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Patent Searching and Data


Title:
ADHESIVE TAPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/150433
Kind Code:
A2
Abstract:
In an adhesive tape (1) for connecting building stones (5) in order to produce an assemblage of building stones, in particular a masonry wall, comprising a substrate layer made of a net-like sheet material comprising a plurality of threads (2) or small bands that cross each other, the crossing points (4) each carry one drop (3) of an adhesive. In an assemblage of building stones, in particular a wall having a plurality of building stones (5), wherein building-stone surfaces of two adjacent building stones (5) facing each other are connected to each other by means of a connecting layer comprising an adhesive, the connecting layer comprises such an adhesive tape (1) or is formed by such an adhesive tape.

Inventors:
VUJANIC, Aleksandar (Boppartshofweg 12, St. Gallen, CH-9014, CH)
Application Number:
AT2011/000225
Publication Date:
December 08, 2011
Filing Date:
May 12, 2011
Export Citation:
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Assignee:
RATHOR AG (Rütistrasse 14, Appenzell, CH-9050, CH)
VUJANIC, Aleksandar (Boppartshofweg 12, St. Gallen, CH-9014, CH)
International Classes:
E04B2/02
Attorney, Agent or Firm:
HAFFNER UND KESCHMANN PATENTANWÄLTE OG (Schottengasse 30, Wien, A-1014, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Klebeband (1) zum Verbinden von Bausteinen (5) zur Her- Stellung eines Bausteinverbundes, insbesondere Mauerwerks, umfassend eine Trägerlage aus einem netzartigen Flächengebilde aus einer Vielzahl von einander kreuzenden Fäden (2) oder Bändchen, wobei die Kreuzungsstellen (4) jeweils einen Tropfen (3) eines Klebstoffes tragen.

2. Klebeband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Kreuzungsstellen (4) und die Tropfengröße derart bemessen sind, dass benachbarte Tropfen (3) einander nicht berühren.

3. Klebeband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (b) zwischen benachbarten Tropfen (3) wenigstens der Hälfte des Mittenabstands (a) zwischen benachbarten Kreuzungsstellen (4) entspricht.

4. Klebeband nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Tropfen (3) 0,5 - 2 mm beträgt . 5. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rasterabstand des Tropfenrasters 2 - 5 mm, bevorzugt 2,5 - 3 mm beträgt.

6. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Klebstoff aus einem im fließfähigen Zustand applizierbaren und danach aushärtenden Kunststoffmaterial besteht.

7. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Polyurethan-Klebstoff ist . 8. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das netzartige Flächengebilde von einem Gewebe, einer gestanzten Folie oder einem Fadenraster aus miteinander verschmolzenen Fäden gebildet ist. 9. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tropfen (3) eine Tropfenwand aus zumindest teilweise gehärtetem Klebstoff und einen Tropfenkern aus ungehärtetem Klebstoff aufweisen. 10. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfendurchmesser die Dicke des Klebebandes definiert.

11. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Klebeband (1) aufgerollt oder insbesondere mäanderartig gefaltet ist und in einer wasserdampf- dichten Verpackung (7, 10), insbesondere Folie aufgenommen ist . 12. Klebeband nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebeband (1) in eine Mehrzahl von Klebebandabschnitten geteilt ist, wobei jeder Klebebandabschnitt gesondert in einer nicht-wasserdampfdichten Unterverpackung (7) aufgenommen ist und die Mehrzahl von unter- verpackten Klebebandabschnitten in einer wasserdampfdichten Überverpackung (10), insbesondere Folie aufgenommen ist. - 15 -

13. Bausteinverbund, insbesondere Wand mit einer Vielzahl von Bausteinen, wobei zueinander gewandte Bausteinflächen zweier benachbarter Bausteine mittels einer einen Klebstoff aufweisenden Verbindungsschicht miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht ein Klebeband (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist oder von einem solchen gebildet ist.

14. Bausteinverbund nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich- net, dass die Länge des Klebebandes (1) einem Vielfachen der

Länge der einzelnen Bausteine (5) entspricht.

15. Bausteinverbund nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines einzigen Klebebandes zum Verbinden zweier Bausteine (5) die Breite des Klebebandes 80 - 98 % der Bausteinbreite entspricht.

16. Bausteinverbund nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von zwei parallelen Klebe- bändern zum Verbinden zweier Bausteine (5) die Breite des Klebebandes mindestens 30 - 45 % der Bausteinbreite entspricht .

17. Bausteinverbund nach einem der Ansprüche 13 bis 16, da- durch gekennzeichnet, dass das Klebeband (1) über die gesamte Länge des Bausteinverbundes eingesetzt ist.

18. Bausteinverbund nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bausteine (5) als Hohlziegel ausgebildet sind.

19. Bausteinverbund nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass für je 5 m2 Wandfläche eine Kleb- stoffmenge von höchstens 500 ml vorgesehen ist. 20. Bausteinverbund nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmenge je Längeneinheit des Klebebandes (1) derart bemessen ist, dass für je 5 m2 Wandfläche höchstens 500 ml Klebstoff vorgesehen sind.

Description:
W

- 1 -

Klebeband

Die Erfindung betrifft ein Klebeband zum Verbinden von Bausteinen zur Herstellung eines Bausteinverbundes, insbesonde- re Mauerwerks sowie einen Bausteinverbund, insbesondere Wand mit einer Vielzahl von Bausteinen, wobei zueinander gewandte Bausteinflächen zweier benachbarter Bausteine mittels einer einen Klebstoff aufweisenden ' Verbindungsschicht miteinander verbunden sind.

Zum Erstellen von Wänden oder Mauern mit Mauersteinen, die planparallele Lager- oder Setzflächen haben, welche insbesondere plan, zueinander parallel und möglicherweise geschliffen sind, ist aus der DE 19600077 AI eine zwischen den einander zugewandten Lager- und Setzflächen anbringbares Verbindungsband bekannt geworden, welches zumindest in der Gebrauchsstellung beidseits einen mit den Steinen in Wirkverbindung tretenden Haftvermittler aufweist. Das Verbindungsband kann aus Leinwand, Sisalmatte od. dgl. Naturmate- rialien und/oder aus Kunststofffolie , einem Geflecht von Kunststoffbändchen od. dgl. bestehen und in Gebrauchsstellung beidseits den Haftvermittler aufweisen. Als Haftvermittler ist in der DE 19600077 AI ein Kleber, und insbesondere ein Dünnbettmörtel vorgesehen.

Das österreichische Patent AT 414333 B beschreibt ein Verfahren zum Verbinden von planen Bausteinen zur Bildung eines Bausteinverbundes, wie beispielsweise von Ziegeln zum Aufbau einer Wand mit Hilfe eines Verbindungsmaterials, wobei als Verbindungsmaterial ein expandierbares Kunststoffmaterial, insbesondere PUR-Schaum verwendet wird. Das expandierbare Kunststoffmaterial wird dabei entweder punktuell, entlang zumindest einer Linie oder flächig aufgebracht. Bei einem flächigen Aufbringen des expandierbaren Kunst- stoffmaterials ist als Nachteil der hohe Verbrauch des Materials zu erwähnen. Expandierbares Kunststoffmaterial, und insbesondere Polyurethanschaum, ist im Vergleich zur Verwendung eines herkömmlichen Mörtels zum Verbinden von Ziegeln mit wesentlich höheren Kosten verbunden, sodass man grundsätzlich bestrebt ist, die Menge des Polyurethanschaums so gering wie möglich zu halten. Bei einem flächigen Auftrag des Polyurethanklebers ist daher darauf zu achten, dass die Schichtdicke möglichst gering ist. Die Schichtdicke kann allerdings nicht beliebig verringert werden, da die Verbindungsflächen der Ziegel in der Regel nicht vollkommen eben sind. Es ist daher je nach Oberflächenbeschaffenheit der Ziegel eine gewisse Mindestschichtdicke zum Ausgleich der Oberflächenunebenheiten erforderlich .

Ein punktuelles Aufbringen des Polyurethanklebers oder ein Aufbringen entlang zumindest einer Linie führt zwar zu einem geringeren Kleberverbrauch, hat aber den Nachteil, dass nur ein geringer Anteil der zur Verfügung stehenden Verbindungsfläche für die Klebeverbindung ausgenützt wird, sodass die Stabilität der Klebeverbindung nicht in jedem Fall sichergestellt ist. Weiters besteht der Nachteil, dass die Bausteine in der Regel als Hohlziegel ausgeführt sind, sodass in der Regel ohnehin bereits 30 bis 60 % der Gesamtfläche des Ziegels nicht für die Klebeverbindung genutzt werden kann. Darüber hinaus ist das durch die im Ziegel ausgebildeten Hohlräume definierte Profil von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich, wodurch ein standardisiertes Aufbringen des Klebers in einem vorgegebenen Linien- oder Punktmuster dazu führen würde, dass ein nicht unerheblicher Anteil des aufge- brachten Klebers lediglich in oder über die Hohlräume des Hohlziegels gelangt.

Die Erfindung zielt daher darauf ab, die Aufbringung einer Kleberschicht auf Bausteine, insbesondere Ziegel zu vereinfachen, wobei der Kleberverbrauch möglichst gering gehalten werden soll, ohne dass die Stabilität der Klebeverbindung beeinträchtigt wird. Weiters zielt die Erfindung darauf ab, den Zeitaufwand für das Auftragen des Klebers zu verringern, um die Wirtschaftlichkeit der Herstellung eines Bausteinverbunds, insbesondere Mauerwerks, zu erhöhen.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein Klebeband vor, das eine Trägerlage aus einem netzartigen Flächengebil- de aus einer Vielzahl von einander kreuzenden Fäden oder Bändchen umfasst, wobei die Kreuzungsstellen jeweils einen Tropfen eines Klebstoffs tragen. Durch das Vorsehen einer Trägerlage aus einem netzartigen Flächengebilde aus einer Vielzahl von einander kreuzenden Fäden oder Bändchen wird ein Transfersystem für den Kleber zur Verfügung gestellt, das ein überaus gleichmäßiges Auftragen des Klebers gewährleistet. Das netzartige Flächengebilde kann dabei beispielsweise als Netz oder als Gewebe ausgebildet sein. Die einzelnen Fäden oder Bändchen können aber auch miteinander ver- schmolzen oder verklebt sein. Weiters ist es auch denkbar, die Trägerlagen aus einer Folie herzustellen, wobei durch Ausstanzen eines Rasters von Quadraten oder Rechtecken ein Flächengebilde aus einer Vielzahl voneinander kreuzenden Bändchen verbleibt.

Dadurch, dass erfindungsgemäß die Kreuzungsstellen der einander kreuzenden Fäden oder Bändchen jeweils einen Tropfen eines Klebstoffs tragen, wird der Materialverbrauch auf ein Minimum reduziert, wobei gleichzeitig eine gleichmäßige Verteilung des Klebers über die jeweilige Fläche ermöglicht wird. Dabei ist davon auszugehen, dass die einzelnen Tropfen, eine geeignete Applikationstechnik vorausgesetzt, auf- grund der Oberflächenspannung zu den einzelnen Kreuzungsstellen tendieren und dort stabil gehalten werden. Die Tropfen werden dabei derart angeordnet, dass die Kreuzungsstellen vollständig von Klebstoff umgeben sind, sodass die Tropfen sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite über die Fläche des netzartigen Flächengebildes hervorragen. Auf diese Art und Weise wird gleichsam ein doppelseitiges Klebeband zur Verfügung gestellt, mit dem die zueinander gewandten Bausteinflächen zweier benachbarter Bausteine direkt mit Hilfe des Klebermaterialsmiteinander verbunden werden kön- nen, wobei das netzartige Flächengebilde selbst die Klebeverbindung kaum beeinflusst.

Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird weiters ein Bausteinverbund der eingangs genannten Art vor- geschlagen, insbesondere eine Wand mit einer Vielzahl von Bausteinen, wobei zueinander gewandte Bausteinflächen zweier benachbarter Bausteine mittels einer einen Klebstoff aufweisenden Verbindungsschicht miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsschicht ein Klebeband der soeben beschriebe- nen Art aufweist oder von einem solchen gebildet ist.

Um sicherzustellen, dass der Klebstoff in Form von diskreten Tropfen vorliegt und um zu vermeiden, dass es zu keiner Undefinierten Verteilung oder Verschmierung des Klebstoffs ü- ber die Trägerlage kommt, ist gemäß einer bevorzugten Ausbildung vorgesehen, dass der Abstand der Kreuzungsstellen und die Tropfengröße derart bemessen sind, dass benachbarte Tropfen einander nicht berühren. Bevorzugt ist insbesondere eine Ausbildung, bei welcher der Abstand zwischen benachbarten Tropfen wenigstens der Hälfte des Mittenabstands zwischen benachbarten Kreuzungsstellen entspricht. Je größer der Abstand zwischen den einzelnen Klebstofftropfen ist, desto geringer ist der Klebstoffverbrauch . Ein zu großer Abstand zwischen den einzelnen Klebstofftropfen kann allerdings zu einer verringerten Stabilität der Klebeverbindung führen, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass ein bestimmter Teil der Tropfen bei Verwendung von Hohlziegeln ü- ber den Ausnehmungen zu liegen kommt und daher nicht für die Klebeverbindung genutzt werden kann. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass die Tropfen beim Zusammenfügen, wie insbesondere beim Aufeinanderlegen von Ziegeln, zwischen den Verbindungsflächen komprimiert werden, sodass die ursprüng- lieh annähernd kugelförmigen Klebstofftropfen zu einer Scheibenform deformiert werden, wodurch diese eine entsprechend vergrößerte Kontaktfläche mit den Verbindungsflächen der zu verbindenden Bausteine aufweisen. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Durchmesser der Tropfen 0,5 - 2 mm be- trägt. Der Rasterabstand des Tropfenrasters beträgt mit Vorteil 2 - 5 mm, bevorzugt 2,5 - 3 mm.

Eine besonders stabile Klebeverbindung kann erzielt werden, wenn, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung entspricht, der Klebstoff ein Polyurethan-Kleber ist. Polyurethan- Klebstoffe (PUR) sind als Ein- oder Zweikomponentenklebstoffe erhältlich, welche durch Polykondensation oder Polyaddi- tion aushärten können. Einkomponenten-PUR-Klebstoffe härten unter Zugabe von Luftfeuchtigkeit aus. PUR-Kleber umfassen bekannter Weise Diphenylmethandiisocyanat , Toluoldiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat od. dgl . Des Weiteren sind Isomere, Homologe oder Ähnliches enthalten. Die Vorteile des PUR- Klebers bestehen nicht nur in seiner einfachen Verarbeitbar- keit, sondern auch in seiner ausgezeichneten Haftbarkeit auf diversen Materialflächen. Einweiterer Vorteil ist, dass das Klebermaterial bei der Aufbringung auf eine Oberfläche eines Bausteins in die Poren oder Ausnehmungen des Bausteins, ins- besondere Hohlziegels, eindringen, oder diese zumindest teilweise abdecken kann, wodurch die Schall- sowie auch die Wärmeleitung über Hohlräume im Baustein verringert werden kann . Um ein Aneinanderkleben der einzelnen Tropfen zu verhindern, insbesondere bei der Lagerung des Klebebands in aufgerolltem oder gefaltetem Zustand, ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass die Tropfen eine Tropfenwand aus zumindest teilweise gehärtetem Klebstoff und einen Tropfen- kern aus ungehärtetem Klebstoff aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass die Tropfen an der Oberfläche möglichst klebfrei sind. Dies kann dadurch erzielt werden, dass die Tropfen in ihrer Platzierung an den Kreuzungsstellen mit einer kontrollierten Menge an Feuchtigkeit beaufschlagt werden, um die Oberflächenschicht einer Vollpolymerisation zu unterziehen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Tropfen mit einem geeigneten Inkapsulationsmaterial eingehüllt werden. Beim Komprimieren der Tropfen beim Verbindungsvorgang platzen diese in der Regel auf, sodass der ungehärtete Kleber aus dem Tropfenkern zur Wirkung gelangen kann.

Um das Klebeband möglichst platzsparend lagern und dem Verbraucher zur Anwendung zur Verfügung stellen zu können, ist bevorzugt vorsehen, dass das Klebeband aufgerollt oder mäanderartig gefaltet ist und in einer wasserdampfdichten Verpackung, insbesondere Folie aufgenommen ist. Die wasser- dampfdichte Verpackung sorgt hierbei dafür, dass der Kleber, insbesondere der Polyurethanklebstoff, nicht vorzeitig aus- härtet. Da die Verarbeitungszeit des Klebers relativ kurz ist, sobald der Kleber der Wasserdampfatmosphäre ausgesetzt ist, sollte das Klebeband in vorgefertigten Abschnitten zur Verfügung gestellt werden, die eine entsprechend rasche Ap- plikation ermöglichen. Die Klebebandabschnitte, die gesondert voneinander aufgerollt oder gefaltet zur Verfügung gestellt werden, können beispielsweise eine Länge von 1 - 3, bevorzugt etwa 2 m lang sein. Allerdings ist das gesonderte Verpacken der einzelnen Klebebandabschnitte in einer wasser- dampfdichten Verpackung aufgrund der Kosten für das wasser- dampfdichte Material, insbesondere die Folie, relativ kostenintensiv. Bevorzugt ist daher vorgesehen, dass das Klebeband in eine Mehrzahl von Klebebandabschnitten geteilt ist, wobei jeder Klebebandabschnitt gesondert in einer nicht- wasserdampfdichten Unterverpackung aufgenommen ist und die Mehrzahl von unterverpackten Klebebandabschnitten in einer wasserdampfdichten Überverpackung, insbesondere Folie aufgenommen ist. Auf diese Art und Weise kann eine Mehrzahl von beispielsweise in aufgerolltem oder gefaltetem Zustand be- reitgestellten Klebebandabschnitten in einer gemeinsamen wasserdampfdichten Überverpackung zur Verfügung gestellt werden, wobei nach Öffnen der Überverpackung die einzelnen nicht wasserdampfdicht unterverpackten Klebebandabschnitte innerhalb der relativ kurz bemessenen vorgesehenen Verarbei- tungszeit (z.B. von maximal einigen Stunden) aufgebraucht werden müssen.

Um den Zeitaufwand für das Aufbringen des Klebebands und dementsprechend die Erstellung des Bausteinverbunds mög- liehst gering zu halten, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass die Länge des Klebebandes einem Vielfachen der Länge der einzelnen Bausteine entspricht. Dadurch kann das Klebeband auf eine Vielzahl von nebeneinander liegenden Bau- steinen, insbesondere Ziegeln, aufgebracht werden, beispielsweise über eine Länge von 2 - 5 m und es kann eine entsprechende Mehrzahl von Bausteinen, insbesondere Ziegeln, in der Folge auf das auf die untere Ziegelreihe aufgebrachte Klebeband schnell und einfach aufgesetzt werden.

Das Klebeband kann derart gestaltet sein, dass es im Wesentlichen die gesamte Breite des Bausteins abdeckt, sodass lediglich ein einziges Klebeband über eine entsprechende Länge aufgebracht werden muss. Die Erfindung sieht in diesem Zusammenhang bevorzugt vor, dass bei Verwendung eines einzigen Klebebandes zum Verbinden zweier Bausteine die Breite des Klebebandes 80 - 98 % der Bausteinbreite entspricht. Alternativ ist auch die Verwendung einer Mehrzahl von parallel aufgebrachten und entsprechend schmäleren Klebebändern denkbar. Die Erfindung sieht in diesem Fall vor, dass bei Verwendung von zwei parallelen Klebebändern zum Verbinden zweier Bausteine die Breite des Klebebandes mindestens 30 - 45 % der Bausteinbreite entspricht.

Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn das Klebeband über die gesamte Länge des Bausteinverbundes eingesetzt ist. Es sollen somit keine Lücken zwischen zwei in Längsrichtung aneinander anschließende Klebebänder verbleiben.

Eine hohe Klebstoffmaterialausbeute kann dann erreicht werden, wenn für je 5 m 2 Wandfläche eine Klebstoffmenge von höchstens 500 ml vorgesehen ist. Dies bedeutet beispielsweise, dass die Klebstoffmenge je Längeneinheit des Klebebandes derart bemessen ist, dass für je 5 m 2 Wandfläche höchstens 500 ml Klebstoff vorgesehen sind. Bei einer derartigen Kleb- stoffmaterialausbeute ist eine wirtschaftlich entsprechend interessante Alternative zur herkömmlichen Verwendung von Mörtel zum Verbinden von Ziegeln gewährleistet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigen Fig.l eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Klebebands, Fig.2 einen Bausteinverbund, der unter Verwendung des erfindungsgemäßen Klebebands hergestellt wurde, Fig.3 das Klebeband in aufgerolltem und verpacktem Zustand, Fig. eine abgewandelte Ausbildung des Klebebands, Fig.5 die Verpackung einer Mehrzahl von Bändern, Fig.6 ein Klebeband in mäanderartig gefaltetem und verpacktem Zustand, Fig.7 eine abgewandelte Ausbildung des verpackten Klebebands, Fig. 8 eine Verpackung für eine Mehrzahl von Klebebandabschnitten und Fig. 9 eine Vorrichtung zum Applizieren von Klebstoff auf eine Trägerlage.

In Fig. 1 ist ein Klebeband 1 gezeigt, das eine netzartige Trägerlage umfasst, die von einer Mehrzahl von Fäden 2 ge- bildet ist. Die Fäden 2 kreuzen einander, wobei die Kreuzungsstellen mit 4 bezeichnet sind. Es ist eine Mehrzahl von parallelen Fäden einer ersten Gruppe von Fäden und eine Mehrzahl von parallelen Fäden einer zweiten Gruppe von Fäden zu erkennen. Die Fäden der ersten Gruppe von Fäden sind so angeordnet, dass sie die Fäden der zweiten Gruppe von Fäden kreuzen. Der Kreuzungswinkel kann, wie dies bei der Ausbildung gemäß Fig.l der Fall ist, ca. 90° betragen. Ebenso ist es aber auch möglich einen von 90° abweichenden Kreuzungswinkel zu wählen, beispielsweise im Bereich zwischen 45°- 90°.

Die einander kreuzenden Fäden können entweder ein Gewebe bilden, bei dem die Fäden über und unter den querliegenden Fäden durchgehen. Alternativ können, wie dies in Fig.l ge- zeigt ist, die einander kreuzenden Fäden 2 an den Kreuzungs- stellen 4 miteinander verschmolzen sein, sodass nicht mehr davon gesprochen werden kann, dass der eine Faden unter oder über dem querliegenden Faden durchgeht. An den Kreuzungsstellen 4 ist jeweils ein Tropfen 3 eines Klebstoffes angebracht. Damit sich die Tropfen 3 des Klebstoffes nicht gegenseitig berühren, beträgt der Radius r der Tropfen 3 in Richtung der Fäden höchstens die Hälfte des Mittenabstandes (a) zwischen zwei benachbarten Kreuzungs- stellen 4, wenn man voraussetzt, dass die Tropfen 3 an den Kreuzungsstellen 4 im Wesentlichen zentriert zu liegen kommen. Mittenabstand bedeutet dabei, dass der Abstand zwischen zwei Kreuzungsstellen von der geometrischen Mitte der Kreuzungsstellen gemessen wird. Bevorzugt verbleibt zwischen be- nachbarten Tropfen (3) ein Abstand (b) von wenigstens der Hälfte des Mittenabstands (a) zwischen benachbarten Kreuzungsstellen (4).

Fig. 2 zeigt schematisch einen Bausteinverbund, nämlich eine Ziegelwand aus Ziegeln 5, wobei zwischen den einzelnen Lagen der Ziegel 5 jeweils eine Lage 6 des Klebebandes 1 zum Verbinden der Ziegel 5 angeordnet ist.

Fig. 3, 4 und 5 zeigen die Möglichkeiten des Verpackens des Klebebandes 1, bei denen das Klebeband 1 aufgerollt ist. In Fig. 3 ist das aufgerollte Klebeband 1 in einer feuchtig- keitsdichten Verpackung 7 eingeschlossen. Die Verpackung 7 lässt sich mittels einer Lasche 8 an einer nicht näher dargestellten Sollbruchstelle öffnen, sodass das Klebeband 1 aus der Verpackung entnommen werden kann. Bei der Ausbildung gemäß Fig. 4 ist zusätzlich eine Trennfolie 9 ersichtlich, die an einer Fläche des Klebebandes 1 angebracht ist und dazu dient das Aneinanderkleben der einzelnen Wicklungen des Klebebandes 1 zu verhindern. Die Trennfolie 9 kann bei- spielsweise aus Polyethylen oder Paraffinpapier bestehen. Wenn das Material der Verpackung 7 keine Wasserdichtheit gewährleistet, kann alternativ vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl von feuchtigkeitsdurchlässig verpackten Klebebändern in einer feuchtigkeitsundurchlässigen Überverpackung 10 aufgenommen ist.

Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen im Wesentlichen die Ausbildungen gemäß den Fig. 3, 4 und 5, wobei die gleichen Bezugszeichen für gleiche Teile verwendet werden. Im Unterschied zu der Ausbildung gemäß den Fig. 3, 4 und 5 ist das Klebeband aber nicht in aufgerolltem Zustand verpackt, sondern in mehrfach auf sich selbst gefaltetem Zustand.

In Fig. 9 ist eine Vorrichtung zum Herstellen des erfin- dungsgemäßen Klebebandes 1 dargestellt, insbesondere zum Aufbringen der Klebstofftropfen 3 an den Kreuzungsstellen 4 der Trägerlage. Die Vorrichtung weist eine Walze 11 mit einer Profilierung auf. Die Profilierung weist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung und eine Mehrzahl von in axialer Richtung verlaufender Kerben 12,13 auf, deren Abstand voneinander jeweils so bemessen ist, dass die Fäden 2 des Klebebandes in den Kerben 12,13 zu liegen kommen. Der Kerbenraster entspricht somit dem Fadenraster. Die Kreuzungsstellen 4 der Fäden 2 befinden sich somit genau an den Kreu- zungsstellen der Kerben 12,13. Wenn die Trägerlage während der Rotation der Walze 11 entsprechend dem Pfeil 14 so auf der Walzenoberfläche zu liegen kommt, dass die Fäden 2 in den Kerben 12,13 liegen, wird die Trägerlage mitgenommen und es wird die Trägerlage einer Tropfenausbringungsvorrichtung 15 zugeführt, die in einer definierten Position relativ zur Walze 11 angeordnet ist. Die Tropfenausbringungsvorrichtung 15 weist eine Mehrzahl von Ausbringungsdüsen 16 auf, deren Abstand voneinander dem Abstand der in Umfangsrichtung verlaufenden Kerben 13 entspricht. Die Tropfenausbringungsvor- richtung wird nun so angesteuert, dass Tropfen in einem definierten Takt ausgestoßen werden, sodass die Tropfen genau an den Kreuzungsstellen 4 zu liegen kommen. Der Ausbrin- gungstakt hängt dabei von der Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze 11 und dem Abstand der in axialer Richtung verlaufenden Kerben 12 ab. Der Ausbringungstakt kann entweder voreingestellt sein oder aber von einer Kerbendetektionsvorrich- tung 16 zur vorzugsweise berührungslosen Erfassung der in axialer Richtung verlaufenden, an der Ausbringungsvorrichtung 15 vorbeilaufenden Kerben 12 gesteuert werden.