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Title:
ANTENNA UNIT FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/092255
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an antenna unit (1) for a vehicle (2). The antenna unit (1) comprises an antenna housing (3) and an antenna cover (4). The antenna cover (4) covers the antenna housing (3) in order to form a closed volume (5). The antenna unit (1) can be integrated into a cut-out (6) in a roof (7) of the vehicle (2) in such a way that the antenna cover (4) transitions into a roof surface (8) of the roof (7) or lies on the roof surface (8). The closed volume (5) comprises an upper volume (9), which is formed largely by the antenna cover (4), and a lower volume (10), which is formed largely by the antenna housing (3). The lower volume (10) is formed within the vehicle (2). The upper volume (9) is formed outside of the vehicle (2). The antenna unit (1) comprises a plurality of individual antennas (11), which are arranged in the upper volume (9) and are designed for wireless services or radio standards for communication outside of the vehicle (2). At least two additional antennas (12, 12a), which are each designed for at least one wireless service or radio standard for communication outside of the vehicle (2), are arranged in the lower volume (10).

Inventors:
SEUS, Kurt (VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH, Laiernstraße 12, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
SHANBHAG, Jagannath (VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH, Laiernstraße 12, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
GROEBEL, Vincent (VALEO SCHALTER UND SENSOREN GMBH, Laiernstraße 12, Bietigheim-Bissingen, 74321, DE)
Application Number:
EP2018/080983
Publication Date:
May 16, 2019
Filing Date:
November 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
VALEO COMFORT AND DRIVING ASSISTANCE (76 rue Auguste Perret - ZI Europarc, Créteil CEDEX, 94046, FR)
International Classes:
H01Q1/32; H01Q21/29
Foreign References:
US20170054204A12017-02-23
DE102015111310A12016-01-14
DE102007029952A12009-01-02
EP2317603A12011-05-04
US9083414B22015-07-14
EP2622682B12015-07-08
Attorney, Agent or Firm:
DELPLANQUE, Arnaud (Propriété Intellectuelle7, rue Auguste Perret - ZI Europarc Créteil CEDEX, 94046, FR)
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Claims:
1. Antenneneinheit (1) für ein Fahrzeug (2), wobei die

Antenneneinheit (1) ein Antennengehäuse (3) und eine

Antennenhaube (4) umfasst und wobei die Antennenhaube (4) das Antennengehäuse (3) zur Bildung eines geschlossenen Volumens (5) abdeckt, wobei die Antenneneinheit (1) derart in einen

Ausschnitt (6) eines Daches (7) des Fahrzeugs (2) integrierbar ist, dass die Antennenhaube (4) in eine Dachfläche (8) des Daches (7) übergeht oder auf der Dachfläche (8) aufliegt, wobei das geschlossene Volumen (5) ein oberes Volumen (9), welches im Wesentlichen von der Antennenhaube (4) gebildet wird, und ein unteres Volumen (10), welches im Wesentlichen vom Antennengehäuse (3) gebildet wird, umfasst, und wobei das untere Volumen (10) innerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet ist, und wobei das obere Volumen (9) außerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet ist, wobei die Antenneneinheit (1) eine

Mehrzahl von einzelnen Antennen (11) umfasst, welche in dem oberen Volumen (9) angeordnet und für drahtlose Dienste bzw. Funkstandard zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet , dass in dem unteren Volumen (10) mindestens zwei Zusatzantennen (12, 12a) angeordnet sind, die jeweils für wenigstens einen drahtlosen Dienst bzw. Funkstandard zur Kommunikation

außerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet sind.

2. Antenneneinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass eine Telematikeinheit (18) umfasst ist, welche vorzugsweise im unteren Volumen (10) der

Antenneneinheit (1) untergebracht ist.

3. Antenneneinheit (1) nach Anspruch 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Telematikeinheit (18) in Diversity-, MIMO- und/oder Beamforming-Verfahren betreibbar ist .

4. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzantennen (12, 12a) als Antennen für gleiche drahtlose Dienste bzw. Funkstandards, insbesondere als LTE-Antennen, ausgebildet sind . 5. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine

Zusatzantenne (12, 12a) und mindestens eine der Mehrzahl von einzelnen Antennen (11) als Antennen für gleiche drahtlose Dienste bzw. Funkstandards, insbesondere als LTE-Antennen, ausgebildet sind.

6. Antenneneinheit (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzantennen (12, 12a) derart zueinander angeordnet sind und/oder die mindestens eine

Zusatzantenne (12, 12a) zu der mindestens einen der Mehrzahl von einzelnen Antennen (11) derart angeordnet ist, dass die Entkopplung zwischen den jeweiligen Antennen größer 6 dB ist, insbesondere sich in einem Bereich von 8 dB bis 15 dB

befindet .

7. Antenneneinheit (1) nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzantennen (12, 12a) und die einzelnen Antennen (11) für die gleichen drahtlosen Dienste bzw. Funkstandards, für den Betrieb in einem Diversity- oder MIMO-Kommunikationsverfahren ausgebildet sind.

8. Antenneneinheit (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzantennen (12, 12a) und die einzelnen Antennen (11) für die gleichen drahtlosen Dienste bzw. Funkstandards, für den Betrieb in einem Beamforming-Verfahren ausgebildet sind.

9. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein

Teilbereich der Antennenhaube (4) und/oder des Daches (7) für Funkwellen durchlässig ausgebildet ist bzw. sind.

10. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer Richtwirkung der Zusatzantennen eine Schirmung (15, 15a) und/oder ein Reflektor im unteren Volumen (10) ausgebildet ist bzw. sind.

11. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Volumen (10) zusätzliche Antennen (19) zur Bereitstellung von

drahtlosen Diensten bzw. Funkstandards innerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet sind.

12. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Zusatzantennen (12, 12a) außerhalb des Volumens (5) in

und/oder unterhalb der Dachfläche (8) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Zusatzantenne (12, 12a) für wenigstens einen drahtlosen Dienst bzw. Funkstandard zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildet ist.

13. Antenneneinheit (1) nach einem der vorangehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den drahtlosen Diensten bzw. Funkstandards um GSM, UMTS, CDMA, CDMA2000, LTE, WIMAX, 5G, WiFi, GNSS, SDARS, DAB, DSRC

und/oder Bluetooth handelt.

14. Fahrzeug (2), umfassend ein Dach (7) und wenigstens einem in dem Dach (7) angeordneten Ausschnitt (6) sowie einem innerhalb des Fahrzeugs (2) ausgebildeten Innenraum (13), wobei zumindest eine Antenneneinheit (1) in den Ausschnitt (6) integriert ist, dadurch gekennzeichnet , dass die zumindest eine Antenneneinheit (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.

15. Fahrzeug nach Anspruch 14, dass das Dach (7) zumindest abschnittsweise für Funkwellen durchlässig ausgebildet und insbesondere als GFK-Dach ausgebildet ist.

Description:
"Antenneneinheit für ein Fahrzeug"

"Antenneneinheit für ein Fahrzeug und Fahrzeug mit

Antenneneinheit "

Die Erfindung betrifft eine Antenneneinheit für ein Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14.

Antenneneinheiten für Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit

Antenneneinheiten sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt .

So kennt man aus der EP 2 317 603 AI ein MultiStandard- Antennenmodul für Verkehrstelematiksysteme, bei dem mehrere Einzelantennen in einem Antennengehäuse angeordnet sind. Aus der US 9,083,414 B2 kennt man bereits eine multifunktionale Fahrzeugantenne, die u.a. MIMO-Betrieb (multiple input multiple output-Betrieb) ermöglichen kann und ein

Antennengehäuse umfasst, in dem mehrere Einzelantennen angeordnet sind. Weiterhin ist aus der EP 2 622 682 Bl eine Antennenbaugruppe bekannt, die mehrere in einem Gehäuse angeordnete Einzelantennen für unterschiedliche Dienste umfasst. Nachteilig am Stand der Technik ist u.a., dass sich Signale bzw. Signalstärken der jeweiligen Einzelantennen gegenseitig stören bzw. gegenseitig negativ beeinflussen können .

Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Antenneneinheit bereitzustellen, bei der trotz kompakter Ausgestaltung eine verbesserte Sende- und Empfangsqualität der Einzelantennen gleicher oder unterschiedlicher Dienste ermöglicht werden können .

Die Aufgabe wird, ausgehend von einer Antenneneinheit der eingangs genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ausgehend von einer Antenneneinheit für ein Fahrzeug, wobei die Antenneneinheit ein Antennengehäuse und eine Antennenhaube umfasst und wobei die Antennenhaube das Antennengehäuse zur Bildung eines geschlossenen Volumens abdeckt, wobei die

Antenneneinheit derart in einen Ausschnitt eines Daches des Fahrzeugs integrierbar ist, dass die Antennenhaube in eine Dachfläche des Daches übergeht oder auf der Dachfläche

aufliegt, wobei das geschlossene Volumen ein oberes Volumen, welches im Wesentlichen von der Antennenhaube gebildet wird, und ein unteres Volumen, welches im Wesentlichen vom

Antennengehäuse gebildet wird, umfasst und wobei das untere Volumen innerhalb des Fahrzeugs ausgebildet ist und wobei das obere Volumen außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet ist, wobei die Antenneneinheit eine Mehrzahl von einzelnen Antennen umfasst, welche in dem oberen Volumen angeordnet und für drahtlose Dienste bzw. Funkstandards zur Kommunikation

außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet sind, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in dem unteren Volumen mindestens zwei

Zusatzantennen angeordnet sind, die jeweils für wenigstens einen Dienst zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet sind.

Eine derart räumlich getrennte Anordnung von Antennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs von

Zusatzantennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs ermöglicht durch größere Abstände zwischen den Antennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs einerseits, dass geringere Signalschwächungen der jeweiligen Antennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs erfolgen können bzw. dass erhöhte Sende- und

Empfangsqualitäten erreicht werden. Andererseits kann

sozusagen durch eine Verlagerung von Zusatzantennen in das innerhalb des Fahrzeugs angeordnete untere Volumen, das außerhalb des Fahrzeugs angeordnete obere Volumen entsprechend verkleinerbar sein, wodurch insgesamt eine kompaktere

Antenneneinheit mit erhöhter Sende- und Empfangsqualität bereitgestellt werden kann.

Unter einem geschlossenen Volumen kann im Sinne der Erfindung auch um umschlossenes Volumen verstanden werden. Das

geschlossene Volumen kann im Sinne der Erfindung auch

Trennwände umfassen, wobei die Trennwände auch Kammern

ausbilden können. Weiterhin kann möglich sein, dass das geschlossene Volumen Trennwände umfasst, welche

durchkontaktiert sind. Trennwände können auch einzelne oder mehrere Durchgangsöffnungen bzw. Durchgangsbohrungen

aufweisen .

Um eine Auswertung von Daten, z.B. Kommunikationsdaten

innerhalb und/oder außerhalb des Fahrzeugs vornehmen zu können, kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung der

Erfindung vorgesehen sein, dass eine Telematikeinheit umfasst ist, welche vorzugsweise im unteren Volumen der

Antenneneinheit untergebracht ist. Eine derartige Anordnung ist besonders günstig, da das obere Volumen entsprechend gering gehalten werden kann, woraus beispielsweise

vorteilhafte Aerodynamik-Eigenschaften resultieren können.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Erfindung vorsehen, dass die Telematikeinheit in einem Diversity-, MIMO- und/oder Beamforming-Verfahren betreibbar ist. Eine derart ausgebildete Telematikeinheit ist somit deutlich vielseitiger verwendbar und kann insbesondere effektivere

Kommunikationsverbindungen, u.a. mit höheren Datenraten, bereitstellen.

Alle drei vorgenannten Verfahren eignen sich für

Antennenanordnungen mit mehreren gleichartigen Antennen. Beim Diversity-Verfahren wird beispielsweise die Antenne zur

Kommunikation ausgewählt, welche die besten

Empfangseigenschaften zum aktuellen Zeitpunkt aufweist. Das kann zum Beispiel der Empfangssignalpegel sein.

Beim MIMO-Verfahren werden mehrere Antennen beim Empfänger und/oder beim Sender zur Kommunikation verwendet, so dass mittels einer Signalverarbeitung über die Mehrwegeausbreitung der Signale Kommunikationskanäle mit einer großen Bandbreite geschaffen werden können.

Beim Beamforming-Verfahren wird mit Hilfe der Gruppe von Antennen eine definierte Richtcharakteristik erzeugt, um beispielsweise selektiv mit einer Basisstation oder einem anderen Kommunikationspartner zu kommunizieren. Alternativ oder zusätzlich können aber auch so Störquellen ausgeblendet werden .

Um die vorgenannten Verfahren bzw. ein Übertragungssystem für die Nutzung mehrerer Sende- und Empfangsantennen zur

drahtlosen Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs nutzen zu können, insbesondere mit erhöhter Bandbreitenausnutzung, kann eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vorsehen, dass die Zusatzantennen als Antennen für gleiche drahtlose Dienste bzw. Funkstandards, insbesondere als LTE- Antennen, ausgebildet sind. Eine Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass mindestens eine Zusatzantenne und mindestens eine der Mehrzahl von einzelnen Antennen als Antennen für gleiche drahtlose Dienste bzw. Funkstandards, insbesondere als LTE-Antennen, ausgebildet sind. Hierdurch kann die Verwendbarkeit der

Antennenvorrichtung signifikant erhöht werden.

Um die Verwendbarkeit bzw. die Vielseitigkeit der

Antennenvorrichtung weiter zu erhöhen, kann in einer

Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die

Zusatzantennen und die einzelnen Antennen für die gleichen drahtlosen Dienste bzw. Funkstandards, für den Betrieb in einem Diversity- oder MIMO-Kommunikationsverfahren ausgebildet sind.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Zusatzantennen und die einzelnen Antennen für die gleichen drahtlosen Dienste bzw.

Funkstandards, für den Betrieb in einem Beamforming-Verfahren ausgebildet sind. Hierdurch kann eine vielseitiger einsetzbare Antennenvorrichtung bereitgestellt werden.

Um Verkopplungen von Antennen zu vermeiden, kann in einer vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Zusatzantennen derart zueinander angeordnet sind und/oder die mindestens eine Zusatzantenne zu der mindestens einen der Mehrzahl von einzelnen Antennen derart angeordnet ist, dass die Entkopplung zwischen den jeweiligen Antennen größer 6 dB ist, insbesondere sich in einem Bereich von 8 dB bis 15 dB befindet. Es kann vorgesehen sein, dass die Entkopplung zwischen den jeweiligen Antennen 9 dB, 10 dB, 11 dB, 12 dB, 13 dB oder 14 dB beträgt. Derartige Entkopplungen sind beispielsweise erforderlich, um MIMO-Betrieb zu ermöglichen. Unter einer Entkopplung kann ein Kehrwert der Signalkopplung zwischen den Antennenelementen verstanden werden.

Es kann auch vorgesehen sein, mehrere Antennen bzw.

Zusatzantennen pro Sender oder Empfänger einzusetzen. Mit der erzielten Diversität können störende Interferenzen reduziert werden. Dies ist besonders bei Funkanwendungen insbesondere für den Mobilfunk von Vorteil.

Um Antennen bzw. Zusatzantennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs in Bezug auf eine kompakte

Antenneneinheit platzsparend innerhalb des Fahrzeugs, d.h. in einem unteren Volumen anzuordnen und dennoch hinreichende Signalstärken dieser innerhalb des Fahrzeugs angeordneter Antennen bzw. Zusatzantennen erzielen zu können, kann in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass wenigstens ein Teilbereich der Antennenhaube und/oder des Daches für Funkwellen durchlässig ausgebildet ist bzw. sind.

In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zur Erzielung einer Richtwirkung der Zusatzantennen eine Schirmung und/oder ein Reflektor im unteren Volumen ausgebildet ist bzw. sind. Auf diese Weise können konstante Signalstärken bzw. vergleichbare

Signalstärken der Antennen bzw. Zusatzantennen innerhalb des Fahrzeugs und/oder außerhalb des Fahrzeugs erhalten werden. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass im unteren Volumen zusätzliche Antennen zur Bereitstellung von Diensten bzw. Funkstandards innerhalb des Fahrzeugs ausgebildet sind. Eine derartige Antenneneinheit ist hinsichtlich ihrer Funktionalität somit deutlich vielseitiger. In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Zusatzantennen außerhalb des Volumens in und/oder unterhalb der Dachfläche angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Zusatzantenne für wenigstens einen drahtlosen Dienst bzw. Funkstandard zur Kommunikation außerhalb des

Fahrzeugs ausgebildet ist.

Auf diese Weise kann eine besonders kompakte Antenneneinheit bereitgestellt werden, bei der sich räumlich voneinander getrennte Antennen bzw. Zusatzantennen für Dienste außerhalb des Fahrzeugs gegenseitig nicht negativ beeinflussen können, wodurch eine Antenneneinheit mit erhöhter Sende- und

Empfangsqualität erhalten wird.

Eine Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass es sich bei den drahtlosen Diensten bzw. Funkstandards um GSM, UMTS, CDMA, CDMA2000, LTE, WIMAX, 5G, WiFi, GNSS, SDARS, DAß, DSRC und/oder Bluetooth handelt. Solche Antennenvorrichtungen können aufgrund unterschiedlicher regionaler Funkstandards bzw. drahtloser Dienste weltweit eingesetzt werden.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Fahrzeug, umfassend ein Dach und wenigstens einem in dem Dach angeordneten Ausschnitt sowie einem innerhalb des Fahrzeugs ausgebildeten Innenraum, wobei zumindest eine erfindungsgemäße Antenneneinheit in den Ausschnitt integriert ist.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Dach zumindest abschnittsweise für Funkwellen

durchlässig ausgebildet und insbesondere als GFK-Dach

ausgebildet ist. Derartige Dächer können mit geringem

Fertigungs- bzw. Nachrüstungsaufwand besonders flexibel hinsichtlich spezifischer Signaldurchlässigkeit ausgebildet werden .

Nachstehend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher dargestellt. Es zeigt:

Fig. 1: eine perspektivische Seitenansicht einer

erfindungsgemäßen Antenneneinheit ; Fig. 2: eine stark vereinfachte schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Antenneneinheit;

Fig. 3: eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen

Antenneneinheit in einer stark vereinfachten

schematischen Schnittansicht;

Fig. 4: eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen

Antenneneinheit in einer stark vereinfachten

schematischen Schnittansicht;

Fig. 5: eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen

Antenneneinheit in einer stark vereinfachten

schematischen Schnittansicht; Fig. 6: ein Kraftfahrzeug in schematischer Draufsicht.

In der Fig. 1 ist eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Antenneneinheit 1 für ein Fahrzeug (siehe Fig. 6) dargestellt. Die Antenneneinheit 1 gemäß Fig. 1 umfasst ein Antennengehäuse 3 und eine Antennenhaube 4. Die Antennenhaube 4 ist vorliegend zumindest teilweise als so genannte Sharkfin ausgebildet. Die Antennenhaube 4 deckt das Antennengehäuse 3 zur Bildung eines geschlossenen Volumens 5 ab (siehe Fig. 2 bis Fig. 5) . Die Antenneneinheit 1 ist in einen Ausschnitt 6 eines Daches 7 eines Fahrzeugs derart integrierbar, dass die Antennenhaube 4 in eine Dachfläche 8 des Daches 7 übergeht (siehe Fig. 3) oder auf der Dachfläche 8 (siehe Fig. 4 und Fig. 5) aufliegt.

Möglich kann zudem sein, dass die Antennenhaube 4 lediglich auf dem Antennengehäuse 3 aufliegt (siehe Fig. 2) In dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Teilbereich der Antennenhaube 4 für Funkwellen durchlässig ausgebildet und umfasst hierzu durchlässige Bereiche 16, 16a. In nicht näher gezeigter Art und Weise kann auch vorgesehen sein, dass das Dach für Funkwellen durchlässig ausgebildet ist und ggf.

entsprechende Bereiche umfasst.

In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass zur

Erzielung einer Richtwirkung der Zusatzantennen 12, 12a eine Schirmung 15, 15a in einem unteren Volumen 10 ausgebildet ist (siehe Fig. 5) . Die Schirmung 15, 15a kann auch als Reflektor im unteren Volumen 10 ausgebildet sein und somit eine gezielte Richtwirkung der Antennen 12, 12a in Richtung Außenraum 17, ermöglichen. Dies ist in der Fig. 5 durch der Schirmung 15, 15a im Bereich des Außenraums 17 entgegengesetzt gezeigte gestrichelte Linien schematisch angedeutet. Die Schirmung 15 15a kann auch als undurchlässig für Funkwellen aufgefasst werden .

Das geschlossene Volumen 5 umfasst ein oberes Volumen 9 und das unteres Volumen 10; dabei ist das untere Volumen 10 innerhalb des Fahrzeugs und das obere Volumen 9 außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet. Die Erfindung kann - wie in Fig. 2 beispielhaft gezeigt - vorsehen, dass die Antennenvorrichtung 1 eine Telematikeinheit 18 umfasst. Im gezeigten

Ausführungsbeispiel ist die Telematikeinheit in dem unteren Volumen 10 angeordnet. Die Telematikeinheit 18 ist mit den Antennen 11, 12, 12a verbunden, wie es in der Fig. 2 anhand der schematisch dargestellten Verbindungen 21, 21a, 21b gezeigt ist. Eine Ausgestaltung der Erfindung kann zudem vorsehen, dass die Telematikeinheit 18 eine Schnittstelle zur Fahrzeugelektronik (nicht gezeigt) umfasst. Dies ist in der Fig. 2 durch die schematisch dargestellte Verbindung 21d angedeutet .

In nicht näher dargestellter Art und Weise kann die

Telematikeinheit auch außerhalb der Antenneneinheit

angeordnet sein, beispielsweise in einem Innenraum des

Fahrzeugs (siehe Fig. 6) .

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Antenneneinheit 1 einen so genannten Combiner 20 umfasst (siehe Fig. 3) . Der Combiner 20 kann verbindbar mit einer Telematikeinheit sein (nicht dargestellt) . Unter einem Combiner 20 kann eine Baugruppe aufgefasst werden, welche z.B. mehrere schwächere Signale gleicher Frequenz zu einem

stärkeren Signal zusammenfügt. Der Combiner 20 kann auch zum Zusammenschalten einzelner Antennen vorgesehen sein. In der Fig. 5 ist gezeigt, dass der Combiner 20 sowohl mit Antennen 11 als auch mit Zusatzantennen verbindbar sein kann. Aus

Gründen vereinfachter Darstellung ist in der Combiner 20 lediglich mit Zusatzantenne 12a über Verbindung 21e sowie mit der Antenne 11 über Verbindung 21d verbunden.

Die Antenneneinheit 1 umfasst ferner eine Mehrzahl von

einzelnen Antennen, wobei aus Gründen vereinfachter

Darstellung lediglich eine Antenne 11 dargestellt ist (siehe Fig. 2 bis Fig. 5) . Die Antenne 11 bzw. diese mehreren

Antennen ist bzw. sind in dem oberen Volumen 9 angeordnet und für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet. Hierfür können die Antennen beispielsweise als LTE-Antenne (n) bzw. als WiFi-Antenne (n) ausgestaltet sein. In dem unteren Volumen 10 sind Zusatzantennen 12, 12a,

vorliegend zwei Zusatzantennen, angeordnet, die jeweils für wenigstens einen Dienst zur Kommunikation außerhalb des

Fahrzeugs 2 ausgebildet sind. Diese Antennen können

gleichermaßen z.B. als LTE-Antenne (n) bzw. als WiFi-Antenne (n) ausgestaltet sein (siehe Fig. 2 bis Fig. 5) .

Diese vom Stand der Technik abkehrende Anordnung der

Zusatzantennen für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs 2 in einem unteren Volumen 10, d.h. innerhalb des Fahrzeugs 2, kann ermöglichen, dass das obere Volumen 9 entsprechend kompakter gestaltet werden kann, woraus eine kompaktere Antenneneinheit 1 bei erhöhter Sende- und

Empfangsqualität für Dienste zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs resultieren kann, da störende Interferenzen der Antennen 11 bzw. Zusatzantennen 12, 12a aufgrund räumlicher Trennung bzw. räumlicher Beabstandung verringerbar bzw.

vermeidbar sind.

Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Anordnung von Antennen 11 und Zusatzantennen 12, 12a jeweils für Dienste zur

Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs 2 ist überdies, dass mittels der Antenneneinrichtung 1 ein Verfahren bzw. ein

Übertragungs-System für die Nutzung mehrerer Sende- und

Empfangsantennen zur drahtlosen Kommunikation ermöglicht wird, beispielsweise MIMO-Betrieb bzw. Diversity-Betrieb . Die

Zusatzantennen 12, 12a können entsprechend als Antennen für gleiche Dienste ausgebildet sein. Möglich kann sein, dass die Zusatzantennen 12, 12a und die einzelnen Antennen 11 für die gleichen drahtlosen Dienste bzw. Funkstandards, für den

Betrieb in einem Beamforming-Verfahren ausgebildet sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass im unteren Volumen 10 zusätzliche Antennen 19 zur Bereitstellung von drahtlosen Diensten bzw. Funkstandards innerhalb des Fahrzeugs

ausgebildet sind (siehe Fig. 3).

Es ist aus der Fig. 1 ersichtlich, dass die Antennenhaube 4 mit einer Kontaktfläche 14 auf der Dachfläche 8 angeordnet ist. Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass

wenigstens eine Zusatzantenne außerhalb des Volumens 5 (siehe auch Fig. 2 bis Fig. 5) und außerhalb der Kontaktfläche 14 in und/oder unterhalb der Dachfläche 8 angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Zusatzantenne für wenigstens einen Dienst zur Kommunikation außerhalb des Fahrzeugs ausgebildet ist. Als unterhalb der Dachfläche 8 angeordnete Zusatzantennen können auch Zusatzantennen aufgefasst werden, die in einem Innenraum 13 angeordnet sind, wobei sich der Innenraum 13 auf einem Innenraum des Fahrzeugs 2 bezieht (siehe Fig. 6) .

Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Zusatzantennen im Antennengehäuse 4 angeordnet sind (siehe Fig. 2 bis Fig. 5) . Möglich kann auch sein, dass Zusatzantennen außerhalb des Antennengehäuses angeordnet sind (nicht dargestellt).

Bezugs zeichenliste :

1 Antenneneinheit

2 Fahrzeug

3 Antennengehäuse

4 Antennenhaube

5 Volumen

6 Ausschnitt

7 Dach

8 Dachfläche

9 Oberes Volumen

10 Unteres Volumen

11 Antenne

12 Zusat zantenne

12a Zusat zantenne

13 Innenraum

14 Kontaktfläche

15 Schirmung

15a Schirmung

16 Bereich

16a Bereich

17 Außenraum

18 Telematikeinheit

19 Antenne

20 Combiner

21 Verbindung

21a Verbindung

21b Verbindung

21c Verbindung

21d Verbindung

21e Verbindung