| JP2004181113 | VENTILABLE SHOES |
| JP2003024107 | BOOTS |
| WO/2007/032037 | AERATION SYSTEM AND DEVICE FOR SHOES |
OBERSCHNEIDER, Hermann (Rebenweg 9, Romanshorn, CH-8590, CH)
| Patentansprüche 1. Schuhboden (12) mit einer einen Mittelsohlenkörper (28) aufweisenden Mittelsohle, wobei sich der Mittelsohlenkörper (28) von einem Fersenbereich (18) über einen Mittelfußbereich (20) zu einem Ballen-Zehenbereich (22) erstreckt und wenigstens eine Lufteintrittsöffnung (24) und wenigstens eine Luftaustrittsöffnung (26) aufweist, die durch einen im Mittelsohlenkörper (28) ausgebildeten Ventilationskanal (36) miteinander verbunden sind, und mit einer an der Unterseite des Mittelsohlenkörpers (28) angeordneten Laufsohle (16), dadurch gekennzeichnet, dass die Lufteintrittsöffnung (24) oder/und die Luftaustrittsöffnung (26) eine Abdeckanordnung (50) aufweist bzw. aufweisen, welche die Öffnung (24, 26) bzw. Öffnungen teilweise abdeckt. 2. Schuhoden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckanordnung (50) derart ausgebildet ist, dass die Lufteintrittsöffnung (24) bzw. Luftaustrittsöffnung (26) visuell wenigstens teilweise geschlossen erscheinen. 3. Schuhboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckanordnung (50) mehrere in Schuhbodenlängsrichtung (S) nebeneinander angeordnete lamellenartige Abdeckelemente (52) umfasst, die derart angeordnet sind, dass zwischen ihnen Luft zirkulieren kann. 4. Schuboden nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die lamellenartigen Abdeckelemente (52) von einem oberen Randabschnitt (54) der betreffenden Öffnung (24, 26) zu einem unteren Randabschnitt (56) erstrecken, wobei sie vorzugsweise zur Schubodenlängsrichtung (S) geneigt sind. 5. Schuhboden nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lamellenartigen Abdeckelemente (52) bezogen auf eine zur Schubodenlängsrichtung (S) orthogonale Querrichtung (Q) geneigt angeordnet sind. 6. Schuhboden nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die lamellenartigen Abdeckelemente (52) derart geneigt sind, dass sich benachbarte Abdeckelemente (52) in ihrer jeweiligen Parallelprojektion in Querrichtung (Q) auf eine die Öffnung enthaltende Öffnungsebene (OE, OE' ) überlappen. 7. Schuhboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, die Abdeckungsanordnung (50) wenigstens ein lidartiges Abdeckelement (52') aufweist, das von einem oberen Randabschnitt (54) der betreffenden Öffnung (24, 26) in diese nach unten vorsteht. 8. Schuhboden nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem lidartigen Abdeckelement (52' ) ein weiteres Abdeckelement (52' ' ) vorgesehen ist, das einen zwischen dem lidartigen Abdeckelement (52') und einem unteren Randabschnitt (56) der betreffenden Öffnung (24, 26) gebildeten Freiraum (60) teilweise abdeckt. 9. Schuboden nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sich hinter der teilweise abgedeckten Lufteinlassöffnung (24) bzw. Luftauslassöffnung (26) zum Ventilationskanal (36) erstreckende Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal (42) derart ausgebildet ist, dass er im Zusammenwirken mit der Abdeckungsanordnung (50) die betreffende Öffnung (24, 26) visuell als geschlossen erscheinen lässt. 10. Schuhboden nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal (42) S-förmig ausgebildet ist. 11. Schuhboden nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass im Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal (42) wenigstens ein in den betreffenden Kanal vorstehendes Umlenkelement (62) vorgesehen ist. 12. Schuboden nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem in Laufrichtung (L) hinteren Abschnitt des Fersenbereichs (18) sowohl außenseitig als auch innenseitig je eine Lufteintrittsöffnung (24) und im Mittelfußbereich (20) und/oder Ballen-Zehenbereich (22) sowohl außenseitig als auch innenseitig Luftaustrittsöffnungen (26) vorgesehen sind. 13. Gehgerät (10) mit einem Schuhboden (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einem am Schuhboden (12) angeordneten Schaft (14). |
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuhboden mit einer einen Mittelsohlenkörper aufweisenden Mittelsohle, wobei sich der Mittelsohlenkörper von einem Fersenbereich über einen Mittelfußbereich zu einem Ballen-Zehenbereich erstreckt und wenigstens eine Lufteintrittsöffnung und wenigstens eine
Luftaustrittsöffnung aufweist, die durch einen im
Mittelsohlenkörper ausgebildeten Ventilationskanal miteinander verbunden sind, und mit einer an der Unterseite des Mittelsohlenkörpers angeordneten Laufsohle.
Ein derartiger Schuhboden wurde von der Anmelderin in der früheren Europäischen Patentanmeldung EP08014825.7 bereits angemeldet, deren Inhalt hinsichtlich der Ausgestaltung des Schuhbodens hierin durch Bezugnahme aufgenommen wird. Ferner ist auch aus der DE 76 12 524 Ul ein belüfteter Schuhboden bekannt. Bei diesem Schuhboden kann Luft durch Luftöffnungen eintreten und über Kanäle durch den Sohlenkörper sowie durch in einer Einlagesohle ausgebildete Perforationen in Richtung einer Fußsohle eines Benutzers strömen. Die bei diesem Schuhboden vorgesehen Luftöffnungen weisen einen geringe Strömungsquerschnitt auf, was zu einer geringeren Zirkulation von Luft führt und was die Gefahr von Verunreinigungen oder gar Verstopfungen der kleinen Öffnungen durch Schmutz oder/und Wasser mit sich bringt. Lochartige Luftöffnungen sind auch für ein ansprechendes Design eines Gehgeräts bzw. Schuhes mit einem derartigen Schuhboden eher als nachteilig anzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen
Schuhboden derart weiterzubilden, dass bei ausreichender Ventilation eine ansprechende äußere Erscheinung ermöglicht wird. Ferner soll auch die Gefahr von Verunreinigungen gemindert werden.
Zur Lösung diese Aufgabe wird vorgeschlagen, dass die Lufteintrittsöffnung oder/und die Luftaustrittsöffnung des gattungsgemäßen Schuhbodens eine Abdeckanordnung aufweist bzw. aufweisen, welche die Öffnung bzw. Öffnungen teilweise abdeckt.
Eine derartige Abdeckanordnung ermöglicht einerseits das Abdecken der Lufteintritts- bzw. Luftaustrittsöffnungen gegen Schmutz und Wasser und andererseits wirkt die Abdeckanordnung visuell als Unterbrechung der Öffnung, da sie sich durch diese hindurch bzw. in sie hinein erstreckt. Dabei wird die Öffnung visuell wahrnehmbar verkleinert, wobei ein für optimale Ventilation erforderlicher Strömungsquerschnitt für zirkulierende Luft beibehalten werden kann.
Die Abdeckanordnung ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Lufteintrittsöffnung bzw. Luftaustrittsöffnung visuell wenigstens teilweise geschlossen erscheinen. Hierdurch erfolgt nicht nur eine Verkleinerung der visuell wahrnehmbaren Öffnung, sondern die Öffnung wird im besten Falle als geschlossen bzw. nicht vorhanden wahrgenommen, so dass das Design des Schuhbodens bzw. des zugehörigen Schuhes verbessert werden kann.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform umfasst die Abdeckanordnung mehrere in Laufrichtung nebeneinander angeordnete lamellenartige Abdeckelemente, die derart angeordnet sind, dass zwischen ihnen Luft zirkulieren kann. Dabei wird vorgeschlagen, dass sich die lamellenartigen Abdeckelemente von einem oberen Randabschnitt der betreffenden Öffnung zu einem unteren Randabschnitt erstrecken, wobei sie vorzugsweise zur Schuhbodenlängsrichtung geneigt sind. Ferner können die lamellenartigen Abdeckelemente bezogen auf eine zur Schuhbodenlängsrichtung orthogonale Querrichtung geneigt angeordnet sein.
Um den visuellen Eindruck einer geschlossenen Öffnung zu vermitteln, wird vorgeschlagen, dass die lamellenartigen Abdeckelemente derart geneigt sind, dass sich benachbarte Abdeckelemente in ihrer jeweiligen Parallelprojektion in Querrichtung auf eine die Öffnung enthaltende Öffnungsebene berühren oder überlappen. Blickt eine Person beispielsweise beim genaueren Betrachten eines solchen Schuhs beim Kauf von Außen auf die Öffnung, wobei dies in der Regel in einem gewissen Abstand vom Schuh erfolgt, trifft der Blick der Person im Wesentlichen orthogonal auf die Öffnungsebene, so dass er die Öffnung als geschlossen wahrnimmt.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform weist die Abdeckungsanordnung wenigstens ein lidartiges Abdeckelement auf, das von einem oberen Randabschnitt der betreffenden
Öffnung in diese nach unten vorsteht. Dabei kann an dem lidartigen Abdeckelement ein weiteres Abdeckelement vorgesehen ist, das einen zwischen dem lidartigen Abdeckelement und einem unteren Randabschnitt der betreffenden Öffnung gebildeten Freiraum teilweise abdeckt.
Bei beiden Ausführungsformen kann der sich hinter der teilweise abgedeckten Lufteinlassöffnung bzw. Luftauslassöffnung zum Ventilationskanal erstreckende Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal derart ausgebildet sein, dass er im Zusammenwirken mit der Abdeckungsanordnung die betreffende Öffnung visuell als geschlossen erscheinen lässt. Dabei ist der Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal bevorzugt S- förmig ausgebildet, wobei hierzu vorzugsweise im Lufteinlass- bzw. Luftauslasskanal wenigstens ein in den betreffenden Kanal vorstehendes Umlenkelement vorgesehen ist.
Um ein gleichmäßige Ventilation zu erreichen, wird ferner vorgeschlagen, dass beim Schuhboden in einem in Laufrichtung hinteren Abschnitt des Fersenbereichs sowohl außenseitig als auch innenseitig je eine Lufteintrittsöffnung und im Mittelfußbereich und/oder Ballen-Zehenbereich sowohl außenseitig als auch innenseitig Luftaustrittsöffnungen vorgesehen sind.
Die Erfindung betrifft ferner ein Gehgerät mit einem erfindungsgemäßen Schuhboden und mit einem am Schuhboden angeordneten Schaft.
Die oben genannten und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt und nachfolgend beschrieben sind. Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1: in den Teilfiguren a) und b) zwei erfindungsgemäße
Gehgeräte bzw. Schuhe mit einer jeweiligen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schuhbodens;
Fig. 2: eine Draufsicht auf einen Mittelsohlenkörper mit
Lufteintrittsöffnungen im Fersenbereich und Luftaustrittsöffnungen im Mittelfuß- bzw. Ballen- Zehenbereich;
Fig. 3: einen Schuhboden des Schuhs der Fig. Ib in
Seitenansicht ;
Fig. 4: einen Schuhboden des Schuhs der Fig. Ia in
Seitenansicht; Fig. 5: in den Teilfiguren a) bis c) eine Seitenansicht, einen Schnitt gemäß der Linie A-A und einen Schnitt gemäß der Linie B-B einer Lufteintritts- bzw. Luftaustrittsöffnung eines Schuhbodens gemäß Fig. Fig. 6: in den Teilfiguren a) bis d) eine Seitenansicht, einen Schnitt gemäß der Linie C-C und zwei Schnitte gemäß der Linie D-D einer Lufteintritts- bzw. Luftaustrittsöffnung eines Schuhbodens gemäß Fig. 3, wobei die Fig. 6c und 6d alternative
Luftkanalformen darstellen.
In Fig. 1 sind in den Teilfiguren a) und b) zwei Ausführungsformen eines Gehgeräts bzw. Schuhs 10 dargestellt, die einen Schuhboden 12 und einen daran angeordneten bzw. damit verbundenen Schaft 14 aufweisen. Der Schuhboden 12 umfasst eine Lauffläche bzw. -sohle 16. Der Schuhboden erstreckt sich von einem Fersenbereich 18 über einen Mittelfußbereich 20 zu einem Ballen-Zehenbereich 22. Seitlich sind am Schuhboden 12 im Fersenbereich 18 Lufteintrittsöffnungen 24 vorgesehen und im Mittelfußbereich oder/und im Zehen-Ballenbereich sind Luftaustrittsöffnungen 26 ausgebildet. Der Schuhboden weist Lufteintrittsöffnungen 24 bzw. Luftaustrittsöffnungen 26 sowohl auf der in der Fig. 1 ersichtlichen Außenseite der Schuhe 10 als auch auf deren Innenseiten auf.
Fig. 2 zeigt in Draufsicht einen Mittelsohlenkörper 28 einer zum Schuhboden 12 zugehörigen Mittelsohle. Der Mittelsohlenkörper weist in einem in Laufrichtung L gesehenen hinteren Abschnitt 30 des Fersenbereichs 18 sowohl auf der Schuhbodeninnenseite 32 als auch auf der Schuhbodenaußenseite 34 je eine Lufteintrittsöffnung 24 auf. Unter der Schuhbodeninnenseite 32 ist die dem anderen Schuh eines Paars zugewandte Seite und mit der Schuhbodenaußenseite 34 die davon abgewandte Seite des Schuhbodens 12 zu verstehen. Ferner weist der Mittelsohlenkörper 28 im Mittelfußbereich 20 und im Ballen-Zehenbereich 22 sowohl schuhbodeninnenseitig als auch schuhbodenaußenseitig jeweils fünf Luftaustrittsöffnungen 26 auf. In Laufrichtung L gesehen schließt der Mittelfußbereich 20 an den Fersenbereich 18 an, und der Ballen-Zehenbereich 22 schließt an den Mittelfußbereich 20 an, wobei sich jeder dieser Bereiche über etwa einen Drittel der Schuhbodenlänge erstreckt. Die beiden Lufteintrittsöffnungen 24 sind über einen durch eine Vertiefung im Mittelsohlenkörper ausgebildeten Ventilationskanal 36 miteinander verbunden. Dieser weist im Fersenbereich 18 zwei V-förmig angeordnete Schenkel 38 auf, die zu einer jeweiligen Lufteintrittsöffnung 24 führen. Anschließend an den weist der Ventilationskanal 36 in Laufrichtung L bzw. Schuhbodenlängsrichtung S einen Verteilerabschnitt 40 auf, mit dem Kanaläste 42 verbunden sind, welche zu den jeweiligen Luftaustrittsöffnungen 26 führen. Sowohl die Lufteintrittsöffnungen 24 als auch die Luftaustrittsöffnungen 26 weisen eine Breite bzw. Höhe von vorzugsweise mindestens 4mm auf, wobei deren Länge vorzugsweise wenigstens doppelt so groß ist wie die genannte Breite. Es handelt sich also um relativ große Öffnungen, die ein gute Luftzirkulation begünstigen.
Aus den Fig. 3 und 4 sind Seitenansichten des Schuhbodens 18 der beiden Ausführungsformen ersichtlich mit den jeweiligen Lufteintrittsöffnungen 24 und den Luftaustrittsöffnungen 26.
Hinsichtlich weiterer Details der Ausgestaltung des Mittelsohlenkörpers bzw. des Schuhbodens wird auf die bereits erwähnte Anmeldung EP08014825.7 verwiesen, deren diesbezüglicher Inhalt hierin durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Da die Lufteintrittsöffnungen 24 bzw. die Luftaustrittsöffnungen 26 einen relativ großen
Strömungsquerschnitt aufweisen, wie dies durch die oben angegebenen Mindestmaße angedeutet ist, wirken diese Öffnungen wie dunkle Löcher im Schuhboden, was aus Designaspekten nicht besonders vorteilhaft ist. Um diesem nachteiligen visuellen Eindruck entgegenzuwirken und um ferner der Gefahr des Eindringens von Schmutz und Wasser vorzubeugen, weisen die Lufteintrittsöffnungen 24 bzw. Luftaustrittsöffnungen 26 jeweilige unter Bezugnahme auf die Fig. 5 und 6 nachfolgend beschrieben Abdeckanordnungen 50 auf, welche die jeweilige Öffnungen 24, 26 teilweise abdecken. Fig. 5 zeigt in den Teilfiguren a) bis c) eine erste Ausführungsform einer Abdeckanordnung 50 für Lufteintrittsöffnungen 24 bzw. Luftaustrittsöffnungen 26. Die Abdeckanordnung 50 umfasst mehrere nebeneinander angeordnete lamellenartige Abdeckelemente 52, die sich von einem oberen Randbereich 54 der Öffnung 24, 26 zu einem unteren Randbereich 56 erstrecken. Die Lamellen 52 sind zueinander im Wesentlichen parallel angeordnet und bezogen auf die Schuhlängsrichtung S vorzugsweise um einen Winkel α geneigt. Ferner sind benachbarte Lamellen in einem Abstand LA voneinander angeordnet, wobei dieser Abstand den Durchtritt von Luft in den Luftkanal 38 hinein bzw. aus dem Luftkanal 42 heraus ermöglicht, wie dies durch die entsprechenden Pfeile in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 5b ersichtlich ist.
Die lamellenartigen Abdeckelemente sind ferner bezogen auf eine Schuhbodenquerrichtung Q (orthogonal zur Längsrichtung S) geneigt angeordnet um einen Winkel ß. Man kann auch von einer Verdrehung der einzelnen Lamellen um deren jeweilige Längsachse LL sprechen. Durch diese Neigung bzw. Verdrehung erscheinen benachbarte Abdeckelemente in ihrer jeweiligen Parallelprojektion in Quefrichtung auf eine die • Öffnung enthaltende Öffnungsebene OE als sehr nahe zueinander, sich berührend oder überlappend angeordnet, so dass die Lamellen visuell eine verschlossene Öffnung erscheinen lassen. Beispielhaft ist diese visuelle Wirkung in der Projektionsebene in einer zur Öffnungsebene parallelen Ebene OE' dargestellt. Es zeigt sich dabei, dass in der dargestellten Ausführungsform benachbarte Lamellen als sehr nahe zueinander angeordnet erscheinen, nämlich einen verglichen mit dem Abstand LA kleineren Abstand LV. Je nach Dimensionierung oder/und Neigung bzw. Verdrehung der Lamellen kann dieser Abstand LV verändert werden, wobei er auch Null sein kann, wenn sich benachbarte Lamellen in der Projektion überlappen bzw. berühren. Die zweite Ausführungsform einer Abdeckanordnung 50 ist in den Fig. 6a bis d dargestellt. Die Abdeckanordnung 50 weist hier ein lidartiges Abdeckelement 52' auf, das von einem oberen Randbereich 54 der betreffenden Öffnung 24, 26 in diese hinein vorsteht. Dabei wird zwischen einem unteren Rand 58 des lidartigen Abdeckelements 52' und dem unteren Randbereich 56 der Öffnung 24, 26 ein Freiraum 60 gebildet, welcher den Durchtritt von Luft ermöglicht. An dem lidartigen Abdeckelement 52' kann ein weiteres Abdeckelement 52'' vorgesehen sein, das den Freiraum 60 weiter abdeckt. Dieses Abdeckelement 52'' kann auch als Pupille angesehen werden, so dass die Öffnung 24, 26 mit Lid 52' und Pupille 52'' als Auge wahrgenommen werden kann.
Der sich an die Öffnungen 24, 26 anschließende Luftkanal 38, 42 kann, wie aus dem Schnitt gemäß Fig. 6c ersichtlich, ähnlich ausgebildet sein wie derjenige bei der Öffnung mit Lamellen gemäß Fig. 5c. Alternativ können im Kanal 38, 42 Umlenkelemente 62 vorgesehen sein, welche zu einem S-förmigen Kanal führen. Dabei wirkt in der zweiten Ausführungsform das untere Umlenkelement 62 als weiteres visuelles Abdeckelement, so dass die Öffnung 24, 26 visuell als geschlossen wahrgenommen wird. Dieser Effekt kann noch verstärkt werden, indem für ein solches Umlenkelement eine helle Farbe gewählt wird, die trotz seiner Rückversetzung in den Kanal 38, 42 von außen sichtbar ist, so dass der Eindruck eines hellen Bereichs in der Öffnung 24, 26 entsteht, der beispielsweise als weiss eines Augapfels wahrgenommen werden kann. Die S- förmige Ausgestaltung des Kanals unterstützt auch wirksam das durch die lidartige Abdeckung bereits verringerte Eindringen von Schmutz und Wasser.
Es wird darauf hingewiesen, dass die in den Fig. 5 und 6 für die jeweiligen Öffnungen dargestellten Abdeckanordnungen auch wechselseitig austauschbar sind. Das heisst, die lamellenartigen Abdeckelemente könnten auch bei Öffnungen mit der Form gemäß Fig. Ib, 3 und 6 zum Einsatz kommen. Gleiches gilt natürlich auch für die lidartige Abdeckung, die bei Öffnungen mit der Form gemäß Fig. Ia, 3 und 5 eingesetzt werden kann. Die in den beiden Ausführungsformen gezeigten Abdeckelemente sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und können farblich auf den jeweiligen Schuhtyp abgestimmt werden. Dabei sind die Form und das Material der Abdeckelemente derart zu wählen, dass sie aufgrund der wirkenden Kräfte bei Gehbewegungen eines Benutzers die stattfindenden Verformungen problemlos aushalten. Ferner kann auch ein Umlenkelement 62 gemäß Fig. 6d in einem Luftkanal 42 gemäß Fig. 5c zusammen mit den lamellenartigen Abdeckelementen 52 vorgesehen sein.
Bei den hier dargestellten Schuhen 10 gemäß Fig. 1 handelt es sich um Gehgeräte mit einer speziellen Schuhbodenkonstruktion, die unter dem Namen „Masai Barefoot Technology", kurz MBT genannt, und auch unter dem Label Swiss Masai bekannt. Die MBT-Gehgeräte weisen eine in Laufrichtung L konvex abgerundete Sohlenform auf mit einem eingefügten Fersenweichteil, dem sogenannten „Masia-Sensor" . Die Mittelsohle weist ein in sie integriertes Verstärkerelement, „Shank" genannt, auf, welches die Mittelsohle derart verstärkt, dass sie auch in ihrem oberhalb des Fersenweichteils befindlichen Abschnitt im Wesentlichen biegesteif ist. Bedingt durch die dadurch absichtlich weich und destabilisierend gemachte Schuhbodenkonstruktion des MBT- Gehgeräts verliert der Fuß den für die physiologische Fortbewegung kennzeichnenden Halt und Stütze. Dies wirkt sich auf größere Teile der Halt- und Stützmuskulatur aus, weil der Körper aktiv im Gleichgewicht gehalten werden muss, wobei durch diese ständig erforderlichen minimalen Ausgleichsbewegungen und Anpassungen der Fußmuskulatur auf der Suche nach einem sicheren Stand ein ständiges Koordinationstraining absolviert wird. Da der Schuhboden dieser Gehgeräte eine erhebliche Dicke aufweist mit entsprechend guten thermischen Isolationseigenschaften sind die bereits erwähnten Lufteintrittsöffnungen 24 und Luftaustrittsöffnungen 26 für eine Ventilation erforderlich, so dass Wärme besser abgeführt werden kann. Diese insbesondere für diese Art von Gehgerät recht großen Luftöffnungen 24, 26 sind durch die vorgestellten Abdeckanordnungen 50 visuell wenigstens teilweise verschlossen, wobei ein ausreichender Strömungsquerschnitt für eine optimale Luftzirkulation beibehalten wird. Die Abdeckanordnungen können auch aus designerischen Gesichtspunkten so ausgestaltet werden, dass sie dem Charakter des Schuhs, beispielsweise sportliche Ausführung, Komfortausführung, Kinderausführung oder dergleichen, entsprechend bzw. unterstützende ausgeführt sind. Die in Fig. 5 dargestellten Lamellen können dabei eher für einen Komfortschuh verwendet werden wohingegen die in Fig. 6 dargestellte Version mit einem Auge (Lid und Pupille) eher für sportliche Schuhe verwendet werden kann.
Auch wenn die verbesserten Lufteintrittsöffnungen bzw. Luftaustrittsöffnungen mit teilweiser Abdeckung am Beispiel der MBT-Gehgeräte vorgestellt worden sind, stellt dies in keiner Weise eine Einschränkung auf diese Art Gehgerät dar. Vielmehr können erfindungsgemäße Schuhböden mit teilweise abgedeckten Belüftungsöffnungen auch bei herkömmlichen Schuhen, beispielsweise Turnschuhen, Laufschuhen, Halbschuhen und dergleichen zum Einsatz kommen.
