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Patent Searching and Data


Title:
AIR-CUSHION VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1990/002677
Kind Code:
A1
Abstract:
Rudders (5a; 5b) and reversing blades (6a; 6b) arranged in pairs behind the rotor of an axial fan which produces a thrust jet can be adjusted so that the rudders (5a; 5b) form the thrust nozzles in the advance position and block the outlet cross-section of the thrust nozzle during reverse thrust. The rudders together with the deployed reversing blades form the reverse thrust channel (9).

Inventors:
STIEGLER HARTMUT (DE)
Application Number:
PCT/EP1989/001037
Publication Date:
March 22, 1990
Filing Date:
September 06, 1989
Export Citation:
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Assignee:
KOENIG MASCHINENBAU GMBH (DE)
International Classes:
B60V1/14; (IPC1-7): B60V1/14
Foreign References:
GB2068310A1981-08-12
FR2305344A11976-10-22
US4421489A1983-12-20
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Claims:
έPatentansprüche
1. Luftkissenfahrzeug mit einer Hub und Vortriebsanlage, bestehend aus einem Axialgebläse vor einem als Schubdüse ausgebildeten Kanal, welcher mindestens zwei zueinander parallel verlaufende' Steuerschaufeln sowie seitliche Umkehrschaufeln aufweist, wobei die Steuersch.aufeln zur Schubumkehr den Ausgangsquerschnitt absperren, indem sie sich unter einem Winkel aneinanderlegen, dessen Spitze dem Axialgebläse zugewandt ist und dadurch den vom Axialgebläse erzeugten Luftstrom zu den seitlichen Umkehrschaufeln lenken, dadurch gekennzeichnet, daß a) in Vor.schubstellung die Steuerschaufeln (5a; 5b) Begrenzungsteil der Schubdüse sind, während die Umkehrschaufeln (6a; 6b) einen Teil der Fahrzeugwand bilden und b) in 5chubumkehrstellung die Umkehrschaufeln nach außen aufgeklappt sind und zusammen mit den dem Austrittsquerschnitt absperrenden Steuerschaufein* einen Schubumkehrkanal (9) bilden.
2. Luftkissenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaufeln (5a; 5b) mit den zugehörigen Umkehrschaufeln .(6a; 6b) über ein Getriebe gekoppelt sind.
3. Luftkissenfahrzeug nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die axialsymmetrich zur Fahrzeugachse angeordneten linken bzw. rechten Schaufelpaare (5a6a; 5b6b) unabhängig voneinander betätigbar sind.
4. Luftkissenfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichne , daß die Schwenkachsen der Steuerschaufeln (5a;. 5b; und Umkehrschaufeln (6a; 6b) am Ende der Schubdüse angeordnet sind.
5. Luftkissenfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüfterrad (3) des Axialgebläses sowohl den Querschnitt der Schubdüse als auch einen um die Schubdüse liegenden mit dem LuftkissenStauraum in Verbindung stehenden Ringkanal (4)'mit Druckluft beau schlagen.
6. Luftkissenfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichne , daß die Steuerschaufeln (5a; 5b) in ausge ahrener Stellung über die seitliche Kontur der Fahrzeugkarosserie hinausragen.
Description:
Luftkissenfahrzeug

Die Erfindung betrifft ein Luf kissen ahrzeug mit einer Hub- und Vortriebsanlage, bestehend aus einem Axialgebläse dessen Laufrad vor einem als Schubdüse ausgebildeten Kanal angeordnet ist.

Bei Luftkissenfahrzeugen wird zur Verminderung des Fσrtbewegu'ngswiderstandes ein statisches Luftkissen eingesetzt, welches durch Aufbau eines Druckpolsters mittels eines Gebläses eine höhere An riebskraft als das Gerätegewicht aufweis ..Die Fortbewegung eines Luf kissenfahrzeuges kommt durch den Schub eines ausgestoQeηen Luftstromes zustande. Der besondere Vorteil derartiger Fahrzeuge besteht darin,daß z. B. Boote als amphibische Fahrzeuge eingesetzt werden können.

Die Druckluft zum Betrieb eines solchen Fahrzeuges wird den Hub- und Vortriebsanlagen zugeführt und die Steuerung der Schubeinrichtung erfolgt über verstellbare Klappen und Schaufeln.

Es sind verschiedene Steuerungsvorrichtungen bekannt, mit denen eine wirkungsvolle Lenkung und gleichzeitig eine wirkungsvolle Steuerung der Vor- bzw. P.ückbeweguπg sowie eines Schwebezustandes des Fahrzeuges erreichet werden soll.

Die DE-OS 3121 886 beschreibt eine Auf- und Vortriebsarilage eines Lu tkissen ahrzeuges, bei welcher das Axialgebläse zwei Laufräder aufweist. Das eine Laufrad erzeugt mit seinem peripheren Teil die Druckluft für das Luftkissen ' , während das andere Laufrad die Luftströmung für die Schubdüse erzeugt. In den Seitenwänden der Schubdüse sind feststehende Schaufeln zur Luftstrahlungssteueruπg angebracht und am Ausgang verstellbare Ruder zur

Steuerung der Bewegungsrichtung des Luftkissenfahrzeuges angeordnet .

Mit den Rudern kann die Wirkungsrichtung des 5chubstrahles und damit die Bewegungsrichtung- es Lu tkissenfahrzeuges geändert werden.

Zum Rückwärtsmanövrieren wird durch Verstellung der Ruder der Luftstrahl aus der Schubdüse über die seitlichen Schaufeln umgelenkt. Aus der DE-OS 3121 885 ist zu entnehmen, daQ die Ruder zum Absperren der Schubdüse sich unter einem stumpfen Winkel aneinanderlegen und so der Luftstrom zur Schubumkehr zu den seitlichen Schaufeln gelenkt wird.

Weil die seitlichen Schaufeln ein eststehendes Gitter bilden, bleiben diese auch bei Vorschubbetrieb nicht ohne Einfluß auf die Luftströmung, was zu Energieverlusten führt.

Zur optimalen Ausnutzung der vom Axialgebläse erzeugten Luftströmung sollte der * jeweilige Strömungskanal bei jeder Steuerungslage die aerodynamisch günstigste Ausbildung haben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steuerschauf am Schubdüsenende und die seitlichen Umkehrschaufein so auszubilden und zusammen wirken, zu lassen, daG mit einfachen Mitteln eine wirkungsvolle Steuerung des Luftkissenfahrzeuges gewährleiste ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches angegebenen Merkmale vorgeschlagen.

Sowohl in Vorschubstellung als auch in Umkehrschubstellun bilden die Steuerschaufeln bzw. die Umkehrschaufein einen Teil des jeweiligen S rö ungskanales , sodaß unwirksame Strömungsverluste auf ein Minimum begrenzt sind.

In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:

Fig.l ein Luftkissenboot in Seitenansicht

Fig.2 die Ansicht von hinten

Fig. 3+4 die Stellung der Steuerschaufeln und U kehrschaufeln im Vorschubbetrieb bzw. bei Schubumkehr

Fig. 5+6 die Stellung der Steuerschaufeln und

Umkehrschaufeln beim Wendemanöver links bzw. rechts

Oberhalb des ein Luftkissen bildenden Stauraumes 1 befindet sich an der Frontseite des Luftkissenbootes der Führerstand 2 und dahinter die Hub- und Vortriebsanlage. Die Hub- und Vortriebsanlage besteht im wesentlichen aus dem Laufrad 3 eines Axialgebläses, dessen peripherer Teil vor einem mit dem Stauraum 1 in Verbindung stehenden Kanal 4 iegt, während der innere Teil eine Luftströmung zu der nachgeordnetεn Schubdüse * erzeugt. Über den Kanal 4 wird das erforderliche Luftkissen im Stauraum 1 aufrecht erhalten.

Wie Fig. 3 zeigt, wird durch die beiden Steuerschaufeln 5a und 5b in Vorschubstellung eine Schubdüse gebildet. Der vom Laufrad 3 erzeugte Luftstrom strömt nach hinten weg und gibt dem Fahrzeug den maximalen Vorschub in Fahrtrichtung.

Die einen Teil der Fahrzeugwand bildenden Umkehrschaufeln 6a und 6b sind dabei in eingefahrener Stellung. Soll die Schubrichtung umgekehrt (Rückwärtsfahrt) oder die Fahrt abgebremst werden, dann werden die

Steuerschaufeln und die Umkehrschaufeln in die in Fig. 4 gezeigte Stellung gefahren. Die Versteileinrichtung mit Antriebskolben 7 und Gestänge * 8 ist nur schematisch- angedeutet.

Die Druckluft strömt nunmehr über die dachförmig aneinandergefahrenen Steuerschaufeln 6a und 6b in 100 den so gebildeten Umkehrkanal 9 und die entsprechend gekrümmten ausgefahrenen Umkehrschaufeln 6 a und 6b unter Richtungsumkehr seitlich ab und bewirkt somit einen umgekehrten Schub.

Durch das Ausfahren der Steuerschaufeln und deren überstand über die Karosseriekontur hinaus, wirkt die 105 von außen auf den überstehenden Teil aufprallende

Luftströmung zusätzlich als Brems- bzw. Steuerkraft.

Die Steuerschaufeln 5 a und 5b dienen auch zum Ausführen von Wendemanövern, wie die Fig. 5 und 6 verständlich machen. Je nach dem welches der Klappenpaare verstellt 110 wird und in welchem Ausmaß die Verstellung vorgenommen wird, erfolgt eine Ablenkung eines Teiles des Luftstromes nach der Seite.

Durch das dabei erzeugte Moment wird das Fahrzeug gewendet .

115 Mithilfe der Betätigung von zwei einfachen

Klappenpaaren läßt sich das Fahrzeug wirkungsvoll steuern und es lassen sich alle gewünschten Manöver leicht ausführen.