| JP2011160917 | INTERDENTAL BRUSH AND METHOD OF MANUFACTURING THE SAME |
| JP2002173173 | BLISTER-PACKAGING |
| WO/2009/152952 | FLUID METERING CONTAINER |
Thöing, Heinrich (Heppingerstrasse 34, Bad Neuenahr-Ahrweiler, 53474, DE)
| 1. | Verfahren zum Verpacken von Stückgütern in einer Einwegver packung, wobei eine etikettierte Trägerkarte (10), die mindestens eine gasundurchlässige Schicht (23) umfasst, mit mindestens einem Stückgut (50) bestückt wird, wobei die projizierte Auflagefläche (26) des Stückgu tes (50) auf der etikettierten Trägerkarte (10) sowie eine diese umgebende Fügefläche (25) der etikettierten Träger karte (10) kleiner sind als die größte gasundurchlässige Schicht (23), wobei um die Fügefläche (25) herum Durchbrüche (32) entlang einer geschlossenen Raumkurve (38) erzeugt werden, die zu mindest alle gasundurchlässigen Schichten (23) durchstoßen, wobei die bestückte Trägerkarte (10) mit einer gasundurchlässigen Dehnfolie (40) überzogen wird, wobei der durch die Dehnfolie (40) und die Trägerkarte (10) begrenzte Zwischenraum (47) durch die Durchbrüche (32) hin durch evakuiert wird, und wobei sich die Dehnfolie (40) zumindest mit einer Fügeflä che (45) an die Fügefläche (25) der etikettierten Träger karte (10) festhaftend, eine dichte Fuge (48) bildend, kon taktiert. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gasundurchlässige Schicht (23) der etikettierten Träger karte (10) die dem Stückgut (50) zugewandte Schicht ist. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugten Durchbrüche (32) das Etikett (20) und die Träger karte (10) durchbrechen. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) in Form einer Perforation (33) erzeugt wer den. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Raumkurve (38) Unebenheiten (30) des Etiketts (20) mittels Umformwerkzeugen (64) erzeugt werden. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) vor dem Fügen mit einer Haftsiegelschicht (24) versehen wird. |
| 7. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) konisch ausgebildet sind, wobei der einzelne Durchbruch (32) auf der Seite des Etiketts (20) den größeren Durchmesser hat. |
| 8. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) angesenkt werden. |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnfolie (40) eine Polyethylenfolie ist. |
| 10. | Einwegverpackung von Stückgütern, die eine etikettierte Trägerkarte (10) mit mindestens einer gasundurchlässigen Schicht (23) sowie eine am Stückgut (50) und an der etikettierten Trägerkarte (10) anliegende gasun durchlässige Dehnfolie (40) umfasst, wobei die auf die etikettierte Trägerkarte (10) projizierte Auflagefläche (26) und eine diese umgebende Fügefläche (25) kleiner sind als die größte gasundurchlässige Schicht (23), wobei um die Fügefläche (25) herum entlang einer geschlossenen Raumkurve (38) Durchbrüche angeordnet sind, die zumindest alle gasundurchlässigen Schichten (23) durch stoßen, wobei die Dehnfolie (40) zumindest mit einer Fügeflä che (45) die Fügefläche (25) der etikettierten Träger karte (10) festhaftend, eine dichte Fuge bildend, kontak tiert. |
| 11. | Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) eine einseitig selbstklebende Kunst stofffolie (21) umfasst, wobei die selbstklebende Seite (22) der Trägerkarte (10) zugewandt ist. |
| 12. | Einwegverpackung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) eine gasdichte Folie (23) umfasst, die zumindest annähernd ganzflächig auf der der Trägerkarte (10) abgewandten Seite der selbstklebenden Kunststofffolie (21) aufkaschiert ist. |
| 13. | Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die der Trägerkarte (10) abgewandte Seite des Etiketts (20) mit einer Haftsiegelschicht (24) versehen ist. |
| 14. | Einwegverpackung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die gasdichten Folien (23,40) unpolarisierte Polyethy lenfolien sind. |
| 15. | Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Durchbruch (32) sich zur Trägerkarte (10) hin verjüngt. |
| 16. | Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine entlang der Raumkurve (38) endlose Sicke (35) die Durchbrüche (32) tangiert oder schneidet. |
Für das Verpacken von Stückgütern in Einwegverpackungen werden häufig Trägerkarten oder sogenannte Skinkarten verwendet, die nach dem Bestücken mit einer Kunststofffolie überzogen werden.
Das Überziehen der Folie erfolgt meist durch Streckformen ei- ner fest eingespannten Dehnfolie. Beim Überziehen über das Stückgut auf der Trägerkarte wird die z. B. vorgeheizte Dehnfo- lie unter Änderung der Wandstärke gedehnt. Gleichzeitig wird der Zwischenraum zwischen der Dehnfolie und der Trägerkarte durch die luftdurchlässige Trägerkarte hindurch evakuiert, so dass sich die Dehnfolie eng an das Stückgut und an die Träger- karte anlegt, vgl. u. a. WO 93/24374 A1. Die Dehnfolie und die z. B. mit einer Heißsiegelschicht beschichtete Trägerkarte kontaktieren sich mit jeweils einer Fügefläche. Aufgrund der Luftdurchlässigkeit der Trägerkarte können Feuchtigkeit oder Aromastoffe entweichen und das Stückgut austrocknen oder unbrauchbar machen. Genauso gut kann in die Einwegverpackung Feuchtigkeit eindringen und so die verpackte Ware schädigen.
In der FR 1.466. 937 wird eine Verpackung und ein Verfahren zur Herstellung dieser Verpackung beschrieben. Bei der Herstellung wird eine Folie auf einen porösen Trägerkarton aufgeklebt, wobei diese untere Folie vor und nach dem Aufkleben auf ihrer ganzen Fläche perforiert wird. Nach der Bestückung des so vorbereiteten Trägerkartons wird eine weitere Folie unter Erwärmung über das zu verpackende Gut und den Trägerkarton gezogen. Diese obere Folie wird dann durch den Trägerkarton hindurch an das Verpackungsgut und die perforierte untere Folie angesaugt. Wegen der Perforation der unteren Folie und des Trägerkartons ist die Verpackung in allen Bereichen, in denen die obere Folie nicht auf der unteren Folie aufliegt-das ist zumindest in der Zone, in der das Gut liegt-gasdurchlässig und somit nicht aromadicht.
Des Weiteren wird in der WO 00/78611 A2 wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung beschrieben, bei der eine luftundurchlässige untere Folie auf ein Trägermaterial aufgeklebt wird und eine weitere obere Folie unter Erhitzung über das zu verpackende Gut gezogen wird. Die Luft zwischen den beiden Folien wird an den Rändern der unteren Folie durch im Trägermaterial eingelassene Kanäle abgesaugt. Zur Verbesserung der Haftung in der Fügefläche verfügt dieses über Sicken, in die die Folien hineingezogen werden. Durch äußere Einflüsse, wie z. B. Temperatur oder Feuchtigkeit kann sich die Klebeverbindung zwischen den Folien lösen und Feuchtigkeit in den umschlossenen Raum eindringen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zu- grunde, ein Verpackungsverfahren für eine Einwegverpackung so- wie eine Einwegverpackung zu entwickeln, die einen guten Aroma-und Feuchtigkeitsschutz des Stückgutes bietet.
Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspru- ches gelöst. Dazu wird eine etikettierte Trägerkarte, die min- destens eine gasundurchlässige Schicht umfasst, mit mindestens einem Stückgut bestückt. Hierbei sind die projizierte Auflage- fläche des Stückgutes auf der etikettierten Trägerkarte sowie eine diese umgebende Fügefläche der etikettierten Trägerkarte kleiner als die größte gasundurchlässige Schicht. Um die Fü- gefläche herum werden Durchbrüche entlang einer geschlossenen Raumkurve erzeugt, die zumindest alle gasundurchlässigen Schichten durchstoßen. Die bestückte Trägerkarte wird mit ei- ner gasundurchlässigen Dehnfolie überzogen. Der durch die Dehnfolie und die Trägerkarte begrenzte Zwischenraum wird durch die Durchbrüche hindurch evakuiert. Die Dehnfolie kon- taktiert festhaftend, eine dichte Fuge bildend, zumindest mit einer Fügefläche mit der Fügefläche der etikettierten Träger- karte.
Während des Evakuierens des Zwischenraumes zwischen der Dehn- folie und der Trägerkarte legt sich die Dehnfolie an das Eti- kett an. Die Luft wird aus der Fügefläche durch die Durchbrü- che abgesaugt. Die Dehnfolie wird eng an die Fügefläche der etikettierten Trägerkarte angesaugt und haftet an dieser fest.
Hierdurch bildet sie mit der etikettierten Trägerkarte eine dichte, das Stückgut umgebende Fuge. Beim diesem Fügen werden die Fügeflächen der Dehnfolie und des Etiketts miteinander versiegelt. Diese gleichmäßige Versiegelung rund um das Stück- gut verhindert einen Austausch von Feuchtigkeit oder von Aro-
mastoffen des Stückguts mit der Umgebung. Die Verpackung ist luftdicht.
Die Durchbrüche, Unebenheiten der etikettierten Trägerkarte, können ggf. mit Senken bzw. Vertiefungen oder Erhebungen des Etiketts kombiniert sein. Hierbei durchstoßen die Durchbrüche zumindest alle gasundurchlässigen Schichten der etikettierten Trägerkarte. Sie können in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen die Auflagefläche umgeben. Die Unebenheiten liegen hierbei auf einem ebenen oder räumlich gekrümmten, ggf. unste- tigen Kurvenzug.
Die Auflagefläche-kann auch von einer durchgehenden bzw. end- losen Sicke oder Erhebung umgeben sein. Die Durchbrüche können als Perforation-mit z. B. äquidistanten Prägungen-angeord- net sein.
Die Stückgüter können z. B. pharmazeutische Produkte oder Do- sierspender sein, in denen pharmazeutische Produkte aufbewahrt sind. Die pharmazeutischen Produkte sind oft besonders gegen Feuchtigkeit, Aroma-und Wirkstoffverlust empfindlich. Die Versieglung der Fügeflächen in der Zone der Unebenheiten ver- hindert eine vorzeitige Alterung bzw. eine Beschädigung der Produkte und erhöht ihre Haltbarkeitsdauer.
Das Überziehen der Folie über die Trägerkarte kann in einem Streckformverfahren, beispielsweise in einem Skinverfahren, erfolgen. Hierbei wird beispielsweise die Dehnfolie unter Warmumformung an das Stückgut angelegt. Die einzelnen Stückgu- ter werden dann in einer Skinverpackung verpackt.
Das Etikett kann zur Präsentation des Produktes z. B. eine be- druckte Pappe oder Folie umfassen. Es kann ein-oder mehr- schichtig aufgebaut sein. Hierbei kann beispielsweise die dem
Stückgut zugewandte Seite des Etiketts eine feuchtigkeits-und aromadichte Folie aufweisen. Diese kann, z. B. um eine gute Lesbarkeit des Etiketts zu gewährleisten, eine klare, unpolare oder gering polarisierte Folie sein. Um ein Haften der Dehnfo- lie an einer derartigen Folie zu ermöglichen, wird auf diese beispielsweise ein Klebstoff, z. B. ein Haftsiegelschicht, auf- gebracht. Aber auch der Einsatz einer polarisierten Folie ist denkbar.
Auch die Dehnfolie ist beispielsweise eine klare, unpolare oder gering polarisierte Folie.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unter- ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung schematisch dar- gestellter Ausführungsformen.
Figur 1 : Verfahrensschritte zum Verpacken von Stückgütern ; Figur 2 : Detail der durchstechenden Nadelung ; Figur 3 : Detail der nicht durchstechenden Nadelung ; Figur 4 : Einwegverpackung von Stückgütern ; Figur 5 : Teil-Draufsicht auf Figur 4.
Die Figur 1 zeigt Verfahrensschritte zum Verpacken von Stück- gütern in Einwegverpackungen. In einem ersten Schritt (1) wird ein Etikett (20) hergestellt, das in einem zweiten Schritt (2) auf eine Trägerkarte (10), z. B. einen Skinkarton aufgebracht wird. Beispielsweise nach diesem Etikettieren wird das Eti- kett (20) mit der Trägerkarte (10) in einem dritten Schritt (3) perforiert, bevor die einzelne Trägerkarte (10) in einem vierten Schritt (4) mit einem Stückgut (50), z. B. einer
Spenderverpackung (50), bestückt wird. Die bestückte Träger- karte (10) wird nun im fünften Schritt (5) mit einer Dehnfo- lie (40) überzogen.
Das-hier überhöht dargestellte-Etikett (20) ist beispiels- weise zweischichtig aufgebaut. Zur Herstellung des Eti- ketts (20) wird z. B. auf ein Trägerband (29) eine einseitig selbstklebende Kunststofffolie (21) aufgebracht, wobei die Klebeseite (22) zum Trägerband (29) zeigt. Die Kunststofffo- lie (21) hat beispielsweise eine Stärke von 30 um. Auf diese wird dann z. B. mittels Lösungsmittelkaschierung eine gasdichte Folie (23) aus unpolarem Kunststoff, z. B. eine Polyethylenfo- lie mit einer Stärke von 100 um, aufgebracht. Letztere trägt auf ihrer der Kunststofffolie (21) abgewandten Seite bei- spielsweise eine Haftsiegelschicht (24), die z. B. durch Bestreichen mit einem Heißsiegelklebstoff erzeugt wurde.
Das so erzeugte Etikett (20) wird z. B. mittels des Trägerban- des (29) zum Etikettieren (2) gefördert. Hier wird das Eti- kett (20) vom Trägerband (29) entnommen und auf die beispiels- weise gasdurchlässige Trägerkarte (10) aufgebracht. Nun klebt das Etikett (20) mit der selbstklebenden Seite (22) der Kunst- stofffolie (21) auf der Trägerkarte (10). Das Etikettieren (2) kann statisch oder dynamisch, d. h. bei stehender oder bei be- wegter Trägerkarte (10) erfolgen. Ist das Etikett (20) rund und unbeschriftet, kann es omnidirektional auf der Träger- karte (10) ausgerichtet sein, bei anderem Aufbau hat es eine oder mehrere Vorzugsrichtungen.
Im nächsten Verfahrensschritt (3) werden die Etiketten (20) mit den Karten (10) in einer vorgegebenen Zone, außerhalb der späteren Auflagefläche (26) des Stückgutes (50), perforiert.
Beim Perforieren werden auf einer, die spätere Auflageflä- che (26) umgebenden geschlossenen Raumkurve (38), vgl. Fi-
gur 5, in regelmäßigen Abständen Durchbrüche (32) erzeugt.
Hierbei beträgt der Abstand der Raumkurve (38) zur Auflageflä- che (26) z. B. mindestens 2 mm, ggf. etwa 3 mm. Die Figur 2 zeigt diesen Schritt vergrößert. Die Werkzeuge (60) hierfür sind z. B. 36 Trennwerkzeuge in Form einzelner Nadeln (62), die beispielsweise über einen gemeinsamen Hub-Schwenk-und/oder Verfahrmechanismus (63) angetrieben werden. Diese Nadeln (62) haben beispielsweise einen Durchmesser von 1,5 mm und einen Spitzenwinkel von 22°. Die Länge der Spitze beträgt somit etwa 4 mm. Bei diesem Nadeln entstehen im Etikett (20) und in der Trägerkarte (10) viele Durchbrüche (32), die sich beispiels- weise von oben nach unten verjüngen. Das einzelne Werk- zeug (60) umfasst z. B. jeweils ein um jede einzelne Nadel (62) herum angeordnetes Umformwerkzeug, beispielsweise einzelne Noppen (64) mit einem Durchmesser von 15 mm. Während des Na- delhubes kommen die Noppen (64) kurz vor Erreichen der unteren Endlage in Eingriff mit dem Etikett (20). Sie senken dieses z. B. um etwa 0,4 mm ein. Die Durchbrüche (32) und die Noppe- nabdrücke (34) sind Unebenheiten (30) der Oberfläche des Eti- ketts (20).
Die Durchbrüche (32) können auch zylindrisch oder mit einer anderen geometrischen Form ausgebildet sein. Die Durchbrü- che (32) oder Ansenkungen können statt mit einer Nadel (62) auch mit einem anderen Umform-und/oder Trennwerkzeug (60) er- zeugt werden. Das einzelne Trennwerkzeug (62) kann z. B. auch ein Messer sein, mit dem Durchbrüche (32) erzeugt werden.
Statt einer Perforation (33) können auch einzelne diskrete Durchbrüche (32), ggf. mit Ansenkungen, bewirkt werden.
Die durch ein Umformwerkzeug (64) erzeugten Unebenheiten' (30) des Etiketts (20) können z. B. konkav oder konvex sein. Das Um- formwerkzeug (64) kann die Oberfläche des Etiketts (20) frei oder z. B. mit einer Matrize formen. Die Unebenheit (30) kann
z. B. eine entlang der Raumkurve (38) verlaufende, kanalartige Sicke (35) sein, die die Durchbrüche (32) tangiert oder schneidet, vgl. Figur 5, dritter Quadrant.
Bei der Bestückung der Trägerkarte (10), vgl. Figur 1, wird beispielsweise eine einzelne Spenderverpackung (50) auf ein Etikett (20) aufgesetzt. Die Spenderverpackung (50) liegt dann beispielsweise flächig auf der Auflagefläche (26), innerhalb der Perforation (33), auf.
Die so bestückte Trägerkarte (10) wird im nächsten Bearbei- tungsschritt (5) auf einen Hubtisch (71) aufgesetzt. Dieser Hubtisch (71) hat in seiner Tischfläche (73) beispielsweise Absaugkanäle, die mit einem Evakuierungsanschluss (72) verbun- den sind. Die Trägerkarte (10) kann nach dem Aufsetzen ein- zelne der Absaugkanäle verdecken.
Oberhalb des Hubtisches (71) ist ein Spannrahmen (74) angeord- net, der die Dehnfolie (40) spannt, die, beispielsweise von einer Trommel (76) abgewickelt, zur Verfügung steht. Die Dehn- folie (40) ist z. B. eine unpolare oder schwach polarisierte Polyethylenfolie mit einer Stärke von 80 um und einer Bruch- dehnung von etwa 300%. Die von der Dehnfolie (40) überspannte Fläche des Spannrahmens (74) ist hier z. B. größer als die Tischfläche (73) des Hubtisches (71). An den nach innen ge- richteten Flächen des Spannrahmens (74) sind beispielsweise hier nicht dargestellte Dichtelemente angeordnet.
Oberhalb des Spannrahmens (74) ist eine Heizung (79) angeord- net. Diese ist z. B. seitlich wegschwenkbar.
Zum Überziehen der Dehnfolie (40) über die Trägerkarte (10) wird der Hubtisch (71) angehoben, bis der Spannrahmen (74) den Hubtisch (71) gasdicht umschließt. Nun wird eine an den Evaku-
ierungsanschluss (72) angeschlossene Evakuierungspumpe einge- schaltet. Auf der zur Heizung (79) orientierten Seite der Dehnfolie (40) herrscht weiterhin der Umgebungsdruck, während in dem durch die Dehnfolie (40) und die Trägerkarte (10) be- grenzten Zwischenraum (47) der Druck vermindert wird.
Hierbei legt sich die Dehnfolie (40) an die Spenderverpa- ckung (50) und an das Etikett (20) an.
Die Luft aus dem Zwischenraum (47) zwischen der Träger- karte (10) und der Dehnfolie (40), vgl. Figur 4, wird durch die gasdurchlässige Trägerkarte (10) und durch die Durchbrü- che (32) abgesaugt. Hierbei wirken z. B. die Noppenabdrü- cke (34) als Einlaufkanäle der Luft. Ein Teil der Luft des Zwischenraumes (47) kann auch um die Trägerkarte (10) herum abgesaugt werden. Der Zwischenraum (47) verringert sich zu ei- nem Restraum, vgl. Figur 4. Die Dehnfolie (40) legt sich an den Rand (51) der Spenderverpackung (50) und an das Eti- kett (20) an. Hierbei kontaktiert eine Fügefläche (45) der Dehnfolie (40) die mit der Haftsiegelschicht (24) beschichte gasundurchlässige Schicht (23) des Etiketts (20) u. a. in einer Fügefläche (25). Diese Fügefläche (25) des Etiketts (20) wird nach innen begrenzt durch die Auflagefläche (26) des Stückgu- tes (50) und nach außen hin durch die Raumkurve (38). Die Dehnfolie (40) steht beim Anlegen zumindest nach außen über die Fügefläche (25) über.
Mittels der Heizung (79) wird die Dehnfolie (40) z. B. auf etwa 80°C aufgeheizt. In diesem Temperaturbereich hat die Dehnfo- lie (40) beispielsweise viskose Eigenschaften und dehnt sich beim Anheben des Hubtisches (71) über der Spenderverpa- ckung (50) unter Verringerung ihrer Wandstärke. Beim weiteren Anheben des Hubtisches (71) sowie bei weiterem Absaugen der Luft, legt sich die Dehnfolie (40) eng an alle freien Flächen
der Spenderverpackung (50) und an das Etikett (20) an. Unter der Einwirkung der Heizung ermöglicht der Heißsiegelklebstoff ein Fügen der Dehnfolie (40) mit dem Etikett (20). Durch das Absaugen wird die Dehnfolie (40) ganzflächig an die Fügeflä- che (25) des Etiketts (20) angezogen und haftet an dieser. Der über die Fügefläche (25) des Etiketts (20) überstehende Teil der Dehnfolie (40) legt sich ebenfalls an das Etikett (20) an.
So überdeckt die Dehnfolie (40) die Unebenheiten (30), die Perforation (33), die Durchbrüche (32) und/oder die Nop- pen (34). Die beiden aufeinander haftenden Fügeflächen (25, 45) bilden eine dichte Fuge (48) und versiegeln so die Spen- derverpackung (50) gegen Feuchtigkeit oder Aromaverlust. Nach dem Abschalten oder Wegschwenken der Heizung (79) erstarrt die Dehnfolie (40) in der nun eingenommenen Form auf der Träger- karte (10).
In einem weiteren, hier nicht dargestellten Bearbeitungs- schritt wird die bestückte und beschichtete Trägerkarte (10) in einzelne, je mindestens eine Spenderverpackung (50) enthal- tene Verpackungseinheiten aufgeteilt.
Eine derart verpackte Spenderverpackung (50) zeigen im Schnitt und in einer Teil-Draufsicht die Figuren 4 und 5. Auf der Trä- gerkarte (10) ist das zweischichtige Etikett (20) aufgebracht.
Außerhalb der auf die Trägerkarte (10) projizierte Auflageflä- che (26) der Spenderverpackung (50) ist die Perforation (33) beispielsweise auf einer kreisförmigen Raumkurve (38) angeord- net. Die Dehnfolie (40) liegt eng an der Spenderverpa- ckung (50) und mit der Fügefläche (45) am Etikett (20) an.
Hierbei kontaktiert die Dehnfolie (40) beidseitig der Perfora- tion (33) das Etikett (20). In den einzelnen durch Noppe- nabdrücke (34) angesenkten Durchbrüchen (32) der Perfora- tion (33) ist die Dehnfolie (40) hineingezogen. Zwischen der Raumkurve (38) und dem Rand (51) der Spenderverpackung (50)
befindet sich die hier ringförmig geschlossene, versiegelte Fügefläche (25). Sie ist in Figur 5 schraffiert dargestellt.
Zum Öffnen der Verpackungseinheit wird beispielsweise im Be- reich der Spenderverpackung (50) von oben auf die Dehnfo- lie (40) gedrückt, während die Trägerkarte (10) an ihren Rän- dern gegengehalten wird. Die Trägerkarte (10) reißt an der Perforation (33) auf und ermöglicht nach Figur 4 eine nach un- ten gerichtete Entnahme der Spenderverpackung (50).
Das Etikett (20) kann auch einschichtig aufgebaut sein. Es kann z. B. auf der der Karte (10) abgewandten Seite eine Haft- schicht umfassen. Ein mehrschichtiges Etikett (20) kann z. B. auch auf der Trägerkarte (10) hergestellt werden.
Die gasundurchlässige Schicht (23) kann Teil des Etiketts (20) und/oder der Trägerkarte (10) sein. So kann z. B. eine gasun- durchlässige Trägerkarte (10) mit einem gasdurchlässigen oder gasundurchlässigem Etikett (20) kombiniert werden.
Die Durchbrüche (32) können z. B. bei einer gasdurchlässigen Trägerkarte (10) nur das Etikett (20) oder eine die Fügeflä- che (25) umfassende gasdichte Schicht (23) des Etiketts (20) durchbrechen. Bei der weiteren Verarbeitung und dem späteren Vertrieb sind dann auf der Trägerkarte (10) keine Durchbrüche sichtbar.
Die Figur 3 zeigt derart angeordnete Durchbrüche (32). Diese durchdringen die gasundurchlässige, der Spenderverpackung (50) zugewandte Schicht (23) des Etiketts (20). Hierbei ragt der durch die Nadelspitze erzeugte Einstich beispielsweise bis in die Trägerkarte (10). Die Durchbrüche (32) sind z. B. in einer umlaufenden Sicke (35) angeordnet, die mit einem Umformwerk- zeug (64) gegen eine Matrize als Gegenhalter erzeugt werden.
Hierdurch behält die Trägerkarte (10) ihre ebene Unterseite.
Beim Rückhub des Umformwerkzeugs (64) mit der Nadel (62) ggf. erzeugten Ausfransungen bleiben im Raum der Sicke (35) und be- hindern somit nicht das nachfolgende Beschichten und Fügen.
Die Reihenfolge der Verfahrensschritte kann unterschiedlich sein. So kann z. B. der hier dritte Verfahrensschritt (3), die Perforation und ggf. die Noppung, vor oder nach der Bestü- ckung (4) erfolgen. Eine Noppung kann auch noch während des Überziehens der Dehnfolie (40) über die Trägerkarte (10) er- folgen. Hierbei kann auch die Dehnfolie (40) zusammen mit dem Etikett (20) verformt werden.
Bezugszeichenliste : 1 erster Verfahrensschritt 2 zweiter Verfahrensschritt 3 dritter Verfahrensschritt 4 vierter Verfahrensschritt 5 fünfter Verfahrensschritt 10 Trägerkarte 20 Etikett 21 einseitig klebende Kunststofffolie 22 Klebeseite 23 gasdichte Folie, Polyethylenfolie, gasundurchlässige Folie 24 Haftsiegelschicht 25 Fügefläche 26 Auflagefläche 29 Trägerband 30 Unebenheiten 32 Durchbrüche 33 Perforation 34 Noppenabdrücke 35 Sicke 38 Raumkurve 40 Dehnfolie, dehnbare Folie, gasdichte Folie 45 Fügefläche
47 Zwischenraum, Restraum 48 Siegelungsfläche, dichtend ; Dichtzone ; Fuge 50 Stückgut, Spenderpackung 51 Rand des Stückgutes 60 Umform-und/oder Trennwerkzeuge 62 Nadeln, Trennwerkzeug 63 Hub-, Schwenk-und/oder Verfahrmechanismus 64 Noppen, Umformwerkzeug 71 Hubtisch 72 Evakuierungsanschluss, Sauganschluss 73 Tischfläche 74 Spannrahmen 76 Trommel 77 Spannrolle 79 Heizung
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