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Title:
ACTUATING UNIT FOR AUTOMOTIVE APPLICATIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/141329
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an actuating unit (1) for automotive applications, in particular motor vehicle door closures, said actuating unit comprising a housing (2), an electric drive (3) positioned in the housing (2), an actuating element (5) acted upon by the drive (3), and at least one rubber support (4) for the drive (3), wherein the rubber support (4) peripherally encloses at least portions of the drive (3), wherein the rubber support (4) can be detachably connected to the housing (2).

Inventors:
TÖPFER, Claus (Wurmbergstr. 40, Sindelfingen, 71063, DE)
SONNENSCHEIN, Tim (Rubensstr. 24, Wuppertal, 42329, DE)
SCHLABS, Winfried (In der Löchte 5, Bochum, 44869, DE)
HEINZEN, Inga (Schafgarbenweg 25, Krefeld, 47807, DE)
Application Number:
DE2018/100048
Publication Date:
August 09, 2018
Filing Date:
January 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KIEKERT AG (Höseler Platz 2, Heiligenhaus, 42579, DE)
International Classes:
E05F15/603; E05B81/00; E05F15/697; H02K5/24
Foreign References:
US20060181161A12006-08-17
EP2944847A22015-11-18
US5397950A1995-03-14
CN102579026B2013-12-04
DE102009036835A12011-02-17
DE10112120B42007-06-06
DE10131590A12003-01-16
US6262504B12001-07-17
DE102011107634A12013-01-03
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Claims:
Patentansprüche

1 . Stelleinheit (1 ) für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen, insbeson- dere Kraftfahrzeugtürverschlüsse, aufweisend ein Gehäuse (2), einen im

Gehäuse (2) angeordneten elektrischen Antrieb (3) und ein von dem Antrieb (3) beaufschlagtes Stellglied (5), und mit zumindest einer Gummilagerung (4) für den Antrieb (3), wobei die Gummilagerung (4) den Antrieb (3) zumindest bereichsweise umfänglich umschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) lösbar mit dem Gehäuse (2) verbindbar ist.

2. Stelleinheit (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) einstückig ausgebildet ist. 3. Stelleinheit (1 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) formschlüssig in das Gehäuse (2) einlegbar ist.

4. Stelleinheit (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Gummilagerung (4) formschlüssig im Gehäuse (2) aufnehmbar ist.

5. Stelleinheit (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) den Antrieb (3) zumindest so weit um- schließt, dass ein Einfügen des Antriebs (3) in eine im Gehäuse (2) montierte Gummilagerung (4) ermöglichbar ist.

6. Stelleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) zumindest bereichsweise als Montagela- sehe (10) ausgebildet ist.

7. Stelleinheit (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) derart in das Gehäuse (2) einlegbar ist, dass der Antrieb (3) formschlüssig in die Gummilagerung (4) einfügbar ist und mittels der Montagelasche (10) im Gehäuse (2) fixierbar ist.

8. Stelleinheit (1 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagelasche (10) formschlüssig in das Gehäuse (2), insbesondere in Nuten (20, 21 ), einfügbar ist. 9. Stelleinheit (1 ) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagelasche (10) zumindest zwei beabstandete Laschenenden (1 1 , 12) aufweist, wobei die Laschenenden (1 1 , 12) mit dem Gehäuse (2) verbindbar sind. 10. Stelleinheit (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummilagerung (4) den Antrieb derart in zumindest einem Gehäuseteil (2) umschließt, dass ein Fixieren des Antriebs (3) mittels zumindest eines weiteren Gehäuseteils ermöglichbar ist.

Description:
Stelleinheit für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen

Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Stelleinheit für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen, insbesondere Kraftfahrzeugtürverschlüsse, aufweisend ein Gehäuse einem im Gehäuse angeordneten elektrischen Antrieb und ein von dem Antrieb beaufschlagtes Stellglied, und mit zumindest einer Gummilagerung für den Antrieb, wobei die Gummilagerung den Antrieb zumindest bereichsweise umfänglich umschließt.

Eine Stelleinheit des eingangs beschriebenen Aufbaus wird in der DE 10 2009 036 835 A1 der Anmelderin beschrieben. Tatsächlich ist an dieser Stelle das Stellglied als Linearstellglied ausgelegt und wird dafür genutzt, Zuzie- heinrichtung zu beaufschlagen. Bei der Zuzieheinrichtung mag es sich um eine solche handeln, wie sie in der DE 101 12 120 B4 beschrieben wird.

Das Gummilager dient im Rahmen der DE 10 2009 036 835 A1 primär dazu, einen Boden des als Elektromotor ausgebildeten Antriebs aufzunehmen und zu umschließen. Neben diesem Gummilager verfügt der Antrieb zusätzlich noch über einen Presslagersitz. Auf diese Weise wird die vom Antrieb an seiner Abtriebswelle zur Verfügung gestellte Rotationsbewegung einwandfrei, präzise und vibrationsarm auf das Stellglied übertragen. Bei dem Stellglied kann es sich entsprechend der DE 10 2009 036 835 A1 um einen Spin- delmutterantrieb handeln, was ohnehin nur beispielhaft und nicht einschränkend gilt.

Durch die DE 101 31 590 A1 ist eine Vorrichtung zur Befestigung eines Elektromotors bekannt geworden, bei dem es sich um einen Gebläsemotor handelt. Dabei ist das Aufnahmegehäuse mit mindestens einem federelastischen Halteelement zur axialen Fixierung ausgerüstet. Die US 6 262 504 B1 beschäftigt sich mit einem Motor sowie einem zugehörigen Abdeckgehäuse, wobei an dieser Stelle erneut ein Gummilager zum Einsatz kommt.

Aus der DE 10 201 1 107 634 A1 ist eine Stelleinheit für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen, insbesondere Kraftfahrzeugtürverschlüsse, mit einem Gehäuse, ferner mit einem im Gehäuse angeordneten Antrieb, einem von dem Antrieb beaufschlagbaren Stellglied und mit zumindest einem Gummila- ger für den Antrieb vorbekannt, wobei das Gehäuse mit am Umfang des Gummilagers verteilt angeordneten Aufnahmevorsprüngen im Bereich einer Gummilageraufnahme ausgerüstet ist.

Der gattungsbildende Stand der Technik nach der DE 10 201 1 107 634 A1 wie auch die vorgenannten Dokumente stoßen dann an Grenzen, wenn das den Antrieb aufnehmende Gehäuse für die Antriebseinheit schwer zugänglich ist oder das Gehäuse ungenau gefertigt ist. Hieraus können Unzuträglichkeiten bei der Übertragung der Drehbewegung des Antriebes auf ein Getriebe respektive das von dem Antrieb beaufschlagte Stellglied resultieren. Tatsächlich führen Ungenauigkeiten an dieser Stelle dazu, dass das Getriebe respektive der Antrieb mit erhöhten Geräuschen und/oder einem zunehmenden Verschleiß arbeiten. Hier setzt die Erfindung ein.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine derartige Stel- leinheit für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen so weiterzuentwickeln, dass einerseits eine leichte Montage des Antriebs ermöglicht wird und andererseits das Geräuschverhalten sowie eine Ausrichtung des Motors zum Getriebe optimiert ist, so dass Funktionsstörungen nicht oder praktisch nicht auftreten können. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, eine kon- struktiv günstige und kostensparende Lösung bereitzustellen. Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 . Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind, es sind vielmehr beliebige Variationsmöglichkeiten der in der Beschreibung und den Unteransprüchen beschriebenen Merkmale möglich.

Gemäß dem Patentanspruch 1 wird die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst, dass eine Stelleinheit für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen, insbe- sondere Kraftfahrzeugtürverschlüsse, bereitgestellt wird, aufweisend ein Gehäuse, einen im Gehäuse angeordneten elektrischen Antrieb und ein von dem Antrieb beaufschlagtes Stellglied und mit zumindest einer Gummilagerung für den Antrieb, wobei die Gummilagerung den Antrieb zumindest bereichsweise umfänglich umschließt und wobei die Gummilagerung lösbar mit dem Gehäuse verbindbar ist. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung einer Gummilagerung, die zumindest bereichsweise lösbar mit dem Gehäuse verbindbar ist, ist nun die Möglichkeit geschaffen, den Antrieb bzw. elektrischen Motor unabhängig von der Gummilagerung zu montieren. Hierdurch kann der Antrieb auch in schwer zugänglichen Bereichen leicht und sicher positioniert werden. Insbesondere kann die Gummilagerung unabhängig vom Antrieb in das Gehäuse eingeführt werden, so dass ein genaues und präzises Einführen der Gummilagerung in das Gehäuse ermöglichbar ist. Insbesondere kann die Position und Lage der Gummilagerung im Gehäuse im Sinne einer Qualitätssicherung überwacht werden, so dass Fehlmontagen oder fehlerhafte Ausrichtungen der Gummilagerung vermeidbar sind. Somit kann einerseits zuerst die Gummilagerung montiert werden und anschließend der Motor in die Gummilagerung eingefügt bzw. eingelegt werden. Anschließend wird dann die Gummilagerung mit dem Gehäuse verbunden, so dass einerseits der Antrieb fixiert wird und andererseits eine umfängliche Lagerung des An- triebs ermöglichbar ist. Als Stelleinheiten für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen werden solche Anwendungen angesehen, die in Kraftfahrzeugen ein Stellglied bewegen, um beispielsweise eine Stellbewegung oder ein Bewegen weiterer Bauteile zu ermöglichen. So kann beispielsweise am Antrieb ein Schneckenrad vorgese- hen sein, das wiederum in ein Zahnrad kämmt, so dass mittels des Zahnrads eine Dreh-, Schwenk- oder Stellbewegung ausführbar ist. Bevorzugt werden Stelleinheiten auch für Zuziehantriebe, zum Beispiel für Türschließsysteme, eingesetzt. Üblicherweise wird eine zum Beispiel Kraftfahrzeugseitentür manuell und/oder zumindest bereichsweise elektrisch in eine Vorrastposition gebracht, so dass die Tür bzw. die Schließeinrichtung mit einem Schlosshalter in Eingriff gelangt und dabei eine Drehfalle mittels einer Sperrklinke in eine Vorrastposition gelangt. Die Sperrklinke sperrt dabei die Drehbewegung der Drehfalle, so dass die Position der Tür in Bezug auf das Kraftfahrzeug gesichert ist. Ist das Kraftfahrzeug nun mit einer Zuzieheinrichtung versehen, so kann der Antrieb zumeist mittelbar mit der Drehfalle zusammenwirken und zum Beispiel über die Drehfalle ein Moment erfahren, so dass die Drehfalle von der Vorrastposition in die Hauptrastposition überführbar ist. Dieses Überführen kann mittels des Antriebs und mittels eines ein- oder mehrstufigen Getriebes erfolgen oder beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Bowden- zugs, wobei der Zuziehantrieb dann in vorteilhafter Weise beabstandet von der Schließeinrichtung positionierbar bzw. montierbar ist.

Ein Gehäuse für Stelleinheiten wird üblicherweise aus Kunststoff und bevorzugt aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt. Kunststoffgehäuse wei- sen in der Regel eine Toleranz auf, die fertigungsbedingt und temperaturbedingt Schwanken kann, wobei eine Gummilagerung zur Eliminierung der Toleranzen dienen kann. Das Gehäuse weist eine Ausnehmung oder Öffnung oder zumindest eine bereichsweise ausgebildete Lagerschale für zumindest das Gehäuse des Antriebs auf. Dabei ist der Antrieb in der Gummilagerung aufgenommen, so dass ein geräuscharmes Betreiben des Antriebs ermög- lichbar ist. Eine vollumfängliche Aufnahme des Antriebs mittels der Gummilagerung unterstützt die geräuscharme Nutzung des Antriebs.

Lösbare Verbindung im Sinne der Erfindung ist ein Verbinden der Gummila- gerung unmittelbar mit dem Gehäuse. Dabei kann beispielsweise die Gummilagerung einstückig aber getrennt ausgeführt sein, so dass der Antrieb in die Gummilagerung einlegbar ist und die Gummilagerung sich während des Einfügens bzw. Verbindens mit dem Gehäuse an den Antrieb anfügt. Zum Verbinden der Gummilagerung mit dem Gehäuse kann in vorteilhafter Weise der gummielastische Effekt der Gummilagerung genutzt werden, der einerseits einen hohen Reibwert aufweist und andererseits ein Einfügen der Gummilagerung in das Gehäuse erleichtert. Es kann somit ein sicheres Lagern wie auch ein sicheres Positionieren des Antriebs im vormontierten Zustand der Stelleinheit ermöglicht werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Gummilagerung einstückig ausgebildet. Eine einstückige Ausbildung bietet einen fertigungstechnischen Vorteil und erleichtert die Montage. Ein einstückiger Aufbau kann dabei derart erfolgen, dass einerseits eine Aufnahmeschale für den An- trieb erzeugbar ist und andererseits eine Montagelasche vorgesehen ist, mit der der Antrieb im Gehäuse fixierbar ist. Dabei kann die einstückige Ausbildung der Gummilagerung den Antrieb vollumfänglich umschließen, wobei aber ein Fixieren der Gummilagerung mittels einer Verbindung zwischen der Gummilagerung und dem Gehäuse erfolgt. Mit anderen Worten wird die Po- sition der Gummilagerung um den Antrieb herum zwar durch die Form der Gummilagerung bestimmt, das endgültige Fixieren der Gummilagerung um den Antrieb herum erfolgt aber mittels einer Verbindung der Gummilagerung mit dem Gehäuse. Ist die Gummilagerung formschlüssig in das Gehäuse einlegbar, so ergibt sich eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Formschlüssig meint hier- bei, dass die Gummilagerung derart in eine Aufnahmeöffnung des Gehäuses einlegbar ist, so dass ein Einfügen des Antriebs ermöglicht wird. Dabei kann die Gummilagerung der Form des Gehäuses zumindest bereichsweise folgen, bevorzugt füllt die Gummilagerung die Form der Aufnahme im Bereich der Lagerung des Antriebs vollständig aus. Durch die formschlüssige Aufnahme im Gehäuse wird ein sicheres und geräuscharmes sowie ein präzises Lagern des Antriebs im Gehäuse ermöglicht. Insbesondere die formschlüssige Aufnahme erleichtert hierbei die Montage, so dass ein Lagern des Antriebs mit hoher Qualität und Präzision ermöglichbar ist.

Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Gummilagerung formschlüssig im Gehäuse aufnehmbar ist. Neben der formschlüssigen Aufnahme im Gehäuse kann das Gehäuse zusätzlich beispielsweise eine Nut, eine Vertiefung und/oder eine Erhöhung aufweisen, so dass die Gummilagerung lagesicher im Gehäuse fixierbar ist. Eine Erhöhung und/oder Vertiefung kann dabei auch als Fügehilfe dienen, weil dem Bediener und/oder während der Montage ein richtiger Sitz der Gummilagerung leicht überprüfbar und somit gewährleistbar ist. So kann die Gummilagerung zum Beispiel bereichsweise in eine Nut im Gehäuse einschiebbar sein, so dass eine Ausrichtung der Gummila- gerung in Bezug auf den Antrieb zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist. Auch während des Betriebs der Stelleinheit kann somit eine Lagesicherung erfolgen. Der Formschluss kann bereichsweise und/oder umfänglich ausgebildet sein, wobei auch ein Formschluss im Gehäuse und zwischen Gummilagerung und Gehäuse kombinierbar sind.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dann eine weitere Ausgestaltungsform, wenn die Gummilagerung den Antrieb zumindest so weit umschließt, dass ein Einfügen des Antriebs in eine im Gehäuse montierte Gummilagerung ermöglichbar ist. Die Gummilagerung kann somit als se- parates Bauteil oder in Form eines Zweikomponentenwerkstoffes aus Gehäuse und Gummilagerung vorliegen, wobei die Gummilagerung derart aus- gebildet ist, dass die Gummilagerung eine formschlüssige Aufnahme des Antriebs ermöglicht. Dabei umschließt die Gummilagerung den Antrieb so weit, dass ein Einfügen des Antriebs in die Gummilagerung, das heißt ein Einschieben des Antriebs in die Gummilagerung in das Gehäuse des Stell- glieds ermöglichbar ist. Vorstellbar ist es dabei, dass die Gummilagerung beispielsweise U-förmig ausgebildet ist und in das Gehäuse einschiebbar ist, so dass der offene Teil der Gummilagerung in Richtung der Fügeöffnung der Gummilagerung in das Gehäuse öffnet. Der Antrieb kann dann in die U- förmige Gummilagerung eingefügt werden.

Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn die Gummilagerung zweiteilig ausgebildet ist. Wird dann einerseits das U-förmig ausgebildete Teilstück der Gummilagerung in das Gehäuse eingefügt und der Antrieb in die Gummilagerung eingelegt, so kann ein zweiter Teil bzw. ein zweites Teilstück der Gummila- gerung auf den Antrieb montiert und im Gehäuse fixiert werden. Das zweite Teilstück weist dann beispielsweise beidseitig der Montageöffnung der Gummilagerung Montageöffnungen oder Ausnehmungen auf, in die das zweite Teilstück einfügbar und in denen das zweite Teilstück fixierbar ist. Eine weitere Ausgestaltungsform der Erfindung ergibt sich dann, wenn die Gummilagerung zumindest bereichsweise als Montagelasche ausgebildet ist. Die Anformung einer Montagelasche an die Gummilagerung vereinfacht die Montage derart, dass einerseits für den Bediener bzw. den Monteur unmittelbar ersichtlich ist, dass die Montagelasche zum Fixieren dient, so dass Mon- tagefehler vermeidbar sind. Darüber hinaus besteht durch die Anbindung einer Montagelasche die Möglichkeit, dass die Montagelasche leicht mit dem Gehäuse verbindbar ist. Die Montage wird somit insgesamt vereinfacht.

Ist die Gummilagerung derart in das Gehäuse einlegbar, dass der Antrieb formschlüssig in die Gummilagerung einlegbar ist und mittels der Montagelasche im Gehäuse fixierbar ist, so ergibt sich eine weitere Ausgestaltungsform der Erfindung. Neben der formschlüssigen Aufnahme der den Antrieb umschließenden Gummilagerung im Gehäuse besteht auch die Möglichkeit, die Montagelasche selbst formschlüssig im Gehäuse aufzunehmen und somit für ein sicheres Fixieren einerseits des Motors bzw. Antriebs und der Montage- lasche zu sorgen. Durch eine formschlüssige Einlage der Montagelasche in das Gehäuse kann darüber hinaus ein leichtes Montieren ermöglicht werden und je nach Ausbildung des Formschlusses eine Fehlmontage der Lasche verhindert werden. Eine formschlüssige Aufnahme des Antriebs in der Gummilagerung dient dabei zur sicheren Lagerung des Antriebs und wirkt ge- räuschmindernd. Ein sicheres Lagern des Antriebs bedingt dabei gleichzeitig, dass ein präziser Eingriff zum Beispiel einer am Antrieb montierten Schnecke in ein Zahnrad zu jedem Zeitpunkt mit hoher Präzision und geringen Toleranzen gewährleistbar ist. In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Montagelasche zumindest zwei beabstandete Laschenenden auf, wobei die Montageenden, insbesondere unabhängig voneinander, mit dem Gehäuse verbindbar sind. Durch die Ausbildung von beabstandeten Laschenenden kann die Montage vereinfacht und eine möglichst geringe Schwächung des Gehäuses durch die Aufnah- men für die Laschenenden erzielt werden. Tatsächlich wird durch die Ausbildung von separaten beabstandeten Enden der Montagelasche das Einfügen der Gummilagerung vereinfacht.

Umschließt die Gummilagerung den Antrieb derart in zumindest einem Ge- häuseteil, dass ein Fixieren des Antriebs mittels zumindest eines weiteren Gehäuseteils ermöglichbar ist, so ergibt sich eine vorteilhafte Ausgestaltungsform der Erfindung. Einerseits sichert die den Antrieb umschließende Gummilagerung den Antrieb und sichert somit die Position des Antriebs, darüber hinaus kann es aber andererseits vorteilhaft sein, wenn ein weiteres Gehäuseteil die Gummilagerung fixiert. Besteht das Gehäuse des Stellglieds beispielsweise aus einem die Gummilagerung aufnehmenden ersten Gehäu- seteil, so kann mit einem zweiten Gehäuseteil, wie beispielsweise einem Gehäusedeckel eine Lagesicherung zumindest eines Teilbereichs der Gummilagerung erzielt werden. Sind beispielsweise die Enden oder ein Teil der Gummilagerung und/oder der Montagelasche im Gehäuse derart fixiert, dass diese Teile durch den zweiten Teil des Gehäuses bzw. dem Gehäusedeckel fixiert werden, so kann die Lage des Antriebs weiter stabilisiert werden. Die Gummilagerung wird folglich durch den Gehäusedeckel stabilisierbar und/oder fixierbar. Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass das Ausführungsbeispiel die Erfindung nicht beschränkt, sondern lediglich eine Ausgestaltungsform darstellt. Die dargestellten Merkmale können einzeln oder in Kombination mit weiteren Merkmalen der Beschreibung wie auch den Patentansprüchen einzeln oder in Kombination ausgeführt werden.

Es zeigt: Figur 1 eine dreidimensionale Ansicht auf ein Gehäuse mit einem montierten Antrieb in einer Gummilagerung als Stellglied in einer automobilen Anwendung; und

Figur 2 einen prinzipiellen Schnitt durch ein Gehäuse eines Stell- glieds mit einer montierten Gummilagerung.

In der Figur 1 ist eine Stelleinheit 1 für kraftfahrzeugtechnische Anwendungen in einer dreidimensionalen Ansicht wiedergegeben. Die Stelleinheit 1 weist ein Gehäuse 2, einen Antrieb 3, eine Gummilagerung 4, ein Stellglied 5, eine am Antrieb 3 montierte Schnecke 6 sowie einen Bowdenzug 7 auf. Die Stelleinheit 1 kann beispielsweise Teil eines Öffnungsmoduls oder eine Zuzieheinrichtung oder ein Stellmittel für eine Tankverriegelung sein, um nur beispielhaft einige Einsatzzwecke einer Stelleinheit 1 im Kraftfahrzeug zu nennen. Tatsächlich handelt es sich bei der Stelleinheit 1 gemäß der Figur 1 um ein Öffnungsmodul 8, wobei das Öffnungsmodul 8 in einen Bowdenzug 7 integriert ist, wobei mittels des Öffnungsmoduls 8 der Bowdenzug 7 betätigbar ist.

Die Gummilagerung 4 ist in eine Aufnahmeöffnung 9 des Gehäuses 2 eingefügt. Die Gummilagerung 4 wiederum nimmt den Antrieb 3 zumindest be- reichsweise formschlüssig auf. Die Gummilagerung 4 weist in dieser Ausführungsform eine Montagelasche 10 auf, wobei an die Montagelasche 10 Laschenenden 1 1 , 12 angeformt sind, die sich wie beispielhaft dargestellt in Ausnehmungen 13, 14 des Gehäuses 2 einfügen. Die Montagelasche 10 ist in der Figur 1 lediglich zur Veranschaulichung zweifach eingetragen, wobei einerseits eine vom Gehäuse 2 abstehende Montageposition für den Antrieb 3 dargestellt ist und andererseits die Montagelasche 10 in der den Antrieb 3 fixierenden montierten Position wiedergegeben ist.

Der Antrieb 3 wird in der Gummilagerung 4 und mittels der Montagelasche 10 im Gehäuse 2 fixiert und geräuscharm gelagert. Dabei treibt der Antrieb 3 ein Schneckenrad 6 an, das wiederum mit einem Stellglied 5 in Eingriff steht. Das Stellglied 5 kann beispielsweise ein lediglich bereichsweise zu erkennendes Stellmittel 15 antreiben, so dass mittels des Stellmittels 15 der Bowdenzug 7 betätigbar ist.

Zu erkennen ist weiterhin, dass die Laschenenden 1 1 , 12 derart in das Gehäuse 2 formschlüssig eingefügt sind, dass diese in eine Montageebene 16 für einen nicht dargestellten Gehäusedeckel hineinfallen. Die Laschenenden 1 1 , 12 liegen somit in den Ausnehmungen 13, 14 und derart in der Montage- ebene 16, dass die Laschenenden 1 1 , 12 mittels des Gehäusedeckels fixier- bar sind. Somit wird eine sichere Montage und ein präzises Positionieren des Antriebs 3 im Gehäuse 2 ermöglicht.

Die Figur 2 zeigt eine prinzipielle Darstellung der Stelleinheit 1 gemäß der Figur 1 , wobei ein Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 1 in prinzipieller Weise dargestellt ist. Es handelt sich dabei lediglich um eine Prinzipskizze, die lediglich den Aufbau bzw. die Lage und Anordnung von Gummilagerung 4 und Antrieb 3 im Gehäuse 2 erläutern soll. Wiedergegeben ist ein Schnitt durch das Gehäuse 2, wobei die Gummilagerung 4 im Bereich des Gehäu- sebodens 17 formschlüssig am Gehäuseboden anliegt. Die Gummilagerung 4 reicht im Bereich der Seitenwände 18, 19 in Nuten 20, 21 der Aufnahmeöffnung 9 hinein. Die Gummilagerung 4 weist wiederum eine zumindest bereichsweise Aufnahmefläche 22 für den Antrieb 3 auf. Der Antrieb 3 wird somit formschlüssig durch die Gummilagerung 4 gehalten.

Die Montagelasche 10 ist in Richtung des Pfeils P verschwenkbar, wobei die Laschenenden 1 1 , 12 in die Ausnehmungen 13, 14 einfügbar sind. Die Montagelasche 10 ist somit lösbar mit dem Gehäuse 2 verbindbar. Zur weiteren Stabilisierung des Antriebs 3 kann die Montagelasche 10 optional ein Form- stück 23 aufweisen, so dass der Antrieb 3 nahezu vollumfänglich durch die Gummilagerung 4 im Gehäuse 2 fixierbar ist.

Bezugszeichenliste

1 Stelleinheit

2 Gehäuse

3 Antrieb

4 Gummilagerung

5 Stellglied

6 Schneckenrad

7 Bowdenzug

8 Öffnungsmodul

9 Aufnahmeöffnung

10 Montagelasche

1 1 , 12 Laschenenden

13, 14 Ausnehmungen

15 Stellmittel

16 Montageebene

17 Gehäuseboden

18, 19 Seitenwand

20, 21 Nut

22 Aufnahmefläche

23 Formstück

P Pfeil