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Patent Searching and Data


Title:
AIRCRAFT MODULE COVERING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/166028
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an aircraft module covering device, comprising at least one aircraft module (10, 44) and at least one panel (12, 46), which is provided for covering the aircraft module (10, 44) and, for this purpose, is firmly connected to the aircraft module (10, 44) in order to at least partially cover the aircraft module (10, 44) in a mounted state. According to the invention the panel (12, 46) is designed to be connected to the aircraft module (10, 44) by means of at least one frictional connection and, for this purpose, has at least one connection element (18, 20, 22, 24, 28), which is firmly arranged on an underside (28) of the panel (12, 46).

Inventors:
WOHLMANN, Eugen (Rübenackerweg 5, Pfedelbach-Oberohrn, 74629, DE)
GIESWEIN, Dennis (Friedrich-Niethammer-Straße 9, Heilbronn, 74074, DE)
WOJSIAT, Adam (Daimlerstraße 5, Schwäbisch Hall, 74523, DE)
HAGEMANN, Marius (Hebelweg 19, Schwäbisch Hall, 74523, DE)
GRÄSER, Philip (Teurerweg 52, Schwäbisch Hall, 74523, DE)
Application Number:
EP2016/057762
Publication Date:
October 20, 2016
Filing Date:
April 08, 2016
Export Citation:
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Assignee:
RECARO AIRCRAFT SEATING GMBH & CO KG (Daimlerstr. 21, Schwäbisch Hall, 74523, DE)
International Classes:
B64D11/06; F16B2/24; F16B5/12; F16B21/07
Foreign References:
US4331360A1982-05-25
GB2485822A2012-05-30
EP1000856A22000-05-17
US20130340216A12013-12-26
Attorney, Agent or Firm:
DAUB, Thomas (Bahnhofstraße 5, Überlingen, 88662, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung mit wenigstens einem Flugzeugmodul (10, 44) und wenigstens einem Paneel (12, 46), das zur Abdeckung des Flugzeugmoduls (10, 44) vorgesehen ist und dazu fest mit dem Flugzeugmodul (10, 44) verbunden ist, um das Flugzeugmodul (10, 44) in einem montierten Zustand zumindest teilweise abzudecken, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (12, 46) dazu vorgesehen ist, über wenigstens eine Kraftschlussverbindung mit dem Flugzeugmodul (10, 44) verbunden zu werden, und dazu wenigstens ein Anbindungselement (18, 20, 22, 24, 48) aufweist, das fest an einer Unterseite (28) des Paneels (12, 46) angeordnet ist.

2. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Anbindungselement (18, 20, 22, 24, 48) an der Unterseite (28) des Paneels (12, 46) als eine Erhebung ausgebildet ist.

3. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (12, 46) dazu vorgesehen ist, beschädigungsfrei lösbar mit dem Flugzeugmodul (10, 44) verbunden zu werden.

4. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Anbindungselement (18, 20, 22, 24, 48) an der Unterseite (28) des Paneels (12, 46) als flacher Zapfen ausgebildet ist.

5. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Anbindungselement (18, 20, 22, 24, 48) stoffschlüssig mit dem Paneel (12, 46) verbunden ist.

6. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Anbindungsele- ment (18, 20, 22, 24, 48) über eine Klebeverbindung mit dem Paneel (12, 46) verbunden ist.

7. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel (12, 46) als ein Kunststoff- Tiefziehbauteil ausgebildet ist.

8. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein Verbindungselement (32, 60, 62, 64, 66, 68), das dazu vorgesehen ist, das wenigstens eine Anbindungsele- ment (18, 20, 22, 24, 48) des Paneels (12, 46) in wenigstens einem Betriebszustand verliersicher mit dem Flugzeugmodul (10, 44) zu verbinden.

9. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungselement (32, 60, 62, 64, 66, 68) zur verliersicheren Anbindung des Anbindungselements (18, 20, 22, 24, 48) des Paneels (12, 46) an das Flugzeugmodul (10, 44) separat ausgebildet ist.

10. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flugzeugmodul (10, 44) wenigstens eine Ausnehmung (30, 50, 52, 54, 56, 58) aufweist, in die das wenigstens eine separat ausgebildete Verbindungselement (32, 60, 62, 64, 66, 68) in einem montierten Zustand eingreift.

1 1 . Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32, 60, 62, 64, 66, 68) eine U- förmige Grundform aufweist und wenigstens zwei nach innen gerichtete Widerhakenelemente (40, 42, 70, 72) ausbildet. Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32) dazu vorgesehen ist, mit einem Flugzeugmodul (10) aus einem Blech gekoppelt zu werden.

Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (60, 62, 64, 66, 68) dazu vorgesehen ist, mit einem Flugzeugmodul (44) aus einem Faserverbundwerkstoff gekoppelt zu werden.

14. Paneel nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 .

Es ist bereits eine Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung mit wenigstens einem Flugzeugmodul und wenigstens einem Paneel, das zur Abdeckung des Flugzeugmoduls vorgesehen ist und dazu fest mit dem Flugzeugmodul verbunden ist, um das Flugzeugmodul in einem montierten Zustand zumindest teilweise abzudecken, vorgeschlagen worden. Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Montage und Austauschbarkeit bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können. Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung mit wenigstens einem Flugzeugmodul und wenigstens einem Paneel, das zur Abdeckung des Flugzeugmoduls vorgesehen ist und dazu fest mit dem Flugzeugmodul verbunden ist, um das Flugzeugmodul in einem montierten Zustand zumindest teilweise abzudecken. Es wird vorgeschlagen, dass das Paneel dazu vorgesehen ist, über wenigstens eine

Formschlussverbindung mit dem Flugzeugmodul verbunden zu werden, und dazu wenigstens ein Anbindungselement aufweist, das fest an einer Unterseite des Paneels angeordnet ist. Unter einem„Flugzeugmodul" soll dabei insbesondere ein Bauteil innerhalb einer Flugzeugkabine, insbesondere ein Bauteil einer Fluggastsitzeinheit, verstanden werden. Ein Flugzeugmodul ist dabei beispielsweise als eine Ablagekonsole einer Fluggastsitzein- - -

heit, ein Handlauf, eine Stoßleiste oder eine Abschlussleiste ausgebildet. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Flugzeugmodul als ein anderes, mit einem Paneel abzudeckendes Bauteil einer Fluggastsitzeinheit ausgebildet ist. Unter einem„Paneel" soll dabei insbesondere ein dünnwandiges Bauteil verstanden werden. Dabei ist ein Paneel vor- zugsweise als ein flächiges Bauteil ausgebildet. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, dass das Paneel als eine schmale, dünnwandige Leiste oder ein dünnwandiges Profilelement ausgebildet ist. Ein Paneel ist dabei vorzugsweise als ein Abdeckelement ausgebildet und dazu vorgesehen, ein Flugzeugmodul abzudecken, um eine ansprechende Optik zu generieren. Das Paneel kann auch dazu vorgesehen sein, das abzudeckende Flug- zeugmodul vor Beschädigungen zu schützen. Darunter, dass„das Paneel mit dem Flugzeugmodul verbunden ist", soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Paneel verliersicher an dem Flugzeugmodul angebracht ist, durch Anlegen einer Demontagekraft allerdings auch wieder von dem Flugzeugmodul getrennt werden kann. Darunter, dass das„Paneel das Flugzeugmodul zumindest teilweise abdeckt", soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Paneel zumindest einen Teil des Flugzeugmoduls, vorzugsweise einen Großteil des Flugzeugmoduls, und in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung das komplette Flugzeugmodul abdeckt. Unter einem„Anbindungselement" soll dabei insbesondere ein Element verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, durch einen Form- und/oder Kraftschluss, vorzugsweise durch einen Kraftschluss, also insbeson- dere einen Reibschluss, eine zumindest bis zu einer gewissen Demontagekraft feste Verbindung mit einem korrespondierend ausgebildeten Element, wie insbesondere einem Verbindungselement, herzustellen. Unter einer„Unterseite des Paneels" soll dabei insbesondere eine Seite des Paneels verstanden werden, die einem Flugzeugmodul, das von dem Paneel abgedeckt wird, in einem montierten Zustand zugewandt ist. Die Unterseite ist als die der Sichtseite des Paneels gegenüberliegende Seite ausgebildet. Unter einer „Sichtseite des Paneels" soll dabei insbesondere eine Seite des Paneels verstanden werden, die in einem montierten Zustand nach außen gerichtet ist und von einem Passagier der Flugzeugkabine gesehen werden kann. Unter„vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das

Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt. Durch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung kann eine vorteilhafte Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung bereitgestellt werden, deren Flugzeugmodule einfach und schnell mit einem Paneel abgedeckt werden können, wobei die - -

Paneele insbesondere einfach zu montieren sind und vorteilhaft einfach wieder von dem einen entsprechenden Flugzeugmodul getrennt werden können.

Es wird weiter vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Anbindungselement an der Unterseite des Paneels als eine Erhebung ausgebildet ist. Darunter, dass das„Anbindungs- element als eine Erhebung ausgebildet ist", soll dabei insbesondere verstanden werden, dass sich das Anbindungselement von der Unterseite aus in einer Richtung von der Sichtseite des Paneels wegerstreckt, wobei die Erhebung, die das Anbindungselement ausbildet, dabei zumindest eine doppelte Wandstärke des Paneels aufweist, vorzugsweise zumindest 5 mm groß ist und in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung zumindest 10 mm. Dadurch kann das wenigstens eine Anbindungselement besonderes einfach und vorteilhaft ausgebildet werden.

Weiter wird vorgeschlagen, dass das Paneel dazu vorgesehen ist, beschädigungsfrei lösbar mit dem Flugzeugmodul verbunden zu werden. Unter„beschädigungsfrei lösbar" soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Paneel ohne Beschädigung von an der Verbindung zwischen dem Paneel und dem Flugzeugmodul beteiligten Elementen sowie ohne Beschädigung des Paneels oder des Flugzeugmoduls von einem an dem Flugzeugmodul verliersicher montierten Zustand von dem Flugzeugmodul demontiert werden kann. Dadurch kann das Paneel vorteilhaft einfach und schnell demontiert und später gegebenenfalls wieder an dem Flugzeugmodul montiert werden. Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Anbindungselement an der Unterseite des Paneels als flacher Zapfen ausgebildet ist. Unter einem„flachen Zapfen" soll dabei insbesondere eine Erhebung verstanden werden, die in Erstreckungsrichtung orthogonal zur Unterseite des Paneels einen vorzugsweise rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei erste Seitenkanten wesentlich länger ausgebildet sind als zweite Seitenkan- ten. Dabei können verschiedene Anbindungselemente eines Paneels unterschiedliche

Querschnitte, Längen und/oder Formen aufweisen. Ein Querschnitt, also eine Dicke sowie eine Breite eines Anbindungselements, sowie die Länge des Anbindungselements können dabei durch bauliche Gegebenheiten sowie von Materialien der zu verbindenden Elemente beeinflusst werden. Dabei ist es auch denkbar, dass ein als Zapfen ausgebildetes An- bindungselement beispielsweise eine Wellenform oder eine sich über seine Länge veränderliche Breite aufweist. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass ein Anbindungselement zusätzlich ein Formschlusselement, wie beispielsweise ein Rastelement, aufweist. - -

Dadurch kann das wenigstens eine Anbindungselement besonders vorteilhaft ausgebildet werden.

Zudem wird vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Anbindungselement stoffschlüssig mit dem Paneel verbunden ist. Unter„stoffschlüssig verbunden" soll dabei insbesondere über einen Stoffschluss, wie insbesondere durch eine Klebeverbindung, eine Schweißverbindung oder durch eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Stoffschlussverbindung miteinander verbunden, verstanden werden. Grundsätzlich soll unter einer stoffschlüssigen Verbindung auch eine einstückige Ausgestaltung der miteinander stoffschlüssig verbundenen Elemente verstanden werden. Dadurch kann das wenigstens eine Anbindungselement besonders einfach mit dem Paneel verbunden werden.

Es wird weiter vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Anbindungselement über eine Klebeverbindung mit dem Paneel verbunden ist. Unter einer„Klebeverbindung" soll dabei insbesondere eine Verbindung von wenigstens zwei Elementen mittels Adhäsionskräften verstanden werden, wobei die Elemente durch einen Kleber miteinander verbunden sind. Dadurch kann eine besonders einfache und sichere Verbindung des wenigstens einen Anbindungselements mit dem Paneel erreicht werden.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Paneel als ein Kunststoff-Tiefziehbauteil ausgebildet ist. Dadurch kann das Paneel besonders einfach und vorteilhaft ausgebildet werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung wenigstens ein Verbindungselement aufweist, das dazu vorgesehen ist, das wenigstens eine Anbindungselement des Paneels in wenigstens einem Betriebszustand verliersicher mit dem Flugzeugmodul zu verbinden. Unter einem„Verbindungselement" soll dabei insbesondere ein Element verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, durch eine Kraft- und/oder Formschlussverbindung eine verliersichere Verbindung zwischen dem Anbindungselement des Paneels und dem Verbindungselement herzustellen. Dabei ist das Verbindungselement vorzugsweise als ein Klemmelement ausgebildet, das dazu vorgesehen ist, eine Klemmkraft auszuüben, wobei das Verbindungselement insbesondere dazu vorgesehen ist, durch die Klemmkraft eine Reibschlussverbindung zwischen dem Verbindungs- element und dem Anbindungselement des Paneels herzustellen, um das Verbindungselement mit dem Anbindungselement zu verbinden. Grundsätzlich ist es auch denkbar, . .

dass das Verbindungselement als ein anders ausgebildetes Kraft- und/oder Formschlusselement ausgebildet ist. Dabei ist es denkbar, dass das Verbindungselement beispielsweise ein Reibelement, ein Rastelement oder andere Elemente umfasst, die für eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung vorgesehen sind. Unter„verliersicher verbinden" soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Paneel in einem Normalbetriebszu- stand, in dem keine Kräfte auf das Paneel wirken, die größer sind als eine Normalbelastung, sicher mit dem Flugzeugmodul verbunden ist und nicht ungewollt davon gelöst werden kann. Dadurch kann eine besonders einfache Verbindung zwischen dem Paneel und dem Flugzeugmodul erreicht werden. Weiter wird vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Verbindungselement zur verliersicheren Anbindung des Anbindungselements des Paneels an das Flugzeugmodul separat ausgebildet ist. Darunter, dass das„Verbindungselement separat ausgebildet ist", soll dabei insbesondere verstanden werden, dass das Verbindungselement als ein eigenständiges Element ausgebildet ist und insbesondere getrennt von dem Paneel und/oder dem Flugzeugmodul ausgebildet ist. Eine Verbindung zwischen dem Verbindungselement und dem Paneel und/oder dem Flugzeugmodul entsteht bei einer Verbindung durch einen Kraft- und/oder Formschluss. Dadurch kann das Verbindungselement besonders vorteilhaft ausgebildet werden.

Zudem wird vorgeschlagen, dass das Flugzeugmodul wenigstens eine Ausnehmung auf- weist, in die das wenigstens eine separat ausgebildete Verbindungselement in einem montierten Zustand eingreift. Unter einer„Ausnehmung" soll dabei insbesondere ein Durchgangsloch oder ein Sackloch verstanden werden. Dadurch kann eine besonders einfache Aufnahme für das Verbindungselement bereitgestellt werden, durch welche das Verbindungselement mit dem Flugzeugmodul verbindbar ist. Weiter wird vorgeschlagen, dass das Verbindungselement eine U-förmige Grundform aufweist und wenigstens zwei nach innen gerichtete Widerhakenelemente ausbildet. Unter einem„Widerhakenelement" soll dabei insbesondere ein Element verstanden werden, das entgegen einer Montagerichtung eines Anbindungselements, das mit dem Verbindungselement verbunden wird, gerichtet ist und das insbesondere dazu vorgesehen ist, bei einer Auslenkbewegung eine Rückstellkraft zu erzeugen, die entgegen dem Anbin- dungselement wirkt, das mit dem Verbindungselement verbunden ist, und die so eine Reibkraft zwischen dem Verbindungselement und dem Anbindungselement erhöht. - -

Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Verbindungselement eine andere, vorzugsweise eine einer U-Form ähnliche Grundform aufweist. Dadurch kann das Verbindungselement besonders vorteilhaft zur Verbindung des Paneels mit dem Flugzeugmodul mittels des Anbindungselements ausgebildet werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Verbindungselement dazu vorgesehen ist, mit einem Flugzeugmodul aus einem Blech gekoppelt zu werden. Dadurch können über die Verbindung mit dem Verbindungselement besonders vorteilhaft Flugzeugmodule, die aus Blech gebildet sind, mit einem Paneel abgedeckt werden.

Es wird weiter vorgeschlagen, dass das Verbindungselement dazu vorgesehen ist, mit einem Flugzeugmodul aus einem Faserverbundwerkstoff gekoppelt zu werden. Dadurch können über die Verbindung mit dem Verbindungselement besonders vorteilhaft Flugzeugmodule, die aus einem Faserverbundwerkstoff gebildet sind, mit einem Paneel abgedeckt werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass das wenigstens eine Anbindungselement unabhängig von einem Material eines abzudeckenden Flugzeugmoduls immer gleich ausgebildet ist. Dadurch kann ein Paneel unabhängig von einem Material des zu überdeckenden Flugzeugmoduls ausgebildet werden.

Die erfindungsgemäße Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.

Zeichnungen

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeich- nungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. - -

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Flugzeugmo- dulverkleidungsvorrichtung mit einem Fluggastsitzmodul,

Fig. 2 eine schematische Detailansicht eines Paneels der Flugzeugmodulver- kleidungsvorrichtung,

Fig. 3 eine schematische Detailansicht eines Flugzeugmoduls und eines Verbindungselements der Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung,

Fig. 4 eine schematische Schnittansicht durch eine Verbindung des Flugzeugmoduls mit dem Paneel durch ein Verbindungselement,

Fig. 5 eine schematische Darstellung eines weiteren Flugzeugmoduls aus einem Faserverbundwerkstoff,

Fig. 6 eine schematische Detailansicht des Flugzeugmoduls aus einem Faserverbundwerkstoff und einem Verbindungselement und

Fig. 7 eine schematische Schnittansicht durch eine Verbindung des Flug- zeugmoduls aus dem Faserverbundwerkstoff mit dem Paneel durch ein

Verbindungselement.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Die Figuren 1 bis 7 zeigen eine erfindungsgemäße Flugzeugmodulverkleidungsvorrich- tung. Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung ist Teil einer Flugzeugkabine. Die Flug- zeugkabine umfasst ein Fluggastsitzmodul 14. Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrich- tung ist als Teil des Fluggastsitzmoduls 14 ausgebildet. Das Fluggastsitzmodul 14 umfasst einen Fluggastsitz 16, der dazu vorgesehen ist, dass ein Passagier auf ihm sitzen kann. Das Fluggastsitzmodul 14 bildet einen Sitzbereich für einen Passagier aus, in dem neben dem Fluggastsitz 16 weitere, für den Passagier vorgesehene Elemente, wie bei- spielsweise Verstau- und/oder Ablagemöglichkeiten, angeordnet sind. Die Flugzeugmo- dulverkleidungsvorrichtung umfasst ein erstes Flugzeugmodul 10. Das Flugzeugmodul 10 ist als Teil des Fluggastsitzmoduls 14 ausgebildet. Das Flugzeugmodul 10 bildet einen Teil einer Konsole aus, der neben dem Fluggastsitz 16 angeordnet ist und dazu vorgesehen ist, eine Ablage bereitzustellen, auf der ein auf dem Fluggastsitz 16 sitzender Passa- gier Gegenstände ablegen kann. Das Flugzeugmodul 10 ist als ein Strukturbauteil des Fluggastsitzmoduls 14 ausgebildet. Das Flugzeugmodul 10 bildet dabei einen Teil einer - -

tragenden Struktur des Fluggastsitzmoduls 14 aus. Das Flugzeugmodul 10 ist aus einem Blech gebildet. Dabei ist das Flugzeugmodul 10 als ein Blechbiegeteil ausgebildet.

Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Flugzeugmodul als ein anderes Bauteil eines Fluggastsitzmoduls ausgebildet ist, wie beispielsweise als ein Teil des Fluggastsitzes 16, wie beispielsweise als ein Teil einer Rückenlehne oder eines anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Bauteil des Fluggastsitzes 16, oder als ein Teil einer Shell des Fluggastsitzmoduls 14. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Flugzeugmodul als ein Teil einer Flugzeugkabine ausgebildet ist, wie beispielsweise eine Wandung im Bereich einer Flugzeugtoilette oder einer Bordküche. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Flugzeugmodul wenigstens einen Teil eines Gepäckfachs der Flugzeugkabine ausbildet.

Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung umfasst ein Paneel 12. Das Paneel 12 ist als ein dünnes, flächiges Bauteil ausgebildet. Dabei ist das Paneel 12 als ein Kunststoff- Tiefziehbauteil ausgebildet. Das Paneel 12 weist dabei eine Form auf, die korrespondie- rend zu einer Form des Flugzeugmoduls 10 ausgebildet ist. Das Paneel 12 ist dazu vorgesehen, das Flugzeugmodul 10 in einem montierten Zustand vollständig abzudecken. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Paneel 12 lediglich dazu vorgesehen ist, das Flugzeugmodul 10 teilweise abzudecken, wobei ein restlicher Teil des Flugzeugmoduls 10 unabgedeckt bleiben kann oder von einem anderen Paneel abgedeckt wird. Das Paneel 12 weist eine Sichtseite 26 auf, die dem Flugzeugmodul 10, welches von dem Paneel 12 abgedeckt ist, abgewandt ist. Die Sichtseite 26 ist einem Innenraum der Flugzeugkabine zugewandt und bildet damit die Fläche aus, die von Passagieren wahrgenommen wird und auch berührt werden kann. Auf seiner Sichtseite 26 weist das Paneel 12 dementsprechend eine Oberfläche auf, die ästhetisch ansprechend und beschädigungsresistent aus- gebildet ist.

Das Paneel 12 ist in einem montierten Zustand fest und verliersicher mit dem Flugzeugmodul 10 verbunden. Das Paneel 12 ist dazu vorgesehen, über wenigstens eine Kraftschlussverbindung mit dem Flugzeugmodul 10 verbunden zu werden. Für eine kraftschlüssige Anbindung an das Flugzeugmodul 10 weist das Paneel 12 mehrere Anbin- dungselemente 18, 20, 22, 24 auf. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 sind fest an einer Unterseite 28 des Paneels 12 angeordnet. Die Unterseite 28 des Paneels 12 ist der Sichtseite 26 des Paneels 12 gegenüberliegend. Die Unterseite 28 des Paneels 12 ist in . .

einem montierten Zustand dem Flugzeugmodul 10, welches es abdeckt, zugewandt. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 sind als Erhebungen ausgebildet, die sich von der Unterseite 28 wegerstrecken. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 an der Unterseite 28 des Paneels 12 sind als flache Zapfen ausgebildet. Dabei können alle der Anbin- dungselemente 18, 20, 22, 24 gleich ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es aufgrund von baulichen Gegebenheiten und/oder Materialkombinationen denkbar, dass die verschiedenen Anbindungselemente 18, 20, 22, 24, die mit dem Paneel 12 verbunden sind, unterschiedliche Querschnitte und/oder Längen aufweisen. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 sind fest und verliersicher mit der Unterseite 28 des Paneels 12 verbunden. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 sind stoffschlüssig mit der Unterseite 28 des Paneels 12 verbunden. Über eine Klebeverbindung sind die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 jeweils mit der Unterseite 28 des Paneels 12 verbunden. Dazu ist in einem Herstellungsverfahren des Paneels 12 ein Klebemittel zwischen der Unterseite 28 des Paneels 12 und einer Klebefläche der Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 angeordnet, welche die Anbin- dungselemente 18, 20, 22, 24 jeweils stoffschlüssig mit dem Paneel 12 verbindet. Zur Generierung eines definierten Klebespalts zwischen der Unterseite 28 des Paneels 12 und der Klebefläche der Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 weisen die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 auf ihrer Klebefläche mehrere kleine, nicht näher dargestellte Erhebungen auf. Durch die Erhebungen ist der Klebespalt zwischen dem jeweiligen Anbin- dungselement 18, 20, 22, 24 und der Unterseite 28 des Paneels 12 definiert, der zur Verbindung mit dem Klebemittel ausgefüllt ist. Durch den definierten Klebespalt können vorteilhaft geringe Fertigungstoleranzen eingehalten werden und eine besonders vorteilhafte Verklebung zwischen dem Paneel 12 und dem jeweiligen Anbindungselement 18, 20, 22, 24 kann erreicht werden. In einem Fertigungsverfahren zur Anbindung der Anbindungs- elemente 18, 20, 22, 24 auf der Unterseite 28 des Paneels 12 werden die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 mittels einer auf das Paneel 12 aufgelegten Schablone platziert und dann festgeklebt. Dazu wird die Schablone mit entsprechenden Ausnehmungen für die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 definiert auf der Unterseite 28 des Paneels 12 platziert. In den vorgegebenen Ausnehmungen werden die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 entsprechend über eine definierte Klebeschicht des Klebemittels mit der Unterseite 28 des Paneels 12 verbunden. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 über eine robotergesteuerte Platzierung fest mit dem Paneel 12 verklebt werden. Dabei ist das Paneel 12 fest in einer definierten Grundposition in einem Halter eingespannt, und computergesteuerte Roboter verkleben die Anbindungselemente - -

18, 20, 22, 24 positionsgenau an den entsprechenden Stellen der Unterseite 28 des Paneels 12. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 auf eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Weise fest mit dem Paneel 12 verbunden sind, beispielsweise über eine Formschlussverbindung. Zur Anbindung des Paneels 12 an das Flugzeugmodul 10 weist das Flugzeugmodul 10 je Anbindungselement 18, 20, 22, 24 des Paneels 12 eine Ausnehmung 30 auf. Die Ausnehmungen 30 sind als Durchgangslöcher ausgebildet, die in das aus einem Blech gebildete Flugzeugmodul 10 eingebracht sind. Die Ausnehmungen 30 sind als Formschlusselemente ausgebildet. Zur Verbindung des Paneels 12 mit dem Flugzeugmodul 10 weist die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung je Anbindungselement 18, 20, 22, 24 ein Verbindungselement 32 auf. Die Verbindungselemente 32 sind dazu vorgesehen, in einem montierten Zustand in einer Ausnehmung 30 des Flugzeugmoduls 10 angeordnet zu sein und ein entsprechendes Anbindungselement 18, 20, 22, 24 des Paneels 12 aufzunehmen. Die Verbindungselemente 32 sind dabei jeweils als separate Bauteile ausgebildet. Jedes Verbindungselement 32 für sich ist als eigenständiges, separates Bauteil ausgebildet.

Im Folgenden soll lediglich das eine Verbindungselement 32 sowie eine Verbindung des Verbindungselements 32 mit dem Anbindungselement 18 und der Ausnehmung 30 näher beschrieben werden. Eine Verbindung des Paneels 12 mit dem Flugzeugmodul 10 über die weiteren Paarungen aus entsprechendem Anbindungselement 18, 20, 22, 24, Verbindungselement und entsprechender Ausnehmung in dem Flugzeugmodul 10 erfolgen entsprechend. Das Verbindungselement 32 ist als ein Blechbiegeteil ausgebildet. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Verbindungselement 32 aus einem anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Material gebildet ist. Das Verbindungselement 32 weist eine U-förmige Grundform auf. In dem Bereich, in dem das Verbindungselement 32 in einem Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, weist das Verbindungselement 32 zwei Seitenwände auf, die einen Abstand zueinander aufweisen, der kleiner ist als eine Breite der Ausnehmung 30 des Flugzeugmoduls 10, in der das Verbindungselement 32 in montiertem Zustand angeordnet ist. An seiner oberen, offenen Seite weist das Verbindungs- element 32 an den beiden Enden jeweils um 90 Grad abgebogene Abstützelemente 34, 36 auf. Die Abstützelemente 34, 36 sind dazu vorgesehen, sich in einem montierten Zustand an einer Oberseite 38 des Flugzeugmoduls 10 abzustützen. Das Verbindungsele- - -

ment 32 weist zwei nach innen gerichtete Widerhakenelemente 40, 42 auf. Die Widerhakenelemente 40, 42 sind sich gegenüberliegend und erstrecken sich aufeinander zu. Je ein Widerhakenelement 40, 42 ist jeweils von einer Seitenwand des Verbindungselements 32 gebildet. In einem unbelasteten Zustand weisen die beiden Widerhakenelemente 40, 42 einen minimalen Abstand zueinander auf, der kleiner ist, als eine Dicke des Anbindungselements 18. Die Widerhakenelemente 40, 42 sind elastisch verformbar ausgebildet. Zur Verbindung des Verbindungselements 32 mit dem Anbindungselement 18 wird das Anbindungselement 18 zwischen die beiden Widerhakenelemente 40, 42 geschoben. Da das Anbindungselement 18 dicker ist als ein Abstand zwischen den beiden Widerha- kenelementen 40, 42 in einem unbelasteten Zustand, werden die Widerhakenelemente 40, 42 nach außen ausgelenkt. Durch das elastische Auslenken der Widerhakenelemente 40, 42 erzeugen diese eine Gegenkraft, die auf das zwischen den Widerhakenelementen 40, 42 angeordnete Anbindungselement 18 gerichtet ist. Durch diese Gegenkraft wird eine Haftreibung zwischen dem Anbindungselement 18 und den Widerhakenelementen 40, 42 des Verbindungselements 32 erzeugt. Durch das Auslenken der Widerhakenelemente 40, 42 werden die Seitenwände des Verbindungselements 32 auch nach außen gedrückt, wodurch das Verbindungselement 32 in der Ausnehmung 30 des Flugzeugmoduls 10 verklemmt wird. Durch das Einstecken des Anbindungselements 18 zwischen die Widerhakenelemente 40, 42 des Verbindungselements 32 wird das Anbindungselement 18 kraftschlüssig mit dem Verbindungselement 32 verbunden und gleichzeitig das Verbindungselement 32 in der Ausnehmung 30 des Flugzeugmoduls 10 verklemmt. Dadurch ist das Anbindungselement 18 über das Verbindungselement 32 fest und verliersicher mit dem Flugzeugmodul 10 verbunden. Über die Verbindung mittels des Anbindungselements 18 und des Verbindungselements 32 sowie der weiteren Anbindungselemente 20, 22, 24 des Paneels 12 und der weiteren Verbindungselemente kann das Paneel 12 beschädigungsfrei mit dem Flugzeugmodul 10, also insbesondere mit den Ausnehmungen 30 des Flugzeugmoduls 10, verbunden werden. Bei einer Demontage des Paneels 12 von dem Flugzeugmodul 10 müssen des Weiteren keine weiteren Bauteile, wie beispielsweise ein doppelseitiges Klebeband, Schrauben oder Ähnliches, entfernt werden. Durch Aufbringen einer Demontagekraft auf das Paneel 12 bzw. auf die entsprechenden Anbindungselemente 18, 20, 22, 24, die entgegen einer Montagerichtung gerichtet ist, in der die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 in die entsprechenden Verbindungselemente 32 eingeführt werden, können die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 von den entsprechenden Verbindungselementen 32 gelöst werden. Die Demontagekraft ist dabei größer als eine von den - -

Verbindungselementen 32 jeweils auf die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 wirkende Klemmkraft. Die Demontagekraft entspricht dabei je Anbindungselement 18, 20, 22, 24 je 15 Newton. Eine gesamte Demontagekraft ergibt sich dabei aus den einzelnen Demontagekräften aller Anbindungselemente 18, 20, 22, 24. Bei der Demontage gleiten die Anbin- dungselemente 18, 20, 22, 24 in der Demontagerichtung aus den entsprechenden Verbindungselementen 32, wobei weder die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 noch die Verbindungselemente 32 noch das Flugzeugmodul 10 beschädigt oder zerstört werden. Bei der Demontage müssen dabei keine weiteren Elemente von dem Flugzeugmodul 10 oder dem Paneel 12 entfernt werden. Das Paneel 12 weist für eine Demontage nicht nä- her dargestellte Markierungen auf, die einem Monteur Angriffspunkte aufzeigen, an denen er zur sicheren Demontage die Demontagekraft auf das Paneel 12 aufbringen kann. Eine Montage des Paneels 12 an dem Flugzeugmodul 10 ist mit denselben Verbindungselementen 32 und Anbindungselementen 18, 20, 22, 24 möglich. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die Angriffspunkte lediglich in einem Handbuch für den Monteur angezeigt sind.

Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung umfasst ein weiteres Flugzeugmodul 44. Das Flugzeugmodul 44 ist als Teil des Fluggastsitzmoduls 14 ausgebildet. Das Flugzeugmodul 44 bildet einen Teil einer Shell des Fluggastsitzmoduls 14 aus. Das Flugzeugmodul 44 bildet eine Seitenwandung des Fluggastsitzmoduls 14 aus. Das Flugzeugmodul 44 ist aus einer Faserverbundwerkstoffplatte 78 und einer mit der Faserverbundwerkstoffplatte 78 verbundenen Versteifungsstruktur 80 gebildet. Dabei ist eine nach außen gerichtete Seite von der Faserverbundwerkstoffplatte 78 gebildet und die Versteifungsstruktur 80 ist auf einer Innenseite fest mit der Faserverbundwerkstoff platte 78 verbunden. Die Versteifungsstruktur 80 ist dabei als eine Wabenstruktur ausgebildet. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die Versteifungsstruktur 80 als eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Struktur ausgebildet ist, wie beispielsweise als ein Phenolharz oder ein Schaum.

Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung umfasst ein Paneel 46, das dazu vorgesehen ist, das Flugzeugmodul 44, welches aus einem Faserverbundwerkstoff gebildet ist, in ei- nem montierten Zustand abzudecken. Das Paneel 46 verkleidet das Flugzeugmodul 44 in dem montierten Zustand. Zur Anbindung an das Flugzeugmodul 44 weist das Paneel 46 mehrere Anbindungselemente 48 auf. Das Paneel 46 ist wie das Paneel 12 als ein dün- - -

nes, flächiges Bauteil ausgebildet. Dabei ist das Paneel 46 ebenfalls als ein Kunststoff- Tiefziehbauteil ausgebildet. Das Paneel 46 weist dabei eine Form auf, die korrespondierend zu einer Form des Flugzeugmoduls 44 ausgebildet ist. Die Anbindungselemente 48 sind gleich ausgebildet wie die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24 des Paneels 12 und auf eine gleiche Weise mit dem Paneel 46 verbunden. Die Anbindungselemente 18, 20, 22, 24, 48 sind unabhängig von einem Material des abzudeckenden Flugzeugmoduls 10, 44 immer gleich ausgebildet.

Zur Anbindung des Paneels 46 mittels der Anbindungselemente 48 weist das Flugzeugmodul 44 je Anbindungselement 48 des Paneels 46 jeweils eine Ausnehmung 50, 52, 54, 56, 58 auf. Die Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, 58 sind dabei als Sacklöcher ausgebildet und in die Faserverbundwerkstoff platte 78 und die Versteifungsstruktur 80 des Flugzeugmoduls 44 eingebracht. Die Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, 58 weisen dabei eine rechteckige Grundform mit abgerundeten Seitenkanten auf. In den Bereichen der Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, 58 weist das Paneel 46 Verstärkungszonen 82, 84 auf. In den Verstär- kungszonen 82, 84 ist die als Wabenstruktur ausgebildete Versteifungsstruktur 80 zur Verstärkung mit einem Verstärkungsmaterial gefüllt. Das Verstärkungsmaterial ist dabei als ein Füllmaterial ausgebildet. Das Verstärkungsmaterial ist dabei als ein Harz, insbesondere als ein Phenolharz, ausgebildet. Die Verstärkungszonen 82, 84 sind dabei größer als die Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, 58. Die Verstärkungszonen 82, 84 umschließen dabei jeweils die ihnen zugeordnete Ausnehmung 50, 52, 54, 56, 58. Zur Verbindung des Paneels 46 mit dem Flugzeugmodul 44 weist die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung je Anbindungselement 48 ein Verbindungselement 60, 62, 64, 66, 68 auf. Die Verbindungselemente 60, 62, 64, 66, 68 sind dazu vorgesehen, in einem montierten Zustand in einer der Ausnehmungen 50, 52, 54, 56, 58 des Flugzeugmoduls 44 angeordnet zu sein und ein entsprechendes Anbindungselement 48 des Paneels 46 aufzunehmen. Die Verbindungselemente 60, 62, 64, 66, 68 sind dabei jeweils als separate Bauteile ausgebildet. Jedes Verbindungselement 60, 62, 64, 66, 68 für sich ist als eigenständiges, separates Bauteil ausgebildet. Die Verbindungselemente 60, 62, 64, 66, 68 sind dazu vorgesehen, mit einem Flugzeugmodul 44 aus einem Faserverbundwerkstoff gekoppelt zu werden. Im Folgenden soll lediglich das eine Verbindungselement 60 sowie eine Verbindung des Verbindungselements 60 mit dem Anbindungselement 48 und der Ausnehmung 50 näher beschrieben werden. Eine Verbindung des Paneels 46 mit dem Flugzeugmodul 44 über - -

die weiteren Paarungen aus entsprechendem Anbindungselement 48, Verbindungselement 62, 64, 66, 68 und entsprechender Ausnehmung 52, 54, 56, 58 in dem Flugzeugmodul 44 erfolgen entsprechend. Das Verbindungselement 60 ist als ein Blechbiegeteil ausgebildet. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass das Verbindungselement 60 aus einem anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Material gebildet ist. Das Verbindungselement 60 weist eine U-förmige Grundform auf. In dem Bereich, in dem das Verbindungselement 60 in einem Querschnitt U-förmig ausgebildet ist, weist das Verbindungselement 60 zwei Seitenwände auf, die einen Abstand zueinander aufweisen, der kleiner ist als eine Breite der Ausnehmung 50 des Flugzeugmoduls 44, in der das Verbin- dungselement 60 in montiertem Zustand angeordnet ist. Das Verbindungselement 60 weist zwei nach innen gerichtete Widerhakenelemente 70, 72 auf. Die Widerhakenelemente 70, 72 sind sich gegenüberliegend und erstrecken sich aufeinander zu. Je ein Widerhakenelement 70, 72 ist jeweils von einer Seitenwand des Verbindungselements 60 gebildet. In einem unbelasteten Zustand weisen die beiden Widerhakenelemente 70, 72 einen minimalen Abstand zueinander auf, der kleiner ist als eine Dicke des Anbindungs- elements 48. Die Widerhakenelemente 70, 72 sind elastisch verformbar ausgebildet. Zur Verbindung des Verbindungselements 60 mit dem Anbindungselement 48 wird das Anbindungselement 48 zwischen die beiden Widerhakenelemente 70, 72 geschoben. Da das Anbindungselement 48 dicker ist als ein Abstand zwischen den beiden Widerhaken- elementen 70, 72 in einem unbelasteten Zustand, werden die Widerhakenelemente 70, 72 nach außen ausgelenkt. An einem unteren Ende weist das Verbindungselement 60 zwei nach außen gerichtete Widerhakenelemente 74, 76 auf, die zur Verbindung des Verbindungselements 60 mit dem Flugzeugmodul 44 vorgesehen sind. Wird das Anbindungselement 48 bei der Montage zwischen die nach innen gerichteten Widerhakenelemente 70, 72 geführt, werden die nach außen gerichteten Widerhakenelemente 74, 76 nach außen weggedrückt und so in die Verstärkungszone 82 des Flugzeugmoduls 44 gedrückt. Dadurch ist das Verbindungselement 60 über die nach außen gerichteten Widerhakenelemente 74, 76 formschlüssig in der Ausnehmung 50 angebunden und ist somit verliersicher in der Ausnehmung 50 angeordnet, wenn das Anbindungselement 48 die Widerha- kenelemente 70, 72, 74, 76 nach außen drückt.

Durch Aufbringen einer Demontagekraft auf das Paneel 46 bzw. auf die entsprechenden Anbindungselemente 48, die entgegen einer Montagerichtung gerichtet ist, in der die An- bindungselemente 48 in die entsprechenden Verbindungselemente 60, 62, 64, 66, 68 - -

eingeführt werden, können die Anbindungselemente 48 von den entsprechenden Verbindungselementen 60, 62, 64, 66, 68 gelöst werden. Die Demontagekraft ist dabei größer als eine von den Verbindungselementen 60, 62, 64, 66, 68 jeweils auf die Anbindungselemente 48 wirkende Klemmkraft. Bei der Demontage gleiten die Anbindungselemente 48 in der Demontagerichtung aus den entsprechenden Verbindungselementen 60, 62, 64, 66, 68, wobei weder die Anbindungselemente 48 noch die Verbindungselemente 60, 62, 64, 66, 68 noch das Flugzeugmodul 44 beschädigt oder zerstört werden. Eine Montage des Paneels 46 an dem Flugzeugmodul 44 ist mit denselben Verbindungselementen 60, 62, 64, 66, 68 und Anbindungselementen 48 möglich. Die Flugzeugmodulverkleidungsvorrichtung umfasst weitere Flugzeugmodule 86, 88, 90. Die Flugzeugmodule 86, 88, 90 sollen im Folgenden nicht näher beschrieben werden. Das eine Flugzeugmodul 88 ist dabei als ein Handlauf ausgebildet. Das Flugzeugmodul 88 ist als eine Stoßleiste ausgebildet. Das Flugzeugmodul 90 ist als eine Seitenabdeckung ausgebildet. Die Flugzeugmodule 86, 88, 90 sind dabei jeweils wie die oben be- schriebenen Flugzeugmodule 10, 44 von einem nicht näher beschriebenen Paneel abgedeckt. Die Verbindung des entsprechenden Paneels mit den Flugzeugmodulen 86, 88, 90 erfolgt entsprechend der oben beschriebenen Verbindung der Paneele 12, 46 mit den Flugzeugmodulen 10, 44.

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Bezugszeichen

10 Flugzeugmodul

12 Paneel

14 Fluggastsitzmodul

16 Fluggastsitz

18 Anbindungselement

20 Anbindungselement

22 Anbindungselement

24 Anbindungselement

26 Sichtseite

28 Unterseite

30 Ausnehmung

32 Verbindungselement

34 Abstützelement

36 Abstützelement

38 Oberseite

40 Widerhakenelement

42 Widerhakenelement

44 Flugzeugmodul

46 Paneel

48 Anbindungselement

50 Ausnehmung

52 Ausnehmung

54 Ausnehmung

56 Ausnehmung

58 Ausnehmung

60 Verbindungselement

62 Verbindungselement

64 Verbindungselement

66 Verbindungselement - -

Verbindungselement

Widerhakenelement

Widerhakenelement

Widerhakenelement

Widerhakenelement

Faserverbundwerkstoff platte

Versteifungsstruktur

Verstärkungszone

Verstärkungszone

Flugzeugmodul

Flugzeugmodul

Flugzeugmodul