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Patent Searching and Data


Title:
AIR INLET ELEMENT FOR A SHOE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/193222
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to an air inlet element for a shoe, said air inlet element being designed to be fastened to or partially inside an upper of the shoe and comprising: an air inlet, a device which is designed to conduct water that penetrates through the air inlet out of the shoe, and which comprises an outlet that is fluidically connected to the air inlet, and an air duct fluidically connected to the air inlet.

Inventors:
MÖHLMANN, Wilhelm (Europa-Strasse 19a, 8152 Glattbrugg, 8152, CH)
Application Number:
EP2016/062181
Publication Date:
December 08, 2016
Filing Date:
May 30, 2016
Export Citation:
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Assignee:
ATMOS AIRWALK AG (Europa-Strasse 19a, 8152 Glattbrugg, 8152, CH)
International Classes:
A43B7/08; A43B7/12; A43B7/10
Domestic Patent References:
2014-10-23
Attorney, Agent or Firm:
ZENZ PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Rüttenscheider Straße 2, Essen, 80802, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Lufteinlasseinrichtung (1 ) für einen Schuh, wobei die Lufteinlasseinrichtung (1 ) zur Befestigung an oder teilweise in einem Schaft des Schuhs geeignet ist und umfasst: einen Lufteinlass (2a), eine Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass (2a) eindringt, herauszuführen, und die einen Auslass (2b) umfasst, der in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass (2a) steht, und eine Luftführung (3) in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass (2a).

2. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin mit einem Einleger (4), der eine Lufteinlassöffnung (5) in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass (2a) und einen Luftführungskanal (6) in Fluidverbindung mit der Lufteinlassöffnung (5) und insbesondere eine Prallplatte (220) umfasst.

3. Lufteinlasseinrichtung gemäß Anspruch 2, wobei der Einleger (4) einen Wasserablauf (7) umfasst und der Luftführungskanal (6) und der Auslass (2b) in Fluid- kommunikation mit dem Wasserablauf (7) stehen.

4. Lufteinlasseinrichtung gemäß Anspruch 2 oder 3, wobei sich die Lufteinlassöffnung (5) in geringerem Abstand als der Wasserablauf (7) von dem Lufteinlass (2a) und insbesondere zumindest teilweise oberhalb des Lufteinlasses (2a) befindet.

5. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin ein Gitter- oder Netzelement (8) aufweist, das so angeordnet ist, dass Luft durch das Gitter- oder Netzelement (8) zu der Luftführung (3) und/oder dem Luftführungskanal (6) des Einlegers (4) gelangen kann.

6. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Luftführung (3) in Form einer Syphonverbindung mit dem Lufteinlass (2a) verbunden ist.

7. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Luftführungskanal (6) des Einlegers (4) in Form einer Syphonverbindung mit dem Lufteinlass (2a) und/oder der Lufteinlassöffnung (5) verbunden ist.

8. Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin ein Abscheideelement (225, 320, 410, 510) umfasst, das dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass (2a), insbesondere in Form von Wasserdunst oder Wassertröpfchen, eindringt, abzuscheiden.

9. Lufteinlasseinrichtung gemäß Anspruch 8, in dem das Abscheideelement Vorsprünge, an denen das Wasser, insbesondere zu einer Prallplatte des Einlegers, abtropfen kann, oder zumindest eine Abscheideplatte mit Öffnungen umfasst.

10. Schuh mit einer Sohle und einem Schaft und einer Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lufteinlasseinrichtung derart an oder teilweise in dem Schaft befestigt ist, dass sich der Lufteinlass (2a) in größerem Abstand von der Sohle als der Wasserablauf (7) und/oder der Auslass (2b) befindet.

1 1. Schuh mit einer Sohle und einem Schaft und einer Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei die Lufteinlasseinrichtung derart an oder teilweise in dem Schaft befestigt ist, dass sich die Lufteinlassöffnung (5) in einem größeren Abstand von der Sohle als der Wasserablauf (7) befindet.

12. Schuh gemäß Anspruch 1 1 , wobei sich die Lufteinlassöffnung (5) in einem größeren Abstand von der Sohle als der Lufteinlass (2a) befindet.

13. Schuh gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12, der weiterhin eine Luftpumpeinrichtung, insbesondere in Form eines Hohlraums oder einer Lunge, umfasst.

14. Schuh gemäß einem der Ansprüche 10 bis 13, weiterhin mit einem Innenfutter; einem Obermaterial, das einen perforierten Bereich aufweist, der mit der Lufteinlasseinrichtung in Fluidverbindung steht; und einer Membran, die zwischen dem Innenfutter und dem Obermaterial angeordnet ist.

15. Schuh gemäß Anspruch 14, wobei die Lufteinlasseinrichtung zwischen dem Innenfutter und dem Obermaterial angeordnet ist und oberhalb der Membran angeordnet sein kann.

Description:
Lufteinlasseinrichtung für einen Sch

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh, über die Luft zur Luftzirkulation im Schuh und damit direkt am Fuß des Nutzers des Schuhs geliefert werden kann.

Hintergrund der Erfindung

Ein Schuh besteht aus zwei Hauptteilen, nämlich dem oberen Teil, der Schaft genannt wird, und dem unteren Teil, dem Boden. Der Schaft kann einen Innenschaft (Futter), Zwischenschaft (Zwischenfutter) und Außenschaft (beispielsweise ein Obermaterial) umfassen. Der Schaft umfasst vorne das Vorderblatt gegebenenfalls mit Lasche, hinten die Ferse und seitliche Quartiere, die an der Fersennaht angrenzen. Ein mit einer Brandsohle verbundener Schaft wird montierter Schaft genannt. Der Boden kann eine einteilige oder mehrteilige Laufsohle umfassen. Ferner kann der Boden als Flachsohle oder Absatzsohle ausgebildet sein.

Heutzutage sind Schuhe bekannt, die in der Sohle mit Vorrichtungen ausgestattet sind, welche die Luftzirkulation im Schuh begünstigen sollen, wodurch die innere Feuchtigkeit im Schuh verringert werden soll, um den Fußkomfort des Nutzers des Schuhs zu verbessern. So wird in der WO 2012/126489 eine Sohlenkonstruktion mit einer Luftpumpeinrichtung beschrieben.

Zur Luftzirkulation im Schuh muss Luft in diesen eingelassen(eingesaugt und aus diesen herausgeführt werden. Während der Luftauslass durch das Schuhinnere (am Fuß des Nutzers vorbei) erfolgen kann, erfordert der geregelte Lufteinlass eine Lufteinlasseinrichtung, die Luft effektiv durchführt. Damit besteht aber die Gefahr, dass nicht nur erwünschter Weise Luft in den Schuh geführt wird, sondern unerwünschter Weise auch Nässe (Wasser) und Schmutz in den Schuh eindringen kann. Im Stand der Technik bekannte Versuche, das Eindringen von Nässe durch das Vorsehen von Membranen zu vermeiden, scheitern daran, dass die vorgesehenen Membrane nicht hinreichend luftdurchlässig sind und somit einen hinreichend effektiven Lufteinlass verhindern.

Es liegt somit der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh mit aktiver Luftzirkulation, bereitzustellen, die die Zufuhr des zur Luftzirkulation erforderlichen Luftvolumens ermöglicht, ohne dass Wasser/Nässe von außen über die Lufteinlasseinrichtung in den Schuh eindringen könnte.

Beschreibung der Erfindung

Die oben genannte Aufgabe wird durch eine Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh gelöst, wobei die Lufteinlasseinrichtung zur Befestigung an oder teilweise in einem Schaft des Schuhs geeignet ist. Beispielsweise kann die Lufteinlasseinrichtung dazu geeignet sein, an oder teilweise in einem Fersenbereich des Schafts oder einem Quartier oder einer Lasche desselben und insbesondere zumindest teilweise oberhalb einer Sohle des Schuhs befestigt zu werden.

Die Aufgabe wird auch durch eine Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh gelöst, wobei die Lufteinlasseinrichtung zur Befestigung an oder teilweise in einem Schaft des Schuhs geeignet ist und umfasst: a) einen Lufteinlass, b) eine Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass eindringt, herauszuführen, und die einen Auslass umfasst, der in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass steht, und c) eine Luftführung in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass.

Die Lufteinlasseinrichtung kann auch als Teil der Sohle des Schuhs ausgebildet sein. Die Lufteinlasseinrichtung umfasst einen Lufteinlass, durch den Luft gezielt zur Ventilation des Inneren des Schuhs angesaugt werden kann, und eine Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das etwa in flüssiger Form oder auch in Form von Wasserdampf durch den Lufteinlass eindringt, sofort herauszuleiten, so dass es nicht unerwünschter Weise in das Innere des Schuhs eindringen kann. Somit wird eine Ventilation des Inneren des Schuhs ermöglicht, ohne dass durch den Ventilationsprozess Wasser/Nässe/Feuchtigkeit in das Innere des Schuhs geleitet wird. Hierbei kann die Einrichtung, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass eindringt, herauszuleiten, einen Auslass (einen Ablauf, eine Auslassöffnung) als Bestandteil der Lufteinlasseinrichtung und beispielsweise von dem Lufteinlass verschieden umfassen. Wasser kann durch den Auslass aus der Lufteinlasseinrichtung nach außerhalb derselben ausgelassen werden. Der Auslass kann dabei so angeordnet sein, dass, wenn die Lufteinlasseinrichtung am Schuh befestigt ist, er näher an der Sohle des Schuhs positioniert ist als der Lufteinlass; der Auslass liegt bei der am Schuh montierten Lufteinlasseinrichtung dann also niedriger als der Lufteinlass. Lufteinlass und Auslass können hierbei in Fluidverbindung stehen. Das bedeutet, dass es einen durchgehenden Strömungsweg für ein Fluid von dem Lufteinlass zu dem Auslass gibt.

Weiterhin kann die Lufteinlasseinrichtung eine Luftführung in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass aufweisen. Luft tritt in diesem Fall durch den Lufteinlass in die Lufteinlasseinrichtung ein und wird über die Luftführung weitergeleitet. Die Luftführung erlaubt eine kontrollierte Strömung der Luft, beispielsweise in Richtung einer Luftpumpeinrichtung, die in dem Schuh, an dem die Lufteinlasseinrichtung angebracht ist, vorgesehen ist und Luft über die Lufteinlasseinrichtung von außerhalb des Schuhs ansaugt. Diese Luftführung kann in Form eines Kanals ausgebildet sein.

Der Lufteinlass der Lufteinlasseinrichtung kann so dimensioniert sein, dass im Ablauf der Gehbewegung eines Nutzers soviel Luft eingesaugt werden kann, dass das Volumen der ansaugenden Luftpumpeinrichtung im Wesentlich vollständig gefüllt wird. Die Lufteinlasseinrichtung ermöglicht also über einen entsprechend dimensionierten Lufteinlass das Ansaugen eines gegenüber dem Stand der Technik viel größeren Luftvolumens, sodass dadurch eine effiziente Ventilation des Schuhinneren erreicht werden kann. Die Fläche des Lufteinlass kann hierbei größer als 4 mm 2 , insbesondere größer als 10, 50 oder 100 oder 200 mm 2 , und somit viel größer als im Stand der Technik bekannte Luftlöcher sein.

Gemäß einer Weiterbildung umfasst die Lufteinlasseinrichtung einen Einleger, der eine Lufteinlassöffnung in Fluidverbindung mit dem Lufteinlass und einen Luftführungskanal in Fluidverbindung mit der Lufteinlassöffnung umfasst. Weiterhin kann die Lufteinlasseinrichtung beziehungsweise dieser Einleger eine Prallplatte und/oder einen Wasserablauf aufweisen, und es können der Luftführungskanal und der Auslass in Fluidkommuni- kation mit dem Wasserablauf stehen. Der Einleger kann in einer Weiterbildung als ein Element der Lufteinlasseinrichtung angesehen werden, das von einem Teil der Luftein- lasseinrichtung nach außen hin bedeckt ist. Der Einleger könnte auch zwischen Obermaterial und Futter eines Schafts eines Schuhs angeordnet sein.

Hier und im Weiteren bezeichnet„außen" einen Bereich der Lufteinlasseinrichtung, der bei Befestigung derselben an einem Schaft eines Schuhs weiter von diesem Schaft entfernt ist als ein„innerer" Bereich der Lufteinlasseinrichtung. Entsprechend ist ein„oberer" Bereich bei Befestigung der Lufteinlasseinrichtung an einem Schuh von einer Sohle desselben weiter entfernt als ein„unterer" Bereich. Luft und Wasser können also zunächst durch den Lufteinlass eindringen und treffen danach auf den Einleger. Während Luft durch den Luftführungskanal und die Luftführung Richtung einer Luftpumpeinrichtung des Schuhs, an dem die Lufteinlasseinrichtung angebracht ist, strömen kann, wird Wasser insbesondere durch die Prallplatte über den Wasserablauf und Auslass ausgelassen. Während über die Luftführung oben Luft eingesaugt wird, läuft Wasser nach unten ab. Hierbei kann das Wasser, je nach Ausbildung des Luftführungskanals des Einlegers, einen bestimmten Weg entlang des Luftführungskanals des Einlegers zurücklegen, bis es über den Wasserablauf nach außen hin abläuft. Die Lufteinlassöffnung des Einlegers kann sich in einem geringeren Abstand als der Wasserablauf von dem Lufteinlass befinden und kann insbesondere zumindest teilweise oberhalb des Lufteinlasses positioniert sein. Somit kann Luft leicht von dem Lufteinlass zu der Lufteinlassöffnung des Einlegers gelangen, während Wasser direkt wieder über den darunter liegenden Wasserablauf des Einlegers ablaufen kann.

Um Schmutz abzuweisen, kann die Lufteinlasseinrichtung weiterhin ein Gitter- oder Netzelement aufweisen, das so angeordnet ist, dass Luft durch das Gitter- oder Netzelement zu der Luftführung und/oder dem Luftführungskanal des Einlegers gelangen kann. Das Gitter- oder Netzelement kann zwischen dem Einleger und einem äußeren, den Einleger teilweise bedeckenden Teil der Lufteinlasseinrichtung positioniert sein. Das Gitter- oder Netzelement kann wie die übrige Lufteinlasseinrichtung aus Kunststoff gefertigt sein. Alternativ kann es aus einem Vliesstoff oder aus Metall gefertigt sein.

In sämtlichen oben beschriebenen Weiterbildungen kann die Luftführung in Form einer Syphonverbindung (syphonartigen Fluidverbindung; Labyrinthverbindung) mit einem Strömungsweg in Form eines umgekehrten LTs (Π) mit dem Lufteinlass verbunden sein, und/oder es kann der Luftführungskanal des Einlegers in Form einer Syphonverbindung mit dem Lufteinlass und/oder der Lufteinlassöffnung verbunden sein. Eine solche Syphonverbindung weist einen teilweise u-förmigen Strömungsweg (umgekehrtes U) für ein Fluid, insbesondere für die in die Lufteinlasseinrichtung eintretende Luft auf. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Luftführung und/oder der Luftführungskanal des Einlegers einen Strömungsweg (-kanal) mit einem u-förmigen Bereich, der einen geringeren Abstand vom Lufteinlass als zu dem oben genannten Auslass und/oder Wasserablauf aufweist, wodurch eine Syphonwirkung erreicht werden kann. Diese Syphonwirkung kann dazu führen, dass zwar Luft mit großem Volumen entsprechend dem Volumen der Luftpumpeinrichtung über die Luftführung beziehungsweise den Luftführungskanal des Einlegers nach unten in Richtung einer Luftpumpeinrichtung, die in einem Schuh vorgesehen ist, an dem die Lufteinlasseinrichtung befestigt ist, strömen kann, Wasser hingegen, das über den Lufteinlass der Lufteinlasseinrichtung eindringt, direkt wieder über den Auslass beziehungsweise den Wasserablauf des Einlegers abgeschieden wird.

Weiterhin kann die Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der oben beschriebenen Beispiele ein Ventil aufweisen, das dazu ausgebildet ist, Luft von der Luftführung oder dem Luftführungskanal kommend durchzulassen (nämlich nur in Richtung einer Luftpumpeinrichtung, die einem Schuh vorgesehen ist, an dem die Lufteinlasseinrichtung zu befestigen ist).

In sämtlichen oben beschriebenen Weiterbildungen kann die Lufteinlasseinrichtung ein Abscheideelement (einen Trägheitsabscheider) umfassen, das dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch den Lufteinlass eindringt, abzuscheiden. Insbesondere ist das Abscheideelement dazu ausgebildet ist, Wasser, das nicht direkt wieder über eine Prallplatte abgeleitet wird abzuscheiden und es kann dazu ausgebildet sein, Wassertröpfen und/oder Wasserdunst abzuscheiden. Das Abscheideelement kann dazu ausgebildet sein, Wasser aus Wasserdampf auszukondensieren. Die auskondensierten Wassertröpfchen können dann, beispielsweise über Nasen/Vorsprünge des Abscheideelements abtropfen. Andererseits können mit der angesaugten Luft mittransportierte Wassertröpfen von dem Abscheideelement abgeschieden werden und beispielsweise über die Nasen/Vorsprünge des Abscheideelements abtropfen.

Das Abscheideelement, das von dem Einleger beziehungsweise der Prallplatte verschieden ist, kann Vorsprünge, an denen das Wasser abtropfen kann, oder zumindest eine Abscheideplatte mit Öffnungen umfassen, wobei die Abscheideplatte weiterhin Vorsprünge aufweisen kann, an denen das Wasser , beispielsweise auf die genannte Prallplatte, abtropfen kann. Die eine oder die mehreren Abscheideplatten können einen endlichen Neigungswinkel zur Horizontalen aufweisen.

Der Neigungswinkel kann in einem Bereich von zwischen 30° und 50° zur Horizontalen liegen. Insbesondere kann das Abscheideelement der Syphonverbindung bzw. einer Luftumleitung mit separatem Wasserablauf vorgeordnet sein, d.h., es kann stromaufwärts von derselben angeordnet sein. Alternativ kann das Abscheideelement in einem aufsteigenden Ast der Syphonverbindung, die einen u-förmigen Bereich (umgekehrtes U mit aufsteigendem und absteigendem Ast) aufweist, angeordnet sein. Beispielsweise kann die Abscheideplatte als gestanzte Blechplatte mit Öffnungen vorgesehen sein. Die Öffnungen können eine Durchmesser von mehr als 1 mm, beispielsweise im Bereich von 1 bis 5 mm aufweisen, und sie können in einem Abstand von zwischen 5 und 10 mm voneinander beabstandet sein.

Während ein Großteil des eindringenden Wassers (beispielsweise Schlagwasser) durch den oben genannten Einleger beziehungsweise über die oben genannte Prallplatte wieder aus der Lufteinlasseinrichtung austreten kann, kann durch das Abscheideelement Wasser, das in Form von Wasserdunst/-dampf oder kleinen in feuchter Luft gelösten Wassertropfen zu diesem Abscheideelement gelangt, abgeschieden werden und nach außen, beispielsweise über den Einleger oder die Prallplatte oder eine zusätzliche Wasserableitung der Lufteinlasseinrichtung abgeleitet werden. Es kann also ein zweistufiger Prozess der Wasserabscheidung mit einer ersten Stufe über den Einleger beziehungsweise die Prallplatte und einer zweiten Stufe über das zusätzlich vorgesehene Abscheideelement erfolgen.

Weiterhin wird ein Schuh mit einer Sohle und einem Schaft und einer Lufteinlasseinrichtung gemäß einem der vorhergehend beschriebenen Beispiele bereitgestellt. Bei diesem Schuh ist die Lufteinlasseinrichtung derart an oder teilweise in dem Schaft befestigt, dass sich der Lufteinlass in größerem Abstand von der Sohle als der Wasserablauf und/oder der Auslass befindet, er also oberhalb von dem Wasserablauf und/oder der Auslass positioniert ist. Beispielsweise kann die Lufteinlasseinrichtung an einen Fersenbereich des Schafts angeschweißt, angeklebt oder angesteppt sein. Insbesondere kann der Schuh eine Luftpumpeinrichtung, beispielsweise in Form eines Hohlraums oder einer Lunge, umfassen, die dazu dient, Frischluft über die Lufteinlasseinrichtung anzu- saugen und über entsprechende Luftführungen in das Innere des Schuhs zur Ventilation desselben zu liefern.

Zudem kann die Lufteinlasseinrichtung derart an oder teilweise in dem Schaft befestigt sein, dass sich die Lufteinlassöffnung in größerem Abstand von der Sohle als der Wasserablauf befindet, sie also oberhalb von dem Wasserablauf positioniert ist.

In den oben genannten Beispielen kann der Schuh weiterhin ein Innenfutter, ein Obermaterial, das einen perforierten Bereich aufweist, der mit der Lufteinlasseinrichtung in Fluidverbindung steht, und einer Membrane, die zwischen dem Innenfutter und dem Obermaterial angeordnet ist, aufweisen. Auf Grund der wasserdichten Membran wird durch den perforierten Bereich des Obermaterials eindringendes Wasser sofort nach außen geführt/gelenkt, sodass es nicht durch das Futter in das Schuhinnere eindringen kann. Zwischen dem Futter, das durch die Membrane wasserdicht bedeckt ist, und dem Obermaterial wird die Luft, beispielsweise in einer eingearbeiteten Luftführung zur Lufteinlasseinrichtung geleitet. Weiterhin kann ein Abstandsgewirke, beispielsweise ein Kunststoffmaterial, zwischen der Membran und dem perforierten Bereich des Obermaterials angeordnet sein, das der Polsterung (und nicht einer zusätzlichen Luftführung) dient. Beispielsweise kann die Lufteinlasseinrichtung oberhalb eines Bereichs zwischen Futter/Membran und Obermaterial angeordnet sein.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der ausführlichen aber nicht einschränkenden Beschreibung von Ausführungsformen, die mithilfe der beigefügten Zeichnungen dargestellt sind.

Figuren 1 a bis 1 c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh, die im Fersenbereich desselben vorgesehen ist,

Figur 1 d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den Figuren 1 b bis 1 c gezeigt ist,

Figuren 2a bis 2c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh, die teilweise zwischen Obermaterial und Futter oder auf dem Obermaterial desselben vorgesehen ist, Figur 2d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den Figuren 2a bis 2c gezeigt ist,

Figuren 3a bis 3c zeigen eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung für einen Schuh, die beispielhaft in Schwingenform ausgebildet ist,

Figur 3d veranschaulicht die Funktionsweise der Lufteinlasseinrichtung, die in den Figuren 3a bis 3c gezeigt ist.

Figuren 4a bis 4c zeigen einen Schuh mit einer Lufteinlasseinrichtung, die zwischen einem Futter und einem perforierten Obermaterial angeordnet ist, wobei eine Membran das Futter von außen hin gegen einen Wassereintritt abdichtet.

Figur 5 zeigt eine Lufteinlasseinrichtung, die an einem Schaft mit einer Mesh- Polsterung, einer Membran und einem teilweise perforierten Obermaterial angebracht ist.

Figur 6 zeigt eine Lufteinlasseinrichtung mit einer Prallplatte und einem Abscheideelement zur Trägheitsabscheidung von Wassertröpfchen und Wasserdunst.

Figur 7 zeigt eine Lufteinlasseinrichtung mit einer Prallplatte und einem Abscheideelement sowie Details des Abscheideelements.

Figur 8 zeigt Details einer Lufteinlasseinrichtung bei der Wasser und Schmutz sofort durch eine Prallplatte nach außen geführt werden.

In der vorliegenden Erfindung wird eine Lufteinlasseinrichtung (ein„Airlntake") bereitgestellt, für die das Eindringen von Wasser und auch Schmutz in den Schuh verlässlich vermieden werden kann. Die Lufteinlasseinrichtung kann einer, beispielsweise in der Sohle positionierten, Luftpumpeinrichtung dem Ansaugen von Frischluft dienen. Prinzipiell kann die Lufteinlasseinrichtung an jedem geeigneten Platz zumindest teilweise oberhalb der Sohle des Schuhs vorgesehen sein. Beispielsweise kann sie im seitlichen oder hinteren oberen Kragen des Schafts des Schuhs, im Fersenbereich des Schafts, in einem seitlichen Bereich des Schafts oder auf einer Lasche des Schuhs bereitgestellt werden. Die Lufteinlasseinrichtung weist als eines ihrer Elemente eine Einrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, Wasser, das durch einen Lufteinlass der Lufteinlasseirichtung eindringt, wieder herauszuführen. Dieses Wasser wird also nicht von einer im Schuh vorgesehenen Luftpumpeinrichtung eingesaugt und in das Innere des Schuhs abgegeben. Ausführungsformen der Lufteinlasseinrichtung werden im Folgenden mit Bezug auf die Figuren 1 a bis 3d beschrieben, wobei gleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind.

In den Figuren 1 a bis 1 c wird ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Lufteinlasseinrichtung 1 gezeigt. Auf der linken Seite der Figur 1 a wird die Lufteinlasseinrichtung 1 als seitliche Schnittansicht und in der Mitte der Figur 1 a aus Sicht der Ferse eines Schuhs, an dem die Lufteinlasseinrichtung 1 befestigt wird, gezeigt. Eine Außenansicht der fertig assemblierten Lufteinlasseinrichtung 16 ist rechts oben in Figur 1 a gezeigt. Die Lufteinlasseinrichtung 1 umfasst einen Lufteinlass 2a, über den Luft angesaugt werden kann. Das Ansaugen der Luft kann über eine Luftpumpeinrichtung erfolgen, die in Form eines Hohlraums oder einer Lunge (einer separaten Kunststoffpumpeinrichtung) ausgebildet sein kann, wie es im Stand der Technik wohl bekannt ist.

Weiterhin umfasst die Lufteinlasseinrichtung 1 einen Auslass 2b, über den Wasser, das gegebenenfalls über den Lufteinlass 2a eindringt, nach außerhalb des Schuhs ausgelassen werden kann. Die über den Lufteinlass 2a angesaugte Luft wird in einer Luftführung 3 der Lufteinlasseinrichtung 1 geführt.

Weiterhin ist ein Einleger 4 in der Lufteinlasseinrichtung 1 vorgesehen. Dieser Einleger 4 weist, wie es in Figur 1 a rechts unten gezeigt ist, eine Lufteinlassöffnung 5 und einen verzweigten Luftführungskanal 6 auf. Frischluft wird also über die Lufteinlassöffnung 5, den Luftführungskanal 6 und die Luftführung 3 angesaugt. Unerwünschter Weise durch den Lufteinlass 2a eintretendes Wasser wird direkt wieder über einen Wasserablauf 7 des Einlegers 4 und den Auslass 2b herausgeführt. Zwischen dem Einleger und dem Lufteinlass 2a und dem Auslass 2b ist in der gezeigten Ausführungsform ein Gitter- oder Netzelement 8 vorgesehen, das Schmutz abweisen kann. Innerhalb der Luftführung 3 ist optional ein Einwegventil 9 vorgesehen, an das eine schlauchartige Luftführung 10 angeschlossen ist. Das Einwegventil 9 erlaubt lediglich eine Luftströmung von der Luftführung 3 zu der schlauchartigen Luftführung 10. Die genannten Elemente sind zur weiteren Veranschaulichung auch in Figur 1 b gezeigt. Figur 1 b zeigt zwei Hälften der geschnittenen Lufteinlasseinrichtung 1 , wobei der Schnitt entlang der schraffierten Fläche erfolgt ist. Figur 1 c zeigt auf der linken Seite eine Innenansicht der fertig assemblierten Lufteinlasseinrichtung 1 mit einer Klebefläche 1 1 und auf der rechten Seite einen Schuh mit der Lufteinlasseinrichtung 1 , die über die Klebefläche 1 1 an den Schaft des Schuh geklebt ist. Alternativ kann die Lufteinlasseinrichtung 1 an den Schaft angeschweißt oder angesteppt werden. Wie es in Figur 1 c gezeigt, kann die Lufteinlasseinrichtung 1 teilweise mit der Sohle 14 des Schuhs verbunden sein. In einer alternativen Ausführungsform kann die Lufteinlasseinrichtung 1 Teil der (höher gezogenen) Sohle Lufteingang sein. In der Sohle 14 des Schuhs ist eine Luftpumpeinrichtung (in Figur 1 c nicht gezeigt) vorgesehen, die mit der schlauchartigen Luftführung 10 verbunden ist, und die über den Lufteinlass 2a, die Luftführung 3 sowie die Lufteinlassöffnung 5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb des Schuhs ansaugt. Die angesaugte Luft wird dann von der Luftpumpeinrichtung über entsprechende Luftführungen in der Sohle und Öffnungen einer Brandsohle in den Innenraum des Schuhs zur Ventilation desselben geliefert, wie es im Stand der Technik bekannt ist.

Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform ermöglicht, wie es bisher im Stand der Technik nicht möglich war, den Einlass großer Mengen an Frischluft, ohne dass Wasser/Nässe/ Dunst / Wassertröpfchen über die Lufteinlasseinrichtung 1 in den Schuh eindringen würde. Ausgehend von Figur 1 b zeigt Figur 1 d die möglichen Luft- und Wasserströmungen der Lufteinlasseinrichtung 1. Die kleinen Pfeile veranschaulichen hierbei die Luftströmung und die großen Pfeile die Wasserströmung. Luft strömt durch den Lufteinlass 5 des Einlegers 4, die Luftführung 3, den Luftführungskanal 6 des Einlegers und das Ventil 9 in die schlauchartige Luftführung 10 und von dieser in die Luftpumpeinrichtung. Ein großes Luftvolumen entsprechend dem Pumpvolumen der Luftpumpeinrichtung kann so durch die Lufteinlasseinrichtung 1 eingesaugt werden. Möglicherweise durch den Lufteinlass 2a eintretendes Wasser hingegen wird direkt wieder durch den Wasserablauf 7 und den Auslass 2b ausgelassen. Wie ersichtlich sollte der Lufteinlass 5 des Einlegers 4 im oberen Bereich des Lufteinlasses 2a, oder er sogar etwas oberhalb des oberen Bereichs des Lufteinlasses 2a angeordnet sein, wodurch ein Syphoneffekt (Luftumleitung durch umgekehrtes U: Π) erzielt wird, der ein Abscheiden des Wassers zuverlässig unterstützt.

Die in den Figuren 1 a bis 1 d gezeigte Lufteinlasseinrichtung 1 weist keine Innenabdeckung der Luftführung 3 auf. Schuhseitig wird die Luftführung 3 durch das Obermaterial des Schafts des Schuhs, an dem die Lufteinlasseinrichtung 1 angebracht wird, geschlossen. Alternativ kann die Luftführung 3 durch ein entsprechendes Innenteil der Lufteinlasseinrichtung 1 geschlossen werden. In diesem Fall kann die Lufteinlasseinrichtung 1 teilweise unter dem Obermaterial (zwischen Obermaterial und Futter) eines Schafts eines Schuhs oder vollständig auf dem Obermaterial angeordnet sein. Eine solche Ausführungsform mit Innenabdeckung ist in den Figuren 2a bis 2d veranschaulicht. Figur 2a zeigt verschiedene perspektivische Ansichten der Lufteinlasseinrichtung 1 , und Figur 2b zeigt zwei Hälften der geschnittenen Lufteinlasseinrichtung 1 (Schnitt an schraffierten Flächen) dieser Ausführungsform.

Die Lufteinlasseinrichtung 1 weist, wie es in Figur 2a gezeigt ist, einen Lufteinlass 2a und einen Auslass 2b auf. Luft wird aus dem Lufteinlass 2, eine Lufteinlassöffnung 5 eines Einlegers 4, über eine Luftführung 3 und einen Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 geführt. Wasser, das möglicherweise über den Lufteinlass 2a eindringt, wird direkt wieder über einen Wasserablauf des Einlegers 4 und den Auslass 2b abgeschieden. Am unteren Ende der Luftführung 3 und des Luftführungskanals 6 (dem dem Lufteinlass 2a und einer Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 entgegengesetzten Ende der Luftführung 3 und des Luftführungskanals 6) kann ein Ventil (in den Figuren 2a bis 2d nicht gezeigt) vorgesehen sein. Wie in der in den Figuren 1 a bis 1 d gezeigten Ausführungsform kann ein Gitter- oder Netzelement 8 vorgesehen sein. Seitlich umfänglich kann eine Klebefläche 1 1 vorgesehen sein.

Wie es in Figur 2c gezeigt ist, kann die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform teilweise unter oder auf einem Obermaterial 15 eines Schafts eines Schuhs mit einer Naht 15 ein- oder angenäht und zusätzlich mithilfe der Klebefläche 1 1 klebend befestigt werden. Ein unter dem Obermaterial 15 vorgesehen Luftführung 3a ist in der unteren rechten Darstellung der Figur 2c gezeigt. Insbesondere können die Luftführung 3 und der Luftführungskanal 6 zwischen dem Obermaterial und dem Futter des Schafts angeordnet werden. Wie in der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist in der Sohle des Schuhs eine Luftpumpeinrichtung (in Figur 2c nicht gezeigt) vorgesehen, die über den Lufteinlass 2a, die Luftführung 3 sowie die Lufteinlassöffnung 5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb des Schuhs ansaugt.

Ausgehend von Figur 2b zeigt Figur 2d die möglichen Luft- und Wasserströmungen der Lufteinlasseinrichtung 1. Die kleinen Pfeile veranschaulichen wiederum die Luftströmung und die großen Pfeile die Wasserströmung. Luft strömt durch den Lufteinlass 5 des Einlegers 4, die Luftführung 3 und den Luftführungskanal 6. Möglicherweise durch den Lufteinlass 2a eintretendes Wasser hingegen wird direkt wieder durch den Wasserablauf 7 und den Auslass 2b ausgelassen. Wie ersichtlich sollte der Lufteinlass 5 des Einlegers 4 im oberen Bereich des Lufteinlasses 2a oder sogar etwas oberhalb des oberen Bereichs des Lufteinlasses 2a angeordnet sein.

Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den Figuren 3a bis 3d veranschaulicht. Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform kann aus einem flexiblen Kunststoffmaterial, beispielsweise in Schwingenform hergestellt sein, während diejenige der zuvor beschriebenen Ausführungsformen im Wesentlichen aus thermoplastischem Kunststoff oder Gummi in unterschiedlichen Härten hergestellt sein kann. Die Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform wird an einem Fersenteil eines Schafts eines Schuhs befestigt und kann sich über die Quartiere erstrecken, wie es in Figur 3c gezeigt ist. Figur 3a zeigt die Lufteinlasseinrichtung 1 von außen (obere Darstellung) und innen, d.h. aus Sicht des Fersenteiles (mittlere Darstellung). Figur 2b zeigt zwei Hälften der geschnittenen Lufteinlasseinrichtung 1 (Schnitt an schraffierten Flächen) dieser Ausführungsform. Es sei erwähnt, dass alternativ andere Lufteinlassformen, beispielsweise in Form von Öffnungen im Schaft oder Aufsätze am Schaft vorgesehen sein können.

In einem zentralen Bereich weist die Lufteinlasseinrichtung 1 Einlassöffnungen 2 auf. Weiterhin umfasst die Lufteinlasseinrichtung 1 eine Luftführung 3 in Fluidverbindung mit einem Luftführungskanal 6 eines Einlegers. Luft kann über eine Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 in den Luftführungskanal 6 strömen. Der Einleger weist einen Wasserablauf 7 auf, über den Wasser, das gegebenenfalls über die Einlassöffnungen 2 eintritt, direkt wieder ablaufen kann. Wie es in der unteren Darstellungen von Figur 3a und in Figur 3b gezeigt ist, weist der Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 einen im Wesentlichen hori- zontalen Bereich auf. Wie in Figur 3b gezeigt, geht der Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 in eine Luftführung 3 der Lufteinlasseinrichtung 1 über oder ist mit einer solchen verbunden. Die Lufteinlassöffnung 5 des Einlegers 4 befindet sich auf oder oberhalb der Höhe der oberen Bereiche der Einlassöffnungen 2.

Wie in Figur 3c gezeigt weist die Lufteinlasseinrichtung 1 an der Innenfläche eine Klebefläche 1 1 auf. Weiter weist sie einen Nahtkanal 12 auf. Somit kann sie, wie es in Figur 3c gezeigt ist, an den Schaft eines Schuhs geklebt und mithilfe einer Naht 13 angesteppt werden. Wiederum ist in der Sohle 14 des Schuhs eine Luftpumpeinrichtung (in Figur 3c nicht gezeigt) vorgesehen, die über die Einlassöffnungen 2, die Luftführung 3 sowie die Lufteinlassöffnung 5 und den Luftführungskanal 6 des Einlegers 4 Frischluft von außerhalb des Schuhs ansaugt.

Wie in den zuvor beschriebenen Ausführungsformen kann auch bei der Lufteinlasseinrichtung 1 dieser Ausführungsform verhindert werden, dass Wasser/Nässe durch die Einlassöffnungen 2 in den Schuh dringt. Figur 3d veranschaulicht Luft- und Wasserströmungen. Wiederum kennzeichnen die kleinen Pfeile die Luftströmung und die großen Pfeile die Wasserströmung. Luft und Wasser treten durch die Einlassöffnungen 2 ein und strömen entlang eines Bereichs des Luftführungskanals 6 des Einlegers 4. Wasser wird jedoch durch den Wasserablauf 7 des Einlegers 4 sofort wieder abgeschieden und erreicht somit nicht die Luftführung 3. Somit kann Wasser nicht im Rahmen des Prozesses des Ansaugens von Frischluft in das Innere des Schuhs eindringen.

Prinzipiell kann eine wie oben beschriebene Lufteinlasseinrichtung 1 unterhalb (näher am Schuhinneren) eines perforierten Bereichs des Schuhs vorgesehen sein, wie er in den Figuren 4a, 4b und 4c gezeigt ist. So kann über einen relativ großen perforierten Bereich Luft von außerhalb des Schuhs angesaugt werden. In der in Figur 4a gezeigten Ausführungsform erfolgt der Lufteingang (das Ansaugen von Luft durch eine Luftpumpeinrichtung 101 ) über einen perforierten Schaftabschluss 105, in der in Figur 4b gezeigten Ausführungsform erfolgt der Lufteingang über eine perforierte Lasche 1 10 und in der in Figur 4c gezeigten Ausführungsform erfolgt der Lufteingang über einen perforierten Bereich 1 15 des Obermaterials, der das Quartier umfasst. Das Obermaterial kann ein Leder, ein Kunststoffmaterial oder ein Gewebematerial umfassen. Von dem perforierten Bereich kann Luft in eine, wie oben beschriebene, Syphonverbindung (Labyrinth) 120 einer Lufteinlasseinrichtung strömen und über eine Luftführung 130 und ein erstes Ventil 140 von der Luftpumpeinrichtung 101 , beispielsweise einer als selbstständige Entität ausgebildete Lunge, angesaugt werden und über ein zweites Ventil 145 und Kanäle 150 zur Ventilation des Schuhinneren von der Luftpumpeinrichtung 101 gepresst werden. Allgemein kann eine Syphonverbindung (ein Labyrinth) 120 hier und in sämtlichen anderen Ausführungsformen das schwerere Wasser sofort nach außen geleitet wird und die leichtere Luft über die Umlenkung sofort nach oben in die Luftführung gelangt.

Wasserdichtigkeit des Schuhinneren wird dadurch erreicht, dass zwischen dem Futter, und dem Obermaterial, eine wasserdichte Membrane eingearbeitet wird. Dadurch wird das eindringende Wasser durch die Membran sofort nach unten wieder herausgeführt. Durch die Öffnungen des perforierten Obermaterials wird großflächig Luft eingesaugt. Gleichzeitig wird durch die Öffnungen von der Membran das Wasser gleich wieder nach außen abgeleitet, während andererseits Luft von oberhalb der Wasseraustrittslinie und von zumindest teilweise unterhalb der oben angeordneten Lufteinlasseinrichtung durch die Vakuumwirkung der Luftpumpeinrichtung angesaugt wird.

Die Querschnittsansicht von Figur 5 zeigt einen perforierten Bereich 201 eines Obermaterials, über den von einer Luftpumpeinrichtung Luft von außerhalb des Schuhs eingesaugt werden kann. Der perforierte Bereich wird beispielsweise von einer Polsterkante als Schaftabsschluss 201 gebildet und geht in einen nicht-perforierten Bereich 202 des Obermaterials über. Weiterhin ist ein Futter 205 und eine zwischen dem Futter 205 und dem Obermaterial angeordnete Membran 210 gezeigt. Zwischen der Membran 210 und dem perforierten Bereich 201 des Obermaterials ist weiterhin ein Abstandsgewirke 215 zur Polsterung vorgesehen. Weiterhin zeigt Figur 5 eine Lufteinlasseinrichtung mit einer Prallplatte 220, einem Abscheideelement 225, beispielsweise in Form eines gelochten Gitterblechs und einer Labyrinth(Syphon-)verbindung 230. Über den perforierten Bereich 201 des Obermaterials eindringendes Wasser wird von der Membran 210 abgehalten und läuft dann nach außen hin ab. Luft kann von einer Luftpumpeinrichtung über die Luftführung 240 und das Ventil 245 angesaugt werden.

Durch das Abscheideelement 225 werden Wassertröpfchen aus einem mit Feuchtigkeit beladenen Luftstrom / Dunst abgesondert und durch die Schwerkraft, beispielsweise über einen Wasserablauf, wie oben beschrieben, vor der Labyrinthverbindung 230 nach außen geleitet. Gleichzeitig wird Frischluft durch eine Luftpumpeinrichtung angesaugt und bis in den Schuh hinein geführt.

Die Lufteinlasseinrichtung umfasst also zwei unterschiedliche Mittel zur Wasserabschei- dung. Zum einen kann ein Großteil eindringenden Wassers, beispielsweise Schlagwasser, direkt über die Prallplatte 220 wieder abgeleitet werden. Zum anderen wird beispielsweise in Form von Dunst / Luftfeuchtigkeit und kleinen Wassertöpfchen noch verbleibendes Wasser durch das Abscheideelement 225 nach außen hin abgeschieden.

In Figur 6 sind Details einer Lufteinlasseinrichtung 300 mit einer Labyrinthverbindung 310 mit einem aufsteigenden Ast 31 1 (eines umgekehrten U's) und einem Abscheideelement 320 gemäß einer Ausführungsform gezeigt. Natürlich ist der aufsteigende Ast 31 1 stromaufwärts von einem absteigenden Ast, da sich sonst Wasser sammeln würde. In der einströmenden Luftfeuchtigkeit mittransportierte Wassertröpfchen bleiben durch die Trägheitsabscheidungsplatten mit Öffnungen und mit Nasen in der Platte 325 des Abscheideelements 320 hängen und werden beispielsweise über eine Prallplatte 330 nach außen abgeleitet. Somit wird im Wesentlich von jeglichem Wasser befreite Luft durch das Ventil 340 und die Luftführung 345 von einer Luftpumpeinrichtung angesaugt. Nach außen hin vorgeordnet ist ein Frontgitter 350, durch das insbesondere grober Schmutz abgehalten werden kann, und über die Prallplatte wird Schlagwasser sofort wieder nach außen abgeleitet

Eine alternative Ausführungsform ist in Figur 7 gezeigt. In dieser Ausführungsform umfasst das Abscheideelement 410 (der Trägheitsabscheider) eine oder mehrere geneigte Platten 415, beispielsweise aus einem dünnen gestanzten Blech. Die Platten weisen Öffnungen 420 auf sowie an der unteren Fläche Hakenspitzen 425 zum Abtropfen des Wassers. Das abgetropfte Wasser kann schließlich über eine Prallplatte 430) nach außen abgeleitet werden. Die Neigung der Platte kann einen Winkel von zwischen 30° und 50° zur Horizontalen aufweisen. Die Größe der Öffnungen 420 kann im Bereich von 1 mm bis 4 mm liegen, um das Abscheiden des Wassers effizient zu ermöglichen. Die einzelnen Öffnungen 420 können im Abstand von 5 bis 10 mm zueinander angeordnet sein, um das Abscheiden des Wassers effizient zu ermöglichen. Eine Ausführungsform einer Lufteinlasseinrichtung 500 mit mehreren plattenförmigen Abscheideelementen 510 ist schließlich in Figur 8 gezeigt. Wassertröpfchen werden durch die mehreren plattenförmigen Abscheideelemente 510 aus der feuchten Luft abgeschieden. Schmutz und ein größerer Anteil des antransportierten Wassers wird vor dem Abscheideelement, beispielsweise mithilfe eines Schmutzgitters 520 und einer Prallplatte 530, die in einem Rückteil 540 vorgesehen ist, direkt abgeleitet. Der Wasserdampf / Dunst steigt mit der eingesaugten Luft nach oben in eine Labyrinthverbindung 550. Durch Gitter, Siebe, Lochblechen mit Nase/Häkchen o.ä. eines oder mehrerer Abscheideelemente werden Wassertropfen aus der Luft getrennt und nach außen gelenkt. Die plattenförmigen Abscheideelemente 510 können prinzipiell in dem ansteigenden Ast der Labyrinthverbindung 550 oder stromaufwärts davon vorgesehen werden. Luft kann in einer Luftführung mittels umgekehrten LTs nach oben geleitet werden, und durch die Abscheideelemente können per Tragheitsabscheidung restliche Wassertröpfchen wieder nach außen geführt werden.

Die unterschiedlichen Fluidwege sind in der unteren Zeichnung der Figur 8 veranschaulicht. Die Ausführungsform ermöglicht eine besonders effiziente Luftumleitung und sichere Trennung des Wassers einschließlich der Wassertröpfchen. Durch das Schmutzgitter 520 wird ein Strom LW von mit Wasser versetzter Luft angesaugt und trifft auf die Abscheidebleche 510. Über die Prallplatte 530 wird Wasser W nach außen geleitet. Ein Strom L von Luft ohne Wasser gelangt über ein Ventil 550 in eine mit einer Luftpumpeinrichtung verbundene Luftführung 560.

In sämtliche Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Lufteinlasseinrichtung im Rahmen einer beliebigen geeigneten Schuhfertigungstechnologie vorgesehen werden. Beispielsweise kann sie im Rahmen der Fertigung eines Schuhs mit einer einteiligen Sohle, die direkt mit einem Schaft mit Brandsohle verbunden ist/wird vorgesehen werden. Die Sohlenkonstruktion kann hierbei einen Vollkörper ohne innere Hohlräume umfassen, wobei an der Seite, die zur Brandsohle hin gerichtet ist, eine oder mehrere Aussparungen vorgesehen sind. Diese Aussparungen, die durch Wahl einer entsprechenden Spritzform mit der Sohle direkt spritzgegossen sein können, können der Aufnahme/Ausbildung einer Luftpumpeinrichtung, der Aufnahme mindestens eines Ventils und der Aufnahme/Ausbildung einer Luftführung dienen, über die Luft von der Luftpumpeinrichtung geführt wird. Die so geführte Luft, die von der Luftpumpeinrichtung über die Lufteinlasseinrichtung angesaugt wird, kann über Öffnungen der beispielsweise im Gelenk- und/oder Ballenbereich des Schuhs perforierten Brandsohle ins Schuhinnere gelangen und so die gewünschte Ventilation bereitstellen. Das genannte Ventil und die genannte Luftführung können direkt zwischen der Brandsohle und der einteiligen Sohle in einer oder mehreren Aussparungen derselben positioniert sein. Ein fertig montierter Schaft mit Brandsohle und der Lufteinlasseinrichtung kann beispielsweise in eine Be- sohlungsmaschine gestellt und durch Spritzgießen mit einer einteiligen Sohle verbunden/besohlt werden. Alternativ kann die einteilige Sohle zunächst spritzgegossen und danach durch Kleben mit dem fertig montierten Schaft direkt verbunden werden.

Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu speziellen Ausführungsformen beschrieben ist, ist zu beachten, dass die Ausführungsformen lediglich anschaulicher Natur sind und den Schutzbereich der Erfindung nicht beschränken. Die beschriebenen Verfahrensschritte können in jeder geeigneten Reihenfolge ausgeführt werden. Es sind jegliche Variationen, Modifizierungen und Hinzufügungen und Verbesserungen an den beschriebenen Ausführungsformen möglich. Insbesondere können die Merkmale der oben beschriebenen Ausführungsformen geeignet miteinander kombiniert werden. So können die in den Ausführungsform, die mit Bezug auf die Figuren 5 bis 8 beschriebenen Abscheideelemente und Prallplatten in den mit Bezug auf die Figuren 1 a bis 3d beschriebenen Ausführungsformen (dem Lufteinlass 2a im Strömungsweg nachgeordnet) vorgesehen sein. Diese Variationen, Modifizierungen, Hinzufügungen und Verbesserungen liegen innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung, wie sie in den folgenden Patentansprüchen angegeben ist.