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Title:
AIR-CONDITIONING UNIT HAVING AN AIR/AIR PLATE-TYPE HEAT EXCHANGER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/129211
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an air-conditioning unit having at least one air/air plate-type heat exchanger which is flowed through in one direction by the outside air which, after being cooled in the air/air plate-type heat exchanger, forms the feed air to the building interior, wherein the air/air plate-type heat exchanger is flowed through in the transverse and/or opposite direction by the exit air from the building, which absorbs a part of the heat of the outside air and becomes exhaust air, and wherein water is sprayed into the exit air in particular in the plate intermediate spaces (exhaust-air gaps), which conduct the exit air, of the plate-type heat exchanger for the purposes of adiabatically cooling the exit air in order to increase the cooling power, and wherein, before the exit air enters the heat transfer region, at least a part of the exit air is branched off and is introduced into those plate intermediate spaces (exit-air gaps), through which the exit air flows, of the heat exchanger which are situated in the heat transfer region.

Inventors:
BERGER, Ralph (Auf dem Busch 20, Gladbeck, 45968, DE)
Application Number:
EP2016/002128
Publication Date:
August 03, 2017
Filing Date:
December 19, 2016
Export Citation:
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Assignee:
MENERGA GMBH (Alexanderstrasse 69, Mülheim an der Ruhr, 45472, DE)
International Classes:
F24F5/00; F24F12/00; F28D5/02; F28D9/00; F28D21/00; F28F9/02
Foreign References:
DE102009048543A12011-04-14
EP2905550A22015-08-12
EP2618067A22013-07-24
EP2423614A12012-02-29
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WISSGOTT (Schumannstrasse 97-99, Düsseldorf, 40237, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Klimagerät mit mindestens einem Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager (WT), der in einer Richtung von der Außenluft (AL) durchströmt ist, die nach Abkühlung im Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager die Zuluft (ZL) zum Gebäudeinneren bildet,

- wobei der Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager in der Quer- und/oder

entgegengesetzten Richtung von der Abluft (ABL) des Gebäudes

durchströmt ist, die einen Teil der Wärme der Außenluft (AL) übernimmt und zur Fortluft (FL) wird, und

- wobei in die Abluft (ABL) insbesondere in den die Abluft führenden

Plattenzwischenräume (Fortluftspalten) des Plattenwärmeübertragers (WT) Wasser gesprüht wird zur adiabaten Abkühlung der Abluft (ABL) zur Vergrößerung der Kühlleistung,

dadurch gekennzeichnet, dass vor Eintritt der Abluft (ABL) in den

Wärmeübertragungsbereich zumindest ein Teil (AT) der Abluft (ABL) abgezweigt und in diejenigen von der Abluft durchströmten

Plattenzwischenräume (Abluftspalten) des Wärmeübertragers (WT) eingeführt wird, die im Wärmeübertragungsbereich (B) liegen.

2. Klimagerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

abgezweigte Teil (AT) der Abluft (ABL) in den mittleren Bereich des

Wärmeübertragungsbereichs (B) in die von der Abluft (ABL) durchströmten Plattenzwischenräume (Fortluftspalten) eingeführt wird.

3. Klimagerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Zuluft (ZL) hinter dem Wärmeübertragungsbereich (B) vom Zuluftstrom abgezweigt und als Prozessluft (PL) zum Wärmeübertrager (WT) zurück geführt wird in die Plattenzwischenräume (Fortluftspalten) hinein, die von der Abluft (ABL) durchströmt sind.

4. Klimagerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der

abgezweigte Teil der Abluft (ABL) in den Wärmeübertragungsbereich (B) an der Stelle des Abluftstroms in die Fortluftspalte eingespeist wird, an der die Feuchtkugeltemperatur der Prozessluft (PL) durch Wärme- und

Feuchtigkeitsaufnahme die Feuchtkugeltemperatur der anfänglichen Abluft (ABL) erreicht hat.

5. Klimagerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Abluft (ABL) vor dem Einführen in den

Wärmeübertrager (WT) mit einem Teil der gekühlten Zuluft (ZL) gemischt wird.

6. Klimagerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der in den Wärmeübertrager (WT) mittig eingeführte abgezweigte Teil (AT) der Abluft (ABL) 40 bis 100 Prozent des Abluftstroms beträgt.

7. Klimagerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der als Prozessluft (PL) von der Zuluft (ZL) abgezweigte Luftstrom 10 bis 50 Prozent des Zuluftstroms bzw. des Außenluftstroms beträgt.

8. Klimagerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der abgezweigte Abluftstrom (AT) vor dem

Wärmeübertrager (WT) und/oder innerhalb des Wärmeübertragers durch Wassereinsprühung befeuchtet wird.

9. Klimagerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessluftstrom vor dem Wärmeübertrager (WT) und/oder innerhalb des Wärmeübertragers durch Wassereinsprühung befeuchtet wird.

10. Klimagerät nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wasserkreisläufe zur Befeuchtung des Prozessluftstromes und des Abluftstromes voneinander getrennt sind (Fig. 2).

Description:
Klimagerät mit einem Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager

Die Erfindung betrifft ein Klimagerät mit mindestens einem Luft/Luft- Plattenwärmeübertrager, der in einer Richtung von Außenluft durchströmt ist, die nach Abkühlung im Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager die Zuluft zum Gebäudeinneren bildet, wobei der Luft/Luft-Plattenwärmeübertrager in der Quer- und/oder

entgegengesetzten Richtung von der Abluft des Gebäudes durchströmt ist, die einen Teil der Wärme der Außenluft übernimmt und zur Fortluft wird, und wobei in die Abluft insbesondere in den die Abluft führenden Plattenzwischenräume

(Fortluftspalten) des Plattenwärmeübertragers Wasser gesprüht wird zur adiabaten Abkühlung der Abluft zur Vergrößerung der Kühlleistung.

Ein solches Klimagerät ist in der deutschen Patentanmeldung DE 10 2009 048 543.0 A1 beschrieben. Dieses bekannte Klimagerät erreicht bereits einen hohen

Wirkungsgrad.

Raumlufttechnische(RLT)-Anlagen verbrauchen im sommerlichen Kühlbettrieb einen wesentlichen Anteil der global durch elektrisch oder thermisch angetriebene

Kältemaschinen bereitgestellten Kälteenergie. Zur Reduzierung bzw. Substitution des Bedarfes an Kälteenergie sind Verfahren wie die„indirekte adiabate Verdunstungskühlung" oder die„Taupunktkühlung" bekannt und werden seit vielen Jahren in verschiedenen Varianten und Ausführungen angewendet.

Die beiden genannten Verfahren basieren auf dem natürlichen Vorgang der

Verdunstung von Wasser, wobei die zum Phasenwechsel des Wassers von flüssig nach dampfförmig notwendige Wärmenergie der Umgebung, in diesem Fall dem befeuchteten Luftstrom, entzogen wird. Der befeuchtete Luftstrom kühlt sich durch diesen Verdunstungsprozess bis auf die Feuchtkugeltemperatur ab. Die

Feuchtkugeltemperatur ist diejenige Temperatur, die bei Befeuchtung eines

Luftstromes mit Wasser bei Erreichen der Sättigungslinie (relative Feuchte phi = 100%r.F.) ohne zusätzliche Wärmeaufnahme oder -abgäbe aus der Umgebung des Luftstromes minimal erreicht wird. Eine höhere Lufttemperatur und/oder eine höhere Luftfeuchtigkeit führen zu einer höheren Feuchtkugeltemperatur. In einem Luft/Luft- Wärmeübertrager wird anschließend ein zweiter Luftstrom höherer Temperatur durch Wärmeübertragung an den befeuchteten Luftstrom gekühlt.

Bei der„indirekten adiabaten Verdunstungskühlung" wird der aus den klimatisierten Räumen abgeführte Abluftstrom vor oder bei dem Eintritt in das

Wärmerückgewinnungssystem der RLT-Anlage mit Wasser befeuchtet, wodurch eine Temperaturabsenkung der Abluft entlang der Isenthalpen bis auf die AB- Feuchtkugeltemperatur möglich ist. Im Luft/Luft-Wärmeübertrager wird die den Räumen zugeführte Außenluft durch Wärmeabgabe an den befeuchteten Abluftstrom gekühlt. Das Verhältnis beider Luftmassenströme ist dabei in der Regel

ausgeglichen, was die Nutzung des in den meisten Fällen für den Winterbetrieb der RLT-Anlage optimal dimensionierten Luft/Luft-Wärmeübertrager ermöglicht.

Insbesondere bei Räumen mit hohen Wärme- und/oder Feuchtelasten reduziert sich die Kühlleistung der„indirekten adiabaten Verdunstungskühlung", da durch höhere Ablufttemperaturen und feuchten die AB-Feuchtkugeltemperatur gegenüber der dem Raum als Zuluft zugeführten ZU-Feuchtkugeltemperatur ansteigt.

Durch zusätzliches Befeuchten der abluftseitigen Wärmeübertragungsflächen bei Luft/Luft-Wärmeübertragern ohne Stoffübertragung (Plattenwärmeübertrager, Kreislauf-Verbundsysteme) kann die Kühlleistung der„indirekten adiabaten Verdunstungskühlung" zusätzlich gesteigert werden, da durch Nachverdunstung von Wasser in den Abluftstrom die durch Wärmeaufnahme aus der Außenluft bedingte Temperaturerhöhung des Abluftstromes verringert wird. Begrenzt wird in diesem Fall die mögliche Kühlleistung der Außenluft durch das Temperaturniveau der AB- Feuchtkugeltemperatur, eine tiefere Absenkung der Temperatur der Außenluft als die AB-Feuchtkugeltemperatur ist nicht möglich. Die bei ausgeglichenem

Luftmassenströmen theoretisch durch kombinierte Wärmeaufnahme aus der

Außenluft und Nachverdunstung von Wasser möglich Wärmeaufnahme des befeuchteten Abluftstromes ist bei Komfortklimaanwendungen um den Faktor 4 größer als die für die Abkühlung der Außenluft bis auf die theoretisch minimal mögliche Feuchtkugeltemperatur der Abluft notwendige Kühlleistung. Aufgrund dieses„Überschusses" an Kühlleistung können auch mit einfachen Kreuzstrom oder Kreuz-Gegenstrom-Plattenwärmeübertragern sehr gute Kühlleistungen erreicht werden.

Bei dem ebenfalls bekannten Verfahren der„Taupunktkühlung" wird ein Teil der im Luft/Luft-Wärmeübertrager gekühlten Außenluft vom Zuluftstrom abgezweigt und als befeuchteter Luftstrom im Luft/Luft-Wärmeübertrager zur Kühlung der Außenluft verwendet. Die minimal erreichbare Feuchtkugeltemperatur der Prozessluft ist dabei die Taupunkttemperatur der Außenluft. Im Vergleich zur Feuchtkugeltemperatur der Abluft ist die Taupunktemperatur der Außenluft deutlich niedriger, die Differenz beträgt je nach Außenluftzustand sowie der Wärme- und Feuchtelast in den klimatisierten Räumen zwischen 4 und 6 K. Dementsprechend tiefer sind die erreichbaren Außenlufttemperaturen nach der„Taupunktkühlung" im Vergleich zur „indirekten adiabaten Verdunstungskühlung". Die Abluft aus den klimatisierten Räumen wird bei dem Verfahren der„Taupunktkühlung" über einen Abluftventilator ungenutzt abgeführt oder über Überströmöffnungen von der über die RLT-Anlage eingeblasenen gekühlten Außenluft verdrängt.

Der aus dem gekühlten Außenluftstrom abgezweigte Anteil Prozessluft steht nicht als Zuluftstrom zur Klimatisierung der an die RLT-Anlage angeschlossenen Räume zur Verfügung. Der abgezweigte Prozessluftanteil beträgt in der Regel 33% vom gesamten gekühlten Außenluftstrom und muss als zusätzlicher Außenluftyolumenstrom von der RLT-Anlage über den Luft/Luft-Wärmeübertrager gefördert werden. Die theoretisch durch kombinierte Wärmeaufnahme aus der Außenluft und Nachverdunstung von Wasser möglich Wärmeaufnahme des befeuchteten Prozessluftstromes ist bei Komfortklimaanwendungen etwa gleich hoch wie die für die Abkühlung der Außenluft bis auf die theoretisch minimal mögliche Feuchtkugeltemperatur der Prozessluft notwendige Kühlleistung. Eine zusätzliche, hocheffiziente Befeuchtung der prozessluftseitigen Wärmeübertragungsflächen des Luft/Luft-Wärmeübertragers bei gleichzeitig sehr hohem Wirkungsgrad der

Wärmeübertragung ist aus diesem Grund erforderlich.

Im Gegensatz zur„indirekten adiabaten Verdunstungskühlung" werden für das Verfahren der Taupunktkühlung nicht die optimal für den Winterbetrieb der RLT- Anlage dimensionierten Luft/Luft-Wärmeübertrager eingesetzt. Für die

„Taupunktkühlung" kommen spezielle, sehr groß dimensionierte Luft/Luft- Wärmeübertrager zum Einsatz, die durch Gegenstromführung der beiden Luftströme höchste Temperaturwirkungsgrade ermöglichen und durch zusätzliche, auf der befeuchteten Prozessluftseite angeordnete Lamellen mit einer Spezialbeschichtung sehr hohe Verdunstungsraten ermöglichen.

Ziel der Erfindung ist die Kombination der beiden bekannten Verfahren„indirekte adibate Verdunstungskühlung" und„Taupunktkühlung" in einem Luft/Luft- Wärmeübertrager, der für den Einsatz im Winterbetrieb der RLT-Anlage optimal dimensioniert wurde.

Dabei ist es Aufgabe der Erfindung, ein Klimagerät der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass der Wirkungsgrad weiter erhöht ist ohne hierfür zusätzlich Energie aufzuwenden.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass vor Eintritt der Abluft in den Wärmeübertragungsbereich zumindest ein Teil der Abluft abgezweigt und in diejenigen von der Abluft durchströmten Plattenzwischenräume (Abluftspalten) des Wärmeübertragers eingeführt wird, die im Wärmeübertragungsbereich liegen. Erreicht wird somit dieses Ziel durch Konstruktion des Luft/Luft-Wärmeübertragers mit einem zusätzlichen (fünften) Anschlussstutzen für die Einspeisung des

Abluftstromes mittig zwischen dem Prozesslufteintritt und dem Fortluftaustritt im Kühlbetrieb, wodurch der Bereich des befeuchten Luftstromes in zwei Sektoren unterteilt wird. Auf der Seite des Austritts der gekühlten Außenluft befindet sich im ersten Sektor die teilweise von der gekühlten Außenluft abgezweigte Prozessluft mit einer sehr niedrigen Feuchtkugeltemperatur. In diesem Sektor erfolgt die Kühlung der Außenluft nach dem Prinzip der„Taupunktkühlung", wobei die notwendige Kühlleistung durch die Vorkühlung der Außenluft im zweiten Sektor nur noch ca. 25% beträgt. Durch Wärmeaufnahme und Verdunstung erhöht sich die

Feuchtkugeltemperatur der Prozessluft bis auf das Feuchtkugeltemperaturniveau der Abluft.

An diesem Punkt innerhalb des Luft/Luft-Wärmeübertragers wird nun die Abluft über den zusätzlichen (fünften) Anschlussstutzen eingespeist und mit dem

Prozessluftstrom vermischt um im zweiten Sektor mit einem ausgeglichen

Massenstromverhältnis die Vorkühlung der Außenluft im Luft/Luft-Wärmeübertrager auf das höhere Temperaturniveau der Feuchtkugeltemperatur der Abluft zu realisieren.

Bei einem solchen Klimagerät wird somit die abgezweigte Abluft insbesondere mittig in den Wärmeübertragungsbereich des Wärmetauschers geführt, so dass in der zweiten Hälfte des Wärmetauschers ein ausgeglichenes Massenstromverhältnis erzielt wird und damit die Kühlleistung erhöht wird, da eine größere Wassermenge zum Verdunsten in den Wärmetauscher gebracht wird. Und dies an einer Stelle, an der die Prozessluft bereits zur Kühlung genutzt wurde und ein weiteres

Herunterkühlen möglich wird durch den höheren Massenstrom. Damit besteht sehr hoher Wirkungsgrad bei geringem Energieaufwand.

Wird die Kühlung der warmen Außenluft nur in Teillast betrieben, kann durch ein Klappensystem die Abluft komplett oder teilweise anstelle der Prozessluft in den Luft/Luft-Wärmeübertrager eingespeist werden. Durch die Reduktion bzw. den kompletten Entfall des Prozessluftstroms reduziert sich der benötigte Außenluftstrom im Teillastbetrieb der Kühlung der RLT-Anlage auf den zur Klimatisierung notwendigen Zuluftstrom, ein erhöhter Außenluftstrom ist nicht erforderlich.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der abgezweigte Teil der Abluft in den mittleren Bereich des Wärmeübertragungsbereichs in die von der Abluft durchströmten

Plattenzwischenräume (Fortluftspalten) eingeführt wird.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass ein Teil der Zuluft hinter dem

Wärmeübertragungsbereich vom Zuluftstrom abgezweigt und als Prozessluft zum Wärmeübertrager zurück geführt wird in die Plattenzwischenräume (Fortluftspalten) hinein, die von der Abluft durchströmt sind.

Damit wird ein Teil der gekühlten Zuluft als Prozessluft in den Wärmetauscher zurückgeführt auf einem zweiten Weg, um auf diesem zweiten Weg mit Wasser benetzt zu werden und hierdurch gekühlt zu werden, so dass die Außenluft weiter heruntergekühlt wird.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass der abgezweigte Teil der Abluft in den Wärmeübertragungsbereich an der Stelle des Abluftstroms in die Fortluftspalte eingespeist wird, an der die Feuchtkugeltemperatur der Prozessluft durch Wärme- und Feuchtigkeitsaufnahme die Feuchtkugeltemperatur der anfänglichen Abluft erreicht hat.

Auch ist von Vorteil, wenn die Abluft vor dem Einführen in den Wärmeübertrager mit einem Teil der gekühlten Zuluft gemischt wird.

Optimale Kühlergebnisse werden erreicht, wenn der in den Wärmeübertrager mittig eingeführte abgezweigte Teil der Abluft 40 bis 100 Prozent des Abluftstroms beträgt und wenn der als Prozessluft von der Zuluft abgezweigte Luftstrom 10 bis 50 Prozent des Zuluftstroms bzw. des Außenluftstroms beträgt.

Ein weiteres Herunterkühlen wird erreicht, wenn der abgezweigte Abluftstrom vor dem Wärmeübertrager und/oder innerhalb des Wärmeübertragers durch Wassereinsprühung befeuchtet wird. Hierzu wird auch vorgeschlagen, dass der Prozessluftstrom vor dem Wärmeübertrager und/oder innerhalb des

Wärmeübertragers durch Wassereinsprühung befeuchtet wird.

Vorzugsweise sind die beiden Wasserkreisläufe zur Befeuchtung des

Prozessluftstromes und des Abluftstromes voneinander getrennt sind (Fig. 2).

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch

dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine Ansicht des Luft/Luft-Gegenstrom-Plattenwärmeübertragers und

Fig. 2 die Trennung der Wasserkreisläufe zur Befeuchtung des Prozessluftstromes und des Abluftstromes.

Das Klimagerät weist mindestens einen Luft/Luft-Gegenstrom- Plattenwärmeübertrager WT auf mit einer indirekten Wärmeübertragung, d.h. die beiden Luftströme sind räumlich durch wärmedurchlässige Wände getrennt, so dass es sich um einen Rekuperator handelt, der einen Teil der Wärme der Abluft auf die Zuluft überträgt. Hierbei sind die Luftströme in Gegenstrom geführt, wobei die

Außenluft AL in Längsrichtung durch den Wärmeübertragungsbereich B geführt ist und durch ein nicht dargestelltes Gebläse in den Raum oder die Räume eines

Gebäudes geblasen wird, um damit zur Zuluft ZL zu werden.

Die Abluft ABL wird durch ein nicht dargestelltes Gebläse aus dem Gebäude gesaugt und durch den Wärmeübertrager WT parallel zur Außenluft AL im Gegenstrom geführt. In den Zwischenräumen des Wärmeübertragers WT, durch die die Abluft ABL strömt, wird zwischen den im Wesentlichen senkrecht angeordneten Platten des Wärmeübertragers zur Kühlung der Platten und der Abluft ABL über Sprühdüsen eine Wassereinsprühung E1 Wasser eingesprüht, das unterhalb des

Wärmeübertragungsbereichs B durch eine nicht dargestellte Wanne aufgefangen wird, soweit es nicht verdunstet ist. Von dieser Wanne wird das Wasser über eine Pumpe zu den Sprühdüsen der Wassereinsprühung E1 zurückgepumpt. Ein solches Klimagerät ist in der DE 10 2009 048 543.0 beschrieben.

Vor dem Wärmeübertragungsbereich B befindet sich ein erster Ein- und

Ausströmsektor S1 , in den die Platten des Wärmeübertragungsbereichs B

hineinreichen und durch den die Abluft ABL einströmt und die Zuluft ZLausströmt. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein zweiter Ein- und Ausströmsektor S2 mit der einströmenden frischen Außenluft AL und der ausströmenden Fortluft FL.

Von dem Luftstrom der Zuluft ZL ist ein Teil dieser Luft als Prozessluft PL abgezweigt und in den Abluftstrom hineingeführt vor dem Wärmeübertragungsbereich B. Auf dem Weg dieser Prozessluft wird diese, bevor sie die Abluft erreicht hat, durch eine Wassereinsprühung E2 gekühlt.

Von der Abluft ABL wird, bevor sie den Wärmeübertragungsbereich B erreicht hat, ein Teil AT abgezweigt, um in den mittleren Bereich des

Wärmeübertragungsbereichs B in die Abluft ABL eingeführt zu werden. Auf dem Weg des abgezweigten Abluftteils AT wird diese auch durch Wassereinsprühung E3 gekühlt.

Der in den Wärmeübertrager mittig eingeführte abgezweigte Teil AT der Abluft beträgt 40 - 100 % des Abluftstroms. Der als Prozessluft PL von der Zuluft ZL abgezweigte Luftstrom beträgt 10 - 50 % des Zuluftstroms bzw. des

Außenluftstroms.

Die beiden Wasserkreisläufe zur Befeuchtung des Prozessluftstromes und des Abluftstromes sind voneinander getrennt geführt, wie dies in Figur 2 dargestellt ist.