DAHLHEIMER, Stefan (Maria-Probst-Strasse 18, Kleinostheim, 63801, DE)
Automatik Plastics Machmery GmbH 25 Mai 2009
RA10106WO SG
Patentansprüche
1 Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem (16) von einem Prozessfluid (17), mit zumindest einer Siebvorrichtung (1) mit einer Siebflache (2) mit Sieboff nungen, und mit einer Schwmgungsvomchtung (3), welche zumindest die Siebflache (2) der Siebvomchtung (1) so in Schwingungen versetzt, dass sich die Granulatkorner (16) relativ zu den Sieboffnungen bewegen, wobei das Prozessfluid (17) durch die Sieboffnungen abfließt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sieboffnungen der Siebflache (2) der Siebvomchtung (1) Querschnittsflachen aufweisen, welche flachenmaßig kleiner sind als Querschnittsflachen der kleinsten Granulatkorner (16), und die Siebflache (2) der Siebvorrichtung (1) einen ersten Trocknungsbereich (2a) aufweist, zu welchem die Granulatkorner (16) m dem Prozessfluid (17) zugeführt sind und in welchem das Prozessfluid (17) durch die Sieboffnungen abfließt, und einen zweiten Trocknungsbereich (2b) aufweist, in welchem die noch feuchten Granulatkorner (16) mit einem Strom eines Trocknungsfluids beaufschlagt sind, wobei die Schwmgungsvomchtung (3) so angeordnet und betneben ist, dass sich die Granulatkorner (16) unter dem Emfluss der Schwingungen vom ersten Trocknungsbereich (2a) zum zweiten Trocknungsbereich (2b) bewegen
2 Vornchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwmgungsvomchtung (3) so angeordnet und betneben ist, dass sich die Granulatkorner (16) unter dem Emfluss der Schwingungen vom ersten Trocknungsbereich (2a) zum zweiten Trocknungsbereich (2b) m Spiralbahnen bewegen, bevorzugt in Spiralbahnen von innen nach außen bewegen
3 Vomchtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Trocknungsbereich (2b) konzentnsch um den ersten Trocknungsbereich (2a) herum angeordnet ist, wobei der erste Trocknungsbereich (2a) bevorzugt kreisförmig ausgebildet ist und der zweite Trocknungsbereich (2b) bevorzugt nngformig ausgebildet ist
4 Vornchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Trocknungsbereich (2a) und der zweite Trocknungsbereich (2b) durch eine Uberlaufwand (11) voneinander so getrennt sind, dass ein Eindringen von Prozessfluid (17) vom ersten Trocknungsbereich (2a) zum zweiten Trocknungsbereich (2b) verhindert ist, wobei die Granulatkomer (16) unter dem Einfluss der Schwingungen über die Uberlaufwand (11) in den zweiten Trocknungsbereich (2b) gelangen
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des ersten Trocknungsbereichs (2a) zumindest eine Zufuhroffnung (4) zur Zufuhrung von Prozessfluid (17) und dann enthaltenen Granulatkomem (16) zum ersten Trocknungsbereich (2a) oberhalb oder seitlich der Siebvomchtung (1) vorgesehen ist, und dass im Bereich des zweiten Trocknungsbereichs (2b) zumindest eine Abfuhroffnung (5) zum Abfuhren der Granulatkomer (16) vorgesehen ist, wobei die Granulatkomer (16) unter Einfluss der Schwingungen von der Zufuhroffnung (4) zur Abfuhroffnung (5) gelangen
Vornchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trocknungsfluidstromungsvomchtung (6) im Bereich des zweiten Trocknungsbereichs (2b) vorgesehen ist, so dass der Strom des Trocknungsfluids, bevorzugt Luft oder ein Inertgas, um die Granulatkomer (16) geblasen und/oder gesaugt ist
Vornchtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom des Trocknungsfluids parallel oder im Wesentlichen parallel zu oder senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur Siebflache (2) durch den zweiten Trocknungsbereich (2b) gefuhrt ist, wobei besonders bevorzugt der Strom des Trocknungsfluids in Richtung von der Abfuhroffnung (5) weg gefuhrt ist
Vornchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknungsfluid eine Temperatur kleiner oder gleich einer Temperatur der Granulatkomer (16) aufweist, so dass der zweite Trocknungsbereich (2b) auch ein Kuhlbereich ist, in welchem eine Kühlung der Granulatkomer (16) erfolgt
Vornchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jenseits der Siebflache (2) zumindest im Bereich des ersten Trocknungsbereichs (2a) eine Auffang- und/oder Absaugvomchtung (7) für das Prozessfluid vorgesehen ist Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jenseits der Siebflache (2) zumindest im Bereich des ersten Trocknungsbereichs (2a) eine weitere Siebvomchtung (8) zur Filterung des Prozessfluids vorgesehen ist
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Schwingungsvomchtung (3) zur Erzeugung der Schwingungen zumindest ein Exzenterantrieb, zumindest ein Unwuchtgenerator oder zumindest ein Ultraschallgenerator vorgesehen ist
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusatzlich zu der Siebvomchtung (1) noch zumindest eine weitere Trocknungsvomchtung (9, 10) so vorgesehen ist, dass eine mehrstufige Trocknungsvomchtung für die Granulatkomer (16) gebildet ist, wobei die weitere Trocknungsvomchtung (9, 10) bevorzugt der Siebvomchtung (1) nachgeordnet ist und besonders bevorzugt eine Zentnfugaltrocknungsvomchtung (9) und/oder eine Wirbelbetttrocknungsvornchtung (10) umfasst
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebflache (2) eben ist
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Granulatkomer (16) Mikrogranulatkomer sind und die Vorrichtung für die Trocknung der Mikrogranulatkomer einsetzbar ist |
Automatik Plastics Machinery GmbH 25 Mai 2009
RA10106WO SG/ba
Trocknungsvorrichtung zum Trocknen von Granulatkörnern
Die Erfindung betnfft eine Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem von einem Prozessfluid mit zumindest einer Siebvomchtung mit einer Siebflache mit Sieboffnungen, und mit einer Schwingungsvornchtung, welche zumindest die Siebflache der Siebvomchtung so in Schwingungen versetzt, dass sich die Granulatkomer relativ zu den Sieboffnungen bewegen, wobei das Prozessfluid durch die Sieboffnungen abfließt, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
Generell sind Granulatkomer, insbesondere sogenannte Mikrogranulatkorner mit einem Durchmesser kleiner als 0,8 mm, mit bekannten Trocknungsvomchtungen, z B Zentnfugaltrocknem, nur schwierig zu trocknen, da diese Trocknungsvomchtungen konstruktionsbedingt relativ verwinkelt sind und an vielen Stellen Spalten oder Verengungen aufweisen, welche die Fuhrung bzw den Strom des Granulats durch die entsprechende Vorrichtung erschweren oder sogar verhindern So können die Granulatkomer, insbesondere die Mikrogranulatkorner, durch besagte Spalten unerwünschter Weise durchtreten, es kann zu Verklumpungen kommen, oder entsprechend entstehende Ablagerungen können sich spater unkontrolliert losen und unter Umstanden andere Produktionschargen kontaminieren Somit kann bei einem Wechsel auf ein anderes zu granulierendes Produkt ein sehr hoher Reinigungsaufwand bestehen
Granulatkuhl- und -trockenvomchtungen sind beispielsweise bekannt aus „Granulieren von thermoplastischen Kunststoffen", VDI-Verlag GmbH, Dusseldorf 1974, Seiten 303 ff Dort wird beispielsweise auf Seite 310 die Verwendung eines Schwingungssiebs zur Trennung von Granulat und Wasser bei gleichzeitiger Klassierung des Granulats nach Granulatkomgroßen erwähnt Die dortige Konstruktion muss dazu geometnsch exakt ausgerichtet sein, um die entsprechende Klassierung durchfuhren zu können Dabei werden kleine Granulatkomer durch die dortigen relativ zu den kleinen Granulatkomem größeren Sieboffnungen nach unten abgeführt, wobei wiederum mehrere Austnttsoffnungen konstruktiv vorgesehen sind, was prinzipiell zur fehleranfalligen unerwünschten Matenalstromung oder Verklumpung fuhren kann Außerdem ergibt sich für die entsprechenden Granulatkomer aufgrund der Klassierung keine einheitliche Verweilzeit in der Trocknungsvomchtung, welche einheitlich steuerbar wäre
Das Dokument DE 699 10 612 T2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von pelletiertem Polyolefin, wobei dort einer Vorentwasserung der Granulatkomer nachgeordnet auch eine Klassierung bzw Siebung mit einer entsprechenden Siebvomchtung vorgenommen werden kann
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem von einem Prozessfluid vorzusehen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet, und insbesondere eine solche Trocknungsvomchtung vorzusehen, welche bei verhältnismäßig einfacher und barnerearmer Konstruktion eine zuverlässige und einheitliche Trocknung der Granulatkomer, insbesondere auch von Mikrogranulatkomem, ermöglicht
Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß mit einer Trocknungsvomchtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelost
Bevorzugte Ausfuhrungsformen der Erfindung sind in den Unteranspruchen definiert
Die erfmdungsgemaße Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem von einem Prozessfluid weist zumindest eine Siebvomchtung mit einer Siebflache mit Sieboffnungen auf und eine Schwingungsvomchtung, welche zumindest die Siebflache der Siebvomchtung so in Schwingungen versetzt, dass sich die Granulatkomer relativ zu den Sieboffnungen bewegen, wobei das Prozessfluid durch die Sieboffnungen abfließt Erfindungsgemaß weist die Siebflache der Siebvomchtung Sieboffnungen auf, deren Querschnittsflachen kleiner sind als die Querschnittsflachen der kleinsten Granulatkomer Femer weist die Siebflache der Siebvomchtung einen ersten Trocknungsbereich auf, zu welchem die Granulatkomer in dem Prozessfluid zugeführt sind und in welchem das Prozessfluid durch die Sieboffnungen abfließt, und einen zweiten Trocknungsbereich, in welchem die noch feuchten Granulatkomer mit einem Strom eines Trocknungsfluids beaufschlagt sind, wobei die Schwingungsvomchtung so angeordnet und betneben ist, dass sich die Granulatkomer unter dem Einfluss der Schwingungen vom ersten Trocknungsbereich zum zweiten Trocknungsbereich bewegen
Erfindungsgemaß ist somit eine einheitliche Siebflache vorgesehen, welche dabei jedoch zwei Trocknungsbereiche aufweist, wobei im ersten Trocknungsbereich die (Haupt-)Entwasserung erfolgt und im zweiten Trocknungsbereich die (weitere) Trocknung der Granulatkomer Somit ist eine besonders effiziente und konstruktiv einfach zu realisierende Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem von dem Prozessfluid erfindungsgemaß gegeben Durch die Beschrankung der Große der Sieboffnungen und durch die Anordnung und den Betneb der Schwingungsvomchtung ist erfindungsgemaß auch eine einheitliche Verarbeitung der Granulatkomer jeglicher Große möglich Durch den erfindungsgemaß einfachen Aufbau sind auch
keine Spalten oder zusätzlichen Offnungen vorhanden, welche zu einem unerwünschten Abfuhren von Granulatkomem bestimmter Große und/oder zu einem Verklumpen fuhren konnten Vielmehr bietet die einheitliche Siebflache eine besonders einfache Gestaltung Der Wasserabscheidegrad bzw die Verweilzeit der Granulatkomer auf der Siebflache bzw im ersten Trocknungsbereich und/oder im zweiten Trocknungsbereich können erfindungsgemaß verhältnismäßig einfach durch entsprechende Schwmgungseinstellung der Vorrichtung einstellbar sein und eingestellt werden Die zusatzliche Beaufschlagung mit einem Trocknungsfluid nur im zweiten Trocknungsbereich erhöht zum einen erfindungsgemaß den Trocknungsgrad der Granulatkomer, was zu einer Vereinfachung der erfindungsgemaßen Trocknungsvomchtung beitragt, da zusätzliche Aggregate zur weiteren Trocknung somit nicht zwingend erforderlich sind Zum anderen ergibt sich durch die erfindungsgemaß klare Trennung von (erster) Abfuhrung des Prozessfluids und (folgender) weiterer Trocknung bei voller Kontrollierbarkeit des Stroms der Granulatkomer in der Trocknungsvomchtung durch Anordnung und Betneb der erfindungsgemaßen Schwingungsvomchtung eine für alle Granulatkomer reproduzierbar konstante Prozessfuhrung
Bevorzugt kann bei der erfindungsgemaßen Trocknungsvomchtung die Schwingungsvomchtung so angeordnet und betneben sein, dass sich die Granulatkomer unter dem Einfluss der Schwingungen vom ersten Trocknungsbereich zum zweiten Trocknungsbereich in Spiralbahnen bewegen, wobei diese Spiralbahnen besonders bevorzugt so verlaufen, dass sich die Granulatkomer von innen nach außen bewegen, wobei „innen" dabei den inneren Abschnitt der Siebvomchtung meint und „außen" dabei den äußeren Teil der Siebvomchtung meint Somit kann über die Matenalfuhrung in Spiralbahnen erfindungsgemaß die jeweilige Verweilzeit aller Granulatkomer auf einfache Weise steuerbar sein
Bei der erfindungsgemaßen Trocknungsvomchtung kann geometnsch der zweite Trocknungsbereich konzentnsch um den ersten Trocknungsbereich herum angeordnet sein, wobei der erste Trocknungsbereich besonders bevorzugt kreisförmig ausgebildet ist und der zweite Trocknungsbereich besonders bevorzugt nngformig ausgebildet ist Eine solche symmetnsche oder im Wesentlichen symmetnsche und insbesondere punktsymmetnsche Anordnung des ersten Trocknungsbereichs und des zweiten Trocknungsbereichs der Siebflache, wobei die Siebflache bevorzugt durchgangig ist, vereinfacht die Konstruktion und wirkt einem möglichen Verklumpen der Granulatkomer im Bereich der Trocknungsbereiche entgegen Femer wird somit auf besonders einfache Art sichergestellt, dass der Bewegungsstrom der Granulatkomer einheitlich ist und nicht beispielsweise Granulatkomer nchtungsabhangig langer in einem der Trocknungsbereiche verbleiben
Dennoch kann auch eine eckige, insbesondere rechteckige Gestaltung der Trocknungsbereiche möglich sein, wobei dann z B über Einstellung bestimmter Schwingungsmuster .welche generell bei jeder erfindungsgemaß gedachten geometrischen Anordnung möglich sein können, die Bewegungsstrome und somit die Verweildauern der Granulatkomer einheitlich angepasst sein können.
Um ein Eindringen des Prozessfluids vom ersten Trocknungsbereich in den zweiten Trocknungsbereich besonders zuverlässig zu verhindern und somit die Trocknungswirkung weiter zu verbessern, können der erste Trocknungsbereich und der zweite Trocknungsbereich durch eine Uberlaufwand voneinander so getrennt sein, dass ein Eindringen des Prozessfluids vom ersten Trocknungsbereich zum zweiten Trocknungsbereich verhindert ist, wobei die Granulatkomer unter dem Einfluss der Schwingungen über die Uberlaufwand in den zweiten Trocknungsbereich gelangen. Dabei kann über die Hohe der Uberlaufwand zusatzlich auch die Verweildauer der Granulatkomer m dem ersten Trocknungsbereich beeinflusst sein, wobei eine höhere Uberlaufwand die Verweildauer verlangem kann und eine niedngere Uberlaufwand die Verweildauer verkurzen kann
Die Trocknungsvorrichtung kann im Bereich des ersten Trocknungsbereichs zumindest eine Zufuhroffnung zur Zufuhrung von Prozessfluid und darin enthaltenen Granulatkomem zum ersten Trocknungsbereich oberhalb oder seitlich (z B im Fall einer rechteckigen Gestaltung) der Siebvorrichtung aufweisen Femer kann im Bereich des zweiten Trocknungsbereichs zumindest eine Abfuhroffnung zum Abfuhren der Granulatkomer vorgesehen sein, wobei die Granulatkomer unter Einfluss der Schwingungen von der Zufuhroffnung zur Abfuhroffnung gelangen
Eine Trocknungsfluidstromungsvomchtung, z B eine Geblasevorrichtung, kann im Bereich des zweiten Trocknungsbereichs so vorgesehen sein, dass der Strom des Trocknungsfluids, welches bevorzugt Luft oder ein Inertgas, wie z B Stickstoff, sein kann, um die Granulatkomer geblasen und/oder gesaugt ist Somit wird eine einfache und zuverlässige Umstromung und somit einheitliche Trocknung aller Granulatkomer auf besonders einfache Art ermöglicht
Der Strom des Trocknungsfluids kann dabei parallel oder im Wesentlichen parallel zu oder senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur Siebfläche durch den zweiten Trocknungsbereich gefuhrt sein Besonders bevorzugt kann der Strom des Trocknungsfluids dabei in Richtung von der Abfuhroffnung weg gefuhrt sein Es ist also dabei je nach Einstellung sowohl möglich, dass der Strom des Trocknungsfluids in Gegenströmung zur grundlegenden Stromung/Bewegungsrichtung der Granulatkomer erfolgen kann, in Stromungsnchtung mit der Stromung/Bewegungsrichtung der
Granulatkomer erfolgen kann, d h zur Abfuhroffnung gefuhrt ist, oder aber auch senkrecht zur Stromung/Bewegungsnchtung der Granulatkomer erfolgen kann
Zur Erzielung einer möglichst effizienten Trocknung und/oder Kühlung der Granulatkomer kann bei der erfmdungsgemaßen Vorrichtung das Trocknungsfluid eine Temperatur kleiner oder gleich einer Temperatur der Granulatkomer aufweisen, so dass der zweite Trocknungsbereich auch ein Kuhlbereich ist, in welchem die Kühlung der Granulatkomer erfolgt Je nach Matenal der Granulatkomer kann somit eine zusatzliche Kühlvorrichtung eingespart werden
Um die erfindungsgemaße Trocknungsvomchtung konstruktiv möglichst einfach und kompakt halten zu können, kann bevorzugt jenseits, besonders bevorzugt unter, der Sieb flache zumindest im Bereich des ersten Trocknungsbereichs eine Auffang- und/oder Absaugvomchtung für das Prozessfluid vorgesehen sein
Auch kann jenseits, bevorzugt unter, der Siebflache zumindest im Bereich des ersten Trocknungsbereichs eine weitere Siebvomchtung zur Filterung des Prozessfluids vorgesehen sein, wobei eventuelle Ruckstande, Flusen, Staub oder ähnliches aus dem Prozessfluid ausgefiltert werden können, so dass eine Rückführung des Prozessfluids einfach möglich sein kann Die weitere Siebvomchtung kann beispielsweise nur eine weitere Sieb flache umfassen, wobei die Siebflache und die weitere Siebflache jeweils über einzelne jeweilige Schwmgungsvomchtungen oder über eine gemeinsame Schwingungsvomchtung in Schwingungen versetzt sein können über zumindest eine oder mehrere Offnungen können die aus dem Prozessfluid mittels der weiteren Siebflache der weiteren Siebvomchtung herausgefilterten Ruckstande abgeführt oder abgezogen werden oder abfließen
Als Schwingungsvomchtung zur Erzeugung der Schwingungen kann zumindest ein Exzenterantneb, zumindest ein Unwuchtgenerator oder zumindest ein Ultraschallgenerator vorgesehen sein Es ist prinzipiell auch möglich, je nach gewünschter Geometne auch mehrere solche Elemente jeweils einzusetzen Dabei kann auch die Schwingungsankopplung jeweils entsprechend der gewünschten Geometne gegebenenfalls über einen Rahmen der Siebvomchtung erfolgen und/oder eine Schwingungsanregung der Siebflache direkt erfolgen, wobei die Ankopplung der entsprechenden Elemente im letzteren Fall direkt an der Siebflache erfolgen kann
Insbesondere im Fall einer Trocknung von Granula tkomem aus speziellen Kunststoff matenahen, welche für die Weiterverarbeitung einen besonders hohen Trocknungsgrad aufweisen sollten, wie z B Polypropylen, Polyurethan etc , kann zusätzlich zu der Siebvomchtung noch zumindest eine weitere Trocknungsvomchtung so vorgesehen sein, dass eine mehrstufige Trocknungsvomchtung
für die Granulatkomer gebildet ist, wobei die weitere Trocknungsvorrichtung bevorzugt der Siebvomchtung nachgeordnet ist und besonders bevorzugt eine Zentnfugaltrocknungsvomchtung und/oder eine Wirbelbetttrocknungsvornchtung umfasst Gegebenenfalls kann auch eine zusatzliche Vorentwasserung, beispielsweise durch eine Zentnfugaltrocknungsvomchtung, vorgesehen sein
Um die mögliche Verklumpungsgefahr von Granulatkomem bei ihrer Bewegung über die Siebflache weiter zu minimieren, ist die Siebflache besonders bevorzugt eben ausgebildet
Im Ubngen kann die Siebflache besonders bevorzugt durchgangig ausgebildet sein
Die erfmdungsgemaße Trocknungsvomchtung kann als Vorrichtung für die Trocknung von Mikrogranulatkomem einsetzbar sein, welche z B einen Durchmesser von kleiner als 0,8 mm aufweisen können
Die Erfindung wird im Folgenden mit Hilfe der beigefugten Zeichnung beispielhaft schematisch anhand der dort gezeigten bevorzugten Ausfuhrungsformen naher beschneben werden Es zeigen
Fig 1 eine schematische Ansicht einer Granuheranlage mit einer erfindungsgemaßen
Trocknungsvomchtung, und Fig 2 eine Trocknungsvomchtung gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung
Figur 1 zeigt schematisch eine Granulieranlage, bei welcher die erfmdungsgemaße Trocknungsvomchtung zum Einsatz kommt Aus einem Behalter 12 wird das zu granulierende Material gemäß der Darstellung der Anlage der Fig 1 einem Extruder 13 zugeführt und dort in einem an sich bekannten Unterwassergranuliervorgang (UWG) als Granulatkomer 16 in ein Prozessfluid 17 granuliert Das Prozessfluid 17 mit den dann enthaltenen Granulatkomem 16 wird dann der erfindungsgemaßen Trocknungsvomchtung mit der Siebvomchtung 1 zugeführt, wobei zumindest die Siebflache der Siebvomchtung mit Sieboffnungen so in Schwingungen versetzt ist, dass sich die Granulatkomer 16 relativ zu den Sieboffnungen bewegen, wobei das Prozessfluid 17 durch die Sieboffnungen abfließt, zu einem Ausgleichstank 14 ruckgefuhrt wird und über eine entsprechende Umwalzvomchtung 15, z B eine Pumpe, wieder zum Extruder 13 zugeführt wird Gegebenenfalls können, wie in Fig 1 gezeigt, zusatzlich zu der Siebvomchtung 1 noch weitere Trocknungsvomchtungen vorgesehen sein, z B eine
Wirbelbetttrocknungsvornchtung 10 und/oder eine Zentnfugaltrocknungsvomchtung 9 Diese können zur weiteren Trocknung der Granulatkomer 16 dienen Auch das Prozessfluid von diesen weiteren Trocknungsvomchtungen 9, 10 wird, wie in Fig 1 gezeigt, zum Ausgleichstank 14
zurückgeführt Die gewonnenen Granulatkomer 16 können einer Weiterverarbeitung (nicht gezeigt) zugeführt werden
Figur 2 zeigt schematisch in einer Schnittansicht die Trocknungsvomchtung zum Trocknen von Granulatkomem von dem Prozessfluid gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung
Die erfmdungsgemaße Trocknungsvomchtung gemäß Fig 2 weist zumindest eine Siebvomchtung 1 auf mit einer durchgehenden Siebflache 2 mit Sieboffnungen (weiße Bereiche der Siebflache 2 in Fig 2), wobei diese Sieboffnungen Querschnittsflachen aufweisen, welche flachenmaßig kleiner sind als die Querschnittsflachen der kleinsten zu trocknenden Granulatkomer 16 Die Trocknungsvomchtung bzw die Siebvomchtung 1 gemäß der Darstellung in Fig 2 ist rotationssymmetnsch Die Siebflache 2 der Siebvomchtung 1 weist einen ersten Trocknungsbereich 2a auf, zu welchem die Granulatkomer 16 in dem Prozessfluid 17 zugeführt sind (entsprechender Pfeil in Fig 2) und in welchem das Prozessfluid 17 durch die Sieboffnungen abfließt, und einen zweiten Trocknungsbereich 2b, in welchem die noch feuchten Granulatkomer 16 mit einem Strom eines Trocknungsfluids (durch die entsprechenden Pfeile in Fig 2 angedeutet) beaufschlagt sind Als Trocknungsfluid kann bevorzugt Luft oder ein Inertgas, wie etwa Stickstoff, zum Einsatz kommen Der Strom des Trocknungsfluids kommt von einer Trocknungsfluidstromungsvomchtung 6, wobei diese Trocknungsfluidstromungsvomchtung 6 so vorgesehen ist, dass der Strom des Trocknungsfluids um die Granulatkomer 16 geblasen und/oder gesaugt ist Das Trocknungsfluid kann über einen Auslass 18 oder mehrere Auslasse 18 vom zweiten Trocknungsbereich 2b abgeführt werden
Eine Schwmgungsvomchtung 3, z B zumindest ein Exzenterantneb, zumindest ein Unwuchtgenerator oder zumindest ein Ultraschallgenerator, ist so angeordnet und betneben, dass sich die Granulatkomer 16, welche zusammen mit dem Prozessfluid 17 über eine zentrale Zufuhroffnung 4 zum Trocknungsbereich 2a oberhalb der Siebvomchtung 1 zugeführt werden, unter dem Emfluss der Schwingungen vom ersten Trocknungsbereich 2a zum zweiten Trocknungsbereich 2b bewegen Dabei fuhren die Granulatkomer 16 bevorzugt Spiralbahnen aus
Wie aus Fig 2 ersichtlich, ist der zweite Trocknungsbereich 2b konzentnsch um den ersten Trocknungsbereich 2a herum angeordnet, wobei der erste Trocknungsbereich 2a kreisförmig ausgebildet ist und der zweite Trocknungsbereich 2b ringförmig ausgebildet ist
Das Prozessfluid fließt durch die Sieboffnungen im ersten Trocknungsbereich 2a nach unten ab, wie dies in Fig 2 durch die entsprechenden Pfeile angedeutet ist Die Granulatkomer 16 bewegen sich relativ zu den Sieboffnungen vom mittigen Bereich der Zufuhroffnung 4 über die
Sieboffnυngen nach außen Eine Uberlaufwand 11 ist vorgesehen, welche den ersten Trocknungsbereich 2a vom zweiten Trocknungsbereich 2b so trennt, dass ein Eindringen von Prozessfluid 17 vom ersten Trocknungsbereich 2a zum zweiten Trocknungsbereich 2b verhindert ist Die Granulatkomer 16 gelangen unter dem Einfluss der Schwingungen über die Uberlaufwand 11 in den zweiten Trocknungsbereich 2b Im Bereich des zweiten Trocknungsbereichs 2b ist zumindest eine Abfuhroffnung 5 zum Abfuhren der Granulatkomer 16 vorgesehen, wobei die Granulatkomer 16 unter dem Einfluss der Schwingungen von der Zufuhroffnung 4 zur Abfuhroffnung 5 gelangen
Unterhalb der Siebflache 2 ist eine Auffang- und/oder Absaugvomchtung 7 für das Prozessfluid vorgesehen, wobei dort gemäß der in Fig 2 gezeigten Ausfuhrungsform zusätzlich eine weitere Siebvomchtung 8 zur Filterung des Prozessfluids 17 vorgesehen ist Die weitere Siebvomchtung 8 umfasst gemäß der m Fig 2 gezeigten Ausfuhrungsform (nur) eine weitere Siebflache ohne eigene Schwingungsvomchtung als Schwmgungsantneb, wobei die eigentliche Siebflache 2 und die weitere Siebflache der weiteren Siebvomchtung 8 über die Schwingungsvomchtung 3 gemeinsam m Schwingungen versetzt sind Es konnte aber auch die weitere Siebvomchtung 8 eine eigene weitere Schwingungsvomchtung (hier nicht gezeigt) zusätzlich zur Schwingungsvomchtung 3 aufweisen über zumindest eine oder mehrere Offnungen (in Fig 2 nicht gezeigt) können die aus dem Prozessfluid 17 mittels der weiteren Siebflache der weiteren Siebvomchtung 8 herausgefilterten Ruckstande abgeführt oder abgezogen werden oder abfließen
Bevorzugt ist die Temperatur des Trocknungsfluids kleiner oder gleich der Temperatur der Granulatkomer, so dass der zweite Trocknungsbereich 2b gleichzeitig auch ein Kuhlbereich ist, in welchem eine Kühlung der Granulatkomer 16 erfolgen kann
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