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Title:
APPARATUS FOR CONVEYING MATERIAL BY MEANS OF A HORIZONTAL ROTARY VANE FEEDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/127937
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus for conveying material, in particular for discharging and/or metering bulk material, by means of a horizontal rotary vane feeder, wherein the horizontal rotary vane feeder has a cell wheel (1) which is arranged in a cell-wheel housing (2) and can be rotated about a vertical axis of rotation, wherein a material which is to be conveyed by the horizontal rotary vane feeder can be supplied to the cell wheel from above the cell-wheel housing, is conveyed horizontally within the cell-wheel housing and can be let out of the cell-wheel housing in the downward direction, and wherein the cell-wheel housing (2) is arranged between a cover plate (3) and a base plate (4), and at least two inlet openings (11) are contained in the cover plate for the purpose of supplying the material which is to be conveyed, and at least two outlet openings (12) are contained in the base plate for the purpose of letting out the material which is to be conveyed.

Inventors:
KAHLE, Jens (Eisenbahnstrasse 34, Dreieich, 63303, DE)
Application Number:
EP2010/002248
Publication Date:
October 20, 2011
Filing Date:
April 12, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SCHENCK PROCESS GMBH (Pallaswiesenstrasse 100, Darmstadt, 64293, DE)
KAHLE, Jens (Eisenbahnstrasse 34, Dreieich, 63303, DE)
International Classes:
B65B1/36; B65G53/46
Attorney, Agent or Firm:
BILL, Burkart (Blumbach Zinngrebe, Elisabethenstrasse 11, Darmstadt, 64283, DE)
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Claims:
Vorrichtung zum Fördern von Material, insbesondere zum Austragen und/oder Dosieren von Schüttgut, mittels einer Horizontalzellenradschleuse, wobei die

Horizontalzellenradschleuse ein in einem

Zellenradgehäuse (2) angeordnetes Zellenrad (1) besitzt, welches um eine vertikale Drehachse drehbar ist, wobei ein durch die Horizontalzellenradschleuse zu förderndes Material von oberhalb des

Zellenradgehäuses dem Zellenrad zuzuführen ist, innerhalb des Zellenradgehäuses in horizontaler

Richtung gefördert wird und aus dem Zellenradgehäuse nach unten zu entlassen ist, gekennzeichnet dadurch, dass das Zellenradgehäuse (2) zwischen einer

Deckelplatte (3) und einer Bodenplatte (4) angeordnet ist, wobei wenigstens zwei EinlaufÖffnungen (11) in der Deckelplatte zum Zuführen des zu fördernden

Materials und wenigstens zwei AuslaufÖffnungen (12) in der Bodenplatte zum Entlassen des zu fördernden

Materials enthalten sind.

Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner dadurch

gekennzeichnet, dass die Deckelplattenabschnitte zwischen allen EinlaufÖffnungen jeweils gleich groß sind und die Bodenplattenabschnitte zwischen allen AuslaufÖffnungen jeweils gleich groß sind.

Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner dadurch

gekennzeichnet, dass die EinlaufÖffnungen 11 und AuslaufÖffnungen 12 derart um die vertikale Achse verteilt angeordnet sind, dass ein gewisser Versatz zu einer gleichmäßigen Verteilung besteht, insbesondere ein Versatz, der dem Öffnungswinkel einer Zelle dividiert durch die Anzahl der AuslaufÖffnungen 12 entspricht .

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

gekennzeichnet durch einen koaxial zum

Zellenradgehäuse und oberhalb diesem angeordneten Aufgabeeinrichtung (5) und einer koaxial zum

Zellenradgehäuse und unterhalb diesem angeordneten Auslass-Anschlusseinrichtung (14, 15) .

Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das

Zellenradgehäuse eine radial geschlossene Kammer bildet, so dass das darin befindliche Zellrad radial nach außen hin abgeschlossen ist.

Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte in radialer Richtung zwischen dem Zellenrad und dem Zellenradgehäuse mit

Leckageöffnungen (16) versehen ist, die einen

Luftspülungskanal von dem Zellenradgehäuse in Richtung auf eine unterhalb der Zellenradgehäuse anordenbare Auslass-Anschlusseinrichtung (14, 15) bereitstellen.

Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner gekennzeichnet dadurch, dass zur Einstellung von axialen Zellenradspalten Distanzbleche an der Auflage der Zellenradnabe zur Rotorwelle vorgesehen sind.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner gekennzeichnet dadurch, dass zur Einstellung von axialen Zellenradspalten Distanzbleche zwischen Zellenradgehäuse und Deckelplatte vorgesehen sind oder eine einstellbare Verschraubung der Deckelplatte mit der Zellenradgehäuse vorgesehen ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner gekennzeichnet durch einen seitlich

angeordneten Antriebsmotor (8), welcher eine coaxial zum Zellenradgehäuse gelagerte Rotorwelle (7)

antreibt .

10. Vorrichtung nach vorstehendem Anspruch, ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorwelle sowohl das

Zellenrad als auch ein oberhalb des Zellenradgehäuses angeordnetes Rührwerk (6) antreibt.

11. Vorrichtung nach einem der zwei vorstehenden

Ansprüche, wobei die Rotorwelle mittels einer Lagerund Dichtungseinheit (10) in der Bodenplatte gelagert ist und vom Antriebsmotor zur Rotorwelle eine

Antriebskette (9) innerhalb der Bodenplatte verläuft, welche mittels einer Abdeckung zu einer unterhalb der Zellenradgehäuse angeordneten Auslass-

Anschlusseinrichtung (14, 15) hin staubdicht geschützt

Description:
Vorrichtung zum Fördern von Material mittels einer

Horizontalzellenradschleuse

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Material mittels einer Horizontalzellenradschleuse.

Zellenradschleusen dienen üblicherweise zum Austragen bzw. Einspeisen von einem riesel- und/oder fließfähigen

Schüttgut aus einem Behälter, z.B. einem Silo oder einem Bunker, in eine nachfolgende mechanische oder pneumatische Fördereinrichtung. Als Schüttgut kommen unterschiedlichste Gemenge in Betracht, die bezüglich ihrer Korngröße von Granulat bis zu pulverförmigen oder staubförmigen Stoffen reichen. Einer Zellenradschleuse wird z.B. als Bestandteil einer komplexen Förderanlage unter anderem die Aufgabe zuteil, eine nachfolgende Fördereinrichtung von dem

Behälterdruck des zu fördernden Materials zu entlasten, wobei Sie darüber hinaus eine volumetrisch kontinuierliche Förderung des jeweiligen Materials, also insbesondere von Schüttgut, zur genauen Dosierung gewährleistet. Des

Weiteren ermöglicht eine Zellenradschleuse in der Regel den Ausgleich von Druckdifferenzen, die zwischen dem

Zufuhrbereich und dem Auslassbereich vor bzw. hinter der Zellenradschleuse herrschen.

Es sind verschiedene Ausführungsformen von

Zellenradschleusen bekannt. Die vorliegende Erfindung bezieht auf eine Horizontalzellenradschleuse, z.B. in

Ausführung einer sog. Durchblasschleuse oder einer sog. Austragsschleuse, die bevorzugt zum Fördern eines pulver-

BESTÄTiGUHGS^OPiE oder staubförmigen Schüttguts geeignet ist. Als auszutragendes Gemenge kommt insbesondere Kohlenstaub in Betracht, der aus einem Silo heraus in ein Förderrohr einer pneumatischen Fördereinrichtung einzuspeisen ist.

Die Wirkungsweise einer solchen Horizontalzellenradschleuse nach dem Stand der Technik beruht auf einem von außen angetriebenen Rotor, dem sogenannten Zellenrad, der eine vorgegebene Anzahl von Rotorblättern umfasst und dessen Drehachse passgenau in einem Gehäuse gelagert ist. Zwischen den Rotorblättern und dem Gehäuse bildet sich somit eine entsprechende Anzahl von Rotorzellen, im Weiteren als

Zellen des Zellenrads bezeichnet, einer Zellenradschleuse aus, die sich um die Drehachse drehen. Während der

Drehbewegung des Zellenrads wird ein durch die

Zellenradschleuse zu förderndes Material durch eine erste Öffnung als EinlaufÖffnung der Zellenradschleuse

aufgenommen und zu einer der EinlaufÖffnung bezüglich der Drehachse des Zellenrads gegenüberliegenden zweiten

Öffnung, der AuslaufÖffnung, gefördert. Die EinlaufÖffnung ist hierzu mit einem Vorratsbehälter ausgerichtet,

beispielsweise nach oben offen und unter einem Silo

angeflanscht oder auch mit einem Aufgabetrichter

ausgerichtet. Die AuslaufÖffnung ist in der Regel mit einer unter dieser angeordneten Auslass-Anschlusseinrichtung ausgerichtet, über welche weiterführende Anlagenteilen, z.B. eine weitergehende Fördereinrichtung, angeschlossen sind. Üblicher Weise sind die Horizontalzellenradschleusen nach dem Stand der Technik mit jeweils einer einzigen Einlaufund einer einzeigen AuslaufÖffnung ausgebildet, wobei die Auslass-Anschlusseinrichtung versetzt zur Mittelachse angeordnet ist. Eine Integration solcher

Horizontalzellenradschleusen in Anlagen ist folglich häufig mit Schwierigkeiten verbunden.

Ferner bestimmt sich die Förderleistung aus dem Inhalt an zu förderndem Material, den die Zellen aufnehmen können und der Drehgeschwindigkeit des Rotors bzw. der Zellen. Bei einer konstanten Drehzahl des Zellenrads ergibt sich eine volumetrisch kontinuierliche Förderung, die u.a. ein genaues Austragen und/oder Dosieren von Schüttgut

ermöglicht .

Horizontalzellenradschleusen zeichnen sich ferner durch eine vertikale Drehachse aus, wobei das zu fördernde

Material innerhalb des Gehäuses in horizontaler Richtung gefördert wird. Diese Schleusen können darüber hinaus über eine vertikal nach unten gerichtete Ausblasung der zu entleerenden Zellen als Austragshilfe verfügen.

Horizontalzellenradschleusen in Form von Durchblasschleusen kommen jedoch üblicher Weise ausschließlich in Verbindung mit einer pneumatischen Förderung zum Einsatz, wobei die pneumatische Förderleitung dabei in der Regel direkt durch die zu entleerenden Zellen geführt ist.

Typischerweise weisen Horizontalzellenradschleusen

grundsätzlich einen relativ großen Durchmesser von

Zellenrad und Gehäuse im Vergleich zur Zellenradhöhe auf, um ein ausreichendes Füllen und Entleeren der Zellen zu gewährleisten. Gleichzeitig sind durch physikalisch

benötigte Füllzeiten sowie bei Geräten, welche brennbare Schüttgüter fördern aus Sicherheitsgründen die maximalen Umfangsgeschwindigkeiten des Zellenrades begrenzt. Das theoretische Fördervolumen ergibt sich aus dem Produkt des Zellenradvolumens und der Zellenraddrehzahl . Dadurch müssen entsprechend der gewünschten Fördermenge entsprechend große Zellenraddurchmesser gewählt werden. Zum Erreichen eines guten und effizienten Dosierverhaltens sind außerdem geringe Gehäusespalte erforderlich. Daher wird die

Fertigung der Gehäuseteile mit den entsprechenden

Genauigkeitsanforderungen mit zunehmendem Durchmesser immer schwieriger und kostenintensiver . In der Regel ist in

Prozessen ein kontinuierlicher Schüttgutfluß erforderlich. Daher ist ein weiterer Nachteil bekannter Ausführungen die Begrenzung der minimalen Förderstärke und somit des

möglichen Dosierbereichs bedingt durch einen pulsierenden Austrag des Förderguts, da bei geringer Zellenraddrehzahl sich die zu entleerende Zelle vollständig entleert, bevor die nächste gefüllte Zelle die AuslaufÖffnung erreicht. Aufgabe der Erfindung ist es daher, zumindest einigen der vorstehend aufgezeigten Schwierigkeiten und Erfordernisse des Standes der Technik wirksam entgegenzutreten.

So besteht insbesondere eine Aufgabe der Erfindung darin, einen alternativen Weg zur Steigerung der Fördermenge bei Einsatz von Horizontalzellenradschleusen aufzuzeigen. Eine weitere Aufgabe besteht insbesondere darin, die

Maßanforderungen an gering zu haltende Gehäusespalte zum Erreichen eines weiterhin guten und effizienten

Dosierverhaltens zu reduzieren Ferner besteht eine weitere Aufgabe insbesondere darin, die bei geringen Förderstärken auftretenden Pulsationseffekte zu verringern und somit den Dosierbereich zu vergrößern.

Die Lösung nach der Erfindung ist durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche .

Demgemäß schlägt die Erfindung eine Vorrichtung zum Fördern von Material, insbesondere zum Austragen und/oder Dosieren von Schüttgut, mittels einer Horizontalzellenradschleuse vor, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das

Zellenradgehäuse zwischen einer Deckelplatte und einer Bodenplatte angeordnet ist, wobei wenigstens zwei

EinlaufÖffnungen in der Deckelplatte zum Zuführen des zu fördernden Materials und wenigstens zwei AuslaufÖffnungen in der Bodenplatte zum Entlassen des zu fördernden

Materials enthalten sind. Ein Wesentlicher Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik besteht somit darin, dass das Verhältnis von Zellenraddurchmesser zum Fördervolumen durch zwei

EinlaufÖffnungen in der Deckelplatte und zwei

AuslaufÖffnungen in der Bodenplatte derart verbessert ist, dass folglich von einem doppelten Fördervolumen bei

gleicher Baugröße im Vergleich zu herkömmlichen

Horizontalzellenradschleusen ausgegangen werden kann.

In praktischer Ausführung ist es erforderlich, dass jede EinlaufÖffnung zu jeder AuslaufÖffnung in einem

vorgegebenen Winkel um die Drehachse versetzt angeordnet ist, so dass in vertikaler Richtung eine Überlappung von EinlaufÖffnungen und AuslaufÖffnungen vermieden ist. Zu förderndes Material wird folglich zumindest kurzzeitig schleusenartig in einer Zelle umschlossen, nachdem es durch eine EinlaufÖffnung zugeführt worden ist und bevor es durch eine AuslaufÖffnung entlassen wird, so dass auch der

Ausgleich von Druckdifferenzen ermöglicht ist.

Zweckmäßig sind die Deckelplattenabschnitte zwischen allen EinlaufÖffnungen jeweils gleich groß und die

Bodenplattenabschnitte zwischen allen AuslaufÖffnungen jeweils gleich groß. Infolge der somit in Umfangsrichtung gleichmäßigen Verteilung der EinlaufÖffnungen wird das zu fördernde Material auch gleichmäßiger aus einem Vorratssilo oder Aufgabetrichter abgezogen bzw. der Zellenradschleuse zugeführt, als bei einem einseitig angeordneten Einlauf oder mehreren jedoch ungleichmäßig angeordneten

EinlaufÖffnungen .

In alternativer Ausführung ist vorgesehen, die

AuslaufÖffnungen derart um die vertikale Achse verteilt anzuordnen, dass ein gewisser Versatz zu einer

gleichmäßigen Verteilung besteht. Der Versatz beträgt hierbei z.B. den Öffnungswinkel einer Zelle dividiert durch die Anzahl der AuslaufÖffnungen . Somit ergibt sich im Falle zweier AuslaufÖffnungen ein Versatz zu einer

gegenüberliegenden Anordnung von einem halben

Zellenöffnungswinkel. Damit erreichen die Zellen

wechselweise die Kanten der jeweiligen AuslaufÖffnung, wodurch die Neigung zu pulsierendem Schüttgutaustrag insbesondere bei geringen Zellenraddrehzahlen reduziert wird . Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik besteht dann somit darin, dass zusätzlich von deutlich verminderten, z.B. halbierten

Pulsationseffekten im Vergleich zu herkömmlichen

Horizontalzellenradschleusen ausgegangen werden kann.

Sind eine oberhalb des Zellenradgehäuse angeordnete

Aufgabeeinrichtung und eine und unterhalb des

Zellenradgehäuse angeordnete Auslass-Anschlusseinrichtung jeweils koaxial zum Zellenradgehäuse angeordnet, ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung in der Regel leichter in Anlagen zu integrieren, als solche mit einem axialen

Versatz . In zweckmäßiger Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass das Zellenradgehäuse eine radial geschlossene Kammer bildet, so dass das darin befindliche Zellrad radial nach außen hin abgeschlossen ist. Von Vorteil hierbei ist insbesondere, dass Leckluft bei Förderung in eine

druckbehaftete weitergehende Förderleitung durch Vermeidung radialer Spalte verringert wird.

Ist in vorteilhafter Weiterbildung die Bodenplatte in radialer Richtung zwischen dem Zellenrad und dem

Zellenradgehäuse mit Leckageöffnungen versehen, die einen Luftspülungskanal von dem Zellenradgehäuse in Richtung auf eine unterhalb der Zellenradgehäuse anordenbare Auslass- Anschlusseinrichtung bereitstellen, können insbesondere bei radial geschlossenem Zellenrad mögliche

Schüttgutablagerungen im radialen Spalt zwischen Zellenrad und Zellenradgehäuse auf einfache Weise abgeführt werden. In äußerst wirksamer und einfacher Weise ist ferner

vorgesehen, zur Einstellung von axialen Zellenradspalten Distanzbleche an der Auflage der Zellenradnabe zur

Rotorwelle vorzusehen und/oder Distanzbleche zwischen

Zellenradgehäuse und Deckelplatte oder auch eine

einstellbare Verschraubung der Deckelplatte mit dem

Zellenradgehäuse vorzusehen.

In der Praxis hat sich ferner ein seitlich angeordneter Antriebsmotor, welcher eine koaxial zum Zellenradgehäuse gelagerte Rotorwelle antreibt, als zweckdienlich erwiesen.

Vorzugsweise treibt diese Rotorwelle sowohl das Zellenrad als auch gleichzeitig ein oberhalb des Zellenradgehäuses angeordnetes Rührwerk an.

Zum Schutz der Antriebselemente wird ferner vorgeschlagen, dass die Rotorwelle mittels einer Lager- und

Dichtungseinheit in der Bodenplatte gelagert ist und vom Antriebsmotor zur Rotorwelle eine Antriebskette innerhalb der Bodenplatte verläuft, welche mittels einer Abdeckung zu einer unterhalb der Zellenradgehäuse angeordneten Auslass- Anschlusseinrichtung hin staubdicht geschützt ist. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Beispiels einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine Skizze einer Horizontalzellenradschleuse nach der Erfindung, gesehen von der Seite und teilweise geschnitten; Fig. 2 eine Skizze der Horizontalzellenradschleuse nach

Fig. 1, gesehen von oben, wobei der Aufgabetrichter und das Rührwerk aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen worden sind; und

Fig. 3 eine Skizze einer der in Fig. 1 dargestellten

Horizontalzellenradschleuse ähnlichen

Horizontalzellenradschleuse, gesehen von oben, wobei die Ein- und AuslaufÖffnungen derart um die vertikale Achse verteilt angeordnet sind, dass ein gewisser Versatz zu einer gleichmäßigen Verteilung besteht und der Aufgabetrichter und das Rührwerk aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen worden sind. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform einer Horizontalzellenradschleuse gemäß der Erfindung, welche innerhalb einer, in den Figuren nur teilweise dargestellten Vorrichtung zum Fördern von Material,

insbesondere zum Austragen und/oder Dosieren von Schüttgut integriert ist. Wie in den Figuren zu sehen, besitzt die

Horizontalzellenradschleuse ein in einem Zellenradgehäuse 2 angeordnetes Zellenrad 1, welches um eine vertikale

Drehachse drehbar ist, wobei ein durch die

Horizontalzellenradschleuse zu förderndes Material von oberhalb des Zellenradgehäuses , wie mit den mit ,,Z"

gekennzeichneten Pfeilen angezeigt, dem Zellenrad

zuzuführen ist, innerhalb des Zellenradgehäuses in

horizontaler Richtung gefördert wird und aus dem

Zellenradgehäuse nach unten, wie mit den mit „E"

gekennzeichneten Pfeilen angezeigt, zu entlassen ist. Das Zellenradgehäuse 2 ist erfindungsgemäß zwischen einer

Deckelplatte 3 und einer Bodenplatte 4 angeordnet ist, wobei zum Zuführen des zu fördernden Materials in der

Deckelplatte wenigstens zwei EinlaufÖffnungen 11 und zum Entlassen des zu fördernden Materials in der Bodenplatte wenigstens zwei AuslaufÖffnungen 12 enthalten sind.

Koaxial zum Zellenradgehäuse und oberhalb diesem ist eine Aufgabeeinrichtung 5 und unterhalb des Zellenradgehäuses ist ebenfalls koaxial zum Zellenradgehäuse eine Auslass- Anschlusseinrichtung angeordnet, welche im dargestellten Beispiel einen Sammeltrichter 14 und einen Anschlussstutzen 15 besitzt, über welchen weiterführende, jedoch nicht dargestellte Anlagenteile, z.B. eine weitergehende,

Fördereinrichtung, angeschlossen sind. Ferner ist jede EinlaufÖffnung 11 zu jeder AuslaufÖffnung 12 in einem vorgegebenen Winkel um die Drehachse versetzt angeordnet, so dass in vertikaler Richtung eine Überlappung von

EinlaufÖffnungen und AuslaufÖffnungen vermieden ist. Die in den Figuren dargestellte Horizontalzellenradschleuse stellt folglich zentrische Einlauf- und Auslaufbereiche bereit und eignet sich besonders zur Dosierung von rieselfähigen

Schüttgütern in drucklose oder druckbehaftete Räume, wie z.B. pneumatische Förderleitungen.

Über den Aufgabetrichter 5 gelangt das Schüttgut auf die Deckelplatte 3. Dort wird das Schüttgut mittels eines

Rührwerks 6 in die EinlaufÖffnungen 11 verteilt. Unterhalb der Deckelplatte befindet sich das Zellenrad 1, welche das Schüttgut aufnimmt und zu den AuslaufÖffnungen 12, welche sich in der Bodenplatte 4 befinden, fördert.

Für eine gleichmäßige Verteilung und Förderung des zu fördernden Materials sind zweckmäßig die Deckelplattenabschnitte zwischen allen EinlaufÖffnungen jeweils gleich groß und auch die Bodenplattenabschnitte zwischen allen AuslaufÖffnungen jeweils gleich groß. Bei der dargestellten Ausführungsform verfügt die

Deckelplatte 3 über zwei und somit bevorzugt über

gegenüberliegende EinlaufÖffnungen 11, wie auch die

Bodenplatte über zwei im Wesentlichen gegenüberliegende AuslaufÖffnungen 12 verfügt, die zweckmäßiger Weise jedoch folglich um einen Winkel von etwa 90°um die Drehachse versetzt zu den EinlaufÖffnungen 11 angeordnet sind.

Das Schüttgut wird somit mittels des Rührwerks 6

gleichmäßig in die beiden EinlaufÖffnungen verteilt, woraufhin das Zellenrad 1 das aufgenommene Schüttgut in

Drehrichtung um ca. 90° auf der horizontalen Ebene zu den beiden gegenüberliegenden AuslaufÖffnungen 12 fördert.

Bei der gemäß Fig. 3 abgewandelten Ausführungsform sind zwar wiederum zwei EinlaufÖffnungen 11 als auch zwei

AuslaufÖffnungen 12 vorgesehen, die Ein- und

AuslaufÖffnungen 11 und 12 sind jedoch derart um die vertikale Achse verteilt angeordnet sind, dass ein gewisser Versatz zu einer gleichmäßigen Verteilung besteht. Der Versatz entspricht hierbei bevorzugt dem Öffnungswinkel einer Zelle dividiert durch die Anzahl der

AuslaufÖffnungen . Gemäß Fig. 3 sind die AuslaufÖffnungen 12 somit zur exakt gegenüberliegenden Anordnung um die Hälfte des Öffnungswinkels α einer Zelle versetzt.

Das Schüttgut wird somit mittels des Rührwerks 6 in die beiden EinlaufÖffnungen verteilt, woraufhin das Zellenrad 1 das aufgenommene Schüttgut je nach EinlaufÖffnung in

Drehrichtung um ca. 90° auf der horizontalen Ebene zu den beiden AuslaufÖffnungen 12 fördert. Durch den Versatz von /2 jeder Paarung aus Ein- und Auslauf ffnung erreichen die Zellen wechselweise die Kanten der jeweiligen

Auslauf ffnung, wodurch die Neigung zu pulsierendem

Schüttgutaustrag insbesondere bei geringen

Zellenraddrehzahlen reduziert wird. Zur restlosen Entleerung der Zellen des Zellenrads werden diese durch über den AuslaufÖffnungen angeordnete

Ausblasöffnungen mit Druckluftunterstützung 13 entleert. Die Druckluft kann dabei im Falle einer vorhandenen

pneumatischen Förderleitung zweckmäßig von dieser entnommen werden. Das Schüttgut gelangt daraufhin in den Auslass-

Sammeltrichter 14 und verlässt am Auslass-Anschlussstutzen

15 die Vorrichtung.

Das Zellenrad 1 ist am äußeren Umfang radial geschlossen ausgeführt. Somit ergeben sich nur axial auf der Ober- und Unterseite Dichtspalte zu Boden- und Deckelplatte. Der Radialspalt zwischen Zellenrad und Gehäuse 2 ist kein

Dichtspalt und hat entsprechend keine besonderen

Anforderungen an die Maßgenauigkeit. Eventuell dorthin gelangendes Schüttgut durch Leckageverluste kann somit mittels Druckluftunterstützung 13 über die Leckageöffnungen

16 in den Sammeltrichter 14 ausgetragen werden.

Das Zellenrad wird zweckmäßig gemeinsam mit dem Rührwerk mittels einer Rotorwelle 7 angetrieben. Ein vorzugsweise seitlich angeordneter Antriebsmotor 8 treibt eine

Antriebskette 9 an, welche wiederum die Rotorwelle antreibt. Die Rotorwelle ist zum Schutz mittels einer

Lager- und Dichtungseinheit 10 in der Bodenplatte gelagert. Da es im Können eines Fachmann liegt, eine solche in einer Bodenplatte gelagerte Lager- und Dichtungseinheit für einen ausreichenden Schutz konstruktiv zu gestalten, wird diese nicht näher im Detail beschriebenen. Auch die Antriebskette läuft bevorzugt innerhalb der Bodenplatte und ist mittels einer Abdeckung zum Sammeltrichter 14 hin staubdicht geschützt .

Zur Einstellung der axialen Zellenradspalte sind

insbesondere Distanzbleche an der Auflage der Zellenradnabe zur Rotorwelle vorgesehen. Diese erlauben das Einstellen des unteren Spaltmaßes . Das obere Spaltmaß der Deckelplatte kann ebenfalls auf einfache Weise mittels Distanzblechen zwischen Gehäuse und Deckelplatte oder mittels

einstellbarer Verschraubung erfolgen.

Die Erfindung weist somit gegenüber dem Stand der Technik entscheidende Vorteile auf. Die wenigstens doppelte

Ausführung des Einlaufs und Auslaufs erlaubt eine höhere Förderleistung bei gleicher Baugröße und somit eine

deutliche Kostenreduktion. So ziehen z.B. zwei

gegenüberliegende Einläufe das Material gleichmäßiger aus einem Vorratssilo oder Aufgabetrichter ab, als ein

einseitig angeordneter Einlauf. Um einen bestimmten Winkel, z.B. um den halben Zellenöffnungswinkel, versetzt zu einer gegenüberliegenden Anordnung angeordnete AuslaufÖffnungen reduzieren die Neigung zu pulsierendem Austrag bei geringen Förderstärken und erweitern somit möglichen Dosierbereich einer Baugröße. Auch lässt sich eine Bauweise

verfahrenstechnischer Maschinen mit axial angeordneten Einlauf- und Auslaufbereichen in der Regel leichter in Anlagen integrieren, als solche mit einem axialen Versatz.

Zusätzlich verfügt die beschriebene Vorrichtung gemäß der Erfindung zweckmäßig über ein radial geschlossenes

Zellenrad, um insbesondere Leckluft bei Förderung in eine druckbehaftete Förderleitung durch Vermeidung radialer Spalte zu verringern. Aufgrund der beschriebenen

Leckageöffnungen in der Bodenplatte, die somit

Luftspülungskanäle von dem Zellenradgehäuse in Richtung auf eine unterhalb der Zellenradgehäuse anordenbare Auslass- Anschlusseinrichtung bereitstellen, können jedoch auf überraschend einfache Weise mögliche Schüttgutablagerungen im radialen Spalt zwischen Zellenrad und Zellenradgehäuse mittels Luftspülung abgeführt werden, z.B. in den

dargestellten Auslass-Sammeltrichter 14.

Der Erfinder ermöglicht somit ferner, z.B. im Bereich der Kohlestaubdosierung, die Herstellkosten der Gehäusebauteile und des Zellenrades bei gleichen Förderleistungen zu reduzieren .

Bezugszeichenliste :

1. Zellenrad

2. Gehäuse

3. Deckelplatte

4. Bodenplatte

5. Aufgäbetriehter

6. Rührwerk

7. Rotorwelle

8. Antriebsmotor

9. Antriebskette

10. Lager und Dichtungseinheit

11. EinlaufÖffnung

12. AuslaufÖffnung

13. Ausblasung Zellenradzellen und Radialspalt

14. Sammeltrichter einer Auslass-Anschlusseinrichtung

15. Anschlussstutzen einer Auslass-Anschlusseinrichtung

16. Leckageöffnungen