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Patent Searching and Data


Title:
ABUTMENT WITH CLAMP FASTENING IN THE IMPLANT BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/120010
Kind Code:
A1
Abstract:
An abutment (20) is described for mounting on an implant body (10) that has a receiving recess for the abutment. The abutment comprises a connector part (22) for introduction into the receiving recess of the implant body (10), and an abutment part (24) that adjoins the connector part (22) and receives a superstructure (40). The connector part (22) and the abutment part (24) are formed in one piece. In the abutment part (24) and in the connector part (22), there is a through-channel (28) into which a clamping pin (30) can be inserted to form an outer circumferential enlargement in the area of the lower end of the connector part (22), for the formation of a clamping connection with the inner wall of the receiving recess of the implant body (10).

Inventors:
MÜLLER, Thomas (Erlenstegenstr. 3, Nürnberg, 90491, DE)
Application Number:
EP2012/053815
Publication Date:
September 13, 2012
Filing Date:
March 06, 2012
Export Citation:
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Assignee:
MÜLLER, Thomas (Erlenstegenstr. 3, Nürnberg, 90491, DE)
International Classes:
A61C8/00; A61C5/73
Domestic Patent References:
WO2008111068A12008-09-18
Foreign References:
EP1419746A22004-05-19
JP2010046153A2010-03-04
US5197881A1993-03-30
DE102007025019A12008-12-04
DE102005027401A12006-12-14
EP0651976A11995-05-10
DE102006007233A12007-08-16
FR2690069A11993-10-22
Attorney, Agent or Firm:
KÖHLER, Walter et al. (Louis-Pöhlau-Lohrentz, Postfach 30 55, Nürnberg, 90014, DE)
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Claims:
Ansprüche

Aufbauvorrichtung (20) zum Aufbau auf und/oder in einem

Implantatkörper (10), der eine Aufnahmeausnehmung für die

Aufbauvorrichtung aufweist;

die Aufbauvorrichtung umfassend:

ein Verbindungsteil (22) zum Einbringen in die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) und ein an das Verbindungsteil (22) anschließendes Aufbauteil (24) zur Aufnahme einer Suprakonstruktion (40),

wobei das Verbindungsteil (22) und das Aufbauteil (24) einstückig verbunden sind,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,

dass der obere Endabschnitt des Verbindungsteils (22) komplementär ist zu der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10), die eine konisch zulaufende Innenwandung aufweist,

dass in dem Aufbauteil (24) und in dem Verbindungsteil (22) oder mindestens in dem Verbindungsteil (22) ein Durchgangskanal (28) ausgebildet ist, in den ein Klemmstift (30) einführbar ist unter Ausbildung einer Klemmverbindung des Verbindungsteils (22) mit der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10), und

dass die Klemmverbindung dadurch ausgebildet wird, dass mit dem

Einführen des Klemmstifts (30) in den Durchgangskanal (28) eine Außenumfangsvergrößerung des Verbindungsteils (22) und/oder eine gegen eine Verformung wirkende Versteifung des Verbindungsteils (22) ausgebildet wird.

Aufbauvorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenumfangsvergrößerung und/oder die Versteifung im

Bereich des unteren Endes des Verbindungsteils (22) ausgebildet wird.

Aufbauvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der untere Endabschnitt des Verbindungsteils (22) eine Klemmbackeneinrichtung (22k) aufweist, in die sich der

Durchgangskanal (28) hinein erstreckt und die zur

Außenumfangsvergrößerung aufspreizbar ausgebildet ist durch Einführen des Klemmstifts (30) in den Durchgangskanal (28), und/oder dass der Durchgangskanal (28) an der Außenseite des

Verbindungsteils (22) ausmündet und der in den Durchgangskanal (28) eingeführte Klemmstift (30) mit seinem Ende dort austritt und das austretende Ende des Klemmstifts (30) an der Außenseite des unteren Endabschnitts des Verbindungsteils (22) angeordnet ist, um die Vergrößerung des Außenumfangs in diesem Bereich zu erzeugen. Aufbauvorrichtung nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass zur Ausbildung der Klemmbackeneinrichtung (22k) der untere Endabschnitt des Verbindungsteils (22) geschlitzt ausgebildet ist und im Bereich des Schlitzes eine Klemmbackenausnehmung (22ak)

ausgebildet ist.

Aufbauvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Klemmbackeneinrichtung (22k) Klemmbacken aufweist, zwischen denen die Klemmbackenausnehmung (22ak) ausgebildet ist.

Aufbauvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Durchgangskanal (28) in die Klemmbackenausnehmung (22ak) ausmündet.

Aufbauvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Durchgangskanal (28) im Bereich der Klemmbackeneinrichtung (22k) außerhalb der Klemmbackenausnehmung (22ak) ausmündet.

Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass der Durchgangskanal (28) in der Längsmittelachse der

Aufbauvorrichtung (20) oder versetzt zur Längsmittelachse der

Aufbauvorrichtung (20) ausgebildet ist.

9. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet

dass der Durchgangskanal (28) winkelig zur Längsmittelachse der Aufbauvorrichtung (20) angeordnet ausgebildet ist.

10. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenseite der Klemmbackeneinrichtung (22k) zylinderförmig oder polygonprismatisch ausgebildet ist.

11. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Außenseite der Klemmbackeneinrichtung (22k) kegelförmig ausgebildet ist.

12. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Querschnittskontur der Klemmbackeneinrichtung (22k) rund oder oval oder polygonal ausgebildet ist.

13. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Klemmbackeneinrichtung (22k) an der der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) zugewandten Seite zumindest teilweise eine raue Oberfläche (22kr) und/oder eine mit makroskopischen Vertiefungen und Erhebungen strukturierte Oberfläche und/oder eine glatte Oberfläche aufweist.

14. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass der Klemmstift (30) einen Klemmabschnitt (30k) aufweist, der mit der Innenwandung der Klemmausnehmung (22ak) zusammenwirkt.

15. Aufbauvorrichtung nach Anspruch 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Klemmabschnitt (30k) gegenüber dem Schaft des Klemmstifts (30) hervorspringt.

16. Aufbauvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Klemmabschnitt (30k) kegelförmig oder keilförmig oder zylinderförmig oder polygonprismatisch ausgebildet ist.

17. Aufbauvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass unterhalb der Klemmausnehmung (22ak) eine hinter die

Klemmausnehmung (22ak) zurückspringende Freigabeausnehmung (22af) angeordnet ist, in die der Klemmabschnitt (30k) des Klemmstifts

(30) zum Lösen der durch Spreizen der Klemmbackeneinrichtung (22k) ausgebildeten Verbindung einführbar ist.

18. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Klemmstift (30) linear oder gebogen ausgebildet ist.

19. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass der Klemmstift (30) in seinem oberen Endabschnitt eine Rille (30r) und/oder einen ringförmigen Vorsprung (30v) aufweist.

Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass an dem oberen Endabschnitt des Verbindungsteils (22) ein Kegel ausgebildet ist, der komplementär ist zu einem als Kegelsitz

ausgebildeten oberen Sitz in der Aufnahmeausnehmung des

Implantatkörpers (10), und

dass für das Verbindungsteil (22) die Innenwandung des unteren

Endabschnitts der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) einen unteren Sitz bildet. 21. Aufbauvorrichtung nach Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass der an dem oberen Endabschnitt des Verbindungsteils (22) ausgebildete Kegel ein selbsthemmender Konus ist mit einem in der Medianebene gemessenen Konuswinkel von ca.0,5 bis 15°, bevorzugt 1 bis 6° und am bevorzugtesten 1 bis 2°.

Aufbauvorrichtung nach Anspruch 21 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Haftkraft zwischen dem Kegel und dem oberen Sitz 30% bis 60% der zwischen dem Verbindungsteil (22) und dem Implantatkörper (10) insgesamt ausgebildeten Haftkraft beträgt.

23. Aufbauvorrichtung nach Anspruch 20,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Haftkraft des unteren Endabschnitts des Verbindungsteils (22) in dem unteren Sitz 30% bis 60% der zwischen dem Verbindungsteil (22) und dem Implantatkörper (10) insgesamt ausgebildeten Haftkraft beträgt.

24. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 4 bis 23, dadurch gekennzeichnet,

dass die in dem Implantatkörper (10) ausgebildete

Aufnahmeausnehmung ohne Hinterschneidung ausgebildet ist.

25. Aufbauvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Verbindungsteil (22) zum unmittelbaren Eingreifen in die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) ausgebildet ist.

26. Implantatkörper (10) zur Aufnahme einer Aufbauvorrichtung (20) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Implantatkörper (10) eine Aufnahmeausnehmung für die

Aufbauvorrichtung (20) aufweist.

27. Implantatkörper nach Anspruch 25,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Außenquerschnitt des Implantatkörpers (10) rund oder oval oder polygonal ist.

28. Implantatkörper nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet,

dass die Innenwandung der Aufnahmeausnehmung zumindest teilweise eine raue Oberfläche (10r) und/oder eine mit makroskopischen

Vertiefungen und Erhöhungen strukturierte Oberfläche oder glatte Oberfläche aufweist.

Implantatkörper nach einem der Ansprüche 26 bis 28,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) '

Querschnitt rund oder oval ausgebildet ist.

30. Implantatkörper nach einem der Ansprüche 26 bis 29,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers (10) eine konisch zulaufende Innenwandung aufweist.

Bausatz umfassend einen Implantatkörper (10) und eine

Aufbauvorrichtung (20) mit Klemmstift (30),

wobei der Implantatkörper (10) nach einem der Ansprüche 25 bis 28 und/oder die Aufbauvorrichtung (20) mit dem Klemmstift (30) nach ei der Ansprüche 1 bis 24 ausgebildet sind bzw. ist.

Description:
Aufbauvorrichtung mit Klemmbefestigung im Implantatkörper

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufbauvorrichtung zum Aufbau auf ein Zahnimplantat, die mit dem Implantatkörper verankert wird. Ferner betrifft die Erfindung einen Implantatkörper zur Aufnahme einer solchen

Aufbauvorrichtung. Außerdem betrifft die Erfindung einen Bausatz bestehend aus einem Implantatkörper und einer Aufbauvorrichtung.

Ein Zahnimplantat wird im Allgemeinen in den Kieferknochen eines Patienten eingesetzt. Dabei kommen sowohl einteilige, wie auch zweiteilige

Implantatsysteme zum Einsatz. Im Gegensatz zu einteiligen Implantatsystemen bestehen zweiteilige Implantatsysteme aus einem Aufbaupfosten und einem Implantat bzw. Implantatkörper. Der Vorteil von zweigeteilten

Implantatsystemen ist weltweit anerkannt, so dass über 95% der dentalen Implantatsysteme zweiteilig gesetzt werden.

Es ist eine Vielzahl von prothetischen Aufbaupfosten auf Implantaten bekannt. Diese Aufbaupfosten werden in den meisten Fällen mit dem Implantatkörper verschraubt, ein paar wenige werden verklebt. Auf dem Markt gibt es Außenverbindungen, welche jedoch eher bei älteren

Systemen eingesetzt werden. Bei der Außenverbindung wird der Aufbaupfosten mit einer starken Halteschraube von außen mit dem Implantatkörper verbunden. Wenn sich diese Halteschraube löst, wird der Aufbaupfosten sofort locker.

Seit ca. 20 Jahren werden hauptsächlich Innenverbindungen verwendet. Bei diesen Innenverbindungen wird die Kraft über die Flächen des Aufbaupfostens, der im Implantat angeordnet ist, übertragen. Dabei übernimmt die Schraube keine Kraftverbindung, sondern dient nur zur Sicherung.

Ein Nachteil der verschraubten Aufbaupfosten ist die Größe der Schraube. Bei geraden Aufbaupfosten mit sehr großen Durchmessern ist die Statik nicht beeinträchtigt und deshalb gibt es keine Probleme. Jedoch bei kleinen

Durchmessern der Implantate, die zur Zeit bei 3,0 mm Außendurchmesser des Implantats als kleinster Durchmesser bei allen großen Herstellern liegen, wird das Problem der geringen Dimensionierung deutlich. Da die Schraube

Drehkräfte aufnehmen muss, scheint ein Durchmesser von 1 mm für den

Schraubenkern nötig zu sein, was auch aus Messungen der großen Hersteller resultiert. Daraus ergibt sich ein Schraubenschacht von 1 ,5 - 1 ,7 mm

Durchmesser, da die Schraube mit Gewinde durchpassen muss. Zusätzlich wird für den Schraubenkopf, der meist aus einer Sechskant-,

Achtkant-, Stern- oder selten noch aus einer Schlitzvertiefung für den

Schraubendreher besteht, etwas mehr Platz benötigt. Für den Schraubenkopf sollte man mit Durchmessern von 1 ,8 - 2 mm rechnen. Um den Durchmesser des Aufbaus möglichst gering halten zu können, wird daher der Schraubenkopf meistens über dem Implantat angeordnet.

Bei optimaler Materialstärkenausnutzung bleibt, wenn man zweifache

Implantatwandungen, zweifache Aufbaupfosten (Wandstärken ca. 0,3 - 0,4 mm) und einen Schraubenkanal in der Mitte abzieht, rein rechnerisch eine

Wandstärke im Schnitt für jede Wand von kleiner als 0,4 mm.

Eine so geringe Wandstärke ist grenzständig. Wie durch einschlägige Studien belegen wurde, verformen sich bei Kaubelastung die Wände bei diesen ganz dünnen Implantaten, was zu Spannungen am Knochen führt.

In der Zahnmedizin nennt man ein Verbindungsteil zwischen dem Implantat und der Suprakonstruktion, wie beispielweise einer Krone, Brücke oder Prothese, ein Abutment. Dieses Abutment kann bei abgewinkelten Aufbauten nicht auf dem Implantat beginnen, d. h. der Sockel ist schlecht mit einer Krone

abdeckbar. Dieses wäre aber manchmal sinnvoll, wenn die Schleimhaut sehr dünn ist und das Implantat knapp unter dieser beginnt. Zusätzlich dazu muss bei abgewinkelten Implantaten ein gerader

Schraubenschacht (Verlängerung zum Implantat) freigelassen werden, was sich ebenfalls negativ auf die Statik auswirkt, bzw. bei ausreichender Statik zu einer stärkeren Ausprägung des Sockels führt. Außerdem werden Abwinkelungen oft nur bis 15 Grad, 20 Grad oder sehr selten bei einzelnen Herstellern bis 30 Grad angeboten. Größere

Abwinkelungen sind aus statischen Gründen nicht möglich. Der Grund liegt jedoch nicht an der Implantatausrichtung im Knochen, dort wären auch 45 Grad des Aufbaus zum Implantat kein Problem, sondern in der Statik des

Aufbaupfostens selbst.

Es gibt verschiedene Ansätze, das Problem zu lösen. Eine Möglichkeit besteht in verklebbaren Abutments. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass die Verbindung nicht mehr zu lösen ist. Eine weitere Möglichkeit ist ein dreiteiliger Aufbaupfosten mit einem abgewinkelten Zwischenteil. Dieser bringt jedoch noch mehr Statikprobleme mit sich. Zusätzlich kennt man Implantate mit einer Abwinkelung im Kopfbereich. Das bedeutet, das eigentliche Implantat ist schon abgeschrägt, so dass der

Aufbaupfosten schon schräg sitzt. Dieses lässt sich jedoch nur mit einem festen Winkel und in einer Position verwenden. Außerdem weist dieser Aufbaupfosten ebenfalls einen starken Sockel, diesmal direkt am Implantat, auf.

Bei einem weiteren Ansatz wird ein Keil verwendet, der auf einem Sechskant ruht. Beim kräftigen Draufschlagen auf den Aufbaupfosten drückt sich der Keil von unten zwischen die beiden Aufbauenden, drückt diese auseinander und verkeilt diese unlösbar. Ein Problem dieser Verankerung liegt darin, dass sie nur einmal einsetzbar und nicht wieder lösbar ist. Das macht ein Einprobieren der Arbeit schwierig. Ein weiterer Nachteil dieser Art von Aufbaupfosten ist, dass er nur für dieses spezielle Implantatsystem nutzbar ist.

Die EP 0 651 976 A1 -beschreibt eine Vorrichtung zur Befestigung eines Zahnersatzes im menschlichen Körper. Es ist ein im Kiefer eingesetztes

Implantat vorgesehen mit einem Sackloch, in das eine zylindrische Hülse eingesetzt und darin befestigt ist. In die Hülse ist ein Sekundärteil einsetzbar mit einem oberen konischen Abschnitt und einem unteren Abschnitt auf, dessen unterer geschlitzter Endabschnitt eine Verdickung aufweist, die nach dem Einsetzen des Sekundärteils in das Sackloch des Implantats wieder aufspringt und eine Hinterschneidung an der unteren Stirnseite der Hülse hintergreift. Das Sekundärteil weist in dem oberen konischen Abschnitt ein Gewindeloch auf, das in ein Durchgangsloch übergeht. In das Gewindeloch greift ein Gewindeabschnitt eines Doms ein, dessen unterer zylindrischer Abschnitt den geschlitzten Endabschnitt des Sekundärteils aufspreizt. Die beim Aufspreizen des geschlitzten Endabschnitts des Sekundärteils auftretenden nach außen wirkenden radialen Druckkräfte werden an der Hinterschneidung in eine

Normalkraft und in eine nach unten wirkende axiale Zugkraft umgewandelt, welche für den sicheren formschlüssigen Sitz des Sekundärteils im Implantat sorgt.

Die DE 10 2006 007 233 A1 beschreibt eine formschlüssige Fixierung eines

Stift-Stumpfaufbaus in einem menschlichen Zahn mittels Spreizbohrer und -stift. In einer weiteren Ausführung ist ein Schraubimplantat vorgesehen, in das eine Aufbauvorrichtung eingesetzt wird, die über eine Hinterschneidung

formschlüssig fixiert ist.

Die FR 2 690 069 A1 beschreibt eine Aufbauvorrichtung, bei der eine

Klemmverbindung eines Verbindungsteils mit der Innenwandung der

Aufnahmeausnehmung eines Implantatkörpers hergestellt wird. Zur Ausbildung einer Klemmverbindung durch radiale Druckkräfte ist eine Klemmschraube vorgesehen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine

Aufbauvorrichtung zum Aufbau auf mindestens ein Implantat bereitzustellen, welches die oben genannten Nachteile überwindet, kostengünstig herzustellen und universell einsetzbar ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Aufbauvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Es wird eine Aufbauvorrichtung zum Aufbau auf und/oder in einem Implantatkörper, der eine Aufnahmeausnehmung für die Aufbauvorrichtung aufweist, vorgeschlagen, wobei die Aufbauvorrichtung umfasst:

ein Verbindungsteil zum Einbringen in die Aufnahmeausnehmung des

Implantatkörpers und ein an das Verbindungsteil anschließendes Aufbauteil zur Aufnahme einer Suprakonstruktion, wobei das Verbindungsteil und das

Aufbauteil einstückig verbunden sind, wobei vorgesehen ist, dass der obere Endabschnitt des Verbindungsteils komplementär ist zu der

Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers, die eine konisch zulaufende Innenwandung aufweist,

dass in dem Aufbauteil und in dem Verbindungsteil oder mindestens in dem Verbindungsteil ein Durchgangskanal ausgebildet ist, in den ein Klemmstift einführbar ist unter Ausbildung einer Klemmverbindung des Verbindungsteils mit der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers, und dass die Klemmverbindung dadurch ausgebildet wird, dass mit dem Einführen des Klemmstifts in den Durchgangskanal eine Außenumfangsvergrößerung des Verbindungsteils und/oder eine gegen eine Verformung wirkende Versteifung des Verbindungsteils ausgebildet wird.

Wesentlich ist, dass in dem Aufbauteil und in dem Verbindungsteil oder mindestens in dem Verbindungsteil ein Durchgangskanal ausgebildet ist, in den ein Klemmstift einführbar ist für die Ausbildung einer Klemmverbindung des Verbindungsteils mit der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers . Die Klemmverbindung kann eingestellt werden durch eine Reibschlussverbindung der Außenseite des Verbindungsteils mit der

Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers. Die kann dadurch erfolgen, dass die Klemmverbindung dadurch ausgebildet wird, dass mit dem Einführen des Klemmstifts in dem Durchgangskanal eine

Außenumfangsvergrößerung des Verbindungsteils und/oder eine gegen eine Verformung wirkende Versteifung des Verbindungsteils ausgebildet wird. Die Außenumfangsvergrößerung des Verbindungsteils erfolgt vorzugsweise dadurch, dass das Verbindungsteil im Bereich seines unteren Endes durch das Einführen des Klemmstifts aufgespreizt oder das Ende des Klemmstifts selbst in Art eines Keils in die Aufnahmeausnehmung eingreift. Die Versteifung des Verbindungsteils kann dadurch erfolgen, dass mit dem Einführen des

Klemmstifts eine vor dem Einführen des Klemmstifts vorhandene

Nachgiebigkeit des Verbindungsteils, vorzugsweise im Bereich des unteren Endes des Verbindungsteils, reduziert wird. Das Verbindungsteil wird in dem betreffenden Bereich starrer. Eine vorher vorhandene elastische Verformbarkeit kann reduziert werden, so dass sich zwischen der Außenseite des

Verbindungsteils und der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers die Reibschlussverbindung und dabei die Klemmverbindung einstellt, die gegen ein Herausziehen der Aufbauvorrichtung aus dem

Implantatkörper wirkt.

Durch die Ausbildung einer Klemmverbindung zwischen der Aufbauvorrichtung und dem Implantatkörper, die durch Einführen des Klemmstifts in den

Durchgangskanal herstellbar ist, können Belastungen des Kieferknochens vermieden werden, wie sie bei herkömmlichen Schraubverbindungen auftreten können.

Auch das Lösen der Klemmverbindung kann vorteilhaft erfolgen, ohne den Kieferknochen wesentlich zu belasten.

Durch die einstückige Ausbildung des Aufbauteils mit dem Verbindungsteil wird die Statik der Aufbauvorrichtung optimiert und die Aufbauvorrichtung kann bei allen zweiteiligen Implantatsystemen eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil ist darin begründet, dass der Klemmstift weniger Platz als die bisher verwendeten Schrauben einnimmt. Das führt beispielsweise zu einer stabilen Statik bei gleicher Größe der Aufbauvorrichtung, da sämtliche Bauteile dicker werden können. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die üblicherweise auf Durchmesser 3,0 mm beschränkten Implantatkörper nochmals etwas dünner zu gestalten. Vorzugsweise kann der Klemmstift einen Durchmesser von 0,1 mm bis 1 ,4 mm, bevorzugt 0,15 mm bis 1 ,0 mm und am bevorzugtesten 0,2 mm bis 0,6 mm aufweisen. Der Klemmstift kann somit wesentlich dünner als eine herkömmliche Schraube ausgeführt werden, da keine Drehkräfte übertragen werden müssen. Da es keinen Schraubenkopf mehr gibt, kann man den Stift in jeder Länge kürzen und der Durchgangskanal als "Schraubenschacht" bzw. "Stiftschacht" wäre somit im Durchmesser nur minimal größer als der

Klemmstift auszubilden. Vorzugsweise kann der Durchgangskanal einen Durchmesser von 0,2 mm bis 1 ,5 mm, bevorzugt 0,25 mm bis 1 , 1 mm und am bevorzugtesten 0,3 mm bis 0,7 mm aufweisen.

Außerdem benötigt der Klemmstift keinen Schraubenkopf, so dass ab

Implantatkörperoberkante eine Krone ohne Sockel beginnen könnte.

Das Aufbauteil kann einen Sockel umfassen. Mit diesem Sockel kann das Zahnfleisch geschützt und/oder das Aufbauteil stabilisiert werden.

Ferner ist selbst bei abgewinkelten Aufbauten je nach Abwinkelung nur ein geringer bis gar kein Sockel nötig. Zusätzlich können Aufbauten mit stärkeren Abwinkelungen als heute verwendet werden, da die Statik ohne großen

Schraubenschacht besser ist. Außerdem ist die Aufbauvorrichtung für alle bisher auf dem Markt befindlichen Implantatkörper mit Innenverbindung einsetzbar. Somit können auch ältere Implantate sinnvoll versorgt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Klemmstift wieder lösbar sein kann, so dass Einproben, Reparaturen usw. einfacher durchführbar sind, als bei

Aufbauvorrichtungen, die verklebt oder von unten verkeilt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass der untere Endabschnitt des Verbindungsteils eine Klemmbackeneinrichtung aufweist, in die sich der Durchgangskanal hinein erstreckt und die zur Außenumfangsvergrößerung aufspreizbar ausgebildet ist durch Einführen des Klemmstifts in den Durchgangskanal, und/oder dass der Durchgangskanal an der Außenseite des Verbindungsteils ausmündet und der in den Durchgangskanal eingeführte Klemmstift mit seinem Ende dort austritt und das austretende Ende des Klemmstifts an der Außenseite des unteren Endabschnitts des Verbindungsteils angeordnet ist, um die Vergrößerung des Außenumfangs in diesem Bereich zu erzeugen.

Zur Ausbildung der Klemmbackeneinrichtung kann der untere Endabschnitt des Verbindungsteils geschlitzt ausgebildet sein und es kann im Bereich des Schlitzes eine Klemmbackenausnehmung ausgebildet sein.

Die Klemmbackeneinrichtung kann Klemmbacken aufweisen, zwischen denen die Klemmbackenausnehmung ausgebildet ist. Die vorgeschlagene

Klemmbackeneinrichtung kann beispielsweise durch die Anzahl der

Klemmbacken, die mit der Breite der Klemmbacken korrespondiert, variiert werden. Dadurch kann die Kraft, die zum Auslenken der Klemmbacken aufzuwenden ist, eingestellt werden und damit auch die Kraft, die beim

Einführen des Klemmstifts in den Durchgangskanal aufzubringen ist.

Es kann vorgesehen sein, dass der Durchgangskanal in die

Klemmbackenausnehmung ausmündet.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Durchgangskanal im Bereich der Klemmbackeneinrichtung außerhalb der Klemmbackenausnehmung

ausmündet.

Der Durchgangskanal kann in der Längsmittelachse der Aufbauvorrichtung oder versetzt zur Längsmittelachse der Aufbauvorrichtung ausgebildet sein.

Es kann auch vorgesehen sein, dass der Durchgangskanal winkelig zur

Längsmittelachse der Aufbauvorrichtung angeordnet ausgebildet ist.

Die Außenseite der Klemmbackeneinrichtung kann zylinderförmig oder polygonprismatisch ausgebildet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Außenseite der

Klemmbackeneinrichtung kegelförmig ausgebildet ist.

Weiter kann vorgesehen sein, dass die Querschnittskontur der

Klemmbackeneinrichtung rund oder oval oder polygonal ausgebildet ist.

Die Klemmbackeneinrichtung kann an der der Innenwandung der

Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers zugewandten Seite zumindest teilweise eine raue Oberfläche und/oder eine mit makroskopischen Vertiefungen und Erhebungen strukturierte Oberfläche aufweisen. Durch diese Maßnahmen kann der Reibungskoeffizient erhöht werden, so dass bei gleicher Normalkraft zwischen der Klemmbackeneinrichtung und der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers eine erhöhte Haftkraft ausgebildet wird.

Es kann vorgesehen sein, dass der Klemmstift einen Klemmabschnitt aufweist, der mit der Innenwandung der Klemmausnehmung zusammenwirkt. Der Klemmabschnitt kann gegenüber dem Schaft des Klemmstifts

hervorspringen.

Der Klemmabschnitt kann kegelförmig oder keilförmig oder zylinderförmig oder polygonprismatisch ausgebildet sein.

Es kann vorgesehen sein, dass unterhalb der Klemmausnehmung eine hinter die Klemmausnehmung zurückspringende Freigabeausnehmung angeordnet ist, in die der Klemmabschnitt des Klemmstifts zum Lösen der durch Spreizen der Klemmbackeneinrichtung ausgebildeten Verbindung einführbar ist. Es ist so möglich, durch weiteres Einführen des Klemmstifts in den Durchgangskanal die Klemmverbindung zwischen der Aufbauvorrichtung und dem Implantatkörper wieder zu lösen.

Der Klemmstift kann linear oder gebogen ausgebildet sein. Dadurch kann der Klemmstift bei abgewinkelten Aufbauteilen längs durch den Aufbaupfosten gehen und im Implantatkörper eine Verankerung durch das Anpressen von Aufbaupfostenteilen an den rauen Schraubenteil bewirken. Durch die

Möglichkeit der gebogenen Form kann der Hohlraum für den Klemmstift und/oder den Durchgangskanal statisch sinnvoll dem Pfostendesign folgen und muss nicht wie bei einer Schraubverbindung achsengerecht zum

Implantatkörper geführt werden. Der Klemmstift kann in seinem oberen Endabschnitt eine Rille und/oder einen ringförmigen Vorsprung aufweisen. Die Rille kann als Eingriffsort für eine Zange zum Herausziehen des Klemmstifts vorgesehen sein. Der ringförmige

Vorsprung kann vorgesehen sein, um einen Anschlag zu bilden, der das Einführen des Klemmstifts in den Durchgangskanal begrenzt. So kann beispielsweise ein übermäßiges Aufspreizen der Klemmbacken vermieden werden, das zum Aufreißen des Implantatkörpers führen könnte.

Es kann vorgesehen sein, dass an dem oberen Endabschnitt des

Verbindungsteils ein Kegel ausgebildet ist, der komplementär ist zu einem als Kegelsitz ausgebildeten oberen Sitz in der Aufnahmeausnehmung des

Implantatkörpers, und dass für das Verbindungsteil die Innenwandung des unteren Endabschnitts der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers einen unteren Sitz bildet. Diese Ausbildung weist den Vorteil auf, dass wegen des oberen Kegelsitzes, der zugleich als Dichtelement wirkt, ein Eindringen von Bakterien in den Implantatkörper verhindert wird und dass weiter eine zusätzliche Befestigungseinrichtung für die Aufbauvorrichtung bereitgestellt wird. in einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass der an dem oberen Endabschnitt des Verbindungsteils ausgebildete Kegel ein

selbsthemmender Konus ist mit einem in der Medianebene gemessenen Konuswinkel von ca. 0,5 bis 15°, bevorzugt 1 bis 6° und am bevorzugtesten 1 bis 2°. Es handelt sich hierbei um den Winkel, der in einer Schnittebene, welche die Mittelachse des Konus enthält, zwischen den beiden zur Mittelachse geneigten Mantellinien messbar ist. Das bedeutet, dass der Neigungswinkel der Mantellinien in Bezug auf die Mittelachse, wie er beispielsweise zur

Charakterisierung von Morsekegeln verwendet wird, die Hälfte des vorstehend angegebenen Konuswinkels beträgt.

Es kann weiter vorgesehen sein, dass die Haftkraft zwischen dem Kegel und dem oberen Sitz 30% bis 60% der zwischen dem Verbindungsteil und dem Implantatkörper insgesamt ausgebildeten Haftkraft beträgt.

Weiter kann vorgesehen sein, dass die Haftkraft des unteren Endabschnitts des Verbindungsteils in dem unteren Sitz 30% bis 60% der zwischen dem

Verbindungsteil und dem Implantatkörper insgesamt ausgebildeten Haftkraft beträgt.

Es kann von besonderem Vorteil sein, dass die in dem Implantatkörper ausgebildete Aufnahmeausnehmung, die zur Aufnahme des Verbindungsteils ausgebildet ist, ohne Hinterschneidung ausgebildet ist. Es ist also vorgesehen, dass zur Befestigung des Verbindungsteils in der Aufnahmeausnehmung im Inplantatkörper kein Formschluss ausgebildet wird, sondern eine reibschlüssige Klemmverbindung.

Es kann von besonderem Vorteil sein, dass das Verbindungsteil zum

unmittelbaren Eingreifen in die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers ausgebildet ist. Es sind also keine weiteren Elemente, wie beispielsweise Einsteckhülsen, zwischen dem Inplantatkörper und dem Verbindungsteil vorgesehen. Weitere Elemente könnten das eindringen von Bakterien in den Implantatkörper begünstigen. Den Implantatkörper betreffend kann vorgesehen sein, dass der

Außenquerschnitt des Implantatkörpers rund oder oval oder polygonal ist. Es kann vorgesehen sein, dass die Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers für die Aufbauvorrichtung zumindest teilweise eine raue Oberfläche und/oder eine mit makroskopischen Vertiefungen und Erhöhungen strukturierte Oberfläche oder glatte Oberfläche aufweist. Durch eine raue Oberfläche und/oder eine mit makroskopischen Vertiefungen und Erhöhungen strukturierte Oberfläche kann der Reibungskoeffizient erhöht werden, so dass bei gleicher Normalkraft zwischen der Klemmbackeneinrichtung und der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers eine erhöhte Haftkraft ausgebildet wird. Die glatte Oberfläche kann den Vorteil des geringeren Fertigungsaufwands bieten.

Es kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmeausnehmung des

Implantatkörpers im Querschnitt rund oder oval ausgebildet ist.

Weiter kann von besonderem Vorteil sein, dass die Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers eine konisch zulaufende Innenwandung aufweist, wie weiter oben beschrieben.

Es kann ein Bausatz aus einem vorstehend beschriebenen Implantatkörper und einer vorstehend beschriebenen Aufbauvorrichtung mit Klemmstift vorgesehen sein. Ausführungsformen der Vorrichtung werden nachfolgend anhand der

Zeichnungen detailliert erklärt. Die Figuren zeigen in schematischer

Darstellung:

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 6 ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 7 ein siebentes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 8 ein achtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 9 ein neuntes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 10 ein zehntes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung;

Fig. 1 1 ein Ausführungsbeispiel nach dem Stand der Technik; ein elftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung, wobei die Aufbauvorrichtung in den herkömmlichen Implantatkörper aus Fig. 1 1 eingesetzt ist;

ein zwölftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in der Vorderansicht;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 13a in einer Schnittdarstellung längs der Schnittlinie Xlllb-Xlllb in Fig. 13d;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 13a in der Seitenansicht in

Teilschnittdarstellung;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 13a in der Draufsicht; den Implantatkörper in Fig. 13a in einer Schnittansicht;

den Implantatkörper in Fig. 13a in der der Seitenansicht in Teilschnittdarstellung;

den Implantatkörper in Fig. 13a in der Draufsicht;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 13a in der Vorderansicht in

Teilschnittdarstellung;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 15a in der Seitenansicht;

die Aufbauvorrichtung in Fig. 15a in der Draufsicht; ein zwölftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung in einer schematischen Teilschnittdarstellung.

Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung der Seitenansicht eines ersten

Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Aufbauvorrichtung 20. In der Darstellung in Fig. 1 trägt die Aufbauvorrichtung 20 oben eine Suprakonstruktion 40 und ist in einen Implantatkörper 10 eingesetzt. Die Aufbauvorrichtung 20 besteht aus den Teilen Verbindungsteil 22 und Aufbauteil 24. Diese beiden Teile sind bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig miteinander verbunden. Das Verbindungsteil 22 ist in der

eingebauten Position in Fig. 1 innerhalb des Implantatkörpers 10 eingreifend angeordnet, das Aufbauteil 24 ist außerhalb über dem Implantatkörper 10 angeordnet.

Der Implantatkörper 10 weist eine als Sackloch ausgebildete

Aufnahmeausnehmung auf. Die Aufnahmeausnehmung erstreckt sich in dem dargestellten Fall ca. 2/3 der axialen Länge des Implantatkörpers 10. Der untere Abschnitt der Aufnahmeausnehmung weist ein Innengewinde 17 bzw. ein gewindeähnliches Oberflächenprofil auf. Der obere Abschnitt der

Aufnahmeausnehmung weist einen größeren Innendurchmesser auf als der untere Abschnitt, das heißt die Aufnahmeausnehmung ist als eine

Stufenausnehmung ausgebildet.

Der Implantatkörper 10 ist in den in Fig. 1 bis 10 und 14 dargestellten

Ausführungsbeispielen als ein rotationssymmetrischer Körper ausgebildet, der an seinem unteren Abschnitt ein Außengewinde 15 aufweist, das zum

Einsetzen in einen Kieferknochen eines Verwenders vorgesehen ist. Der Implantatkörper 10 ist in der Lage dargestellt, die er bei Anordnung in einem Unterkieferknochen einnimmt, das heißt auf diese Einbaulage sind die

Lagezuordnungen„unten" und„oben" bezogen.

Der Implantatkörper 10 kann mit Hilfe eines Spezialwerkzeugs in ein

vorbereitetes Sackloch im Kieferknochen eingeschraubt werden. Bei dem in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein marktüblicher Implantatkörper mit Innenverbindung dargestellt.

In dem eingebauten Zustand, wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Aufbauvorrichtung 20 in der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers 10 angeordnet. Das Aufbauteil 24 der Aufbauvorrichtung 20 steht in dem in den Kieferknochen eingesetzten Zustand über dem Zahnfleisch heraus. Das Aufbauteil 24 weist einen Sockel 50 für das Zahnfleisch auf, der das Zahnfleisch schützt. Das Verbindungsteil 22 ist in den in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel, wie gesagt, mit dem Aufbauteil 24 einstückig verbunden. Die beiden Teile können in abgewandelten Ausführungsbeispielen aber auch als separate Teile

ausgebildet sein, die miteinander verbunden sind, wie weiter unten

beschrieben.

An der Aufbauvorrichtung 20 ist die Suprakonstruktion 40 befestigt. Die

Suprakonstruktion 40 ist ein auf dem Aufbauteil 24 angebrachter Zahnersatz. Dabei kann es sich um eine Krone, eine Brücke oder auch um eine Prothese handeln. Der Zahnersatz ist beispielsweise auf das Aufbauteil 24 geklebt, genietet, zementiert oder gegossen. Der untere Endabschnitt des Verbindungsteils 22 ist als eine

Klemmbackeneinrichtung 22k ausgebildet. In dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Klemmbackeneinrichtung 22k als ein Kegelstumpf mit einer zentrisch angeordneten schlitzförmigen Klemmausnehmung 22ak ausgebildet, die den Kegelstumpf in zwei Klemmbacken teilt. Die

Aufbauvorrichtung 20 weist einen Durchgangskanal 28 auf, welcher sowohl das Aufbauteil 24 als auch das Verbindungsteil 22 durchgreift. Der

Durchgangskanal 28 reicht bis in die Klemmbackeneinrichtung 22k in die Klemmausnehmung 22ak hinein. In den Durchgangskanal 28 ist von der dem Implantatkörper 10 abgewandten Seite her der Klemmstift 30 einführbar. Die Klemmbacken sind durch einen in den Durchgangskanal eingesteckten, bis in die Klemmausnehmung 22ak reichenden Klemmstift 30 nach außen gespreizt und liegen unter Ausbildung einer reibschlüssigen Verbindung an den

Gewinderillen des Innengewindes 17 an.

Der Klemmstift 30 ist in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als ein konischer Stift ausgebildet. Die Konizität ist so ausgebildet, dass die den Klemmbacken zugewandte Stirnseite des Stiftes einen kleineren Durchmesser aufweist als die der Suprakonstruktion 40 zugewandte Stirnseite. Dadurch weist der Klemmstift 30 im Querschnitt eine Keilform auf. Der untere Endabschnitt des Klemmstifts 30 bildet einen Klemmabschnitt 30k, der mit der

Klemmausnehmung 22ak der Klemmbackeneinrichtung 22k zusammenwirkt und die beiden Klemmbacken auseinanderspreizt, wie vorstehend beschrieben.

Die Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k können an der dem

Innengewinde 17 des Implantatkörpers 10 zugewandten Seite eine raue

Oberfläche 22kr aufweisen. Die raue Oberfläche kann beispielsweise durch das Einbringen von mikroskopischen Oberflächenvertiefungen durch Sandstrahlen oder dergleichen oder durch das Einbringen von makroskopischen

Oberflächenvertiefungen, wie Rillen oder dergleichen, ausgebildet werden. Durch die raue Oberfläche 22kr wird der Reibschluss zwischen dem

Verbindungsteil 22 und dem Implantatkörper 0 verstärkt. Der Klemmstift 30 weist an dem oberen, d. h. der Suprakonstruktion 40 zugewandten Endabschnitt, eine Rille 30r auf. In diese Rille kann eine Zange eingreifen, mit deren Hilfe der Klemmstift 30 einfach in den Durchgangskanal 28 der Aufbauvorrichtung 20 ein- oder wieder herausgeführt werden kann. Es kann sich um eine übliche Zange handeln oder vorzugsweise um eine speziell zu diesem Zweck ausgebildete Zange.

Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Aufbauvorrichtung 20, das wie das in Fig. 1 beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet ist, mit dem

Unterschied, dass die Aufbauvorrichtung 20 nicht einstückig ausgebildet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich nur wegen der nicht einstückigen Ausbildung der Aufbauvorrichtung 20 um eine nicht patentgemäße Ausführung. Die in Fig. 2 dargestellte Ausführung weist gegenüber der patentgemäßen einstückigen Ausbildung der Aufbauvorrichtung 20 in Fig. 1 den Nachteil auf, dass die Trennfuge zwischen dem Verbindungsteil 22 und dem Aufbauteil 24 das Eindringen von Bakterien in den Implantatkörper 10 begünstigen kann.

Das Aufbauteil 24 ist als ein keramischer Körper mit einem Durchgangsloch ausgebildet, das von einem rohrförmigen Fortsatz 22r des metallischen

Verbindungsteils 22 durchgriffen ist. Der rohrförmige Fortsatz 22r ragt aus der oberen Stirnfläche des Verbindungsteils 22 hervor, auf der das Aufbauteil 24 angeordnet ist. Die obere Stirnfläche des Verbindungsteils 22 fluchtet im eingebauten Zustand mit der kreisringförmigen oberen Stirnfläche des

Implantatkörpers 10. Das Aufbauteil 24 kann mit dem Verbindungsteil 22 stoffschlüssig verbunden sein, beispielsweise durch Kleben oder Kitten.

Fig. 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Aufbauvorrichtung 20, das wie das in Fig. 2 beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet ist, mit dem

Unterschied, dass das Verbindungsteil 22 und der Klemmstift 30 so ausgebildet sind, dass die Klemmverbindung durch weiteres Einführen des Klemmstifts 30 wieder lösbar ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich nur wegen der nicht einstückigen Ausbildung der Aufbauvorrichtung 20 um eine nicht patentgemäße Ausführung.

Hierfür weist der Klemmstift 30 an seinem unteren Endabschnitt einen verbreiterten Klemmansatz 30k auf. Der Schaft des Klemmstifts 30 springt hinter den Klemmeinsatz 30k zurück. Die Klemmausnehmung 22ak geht fußseitig in eine breitere Freigabeausnehmung 22af über, die gegenüber der Klemmausnehmung 22ak zurückspringt. Wird nun der Klemmstift 30 in den Durchgangskanal 28 weiter eingeführt, verlässt der Klemmansatz 30k die Klemmausnehmung 22ak und tritt in die breitere Freigabeausnehmung 22af ein. In Folge dessen federn die Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k in die Ausgangslage zurück und liegen nicht mehr am Innengewinde 17 des Implantatkörpers 10 an. Die reibschlüssige Verbindung zwischen dem

Verbindungsteil 22 und dem Implantatkörper 10 ist gelöst, so dass die

Aufbauvorrichtung 20 aus dem Implantatkörper 10 entfernbar ist.

Das Ausführungsbeispiel in Fig. 3 zeigt beispielhaft, dass die Federkraft der Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k durch Materialschwächung der Klemmbacken am Fußpunkt durch einen Einstich einstellbar ist. Eine andere Möglichkeit zur Einstellung der Federkraft ist durch die Wahl des

Elastizitätsmoduls und/oder durch die Wahl der Länge und Dicke der

Klemmbacken gegeben.

Das Ausführungsbeispiel in Fig. 3 kann auch modifiziert mit einer einteiligen Aufbauvorrichtung 20, wie in Fig. 1 dargestellt, ausgebildet sein.

Fig. 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel, das sich von den weiter oben beschriebenen Ausführungsbeispielen vor allem dadurch unterscheidet, dass der Klemmstift 30 zwischen der Innenwandung der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers 10 und der Außenseite des unteren Abschnitts des

Verbindungsteils 22 eingreift. Der Durchgangskanal 28 ist nicht in der

Längsmittelachse der Aufbauvorrichtung 20 ausgebildet und gegenüber der Längsmittelachse leicht geneigt und mündet seitlich an der Außenseite des unteren Abschnitts des Verbindungsteils 22. Es ist ein zylinderförmiger

Klemmstift 30 vorgesehen, der durch den Durchgangskanal 28 mit leichter Neigung geführt ist, und mit seinem unteren Ende aus der Ausmündung des Durchgangskanals austritt und in Art eines Keils zwischen der Außenseite des unteren Abschnitts des Verbindungsteils 22 und der Innenwandung der

Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers eingreift so dass die

reibschlüssige Verbindung wiederum durch Keilwirkung ausgebildet wird.

Der untere Abschnitt des Verbindungsteils 22 kann als konisches

zapfenförmiges Endstück, aber auch wie bei den vorangehenden

Ausführungsbeispielen als Klemmbackeneinrichtung ausgebildet sein, gegebenenfalls mit einem separaten Durchgangskanal 28 für einen weiteren Klemmstift 30. Letzteres ist in Fig. 4 nicht dargestellt.

Die Außenseite der Klemmbacke weist eine raue Oberfläche 22kr auf, insbesondere in dem Bereich, der im montierten Zustand an dem Innengewinde 17 des Implantatkörpers 10 anliegt.

Der Durchgangskanal 28 weist einen oberen Endabschnitt mit einem

vergrößerten Innendurchmesser auf, in den ein am oberen Endabschnitt des Klemmstifts 30 angeordneter ringförmiger Vorsprung 30v eingreift. Der ringförmige Vorsprung 30v bildet einen Anschlag, der das Einführen des Klemmstifts 30 begrenzt. Dadurch wird eine Beschädigung des Implantatkörpers 10 durch ein zu festes Hineindrücken des Klemmstifts 30 vermieden.

Die Fig. 5 bis 10 zeigen in Ausschnittdarstellungen weitere

Ausführungsbeispiele, die von den weiter oben in Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispielen abgeleitet sind.

Die Fig. 5 und 6 zeigen Ausführungsbeispiele, bei denen der Implantatkörper wie in den in Fig. 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispielen ausgebildet ist, mit dem Unterschied, dass kein Innengewinde 17 vorgesehen ist und dass die Klemmbackeneinrichtung 22k nun jeweils vier Klemmbacken aufweist.

In dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die

Klemmbackeneinrichtung 22k als ein kreuzgeschlitzter Zylinder ausgebildet. Es handelt sich im Verbindungsabschnitt also um eine Zylinder-Zylinder-Paarung.

In dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die

Klemmbackeneinrichtung 22k als ein kreuzgeschlitzter Kegelstumpf

ausgebildet. Es handelt sich im Verbindungsabschnitt also um eine Kegel- Zylinder-Paarung.

Das in Fig. 7 dargestellte Ausführungsbeispiel ist wie das in Fig. 6 beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet, mit dem Unterschied, dass der

Implantatkörper 10 einen kegelförmigen Aufnahmeabschnitt aufweist, in den die Klemmbacken 22r des Verbindungsteils 22 eingreifen. Es handelt sich im Verbindungsabschnitt also um eine Kegel-Kegel-Paarung. Das in Fig. 8 beschriebene Ausführungsbeispiel ist wie das in Fig. 7

beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet, mit dem Unterschied, dass der Aufnahmeabschnitt im Implantatkörper 10 eine aufgeraute Oberfläche 10r aufweist. Die aufgeraute Oberfläche 10r ist der besseren Darstellung wegen als eine makroskopisch aufgeraute Oberfläche dargestellt. Es kann sich aber auch um eine mikroskopisch aufgeraute Oberfläche handeln, wie weiter oben beschrieben.

Das in Fig. 9 beschriebene Ausführungsbeispiel ist wie das in Fig. 7

beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet, mit dem Unterschied, dass die dem Aufnahmeabschnitt im Implantatkörper 10 zugewandten Oberflächen der Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k eine aufgeraute Oberfläche 22kr aufweisen. Die aufgeraute Oberfläche 22kr ist der besseren Darstellung wegen als eine makroskopisch aufgeraute Oberfläche dargestellt. Es kann sich aber auch um eine mikroskopisch aufgeraute Oberfläche handeln, wie weiter oben beschrieben.

Das in Fig. 10 beschriebene Ausführungsbeispiel ist wie das in Fig. 7 beschriebene Ausführungsbeispiel ausgebildet, mit dem Unterschied, dass sowohl der Aufnahmeabschnitt im Implantatkörper 10 als auch die dem

Aufnahmeabschnitt im Implantatkörper 10 zugewandten Oberflächen der Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k eine aufgeraute Oberfläche 10r bzw. 22kr aufweisen. Die aufgerauten Oberflächen sind der besseren Darstellung wegen als makroskopisch aufgeraute Oberflächen dargestellt. Es kann sich aber auch um mikroskopisch aufgeraute Oberflächen handeln, wie weiter oben beschrieben. Die Figuren 1 1 und 12 verdeutlichen die mit der erfindungsgemäßen

Aufbauvorrichtung erzielbaren Vorteile gegenüber dem Stand der Technik.

Fig. 1 1 zeigt eine Aufbauvorrichtung 20 nach dem Stand der Technik, die mittels einer Befestigungsschraube 20b in dem Inplantatkörper befestigt ist. Der zum Einführen der Befestigungsschraube 20b erforderliche Durchgangskanal 28 weist einen erheblich größeren Durchmesser auf als der Durchgangskanal 28 in Fig. 12, die eine erfindungsgemäße Aufbauvorrichtung 20 zeigt. Der in Fig. 12 dargestellte Klemmstift 30 kann ohne Funktionseinbußen einen weitaus geringeren Durchmesser aufweisen als die Befestigungsschraube 20b in Fig. 1 1 , so dass die erfindungsgemäße Aufbauvorrichtung 20 (Fig. 12) im

Querschnitt wesentlich weniger geschwächt ist als die Aufbauvorrichtung 20 nach dem Stand der Technik (Fig. 1 1 ). In beiden Fällen handelt es sich um eine abgewinkelte Aufbauvorrichtung 20, die bei Schiefstellung des Kieferknochens einsetzbar ist.

Weiter zeigt der Vergleich der beiden Konstruktionsprinzipe, dass

erforderlichenfalls eine Aufbauvorrichtung nach dem Stand der Technik gegen eine erfindungsgemäße Aufbauvorrichtung austauschbar ist, ohne das

Implantat 10 zu wechseln. Wie schon in den weiter oben beschriebenen

Ausführngsbeispielen gezeigt, kann die Klemmbackeneinrichtung so

ausgebildet sein, dass sie in das Innengewinde 17 des Implantatkörpers 10 einführbar ist und durch Einführen des Klemmstifts 30 in den Durchgangskanal 28 an den Gewinderillen mit Klemmschluss anliegt.

Die Fig. 13a bis 15c zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel. Der Implantatkörper 10 weist einen ovalen Querschnitt auf, so dass er im Vergleich zu dem in den Fig. 1 bis 10 dargestellten Implantatkörper bei geringerem Platzbedarf im Vergleich eine vergrößerte Oberfläche aufweist, die zur besseren Haftung im Knochenkörper beiträgt. Anstelle eines

Außengewindes weist der Implantatkörper 10 sägezahnartige Vorsprünge 15v auf, deren abfallende Flanke annähernd einen rechten Winkel zur Oberfläche des Implantatkörpers 10 einschließt und zur Oberseite des Implantatkörpers 10 gerichtet ist. Der Implantatkörper 10 weist eine ovale Ausnehmung mit kegelförmigem Querschnitt auf, die im unteren Endabschnitt eine Hinterschneidung 10h aufweist (Fig. 14a bis 14c).

Der Verbindungsteil 22 der einstückig ausgebildeten Aufbauvorrichtung 20 ist kongruent zu dem oberen Abschnitt der Ausnehmung des Implantatkörpers 10 ausgebildet, so dass die Aufbauvorrichtung 20 bereits beim Einsetzen in den Implantatkörper 10 exakt ausgerichtet ist. Die Klemmbackeneinrichtung 22k ist lediglich im unteren Drittel des Verbindungsteils 22 ausgebildet, nicht wie in den vorgehenden Ausführungsbeispielen in der unteren Hälfte (Fig. 15b). Beim Aufspreizen der beiden Klemmbacken der Klemmbackeneinrichtung 22k mit dem Einführen des Klemmstifts 30 legen diese sich an der o. g.

Hinterschneidung 10h im Implantatkörper 10 an, so dass neben einem

Kraftschluss auch ein Formschluss eintritt, der den festen Sitz der

Aufbauvorrichtung 20 im Implantatkörper 10 weiter verbessert (Fig. 13c).

Der Durchgangskanal 28 in der Aufbauvorrichtung 20 ist als ein zylindrischer Durchgangskanal ausgebildet, in den der Klemmstift 30 unter Spiel einführbar ist (Fig. 15a). Der Klemmstift 30 weist einen zylinderförmigen Schaft und einen kegelförmigen Endabschnitt auf, der das Aufspreizen der Klemmbacken erleichtert. Die Klemmausnehmung 22ak (Fig. 15b) der

Klemmbackeneinrichtung 22k ist schmaler als der Schaftdurchmesser des Klemmstifts 30, dessen Klemmabschnitt 30k durch den unteren Abschnitt des zylinderförmigen Schafts gebildet ist. Der Klemmstift 30 kann in die

Aufbauvorrichtung 20 nur so weit eingeführt werden, bis die Kegelspitze des Klemmstifts am Boden eines im Implantatkörper 10 ausgebildeten Sacklochs aufliegt. Das in Fig. 16 beschriebene Ausführungsbeispiel weist im Gegensatz zu den in Fig. 1 bis 10 beschriebenen Ausführungsbeispielen einen Implantatkörper 10 auf, dessen Aufnahmeausnehmung nicht als eine Stufenausnehmung ausgebildet ist. Vielmehr handelt es sich um eine kegelförmige Ausnehmung, die in der unteren Hälfte eine kegelförmige Hinterschneidung aufweist. Das Vorzeichen des Kegelwinkels ändert sich also beim Übergang von der oberen Hälfte zur unteren Hälfte der Aufnahmeausnehmung des Implantatkörpers 10.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die hier vorgestellten

Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich auch gemäß dem

Gegenstand der Erfindung modifizieren, wobei insbesondere die Merkmale der Ausführungsbeispiele untereinander austauschbar sind.

Bezugszeichenliste

10 Implantatkörper

10h Hinterschneidung

10r aufgeraute Oberfläche

15 Außengewinde des Implantatkörpers

15v Vorsprung

17 Innengewinde des Implantatkörpers

20 Aufbauvorrichtung

20b Befestigungsschraube

22 Verbindungsteil

22af Freigabeausnehmung

22ak Klemmausnehmung

22k Klemmbackeneinrichtung

22kr aufgeraute Oberfläche

22r rohrförmiger Fortsatz

24 Aufbauteil

28 Durchgangskanal

30 Klemmstift

30k Klemmabschnitt

30r Rille

30v ringförmiger Vorsprung Suprakonstruktion

Sockel für das Zahnfleisch