LEHMANN, Klaus (Am Pfannenstiel 32, Müllheim, 79379, DE)
| Ansprüche: 1. Rohrfeder- Manometer (1) für unterschiedliche Druckstufen, mit oder ohne Flüssigkeitsfüllung und für rückseitigen oder radialen Anschluss an eine Messstelle, bestehend aus einem Gehäuse (2), einem metallischen Konnektor (3) zur Verbindung des Rohrfeder-Manometers (1) mit einer Messstelle sowie einem mit dem Konnektor (3) mechanisch und druckfuhrend verbundenen Messwerk (4) mit einer Rohrfeder (5) und einem Zeigerwerk (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine innerhalb des Gehäuses (2) bestehende zentrale Adapterplatte (7) eine lösbare oder nicht lösbare Konnektoranschlussstelle (8) für den Konnektor (3) und eine lösbare oder nicht lösbare Rohrfederanschlussstelle (9) sowie eine lösbare oder nicht lösbare Zeigerwerksanschlussstelle (10) für das Messwerk (4) besitzt, welche bei Konnektoren (3) und Messwerken (4) mit jeweils einheitlicher Anschlusskonstruktion jeweils immer gleich ausgeführt und dimensioniert sind, gleich ob das Rohrfeder-Manometer (1) radial oder rückseitig angeschlossen wird, flüssigkeits- oder nicht flüssigkeitsgefüllt ist und gleich welche Größe das Gehäuse besitzt. 2. Rohrfeder-Manometer gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die druckführende Verbindung zwischen dem Konnektor (3) und dem an der Rohrfederanschlussstelle (9) mittels des Anschlussstücks (12) fixierten feststehenden Rohrfederende (13) ein beidseitig eingelötetes oder eingeklebtes gebogenes Metallröhrchen (14) oder ein beidseitig eingepresstes oder eingeklebtes gebogenes Kunststoffröhrchen oder ein flexibler Kunststoffschlauch ist. 3. Rohrfeder- Manometer gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Konnektoranschlussstelle (8) der Adapterplatte (7) für den Konnektor (3) vorzugsweise aus einer Aussparung (15) an der Adapterplatte (7), welche in eine umlaufende oder beidseitig gerade verlaufende Stecknut (16) am innenliegenden Ende (17) des Konnektors (3) geschoben wird, und einer Schraub-, Niet-, Klemm-, Klebe- oder Lötverbindung in räumlicher Nähe zur Stecknut (16) zum Zwecke der Positionsfixierung des Konnektors (3) an der Adapterplatte (7) besteht. 4. Rohrfeder-Manometer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (7) ein durch Umform- und Trennvorgänge hergestelltes Bauteil aus Metallblech ist. 5. Rohrfeder-Manometer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrfederanschlussstelle (9) und die Zeigerwerksanschlussstelle (10) räumlich zusammenfallen, wobei die Zeigerwerksanschlussstelle (10) vorzugsweise aus einem Klemmschuh (18) am Zeigerwerk (6) besteht, an welchem sich zusätzlich eine Aufhahmestelle (19) in Form einer Nut oder Bohrung oder vergleichbaren Gestalt befindet, in welche ein Fügeelement (20) des am feststehenden Rohrfederende (13) angebrachten Anschlussstücks (12) vorzugsweise eingepresst, eingeclipst, eingeklebt oder eingelötet wird. 6. Rohrfeder-Manometer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (7) für radial angeschlossene Rohrfeder- Manometer (1) eine rechtwinklige Hauptabkantung (21) besitzt, so dass die Zeigerachse (22) des Zeigerwerks (6) rechtwinklig zur Konnektorachse (23) zu liegen kommt, während die Adapterpatte (7) für rückseitig angeschlossene Rohrfeder- Manometer (1) eine solche Abkantung nicht besitzt, so dass die Zeigerachse (22) des Zeigerwerks (6) parallel zur Konnektorachse (23) verläuft. |
Adaptionssystem für modular aufgebaute Manometer
Die Erfindung betrifft Rohrfeder-Manometer für unterschiedliche Druckstufen, mit oder ohne Flüssigkeitsfüllung und für rückseitigen oder radialen Anschluss an eine Messstelle, bestehend aus einem Gehäuse, einem metallischen Konnektor zur Verbindung des Rohrfeder-Manometers mit einer Messstelle sowie einem mit dem Konnektor mechanisch und druckführend verbundenen Messwerk mit einer
Rohrfeder und einem Zeigerwerk. Es soll ein Adaptionssystem geschaffen werden, mit dem die Vielfalt von Manometer- Varianten innerhalb einer Manometer-Baureihe mit einem modularen Aufbau aus den Basis-Varianten der einzelnen Manometer- Komponenten gebildet werden kann.
Es sind Lösungen bekannt, bei denen durch einen teilbaren Konnektor verschiedene Anschlussstücke mit seinem innenliegenden Teil verbunden werden können (DE 3508246 Cl). Auch wenn dadurch Material eingespart und die Teilevielfalt an dieser Stelle vermindert werden kann, zielt diese Lösung allein auf den Konnektor für radial angeschlossene Manometer. Andere Bauelemente von Manometern sind dadurch nicht vereinheitlichbar.
Um eine Wahlmöglichkeit für radialen oder rückseitigen Anschluss des Manometers zu erhalten, sind Konstruktionen bekannt, bei denen an ein innenliegendes, universelles Teil des Konnektors ein Anschlussstück entweder für radialen oder aber für rückseitigen Manometer- Anschluss angebracht werden kann (US 4896538, FR 2532423 AI). Die jeweils freie Anschlussbohrung muss dabei durch ein
Verschlussstück abgedichtet werden. Auch bei dieser Lösung sind die übrigen Bauelemente hierdurch nicht vereinheitlichbar, zusätzliche Dichtstellen bestehen und die Materialeinsparung ist gering.
Eine weitere Lösung verwendet Steckbauteile als Adapterstücke, um ein Messwerk mit Rohrfeder und Zeigerwerk sowohl für Manometer mit radialem als auch mit rückseitigem Anschluss als auch für den Einbau in anwendungsspezifische Gehäuse verwenden zu können (EP 1014065 AI). Die Konnektoren, dort
Anschlusseinrichtungen genannt, sind ebenso wie die Steckbauteile von komplexer Bauform und somit aufwendig herzustellen. Für radialen und rückseitigen Anschluss des Manometers müssen außerdem unterschiedliche Konnektoren verwendet werden.
Teile einsparende Lösungen sind in der Praxis Manometer- Bauarten mit integralem Kunststoffgehäuse, welches gleichzeitig der Aufnahme des Messwerks und weiteren Einrichtungen, häufig mittels Schnellverbindungen, dient. Bei solchen Lösungen muss jedoch zur Abdeckung des Variantenspektrums innerhalb einer Manometer- Baureihe eine Vielzahl unterschiedlicher Gehäuse dieser Art hergestellt werden. Außerdem sind Manometer mit derartigen Kunststoffgehäusen typischerweise mechanisch nicht hoch belastbar.
Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Lösung zum modularen Aufbau von
Manometern zu finden, welche die besagten Nachteile bestehender Lösungen überwinden kann. Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße
Adaptionssystem gemäß Anspruch 1 erfüllt. Beispielhafte Ausprägungen und Weiterbildungen der Erfindung werden durch die Ansprüche 2 bis 6 vorgestellt. Mit der vorgeschlagenen Lösung können Messwerks-, Gehäuse- und Konnektor- Varianten unverändert miteinander kombiniert werden. Neben Rohrfeder- Manometern können auch vergleichbar gestaltete Hygrometer, Thermometer oder ähnliche Instrumente mit dem erfundenen Adaptionssystem ausgestattet werden, wodurch Herstell- und Lagerhaltungskosten für entsprechende Baureihen reduziert werden können.
Die Lösung der Aufgabe wird dadurch realisiert, dass eine innerhalb des Gehäuses (2) bestehende zentrale Adapterplatte (7) eine lösbare oder nicht lösbare
Konnektoranschlussstelle (8) für den Konnektor (3) und eine lösbare oder nicht lösbare Rohrfederanschlussstelle (9) sowie eine lösbare oder nicht lösbare
Zeigerwerksanschlussstelle (10) für das Messwerk (4) besitzt, welche bei
Konnektoren (3) und Messwerken (4) mit jeweils einheitlicher
Anschlusskonstruktion jeweils immer gleich ausgeführt und dimensioniert sind, gleich ob das Rohrfeder-Manometer (1) radial oder rückseitig angeschlossen wird, flüssigkeits- oder nicht flüssigkeitsgefüllt ist und gleich welche Größe das Gehäuse besitzt. Konnektoren (3) mit unterschiedlichen Gewinden oder anderen
Verbindungsprinzipien können mittels der Adapterplatte (7) und der an ihr befindlichen, einheitlich konstruierten Konnektoranschlussstelle (8),
Rohrfederanschlussstelle (9) und Zeigerwerksanschlussstelle (10) in radialer beziehungsweise in rückseitiger Anordnung mit Messwerken (4) und Gehäusen unterschiedlicher Ausführung, aber einheitlicher Anschlusskonstruktion, kombiniert werden. Die Adapterplatte (7) und das die druck- oder medienführende Verbindung zwischen dem Konnektor (3) und dem Anschlussstück (12) der Rohrfeder (5) herstellende Bauteil, zum Beispiel ein Metallröhrchen (14), variieren dabei entsprechend der geometrischen Unterschiede.
Die Erfindung mit bevorzugten Weiterbildungen wird nachstehend unter
Einbeziehung folgender Abbildungen beschrieben: Fig. 1 : Manometer mit rückseitigem Anschluss, ohne Gehäuse
Fig. 2: Adapterplatte mit Konnektor in Anordnung für rückseitigen Anschluss Fig. 3: Anschlussstelle für Zeigerwerk und Rohrfeder
Fig. 4: Manometer mit radialem Anschluss Hierin enthalten sind Bezugszeichen gemäß nachfolgender Bezugszeichenliste:
1 Rohr feder-Mano meter
2 Gehäuse
3 Konnektor
4 Messwerk
5 Rohrfeder
6 Zeigerwerk
7 Adapterplatte
8 Konnektoranschlussstelle
9 Rohrfederanschlussstelle
10 Zeigerwerksanschlussstelle
1 1 Gehäuseanschlussstelle
12 Anschlussstück
13 Rohrfederende 14 Metallröhrchen
15 Aussparung
16 Stecknut
17 innen liegendes Ende
18 Klemmschuh
19 Aufnahmestelle
20 Fügeelement
21 Hauptabkantung
22 Zeigerachse
23 Konnektorachse
In Fig. 1 ist beispielhaft ein erfindungsgemäßes Rohrfeder-Manometer (1) mit Adaptionssystem mit rückseitigem Anschluss, zur besseren Darstellung der
Wesensmerkmale der Erfindung ohne Gehäuse, dargestellt. Das Rohrfeder- Manometer (1) besteht aus einem Gehäuse (2), einem metallischen Konnektor (3) zur Verbindung des Rohrfeder-Manometers (1) mit einer Messstelle sowie einem mit dem Konnektor (3) mechanisch und druckführend verbundenen Messwerk (4) mit einer Rohrfeder (5) und einem Zeigerwerk (6). Eine zentrale Adapterplatte (7), die innerhalb des Gehäuses (2) des Rohrfeder- Manometers (1) zu liegen kommt, besitzt grundsätzlich eine lösbare oder nicht lösbare Konnektoranschlussstelle (8) für den Konnektor (3) und eine lösbare oder nicht lösbare Rohrfederanschlussstelle (9) sowie eine lösbare oder nicht lösbare Zeigerwerksanschlussstelle (10) für das Messwerk (4), welche bei Konnektoren (3) und Messwerken (4) mit jeweils einheitlicher Anschlusskonstruktion jeweils immer gleich ausgeführt und dimensioniert sind, gleich ob das Rohrfeder-Manometer (1), wie in Fig. 4 dargestellt, radial, oder, wie in Fig. 1 dargestellt, rückseitig angeschlossen wird, flüssigkeits- oder nicht
flüssigkeitsgefüllt ist und gleich welche Größe das Gehäuse besitzt.
In einer weiterführenden Ausprägung der Erfindung ist die Adapterplatte (7) ein durch Umform- und Trennvorgänge hergestelltes Bauteil aus Metallblech. Fig. 1 und 2 zeigen eine durch Stanz-, Press-, Biege- oder Abkant Vorgänge erzeugte
Adapterplatte 7. Beispielhaft sind zwei Gewindebohrungen als
Gehäuseanschlussstelle (1 1) dargestellt. Die Konnektoranschlussstelle (8) der Adapterplatte (7) besteht in dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung aus einer Aussparung (15) an der Adapterplatte (7), welche in eine umlaufende Stecknut (16) am innenliegenden Ende (17) des Konnektors (3) geschoben wird, und einer Schraub-, Niet-, Klemm-, Klebe- oder Lötverbindung in räumlicher Nähe zur besagten Stecknut (16) zum Zwecke der Positionsfixierung des Konnektors (3) an der Adapterplatte (7). Im dargestellten Beispiel wird eine Anschlagfläche der Adapterplatte (7) in räumlicher Nähe zur Zeigerwerkanschlussstelle (10) mit einer Niete oder Schraube fest mit einer flachen Seitenfläche am innenliegenden Ende (17) des Konnektors (3) verbunden. Die druckführende Verbindung zwischen dem Konnektor (3) und dem an der
Rohrfederanschlussstelle (9) mittels des Anschlussstücks (12) fixierten feststehenden Rohrfederende (13) ist erfindungsgemäß ein beidseitig eingelötetes oder eingeklebtes gebogenes Metallröhrchen (14) oder ein beidseitig eingepresstes oder eingeklebtes gebogenes Kunststoffröhrchen oder ein flexibler Kunststoffschlauch.
In den in Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausprägungen der Erfindung fallen die
Rohrfederanschlussstelle (9) und die Zeigerwerksanschlussstelle (10) räumlich zusammen. Dabei besteht die Zeigerwerksanschlussstelle (10) vorzugsweise aus einem Klemmschuh (18), beispielsweise aus Kunststoff, am Zeigerwerk (6), an welchem sich zusätzlich eine Aufnahmestelle (19) in Form einer Nut oder Bohrung oder einer vergleichbaren Gestalt befindet, in welche ein Fügeelement (20) des am feststehenden Rohrfederende (13) angebrachten Anschlussstücks (12) vorzugsweise eingepresst, eingeclipst oder eingeklebt wird. Die Fig. 4 zeigt ein Rohrfeder-Manometer (1) mit erfindungsgemäßem
Adaptionssystem in einer Ausführung für radial angeschlossene Rohrfeder- Manometer. Die Adapterplatte (7) besitzt hierbei, im Gegensatz zur Adapterplatte für rückseitig angeschlossene Rohrfeder-Manometer, eine rechtwinklige
Hauptabkantung (21), so dass die Zeigerachse (22) des Zeigerwerks (6) rechtwinklig zur Konnektorachse (23) zu liegen kommt. Die Gehäuseanschlussstelle (1 1) für das Gehäuse (2) befindet sich bei dieser Ausführung eines Rohrfeder-Manometers (1) auf dem abgekanteten Teil der Adapterplatte (7).
