmentbasis;

FIG. 14 zeigt eine Seitenansicht einer weiteren Abutmentbasis der Erfindung in mesialer Richtung betrachtet (analog zur Blickrichtung in Fig. 5A).

Detaillierte Beschreibung

[0063] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung werden Begriffe verwendet, die auch in einschlägigen Publikationen und Patenten Verwendung finden. Es sei jedoch angemerkt, dass die Verwendung dieser Begriffe lediglich dem besseren Verständnis dienen soll. Der erfinderische Gedanke und der Schutzumfang der Schutzansprüche soll durch die spezifische Wahl der Begriffe nicht in der Auslegung eingeschränkt werden. Die Erfindung lässt sich ohne weiteres auf andere Begriffssysteme und/oder Fachgebiete übertragen. In anderen Fachgebieten sind die Begriffe sinngemäss anzuwenden.

[0064] Gemäss Erfindung geht es um ein Abutmentsystem 200 (siehe z.B. Fig. 5C), das primär zur Verwendung im Bereich der vorderen Zähne und Prämolaren ausgelegt ist. Das Abutmentsystem 200 umfasst eine Abutmentbasis 102. Eine beispielhafte erste Abutmentbasis 102 ist in den Figuren 5A bis 5D gezeigt. Die Abutmentbasis 102 weist eine erste Schnittstelle 107 auf, die zum Aufsetzen auf ein Implantat 103 ausgelegt ist, wie z.B. in Fig. 5A angedeutet. Das Implantat 103 definiert nach dem Inserieren durch die Lage seiner Implantatachse AI die Lage aller weiteren Elemente (wie Abutmentbasis 103, Einbringpfosten 130, Prothetikpfosten 210 und Restaurationselemente), die an bzw. auf dem Implantat 103 befestigt werden, wie in Fig. 5C angedeutet. Zusätzlich zu der ersten Schnittstelle 107 umfasst das Abutmentsystem 200 eine zweite Schnittstelle 123 zum Befestigen des/der Restaurationselemente (z.B. eine Krone oder Suprakonstruktion).

[0065] Der Einbringpfosten 130 und der Prothetikpfosten 210 werden hier als Pfosten bezeichnet.

[0066] Die Abutmentbasis 102 weist bei allen Ausführungsformen der Erfindung eine skalopierte Oberseite 104 auf und sie hat eine drei-dimensionale Form, die nicht symmetrisch zu der Implantatachse AI ausgelegt ist. Weiterhin ist die Abutmentbasis 102 von einem Mantelbereich 111 umgeben, der im Vertikalschnitt betrachtet eine konkave Form aufweist. Diese konkave Form des Mantelbereichs 111 kann man zum Beispiel in den Figuren 5A und 5B gut erkennen.

[0067] Zusätzlich umfasst das Abutmentsystem 200 bei allen Ausführungsformen einen separaten Prothetikpfosten 210, der im Bereich der skalopierten Oberseite 104 der Abutmentbasis 102 so befestigbar ist, dass sich der Prothetikpfosten 210 im befestigten Zustand koaxial zu der Implantatachse AI erstreckt. Ein beispielhaftes Abutmentsystem 200 mit Abutmentbasis 102 und Prothetikpfosten 210 ist in Fig. 5C gezeigt.

[0068] Die Abutmentbasis 102 weist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen eine proximale Schnittstellenfläche 109 im Bereich der ersten Schnittstelle 107 auf, die im Wesentlichen eben ist und senkrecht zu der Implantatachse AI steht. Ausserdem umfasst die Abutmentbasis 102 vorzugsweise bei allen Ausführungsformen ein Durchgangsloch 117 im Bereich der skalopierten Oberfläche 104, das zum Befestigen des Prothetikpfostens 210 und/oder zum Verbinden mit dem Implantat 103 dient. In Fig. 5D kann man die Position des Durchgangsloches 117 andeutungsweise erkennen. In Fig. 6A ist das Durchgangsloch 117 einer anderen erfindungsgemässen Abutmentbasis 102 in einer Draufsicht zu sehen.

[0069] Gemäss Erfindung ist die Querschnittsform (im Vertikalschnitt durch die Abutmentbasen 102) asymmetrisch, wie im Folgenden dargelegt wird. [0070] Bei einem Frontzahn FZ zum Beispiel kann das Schmelzzementgrenzniveau SZGN2 auf der rechten und linken Seite (d.h. interdental) des Zahnes FZ: 11 in etwa auf der gleichen Höhe liegen, wie in Fig. IC angedeutet. An der Zahnfront (in Fig. 1B links) und der Zahnrückseite (in Fig. 1B rechts) folgt der Verlauf der Schmelzzementgrenze SZG (bei gesundem Zahnfleisch) mehr oder weniger der geschwungenen Kontur des Zahnfleischs 9, das eine Manschette um den Zahn bildet. In Fig. 1B ist der Verlauf der Schmelzzementgrenze SZG durch eine nach oben bauchig ausgebildete Kurve dargestellt. Der Verlauf des Knochenniveaus ist in der Seitenansicht von Fig. 1B durch eine weitere nach oben bauchig ausgebildete Kurve in strichlierter Form dargestellt, wobei das Maximum dieser Kurve als Knochenniveau KN2 bezeichnet ist. In Fig. IC ist der Verlauf der Schmelzzementgrenze SZG durch eine nach unten bauchig ausgebildete Kurve dargestellt. Der Verlauf des Knochenniveaus ist in der Ansicht von Fig. IC durch eine weitere nach unten bauchig ausgebildete Kurve in strichlierter Form dargestellt, wobei das Minimum dieser Kurve als Knochenniveau KN1 bezeichnet ist. Bei der schematisierten Darstellung in Fig. 1B liegt das Schmelzzementgrenzniveau SZGN1 der einfacheren Darstellung wegen auf der Vorder- und Rückseite des Zahnes FZ: 11 auf gleichem Niveau. D.h. die Linie, die das Schmelzzementgrenzniveau SZGN 1 abbildet, verläuft hier horizontal. Das Schmelzzementgrenzniveau SZGN1 und die Kontur des Zahnfleischs 9 liegen jedoch typischerweise an der Zahnfront auf einer anderen Höhe als an der Zahnrückseite, d.h. die Linie, die das Schmelzzementgrenzniveau SZGN1 abbildet, verläuft in der Praxis meist schräg. In Fig. 5A ist der schräge Verlauf des Schmelzzementgrenzniveaus SZGN 1 anhand eine strichlierten Hilfslinie beispielhaft dargestellt. Entsprechend unterscheidet sich an der Abutmentbasis 102 der Erfindung das Niveau NA (A steht für Aussen = vestibulär) von dem Niveau NI (I steht für Innen = oral), wie in Fig. 5A zu erkennen ist. Daraus ergeben sich eine Asymmetrie der Querschnittsform und eine speziell gerichtete Orientierung (Winkelstellung), die beim Befestigen der Abutmentbasis 102 auf dem Implantat 103 berücksichtigt werden muss.

[0071] In Fig. 5A ist anhand des ersten Abutments 102 die Asymmetrie der Querschnittsform zu erkennen, wobei anzumerken ist, dass Fig. 5A keine Schnittansicht sondern eine Seitenansicht zeigt. In den Figuren 5A bis 5C ist die Abutmentbasis 102 in der gleichen Orientierung gezeigt wie der Zahn FZ: 11 in Fig. IB.

[0072] In Fig. 2B ist andeutungsweise zu erkennen, dass jeder Zahn einen anderen typischen Querschnitt bzw. Grundriss aufweist. Die Prämolaren PM (z.B. die Zähne PM : 14 und PM : 15 gemäss FDI-Schema) haben typischerweise einen ovalen Grundriss (z.B. analog zur Grundrissform Ql in Fig. 8), die Eckzähne EZ (z.B. der Zahn EZ: 13 gemäss FDI-Schema) haben typischerweise einen deltoiden Querschnitt mit gerundeten Ecken (z.B. analog zur Grundrissform Q2 in Fig. 8) und die Frontzähne (z.B. die Zähne FZ: 11 und FZ: 12 gemäss FDI- Schema) haben typischerweise auch einen deltoiden Querschnitt mit gerundeten Ecken (z.B. analog zu den Grundrissformen Q3 und Q4 in Fig. 8).

[0073] Untersuchungen haben ergeben, dass die Formenvielfalt und die Variationen in Sachen Formen- und Grössenunterschied bei den Frontzähnen und Prämolaren nur recht klein sind. Daher ist es gemäss Erfindung möglich drei oder vier industriell gefertigte Abutmentbasen 102 (wie in Fig. 9 angedeutet) anzubieten, um in nahezu allen Fällen einen Ersatz für einen menschlichen Frontzahn FZ oder Prämolaren PM erstellen zu können.

[0074] In der Draufsicht betrachtet haben die entsprechenden Abutmentbasen 102 der Erfindung in etwa die Kontur und Dimension der Schmelzzementgrenze SZG der entsprechenden Formen Ql, Q2, Q3 und Q4, wie schematisch in Fig. 8 gezeigt. In Fig. 9 sind vier mögliche Grundrissformen und -grossen (in die Zeichnungsebene projiziert) der Abutmentbasen 102 in schematisierter Form gezeigt und mit El bis E4 bezeichnet. Bei der Grundrissform El handelt es sich um eine ovale oder leicht ovoide Form. Eine Abutmentbasis 102 nach der Grundrissform El hat vorzugsweise eine Grösse von 4,5 mm mal 6 mm und eignet sich zum Aufbau eines Zahnersatzes eines Prämolaren. Bei den Grundrissformen E2, E3 und E4 handelt es sich um deltoide Formen. Eine Abutmentbasis 102 nach der Grundrissform E2 hat vorzugsweise einen Durchmesser von 4 mm, eine Abutmentbasis 102 nach der Grundrissform E3 hat vorzugsweise einen Durchmesser von 5 mm und eine Abutmentbasis 102 nach der Grundrissform E4 hat vorzugsweise einen Durchmesser von 6 mm. Die Grundrissformen E2, E3 und E4 eignen sich vor allem zum Aufbau eines Zahnersatzes eines Eck- oder Frontzahnes. In der Draufsicht bzw. in der Projektion in die Zeichenebene betrachtet, definiert die umlaufende Kante/Schulter 105 die Grundrissformen El - E4. Keine der Grundrissformen El, E2, E3, E4 ist rotationssymmetrisch in Bezug zur Implantatachse AI, die in Fig. 9 jeweils senkrecht auf der Zeichnungsebene steht.

[0075] Es kann zum Beispiel anhand einer lokalen Untersuchung des Extraktionskanals und/oder des extrahierten Zahns und/oder mittels bildgebender Verfahren ermittelt werden, welcher Typ und welche Grösse der erfindungsgemässen Abutmentbasis 102 geeignet ist, um einen Zahnersatz aufzubauen. Beim Auswählen des Typs und der Grösse der Abutmentbasis 102 wird vorzugsweise auch die Lage und Dicke des Bindegewebes 6 oberhalb des Kieferknochens 5 (aus crestaler Richtung betrachtet) ermittelt (siehe Fig. 1B und Fig. IC). Dabei können Werte für die Dicke bzw. Lage des Bindegewebes 6 mesial (zur Kiefer-Mittellinie hin), distal (von der Kiefer-Mittellinie entfernt), vestibulär (nach außen hin) und palatinal (zum Gaumen hinweisend) berücksichtig werden.

[0076] Die Erfindung setzt nicht auf patientenindividuell angefertigte Abutmentbasen, sondern auf Abutmentbasen 102, die konfektioneil gefertigt sind. Um trotzdem jeweils optimierte Lösungen zu ermöglichen, umfasst ein Implantatsystem 100 vorzugsweise bei allen Ausführungsformen verschiedene (vorzugsweise mindestens drei) Abutmentbasen 102 mit den Formen El, E2, E3 und E4 (siehe Fig. 9), damit der Operateur jeweils eine geeignete Abutmentbasis 102 zur Hand hat, deren Form und Grösse annähernd der lokalen Situation nach der Extraktion eines Zahnes entspricht.

[0077] Ein solches Implantatsystem 100 umfasst vorzugsweise bei allen Ausführungsformen mindestens eine Abutmentbasis 102, die im Horizontalschnitt betrachtet eine elliptische Grundrissform analog zu El mindestens eine Abutmentbasis 102 und mindestens eine rundlich-deltoide Grundrissform analog zu E2 und/oder E3 und/oder E4. [0078] Die Grundrissformen El - E4 der Abutmentbasen 102 sind dabei an die Grundrissformen Ql - Q4 eines mit einem Zahnersatz-Implantat 100 zu ersetzenden Frontzahns FZ, Eckzahns EZ, oder prämolaren Zahns PM angepasst.

[0079] Von unten nach oben betrachtet weist eine Abutmentbasis 102 der Erfindung bei allen Ausführungsformen mindestens die folgenden Charakteristika auf:

- Eine erste Schnittstelle 107; Vorzugsweise befindet sich hier eine proximale Schnittstellenfläche 109, die im montierten Zustand parallel (Fläche an Fläche) zu einer distalen Oberseite 110 des Implantats 103 verläuft. Die Schnittstellenfläche 109 liegt senkrecht zur Implantatachse AI und ist im Wesentlichen eben. Vorzugsweise befindet sich hier auch ein Verbindungspfosten für ein interne oder externe Implantatverbindung 115, wie in Fig. 5A andeutungsweise und beispielhaft gezeigt.

- Einen konkaven Mantelbereich 111, der einen harmonischen (kantenfreien) Übergang schafft von der Schnittstellenfläche 109 zu einer umlaufenden Kante/Schulter 105. In Fig. 5A ist die Fläche des Mantelbereichs 111 schraffiert, um sie optisch hervor zu heben. Die Oberfläche des Mantelbereichs 111 weist teilweise oder vollständig eine glatte und/oder raue Morphologie auf und hat hydrophile oder ultrahydrophile Eigenschaften.

- Eine umlaufenden Kante/Schulter 105, die in der Projektion in eine Ebene, die senkrecht steht zur Zeichenebene der Fig. 5A, einer der Grundrissformen El, E2, E3 oder E4 der Fig. 9 entspricht oder angenähert ist. Die umlaufende Kante/Schulter 105 hat in der interdentalen Seitenansicht den in Fig. 5A gezeigten skalopierten Verlauf, wobei das Niveau NA (A steht für Aussen) unterschiedlich sein kann von dem Niveau NI (I steht für Innen). Auf der palatinalen und/oder vestibulären Seite hat die umlaufende Kante/Schulter 105 eine nach unten gewölbte Bogenform, wie in Fig. 5D zu erkennen ist. Die Weichgewebekontaktfläche der umlaufenden Kante/Schulter 105 ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen glatt.

- Eine distale, skalopierte Oberfläche 104, die in der Projektion in eine Ebene, die senkrecht steht zur Zeichenebene der Fig. 5A, einer der Grundrissformen El, E2, E3 oder E4 der Fig. 9 entspricht oder angenähert ist. [0080] In Fig. 5B sind Hilfslinien und Angaben zu erkennen, die es erlauben die Form und Dimension der Abutmentbasis 102 besser zu beschreiben. Die Schnittstellenfläche 109 liegt in einer Ebene Fl, die senkrecht steht zur Implantatachse AI. Der Abstand al (parallel zur Implantatachse AI) zwischen der Ebene Fl und der Ebene F2 beträgt je nach Abutmentbasis 102 vorzugsweise bei allen Ausführungsformen zwischen 2 mm und 8 mm. Der Abstand a2 (parallel zur Implantatachse AI) zwischen der Ebene F2 und der Ebene F3 beträgt je nach Abutmentbasis 102 vorzugsweise bei allen Ausführungsformen zwischen 0,3 mm und 5 mm. Die umlaufenden Kante/Schulter 105 hat vorzugsweise im palatinalen und vestibulären Bereich des Abutments 102 eine Dicke dl (parallel zur Implantatachse AI), die zwischen 0, 1 mm und 0,6 mm beträgt. Im Bereich des Apex 112 der Abutmentbasis 102 entspricht die Dicke der umlaufenden Kante/Schulter 105 dem erwähnten Abstand a2.

[0081] Der radiale Achsabstand ra zwischen der Implantatachse AI und dem äußersten Umfang der Schnittstellenfläche 109 beträgt vorzugsweise bei allen Ausführungsformen zwischen 1,5 mm und 3 mm. Es ist zu beachten dass die Schnittstellenfläche 109 bei allen Ausführungsformen vorzugsweise kreisförmig ausgebildet ist und konzentrisch zur Implantatachse AI liegt.

[0082] Der maximale radiale Achsabstand rmax zwischen der Implantatachse AI und dem Aussenumfang der Kante/Schulter 105 beträgt vorzugsweise bei allen Ausführungsformen zwischen 2 mm und 5 mm. Es ist zu beachten, dass die Implantatachse AI vorzugsweise im Zentrum der ovoiden oder deltoiden Formen El, E2, E3, E4 liegt.

[0083] Vorzugsweise haben alle Abutmentbasen 102 der Erfindung eine Gesamthöhe al+a2, die maximal 10 mm beträgt. Typischerweise ist die Gesamthöhe al+a2 sogar kleiner als 6 mm.

[0084] Vorzugsweise haben alle Abutmentbasen 102 der Erfindung einen Maximaldurchmesser, der maximal 10 mm beträgt. Typischerweise ist der Maximaldurchmesser kleiner gleich 6 mm. [0085] Der beschriebene konkave Mantelbereich 111 sorgt bei allen Ausführungsformen für einen fliessenden (d.h. stufenlosen) Übergang zwischen der rotationssymmetrischen Schnittstellenfläche 109 und der nichtsymmetrischen, umlaufenden Kante/Schulter 105 bzw. der nicht-symmetrischen, skalopierten Oberfläche 104.

[0086] In Fig. 5A und 5B kann man in der Seitenansicht erkennen, dass der Querschnitt asymmetrisch zur Implantatachse AI ausgelegt ist, d.h. derjenige Teil der Abutmentbasis 102, der rechts der Implantatachse AI liegt ist nicht spiegelsymmetrisch zu demjenigen Teil der Abutmentbasis 102, der links der Implantatachse AI liegt. Die Konkavität auf der vestibulären Seite (Kurve 114) und die Konkavität auf der palatinalen Seite (Kurve 113) sind deutlich unterschiedlich.

[0087] Der Apex 112 der Abutmentbasen 102 der Erfindung muss nicht bei allen Ausführungsformen unbedingt auf der Implantatachse AI liegen, wie dies bei dem in Fig. 5A und Fig. 5B gezeigtem Beispiel der Fall ist.

[0088] Die Fig. 5C zeigt eine verkleinerte Seitenansicht der ersten Abutmentbasis 102 nach Fig. 5A zusammen mit einem aufgesetzten Prothetikpfosten 210, der koaxial zu der Implantatachse AI mit der Abutmentbasis 102 verbunden (z.B. verschraubt) ist. Der Prothetikpfosten 210 weist eine Schnittstelle (hier zweite Schnittstelle 123 genannt) auf, die zum Befestigen/Anbringen einer Krone 122 oder einer Suprakonstruktion dient. So kann hier am Prothetikpfosten 210 zum Beispiel ein Kopf oder eine Platte 211 vorgesehen sein, wie in den Figuren 5C, 6B und 6D zu erkennen ist. In Fig. 6B ist zu erkennen, dass der Kopf oder die Platte 211 über den Durchmesser des Prothetikpfostens 210 hinaus ragen kann. Der Kopf oder die Platte 211 kann bei allen Ausführungsformen asymmetrisch zum Schaft 214 angeordnet sein, wie in Fig. 6B ersichtlich ist. Seitlich können der Kopf oder die Platte 211, wie in Fig. 6C ersichtlich ist, und/oder der Schaft 214 abgeflacht sein. An dem Prothetikpfosten 210 können umlaufende Nuten 212, 213 vorgesehen sein, wie gezeigt.

[0089] In Fig. 6D ist ein beispielhafter Einbringpfosten 130 zu erkennen. Der Einbringpfosten 130 kann zum Beispiel einen Kopf oder die Platte 131 aufweisen, der über den Durchmesser des Einbringpfostens 130 hinaus ragen kann. Der Kopf oder die Platte 131 ist vorzugsweise bei allen Ausführungsformen asymmetrisch zum rotationssymmetrischen Schaft 135 des Einbringpfostens 130 angeordnet, wie in Fig. 6D ersichtlich ist. Seitlich können der Kopf oder die Platte 131 abgeflacht sein, wie in Fig. 6E ersichtlich ist. An dem Einbringpfosten 130 können in Bereich des Kopfes oder der Platte 131 Riffeln vorgesehen sein, damit man den Einbringpfosten 130 besser greifen und drehen kann.

[0090] Fig. 6F zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Einbringpfostens 130 zum Einbringen einer erfindungsgemässen Abutmentbasis 102. Der hier gezeigte Einbringpfosten 130 hat einen erweiterten Kopf- oder Griffbereich 132, der ein sicheres Greifen des Einbringpfostens 130 ermöglicht. Fig. 6G zeigt einen Schnitt durch den oberen Abschnitt des Einbringpfostens 130 nach Fig. 6F. Seitlich können der erweiterte Kopf- oder Griffbereich 132 abgeflacht sein, wie in Fig. 6G ersichtlich ist. Die entsprechende Abflachung ist in Fig. 6G mit dem Bezugszeichen 137 bezeichnet. In Fig. 11 weist die Abflachung 137 nach links. An dem Einbringpfosten 130 können in Bereich des Kopf- oder Griffbereichs 132 Riffeln 134 vorgesehen sein, damit man den Einbringpfosten 130 besser greifen und drehen kann.

[0091] Der Einbringpfosten 130 der Figuren 6D und 6E und der Einbringpfosten 130 der Figur 6F kann analog zu dem Pfosten 210 der Figur 5C auf der Abutmentbasis 102 befestigt sein.

[0092] Die Abutmentbasis 102 wird mit Hilfe eines Einbringpfostens 130 in das Implantat 103 eingebracht. Dieser Einbringpfosten 130 ist über die Schnittstelle 123 mit der Abutmentbasis 102 verbunden. Der Einbringpfosten 130 ist so konzipiert, dass seine abgeflachte Seite an der vestibulären Fläche der Abutmentbasis 102 ausgerichtet ist. Der Einbringpfosten 130 erleichtert das dreidimensionale Ausrichten der asymmetrischen Abutmentbasis 102 und verhindert eine Kontaminierung der Kontaktoberfläche im Mantelbereich 111 beim Inserieren.

[0093] Vorzugsweise umfassen alle Ausführungsformen der Abutmentbasen 102 einen Verbindungspfosten für ein interne oder eine Aufnahmeöffnung für eine externe Implantatverbindung 115, der in den Figuren 5A, 5B, 5C und 5D zu erkennen ist. Der Verbindungspfosten kann polygonal und/oder rotationssymmetrisch konisch sein. Dieser Verbindungspfosten 115 bzw. die Aufnahmeöffnung dient als Schnittstelle zum Implantat 103. Falls ein solcher Verbindungspfosten 115 an der Abutmentbasis 102 vorgesehen ist, weist das Implantat 103 eine korrespondierende, entsprechend ausgebildete Aufnahmeöffnung 116 (interne Verbindung) auf. In Fig. 7 ist diese Aufnahmeöffnung 116 als schwarz dargestelltes Sechseck rein schematisch angedeutet. In Fig. 5A ist diese Aufnahmeöffnung 116 strichliert gezeigt.

[0094] Es gibt bereits zahlreiche verschiedene (Standard-) Schnittstellen 107, die es erlauben eine Abutmentbasis 102 mit einem Implantat 103 zu verbinden. Die meisten der heute eingesetzten Schnittstellen haben eine sogenannte hexagonale Schnittstelle und werden, je nach Konstellation, als interne Hex- Schnittstelle (wie in den Figuren 5A, 5B und 6A gezeigt), externe Hex- Schnittstelle, Standard-Hex-Schnittstelle, schlanke Hex-Schnittstelle, weite Hex- Schnittstelle usw. bezeichnet.

[0095] Gängige Schnittstellen sind zum Beispiel aus den Dokumenten US 4,960,381, US 5,407,359, US 5,209,666 und US 5, 110,292 bekannt. Diese vorbekannten Lösungen können im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bei allen Ausführungsformen zur Anwendung kommen.

[0096] Nachdem ein geeignetes Abutment 102 gewählt wurde, wird dieses so mit dem Implantat 103 verbunden, dass die asymmetrisch entlang des Abutments 102 umlaufende Kante/Schulter 105 möglichst in alle Richtungen (mesial, distal, vestibulär und palatinal) einen in etwa gleichen Abstand zum Kieferknochen 5 oder eine gleichmässige Lage in Bezug zum Bindegewebe 6 hat.

[0097] Die Abutmentbasis 102 hat vorzugsweise bei allen Ausführungsformen eine ausgeprägte umlaufende Kante/Schulter 105, wie z.B. in Fig. 5A zu erkennen ist. Die umlaufende Kante/Schulter 105 folgt in etwa dem Bereich des grössten Durchmessers/Umfangs der Abutmentbasis 102 in der Horizontalen betrachtet. [0098] Die Abutmentbasis 102 der Erfindung ist in etwa der asymmetrisch skalopierten Form und dem Verlauf der Schmelzzementgrenze SZG angenähert. Daher hat die Abutmentbasis 102 auch eine asymmetrisch skalopierte Form und die Abutmentbasis 102 wird so mit dem Implantat 103 verbunden, dass die Lage der skalopierten Oberfläche 104 der Abutmentbasis 102 im Wesentlichen der Lage der Schmelzzementgrenze SZG des Zahnes vor der Extraktion entspricht. Aus diesem Grund ist die Winkelstellung (Indexierungsposition) der Abutmentbasis 102 in Bezug zu dem Implantat 103 wichtig. Die (Hex-) Schnittstelle 107 spielt daher eine wichtige Rolle, da sie ein Verdrehen der Abutmentbasis 102 um die Implantatachse AI herum relativ zum fest implantierten Implantat 103 ermöglicht. Die Einbringung der asymmetrischen Abutmentbasis 102 wird mit Hilfe eines Einbringpfostens 130 erleichtert. Dieser Einbringpfosten 130 ist vorzugsweise so auf der Abutmentbasis 102 vormontiert, das seine abgeflachte Seite 130 an der vestibulären Fläche 114 der Abutmentbasis 102 ausgerichtet ist.

[0099] Nachdem die Abutmentbasis 102 in der richtigen Winkelstellung (Indexierungsposition) auf das Implantat 103 gesetzt und mit diesem (z.B. durch einen Gewindestift oder eine Schraube 120, wie in Fig. 5A gezeigt) verbunden wurde, kann eine temporäre Krone z.B. unter Einsatz eines bekannten Klebstoffs oder Zements auf der Abutmentbasis 102 befestigt werden, bis eine endgültige Krone 122 (siehe Fig. 10B) verfügbar ist. Vorzugsweise kommt zum Befestigen der Krone 122 oder einer Suprakonstruktion der erwähnte Prothetikpfosten 210 zum Einsatz. Diese Schritte sind hinlänglich bekannt und werden daher nicht weiter ausgeführt.

[00100] Um das Verbinden der Abutmentbasis 102 mit dem Implantat 103 zu ermöglichen, weisen die Abutmentbasis 102 vorzugsweise ein Durchgangsloch 117 und das Implantat 103 vorzugsweise ein Schraubenloch 118 mit Innengewinde auf, wie in Fig. 5A schematisch anhand eines Beispiels angedeutet. Das Durchgangsloch 117 und das Schraubenloch 118 verlaufen koaxial zu der Implantatachse AI. So kann ein Gewindestift oder eine Schraube 120 von oben her durch das Abutment 102 hindurch in das Schraubenloch 118 geschraubt werden, um das Abutment 102 an dem Implantat 103 zu befestigen. Das Durchgangsloch 117 hat vorzugsweise einen innen liegenden Kragen oder eine Umfangsreduzierung 121, damit ein Schraubenkopf 119 der Schraube 120 aufliegen kann. Diese Art der Verbindung der Abutmentbasis 102 mit dem Implantat 103 kann bei allen Ausführungsformen zur Anwendung kommen. Es gibt aber auch andere bekannte Ansätze, die angewendet werden können. Wichtig ist, dass der Prothetikpfosten 210 von oben her in die Abutmentbasis 102 eingesetzt und dort befestigt werden kann.

[00101] Bei den entsprechend ausgeführten Implantatsystemen 100 ist das Durchgangsloch 117 in der Draufsicht auf die skalopierte Oberfläche 104 der Abutmentbasis 102 zu erkennen, wie in den Figuren 6A und 10A gezeigt. Auch in der Seitenansicht der Abutmentbasis 102 (siehe Fig. 5D) kann das Durchgangsloch 117, je nach Orientierung, zu erkennen sein.

[00102] In Fig. 6A ist eine Draufsicht auf eine Abutmentbasis 102 gezeigt, die eine leicht deltoide Form hat. In der Draufsicht sind sowohl das Durchgangsloch 117 als auch der Kragen bzw. die Umfangsreduzierung 121 zu erkennen. In Fig. 10A hingegen ist eine Draufsicht auf eine Abutmentbasis 102 gezeigt, die eine ovoide Form hat. In der Draufsicht sind sowohl das Durchgangsloch 117 als auch der Kragen bzw. die Umfangsreduzierung 121 zu erkennen.

[00103] Vorzugsweise wird das erfindungsgemässe Implantatsystem 100, das mindestens eine Abutmentbasis 102, das (Standard-)Implantat 103, den Einbringpfosten 130 und eventuell auch den Prothetikpfosten 210 umfasst, kurz nach der Extraktion eines Zahnes (z.B. eine Frontzahnes FZ) implantiert, um die umgebenden Weichgewebe- und Knochenstrukturen nicht dauerhaft zu„stören". Dabei wird darauf geachtet, dass die Einheit aus Implantat 103 und Abutmentbasis 102 im Gegensatz zur Lehrmeinung so im Knochen fixiert wird, dass die skalopierte Fläche 104 der Abutmentbasis 102 ca. 1,5 mm supracrestal zu liegen kommt. In Fig. 7 ist ein beispielhaftes Standardimplantat 103 mit konisch geformtem Grundkörper gezeigt, wobei das Implantat 103 ein Aussengewinde 106 und eine mechanische Schnittstelle 107 zum Verbinden mit der Abutmentbasis 102 der Erfindung umfasst.

[00104] Das Implantat 103 kann bei allen Ausführungsformen entweder einen parallelwandigen oder einen konischen (wurzeiförmigen) Grundkörper aufweisen. In Fig. 5A ist durch gestrichelte Linien ein Implantat 103 mit parallelwandigem Grundkörper angedeutet. In Fig. 7 ist hingegen ein Implantat 103 mit konischem Grundkörper schematisch dargestellt. Beim Einbringen der notwendigen Bohrung im Kieferknochen 5 muss der Typ/die Form des Implantats 103 entsprechend berücksichtigt werden.

[00105] Es kann auch temporär ein Abdruckpfosten auf die Abutmentbasis 102 aufgeschraubt/aufgesteckt werden, der im Mund des Patienten dem negativen, kauflächigen Profil der Abutmentbasis 102 (Profil in der Aufsicht) im weitesten Sinne entspricht. Es kann jedoch auch der Prothetikpfosten als Abdruckpfosten dienen. Wichtig ist, dass der Sitz des Abdruckpfostens in der 3-dimensionalen Betrachtung in Bezug zur Abutmentbasis 102 genau definiert ist.

[00106] Die Abutmentbasis 102 umfasst bei allen Ausführungsformen ein biokompatibles Material, vorzugsweise Titan, oder eine Titanlegierung oder Zirkonoxid, oder deren Kombinationen, und kann, auf Wunsch, z.B. mit Titan- Zirkonoxidkeramik und/oder Titan-Niob-Oxidnitridkeramik beschichtet sein. Die Weichgewebekontaktfläche des Mantelbereichs 111 kann teilweise oder vollständig poliert, maschiniert, plasmabehandelt, gestrahlt, geätzt, gelasert oder mit bioaktiven Materialien beschichtet sein bzw. eine dieser Kombinationen aufweisen. Entscheidend ist, dass die Oberfläche mindestens im Bereich der Weichgewebekontaktfläche des Mantelbereichs 111 hydrophile oder ultrahydrophile Eigenschaften aufweist, um eine Weichgewebeadhäsion zu erzielen.

[00107] Zur Erzielung einer hydrophilen oder ultrahydrophilen Oberfläche ist die Weichgewebekontaktfläche des konkaven Mantelbereichs 111 beispielsweise durch Hydroxygruppen vollständig hydroxyliert. Diese Hydroxygruppen können durch elektrolytische oder chemische Säureätzung des konkaven Mantelbereichs 111 erzeugt werden. Die Hydroxygruppen befinden sich in der äussersten Schicht der Oberfläche des konkaven Mantelbereichs 111 der Abutmentbasis 102.

[00108] Um die hydrophilen oder ultrahydrophilen Eigenschaften der Weichgewebekontaktfläche des Mantelbereichs 111 zu erhalten, kann die Abutmentbasis 102 zusammen mit dem Einbringpfosten 130 in Flüssigkeiten oder Gasen in einem Behälter 150, der für Gase und Flüssigkeiten undurchlässig ist, geliefert/aufbewahrt werden. Der Behälter 150 besteht an seinen Innenflächen aus einem Material, welches die hydrophilen oder ultrahydrophilen Eigenschaften der Weichgewebekontaktfläche der Abutmentbasis 102 nicht verändert. Besonders geeignet sind Behälter 150 aus Glas oder Plexiglas.

[00109] Vorzugsweise umfasst der konkave Mantelbereich 111 der Abutmentbasis 102 bei allen Ausführungsformen eine glatte und/oder mikroraue Oberfläche 127.

[00110] In Fig. 14 ist eine beispielhafte schematische Darstellung einer Abutmentbasis 102 gezeigt, wobei der konkave Mantelbereich 111 der Abutmentbasis 102 einen mikrorauen Abschnitt 128 (durch eine dunklere Flächenfüllung dargestellt) und einen glatteren Abschnitt 127 (durch eine hellere Flächenfüllung dargestellt) aufweist. Bei allen Ausführungsformen, die einen glatten Abschnitt 127 und einen mikrorauen Abschnitt 128 aufweisen, gibt es eine Trennungslinie 129 im Mantelbereich 111. Diese Trennungslinie 129 definiert den Übergang zwischen dem bindegewebigen (mikrorauen) Abschnitt 128 und dem epithelialem (glatten) Abschnitt 127 der Weichgewebekontaktfläche. Vorzugsweise hat diese Trennungslinie 129 bei allen Ausführungsformen einen skalopierten Verlauf, wie in Fig. 14 gezeigt. Vorzugsweise folgt diese Trennungslinie 129 bei allen Ausführungsformen dem Scallop der umlaufenden Schulter 105 und hat daher einen asymmetrischen Verlauf.

[00111] Vorzugsweise befindet sich der mikroraue Abschnitt 128, falls vorhanden, bei allen Ausführungsformen in demjenigen Flächenbereich des konkaven Mantelbereichs 111, an dem nach dem Einbringen der Abutmentbasis 102 Bindegewebe anliegen soll.

[00112] Vorzugsweise erstreckt sich der glattere Abschnitt 127, falls vorhanden, bei allen Ausführungsformen im Bereich zwischen dem mikrorauen Abschnitt 128, falls vorhanden, und der umlaufenden Schulter 105 der Abutmentbasis 102, wie in Fig. 14 zu erkennen ist. [00113] Vorzugsweise erstrecken sich der mikroraue Abschnitt 128 und der glattere Abschnitt 127, falls beide vorhanden sind, bei allen Ausführungsformen ringförmig um die Implantatachse AI herum, wobei die Trennungslinie 129 zwischen dem mikrorauen Bereich 128 und glatten Abschnitt 127 skalopiert verläuft.

[00114] Vorzugsweise wird der mikroraue Abschnitt 128, falls vorhanden, bei allen Ausführungsformen durch eine Kombination aus Sand- oder Korundstrahlen und Säureätzen einer Titan-Oberfläche des konkaven Mantelbereichs 111 hergestellt, wobei zum Beispiel das SLA®-Verfahren der Firma Straumann angewendet werden kann, das für die Oberflächenbehandlung von Implantatpfosten entwickelt wurde. Details sind z.B. dem Europäischen Patent EP0388576 Bl zu entnehmen.

[00115] Vorzugsweise wird der glatte Bereich 127, falls vorhanden, durch Elektropolitur der Oberfläche und durch anschliessendes Säureätzen hergestellt.

[00116] Die Begriffe mikrorau und glatt beziehen sich auf die makroskopische Beschaffenheit der Oberfläche.

[00117] Die hydrophilen oder ultrahydrophilen Eigenschaften der Weichgewebekontaktfläche im Mantelbereich 111 ergeben sich vorzugsweise bei allen Ausführungsformen dadurch, dass Nanostrukturen durch eine lokale Oberflächenbehandlung erzeugt werden. Diese Nanostrukturen verbessern die Anhaftung der Proteine während der Wundheilungsphase.

[00118] Es kann das OsseoSpeed™ Verfahren der Firma Astra Tech AB angewendet werden, um bei allen Ausführungsformen die hydrophilen oder ultrahydrophilen Eigenschaften zu erzeugen. Details sind z.B. der europäischen Patentanmeldung EP 2022447 AI zu entnehmen.

[00119] Vorzugsweise kommt bei allen Ausführungsformen ein Implantat 103 zum Einsatz, das im Bereich der Schnittstelle 107 eine angefaste Kante 108 hat, die 360 Grad umläuft. In Fig. 5A ist ein Implantat 103 mit Fase 108 an der distalen Oberseite 110 angedeutet. Die Oberseite 110 des Implantats 103 ist in diesen Fällen nicht komplett eben.

[00120] Ein Implantatsystem 100 mit einem solchen Implantat 103 mit Fase 108 und einem oder mehreren Abutmentbasen 102 und mit einem Einbringpfosten 130, ist gegenüber bisherigen Implantatlösungen besonders vorteilhaft, zumal sich eine taillierte Gesamtkonstellation aufgrund der Fase 108 und der speziell konkav geformten Mantelfläche 111 ergibt.

[00121] In Fig. 10A ist eine stark schematisierte Draufsicht einer weiteren Abutmentbasis 102 der Erfindung gezeigt, die hier einen ovalen Grundriss aufweist. Fig. 10B zeigt eine schematisierte Perspektivansicht einer Krone 122, die zum Befestigen auf der Abutmentbasis 102 nach Fig. 10A ausgelegt wurde. In Fig. 10B liegt die Krone 122 mit der Zahnvorderseite (Zahnfront) auf einer Unterlage. Die Rückseite der Krone 122 ist in Fig. 10B sichtbar. Man kann erkennen, dass die Krone 122 eine komplementäre Innenform 124 aufweist, die genau an die Form und Dimension der Abutmentbasis 102 nach Fig. 10A angepasst ist. Die Krone 122 hat einen umlaufenden Rand 125, der in etwa der Form der umlaufenden Kante/Schulter 105 der Abutmentbasis 102 entspricht. Beim Befestigen der Krone 122 auf der Abutmentbasis 102 sitzt die skalopierte Oberseite 104 der Abutmentbasis 102 im Inneren der Krone 122 und der umlaufenden Rand 125 sitzt bündig auf der umlaufenden Kante/Schulter 105 der Abutmentbasis 102.

[00122] Gemäss Erfindung darf die Abutmentbasis 102 nicht vor dem Implantieren oder Einbringen nachbearbeitet (z.B. geschliffen oder poliert) werden, da durch ein Nachbearbeiten die sterilen Oberflächen zerstört und die hydrophile oder ultrahydrophile Kontaktfläche beschädigt werden können.

[00123] Abutmentbasen 102, die intraoperativ in Kontakt mit Körperflüssigkeiten waren oder kontaminiert wurden, dürfen nicht wiederverwendet werden.

[00124] Die Abutmentbasis 102 sollte weder stark alkalischen Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln noch anderen Lösungen ausgesetzt werden, da diese die Oberfläche chemisch angreifen und gegebenenfalls zur Auflösung/Zerstörung der hydrophilen oder ultrahydrophilen Oberfläche führen.

[00125] Vorzugsweise sollten stets nur fabrikneue, steril verpackte Abutmentbasen 102 eingesetzt werden.

[00126] Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Abutmentsystems 200, das einen Einbringpfosten 130 und eine Abutmentbasis 102 umfasst, wobei beides zusammen steril in einem Gehäuse 150 verpackt ist. Das Gehäuse 150 kann z.B. einen dicht verschließenden Deckel oder Pfropfen 151 umfassen und es kann mit einer Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser oder ein Gel) oder einem inerten Gas befüllt sein, um die hydrophile oder ultrahydrophile Oberfläche zu schützen. Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 11 ist vorzugsweise die vestibuläre Seite des Einbringpfostens 130 abgeflacht (Abflachung 137), wie in Fig. 6G zu erkennen ist.

[00127] Fig. 12 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren erfindungsgemässen Einbringpfostens 130. Dieser Einbringpfosten 130 ist im Wesentlichen zylindrisch oder konisch ausgeführt und er weist keine Umfangserweiterung im oberen Endbereich auf. Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 12 ist vorzugsweise die vestibuläre Seite des Einbringpfostens 130 abgeflacht. In Fig. 12 ist die entsprechende Abflachung mit dem Bezugszeichen 136 bezeichnet.

[00128] Damit ein solcher Einbringpfosten 130 besser gepackt und um die Rotationsachse gedreht werden kann, ist vorzugsweise die Oberfläche mindestens im Bereich der Abflachung 136 mit einer Riffelung versehen, wie in Fig. 12 angedeutet.

[00129] Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren erfindungsgemässen Einbringpfostens 130. Dieser Einbringpfosten 130 hat einen vergrößerten Kopfbereich. Wie in Fig. 6D, weist der Einbringpfosten 130 der Fig. 13 einen Kopf oder eine Platte 131 auf. Der Kopf oder die Platte 131 ist vorzugsweise asymmetrisch zum rotationssymmetrischen Schaft 135 des Einbringpfostens 130 angeordnet, wie in Fig. 13 ersichtlich ist. Dieser Kopf oder diese Platte 131 ist so ausgelegt, dass der Einbringpfosten 130 auch als Prothetikpfosten 210 dienen kann. Um ein besseres Greifen des Einbringpfostens 130 beim Einbringen der Abutmentbasis 102 zu ermöglichen, wurde der Kopf oder die Platte 131 durch einen Aufsatz 133 erweitert. Dieser Aufsatz 133 kann aus einem Metal (z.B. Titan) oder auch aus einem Kunststoff gefertigt sein. Nachdem die Abutmentbasis 102 samt Einbringpfosten 130 aus einem geeigneten sterilen Gehäuse 150 (z.B. einem Gehäuse 150 nach Fig. 11) entnommen wurde, wird die Abutmentbasis 102 auf einem Implantat 103 befestigt (z.B. durch verschrauben), das sich in der Extraktionsalveole befindet. Dabei wird die Abutmentbasis 102 nicht direkt berührt, sondern der Einbringpfosten 130 dient als Handhabungsmittel. Nachdem die Abutmentbasis 102 mit dem Implantat 103 verbunden wurde, kann der Aufsatz 133 entfernt werden. Es verbleibt dann ein Pfosten auf der Abutmentbasis 102, der dem Pfosten nach Fig. 6D ähnelt. Dieser verbleibende Pfosten kann als Prothetikpfosten 210 für einen provisorischen Zahnersatz dienen. Später kann ein anderer Prothetikpfosten aufgesetzt werden, bevor dann ein endgültiger Zahnersatz (z.B. eine Krone 122 nach Fig. 10B) über diesen Prothetikpfosten dauerhaft mit der ursprünglich eingesetzten Abutmentbasis 102 verbunden wird.

[00130] Vorzugsweise hat der Einbringpfosten 130 eine sieht- und oder spürbare Markierung, die dazu dient die Abutmentbasis 102 in der richtigen Orientierung in den Kiefer des Patienten einbringen zu können. Bei den Abbildungen der Figuren 6D, 6E, 6F, 6G, 11, 12, 13, weist der Einbringpfosten 130 im Bereich des Kopfes oder der Platte 131 und/oder des Schaftes 135 eine Abflachung auf, welche die vestibuläre Seite definiert. Statt einer Abflachung kann bei allen Ausführungsformen aber auch eine andere fühl- und/oder sichtbare Markierung zur Anwendung kommen.

Bezugszeichen:

weitere Schnittstelle 123 komplementäre Innenform 124

umlaufender Rand 125

weitere Schnittstelle 126

glatter Abschnitt 127

mikrorauer Abschnitt 128

Trennungslinie 129

Einbringpfosten 130

Kopf oder Platte 131

Kopf- oder Griffbereich 132

Aufsatz 133

Riffeln 134

Schaft 135

Abflachung 136

Abflachung 137

Gehäuse 150

Deckel oder Pfropfen 151

Abutmentsystem 200

Prothetikpfosten 210

Kopf oder Platte 211

Nut 212

Nut 213

Schaft 214

Abstand al

Implantatachse AI

Backenzahn BZ

Dicke dl

Grundrisse (in Projektion) El, E2, E3, E4

Eckzahn EZ

Ebenen Fl, F2, F3

Knochenniveau KN1, KN2

Niveau Innen (oral) NI

Niveau Aussen (vestibulär) NA

Oberkante OK

Prämolar PM

Querschnitte Ql, Q2, Q3, Q4

Schneidezahn FZ

Schmelzzementgrenze SZG

Schmelzzementgrenzniveau SZGN 1; SZGN2