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Title:
AIRCRAFT GALLEY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/260678
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed and described is an aircraft galley (1) having a plurality of galley inserts (GAINs) (3) and a master aircraft galley control unit (MGCU) (5), wherein the galley inserts (3) are connected to the MGCU (5) via an aircraft galley data bus (galley data bus) (7), and at least one panel (17), wherein the galley inserts (3) each have a status selected from the following group: initialization, standby ON, ON, waiting, interrupted, ended, maintenance, fault, standby OFF or stopped/ended, wherein the aircraft galley (1) also comprises a data collector (15), the data collector (15) is connected to the aircraft galley data bus (7), such that the data collector (15) collects the respective statuses of the galley inserts (3), and wherein the data collector (15) stores information which can be displayed on the panel (17) in accordance with the respective statuses.

Inventors:
TADDEY, Thomas (DE)
Application Number:
EP2020/068194
Publication Date:
December 30, 2020
Filing Date:
June 29, 2020
Export Citation:
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Assignee:
AIRBUS OPERATIONS GMBH (DE)
International Classes:
H04L12/40; B64D11/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Flugzeugküche (1) mit

- einer Vielzahl an Kücheneinsätzen (GAINs) (3) und

- einer Master-Flugzeugküchensteuereinheit (MGCU) (5), wobei die Kücheneinsätze (3) über einen Flugzeugküchen- Datenbus (Galley Data Bus) (7) mit der MGCU (5) verbunden sind, und

- wenigstens einem Panel (17),

wobei sich die Kücheneinsätze (3) jeweils in einem Status ausgewählt aus der folgenden Gruppe befinden:

Initialisierung, Standby ON, ON, Warten, Unterbrochen, Beendet, Wartung, Fehler, Standby OFF oder

Gestoppt /Beendet ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Flugzeugküche (1) ferner einen Datenkollektor (15) umfasst,

- wobei der Datenkollektor (15) mit dem Flugzeugküchen- Datenbus (7) verbunden ist, so dass der Datenkollektor (15) den jeweiligen Status der Kücheneinsätze (3) sammelt und

- wobei in dem Datenkollektor (15) Informationen

hinterlegt sind, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Status auf dem Panel (17) darstellbar sind.

2. Flugzeugküche (1) nach Anspruch 1, wobei das wenigstens eine Panel (17) an einem Kücheneinsatz (3) oder einem

Flugzeugküchenmonument angeordnet und/oder ein mobiles Gerät ist .

3. Flugzeugküche (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der

Datenkollektor (15) über Abhörknoten (19) mit dem

Flugzeugküchen-Datenbus (7) verbunden ist.

4. Flugzeugküche (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Datenkollektor (15) integral mit der Master- Flugzeugküchensteuereinheit (5) ausgestaltet ist. 5. Flugzeugküche (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Datenkollektor (15) in einer weiteren

Flugzeugküchensteuereinheit (GCU) enthalten ist.

6. Flugzeugküche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Datenkollektor (15) kommunikativ mit einem Catering- Trolley und/oder einem Cateringsystem (21) in Verbindung steht, so dass die in dem Datenkollektor (15) hinterlegten Informationen Trolley-Daten und/oder Cateringsystem-Daten umfassen .

7. Flugzeugküche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die in dem Datenkollektor (15) hinterlegten Informationen in Abhängigkeit von einem oder mehreren Status in einer vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge darstellbar sind.

8. Flugzeugküche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Panel (17) berührungsempfindlich ist.

9. Flugzeugküche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Informationen Bedienungsanleitungen,

Zubereitungsanleitungen, Vorsichtshinweise, Hinweise zur Fehlerbehebung, Inventarangaben, Reinigungshinweise und/oder Aufbewahrungshinweise umfassen.

10. Flugzeug (27) mit einer Flugzeugküche (1) nach einem der vorherigen Ansprüche.

Description:
Flugzeugküche

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flugzeugküche mit einer Vielzahl an Kücheneinsätzen (GAINs) und einer Master- Flugzeugküchensteuereinheit (MGCU) , wobei die Kücheneinsätze über einen Flugzeugküchen Datenbus (Galley Data Bus) mit der MGCU verbunden sind, und einem Panel, wobei sich die Kücheneinsätze jeweils in einem Status ausgewählt aus der folgenden Gruppe befinden: Initialisiere, Standby ON, ON, Warten, Unterbrochen, Beendet, Wartung, Fehler, Standby OFF oder Gestoppt /Beendet .

Ferner betrifft die vorliegende Anmeldung ein Flugzeug mit einer derartigen Galley.

Solche Flugzeugküchen sowie ihre entsprechenden Schnittstellen sind aus dem ARINC Standard 812 bekannt und werden dort

ausführlich beschrieben. Figur 1 zeigt ein grundsätzliches elektrisches Schaltbild einer Galley gemäß Stand der Technik mit verschiedenen Einsätzen, den sogenannten Galley Inserts

(„GAINs") . Diese Cateringkomponenten umfassen beispielsweise Getränkemaschinen, Öfen, Kühlschränke und Müllpressen. Die GAINs sind über den sogenannten Galley Data Bus, einem Controller Area Network (CAN) Bus, mit der Master Galley Control Unit (MGCU) verbunden, die wiederum über Schnittstellen zu den verschiedenen Flugzeugsystemen (z.B. dem Flight Attendant Panel FAP) verfügt. Darüber hinaus sind die GAINs noch mit einer Energieversorgung verbunden, die gemäß Vorgaben aus den Flugzeugsystemen

bereitgestellt werden kann. Um Energie zu sparen, werden GAINs häufig erst zu einem bestimmten Zeitpunkt in einen gewünschten Status gebracht (z.B. „An") bzw. fallen unter bestimmten

gewünschten Bedingungen in einen Zustand (z.B. „Standby" oder "Aus") . Solche Status sind ausführlich im ARINC Standard 812 beschrieben: Wenn GAINs beispielsweise in einen Arbeitsmodus gebracht werden sollen, durchlaufen sie zunächst den

Initialisierungsstatus („Init ialization" ) . Anschließend befinden sie sich dann in einem der folgenden Status: „Startbereit AN" („Standby ON"; GAIN ist zum Starten von Prozessen bereit), „An" („ON"), „Warten" („Waiting"), „Unterbrochen" („ Interrupted" ) , „Beendet" („Finished") , „Wartung" („Maintenance") , „Fehler" („Error") , „Startbereit AUS" („Standby OFF"; GAIN ist

ausgeschaltet, wird aber mit Energie versorgt) oder „Gestoppt / Abgebrochen" („Stopped / Aborted") .

Es gibt einen steigendenden Bedarf, mehr Passagiere gleichzeitig an Bord eines Flugzeugs transportieren zu können. Dies ist aus ökologischer, aber auch ökonomischer Sicht gleichermaßen

wünschenswert. Gleichzeitig besteht der Wunsch, die Anzahl der Flugbegleiter weiter zu reduzieren, um Platz und Kosten zu sparen. Die verbleibenden Flugbegleiter haben dadurch eine höhere Arbeitsbelastung. Dies macht es immer schwieriger, einen

Überblick über das Inventar einer Flugzeugküche sowie dem dazugehörigen Cateringsystem (z.B. mit Hilfe eines Catering- Wagens („Catering-Trolleys") zu behalten und darüber hinaus die Kücheneinsätze (GAINs) schnell und fachgerecht zu bedienen.

Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Anmeldung, eine

Flugzeugküche bereitzustellen, in der der Crew für Arbeitsabläufe notwendige und aktuelle Informationen bereitgestellt werden können .

Zur Lösung dieser Aufgabe dient die Flugzeugküche mit den

Merkmalen gemäß Anspruch 1 sowie das Flugzeug gemäß Anspruch 10. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 9. Die erfindungsgemäße Flugzeugküche hat, wie eingangs beschrieben, eine Vielzahl an Kücheneinsätzen (GAINS) und eine Master- Flugzeugküchensteuereinheit (MGCU) , wobei die Kücheneinsätze über einen Flugzeugküchen Datenbus (Galley Data Bus) mit der MGCU verbunden sind, und wenigstens ein Panel, wobei sich die

Kücheneinsätze jeweils in einem Status ausgewählt aus der folgenden Gruppe befinden: Initialisierung, Standby ON, ON, Warten, Unterbrochen, Beendet, Wartung, Fehler, Standby OFF oder Gestoppt /Beendet . Erfindungsgemäß umfasst die Flugzeugküche (, im Folgenden auch „Galley" genannt,) ferner einen Datenkollektor, wobei der Datenkollektor mit dem Flugzeugküchen-Datenbus („Galley Data Bus") verbunden ist, so dass der Datenkollektor den

jeweiligen Status der Kücheneinsätze sammelt, d.h. speichert, und wobei in dem Datenkollektor Informationen hinterlegt sind, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Status auf dem Panel darstellbar sind .

Vorzugsweise handelt es sich bei dem wenigstens einen Panel um ein Display, was in oder an der Flugzeugküche, d.h. dem

Flugzeugküchenmonument, bzw. deren unmittelbarer Umgebung (z.B. einem anderen Monument (Partition Wall, Lavatory etc.))

angeordnet ist. Ein solches Panel kann z.B. in einem der

Einschübe für einen Kücheneinsatz angeordnet sein oder in einem speziellen Panel-Verstaufach in der Galley. Zusätzlich oder alternativ kann das wenigstens eine Panel aber auch an einem Kücheneinsatz angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Panel ein mobiles Gerät sein. Dieses kann z.B. über eine kabellose Verbindung (z.B. via TCP/IP (Ethernet /WiFi) ) mit dem Datenkollektor verbunden sein. Auf diese Weise können auch aktuelle Eingaben der Crew im Datenkollektor hinterlegt werden (z.B. Anzahl der Bestellungen) und der Datenkollektor kann daraufhin eine schnelle Rückmeldung geben, wie lange der Passagier beispielsweise auf seinen Kaffee warten muss, oder ob dem Passagier bestimmte Angebote nicht mehr oder alternativ gemacht werden können.

Der Datenkollektor kann beispielsweise via TCP/IP durch den

Flugzeugküchen-Datenbus mit den GAINs und der MGCU kommunizieren.

Den Datenkollektor erreichen alle über das Galley-Net zwerk von den GAINs an die MGCU (und umgekehrt) gesendete Daten. Diese Daten umfassen insbesondere den jeweiligen Status der einzelnen GAINs. Zusätzlich ist in dem Datenkollektor eine elektronische Dokumentation zur Handhabung der Geräte sowie auch zusätzliche Inventarinformationen (z.B. In welchem Einschub sind welche

Produkte in der Flugzeugküche? Wie viele Produkte stehen zur Verfügung? Etc.) hinterlegt, um eine kontextabhängige, d.h.

statusabhängige Anleitung zur Benutzung der GAINs durch einen Flugbegleiter oder auch einen Passagier zu ermöglichen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Datenkollektor über Abhörknoten mit dem Flugzeugküchen- Datenbus verbunden. Auf diese Weise kann eine Flugzeugküche auch im Nachhinein (Retrofit) mit einem Datenkollektor versehen werden, ohne dass große Umstrukturierungen bei der Verkabelung vorgenommen werden müssen.

Der Datenkollektor kann jedoch auch zusätzlich oder stattdessen integral mit der MGCU ausgestaltet sein, um eine platzsparende bzw. kompakte Unterbringung im Flugzeug zu ermöglichen.

Grundsätzlich können in einer erfindungsgemäßen Flugzeugküche nicht nur eine Master-Flugzeugküchensteuereinheit (MGCU)

vorhanden sein, sondern zusätzlich noch eine oder mehrere weitere Flugzeugküchensteuereinheiten (Galley Control Units (GCUs)) z.B. auch für sogenannte überinstallierte („Over-Installed" ) Secondary GAINs. Die Verteilung in der Flugzeugküche ist grundsätzlich auf einen gleichzeitigen Betrieb aller Geräte ausgelegt. Damit begrenzt die Anschlussleistung der Küche die Anzahl der möglichen Installationen. Es ist aber möglich, zusätzliche Geräte zu installieren, wenn sichergestellt wird, dass bestimmte Geräte nicht gleichzeitig betrieben werden. In der Praxis sind nie alle Geräte gleichzeitig in Benutzung. Auf diese Weise ist es dann möglich, zusätzliche Geräte zu installieren, obwohl die

Gesamtsumme der maximalen Einzelleistungen die des Anschlusses übersteigt. Wie oben bei der MGCU bereits beschrieben, kann der Datenkollektor auch zusätzlich oder alternativ integral mit wenigstens einer dieser weiteren GCUs ausgestaltet sein.

Darüber hinaus kann als Retrofit-Lösung auch wenigstens eine separate Netzwerksteuereinheit mit dem Flugzeugküchen-Datenbus verbunden sein, mit dem dann auch der Datenkollektor wiederum in Verbindung steht.

Es ist auch möglich, dass der Datenkollektor kommunikativ mit einem Catering-Trolley und/oder einem Cateringsystem in

Verbindung steht, so dass die in dem Datenkollektor hinterlegten Informationen Catering-Trolley-Daten (z.B. Menge der noch anbietbaren Speisen und Getränke) und/oder Cateringsystem-Daten umfassen. Wenn das Catering-System oder der Catering-Trolley beispielsweise mittels Bildüberwachung oder geeigneter Sensoren eine ständig aktualisierte Inventarliste bereitstellt, so kann die Crew schnell auf Passagierwünsche reagieren. Zusätzlich ist natürlich auch die Variante denkbar, dass in einem Catering- Trolley ein entsprechendes Panel integriert ist. Auf diese Weise können ständig aktualisiert (z.B. kabellos, per Induktion oder auch über den Flugzeugküchen-Datenbus ) Anforderungen zur Flugzeugküche hin bzw. Informationen vom Datenkollektor zum Panel hin gesendet werden.

Vorzugsweise sind die in dem Datenkollektor hinterlegten

Informationen in Abhängigkeit von einem oder mehreren Status in einer vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge darstellbar. Dies kann nicht nur GAIN-bezogen, sondern darüber hinaus auch

flugphasenabhängig geschehen. Z.B. sind Hinweise denkbar, wie „Bis zum Beginn des Landeanflugs können maximal noch drei

Cappuccinos bereitgestel lt werden".

Weiter bevorzugt ist das Panel berührungsempfindlich, so dass eine platzsparende und bedienerfreundliche Benutzung ohne ein zusätzliches Keyboard möglich ist.

Bevorzugt handelt es sich bei den Informationen um

Bedienungsanleitungen, Zubereitungsanleitungen,

Vorsichtshinweise, Hinweise zur Fehlerbehebung, Inventarangaben, Reinigungshinweise und/oder Aufbewahrungshinweise. Diese können auf intelligente Weise bereitgestellt werden: Beispielsweise durch eine Kombination der Status der GAINs und / oder einer vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge, die z.B. auch mit Hilfe einer geeigneten Bilderkennung bestimmt werden kann.

Ferner betrifft die vorliegende Anmeldung ein Flugzeug mit einer erfindungsgemäßen Flugzeugküche. Natürlich können auch mehrere Flugzeugküchen an Bord des Flugzeugs untergebracht sein, die dann jedoch vorzugsweise auch miteinander via den Flugzeugküchen- Datenbus in kommunikativer Verbindung stehen. Hierdurch ist es dann möglich, insbesondere Engpässe bei der Zubereitung oder fehlenden Utensilien zu lösen. Beispielsweise kann die Crew bei der zweiten Galley Arbeitsspitzen in der ersten Galley übernehmen, nachdem sie auf dem Panel einen entsprechenden

Arbeitsschritt sieht. Dann wird beispielsweise ein zweiter Ofen angestellt oder anstelle von zehn Cappuccinos an der ersten Galley werden jeweils fünf in der ersten bzw. zweiten Galley zubereitet .

Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die vier Zeichnungen erläutert.

Figur 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild für eine

Flugzeugküche gemäß Stand der Technik (ARINC 812) .

Figur 2 zeigt ein schematisches Blockschaltbild für eine

erfindungsgemäße Flugzeugküche mit einem Datenkollektor.

Figur 3 zeigt beispielhaft eine schematische Abfolge von in einer erfindungsgemäßen Flugzeugküche mithilfe des Datenkollektors und in Abhängigkeit vom jeweiligen Status eines Espressomaschinen- Kücheneinsat zes zur Verfügung gestellten Informationen.

Figur 4 zeigt ein Flugzeug mit einer erfindungsgemäßen

Flugzeugküche .

In Figur 1 ist schematisch eine gemäß ARINC Standard 812

aufgebaute Flugzeugküche dargestellt:

Die Flugzeugküche 1 hat eine Vielzahl an Kücheneinsätzen (GAINs)

3 und eine Master-Flugzeugküchensteuereinheit (MGCU) 5, wobei die Kücheneinsätze 3 über einen Flugzeugküchen Datenbus (Galley Data Bus) 7 mit der MGCU 5 verbunden sind. Ferner hat die

Flugzeugküche 1 wenigsten ein Panel. Die Kücheneinsätze 3 befinden jeweils in einem Status ausgewählt aus der folgenden Gruppe: Initialisierung, Standby ON, ON, Warten, Unterbrochen, Beendet, Wartung, Fehler, Standby OFF oder Gestoppt /Beendet .

Durch eine Eingabe an einem Flugzeugsystem 9, wie z.B. einem Flight Attendant Panel (oder einem anderen Eingabepanel) oder einem Onboard Maintenance System (OMS) etc. wird auf Basis bestimmter Vorgaben (den Galley Feeder Values) eine bestimmte Menge an Energie angefordert und freigeben. Diese Energie wird dann über einen elektrischen Verteiler 11 („Galley Fusing") an die Kücheneinsätze (GAINs 1, 2, 3, ..., n) 3 bereitgestellt . Die GAINs 3 wiederum übermitteln u.a. ihren Status über den

Flugzeugküchen-Datenbus (Galley Data Bus) 7 an die MGCU 5.

Andersherum kann auch die MGCU 5 Daten oder Befehle über den Galley Data Bus 7 an ein oder mehrere GAIN(s) 3 senden. Diese Daten/Befehle werden via eine geeignete Schnittstelle 13 der MGCU 5 mit dem entsprechenden Flugzeugsystem 9 eingespeist.

In Figur 2 ist zu sehen, wie ein GAIN 3 (der Übersichtlichkeit ist nur eins dargestellt) - wie im ARINC 812 Standard - Daten, insbesondere den jeweiligen Standard an die MGCU 5 sendet.

Erfindungsgemäß umfasst die Flugzeugküche 1 nun ferner einen Datenkollektor 15, der mit dem Flugzeugküchen-Datenbus 7

verbunden ist, so dass der Datenkollektor 15 den jeweiligen Status des bzw. der GAINs 3 sammelt. Ferner sind in dem

Datenkollektor 15 Informationen hinterlegt, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Status auf dem Panel 17 darstellbar sind. Das Panel 17 wiederum kann an einem Kücheneinsatz 3 oder einem

Flugzeugküchenmonument, also der Flugzeugküche 1 selbst,

angeordnet sein, oder aber auch ein mobiles Gerät sein.

Der Datenkollektor 15 ist in der dargestellten Ausführungsform über einen Abhörknoten 19 mit dem Flugzeugküchen-Datenbus 7 verbunden . In dem schematisch dargestellten Aufbau der Flugzeugküche 1 gemäß der vorliegenden Anmeldung ist der Datenkollektor 15 kommunikativ mit einem Catering-Trolley und/oder einem Cateringsystem 21 verbunden, so dass die in dem Datenkollektor 15 hinterlegten Informationen Catering-Trolley-Daten und/oder Cateringsystem- Daten umfassen. Auf diese Weise können der Crew z.B. während eines Catering-Vorgangs durch den Datenkollektor 15 aktuelle Informationen, wie z.B. produktabhängige Zubereitungshinweise schrittweise oder grundsätzlich auch Inventarbestände

bereitgestellt werden. Die Verbindung bzw.

Informationsübertragung kann vorzugsweise per Kabel, über

Induktion oder speziell bevorzugt kabellos, z.B. via TCP/IP (Ethernet /WiFi ) , realisiert werden. Hierzu kann die Galley 1 beispielsweise in eine Galley-Net zwerk eingebettet sein, das ggfs, auch mit Hilfe zusätzliche Wireless Access Points (WAPs) im Flugzeug eine räumliche Ausbreitung haben kann: Der Catering- Trolley 21 wird für einen Catering-Prozess ggfs, einmal entlang der gesamten Kabine bewegt.

Erfindungsgemäß sind die in dem Datenkollektor 15 hinterlegten Informationen in Abhängigkeit von einem oder mehreren Status in einer vorgegebenen zeitlichen Reihenfolge auf dem wenigstens einen Panel 17 darstellbar. Bei dem wenigstens einen Panel 17 handelt es sich vorzugsweise um ein Touch-Display, d.h. es ist berührungsempfindlich. Dies hat den Vorteil, dass eine

platzsparende Unterbringung möglich ist, da keine zusätzliche Tastatur benötigt wird.

Die in dem Datenkollektor 15 hinterlegten Informationen können beispielsweise Bedienungsanleitungen, Zubereitungsanleitungen, Vorsichtshinweise, Hinweise zur Fehlerbehebung sowie

Reinigungshinweise und/oder Aufbewahrungshinweise umfassen. Ferner werden mithilfe des Cateringsystems 21 Inventarangaben regelmäßig aktualisiert.

Konkret kann dies beispielsweise eine intelligente schrittweise Anleitung für bestimmte Bedienschritte sein (vgl. Figur 3), bei der zur geeigneten Zeit auf nützliche Dinge hingewiesen wird. Als Beispiel für solch ein Verfahren sei als GAIN 3 eine Kaffee- bzw. Espressomaschine 23 genannt: Nachdem der Flugbegleiter oder auch ein Passagier die Maschine 23 in Betrieb genommen, d.h. den

Pushbutton gedrückt hat (Schritt 1), gelangt diese neue

Statusinformation („AN") über den Galley Data Bus 7 zu dem

Datenkollektor 15 (Schritt 2) . Der Datenkollektor 15 stellt daraufhin auf dem Panel 17 Informationen zur Verfügung (Schritt 3), die in Zusammenhang mit der Benutzung der Kaffeemaschine 23 nützlich sind: Z.B. Aufbewahrungsorte von Milch, Kaffeepads und Tassen u.ä., Menge/Fehlbestand oder ein Link zu Inventarlisten etc. Darüber hinaus erhält der Benutzer Benutzungshinweise wie z.B. schrittweise Anweisungen, Sicherheitshinweise oder auch ein Link zum Handbuch oder anderen GAINs. Im Falle der

Espressomaschine 23 würden also schrittweise folgende Anzeigen 25 auf dem Panel erscheinen: „Anleitung zur Zubereitung eines

Cappuccinos: 1. Entfernen Sie das Aufschäummodul und befüllen Sie es mit Milch. 2. Stellen Sie das Aufschäummodul zurück in die Aussparung bis die Verriegelung einrastet. 3. Legen Sie eine Espressokapsel in den linken Kapselhalter. 4. Platzieren Sie eine Espressotasse in den linken Tassenhalter. 5. Senken Sie den

Brühgriff ab. 6. Drücken Sie den CAPPUCCINO Pushbutton. Während des Brauzyklus bleibt das CAPPUCCINO Pushbutton Licht AN, alle anderen Lichter gehen AUS. Die Espressomaschine gibt zuerst aufgeschäumte Milch in die Tasse und fügt dann den Espresso hinzu. 7. Wenn der Brühzyklus beendet ist, heben Sie den

Brühgriff und entfernen und entleeren Sie den Kapselhalter.". Speziell bevorzugt umfasst die Flugzeugküche 1 ferner eine Kamera 25 sowie eine geeignete Bilderkennungssoftware, mit deren Hilfe erkannt wird, ob bestimmte Anweisungen bereits durchgeführt wurden und entsprechende Hinweise noch benötigt werden. Wenn der Benutzer bereits eine Tasse unter die Dampfdüse einer

Espressomaschine 23 gestellt hat, benötigt er natürlich keine Informationen mehr, wo sich die Tassen befinden. Diese

Information wird dann nicht mehr dargestellt, und stattdessen kann der nächste Schritt auf dem Panel 17 angezeigt werden.

Figur 4 zeigt schlussendlich ein Flugzeug 27, in dem eine erfindungsgemäße Flugzeugküche 1 angeordnet ist. Grundsätzlich können natürlich mehrere Galleys 1 in einem Flugzeug

untergebracht sein, die dann auch untereinander über den

Flugzeugküchen-Datenbus 7 oder per Netzwerk verknüpft sind, so dass ein kontinuierlicher Datenaustausch zwischen den

Flugzeugküchen 1 möglich ist und entsprechende, in dem

Datenkollektor hinterlegte Informationen in Abhängigkeit vom jeweiligen Status auf dem Panel darstellbar sind.

Bezugs Zeichen

Flugzeugküche

Kücheneinsatz (GAIN) bzw. Kücheneinsätze (GAINs) Master-FlugzeugküchenSteuereinheit (MGCU)

Flugzeugküchen-Datenbus (Galley Data Bus)

Flugzeugsystem(e)

elektrischer Verteiler (Galley Fusing)

Schnittstelle der MGCU zu Flugzeugsystemen Datenkollektor

Panel

Abhörknoten

Catering-Trolley und/oder Cateringsystem

Kaffee bzw. Espressomaschine

Kamera

Flugzeug

Flugbegleiter oder Passagier