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Title:
ADJUSTING DEVICE FOR A DISC BRAKE, AND A CORRESPONDING DISC BRAKE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/154565
Kind Code:
A1
Abstract:
An adjusting device (11) for adjusting friction surface wear on the brake lining and brake disc of a disc brake for a motor vehicle, having a brake calliper (4) and a brake application device, having a rotary brake lever, wherein the adjusting device (11) can be coupled on the drive side to the brake application device and on the output side to a spindle unit of the disc brake, comprising a) axially on both sides of a drive element (8b), in each case one rolling body arrangement, of which one is configured as an anti-friction bearing and one is configured as a free-wheel and overload coupling device (20), b) the anti-friction bearing as a constituent part of a flange bushing (16), c) the free-wheel and overload coupling device (20) coupled to a sleeve with a stressing spring and at least one output element (18), and d) an adjuster shaft (11a), around which the flange bushing (16), the drive element (8b), the free-wheel and overload coupling device (20) and the sleeve with a stressing spring are arranged. The adjuster shaft (11a) is configured with a spherical cap (11f) which is in contact with the flange bushing (16), wherein the flange bushing (16), the drive element (8b), the free-wheel and overload coupling device (20) and the sleeve are held prestressed against the spherical cap (11f) by way of the stressing spring on the adjuster shaft (11a). The adjusting device (11) can be connected fixedly by means of at least one fastening element (19) by the adjuster shaft (11a) on the brake calliper (4) of the disc brake (1) which is to be assigned to it.

Inventors:
ASEN ALEXANDER (DE)
FRICKE JENS (DE)
IRASCHKO JOHANN (DE)
PESCHEL MICHAEL (DE)
STÖGER CHRISTIAN (DE)
Application Number:
EP2014/055634
Publication Date:
October 02, 2014
Filing Date:
March 20, 2014
Export Citation:
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Assignee:
KNORR BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GMBH (DE)
International Classes:
F16D55/226; F16D65/18; F16D65/56
Foreign References:
DE102008035369A12010-02-04
DE102008036034A12010-02-18
DE102004037771A12006-03-16
DE102004037771A12006-03-16
DE19729024C11999-01-28
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Claims:
Ansprüche

Nachstelleinnchtung (1 1 ) zur Nachstellung eines Reibflächenverschleißes an Bremsbelag (3) und Bremsscheibe (2) einer Scheibenbremse (1 ), insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Bremssattel (4) und einer Zuspannvorrich- tung, vorzugsweise mit einem Bremsdrehhebel (7), wobei die Nachstelleinrichtung (1 1 ) antriebsseitig mit der Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit dem Bremsdrehhebel (7), und abtriebsseitig mit einer Spindeleinheit (5, 5') der Scheibenbremse (1 ) koppelbar ist, wobei

a) axial beiderseits eines Antriebselementes (8b) jeweils eine Wälzkörperanordnung angeordnet ist, von denen eine als Wälzlager und eine als Freilaufund Überlastkupplungseinrichtung (20) ausgebildet ist,

b) das Wälzlager Bestandteil einer Bundbuchse (16) ist,

c) die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung (20) mit einer Hülse mit Spannfeder und mindestens einem Abtriebselement (18) gekoppelt ist, und d) eine Nachstellerwelle (1 1 a), um welche herum die Bundbuchse (16), das Antriebselement (8b), die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung (20) und die Hülse mit Spannfeder angeordnet sind,

dadurch gekennzeichnet, dass

e) die Nachstellerwelle (1 1 a) mit einer Kugelkalotte (1 1 f) ausgebildet ist, welche mit der Bundbuchse (16) in Kontakt steht, wobei die Bundbuchse (16), das Antriebselement (8b), die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung (20) und die Hülse durch die Spannfeder auf der Nachstellerwelle (1 1 a) gegen die Kugelkalotte (1 1 f) vorgespannt gehalten sind, und dass

f) die Nachstelleinrichtung (1 1 ) durch die Nachstellerwelle (1 1 a) an dem Bremssattel (4) der zuzuordnenden Scheibenbremse (1 ) mittels mindestens eines Befestigungselementes (19) feststehend verbindbar ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstellerwelle (1 1 a) ein Antriebsende (1 1 b) aufweist, welches mit einem kreiszylinderförmigen Lagerabschnitt (1 1 d) zum Einsatz in eine mit dem Lagerabschnitt (1 1 d) korrespondierende Aufnahme (4c) des Bremssattels (4) der zuzuordnenden Scheibenbremse (1 ) versehen ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kreiszylinderförmige Lagerabschnitt (1 1 d) auf einem Kragen (1 1 e) der Nachstellerwelle (1 1 a) angeordnet ist, wobei der Kragen (1 1 e) mit einer Auflagefläche (1 1 i) zur Auflage auf einem Auflageabschnitt (4d) des Bremssattels (4) der zuzuordnenden Scheibenbremse (1 ) vorgesehen ist. Nachstelleinnchtung (1 1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerabschnitt (1 1 d) der Nachstellerwelle (1 1 a) mit einem zentralen Befestigungsabschnitt (1 1 g) zur Befestigung der Nachstellerwelle (1 1 a) mit der Nachstelleinrichtung (1 1 ) an dem Bremssattel (4) der zuzuordnenden Scheibenbremse (1 ) versehen ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstellerwelle (1 1 a) an dem Bremssattel (4) der zuzuordnenden Scheibenbremse (1 ) dergestalt befestigbar ist, dass das mindestens eine Befestigungselement (19) von außerhalb des Bremssattels (4) durch eine Befestigungsöffnung (4b) des Bremssattels (4) mit dem zentralen Befestigungsabschnitt (1 1 g) der Nachstellerwelle (1 1 a) so zusammenwirkt, dass die Nachstellerwelle (1 1 a) mit ihrem Kragen (1 1 e) gegen den Auflageabschnitt (4c) des Bremssattels (4) zur festen Auflage auf diesem kommt, wobei der Lagerabschnitt (1 1 d) der Nachstellerwelle (1 1 a) in der Aufnahme (4c) des Bremssattels (4) aufgenommen und zentriert ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Befestigungselement (19) mit einem Sicherungs- /Dichtelement (19a) zur Abdichtung der Befestigungsöffnung (4b) und zur Sicherung des mindestens einen Befestigungselementes (19) gekoppelt ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Befestigungselement (19) als Schraube ausgebildet ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bundbuchse (16) eine kalottenförmige Lagerfläche (16e) aufweist, welche mit der Kugelkalotte (1 1f) korrespondiert und in welcher die Kugelkalotte (1 1f) aufgenommen ist.

Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Kugelkalotte (1 1 f) korrespondierende Lagerfläche (16e) der Bundbuchse (16) mindestens zwei sich radial gegenüberliegende sphärische Aussparungen (16d) zur jeweiligen Zusammenwirkung mit einer Nase (1 1 h) der Nachstellerwelle (1 1 a) aufweist.

10. Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelkalotte (1 1f) mit der Nachstellerwelle (1 1 a) einstückig ausgebildet ist.

1 1 . Scheibenbremse (1 ), vorzugsweise druckluftbetätigt, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Bremssattel (4), einer Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit einem Bremsdrehhebel (7), mindestens einer Spindeleinheit (5, 5'), und mindestens einer Nachstelleinrichtung (1 1 ), welche mit der Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit dem Bremsdrehhebel (7), gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet,

dass die Nachstelleinrichtung (1 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.

12. Scheibenbremse (1 ) nach Anspruch 1 1 , weiterhin aufweisend zwei Spindeleinheiten (5, 5') und eine Synchronisationseinheit (10), dadurch gekenn- zeichnet, dass die Nachstelleinrichtung (1 1 ) auf oder in die eine der beiden

Spindeleinheiten (5, 5') der Scheibenbremse (1 ) eingesetzt ist.

13. Scheibenbremse (1 ) nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstelleinrichtung (1 1 ) über die Synchronisationseinheit (10) mit der min- destens einen Spindeleinheit (5, 5') gekoppelt ist.

14. Scheibenbremse (1 ) nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstelleinrichtung (1 1 ) von einer Belagschachtseite (B) des Bremssattels (4) eingebaut und mit dem Bremssattel (4) derart fest ver- bunden ist, dass die Nachstellerwelle (1 1 a) der Nachstelleinrichtung (1 1 ) mit dem mindestens einen Befestigungselement (19) an dem Bremssattel (4) feststehend angebracht ist.

Description:
Nachstelleinrichtung für eine Scheibenbremse, und

eine entsprechende Scheibenbremse

Die Erfindung betrifft eine Nachstelleinrichtung für eine Scheibenbremse, insbeson- dere für ein Kraftfahrzeug, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Die Erfindung bezieht sich auf eine entsprechende Scheibenbremse.

Fahrzeuge und bestimmte technische Geräte verwenden häufig Reibungsbremsen, um kinetische Energie umzuwandeln. Bevorzugt wird dabei speziell im Personen- kraftwagen- und im Nutzfahrzeugbereich die Scheibenbremse. Bei der typischen Bauform einer Scheibenbremse besteht diese aus einem Bremssattel samt innerer Mechanik, aus in der Regel zwei Bremsbelägen und der Bremsscheibe. Auf die innere Mechanik werden über einen pneumatisch betätigten Zylinder die Zylinderkräfte eingeleitet, durch einen Exzentermechanismus verstärkt und als Zuspannkraft über Gewindespindeln auf Bremsbeläge und Bremsscheibe übertragen, wobei über die Gewindespindeln der Verschleiß von Bremsscheibe und Bremsbelägen ausgeglichen wird.

Die Zuspannkräfte wirken über beide Bremsbeläge auf die Bremsscheibe, welche in Abhängigkeit von der Höhe der Zuspannkraft eine Verzögerung der Rotationsbewegung erfährt. Diese Verzögerung wird maßgeblich vom Reibwert zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag mitbestimmt. Da die Beläge konstruktiv als Verschleißteile ausgelegt werden und die Reibwerte abhängig von der Festigkeit sind, sind diese generell weicher als die Bremsscheibe, d.h. die Beläge erfahren über Ihre Ge- brauchsdauer eine Änderung der Belagstärke, sie verschleißen. Aus dieser Belagstärkenänderung ergibt sich die Notwendigkeit, dass eine Verschleißnachstellung die Änderung ausgleicht und somit ein konstantes Luftspiel einstellt.

Ein Beispiel einer Verschleißnachstellvorrichtung beschreibt das Dokument DE 10 2004 037 771 A1 . Dabei wird eine Antriebsdrehbewegung z.B. von einer Drehmoment-Begrenzungseinrichtung, beispielsweise mit einer Kugelrampe, über eine kontinuierlich wirkende Kupplung (Rutschkupplung) auf eine Verstellspindel eines Druckstempels weitergeleitet. Das Luftspiel wird dabei kontinuierlich eingestellt. Eine derartige Verschleißnachstellvorrichtung wird üblicherweise mit einer Lagerscheibe in eine dafür vorgesehene Aussparung am Bremssattel eingesetzt und befestigt. Eine Kugelscheibe ermöglicht eine Bewegung einer Nachstellerwelle aufgrund von so genanntem Brückenschwenken auszugleichen. Diese Kugelscheibe kann in der Lagerscheibe dazu gleiten.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte Nachstelleinrichtung zu schaffen.

Eine weitere Aufgabe ist, eine verbesserte Scheibenbremse bereitzustellen.

Die Aufgabe wird durch eine Nachstelleinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , und eine Scheibenbremse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 1 gelöst.

Es wird eine Nachstelleinrichtung geschaffen, welche einen vereinfachten Aufbau aufweist, sowie eine erleichterte Montage und eine vereinfachte Befestigung ermöglicht.

Eine erfindungsgemäße Nachstelleinrichtung zur Nachstellung eines Reibflächenverschleißes an Bremsbelag und Bremsscheibe einer Scheibenbremse, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Bremssattel und einer Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit einem Bremsdrehhebel, wobei die Nachstelleinrichtung antriebsseitig mit der Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit dem Bremsdrehhebel, und abtriebs- seitig mit einer Spindeleinheit der Scheibenbremse koppelbar ist, umfasst axial beiderseits eines Antriebselementes jeweils eine Wälzkörperanordnung, von denen eine als Wälzlager und eine als Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung ausgebildet ist, das Wälzlager als Bestandteil einer Bundbuchse, die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung mit einer Hülse mit Spannfeder und mindestens einem Abtriebselement gekoppelt, und eine Nachstellerwelle, um welche herum die Bundbuchse, das Antriebselement, die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung und die Hülse mit Spannfeder angeordnet sind. Die Nachstellerwelle ist mit einer Kugelkalotte ausgebildet, welche mit der Bundbuchse in Kontakt steht, wobei die Bundbuchse, das Antriebselement, die Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung und die Hülse durch die Spannfeder auf der Nachstellerwelle gegen die Kugelkalotte vorgespannt gehalten sind. Die Nachstelleinrichtung ist durch die Nachstellerwelle an dem Bremssattel der zuzuordnenden Scheibenbremse mittels mindestens eines Befestigungselementes feststehend verbindbar.

Die Nachstelleinrichtung weist gegenüber dem Stand der Technik eine geringere Anzahl von Bauteilen auf. Alle Funktionseinheiten sind um die Nachstellerwelle ange- ordnet und gegen die Kugelkalotte vorgespannt gehalten, wobei die Funktionseinheiten um die Kugelkalotte schwenken können.

Die Einstellung eines Lüftspiels kann unabhängig von der Lage dieser Funktionseinheiten erfolgen, d.h. innerhalb des Rahmens der Schwenkmöglichkeit.

Eine erfindungsgemäße Scheibenbremse, vorzugsweise druckluftbetätigt, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Bremssattel, einer Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit einem Bremsdrehhebel, mindestens einer Spindeleinheit, und mindestens einer Nachstelleinrichtung, welche mit der Zuspannvorrichtung, vorzugsweise mit dem Bremsdrehhebel, gekoppelt ist, weist die erfindungsgemäße Nachstelleinrichtung auf.

In einer Ausführung weist die Nachstellerwelle ein Antriebsende auf, welches mit einem kreiszylinderförmigen Lagerabschnitt zum Einsatz in eine mit dem Lagerab- schnitt korrespondierende Aufnahme des Bremssattels der zuzuordnenden Scheibenbremse versehen ist. So ist ein einfaches Einsetzen der Nachstelleinrichtung vor dem Befestigen in den Bremssattel möglich.

In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass der kreiszylinderförmige Lagerab- schnitt auf einem Kragen der Nachstellerwelle angeordnet ist, wobei der Kragen mit einer Auflagefläche zur Auflage auf einem Auflageabschnitt des Bremssattels der zuzuordnenden Scheibenbremse vorgesehen ist. Dadurch ist eine einfache Auflagemöglichkeit der Nachstellerwelle an der Innenseite des Bremssattels geschaffen. In einer noch weiteren Ausführung ist der Lagerabschnitt der Nachstellerwelle mit einem zentralen Befestigungsabschnitt, vorzugsweise ein Innengewinde, zur Befestigung der Nachstellerwelle mit der Nachstelleinrichtung an dem Bremssattel der zuzuordnenden Scheibenbremse versehen. Damit wird eine einfache Befestigungsmöglichkeit erreicht.

Eine Ausführung sieht vor, dass die Nachstellerwelle an dem Bremssattel der zuzuordnenden Scheibenbremse dergestalt befestigbar ist, dass das mindestens eine Befestigungselement von außerhalb des Bremssattels durch eine Befestigungsöffnung des Bremssattels mit dem zentralen Befestigungsabschnitt der Nachstellerwelle so zusammenwirkt, dass die Nachstellerwelle mit ihrem Kragen gegen den Auflageabschnitt des Bremssattels zur festen Auflage auf diesem kommt, wobei der Lagerabschnitt der Nachstellerwelle in der Aufnahme des Bremssattels aufgenommen und zentriert ist. Die Befestigungsöffnung und die Aufnahme für den Lagerabschnitt der Nachstellerwelle zum Einsetzen und Befestigen der Nachstelleinrichtung in dem Bremssattel der Scheibenbremse, kann im Gegensatz zu einer Befestigungsöffnung des Stands der Technik um ca. 90% verkleinert werden. Dadurch wird der Bremssattel der Scheibenbremse strukturell deutlich entlastet.

In einer noch weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass das mindestens eine Befestigungselement mit einem Sicherungs-/Dichtelement zur Abdichtung der Befestigungsöffnung und zur Sicherung des mindestens einen Befestigungselementes gekoppelt ist. Die Abdichtung des Bremssattels kann nun im Gegensatz zu einer De- ckeldichtung des Stands der Technik eine einfache Radialdichtung sein. Sie kann auch beispielsweise in die Befestigung mit dem Befestigungselement integriert sein.

Dabei ist vorgesehen, dass das mindestens eine Befestigungselement als Schraube ausgebildet ist. Dadurch ist eine einfache und kostengünstige Befestigung möglich.

In einer noch weiteren Ausführung weist die Bundbuchse eine kalottenförmige Lagerfläche auf, welche mit der Kugelkalotte korrespondiert und in welcher die Kugelkalotte aufgenommen ist. Damit wird ein kardanisches Lager ermöglicht, das die

Schwenkbewegungen der Funktionseinheiten der Nachstelleinrichtung ausgleichen kann.

Dabei ist es vorgesehen, dass die mit der Kugelkalotte korrespondierende Lagerfläche der Bundbuchse mindestens zwei sich radial gegenüberliegende sphärische Aussparungen zur jeweiligen Zusammenwirkung mit einer Nase der Nachstellerwelle aufweist. Die Nasen können z.B. seitlich an der Kugelkalotte angebracht sein. Sie sind fest mit der Nachstellerwelle verbunden und ermöglichen in Zusammenwirkung mit den sphärischen Aussparungen in der Bundbuchse eine radiale Fixierung der Funktionseinheiten der Nachstelleinrichtung auf der Nachstellerwelle. Dabei lassen die Nasen jedoch die oben beschriebenen Schwenkbewegungen der Funktionseinheiten der Nachstelleinrichtung um die feststehende Nachstellerwelle zu.

In einer weiteren Ausführung ist die Kugelkalotte mit der Nachstellerwelle einstückig ausgebildet. Damit wird eine Reduzierung von Bauteilen möglich. Natürlich ist aber auch eine Ausführung möglich, in welcher die Kugelkalotte als separates Bauteil auf der Nachstellerwelle aufgebracht ist.

In einer weiteren Ausführung der Scheibenbremse weist diese zwei Spindeleinheiten und eine Synchronisationseinheit auf. Dabei ist die Nachstelleinrichtung auf oder in die eine der beiden Spindeleinheiten der Scheibenbremse eingesetzt. Alternativ kann die Nachstelleinrichtung auch so angeordnet sein, dass sie über die Synchronisationseinheit mit der mindestens einen Spindeleinheit gekoppelt ist.

In einer noch weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass die Nachstelleinrichtung von einer Belagschachtseite des Bremssattels eingebaut und mit dem Bremssattel derart fest verbunden ist, und dass die Nachstellerwelle der Nachstelleinrichtung mit dem mindestens einen Befestigungselement an dem Bremssattel feststehend angebracht ist. So kann nicht nur eine Bauteilezahl reduziert, sondern eine Montage auch vereinfacht werden.

Die Erfindung wird nun anhand einer beispielhaften Ausführung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Teilschnittansicht einer üblichen Scheiben- bremse mit einer Verschleißnachstellvorrichtung;

Fig. 2 schematische Längsschnittansicht einer üblichen Nachstelleinrichtung der Scheibenbremse nach Fig. 1 ;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine Befestigung der Nachstelleinrichtung nach Fig. 2;

Fig. 4 eine schematische Längsschnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung;

Fig. 5 eine schematische Perspektivansicht einer Nachstellerwelle des Ausführungsbeispiels der Nachstelleinrichtung nach Fig. 4;

Fig. 6 eine schematische Perspektivansicht einer Bundbuchse des

Ausführungsbeispiels der Nachstelleinrichtung nach Fig. 4; und

Fig. 7 eine Detaildarstellung aus der schematischen Längsschnittansicht nach Fig. 4.

Fig. 1 zeigt eine schematische Teilschnittansicht einer üblichen Scheibenbremse 1 in einer Draufsicht mit einer Verschleißnachstellvorrichtung 9. Die Scheibenbremse 1 weist eine Bremsscheibe 2 mit einer Bremsscheibenachse 2a auf. Die Bremsscheibe 2 ist von einem, hier als Schwimmsattel ausgeführten, Bremssattel 4 übergriffen. Beiderseits der Bremsscheibe 2 ist jeweils ein Bremsbelag 3 mit jeweils einem Bremsbelagträger 3a angeordnet. Die Scheibenbremse 1 ist hier als zweistempelige Bremse mit zwei Spindeleinheiten 5 und 5' mit jeweils einem Ge- windestempel 6, 6' ausgebildet. Die in Fig. 1 rechts befindliche Seite der Scheibenbremse 1 wird als Zuspannseite A und die links befindliche Seite wird als Belagschachtseite B bezeichnet.

Der zuspannseitige Bremsbelagträger 3a steht mit den Spindeleinheiten 5, 5' an En- den der Gewindestempeln 6, 6' über Druckstücke 6a, 6'a in Verbindung. Der andere, Bremsbelagträger 3a wird auch reaktionsseitiger Bremsbelagträger 3a genannt und ist auf der anderen Seite der Bremsscheibe 2 im Bremssattel 4 festgelegt. Die Gewindestempel 6, 6' sind jeweils in einer Traverse 17 in Gewinden verdrehbar angeordnet. Die Traverse 7 wird auch als Brücke bezeichnet.

Die Traverse 17 und somit die Gewindestempel 6, 6' sind von einer Zuspannvorrich- tung, hier ein Bremsdrehhebel 7 mit einer Schwenkachse rechtwinklig zu einer Drehachse der Bremsscheibe 2 betätigbar. Der Bremsdrehhebel 7 weist einen nicht näher bezeichneten Hebelkörper auf, welcher mit der Traverse 17 in Zusammenwirkung steht.

Die Traverse 17 ist in Richtung der Bremsscheibenachse 2a durch den Bremsdrehhebel 7 verstellbar. Eine Bewegung auf die Bremsscheibe 2 wird als Zuspannbewe- gung bezeichnet, und eine Bewegung in Gegenrichtung wird Lösebewegung ge- nannt. Eine nicht näher bezeichnete Rückstellfeder ist in der Mitte der Traverse 17 in einer entsprechenden Ausnehmung auf der belagseitigen Seite der Traverse 17 aufgenommen und stützt sich am Bremssattel 4 ab. Mittels der Rückstellfeder wird die Traverse 17 bei der Lösebewegung in die in Fig. 1 gezeigte gelöste Stellung der Scheibenbremse 1 verstellt.

Ein Abstand zwischen den Bremsbelägen 3 und der Bremsscheibe 2 in der gelösten Stellung wird als Lüftspiel bezeichnet. Infolge von Belag- und Scheibenverschleiß wird dieses Lüftspiel größer. Wenn dies nicht kompensiert wird, kann die Scheibenbremse 1 ihre Spitzenleistung nicht erreichen, da ein Betätigungshub der Betäti- gungsmechanik, d.h. hier der Betätigungshub bzw. ein Schwenkwinkel des Bremsdrehhebels 7, nicht mehr ausreicht.

Die Scheibenbremse 1 kann unterschiedliche Kraftantriebe aufweisen. Der Drehhebel 7 wird hier z.B. pneumatisch betätigt. Zu Aufbau und Funktion einer pneumati- sehen Scheibenbremse 1 wird auf die entsprechende Beschreibung der DE 197 29 024 C1 verwiesen.

Die Verschleißnachstellvorrichtung 9 ist zur Verschleißnachstellung eines vorher festgelegten Lüftspiels, das als Nominallüftspiel bezeichnet wird, ausgebildet. Unter dem Begriff„Nachstellung" ist eine Lüftspielverkleinerung zu verstehen. Das vorher festgelegte Lüftspiel ist durch die Geometrie der Scheibenbremse 1 bestimmt und weist ein so genanntes konstruktives Lüftspiel auf. Mit anderen Worten, die Verschleißnachstellvorrichtung 9 verkleinert ein vorhandenes Lüftspiel, wenn dieses in Bezug auf ein das vorher festgelegte Lüftspiel zu groß ist.

Die Verschleißnachstellvorrichtung 9 umfasst hier eine Nachstelleinrichtung 1 1 und einen Mitnehmer 12. Die Nachstelleinrichtung 1 1 ist an der einen Spindeleinheit 5 koaxial zu dieser, zu deren Gewindestempel 6 und einer Nachstellerachse 5a angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Nachstelleinrichtung 1 1 in den Gewin- destempel 6 einsetzbar. Mittels einer Lagerscheibe 15 (Fig. 2, 3) ist die Nachstelleinrichtung 1 1 im Bremssattel 4 abgestützt bzw. eingesetzt. Dies wird unten im Zusammenhang mit Fig. 2 und 3 noch näher beschrieben.

Der Mitnehmer 12 ist koaxial zu der anderen Spindeleinheit 5', zu deren Gewinde- Stempel 6' und einer Mitnehmerachse 5'a angeordnet. Der Mitnehmer 12 ist hier in den Gewindestempel 6' eingesetzt und steht mit diesem in Wirkverbindung.

Die Nachstellerachse 5a, die Mitnehmerachse 5'a und die Bremsscheibenachse 2a sind parallel zueinander angeordnet.

Die Nachstelleinrichtung 1 1 der Verschleißnachstellvorrichtung 9 steht über einen Antrieb 8 mit dem Bremsdrehhebel 7 in Zusammenwirkung. Der Antrieb 8 umfasst einen Betätiger 8a, welcher mit dem Bremsdrehhebel 7 verbunden ist, und ein Antriebselement 8b der Nachstelleinrichtung 1 1 .

Die Nachstelleinrichtung 1 1 und der Mitnehmer 12 sind durch eine Synchronisationseinheit 10 derart gekoppelt, dass eine Verdreh beweg ung des Gewindestempels 6 um die Nachtstellerachse 5a eine Verdreh beweg ung des Gewindestempels 6' um die Mitnehmerachse 5'a bewirkt und umgekehrt. Die Synchronisationseinheit 10 ist hier an einer zuspannseitigen Oberseite des Bremssattels 4 angeordnet und von einem Deckel 4a abgedeckt. Die Synchronisationseinheit 10 umfasst hier ein Synchronrad 13a, das mit dem Gewindestempel 6 der einen Spindeleinheit 5 und mit dem Nachsteller 1 1 gekoppelt ist, ein weiteres Synchronrad 13'a, das mit der Gewindestempel 6' der anderen Spindeleinheit 5' und mit der Mitnehmer 12 gekoppelt ist, und ein Synchronmittel 13, mit welchem die Synchronräder 13a und 13'a gekoppelt sind. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Synchronräder 13a, 13'a Kettenräder und das Synchronmittel 13 eine Kette. Damit ist eine synchrone Bewegung der Gewindestempel 6, 6' der Spindeleinheiten 5 und 5' bei Verschleißnachstellvorgängen (Antrieb durch den Nachsteller 1 1 ) und Einstellungen bei Wartungsarbeiten, z.B. Brems- belagwechsel, (manueller Antrieb z.B. über ein Betätigungsende des Mitnehmers 12 oder/und ein Antriebsende 1 1 b der Nachstelleinrichtung 1 1 wie Fig. 2 zeigt) gewährleistet.

In Fig. 2 ist eine schematische Längsschnittansicht eines üblichen Nachstellers 1 1 der Scheibenbremse 1 nach Fig. 1 dargestellt. Fig. 3 zeigt dazu eine schematische Draufsicht auf eine Befestigung der Nachstelleinrichtung 1 1 nach Fig. 2

Die Nachstelleinrichtung 1 1 weist die zentrale Nachstellerwelle 1 1 a mit einem oberen, zuspannseitigen Antriebsende 1 1 b und einem unteren Abtriebsende 1 1 c auf. Das Antriebsende 1 1 b ist hier mit einem nicht näher bezeichneten Werkzeugansatz versehen. Unterhalb des Antriebsendes 1 1 b ist ein nicht näher bezeichneter Kragen die Nachstellerwelle 1 1 a angeordnet, welcher auf einer Kugelscheibe 14 ruht, die in einer darunter angeordneten Lagerscheibe 15 in einer mit der Kugelform der Kugelscheibe 14 korrespondierenden Aufnahme gelagert ist. Die Lagerscheibe 15 liegt auf einer Bundbuchse 16 auf, mit welcher die Lagerscheibe 15 in nicht näher angegebener Weise verdrehsicher verbunden ist.

Die Nachstelleinrichtung 1 1 ist in dem Bremssattel 4 (siehe Fig. 1 ) axial und radial fixiert. Hierzu wird die Nachstelleinrichtung 1 1 mit der Lagerscheibe 15 in eine dafür vorgesehene Aussparung am Bremssattel 4 von der Zuspannseite A her eingelegt. Durch einen Betätigungshub mit dem Bremsdrehhebel 7 wird das Lüftspiel zwischen dem Antriebselement 8b, welches auch als Schaltgabel bezeichnet wird) und dem Betätiger 8a (auch Hebelpin genannt) des Antriebs 8 eingestellt. Dann wird die Lagerscheibe 15 in dem Bremssattel 4 mittels einer Kugel 15 verstemmt. Dies ist in Fig. 3 dargestellt.

Eine Antriebsbewegung der Nachstelleinrichtung 1 1 durch den Antrieb 8 auf das Antriebselement 8b wird bei einer Verschleißnachstellung durch nicht näher bezeichnete Bauteile und Funktionsgruppen der Nachstelleinrichtung 1 1 , z.B. Freilauf- und Überlasteinrichtungen, auf Nachstellerabtriebselemente 18 übertragen. Zur Beschreibung der Bauteile und Funktionsgruppen der Nachstelleinrichtung 1 1 wird auf das Dokument DE 10 2004 037 771 A1 verwiesen. Die Nachstelleinnchtung 1 1 ist mit den Nachstellerabthebselementen 18 mit der Gewindespindel 6 gekoppelt und in diese eingesetzt. Da die Gewindespindel 6 in der Traverse 17 eingeschraubt ist, werden die Bewegungen der Traverse 17, wie z.B. Schwenken, auf die Gewindespindel 6 und auch auf den Nachsteller 1 1 bzw. die Nachstellerwelle 1 1 a übertragen. Hierzu sind zwei Pfeile angegeben, welche bei- spielhafte Bewegungsrichtungen BW und BW symbolisieren sollen. In der Lagerscheibe 15 eingesetzt befindet sich wie oben beschrieben die Kugelscheibe 14, welche es ermöglicht, diese Bewegungen die Nachstellerwelle 1 1 a aufgrund von Tra- versenschwenken auszugleichen, indem die Kugelscheibe 14 in der zugehörigen Aufnahme der Lagerscheibe 15 gleiten kann.

Fig. 4 stellt eine schematische Längsschnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung 1 1 dar. Fig. 5 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Nachstellerwelle 1 1 a des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung 1 1 nach Fig. 4. In Fig. 6 ist eine schematische Per- spektivansicht einer Bundbuchse 16 des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung 1 1 nach Fig. 4 gezeigt. Fig. 7 zeigt eine Detaildarstellung aus der schematischen Längsschnittansicht nach Fig. 4.

Mit dem Begriff„oben" bzw.„Oberseite" im Zusammenhang mit der Nachstelleinrich- tung 1 1 und ihren Bauteilen ist die Seite bzw. der Bereich gemeint, die in den Figuren 4-7 in den Zeichnungen oben angeordnet ist und der Befestigung der Nachtstelleinrichtung 1 1 im Bremssattel 4 zugeordnet ist.

In diesem Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Nachstelleinrichtung 1 1 im Gegensatz zu der üblichen Nachstelleinrichtung (Fig. 1 -3) für den Einbau von der Belagschachtseite B der Scheibenbremse 1 (Fig. 1 ) her vorgesehen. Hierbei wird die Nachstellerwelle 1 1 a mittels einer Verschraubung (Befestigungselement 19) am Bremssattel 4 fixiert, was unten noch näher erläutert wird. Abtriebsseitig greifen die Nachstellerabtriebselemente 18 in ein auf der Traverse 17 drehbar montiertes Syn- chronrad 13a der hier nicht gezeigten Synchronisationseinheit 10 ein. Dadurch erfährt die Nachstelleinrichtung 1 1 wieder die Schwenkbewegung der Traverse 17.

Die Nachstellerwelle 1 1 a weist ihrerseits eine Kugelkalotte 1 1 f auf, um welche nun die oben beschriebene Schwenkbewegung stattfinden kann. Die Nachstellerwelle 1 1 a wird unten noch näher ausführlich beschrieben.

Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung 1 1 ist hier für eine mittige Anordnung zwischen den Spindeleinheiten 5, 5' vorgesehen. Die Gewindespindeln 6, 6' sind dabei über eigene Synchronräder durch die Synchronisations- einheit 10 untereinander, was nicht gezeigt aber leicht vorstellbar ist, und auf diese Weise mit der Nachstelleinrichtung 1 1 gekoppelt. Dabei ist die abtriebsseitige Kopplung der Nachstelleinrichtung 1 1 durch die Nachstellerabtnebselemente 18 mit einem Synchronrad 13a vorgesehen. Dies zeigt Fig. 4, wobei auch eine Hebellagerung 7a auf der Traverse 17 neben der Nachstelleinrichtung 1 1 angedeutet ist. Die zugehöri- ge, hier nicht gezeigte aber leicht vorstellbare, Synchronisationseinheit 10 zu dem Synchronrad 13a ist hierbei auf der Traverse 17 angeordnet. Hier sind das Synchronrad 13a, das mit der Nachstelleinrichtung 1 1 zusammenwirkt, wie auch die nicht gezeigten Synchronräder der Gewindespindeln 6, 6' als Zahnräder ausgebildet, wobei die Synchronisationseinheit 10 ein Stirnzahnradgetriebe sein kann.

Obwohl das dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Nachstelleinrichtung 1 1 nicht für ein Einsetzen in Gewindespindeln 6, 6' ausgelegt ist, ist es nur beispielhaft gezeigt und soll auch für andere Bauarten von Nachstelleinrichtungen 1 1 gelten, wie z.B. zum Einsetzen in Gewindespindeln 6, 6' und ebenfalls für Nachstel- leinrichtungen, die auf Enden der Gewindespindeln 6, 6' und außen an dem Umfang der Gewindespindeln 6, 6' angeordnet sind und diese teilweise umhüllen. Dies gilt natürlich auch für Scheibenbremsen 1 mit nur einer Gewindespindel 6, 6' ohne Synchronisationseinheit 10. Die erfindungsgemäße Nachstelleinrichtung 1 1 umfasst die zentrale Nachstellerwelle 1 1 a, eine darauf angeordnete Bundbuchse 16, ein Antriebselement 8b, eine Freilaufund Überlastkupplungseinrichtung 20 zwischen dem Antriebselement 8b und den Nachstellerabtriebselementen 18, und ein Befestigungselement 19 zur Befestigung der Nachstelleinrichtung 1 1 am Bremssattel 4 der Scheibenbremse 1 .

Die Nachstellerwelle 1 1 a weist ein Antriebsende 1 1 b auf, welches mit einem kreiszy- linderförmigen Lagerabschnitt 1 1 d ausgebildet ist, der auf einem Kragen 1 1 e angeordnet ist. Ein Außendurchmesser des Lagerabschnitts 1 1 d ist etwa drei Viertel mal so groß wie der Außendurchmesser des Kragens 1 1 e.

Ein Abtriebsende 1 1 c der Nachstellerwelle 1 1 a ist entsprechend der damit verbundenen, nicht näher erläuterten Bauteile ausgebildet. Zur Beschreibung dieser Bauteile und Funktionsgruppen der Nachstelleinrichtung 1 1 wird ebenfalls auf das Dokument DE 10 2004 037 771 A1 verwiesen. In dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbei- spiel ist das Abtriebsende 1 1 c im Durchmesser größer als der davor angeordnete Abschnitt der Nachstellerwelle 1 1 a, um einen axialen Anschlag für eine nicht näher bezeichnete Spannfeder bzw. Spannfederplatte zu bilden. Natürlich kann dies auch z.B. durch einen Wellensicherungsring realisiert sein. Um die Spannfeder herum ist eine nicht näher bezeichnete Hülse angeordnet, welche an ihrem oberen Ende mit der Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung 20 gekoppelt ist. Das untere Ende dieser Hülse ist mit dem Nachstellerabtriebselement 18 verbunden. Das Nachsteller- abtriebselement 18 ist in diesem Beispiel eine Art Zahnrad mit einer Außenverzahnung, die mit einer Innenverzahnung des Synchronrads 13a in Eingriff steht. Der Lagerabschnitt 1 1 d ist zum Einsatz in eine Aufnahme 4c, hier eine Aufnahmebohrung, des Bremssattels 4 vorgesehen, wobei eine zum Antriebsende 1 1 b der Nachstellerwelle 1 1 a weisende Auflagefläche 1 1 i des Kragens 1 1 e auf einem zur Belagschachtseite B weisenden Auflageabschnitt 4d der Innenseite des Bremssattels 4 zur Auflage bestimmt ist. Dies stellt Fig. 7 in vergrößerter Ansicht dar.

Weiterhin ist der Lagerabschnitt 1 1 d mit einem zentralen Befestigungsabschnitt 1 1 g zur Befestigung der Nachstellerwelle 1 1 a mit der Nachstelleinrichtung 1 1 an dem Bremssattel 4 versehen. Der Befestigungsabschnitt 1 1 g ist hier als ein Innengewinde zur Zusammenwirkung mit einem Gewinde einer Schraube, die hier als Befesti- gungselement 19 verwendet wird, ausgebildet.

Die Nachstelleinrichtung 1 1 wird wie bereits erwähnt von der Belagschachtseite B her eingesetzt, wobei der Lagerabschnitt 1 1 d der Nachstellerwelle 1 1 a in der Aufnahme 4c des Bremssattels 4 aufgenommen wird. Das Befestigungselement 19 wird von außen durch eine Befestigungsöffnung 4b des Bremssattels 4, die hier koaxial mit der Aufnahme 4c und mit der Nachstellerachse 5a angeordnet ist, geführt und in das Innengewinde des Befestigungsabschnitts 1 1 g des Lagerabschnitts 1 1 d der Nachstellerwelle 1 1 a geschraubt. Durch Festziehen des Befestigungselementes 19 wird die Nachstellerwelle 1 1 a an der Innenseite des Bremssattels 4 fixiert, wobei die Auflagefläche 1 1 i des Kragens 1 1 d der Nachstellerwelle 1 1 a gegen den Auflageabschnitt 4c des Bremssattels 4 festgezogen wird und eine axiale Festlegung der Nachstellerwelle 1 1 a bildet. Der Lagerabschnitt 1 1 d wirkt mit der Aufnahme 4c zusammen als eine Zentrierung der Nachstellerwelle 1 1 a. Zwischen dem Befestigungselement 19 und dem Bremssattel 4 ist ein Sicherungs- /Dichtelement 19a vorgesehen, welches eine Abdichtung der Befestigungsöffnung 4b und gleichzeitig eine Sicherung der als Befestigungselement 19 dienenden Schraube bewirkt. Es ist aber auch möglich, dass der Schraubenkopf mit einer integrierten Dichtung einschließlich Sicherung ausgebildet ist. Natürlich können Sicherungsfunk- tion und Dichtungsfunktion getrennt durch verschiedene geeignete Elemente ausgebildet sein.

Unterhalb des Kragens 1 1 e ist die Kugelkalotte 1 1 f angeordnet, deren Gestalt halbkugelförmig ist, wobei diese Halbkugelform zum Abtriebsende 1 1 c der Nachsteller- welle 1 1 a weist. Die Kugelkalotte 1 1f ist wie der Kragen 1 1 e und der Lagerabschnitt 1 1 d einstückig mit der Nachstellerwelle 1 1 a ausgebildet.

Unterhalb des Kragens 1 1 e sind sich radial gegenüberliegend seitlich zwei Nasen 1 1 h angeformt, welche sowohl mit der Unterseite des Kragens 1 1 e als auch mit dem oberen Bereich der Kugelkalotte 1 1 f verbunden sind. Die Nasen 1 1 h stehen radial von der Oberfläche der Kugelkalotte 1 1f hervor und erstrecken sich radial nach außen. Diese Nasen 1 1 h und die Kugelkalotte 1 1f wirken mit der Bundbuchse 16 zusammen. Die Bundbuchse 16 ist ein Bauteil der Nachstelleinrichtung 1 1 und koaxial zu dieser und somit zu der Nachstellerachse 5a und der Nachstellerwelle 1 1 a im zusammengebauten Zustand angeordnet. Die Bundbuchse 16, welche in Fig. 6 gezeigt ist, weist einen Flansch 16a und einen damit verbundenen Körper 16b auf. Der Flansch 16a ist oben auf dem Körper 16b angeordnet. In den Körper 16b ist eine kreiszylind- rische Innenbohrung 16'e eingeformt, die sich von unten nach oben erstreckt und im Bereich des Flansches 16a in eine kalottenförmige Lagerfläche 16e übergeht. Die kalottenförmige Lagerfläche 16e kommuniziert mit der Kugelkalotte 1 1f der Nachstellerwelle 1 1 a. In einem oberen Endbereich der kalottenformigen Lagerfläche 16e ist diese mit einer Fase versehen, wobei hier zwei sich radial gegenüberliegende sphärische Aussparungen 16d angeordnet sind, die jeweils mit einer Nase 1 1 h der Nachstellerwelle 1 1 a kommunizieren. Die Unterseite des Flansches 16a ist als eine Lauffläche 16f für Kugeln eines nicht näher beschriebenen Axiallagers ausgebildet, was am besten in Fig. 7 zu erkennen ist. Dieses Axiallager ist in dem Dokument DE 10 2004 037 771 A1 beschrieben. Auf der Oberseite des Flansches 16a der Bundbuchse sind hier sechs kreiszylindrische Zapfen mit geringer Höhe umfänglich angeformt.

Im zusammengebauten Zustand ist der obere Bereich d.h. der Befestigungsbereich der Nachstelleinrichtung 1 1 in Fig. 7 vergrößert dargestellt.

Alle Funktionsbauteile bzw. -einheiten der Nachstelleinrichtung 1 1 sind koaxial zu der Nachstellerachse 5a um die Nachstellerwelle 1 1 a herum angeordnet, wobei das Befestigungselement 19 die Nachstelleinrichtung 1 1 an dem Bremssattel 4 befestigt, indem es die Nachstellerwelle 1 1 a in bereits oben beschriebener Weise am Bremssattel 4 fixiert. Die Nachstellerwelle 1 1 a erstreckt sich durch die Innenbohrung 16'e der Bundbuchse 16, wobei die kalottenförmige Lagerfläche 16e an der Außenfläche der Kugelkalotte 1 1 f der Nachstellerwelle 1 1 a anliegt. Die Nasen 1 1 h der Nachstellerwelle 1 1 a greifen dabei in die sphärischen Aussparungen 16d in dem oberen Randbereich der Lauffläche 16e formschlüssig ein.

Die Kugeln des Axiallagers sind unterhalb des Flansches 16a der Bundbuchse 16 in der Lauffläche 16f angeordnet. Dabei bildet der Flansch 16a einen oberen Lagerring des Axiallagers, wobei die Oberseite des Antriebselementes 8b, das um den Körper 16b der Bundbuchse 16 herum angeordnet ist, mit den Kugeln des Axiallagers in Kontakt steht. Somit bildet das Antriebselement 8b einen unteren Lagerring des Axiallagers. Das Antriebselement 8b steht mit der Freilauf- und Überlasteinrichtung 9 in Wirkverbindung, welche ebenfalls zum Teil um den unteren Bereich des Körpers 16b der Bundbuchse 16 herum und um die aus der Innenbohrung 16'e des Körpers 16b nach unten hervortretende Nachstellerwelle 1 1 a herum angeordnet ist.

Daran schließen sich in Richtung auf das Abtriebsende 1 1 c der Nachstellerwelle 1 1 a die nicht näher beschriebenen, mit den Abtriebselementen 18 gekoppelten bzw. verbundenen Funktionsbauteile an. Zwischen dem Abtriebsende 1 1 c und einem dieser Funktionsbauteile, das fast die untere Hälfte der Nachstellerwelle 1 1 a und das Ab- triebsende 1 1 c umgibt, ist die Spannfeder unter Vorspannung angeordnet, welche alle Bauteile gegen die Kugelkalotte 1 1 f festhält und vorspannt.

Die kalottenförmige Lagerfläche 16e und die Kugelkalotte 1 1 f bilden eine Art karda- nisches Lager, um welches die oben beschriebenen Schwenkbewegungen der Nachstelleinrichtung 1 1 bewirkt durch die Schwenkbewegungen der Traverse 17 stattfinden können. Dabei können alle Funktionsbauteile der Nachstelleinrichtung 1 1 einschließlich der Bundbuchse 16, die aufgrund der Vorspannung der Spannfeder zusammengehalten werden, gemeinsam um die Kugelkalotte 1 1 f der am Bremssattel 4 fixierten und feststehenden Nachstellerwelle 1 1 a schwenken.

Die in die sphärischen Aussparungen 16d der Bundbuchse 16 eingreifenden seitlichen Nasen 1 1 h der Nachstellerwelle 1 1 a bilden eine radiale Fixierung der oben beschriebenen Funktionseinheiten der Nachstelleinrichtung 1 1 . Dabei lassen die Nasen 1 1 h jedoch die oben beschriebenen Schwenkbewegungen der Nachstelleinrichtung 1 1 um die feststehende Nachstellerwelle 1 1 a zu.

Die Funktion der Nachstelleinrichtung 1 1 zur Einstellung des Lüftspiels kann unabhängig von der Lage der Nachstelleinrichtung 1 1 , d.h. der Funktionsbauteile um die feststehende Nachstellerwelle 1 1 a herum, erfolgen. Die Befestigungsöffnung 4b, die hier als Durchgangsbohrung durch die Wand des Bremssattels 4 eingeformt ist, und die Aufnahme 4c für den Lagerabschnitt 1 1d der Nachstellerwelle 1 1 a zum Einsetzen und Befestigen der Nachstelleinrichtung 1 1 in der Scheibenbremse 1 , kann im Gegensatz zu einer Befestigungsöffnung des Stands der Technik um ca. 90% verkleinert werden. Dadurch wird der Bremssattel 4 strukturell deutlich entlastet. Die Abdichtung des Bremssattels 4 kann nun im Gegensatz zu der Dichtung des Deckels 4a (Fig. 1 ) eine einfache Radialdichtung (Bezugszeichen 19a) bzw. in die Befestigung mit dem Befestigungselement 19 integriert sein, wie oben bereits beschrieben ist.

Die Verschleißnachstellvorrichtung 9 mit der Nachstelleinrichtung 1 1 ist in erster Linie für die Verschleißnachstellung für pneumatisch zugespannte Scheibenbremsen im Nutzfahrzeugbereich gestaltet, kann jedoch auch bei allen anderen Anwendungen, wo Verschleißausgleich notwendig ist, zum Einsatz kommen.

Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele schränken die Erfindung nicht ein. Sie ist im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.

Die Nachstelleinrichtung 1 1 kann nicht nur in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein, sondern es sind z.B. sowohl Außenbauweisen als auch Innenbauweisen möglich. Unter Außenbauweise ist zu verstehen, dass die Nachstelleinrichtung 1 1 um eine Gewindespindel 6, 6' einer Spindeleinheit 5, 5' herum oder auf sie aufsetzbar ist. Mit Innenbauweise ist gemeint, dass die Nachstelleinrichtung 1 1 in eine Spindeleinheit 5, 5' z.B. in eine Gewindespindel 6, 6' wie in Fig. 1 gezeigt ein- setzbar ist.

Bezugszeichenliste

1 Scheibenbremse

2 Bremsscheibe

2a Brennscheibenachse

3 Bremsbelag

3a Bremsbelagträger

4 Bremssattel

4a Deckel

4b Befestigungsöffnung

4c Aufnahme

4d Auflageabschnitt

5, 5' Spindeleinheit

5a Nachstellerachse

5'a Mitnehmerachse

6, 6' Gewindestempel

6a, 6'a Druckstück

7 Bremsdrehhebel

7a Hebellagerung

8 Antrieb

8a Betätiger

8b Antriebselement

9 Verschleißnachstellvorrichtung

10 Synchronisationseinheit

11 Nachstelleinrichtung

11a Nachstellerwelle

11b Antriebsende

11c Abtriebsende

11d Lagerabschnitt

11e Kragen

11f Kugelkalotte

11g Befestigungsabschnitt

11h Nase

11i Auflagefläche

12 Mitnehmer

12a Mitnehmerwelle

13 Synchronmittel

13a, 13a' Synchronrad

14 Kugelscheibe

15 Lagerscheibe 15a Kugel

16 Bundbuchse

16a Flansch

16b Körper

16c Aufnahmeabschnitt

16d Aussparung

16e Lagerfläche

16'e Innenbohrung

16f Lauffläche

17 Traverse

18 Nachstellerabt ebselement

19 Befestigungselement

19a Sicherungs-/Dichtelement

20 Freilauf- und Überlastkupplungseinrichtung

A Zuspannseite

B Belagschachtseite

BW, BW Bewegungsrichtung




 
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