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Title:
ACCESS CONTROL FOR ELECTRICAL CHARGING STATIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/154218
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for access control and session control of electrical producers and/or consumers in generally accessible or commonly accessible energy transfer units, wherein the producer or the consumer is authenticated and authorized at the energy transfer unit, and producer- or consumer-specific data are forwarded by the energy transfer unit to an energy provider after authentication and authorization of the producer or the consumer. Then a session token is generated for the control of the energy transfer by the energy provider, and the session token is forwarded to the energy transfer unit and the producer or the consumer, wherein the session token has a temporary validity. Electrical energy is transferred between the energy transfer unit and the producer or the consumer, wherein in a defined time interval during the energy transfer process the session token is sent at least once by the energy transfer unit to the producer or the consumer and from the producer or the consumer to the energy transfer unit. The method enables in particular simple and retrofittable control of access to freely accessible sockets and public charging stations, which can be used by electric vehicles in the future. In addition, the method enables simple and retrofittable access control of decentralized (private and commercial) energy producers on smart grid networks. For example, electric vehicles can also feed in battery power not required during downtimes (vehicle-to-grid (V2G) systems).

Inventors:
KÄFER, Gerald (Niemöllerallee 20 / III, München, 81739, DE)
Application Number:
EP2011/057768
Publication Date:
December 15, 2011
Filing Date:
May 13, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
KÄFER, Gerald (Niemöllerallee 20 / III, München, 81739, DE)
International Classes:
B60L11/18
Domestic Patent References:
WO2010009502A12010-01-28
WO2010057947A22010-05-27
WO2006069194A22006-06-29
Foreign References:
US20090174365A12009-07-09
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektri¬ schen Erzeugern und/oder Verbrauchern (EV) an allgemein oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangs- oder trans- fereinheiten (EZE) , das Verfahren umfassend:

a) Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers (EV) an der Energiezugangseinheit (EZE) durch Datenaustausch zwischen der Energiezugangseinheit (EZE) und einem Energielieferanten (EL) ;

b) Generieren eines Session-Tokens für die Kontrolle des Energietransfers durch den Energielieferanten (EL) und Weiterleiten des Session-Tokens an die Energiezugangseinheit (EZE) und den Erzeuger bzw. den Verbraucher (EV) , wobei der Session-Token eine zeitlich beschränkte Gültigkeit hat;

c) nach erfolgreicher Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers (EV) : Weiterleiten von erzeu¬ gerspezifischen bzw. von verbraucherspezifischen Daten durch die Energiezugangseinheit (EZE) an einen Energielieferanten (EL) ;

d) Transfer von elektrischer Energie zwischen der Energiezugangseinheit (EZE) und dem Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) , wobei während des Energietransfervorgangs in einem definier¬ ten Zeitintervall der Session-Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangseinheit (EZE) an den Erzeuger bzw.

Verbraucher (EV) und vom Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) an die Energiezugangseinheit (EZE) gesendet wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Authentifizierung und Autorisierung des Verbrauchers an der Energiezugangseinheit (EZE) durch einen Standard-IT- Zugangskontrollmechanismus erfolgt . 3. Verfahren nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

als Zugangskontrollmechanismus PKI (public key infrastructu- re) mit Smartcard verwendet wird.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

vom Energielieferanten (EL) für die Energiezugangseinheit (EZE) Regeln für den Energietransfer bereitgestellt werden.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Session-Token vor jedem Absenden von der Energiezugangs- einheit (EZE) bzw. vom Erzeuger/Verbraucher (EV) aktualisiert wird .

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kommunikation zwischen dem Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) und der Energiezugangseinheit (EZE) mittels Powerline- Kommunikation (PLC) erfolgt.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein lokales Initial-Session-Token von der Energiezugangskon- trolleinheit (EZKE, EZKE') generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) übermittelt wird, wobei der Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) diesen Initial-Session-Token an den Energie- lieferanten (EL) übermittelt und daraufhin der Energieliefe¬ rant einen Session-Token für die entsprechende Energiezu¬ gangseinheit (EZE) und den entsprechenden Energietransfer generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) zurücksendet, wobei der Initial-Session-Token eine Identifizierungsin- formation für die Energiezugangseinheit (EZE) enthält und der Session-Token die freigegebene Energiemenge.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) ein Elektrofahrzeug ist und die Energiezugangseinheit (EZE) eine Ladeeinrichtung zum Aufladen von Batterien oder Akkumulatoren bzw. geeignet ist zum Einspeisen von Energie von Elektrofahrzeugen in ein Energienetz eines Energielieferanten (EL) .

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

es sich bei dem Verbraucher (EV) um eine Waschmaschine, einen Wäschetrockner oder ein anderes kommerzielles Elektrogerät handelt . 10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

es sich bei dem Erzeuger (EV) um eine Photovoltaikanlage, ei¬ ne Windkraftanlage oder andere alternative Energiequelle han¬ delt, welche temporär an die Energiezugangseinheit (EZE) an- schließbar ist.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Energietransfer gestoppt wird, falls der Session-Token nicht in dem definierten Intervall aktualisiert zwischen Er¬ zeuger bzw. Verbraucher (EV) ausgetauscht wird.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Session-Token dazu verwendet wird, um dynamisch Bedarfs¬ oder Kapazitätsinformation zur Kontrolle des Energieflusses zwischen Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) und der Energiezugangseinheit auszutauschen (EZE) . 13. Anordnung zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektri¬ schen Erzeuger- bzw. Verbrauchergeräten (EV) an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Steckdosen mit vorgeschalteten Energiezugangseinheiten (EZE) , die Anordnung umfassend:

a) eine Energiezugangseinheit (EZE) durch die ein Verbrau¬ chergerät elektrische Energie beziehen kann bzw. als Erzeuger Energie einspeisen kann, wobei an der Energiezugangseinheit (EZE) eine Authentifizie¬ rung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergeräts durch einen Standard-IT-Zugangskontrollmechanismus und IT Services stattfindet,

wobei nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergerätes von der Energiezugangseinheit (EZE) verbraucherspezifische Daten an einen Energielie¬ feranten weitergeleitet werden,

wobei an der Energiezugangseinheit (EZE) elektrische Energie zwischen der Energiezugangseinheit (EZE) und dem Erzeugerbzw. Verbrauchergerät (EV) transferiert wird, solange in ei¬ nem definierten Zeitintervall ein von dem Energielieferanten (EL) bereitgestellter Session-Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangseinheit (EZE) an das Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät (EV) und vom Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät (EV) an die Energiezugangseinheit (EZE) gesendet wird;

b) einen Energielieferanten (EL) der die Energiezugangseinheit (EZE) mit elektrischer Energie beliefert bzw. vom Erzeu¬ gergerät eingespeiste Energie entgegennimmt,

wobei der Energielieferant (EL) nach erfolgter Authentifizie¬ rung und Autorisierung des Erzeuger bzw. des Verbrauchergerätes einen Session-Token generiert und an die Energiezugangs¬ einheit (EZE) weiterleitet. 14. Energiezugangskontrolleinheit (EZKE, EZKE') zur Zugangs¬ und Sessionkontrolle von elektrischen Verbrauchergeräten an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangseinheiten (EZE) durch die ein Verbrauchergerät (EV) elektrische Energie beziehen kann bzw. ein Erzeugergerät (EV) einspeisen kann,

wobei durch die Energiezugangskontrolleinheit (EZKE, EZKE' ) eine Authentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. des Verbrauchergeräts (EV) durch einen Standard-IT- Zugangskontrollmechanismus stattfindet,

wobei nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergerätes (EV) von der Energiezu¬ gangskontrolleinheit (EZKE, EZKE' ) verbraucherspezifische Da¬ ten an einen Energielieferanten (EL) weitergeleitet werden, wobei an der Energiezugangseinheit (EZE) elektrische Energie für das Verbrauchergerät (EV) während eines Ladevorgangs be¬ reitgestellt wird bzw. vom Erzeugergerät (EV) eingespeist wird, solange wie in einem definierten Zeitintervall ein von dem Energielieferanten (EL) bereitgestellter Session-Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangskontrollein- heit (EZKE, EZKE') an das Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät (EV) und vom Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät (EV) an die Energiezugangskontrolleinheit (EZKE, EZKE' ) gesendet wird.

15. Energiezugangskontrolleinheit (EZKE, EZKE') nach Anspruch 14, wobei ein lokales Initial-Session-Token von der Energiezugangskontrolleinheit generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) übermittelt wird, wobei der Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) diesen Initial-Session-Token an den Energielieferanten (EL) übermittelt und daraufhin der Energieliefe¬ rant einen Session-Token für die entsprechende Energiezu¬ gangseinheit und den entsprechenden Energietransfer generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher (EV) zurücksendet, wobei der Initial-Session-Token eine Identifizierungsinformation für die Energiezugangseinheit enthält und der Session-Token die freigegebene Energiemenge.

Description:
Beschreibung

Zugangskontrolle zu elektrischen Ladestationen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zugangs- und Sessi ¬ onkontrolle von elektrischen Verbrauchern und Erzeugern an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangseinheiten, wie z.B. elektrischen Ladestationen für Elektrofahrzeuge . Weiterhin betrifft die Erfindung eine Anordnung zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektrischen Verbrauchergeräten an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangseinheiten. Ferner betrifft die Erfindung eine entsprechende Energiezugangskon- trolleinheit .

Gemäß dem aktuellen Trend werden elektrische Antriebe für Fahrzeuge aller Art einen hohen Verbreitungsgrad erreichen. Ein notwendiges Kriterium sind dabei ausreichend vorhandene Ladestationen. Da Energie teuer ist, wird der Zugangskontrol- le und der Messung bzw. Verrechnung der abgegebenen Energie eine große Bedeutung zukommen.

Systeme und Geräte zum kontrollierten Laden elektrischer Fahrzeuge sind bekannt (siehe z.B. die US Patentanmeldung US2009/0174365A1) , doch sind diese Systeme hinsichtlich der Zugangskontrolle aufwändig, da zusätzliche Zugangs-Hardware, wie RFID-Leser, Kameras etc. benötigt werden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein kosten- günstiges Verfahren zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektrischen Erzeugern bzw. Verbrauchern an allgemein oder gemeinschaftlich zugänglichen Energietransferstationen bereitzustellen. Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektrischen Erzeugern und/oder Verbrauchern an allgemein oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangs- oder transfereinheiten (EZE) , das Verfahren umfassend folgende Schritte:

a) Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers an der Energiezugangseinheit durch Integration des Energielieferanten;

b) Generieren eines Session-Tokens für die Kontrolle des Energietransfers durch den Energielieferanten und Weiterlei ¬ ten des Session-Tokens an die Energiezugangseinheit und den Erzeuger bzw. den Verbraucher, wobei der Session-Token eine zeitlich beschränkte Gültigkeit hat;

c) nach erfolgreicher Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers: Weiterleiten von erzeugerspezifischen bzw. von verbraucherspezifischen Daten durch die Energiezugangseinheit an einen Energielieferanten;

d) Transfer von elektrischer Energie zwischen der Energiezugangseinheit und dem Erzeuger bzw. Verbraucher, wobei während des Energietransfervorgangs in einem definierten Zeitintervall der Session-Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangseinheit an den Erzeuger bzw. Verbraucher und vom Erzeuger bzw. Verbraucher an die Energiezugangseinheit gesendet wird.

Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass eine Zugangs ¬ kontrolle zu elektrischen Ladestationen beziehungsweise

Steckdosen ermöglicht wird, welche durch ein Transfersessionmanagement ergänzt, einen gesicherten Zugang beziehungsweise eine gezielte Weiterverrechnung an den Endnutzer ermöglicht. Zugangskontrolle und Sessionmanagement sind abgeleitet aus den Standards von Authentifizierung und Autorisierung, bezie- hungsweise dem Sessionmanagement wie es bekannt ist aus dem Webpage Sessionmanagement um aktivierte Energieübertragungs- sessions zu kontrollieren. Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung kann global installiert wer ¬ den, aber auch im kleinen Stil in Gebäuden oder Büroanlagen. Das Verfahren kann auch für die Abgabe/Einspeisung von Energie an einer öffentlich zugänglichen Energietransfereinrichtung verwendet werden. Elektrofahrzeuge können somit momentan nicht benötigte Akku-Leistung für die Einspeisung in ein Energienetz eines Energieproviders bereitstellen. Durch den Zugangs- und Autorisierungsmechanismus ist eine dedizierte Abrechnung bzw. Verrechnung für den jeweiligen Erzeuger oder Verbraucher sichergestellt. Prinzipiell ist das Verfahren auch auf den Anschluss der Energietransfereinheit an mehrere Lieferanten erweiterbar.

Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Authentifizierung und Autorisierung des

Verbrauchers an der Energiezugangseinheit durch einen Stan- dard-IT-Zugangskontrollmechanismus erfolgt. Es können daher bereits vorhandene oder bekannte Zugangskontrollmechanismen verwendet werden. Somit müssen keine neuen oder proprietäre Zugangskontrollmechanismen entwickelt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass als Zugangskontrollmechanismus PKI (public key infrastructure) mit Smartcard verwendet wird. Solche Mecha ¬ nismen sind für einen Benutzer bekannt und leicht realisier- und installierbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass vom Energielieferanten für die Energiezugangseinheit Regeln für den Energietransfer bereitgestellt werden. Solche Regeln können z.B. sein: maximale Bezugs- oder Abgabe ¬ menge pro Sitzung (Session) oder die Energiemenge pro Zeit. Somit kann z.B. ein Horten verhindert werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Session-Token vor jedem Absenden von der

Energiezugangseinheit bzw. vom Erzeuger/Verbraucher aktuali ¬ siert wird. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass vor jedem Senden des Session-Tokens ein Zähler inkrementiert wird. Die Aktualisierung des Tokens erhöht die Sicherheit vor einem un- befugten Zugriff (z.B. Man-in-the-middle-Angriff ; MITM- Angriff) auf den Energietransfer zwischen Erzeuger/Verbraucher und der Energiezugangseinheit. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Kommunikation zwischen dem Erzeuger bzw.

Verbraucher und der Energiezugangseinheit mittels Powerline- Kommunikation (PLC) erfolgt, d.h. die Übertragung von Daten über Stromkabel. Dabei werden die stromführenden Kabel dazu genutzt, um parallel zur Energieversorgung auch noch Daten zu übertragen. Es kann somit auf vorhandene Infrastruktur zugegriffen werden. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass ein lokales Initial-Session-Token von der Ener- giezugangskontrolleinheit generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher übermittelt wird, wobei der Erzeuger bzw.

Verbraucher diesen Initial-Session-Token an den Energieliefe- ranten übermittelt und daraufhin der Energielieferant einen Session-Token für die entsprechende Energiezugangseinheit und den entsprechenden Energietransfer generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher zurücksendet, wobei der Initial- Session-Token eine Identifizierungsinformation für die Ener- giezugangseinheit enthält und der Session-Token die freigege ¬ bene Energiemenge. Dadurch ist zur Identifizierung und Auto ¬ risierung zwischen Energiezugangseinheit (Energietransferstelle) und dem Energielieferanten keine direkte Internetverbindung nötig. Weiterhin ist eine einfache Nachrüstung mög- lieh. Vorhandene Sicherungen können durch die erfindungsgemä ¬ ße Energiezugangskontrolleinheit leicht ersetzt werden. Au ¬ ßerdem ist die Verrechnung über Standardinternetservices mög ¬ lich. Zur Verlängerung (des Energietransfers) nach einem vordefinierten Zeitintervall wird auch gemäß dem Initial- Session-Token-Konzept verfahren.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Erzeuger bzw. Verbraucher ein Elektrofahrzeug ist und die Energiezugangseinheit eine Ladeeinrichtung zum Aufladen von Batterien oder Akkumulatoren bzw. geeignet ist zum Einspeisen von Energie von Elektrofahrzeugen in ein Energienetz eines Energielieferanten. In der Automobilindustrie geht der Trend dahin, dass Auto mit immer mehr IT-Diensten, und Steuerungsinstrumentarien zu versehen, wie Navigationssysteme, adaptive Geschwindigkeitskontroll- und Abstandsme ¬ chanismen etc. Unter dem Schlagwort Car-to-Car- bzw. Car-to- X-Kommunikation sollen Fahrzeuge bald eine dauerhafte Inter- net-Anbindung besitzen. Die Fahrzeuge werden zukünftig mit hochsicheren Identifizierungs-, Authentisierungs- und Signa ¬ turfunktionalitäten ausgestattet sein, so dass über die im Fahrzeug vorhandene IT-Infrastruktur die Zugangskontrolle zwischen Fahrzeug und Energietransferstelle, aber auch Be- zahlvorgänge abgewickelt werden können. Durch die Nutzung von öffentlichzugänglichen Energietransferstellen (z.B. öffentliche Ladestationen) , wird der Aktionsradius eines Elektrofahr- zeugs sehr vergrößert. Die Fahrzeugbatterie kann auch als Energiepuffer für Smart Grids verwendet werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass es sich bei dem Verbraucher um eine Waschmaschine, einen Wäschetrockner oder ein anderes kommerzielles

Elektrogerät handelt. Das erfinderische Verfahren ist flexi- bei einsetzbar bzw. einfach nachrüstbar und für eine dedi- zierte Zugangskontrolle für prinzipiell alle kommerziellen Elektrogeräten verwendbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass es sich bei dem Erzeuger um eine Photovoltaikan- lage, eine Windkraftanlage oder andere alternative Energie ¬ quelle handelt, welche temporär an die Energiezugangseinheit anschließbar ist. Das Verfahren kann somit auch für Smart Grids (intelligente Stromnetze) verwendet werden durch den temporären Anschluss dezentraler Energieerzeuger und deren Stromeinspeisung in ein Energienetz.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Energietransfer gestoppt wird, falls der Ses- sion-Token nicht in dem definierten Intervall aktualisiert zwischen Erzeuger bzw. Verbraucher ausgetauscht wird. Dadurch wird sichergestellt, dass der Energietransfer nur zwischen den identifizierten und autorisierten Einheiten erfolgt und die Energie nicht von einem Dritten „abgezapft" werden kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass der Session-Token dazu verwendet wird, um dyna ¬ misch Bedarfs- oder Kapazitätsinformation zur Kontrolle des Energieflusses zwischen Erzeuger bzw. Verbraucher und der Energiezugangseinheit auszutauschen. Der Session-Token kann somit weitere Nutzinformationen tragen.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Anordnung zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektrischen Erzeuger- bzw. Verbrauchergeräten an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangseinheiten, die Anord- nung umfassend:

a) eine Energiezugangseinheit, welche einer gewöhnlichen Steckdose vorgeschaltet ist, durch die ein Verbrauchergerät elektrische Energie beziehen kann bzw. als Erzeuger Energie einspeisen kann, wobei an der Energiezugangseinheit eine Au- thentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergeräts durch einen Standard-IT-Zugangskontrollmechanismus stattfindet, wobei nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergerätes von der Energiezugangseinheit verbraucherspezifische Daten an einen Ener- gielieferanten weitergeleitet werden, wobei an der Energiezu ¬ gangseinheit elektrische Energie zwischen der Energiezugangs ¬ einheit und dem Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät transferiert wird, solange in einem definierten Zeitintervall ein von dem Energielieferanten bereitgestellter Session-Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangseinheit an das Erzeu ¬ ger- bzw. Verbrauchergerät und vom Erzeuger- bzw. Verbrau ¬ chergerät an die Energiezugangseinheit gesendet wird; und b) einen Energielieferanten der die Energiezugangseinheit mit elektrischer Energie beliefert bzw. vom Erzeugergerät einge- speiste Energie entgegennimmt, wobei der Energielieferant nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchergerätes einen Session-Token gene ¬ riert und an die Energiezugangseinheit weiterleitet. Solche Anordnungen lassen sich prinzipiell überall einrichten, z.B. öffentlichen Parkgaragen, da die Energiezugangseinheit in den elektrischen Verteilerkasten integriert werden kann und die herkömmliche Steckdosen Installation weiterverwendet werden kann .

Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Energiezugangs- kontrolleinheit zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elekt ¬ rischen Verbrauchergeräten an allgemein zugänglichen oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energiezugangseinheiten durch die ein Verbrauchergerät elektrische Energie beziehen kann bzw. ein Erzeugergerät einspeisen kann, wobei durch die Ener- giezugangskontrolleinheit eine Authentifizierung und Autori ¬ sierung des Erzeuger- bzw. des Verbrauchergeräts durch einen Standard-IT-Zugangskontrollmechanismus stattfindet, wobei nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeuger- bzw. Verbrauchergerätes von der Energiezugangskontroll- einheit verbraucherspezifische Daten an einen Energieliefe ¬ ranten weitergeleitet werden, wobei an der Energiezugangsein- heit elektrische Energie für das Verbrauchergerät während ei ¬ nes Ladevorgangs bereitgestellt wird bzw. vom Erzeugergerät eingespeist wird, solange wie in einem definierten Zeitintervall ein von dem Energielieferanten bereitgestellter Session- Token jeweils mindestens einmal von der Energiezugangskon- trolleinheit an das Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät und vom Erzeuger- bzw. Verbrauchergerät an die Energiezugangskon- trolleinheit gesendet wird. Die erfindungsgemäße Energiezu- gangskontrolleinheit kann z.B. auch nachträglich ohne großen Aufwand an öffentlich zugänglichen Steckdosen angebracht wer- den.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass ein lokales Initial-Session-Token von der Ener- giezugangskontrolleinheit generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher übermittelt wird, wobei der Erzeuger bzw.

Verbraucher diesen Initial-Session-Token an den Energielieferanten übermittelt und daraufhin der Energielieferant einen Session-Token für die entsprechende Energiezugangseinheit und den entsprechenden Energietransfer generiert und an den Erzeuger bzw. Verbraucher zurücksendet, wobei der Initial- Session-Token eine Identifizierungsinformation für die Energiezugangseinheit enthält und der Session-Token die freigege- bene Energiemenge. Dadurch ist zur Identifizierung und Auto ¬ risierung zwischen Energiezugangseinheit (Energietransferstelle) und dem Energielieferanten keine direkte Internetverbindung nötig. Weiterhin ist eine einfache Nachrüstung möglich. Vorhandene Sicherungen können durch die erfindungsgemä- ße Energiezugangskontrolleinheit leicht ersetzt werden. Au ¬ ßerdem ist die Verrechnung über Standardinternetservices mög ¬ lich.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden erläutert.

Dabei zeigen:

FIG 1 ein beispielhaftes schematisches Übersichtsdiagramm mit Systemkomponenten sowie Energieübertragungs- und

Kommunikationsbeziehungen zwischen den Systemkomponenten,

FIG 2 ein beispielhaftes Schemabild für eine Energiezu- gangskontrolleinheit , und

FIG 3 ein beispielhaftes Schemabild für ein Lade- und Mess ¬ gerät . Das Problem von gemeinschaftlich genutzten elektrischen Ladestationen oder Energietransferstationen ist für jedermann ein relativ neues Problem, geprägt durch den Boom von elektrischen Kraftfahrzeugen. Zwar gibt es bereits unzählige Steckdosen an Gebäuden beziehungsweise diversen Plätzen, diese können aber nicht genutzt werden, da die Abnahme nicht ge ¬ zielt kontrolliert werden kann und die Kosten nicht direkt weiter verrechnet werden können. Erfindungsgemäß wird vorge ¬ schlagen für das Problem der Zugangskontrolle auf elektrische Versorgungsleitungen ein Zugangskonzept basierend auf Standard IT-Security-Mechanismen zu verwenden und zur Kontrolle der Energietransfersession Session-Tokens zu verwenden. Figur 1 zeigt ein beispielhaftes schematisches Übersichtsdia ¬ gramm mit Systemkomponenten sowie Energieübertragungs- und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Systemkomponenten. Die Hauptkomponenten in Figur 1 sind ein Energielieferant EL, eine Energiezugangseinheit EZE (zum Beispiel eine Ladestation für Elektrofahrzeuge oder eine Station zur Einspeisung von Energie in ein Stromnetz eines Energieproviders) und ein Energieverbraucher EV (zum Beispiel ein Elektrofahrzeug) . Der Energieverbraucher EV möchte an der Energiezugangseinheit EZE Energie beziehen (anzapfen) , um zum Beispiel den Akku für ein Elektrofahrzeug aufzuladen. Die Energie selbst wird dann von einem Energielieferanten EL (zum Beispiel ein Energieversorgungsunternehmen) bereitgestellt. Der Energieverbraucher EV hat ein Lade- und Messgerät LMG, mit dem er über eine Ener ¬ gieleitung PL2 Strom zum Beispiel zum Laden eines Akkumula- tors von der Energiezugangseinheit EZE bezieht. Der Strom wird der Energiezugangseinheit EZE vom Energielieferanten EL über eine Energieleitung PL1 aus einer dem Energielieferanten EL gehörenden Energieressource ER zur Verfügung gestellt. Der Energielieferant EL ist mit einer Lieferkontroll- und Abrech- nungseinheit LKAE ausgestattet, zur Zugangskontrolle an den Energieressource-Pool und zur Verrechnung von Energiemengen, die für eine Sitzung der Energiezugangseinheit EZE bereitge ¬ stellt werden. Diese Lieferkontroll- und Abrechnungseinheit LKAE auf Seite des Energielieferanten EL kann zum Beispiel als Webservice bereitgestellt werden, der als Zugangskon ¬ trollmechanismen zum Beispiel Standard Sicherheitskonzepte wie PKI mit X .509-Zertifikaten zur Verfügung stellt und gesi ¬ chert ist. Die gestrichelten Linien KVl bis KV3 stellen Kommunikationsverbindungen dar, die drahtbasiert und/oder draht- los (zum Beispiel durch WLANs) realisiert sein können, die

Kommunikationsverbindungen KVl - KV3 können als Internetverbindungen realisiert sein. Die Energiezugangseinheit EZE ent ¬ hält eine Energiezugangskontrolleinheit EZKE, die die Zu- gangskontrolle und die Zugangsberechtigung des Energie ¬ verbrauchers EV handhabt und außerdem über die Kommunikati ¬ onsverbindung KV2 eine Energietransfersession für einen

Verbraucher einleitet. Die Lieferkontroll- und Abrechnungs- einheit LKAE beim Energielieferanten EL initiiert über die Kommunikationsverbindung KV1 das vom Energieressourcepool ER die Energie für die benötigte Session über die Energieleitung PL1 bei der Energiezugangseinheit EZE bereitgestellt wird. Der Energieverbraucher EV besitzt üblicherweise einen Elekt- romotor EM, der von der bezogenen Energie angetrieben wird.

In Figur 1 erhält der Elektromotor EM über die Energieleitung PL3 vom Lade- und Messgerät LMG nach erfolgter Ladung die Energie bereitgestellt. Prinzipiell kann der Elektromotor EM eines Verbrauchers EV auch als Generator arbeiten und Energie bereitstellen, die von der Energiezugangseinheit bzw. Energietransfereinheit EZE einem Energielieferanten EL zur Verfügung gestellt wird. Dies ist interessant für Smart Grid (intelligentes Stromnetz) An- Wendungen.

Wenn es sich beim Energieerzeuger bzw. -Verbraucher EV um ein Elektrofahrzeug handelt, fallen bei der Kommunikation zwi ¬ schen Fahrzeug und der Energiezugangs- bzw. -transfereinheit EZE insbesondere folgende Aufgaben an:

Erkennung des Fahrzeugs (z. B. zur Zuordnung des Fahrzeugs zu einem Energiekonto des Fahrzeuginhabers beim Ener ¬ gielieferanten EL)

Erkennung des Ladesystems des Fahrzeugs und festlegen, welche Art der Aufladung durchgeführt werden soll, wenn meh ¬ rere Optionen möglich sind

Erkennung einer fehlerfreien Energieverbindung zum Fahrzeuges

Starten und Beenden des Lade- bzw. des Einspeisvorgangs

Bei der Kommunikation zwischen Energiezugangs- bzw. Energietransfereinheit EZE fallen insbesondere folgende Aufgaben an: Abrechnung der gelieferten Leistung Bereitstellung der angeforderten Leistung an der Energiezugangs- bzw. -transfereinheit EZE aus dem Stromnetz

(Energiereserve) ER des Lieferanten

Bereitstellung des entsprechenden Tarifs für den Erzeu- ger/Verbraucher EV

Bei Vehicle-to-grid (V2G) Systemen (Smart Grids, intel ¬ ligente Stromnetze) : Einspeisen der Leistung der Fahrzeugbat ¬ terie ins Netz des Energielieferanten EL. Figur 2 zeigt ein beispielhaftes Schemabild für eine Energie- zugangskontrolleinheit EZKE. Die Energiezugangskontrollein- heit EZKE ist mit einem Energiezähler (ein Energiezähler, wie er zum Beispiel von einem Energielieferanten bei Kunden angebracht ist) ausgestattet, bietet aber eine spezielle Zusatz- funktionalität , um fremden Konsumenten Zugang zu erlauben und die Verrechnung des Energiebezugs auf deren Konto durchzufüh ¬ ren. Die Energiezugangskontrolleinheit EZKE' umfasst eine Fernkontrollabrechnungseinheit FKAE, eine Strommodulatorein ¬ heit SME1 und eine Management- und Kontrolleinheit MKE .

Die Fernkontroll- und Abrechnungseinheit FKAE baut bei Bedarf eine gesicherte Internetverbindung zum Energielieferanten EL, um mit diesem Informationen für Zugangskontrolle und Verrechnung auszutauschen. Die Strommodulatoreinheit SME1 (Current Sensor Modulator Unit) ist einerseits ein Strommodulator

(über den gesamten Leistungsbereich) und ein Strommesser. Damit kann diese Einheit einerseits Strom begrenzen und ersetzt eine Sicherung beziehungsweise könnte auch durch den Sensor die Stromstärke erfasst werden. Diese Funktionalität wird ne- ben der Stromschaltung auch als Kommunikationsmechanismus mit dem Lade- und Messgerät LMG des Energieverbrauchers EV ver ¬ wendet. Die Management- und Kontrolleinheit MKE regelt den gesamten Ablauf der Energiezugangskontrolleinheit EZKE' und bietet das lokale Benutzerinterface und die Schnittstelle in lokale Netzwerke, zum Beispiel zum Gebäudemanagement. Diese Schnittstelle wird gebildet durch die Kommunikationsverbin ¬ dung KV3 ' . Figur 3 zeigt ein beispielhaftes Schemabild für ein Lade- und Messgerät LMG ' . Jeder Teilnehmer (Energieerzeuger bzw. Energieverbraucher EV) , der Energie laden oder einspeisen möchte, muss mit einem Lade- und Messgeräte LMG' ausgestattet sein. Bei Elektrofahrzeugen kann dieses Lade- und Messgerät LMG' als so genanntes On Board Charging and Metering Device (OBCM) bezeichnet werden. Das Lade- und Messgerät LMG' regelt den Zugang zu einer Steckdose oder zu einer Ladestation durch entsprechende Authentifizierung, Autorisierung und zum Halten der Verbindung so lange Bedarf zum Energietransfer besteht. Die Strommodulatoreinheit SME2 ist das Gegenstück zur Ener- giezugangskontrolleinheit EZKE der Energiezugangs- bzw. Ener ¬ gietransfereinheit EZE. Die Strommodulatoreinheit SME2 er ¬ laubt das Kontrollieren des Belastungswiderstands und somit das Einstellen der Stromstärke was einerseits zur Kommunika ¬ tion und andererseits zum Einstellen der Ladestromstärke ver ¬ wendet wird. Die Lade- und Generatorkontrolleinheit LGKE kon ¬ trolliert die Information, die über die Energieleitung PL2 ' ' gesendet wird beziehungsweise steuert gemäß Energienutzungs- profil die Energieübertragung an den Energieverbraucher EV.

Das Zugangskontrollmodul ZKM beinhaltet die Schnittstelle zum Securitymedium für Authentifizierung und Autorisierung, was zum Beispiel eine SIM-karte oder eine Smartcard sein könnte. Beschreibung des Ablaufs:

Ist eine externe Gebäudesteckdose intern im Verteilerschrank mit einer Energiezugangskontrolleinheit EZKE ausgestattet, zum Beispiel statt der Kombination Zähler und Sicherung, dann gibt diese Steckdose, wenn nicht manuell auf Dauerbetrieb konfiguriert, bei Anschluss nur eine geringe Stromstärke aus (zum Beispiel 4 bis 20mA) . Diese Stromstärke kann nicht wirk ¬ lich zum Energietransfer missbraucht werden, aber von einem entsprechendem Lade- und Messgeräte LMG interpretiert und er ¬ kannt werden. Nach der Erkennung wird die mit 4 bis 20mA mo- dulierte Stromstärke zur codierten Datenübertragung zwischen Energieverbraucher bzw. -erzeuger EV und Energiezugangskontrolleinheit EZKE verwendet. Die Datenübertragung geschieht immer asynchron, einmal sendet die Energiezugangskontrollein- heit EZKE und das Lade- und Messgerät LMG steht auf Empfang und einmal ist es umgekehrt. Dieses amplitudenmodellierte Verfahren ist eine robuste Möglichkeit, um binäre Signale auf Energieleitungen zu übertragen, ohne Probleme mit Überspan- nungsableitern oder in Störfiltern zu haben. Andere mögliche Ausführungsformen sind Verfahren auf höherer aufmodulierter Frequenz (zum Beispiel frequenz- oder phasenmodulierte Verfahren) . Mittels fehlerredundantem Protokoll werden Daten zwischen dem Energieverbraucher EV und der Energiezugangseinheit EZE in beide Richtungen übertragen. Wobei es reicht, dass der Strom immer in nur eine Richtung fließt und das Lade- und Messgerä ¬ te LMG während des Empfangs den Widerstand konstant hält und beim Senden den inneren Widerstand verändern muss.

Basierend auf dieser Datenübertragung (vergleichbar mit dem Data-Link-Layer in der Kommunikationstechnik, ISO-sichere Referenzmodell) werden Standardauthentifizierungs- und Autori- sierungsprotokolldaten (zum Beispiel SAML, Security Assertion Markup Language) an die Fernkontroll- und Abrechnungseinheit FKAE der Energiezugangskontrolleinheit EZKE übertragen, wel ¬ che diese per IP-Protokoll an den Service auf Providerseite (das heißt auf Seite des Energielieferanten EL) an die Lie- ferkontroll- und Abrechnungseinheit LKAE weiterleitet. Klappt die Zugangskontrolle, wird von der Lieferkontroll- und Ab ¬ rechnungseinheit LKAE ein Session-Token erzeugt und an die Energiezugangskontrolleinheit EZKE geliefert. Mit diesem Token hat die Energieliefersession zwischen Energiezugangseinheit EZE und Energieverbraucher bzw. -erzeuger EV aktiv und läuft mit einem typischen Timeout von zum Beispiel 1 bis 5 Minuten. Das bedeutet, die Fernkontroll- und Abrechnungseinheit FKAE liefert einmal in der Minute eine Nachricht mit dem Session-Token und dem Energiewert zur Ver ¬ rechnung an den Verbraucher. Dieses Session-Token wird auch auf der Energieleitung PL2, PL2 ' an das Lade- und Messgerät LMG, LMG' übertragen. Gleichzeitig mit dem Session-Token wird auch die bisher gelieferte Energiemenge geliefert. Damit hat das Lade- und Messgerät LMG, LMG ' auch die Möglichkeit fest ¬ zustellen, ob auch diese Energiemenge angekommen ist und kann Probleme von Abzweigung oder Erdschlüssen rasch feststellen und die Übertragung beenden. Das Lade- und Messgerät LMG,

LMG' muss sich mit diesem Session-Token auch mindestens einmal im Session Timeout Intervall melden, da ohne rechtzeitige Meldung die Übertragungssession gestoppt und somit der Strom- und Energiefluss einfach beendet wird. Damit ist sicherge- stellt, dass bei Umstecken nach dem genehmigten Zugang maximal die Energiemenge für einen Session Timeout übertragen wird .

Die Kosten für eine Ladung werden nicht dem Eigentümer der Steckdoseneinheit verrechnet, sondern können direkt dem End ¬ verbraucher EV in Rechnung gestellt werden, ebenso können Gutschriften für eine Einspeisung direkt einem Energieerzeuger gutgeschrieben werden. Die Zugangskontrolle zu Energiezu ¬ gangseinheiten EZE (zum Beispiel Ladestationen für Elektro- fahrzeuge) ist somit praktisch auf gleichem Standard wie ak ¬ tuelle IT Zugangskontrollstandards, wie zum Beispiel PKI mit Smartcards. Durch die Nutzung von Smartcards ist die Zugangs ¬ kontrolle und Verrechnung auch nicht direkt am Gerät zu hin ¬ terlegen, sondern bleibt flexibel an die Karte gebunden.

Das erfinderische technische Merkmal besteht hauptsächlich darin, dass eine Zugangskontrolle zu elektrischen Ladestatio ¬ nen beziehungsweise Steckdosen ermöglicht wird, welche durch ein Transfersessionmanagement ergänzt, einen gesicherten Zu- gang beziehungsweise eine gezielte Weiterverrechnung an den Endnutzer ermöglicht. Zugangskontrolle und Sessionmanagement sind abgeleitet aus den Standards von Authentifizierung und Autorisierung, beziehungsweise dem Sessionmanagement wie es bekannt ist aus dem Webpage Sessionmanagement um aktivierte Energieübertragungssessions zu kontrollieren. Das erfindungs ¬ gemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung kann glo ¬ bal installiert werden, aber auch im kleinen Stil in Gebäuden oder Büroanlagen. Der Vorteil dieser Erfindung liegt auch darin, dass einfache Steckdosen in öffentlichen Anlagen oder gemeinschaftlichen Bereichen angeboten werden können, so dass jeder Stromkunde dort zum Beispiel elektrische Fahrzeuge la ¬ den kann und die Verrechnung automatisch erfolgt, beziehungs- weise Missbrauch der Ladestation praktisch unmöglich wird. Die Nachrüstung ist mit einfachen Einheiten in Verteilkästen möglich, welche Sicherungen und Zähler ersetzen. Bei gleichem Konzept können auch neu errichtete elektrische Energietank ¬ stellen ausgestattet werden, um die Kosten für aufwändige und teuere Bedien- und Verrechnungsterminals sparen zu können.

Insbesondere für folgende Teilprobleme liefert die vorliegen ¬ de Erfindung Lösungskonzepte. Teilproblem 1: Fehlendes Mehrparteienzugangs- und Verrech ¬ nungskonzept für vorhandene Steckdosen

Es gibt bereits unzählige Steckdosen an Gebäuden beziehungs ¬ weise diversen Plätzen, diese können aber nicht genutzt werden, da die Abnahme nicht gezielt kontrolliert werden kann, Kosten nicht direkt weiterverrechnet werden können. Es muss zum Beispiel verhindert werden, dass nicht jemand den Stecker abzieht und zwischenzeitlich einen anderen anschließen kann. Da elektrische Fahrzeuge relativ große Energiemengen aufneh ¬ men, wird man bald frei zugängliche Steckdosen sichern, um Missbrauch vorzubeugen. Wenn Steckdosen mit automatischer Autorisierung und Verrechnung an den Nutzer ausgestattet sind, beziehungsweise eventuell eine Provision an den Steckdosenan ¬ bieter möglich wäre, würde das die Verfügbarkeit von Ladesta ¬ tionen wesentlich rascher verbessern und somit auch die regi- onale Abdeckung von Lademöglichkeiten für ein Elektrofahrzeug wesentlich verbessert werden.

Teilproblem 2: Manuelle Zugangskontrolle zu Ladestationen

Eine Zapfsäule, die ähnlich wie ein Geldausgabeautomat zu be- dienen ist, erfordert einerseits ein Bedienerterminal für die Zugangskontrolle und für die Verrechnung. Da elektrische Fahrzeuge wesentlich öfter geladen werden müssen als heute Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu Tankstelle müssen, be- ziehungsweise auch als Energiespeicher dienen sollen, trägt dieses Konzept des konzentrierten Zugangs zu Energie und Ver ¬ rechnung nicht. Ladestationen, bei denen man wie bei einer Treibstofftanksteile zuerst seine Kreditkarte einsteckt und dann tankt, erfordern einerseits recht teure Bedienertermi ¬ nals und andererseits ist das für die Zukunft zu aufwändig. Gerade da bei elektrischen Fahrzeugen wesentlich öfter getankt werden wird, als aktuell bei Fahrzeugen mit Verbren ¬ nungsmotor beziehungsweise die Elektrofahrzeuge oft selbstän- dig zeitgesteuert tanken oder liefern müssen (zum Beispiel in Garagen oder Parkplätzen) . Durch das Session Token Konzept kann sichergestellt werden, dass nur das authentifizierte und autorisierte Gerät geladen wird. Wird der Stecker zwischen ¬ zeitlich abgezogen und ein anderes Gerät angeschlossen, wird dieses Gerät maximal bis zum Timeout-Ablauf mit Energie ver ¬ sorgt, da dieses Gerät das gültige temporäre Session Token nicht kennen kann.

Teilproblem 3: Nachrüstung von Bestandssystemen im Heim- und Wohnbaubereich

Selektive Verrechnung von Energie im Gemeinschaftsbereich wird wesentlich wichtiger werden als heutzutage. Heutzutage wird der selektive Energiebedarf mit der Nutzung der Ressource kombiniert. Zum Beispiel gibt es Zugangskontrollsysteme für Wäschetrockner oder Waschmaschinen. Der Nutzer bezahlt für die gesamte Nutzung. Wenn nun die Nutzer aber elektrisch unterstützte Fahrräder, Mofas oder Autos haben, ist dies nicht mehr möglich und es muss eine Zugangskontrolle zu elektrischer Energie geben, samt Erfassung und Verrechnung der abgegebenen Mengen. Die Nachrüstung mit den beiden erfinderischen Kontrolleinheiten auf der Anbieterseite und der Nutzerseite wäre sehr einfach und kostengünstig, wenn diese Elemente als Standardware verfügbar wären. Für neue Anlagen können diese Elemente auf Anbieterseite Energiezähler und Si- cherungen in Kombination ersetzen, wenn für jede Steckdose eine gesonderte Anschlussleitung verwendet wird. Damit wäre praktisch jede Steckdose konfigurierbar und eine einfache Zu ¬ gangskontrolle und Verrechnung zu bewerkstelligen. Das erfin- dungsgemäße Verfahren lässt sich auch in Kommunalräumen verwenden, wie zum Beispiel zur Verrechnung von Waschmaschinen, Wärmetrocknern oder Warmwasserspeichern. Auch in Tiefgaragen können sehr einfach Ladestationen mit dem erfinderischen Ver- fahren ausgestattet werden.

Verfahren zur Zugangs- und Sessionkontrolle von elektrischen Erzeugern und/oder Verbrauchern an allgemein oder an gemeinschaftlich zugänglichen Energietransfereinheiten, wobei eine Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers an der Energietransfereinheit stattfindet und nach erfolgter Authentifizierung und Autorisierung des Erzeugers bzw. des Verbrauchers erzeuger- bzw. verbraucherspezifische Daten durch die Energietransfereinheit an einen Energie- lieferanten (Energieprovider) weitergeleitet werden. Anschließendes Generieren eines Session-Tokens für die Kontrol ¬ le des Energietransfers durch den Energielieferanten und Wei ¬ terleiten des Session-Tokens an die Energietransfereinheit und den Erzeuger bzw. den Verbraucher, wobei der Session- Token eine zeitlich beschränkte Gültigkeit hat. Transfer von elektrischer Energie zwischen der Energietransfereinheit und dem Erzeuger bzw. Verbraucher, wobei während des Energietransfervorgangs in einem definierten Zeitintervall der Ses- sion-Token jeweils mindestens einmal von der Energietransfer- einheit an den Erzeuger bzw. Verbraucher und vom Erzeuger bzw. Verbraucher an die Energietransfereinheit gesendet wird. Das Verfahren ermöglicht insbesondere eine einfache und nachrüstbare Zugangskontrolle zu frei zugänglichen Steckdosen und öffentlichen Ladestationen, welche zukünftig von Elektro- fahrzeugen genutzt werden können. Zusätzlich ermöglicht das

Verfahren eine einfache und nachrüstbare Zugangskontrolle von dezentralen (privaten und kommerziellen) Energieerzeugern an Smart Grid Netzen. Z.B. können auch Elektrofahrzeuge in

Stillzeiten nicht benötigte Batterieleistung einspeisen (Ve- hicle-to-grid (V2G) Systeme) . Bezugs zeichen

EL Energie1ieferant

ER Energieressource

LKAE Lieferkontroll- u. Abrechnungseinheit

KV1-KV3, KV3 ' Kommunikations erbindung

PL1-PL3, PL1' -PL3 Energieleitung

PL2 ' ' Energieleitung

EZE EnergieZugangseinheit

EZKE , EZKE ' EnergieZugangskontrolleinheit

EV Energieverbraucher bzw. -erzeuger

EM Elektromotor

LMG, LMG' Lade- und Messgerät

MKE Management- und Kontrolleinheit

SME1, SME2 Strommodulatoreinheit

FKAE Fernkontroll- und Abrechnungseinheit

ZKM Zugangskontrollmodul

LGKE Lade- u. Generatorkontrolleinheit