SAFINA-WRIGHT, Gelnaz (Pfeifferstrasse 1, Kassel, 34121, DE)
SAFINA-WRIGHT, Gelnaz (Pfeifferstrasse 1, Kassel, 34121, DE)
Ansprüche:
1. Antitranspirationseinlage mit einer für Flüssigkeiten durchlässigen Oberschicht (1), einer für Flüssigkeiten undurchlässigen Unterschicht (2) und einer zwischen der Oberschicht (1) und der Unterschicht (2) angeordneten Kemschicht (3), wobei die Kernschicht (3) in eine Mehrzahl von nebeneinander liegenden, durch Zwischenräume (6) getrennten Segmenten (3a, 3b) unterteilt ist und die Oberschicht (1) und die Unterschicht (2) in den Zwischenräumen (6) und in einer die Kernschicht (3) umgebenden Randzone (7) fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (1) ein Antitranspiranzmittel enthält, wobei das
Antitranspiranzmittel ZnO und/oder AICI 3 - 6H 2 O ist.
2. Antitranspirationseinlage nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) ein Speichermittel für Flüssigkeiten und einen flüssigkeitsanziehenden, hygroskopischen Bestandteil enthält.
3. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kemschicht (3) und/oder die Oberschicht (1 ) ein Geruch aufnehmendes Mittel enthält.
4. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) ein superabsorbierendes Polymer enthält.
5. Antitranspirationseinlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) einen Vliesstoff als Grundmaterial enthält.
6. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermittel in Pulver-, Kugel- oder Faserform vorliegt und gleichmäßig verteilt in der Kernschicht (3) enthalten ist.
7. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) ein Acrylsäure-Copolymer als Speichermittel enthält.
8. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) B 2 O 3 und/oder AI 2 O 3 und/oder CaCI 2 als hygroskopischen Bestandteil enthält.
9. Antitranspirationseinlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hygroskopische Bestandteil in Pulverform vorliegt und gleichmäßig verteilt in der Kernschicht (3) enthalten ist, insbesondere auf ihrer der Oberschicht (1) zugewandten Seite.
10. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernschicht (3) und/oder die Oberschicht (1) Aktivkohle und/oder ein Cyclodextrinderivat, insbesondere (MCT-ß-) CD als das Geruch aufnehmende Mittel enthält.
11.Antitranspirationseinlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Geruch aufnehmende Mittel in Pulverform vorliegt und gleichmäßig verteilt in der Kernschicht (3) enthalten ist.
12. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (1) aus einem für Flüssigkeiten durchlässigen, aber Flüssigkeiten nicht oder nur wenig absorbierenden Material besteht.
13. Antitranspirationseinlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (1) aus einem Vliesstoff oder einer perforierten Folie besteht.
14. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (1) ein die Geruchsbildung hemmendes Mittel enthält.
15. Antitranspirationseinlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das die Geruchsbildung hemmende Mittel Silberionen und/oder Usninsäure und/oder Triethylcitrat enthält.
16. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (1) ein der Hautberuhigung dienendes Mittel enthält.
17.Antitranspirationseinlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das der Hautberuhigung dienende Mittel Salbei enthält.
18. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschicht (2) aus einem für Luft durchlässigen, für Flüssigkeiten dagegen im wesentlichen undurchlässigen Material besteht.
19. Antitranspirationseinlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschicht (2) auf einer von der Kernschicht (3) abgewandten Seite mit einer Klebeschicht (4) und einer diese abdeckenden, abziehbaren Schutzschicht (5) versehen ist.
20. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Dicke höchstens 5 mm beträgt.
21. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Masse 1 g bis 6 g beträgt.
22. Antitranspirationseinlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Draufsicht eine rechteckige Grundform mit kurzen und langen Rechteckseiten (11,12) besitzt, wobei die kurzen Rechteckseiten (11) einen bogenförmigen Verlauf haben.
23.Antitranspirationseinlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder langen Rechteckseite (12) ein nach außen ragender Flügel (14) vorgesehen ist. |
Antitranspirationseinlage
Die Erfindung betrifft eine Antitranspirationseinlage der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Antitranspirationseinlagen sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. Sie dienen insbesondere der Schweißaufnahme, z. B. im Achselhöhlenbereich, und werden daher häufig auch als ärmel- oder Schweißblätter bezeichnet.
Bekannte Antitranspirationseinlagen der eingangs bezeichneten Gattung (z. B. DE 696 17 960 T2 mit zahlreichen weiteren Nachweisen zum Stand der Technik) enthalten in der Regel eine zur Anlage an der menschlichen Haut bestimmte, für Flüssigkeiten (Schweiß) durchlässige Oberschicht, eine zur Anlage und/oder Befestigung an einem Kleidungsstück bestimmte, für Flüssigkeiten undurchlässige Unterschicht und eine zwischen der Oberschicht und der Unterschicht angeordnete Kernschicht aus einem Flüssigkeiten absorbierenden Material. Die Oberschicht kann dabei z. B. aus einem Vliesstoff oder einer mit durchgehenden öffnungen versehenen Folie bestehen. Die Unterschicht wird meistens als eine für Flüssigkeiten zwar undurchlässige, aber atmungsfähige, d. h. für Wasserdampf und Luft durchlässige Schicht ausgebildet, die aus einer oder mehreren Lagen hergestellt sein kann. Schließlich besteht die Kern-
schicht z. B. aus einem faserigen, absorbierenden, gegebenenfalls mit Hydrogelparti- keln angereicherten Material, z. B. aus Zellulose- oder Polymerfasern, aus einem Vlies oder einer Watte oder aus irgendeinem saugfähigen Textilstoff .
Daneben sind zahlreiche. Vorschläge für die geometrische Form von Antitranspira- tionseinlagen und für deren Anbringung an Kleidungsstücken od. dgl. bekannt (z. B. DE 26 17 545 Al, DE 28 41 365 Al, DE 31 04 047 Al, DE 39 09 218 Al, EP 0 179 650 A2, US 467 898, US 5 103 500).
Andere bekannte Vorschläge betreffen das Anbringen von Antitranspirationseinlagen direkt auf der Haut (z. B. PCT WO 03/082143 A2). Um dabei zu vermeiden, dass in den Biegebereichen entstehende Zugspannungen auf die Haut übertragen werden, ist einerseits die zum Festkleben an der Haut bestimmte Selbstklebefolie in den Biegebereichen unterbrochen, andererseits die hier einschichtige Antitranspirationseinlage mit durch Kerbungen ausgebildeten Biegelinien versehen.
Bekannt ist es schließlich auch, Antitranspirationseinlagen mit diversen Zusatzstoffen z. B. .Duftstoffen oder Mitteln zur Abtötung oder Wachstumshemmung von Bakterien od. dgl. zu versehen (z. B. DE 33 39 474 Al).
Trotz dieses umfangreichen Standes der Technik und des bestehenden Bedarfs von Antitranspirationseinlagen insbesondere bei Personen, die an übermäßigem und krankhaftem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden, werden bisher auf dem Markt keine Antitranspirationseinlagen angeboten, die die Bedürfnisse der Verbraucher(innen) vollends befriedigen. Das liegt zum einen an einer nicht ausreichenden Saugfähigkeit der bekannten Antitranspirationseinlagen. Zum anderen ist der Tragekomfort bekann- ter Antitranspirationseinlagen meistens mangelhaft, da auch durch Einkerbungen od. dgl. vorgegebene Biegelinien bei dem üblichen Mehrschichtaufbau wenig zur Verbesserung der Flexibilität und Schmiegsamkeit beitragen können.
Ausgehend davon liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem zugrunde,
die Antitranspirationseinlage der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, dass sie einen verbesserten Tragekomfort bietet und ein hohes Saug- und Absorptionsvermögen besitzt.
Zur Lösung dieses Problems dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 2.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines üblichen, zur Herstellung einer Antitranspirationseinlage geeigneten Mehrschichtkörpers;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Antitranspirationseinlage;
Fig. 3 einen schematischen, gegenüber Fig. 2 vergrößerten Schnitt längs der Linie III - III der Fig. 2; und
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antitranspirationseinlage.
Fig. 1 zeigt den üblichen Aufbau einer Antitranspirationseinlage. Diese enthält eine für Flüssigkeiten, insbesondere Schweiß durchlässige, zur Anlage an der Haut bestimmte Oberschicht 1 , eine für Flüssigkeiten undurchlässige, zur Anlage an einem Kleidungsstück od. dgl. bestimmte Unterschicht 2 und eine zwischen den beiden Schichten 1 und 2 angeordnete, Flüssigkeit absorbierende Kernschicht 3. Die Funktion einer solchen Antitranspirationseinlage soll darin bestehen, dass die abgesonderte Flüssigkeit, insbesondere Schweiß, die Oberschicht 1 durchdringt und von der
Kernschicht 3 aufgesogen bzw. in dieser gespeichert wird, während die Unterschicht 2
ein Durchtreten des aufgenommenen Schweißes auf ein getragenes Kleidungsstück und damit dessen Verunreinigung bzw. die Bildung sichtbarer Schweißflecken verhindert.
Auf die von der Kernschicht 3 abgewandte Seite der Unterschicht 2 wird zweckmäßig eine Selbstklebeschicht 4 in Form eines Klebestreifens od. dgl. aufgebracht, die dem Zweck dient, die Antitranspirationseinlage am jeweiligen Kleidungsstück zu befestigen. Diese Klebeschicht 4 wird zweckmäßig mit einer Schutzfolie 5 od. dgl. abgedeckt, die z. B. aus einem Silikonpapier besteht und ein Austrocknen oder Verschmutzen der Klebeschicht vor dem Gebrauch der Antitranspirationseinlage schützt. Die Schutzschicht 5 ist zweckmäßig leicht abziehbar ausgebildet und dazu mit einem überstehenden, zum Erfassen geeigneten Ansatz 5a versehen.
Die beschriebenen Schichten 1 bis 5 bilden aufeinander liegende Lagen eines Mehrschichtkörpers und weisen eine entsprechend ihrer Funktion gewählte Dicke auf. Im übrigen ist die mit Hilfe des beschriebenen Mehrschichtkörpers hergestellte Antitranspirationseinlage als ein nur zum einmaligen Gebrauch bestimmter Wegwerfartikel ausgebildet.
Erfindungsgemäß ist die Kernschicht 3, wie Fig. 2 und 3 zeigen, in eine Mehrzahl von nebeneinander liegenden Segmenten 3a, 3b unterteilt, die durch Zwischenräume 6 voneinander getrennt sind. Im Bereich dieser Zwischenräume 6 sowie in einer die Kernschicht 3 ringsum umgebenden Randzone 7 (Fig. 3) sind die Oberschicht 1 und die Unterschicht 2 fest miteinander verbunden, so dass schmale, innere Streifen 8 und ein schmaler, rundum erstreckter, äußerer Streifen 9 entstehen, in denen kein Kern- Schichtmaterial angeordnet ist. Das Verbinden der Oberschicht 1 mit der Unterschicht 2 in diesen Streifen 8, 9 erfolgt beispielsweise durch Kleben oder Verschweißen mittels Anwendung von Druck und Wärme.
Die Dicke d der Antitranspirationseinlage sowie der einzelnen Schichten ist in Fig. 3 zum besseren Verständnis der Erfindung übertrieben groß dargestellt. Tatsächlich beträgt die Gesamtdicke z. B. 1 mm bis 4 mm, wobei der Hauptbestandteil auf die
Dicke der Kemschicht 3 entfällt. Dagegen weisen die Schichten 1 und 2 Dicken auf, die weit unter einem Millimeter liegen, während die Dicken der durch Sprühen od. dgl. aufgebrachten Klebeschicht und der Schutzfolie 5 vorzugsweise im Mikrometerbereich liegen.
Durch die erfindungsgemäße Bildung der Segmente 3a, 3b entstehen zwischen den Schichten 1 und 2 einzelne, in Fig. 2 durch die Bezugszeichen 10a bis 10d angedeutete Kammern, die nach innen duch die Streifen 8 voneinander getrennt und nach außen durch den Streifen 9 dicht abgeschlossen sind. Dadurch wird einerseits eine insgesamt sehr flexible, anpassungsfähige Antitranspirationseinlage erhalten, die sich den jeweils zu schützenden Körperteilen, z. B. einer Achselhöhle, anschmiegt und etwaige Größenschwankungen der Benutzer(innen) optimal ausgleichen kann. Das gilt auch dann, wenn für die Kernschicht 3 vergleichsweise biegesteife Materialien verwendet werden. Andererseits stellen die mit den Saugschichtensegmenten 3a, 3b gefüllten Kammern 10a bis 10d sicher, dass in ihnen gespeicherte Flüssigkeiten nicht nach außen dringen können. Durch Wahl der Anzahl und/oder die Anordnung der Kammern 10a bis 10d können diese Eigenschaften weiter optimiert werden, wobei die im Einzelfall beste Konfiguration auch durch Versuche herausgefunden werden kann.
Die Oberschicht 1 und die Unterschicht 2 werden vorzugsweise aus Materialien hergestellt, die für diesen Zweck an sich bekannt sind. Insbesondere besteht die Oberschicht 1 z. B. aus einem für Flüssigkeiten (Schweiß) durchlässigen, diese Flüssigkeiten aber nicht oder wenig absorbierenden Material. Als besonders geeignet haben sich verschiedene Vliesstoffe, insbesondere solche aus Zellulose erwiesen, wie sie z. B. auch bei Slipeinlagen, Binden od. dgl. verwendet werden. Alternativ konnte auch eine mit Perforationen versehene, die Haut schonende Folie vorgesehen sein. Zweck der Oberschicht 1 ist es, als Transferschicht zu wirken und den Schweiß od. dgl. schnell von der Hautoberfläche weg und zur Kernschicht 3 hin zu transportieren.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält die Oberschicht 1 zusätzlich ein Antitranspirationsmittel, vorzugsweise Zinkoxid (ZnO) und/oder
Aluminiumtrichloridhexahydrat (AlCl 3 - OH 2 O). Dadurch kann die Oberschicht 1 dazu beitragen, das "Schwitzen einzudämmen. Weiter kann die Oberschicht 1 alternativ oder zusätzlich ein die Geruchsbildung hemmendes, antibakteriell und/oder fungizid wirkendes Mittel wie z. B. Silberionen (Ag + ) und/oder Usninsäure (C 18 H 16 O 7 ) enthal- ten. Dadurch wird Bakterien- oder Pilzabtötung gefördert und gleichzeitig eine Geruchsminderung erreicht. Auch z.B. Triethy leitrat (Citronensäureester) ist für diesen Zweck geeignet.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel enthält die in direkten Hautkon- takt kommende Oberschicht 1 außerdem alternativ oder zusätzlich ein der Hautberuhigung dienendes Mittel wie z. B. Salbei.
Die genannten Mittel werden zur Erhöhung ihrer Wirksamkeit vorzugsweise in Kombination verwendet. Als besonders bevorzugt haben sich dabei folgende Gewichts- Verhältnisse ergeben:
ZnO : AlCl 3 - OH 2 O = 5: 1 bis 1:5
ZnO : Ag + = 5:1 bis 1:5
ZnO : Usninsäure = 5: 1 bis 1:5 AlCl 3 - OH 2 O : Ag + = 5: 1 bis 1:5
AlCl 3 - OH 2 O : Usninsäure = 5: 1 bis 1:5
ZnO : AlCl 3 - OH 2 O : Ag + = 5:5:1 bis 1: 1:5
ZnO : AlCl 3 - OH 2 O : Usninsäure = 5:5:1 bis 1:1:5
Ag + : Usninsäure = 5:1 bis 1:5 ZnO : Salbei = 5: 1 bis 1:5
AlCl 3 - OH 2 O : Salbei = 5: 1 bis 1 :5
ZnO : AlCl 3 - OH 2 O : Ag + : Usninsäure : Salbei = 5:5:5:1: 1 bis
1:1:1:5:5.
Die Unterschicht 2 enthält bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ein zwar für Flüssigkeiten, insbesondere Schweiß undurchlässiges, jedoch für Luft
durchlässiges und somit atmungsaktives Material. Geeignet für diesen Zweck sind z. B. aus Polyethylen (PE) oder Propylen (PP) hergestellte Folien. Zweck dieser Maßnahme ist es, ein Atmen der mit der Antitranspirationseinlage belegten Hautpartien zu ermöglichen.
Die Kernschicht 3 bzw. jedes aus dem Kernschichtmaterial gebildetes Segment 3a, 3b enthält als Grundmaterial einen absorbierenden, aus Zellulose od. dgl. bestehenden Vliesstoff. Damit die Kernschicht 3 auch bei einer vergleichsweise geringen Dicke ein hohes Speichervermögen besitzt, werden dem Grundmaterial erfmdungsgemäß einer- seits ein zusätzliches Speichermittel für die Flüssigkeit, insbesondere Schweiß, andererseits ein Flüssigkeit anziehender, hygroskopischer Bestandteil hinzufügt, der insbesondere auf der der Oberschicht 1 zugewandten Seite angeordnet ist. Als Speichermittel wird dabei mit besonderem Vorteil ein superabsorbierendes, gelierendes Polymer (SAP) verwendet, das eine Flüssigkeits- bzw. Feuchtigkeitsmenge aufnehmen kann, die größer als das Eigengewicht des Polymers ist. Derartige Polymere können unter Gelbildung z. B. bis zum 300-fachen ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen und speichern. Beispiele für ein solches superabsorbierendes Polymer sind insbesondere Copolymere aus Acrylsäure (C 3 H 4 O 2 ) und Natriumacrylat (NaC 3 H 3 O 2 ), die als feine Kügelchen oder Fasern in Pulverform vorliegen. Als hygroskopischer Bestandteil eignen sich dagegen vor allem verschiedene Trockenmittel wie z. B. Bortrioxid (B 2 O 3 ), Aluminiumoxid (Al 2 O 3 ) und/oder Calciumchlorid (CaCl 2 ). Durch die Zugabe des vorzugsweise stark hygroskopischen Bestandteils wird erreicht, dass einerseits die Feuchtigkeit aus der Luft angezogen und andererseits Schweißabsonderungen schnell durch die Oberschicht 1 hindurch in das Innere der Kernschicht 3 gesaugt und dort gespeichert werden, d. h. nicht an der Hautoberfläche und/oder der Oberschicht 1 haften bleiben.
Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält die Kernschicht 3 außerdem noch Stoffe wie z. B. Aktivkohle oder Cyclodextrinderivate, insbesondere (MCT-/3-) CD, die Gerüche aufnehmen können und dadurch mit der Schweißabsonderung einhergehende Geruchsbildungen zumindest dämpfen.
AIs besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn sich die Kernschicht 3 die verschiedenen Komponenten mit folgenden Gewichtsverhältnissen enthält:
Bei Anwendung dieser und anderer Zusammensetzungen der Kernschicht 3 haben sich mit den erfindungsgemäßen Antitranspirationseinlagen hervorragende Ergebnisse erzielen lassen. Das gilt nicht nur im Hinblick auf den durch das Mehrkammersystem erhaltenen Tragekomfort, der sich in einer guten Anpassung der . Antitranspirationsein- läge an die Achselhöhlen od. dgl. zeigt, sondern auch im Hinblick auf das Saug- und Speichervermögen insgesamt, das trotz eines mit z. B. 2 mm vergleichsweise dünnen Schichtenkörpers unerwünschte Schweißabsonderungen auf der Kleidung od. dgl. vermeidet und dennoch ein Trockenheitsgefühl vermittelt und dadurch zum Wohlbefinden der Träger(innen) beiträgt.
Die verschiedenen Materialien, die dem Grundmaterial der Kernschicht 3 beigegeben werden (SAP, hygroskopischer Bestandteil, geruchaufnehmender Stoff) liegen in der Regel in Pulverform oder auch als feine Fasern oder Kügelchen vor. Diese Bestandteile werden vorzugsweise gleichmäßig vermischt und gleichförmig im Vliesstoff od. dgl. verteilt, so dass die Kernschicht 3 bzw. die einzelnen Segmente 3a, 3b jeweils eine zusammenhängende Lage bilden und auch dann eine gute Feuchtigkeitsverteilung in der Kernschicht 3 erhalten wird, wenn die Schweißabsonderung ungleichmäßig erfolgt, was dem Regelfall entsprechen dürfte.
Eine bevorzugte Form für die erfindungsgemäße Antitranspirationseinlage ergibt sich aus Fig. 2, wonach die Antitranspirationseinlage in der Draufsicht im wesentlichen eine Rechteckform mit kurzen und langen Rechteckseiten 11, 12 besitzt, wobei die kurzen Seiten 11 einen bogenförmigen Verlauf haben. Dadurch wird eine gute Anpassung insbesondere an den Achselhöhlenbereich ermöglicht. Die parallel zu den langen Seiten 12 gemessene Länge der Antitranspirationseinlage beträgt z. B. 10 cm bis 16 cm, die parallel zu den kurzen Seiten 11 gemessene Breite z. B. 7 cm bis 11 cm, wobei in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Körpergrößen zweckmäßig Antitranspirationseinlagen mit entsprechend unterschiedlichen Maßen angeboten werden.
Das Gesamtgewicht der erfmdungsgemäßen Antitranspirationseinlage beträgt Vorzugs-
weise nicht mehr als ca. 6 g, vorzugsweise 1 g bis 5 g, wobei der Hauptteil des Gewichts auf die Kernschicht 3 entfällt. Dagegen sollte die Gesamtdicke der Antitran- spirationseinlage zur Sicherstellung eines hohen Tragekomforts nicht mehr als 5 mm betragen und vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 4 mm liegen.
Alternativ sind aber auch andere Formen möglich. Dies ergibt sich z. B. aus Fig. 4, wonach die Antitranspirationseinlage beidseitig mit seitlich angesetzten, vorzugsweise parallel zu den langen Rechteckseiten 12 erstreckten Flügeln 14 versehen ist. Mit besonderem Vorteil werden auch die Flügel 14 mit Segmenten 14a, 15b aus dem Kernschichtmaterial versehen, damit sich in den Flügeln 14 derselbe Schichtaufbau wie in den übrigen Bereichen der Antitranspirationseinlage ergibt und die Segmente 15a, 15b auch hier nach außen rundum abgeschlossene Kammern bilden, was einen Austritt von Flüssigkeit verhindert. Die Flügel 14 haben z. B. eine Länge von ca. 8 mm und eine Breite von ca. 2,5 mm.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Antitranspirationseinlage ist nicht auf den Achselhöhlenbereich beschränkt. Vielmehr kann sie, ggf. mit einer entsprechend angepassten geometrischen Form, als Einlage für Westen von Arbeitern, als Rückenabdeckung, als Schuheinlage oder sonstwie angewendet werden. Eine bevorzugte weitere Anwendung besteht z. B. darin, sie als Schweißband auszubilden und in einen Schutzhelm für Motorrad- oder Autofahrer einzusetzen. Ein Vorteil gegenüber üblichen, dauerhaft mit den Helmen verbundenen Schaumstoffeinlagen ergibt sich dann dadurch, dass die erfindungsgemäße Antitranspirationseinlage jederzeit leicht ausgewechselt werden kann.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die auf vielfache Weise abgewandelt werden können. Beispielsweise ist es möglich, auch oder nur die Oberschicht 1 mit einem Gerüche aufnehmenden Stoff wie z.B. (MCT-/?-) CD und statt mit Salbei mit anderen, die Haut nicht irritierenden Substanzen wie z. B. Lavendel, Rosenduft, Sommerfrische od. dgl. zu versehen. Auch der an sich bekannte Einschluss von Substanzen z. B. in die Kernschicht 3 in Form von Kügelchen od.
dgl., die unter dem Einfluss von Druck und/oder Wärme wohlriechende Düfte abgeben, ist denkbar. Parfümierende Substanzen können natürlich auch in Form von zusätzlichen Duftstreifen appliziert werden. Weiter können die Antitranspirationsein- lagen insgesamt in unterschiedlichen Farben angeboten werden, um sie beim Tragen weitgehend unsichtbar zu machen. Weiterhin ist klar, dass die angegebenen Maße und Gewichte nur bevorzugte Beispiele darstellen. Ferner können z. B. die Schichten 4 und 5 durch eine Klettbandschicht, insbesondere eine Schicht ersetzt werden, die mit Kletthandhaken versehen ist. Auch die Zahl der Kammern pro Antitranspirationsein- lage ist weitgehend variabel und insbesondere von der gewünschten Flexibilität und Anschmiegsamkeit des fertigten Produkts abhängig. Dabei ist klar, dass die Streifen 8 und 9 (Fig. 2) jeweils möglichst schmal gehalten werden sollten, damit sie den für die Segmente 3a, 3b nutzbaren Raum nur geringfügig reduzieren. Schließlich versteht sich, dass die verschiedenen Merkmale auch in anderen als den beschriebenen und dargestellten Kombinationen angewendet werden können.
