| Patentansprüche 1. Vorrichtung zur UV-Bestrahlung von Gasströmen umfassend zumindest ein Trägergestell (2), wobei das Trägergestell (2) mindestens eine wasserdichte UV- Lampe (3) und mindestens eine wasserdichte elektrische Steckverbindung (7) aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägergestell (2) in einem Reaktorgehäuse (1) vorgesehen ist und dem Reaktorgehäuse (1) entnehmbar ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktorgehäuse (1) zumindest eine Klappe (11) aufweist, wobei das oder die Trägergestelle (2) durch die Klappe (11) dem Reaktorgehäuse (1) entnehmbar sind. 4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Trägergestell (2) ein Schutzgehäuse (10) angebracht ist, welches den oder die Anschlüsse der UV-Lampen (3), elektronische Bauteile und/oder Kabel enthält. 5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserdichte, elektrische Steckverbindung (7) am Schutzgehäuse (10) angebracht ist. 6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktorgehäuse (1) und das oder die Trägergestelle (2) Führungs- und Verriegelungselemente aufweisen. 7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Steckverbindung (7) einen Deckel aufweist, wobei der Deckel auf den am Trägergestell (2) vorgesehenen Teil der Steckverbindung (7a) aufgesetzt wird und ihn wasserdicht abschließt. 8. Verwendung der Vorrichtung gemäß einem der voranstehenden Ansprüche zur Entfernung von organischen Substanzen aus Gasströmen und/oder zur Inaktivierung von Mikroorganismen in Gasströmen. 9. Verwendung nach Anspruch 7 zur Reinigung von Abluftströmen in Abluftanlagen. 10. Verfahren zur Reinigung von Vorrichtungen zur UV- Bestrahlung von Gasströmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass (a) die Teile (7a) und (7b) der elektrischen Steckverbindung (7) zwischen dem Trägergestell (2) und dem Reaktorgehäuse (1) entkoppelt werden, (b) das Trägergestell (2) dem Abluftsystem oder dem Reaktorgehäuse (1) entnommen wird, (c) das Trägergestell (2) maschinell oder händisch gereinigt wird, (d) das gereinigte Trägergestell (2) in das Abluftsystem oder das Reaktorgehäuse (1) eingefügt wird und (e) die Steckverbindungsteile (7a) und (7b) wieder gekoppelt werden. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt (a) nach der Entkopplung der am Trägergestell (2) angebrachte Teil der Steckverbindung (7a) mit dem Deckel verschlossen wi und in Schritt (e) vor der Kopplung der Deckel vom Steckverbindungsteil (7a) entfernt wird. |
Die Erfindung betrifft ein verbessertes System zur Reinigung von Abluft mittels UV- Strahlung insbesondere zur Entfernung von organischen Substanzen wie Fetten und Ölen sowie zur Entfernung von Bakterien, Pilzen und anderen Keimen aus Gas- und/oder Luftströmen. Das erfindungsgemäße System vereinfacht und erleichtert vor allem die Reinigung und Wartung von UV-Lampen, die zur Bestrahlung von organisch belasteter Abluft zum Beispiel in Küchen, Industrie, Gesundheitseinrichtungen etc. eingesetzt werden .
Zum Beispiel werden in gastronomischen Betrieben die beim Kochen entstehende Wrasen in der Regel über entsprechende Abluftanlagen gefiltert und abgesaugt. Mit der Abluft werden Fett- und Ölrückstände abgesogen, die sich in Ablufthauben, Abluftkanälen, auf Ventilatoren,
Brandschutzklappen, Wärmetauschern und anderen
Komponenten ablagern und diese verschmutzen. Die fettigen Ablagerungen führen zur Reduktion der Leistung, erhöhen die Brandgefahr und führen durch Bewuchs von
Mikroorganismen zu unangenehmen Gerüchen.
Bekannt ist die Reinigung der Abluft durch UV-Bestrahlung, wobei sowohl organische Rückstände entfernt als auch Keime inaktiviert werden. Zur Desinfektion wird in der Regel Strahlung der Wellenlänge 254 nm eingesetzt.
Wellenlängen unterhalb etwa 200 nm wirken durch Photolyse des Luftsauerstoffs ozongenerierend, so dass organische Verbindungen oxidiert werden. Üblicherweise befinden sich die UV-Lampen direkt im Ab- luftstrom, meist in den Ablufthauben selbst. Es ist daher notwendig die UV-Lampen in bestehenden lufttechnischen Anlagen regelmäßig entsprechend dem Verschmutzungsgrad zu reinigen, um ihre Funktion zu gewährleisten. Auch die umliegenden Gehäuseteile und Aufnahmeeinrichtungen für die UV-Lampen sind der Verschmutzung durch den Abluftstrom ausgesetzt und müssen somit regelmäßig gereinigt werden.
Die Reinigung erfolgt üblicherweise manuell unter Verwendung von Wischtüchern oder Papierhandtüchern mittels Wischtechnik und speziellen Reinigungsmitteln. Für eine manuelle Reinigung werden die UV-Lampen und die anderen zu reinigenden Teile aus der Anlage ausgebaut. Dazu müssen sämtliche Verschraubungen und Halterungen gelöst und alle Elektroverbindungen getrennt werden. Jedes Teil inklusive der UV-Lampen wird dann einzeln gereinigt bis der gewünschte Reinigungsgrad erreicht ist. Diese manuelle Reinigung ist somit zeitaufwendig und der
Verbrauch an Putzmitteln, Wischtüchern und anderem ist hoch. Auch führen die mechanischen Belastungen bei der Reinigung regelmäßig zum Bruch der UV-Lampen. Des
Weiteren wird durch den Ausbau und die Reinigung der Teile die Lüftungsanlage einige Zeit außer Betrieb gesetzt, so dass der Betriebsablauf z.B. in einer
Großküche stark beeinträchtigt wird.
Das Reinigen der UV-Lampen mittels Wasserstrahl ist bei den meisten Anlagen zur Luft- oder Abluftbehandlung nicht möglich, weil diese Systeme in der Regel nicht wasserdicht ausgeführt sind und es daher zu Ausfällen der
Elektrik kommen würde. Zudem kann der Einsatz von Wasser in unmittelbarer Nähe der Produktionsstätten wie zum Beispiel Friteusen zu Fettexplosionen führen.
Der Einsatz von automatisch arbeitenden Reinigungssystemen wie sie aus der Wasseraufbereitung und -behandlung bekannt sind, ist bei UV-Lampen, welche direkt in den Luft- oder Abluftströmen eingesetzt werden, ist ohne weiteres nicht möglich. Hier fehlt das Medium "Wasser", das als Gleitmittel für eine funktionierende Wischtechnik notwendig ist.
Aus DE 10 2005 043605 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren bekannt, in dem eine wässerige Tensidlösung als Reinigungsmittel durch eine die UV-Lampe bzw. UV-Röhre umgebende Kammer gepumpt wird und diese Kammer auf der Länge der UV-Röhre hin- und her bewegt wird. Aufgrund der in der Regel engen Bauausführung der Abluftanlagen ist ein nachträglicher Einbau dieser Anlagen aus Platzmangel meist nicht möglich. Darüber hinaus können mit diesem vergleichsweise teuren und wartungsaufwendigen Verfahren nur die UV-Lampen und nicht die sie umgebenden Anlagen- und Gehäuseteile gereinigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine verbesserte Vorrichtung zur Reinigung von Abluftströmen mit Hilfe von UV-Bestrahlung zur Verfügung zu stellen, die insbesondere eine leichte und einfache Reinigung der regelmäßig verschmutzenden Teile der Abluftanlage ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß dem Hauptanspruch, deren Verwendung zur Reinigung
Gasströmen gemäß dem Anspruch 8 sowie durch ein Verfahren zur ihrer Reinigung gemäß Anspruch 10. Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche und/oder werden in der Beschreibung offenbart .
Die erfindungsgemaße Vorrichtung umfasst zumindest ein Trägergestell, das die UV-Lampen und eine wasserdichte Steckverbindung aufweist. Das Trägerelement kann beim Bau einer Abluftanlage in die bereits bauseits vorgesehenen und sicher nach außen abgeschirmten Bauteile eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße Trägergestell kann in jedem Gehäuse oder System eingebaut werden, welches als
Reaktionsraum für UV-Lampen dienen kann. Dieser
Reaktionsraum muss lediglich gegen nach außen wirkende UV-Strahlung geschützt sein und über die üblichen Sicherheitseinrichtungen verfügen, welche die gesundheitliche Gefährdung des Personals durch UV- Strahlen und den Austritt von Ozon verhindern.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung weiterhin ein Reaktorgehäuse, welches der Aufnahme des Trägergestells dient, so dass die erfindungsgemäße Vorrichtung ohne Weiteres in bestehenden Abluftssystemen eingesetzt werden kann. Das Reaktorgehäuse weist eine Klappe auf, durch die das
Trägergestell dem Reaktorgehäuse entnommen werden kann. Die Klappe ist verschließbar, um den Betrieb des
Abluftsystems speziell die Absaugung der Abluft nicht zu stören. Das Reaktorgehäuse ist bevorzugt gegen UV- Strahlung nach außen abgeschirmt. Zusätzlich kann das Reaktorgehäuse weitere Bauteile wie Luftströmungselemente und Filterelemente sowie alle zugehörigen Elektrokabel und Elektronikbauteile aufnehmen. Das erfindungsgemäße Trägergestell weist mindestens eine wasserdichte UV-Lampe und mindestens eine wasserdichte elektrische Steckverbindung auf, wobei die wasserdichte Steckverbindung eine Elektrokabelverbindung zwischen den UV-Lampen und den im Reaktorgehäuse befindlichen elektronischen Bauteilen herstellt. Vor der Entnahme des
Trägergestells wird diese Elektroverbindung unterbrochen, indem die Steckverbindung entkoppelt wird.
Erfindungsgemäß wird zur Kopplung und Entkopplung der elektrischen Verbindung ein wasserdichter Steckverbinder verwendet. Im gekoppelten Zustand wird der Betrieb der Anlage ermöglicht und im entkoppelten Zustand wird die einfache Entnahme des Trägerkörpers mit den UV-Lampen ermöglicht .
Erfindungsgemäß wird zur Kopplung der KabelVerbindung zwischen den UV-Lampen im Trägergestell und den elektronischen Vorschaltgeräten als Steckverbindung ein spezielles Steckverbindersystem verwendet. Nach der Entkopplung kann das Trägergestell mit den UV-Lampen dem
Reaktorgehäuse entnommen und in üblicher Art und Weise gereinigt werden z.B. maschinell in einer Gewerbespülmaschine oder händisch in einem Spülbecken
passender Größe. Anschließend wird das Trägergestell wieder in das Reaktorgehäuse eingesetzt, die
Steckverbindung gekoppelt und die UV-Lampen des
Trägergestells wieder mit den Vorschaltgeräten des
Reaktorgehäuses verbunden. Die erfindungsgemäßen
Kabelverbindungen sind so gestaltet, dass die Kopplung und Entkopplung nur mit einem Handgriff und ohne
zusätzliche Hilfsmittel zu bewerkstelligen ist. Erfindungsgemäß werden im Trägergestell wasserdichte UV- Lampen fixiert. Bevorzugt werden röhrenförmige UV-Lampen eingesetzt. Die Aufnahme der UV-Lampen im Trägergestell erfolgt durch einfache Fixierung in Aussparungen bevorzugt Bohrungen oder Löchern, welche den Durchmessern der UV-Lampen angepasst sind. In einer bevorzugten Ausführ ¬ ungsform sind die UV-Lampen an der einen Seite zusätzlich durch Verschraubung im Trägergestell befestigt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an dem Trägergestell weiterhin ein Schutzgehäuse angebracht, welches die Anschlüsse der UV-Lampen und die Leitungen oder Kabel zur Steckverbindung aufnimmt. Zur Abdichtung und Fixierung der Durchführungen können beispielsweise spezielle UV- und wärmebeständige Silikonmassen
eingesetzt werden.
Ein erster Teil der wasserdichten, elektrischen
Steckverbindung ist am Trägergestell selbst oder am
Schutzgehäuse angebracht, ein zweiter Teil der
Steckverbindung am Reaktorgehäuse. Die elektrische
Verbindung zwischen UV-Lampen und elektronischen Vor- schaltger ten, die im Reaktorgehäuse untergebracht sind, wird über die wasserdichte Steckverbindung bzw. den
Steckverbinder hergestellt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist am Steckverbinder oder am Trägergestell selbst ein Deckel angebracht, der auf den gelösten, entkoppelten Teil der Steckverbindung, der am Trägergestell vorgesehen ist, aufgesetzt werden kann. Der Deckel ist erfindungsgemäß so ausgestaltet, dass er den entkoppelten Teil der Steckverbindung am Trägergestell wasserdicht verschließt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Deckel zusätzlich mit einer Arretierung oder Sicherungsvorrichtung versehen, die ein unbabsichtigtes Öffnen des Deckels verhindert. Durch das Aufsetzen des Deckels ist der Steckverbinder auch im gelösten und entkoppelten Zustand wasserdicht. Dadurch müssen die Kabelenden und die elektronischen Bauteile nicht wasserfest ausgeführt sein. Weiterhin schützen Deckel und Schutzgehäuse die elektronischen Bauteile zusätzlich vor grober Verschmutzung und mechanischer Beanspruchung .
Das erfindungsgemäße Trägergestell dient der Aufnahme von UV-Lampen. Es ist mit dem Reaktorgehäuse nicht
verschraubt oder auf andere Art fest verbunden, um einfache Herausnahme aus dem Gehäuse und Wiedereinsatz in das Gehäuse zu ermöglichen. Erfindungsgemäß weisen
Trägergestell und Reaktorgehäuse spezielle Führungs- und Verriegelungselemente auf, welche das Trägergestell im Reaktorgehäuse halten und fixieren.
Beispielsweise weist das Trägerelement Führungsschienen auf, in die Führungsstifte, welche an den entsprechenden Stellen im Reaktorgehäuse angebracht sind, eingreifen können. Es sind auch alle anderen dem Fachmann geläufigen Mittel und Elemente geeignet, die die entsprechende
Führung und/oder Verriegelung der beiden Teile bewirken.
Geeignete Materialien für die erfindungsgemäßen
Vorrichtungen sind die dem Fachmann für die Anwendung in Abluftanlagen bekannten Metalle und Kunststoffe.
Erfindungsgemäß bevorzugt werden Materialien eingesetzt, die zur Reinigung von organisch verunreinigter Abluft insbesondere Küchenabluft geeignet sind.
Das erfindungsgemäße Trägergestell kann als Einzelbauteil in ein Reaktorgehäuse eingebaut werden. Es können auch mehrere Einheiten aus Trägergestell und Reaktorgehäuse als modulares Komplettsystem in Einzel- oder
erweiterungsfähigen Modulen entsprechend den
Leistungsanforderungen zur Luft- bzw. Abluftreinigung zum Einsatz gebracht werden.
In einem modularen Aufbau der vorliegenden Erfindung weisen die Module, welche aus Reaktorgehäuse und
Trägergestell bestehen, bevorzugt die gleichen Rastermaße und den gleichen Aufbau auf. Zur leistungsgerechten Anpassung an bestehende Luft- oder Abluftsysteme können so durch den Einsatz der benötigten Anzahl der Module viele denkbare Anwendungen im Luft- und Abluftbereich
realisiert werden.
So können zum Beispiel die erfindungsgemäßen
Vorrichtungen bzw. Module bei Ablufthauben
unterschiedlichster Größen und Abmessungen eingesetzt werden. Dabei werden ein oder mehrere Module über der Haube oder seitlich an der Haube installiert und mit dem Abluftkanalsystem verbunden. Eine seitliche Installation wird beispielsweise bei Deckenhauben bevorzugt. Die
Module können beispielsweise nebeneinander platziert werden, um die Gas-, Luft- oder Abluftströme gleichmäßig zu verteilen und zu reinigen und die gereinigten
Gasströme in das Abluftsystem abzuleiten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Reaktorgehäuse neben dem Trägergestell weitere Elemente und Bauteile wie Strömungsleitbleche und Filteraufnahmen. Diese Bauteile befinden sich ebenfalls direkt im Gasoder Abluftstrom, so dass auch sie im Betrieb verschmutzen. Erfindungsgemäß sind diese Bauteile dem Reaktorkörper ohne zusätzliche Hilfsmittel entnehmbar .
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Vorrichtung zusätzlich eine Einrichtung zur Signalisierung von Reinigungseingriffen auf. Mit Hilfe dieser Einrichtung wird jedes Mal, wenn die
Steckverbindung getrennt bzw. entkoppelt wird, ein Signal zur Auswertung weitergeleitet . So können zum Zwecke der Nachweisführung die Zahl der Reinigungsvorgänge
dokumentiert werden.
Die gestellte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Reinigung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen zur UV-Bestrahlung von Gasströmen gelöst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst.
Die wasserdichte Steckverbindung zwischen Reaktorgehäuse und Trägergestell wird gelöst und so die elektrische Verbindung zwischen beiden Einheiten entkoppelt/
getrennt. Anschließend wird das Trägergestell dem
AbluftSystem entnommen. Erfindungsgemäß bevorzugt
befindet sich das Trägergestell in einem Reaktorgehäuse und kann diesem durch eine entsprechend dimensionierte und platzierte Klappe entnommen werden. Das Trägergestell kann nun in üblicher Art und Weise gereinigt werden beispielsweise maschinell mit einer handelsüblichen
Gewerbespülmaschine oder händisch in einem Spülbecken. Schließlich wird das gereinigte Trägergestell wieder in das Reaktorgehäuse bzw. das Abluftsystem eingefügt und die elektrische Verbindung über die Steckverbindung wieder mit dem Reaktorgehäuse hergestellt bzw. gekoppelt.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird nach dem Entkoppeln der Deckel auf den Teil des
Steckverbinders am Trägergestell aufgesetzt oder
verschlossen und gegebenenfalls arretiert. Vor dem
Koppeln wird der Deckel vom Steckverbinderteil am
Trägergestell wieder entfernt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das Trägergestell, auf welchem die UV-Lampen befestigt und fixiert sind, auf einfache Weise und mit nur einem Handgriff von dem umgebenden Reaktorgehäuse und seinen darin enthaltenen elektronischen Bauelementen entkoppelt werden, ohne dass Verschraubungen und andere Befestigungselemente gelöst werden müssen. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es dem Betreiber derartiger Anlagen oder Servicetechnikern, die innerhalb eines Reaktorgehäuses befindlichen UV-Lampen komplett ohne Demontage und Schraubarbeit mitsamt den dazugehörenden Trägerelementen dem Gehäuse einfach zu entnehmen zum Zweck der Reinigung,
Wartung, Reparatur oder zum Austausch.
Des Weiteren ergeben sich aus der vorliegenden Erfindung, dass Wartung und Reparatur wie zum Beispiel das Auswechseln der UV-Lampen nur noch minimalen Zeitaufwand erfordert. Das hat den Vorteil, dass der Produktionsbetrieb nicht gestört wird und die nötigen Wartungsarbeiten der UV-Anlage außerhalb des Betriebsgeschehens durchgeführt werden können. Müssen Bauteile ausgetauscht werden wie zum Beispiel die UV-Lampen so kann diese Arbeit auch durch ungeschultes Personal durchgeführt werden, indem das fehlerhafte UV-Gestell durch ein funktionierendes ersetzt wird. Die eigentliche Wartung erfolgt dann durch Fachpersonal in der Werkstatt oder in einem Nebenraum.
Dabei liegen die Vorteile nicht nur in der Zeitersparnis, sondern vor allem auch in der Verbesserung der Betriebssicherheit und der Funktion der Anlagen. Der
vergleichsweise geringe Aufwand für das Entnehmen des erfindungsgemäßen Bauteils erleichtert die erforderliche Reinigung der Anlagenteile und verkürzt die dazu
benötigte Zeit deutlich. Dadurch, dass die Anlagen ohne großen Aufwand sauber gehalten werden können, wird weiterhin auch die Effizienz des gesamten Luftbeziehungsweise Abluftsystems gesteigert.
Die Kopplung und Entkopplung der zugehörigen Elektrover- bindungen erfolgt erfindungsgemäß über einen einzigen, wasserdichten Steckverbinder. Dadurch ist es selbst für umgeschultes Personal möglich, die Reinigung des Trägergestells mit den darin befindlichen UV-Lampen schnell und effizient vorzunehmen. Auch die anderen, im
Reaktorgehäuse befindlichen und dem Luftstrom
ausgesetzten mechanischen Bauteile können so auf
einfachste Weise dem Reaktorgehäuse zum Zwecke der
Reinigung entnommen werden.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind aus den Zeichnungen ersichtlich. Die Fig. la und lb zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung, in der das
Trägergestell in einem kompakten Reaktorgehäuse
untergebracht ist. Fig. la zeigt das Reaktorgehäuse mit geschlossener Klappe. Fig. lb zeigt das Reaktorgehäuse mit geöffneter Klappe.
Das Reaktorgehäuse (1) weist eine Klappe (11) auf, welche gegenüber dem durchströmenden Medium (Luft/Abluft) abgedichtet ist. Die Klappe (11) kann weitere
elektronische Bauteile enthalten. Alle notwendigen
Verbindungen, Leitungen oder Kabel aus der Klappe (11) führen in einen Teil (7b) der Steckverbindung (7) . Das Gegenstück (7a) ist an dem Trägergestell (2) angebracht, so dass durch die Kopplung der Steckverbindung {7a, 7b) eine elektrische Verbindung zwischen UV-Lampen (3) und den Elektrobauteilen in der Klappe (11) hergestellt wird. Das Trägergestell (2) weist auf mindestens einer Seite eine Führungsschiene (6) und eine sichere Verriegelung auf. Diese Vorrichtungen sind so angebracht, dass sie das Trägergestell (2) auf der Klappe (11) im geöffneten und geschlossenen Zustand sicher fixieren.
Im Trägergestell (2) sind röhrenförmige UV-Lampen (3) angebracht. Die Anschlüsse der UV-Lampen (3) liegen innerhalb eines Schutzgehäuses (10) . Die den Anschlüssen gegenüberliegenden Enden der UV-Lampen (3) werden in Ausnehmungen im Trägergestell gelagert. Die Ausnehmungen sind in diesem Beispiel rund und an den Durchmesser der UV-Lampen angepasst.
Eine erfindungsgemäße Anwendung ist in Fig. lc
dargestellt. In einer typischen Gewerbe-Friteuse (16) mit einer aufgesetzten Ablufthaube (15) , welche in einen Abluftkanal (17) mündet, wird das Reaktorgehäuse (1) zwischen Ablufthaube und Abluftkanal installiert. Fig. 2 stellt den Einsatz von erfindungsgemäßen Modulen dar. Über der Ablufthaube (15) sind zwei Reaktorgehäuse (1) angebracht. Fig. 2 zeigt beide Reaktorgehäuse (1) nebeneinander, eines mit geöffneter Klappe (14) und entkoppeltem Trägergestell (2) . Das Trägergestell (2) , mit UV-Röhren (3), kann ohne weiteren Aufwand entnommen und in einer Gewerbespülmaschine oder im Spülbecken gereinigt werden. Anschließend wird das gereinigte Trägergestell (2) wieder in das Reaktorgehäuse (1) eingesetzt und die Steckverbindung (7) gekoppelt.
Liste der Bezugszeichen
1 Reaktorgehäuse
2 Trägergestell für UV-Lampen
3 wasserdichte UV-Lampe
4 Elektrokabel
5 Elektronikbauteile
6 Führungsschienen
7, 7a, 7b wasserdichte Steckverbindung
9 elektronische Vorschaltgerate
10 Schutzgehäuse
11 Klappe
12 VersehraÜbung
13 Gewerbespülmaschine
14 Schwenkklappe
15 Ablufthaube
16 Friteuse
17 Abluftkanal
