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Title:
AIRBAG
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/007121
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an airbag made from an airbag material woven as a single piece and having a warp thread (10) and a weft thread (20) of different polymer fibres. It is the object of the invention to provide an airbag which can be manufactured cost-effectively without limiting the strength. This object is achieved in that the weft thread (20) and the warp thread (10) have the same thread thickness.

Inventors:
KISMIR, Altay (3773 Deerbrook Drive, Windsor, Ontario N8R 2E6, CA)
BRAY, Denis, Jimmy (15 Hampton Court, Chatham, Ontario N7M 6K9, CA)
Application Number:
EP2011/003347
Publication Date:
January 19, 2012
Filing Date:
July 06, 2011
Export Citation:
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Assignee:
AUTOLIV DEVELOPMENT AB (Wallentinsvägen 22, Vargarda, S-447 83, SE)
KISMIR, Altay (3773 Deerbrook Drive, Windsor, Ontario N8R 2E6, CA)
BRAY, Denis, Jimmy (15 Hampton Court, Chatham, Ontario N7M 6K9, CA)
International Classes:
B60R21/235; D03D1/02
Attorney, Agent or Firm:
STORNEBEL, Kai (Gramm, Lins & Partner GbRTheodor-Heuss-Straße 1, Braunschweig, 38122, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Airbag aus einem einstückig gewebten Airbagmaterial mit einem Kettfaden und einem Schussfaden aus unterschiedlichen Polymerfasern, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfaden (20) und der Kettfaden (10) die gleiche Fadenstärke aufweisen.

2. Airbag nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfaden (20) aus einem Polyestergarn und der Kettfaden (10) aus einem Polyamidgarn besteht.

3. Airbag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (10, 20) eine Fadenstärke zwischen 235 dtex und 700 dtex aufweisen.

4. Airbag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kettfaden (10) aus Nylon besteht. 5. Airbag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Airbagmaterial mit einer Beschichtung versehen ist.

6. Airbag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus Silikon besteht oder silikonbasiert ausgebildet ist, aus organischem Material besteht oder als Folie aus einem Verbundwerkstoff ausgebildet ist.

7. Airbag nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung gasdicht ausgebildet ist. 8. Airbag nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kettfaden und der Schussfaden als Glattgarn ausgebildet sind.

Description:
Airbag

Die Erfindung betrifft einen Airbag aus einem einstückig gewebten Airbagmaterial mit einem Kettfaden und einem Schussfaden aus unterschiedlichen Polymerfasern.

Die US 6,734,125 B1 betrifft einen sogenannten OPW-Airbag, also einen Airbag, der aus einem einstückig gewebten Airbagmaterial hergestellt wurde. Der Airbag selbst bedarf dann keines Zuschnittes und einer Naht zum Verschließen mehrerer aufeinander gelegter Airbaglagen. Das Airbagmaterial besteht aus unterschiedlichen Polymerfasern, als Beispiele werden Nylon, Polyester, Aramide und Kohlefasern genannt. Gemäß der US 6,734,125 B1 ist es vorgesehen, dass der Kettfaden und der Schussfaden unterschiedliche Fadenstärken aufweisen, um die Verklebung über Beschichtungen oder andere physikalischen Eigenschaften des Textils zu verbessern. Nachteilig hieran ist ein hoher Aufwand bei der Umrüstung der Webmaschine auf die jeweiligen Garnstärken. Die WO 2010/053440 A1 betrifft ein gewebtes Airbagtextil , bei dem das Garn für den Kettfaden und den Schussfaden aus Filamenten aus einer Kombination verschiedener Materialien hergestellt ist. Die Filamente bestehen aus Polyolefinen und Polyamiden oder Polyester, das gewebte Textil kann eine silikonbasierte Beschichtung aufweisen. Für die Herstellung des Textils wird nur ein Garn verwendet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Airbag bereitzustellen, der ohne Einschränkungen in der Festigkeit kostengünstig zu fertigen ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Airbag mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen werden in den Unteransprüche, der Beschreibung und der Figur aufgeführt.

Der erfindungsgemäße Airbag aus einem einstückig gewobenen Airbagmaterial mit einem Schussfaden und einem Kettfaden aus unterschiedlichen Polymerfasern sieht vor, dass der Schussfaden und der Kettfaden die gleiche Fadenstärke aufweisen. Durch den Einsatz der gleichen Fadenstärke für Kettfaden und Schussfaden ist es möglich, ohne kostenaufwendige Umrüstung der Webmaschine einen Airbag

BESTÄTIGUNGSKOPIE herzustellen, der aufgrund seiner Materialauswahl an die Einsatzzwecke angepasst ist, so dass preiswerte Materialien flexibel eingesetzt werden können. So ist beispielsweise ein Polyesterfaden billiger als ein Faden aus Aramidfasern, so dass bei einer gemischten Verwendung für Kettfaden und für Schussfaden ein Kostenvorteil erreicht wird. Darüber hinaus muss bei einer Herstellung eines OPW-Airbags mit Faden gleicher Fadenstärke aus unterschiedlichen Materialien keine Umrüstung des Werkzeuges erfolgen. Durch die Wahl unterschiedlicher Materialien bei gleicher Fadenstärke kann schnell und einfach eine Anpassung an die physikalischen Erfordernisse bei der Herstellung des Airbags unter Berücksichtigung der Kostenkritierien erfolgen.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Schussfaden aus einem Polyestergarn und der Kettfaden aus einem Polyamidgarn bestehen. Durch die Verwendung des Schussfadens aus dem preiswerten Polyestergarn ist es möglich, die gewünschten physikalischen Eigenschaften, wie beispielsweise Dichtigkeit, Verformbarkeit, Packbarkeit oder Temperaturbeständigkeit, einzustellen, ohne dass die strukturelle Festigkeit des Airbags wesentlich benachteiligt wird, da die Festigkeit des Airbags überwiegend durch den Kettfaden aus dem im Vergleich zum Polyestergarn festeren und stabileren Polyamid bereitgestellt wird.

Die Fäden, also sowohl die Kettfäden als auch die Schussfäden, können eine Fadenstärke zwischen 235 und 700 dtex aufweisen, um eine Anpassung an die gewünschte Festigkeit und Packgröße zu erreichen. Das Airbagmaterial kann mit einer Beschichtung versehen sein, die beispielsweise aus Silikon besteht oder silikonbasiert ausgebildet ist. Alternativ oder ergänzend kann die Beschichtung aus einem organischen Material bestehen oder aus einer Folie aus einem Verbundwerkstoff ausgebildet sein. Die Beschichtung ist vorteilhafterweise abdichtend ausgebildet, so dass an dem Airbag nach dem Befüllen kein oder nur ein geringer Druckverlust über die Standzeit auftritt. Die Beschichtung kann ganzflächig, insbesondere innenseitig aufgebracht sein, um ein Austreten von Befüllungsgas zu verhindern. Der Airbag selbst ist vorteilhafterweise als ein sogenannter inflatable curtain ausgebildet, der sich bei einem Unfall oder einem bevorstehenden Unfall zwischen der Insassen und der Seitenwand oder Seitenscheibe eine Fahrzeuges entfaltet. Solche inflatable curtains sollen sich schnell entfalten und enie lange Stanzeit aufweisen. Dazu ist der Airbag möglichst gasdicht beschichtet, möglichst wenig Druckverlust zulassen, um die Entfaltung zu beschleunigen.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass sowohl die Kettfäden als auch die Schussfäden als Glattgarne ausgebildet sind, die eine erhöhte Gasdichtigkeit und Festigkeit des Airbags ermöglichen.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der einzigen Figur näher erläutert.

Die Figur zeigt einen Ausschnitt aus einem Airbaggewebe mit Kettfäden 10 und Schussfäden 20, die übereinander und untereinander abwechselnd entlanggeführt sind. Neben einer abwechselnden Anordnung von Kettfaden 10 und Schussfaden 20 ist es möglich, dass mehrere Schussfäden 20 unmittelbar nebeneinander über und unter den Kettfäden 10 entlanggeführt werden, um eine andere Oberflächenstruktur zu erhalten. Es sind neben dem gezeigten 1/1 Muster auch 1/2, 2/2, 2/1 oder auch 3/1 oder andere Webmuster möglich.

Die Kettfäden 10 bestehen dabei beispielsweise aus einem Polyamidgarn, beispielsweise Nylon 6.6 mit einer Fadenstärke von 470 dtex, während die Schussfäden 20 aus einem Polyester bestehen und ebenfalls eine Fadenstärke von 470 dtex aufweisen. Die Kettfäden 10 und die Schussfäden 20 können aus einer Vielzahl von Fadenfilamenten bestehen.

Polyesterfasern kosten weniger als Polyamidfasern, jedoch benötigt ein Polyestergarn ein anderes Abrichtmaterial und eine andere Appretur als ein Polyamidgarn, was zu einer erhöhten Komplexität und einem erhöhten Materialverbrauch sowie eine erhöhte Rüstzeit beim Abrichten und beim Ausrüsten des Kettbaums, dem sogenannten "beaming" nach sich zieht. Die Herstellkosten und die Qualitätssicherungskosten können aufgrund eines höheren Reinigungsaufwandes für die Webmaschine ansteigen. Während des Waschvorganges bei der Herstellung des Airbagmaterials kann es zu erhöhten Kosten kommen, da Waschlösungen benötigt werden, um den polyesterkompatiblen Leim oder Klebstoff zu entfernen, die von Waschlösungen abweichen, die für Polyamidfasern geeignet sind. Dies führt zu einer vergrößerten Komplexität und einem Materialverbrauch und einer erhöhten Rüstzeit, unter anderem wegen des Waschprozesses. Ebenfalls können Qualitätsprobleme aufgrund des Wechsels der Waschlösung auftreten.

Die Verwendung von polyestergarngeeigneten Kettbäumen verringert die Flexibilität des Webprozesses und der Produktionsüberwachung. Der Wechsel von Polyamiden zu Polyesterfäden auf den Kettbaum benötigt eine vergrößerte Rüstzeit, da die Kettbäume entfernt werden müssen.

Durch die Verwendung von Polyamiden in der Kettrichtung, beispielsweise als Nylon 6.6-Garn, während Polyester in der Schussrichtung verwendet wird, werden diese Probleme vermieden. Durch die Verwendung gleicher Fadenstärken für Kettfäden und Schussfäden ist keine Umrüstung der jeweiligen Maschine notwendig. Das Airbaggewebe kann mit den herkömmlichen Standardkonstruktionen weiter hergestellt werden. Die Verwendung von Polyestergarn ausschließlich in der Schussrichtung verringert den Konstruktionsaufwand für die Herstellung des Airbagmaterials nicht. Das Airbagmaterial kann in einer herkömmlichen Art und Weise mit der gleichen Reinigungslösung wie für Polyamidgarn gereinigt werden.

Das fertige Airbagmaterial kann mit einem Silikon, einem silikonbasierten organischen Material, einem organischen Material oder einem Verbundwerkstoff in Gestalt einer Folie beschichtet werden, um das Airbagmaterial an die gewünschten Erfordernisse des jeweiligen Airbageinsatzgebietes anzupassen.

Das Schlichten oder Appretieren ebenso wie das Bäumen oder Zetteln wird durch die Verwendung von Polyestergarn als Schussfaden nicht beeinflusst, ebenso wenig wie der nachfolgende Reinigungsprozess. Das Webverfahren und die Produktionssteuerung sind weiterhin flexibel im Hinblick auf Designänderungen, da der Kettbaum unverändert bleibt und weiterhin Polyamide als Kettfäden verwendet werden. Der Aufbau des Gewebes muss nicht verändert werden, insbesondere müssen die Fadenstärken in Schussrichtung nicht geändert werden, um die Anforderungen an das Airbaggewebe zu erfüllen, da die Hauptlast im Airbaggewebe bei einstückig gewebten Airbags, insbesondere bei sogenannten "inflatable curtains" in der Kettrichtung verläuft. Die Festigkeit des Airbags wird daher durch die Verwendung von Polyesterfasern in Schussrichtung nicht in Frage gestellt. Darüber hinaus wird durch die Verwendung des preiswerten Polyesters im Gegensatz zu den Polyamidfasern ein unmittelbar sichtbarer Kosteneffekt ohne Erhöhung versteckter Kosten, wie z.B. erhöhte Umrüstkosten oder Reinigungskosten oder Qualitätskosten erreicht.