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Title:
ACCESS CONTROLLER FOR VEHICLES, COMPRISING A SECURITY DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068416
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an access controller for vehicles, comprising an electronic wireless key (4) which is received in a housing (2). A controller (3) is designed to temporarily activate the wireless key and has an interface for wireless communication. The wireless key (4) is activated by the controller depending on a wireless communication. Furthermore, a voltage supply unit (10) is coupled to the controller (3) and the wireless key (4), wherein the voltage supply unit applies an electric breakdown voltage via at least one contact of the wireless key (4) while the voltage supply unit is being actuated by the controller for at least one first specified duration, said breakdown voltage being greater than a designated operating voltage of the wireless key in order to breakdown the wireless key (4) by virtue of the resulting current flow.

Inventors:
BAMBECK, Daniel (Gockelweg 18, Essen, 45149, DE)
SALAM, Okan (Scheppener Weg 25, Essen, 45239, DE)
MEHLICH, Markus (Metzer Str. 6a, Düsseldorf, 40476, DE)
Application Number:
EP2018/074197
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HUF HÜLSBECK & FÜRST GMBH & CO. KG (Steeger Str. 17, Velbert, 42551, DE)
International Classes:
B60R25/24; E05B19/00
Foreign References:
CN105905041A2016-08-31
DE102014119287A12016-07-07
US8841987B12014-09-23
US20170026360A12017-01-26
FR3043039A12017-05-05
DE102005059061A12007-06-14
DE102006001410A12007-07-12
DE102013002281A12014-08-14
Attorney, Agent or Firm:
ZENZ PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Rüttenscheider Straße 2, Essen, 45128, DE)
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Claims:
ZENZ Patentanwälte Rüttenscheider Str. 2 D-45128 Essen

H 1142W0 PL

Patentansprüche

1. Zugriffskontrolleinrichtung für Fahrzeuge, mit einem elektronischen Funkschlüssel (4), welcher in einem Gehäuse (2) aufgenommen ist,

wobei eine Steuereinrichtung (3) zur zeitweisen

Aktivierung des Funkschlüssels ausgebildet ist,

wobei die Steuereinrichtung eine Schnittstelle zur

drahtlosen Kommunikation aufweist und ausgebildet ist, in Abhängigkeit von einer drahtlosen Kommunikation die

Aktivierung des Funkschlüssels (4) zu bewirken,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Spannungsversorgung (10) mit der

Steuereinrichtung (3) und dem Funkschlüssel (4) gekoppelt ist, wobei die Spannungsversorgung unter Ansteuerung von der

Steuereinrichtung für wenigstens eine erste vorgegebene

Zeitdauer eine elektrische Zerstörungsspannung über wenigstens eine Kontaktierung des Funkschlüssels (4) anlegt, welche größer als eine ausgewiesene Betriebsspannung des

Funkschlüssels ist, um den Funkschlüssel (4) durch den

resultierenden Stromfluss zu zerstören.

2. Zugriffskontrolleinrichtung nach Anspruch 1, wobei die Spannungsversorgung (10) unter Ansteuerung von der

Steuereinrichtung (3) eine Mehrzahl von elektrischen

Spannungspulsen über die wenigstens eine Kontaktierung des Funkschlüssels (4) anlegt, wobei die Spannungspulse jeweils zumindest zeitweise die Zerstörungsspannung übersteigen und durch Pausen getrennt sind, in welchen geringere elektrische Spannung an der wenigstens einen Kontaktierung des

Funkschlüssels (4) anliegt. 2

3. Zugriffskontrolleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Kontaktierung des Funkschlüssels (4) an einem Batteriekontakt des Funkschlüssels angeordnet ist.

4. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei die Spannungsversorgung (10) außerdem zur Versorgung des Funkschlüssels (4) mit der

ausgewiesenen Betriebsspannung ausgebildet ist.

5. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei die Zerstörungsspannung größer als 30 V ist und kleiner als 100 V ist, insbesondere kleiner als 60 V ist.

6. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei die Spannungsversorgung

wenigstens einen Kondensator aufweist, welcher auf die

Zerstörungsspannung aufgeladen und unter Steuerung der

Steuereinrichtung mit dem Funkschlüssel koppelbar ist.

7. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung mit

Sensormitteln zur Überwachung des Gehäuses ausgebildet ist, welches den Funkschlüssel aufnimmt, wobei die

Steuereinrichtung in Abhängigkeit von den Signalen der

Sensormittel die Zerstörung des Funkschlüssels durch

Ansteuerung der Spannungsversorgung auslöst. 8. Zugriffskontrolleinrichtung nach Anspruch 7, wobei die

Sensormittel zur Erfassung einer mechanischen Öffnung des Gehäuses ausgebildet sind.

9. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung in

Abhängigkeit von über die Schnittstelle zur drahtlosen

Kommunikation empfangenen Daten die Zerstörung des

Funkschlüssels durch Ansteuerung der Spannungsversorgung auslöst .

10. Zugriffskontrolleinrichtung nach einem der

vorangehenden Ansprüche, wobei ein elektrischer Pufferspeicher mit der Spannungsversorgung und der Steuereinrichtung

gekoppelt und in dem Gehäuse aufgenommen ist, welcher eine elektrische Energiemenge bereitstellt, um die Zerstörung des Schlüssels ohne weitere externe Speisung der

Spannungsversorgung zu bewirken.

Description:
Zugriffskontrolleinrichtung für Fahrzeuge mit

Sicherheitseinrichtung

Die Erfindung betrifft eine Zugriffskontrolleinrichtung für Fahrzeuge, welche einen elektronischen Funkschlüssel aufweist der in einem Gehäuse aufgenommen ist. Der Funkschlüssel

seinerseits weist eine elektronische Funkschlüsselschaltung auf.

Funkschlüssel für Fahrzeuge sind seit Langem und in

verschiedenen Gestaltungen bekannt. Oft werden sogenannte passive Funkschlüssel eingesetzt, welche ohne aktive Betätigung des Schlüssels in Kommunikation mit einem Fahrzeug treten können, um den Zugriff auf das Fahrzeug oder bestimmte

Fahrzeugfunktionen zu erlauben.

Die gattungsgemäße Zugriffskontrolleinrichtung ist mit einem Funkschlüssel ausgestattet und zur Anordnung in einem Fahrzeug vorgesehen. Die Zugriffskontrolleinrichtung verfügt über eine Steuereinrichtung, die zur zeitweisen Aktivierung des

Funkschlüssels ausgebildet ist. Diese Steuereinrichtung weist eine Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation auf und ist ausgebildet, in Abhängigkeit von einer drahtlosen Kommunikation die Aktivierung des Funkschlüssels zu bewirken.

Derartige Einrichtungen sind insbesondere in Carsharing-

Systemen oder Mietwagensystemen bekannt. Dabei wird der zum Fahrzeug gehörige Funkschlüssel im Fahrzeug platziert und belassen. Dies ist erforderlich, um insbesondere bei passiven Systemen die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Schlüssel sicherzustellen und eine Bewegung des Fahrzeuges zu ermöglichen. Die Fahrzeughersteller können auf diese Weise herkömmliche

Serienfahrzeuge für den Gebrauch als Carsharing-Fahrzeuge oder Mietfahrzeuge verwenden, da der Schlüssel dauerhaft im Fahrzeug verbleibt und die vom Fahrzeugsystem bei Betrieb erwartete Anwesenheit des Schlüssels jederzeit gewährleistet ist. Ein Benutzer erhält über eine Kommunikation mit der

Steuereinrichtung Zugriff auf das Fahrzeug, da die

Steuereinrichtung entscheidet, ob der Funkschlüssel in

Abhängigkeit von der Legitimation des Benutzers aktiviert wird oder nicht.

Ein entsprechendes System ist beispielsweise in der

DE10 2013 002 281 AI offenbart. Bei diesem System ist zum

Beispiel vorgesehen, dass ein Fahrzeug für einen Verleih

vorbereitet ist und ein Fahrzeugfunkschlüssel im Fahrzeug vorhanden ist. Ein Benutzer erhält vom Verwalter des Fahrzeuges (beispielsweise dem Carsharing-Anbieter oder Mietwagenanbieter) einen Freigabecode auf sein tragbares Mobilgerät, beispielsweise Smartphone, übermittelt. Der Benutzer koppelt sein Smartphone über eine Bluetooth-Verbindung mit der Steuereinrichtung und diese gibt, wenn die Autorisierung des Benutzers erfolgreich war, den Zugriff des Fahrzeuges auf den Funkschlüssel frei, beispielsweise indem der Funkschlüssel aktiviert wird.

Ein Problem bei solchen Systemen besteht darin, dass der Benutzer sich des Funkschlüssels bemächtigen kann, ebenso wie ein Dritter, der sich unrechtmäßig Zugang zum Fahrzeug

verschafft .

Aufgabe der Erfindung ist es, eine

Zugriffskontrolleinrichtung für Fahrzeuge mit erhöhter

Sicherheit auszubilden.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine

Zugriffskontrolleinrichtung für Fahrzeuge mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.

Gemäß der Erfindung ist die gattungsgemäße

Zugriffskontrolleinrichtung mit einer Spannungsversorgung ausgebildet, die mit der Steuereinrichtung und dem Funkschlüssel gekoppelt ist. Die Spannungsversorgung kann in dem gleichen Gehäuse aufgenommen sein wie der Funkschlüssel, dies ist jedoch nicht erforderlich. In jedem Fall unterliegt die Spannungsversorgung einer Kontrolle durch die Steuereinrichtung. Die Spannungsversorgung ist nämlich erfindungsgemäß unter

Ansteuerung von der Steuereinrichtung in der Lage, für

wenigstens eine erste vorgegebene Zeitdauer eine elektrische Zerstörungsspannung über wenigstens eine Kontaktierung der elektronischen Funkschlüsselschaltung anzulegen, welche größer als eine ausgewiesene Betriebsspannung der elektronischen

Funkschlüsselschaltung ist. Dies erfolgt, um die elektronische Funkschlüsselschaltung durch den resultierenden Stromfluss irreversibel zu zerstören.

Die erfindungsgemäße Zugriffskontrolleinrichtung sieht also vor, unter einem Steuerungszugriff der Steuereinrichtung eine Zerstörung des Funkschlüssels, genauer der im Funkschlüssel enthaltenen elektronischen Funkschlüsselschaltung, zu bewirken. Dies soll sicherstellen, dass für den Fall, in dem anhand von äußeren Umständen ableitbar ist, dass ein unerlaubter Zugriff auf den Funkschlüssel erfolgt, eine rasche Zerstörung des

Funkschlüssels bewirkt werden kann. Die Auslösung einer solchen Zerstörung kann durch einen Steuerbefehl an die

Steuereinrichtung erfolgen, die Steuereinrichtung kann jedoch auch durch das Fahrzeugsystem Signale erhalten, die

beispielsweise einen Einbruch in das Fahrzeug anzeigen oder über separate Sensormittel verfügen, die einen unerlaubten Zugriff auf die Funkschlüssel melden.

Es hat sich gezeigt, dass die Zerstörung eines

Funkschlüssels durch eine überhöhte Spannung verlässlich und reproduzierbar ist. Die Zerstörungsspannung sollte, je nach Empfindlichkeit der elektronischen Funkschlüsselschaltung, signifikant oberhalb der ausgewiesenen Betriebsspannung liegen und liegt regelmäßig um ein bis zwei Größenordnungen darüber. Die Spannungsversorgung kann die erforderliche elektrische

Energie aus dem Bordnetz beziehen oder über eigene

Speichermittel verfügen, um die Zerstörung unabhängig vom

Bordnetz vollziehen zu können. Welche Zeitdauer und welche Zerstörungsspannung zu wählen sind, hängt einerseits von der Art der Kontaktierung der elektronischen Funkschlüsselschaltung ab, also, an welche

Bauteile die Kontaktierung angelegt ist, und andererseits von gegebenenfalls sicherheitsrelevanten Vorgaben. Zum Beispiel kann bei Spannungen bis 60 V Gleichspannung üblicherweise auf einen Schutz gegen Berühren verzichtet werden, da es sich um

Kleinspannungen handelt, die für Mensch und Tier als

unbedenklich gelten. Es ist für spezifische elektronische

Funkschlüsselschaltungen einfach zu ermitteln, welche Zeitdauer einer entsprechenden Spannungsanlage ausreicht, um eine

Zerstörung des Funkschlüssels zu bewirken.

Nachdem der Funkschlüssel zerstört ist, kann ein

ordnungsgemäßer Betrieb des Fahrzeugs nicht mehr erfolgen, da die Kommunikation zwischen Funkschlüssel und Fahrzeug dauerhaft unterbunden ist. Das Fahrzeug ist entsprechend stillgelegt.

In einer besonders bevorzugten Gestaltung der Erfindung wird unter Ansteuerung der Steuereinrichtung eine Mehrzahl von elektrischen Spannungspulsen an die elektronische

Funkschlüsselschaltung angelegt. Dies erfolgt über die

Kontaktierung der elektronischen Funkschlüsselschaltung und die Spannungspulse übersteigen jeweils zumindest zeitweise die

Zerstörungsspannung und sind durch Pausen mit geringerer elektrischer Spannung oder auch verschwindender elektrischer Spannung getrennt.

Es hat sich gezeigt, dass eine mehrfache Beaufschlagung der elektronischen Funkschlüsselschaltungen mit einer Folge von Spannungspulsen zu einer besonders verlässlichen Zerstörung der elektronischen Schaltung führt. In Versuchen hat sich gezeigt, dass diese Art der Zerstörung durch Stromfluss einem Anlegen eines einzelnen Spannungspulses, selbst mit größerer Zeitdauer überlegen ist.

Die Spannungsversorgung kann zu diesem Zweck beispielsweise über elektrische Speichermittel, zum Beispiel Kondensatoren verfügen, die in den Pausen zwischen den Pulsen aufgeladen werden und zur Abgabe der Spannungspulse rasch entladen werden.

Die Folge der Spannungspulse kann dabei in kurzer Zeit abgegeben werden, beispielsweise im Abstand von einigen

Millisekunden, so dass die Zerstörung des Funkschlüssels mit der darin befindlichen elektronischen Funkschlüsselschaltung in wenigen Zehntelsekunden nach Ansteuerung durch die

Steuereinrichtung erfolgt.

Es ist bevorzugt, wenn wenigstens eine Kontaktierung der elektronischen Funkschlüsselschaltung an einen Batteriekontakt der elektronischen Funkschlüsselschaltung angeordnet ist.

Der Vorteil dieser Gestaltung besteht darin, dass über den Batteriekontakt sowohl Versorgungsspannung zum ordnungsgemäßen Betrieb und zur Aktivierung des Funkschlüssels angelegt werden kann, als auch eine Zerstörung über ein und denselben Kontakt erfolgt, der im Betrieb zur Versorgung vorgesehen ist. Auf diese Weise kann die Anzahl der Kontakte zwischen der

Spannungsversorgung und der elektronischen

Funkschlüsselschaltung reduziert werden.

Es ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn die

Spannungsversorgung sowohl zur Versorgung der elektronischen Funkschlüsselschaltung mit der ausgewiesenen Betriebsspannung als auch zur Zerstörung der Funkschlüsselschaltung nach

Ansteuerung durch die Steuereinrichtung vorgesehen ist. In diesem Fall ist die Spannungsversorgung also zur Lieferung von unterschiedlichen Spannungen auf verschiedenen Spannungsniveaus beziehungsweise der Abgabe von Spannungspulsen ausgebildet.

Dabei schaltet die Spannungsversorgung nur unter Ansteuerung der Steuereinrichtung in eine zerstörerische Spannungsabgabe und ist ansonsten zur Ausgabe der Betriebsspannung des Funkschlüssels vorgesehen. Die Ausgabe der Betriebsspannung kann dabei wiederum in Abhängigkeit von der Steuereinrichtung erfolgen,

beispielsweise um den Funkschlüssel zeitweise gänzlich

abzuschalten . In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Zerstörungsspannung größer als 30 V gewählt, jedoch kleiner als 100 V, insbesondere kleiner als 60 V.

Die Anlegung einer Spannung im Bereich zwischen 30 V und 100 V hat sich, je nach Anzahl der Dauer der angelegten Spannung und ggf. Anzahl der Spannungspulse als verlässlich zerstörerisch erwiesen. Die Verwendung einer Spannung kleiner als 60 V ist hinsichtlich der Einhaltung von Sicherheitsvorgaben günstig, wie bereits oben erwähnt, da diese als Kleinspannungen gelten, die auch für Tiere und Kinder ungefährlich sind. Entsprechend wird die Wahl einer Spannung zwischen 50 V und 60 V als besonders geeignet für eine rasche und verlässliche Zerstörung der

Funkschlüsselschaltung gesehen.

Es ist von besonderem Vorteil, wenn die Spannungsversorgung wenigstens einen Kondensator aufweist, welcher auf die

Zerstörungsspannung aufgeladen und unter Steuerung der

Steuereinrichtung mit der elektronischen Funkschlüsselschaltung koppelbar ist. Die Verwendung eines Kondensators, welcher die zerstörerischen Spannungen oder Spanungspulse liefern kann, ist eine robuste und verlässliche Konstruktion. Dabei kann der

Kondensator über eine einfache Schaltung, gegebenenfalls mit einer Schaltung zur Spannungserhöhung aufgeladen werden und entlädt sich nach Ansteuerung durch die Steuerschaltung unter Einleitung eines zerstörerischen Stromes über die

Funkschlüsselschaltung. Es kann im Übrigen vorgesehen sein, einen elektrischen Pufferspeicher für die Spannungsversorgung und die Steuerschaltung vorzusehen, um die Zerstörung des

Schlüssels auch bei einer Unterbrechung der Verbindung zum

Bordnetz des Fahrzeuges zu gewährleisten.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist die

Steuereinrichtung mit Sensormitteln zur Überwachung des Gehäuses ausgebildet, welches den Funkschlüssel aufnimmt. Die

Steuereinrichtung steuert in Abhängigkeit von Signalen der

Sensormittel die Zerstörung der elektronischen Funkschlüsselschaltung durch Ansteuerung der Spannungsversorgung an. In dieser Gestaltung wird davon ausgegangen, dass bei

Meldung eines Zugriffs auf das Gehäuse die Erfassung durch die Sensormittel erfolgt und infolge dessen die Zerstörung des Funkschlüssels angezeigt ist. Die Sensormittel können

insbesondere mechanische Sensoren sein, die einen

ordnungsgemäßen Abschluss des Gehäuses überwachen (zum Beispiel Mikroschalter, welche den Deckel eines Gehäuses kontaktieren) oder zum Beispiel Erschütterungs- oder Lichtdetektoren, die eine Öffnung des Gehäuses ermitteln. Ebenfalls können Drucksensoren oder alle aus der Alarmtechnik bekannten Sensoren zur

Überwachung eines abgeschlossenen Bereichs Verwendung finden. Weiterhin können die Sensoren des Fahrzeuges verwendet werden, die mit einem Alarmsystem des Fahrzeuges gekoppelt sind, sofern die Steuereinrichtung mit einem Signalsystem des Fahrzeuges koppelbar ist.

Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung durch drahtlose Mittel ansteuerbar ist, um die

Zerstörungsfunktion zu entschärfen, insbesondere wenn der

Schlüssel für Wartungszugriffe oder zu einer Umwandlung des Fahrzeuges von einem Carsharing-Fahrzeug oder Mietfahrzeug in ein reguläres Fahrzeug erfolgen soll.

In einer weiteren Gestaltung der Erfindung ist die

Steuereinrichtung so ausgebildet, dass sie in Abhängigkeit von über die Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation empfangenen Daten eine Zerstörung der elektronischen Funkschlüsselschaltung durch Ansteuerung der Spannungsversorgung auslöst.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die

Steuereinrichtung über eine Schnittstelle zur Kommunikation über drahtlose Kommunikationsnetzwerke, insbesondere Mobilnetzte verfügt. Wird ein Diebstahl eines Fahrzeuges gemeldet, kann über ein solches Kommunikationsnetzwerk an die Steuereinrichtung der Befehl zur Zerstörung des Funkschlüssels abgegeben werden, um die Reichweite des Fahrzeuges zu verringern. Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.

Figur 1 zeigt in schematischer Weise die Anordnung der erfindungswesentlichen Komponenten in einem Kraftfahrzeug.

Figur 1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1. In dem Kraftfahrzeug ist ein passives Zugangssystem eingebaut, wobei eine zentrale

Steuereinrichtung 5 fahrzeugseitig vorgesehen ist. Diese

zentrale Steuereinrichtung 5 kann in Kommunikationsverbindung mit einem mobilen Funkschlüssel treten.

Dazu ist die zentrale Steuereinrichtung 5 für den von Werk aus vorgesehenen Betrieb mit Sensoren an einen Türgriff 7 gekoppelt. Wird der Türgriff 7 betätigt oder registrieren

Sensoren an Türgriff 7 eine Annäherung, wird ein Signal an die zentrale Steuereinrichtung 5 übergeben und es erfolgt eine

Abfrage des Funkschlüssels, um die Legitimation zu einem Zugriff auf das Fahrzeug zu überprüfen.

In dem vorliegenden Beispiel handelt es sich jedoch um die Anwendung der Erfindung, wobei der Funkschlüssel 4 dauerhaft in einem Gehäuse 2 in dem Fahrzeug untergebracht ist. Ein Benutzer hat also keinen Zugriff auf den Funkschlüssel 4 sondern tritt mit einem mobilen Kommunikationsgerät 8 an das Fahrzeug heran. Die zentrale Steuereinrichtung des Fahrzeuges 5 ist nicht zur Kommunikation mit dem mobilen Kommunikationsgerät 8 ausgebildet. Eine Steuereinrichtung 3 ist jedoch zusammen mit dem

Fahrzeugschlüssel 4 in dem Gehäuse 2 aufgenommen und für eine Bluetooth-Kommunikation 9 mit dem mobilen Kommunikationsgerät 8 ausgebildet. Für den Zugriff auf das Fahrzeug erhält

entsprechend ein Benutzer des mobilen Kommunikationsgerätes 8 über eine Kommunikationsverbindung einen Zugriffscode oder elektronischen Zugriffstoken auf sein Mobilgerät 8 übermittelt, welches dieses über die Bluetooth-Verbindung 9 an die

Steuereinrichtung 3 weitergibt. Ist die Verifikation des

Schlüsseldatensatzes erfolgreich, steuert die

Steuereinrichtung 3 den Funkschlüssel 4 zur Aktivierung an. Daraufhin kann der Funkschlüssel 4 in Kommunikationsverbindung mit der zentralen Steuereinrichtung 5 des Fahrzeuges treten und eine Entriegelung sowie Startfreigabe des Fahrzeuges

ermöglichen. In diesem Ausführungsbeispiel ist extern zu dem Gehäuse 2 eine zentrale Energieversorgung 6 angeordnet. Diese versorgt durch eine Leitungsverbindung in das Gehäuse 2 die Steuereinrichtung 3 sowie eine Spannungsversorgung 10. Die Spannungsversorgung 10 versorgt in diesem Beispiel sowohl die Steuereinrichtung 3 als auch den Fahrzeugschlüssel 4 mit der jeweiligen Betriebsspannung. Während des Normalbetriebes verbleibt es bei dieser Versorgung mit der normalen

Betriebsspannung, wobei die Spannungsversorgung 10 unter

Steuerung der Steuereinrichtung 3 die Versorgung des

Fahrzeugschlüssels 4 zeitweise unterbrechen kann, um diesen stillzulegen.

Wird ein unrechtmäßiger Zugriff auf das Gehäuse 2

detektiert, beispielsweise über eine Sensoreinrichtung 11, welche eine Öffnung des Gehäuses 2 überwacht, gibt die

Steuereinrichtung 3 an die Spannungsversorgung 10 eine

Steueranweisung, welche eine Folge von zerstörerischen

Spannungspulsen an die Versorgungsanschlüsse des

Fahrzeugschlüssels 4 anlegt. Der Fahrzeugschlüssel 4 wird durch diese Folge von Spannungspulsen und die daraus resultierenden Stromflüsse durch die elektronischen Komponenten zerstört. Auch wenn ein Benutzer sich unrechtmäßig Zugriff durch Öffnung des Gehäuses 2 verschafft, hat er danach nur Zugriff auf einen zerstörten Schlüssel 4. Die Spannungspulse können in geeigneter Weise auf den Schlüssel 4 abgestimmt sein, beispielsweise eine Folge von 5 bis 10 Spannungspulsen von jeweils 60 V durch

Kondensatorentladung im Abstand von einigen Millisekunden enthalten. Dieses Vorgehen bewirkt, dass trotz einer

unrechtmäßigen Inbesitznahme des Schlüssels 4 keine Entwendung des Fahrzeuges möglich ist, da der zugehörige Schlüssel 4 zerstört ist.