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Title:
AIR CONDUCTION CHANNEL FOR AN IONIZATION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/020717
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an air conduction channel (9) for an ionization device (7). At least some parts of the air conduction channel (9) have locally active field compensation means (18, 20).

Inventors:
RAIS, Thomas (Wilhelm-Kopf-Str. 33, Marbach/Neckar, 71672, DE)
PITZ, Eric (Adlerstr. 12, Stuttgart, 70199, DE)
Application Number:
EP2010/061500
Publication Date:
February 24, 2011
Filing Date:
August 06, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BEHR GMBH & CO. KG (Mauserstr. 3, Stuttgart, 70469, DE)
RAIS, Thomas (Wilhelm-Kopf-Str. 33, Marbach/Neckar, 71672, DE)
PITZ, Eric (Adlerstr. 12, Stuttgart, 70199, DE)
International Classes:
B60H1/00; B60H3/00
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Luftführungsvorrichtung (6, 9), insbesondere Luftführungskanai (9) und/oder Luftauslassdüse (6), bevorzug! Luftführungsvorrichtung (8, 9) für eine ionisierungsvorrichtung (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Luftführungsvorrichtung (8, 9) zumindest bereichsweise zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittel (18, 20) aufweist.

2. Luftführungsvorrichtung (6, 9) nach Anspruch 1 , dadurch gekenn- zeichnet, dass zumindest ein lokal wirkendes Feidkompsnsationsrnit- iel (18, 20} zumindest bereichsweise als eine Mehrzahl von elektrisch leitfähigβn Materialabschnitten (18) ausgebildet ist.

3. Luftführungsvorrichtung (8, 0} nach Anspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, das die elektrische Leitfähigkeit zumindest eines elektrisch loitfähigen Materiaiabschnitts (18) größer als oder gleich I G4 S/m, 10° S/m und/oder 1 Q6 S/m ist.

4. Luftführungsvorrichtung (8, 9) nach einem der vorangehenden An- sprüche, insbesondere Lüftführungsvorrichtung (8, 9) nach einem der

Anspräche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet dass zumindest zwei lokal wirkende Feldkompensationsmϊttel (18, 20), insbesondere zumindest zwei elektrisch leitfähige MateriaSabschnitte (18) voneinander elektrisch entkoppelt sind.

5. Luftführungsvonichtung (8, 9) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, das die elektrische Entkopplung zumindest teilweise eine Leitfähigkeit von weniger als oder gleich 10s S/m, 10A SZm1 103 S/m, 102 S/m, 101 S/m und/oder 10° S/m aufweist.

6. Luftföhrυngsvorrichtung (6, 9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittel (18, 20) zumindest bereichsweise als durchgängiges, elektrisch geringfügig leitendes Bauteil (20) ausgebil- det ist,

7. Luftführungsvorrichtung (6, 9) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass zumindest ein elektrisch geringfügig leitendes Bauteil (20) zumindest bereichsweise eine elektrische Leitfähigkeit von klei- ner als oder gleich 10s S/m, 104 S/m, 103 S/m, 102 S/m, 101 S/m, 10°

S/m, 10"1 S/m, IG"2 S/m, 1Ö"3 S/m, 10"4 S/m und/oder 10'5 S/m aufweist,

8. Luftführungsvorrichtung (6, 9) nach einem der vorangehenden An- spräche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittel (18, 20), insbesondere zumindest ein elektrisch ieitfähiger Materialabschnitt (18) und/oder zumindest ein elektrisch geringfügig leitendes Bauteil (20) flächig, bevorzugt foiienar- tig ausgebildet ist.

9. Luftführungsvorrichtung (6, 9) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmitte! (18, 20), insbesondere zumindest ein elektrisch ieitfähiger Materialabschnitt (18) und/oder zumindest ein elekl- risch geringfügig leitendes Bauteil (20) selbstklebend ausgeführt Ist. lö. lonisierungsvorrichtung, aufweisendes zumindest ein erstes lonisie- rungsmittei (7) zur zumindest zeitweisen Freisetzung von Ionen {8} eines ersten lonentyps, sowie zumindest eine Luftführungsvorrichtυng (6, 9) nach einem άer Ansprüche 1 bis 9.

H Jonisierungsvorrichtung nach Anspruch 10» die derart ausgebildet und eingerichtet ist, dass diese zumindest zeitweise in zumindest einem Regenerationsmodus (15, 16) betrieben werden kann. 12. lonisierungsvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Regenerationsmodus (15, 16) zumindest zeitweise Ionen (δ) von einem zweiten, vom ersten fonentyp unterschiedlichen lonentyp freigesetzt werden und/oder zumindest zeitweise keine Ionen (8), insbesondere keine Ionen vom ersten lonentyp freigesetzt werden.

13. Klimaanlage (1 ), insbesondere Kraftfahrzeugklimaanlage, gekennzeichnet durch zumindest eine Luftführungsvorrichtung (6, 9) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und/oder zumindest eine ionisierungsvor- fichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11 ,

Description:
Luftführungskanal für lonisierungsvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Luftführungsvorrichtung, insbesondere einen Luftführungskanal und/oder ehe Luftauslassdüse, bevorzugt eine Luftführungsvorrichtung für eine lonlsierungsvorrichtung. Die Erfindung betrifft weiterhin eine ionisierungsvorrichtung sowie eine Klimaanlage, insbesondere eine Kraftfahrzeugklimaanlage.

Um die im Zusammenhang mit der Belüftung von Kraftfahrzeugen über die Jahre hinweg gestiegenen Komfortanforderungen der Fahrzeugkunden zu befriedigen, hat die Funktionsvieifalt und die Komplexität von Kraftfahrzeug- klirnaanlagen entsprechend zugenommen.

So haben sich Klimaanlagen zwischenzeitlich in sämtlichen Fahrzeugklassen durchgesetzt Mit derartigen Fahrzeugklimaanlagen kann die dem Fahrzeuginnenraum zuzuführende Frischluft erwärmt werden, Heutzutage ist jedoch meist auch eine Kühifunktion vorgesehen, mit der die dem Fahrzeuginnen- raum zuzuführende Frischluft auch abgekühlt werden kann.

Weitere Funktionen, die zwischenzeitlich in zunehmendem Umfang bei der Belüftung von Kraftfahrzeugen realisiert werden, sind beispielsweise Filter, die die dem Fahrzeuginnenraum zuzuführende Frischluft reinigen und/oder zur Entfernung von unerwünschten Gerüchen (insbesondere Außeniuftgerü- chen) eingesetzt werden, Seit einiger Zeit werden in Kraftfahrzeugen auch im Rahmen der Erstausrüstung ionisierungsgeräte verbaut Die lonisierungsgeräte sollen einerseits für eine Luftauffrischung sorgen, also für ein Empfinden, dass eine„frische Luft" vorfegt, Andererseits werden Ionisierungsgeräte dazu verwendet., um Krankheitserreger (insbesondere Bakterien und/oder Viren), welche sich gegebe- nenfails in der dem Fahrzeuginnenraum zuzuführenden Frischluft und/oder Umluft befinden, abzutöten. Um Krankheitserreger abztätöten wird meist eine Kombination aus einer positiv geladenen Elektrode sowie einer negativ geladenen Elektrode verwendet. Als wirksames Ion dient dabei häufig HO 2 -. Um HO 2 - zu erzeugen wird aus Wasser (H 2 O), welches in Form von Luftfeuchtig- keit vorliegt, mit Hilfe einer positiv geladenen Elektrode H + erzeugt, welches anschließend an der negativ geladenen Elektrode zu H reduziert wird, H kombiniert anschließend mit O 2 zum wirksamen HO 2 -.

Zur Lufterfrischung werden dagegen meist negativ geladene (einfache) Hochspannungselektroden verwendet, welche zum Beispiel in der zuzuführenden Luft enthaltene Sauerstoffmoleküle (O 2 ) zu negativ geladenen Sauerstoffionen reduzieren (O 2 . ).

Damit die Ionisierungsgeräte ihre Wirksamkeit entfalten können, ist es nicht nur erforderlich, dass diese Ionen erzeugen, sondern dass die von den ioni- sierungsgeräten erzeugten Ionen auch über eine längere Zeitdauer hinweg vorhanden bleiben und in aller Rege! auch in den zu belüftenden Innenraum freigesetzt werden. Dies ist insbesondere im Kraftfahrzeugbereich ein Problem, wo die aufbereitete Luft über eine größere Anzahl von Luftleitefemen- ten, Lυftleitklappen und Auslassdüsen gelenkt wird, bevor die aufbereitete Luft in den Kraftfahrzeuginnenraum abgegeben wird, Versuche haben ergeben, dass sich eine anfänglich ausreichend hohe ionenkonzentration innerhalb von wenigen Minuten um mehr als den Faktor 10 verringern kann. Dies verringert die Wirksamkeit der Luftionisierung und macht entsprechende Gegenmaßnahmen erforderlich.

In JP 20063492969 A wird beispielsweise vorgeschlagen, einen flexiblen Luftleitschlauch einer Klimaanlage, die eine lonisierungsvorrichtung aufweist, mit einer durchgängigen, elektrisch leitfähigen Beschichtung zu versehen. Die elektrisch leitfähige Beschichtung wird geerdet» Im vorgeschlagenen Aufbau soll verhindert werden, dass die durch den Schlauch hindurch strömenden Ionen elektrisch neutralisiert werden, und damit verloren gehen.

In JP 2004-79471 A wird ein Verfahren beschrieben, mit dem der Verlust bereits erzeugter Änionen in einem, der lonisierungsvorrichtung nachfolgenden Luftleitkanal, verhindert werden soll. Dazu wird vorgeschlagen, dass die lonisierungsvorrichtung nach einem durchgängigen Betrieb über eine Zeitdauer von 10 bis 40 Minuten hinweg für etwa 3 bis 7 Minuten ausgeschaltet wird. im VVO 2009/045430 A1 werden unterschiedliche organische Polymerzusammensetzungen, die mit einem metallischen Überzug versehen werden, für die Verwendung als Luftführungskanäle in Kraftfahrzeugen vorgeschlagen.

Obwohl die bereits vorgeschlagenen Maßnahmen grundsätzlich geeignet sind, das beschriebene Problem des Verlusts von bereits erzeugten Ionen zu verringern, weisen die bereits vorgeschlagenen Verfahren und Vorrichtungen jedoch nach wie vor unterschiedlichste Probleme auf, wie beispielsweise hohe Kosten, nicht ausreichende Wirksamkeit und übermäßige elektrische Neutra lisϊerung bereits erzeugter Ionen. Es ist daher die Aufgabe der Erfindung eine Luftführungsvonϊchtung vorzuschlagen, die besonders geeignet als Luftführungsvorrichtung für eine (oni- sierungsvαrrichtung ist und Vorzüge gegenüber bekannten Luftführungsvorrichtungen aufweist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin eine gegenüber bekannten lonisierungsvorrichtungen verbesserte lonisierungs- Vorrichtung vorzuschlagen.

Es wird daher vorgeschlagen, eine Luftführungsvorrichtung, insbesondere einen Luftführungskanal und/oder eine Luftausströmerdüse, bevorzugt eine Luftführungsvorrichtung für eine lonisierungsvorrichtung (hier speziell einen Luftführungskanal und/oder eine Luftausströmerdüse für eine lonisierungsvorrichtung) derart auszubilden, dass die Luftführungsvorrichtung zumindest bereichswetse ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittel aufweist, tenssie- rungsvorrichtungen sind in unterschiedlichen Bauausführungen bekannt. Beispielsweise können lonisierungsvorrichtungen eine geeignet ausgebildete Elektrode aufweisen, an welche eine negative Hochspannung angelegt wird. Die Eiektrode setzt dann negativ geladene Ionen frei, also sogenannte Anio- nen. Negative Ionen enthaltende Luft wird in aller Regei als„frische Luft" wahrgenommen, Dementsprechend wird üblicherweise auch von einer sogenannten„Relax-Betriebsart" (Relax für Entspannen) gesprochen. Zυsätz- lieh oder alternativ ist βvS möglich, dass eine lonisierungsvorrichtung auch eine geeignet geformte Elektrode aufweist, an welche eine positive Hochspannung angelegt wird. Die derart positiv geladene Hochspannungselektrode emittiert dementsprechend positiv geladene Ionen, sogenannte Kationen, Die erzeugten Kationen (zum Beispiel H*-Ionen) können mit anderen MoIe- küien und/oder Ionen kombinieren (zum Beispiel mit Cv-lonen zu HQ 2 " - lonen), die ihrerseits reinigend (z.B. bakteriozid) wirken können. Deshalb wird hier üblicherweise von einem„C!ean"~Betriebsmodus (Ciean für sauber) gesprochen wird. Selbstverständlich ist es möglich, dass auch mehrere Elektroden (sowohl mit gleicher Hochspannungsversorgung, als auch mit unterschiedlicher Hochspannungsversorgung} vorgesehen werden. Typischer- weise werden jonisierungsvorrichtungen derart betrieben, dass ausschließlich oder zumindest überwiegend Ionen eines bestimmten lonentyps - also beispielsweise Anionen, wie insbesondere Oz ' -ionen und/oder HCV-lαnen - erzeugt werden (selbst dann, wenn die lonisierungsvorrichtung über unterschiedlich gestaltete Elektroden verfügt). Dadurch kommt es in aller Regel zu einer elektrostatischen Aufladung von Bauteilen (wie insbesondere von Luftführungsvorrichtungen wie beispielsweise Luftführungskanälen und/oder Luftausströmerdüsen), die in Luftströmungsrichtung gesehen der ionisie- rungsvom ' cbtung (insbesondere dem eigentlichen lonisierungsmittel) nachgeschaltet sind. Aufgrund der im Luftstrom enthaltenen Ionen werden die entsprechenden Bauteiloberfiächen elektrostatisch geladen. Dadurch entstehen elektrische Felder, welche wiederum einen Einfiuss auf die Luftströmung, insbesondere auf die in der Luftströmung enthaltenen Ionen, haben. Somit entsteht ein hochkomplexes, auch numerisch kaum beschreibbares dynamisches Gebilde, Die unterschiedlichen dynamischen Ladungsvertei- Jungen bewirken jedoch in aller Regel eine "Behinderung" der im Luftstrom mitgeführten Ionen (meist dadurch, dass die Ionen abgelenkt werden und anschließend durch einen Wandkontakt vernichtet werden). Experimente haben ergeben, dass sich bereits nach wenigen Minuten eine drastische Verringerung der schlussendiich in einen Kraftfahrzeuginnenraum freigesetz- ten lonenkonzentration ergeben kann, Die Zeltspanne, nach der es zu einer signifikanten Einbuße an freigesetzten Luftionen (bis zu einem Faktor 10 und mehr) kommen kann, ist dabei überraschenderweise deutlich kürzer als bislang angenommen, Versuche haben ergeben, dass die Reduktion ύer freigegebenen Ionen um einen Faktor 10 bereits nach 1 bis 5 Minuten erreicht wird. Von daher ist es auch bei typischen Betriebszykien bei einem Kraftfahrzeug (beispielsweise bei einem Automobil) erforderlich, entsprechende Gegenmaßnahmen vorzusehen, die der beschriebenen Verringerung der Anzahl der in den Kraftfahrzeuginnenraum freigesetzten Ionen entgegen wirkt. Vorliegend wird vorgeschlagen zu diesem Zweck zumindest bereichsweise zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittei vorzusehen, Mit Hilfe des vorgeschlagenen, zumindest einen lokalen Fβldkompensati- onsmitiel ist es insbesondere möglich, zumindest zeitweise und/oder zumindest bereichsweise eine lokale Feldkompensalion von elektrischen Feldern mit Hilfe von Spiegelladungen zu ermöglichen. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das beziehungsweise die lokal wirkenden Feldkompensations- mittel als passiv wirkende lokal wirkende Feldkompensationsmittei ausgebildet sind, sodass beispielsweise keine aufwendige SteuereJektronik erforderlich ist und/oder Energie zum Betrieb des Feldkompensationsmittels (beziehungsweise der gegebenenfalls vorhandenen mehreren Feldkompensati- onsmittel) bereit gestellt werden muss. Die Erfinder haben zu ihrer eigenen Überraschung herausgefunden, dass nicht etwa besonders gut leitende, flächig aufgetragene Materialien und/oder besonders gut isolierende Oberflächen eine besonders hohe Konzentration von schlussendlich freigesetzten Ionen (beispielsweise in einem Kraftfahrzeuginnenraum hinein) bewirkt. Vielmehr hat es sich gezeigt, dass eine besonders hoher lonenaustrag dann erfolgen kann, wenn die der ionisierungsvorrichtung nachgeschalteten Bauteile (speziell Baufeile des beziehungsweise der lokal wirkenden Feldkompensationsmittel) über größere Entfernungen hinweg eine relativ niedrige elektrische Leifähigkeit aufweisen und/oder in einem kleinräumigen Bereich eine relativ hohe elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Dadurch kann eine nur lokal wirkende elektrische Feldkompensalion realisiert werden, wohingegen im großräumigen Bereich keine elektrische Feldkompensafion (bzw. nur eine geringe bzw. langsam erfolgende - und damit in aller Regel„hinterher hinkende" elektrische Feldkompensation) erfolgen kann, Großräumige und elektrisch gut leitfähige Beschichtungen dagegen können inhomogene Aυf- ladungen nur ausmitteln, was einer nur lokar wirkenden elektrischen FeId- kompensation entgegensteht. Die Größenordnung der lokalen Strukturen Hegt dabei typischerweiso in einem Bereich von wenigen Zentimetern (bzw. Guadratzentimetem), beispielsweise mit typischen Längen und/oder Breiten von 0,5 cm, 1 cm, 1,5 cm, 2 cm, 3 cm, 4 cm oder 5 cm, Dadurch, dass mit Hilfe einer Luftführungsvorrichtung entsprechend der vorgeschlagenen Aus- biidung ein besonders großer Anteil an Ionen durch die Luftführungsvorrich- tung hindurch geführt werden kann, ohne dass diese vernichtet werden, ist es möglich die lonisierungsvorrtchtung beispielsweise kleiner und kompakter auszubilden und gegebenenfalls auch den erforderlichen Energieverbrauch der ionisierungsvorrichtung zu reduzieren, Dadurch ist es wiederum möglich, eine besonders effektive Gesamtanlage zu realisieren.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsrnittel zumindest bereichsweise ais eine Mehrzahl von elektrisch teifähigen Materäalabschnittβn ausgebildet ist. Bei den Maferi- aiahschnitten kann es sich beispielsweise um Metafiplättchen, Metaliklötz- chen oder ähnliche Bauteile handeln. Ein derartiges, lokal wirkendes Feldkompensationsmitte! weist eine nur geringe Tendenz zur Vernichtung von Ionen, bei gleichzeitig relativ einfachem und kostengünstigem Aufbau auf. Die Größendimensionierungen für die vorgeschlagene Ausbildung der efekt- risch Seitfähigen Materialabschnitte (insbesondere hinsichtisch deren Länge und/oder Breite) liegt üblicherweise in einem Bereich von bis zu 0,5 cm, 1 cm, 1 ,5 cm, 2 cm, 3 crn, 4 cm oder 5 cm. Selbstverständlich ist es beliebig, auf welche Art und Weise die Mehrzahl von elektrisch leitfähigen Matθrialab- schnitten ausgebildet wird. Beispielsweise ist es möglich, bereits vorab ver- einzelte Materialabschnitte auf die Luftführungsvorrichtung (wie beispielsweise einen Luftführungskanal und/oder eine Luftausströmerdüse) aufzubringen (dies ist selbstverständlich auch für Teile der Luftführungsvorrichtung möglich). Ebenso Ist es aber auch ebenso möglich, beispielsweise eine flächige metallische Beschichtung auf der Luftführungsvorrichtung vorzusehen, und anschließend eine lokale Strukturierung durch materialabtragende Verfahren durchzuführen. Auch können die iokal wirkenden Feldkompensati- onsmittei auf der Außenseite, der Innenseite und/oder in einer Mittelschicht der Luftführungsvorrichtung ausgebildet werden. Im Übrigen soll es auch möglich sein, für die vorgeschlagene Ausbildung auch ohne den Begriff„lokal wirkendes Feidkompensationsmittei" Schutz erlangen zu können,

Vorteilhaft ist es, wenn die elektrische. Leitfähigkeit zumindest eines elektrisch© leitfähigen Materiafabschnitts größer als oder gleich IG 4 S/m, IG 5 S/m und/oder 10 6 S/m ist (S für Siemens und m für Meter). Derartige elektrische Leitfähigkeiten haben sich bewährt, um eine besonders gute, lokale FeId- kompensation realisieren zu können.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der Luftführungsvorrichtung zumindest zwei lokal wirkende Feldkompensationsmittel, insbesondere zumindest zwei elektrisch leitfähige Materiaiabschnitte voneinander elektrisch erstkoppelt sind, Auf diese Weise ist es besonders einfach, die Feidkompensation auf lokale Effekte zu begrenzen. Dadurch kann die Effektivität der vorgeschlagenen Luftführungsvorrichtung erhöht werden. Die elektrische Entkopplung kann dabei im einfachsten FaI! durch eine Maleriaiunterbrecbung des elektrisch leitfähigen Materials erfolgen, insbesondere dann, wenn das Trägerma- teriai (beispielsweise das Material der Luftführungsvorrichtung) eine relativ geringe Leitfähigkeit aufweist.

Ais vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die elektrische Entkopplung der zumindest zwei lokal wirkenden Feldkompensationsrmlttel zumindest teiiwei- se eine Leitfähigkeit von weniger als oder gleich 10 5 S/m, 10 4 S/m, 10 3 S/m, 10' ' S/m, 10 1 S/m und/oder 10° S/m aufweist. Die genannten, relativ niedrigen elektrische Leitfähigkeiten haben sich für die vorliegend vorgeschlagene Luftführungsvorrichtung als besonders geeignet erwiesen, Zusätzlich oder alternativ ist es auch möglich, dass zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmitte! zumindest bereichsweise als durchgängi- ges, elektrisch geringfügig leitendes Bauteil ausgebildet ist, Hier können beispielsweise sogenannte BSD-Foiien oder dergleichen Bauteile verwendet werden (ESD für Electro Static Device), Auch hier hat es sich gezeigt, dass derartige Bauteile im besonderen Maße a!s lokales Feidkompensationsmittel geeignet sind und dementsprechend ein besonders hoher Anteil der erzeugten Ionen von den entsprechenden Bauteilen„durchgelassen" wird. Dennoch kann der Aufbau der entsprechenden lonisierungsvornchtung nach wie vor relativ einfach und kostengünstig sein. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass sich die Montage der entsprechenden Bauteile (wie beispielsweise der ESD-Foiien) besonders einfach gestalten kann, da diese als einzelne, große Flächen angebracht werden können, Dies kann die Hersteilung der Luftführungsvorrichtung nochmals vereinfachen. Selbstverständlich können beliebige elektrisch geringfügig leitende Bauteile verwendet werden (und nicht nur ES D-Folien). Als Beispiel könnte eine Beschichtung von Kunststoffmateria! (mit Hilfe von Tauchen oder sonstigen Beschichtungsmethoden) oder eine entsprechende elektrisch geringfügig leitende Kunststoffschicht (insbesondere bei Verwendung von mehrstufigen Kunststoffspritzverfahren) verwendet werden. Auch im Zusammenhang mit der vorliegend vorgeschlagenen Ausbildung der Luftführungsvorrichtung soll es möglich sein, für die vorgeschla- gene Ausbildung auch ohne den Begriff „lokal wirkende Feldkompensati- onsmJttel" Schutz erlangen zu können.

Die Wirkung des elektrisch geringfügig Seitfähigen Bauteils kann alternativ durch eine gleichartige Beschichtung mittels Spray oder Lack aufgebracht werden, beispielsweise auf der Innenseite oder der Außenseite des Luftfüh- rungskanals oder sowohl auf der Innenseile als auch auf der Außenseite. Alternativ könnte in einer weiteren Ausführungsform dem Grundwerkstoff ein Additiv beigesetzt werden, so dass das Material eine geringfügige elektrische Leitfähigkeit erhält. Bevorzugt aber nicht zwingend kann der so behandelte oder mit dem elektrisch geringfügig leitenden Bauteil ausgerüstete Luftführungskanal durch eine leitfähige Verbindung mit einem Massepotentia! verbunden sein, um eine entstehende Aufladung gegebenenfalls abführen zu können.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn zumindest ein elektrisch geringfügig leitendes Bauteil zumindest bereichsweise eine elektrische Leitfähigkeit von kleiner als oder gleich 10 δ S/m, 10 4 SZm 1 I Q 3 S/m, 10 2 SZm 1 10 1 SZm 5 10° SZm 1 1CT 1 S/m, 10 "2 S/m, 10 "3 SZm, Kf 4 S/m oder 10 "5 SZm auf- weist. Die Verwendung von Materialien mit den genannten Leitfähigkeiten hat sich in ersten Versuchen ais besonders geeignet erwiesen.

Besonders bevorzugt ist es, wenn zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmitte!, insbesondere zumindest ein elektrisch leitfähiger Material- abschnitt und/oder zumindest eine elektrisch geringfügig leitendes Bauteil flächig, bevorzugt folienartig ausgebildet ist. Erste Versuche haben ergeben, dass es bei den lokal wirkenden Feldkompensationsmitteln in aller Regel nicht (oder nur In geringfügigem Ausmaß) auf deren Tiefe (insbesondere deren Bauteilabmessungen in einer senkrecht zur Lυftströmungsrichtung ste- henden Richtung) ankommt. FvIIt einem flächigen bzw. foiienartigen Aufbau kann daher eine hochwirksame Vorrichtung bei geringem Materialverbrauch (und damit niedrigem Gewicht und/oder geringen Kosten) ausgebildet werden. Typische Dicken von flächig ausgebildeten Bauteilen und/oder Folien liegen im Bereich von 0,1 mm.

Eine weitere besonders bevorzugte Ausführung der Luftführungsvorrichtung ergibt sich darüber hinaus, wenn zumindest ein lokal wirkendes Feldkompensationsmittel, insbesondere zumindest ein elektrisch leitfähiger Materialabschnitt und/oder zumindest ein elektrisch geringfügig leitendes Bauteil selbstklebend ausgeführt ist. Bei einer derartigen Bauausführung kann eine besonders einfache Montage der lokal wirkenden Feldkompensationsmittel an der Luftführungsvorrichtung (wie beispielsweise an einem Luftführungs- kanal, an einer Luftausströmerdüse, gegebenenfalls auch an sonstigen Baugruppen) realisiert werden. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass bei- spielsweise Metallfolien und/oder ESD-Foiien bereits zum jetzigen Zeitpunkt oftmals in selbstktebender Form handelsüblich in großen Mengen erhältlich sind. Dadurch kann eine nochmalige Kostenreduktion erzielt werden und eine schnelle Umsetzung der vorliegend vorgeschlagenen Luftführungsvorrichtung kann besonders rasch erfolgen. Weiterhin wird eine lonisierungsvorrichtung vorgeschlagen, die zumindest ein ionisierungsmiUei zur zumindest zeilweisen Freisetzung von Ionen eines ersten lonentyps, sowie zumindest eine Luftführungsvorrichtung mit dem vorab beschriebenen Aufbau aufweist. Eine derart ausgeführte lonisierungsvorrichtung kann es möglich machen, dass ein besonders hoher Anteil der von der lonisierungsvorrichtung erzeugten Ionen am eigentlichen„Ziel" ankommt (also insbesondere in einen Kraftfahrzeuginnenraum hinein freigesetzt wird). Dadurch kann dte Gesamtionisierungsvorrichtung besonders einfach, kostengünstig und effektiv aufgebaut werden. Da beispielsweise ein besonders hoher Anteil der von der lonisierungsvorrichtung erzeugten Ionen „überlebt", kann eine bestimmte ionenkonzentration am eigentlichen Luftaus- lass auch dann erzielt werden, wenn eine im Verhältnis zu bekannten loni- sierungsvorrichtungen nur geringe lonenkonzentralion am Ort des ionisie- rυngsmittels erzeugt wird, Dadurch kann das lonisierungsmittei insbesondere kleiner, weniger leistungsfähig, leichter und energieverbrauchsärmer ausge- bildet werden.

Die Effektivität der vorliegend vorgeschlagenen lonisierungsvorrichtung kann nochmals deutlich gesteigert werden, wenn diese derart ausgebildet unά eingerichtet ist, dass sie zumindest zeitweise in zumindest einem Regen era- tionsmodus betrieben werden kann. Während der Regenerationsphasen kann durchaus bewusst in Kauf genommen werden, dass sich über einen gewissen - möglichst kurzen•-- Zeitraum hinweg das [eigentlich) gewünschte Konzentrationsgemisch und/oder die Konzentration der in den Kraftfahrzeug- innenraum freigesetzten Ionen ändert. Es ist sogar denkbar, dass kurzzeitig die Anzahl der freigesetzten Ionen (zumindest bei einigen lonentypen) auf 0 zurückgefahren wird. Dennoch ist es trotz (beziehungsweise dank) des Ein- fügens derartiger Regenerationsphasen möglich, die im zeitlichen Mittel freigesetzten Menge an Ionen zu erhöhen bzw. das Konzenlrationsverhältnis der in den Kraftfahrzeuginnenraum freigesetzten Ionen dem gewünschten Zielwert besonders nahe kommen zu lassen. Insbesondere ist dies dadurch möglich, dass während der„Λktiv"-phasen, die zwischen den Regenerationsphasen liegen, beispielsweise eine vergleichsweise hohe Konzentration an Ionen in den Kraftfahrzeuginnenraum abgegeben werden kann. Mit der vorgeschlagenen Weiterbildung ist es insbesondere möglich, die Effektivität der ionisierungsvorrichtung nochmals gegebenenfalls deutlich zu erhöhen. In der Rege! wirkt die Regenerationsphase dabei weniger auf das eigentliche ionisierungsmittei, als vielmehr auf die dem lonisierungsmittel im Luftstrom nachgeschalteten Bauteile (also insbesondere auf im Luftstrom nachgeschaltete Luftführungsvorrichtungen, wie beispielsweise Luftführungskanäle und/oder Luftausiassdüsen),

Die Ionisierungsvorrichtung kann insbesondere derart betrieben werden, dass in zumindest einem Regenerationsmodus zumindest zeitweise Ionen von einem zweiten, vom ersten lonentyps unterschiedlichen lonentyp freige- setzt werden und/oder zumindest zeitweise keine Ionen, insbesondere keine Ionen vom ersten lonentyp freigesetzt werden, linier einem lonentyp kann ein unterschiedliches Vorzeichen der Ladung zu verstehen sein. Wenn also beispielsweise die fönen des ersten lonentyps Anionen sind, so kann es sich dementsprechend bei den Ionen vom zweiten lonentyp um Kationen handeln (die gegebenenfalls auch nur in Form einer "Zwischenstufe" temporär vorliegen Können). Zusätzlich oder alternativ können die Ionen jedoch auch eine unterschiedliche Ladung (beispielsweise einfache, zweifache, dreifache usw. Elementarladung) aufweisen. Insbesondere kann es sich zusätzlich oder alternativ auch um unterschiedliche Moleküle handeln, die ionisiert werden beziehungsweise ionisiert wurden (wie beispielsweise die bereits vorab be- schriebenen Ionen O 2 " und HO 2 -). Insbesondere dann, wenn ionen mit ent ¬ gegengesetzter Ladung während des Regenerationsmodus freigesetzt werden, können die gegebenenfalls bereits elektrostatisch geladenen Bereiche der dem eigentlichen ionisierungsmittel nachgeschalteten Bauteile durch die Platzierung entgegengesetzter Ladungsträger entladen werden. Auch ist es möglich, quasi eine entgegengesetzte Vorab-Ladungsverteilung zu erzeugen, so dass in einer ersten, der Regenerationsphase nachgeschalfeten Betriebsphase der lonisierungsvorrichtung zunächst die dem eigentlichen loni- sierungsmittθl nachgeschaiteten Bauteile entladen werden, und erst anschließend durch die Ionen des ersten lonentyps neu aufgeladen werden. Insbesondere dann, wenn eine Regeneration mit Hilfe von ionen eines zweiten lonentyps erfolgt, kann die Dauer der Regenerationsphase typischerweise in einem Bereich zwischen 5 und 30 Sekunden liegen, während die„normale" Betriebsdauer in einem Intervall zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten liegt Die ionen vom zweiten ionentyp können dabei zumindest zeitweise zu- sätzlich und/oder zumindest zeitweise alternativ zu den Ionen des ersten lonentyps freigesetzt werden. Es ist also möglich, dasβ (zumindest zeitweise) während der Regenerationsphase vorwiegend oder (im Wesentlichen) ausschließlich Ionen vom zweiten Ionentyp freigesetzt werden. Sn diesem FaH kann die Dauer άβr Regeneratfonsphase typischerweise besonders kurz. ge~ halten werden. Ebenso ist es jedoch auch möglich, dass die Ionen vom zweiten Ionentyp freigesetzt werden, während die Erzeugung von ionen vom ersten Ionentyp Im Wesentlichen kontinuierlich fortgeführt wird. Hierdurch kann eine höhere Konstanz an Freisetzung von„frischer Luft" In den Fahrzeuginnenraum hinein erreicht werden. Darüber hinaus kann in der Regel die An- Steuerung der entsprechenden Elektrode einfacher gestaltet werden. Gemäß dem obigen Vorschlag ist es auch möglich, dass bei zumindest einem Rege- nerationsmodus zumindest zeitweise keine fönen, insbesondere zumindest zeilweise keine Ionen vom ersten lonentyp freigesetzt werden. Dies kann beispielsweise durch ein vollständiges Ausschalten der ionisierungsvorrich- tung realisiert werden. Auch hat es sich gezeigt dass bereits nach relativ kurzen Zeitdauern eine Regeneration der Gesamtanordnung erfolgen kann. Typischerweise reichen Ausschaltzeiten in einem Bereich zwischen 5 und 30 Sekunden aus (bei Einschaitzeiten im normalen Betriebsmodus von typischerweise 30 Sekunden bis 3 Minuten). Diese Lösung ist insbesondere deshalb von Vorteil, weil sie konstruktiv besonders einfach realisiert werden kann. Insbesondere kann dieses Verfahren für lonisierυngsvorrichlungen verwendet werden, die lediglich eine einzelne Hochspannυngsqυelle und/oder eine einzelne Hochspannungselektrode aufweisen. Eine besonders schnelle Regeneration kann dabei insbesondere dann realisiert werden, wenn relativ feuchte Luft vorliegt, da diese eine schnelle Entladung elektro- statischer Ansammlungen begünstigt,

Die Ansteuerung der lonisierungsvorrichtung kann dabei durch zumindest eine Steuervorrichtung zur Ansteuerung der ionisierungsvorrichtung erledigt werden. Als derartige Steuervorrichtung kann beispielsweise ein Einpiatinen- Computer oder dergleichen dienen. Möglich ist es dabei, dass eine spezielle Steuervorrichtung zur Ansteuerung des Regenerationsmodus vorgesehen wird. Ebenso ist es aber auch möglich . , dass die Funktionalität von einer bei Kraftfahrzeugen typischerweise ohnehin vorhandenen elektronischen Steuerung (beispielsweise eine elektronische Steuerung für eine Kraftfahrzeugkli- maaniage) mit übernommen wird. Da die Rechenlast für eine Steuervorrichtung iypischerweise relativ klein ist, steift diese zusätzliche Arbeitslast in aller Regel kein Problern dar,

Weilerhin wird eine Klimaanlage, insbesondere eine Kraftfahrzeugklimaanla- ge vorgeschlagen, welche zumindest eine Luftführungsvorrichtung mit dem oben beschriebenen Aufbau und/oder zumindest eine lonisierungsvorrich- tung mit dem vorab beschriebenen Aufbau aufweist. Die Klimaanlage weist dann die bereits im Zusammenhang mit der vorab beschriebenen Luftfüh- rungsvorrichtung und/oder mit der vorab beschriebenen lonisierungsvαrrich- tung genannten Eigenschaften und Vorteile in analoger Weise auf. Bei dem Kraftfabrzeug, für das die Kraftfahrzeugklimaanlage bestimmt ist, kann es sich in beliebiger Weise um ein Wasserfahrzeug, ein Luftfahrzeug und/oder ein Landfahrzeug (schienengebunden/nicht schienengebunden) handein. im Folgenden wird die Erfindung anhand vorteilhafter Ausführungsbeispieie und unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 : eine Kraftfahrzeugklimaaniage mit einer lonϊsierungsvorrich- tung im schemaiischen Querschnitt;

Rg. 2: der zeitliche Verlauf der von einer üblichen Kraftfahrzeugkh ' ma- anlage in den Kraftfahrzeugin nenraum ausgegebenen Ionen- Konzentration in einem Dauerbetriebsverfahren;

Fig. 3: der zeitliche Verlauf der von einer Kraftfahrzeugklimaanlage in den Kraftfahrzeuginnenraum ausgegebenen lonenkonzentrali- on unter Verwendung eines ersten Typs von Regenerationsverfahren;

Fig. 4: der zeitliche Verlauf der von einer Kraftfahrzeugkiimaanlage in den Kraftfahrzeuginnenraum ausgegebenen lonenkonzentrati- on unter Verwendung eines zweiten Typs von Regenerations- verfahren;

Fig. 5: ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Luftleitkana! mit lokal wirkendem Feidkompensationsmittel in schematischer, perspektivischer Ansicht;

Fig. 8: ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Luftführungskanal0 mit lokal wirkendem Feldkompensationsmittel in schematischer, perspektivischer Ansicht. In Fig. 1 ist eine KraftfahrzeυgkÜmaanlage in einer schemafischen Qυerschnittsansicht dargestellt. Die Kraftfahrzeugkümaaniage 1 ist dabei in einer stark vereinfachenden Ansicht dargestellt, die sich im Wesentlichen auf die Bereiche konzentriert, die im Zusammenhang mit der Luftaufbereitung durch Ionisierung der von der Kraftfahrzeugkümaaniage 1 aufzuarbeitenden Luftströmung L stehen.

Die von der Kraftfahrzβugklirnaanlage 1 mit Hilfe eines Gebläses 2 ange- saugte Luft L wird zunächst durch einen Filter 3 geleitet, in dem Pollen, Schmutzpartikel und dergleichen, die In der Umgebungslυft enthalten sein können, ausgefiltert werden. Anschließend wird die Luftströmung L durch einen Heizkörper 4 geleitet und entsprechend temperiert (selbstverständlich kann die Temperierung auch durch eine Mischung von Warm- und Kaltluft erfolgen; darüber hinaus kann die Luft auch mit Hilfe eines Verdampfers gekühlt werden usw.). Die bereits weitgehend aufbereitete Luftströmung L wird, bevor sie über eine Luftausströmerdüse 6 in einen Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegeben wird, zunächst durch ein lonisierungsmodu! 7 geleitet. In diesem lonäsierungsmodu! 7 werden beispielsweise Anionen 8 erzeugt, die von den Kraftfahrzeuginsassen als„frische Luft" wahrgenommen werden. Die vom lonisierungsmodu! 7 erzeugten Anionen 8 müssen dabei zunächst über entsprechend geformte Luftleitkanäle 9 hindurch geführt werden sowie durch die Luftausströmerdüse 8 hindurch strömen. Dabei treffen einige der vom lonisierungsmodul 7 erzeugten Anionen 8 auf die Wände des Luftieitkanals 9 bzw. der Luftausströmerdüse 8 auf und geben ihre Ladung an den entsprechenden Wandbereich 10 ab. Mit der Zeit kommt es dadurch zu einer elektrostatischen Aufladung bestimmter Wandbereiche 10 von Luftleitelement 9 und Luftausströmerdüse 6. Die elektrostatische Aufladung der entsprechenden VVandbereiche 10 ist jedoch nicht gleichmäßig, sodass zwischen unter- schiedlich stark geladenen Wandbereichen 10 elektrische Felder auftreten. Die elektrischen Felder beeinflussen wiederum die Luftdurchströmung L (insbesondere die in der Luftdurchsirömung L enthaltenen Ionen), insbesondere die Bewegungsbahn der Anionen 8 S sodass sich das System überaus dynamisch und nur schwer vorhersagbar verhält, In aller Regel bewirkt die elektrostatische Aufladung der Wandbereiche 10 von Luftieitkanal 9 und Lufiausströmerdüsen 6 jedoch eine starke Reduktion der in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 schlussendüch austretenden Anionen 8. sofern nicht geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Dementsprechend müsste das lonisierungsmodui 7 eine entsprechend größere Anzahl an Anionen 8 erzeugen. Dafür müsste das lonisierungsmodυl 7 entsprechend größer ausgelegt werden (wodurch es teurer und schwerer würde), und entsprechend mehr elektrische Energie müsste für das ionisierungsmo- dui 7 bereit gestellt werden. Die Abnahme der Konzentration der in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegebenen Anionen 8 ist In Fig. 2 schematisch als Funktionsgraf 11 dargestellt (sofern keine gesonderten Maßnahmen, wie beispielsweise besondere Betriebsverfahren und/oder konstruktive Maßnahmen ergriffen werden). In Fig. 2 ist entlang der Abszisse 12 die Zeit t dargestellt, wohingegen entlang der Ordinate 13 die ionenkonzentration, die in den Krafifahrzeuginnenraum 5 freigegeben wird, aufgetragen ist. Deutlich erkennt man die starke Abnahme der lonenkonzentration, Typischerweise erreicht nach einer Zeitdauer von 1 bis 5 Minuten nur noch jedes zehnte erzeugte Anion 8 den Kraftfahrzeuginnen räum 5. Der Effekt ist also überaus signifikant. Um die im zeitlichen Mittel in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegebene Konzentration an Anionen 8 zu erhöhen, wird vorgeschlagen, konstruktive Maßnahmen vorzusehen, die aufgrund ihrer Eigenschaften den Anteil der in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegebenen Anionen 8 (oder sonstiger tonen) gegenüber Standard-Kraflfahrzeugfcümaanlagen erhöhen, Eine Möglichkeit für eine derartige konstruktive Maßnahme besteht beispielsweise in der bereits in Fig, 1 angedeuteten Anordnung von einem Raster 17 von jeweils zueinander beabstandef angeordneter Metalifolien 18. Mögliche Details zur Lage und Anordnung der MetalifoÜen 18 am Luftieitka- na! 9 sind darüber hinaus in Fig, 5 zu erkennen. Wie man erkennen kann, wird beim vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiei ein regelmäßiges Rasier aas gleichartig geformten Metallfolien 18 verwendet, Die einzelnen "Spalten" des Rasters sind dabei jeweils zueinander versetzt, so dass die Metallfolien 18 gewissermaßen "auf Lücke" gegeneinander angeordnet sind, Die Metallfolien 18 sind als sslbstklebende Metailfoüen ausgebildet, und werden beispielsweise auf den bereits fertig ausgebildeten Luftleitkana! 9 (der beispielsweise mit Hilfe eines Spritzgussverfahrens aus Kunststoff gefertigt wurde) aufgeklebt. Wie aus den Fig. 1 und 5 zu erkennen ist, befinden sich die Metallfolien 18 dabei auf der Außenseite 19 des Luftleitkanals 9.

Im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispie! sind die Metallfolien 18 jeweils voneinander elektrisch isoliert angeordnet und darüber hinaus nicht geerdet. In einem weiteren denkbaren Ausführungsbeispie! ist es auch möglich, dass die (beziehungsweise ein Teil der) Metalifolien 18 elektrisch mitei- nander verbunden sind (gegebenenfalls über hochohmige elektrische Leiter) und/oder (gegebenenfalls über einen hochohmigen elektrischen Leiter) an Erdpotential gelegt sind.

Unabhängig von der konkreten Detailausführung hat sich gezeigt, dass die lokal begrenzte Beweglichkeit von Ladungsträgern in den einzelnen Metailfo- üen 18 bewirkt, dass über eine begrenzte Wegstrecke hinweg in den Metalifolien 18 Spiegelladungen entstehen können, die zu elektrischen Ladungen bzw. Ladungsclustern an den inneren Wandbereichen 10 und/oder im Inneren des Luftieitkanais 9 korrespondieren können. Die dadurch gebildeten Spiegeiiadungen bewirken eine Reduktion bzw. vorteilhafte Umverteilung der vorhandenen elektrischen Felder, was schfussendlich zu einem höheren An- teil durch den Luftieitkana! 9 hindurch tretender Anionen 8 führen kann (ohne dass diese an den Wandbereichen 10 des Luftleitkanals 9 bzw. des Luftausströmereiements 6 verloren gehen). Dadurch kann der Austritt von Anionen 8 in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 verbessert werden.

Ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung, die eine derartige, lokal wirkende Feld Kompensation bewirkt, ist In Rg. 6 dargestellt. Hier ist ebenfalls ein Luftieitkana! 9 in einer schemafischen perspektivischen Ansicht dargestellt, Auf den Außenseiten 19 des Luftleitkanals 9 sind dabei großflächig angebrachte, sogenannte ESD-Fo!ien 20 vorgesehen. Die ESD- Foiien 20 sind im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel als selbstkle ¬ bende Folien ausgebildet, die auf den fertig ausgebildeten luftleitkanal 9 aufgeklebt werden. Aufgrund der im Verhältnis zu Metalifolisn schlechten elektrischen Leitfähigkeit - im Verhältnis zu elektrischen Isolatoren jedoch guten elektrischen Leitfähigkeit - resultiert auch hier effektiv eine lokale Kompensation auftretender elektrischer Felder, wobei diese Kompensation nur in einem relativ eng begrenzten Flächenbereich auftritt. Es scheint sich so zu verhalten, dass über relativ kurze räumliche Distanzen hinweg (beispielsweise einige wenige Zentimeter) der elektrische Widerstand der ESD- Folie 20 für die Ausbildung von Spiegeiiadungen nicht negativ hervortritt, Über längere räumliche Entfernungen hinweg (beispielsweise 10 Zentimeter oder mehr), scheint der elektrische Widerstand der ESD-Foiien 20 dagegen effektiv eine Behinderung für die Bewegung elektrischer Spiegelladungen, und damit eine Behinderung der Kompensation der elektrischen Felder dar- zustellen. Eine weitere Erklärungsmöglichkeit für die Eigenschaften der ESD- Folie 20 besteht darin, dass die ESD-Folie 20 nur eine geringe Längsleitfähigkeit aufweist. Diese nur geringe Längsleitfähigkeit lässt eine lokal stark variierende Bildladυng (auch über kurze Distanzen hinweg) zu, beziehungsweise macht die nur geringe Längsleitfähigkeit es möglich, dass lokal stark unterschiedliche Oberfiächeniadυngen abgeführt werden können, Auch im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel von Fig, 6 ist es möglich, dass die einzelnen ESD-Folien 20 (gegebenenfalls hochohmig) elektrisch miteinander verbunden werden und/oder (gegebenenfalls über hochohmige Verbindungsleitungen) mit Masse verbunden werden, Obwohl mit den vorgeschlagenen konstruktiven Maßnahmen (also beispielsweise dem Aufbringen von IVletalifolien 18 und/oder ESD-Foiien 20; vergleiche mit Fig. 5 bzw. Fig, 6) bereits eine gegenüber Standard- Kraftfahrzeugklimaanlagen deutlich erhöhte lonenkonzentration in den Kraft » fahrzeuginnenraυm 5 freigegeben werden kann, empfiehlt es sich, zusätzlich zu den vorgeschlagenen konstruktiven Maßnahmen (bzw. gegebenenfalls zusätzlich zu sonstigen denkbaren konstruktiven Maßnahmen) eine besondere Art der Ansteuemng der Kraftfahrzeugkömaanlage 1 vorzusehen, um die im zeitlichen Mittel in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 abgegebene Konzentration von Anionen 8 weiter zu erhöhen.

Um die im zeitlichen Mittel in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegebene Konzentration an Anionen 8 zu erhöhen, ist es beispielsweise möglich, das lonisierungsmodυl 7 nur über einen gewissen Zeitraum (typischerweise 1 bis 3 Minuten) hinweg in einem normalen Betriebsmodus 14 zu betreiben (ver- gleiche mit Fig. 3), Nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne wird die Kraft- fahrzeugkümaanlage 1 in einen Regenerationsmodus 15 geschaltet, in dem nicht nur Anionen 8 (wie in Flg. 1 dargestellt) erzeugt werden, sondern in dem zusätzlich auch Kationen von dem lonisierungsmodul 7 (was hierfür entsprechend ausgestaltet sein muss) erzeugt werden. Die vom lonisie- rungsmodul 7 erzeugten Kationen werden im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel nur "temporär" erzeugt und dienen lediglich zur Erzeugung eines zweiten lonentyps, wobei es sich vorliegend ebenfalls um Anionen 8 (wenn auch von einem unterschiedlichen (onentyp) handelt. Durch die "wechselweise" Erzeugung von unterschiedlichen ionentypen kommt es zu einer Entladung der statisch geladenen Wandbereiche 10, sodass dank der Regenerationsphase 15 die Konzentration der in den Kraftfahrzeuginnen- räum 5 freigegebenen Anionen 8 nicht nur nicht weiter abnimmt, sondern im Gegenteil wieder zunehmen kann. Nach Ablauf der Regenerationsphase 15 (welche typischerweise 5 bis 30 Sekunden andauert) schließt sich erneut ein normaler Betriebsmodus 14 an, welcher wiederum von einem Regenerati- onsmodυs 15 gefolgt wird usw.. Dieses Verfahren ist in Rg, 3 dargestellt. Auch hier ist längs der Abszisse 12 die Zeit dargestellt, wohingegen längs der Ordinate 13 die Konzentration der in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigesetzten Anionen dargestellt ist. Ein zweites mögliches Verfahren zur Ansteuern ng eines lonisierungsmodυis 7 besteht darin, dass das lonisierυngsmodui 7 - analog zum vorigen Ausführungsbeispiel - zunächst in einem normalen Betriebsmodus 14 betrieben wird {vergleiche mit Fig. 4}. Nach Ablauf einer gewissen Zeitdauer (typischerweise 1 bis 3 Minuten) wird das lonisierungsmodui 7 dadurch regene- riert 18, dass das lonisierungsmodui 7 einfach ausgeschaltet wird, und somit keinerlei Ionen (insbesondere keine Anionen 8) erzeugt werden, in dieser Regenerationsphase 18 können sich ebenfalls die statischen Aufladungen entlang der Wandbereiche 10 des LuftlestkanaJs 0 sowie der Luftaυsströmerdüse 8 abbauen, beispielsweise durch die üblicherweise im Luftstrom L befindliche Feuchtigkeit. Die Dauer der Regenerationsphase beträgt typischerweise 5 bis 30 Sekunden. Nach Ablauf der Regenerationsphase 16 erfolgt erneut ein Zykius, in dem das lonisierungsmodui 7 erneut in einem normalen Betriebsmocius 14 betrieben wird, anschließend erneut durch Ausschalten regeneriert 16 wird usw.. Das beschriebene Verfahren ist in Fig. 4 näher illustriert, Auch hier ist entlang der Abszisse 12 die Zeit aufgetragen, wohingegen längs der Ordinale 13 die in den Kraftfahrzeuginnenraum 5 freigegebene Konzentration an Anionen 8 dargestellt ist.

Weitere Informationen können der Patentanmeldung mit dem Titel "Verfah- ren zur Ansteuerung einer lonisierungsvorrichtung", welche am selben Tag und vom selben Anmelder unter dem anmeiderseitigen Aktenzeichen G9~B~ 110-1 beim deutschen Patent- und Markenamt hinterlegt wurde, entnommen werden. Der Offenbarungsgehait dieser Patentanmeldung wird vollumfäng- lieh in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeideschrift aufgenommen.

szeichβn liste

1. Kraftfahrzeugklimaanlage

2. Gebläse

3. Filter

4, Heizkörper

5. Kraftfahrzeuginnenraum

6. Luftausströmerdüse

7. lonisierungsmodul

8. Anionen

9. Luftleitkanal

10. Wandbereich

11 , Funktionsgraf

12, Abszisse

13. Ordinate

14. normaler Betriebsmodus

1 δ. Regenerationsmodus

16. Regeneration

17. Raster

18.Metaiifolie

19. Außenseite

20.ESD-Foiie