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Title:
APPARATUS FOR CHECKING MICROSTRUCTURING QUALITY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/007404
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention describes an apparatus for checking the microstructuring quality of a surface (2) for a known target microstructuring quality, comprising a radiation source (1) for coherent radiation, a first detector (10) and a second detector (4) and a mask which are set up and arranged with respect to one another in such a manner that (a) radiation emitted by the radiation source (1) onto a surface (2) provided with microstructuring of the target quality results in a diffraction pattern, (b) the n-order diffraction maximum of the diffraction pattern without the mask would impinge on the first detector (10), (c) the mask prevents ≥80% of the radiation quanta, which can be associated with the n-order diffraction maximum, impinging on the detector and (d) the a-order diffraction maximum of the diffraction pattern impinges on the second detector (4), where n is selected from the group consisting of 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 and 10 and a is selected from the group consisting of 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 and 10 and a ≠ n. Corresponding methods and uses are also described.

Inventors:
MEYER, Udo (Unterm Berg 89, Bremen, 28777, DE)
MARKUS, Susanne (Schwachhauser Heerstraße 102, Bremen, 28203, DE)
DIECKHOFF, Stefan (Wacholderweg 6, Lilienthal, 28865, DE)
Application Number:
EP2011/061699
Publication Date:
January 19, 2012
Filing Date:
July 08, 2011
Export Citation:
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Assignee:
FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V. (Hansastraße 27 c, München, 80686, DE)
MEYER, Udo (Unterm Berg 89, Bremen, 28777, DE)
MARKUS, Susanne (Schwachhauser Heerstraße 102, Bremen, 28203, DE)
DIECKHOFF, Stefan (Wacholderweg 6, Lilienthal, 28865, DE)
International Classes:
G01N21/956
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER & PARTNER (Postfach 10 60 78, Bremen, 28060, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche (2) bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität, umfassend eine Strahlungsquelle (1 ) für kohärente Strahlung, einen ersten Detektor (10), einen zweiten Detektor (4) und eine Maskierung, die so eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass

(a) von der Strahlungsquelle (1 ) auf eine Oberfläche (2), die mit einer Mikrostrukturie- rung in Zielqualität versehen ist, ausgesendete Strahlung ein Beugungsmuster ergibt,

(b) das Beugungsmaximum der Ordnung n des Beugungsmusters ohne die Maskie- rung auf den ersten Detektor (10) fallen würde,

(c) die Maskierung > 80 % der Strahlungsquanten, die dem Beugungsmaximum der Ordnung n zuzuordnen sind, am Auftreffen auf den Detektor hindert und

(d) das Beugungsmaximum der Ordnung a des Beugungsmusters auf den zweiten Detektor (4) fällt,

wobei n Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a φ n ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei der erste Detektor (10) und der zweite Detek- tor (4) zu einander gewinkelt angeordnet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, umfassend eine Auswerteeinheit (8), zum Vergleichen des durch den ersten Detektor (10) erzeugten Signales mit einem Zielwert Z1 und/oder des durch den zweiten Detektors erzeugten Signales mit einem Zielwert Z2.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Auswerteeinheit (8) zum Vergleichen des durch den ersten Detektor (10) erzeugten Signales mit einem Grenzwert G1 und/oder des durch den zweiten Detektors (4) erzeugten Signales mit einem Grenzwert G2 eingereicht ist.

5. Anordnung, umfassend eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und eine Mikrostrukturierungsvorrichtung (16).

6. Anordnung nach Anspruch 5, umfassend eine Vorrichtung nach Anspruch 4 und eine Steuerleitung (9) zur Übermittlung eines Steuersignales zur Veränderung der Arbeitsweise der Mikrostrukturierungsvorrichtung (16).

7. Verfahren zur Prüfung der Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität, umfassend die Schritte:

A) Bereitstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder einer Anordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6,

B) Bereitstellen einer zu prüfenden Oberfläche (2),

C) Anordnen der Vorrichtung oder der Anordnung zu der zu prüfenden Oberfläche, so dass im Falle, dass die Oberfläche mit einer Mikrostrukturierung in Zielqualität versehen ist

(a) von der Strahlungsquelle (1 ) auf die Oberfläche (2) ausgesendete Strahlung ein Beugungsmuster ergibt,

(b) das Beugungsmaximum der Ordnung n des Beugungsmusters ohne die Maskierung auf den ersten Detektor (10) fallen würde,

(c) die Maskierung > 80 % der Strahllungsquanten, die dem Beugungsmaximum der Ordnung n zuzuordnen sind, am Auftreffen auf den Detektor hindert und

(d) das Beugungsmaximum der Ordnung a des Beugungsmusters auf den zweiten Detektor (4) fällt, und

D) Verarbeiten des durch den ersten Detektor (10) erzeugten Signales und des durch den zweiten Detektor erzeugten Signales,

wobei n Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a φ n ist.

8. Verfahren zum Mikrostrukturieren einer Oberfläche, umfassend die Schritte:

A) Bereitstellen einer Anordnung nach Anspruch 6,

B) Bereitstellen einer zu mikrostrukturierenden Oberfläche,

C) Mikrostrukturieren der Oberfläche mit der Anordnung, wobei parallel ein Verfahren nach Anspruch 7 durchgeführt wird und im Falle des Unterschreitens eines der Grenzwerte G1 oder G2 über eine Steuerleitung (9) eine Übermittlung eines Steuersignales zur Veränderung der Arbeitsweise der Mikrostrukturierungsvor- richtung (16) erfolgt, so dass die Qualität der erzeugten Mikrostrukturierung mehr oder vollständig der Zielmikrostrukturierungsqualität entspricht.

9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder einer Anordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6 zur Prüfung von Mikrostrukturierungs- qualität einer Oberfläche (2) bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität.

10. Verwendung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 5 oder 6 zum Mikro- strukturieren einer Oberfläche.

Description:
Vorrichtung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität. Sie betrifft ferner eine Anordnung umfassend eine solche Vorrichtung und eine Mikrostrukturierungsvorrichtung. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Prüfung der Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität und ein Verfahren zum Mikrostrukturieren einer Oberfläche. Sie betrifft des Weiteren die Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Prüfung der Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche sowie die Verwendung einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Mikrostrukturieren einer Oberfläche, wobei gleichzeitig eine Qualitätsprüfung und gegebenenfalls eine Steuerung der Arbeitsweise der Mikrostrukturierungsvorrichtung bei Unterschreiten eines Qualitätsmindeststandards erfolgen kann.

Durch eine geeignete dreidimensionale Ausgestaltung von Oberflächen im Submillime- terbereich ist es möglich, die Oberflächen mit bestimmten Eigenschaften zu versehen. Bekannt ist hierbei zum Beispiel der Lotuseffekt, der bewirkt, dass Flüssigkeiten von Oberflächen leichter abperlen. Solche dreidimensionalen Strukturierungen im Submillime- terbereich (Mikrostrukturierung) sind im Idealfall regelmäßig wiederkehrende Muster Diese werden auch als Ribletstrukturen bezeichnet. Solche Strukturen sind insbesondere interessant im Bereich der Fahrzeugtechnik und der Turbinentechnik. Hier dienen sie in erster Linie dazu, Reibungswiderstände herabzusetzen. Bevorzugte Einsatzbereiche für solche Mikrostrukturierungen/Ribletstrukturen sind Oberflächen oder Oberflächenabschnitte von Flugzeugen, insbesondere deren Tragflächen und Rumpf, von Schienen- fahrzeugen, insbesondere Lokomotiv- und Waggon-Karosserien, Automobilen, Schiffen, insbesondere deren Rümpfe und Antriebschrauben, Windenergieanlagen, insbesondere deren Rotorblätter, Turbinen, insbesondere deren Rotor- und Startorblätter und von Rohrinnenoberflächen, insbesondere für Pipelines.

Damit die Mikrostrukturierungen ihre Funktion erfüllen können, müssen sie in einer Min- destqualität vorliegen. Die Ansprüche hierfür sind in verschiedenen Einsatzbereichen unterschiedlich, besonders hoch sind sie naturgemäß im Bereich der Luftfahrt. Dementsprechend ist eine Qualitätssicherung der aufgetragenen Ribletstrukturen insbesondere im Luftfahrtbereich wünschenswert, da die dreidimensionalen Ausgestaltungen der Oberfläche im Submillimeterbereich in einigen Einsatzgebieten bis auf wenige Mikrometer maßhaltig sein müssen.

Prinzipiell stehen für die Qualitätssicherung der Mikrostrukturierung eine Reihe von topologieabbildenden Verfahren zur Verfügung, zum Beispiel Fokusvariationsmikroskopie, Streifenlichtprojektion, Niederkohärenzinterferometrie sowie auf der Beugung von Lichtwellen basierende Verfahren. Alle der bisher bekannten Verfahren sind mit einem verhältnismäßig hohen apparativen und/oder zeitlichen Aufwand verbunden, wenn die in der Luftfahrtindustrie geforderte Genauigkeit erfüllt werden soll. Vermutlich aus diesen Gründen wird zurzeit kein entsprechendes Verfahren zur Überwachung der in der Luftfahrtindustrie eingesetzten Strukturen regelmäßig angewendet.

Auf Beugung basierende Verfahren zur Abbildung periodischer Strukturen sind bereits aus anderen technischen Bereichen bekannt. Hier sind zum Beispiel zu nennen die US2008291436A, JP2008058248A, JP2007170827A, DEI02004008474A, W004068070A und US6914683B.

In der US3748047A wird reflektiertes und gebeugtes Licht verglichen, um Aussagen über die Oberflächenbeschaffenheit zu machen. Es werden auch Maskierungen eingesetzt, das in diesem Dokument offenbarte Verfahren ist jedoch im Zweifelsfall nicht dazu geeignet, eine sehr gute Mikrostrukturierung von einer fehlenden Mikrostrukturierung zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche anzugeben, die apparativ verhältnismäßig einfach aufgebaut ist deren Komponenten preislich verhältnismäßig günstig sind, die einfach zu handhaben ist und/oder in der Lage ist, auch das völlige Fehlen einer Mikrostrukturierung parallel zur Qualitätsbestimmung zu signalisieren.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche (2) bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität, umfassend eine Strahlungsquelle (1 ) für kohärente Strahlung, einen ersten Detektor (10), einen zweiten Detektor (4) und eine Maskierung, die so eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass

(a) von der Strahlungsquelle (1 ) auf eine Oberfläche (2), die mit einer Mikrostrukturierung in Zielqualität versehen ist, ausgesendete Strahlung ein Beugungsmuster ergibt,

(b) das Beugungsmaximum der Ordnung n des Beugungsmusters ohne die Maskierung auf den ersten Detektor (10) fallen würde,

(c) die Maskierung > 80 % der Lichtquanten, die dem Beugungsmaximum der Ordnung n zuzuordnen sind, am Auftreffen auf den ersten Detektor hindert und

(d) das Beugungsmaximum der Ordnung a des Beugungsmusters auf den zweiten Detektor (4) fällt,

wobei n Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a Ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 und a φ n ist.

Mikrostrukturierungen (Ribletstrukturierungen) im Sinne dieser Anmeldung stellen eine räulich/periodische Struktur (Oberflächentopografie) dar. Wie bereits oben angedeutet umfasst diese Oberflächentopografie Strukturelemente im Submillimeterbereich, bevorzugt mit Vertiefungen im Bereich von 0,05 bis 500 μιτι, weiter bevorzugt 0,5 bis 200 μιτι, weiter bevorzugt von 5 bis 100 μιτι und besonders bevorzugt 20 bis 50 μιτι. Die Abstände benachbarter Höhen in der Oberflächentopografie zu einander betragen bevorzugt 0,05 bis 500 μιτι, weiter bevorzugt von 5 bis 250 μιτι und besonders bevorzugt 10 bis 200 μιτι zu einander. Wenn es sich bei den Höhen um Plateaus handelt, sind die Abstandswerte jeweils von Plateauaußenkante zu benachbarter Plateauaußenkante aufzufassen. Bevorzugte Strukturierungselemente für Mikrostrukturierungen sind Prismen, Plateaus und parabelförmige Rillen.

Erzeugen von IVlikrostrukturierung im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass eine Oberfläche mit einer IVlikrostrukturierung versehen wird. Dieses kann beispielsweise durch Prägen von Metall oder Lack erfolgen. Dieses geschieht im Regelfall durch eine Matrize, die ein Negativbild der gewünschten Oberflächentopografie darstellt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Oberfläche mit einem Laser ablativ zu strukturieren. Die Struktur kann auch durch direktes Fräsen in die Oberfläche erzeugt werden.

Die„Zielmikrostrukturierungsqualität" im Sinne dieser Anmeldung ist dabei die Qualität, die erreicht wird, wenn die durch die Matrize vorgegebene Oberflächentopografie ohne Fehler auf eine entsprechende Oberfläche übertragen wird. Die Zielmikrostrukturierungs- qualität wird im Zweifelsfall direkt an der Matrize bestimmt und auf das Negativ umgerechnet.

„Mikrostrukturierungsqualität" im Sinne der Anmeldung bedeutet dabei das Maß der Abweichung von der Zielmikrostrukturierungsqualität. Anders ausgedrückt: je geringer die Abweichung von der Zielmikrostrukturierungsqualität ist, desto höher ist die Mikrostrukturierungsqualität.

Sofern Mikrostrukturen mit kohärenter Strahlung wie zum Beispiel einem Laserstrahl bestrahlt werden, entsteht neben dem reflektierten Licht auch ein Beugungsmuster.

Eine Maskierung im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist bevorzugt eine Vorrichtung, die Strahlung (wenigstens teilweise) daran hindert, in den Raum einzutreten, der aus Ausbreitungsrichtung der Strahlung gesehen hinter der Vorrichtung (Maskierung) liegt.

„Lichtquanten, die einem Beugungsmaximum zuzuordnen sind, sind solche Lichtquanten, die dem Integral unter der Intensitätskurve zuzuordnen sind, wobei das Integral seitlich durch die den Maximum benachbarten Minima begrenzt ist.

Bevorzugte Strahlungsquellen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Laser, insbesondere Diodenlaser. Die Art der Beugungsmuster (und der dieses Muster darstellenden Beugungsfiguren) wird dabei von der Mikrostrukturierungsqualität beeinflusst. Mikrostrukturierungen mit hoher Qualität liefern ein einfaches Beugungsbild, bei dem die Maxima alle in einer Geraden, bzw. auf einem Kreis liegen und sich der größte Teil der Intensität der gebeugten Strah- lung in den Maxima wiederfindet. Eine Abweichung von der Zielmikrostrukturierungsquali- tät, wie zum Beispiel einer Abrundung von Spitzen, Kratzern, Fehlstellen usw. führt dabei zu einer Änderung der Beugungsfiguren. Dies führt dazu, dass in den ursprünglichen Bereichen maximaler Intensität eine Intensitätsabnahme stattfindet. Dementsprechend wird eine höhere Intensität in Bereichen außerhalb der Maxima messbar sein. Dies bedeutet, dass ein einfaches Qualitätskriterium die Intensität der gebeugten Strahlung außerhalb der ursprünglichen Intensitätsmaxima darstellt. Die Strahlung kann von der periodischen Struktur der Mikrostrukturierung auf einen Detektor gebeugt werden. Detektor im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung, die empfindlich für die verwendete Strahlung ist, und in der Lage ist, in Abhängigkeit von der Strahlungsintensität ein Signal zu erzeugen, dass analog zur Strahlungsintensität ist.

In der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind ein erster Detektor und ein zweiter Detektor vorgesehen. Der erste Detektor hat dabei die Funktion, bei vorliegender Mikrostrukturierung die Abweichung von der Zielstrukturierungsqualität zu bestimmen. Um hier eine verbesserte Signalstärke zu erzielen, ist es in erfindungsgemäßen Vorrichtungen vorge- sehen, dass eine Maskierung > 80 % der Strahlungsquanten bevorzugt > 85 %, weiter bevorzugt > 90 % und besonders bevorzugt > 95 % der Strahlungsquanten, die den Beugungsmaximum der jeweiligen Ordnung n zuzuordnen sind, am Auftreffen auf den ersten Detektor hindert.

Selbstverständlich ist es bevorzugt, dass im Sinne der Anmeldung n = 1 und a = 2, 3 oder 4 ist.

Dadurch, dass für den Fall einer hohen Mikrostrukturierungsqualität ein hoher Anteil von Strahlungsquanten am Auftreffen auf den ersten Detektor gehindert wird, kommt bei Abweichung von der Zielmikrostrukturierungsqualität ein besonders hohes (relatives) Signal auf den ersten Detektor. In diesem Zusammenhang sei noch einmal betont, dass die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestimmte Mikrostrukturierungsqualität immer auch in Relation zur Zielmikro- strukturierungsqualität zu betrachten ist.

Da bei dem Einsatz für die erfindungsgemäße Vorrichtung die Zielmikrostrukturierungs- qualität bekannt ist (zum Beispiel die Matrize liegt bereits vor), ist es dem Fachmann leicht, eine den gegebenen Umständen angepasste geeignete Strahlungsquelle auszuwählen. Ferner ist es ihm ohne Schwierigkeiten möglich, die oben beschriebenen Elemente der Vorrichtung so zu einander anzuordnen, dass eine sinnvolle Messung möglich ist. Hier sind insbesondere auch die Abstände der Strahlungsquelle zur zu prüfenden Oberfläche, die Neigung der Strahlung beim Auftreffen auf die zu prüfende Oberfläche, die Entfernung der Detektoren von der zu prüfenden Oberfläche und die Winkel der Detektoren zu der entsprechenden Oberfläche zu nennen.

Die Funktion des zweiten Detektors in der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, sicherzustellen, dass überhaupt eine (Mindest-) Mikrostrukturierung vorliegt. Es könnte nämlich der Fall auftreten, dass in Abwesenheit einer Mikrostrukturierung (oder bei sehr schlechter Mikrostrukturierungsqualität) eine Totalreflektion der auf die Oberfläche gebrachten Strahlung eintritt. Ebenso könnte eine Totalstreuung erfolgen. Dies hätte zur Folge, dass auf dem ersten Detektor ein Signal entstehen würde, das eine hohe Mikrostrukturierungsqualität vortäuschen würde: Außerhalb des (durch die Maskierung abge- deckten) Bereiches des Beugungsmaximums der Ordnung n würde verhältnismäßig wenig Strahlung auf den Detektor fallen und so scheinbar auf das nicht-Vorhandensein von Fehlbeugungen, ausgelöst durch geringe Mikrostrukturierungsqualität, anzeigen. Dementsprechend ist es vorteilhaft, dass der zweite Detektor identifiziert, ob überhaupt Beugungsfiguren vorhanden sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, den zweiten Detektor mit einer Maskierung auszustatten, die beispielsweise Strahlungsquanten an einem Auftreffen auf den Detektor hindert, sofern sie Quanten sind, die nicht dem Beugungsmaximum der Beugungsordnung a zuzuordnen sind.

Wie bereits oben angedeutet ist bevorzugt, dass a > n ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist, dass die Strahlungsquelle auf der zu prüfenden Oberflä- che eine Fläche von < 10 cm 2 , bevorzugt < 5 cm 2 , weiter bevorzugt < 1 cm 2 , und besonders bevorzugt < 5 mm 2 bestrahlt. Bei einer verhältnismäßig kleinen bestrahlten Fläche ist möglich auch die Qualität der Mikrostrukturierung im Bereich von Krümmungen mit einer hinreichenden Genauigkeit festzustellen. Dabei weiß der Fachmann, dass bei der Mikrostrukturierung von Flächen mit kleinen Krümmungsradien die Strahlungsfläche entsprechend verkleinert werden muss.

Wie ebenfalls bereits oben angedeutet müssen die Lage der Detektoren (und auch ggf. an die Größe der bestrahlten Fläche auf der zu prüfenden Oberfläche) an die jeweilige (Ziel-) Mikrostrukturierung angepasst werden, dies gilt selbstverständlich auch für die Größe und die Lage der jeweiligen Maskierung. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist insbesondere darin zu sehen, dass sie in Echtzeit die Mikrostrukturierungsqualität bestimmen kann. Der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist einfach und besteht aus wenigen kostengünstigen Komponenten. Es sind keine beweglichen Teile unbedingt erforderlich, ebenso keine komplizierten Optiken. Dementsprechend ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass die erfindungsge- mäße Vorrichtung frei von Prismen ist.

Trotz des verhältnismäßigen einfachen Aufbaus führt der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu einem sehr empfindlichen Messverfahren für die Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche, das heißt hier insbesondere für Abweichungen von der Zielmikro- strukturierungsqualität. Dem oben Gesagten entsprechend ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass der erste Detektor und der zweite Detektor zueinander gewinkelt angeordnet sind.

Gewinkelt bedeutet in diesem Fall, dass sie nicht parallel zueinander sind.

Bei einer geeigneten Auswahl der Winkel zueinander ist somit gewährleistet, dass die Strahlung des jeweiligen für den Detektor entscheidenden Beugungsmaximums (der Ordnung a bzw. der Ordnung n) senkrecht auf den jeweiligen Detektor trifft. Ferner ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass die erfindungsgemäßen Detektoren hinsichtlich ihrer Größe so gewählt werden, dass sie maximal noch im Bereich der Beugungsmaxima der benachbarten Ordnungen (n ± 1 bzw. a ± 1 ) liegen, wobei bevorzugt selbstverständlich vermieden wird, dass die Strahlung des„Beugungsmaximums" nullter Ordnung auf einen der Detektoren fällt. Eine bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Auswerteeinheit, zum Vergleichen des durch den ersten Detektor erzeugten Signales mit einem Zielwert Z1 und/oder des durch den zweiten Detektors erzeugten Signales mit einem Zielwert Z2.

Der Vorteil einer solchen Bestimmung ist es, dass über ein Ausgabevorrichtung (die bevorzugt ebenfalls Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist) es möglich ist, Informationen über die Mikrostrukturierungsqualität bzw. die Abweichung der Mikrostruk- turierungsqualität von der Zielmikrostrukturierungsqualität zu übermitteln.

Diese Auswerteeinheit kann beispielsweise ein Computer sein, der die durch die Detektoren erzeugten Signale mit einem zugeordneten Zielwert vergleicht. Dabei handelt es sich bei dem Zielwert Z1 und Z2 jeweils um den Wert, der der Zielmikrostrukturierungsqualität entspricht. Wie bereits oben angedeutet, kann ein solcher Wert in Abhängigkeit von der verwendeten Mikrostrukturierungsmatrize bestimmt werden.

Weiter bevorzugt ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die Auswerteeinheit zum Vergleichen des durch den ersten Detektor erzeugten Signales mit einem Grenzwert G1 und/oder des durch den zweiten Detektors erzeugten Signales mit einem Grenzwert G2.

Die Grenzwerte G1 und G2 stellen einen von der Zielmikrostrukturierungsqualität abhängigen Schwellenwert dar, bis zu dem eine Abweichung von der Zielmikrostrukturierungs- qualität noch tolerierbar ist. Diese Grenzwerte sind abhängig vom Anwendungszweck der Mikrostrukturierung durch den Fachmann wählbar.

Das Bestimmen eines solchen Grenzwertes hat den Vorteil, dass für den Fall, dass er in Richtung einer zu geringeren Mikrostrukturierungsqualität unterschritten wird (bzw. überschritten, je nach Bestimmung des Grenzwertes) ein entsprechendes Warnsignal erzeugt werden kann und/oder eine Nachsteuerung bei der Mikrostrukturierung (siehe auch weiter unten).

Teil der Erfindung ist auch eine Anordnung, umfassend eine erfindungsgemäße Vorrichtung und eine Mikrostrukturierungsvorrichtung.

Eine Mikrostrukturierungsvorrichtung im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die dazu geeignet ist, eine Mikrostrukturierung auf eine Oberfläche aufzubringen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Prägewalzen (für die Mikrostrukturierung von harten Ober- flächen) oder Matrizensysteme (für die Mikrostrukturierung von aushärtbaren Oberflächen) handeln.

Der Vorteil einer solchen erfindungsgemäßen Anordnung ist darin zu sehen, dass unmittelbar nach dem Auftragen bzw. Erzeugen einer entsprechenden Mikrostrukturierung deren Qualität geprüft werden kann.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist eine erfindungsgemäße Anordnung, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst, wobei die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Auswerteeinheit zum Vergleichen des durch den ersten Detektor erzeugten Signales mit einem Zielwert Z1 und einem Grenzwert G1 und/oder zum Vergleichen des durch den zweiten Detektor erzeugten Signales mit einem Zielwert Z2 und einem Grenzwert G2 umfasst. Ferner umfasst die genannte bevorzugte erfindungsgemäße Anordnung eine Steuerleitung zur Übermittlung eines Steuersignals zur Veränderung der Arbeitsweise der Mikro- strukturierungsvorrichtung.

Die Veränderung der Arbeitsweise erfolgt im Sinne der Erfindung selbstverständlich hin zu einer Erzeugung einer verbesserten Mikrostrukturierungsqualität, zum Beispiel für den Fall, dass einer der Grenzwerte G1 oder G2 in Richtung einer zu geringen Mikrostrukturierungsqualität unterschritten wird. Eine entsprechende Veränderung der Arbeitsweise der Mikrostrukturierungsvorrichtung kann zum Beispiel ein erhöhter Andruck sein (oder ein verringerter Andruck), eine veränderte Arbeitsgeschwindigkeit, eine unterschiedliche Bestrahlungsintensität durch die Aushärtelampen oder eine abweichende Wellenlänge der Bestrahlungslampe.

In diesem Zusammenhang ist dem Fachmann selbstverständlich klar, dass die Mikro- strukturierungsvorrichtung nicht zwingend lediglich die jeweilige Matrize umfasst, sondern noch weitere Elemente umfassen kann wie zum Beispiel Auftragevorrichtungen für aushärtbare Materialien, Aushärtungsvorrichtungen wie zum Beispiel UV-Lampen und flexible Auftragsrollen.

Ferner Bestandteil der Erfindung ist ein Verfahren zur Prüfung der Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität, umfassend die Schritte: A) Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung oder einer erfindungsgemäßen Anordnung ,

B) Bereitstellen einer zu prüfenden Oberfläche,

C) Anordnen der Vorrichtung oder der Anordnung zu der zu prüfenden Oberfläche, so dass im Falle, dass die Oberfläche mit einer Mikrostrukturierung in Zielqualität versehen ist

(a) von der Strahlungsquelle auf die Oberfläche ausgesendete Strahlung ein Beugungsmuster ergibt,

(b) das Beugungsmaximum der Ordnung n des Beugungsmusters ohne die Maskie- rung auf den ersten Detektor fallen würde,

(c) die Maskierung > 80 % der Strahlungsquanten, die dem Beugungsmaximum der Ordnung n zuzuordnen sind, am Auftreffen auf den Detektor hindert und

(d) das Beugungsmaximum der Ordnung a des Beugungsmusters auf den zweiten Detektor fällt, und D) Verarbeiten des durch den ersten Detektor erzeugten Signales und des durch den zweiten Detektor erzeugten Signales.

In diesem Verfahren wird die erfindungsgemäße Vorrichtung sinnvoll eingesetzt. Wie bereits oben angedeutet ist der Schritt C) für den Fachmann - Insbesondere bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität - ohne Schwierigkeiten vorzunehmen, hier insbeson- dere auch das Anordnen der Vorrichtung zu der zu prüfenden Oberfläche. Schritt D dient dabei beispielsweise zur Informationsausgabe über ein Anzeigegerät. Beim Verarbeiten werden bevorzugt die Signale der Detektoren mit den Zielwerten Z1 , Z2 und/oder den Grenzwerten G1 , G2 verglichen.

Ebenfalls Bestandteil der Erfindung ist ein Verfahren zum Mikrostrukturieren einer Ober- fläche, umfassend die Schritte:

A) Bereitstellen einer wie oben beschriebene bevorzugte erfindungsgemäßen Anordnung (mit Auswerteinheit zum Vergleich der Zielwerte Z1 , Z2, E1 und/oder G2 und Steuerleitung, siehe oben)

B) Bereitstellen einer zu mikrostrukturierenden Oberfläche, C) Mikrostrukturieren der Oberfläche mit der Anordnung, wobei parallel ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Prüfung der Mikrostrukturierungsqualität der (gerade) mikrostrukturierten Oberfläche durchgeführt wird und im Falle des Unterschreitens eines der Grenzwerte G1 oder G2 über eine Steuerleitung (9) eine Übermittlung eines Steuersignales zur Veränderung der Arbeitsweise der Mikro- strukturierungsvorrichtung (16) erfolgt, so dass die Qualität der erzeugten Mikrostrukturierung mehr oder vollständig der Zielmikrostrukturierungsqualität entspricht. Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, in sito die Mikrostrukturierungsqualität beim Aufbringen zu überwachen und gegebenenfalls in das Mikrostrukturie- rungsverfahren einzugreifen, so dass bei Unterschreiten einer Mindestqualität der Mikrostrukturierung danach aufgebrachte Mikrostrukturierung der Mindestqualität entspricht oder sogar nahe an der Zielqualität liegt. Selbstverständlich ist es im Sinne der Erfindung auch möglich, bereits bei einem leichten Abweichen von der Zielqualität eine entsprechende Nachsteuerung vorzunehmen, so dass ein ständiger Regelprozess stattfindet.

Teil der Erfindung ist auch eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung oder einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Prüfung von Mikrostrukturierungsqualität einer Oberfläche bei bekannter Zielmikrostrukturierungsqualität sowie eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Mikrostrukturieren einer Oberfläche.

Diese Verwendungen führen zu den jeweils oben beschriebenen Vorteilen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und anhand von Figuren näher erläutert.

Es stellen dar: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung,

Fig. 2 einen maskierten Detektor (unten) und ein idealisiertes Beugungsbild einer idealen Riblettstruktur auf dem unmaskierten Detektor (oben) und

Fig. 3 ein idealisiertes Beugungsbild einer gestörten Riblettstruktur auf dem maskierten Detektor (unten) und ein idealisiertes Beugungsbild einer idealen Riblettstruktur auf dem maskierten Detektor. In Fig. 2 und 3 entsprechen die gefüllten schwarzen Punkte (schematisch) jeweils der Maskierung.

In den Abbildungen stellen die Bezugszeichen folgendes dar:

1 Strahlungsquelle, bevorzugt ein Laser,

2 zu prüfende Oberfläche,

3 gebeugte Strahlung, erster Ordnung,

4 Zweiter Detektor,

5 gebeugte Strahlung, höherer Ordnung,

6 Gehäuse,

7 Signalleitung,

8 Auswerteeinheit,

9 Signalleitung,

10 Erster Detektor,

1 1 idealisiertes Beugungsbild einer Riblettstruktur auf dem maskierten Detektor,

12 idealisiertes Beugungsbild einer idealisierten Riblettstruktur auf dem maskierten Detektor

13 maskierter Detektor,

14 idealisiertes Beugungsbild einer idealen Riblettstruktur auf dem unmaskierten Detektor und

16 Mikrostrukturierungsvorrichtung

Die Fig. 1 stellt eine einfache und zweckmäßige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung dar. Wie durch den Pfeil in Fig. 1 angedeutet ist es möglich, dass die erfindungsgemäße Anordnung stationär ist, während die zu strukturierende Oberfläche an der Anordnung vorbeigeführt wird. Selbstverständlich ist es aber auch umgekehrt möglich, die Anordnung über die mikrozustrukturierende Oberfläche zu führen. Mit Bezug auf Fig. 1 sendet die Strahlungsquelle 1 , hier ein Laser, Laserlicht einer an die Zielmikrostruktierungsqualität angepassten Wellenlänge auf die zu prüfende Oberfläche. Dieses Licht wird auf der Oberfläche (unter anderem) gebeugt. Dabei sind die Entfernun- gen und Anordnungen des Lasers 1 , der zu prüfenden Oberfläche 2, des ersten Detektors 10 und des zweiten Detektors 4 zueinander so gewählt, dass der erste Detektor 10 im Bereich des gebeugten Strahls erster Ordnung (3) liegt und der zweite Detektor 4 im Bereich des gebeugten Strahls höherer Ordnung (hier zum Beispiel zweiter Ordnung) liegt. Die Vorrichtung ist einem Gehäuse 6 untergebracht und die beiden Detektoren 4, 10 sind über eine Steuerleitung 7 mit einer Auswerteeinheit 8 verbunden (Steuerleitung 7 für den ersten Detektor 10 nicht gezeigt). In Fig. 1 ist der erste Detektor 10 mit einer Maske wie in Bezugszeichen 13 wie in Fig. 2 dargestellt maskiert (in Fig. 1 nicht dargestellt).

Dadurch wird ein wesentlicher Teil der Lichtquanten, die den Beugungsmaximum erster Ordnung zuzuordnen sind vom Zutritt auf den ersten Detektor 10 ausgeschlossen. Dadurch ermittelt der Detektor empfindlich Abweichungen von der Zielmikrostrukturierungs- qualität, das heißt Lichtquanten die außerhalb des Beugungsmuster der Zielmikrostruktu- rierungsqualität liegen würden. Der erste Detektor 10 gibt ein entsprechendes Signal an die Auswerteeinheit 8 weiter. Der zweite Detektor 4 ermittelt, ob ein gebeugter Strahl höherer Ordnung (hier zweiter Ordnung) vorliegt. So wird ermittelt, ob überhaupt ein Beugungsmuster vorliegt und so eine schwere Fehlmikrostrukturierung bzw. ein vollständiges Fehlen der Mikrostrukturierung registriert, für den Fall, dass kein Beugungsmuster vorliegt.

Auch der zweite Detektor 4 gibt ein entsprechendes Signal über die Steuerleitung 7 an die Auswerteinheit 8 weiter. Die Auswerteinheit 8 vergleicht die von Detektoren gemessenen Werte mit den Zielwerten Z1 und Z2, die vorher in Abhängigkeit von der Zielmikro- strukturierungsqualität in die Auswerteeinheit einprogrammiert wurden. Ferner vergleicht die Auswerteinheit 8, ob ein Grenzwert G1 oder G2 in Richtung einer zu geringen Mikro- strukturierungsqualität unterschritten wird. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn der erste Detektor eine zu hohe Lichtintensität misst oder der zweite Detektor eine zu geringe. Auch diese Grenzwerte sind abhängig von der Zielmikrostrukturierungsqualität sowie der tolerablen Abweichung von dieser.

Sofern einer dieser Grenzwerte G1 oder G2 im Sinne einer zu geringen Mikrostrukturie- rungsqualität unterschritten wird, gibt die Auswerteeinheit 8 über die Signalleitung 9 ein Signal an die Mikrostrukturierungsvorrichtung 16 weiter, mittels dessen die Arbeitsweise der Mikrostrukturierungsvorrichtung 16 so verändert wird, dass sich die Mikrostrukturie- rungsqualität der Mikrostrukturierung verbessert, die von der Mikrostrukturierungseinheit 16 erzeugt wird. Dementsprechend wird in einer erfindungsgemäßen Anordnung gemäß Fig. 1 bei sehr grob gestörter Mikrostrukturierung kein nennenswerter Anteil des Lichtes an der Oberfläche gebeugt. In diesem Fall registriert der zweite Detektor 4 ein Fehlen der Beugungsfiguren höherer Ordnung. Wird am zweiten Detektor 4 dagegen eine ausreichende Intensität registriert, so existiert eine Mikrostrukturierung. Sofern der erste Detektor 10 gleichzei- tig eine sehr geringe Intensität anzeigt, so handelt es sich um eine Mikrostrukturierung deren Qualität nahe der Zielmikrostrukturierungsqualität liegt. Ist die Intensität am ersten Detektor 10 jedoch zu hoch, ist die Qualität der Mikrostrukturierung unbefriedigend.

Wie oben bereits mehrfach beschrieben werden die Abstände der einzelnen Komponenten zueinander, sowie die Ausgestaltung der Maskierung an die jeweilige Zielmikrostruk- turierung bzw. deren Qualität angepasst.