FIEGL, Thomas (Liebigstraße 50-52, Darmstadt, 64293, DE)
POHL, Achim (Liebigstr. 50-52, Darmstadt, 64293, DE)
FIEGL, Thomas (Liebigstraße 50-52, Darmstadt, 64293, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Adapter (1 ) zum Anschluss von wasserführenden Aufputzarmaturen an eine Rohrleitung, wobei der Adapter (1 ) einen Rohrleitungsteil (A), der für die Verbindung mit einer Rohrlei- tung vorgesehen ist, und einen Armaturenteil (B), der für die Verbindung mit einer Armatur (14, 14') vorgesehen ist, aufweist und ein Durchgangskanal sich sowohl durch den Rohrleistungsteil als auch durch den Armaturenteil (B) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrleitungsteil (A) einen Gewindeabschnitt (6) und einen Dichtabschnitt (3, 5, 12) zur Aufnahme einer Dichtung aufweist. 2. Adapter (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an dem Dichtabschnitt (3, 5, 12) ein Dichtungsring (4) angeordnet ist, wobei der Dichtabschnitt (3, 5, 12) vorzugsweise eine umlaufende Nut aufweist, in welcher der Dichtungsring (4, 9) angeordnet ist. 3. Adapter (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise zwei weitere Dichtabschnitte mit jeweils einer umlaufenden Nut zur Aufnahme eines Dichtungsringes (4) vorgesehen sind. 4. Adapter (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Markierung (8) zum Ablängen des Gewindeabschnittes (6) vorgesehen sind, wobei vorzugsweise die Markierung (8) in axialer Richtung von der umlaufenden Nut eines weiteren Dichtabschnittes (3, 5, 12) in etwa genauso weit entfernt ist wie die umlaufende Nut des Dichtabschnittes (3, 5, 12) vom stirnseitigen Ende des Gewindeabschnittes (6) entfernt ist. 5. Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Armaturenteil (B) eine Markierung (8) zur Kennzeichnung der optimalen Einbautiefe des Adapters (1 ) vorgesehen ist. 6. Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Arma- turenteil (B) einen im wesentlichen kugelscheibenförmigen Abschnitt aufweist, wobei vorzugsweise der kugelscheibenförmige Abschnitt eine umlaufende Nut zur Aufnahme eines Dichtungsringes (4, 9) hat. 7. Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arma- turenteil (B) einen Abschnitt mit einem größeren Durchmesser und einen sich daran in Richtung des Rohrleitungsteils (A) anschließenden Abschnitt mit kleinerem Durchmesser aufweist. 8. Anschlussmuffe (10) mit Innengewinde zur Verwendung mit einem Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, die Anschlussmuffe einen Dichtungsabschnitt aufweist, dessen Innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser des Innengewindes (11 ). 9. Anschlussmuffe (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenflächen des Dichtungsabschnittes im wesentlichen glatt sind. 10. Anschlussmuffe (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Dichtungsabschnittes mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 80% und am besten in etwa 100% der Länge des Abschnittes mit Innengewinde (11 ) beträgt. 11. Aufputzarmatur zur Verwendung mit einem Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahme für den Adapter (1 ) und ein Befestigungselement (16) zum Befestigen der Armatur (14, 14') am Adapter (1 ) vorgesehen ist. 12. Aufputzarmatur nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme eine im wesentlichen zylinderförmige Ausnehmung (15) aufweist, deren Öffnungsweite mit Hilfe des Befestigungselement (16) eingestellt werden kann, wobei das Befestigungselement (16) zwischen einer Position mit einer kleiner Öffnungsweite und einer Position mit einer großen Öffnungsweite hin und her bewegt werden kann. 13. Aufputzarmatur nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Aufnah- men für zwei Adapter (1 ) vorgesehen sind, wobei vorzugsweise das Befestigungselement (16) zur Befestigung beider Adapter (1 ) an der Armatur (14, 14') ausgelegt ist. 14. Aufputzarmatur nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (16) ein Federelement aufweist, die das Befestigungselement (16) in die Position mit der kleinen Öffnungsweite vorspannt. 15. Adaptersystem mit einem Adapter (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, einer Anschlussmuffe (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, sowie einer Armatur (14, 14') nach einem der Ansprüche 11 bis 14. 16. Adaptersystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anschlussmuffen über eine Verbindungsplatte miteinander verbunden sind und zwei Adapter die Anschlussmuffen mit einer Armatur verbinden. 17. Adapter (1 ) zum Anschluss von wasserführenden Aufputzarmaturen an eine Rohrleitung, wobei der Adapter (1 ) einen Rohrleitungsteil (A), der für die Verbindung mit einer Rohrleitung vorgesehen ist, und einen Armaturenteil (B), der für die Verbindung mit einer Arma- tur (14, 14') vorgesehen ist, aufweist und ein Durchgangskanal sich sowohl durch den Rohrleistungsteil als auch durch den Armaturenteil (B) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Armaturenteil (B) einen im wesentlichen kugelscheibenförmigen Abschnitt aufweist, wobei vorzugsweise der kugelscheibenförmige Abschnitt eine umlaufende Nut zur Aufnahme eines Dichtungsringes (4, 9) hat. 18. Adapter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Armaturenteil (B) einen Abschnitt mit einem größeren Durchmesser und einen sich daran in Richtung des Rohrleitungsteils (A) anschließenden Abschnitt mit kleinerem Durchmesser aufweist. |
Adaptersystem zum Anschluß von wasserführenden Aufputzarmaturen
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Adapter zum Anschluß von wasserführenden Aufputzar- maturen an eine Rohrleitung sowie eine entsprechende Anschlussmuffe und eine Aufputzarmatur.
Bei der Sanitärinstallation wird im allgemeinen zwischen der Sanitärrohinstallation und der Sanitärendmontage bzw. Sanitärfeininstallation unterschieden. Bei der Sanitärrohinstallation werden die entsprechenden Kalt- und Warmwasserleitungen in den Wänden verlegt und im Gebäudeanschlußraum mit dem Warmwasserkessel bzw. der Leitung des örtlichen Wasserversorgers verbunden.
An der Schnittstelle zu den entsprechenden Armaturen werden Anschlußwinkel auf das entspre- chende Rohrende aufgeschraubt oder aufgelötet. Üblicherweise weisen diese Anschlußwinkel ein 1/2 Zoll-Innengewinde auf und schließen meist in etwa bündig mit der Wand ab.
Insbesondere bei Mischwasser führenden Armaturen, wie z.B. Wannen-, Brause- und Waschtischmischbatterien, muß sowohl eine Rohrleitung für Kaltwasser als auch eine Rohrleitung für Warmwasser bereitgestellt werden. Üblicherweise werden daher die entsprechenden Anschlußwinkel mit Innengewinde in einem waagerechten Abstand von 150 mm angeordnet.
Bei der Sanitärendmontage wird dann die wasserführende Armatur mit den in der Wand bereitgestellten Anschlusswinkeln mit Innengewinde verbunden. Häufig ist die Sanitärrohinstallation jedoch nicht exakt, so daß beispielsweise die Anschlusswinkel nicht exakt senkrecht zur Wandfläche ausgerichtet ist. Zudem stimmt im Falle der Bereitstellung von Warm- und Kaltwasser führenden Leitungen beträgt häufig der horizontale Abstand der beiden Anschlusswinkel nicht exakt 150 mm. Außerdem kann es auch in vertikaler Höhe Unterschiede zwischen den beiden Anschlußmuffen geben.
Um diese Toleranzen auszugleichen, ist es üblich, zwischen den Anschlusswinkel mit Innengewinde und der Armatur ein gekröpftes Anschlußstück (sogenannter S-Anschluß) zu verwenden. Mit Hilfe dieses S-Anschlusses können kleinere Toleranzen im horizontalen und vertikalen Abstand zwischen zwei Rohrleitungen ausgeglichen werden, indem die beiden S-Anschlüsse ge- dreht werden, um Höhe und Abstand aufeinander abzustimmen. Die Tiefenjustage, d.h. die Ein- Stellung des Abstandes zwischen der Wand und der Armatur, wird durch die Gewindelängen zueinander bestimmt, d.h. gegebenenfalls wird einer der beiden S-Anschlußadapter weiter in das entsprechende Gewinde hineingedreht als der andere.
Der Hauptnachteil dieser zur Zeit üblichen Befestigungstechnik liegt in der offenen Schraubverbindung, die nur schwer zugänglich und daher entsprechend aufwendig zu reinigen ist. Zudem führt der S-Anschluß dazu, daß die Armaturen recht groß dimensioniert werden müssen, um den Teil des S-Anschlusses, der über die Wand hervorsteht, komplett zu überdecken. Häufig sind jedoch allein aus optischen Gründen kleine Armaturen erwünscht.
Außerdem ist die Montage recht aufwendig, da die Nachjustierung viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen entsprechenden Adapter, eine Anschlussmuffe und eine Aufputzarmatur bereit- zustellen, die kostengünstig herzustellen sind, die den aufwendigen Toleranzausgleich vereinfachen, die leicht montierbar sind und zudem die Verwendung von weniger stark aufbauenden Armaturen erlauben.
Hinsichtlich des Adapters wird diese Aufgabe durch einen Adapter zum Anschluß von wasserfüh- renden Aufputzarmaturen an eine Rohrleitung gelöst, wobei der Adapter einen Rohrleitungsteil, der für die Verbindung mit einer Rohrleitung vorgesehen ist, und einen Armaturenteil, der für die
Verbindung mit einer Armatur vorgesehen ist, aufweist und ein Durchgangskanal sich sowohl durch den Rohrleitungsteil als auch durch den Armaturenteil erstreckt. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Rohrleitungsteil einen Gewindeabschnitt und einen Dichtabschnitt zur Auf- nähme einer Dichtung aufweist.
Hinsichtlich der Anschlussmuffe, die an dem Ende der Rohrleitung zu befestigen ist und beispielsweise als Anschlusswinkel ausgebildet sein kann, wird die genannte Aufgabe durch eine entsprechende Anschlussmuffe mit Innengewinde gelöst, wobei die Anschlussmuffe einen Dich- tungsabschnitt aufweist, dessen Innendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser des Abschnitts mit Innengewinde.
Während bei den üblichen Adaptern die dichtende Verbindung zwischen Adapter einerseits und Anschlussmuffe andererseits allein durch das Gewinde erfolgt, wobei zum Abdichten das Gewin- de vor der Verschraubung mit Hanf oder Teflon umwickelt wird, ist bei dem erfindungsgemäßen System die Dichtfunktion von der Befestigungs- und Tiefenjustagefunktion vollständig getrennt. So kann beispielsweise an dem Dichtabschnitt des Adapters ein Dichtungsring, wie z.B. ein O- Ring oder eine Aufquelldichtung, angeordnet sein, der bzw. die. im montierten Zustand mit dem Dichtungsabschnitt der Anschlussmuffe in Kontakt tritt.
Dabei kann beispielsweise der Dichtabschnitt des Adapters eine umlaufende Nut aufweisen, in welcher der Dichtungsring angeordnet ist.
Grundsätzlich kann der Adapter aus jedem beliebigen Material hergestellt sein. Es hat sich jedoch gezeigt, daß Kunststoff besonders geeignet ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Adapter einen, vorzugsweise zwei weitere Dichtabschnitte mit jeweils einer umlaufenden Nut zur Aufnahme eines Dichtungsringes auf. Durch das Vorsehen von mehreren Dichtungsringen kann die Dichtigkeit für besondere Fälle noch erhöht werden.
Zusätzlich kann mindestens eine Markierung zum Ablängen des Gewindeabschnitts vorgesehen sein, wobei die Markierung in axialer Richtung von der umlaufenden Nut eines weiteren Dichtabschnitts in etwa genausoweit entfernt ist wie die umlaufende Nut des Dichtabschnitts vom stirnseitigen Ende des Gewindeabschnitts entfernt ist. Durch diese Maßnahme kann die Tiefenjusta- ge, d.h. die Einstellung des Abstandes zwischen Anschlussmuffe einerseits und Armatur ande- rerseits, über einen weiten Bereich erfolgen.
So muss beispielsweise die Anschlussmuffe nicht bündig mit der Wand abschließen, sondern kann beispielsweise deutlich tiefer in der Wand positioniert sein. Ist nur ein geringer Abstand zu überbrücken, so kann der Adapter an der markierten Stelle abgetrennt werden und der Dich- tungsring kann an einem weiter in Richtung des Armaturenteils positionierten Dichtungsabschnitt positioniert werden.
Durch diese Maßnahme kann die Lagerhaltung der Adapter reduziert werden, da eine einzige Ausführungsform des Adapters für praktisch alle üblicherweise vorkommenden Anschlußsituatio- nen verwendet werden kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Adapter am Armaturenteil eine Markierung zur Kennzeichnung der optimalen Einbautiefe des Adapters auf. Diese Markierung kann beispielsweise durch eine farbliche Markierung oder durch eine umlaufende Nut verwirklicht wer- den. Bei der Tiefenjustage, d.h. bei der optimalen Einstellung des Adapters in Bezug auf die Wand, in der die wasserführenden Rohre aufgenommen sind, wird der Adapter innerhalb des Gewindes weiter in Richtung der Wand oder weiter aus der Wand heraus gedreht. Sobald die farbliche Markierung in etwa bündig mit der Wandoberfläche verläuft, ist sichergestellt, daß beim Aufsetzen der Armatur auf den Adapter diese im wesentlichen bündig mit der Wandoberfläche abschließt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Armaturenteil des Adapters einen im wesentlichen kugelscheibenförmigen Abschnitt auf, wobei vorzugsweise der kugelscheibenförmige Abschnitt eine umlaufende Nut zur Aufnahme eines Dichtungsrings hat. Für den Fall, daß es bei der Montage der wasserführenden Rohrleitungen innerhalb der Wand zu einer Verkippung gekommen ist, d.h. für den Fall, daß die Gewindeachse der Anschlussmuffe nicht exakt senkrecht auf der Wandoberfläche steht, kann dann die Armatur auf dem kugelscheibenförmigen Ab- schnitt des Armaturenteils verkippt werden, bis die Armatur in der korrekten Position in Bezug auf die Wandoberfläche ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Armaturenteil einen Abschnitt mit einem größeren Durchmesser und einen sich daran in Richtung des Rohrleitungsteils anschließen- den Abstand mit kleinerem Durchmesser auf. Dadurch ist sichergestellt, daß die Armatur beim Aufsetzen auf das Armaturenteil des Adapters dieses um- und hintergreifen kann, um einen sicheren Sitz der Armatur auf dem Adapter zu gewährleisten.
Die Anschlussmuffe ist in einer bevorzugten Ausführungsform derart ausgebildet, daß die Innen- flächen des Dichtungsabschnitts im wesentlichen glatt sind. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Länge des Dichtungsabschnitts mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 80% und am besten in etwa 100% der Länge des Abschnitts mit Innengewinde beträgt. Dadurch ist die Tiefenjustage über einen großen Bereich möglich, bei dem der Dichtungsring des Adapters mit dem Dichtungsabschnitt der Anschlussmuffe in Kontakt sein kann.
Die Aufputzarmatur hat erfindungsgemäß eine Aufnahme für den Adapter und ein Befestigungselement zum Befestigen der Armatur am Adapter. So kann beispielsweise die Aufnahme eine im wesentlichen zylinderförmige Ausnehmung aufweisen, deren Öffnungsweite mit Hilfe des Befestigungselements eingestellt werden kann, wobei das Befestigungselement zwischen einer Positi- on mit einer kleinen Öffnungsweite und einer Position mit einer großen Öffnungsweite hin- und herbewegt werden kann.
Zum Befestigen der Aufputzarmatur an dem Adapter wird daher zunächst das Befestigungselement in die Position gebracht, in der die Öffnungsweite möglichst groß ist. In dieser Position kann der Abschnitt mit dem größeren Durchmesser des Armaturenteils des Adapters in die zylinderförmige Ausnehmung eingesetzt werden. Sobald der Abschnitt mit dem größeren Durchmesser vollständig in der zylinderförmigen Ausnehmung aufgenommen ist, kann das Befestigungselement in die Position gebracht werden, in der die Öffnungsweite verringert ist. Dadurch kann nun der Abschnitt mit größerem Durchmesser des Armaturenteils nicht mehr aus der im wesentlichen zylinderförmigen Ausnehmung hinausgeschoben werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Befestigungselement ein Federelement auf, das das Befestigungselement in die Position mit der kleinen Öffnungsweise vorspannt. Wird nun das Armaturenteil des Adapters derart ausgeführt, daß sich an den Abschnitt mit größerem Durchmesser in Richtung der Armatur ein im wesentlichen konischer Abschnitt mit geringem Steigungswinkel und in Richtung des Rohrleitungsteils ein konischer Abschnitt mit größerem Steigungswinkel anschließt, kann das Armaturenteil in die zylinderförmige Ausnehmung eingesetzt werden, so daß der Abschnitt mit geringerem Konuswinkel das Befestigungselement entgegen dem Federelement in die Position mit der großen Öffnungsweite drückt und der Adapter in die Ausnehmung eingesetzt werden kann. Sobald das Befestigungselement mit dem Abschnitt mit großem Konuswinkel in Berührung kommt, wird es durch die Federkraft wieder in die Position mit kleinerer Öffnungsweite gedrückt. Aufgrund des großen Konuswinkels kann die Armatur nun nicht mehr von dem Adapter entfernt werden. Da jedoch das Befestigungselement an der Fläche mit dem großen Konuswinkel anliegt, bewirkt das Federelement, dass die Armatur in Richtung auf die Wandfläche gedrückt wird.
Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Demontage der Aufputzarmatur von dem Adapter not- wendig sein, so muß zunächst manuell, z.B. mit Hilfe einer dafür vorgesehenen Betätigungsvorrichtung, das Befestigungsteil in die Position mit der größeren Öffnungsweite gebracht werden. Erst dann kann die Aufputzarmatur von dem Adapter abgenommen werden.
Es versteht sich, dass der Adapter auch lediglich am Armaturenteil erfindungsgemäß ausgestaltet sein kann, während am Rohrleitungsteil die übliche Ausgestaltung beibehalten werden soll. Auch solch eine Ausführungsform wird als Erfindung angesehen, auch wenn die spezielle Ausgestaltung des Rohrleitungsteil besonders bevorzugt ist.
Auch wenn der Adapter in der bevorzugten Ausführungsform im wesentlichen zylinderförmig, d.h ungekröpft ausgebildet ist, kann der Adapter in einer speziellen Ausführungsform auch gekröpft ausgestaltet sein.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsformen der Erfindung sowie der dazugehörigen Figuren. Es zeigen:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Adapters, Figuren 2-4 die schematische Abfolge der Befestigung des Adapters an der Anschlussmuffe, Figur 5 eine Darstellung der Positionierung des Adapters in der Anschlussmuffe bei einer Ausführungsform mit reduzierter Wanddicke, Figuren 6a-6c Ansichten verschiedener Einbausituationen, Figur 7 eine Ansicht des in die Anschlussmuffe eingesetzten Adapters mit Aufputzarmatur,
Figuren 8a + 8b zwei unterschiedliche Einbaupositionen, Figur 9 zwei erfindungsgemäße Adapter, welche in eine erste Ausführungsform einer Aufputzarmatur eingesetzt sind,
Figur 10 die Aufputzarmatur von Figur 9 mit nur einem eingesetzten Adapter, Figuren 11 + 1 1a eine Ansicht entsprechend der Figur 10, wobei das Befestigungselement mit allen Einzelteilen vergrößert dargestellt ist,
Figur 12 eine Ansicht der ersten Ausführungsform der Aufputzarmatur im entriegelten Zustand,
Figuren 13 + 13a eine zweite Ausführungsform der Aufputzarmatur, Figuren 14 + 14a eine dritte Ausführungsform der Aufputzarmatur, Figur 15 ein Beispiel für die Ausrichtung zweiter wasserführender Rohrleitungen,
Figuren 16 + 16a eine vierte Ausführungsform der Aufputzaramtur und Figuren 17 + 17a eine fünfte Ausführungsform der Aufputzarmatur.
In Figur 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Adapters gezeigt. Der Adapter ist im wesentlichen hohlzylinderförmig, d.h. nicht gekröpft, und weist ein Rohrleitungsteil, das mit A bezeichnet ist, und ein Armaturenteil, das mit B bezeichnet ist, auf. Das Rohrleitungsteil A ist für die dichtende Verbindung zwischen Adapter 1 und Anschlussmuffe 10 vorgesehen, während das Armaturenteil B für die dichtende Verbindung zwischen Adapter 1 und Armatur 14 vorgesehen ist.
Das Rohrleitungsteil A weist einen Gewindeabschnitt 6 auf, der in der gezeigten Ausführungsform von mehreren Dichtabschnitten 3, 5 unterbrochen ist.
Die Dichtabschnitte, die als umlaufende Nuten ausgebildet sind, dienen der Aufnahme eines Dichtungsringes 4, der beispielhaft in der Figur in einem der Dichtabschnitte angeordnet ist. Weiterhin sind zwei umlaufende Einkerbungen 7 vorgesehen, die das Ablängen des Adapters er- leichtern sollen. Das Armaturenteil B des Adapters 1 weist einen kugelscheibenförmigen Abschnitt auf, der eine umlaufende Nut besitzt, in der ebenfalls ein Dichtungsring 9 eingelegt ist. Mit anderen Worten weist der Adapter 1 an seinem dem Anschlußteil abgewandten Ende einen Wulst auf. Weiterhin ist eine Markierung 8 vorgesehen, die die Justierung erleichtert, wie im folgenden noch ausgeführt wird.
In Figur 2 ist eine Anschlussmuffe 10 dargestellt, die am Ende einer Rohrleitung befestigt ist. Die Anschlussmuffe 10 ist hier als Anschlusswinkel ausgebildet und kann mit Hilfe des scheibenförmigen Abschnitts 27 an oder in einer Wand befestigt werden. Die Anschlußmuffe 10 weist ein Innengewinde 1 1 und einen vor dem Innengewinde 1 1 liegenden Dichtabschnitt 12 auf, dessen Innendruchmesser etwas größer ist als der Innendurchmesser des Innengewindes 11. Vor der Anschlussmuffe 10 ist hier eine Installationswand 13 dargestellt, die eine Dicke von z.B. 30 mm haben kann. Die Installationswand kann eine separate Wand sein. Sie umfasst zudem eventuell vorhandenen Putz sowie eventuell vorhandene Fliesen. In der Installationswand 13 ist eine entsprechende Aussparung eingebracht. Man erkennt, daß der Adapter mit seinem Befestigungsabschnitt durch die Aussparung der Installationswand 13 in die Anschlussmuffe 10 eingesteckt wer- den kann. Diese Situation ist in Figur 3 dargestellt. Da in dieser Situation der Gewindeabschnitt 6 des Adapters 1 mit dem Innengewinde 11 der Anschlussmuffe 10 in Eingriff tritt, muß der Adapter um seine Längsachse gedreht werden, damit der Adapter weiter in Richtung der Anschlussmuffe bewegt werden kann. Selbstverständlich ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei der die Anschlussmuffe 10 einen außenliegenden Gewindeabschnitt und der Adapter einen Innengewinde- abschnitt aufweisen. Auch ist es denkbar, dass die Dichtung in der Anschlussmuffe angeordnet ist.
In der Figur 4 ist zu erkennen, daß das Gewinde 1 1 lediglich der axialen Positionierung des A- dapters 1 dient. Die Dichtfunktion wird vollständig durch die erfindungsgemäße Dichtfläche er- zielt, die mit dem Dichtring des Adapters 1 in Kontakt tritt. Bei der gezeigten Ausführungsform wird der Adapter 1 so weit in das Gewinde 1 1 der Anschlussmuffe 10 eingedreht, bis die Markierung 8 am Adapter in etwa bündig mit der Oberfläche der Installationswand 13 abschließt. Dadurch ist der Abstand zwischen der stirnseitigen Fläche des Adapters am Befestigungsabschnitt und der Installationswandoberfläche festgelegt, so daß eine entsprechende Armatur am Adapter befestigt werden kann und sich zwischen der Armatur und der Installationswand kein Spalt bildet.
In Figur 5 ist im wesentlichen die gleiche Einbausituation wie in Figur 4 gezeigt, abgesehen davon, daß hier die Installationswand 13' eine geringere Wanddicke, z.B. nur 20 mm, aufweist. In diesem Fall muß der Adapter 1 weiter in das Gewinde 1 1 hineingedreht werden, bis die Markie- rung 8 wieder bündig mit der Installationswandoberfläche abschließt. In der Figur 6a ist oben der erfindungsgemäße Adapter gezeigt, der eine Länge von 67 mm aufweist. In dieser Konfiguration können Abstände zwischen der Öffnung der Befestigungshülse und der Oberfläche der Installationswand zwischen 20 und 30 mm eingestellt werden.
In Figur 6b ist ein Situation gezeigt, in der die Installationswand noch dünner ist, d.h. der Abstand zwischen der Befestigungshülse und der Installationswandoberfläche ist geringer als 20 mm. In diesem Fall wird der Adapter 1 an der äußeren der beiden Markierungen 7 abgeschnitten, so daß die Länge des Adapters nur noch 57 mm beträgt. Die Trennlinie ist als gestrichelte Linie dargestellt.
Der Dichtungsring, der hier als O-Ring ausgebildet ist, wird um eine Dichtfläche in Richtung des Befestigungsteils verschoben, so daß sich die in Figur 6b unten gezeigten Situation ergibt. In dieser Konfiguration können Tiefeneinstellungen zwischen 10 und 20 mm überbrückt werden. Ist der Abstand zwischen der Anschlussmuffe und der Oberfläche der Installationswand kleiner als 10 mm, muß, wie in Figur 6c dargestellt ist, der Adapter noch weiter abgelängt werden, so daß er nur noch eine Länge von 47 mm hat. Hier können nun Tiefeneinstellungen zwischen 0 und 10 mm vorgenommen werden.
In Figur 7 ist eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Armatur 14 gezeigt, die eine entspre- chende, im wesentlichen zylinderförmige Ausnehmung 15 aufweist. Die Armatur 14 kann auf das Armaturenteil des Adapters aufgesetzt werden, wie in den Figuren 8a und 8b in zwei unterschiedlichen Konfigurationen gezeigt ist. Aufgrund der kugelflächenförmigen Ausbildung eines Abschnitts des Adapters können zumindest kleine Winkelverkippungen, die bei einer nicht optimalen Einbausituation der Rohrleitung vorkommen können, ausgeglichen werden. Die Längsachse der Armatur 14 und die Längsachse des Adapters schließen dann einen kleinen Winkel zueinander ein. Aufgrund der entsprechenden Ausbildung des Adapters ist jedoch eine dichtende Verbindung zwischen Adapter einerseits und Armatur andererseits gewährleistet.
In Figur 9 ist eine Rückansicht auf zwei in einer Armatur 14' eingesetzten Adapter zu sehen. Die Armatur 14' weist zwei Ausnehmungen zur Aufnahme von zwei Adaptern auf, um die Armatur sowohl mit Warm- als auch mit Kaltwasser zu versorgen. Zu erkennen ist ebenfalls ein Befestigungselement 16, was für die sichere Verbindung zwischen Adapter und Armatur 14' sorgt. Zur Verdeutlichung ist in Figur 10 eine ähnliche Ansicht wie in Figur 9 gezeigt, wobei jedoch ein A- dapter entnommen worden ist. Man erkennt hier, daß das Befestigungselement 16 eine Spreizfe- der 17 aufweist, die mit einer entsprechenden Konusfläche des Adapters in Eingriff tritt. Durch die Konusfläche ist sichergestellt, daß auch bei geringfügig ungenauer Positionierung des Adapters in Bezug auf die Installationswandoberfläche die Armatur aufgrund der Federwirkung der Spreizfeder 17 gegen die Wandoberfläche gepreßt wird. Mit Blick auf Figur 7 wird deutlich, daß das Adapterelement 1 an seinem Armaturenteil eine Konusfläche 28 mit geringer Steigung und eine Konusfläche 18 mit größerer Steigung aufweist. Das Befestigungselement 16 ist derart ausgebildet, daß durch das Aufsetzen der Armatur 14 auf den Adapter die Spreizfeder durch die Konusfläche mit geringer Steigung leicht zusammengedrückt werden kann, so daß der Kopf des Adap- ters in die entsprechende Ausnehmung in der Armatur eingedrückt werden kann. Sobald die Spreizfeder 17 den Punkt der maximalen radialen Ausdehnung überschritten hat und mit der Konusfläche 18 mit größerer Steigung in Kontakt tritt, weitet sich die Spreizfeder wieder aus und hintergreift den Kopf des Adapters. Die Steigung der Konusfläche 18 ist derart steil ausgebildet, daß die Armatur nicht wieder von dem Adapter abgezogen werden kann.
Zur Verdeutlichung ist der entsprechende Mechanismus in den Figuren 11 und 1 1 a noch einmal detaillierter dargestellt. Die Spreizfeder 17 ist an einer Druckhülse 19 befestigt, die eine Drehachse 20 mit Steigfläche 22 umgibt. Die Drehachse 20 kann mit Hilfe einer Betätigungseinrichtung 21 , z.B. einer Schraube, gedreht werden. Dies führt dazu, daß die Druckhülse 19 durch den Kon- takt mit der Steigfläche 22 in axialer Richtung bezogen auf die Drehachse 20 bewegt wird und die Spreizfeder 17 zusammengezogen wird (siehe Figur 1 1 a). Diese Position ist in Figur 12 gezeigt. Dadurch, daß die Spreizfeder 17 zusammengezogen wurde, kann die Armatur nun leicht von den Adaptern abgezogen werden.
Die Armatur kann daher ohne weiteres Werkzeug einfach auf dem Adapter aufgesetzt werden und verrastet, indem die Spreizfeder 17 an der Konusfläche 18 anliegt und die Armatur in Richtung der Oberfläche der Installationswand drückt. Zur Demontage muß dann mit Hilfe eines entsprechenden Werkzeugs die Betätigungseinrichtung 21 betätigt werden.
In den Figuren 13 und 13a ist ein alternativer Befestigungsmechanismus gezeigt. Hier wird ein Klemmkeil 23 durch eine entsprechende Druckfeder 22 auf einer Drehachse 20 mit Steigfläche positioniert. Durch Betätigung der Betätigungseinrichtung 21 wird der Klemmkeil 23 entgegen der Vorspannkraft der Druckfeder 22 nach oben bewegt, so daß der Klemmkeil die Ausnehmung freigibt und der Adapter von der Armatur gelöst werden kann.
Auch hier sorgt die Federkraft, die auf den Klemmkeil 23 wirkt, dafür, daß die Armatur 14 in Richtung der Installationswand gedrückt wird.
In Figur 14 und Figur 14a ist eine dritte Ausführungsform gezeigt. Hier besteht der Befestigungs- mechanismus aus einem auf einem Gewindestift 26 mit Hilfe eines Seeger-Rings 25 positionierten Klemmkonus 24. Bei dieser Ausführungsform muß allerdings sowohl bei der Montage als auch bei der Demontage entsprechendes Werkzeug verwendet werden. In den Figuren 16 und 16a ist eine vierte Ausführungsform einer Aufputzarmatur gezeigt. Bei dieser Ausführungsform wird der Klemmkeil 23 von einer Druckfeder 29 gegen den Klemmkonus 24 gedrückt. Zur Entriegelung wird (Figur 16a) ein Betätigungsstift 30 durch eine Öffnung in die Aufputzarmatur gesteckt. In der Aufputzarmatur ist eine Führung für den Stift angeordnet, so dass sichergestellt ist, dass mit Hilfe des Stiftes 30 der Klemmkeil 23 gegen den Druck der Druckfeder 29 derart verschoben werden kann, dass er nicht mehr mit dem Klemmkonus 24 in Eingriff steht.
In den Figuren 17 und 17a ist eine fünfte Ausführungsform einer Aufputzarmatur gezeigt. Bei dieser Ausführungsform besteht das Betätigungselement aus einem Hebel 31 , der auf einem Auflager 32 aufliegt und um dieses zwischen einer Verriegelungsposition, bei der der Hebel 31 mit dem Klemmkonus 24 in Eingriff treten kann und einer Entriegelungsposition, bei welcher der Hebel 31 nicht mit dem Klemmkonus 24 in Eingriff tritt, verschwenkt werden kann. Dabei ist vorzugsweise der Hebel in die Verriegelungsposition vorgespannt und kann mit Hilfe des Stiftes 30 in die Entriegelungsposition gebracht werden.
In Figur 15 ist ein Beispiel für eine vereinfachte Ausrichtung und Montage von zwei Rohrleitungen gezeigt. Die Befestigungshülse 10 ist hier als einstückig miteinander verbundene Doppelhülse ausgebildet. Durch diese Ausführungsform ist zumindest der Abstand der beiden Befestigungshülsen in horizontaler Richtung festgelegt.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Adapter
3 Dichtabschnitt
4 Dichtungsring
5 Dichtabschnitt
6 Gewindeabschnitt
7 umlaufende Einkerbungen
8 Markierung
9 Dichtungsring
10 Anschlussmuffe
1 1 Innengewinde
12 Dichtabschnitt
13, 13' Installationswand
14, 14' Armatur
15 zylinderförmige Ausnehmung
16 Befestigungselement
17 Spreizfeder
18 Konusfläche
19 Druckhülse
20 Drehachse
21 Betätigungseinrichtung
22 Steigfläche
23 Klemmkeil
24 Klemmkonus
25 Seeger-Ring
26 Gewindestift
27 scheibenförmiger Abschnitt
28 Konusfläche
29 Druckfeder
30 Stift
31 Hebel
32 Auflager
A Rohrleitungsteil
B Armaturenteil
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