Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ANKLE JOINT ORTHESIS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/028643
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an ankle joint orthesis comprising a U-shaped supporting brace (1) which is made of a flexible material. The legs (2, 3) of said brace (1) converge underneath the foot in a web (4) extending as a bracket (14) in the direction of the metatarsus, protrude past the ankles, and are kept together in the final area of the legs (2, 3) of the brace (1) by means of a fastening strap (6, 11) which surrounds the patient's leg. The bracket is provided with a ball-shaped arch (15) which applies pressure to the cuboid bone of the foot because the bracket is preloaded.

Inventors:
HESS, Heinrich (Waldstrasse 10, Kleinblittersdorf, 66271, DE)
SCHEUERMANN, Rainer (Fridjof-Nansen-Strasse 16, Rainsdorf, 24223, DE)
KRAUSE, Wolfgang (Oberdörmbachshof 1, Hofbieber, 36145, DE)
Application Number:
EP2007/007731
Publication Date:
March 13, 2008
Filing Date:
September 05, 2007
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BAUERFEIND AG (Triebeser Strasse 16, Zeulenroda, 07937, DE)
HESS, Heinrich (Waldstrasse 10, Kleinblittersdorf, 66271, DE)
SCHEUERMANN, Rainer (Fridjof-Nansen-Strasse 16, Rainsdorf, 24223, DE)
KRAUSE, Wolfgang (Oberdörmbachshof 1, Hofbieber, 36145, DE)
International Classes:
A61F5/01; A61F5/01
Attorney, Agent or Firm:
BARDEHLE, Heinz (Bardehle, Pagenberg Dost Altenburg, Geissle, Galileiplatz 1 München, 81679, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Sprunggelenkorthese, die einen aus biegsamem Material bestehenden, U- förmigen Stützbügel (1) enthält, dessen Schenkel (2, 3) unterhalb des Fu- ßes in einem sich als Lasche (14) in Richtung Mittelfuß erstreckenden Steg

(4) zusammenlaufen, über die Knöchel hinausreichen und in ihrem Endbereich durch ein das Bein umschlingendes Befestigungsband (6, 11) zusammengehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (14) eine ballige Wölbung (15) aufweist, die aufgrund einer Vorspannung der La- sehe (14) auf das Würfelbein des Fußes drückt.

2. Sprunggelenkorthese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (14) als von dem Steg (4) in Richtung Vorderfuß weisender, sich entlang der Fußaußenseiten der Sohle erstreckender Vorsprung angesetzt ist, der vor dem Mittelfuß endet und gegenüber dem Steg (4) abbiegbar ist.

3. Sprunggelenkorthese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (14) und der Steg (4) aus unterschiedlichem Material mit unterschiedlicher Elastizität bestehen.

4. Sprunggelenkorthese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (14) und der Steg (4) einstückig geformt sind, wobei die Lasche (14) gegenüber dem Steg (4) geschwächt ist.

5. Sprunggelenkorthese nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2, 3) mit dem Steg (4) und die Lasche (14) auf der dem Körper zugewandten Seite von einem Polsterstoff abgedeckt sind.

6. Sprunggelenkorthose nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Steg (4) sich so weit in die Schenkel (2, 3) erstreckt, dass seine Länge an die Fußbreite des jeweiligen Patienten durch entspre-

chende Biegung des Stegs (4) gegenüber den Schenkeln (2, 3) anpassbar ist.

7. Sprunggelenkorthese nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass an der Innenseite des Außenschenkels ein Polster (18) vorgesehen ist.

Description:

Sprunggelenkorthese

Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprunggelenkorthese, die einen aus biegsamem Material bestehenden, U-förmigen Stützbügel enthält, dessen Schenkel unterhalb des Fußes in einem sich als Lasche in Richtung Mittelfuß erstreckenden Steg zusammenlaufen, über die Knöchel hinausreichen und in ihrem Endbereich durch ein das Bein umschlingendes Befestigungsband zusammengehalten sind. Eine derartige Orthese ist in der DE 41 12 069 Al beschrieben. Die Gestaltung dieser Sprunggelenkorthese dient dazu, durch Verstärkung ihrer Stützwirkung einen fortschreitenden Heilungsprozess zu verbessern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Stützwirkung der Orthese weiter- hin zu verbessern. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, dass die Lasche eine ballige Wölbung aufweist, die aufgrund einer Vorspannung der Lasche auf das Würfelbein des Fußes drückt.

Diese Gestaltung der erfindungsgemäßen Sprunggelenkorthese macht sich einen Effekt zunutze, der darin besteht, dass im Bereich der Fußsohle Bereiche existieren, die aufgrund von Druck und entsprechender Weiterleitung eines entsprechenden Signals über die Nerven der betreffenden Person Reflexbewegungen des Fußes auslösen, durch die der Fuß durch Muskeleinsatz weitgehend in seine Normallage gebracht wird. Diesen Effekt nutzt die Erfindung dadurch aus, dass sie bei Druck auf das Würfelbein in den betreffenden Nerven des Fußes ein Signal auslöst, das ein unwillkürliches Anziehen des Fußes bewirkt, womit dieser gegebenenfalls wieder in seine Normallage zurückbewegt wird. Dabei werden im Bereich des Würfelbeines verlaufende Sehnen unter Vorspannung gesetzt und beschleunigen damit entsprechendes Anspringen der zugehörigen Muskeln.

Die Lasche kann man zweckmäßig als von dem Steg in Richtung Vorderfuß weisender, sich entlang der Fußaußenseite der Sohle erstreckender Vorsprung ausbilden, der vor dem Mittelfuß endet und gegenüber dem Steg abbiegbar ist. Diese Gestaltung ist für den Träger einer derartigen Sprunggelenkorthese besonders angenehm, da die Lasche nur einen geringen Raum unterhalb der Wölbung des Fußes einnimmt und somit nicht als hinderlich empfunden wird. Zweckmäßig gestaltet man Lasche und Steg in der Weise, dass die beiden Teile aus unterschiedlichem Material und mit unterschiedlicher Elastizität bestehen.

Eine vorteilhafte Gestaltung von Steg und Lasche lässt sich auch dadurch herbeiführen, dass die Lasche und der Steg einstückig geformt sind, wobei die Lasche gegenüber dem Steg geschwächt ist. Eine derartige Ausführungsform lässt sich in einem Spritzvorgang durchführen, womit also für die Herstellung der Sprungge- lenkorthese ein bekanntes und wirksames Kommunikationsmittel gewählt werden kann.

Die Akzeptanz der Sprunggelenkorthese lässt sich dadurch weiterhin verbessern, dass die Schenkel mit dem Steg und die Lasche auf der dem Körper zugewandten Seite von einem Polsterstoff abgedeckt sind. In diesem Fall schmiegt sich gewissermaßen die Sprunggelenkorthese an das Bein und den Fuß des Trägers an, ohne dass dieser sich durch die angelegte Sprunggelenkorthese irgendwie belästigt fühlt.

Um die Sprunggelenkorthese an verschieden breite Füße anpassen zu können, gestaltet man Steg und Schenkel zweckmäßig so, dass sich der Steg so weit in die Schenkel erstreckt, dass seine Länge an die Fußbreite des jeweiligen Trägers durch entsprechende Biegung des Stegs gegenüber den Schenkeln anpassbar ist. Bei Anlegen der Sprunggelenkorthese an einen schmalen Fuß erstrecken sich dann die Biegestellen des Stegs weiter in den Schenkel hinein, während bei AnIe-

gen der Sprunggelenkorthese an einen breiten Fuß die Biegestelle mehr in Richtung unter dem Fuß liegenden Steg wandert.

Um das Tragen der Sprunggelenkorthese weiter angenehm zu gestalten, gestaltet man diese vorteilhaft so, dass an der Innenseite des Außenschenkels ein Polster vorgesehen ist.

In den Figuren ist ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Figur 1 die Sprunggelenkorthese angelegt an einem Fuß;

Figur 2 eine Ansicht des Fußes mit der gemäß Figur 1 angelegten Sprunggelenkorthese von der Außenseite des Fußes gesehen;

Figur 3 eine der Figur 2 entsprechende Darstellung mit Blickrichtung auf die Innenseite des Fußes.

Die in Figur 1 dargestellte Sprunggelenkorthese enthält den U-förmigen Stützbügel 1 , der aus den beiden Schenkeln 2 und 3 sowie dem die Schenkel verbinden- den Steg 4 besteht. Im unteren Bereich des Schenkels 2 ist das aus einem Klettband bestehende Befestigungsband 6 angebracht, das hier durch den Niet 7 mit dem Schenkel 2 fest verbunden ist. Das Befestigungsband 6 ist oberhalb des Sprunggelenks um das Bein geschlungen und durch eine gestrichelt gezeichnete Umlenköse 8 (siehe Figur 2) zurückgeführt und reicht mit seinem Ende 9 über die Kreuzungsstelle 10 des Befestigungsbandes 6 hinaus, wo es nach Art eines Klettverschlusses an das Befestigungsband 6 angedrückt ist und von diesem gehalten wird. Außerdem weist die Sprunggelenkorthese das Befestigungsband 1 1 aus, das sich um das Bein oberhalb des Sprunggelenkes schließt und mit seinem einen Ende an dem Schenkel 3 mittels des Nietes 12 befestigt ist. Das andere Ende 13 des Befestigungsbandes 1 1 ist dann an dieses angedrückt und bildet an der Andruck- steile einen Klettverschluss, womit es nach Umschlingung der oberen Enden der

beiden Schenkel 2 und 3 festgehalten ist. Bei dieser Art der Befestigung des U- fb ' rmigen Stützbügels 1 handelt es sich um eine bekannte Gestaltung, wie sie aus der oben erwähnten DE 41 12 069 Al hervorgeht.

Der Steg 4 besitzt die von ihm in Richtung Zehen weisende Lasche 14, die im Bereich des Würfelbeins des Fußes des Trägers der Sprunggelenkbandage die ballige Wölbung 15 aufweist, die eine Vorspannung in Richtung auf das Würfelbein besitzt und auf dieses drückt. Dabei ist die Lage der Lasche 14 so gewählt, dass sie als entlang der Fußaußenseite sich erstreckender Vorsprung angesetzt ist, der vor dem Mittelfuß endet und gegenüber dem Steg 4 abbiegbar ist. Der Mittelfuß ist dabei durch die gestrichelt gezeichnete Linie hinsichtlich seines Umfangs angedeutet, der Bereich des Mittelfußes ist mit dem Bezugszeichen 16 versehen. Durch die vorstehend erläuterte ballige Wölbung 15 wird der in der obigen Einleitung beschriebene Effekt ausgelöst, der eine entsprechende Ausrichtung des Fußes des Trägers der Sprunggelenkbandage verursacht.

In der Figur 2 ist die am Fuß angelegte Sprunggelenkbandage gemäß Figur 1 in Betrachtungsrichtung auf die Fußinnenseite dargestellt. Die Figur 2 zeigt den inneren Schenkel 3 der Fußgelenkbandage und den Steg 4, an den sich die Lasche 14 anschließt. Die Lasche 14 wird in Richtung vom Steg weg ständig dicker und bewirkt damit den gewünschten Druck auf das Würfelbein des Fußes.

Figur 3 zeigt die Darstellung der am Fuß angelegten Fußgelenkorthese mit Blickrichtung auf die Außenseite des Fußes. In dieser Blickrichtung erscheint die La- sehe 14 mit in Richtung zu den Zehen zunehmender Dicke, wodurch der gewünschte Druck auf das Würfelbein erzielt wird. Zu Figur 3 sei noch darauf hingewiesen, dass in dieser Darstellung der Schenkel 3 an seinem oberen Ende etwas verbreitert dargestellt ist, was eine gewisse Abweichung von der Darstellung in Figur 1 bedeutet. Diese Verbreiterung des Endes des Schenkels 2 macht das Tra- gen der Fußgelenkorthese am Fuß angenehmer. Auf ihrer Innenseite ist das Polster 18 vorgesehen.