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Patent Searching and Data


Title:
ANCHOR PLATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/013955
Kind Code:
A1
Abstract:
An anchor plate (1) for bracing rock anchors on the outside has a through aperture extending perpendicularly to its plane intended to accept a grouting anchor (4), in which there is a supporting surface (11) of a supporting ring (9) welded to the anchor plate (1) which is rotationally symmetrical with the axis (10) of the through aperture to support a nut (7) screwed on the outside end of the anchor. With a corresponding convex design of the facing side of the nut (7), the supporting surface (11) permits angular displacements of the axis of the grouting anchor (4) in relation to the axis (10) of the through aperture. A feature of the through aperture is also a outside bulge (12) in the anchor plate (1) and the thickness of the anchor plate (15) is designed together with the dimensions of the bulge (12) and the load characteristics of the grouting anchor (4) in such a way that a distortion of the anchor plate (1) can easily be observed after each movements if the force to be transmitted via the grouting anchor (4) exceeds the maximum permissible.

Inventors:
Gruber, Heinz
Application Number:
PCT/EP1996/004140
Publication Date:
April 17, 1997
Filing Date:
September 21, 1996
Export Citation:
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Assignee:
Reburg-patentverwertungsgesellschaft Mbh, Gruber Heinz
International Classes:
E21D21/00; F16B43/02; (IPC1-7): E21D21/00; F16B43/02
Foreign References:
US4652178A
FR1217210A
AT352055B
GB1044242A
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Claims:
ANSPRÜCHE
1. Ankerplatte (1) zur luftseitigen, mittels einer Mutter (7) erfolgenden Verspannung eines Ankers gegenüber einer Wandung, mit einer zur Auf¬ nahme des Ankers bestimmten Durchgangsöffnung, deren Achse (10) sich senkrecht zur Grundebene der Ankerplatte (1) erstreckt. wobei die Durchgangsöffnung luftseitig eine sich zur Unterseite (2) hin bis zu einer Stelle kleinsten Querschnitts verjungende, mit der zuge¬ kehrten Seite der Mutter (7) zusammenwirkende Stutzfläche (11) aufweist. wobei die Stützflache (11) in Verbindung mit der genannten Seite der Mutter (7) sowie der Gestaltung der Durchgangsoffnung nach Maßgabe der Ermöglichung von Verlagerungen des Ankers gegenüber der Achse (10) in einem vorgebbaren Winkelbereich (20) ausgebildet ist und wobei die Durchgangsoffnung in einer luftseitigen Ausformung (12) der im übrigen ebenen Aπkerplatte (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerplatte (1) mit einem, innenseitig die Stützfläche (11) aufweisenden Stutzring (9) versenen ist, der mit der Ankerplatte (1) in fester Verbindung steht und daß die Abmessungen der Ankerplatte (1) in Abhängigkeit von den Belastungskennwerten des Ankers αerart gewählt sind, daß bei auftretender axialer Belastung des Ankers eine Verformung der Ankerplatte (1) mit einem vorherbestimmten Belastungszustand des Ankers verbunden ist, und zwar mit der Maßgabe, daß eine beginnende Verformung der Ankerplatte (1) das Überschreiten eines zulässigen Belastungswertes des Ankers signalisiert.
2. Ankerplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Seite der Mutter (7) sowie die Stutzfläche (11) je¬ weils Teile von Kugelflächen bilden.
3. Ankerplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Seite der Mutter (7) als Teil einer Kugelflache und die Stützflache (11) als Teil einer Kegelflache ausgebildet sind.
4. Ankerplatte (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet. daß die genannte Seite der Mutter (7) als Teil einer Kegelflache und die Stutzflache (11) als Teil einer Torusflache ausgebildet sind.
5. Ankerplatte (1) nach einem der AnsDruche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Stutzring (9) auf die Anschlußflache (14) der Ausformung (12) auf gesetzt ist.
6. Ankerplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (11) einen quadratischen, kreisförmigen oder recht¬ eckigen Querschnitt aufweist.
7. Ankerplatte nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsoffnung ausgehend von der innersten Berandung (17) des Stützringes (9) in Richtung zur Unterseite (2) der Ankerplatte (1) hin einen sich global vergrößernαen Querschnitt aufweist.
Description:
RKSCHRETBIJNG

Ankerplatte

Die Erfindung bezieht sich auf eine Ankerplatte entsprechend dem Oberbe- griff des Anspruchs 1.

Ankerplatten dienen bei Gebirgsankern bekanntlich deren luftseitiger Ver¬ spannung in Verbindung mit einer auf das zugekehrte Ende des Ankers auf¬ schraubbaren Mutter. Dies gilt für klassische Gebirgsanker in gleicher Weise wie für sogenannte selbstbohrenαe Anker, auch Injektionsbohranker ge¬ nannt. Im Regelfall erstreckt sich αie Achse des Ankers senkrecht zur Ebene der Ankerplatte.

Nun sind Falle vorstellbar, bei denen eine Schräglage zwischen der Ebene der Ankerplatte einerseits und der Achse des Ankers andererseits unvermeid¬ bar ist, so daß die Ankerplatte in diesen Fallen Kräfte aufnimmt, die sich unter einem Winkel von < 90° zu ihrer Ebene erstrecken.

Aus der DE 920 781 ist ein Bohrlochanκer für den Grubenausbau bekannt, der zur Sicherung eines plattenartigen Ausbauelements benutzt wird. Er besteht aus einem, an seinem luftseitigen Enαe einen Gewindeabschnitt aufweisenden Schaft und ist an dem gegenüberliegenden Ende mit einem System aus zwei Klemmkorpern versehen, von denen der eine an dem Schaft fest und von denen der andere gegenüber dem Schaft axial verschiebbar ist, so daß mittels ei- ner auf den genannten Gewindeabschmtt aufschraubbaren Spannmutter der

Bohranker mittels dieser Klemmkorper gegenüber der Bohrlochwandung festleg¬ bar ist. Der Bohranker ist durch eine Bohrung des als Ankerplatte anzuse¬ henden Ausbauelements hindurchgefuhrt und es ist die Spannmutter unter Zwischenanordnung eines Druckringes und einer Unterlegscheibe auf dem Aus- bauelement abgestutzt. Der Druckring ist auf seiner, der Spannmutter zuge¬ kehrten Seite in gleicher Weise wie αie Unterlegscheibe auf der, dem Aus-

bauelement zugekehrten Seite plan ausgebildet. Die der Spannmutter abge¬ kehrte Seite des Druckringes hingegen ist kugelkalottenartig ausgebildet und stützt sich an einer entsprechend ausgestalteten kalotten- oder kegel¬ förmigen Gegenfläche der Unterlegscheibe ab. Auf diese Weise wird eine Schragstellung des Schaftes gegenüber der Ebene des Ausbauelements ermög¬ licht.

Aus der DE 39 02727 ist ein weiterer Gebirgsanker bekannt, der mittels ei¬ ner Spannmutter gegenüber einer Ankerplatte verspannbar ist. Die aneinan- derliegenden Flächen sowohl der Spannmutter als auch der Ankerplatte sind kugelförmig ausgebildet, so daß Achsverlageruπgen gegenüber der Ebene der Ankerplatte möglich sind. Der eigentliche Anker besteht aus einem glasfa¬ serverstärkten Kunststoffröhr, welches an seinem luftseitigen Ende zwischen einem, in dieses eingepreßten Spreizdorn und einer, dieses außenseitig um- gebenden Kegelhulse, mit deren Außengewinde die genannte Spannmutter im Eingriff steht, festgelegt ist.

Beim Setzen derartiger Gebirgsanker, insbesondere nach anfanglichem Erstel¬ len eines Hohlraumes kommt es in der Folge oft zu Gebirgsbewegungen infolge des Abbaus innerer, durch das Erstellen des Hohlraums bedingter Spannungen. Die Gebirgsanker, die zumindest bohrlochsohlenseitig in geeigneter Weise, beispielsweise durch ein aushartbares Medium oder ein System von Klemmkorpern festgelegt sind, erfahren durch diese Bewegungen eine be¬ trächtliche Zugbeanspruchung, die nach Überschreiten der Zugfestigkeit zur Zerstörung des Ankers fuhrt. Bei ebenen Ankerplatten der vorbeschriebenen Art ergibt sich häufig das besondere Problem, daß der Beanspruchungs- bzw. Dehnungszustand des Ankers luftseitig ebensowenig zu erkennen ist, wie eventuell einsetzende Gebirgsbewegungen. Somit besteht die Gefahr eines plötzlichen und unerwarteten Versagens des eingesetzten Ankers. Denn die dem Anker zugeordnete Ankerplatte ist üblicherweise derart bemessen, daß sie Belastungen bis zur Zugfestigkeitsgrenze des Ankers verformungsfrei aufzunehmen vermag.

Die FR 1 222 640 zeigt eine Ankerkonstruktion, deren Ankerplatte im zentra¬ len Bereich eine luftseitige Auswölbung derart aufweist, daß ein Anliegen der Ankerplatte an der umliegenden Gebirgswandung lediglich in einem peri¬ pheren Bereich gegeben ist. Die genannte Auswolbung weist ihrerseits in ei- nem zentralen Bereich eine kugelkalottenartige, sich in Richtung auf ein Bohrloch hin erstreckende Einformung auf, die der Aufnahme eines scheiben¬ artiges Druckkörpers dient, der auf seiner, der Ankerplatte zugekehrten Seite wiederum kugelkalottenartig und auf seiner, dieser gegenüberliegenden Seite plan ausgebildet ist. Der Anker durchdringt eine Bohrung der Anker- platte und eine zu dieser koaxiale Bohrung des Druckkorpers und wird gegen¬ über der planen Seite des Druckkörpers verspannt. Das System aus Einformung und Druckkörper bildet ein Kugelgelenk, welches eine Schrägstellung der Achse des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte ermöglicht. Durch den Druckkörper wird die durch den Anker zu übertragende Kraft auf eine größere Fläche verteilt, so daß eine mechanische Überlastung der Anker¬ platte in unmittelbarer Umgebung der Bohrung vermieden wird. Aufgrund der Elastizität der zentralen Auswölbung der Ankerplatte sind Ausgleichsbewe¬ gungen des Ankers gegenüber der Ankerplatte innerhalb eines von der Auswöl¬ bung abhangigen Maßes möglich, ohne daß es zu einer übermäßigen Zugbean- spruchung des Ankers kommt. Der Zweck dieser Auswolbung besteht im übrigen darin, beim Spannen des Ankers einen elastischen Verspannungszustand be¬ reitzustellen.

Schließlich ist aus der AT 356 043 em weiterer Gebirgsanker bekannt, des- sen Ankerplatte in einem zentralen Bereich eine luftseitige. rotationssym¬ metrische Ausformung aufweist. Die Ausformung ist mit einer Durchgangsboh¬ rung versehen, die luftseitig konische Stutzflachen zur Anlage eines Druckringes bildet, der auf seiner, aer Ankerplatte zugekehrten Seite ku¬ gelartig ausgebildet ist. Der Druckkorper kann an dem Anker fest angebracht sein - er kann auch von dem Anker durchdrungen sein und mittels einer Spannmutter gegenüber der Ankerplatte verspannt werden. Die genannte Ausformung der Ankerplatte dient dazu, anfängliche Gebirgsbewegungen unter elastischer Verformung, und zwar bis zum planen Anliegen - somit unter

Rückverformung - an der Gebirgswandung aufzufangen. Der Anker, die Anker¬ platte und insbesondere die Ausformung sind zu diesem Zweck derart bemes¬ sen, daß die für diese Rückverformung aufzuwendende, über den Anker zu übertragende Kraft den Anker in jedem Fall unterhalb dessen Zugfestigkeits- wert beansprucht. Auf diese Weise ist erreicht, daß die sich häufig über wenige Zentimeter erstreckenden Gebirgsbewegungen unter plastischer Verfor¬ mung der Ankerplatte, nämlich der genannten Ausformung aufgefangen werden können, ohne daß es zu einem Abreißen αes Ankers kommt. Eine Schräglage der Achse des Ankers gegenüber der Ebene αer Ankerplatte führt jedoch zu einer einseitigen Spannungskonzentration und kann zu Beschadigungen im Randbe¬ reich der Ausformung führen.

Die beiden vorbeschriebenen Gebirgsanxer ermöglichen zwar gleichermaßen auch Schragstellungen des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte - hierzu ist jedoch in beiden Fällen ein Zusatzbauteil, nämlich wenigstens ein Druckkörper erforderlich. Aufgrunα des diesem Stand der Technik eigenen Erfordernisses eines gegenüber der Anκerplatte als Kraftύbertragungskörper fungierenden Druckkorpers gestalten sich der Aufbau und die bauseitige Handhabung dieser bekannten Gebirgsanker somit verhältnismäßig aufwendig.

Im einfachsten Fall werden die genannten Ausformungen der Ankerplatte durch Ausstanzungen und anschließendes Kaltverformen hergestellt. Zur Ermögli¬ chung von Winkelverlagerungen des Ankers gegenüber der Grundebene der An¬ kerplatte ist eine Mindestschragstellung der durch die Ausformung entste¬ henden, als Kraftübertragungsfläche fungierenden Ringfläche der Ausformung erforderlich. Nach Maßgabe des Ausmaßes der Ausformung ergibt sich jedoch eine Wandstärkenminderung und somit Verkleinerung einer Kraftübertragungs¬ fläche, welche die Gefahr ortlicher Kraftekoπzentrationen und damit Beschä¬ digungen im Falle einer Schragstellung des Ankers begünstigt.

Die bloße Bereitstellung einer vergrößerten Durchgangsbohrung der Anker¬ platte, und zwar mit dem Ziel, Schrägstellungen des Ankers zu ermöglichen, so daß keine durch einen Verformungsprozeß bedingte Wandstärkenminderung

eintritt, führt bei Schrägstellungen jedoch wiederum zu Spannungskonzentra¬ tionen und im Grenzfall zu einem „Hindurchziehen" des Ankers durch diese Bohrung.

Bei der Konzeption einer funktions- und beanspruchungsgerechten Ankerplatte müßten somit auftretende Gebirgsbewegungen und gleichermaßen Schräglagen des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte berücksichtigt werden. Darüber hinaus muß die Ankerplatte bauseitig einfach handhabbar sein.

Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Anker¬ platte der eingangs bezeichneten Art unter Vermeidung der dem einschlägigen Stand der Technik anhaftenden Nachteile bei einfacher bauseitiger Handhab¬ barkeit, reproduzierbaren Festigkeitswerten, auch bei Schräglage des Ankers gegenüber der Ebene der Ankerplatte mit Hinblick auf erweiterte Nutzungs- möglichkeiten hin auszugestalten. Gelost ist diese Aufgabe bei einer gat¬ tungsgemäßen Ankerplatte durch die Merkmale des Kennzeichnungsteile des An¬ spruchs 1.

Erfindungswesentlich ist zunächst einmal die Vorsehung eines, mit der An- kerplatte in fester Verbindung stehenαen Stützringes. Der Stützring bildet ein Kraftübertragungsglied zwischen der eigentlichen Ankerplatte und der zur Verspannung des Ankers dienenden Spannmutter. Er weist eine zur Anlage an der Spannmutter bestimmte Stutzfläche auf, die eine solche Erstreckung hat, daß in Verbindung mit dem Grundkörper des Stutzrings im übrigen auch bei Schräglage des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte keine, die Struktur dieses Stützringes beeinträchtigende Spannungskonzentration auftritt. Durch diesen Stutzring werden somit die, aus der Verspannung des Ankers sowie aus Gebirgsbewegungen resultierenden Kräfte unter Vermeidung örtlicher Überbeanspruchungeπ in die Ankerplatte eingeleitet, und zwar auch bei Schrägstellung des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte.

Die Ausformung in Verbindung mit dem Stützring bildet eine verhältnismäßig steife Struktur, über welche Zugkräfte des Ankers, die als Folge von Ge-

birgsbewegungen entstehen, in die vergleichsweise weichere übrige Anker ¬ platte übertragen werden.

Erfindungswesentlich ist nunmehr, daß die Größe der Ausformung sowie der Ankerplatte und deren Dicke derart bemessen sind, daß die mit der beginnen¬ den Verformung der übrigen Ankerplatte verbundenen Kräfte mit einer solchen Beanspruchung des Ankers verbunden sind, die in jedem Fall unterhalb des Wertes der Zugfestigkeit liegt.

Besonders vorteilhaft ist die Ankerplatte derart ausgelegt, daß eine begin¬ nende Verformung derselben das Überscnreiten einer definierten Beanspru¬ chung des Ankers signalisiert, wobei es sich bei dieser Beanspruchung vor¬ zugsweise um den Wert einer zulässigen Beanspruchung unterhalb des Wertes einer Streckgrenze handelt. Tritt somit eine Verformung der Ankerplatte auf, signalisiert dies einen solchen Belastungszustand, bei welchem die zulässige Belastung des jeweiligen Ankers überschritten ist. Indem diese zulässige Grenze unter Wahrung eines Sicherheitszuschlags in jedem Fall zu¬ mindest unterhalb einer Streckgrenze und erst recht unterhalb des Wertes der Zugfestigkeit liegt, signalisiert die beginnende Verformung der Anker- platte einen sich anbahnenden Gefahrenzustand, wobei jedoch in dieser Phase die Struktur der Ankerkonstruktion im übrigen ihren Zweck noch erfüllt, da der Verbund von Spannmutter, Anker und Ankerplatte noch gegeben ist. Die erfindungsgemaße Ankerplatte hat auf diese Weise gleichzeitig die Funktion einer Meßplatte, die anfängliche Gebirgsbewegungen, die erfahrungsgemäß oft nur wenige cm betragen, durch Verformung signalisiert. Die Ankerplatte er¬ öffnet somit eine strukturell bedingte, begrenzt nachgiebige Abstützung für den Anker und ist in Abhängigkeit von den Belastungskennwerten des einge¬ setzten Ankers mit Hinblick auf obige Signalfunktion ausgelegt.

Aufgrund der aussteifenden Wirkung des Stützringes kann die Ankerplatte un¬ ter Berücksichtigung ihrer Meß- bzw. Anzeigefunktion vergleichsweise dünn ausgebildet sein. Auf diese Weise ist eine bedeutende Materialeinsparung möglieh.

Die durch den Stutzring, insbesondere dessen feste Verbindung, beispiels¬ weise Verschweißung mit der Ausformung erreichte Steifigkeit im zentralen Bereich der Ankerplatte, ist vorzugsweise derart eingestellt, daß die Aus¬ formung als solche bei einer Verformung der Ankerplatte im übrigen gestalt¬ fest bleibt. Das gilt auch bei einer Schräglage der Achse des Ankers gegen¬ über der Grundebene der Ankerplatte. Insbesondere ergeben sich auch in letzterem Fall keine Beschadigungen der inneren Berandung der Durchgangs¬ offnung.

Die Festigkeits- bzw. Belastbarkeitswerte der Ankerplatte können somit der¬ art ausgelegt sein, daß bei Belastungen des Ankers zumindest bis zum Wert dessen zulassiger Belastung sowohl die Ausformung als auch der Stutzring gestaltfest bleiben, d.h. keine sichtbaren Verformungen zeigen, so daß le- diglich die Ankerplatte im übrigen bei Überschreiten der zulassigen Bela¬ stung des Ankers verformt wird.

Die Merkmale der Ansprüche 2 bis 4 sind auf unterschiedliche Varianten der Ausbildung der miteinander in WirkverDinduπg stehenden Flachen der Mutter einerseits und der Stutzflache der Ankerplatte andererseits gerichtet. Im wesentlichen kommen hier Kombinationen von Kegel- Kugel- und Torusflachen in Betracht.

Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5 ist der Stutzπng unmittelbar auf die luftseitige Anschlußflache der Ausformung aufgesetzt und mit dieser ver¬ schweißt. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, daß die übertragenen Kräfte unter Vermeidung von Umlenkungen unmittelbar in die Ebene der Anker¬ platte übertragen werden können.

Die Merkmale des Anspruchs 6 sind auf alternative Ausführungsformen des Stutzrings als solchem gerichtet. Wesentlich ist, daß dieser eine, zur An¬ lage mit der zugekehrten Flache der Spannmutter bestimmte, großflächige Stutzflache aufweist.

Die Merkmale des Anspruchs 7 dienen der unbehinderten und insbesondere ro- tationssymmetπsehen Winkelverlagerung der Achse des Ankers gegenüber der Grundebene der Ankerplatte.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf das beiliegende, sche¬ matisch wiedergegebene Ausfuhrungsbeispiel naher erläutert werden, welches den Aufbau und die Wirkungsweise einer erfindungsgemaßen Ankerplatte zeigt.

Mit 1 ist in der Zeichnungsfigur eine in der Draufsicht beispielsweise qua¬ dratisch ausgebildete Ankerplatte bezeichnet, deren Unterseite 2 zur Anlage an einer Tunnelwandung, einer Gebirgswandung oder dergleichen bestimmt ist. Die Ankerplatte 1 kann j edoch gleichermaßen auch eine elliptische oder kreisförmige Kontur aufweisen.

Die Ankerplatte weist in einem vorzugsweise zentralen Bereich eine durchge ¬ hende Öffnung 3 auf, durch welche das luftseitige Ende eines Injektions ¬ bohrankers 4 hindurchgefuhrt ist, der über seine gesamte Lange mit einem gleichmäßigen Außengewinde 5 versehen ist.

Mittels einer, auf das luftseitige, die Ankerplatte 1 durchdringende Ende 6 aufschraubbaren Mutter 7, die in noch zu beschreibender Weise auf der Ober ¬ seite 8 der Ankerplatte 1 abstutzbar ist, kann letztere über ihre Unter ¬ seite 2 gegenüber der Gebirgswandung verspannt werden.

In der Zeichnung ist lediglich beispielhaft ein Injektionsbohranker 4 ge¬ zeigt. Gleichermaßen kann j edoch auch ein sonstiger Gebirgsanker verwendet werden, der zumindest bohrlochsohlenseitig gegenüber den Wandungen des Bohrlochs festgelegt ist, z.B. mittels eines aushartbaren Mediums und der luftseitig mittels der Mutter 7 gegenuDer einer Ankerplatte 1 verspannbar ist.

Mit 9 ist ein im Querschnitt ungefähr quadratischer Stutzπng bezeichnet, der sich koaxial zur Achse 10 der Öffnung 3 erstreckt. Das Querschmttspro- fil dieses Stutzringes 9 ist derart angeordnet, daß dessen eine Seite eine bezüglich der Achse 10 kegelartige, d.h. in Richtung zur Unterseite 2 der Ankerplatte 1 hin sich ver j ungende Stutzflache 11 für die Mutter 7 bildet. Die Mutter 7 ist auf ihrer, der Stutzflache 11 zugekehrten Stirnseite ku- gelflachenartig ausgebildet und in einer solchen Position gezeigt, in wel¬ cher sowohl ihre Achse als auch diejenige des Injektionsbohrankers 4 sich koaxial zu der Achse 10 der Öffnung 3 erstreckt.

Der Querschmtt des Stutzπnges ist nach Maßgabe der Übertragung der aus der Verspannung des Iπ j ektionsbohrankers 4 sowie aus Gebirgsbewegungen re¬ sultierenden Kräfte dimensioniert.

Die Öffnung 3 ist in einer, luftseitig aus der Ebene der Ankerplatte 1 her ¬ ausragende Ausformung 12 angeordnet, αeren äußerste Kante um ein Maß 13 aus der genannten Grundebene herausragt. Ziese Öffnung 3 in der Ankerplatte 1 ist ferner durch eine, sich zur Unterseite 2 der Ankerplatte 1 hm kegel- flachenartig ver j ungende Anschlußflacne 14 gekennzeichnet, die als Montage- flache f ü r den Stutzring 9 dient. Die Ausformung 12 kann beispielsweise durch Ausstanzung einer Öffnung aus einer ebenen Ankerplatte 1 und an ¬ schließende Kaltverformung hergestel ' t werden, so daß sich die halsartige Struktur der Ausformung 12 ergibt. Die flachenhafte Erstreckung der Anker ¬ platte 1, deren Dicke 15. die Große cer Öffnung 3 sowie das Maß 13 stehen in einem, im folgenden noch zu erläuternden Funktionszusammenhang mit Be- lastbarkeitsdaten des Injektionsbohranxers 4.

Der Stutzring 9 steht über die Anschlußflache 14 in unlösbarer Verbindung mit der Ausformung 12 und kann mit dieser verschweißt sein.

Die kugelflachenartige, der Oberseite 8, hier der Stutzflache 11 zugekehrte Stirnseite der Mutter 7 ist in Verbindung mit dieser Stutzflache 11 derart ausgebildet, daß das unterseitige Enαe 16 der Mutter 7 ger i ngfüg i g über die

innere Berandung 17 des Stutzringes 9 in Richtung auf die Unterseite 2 der

Ankerplatte 1 hin hinausragt. Die Berandung 17 ist hinsichtlich ihrer ra¬ dialen Abmessungen kleiner bemessen als die innere Berandung 18 der An¬ schlußflache 14, so daß sich ausgehend von der Berandung 17 über die Beran- düng 18 ein in Richtung auf die Unterseite 2 hin global erweiternder Quer- schmttsverlauf der Öffnung 3 ergibt.

Man erkennt, daß im Ausgangszustand, d.h. nach Montage des Injektions¬ bohrankers die Ankerplatte lediglich uDer ihre planen Flachenabschnitte 19 ihrer Unterseite 2 an der jeweils zu stutzenden Gebirgswandung anliegt.

Man erkennt ferner, daß ausgehend von den relativen Abmessungen der Been¬ dungen 17, 18 sowie des kugelflachenartigen, unterseitigen Endes der Mutter 7 die Achse des In j ektionsbohrankers 4 relativ zu der Achse 10 der Öffnung 3 in einem Wmkelbereich 20, der bezogen auf die Zeichnungsebene der Fig. 1 beispielsweise ± 15° betragen kann, verschwenkt montierbar ist. Aufgrund der rotationssymmetrischen Ausgestaltung bzw. Anordnung sowohl der Stutz¬ flache 11 als auch der Berandungen 17, 18 in Verbindung mit der kugelfla¬ chenartigen Ausbildung des unterseitigen Ende der Mutter 7 definiert der Wmkelbereich 20 somit einen bezüglich der Achse 10 rotationssymmetrischen Bereich, innerhalb welchem die Achse ces Injektionsbohrankers 4 gegenüber der Achse 10 der Öffnung 3 eine Schräglage annehmen kann.

Unabhängig von der Winkeloπentierung der Achse des Injektionsbohrankers 4 relativ zur Achse 10 der Öffnung 3 werden die sich aus der Axialkraftbela¬ stung des In j ektionsbohrankers 4 ergeDenden Kräfte zuverlässig über die zu der Achse 10 rotationssymmetπsche Stutzflache 11 und den Stutzπng 9 in die Ankerplatte 1 übertragen. Durch cen Stutzring 9 wird eine von übermäßi¬ gen Kraftekonzentrationen freie Krafteuberleitung in die Struktur der An- kerplatte 1 sichergestellt. Die Ankerplatte kann somit auch an solchen

Stellen einer zu stutzenden Gebirgswandung mit Erfolg eingesetzt werden, an denen eine Schräglage des Ankers gegenüber der Ebene der Ankerplatte 1 er¬ forderlich oder wünschenswert ist.

Durch die Ausformung 12 ist in einfacher Weise ein sich zur Unterseite 2 hin erweiternder Querschnitt der Öffnung 3 gegeben. Dieser Öffnungsverlauf ist durch die Herstellung der Ausformung bedingt und ermöglicht Schieflagen des Iπjektionsbohrankers 4 innerhalb des Winkeibereichs 20.

Durch die feste Verbindung des Stützringes 9, insbesondere Verschweißung mit der Ausformung 12 im Bereich der Anschlußflache 14 ergibt sich eine strukturbedingte örtliche Versteifung der Ankerplatte. Dies wiederum eröff- net die Möglichkeit, die Dicke 15 der Ankerplatte 1 unter Berücksichtigung deren Meßfunktion relativ dünn auszubilden. Indem somit die erforderliche Steifigkeit auf konstruktivem Wege bereitgestellt wird, ergibt sich eine bedeutende Materialersparnis.

Der Stützring 9 und insbesondere dessen Verbindung mit der Anschlußfläche 14 * sind dahingehend ausgelegt, daß die in diesem Zusammenhang zu übertra¬ genden Axialkräfte ohne Beschädigung aer Struktur des Stützringes 9 aufge¬ nommen werden können. Die Kraftübertragung auf die Ankerplatte 1 soll mög¬ lichst in deren Ebene bzw. tangential zu dieser erfolgen. Dies wird durch die Orientierung der Anschlußflache 14 relativ zu der Achse 10 erreicht.

Es ist die Dicke 15 der Ankerplatte 1 in Verbindung mit den Belastungskenn¬ werten des Injektionsbohrankers 4 dahingehend gewählt, daß die Ankerplatte 1 im Falle des Auftretens von die zulassige Beanspruchung des Ankers 4 übersteigenden Kräfte eine deutlich sichtbare Verformung erfährt. Nachdem die zulässige Beanspruchung unter Berücksichtigung eines Sicherheitszu¬ schlags deutlich unterhalb der Streckgrenze liegt, ist durch bloße Inaugen¬ scheinnahme der Ankerplatten der Belastungszustand des Ankers sofort zu er¬ kennen, und zwar bevor gefährliche Situationen wie z.B. ein Überschreiten der Streckgrenze oder etwa ein Erreichen der Zugfestigkeit gegeben ist. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit der unmittelbaren und raschen Fest¬ stellung solcher Gebirgsbewegungen, die sich zu Risikosituationen ent-

wickeln können, so daß rechtzeitig Sicherungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Die erfindungsgemäße Ankerplatte erfüllt somit neben den klassischen Funk- tionen einer Ankerplatte, nämlich ein Widerlager für die Spannmutter eines Gebirgsankers zu bilden, auch die Funktion eines Meßgebers, der dem Erken¬ nen risikoträchtiger Belastungszustände des jeweiligen Ankers dient.

Aufgrund der festen Verbindung des Stützringes mit der Ankerplatte können beliebige Gebirgsanker Verwendung finden und es werden zur Montage dieser, einen erweiterten Funktionsbereich aufweisenden Ankerplatte keine Zusatz¬ bauteile benötigt, so daß auch eine äußerst einfache bauseitige Handhabbar¬ keit gegeben ist.

Das System aus Ankerplatte und Anker ist in jedem Fall derart bemessen, daß die ' Ankerplatte, - wenngleich unter Verformung - Kräfte aufzunehmen vermag, die oberhalb der Zugfestigkeitsgrenze des Ankers liegen.