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Title:
AIR-CONDITIONING SYSTEM FOR A RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/036796
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an air-conditioning system for a rail vehicle, comprising a coolant circuit which can be switched between a cooling operation and a heating operation and which has - a first heat exchanger (3) that interacts with surrounding air (A) and operates as a condenser during the cooling operation and as an evaporator during the heating operation, - a second heat exchanger (12) which conditions supply air (Z) for a passenger compartment, - an expansion valve (11), - a compressor (10), and - a valve assembly for switching between the cooling operation and the heating operation. The invention is characterized in that the coolant circuit has - a primary coolant circuit (1), which comprises the first heat exchanger (3), the expansion valve (11), the compressor (10), the valve assembly for switching between the cooling operation and the heating operation, and a primary side of a third heat exchanger (16) that operates as an evaporator during the cooling operation and as a condenser during the heating operation, and - a secondary coolant circuit (2), which comprises the secondary side of the third heat exchanger (16) and the second heat exchanger (12). A switchable electric heating device for heating a coolant supply flow for the second heat exchanger (12) is arranged between the coolant fluid outlet on the secondary side of the third heat exchanger (16) and a coolant fluid inlet of the second heat exchanger (12).

Inventors:
EHRIG, Markus (Fliethgraben 71, Tönisvorst, 47918, DE)
HILDEBRANDT, Alexander (Mauritiusstr. 27A, Bochum, 44789, DE)
KASAP, Irfan (Belgorodstr. 30b, Herne, 44653, DE)
Application Number:
EP2017/069913
Publication Date:
March 01, 2018
Filing Date:
August 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
F25B30/00; B61D27/00; F25B41/00
Foreign References:
EP2811241A12014-12-10
DE3247302A11983-06-30
DE20311981U12004-12-09
EP2253904A12010-11-24
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Klimaanlage für ein Schienenfahrzeug, mit einem Kälte¬ kreislauf, der zwischen einem Kühlbetrieb und einem Heizbe- trieb umschaltbar ist und

- einen ersten Wärmetauscher (3) , der mit einer Umgebungsluft (A) wechselwirkt sowie im Kühlbetrieb als Kondensator und im Heizbetrieb als Verdampfer arbeitet,

- einen zweiten Wärmetauscher (12), der Zuluft (Z) für ei- nen Fahrgastinnerraum konditioniert,

- ein Expansionsventil (11), einen Verdichter (10) und eine Ventilanordnung zum Umschalten zwischen dem Kühlbetrieb und dem Heizbetrieb aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Kältekreislauf

- einen Primärkältekreislauf (1) aufweist, der den ersten Wärmetauscher (3), das Expansionsventil (11), den Verdich¬ ter (10), die Ventilanordnung zum Umschalten zwischen dem Kühlbetrieb und dem Heizbetrieb sowie eine Primärseite ei- nes dritten Wärmetauschers (16) umfasst, der im Kühlbetrieb als Verdampfer und im Heizbetrieb als Kondensator arbeitet, und

- einen Sekundärkältekreislauf (2) aufweist, der die Sekun¬ därseite des dritten Wärmetauschers (16) und den zweiten Wärmetauscher (12) umfasst,

- wobei zwischen einem Kältefluidauslass auf der Sekundär¬ seite des dritten Wärmetauschers (16) und einem Kältefluid- einlass des zweiten Wärmetauschers (12) eine zuschaltbare elektrische Heizeinrichtung zum Aufheizen eines Kühlmittel- Zuflusses für den zweiten Wärmetauscher (12) angeordnet ist .

2. Klimaanlage nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die elektrische Heizeinrichtung als Tauchsieder (14) ausgebildet ist.

3. Klimaanlage nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Tauchsieder (14) in ein Reservoir (17) für das Kältemittel des Sekundärkältekreislaufs (2) integriert ist.

4. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

sie in ihrem Heizbetrieb derart intervallartig arbeitet, dass an dem ersten Wärmetauscher (3) ein Abtauen ermöglicht ist .

5. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ventilanordnung von einem Vierwegeventil (5) gebildet ist, mit einem ersten Anschluss (6), der mit einem Kälte- fluideinlass des ersten Wärmetauschers (3) im Kühlbetrieb verbunden ist, einem zweiten Anschluss (7), der mit einem Kältefluidauslass auf der Primärseite des dritten Wärmetau¬ schers (12) im Kühlbetrieb verbunden ist, einem dritten Anschluss (8), der mit einer Eingangsseite des Verdichters verbunden ist, und einem vierten Anschluss (9), der mit ei¬ ner Ausgangsseite des Verdichters (7) verbunden ist.

6. Klimaanlage nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

in dem Kühlbetrieb das Vierwegeventil (5) derart geschaltet ist, dass sein zweiter Anschluss (7) mit dem dritten An- schluss (8) und sein vierter Anschluss (9) mit dem ersten

Anschluss (6) strömungstechnisch verbunden sind, während im Heizbetrieb der erste Anschluss (6) mit dem dritten An¬ schluss (8) und der vierte Anschluss (9) mit dem ersten An¬ schluss (6) strömungstechnisch verbunden ist.

7. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass

der dritte Wärmetauscher (16) als Plattenwärmeübertrager ausgeführt ist.

8. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Sekundärkältekreislauf (1) mit einem Sole-Wasser- Gemisch als Kältemittel arbeitet.

9. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Umgebungsluft an dem ersten Wärmetauscher (3) mittels eines ersten Ventilators (4) vorbeigeführt ist.

10. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

zu konditionierende Zuluft (Z) für den Fahrgastinnenraum an dem zweiten Wärmetauscher (12) mittels eines zweiten Venti- lators (10) vorbeigeführt ist.

Description:
Beschreibung

Klimaanlage für ein Schienenfahrzeug

Die Erfindung bezieht sich auf eine Klimaanlage für ein

Schienenfahrzeug nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Danach ist eine Klimaanlage, beispielsweise für ein Schienen ¬ fahrzeug, bekannt, mit einem Kältekreislauf, der zwischen ei ¬ nem Kühlbetrieb und einem Heizbetrieb umschaltbar ist und ei ¬ nen ersten Wärmetauscher, der mit einer Umgebungsluft wechselwirkt sowie im Kühlbetrieb als Kondensator und im Heizbe ¬ trieb als Verdampfer arbeitet, einen zweiten Wärmetauscher, der Zuluft für einen Fahrgastinnerraum konditioniert, ein Expansionsventil, einen Verdichter und eine Ventilanordnung zum Umschalten zwischen dem Kühlbetrieb und dem Heizbetrieb auf ¬ weist.

Solche, häufig als Klimakompaktanlage vorgesehenen Geräte kommen nicht nur bei Schienenfahrzeugen, sondern auch bei Fahrzeugen aller Art, aber auch in Gebäuden zum Einsatz.

Bei der Klimatisierung von Schienenfahrzeugen liegen die Hauptfunktionen der Klimaanlage darin, eine Mischluft, beste ¬ hend aus Frischluft und Umluft, auf eine bestimmte Zuluft zu konditionieren, so dass in einem Fahrgastinnenraum ein gewünschter Klimakomfort eingehalten wird. Da die Klimaanlage in Schienenfahrzeugen hinter den Traktionskomponenten des Schienenfahrzeugs häufig der zweitgrößte Energieverbraucher ist, ist eine Verminderung einer Leistungsaufnahme der Klima ¬ anlage bedeutsam. Eine der Maßnahmen dafür ist es, eine Klimaanlage, insbesondere Klimakompaktanlage, mit integrierter Wärmepumpenfunktion vorzusehen.

Dabei liegt ein Haupt-Arbeitsbereich für die Wärmepumpenfunktion typischerweise bei Außentemperaturen zwischen -5°C und +15°C. Die Arbeitsweise der Klimaanlage muss zudem den ein ¬ schlägigen Normen DIN EN14750 und DIN EN13129 genügen. Die Wärmepumpenfunktion der Klimaanlage wird durch eine Ventilanordnung ermöglicht, wobei der Kältekreislauf im Kühlbe ¬ trieb wie bei einer konventionellen Klimaanlage arbeitet, d. h. der Verdampfer kühlt die Mischluft auf eine geforderte Zulufttemperatur, wobei gleichzeitig durch Unterschreitung einer Taupunkttemperatur die Mischluft auch entfeuchtet wird. Durch Einwirken auf die Temperatur und/oder die Feuchte der Mischluft konditioniert der Verdampfer die Mischluft aus Frischluft und Umluft.

Demgegenüber führt der Kondensator eine Abwärme aus dem Ar- beitsprozess des Verdampfers und des Verdichters an die Umge ¬ bung ab .

Im Heizbetrieb der Klimaanlage wird die Ventilanordnung der ¬ art eingestellt, dass der Verdampfer prozesstechnisch auf einer Außenseite angeordnet ist und die Umgebungsluft abkühlt. Dabei kondensiert durch Taupunktunterschreitung der Umge- bungsluft Wasser. Bei tieferen Temperaturen unterhalb von 0°C kommt es dann zu einer Bereifung einer Wärmeübertragerfläche des Verdampfers.

Die Mischluft wird durch die Wärmepumpe aufgeheizt, da der Kondensator praktisch die Wärme des Verdichters und die Wärme des Kondensators der Mischluft zuführt.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Funktion im Wärmepumpenbetrieb in der Regel auf unterhalb von -5°C be- grenzt ist, da sonst der Verdampfer auf der Außenseite stark vereist. In einem Übergangsbereich zwischen -5°C und etwa +5°C wird der Kältekreislauf entweder für eine gewisse Zeit unterbrochen, bis das Eis an der Wärmeübertragerfläche des Verdampfers wieder geschmolzen ist, oder es findet eine Pro- zessumkehr statt. Bei einer Prozessumkehr würde auf den Kühlbetrieb umgeschaltet werden. Darauf wird jedoch in der Regel verzichtet, da man dann den Innenraum kühlen würde statt zu heizen . Beide Maßnahmen führen zu einer Unterbrechung der Wärmepumpenfunktion des Kältekreislaufs, so dass es erforderlich ist, eine stromabwärts des zweiten Wärmetauschers angeordnete elektrische Heizeinrichtung zuzuschalten, um die Mischluft auf eine geeignete Temperatur zu bringen, dass sie als Zuluft dem Fahrgastinnenraum zugeführt werden kann. Die Zuschaltung der elektrischen Heizeinrichtung führt zu einer Schwankung der Zulufttemperatur, da zunächst die elektrische Heizein- richtung selbst aufgeheizt werden muss, was durch eine Wärme ¬ kapazität der elektrischen Heizeinrichtung bestimmt ist. Somit kann nicht sofort exakt die gleiche Zulufttemperatur ein ¬ gestellt werden. Letztlich bewirkt die Unterbrechung der Wärmepumpenfunktion und die Zuschaltung der elektrischen Heizeinrichtung eine Schwankung der Zulufttemperatur für den Fahrgastinnenraum, was eine Einhaltung der oben genannten einschlägigen Normen stark erschwert.

Hinzu kommt, dass der Einsatz der elektrischen Heizeinrichtung das Vorsehen verschiedener Sicherheitseinrichtungen bedingt, da an Heizelementen der elektrischen Heizeinrichtung sehr hohe Oberflächentemperaturen von beispielsweise mehr als 300°C auftreten können.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene Klimaanlage derart weiterzuentwi ¬ ckeln, dass Schwankungen in der Zulufttemperatur für den Fahrgastinnenraum/Gebäudeinnenraum aufgrund einer Unterbrechung des Wärmepumpenbetriebs vermindert werden.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Klimaanlage nach An ¬ spruch 1.

Danach ist die eingangs genannte Klimaanlage derart weiterge ¬ bildet, dass der Kältekreislauf einen Primärkältekreislauf, der den ersten Wärmetauscher, das Expansionsventil, den Ver- dichter, die Ventilanordnung zum Umschalten zwischen dem Kühlbetrieb und dem Heizbetrieb sowie eine Primärseite eines dritten Wärmetauschers umfasst, der im Kühlbetrieb als Ver ¬ dampfer und im Heizbetrieb als Kondensator arbeitet, sowie einen Sekundärkältekreislauf aufweist, der die Sekundärseite des dritten Wärmetauschers und den zweiten Wärmetauscher umfasst, wobei zwischen einem Kältefluidauslass auf der Sekun ¬ därseite des dritten Wärmetauschers und einem Kältefluidein- lass des zweiten Wärmetauschers eine zuschaltbare elektrische Heizeinrichtung zum Aufheizen eines Kühlmittelzuflusses für den zweiten Wärmetauscher angeordnet ist.

Durch die Aufteilung des Kältekreislaufs in einen Primärkäl ¬ tekreis und einen Sekundärkältekreis, die über den dritten Wärmetauscher miteinander verbunden sind, ist es möglich,

Temperaturschwankungen in der Zuluft für den Fahrgastinnenraum zu vermindern. Denn der Sekundärkältekreislauf arbeitet in der Art eines thermischen Speichers und die elektrische Heizeinrichtung wirkt nicht, wie im Stand der Technik be- kannt, auf die Zulufttemperatur, sondern auf die Temperatur des Kühlmittelzuflusses für den zweiten Wärmetauscher, der die Konditionierung der Luft bewirkt, die in den Fahrgastinnenraum zu leiten ist. Die elektrische Heizeinrichtung kann als Tauchsieder ausgebildet sein. In dieser Weise wird eine einfache Realisierung der elektrischen Heizeinrichtung bewirkt.

Bevorzugt ist eine Wärmespeicherkapazität des Sekundärkälte- kreislaufs so ausgelegt, dass sich kurze Unterbrechungen des Wärmepumpenbetriebs nicht negativ auf die Zulufttemperatur auswirken .

Die Wärmespeicherkapazität des Sekundärkältekreislaufs kann noch dadurch erhöht werden, dass der Sekundärkältekreislauf mit einem Reservoir ausgestattet ist. Der Tauchsieder ist in diesem Fall in das Reservoir für das Kältemittel des Sekundärkältekreislaufs integriert. Das Vorsehen eines Reservoirs im Sekundärkältekreislauf ermöglicht, dass ein Wärmepumpenbe ¬ trieb der Klimaanlage in Intervallen mit maximaler Effizienz ausgeführt werden kann. Unterbrechungen im Wärmepumpenbetrieb werden, insbesondere durch das Reservoir, ausgeglichen.

Der Wärmepumpenbetrieb kann zudem im Wesentlichen ohne Verei ¬ sung erfolgen, denn ein Abtauen von Wasser am Verdampfer kann während Betriebspausen erfolgen, ohne dass mit negativen Auswirkungen auf die Einhaltung der gewünschten Zulufttemperatur gerechnet werden muss.

Insofern ist es bevorzugt, dass die Klimaanlage in ihrem Heizbetrieb derart intervallartig arbeitet, dass ein Abtauen des ersten Wärmetauschers, der mit der Außenluft wechsel- wirkt, ermöglicht ist.

Die Ventilanordnung kann von einem Vierwegeventil gebildet sein. In diesem Fall ist das Vierwegeventil mit einem ersten Anschluss, der mit einem Kältefluideinlass des ersten Wärme ¬ tauschers im Kühlbetrieb verbunden ist, einem zweiten Anschluss, der mit einem Kältefluidauslass auf der Primärseite des dritten Wärmetauschers im Kühlbetrieb verbunden ist, ei ¬ nem dritten Anschluss, der mit einer Eingangsseite des Ver ¬ dichters verbunden ist und einem vierten Anschluss, der mit einer Ausgangsseite des Verdichters verbunden ist, ausgestat tet .

Ein Kühlbetrieb der Klimaanlage kann dann dadurch realisiert sein, dass das Vierwegeventil derart geschaltet ist, dass ein zweiter Anschluss mit dem dritten Anschluss und sein vierter Anschluss mit dem ersten Anschluss strömungstechnisch verbunden sind. Demgegenüber kann im Heizbetrieb der erste Anschluss mit dem dritten Anschluss und der vierte Anschluss mit dem zweiten Anschluss des Vierwegeventils strömungstech ¬ nisch verbunden sein.

Bevorzugt ist der dritte Wärmetauscher als

Plattenwärmeübertrager ausgeführt. Dies gewährleistet einen effektiven Wärmeaustausch zwischen dem Primär- und dem Sekundärkältekreislauf .

Der Sekundärkältekreislauf kann mit einem Sole-Wasser-Gemisch als Kältemittel arbeiten. Für den Primärkältekreislauf können gängige Kältemittel eingesetzt werden.

Die Umgebungsluft kann an dem ersten Wärmetauscher mittels eines ersten Ventilators vorbeigeführt sein, während an dem zweiten Wärmetauscher, der die konditionierte Zuluft für den Fahrgastinnenraum bereitstellt, ebenfalls ein Ventilator zum Ansaugen der Zuluft verwendbar ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch näher erläutert. Es zei ¬ gen :

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Kältekreislaufs mit Wärmepumpenfunktion in einem Kühlbetrieb in ei- ner ersten Ausführungsform,

Figur 2 eine schematische Darstellung des Kältekreislaufs von Figur 1 in einem Heizbetrieb, Figur 3 eine schematische Darstellung eines Kältekreislaufs mit Wärmepumpenfunktion in einem Kühlbetrieb in einer zweiten Ausführungsform und

Figur 4 eine schematische Darstellung des Kältekreislaufs von Figur 3 in einem Heizbetrieb.

Die anhand der Figuren 1 bis 4 veranschaulichten Kältekreisläufe sind beispielsweise in einer Kompaktklimaanlage reali ¬ siert, wie sie bei einem Schienenfahrzeug zum Einsatz kommt. Die Kältekreisläufe können jedoch ebenso im Bereich anderer Fahrzeuge und in der Gebäudetechnik zum Einsatz kommen. Es ist hervorzuheben, dass in den Zeichnungen mit durchgezogenen Linien veranschaulichte strömungstechnische Verbindun ¬ gen solche sind, bei denen das Kühlfluid eine eher niedrige Temperatur hat, während mit gestrichelten Linien dargestellte strömungstechnische Verbindungen auf ein Kältefluid mit er ¬ höhter Temperatur hindeuten.

In Figur 1 ist ein Kühlbetrieb für einen Kältekreislauf mit Wärmepumpenfunktion dargestellt. Der Kältekreislauf umfasst einen Primärkältekreislauf 1 und einen Sekundärkältekreislauf 2. Der Primärkältekreislauf 1 weist einen ersten Wärmetau ¬ scher 3 auf, der mit Umgebungsluft zusammenwirkt und im Kühl ¬ betrieb als Verdampfer arbeitet. Die Umgebungsluft wird mit Hilfe eines Ventilators 4 an dem ersten Wärmetauscher 3 vorbeigeführt. Im in Figur 1 dargestellten Kühlbetrieb für den Kältekreislauf arbeitet der erste Wärmetauscher 3 als Verdampfer. Auf einer Einlassseite des ersten Wärmetauschers 3 im Kühlbetrieb ist ein Vierwegeventil 5 angeschlossen, das mit vier Anschlüssen 6, 7, 8, 9 ausgestattet ist. Ein erster Anschluss 6 des Vierwegeventils ist mit der Eingangsseite des ersten Wärmetauschers 3 im Kühlbetrieb verbunden. Da der ers ¬ te Anschluss 6 des Vierwegeventils 5 im Kühlbetrieb durch ge ¬ eignete Einstellung des Vierwegeventils 5 mit dessen viertem Anschluss 9 verbunden ist, der strömungstechnisch mit einer Auslassseite eines Verdichters 10 verbunden ist, strömt er ¬ wärmtes Kältefluid des Primärkältekreislaufs 1 in den ersten Wärmetauscher 3 ein. Eine Eingangsseite des Verdichters 10 ist über das Vierwegeventil 5, insbesondere über dessen zwei ¬ ten 7 und dritten Anschluss 8, mit dem Sekundärkältekreislauf 2 verbunden.

Kältefluid, das den ersten Wärmetauscher 3 auf dessen Ausgangsseite verlässt, gelangt zu einem Expansionsventil 11, kühlt sich dort ab, und von dort aus in Richtung zu dem Se- kundärkältemittelkreislauf 2.

Der Sekundärkältekreislauf 2 umfasst einen zweiten Wärmetau ¬ scher 12, der zum Konditionieren von Zuluft Z für einen Fahr- gastinnenraum, beispielsweise eines Schienenfahrzeugs. Ein Ventilator 13 saugt dem Kompaktklimagerät bereitgestellte Mischluft M aus Außenluft und Umluft an und führt diese an dem zweiten Wärmetauscher 12 vorbei. Im hier dargestellten Kühlbetrieb wird die Mischluft an dem Wärmetauscher 9 abge ¬ kühlt und dann mittels des Ventilators 13 in Richtung auf den Fahrgastinnenraum befördert.

Zudem umfasst der Sekundärkältekreislauf 2 einen Tauchsieder 14, der bedarfsweise zugeschaltet werden kann. Das Kältefluid im Sekundärkältekreislauf 2, bei dem es sich um ein Wasser- Sole-Gemisch handelt, wird mit Hilfe einer Kreiselpumpe 15 gefördert . Der Primärkältekreislauf 1 und der Sekundärkältekreislauf 2 sind über einen dritten Wärmetauscher 16 miteinander verbunden, der im Kühlbetrieb als Kondensator, im Heizbetrieb je ¬ doch als Verdampfer arbeitet und als Plattenwärmeübertrager ausgeführt ist. Dessen Primärseite ist einerseits mit dem Ex- pansionsventil 11 und andererseits mit dem zweiten Auslass 7 des Vierwegeventils 5 verbunden. Im Kühlbetrieb strömt von dem Expansionsventil 11 kommendes, abgekühltes Kältefluid des Primärkältekreislaufs 1 in den dritten Wärmetauscher 12 ein, wechselwirkt mit dem Kältefluid des Sekundärkältekreislaufs 2 und verlässt den dritten Wärmetauscher 12 in Richtung auf den zweiten Anschluss 7 des Vierwegeventils 5.

Im anhand von Figur 2 dargestellten Heizbetrieb übt der Kältekreislauf eine Wärmepumpenfunktion aus. Die strömungstech- nische Anordnung des Primärkältekreislaufs 1 unterscheidet sich von derjenigen, die anhand von Figur 1 gezeigt ist, durch die Einbindung des Verdichters 10. Dessen Eingangsseite ist nunmehr strömungstechnisch über den ersten 6 und den dritten Anschluss 8 des Vierwegeventils 5 mit einer Ausgangs- seite für Kältefluid des ersten Wärmetauschers 3 im Heizbe ¬ trieb verbunden (dies entspricht die Einlassseite im Kühlbe ¬ trieb) . Der erste Wärmetauscher 3 wird nunmehr in umgekehrter Richtung durchströmt als im Kühlbetrieb. Im anhand von Figur 1 veranschaulichten Kühlbetrieb des Kältekreislaufs überträgt der dritte Wärmetauscher 16, der hier als Kondensator arbeitet, die Temperatur des Kältemittels des Primärkältekreislaufs 1, wie sie auf der Ausgangsseite des

Expansionsventils 8 vorliegt. Der Tauchsieder 14 ist im Kühl ¬ betrieb ohne Funktion.

Im Heizbetrieb nach Figur 2 wird der Kältekreislauf, insbe- sondere bei Außentemperaturen zwischen -5°C und +5°C, in Intervallen betrieben, d. h. die Wärmepumpenfunktion wird in Intervallen unterbrochen, wobei auf eine auch wirkliche Prozessumkehr aus Sicht einer Energieeffizienz möglichst verzichtet wird, so dass in Ruheintervallen ein Enteisen/Abtauen von kondensiertem Wasser aus der Außenluft A an dem ersten

Wärmetauscher 3 ermöglicht wird. Durch ein (kurzzeitiges) Ab ¬ sinken des Wärmeübertrags am dritten Wärmetauscher 16 wird der Einsatz des Tauchsieders 14 erforderlich. Dieser ist zwischen der Sekundärseite des dritten Wärmetauschers 16 und ei- ner Kältemittel-Zuflussseite des zweiten Wärmetauschers 12 angeordnet und heizt das Kältefluid des Sekundärkältekreis ¬ laufs 2 bedarfsweise derart auf, dass die Temperatur der Zu ¬ luft Z für den Fahrgastinnenraum von der Um-/Abschaltung des Kältekreislaufs möglichst unbeeinflusst bleibt.

Die Figuren 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform eines Kältekreislaufs mit Wärmepumpenfunktion. Gegenüber der vorstehend erläuterten ersten Ausführungsform ist der Sekundärkältekreislauf 2 um ein Reservoir 17 für das Kältefluid des Sekundärkältekreislaufs 2 erweitert. In dieses Reservoir 17 ist der Tauchsieder 14 integriert, so dass bei einer Unterbrechung der Wärmepumpenfunktion des Kältekreislaufs ausreichend Kältefluid gewünschter Temperatur zur Verfügung steht, so dass die Temperatur der Zuluft Z, die am zweiten Wärmetau- scher 12 konditioniert wird, möglichst keinen Schwankungen unterliegt .