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Title:
ADAPTER AND METHOD FOR PRODUCING A CONTAINER BY USING THE ADAPTER, AND CONTAINER HAVING THE ADAPTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105846
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an adapter (1) for fastening a connection element to be inserted in a container made of thermoplastic material, in particular for fastening a valve to be inserted in a fuel container made of thermoplastic material, comprising at least one first and one second thermoplastic material, comprising a supporting body (2) having an integrally formed outer peripheral collar (4) which forms a joining region for connection to the container, the supporting body (2) consisting of the first thermoplastic material and the joining region comprising a weld overlay for welding to the container, which weld overlay is integrally formed with the supporting body (2), and the weld overlay consisting of a mixture of thermoplastic materials which comprises the first and the second thermoplastic material.

Inventors:
REITLER, Laura (Im Auel 11, Freisheim, 53505, DE)
LORENZ, Harald (Kirchstrasse 6, Kirchdaun, 53474, DE)
DUKAJ, Shkelzen (Flughafenstrasse 46b, Bonn, 53229, DE)
Application Number:
EP2018/082279
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 22, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KAUTEX TEXTRON GMBH & CO. KG (Kautexstr. 52, Bonn, 53229, DE)
International Classes:
B29C49/20; B29C65/00
Foreign References:
EP3124305A12017-02-01
US20020130515A12002-09-19
JP2002192663A2002-07-10
DE19535413C11996-10-02
US20090242551A12009-10-01
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
RICHLY & RITSCHEL PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Sattlerweg 20, Bergisch Gladbach, 51429, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Adapter (1) zur Befestigung eines in einen Behälter aus thermoplastischem Kunststoff einzusetzenden Anschlusselements, insbesondere zur Befestigung eines in einen Kraftstoffbehälter aus thermoplastischem Kunststoff einzusetzenden Ventils (10), umfassend wenigstens einem ersten und einem zweiten thermo plastischen Kunststoff, umfassend einen Stützkörper (2) mit einem einstückig angeformten, außen umlaufenden Kragen (4), der eine Fügefläche zur Verbindung mit dem Behälter bildet, wobei der Stützkörper (2) aus dem ersten thermoplastischen Kunststoff besteht und die Fügefläche eine Schweißauflage ( 5 ) zur Verschweißung mit dem Behälter aufweist, die mit dem

Stützkörper (2) einteilig ausgebildet ist und wobei die

Schweißauflage (5) aus einer Mischung von thermoplastischen Kunststoffen besteht, die den ersten und den zweiten thermo plastischen Kunststoff umfasst.

2. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste thermoplastische Kunststoff aus einem Polyoxymethylen besteht und dass der zweite thermoplastische Kunststoff aus einer Mischung von Polyoxymethylen und Polyethylen besteht.

3. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper eine Durchführung (3) für das Anschlußelement auf weist, welches mit dem Stützkörper (2) verrastet oder ver schweißt ist.

4. Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schweißauflage (5) und der Kragen (4) in- einandergreifende profilierte Verbindungsflächen aufweisen, die eine innige Verzahnung zwischen der Schweißauflage (5) und dem Kragen (4) bilden.

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5. Adapter nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeich net, dass sich der Kragen (4) rechtwinklig zu einer Längsmit telachse des Adapters (1) erstreckt und dass die Schweißaufla ge (5) eine ringscheibenförmige, flache Fügefläche zur Verbin dung mit dem Behälter bildet.

6. Adapter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Durchführung (3) des Stützkörpers (2) als zylindrische Stutzen ausgebildet ist, der wenigstens eine Dichtfläche bildet oder der wenigstens eine Aufnahme für we nigstens ein Dichtelement aufweist.

7. Verfahren zum Extrusionsblasformen eines Behälters aus thermoplastischem Kunststoff mit wenigstens einer Durchführung durch eine Wand des Behälters, folgende Verfahrensschritte um fassend :

-Bereitstellen eines Adapters mit den Merkmalen eines der vorhergehenden Ansprüche,

-Einbringen eines Vorformlings aus thermoplastischem Kunststoff in ein Blasformwerkzeug mit einem Formnest, welches die Kontur des Behälters definiert,

-Ausformen des Vorformlings innerhalb des Formnestes, wobei der Vorformling formnestseitig gegen den Adap ter ausgeformt und mit dem Adapter im Bereich der Fügefläche des Adapters verschweißt wird und

- Herstellen einer Öffnung in der Wand des Behälters mittels eines Werkzeugs, welches von außen durch ei ne Durchführung des Adapters hindurch geführt wird.

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8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter in eine hierfür vorgesehene Ausnehmung in eine Kavität des Blasformwerkzeugs als Einlegeteil eingesetzt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch ge kennzeichnet, dass der Adapter vor dem Einsetzen in die Aus nehmung der Kavität des Blasformwerkzeugs vorgewärmt wird.

10. Extrusionsblasgeformter Behälter aus thermoplastischem Kunststoff, insbesondere Kraftstoffbehälter aus thermoplasti schem Kunststoff, mit mindestens einer Durchführung in einer Wand des Behälters, wobei die Durchführung durch einen Adapter mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 6 gebildet wird, der von der Wand des Behälters teilweise umschlossen ist, wo bei die Wand des Behälters mit der Fügefläche des Adapters verschweißt ist.

11. Extrusionsblasgeformter Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand des Behälters aus einem mehr schichtigen thermoplastischen Kunststoff besteht, der eine Au ßenschicht aus Polyethylen oder auf der Basis von Polyethylen aufweist, die mit der Schweißauflage des Adapters verschweißt ist .

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Description:
Adapter und Verfahren zur Herstellung eines Behälters unter Verwendung des Adapters sowie Behälter mit dem Adapter

Die Erfindung betrifft einen Adapter zur Befestigung eines in einen Behälter aus thermoplastischem Kunststoff einzusetzenden Anschlusselements. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Ver fahren zur Herstellung eines Behälters mit einem solchen Adap ter sowie einen Behälter mit dem Adapter.

Die Erfindung betrifft insbesondere einen Adapter zur Befesti gung eines in einen Kraftstoffbehälter aus thermoplastischem Kunststoff einzusetzenden Anschlusselements.

Als Anschlusselemente im Sinne der vorliegenden Erfindung kom men beispielsweise Ventile, Ventilgehäuse, Anschlussstutzen, Nippel oder dergleichen in Betracht.

Insbesondere an Kraftstoffbehälter werden erhöhte Anforderun gen an deren Beständigkeit und Undurchlässigkeit für Kohlen wasserstoffe gestellt. Moderne Kraftstoffbehälter umfassen da her in der Regel ein Wandaufbau aus einem Laminat an thermo plastischen Kunststoffen mit einer oder mehreren für Kohlen wasserstoffe schwer permeablen Barriereschichten, die eine di rekte Diffusion von Kohlenwasserstoffen durch die Wand des Kraftstoffbehälters verhindern. In dieser Hinsicht problema tisch sind jedoch Anschlussöffnungen in dem Kraftstoffbehäl ter, die einen Dichtsitz für Stutzen, Ventile oder dergleichen bilden. Anschlussöffnungen in der Wand des Kraftstoffbehälters stellen zwangsläufig Unterbrechungen des Barrieresystems dar. Es sind verschiedene Möglichkeiten bekannt, Anschlusselemente in im Kraftstoffbehälter vorgesehene Anschlussöffnungen spiel frei und im Wesentlichen für den Durchtritt von Kohlenwasser stoffen abgedichtet einzusetzen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, die Anschlusselemente mit der Behälterwand zu verschweißen. Häufig bestehen Anschlusselemente wie beispiels weise Anschlussstutzen oder Ventilgehäuse aus einem thermo plastischen Kunststoff, der nicht im Sinne einer Verschweiß barkeit mit der Behälterwand kompatibel ist. Dann kommt ein Verschweißen mit der Behälterwand nicht ohne weiteres in Be tracht, insbesondere für Ventile und Anschlussstutzen, die aus Materialien wie POM ( Polyoxymethylen) oder ABS (Acrylnitril- Butadien-Styrol-Copolymer) bestehen. Es ist bekannt, dass Po lyethylen und Polyoxymethylen nicht miteinander verschweißbar sind. Deswegen ist es bekannt, aus POM bestehende Ventile oder Nippel mit einem aus PE oder HDPE angespritzten Schaft zu ver sehen, der im Bereich der Anschlussöffnung des Behälters mit diesem verschweißt wird, beispielsweise im Heizelement- Schweißverfahren .

Die Herstellung von spritzgegossen Mehr-Komponenten Bauteilen aus beispielsweise POM und HDPE ist verhältnismäßig aufwendig, insbesondere ist es aufwendig, die betreffenden Bauteile nach Fertigstellung des Behälters mit der Behälterwand zu ver schweißen, beispielsweise mittels Schweißrobotern durch Rota tionsschweißen oder im Heizelement-Schweißverfahren unter Ver wendung von Schweißspiegeln.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen kosten günstig herzustellen Adapter zur Befestigung von in einen Be hälter aus thermoplastischem Kunststoff einzusetzende An schlusselemente bereitzustellen, der verhältnismäßig einfach mit dem Behälter zu verbinden ist. 2 Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein einfa ches Verfahren zur Herstellung eines Behälters aus thermoplas tischem Kunststoff bereitzustellen, dass eine Verbindung des Adapters mit dem Behälter während des Verfahrens ermöglicht.

Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen An sprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich jeweils aus den Unteransprüchen.

Nach einem Gesichtspunkt der Erfindung ist ein Adapter zur Be festigung eines in einen Behälter aus thermoplastischem Kunst stoff einzusetzenden Ventils vorgesehen, wobei der Adapter we nigstens einen ersten und einen zweiten thermoplastischen Kunststoff und einen Stützkörper mit einem einstückig ange formten, außen umlaufenden Kragen umfasst, der eine Fügefläche zur Verbindung mit dem Behälter bildet, wobei der Stützkörper aus dem ersten thermoplastischen Kunststoff besteht und die Fügefläche eine Schweißauflage zur Verschweißung mit dem Be hälter aufweist, wobei die Schweißauflage mit dem Stützkörper einteilig ausgebildet ist und wobei die Schweißauflage aus ei ner Mischung von thermoplastischen Kunststoffen besteht, die den ersten und den zweiten thermoplastischen Kunststoff um fasst.

Einteilig im Sinne der vorliegenden Erfindung ist im Sinne von „monolithisch" zu verstehen. Die Schweißauflage und der Stütz körper sind durch molekulare Durchdringung der beteiligten Kunststoffe zumindest im Bereich ihrer Grenzflächen miteinan der verbunden.

Ein solcher Adapter lässt sich durch ein Mehr-Komponenten Spritzgussverfahren hersteilen.

3 Bei einer bevorzugten Variante des Adapters gemäß der Erfin dung ist vorgesehen, dass der erste thermoplastische Kunst stoff aus einem Polyoxymethylen besteht und dass der zweite thermoplastische Kunststoff aus einer Mischung von Polyoxyme thylen und Polyethylen besteht. Die Mischung kann als Poly ethylen beispielsweise ein LDP oder ein HDPE umfassen.

Der Stützkörper und die Schweißauflage sind vorzugsweise aus schließlich oder überwiegend Stoffschlüssig miteinander ver bunden, d.h., der erste thermoplastische Kunststoff und die Mischung aus dem ersten und zweiten thermoplastischen Kunst stoff sind durch gegenseitige molekulare Durchdringung mitein ander verbunden.

Der Stützkörper umfasst zweckmäßigerweise eine Durchführung für ein Ventilgehäuse, welches mit dem Stützkörper verrastet oder verschweißt ist.

Eine Durchführung im Sinne der Erfindung ist eine durchgängige Öffnung in dem Adapter, die beispielsweise in Form eines zy lindrischen Kanals ausgebildet sein kann, der beidseitig ge öffnet ist.

Der Stützkörper kann im einfachsten Fall als Ringscheibe aus gebildet sein, die eine Einfassung für das Anschlusselement, beispielsweise in Form eines Ventilgehäuses bildet.

Beispielsweise kann der Stützkörper auf seiner der Schweißauf lage abgewandten Seite mit einer Schweißfläche für das An schlusselement versehen sein.

Bei einer bevorzugten Variante der Erfindung ist der Adapter zur Aufnahme eines Ventilgehäuses für ein Be- oder Entlüf tungsventil des Behälters ausgebildet.

4 Vorzugsweise bildet der Stützkörper eine stutzenförmige Ein fassung für ein zylindrisches Ventilgehäuse.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Adapters gemäß der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Schweißauf lage und der Kragen des Stützkörpers ineinandergreifende pro filierte Verbindungsflächen aufweisen, die eine innige Verzah nung zwischen der Schweißauflage und dem Kragen bilden. Da durch wird die Haftung zwischen dem Stützkörper und der

Schweißauflage zusätzlich verbessert.

Zweckmäßigerweise erstreckt sich der Kragen rechtwinklig zu einer Längsmittelachse des Adapters. Die Schweißauflage kann eine ringscheibenförmige, flache Fügefläche zur Verbindung mit dem Behälter bilden.

Zweckmäßigerweise ist die Durchführung des Stützkörpers als zylindrischer Stutzen oder Rohrfortsatz ausgebildet, der we nigstens eine Dichtfläche bildet oder der wenigstens eine Auf nahme für wenigstens ein Dichtelement aufweist. Beispielsweise kann innerhalb der Durchführung ein Ventilgehäuse eines Ent lüftungsventils mittels 0 -Ringen abgedichtet sein.

Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Extrusionsblasformen eines Behälters aus thermoplastischem Kunststoff mit wenigstens einer Durchführung durch eine Wand des Behälters, wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:

-Bereitstellen eines Adapters mit einem oder mehreren Merkmalen der vorstehend beschriebenen Art,

-Einbringen eines Vorformlings aus thermoplastischem Kunststoff in ein Blasformwerkzeug mit einem Formnest, welches die Kontur des Behälters definiert, 5 -Ausformen des Vorformlings innerhalb des Formnestes, wobei der Vorformling formnestseitig gegen den in das Werkzeug eingelegten Adapter ausgeformt und mit dem Adap ter im Bereich der Fügefläche des Adapters verschweißt wird und

- Herstellen einer Öffnung in der Wand des Behälters mit tels eines Werkzeugs, welches von außen durch eine Durch führung des Adapters hindurch geführt wird.

Unter „formnestseitig" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist diejenige Seitezu verstehen, welche dem Inneren des Formnestes zugekehrt ist, wohingegen unter „werkzeugseitig" im Sinne der vorliegenden Erfindung diejenige Seite zu verstehen ist, die der Wandung der Kavität des Blasformwerkzeugs zugekehrt ist.

Der Adapter gemäß der Erfindung wird bei dem Verfahren nach der Erfindung vorzugsweise als Einlegeteil in ein Blasform werkzeug verwendet.

Das Verfahren gemäß der Erfindung umfasst weiterhin vorzugs weise das Herstellen einer Öffnung in der Wand des Behälters mittels eines Werkzeugs, welches von außen durch die Durchfüh rung des Adapters hindurch geführt wird.

Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann als Extru sionsblasformverfahren im herkömmlichen Sinne vorgesehen sein, d.h. dass das Verfahren das Extrudieren und Bereitstellen ei nes schlauchförmigen Vorformlings aus plastifiziertem thermo plastischen Kunststoff umfasst. Die Durchführung des Verfah rens unter Verwendung von bahnförmigen Vorformlingen, bei- 6 spielsweise als sogenanntes „Twin Sheet Blow Moulding Verfah ren" ist jedoch grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

Bei dem Verfahren kann vorgesehen sein wenigstens einen schlauchförmigen Vorformling aus plastifiziertem thermoplasti schem Kunststoff oberhalb eines zunächst geöffneten, zweitei ligen Blasformwerkzeugs in Schwerkraftrichtung zu extrudieren. Unter einem zweiteiligen Blasformwerkzeug ist im Wesentlichen ein Blasformwerkzeug mit zwei Blasformhälften zu verstehen, die in bekannter Art und Weise an Formaufspannplatten eines Schließgestells angeordnet sind.

Das Verfahren gemäß der Erfindung umfasst die Extrusion eines mehrschichtigen Vorformlings auf der Basis von HDPE . Der Vor formling kann ein oder mehrere Barriereschichten für Kohlen wasserstoffe umfassen.

Jede der Blasformhälften kann eine Kavität aufweisen, wobei die Kavitäten der Blasformhälften bei dem geschlossenem Blas formwerkzeug ein Formnest definieren, dass die Außenkontur des zu fertigenden Behälters definiert.

Jede der Blasformhälften kann mehrere Teile, insbesondere auch Schieber oder dergleichen aufweisen.

In wenigstens einer der Kavitäten kann wenigstens eine Ausneh mung zur Aufnahme des Adapters gemäß der Erfindung vorgesehen sein .

Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung umschließt der Vorform ling den Adapter formnestseitig vorzugsweise so, dass der Vor formling bzw. die spätere Wand des Behälters aus thermoplasti schem Kunststoff zunächst die von dem Adapter definierte vor zugsweise zylindrische Durchführung formnestseitig nach Art eines Sacklochs verschließt, wobei dieser Teil der Wand des 7 Behälters mittels eines weiteren Werkzeugs von außen geöffnet wird. Von außen bedeutet in diesem Zusammenhang entweder nach Entnahme des Behälters aus dem Blasformwerkzeug oder innerhalb des Blasformwerkzeugs formnestseitig, d.h. beispielsweise mit tels eines in den Vorformling eingeschossenen Blasdorns.

Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorzug, dass dieses im Vergleich zu den bekannten Verfahren verhältnismäßig ein fach durchführbar ist und dass mittels des Adapter eine maß haltige und bereits kalibrierte Öffnung in der Wand des Behäl ters bereitgestellt wird.

Bevorzugt wird der Adapter in eine hierfür vorgesehene Ausneh mung in eine Kavität des Blasformwerkzeugs eingesetzt. Dabei wird der Adapter bevorzugt vor dem Einsetzen in die Ausnehmung der Kavität des Blasformwerkzeugs erwärmt bzw. vorgewärmt bei spielsweise mittels eines Infrarotheizstrahlers. Sodann er folgt das Einbringen des Vorformlings aus thermoplastischem Kunststoff in das Blasformwerkzeug wobei der Vorformling mit der Fügefläche des Adapters verschweißt wird. Durch das Vor wärmen oder Vorheizen des Adapters wird die Verschweißbarkeit des Adapters mit dem noch warmplastischen Vorformling verbes sert .

Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft einen extrusionsblasgeformten Behälter aus thermoplastischem Kunststoff mit mindestens einer Durchführung in einer Wand des Behälters, wobei die Durchführung durch einen Adapter gemäß der Erfindung gebildet wird, der von der Wand des Behälters teilweise umschlossen ist, wobei die Wand des Behälters mit der Fügefläche des Adapters verschweißt ist.

Vorzugsweise besteht die Wand des Behälters aus einem thermo plastischen Kunststoff, der eine Außenschicht aus Polyethylen oder auf der Basis von Polyethylen aufweist, die mit der 8 Schweißauflage des Adapters verschweißt ist. Die Außenschicht kann beispielsweise ein HDPE oder ein modifiziertes LDP umfas sen .

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Adapters nach ei nem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit ei nem von dem Adapter aufgenommenen Ventil,

Figur 2 eine Schnittansicht durch den Adapter und das Ventil gemäß Figur 1,

Figur 3 eine perspektivische Ansicht des Adapters nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

Figur 4 eine vergrößerte Ansicht des Details IV in Figur 3,

Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines Adapters nach ei nem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit ei nem von dem Adapter aufgenommenen Ventil,

Figur 6 eine Schnittansicht durch den Adapter und das Ventil gemäß Figur 5 und

Figur 7 eine Schnittansicht des Adapters gemäß dem zweiten

Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Der in Figur 1 dargestellte Adapter 1 nach dem ersten Ausfüh rungsbeispiel Erfindung ist als Adapter ausgebildet, in dem ein Entlüftungsventil 10 verrastet werden kann. 9 Der Adapter 1 umfasst einen Stützkörper 2 aus Polyoxymethylen . Der Stützkörper 2 ist als rotationssymmetrischer Stutzen mit einer zylindrischen Durchführung 3 ausgebildet. Der Stützkör per 2 weist einen einstückig angeformten, außen umlaufenden Kragen 4 auf, der auf seiner in Figur 1 nicht sichtbaren Un terseite mit einer ringscheibenförmigen Schweißauflage 5 ver bunden ist. Die Schweißauflage 5 bildet eine ringscheibenför mige, flache Fügefläche zur Verbindung mit einem Behälter (siehe Fig .7 ) .

Die Schweißauflage 5 besteht aus einem Blend bzw. einer Mi schung aus Polyoxymethylen und HDPE oder einer Mischung aus Polyoxymethylen und LDPE und ist Stoffschlüssig mit dem Stütz körper 2 verbunden. Der Kragen 4 des Stützkörpers 2 ist auf seiner der Schweißauflage 5 zugewandten Seite mit einem Nut profil 6 A versehen, in welches ein hierzu komplementäres Rip penprofil 6 B der Schweißauflage 5 eingreift.

Das Zusammenwirken des Nutprofils 6 A und des Rippenprofils 6 B ist auch aus Figur 7 erkennbar. Die Darstellung gemäß Figur 7 betrifft das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung, die in Figur 7 erkennbaren Details betreffend die Verbindung des Stützkörpers 2 mit der Schweißauflage 5 sind bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 4 identisch.

Die Schweißauflage 5 ist dazu ausgebildet, mit einer Außenwand eines Behälters verschweißt zu werden. Der Behälter ist nicht dargestellt. Die Herstellung des Behälters ist Gegenstand des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die Außenwand des Behälters besteht aus einem Polyethylen, sodass der Adapter vermöge der Schweißauflage 5 mit der Außenwand des Behälters verschweißt werden kann. Wie vorstehend bereits beschrieben, kann der Ad apter 1 als Einlegeteil bei der Herstellung des Behälters durch Extrusionsblasformen verwendet werden. Der Adapter kann

10 allerdings auch nach Fertigstellung des Behälters mit diesem verschweißt werden.

Wie dies insbesondere aus den Figuren 3 und 4 erkennbar ist, sind in einer rohrförmigen Umfassungswand 7 des Stützkörpers 2 mehrere Rastfedern 8 ausgebildet, in denen U-förmige Rastauf nahmen 11 vorgesehen sind, die mit entsprechenden Rastvor sprüngen an einem Ventilgehäuse 9 des Entlüftungsventils 10 Z usammenwirken, wenn das Ventilgehäuse in die Durchführung 3 eingesetzt ist. Am Außenumfang der Umfassungswand 7 sind Vor sprünge 15 vorgesehen, die von einem Manipulator hintergriffen werden können, wenn das Entlüftungsventil 10 in den Adapter 1 eingepresst wird.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 4 ist das Ventilgehäuse 9 gegen die Innenfläche der Umfassungswand 7 mittels zweier Dichtelemente in Form von O-Ringen 12 abgedich tet .

Das zweite Ausführungsbeispiel des Adapters 1 gemäß der Erfin dung betrifft eine Variante des Adapters 1 die zur Verschwei ßung mit dem Ventilgehäuse 9 des Entlüftungsventils 10 ausge bildet ist. Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel sind gleiche Bauteile und Elemente des Adapters 1 mit gleichen Bezugszei chen versehen. Der Adapter 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbei spiel der Erfindung unterscheidet sich von dem Adapter 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel dahingehend, dass die Durchfüh rung 3 randseitig anstelle einer rohrförmigen Umfassungswand 7 von einer umlaufenden Schweißfläche 13 begrenzt wird, die ebenfalls etwa ringscheibenförmig ausgebildet ist. Die

Schweißfläche 13 ist bei montiertem Entlüftungsventil 10 mit einem Schweißkragen 14 des Ventilgehäuses 9 des Entlüftungs ventils 10 verschweißt.

- 1 1 Wenn das Entlüftungsventil 10 als Schwimmerventil eines Kraft stoffbehälters ausgebildet ist, beispielsweise als Betankungs entlüftungsventil, hat die Variante des Adapters 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel den Vorzug, dass bei gleicher Ab- schalthöhe weniger Bauraum in PKW benötigt wird, da das Ent lüftungsventil 10 gemäß der in den Figuren 5 bis 7 gezeigten Variante des Adapters 1 nicht so weit über die Außenwand des Behälters hervor steht, wie bei der Variante des Adapters 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Wie vorstehend bereits erwähnt, zeigt Figur 7 einen Schnitt durch den Adapter 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung .

12 Bezugszeichenliste

1 Adapter

2 Stützkörper

3 Durchführung

4 Kragen

5 Schweißauflage

6A Nutprofil des Kragens

6B Rippenprofil der Schweißauflage

7 Umfassungswand des Stützkörpers

8 Rastfedern

9 Ventilgehäuse

10 Entlüftungsventil

11 Rastaufnahmen

12 O-Ringe

13 Schweißfläche

14 Schweißkragen

15 Vorsprünge

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