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Title:
APPARATUS FOR DETACHING THE BACKBONE FROM HALVES OF AN ANIMAL CARCASS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/249156
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (1) for the defined detachment of the backbone (21) of half an animal carcass (20), transported on a conveying device (18), along a cutting line (23) comprising a cutting unit (2) with at least one machine-driven circular knife (3.1, 3.2), comprising a suspension unit (4), which is held on a supporting system (17) and by means of which the cutting unit (2) is suspended over the conveying device (18), with an upper frame (5.1), fixed on the supporting system (17), and with a lower frame (5.2), fixed on the cutting unit (2), wherein the frames (5.1, 5.2) are connected to one another by way of a supporting arm (6), which is pivotable at least with respect to the upper frame (5.1) by way of a first articulating bearing (8.1) with a first articulating pin (9.1), and at least one guiding strut (7.1, 7.2) mounted pivotably at the ends with respect to the frames (5.1, 5.2), further comprising a guide unit (11), which is held on the lower frame (5.2) as part of the cutting unit (2) and has two guiding elements (12.1, 12.2) lying opposite one another, which are widened towards an entry side (19) facing the half an animal carcass (20), are held in front of the circular knife (3.1, 3.2) and are used for guiding the apparatus (1) on the backbone (21) during detachment, wherein, during detachment, the circular knife (3.1, 3.2) is kept along the cutting line (23) by a mass body (10) with a mass-body centre of gravity (S) being placed on the supporting arm (6), on a side opposite from the cutting unit (2) with respect to the first articulating pin (9.1) of the first articulating bearing (8.1), in such a way that a first torque (M1), acting at the first articulating pin (9.1) because of a weight (G) of the cutting unit (2), is opposed by a second torque (M2), acting on the first articulating pin (9.1) because of a compensating weight (A) of the mass body (10), wherein the second torque (M2) is greater than 30% and less than 100% of the first torque (M1).

Inventors:
EWERS CHRISTOPH (DE)
Application Number:
DE2020/100447
Publication Date:
December 17, 2020
Filing Date:
May 26, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FREUND MASCHF GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A22B5/00; A22B5/20
Domestic Patent References:
WO2007036261A12007-04-05
WO1993008966A11993-05-13
Foreign References:
DE202015104624U12015-10-05
CN103444832A2013-12-18
FR2362590A11978-03-24
EP1736057A12006-12-27
US20130059513A12013-03-07
DE202015104624U12015-10-05
Attorney, Agent or Firm:
TARVENKORN & WICKORD PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1) zum definierten Abtrennen des Rückgrats (21) einer auf einer Fördereinrichtung (18) transportierten Tierkörperhälfte (20) entlang einer

Schnittlinie (23) umfassend ein Schneidwerk (2) mit mindestens einem

maschinell angetriebenen Kreismesser (3.1 , 3.2), umfassend eine an einem Tragsystem (17) gehaltene Aufhängungseinheit (4), über die das Schneidwerk (2) über der Fördereinrichtung (18) aufgehängt ist, mit einem an dem Tragsystem (17) festgelegten oberen Rahmen (5.1) und mit einem an dem Schneidwerk (2) festgelegten unteren Rahmen (5.2), wobei die Rahmen (5.1 , 5.2) über einen jedenfalls in Bezug auf den oberen Rahmen (5.1) über ein erstes Gelenklager (8.1) mit einer ersten Gelenkachse (9.1) verschwenkbaren Tragarm (6) und wenigstens eine endseitig in Bezug auf die Rahmen (5.1 , 5.2) verschwenkbar gelagerte Führungsstrebe (7.1 , 7.2) miteinander verbunden sind, weiter umfassend eine an dem unteren Rahmen (5.2) als ein Teil des Schneidwerks (2) gehaltene Führungseinheit (11) mit zwei gegenüberliegenden und zu einer der Tierkörperhälfte (20) zugewandten Einführungsseite (19) hin aufgeweiteten und vor dem Kreismesser (3.1 , 3.2) gehaltenen Führungselementen (12.1 , 12.2), über die beim Abtrennen die Vorrichtung (1) an dem Rückgrat (21) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abtrennen das Kreismesser (3.1 , 3.2) entlang der Schnittlinie (23) gehalten ist, indem an dem Tragarm (6) an einer bezogen auf die erste Gelenkachse (9.1) des ersten Gelenklagers (8.1) dem Schneidwerk (2) gegenüberliegenden Seite ein Massekörper (10) mit einem

Massekörperschwerpunkt (S) derart platziert ist, dass einem an der ersten Gelenkachse (9.1) wirkenden ersten Drehmoment (Mi) infolge einer

Gewichtskraft (G) des Schneidwerks (2) ein infolge einer Ausgleichsgewichtskraft (A) des Massekörpers (10) auf die erste Gelenkachse (9.1) wirkendes zweites Drehmoment (M2) entgegengesetzt ist, wobei das zweite Drehmoment (M2) größer 30 % und kleiner 100 % des ersten Drehmoments (Mi) ist.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der

Massekörperschwerpunkt (S) des Massekörpers (10) relativ zu dem ersten Gelenklager (8.1) so platziert ist, dass das zweite Drehmoment (M2) größer 50 % und kleiner 80 % des ersten Drehmoments (Mi) ist.

3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (6) über ein zweites Gelenklager (8.2) mit einer zweiten Gelenkachse (9.2) verschwenkbar mit dem unteren Rahmen (5.2) verbunden ist und/oder dass die erste Gelenkachse (9.1) des ersten Gelenklagers (8.1) und die zweite Gelenkachse (9.2) des zweiten Gelenklagers (8.2) horizontal orientiert sind und/oder dass der Tragarm (6) über ein oberhalb des ersten Gelenklagers (8.1) positioniertes drittes Gelenklager (8.3) mit einer vertikal orientierten dritten Gelenkachse (9.3) mit dem oberen Rahmen (5.1) verbunden ist.

4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gelenkachse (9.1) des ersten Gelenklagers (8.1) und/oder die zweite Gelenkachse (9.2) des zweiten Gelenklagers (8.2) horizontal und/oder vertikal neigbar ist und/oder dass der Tragarm (6) entlang der ersten

Gelenkachse (9.1) und/oder entlang der zweiten Gelenkachse (9.2) verschiebbar gelagert ist.

5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12.1 , 12.2) als pflugförmige Führungsbleche ausgebildet sind und/oder dass die Führungselemente (12.1 , 12.2) derart an dem unteren Rahmen (5.2) gehalten sind, dass sie beim Abtrennen das Rückgrat (21) V-förmig umschließen.

6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (12.1 , 12.2) über mindestens eine einteilig und/oder mehrteilig ausgebildete C-förmige Gabel (13.1 , 13.2) mit mindestens zwei Gabeldrehgelenken (14.1 , 14.2) miteinander verbunden sind, wobei über die Gabeldrehgelenke (14.1 , 14.2) ein erster Neigungswinkel (ai) des ersten Führungselements (12.1) zu einer Vertikalen und/oder ein zweiter

Neigungswinkel (02) eines zweiten Führungselements (12.2) zur Vertikalen und ein zwischen den Führungselementen (12.1 , 12.2) gebildeter Öffnungswinkel (ß) im Bereich von 0° bis 180° und bevorzugt im Bereich von 10° bis 60° einstellbar ist.

7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (12.1) starr an dem unteren Rahmen (5.2) festgelegt ist und dass das zweite Führungselement (12.2) über die Gabeldrehgelenke (14.1 , 14.2) der Gabel (13.1 , 13.2) verschwenkbar in Bezug auf das erste Führungselement (12.1) gehalten ist und/oder dass die Gabel (13.1 , 13.2) eine Gabelverstelleinheit (15) zum definierten Verschwenken des zweiten Führungselements (12.2) gegenüber dem ersten Führungselement (12.2) aufweist.

8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ausgangsstellung vor und nach dem Abtrennen das Kreismesser (3.1 , 3.2) parallel zu der Fördereinrichtung (18) und bevorzugt in einer

Horizontalebene gehalten ist.

9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängungseinheit (4) zwei gleichlang ausgebildete Führungsstreben (7.1 , 7.2) aufweist und/oder dass in der Ausgangsstellung die Gelenkdrehachsen (9.1 , 9.2) der Gelenklager (8.1 , 8.2) horizontal orientiert sind und die

Führungsstreben (7.1 , 7.2) parallel zu dem Tragarm (6) gehalten sind und sich parallel und auf einer gleichen Höhe gegenüberliegen.

10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem oberen Rahmen (5.1) und dem Tragarm (6) eine Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit (16) gehalten ist, über die der Tragarm (6) nach dem Abtrennen definiert in die Ausgangsstellung zurückverbracht ist und/oder über die ein Ausschwenkwinkel des Tragarms (6) in Bezug auf den oberen Rahmen (5.1) in der Ausgangsstellung einstellbar ist.

11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abtrennen die Tierkörperhälfte (20) mit einer definierten

Geschwindigkeit auf der Fördereinrichtung (18) mit dem Rückgrat (21) nach oben zeigend transportiert ist.

12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (18) als ein maschinell angetriebenes Förderband ausgebildet ist.

Description:
Vorrichtung zum Abtrennen des Rückgrats von Tierkörperhälften

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum definierten Abtrennen des Rückgrats einer auf einer Fördereinrichtung transportierten Tierkörperhälfte entlang einer Schnittlinie umfassend ein Schneidwerk mit mindestens einem maschinell angetriebenen Kreismesser, umfassend eine an einem Tragsystem gehaltene Aufhängungseinheit, über die das Schneidwerk über der Fördereinrichtung aufgehängt ist, mit einem an dem Tragsystem festgelegten oberen Rahmen und mit einem an dem Schneidwerk festgelegten unteren Rahmen, wobei die Rahmen über einen jedenfalls in Bezug auf den oberen Rahmen über ein erstes Gelenklager mit einer ersten Gelenkachse verschwenkbaren Tragarm und wenigstens eine endseitig in Bezug auf die Rahmen verschwenkbar gelagerte Führungsstrebe miteinander verbunden sind, weiter umfassend eine an dem unteren Rahmen als ein Teil des Schneidwerks gehaltene Führungseinheit mit zwei gegenüberliegenden und zu einer der Tierkörperhälfte zugewandten Einführungsseite hin aufgeweiteten und vor dem Kreismesser gehaltenen Führungselementen, über die beim Abtrennen die Vorrichtung an dem Rückgrat geführt ist. In einem Schlachtbetrieb wird der oberhalb des Rippenansatzes befindliche Teil einer Wirbelsäule beziehungsweise das Rückgrat einer Tierkörperhälfte der Länge nach abgetrennt, um das umliegende Fleisch eines Mittelstücks der Tierkörperhälfte weiterverarbeiten zu können. Der hierbei ausgeführte Schnitt zum Abtrennen des Rückgrats von dem Mittelstück (zu Englisch„Chine Bone Cut“) wird nachfolgend CB- Schnitt genannt. Die Tierkörperhälften können dabei von allen Großtieren stammen, wobei es sich insbesondere um eine mittlere Schweinehälfte (zu Englisch„Middle“) oder um einen Kotelettstrang (zu Englisch„Loin“) handelt. Um eine möglichst optimierte Fleischausbeute zu erreichen, ist es wichtig, den CB-Schnitt möglichst genau entlang des natürlich gekrümmt gewachsenen Verlaufs des Rückgrats, in der vorliegenden Anmeldung als Schnittlinie bezeichnet, vorzunehmen.

Der CB-Schnitt kann mit einer konventionellen Tischbandsäge durchgeführt werden. Dies erfordert jedoch beim Abtrennen des Rückgrats die Führung der Tierkörperhälfte an der Tischbandsäge durch eine Bedienperson und birgt für diese ein extrem hohes Unfallrisiko. Ebenso verhält es sich mit horizontal ausgerichteten Zerlegekreissägen, die für diesen Schnitt eingesetzt werden.

Eine gemäß der internationalen Patentanmeldung WO 93/08966 A1 an einem

Federzug aufgehängte, handgeführte Schlaufenbandsäge ist speziell für den CB- Schnitt entwickelt worden. Hierbei ist beim Abtrennen ein Bandsägeblatt um das Rückgrat herumgeführt. Die Schlaufenbandsäge erfordert aber für die Anwendung, analog den oben genannten Möglichkeiten, den durchgängigen Einsatz einer

Bedienperson, welche beim Abtrennen das Bandsägeblatt an dem Rückgrat entlangführen muss. Insofern kann es hierbei infolge von Bedienfehlern zu einem ungenauen Schnittverlauf und damit zu einer reduzierten Fleischausbeute

beziehungsweise zu Fleischbeschädigungen, insbesondere eines wertvollen

Rückenmuskels des Mittelstücks der Tierkörperhälfte kommen. Es ist bei einer solchen Säge so, dass verhältnismäßig viel Fleisch als Verschnitt mit entfernt wird.

Für einen genaueren CB-Schnitt werden in modernen Großschlachtbetrieben konstruktiv aufwändige und mit hohen Anschaffungskosten verbundene Automationen verwendet, bei denen das Schneidwerk basierend auf einer vorausgehenden optischen Vermessung der Tierkörperhälfte und einer darauf basierenden digitalen Steuerung von einem Roboterarm geführt ist. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise in der Patentanmeldung EP 1 736 057 A1 oder in der US 2013/0059513 A1 angegeben. Jeweils ist hierbei die Tierkörperhälfte beziehungsweise das Schnittgut auf einem maschinell angetriebenen Förderband transportiert, wobei das Rückgrat nach oben zeigt in Richtung des beim Abtrennen oberhalb des Förderbands gehaltenen

Schneidwerks.

Eine seitens der Anmelderin entwickelte Vorrichtung der gattungsgemäßen Art ist in der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 20 2015 104 624 U1 offenbart. Hierbei ist es so, dass zwei maschinell angetriebene Kreismesser mit einem Versatz und in einem Schnittwinkel einander gegenüberliegend angeordnet sind, so dass sie das Rückgrat in einem V-förmigen Schnitt von zwei Seiten von dem Mittelstück der Tierkörperhälfte abtrennen. Die Führungselemente der Führungseinheit des Schneidwerks sind als rohrförmige, zu der Einführungsseite hin aufgekröpfte Führungsholme ausgebildet, wobei jeweils eines der beiden Kreismesser durch einen Führungsholm

hindurchgeführt ist. Die Vorrichtung ist über eine Aufhängungseinheit über einem Förderband gehalten, so dass die Kreismesser beim Abtrennen unter das Rückgrat greifen. Über die Führungsholme ist die Vorrichtung zudem in der Horizontalen an dem Rückgrat geführt. Gleichwohl ist es hierbei so, dass die Vorrichtung beim Abtrennen aufgrund ihrer Massenträgheit taumelt und in vertikaler Richtung nicht automatisch und präzise der natürlich gekrümmt gewachsenen Kontur des Rückgrats folgen kann, sodass die Vorrichtung für einen präzisen Schnittverlauf von Hand oder durch eine Zusatzeinrichtung geführt werden muss.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative, kostengünstige sowie kompakte Vorrichtung der gattungsgemäßen Art anzugeben, mit der der CB-Schnitt vollautomatisch und an dem abzutrennenden Rückgrat ausgerichtet durchführbar ist.

Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass beim Abtrennen das Kreismesser entlang der Schnittlinie gehalten ist, indem an dem Tragarm an einer bezogen auf die erste Gelenkachse des ersten Gelenklagers dem Schneidwerk gegenüberliegenden Seite ein Massekörper mit einem Massekörperschwerpunkt derart platziert ist, dass einem an der ersten Gelenkachse wirkenden ersten Drehmoment infolge einer Gewichtskraft des Schneidwerks ein infolge einer Ausgleichsgewichtskraft des Massekörpers auf die erste Gelenkachse wirkendes zweites Drehmoment entgegengesetzt ist, wobei das zweite Drehmoment größer 30 % und kleiner 100 % des ersten Drehmoments ist.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht in der ausbalancierten Aufhängung des Schneidwerks durch die Aufhängungseinheit. Diese sorgt dafür, dass das Schneidwerk mit einer im Wesentlichen ausbalancierten Massenträgheit aufgehängt ist. Dadurch kann das Kreismesser beim Abtrennen des Rückgrats von dem Mittelstück der Tierkörperhälfte selbstständig an dem Rückgrat ausgerichtet werden, indem die auf der Fördereinrichtung transportierte Tierkörperhälfte gegen die im Wesentlichen ausbalancierte Gewichtskraft des Schneidwerks gedrückt wird. Das Kreismesser ist somit beim Abtrennen auf Höhe der Schnittlinie gehalten. Ausgenutzt wird hierbei der Umstand, dass ein Schneidwiderstand beim Durchtrennen von einer Fleisch beziehungsweise Muskelfasermasse, welche im Wesentlichen unterhalb des abzutrennenden Rückgrats in dem Mittelstück vorzufinden ist, geringer ist, als beim Durchtrennen von einer Knochen- beziehungsweise Knorpelmasse, welche das Rückgrat aufweist. Beim Abtrennen ist die Vorrichtung auf einer Schnitthöhe über der Fördereinrichtung aufgehängt, die so gewählt ist, dass das Kreismesser zu Beginn unter das Rückgrat greifen kann. Die Vorrichtung wird dabei aus einer ausbalancierten Ausgangslage herausgeschwenkt und infolge der Massenträgheit das Kreismesser in Richtung zurück zu der Ausgangslage mit einer leichten Andruckkraft gegen das Rückgrat gedrückt. Dabei ist die Gewichtskraft des Schneidwerks so ausbalanciert, dass der Schneidwiderstand der Knochenmasse des Rückgrats ausreichend groß ist, dass beim Abtrennen das Kreismesser selbstfindend in der darunterliegenden Fleisch beziehungsweise Muskelfasermasse beziehungsweise unterhalb des

Knochenansatzes des Rückgrats gehalten wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein

Massenkörperschwerpunkt des Massekörpers relativ zu dem ersten Gelenklager so platziert, dass das zweite Drehmoment größer 50 % und kleiner 80 % des ersten Drehmoments ist. Durch diese Anordnung ist sichergestellt, dass eine durch den Massekörper gebildete Gegenballastierung zu dem Schneidwerk einen Großteil der Gewichtskraft des Schneidwerks kompensiert und ein geringer Teil der Gewichtskraft des Schneidwerks beim Abtrennen in Form einer leichten Andruckkraft an das abzutrennende Rückgrat der Tierkörperhälfte drückt. Die Vorrichtung ist auf diese Weise beim Abtrennen in vertikaler Richtung an dem Rückgrat geführt. Um beim Abtrennen der natürlich gekrümmt gewachsenen Kontur des Rückgrats, der Schnittlinie, genau folgen zu können, ist das Schneidwerk über die Aufhängungseinheit zudem mit mehreren mechanischen Freiheitsgraden definiert beweglich aufgehängt. Dabei nimmt der Tragarm die Gewichtskraft des Schneidwerks auf, die Führungsstrebe übernimmt innerhalb der Aufhängungseinheit die Ausrichtung des Schneidwerks.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Tragarm über ein zweites Gelenklager mit einer zweiten Gelenkachse verschwenkbar mit dem unteren Rahmen verbunden. Dadurch ist das an dem unteren Rahmen gehaltene Schneidwerk in Bezug auf eine Längsachse des Tragarms verschwenkbar. Die Führungsstrebe der

Aufhängungseinheit verhindert dabei ein Durchhängen des Schneidwerks und hält das Schneidwerk beim Abtrennen im Wesentlichen in einer Horizontalebene.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Tragarm über ein oberhalb des ersten Gelenklagers positioniertes drittes Gelenklager mit einer vertikal orientierten dritten Gelenkachse mit dem oberen Rahmen verbunden. Die erste Gelenkachse des ersten Gelenklagers und die zweite Gelenkachse des zweiten Gelenklagers sind horizontal orientiert. Diese Lageranordnung mit dem ersten Gelenklager und dem bevorzugt fluchtend darüber angeordneten dritten Gelenklager mit im Wesentlichen senkrecht zueinander orientierten Gelenkachsen bildet eine besonders flexible Aufhängung des Tragarms in Bezug auf den oberen Rahmen mit mehreren mechanischen

Freiheitsgraden.

Der Tragarm ist bevorzugt so ausgeführt, dass mehr als ein Massekörper an demselben gehalten werden kann und dass Massekörper verschiedener Masse auswechselbar beziehungsweise erweiterbar an dem Tragarm gehalten werden können. Auf diese Weise kann die Gewichtskraft des Schneidwerks in einem flexiblen Verhältnis ausbalanciert werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die erste Gelenkachse des ersten

Gelenklagers beziehungsweise die zweite Gelenkachse des zweiten Gelenklagers horizontal beziehungsweise vertikal neigbar gelagert. Der Tragarm ist entlang der ersten Gelenkachse beziehungsweise entlang der zweiten Gelenkachse verschiebbar gelagert. Dadurch weist die Aufhängungseinheit mehrere mechanische Freiheitsgrade auf und sorgt dafür, dass das Schneidwerk sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung beweglich beziehungsweise in Bezug auf die Gelenkdrehachsen verschiebbar sowie um die Gelenkdrehachsen der Gelenklager verschwenkbar flexibel beweglich aufgehängt ist. So kann das Kreismesser beim Abtrennen flexibel der Schnittlinie folgen.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Führungselemente als pflugförmige Führungsbleche ausgebildet. Sie umschließen das Rückgrat V-förmig beim Abtrennen. Die Führungselemente sind zu der Einführungsseite hin aufgeweitet und formen eine Art Einführungstrichter beziehungsweise Einführungsschneise, worüber die

Tierkörperhälfte in die Vorrichtung bis zum Kreismesser eingeführt wird. Durch die V- förmige Ausrichtung zueinander, umschließen die Führungselemente das Rückgrat beim Abtrennen und sorgen für eine Führung beziehungsweise Ausrichtung der Vorrichtung an dem Rückgrat in horizontaler Richtung. Auf diese Weise ist über die Führungselemente und das rotierende Kreismesser beim Abtrennen eine

Dreipunktfixierung der Vorrichtung an der Tierkörperhälfte gebildet, die dafür sorgt, dass das Kreismesser in die auf der Fördereinrichtung vorgetriebene Tierkörperhälfte eindringt und den CB-Schnitt vollzieht.

Auch eine andere Gestalt der Führungseinheit, mit zum Beispiel kufenförmigen Führungselementen, die zu der Einführungsseite hin aufgekröpft sind, ist denkbar.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Führungselemente über mindestens eine einteilig beziehungsweise mehrteilig ausgebildete C-förmige Gabel mit

mindestens zwei Gabeldrehgelenken miteinander verbunden. Über die

Gabeldrehgelenke ist ein erster Neigungswinkel eines ersten Führungselement zu einer Vertikalen beziehungsweise ein zweiter Neigungswinkel eines zweiten

Führungselement zur Vertikalen und ein zwischen den Führungselementen gebildeter Öffnungswinkel im Bereich von 0° bis 180° und bevorzugt im Bereich von 10° bis 60° einstellbar. Die Führungselemente sind somit verstellbar gehalten und an die Kontur des Rückgrats beziehungsweise des Schnittguts anpassbar. Ein Öffnungswinkel von 0° bedeutet hierbei, dass die Führungselemente einander parallel beabstandet gegenüberliegen. Bei einem Öffnungswinkel von 180° sind die Führungselemente zueinander fluchtend und horizontal orientiert. Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das erste Führungselement starr an dem unteren Rahmen festgelegt und das zweite Führungselement über die

Gabeldrehgelenke der Gabel verschwenkbar in Bezug auf das erste Führungselement gehalten. Die Gabel weist eine Gabelverstelleinheit zum definierten Verschwenken des zweiten Führungselement gegenüber dem ersten Führungselement auf. Beim

Abtrennen wird die Tierkörperhälfte in der Regel zuerst gegen das erste

Führungselement gedrückt und die Vorrichtung an der Tierkörperhälfte im

Wesentlichen ausgerichtet. Mit dem weiteren Vorschub der Tierkörperhälfte durch die Fördereinrichtung wird dann das Rückgrat gegen das gegenüberliegende, zweite Führungselement gedrückt und entlang der zwischen den Führungselement ausgebildeten Einführungsschneise beziehungsweise des Einführungstrichters zu dem Kreismesser geführt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Führungseinheit des Schneidwerks sieht dabei vor, dass das starre erste Führungselement größer ausgebildet ist, als das verstellbare zweite Führungselement. Das zweite Führungselement und die Gabeldrehgelenke können somit kompakt und kostengünstig ausgeführt sein, da die wesentlichen Kräfte infolge eines Vorschubs der Tierkörperhälfte durch die Fördereinrichtung von dem ersten Führungselement aufgenommen sind.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Aufhängungseinheit zwei gleichlang ausgebildete Führungsstreben auf. In einer Ausgangsstellung vor und nach dem Abtrennen sind die Gelenkdrehachsen der Gelenklager horizontal orientiert und die Führungsstreben sind parallel zu dem Tragarm gehalten und liegen sich parallel und auf einer gleichen Höhe gegenüber. Der Tragarm und die Führungsstreben der Aufhängungseinheit bilden eine flexibel bewegliche Parallelogrammanordnung, welche das Schneidwerk im Wesentlichen horizontal, jedoch mit den zuvor beschriebenen mechanischen Freiheitsgraden sehr beweglich, über der Fördereinrichtung hält.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem oberen Rahmen und dem Tragarm eine Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit gehalten, über die der Tragarm nach dem Abtrennen definiert in die Ausgangsstellung zurückverbracht ist

beziehungsweise über die ein Ausschwenkwinkel des Tragarms in Bezug auf den oberen Rahmen in der Ausgangsstellung einstellbar ist. Die Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit sorgt zudem dafür, dass ein Taumeln des Schneidwerks reduziert ist, wodurch eine Führung des Kreismessers entlang der Schnittlinie verbessert beziehungsweise präzisiert ist und die Vorrichtung nach dem Abtrennen schnell in die definierte Ausgangsstellung zurück verbracht ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zum Abtrennen die Tierkörperhälfte mit einer definierten Geschwindigkeit auf der Fördereinrichtung und mit dem Rückgrat nach oben zeigend transportiert. Die Tierkörperhälfte ist dabei in einer Förderrichtung zu der Vorrichtung geführt die so gewählt ist, dass die Tierkörperhälfte über die Führungselemente an der Einführungsseite der Vorrichtung in ebendiese eingeführt ist. Hierdurch ist gewährleistet, dass sich die Vorrichtung im Zusammenwirken der Führungselemente mit der Aufhängungseinheit automatisch an dem abzutrennenden Rückgrat ausrichten kann. Die Vorrichtung ist hierfür bevorzugt mittig oberhalb der Fördereinrichtung aufgehängt derart, dass Rückgrat bevorzugt mittig auf der

Fördereinrichtung aufgelegt. Über die Anordnung der Führungselemente der

Führungseinheit ist dabei sichergestellt, dass das Rückgrat der Tierkörperhälfte auch dann zu dem Kreismesser der Vorrichtung geführt ist, wenn die Tierkörperhälfte nicht fluchtend auf der Fördereinrichtung aufgelegt ist. Es ist folglich möglich, den CB-Schnitt automatisiert und wirtschaftlich mit einer hohen Taktrate durchzuführen

beziehungsweise die erfindungsgemäße Vorrichtung in eine bestehende Zerlegelinie zu integrieren. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht für die Fördereinrichtung ein maschinell angetriebenes Förderband vor.

Das Tragsystem, über welches die erfindungsgemäße Vorrichtung mit der Schnitthöhe über der Fördereinrichtung aufgehängt ist, ist bevorzugt höhenverstellbar ausgebildet, sodass die Schnitthöhe zwischen dem Kreismesser und der Fördereinrichtung flexibel einstellbar ist. Auch kann zur Einstellung der Schnitthöhe die Fördereinrichtung selbst höhenverstellbar ausgebildet sein.

Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung weist das Schneidwerk zwei gegenüberliegende maschinell angetriebene Kreismesser auf. Die beiden Kreismesser sind mit einem Versatz in Bezug auf die Einführungsseite hintereinander positioniert, so dass sie sich beim Abtrennen nicht berühren. Des Weiteren sind die beiden

Kreismesser verschiebbar an dem unteren Rahmen der Aufhängungseinheit gehalten, so dass eine Schnitttiefe, mit der beim Abtrennen die Kreismesser in die

Tierkörperhälfte eindringen, einstellbar ist. Eine bevorzugte Weiterbildung dieser Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die beiden Kreismesser in einem Schnittwinkel zueinander angeordnet sind derart, dass sie das Rückgrat in einem V-förmigen CB-Schnitt von zwei Seiten von dem Mittelstück der Tierkörperhälfte abtrennen. Die beiden Kreismesser sind

verschwenkbar an dem unteren Rahmen der Aufhängungseinheit gehalten, so dass der Schnittwinkel des V-förmigen Schnitts einstellbar und größer als 90° und kleiner als 180° ist, und an die aktuelle Form des abzutrennenden Rückgrats angepasst werden kann. Die Kreismesser sind in Bezug auf die Einführungsseite hinter den

Führungselementen angeordnet, wobei jedem Führungselement ein Kreismesser zugeordnet ist. Auf diese Weise ist durch die Führungselemente beim Abtrennen das Rückgrat in die Vorrichtung bis zu den Kreismessern eingeführt und die Vorrichtung präzise an dem Rückgrat entlanggeführt.

Aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu entnehmen. Dort erwähnte Merkmale können jeweils einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Die Zeichnungen dienen lediglich beispielhaft der Klarstellung der Erfindung und haben keinen einschränkenden Charakter.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung über ein Tragsystem aufgehängt oberhalb einer Fördereinrichtung beim Abtrennen eines Rückgrats einer auf der Fördereinrichtung transportierten Tierkörperhälfte,

Fig. 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer ersten

perspektivischen Einzelansicht,

Fig. 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer zweiten

perspektivischen Einzelansicht, Fig. 4 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer seitlichen

Einzelansicht,

Fig. 5 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer Einzelansicht von unten,

Fig. 6 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer Einzelansicht von hinten,

Fig. 7 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1 in einer Einzelansicht von vorne,

Fig. 8 eine Aufhängungseinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 ohne einen unteren Rahmen in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 9 die Aufhängungseinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 ohne den unteren Rahmen in einer Seitenansicht,

Fig. 10 ein an einem unteren Rahmen der Aufhängungseinheit der

erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 festgelegtes Schneidwerk in einer Seitenansicht,

Fig. 11 das an dem unteren Rahmen der Aufhängungseinheit der

erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 festgelegte Schneidwerk in einer Unteransicht,

Fig. 12 das an dem unteren Rahmen der Aufhängungseinheit der

erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 festgelegte Schneidwerk in einer Vorderansicht,

Fig. 13 eine schematische vordere Teilansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 mit der Aufhängungseinheit im Ausbruch und mit Blick auf ein an dem unteren Rahmen gehaltenes Kreismesser und eine Führungseinheit des Schneidwerks, Fig. 14 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten perspektivischen Einzelansicht,

Fig. 15 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 14 in einer zweiten

perspektivischen Einzelansicht,

Fig. 16 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 14 in einer Einzelansicht von unten und

Fig. 17 die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 14 in einer Einzelansicht von vorne.

Die Fig. 1 bis Fig. 17 zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Abtrennen eines Rückgrats 21 von einer Tierkörperhälfte 20. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist für die Anwendung in einem Schlachtbetrieb ausgeführt zur Durchführung des sogenannten CB-Schnitts, zu Englisch„Chine Bone Cut“. Bei dem CB-Schnitt wird der oberhalb des Rippenansatzes befindliche Teil des Rückgrats 21 von einem Mittelstück 22 der Tierkörperhälfte 20 der Länge nach abgetrennt.

Zur Ausführung des CB-Schnitts weist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ein Schneidwerk 2 mit wenigstens einem maschinell angetriebenen Kreismesser 3.1 , 3.2 auf. Weiter umfasst das Schneidwerk 2 eine Führungseinheit 11 mit zwei einander winkelig gegenüberliegenden, pflugförmigen Führungselementen 12.1 , 12.2. Die Führungseinheit 11 dient zur Einführung des Rückgrats 21 der Tierkörperhälfte 20 in die Vorrichtung 1 und richtet die Vorrichtung 1 im Zusammenwirken mit einer

Aufhängungseinheit 4 beim Abtrennen an dem Rückgrat 21 aus. Über die

Aufhängungseinheit 4 ist das Schneidwerk 2 beim Abtrennen mit mehreren

mechanischen Freiheitsgraden beweglich an einem Tragsystem 17 aufgehängt.

Die Fig. 1 bis Fig. 13 beziehen sich auf ein erstes Ausführungsbeispiel der

erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit einem Mono-Schneidwerk 2 mit einem einzigen maschinell angetriebenen Kreismesser 3.1.

Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 an dem galgenförmigen Tragsystem 17 aufgehängt über einer als ein Förderband ausgebildeten Fördereinrichtung 18. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist hierbei während des Abtrennens des Rückgrats 21 von der Tierkörperhälfte 20 gezeigt, wobei sie sich im Eingriff mit der auf der Fördereinrichtung 18 transportierten Tierkörperhälfte 20 befindet. Die Tierkörperhälfte 20 ist durch die Fördereinrichtung 18 in eine

Förderrichtung F transportiert und dabei so auf der Fördereinrichtung 18 aufgelegt, dass ihr abzutrennendes Rückgrat 21 nach oben in Richtung der über der

Fördereinrichtung 18 aufgehängten Vorrichtung 1 zeigt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist so an dem Tragsystem 17 aufgehängt, dass die Führungselemente

12.1 , 12.2 der Führungseinheit 11 der Tierkörperhälfte 20 zugewandt sind und dieselbe zum Abtrennen dem Kreismesser 3.1 zuführen können. Das Kreismesser 3.1 ist mit einer auf die Tierkörperhälfte 21 abgestimmten Schnitthöhe H über der

Fördereinrichtung 18 aufgehängt, wobei die Schnitthöhe H einstellbar und so gewählt ist, dass das Kreismesser 3.1 beim Abtrennen an den oberhalb des Rippenansatzes befindliche Teil des Rückgrats 21 der Tierkörperhälfte 20 angesetzt ist. Die Schnitthöhe H kann über die verstellbare Aufhängungseinheit 4 der erfindungsgemäßen

Vorrichtung 1 selbst oder über eine Höhenverstelleinrichtung des Tragsystems 17 beziehungsweise der Fördereinrichtung 18 angepasst werden.

Um eine möglichst hohe Fleischausbeute und Wirtschaftlichkeit zu erreichen, muss das Kreismesser 3.1 beim Abtrennen möglichst selbstfindend dem natürlich gekrümmt gewachsenen Verlauf des Rückgrats 21 , figürlich dargestellt als Schnittlinie 23, folgen können. Hierfür ist es erforderlich, dass das Schneidwerk 2 mit dem Kreismesser 3.1 flexibel beweglich mit mehreren mechanischen Freiheitsgraden aufgehängt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 sieht hierfür die über wenigstens einen Massekörper 10 ausbalancierte Aufhängung des Schneidwerks 2 mittels der Aufhängungseinheit 4 vor. Diese umfasst einen oberen Rahmen 5.1 , welcher in diesem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 1 starr an dem Tragsystem 17 festgelegt ist und einen unterhalb des oberen Rahmens 5.1 gehaltenen unteren Rahmen 5.2, an dem das Schneidwerk 2 mit dem Kreismesser 3.1 und der Führungseinheit 11 gehalten ist. Die beiden Rahmen

5.1 , 5.2 sind über einen flexibel verschwenkbar gelagerten T ragarm 6 und über zwei jeweils endseitig über Drehgelenke 26 verschwenkbar gelagerte Führungsstreben 7.1 , 7.2 miteinander verbunden.

Der Tragarm 6 ist über ein erstes Gelenklager 8.1 mit einer im Wesentlichen horizontal orientierten ersten Gelenkachse 9.1 und mit einem darüber positionierten dritten Gelenklager 8.3 mit einer im Wesentlichen vertikal orientierten dritten Gelenkachse 9.3 verschwenkbar in Bezug auf den oberen Rahmen 5.1 an ebendiesem gehalten. An einem dem Schneidwerk 2 zugewandten ersten Endabschnitt ist der Tragarm 6 über ein zweites Gelenklager 8.2 mit einer zweiten Gelenkachse 9.2 verschwenkbar mit dem unteren Rahmen 5.2 verbunden. Über das zweite Gelenklager 8.2 kann somit das Schneidwerk 2 in Bezug auf den Tragarm 6 ausgerichtet werden. Der Tragarm 6 weist im Bereich zwischen den beiden Gelenklagern 8.1 , 8.2 einen im Wesentlichen geradlinigen Verlauf auf und ist im Bereich des ersten Gelenklagers 8.1 um zirka 45° gekrümmt.

Die Führungsstreben 7.1 , 7.2 verhindern ein Durchhängen des verschwenkbar an dem Tragarm 6 aufgehängten Schneidwerks 2 und führen dieses beim Abtrennen im Zusammenwirken mit der Führungseinheit 11 des Schneidwerks 2.

An einem dem Schneidwerk 2 in Bezug auf die erste Gelenkachse 9.1

gegenüberliegenden zweiten Endabschnitt des Tragarms 6 sind Massekörper 10 mit einem Massekörperschwerpunkt S vorgesehen. Die Massekörper 10 bilden eine Gegenballastierung zu dem Schneidwerk 2, sodass über die Massekörper 10 eine an der ersten Gelenkachse 9.1 wirkende Gewichtskraft G des Schneidwerks 2 im

Wesentlichen ausbalanciert wird gemäß dem Prinzip einer Wippe. Die Massekörper 10 sind so auf dem Tragarm 6 platziert, dass eine ausgehend von dem

Massekörperschwerpunkt S wirkende Ausgleichsgewichtskraft A ein auf die erste Gelenkachse 9.1 wirkendes zweites Drehmoment M2 induziert, welches einem an der ersten Gelenkachse 9.1 wirkenden ersten Drehmoment Mi infolge der Gewichtskraft G des Schneidwerks 2 entgegenwirkt. Das über die Massekörper 10 ausgebildete zweite Drehmoment M2 ist vorzugsweise größer 30 % und kleiner 100 % des ersten

Drehmoments. Auf diese Weise ist ein Großteil der Gewichtskraft G des Schneidwerks 2 durch die Gegenballastierung kompensiert und ein geringer Teil der Gewichtskraft G des Schneidwerks 2 kann beim Abtrennen als eine auf die von der Fördereinrichtung 18 angetriebene Tierkörperhälfte 20 wirkende Andruckkraft verwendet werden, welche das Kreismesser 3.1 unter das Rückgrat 21 drückt und beim Abtrennen dafür sorgt, dass das Kreismesser 3.1 auf Höhe der Schnittlinie 23 gehalten ist. Weiter hat diese Gegenballastierung den Vorteil, dass ein Taumeln des Schneidwerks 2 nach dem Abtrennen reduziert ist. Zusätzlich ist zwischen dem oberen Rahmen 5.1 und dem Tragarm 6 eine Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 vorgesehen. Diese ist in dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nach Fig. 1 in einem Bereich zwischen den Massekörpern 10 und dem ersten Gelenklager 8.1 an dem Tragarm 6 platziert. Über die Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 kann ein Taumeln des Schneidwerks 2 oder ein kraftvolles Anschlägen des Tragarms 6 an den oberen Rahmen 5.1 nach dem Abtrennen zusätzlich reduziert werden. Beispielsweise kann die Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 hierfür eine hydraulische Dämpfungskomponente aufweisen. Zusätzlich ist ein Abstand zwischen dem oberen Rahmen 5.1 und dem Tragarm 6 über eine Verstellkomponente der Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 einstellbar. So kann über die Verstellkomponente der Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 ein Ausschwenkwinkel des unteren ersten Endabschnitts des Tragarms 6 eingestellt und somit eine Ausgangsstellung der Vorrichtung 1 vor und nach dem Abtrennen justiert oder die Schnitthöhe H feinjustiert werden. Das Kreismesser 3.1 ist in der Ausgangsstellung vorzugsweise horizontal und parallel zu der Fördereinrichtung 18 ausgerichtet. Die Gelenkachsen 9.1 , 9.2 der Gelenklager 8.1 , 8.2 sind in der

Ausgangsstellung horizontal orientiert. Die dritte Gelenkachse 9.3 des dritten

Gelenklagers 8.3 ist in der Ausgangsstellung vertikal orientiert.

Die Fig. 2 bis Fig. 7 zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 nach Fig. 1 in unterschiedlichen Einzelansichten, ohne das Tragsystem 17 und die Fördereinrichtung 18. Darin ist erkennbar, dass die Rahmen 5.1 , 5.2 den Tragarm 6 jedenfalls

abschnittsweise auf Höhe der Gelenklager 8.1 , 8.2 C-förmig beziehungsweise gabelförmig umschließen. Das zweite Gelenklager 8.2 ist hier als Uniballgelenk ausgeführt, welches zwischen einer korrespondierend geformten

Bohrungsausnehmung in dem unteren ersten Endabschnitt des Tragarms 6 und auf einem zwischen dem unteren Rahmen 5.2 gehaltenen und durch das Uniballgelenk hindurchgeführten Lagerbolzen 25 eingepresst ist. Das Uniballgelenk ermöglicht eine horizontale und/oder vertikale Verschwenkbarkeit des Tragarms 6 in Bezug auf die durch den Lagerbolzen 25 gebildete zweite Drehachse 9.2. Dadurch ist das

Schneidwerk 2 in der Lage, dem natürlich gekrümmt gewachsenen Verlauf des Rückgrats 21 , der Schnittlinie 23, beim Abtrennen des Rückgrats 21 von der

Tierkörperhälfte 20 besonders flexibel zu folgen. Das obere erste Gelenklager 8.1 ist zwischen dem Tragarm 6 und einem durch das erste Gelenklager 8.1 durchgeführten weiteren Lagerbolzen, der an dem oberen Rahmen 5.1 gehalten ist und die erste Gelenkachse 9.1 bildet, vorgesehen. Das dritte Gelenklager 8.3 mit der vertikal orientierten dritten Gelenkachse 9.3 ist in einer oberhalb des ersten Gelenklagers 8.1 angeordneten Hülsenaussparung des oberen Rahmens 5.1 gehalten. Der Tragarm 6 ist beim Abtrennen flexibel beweglich in Bezug auf die erste Gelenkachse 9.1 gelagert und wird nach dem Abtrennen automatisch in die Ausgangsstellung zurück verbracht. An dem oberen Rahmen 5.1 ist zudem an einer Seite eine Arretiereinrichtung 27 in Form eines Rastbolzens vorgesehen. Über den Rastbolzen ist das Schneidwerk 2 in einer maximal angehobenen Stellung arretierbar, wodurch unterhalb des Schneidwerks 2 Raum geschaffen wird für

Reinigungs- beziehungsweise Wartungsarbeiten an der Vorrichtung 1

beziehungsweise an der Fördereinrichtung 18. Durch ein Ziehen des Rastbolzens kann die Vorrichtung 1 wieder in die Ausgangsstellung verbracht werden.

Die Führungseinheit 11 des Schneidwerks 2 ist in Bezug auf eine Einführungsseite 19, über die beim Abtrennen die Tierkörperhälfte 20 in die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 eingeführt wird, vor dem Kreismesser 3.1 des Schneidwerks 2 an dem unteren Rahmen 5.2 gehalten. Die als pflugförmige Führungsbleche ausgebildeten

Führungselemente 12.1 , 12.2 sind zu der Einführungsseite 19 hin aufgeweitet, sodass eine Einfädelung der angetriebenen Tierkörperhälfte 20 auch bei einer nicht fluchtenden, etwas ungenauen Ausrichtung auf der Fördereinrichtung 18 automatisch erfolgen kann. Die Führungselemente 12.1 , 12.2 formen somit eine Art

Einführungstrichter, über den die Tierkörperhälfte 20 beim Abtrennen in die

erfindungsgemäße Vorrichtung 1 eingeführt und über die Fördereinrichtung 18 angetrieben zu dem Kreismesser 3.1 weitergeführt wird. Die einander winkelig gegenüberliegenden Führungselemente 12.1 , 12.2 umgreifen das Rückgrat 21 beim Abtrennen V-förmig und richten die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 im

Zusammenspiel mit der Aufhängungseinheit 4 an dem Rückgrat 21 aus. Beim

Abtrennen ist somit durch die Führungselemente 12.1 , 12.2 und das Kreismesser 3.1 eine Dreipunktlagerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 an dem Rückgrat 21 gebildet. Kräfte, welche infolge eines Vorschubs der Tierkörperhälfte 20 durch die Fördereinrichtung 18 wirken, werden beim Abtrennen im Wesentlichen von einem starr an dem unteren Rahmen 5.1 gehaltenen, größeren ersten Führungselement 12.1 aufgenommen. Das gegenüberliegende zweite Führungselement 12.2 ist entsprechend geringer dimensioniert und demzufolge kostengünstiger ausgebildet als das erste Führungselement 12.1.

Die Führungselemente 12.1 , 12.2 sind über zwei im Wesentlichen C-förmige, mehrteilig ausgebildete Gabeln 13.1 , 13.2 miteinander verbunden. Zwischen den Gabeln 13.1 , 13.2 sind zwei Gabeldrehgelenke 14.1 , 14.2 mit horizontal orientierten Drehachsen vorgesehen, welche ein Verschwenken des kleineren zweiten

Führungselements 12.2 gegenüber dem starr an dem unteren Rahmen 5.2 gehaltenen größeren ersten Führungselements 12.1 ermöglichen.

Wie Fig. 5 in einer Unteransicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zeigt, ragt das erste Führungselement 12.1 mittig bis unter den Tragarm 6, welcher fluchtend zu einem Mittelpunkt des Kreismessers 3.1 gehalten ist. Das erste Führungselement 12.1 weist des Weiteren eine Ausnehmung auf, in welche das Kreismesser 3.1

abschnittsweise hineinragt. Das zweite Führungselement 12.2 ist in Bezug auf die Einführungsseite 19 vor dem Kreismesser 3.1 gehalten.

Die Fig. 8 und Fig. 9 zeigen die Aufhängungseinheit 4 der erfindungsgemäßen

Vorrichtung 1 in einer perspektivischen Einzelansicht (Fig. 8) und in einer seitlichen Einzelansicht (Fig. 9). Der zu der Aufhängungseinheit 4 zählende untere Rahmen 5.2 ist darin jeweils ausgeblendet. Dadurch ist ein freier Blick auf das in dem unteren ersten Endabschnitt des Tragarms 6 vorgesehene und als Uniballgelenk ausgebildete untere Gelenklager 8.2 ermöglicht. Die Gelenkachsen 9.1 , 9.2 der Gelenklager 8.1 , 8.2 sind in Fig. 8 schematisch angedeutet.

In den Fig. 10 bis Fig. 12 ist der untere Rahmen 5.2 der Aufhängungseinheit 4 und das daran gehaltene Schneidwerk 2 mit der in Bezug auf die Einführungsseite 19 vor dem Kreismesser 3.1 angeordneten Führungseinheit 11 dargestellt. Zum definierten Verstellen des zweiten Führungselements 12.2 gegenüber dem ersten

Führungselement 12.2, weist die Führungseinheit 11 eine Gabelverstelleinheit 15 auf. Die Gabelverstelleinheit 15 ist an dem unteren Rahmen 5.2 zwischen einer dem Schneidwerk zugewandten C-förmig und mehrteilig ausgebildeten zweiten Gabel 13.2 und einer parallel gegenüberliegend gehaltenen, analog ausgebildeten sowie der Einführungsseite 19 zugewandten ersten Gabel 13.1 gehalten. Die Gabelverstelleinheit 15 ist oberhalb der Gabeldrehgelenke 14.1 , 14.2 positioniert und wirkt mit diesen zusammen, indem sie ein unteres, dem Kreismesser 3.1 zugewandtes zweites

Gabeldrehgelenk 14.2 gegenüber einem darüber angeordneten ersten

Gabeldrehgelenk 14.1 verschiebt. Hierdurch ist ein zwischen den Führungselementen 12.1 , 12.2 ausgebildeter Öffnungswinkel ß beziehungsweise eine zwischen den Führungselementen 12.1 , 12.2 ausgebildete Öffnungsweite definiert einstellbar, sodass die Führungseinheit 11 flexibel anpassbar ist an Tierkörperhälften 20 verschiedener Tiere beziehungsweise an verschiedenes Schnittgut.

Fig. 12 zeigt die Führungselemente 12.1 , 12.2 in einer Vorzugsstellung. Das starr an dem unteren Rahmen 5.2 gehaltene erste Führungselement 12.1 ist mit einem ersten Neigungswinkel ai von zirka 50° zur Vertikalen geneigt orientiert. Das zweite

Führungselement 12.2 ist mit einem zweiten Neigungswinkel 02 von zirka 30° zur Vertikalen 3.1 geneigt. Die Führungselemente 12.1 , 12.2 spannen hierbei einen Öffnungswinkel ß von zirka 25° auf.

Fig. 13 gibt eine schematische vordere Teilansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung

I nach Fig. 1 mit der Aufhängungseinheit 4 im Ausbruch und mit Blick auf das an dem unteren Rahmen 5.2 gehaltene Kreismesser 3.1 und die davor angeordnete

Führungseinheit 11 des Schneidwerks 2. Es ist zu erkennen, dass das zweite

Führungselement 12.2 ausschließlich oberhalb des Kreismessers 3.1 gehalten ist. Das erste Führungselement 12.1 ist abschnittsweise oberhalb als auch unterhalb des Kreismessers 3.1 gehalten.

Die Fig. 14 bis Fig. 17 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 in verschiedenen Einzelansichten. Die Vorrichtung 1 umfasst hierbei ein an dem unteren Rahmen 5.2 gehaltenes duales Schneidwerk 2 mit zwei jeweils über Antriebsstränge maschinell angetriebenen Kreismessern 3.1 , 3.2. Die Führungseinheit

I I des Schneidwerks 2 und die Aufhängungseinheit 4 sind mit Ausnahme des unteren Rahmens 5.2 im Wesentlichen wie gehabt ausgebildet.

Die beiden Kreismesser 3.1 , 3.2 sind in einem einstellbaren Schnittwinkel g zueinander angeordnet, wodurch sie das Rückgrat 21 in einem V-förmigen CB-Schnitt von zwei Seiten von dem Mittelstück 22 der Tierkörperhälfte 21 abtrennen. Zudem sind die beiden Kreismesser 3.1 , 3.2 in Bezug auf die Einführungsseite 19 hinter den Führungselementen 12.1 , 12.2 und versetzt zueinander angeordnet, wobei jedem Kreismesser 3.1 , 3.2 ein Führungselement 12.1 , 12.2 zugeordnet ist.

Der zwischen den beiden Kreismessern 3.1 , 3.2 aufgespannte Schnittwinkel g kann in einem Bereich von 90° bis 180° verstellt werden, sodass der V-förmige CB-Schnitt an eine Form des abzutrennenden Rückgrats 21 für verschiedene Tiere flexibel angepasst werden kann. Ein Schnittwinkel g von 180° zwischen den Kreismessern 3.1 , 3.2 versteht sich so, dass beide Kreismesser 3.1 , 3.2 horizontal und parallel zueinander orientiert gehalten sind. Zum Verstellen des Schnittwinkels g und zum Einstellen einer Schnitttiefe, mit der die Kreismesser 3.1 , 3.2 beim Abtrennen in die Tierkörperhälfte 20 eingreifen, sind die Antriebsstränge der Kreismesser 3.1 , 3.2 verschwenkbar beziehungsweise verschiebbar an dem unteren Rahmen 5.2 gehalten und hierzu jeweils über eine Schneidwerkverstelleinheit 24.1 , 24.2 einzeln verstellbar.

Die in den Fig. 14 bis Fig. 17 dargestellte Orientierung der beiden Kreismesser 3.1 , 3.2 mit einem Schnittwinkel im Bereich von 130° ± 10° versteht sich als eine

Vorzugsstellung für dieses Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1.

Die Erfindung ist nicht auf die beiden dargestellten Ausführungsformen der

erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 beschränkt. Alternative Ausführungsformen für die Vorrichtung 1 sind unter Beibehaltung der erfinderischen Idee beispielsweise dadurch gebildet, dass die Komponenten eine abweichende Gestalt beziehungsweise eine abweichende Anordnung aufweisen.

Nach einem alternativen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 kann der untere Rahmen 5.2 über ein als Kugelgelenk ausgebildetes zweites

Gelenklager 8.2 mit dem Tragarm 6 verbunden sein. Auch die Drehgelenke 26, über die die Führungsstreben 7.1 , 7.2 mit den Rahmen 5.1 , 5.2 verbunden sind, könnten andersartig, beispielsweise als Kugelgelenke, ausgebildet sein.

Die Verstell- und/oder Stoßdämpfungseinheit 16 könnte nach einem alternativen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 an einem in Bezug auf das erste Gelenklager 8.1 dem Massekörpern 10 gegenüberliegenden Tragarmabschnitt des Tragarms 6 platziert sein. Ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 sieht vor, dass beide Führungselemente 12.1 , 12.2 in Bezug auf ihre Neigungswinkel cii, 02 zur Vertikalen beziehungsweise in Bezug auf den zwischen den Führungselemente 12.1 , 12.2 ausgebildeten Öffnungswinkel ß verstellbar an dem unteren Rahmen 5.2 gehalten sind. So kann über ein Verstellen des ersten Führungselements 12.1 eine definierte Schnitttiefe eingestellt werden, mit der das dem ersten Führungselement 12.1 zugeordnete Kreismesser 3.1 beim Abtrennen in die Tierkörperhälfte 20 eingreift. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist aufgrund ihrer flexiblen Verstellmöglichkeiten nicht auf die beschriebene Verwendung zur Durchführung des CB-Schnitts beziehungsweise zum Abtrennen des Rückgrats 21 einer Tierkörperhälfte 20 beschränkt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist ausgeführt, für eine Integration in eine voll beziehungsweise teilautomatisierte Zerlegelinie eines Zerlegebetriebs. Grundsätzlich ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 auch für eine Verarbeitung eines alternativen Schnittguts verwendbar.

Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen sind durch gleiche Bezugszeichen

gekennzeichnet.