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Title:
AGRICULTURAL CLEARING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/088889
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a mobile device (machine) comprising an automotive or external drive system. The invention deals with the following problems: A. clearing ground surfaces, in particular surfaces utilized for agriculture and surfaces made of sand, gravel and debris; B. working and milling stones and boulders (of different sizes); C. the device is able to pick up and render harmless dangerous objects, in particular anti-personnel mines, especially in crisis areas; D. working impassable routes and roads to make them accessible by vehicles and on foot.

Inventors:
ZARAKET, Ali (Grosse Geldstr. 12, Recklinghausen, 45657, DE)
Application Number:
DE2010/000122
Publication Date:
August 12, 2010
Filing Date:
February 05, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ZARAKET, Ali (Grosse Geldstr. 12, Recklinghausen, 45657, DE)
International Classes:
F41H11/16
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Claims:
Schutzansprüche:

1. Gerät zu, Räumen von Bodenflächen, insbesondere von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Flächen aus Sand, Kies oder Geröll, mit

einem Gehäuse (1), das eine Bodenplatte (2), Seitenwände (3) und eine Abdeckung (4) aufweist und in Arbeitsrichtung (X) an der Frontseite (5) und der Rückseite (6) offen ist,

Tragelementen (7) zur Abstützung des Gehäuses (1 ) auf einer zu bearbeitenden Bodenfläche,

einem im Gehäuse (1) angeordneten Walzenbrecher (8), der mindestens zwei einen Walzenspalt bildende Brecherwalzen (10) zur Zerkleinerung von Material aufweist, und

einer Fördereinrichtung (9), die innerhalb des Gehäuses (1) vor dem Walzenbrecher (8) angeordnet ist und das bei einer Vorwärtsbewegung des Gehäuses (1) an der Frontseite eintretende Material dem Walzen- brecher (8) zuführt,

wobei das Gehäuse (1) detonationsfest ausgebildet ist und an der Frontseite (5) eine größere Breite aufweist als an der Rückseite und wobei zwischen den Tragelementen (7) und dem Gehäuse (1) Einstellmittel (11) vorgesehen sind, um das Gehäuse (1 ) zu neigen und durch eine Neigung des Gehäuses (1 ) die Bodenplatte (2) frontseitig abzusenken.

2. Gerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2) an ihrer Oberseite zumindest in einem an die frontseitige Öffnung (12) angren- zenden Bereich zur Frontseite (5) hin abgeschrägt ist und an der Frontseite (5) angeordnete Zähne (13) zur Auflockerung der Bodenfläche aufweist.

3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten- wände (3) sich zur Frontseite trichterförmig erweitern.

4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontseite (5) der Bodenplatte (2) in der Draufsicht eine in das Gehäuse zurückspringende V-förmige Kontur aufweist.

5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1 ) an der Frontseite (5) ein vorspringendes und an den Seitenwänden (3) überstehendes Dach (14) aufweist, welches aus einer Metallplatte besteht und einen Bereich vor der frontseitigen Öffnung (12) des Gehäuses (1 ) großflächig nach oben abschirmt.

6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (9) ein motorisch angetriebenes Schaufelrad (15) aufweist.

7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenbrecher (8) eine Anordnung aus mehreren Brecherwalzen (10) aufweist, die zumindest zwei unterschiedlich große Walzenspalte (si, S2) bilden, wobei das aufzubereitende Material zunächst einem großen Walzenspalt (Si) und danach einem kleineren Walzenspalt (s2) zuführbar ist.

8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente (7) Kufen, Räder oder über Räder geführte Ketten aufweisen.

9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente (7) hinter einer frontseitigen Erweiterung des Gehäuses (1 ) an der Außenseite der Seitenwände (3) angeordnet sind.

10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (11 ) zur Neigungseinstellung des Gehäuses (1 ) hydraulische, elektromechanische oder mechanische Verstellvorrichtungen umfassen.

11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Gehäuses ein Rechen (16) und/oder ein Magnetabscheider (17) zur weiteren Aufbereitung des aus dem Gehäuse (1) ausgetretenen Materials angeordnet sind.

12. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1) eine rückwärtige Schubstange (18) zum Anschluss eines

Fahrzeuges befestigt ist.

13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (18) gelenkig verbundene Abschnitte (19, 19') aufweist, wobei die Abschnitte (19, 19') in Strecklage eine zur Bodenplatte (2) gerichtete Querbelastung aufnehmen und in entgegengesetzter Belastungsrichtung um ihre Gelenkverbindungen (20) verschwenkbar sind.

14. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1 ) ein Seilzug (21) angeordnet ist, der an das freie Ende der Schubstange (18) angeschlossen ist.

15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (19, 19') der Schubstange (18) miteinander verriegelbar sind und dass an dem rückwärtigen Ende des Gehäuses (1) Standfüße (24) angeordnet sind, wobei das Gehäuse (1) durch Betätigen des Seilzuges (21) aufrichtbar und zusätzlich als Standgerät betreibbar ist.

16. Gerät nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an das Gehäuse (1) eine Anhängerkupplung (22) angeschlossen ist und dass das Gehäuse (1 ) eine Achse aufweist, an der Fahrzeugräder (23) montiert werden können.

Description:
Landwirtschaftliches Raumgerät

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Räumen von Bodenflächen, insbesondere von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Flächen aus Sand, Kies oder Ge- roll

Die Erfindung befasst sich mit der Aufgabe, ein Gerät zum Räumen und Aufbereitung von Bodenflächen anzugeben, das in Krisengebieten einsetzbar ist. Es soll in der Lage sein, gefährliche Gegenstände, insbesondere Anti-Personen- Minen, aufzunehmen und unschädlich zu machen.

Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist ein Gerät zum Räumen von Bodenflächen mit

einem Gehäuse, das eine Bodenplatte, Seitenwände und eine Abdeckung aufweist und in Arbeitsrichtung an der Frontseite und der Rückseite offen ist,

Tragelementen zur Abstützung des Gehäuses auf einer zu bearbei- tenden Bodenfläche,

einem im Gehäuse angeordneten Walzenbrecher, der mindestens zwei einen Walzenspalt bildende Brecherwalzen zur Zerkleinerung von Material aufweist, und

einer Fördereinrichtung, die innerhalb des Gehäuses vor dem Walzenbrecher angeordnet ist und das bei einer Vorwärtsbewegung des Gehäuses an der Frontseite eintretende Material dem Walzenbrecher zuführt, wobei das Gehäuse detonationsfest ausgebildet ist und an der Frontseite eine größere Breite aufweist als an der Rückseite und wobei zwischen den Tragelementen und dem Gehäuse Einstellmittel vorgesehen sind, um das Gehäuse zu neigen und durch eine Neigung des Gehäuses die Bodenplatte frontseitig abzu- senken. Das Gerät nimmt bei seiner Vorwärtsbewegung eine obere Schicht der Bodenfläche und aufliegende sowie eingelagerte Gegenstände auf, zerkleinert das Material und gibt dieses entsprechend aufbereitet an der Rückseite des Gehäuses wieder ab. Gefährliche Gegenstände, z.B. etwaige Anti-Personen- Minen, werden durch die Wirkung des Walzenbrechers unschädlich gemacht. Detonationen werden dort oder zumindest innerhalb des Gehäuses ausgelöst. Da die obere Bodenschicht von dem Gerät aufgenommen und als zerkleinertes Material wieder abgegeben wird, ist ersichtlich, welche Flächen bereits behandelt wurden. Verdichtete Bodenflächen werden zumindest in oberflächennahen Schichten aufgelockert; Geröll und Bauschutt können beseitigt bzw. in eine zer- kleinerte, nicht mehr störende Form überführt werden. Daher ist das erfindungs- gemäße als landwirtschaftliches Gerät auch dort sinnvoll einsetzbar, wo mit gefährlichen Gegenständen nicht oder nicht in nennenswertem Umfang zu rechnen ist.

Die Bodenplatte ist an ihrer Frontseite schaufelartig bzw. als Kratzer oder Schaber ausgebildet und ist an ihrer Oberseite zumindest in einem an die Frontseite angrenzenden Bereich zur Frontseite hin abgeschrägt. Ferner können an der Frontseite angeordnete Zähne zur Auflockerung der Bodenfläche vorgesehen sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erweitern sich Seitenwände zur Frontseite trichterförmig. Ferner weist die Frontseite der Bodenplatte in der Draufsicht zweckmäßig eine in das Gehäuse zurückspringende V- förmige Kontur auf. Eine V-förmige Kontur der Bodenplatte sowie die trichter- förmige Erweiterung der Seitenwände fördern einen Materialfluss von den Rändern zur Mitte hin.

Das Gehäuse weist zweckmäßigerweise an der Frontseite ein vorspringendes und an den Seitenwänden überstehendes Dach auf, welches aus einer Metallplatte besteht und einen Bereich vor der frontseitigen Öffnung des Gehäuses großflächig nach oben abschirmt. Das Dach erfüllt eine Schutzfunktion bei einer etwaigen vorzeitigen Detonation von Sprengstoffen bei Aufnahme der oberen Bodenschichten.

Um eine geordnete Materialzufuhr zum Walzenbrecher innerhalb des Gehäuses zu gewährleisten, ist vor dem Walzenbrecher eine Fördereinrichtung vorgesehen. Die Fördereinrichtung kann konstruktiv unterschiedlich gestaltet sein. Im Rahmen der Erfindung liegt es beispielsweise, Band-, Ketten- oder Kratzför- derer zu verwenden. Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Fördereinrichtung ein motorisch angetriebenes Schaufelrad aufweist, wobei die Achse des Schaufelrades zweckmäßig horizontal ausgerichtet ist.

Der Walzenbrecher weist zweckmäßig eine Anordnung aus mehreren Brecher- walzen auf, die mindestens zwei unterschiedlich große Walzenspalte bilden. Die Anordnung der Brecherwalzen ist so gewählt, dass das aufzubereitende Material zunächst einem großen Walzenspalt zur Grobzerkleinerung und danach einem kleineren Walzenspalt zuführbar ist. In dem kleineren Walzenspalt folgt eine Nachzerkleinerung und werden Kunststoff- und Metallteile zer- quetscht.

Die Auswahl der Tragelemente richtet sich nach der Beschaffenheit der Bodenfläche. Die Tragelemente können Kufen, Räder oder über Räder geführte Ketten aufweisen. Im Rahmen der Erfindung liegt es, die Räder motorisch anzutrei- ben und ein Fahrwerk vorzusehen, das vorzugsweise ferngesteuert betrieben werden kann. Gemäß einer bevorzugten und nachfolgend noch näher beschriebenen Ausführung der Erfindung ist das Räumungsgerät nicht motorisiert und über eine Schubstange an herkömmliche Fahrzeuge ankuppelbar.

Die Tragelemente sind zweckmäßig hinter einer frontseitigen Erweiterung des Gehäuses an der Außenseite der Seitenwände angeordnet. Durch die frontseitige Erweiterung des Gehäuses sind die Tragelemente von dem Mündungsbereich, in dem Detonationen auftreten können, räumlich getrennt und geschützt angeordnet.

Die Einstellmittel zur Neigungseinstellung des Gehäuses umfassen ohne konstruktive Einschränkungen hydraulische, elektromechanische oder mechanische Verstellvorrichtungen. Sie sind manuell verstellbar, können aber auch an eine Steuerung angeschlossen sein, die den Neigungswinkel verändert, wenn die bei einer Vorwärtsbewegung des Gerätes auf das Gehäuse wirkende Gegenkraft einen Grenzwert überschreitet.

An der Rückseite des Gehäuses können ein Rechen und/oder ein Magnetabscheider zur weiteren Aufbereitung des aus dem Gehäuse austretenden Mate- rials angeordnet sein.

Gemäß einerbevorzugten Ausführung der Erfindung ist das erfindungsgemäße Gerät nicht motorisiert und weist eine rückwärtige Schubstange zum Anschluss eines separaten Fahrzeuges auf. Die Schubstange setzt sich vorzugsweise aus gelenkig verbundenen Abschnitten zusammen, wobei die Abschnitte in Strecklage eine zur Bodenplatte gerichtete Querbelastung aufnehmen und in entgegengesetzter Bewegungsrichtung um ihre Gelenkverbindungen verschwenkbar sind. Die Schubstange weist in Strecklage eine Länge von mehreren Metern auf. Durch Verschwenken ihrer Abschnitte kann die Schubstange an dem Ge- häuse zur Anlage gebracht werden. Nach dem Verschwenken der Schubstange ist das Gerät mobil und kann beispielsweise auf geeigneten Transportfahrzeugen zu einem anderen Einsatzort gebracht werden. Eine weitere sehr vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gerätes sieht vor, dass an das Gehäuse eine Anhängekupplung angeschlossen ist und dass das Gehäuse eine Achse aufweist, an der Fahrzeugräder montiert werden können. Nach Montage entsprechender Fahrzeugräder kann das Gerät als Fahrzeuganhänger zu neuen Einsatzorten transportiert werden.

Um das Zusammenlegen der Schubstange zu erleichtern, ist gemäß einer wei- teren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gerätes am Gehäuse ein Seilzug angeordnet, der an das freie Ende der Schubstange angeschlossen ist. Durch Betätigung des Seilzuges wird die Schubstange angehoben und durch mehrfache Abwinklung auf dem Gehäuse abgelegt.

Das erfindungsgemäße Gerät kann zusätzlich als stationäres Gerät zur Verkleinerung von Abfällen, Baustoffen und dergleichen eingesetzt werden. Für einen stationären Betrieb wird das Gerät zweckmäßig aufgerichtet und auf Standfüßen abgestellt, die an dem rückwärtigen Ende des Gehäuses angeordnet sind. Zum Aufrichten des Gerätes kann der beschriebene Seilzug verwendet werden, wobei die Schubstange in Strecklage als Widerlager dient. Zuvor sind die Abschnitte der Schubstange miteinander zu verriegeln.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen schematisch

Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Gerät zum

Räumen von Bodenflächen,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den vorderen Teil des in Fig. 1 darge- stellten Gerätes, Fig. 3a und 3b die Umrüstung des in Fig. 1 dargestellten Gerätes in ein mobiles Gerät zu Transportzwecken,

Fig. 4a und 4b die Verwendung des in Fig. 1 dargestellten Gerätes als stationäres Gerät.

Das in den Figuren dargestellte Räumgerät ist in Krisengebieten einsetzbar, in denen Bodenflächen mit gefährlichen Gegenständen, z.B. mit Anti-Personen- Minen, kontaminiert sein können. Es ist auf Flächen aus Sand, Kies und Geröll sowie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen einsetzbar und wird in der in Fig. 1 dargestellten Arbeitsrichtung X über die zu bearbeitende Bodenfläche bewegt.

Zum grundsätzlichen Aufbau des in den Figuren dargestellten Gerätes gehören: ein Gehäuse 1 mit einer Bodenplatte 2, Seitenwänden 3 und einer Abdeckung 4, welches in Arbeitsrichtung an der Frontseite 5 und der Rückseite 6 offen ist; Tragelemente 7 zur Abstützung des Gehäuses 1 auf der zu bearbeitenden Bodenfläche, ein im Gehäuse 1 angeordneter Walzenbrecher 8 sowie eine Fördereinrichtung 9, die innerhalb des Gehäuses 1 vor dem Walzenbrecher 8 an- geordnet ist und das bei einer Vorwärtsbewegung des Gehäuses an der Frontseite 5 eintretende Material dem Walzenbrecher 8 zuführt.

Der Walzenbrecher 8 weist ein Anordnung aus mehreren Brecherwalzen 10 auf, die mindestens zwei unterschiedlich große Walzenspalte s- \ , S 2 bilden. Das aufzubereitende Material ist zunächst einem großen Walzenspalt Si und danach einem kleineren Walzenspalt S 2 zuführbar. Zwischen den Tragelementen 7 und dem Gehäuse 1 sind Einstellmittel 11 vorgesehen, um das Gehäuse 1 zu neigen und durch eine Neigung des Gehäuses die Bodenplatte frontseitig abzusenken. Die Einstellmittel 11 umfassen hydraulische, elektromechanische oder mechanische Verstellvorrichtungen, die manuell betätigbar sind oder gegebe- nenfalls auch an eine Steuerung angeschlossen sein können. Die Neigung des Gehäuses 1 ist so einzustellen, dass eine obere Bodenschicht sowie auf der Bodenschicht aufliegende oder eingelagerte Teile und Fremdkörper aufgenommen und dem Brecherwerk zugeführt werden.

Das Gehäuse 1 ist detonationsfest ausgebildet und weist eine entsprechende Panzerung auf. Der Darstellung in Fig. 2 entnimmt man, dass das Gehäuse 1 an der Frontseite 5 eine größere Breite aufweist als an der Rückseite 6 und dass die Seitenwände 3 sich zur Frontseite 5 trichterförmig erweitern. Die Bo- denplatte 2 ist an ihrer Oberseite zumindest in einem an die frontseitige Öffnung 12 angrenzenden Bereich zur Frontseite 5 hin abgeschrägt und weist an der Frontseite angeordnete Zähne 13 zur Auflockerung der Bodenfläche auf. Die Bodenplatte 2 erfüllt frontseitig die Funktion eines Schabers oder Kratzers, welcher die Bodenkrume lockert und aufnimmt. Die Frontseite 5 der Bodenplat- te 2 weist in der Draufsicht zweckmäßig eine in das Gehäuse 1 zurückspringende V-förmige Kontur auf. Diese in Fig. 2 dargestellte Form der Bodenplatte 2 fördert ebenso wie die trichterförmige Erweiterung des Seitenwände 3 den Materialfluss nach innen in die frontseitige Öffnung 12 des Gehäuses 1.

Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 geht hervor, dass das Gehäuse 1 an der Frontseite 5 ein vorspringendes und an den Seitenwänden 3 überstehendes Dach 14 aufweist, welches aus einer Metallplatte besteht und einen Bereich vor der frontseitigen Öffnung 12 des Gehäuses 1 großflächig nach oben abschirmt. Das Dach schützt die Umgebung bei einer etwaigen vorzeitigen Detonation im Mündungsbereich des Gehäuses 1.

Die dem Walzenbrecher 8 vorgeschaltete Fördereinrichtung 9 weist im Ausführungsbeispiel ein motorisch angetriebenes Schaufelrad 15 auf, welches um eine horizontale Achse drehbar ist. Die Tragelemente 7 sind hinter der frontseitigen Erweiterung des Gehäuses 1 an der Außenseite der Seitenwände 3 angeordnet und weisen in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel Kufen auf. Die Auswahl der Tragelemente 7 richtet sich nach der Beschaffenheit der Bodenfläche. Es können auch Räder oder über Räder geführte Ketten eingesetzt werden.

Gemäß der Darstellung in Fig. 1 sind an der Rückseite 6 des Gehäuses 1 ein Rechen 16 sowie ein Magnetabscheider 17 zur weiteren Aufbereitung des aus dem Gehäuse 1 austretenden Materials angeordnet. Ferner entnimmt man der Darstellung in Fig. 1 , dass an dem Gehäuse 1 eine rückwärtige Schubstange 18 befestigt ist, an die ein separates Fahrzeug ankuppelbar ist. Aus den Fig. 3a und 3b ist ersichtlich, dass die Schubstange 18 aus gelenkig verbunden Abschnitten 19, 19' zusammengesetzt ist. Die Abschnitte 19, 19' nehmen in Strecklage eine zur Bodenplatte gerichtete Querbelastung auf. In entgegenge- setzter Belastungsrichtung sind die Abschnitte 19, 19" um ihre Gelenkverbindungen 20 verschwenkbar. Um die Handhabung der Schubstange 18 beim Verschwenken zu erleichtern, ist an dem Gehäuse ein Seilzug 21 angeordnet, der an das freie Ende der Schubstange 18 angeschlossen ist. Gemäß der Darstellung in Fig. 3b kann die Schubstange 18 zum Verschwenken ihrer Abschnit- te 19, 19' auf dem Gehäuse 1 abgelegt werden. Nach dem Umlegen der Schubstange 18 in die in Fig. 3b dargestellte Position ist das Gerät mobil und kann zu einem neuen Einsatzort transportiert werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an das Gehäuse eine Anhängerkupplung 22 angeschlossen und können an einer in der Figur nicht dargestellten Achse Fahrzeugräder 23 montiert werden, so dass das Gerät als Fahrzeuganhänger zu einem neuen Einsatzort gefahren werden kann.

In den Fig. 4a und 4b ist gezeigt, dass das erfindungsgemäße Gerät auch als stationäres Gerät zur Zerkleinerung von Müll, Baustoffen und dergleichen ein- gesetzt werden kann. Das Gerät wird dazu aufgerichtet und auf Standfüßen 24 aufgestellt, die an dem rückwärtigen Ende des Gehäuses 1 angeordnet sind. Das Aufrichten das Gerätes 1 erfolgt unter Verwendung des Seilzuges 21 , wobei die in Strecklage ausgerichtete Schubstange 18 als Widerlager dient. Vor dem Aufrichten sind Abschnitte 19, 19" der Schubstange miteinander zu ver- riegeln.