MARTENS, Christoph (Vor dem Seemoor 5, Rockstedt, 27404, DE)
MAACK, Peter (Lüneburger Strasse 15, Salzhausen, 21376, DE)
MARTENS, Christoph (Vor dem Seemoor 5, Rockstedt, 27404, DE)
| Ansprüche: 1. Vorrichtung zum Gießen von Betonwandelementen (20), die gemeinsam eine zumindest abschnittsweise entlang einer Krümmung verlaufende Wand eines Behälters, insbesondere eines Gärbehälters für eine Biogasanlage, bilden, umfassend: einen horizontalen Untergrund (10), auf dem mehrere sich horizontal erstreckende Begrenzungselemente (12) befestigt sind, die zwischen sich mit Beton auszugießende Felder (18) für die Wandelemente (20) bilden, mehrere an zumindest einigen Begrenzungselementen (12) lösbar befestigte Schalungselemente (28), die einander in einem Feld (18) gegenüberliegende und unter einem Winkel (α) zur Vertikalen ausgerichtete Schalungsflächen (36) bilden, die die im aufgestellten Zustand einander zugewandten Stirnseitenflächen benachbarter Wandelemente (20) abbilden, wobei die Schalungselemente (28) an den Schalungsflächen (36) jeweils mindestens eine Aumahmeeinrichtung (42, 46, 60) aufweisen, und wobei in Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) einander in einem Feld (18) gegenüberliegender Schalungsflächen (36) jeweils ein Ende zumindest eines in den Beton einzugießenden Bewehrungselements (44, 48, 72) befestigt ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Bewehrungselement ein Bewehrungsstab (48) oder ein Bewehrungsseil ist oder, dass das mindestens eine Bewehrungselement ein Bewehrungsrohr (44) zur Aufnahme eines Bewehrungsstabs oder eines Bewehrungsseils ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund (10) die Sohle (10) des Behälters ist. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Bewehrungselement (44, 48, 72) gekrümmt zwischen den Aufiiahmeeinrichtungen (42, 46, 60) gegenüberliegender Schalungsflächen (36) verläuft. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) ein in der Schalungsfläche (36) befestigtes zylindrisches oder konisches Element (42) aufweist, wobei das mindestens eine Bewehrungsrohr (44) auf das mindestens eine zylindrische Element (42) aufgesteckt ist. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Aufnahmeeinrichtungen (42, 46, 60) eine in der Schalungsfläche (36) vorgesehene Bohrung (60) aufweist, wobei der mindestens eine Bewehrungsstab oder das mindestens eine Bewehrungsrohr in die mindestens eine Bohrung (60) gesteckt ist. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) eine in der Schalungsfläche (36) befestigte Hülse (46) aufweist, wobei der mindestens eine Bewehrungsstab oder das mindestens eine Bewehrungsrohr in die mindestens eine Hülse (46) gesteckt ist. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende einen Kopf (50) mit gegenüber dem Bewehrungsstab (48) erweitertem Querschnitt besitzt. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende einen Kopf (50) mit gegenüber dem Bewehrungsstab erweitertem Querschnitt besitzt und mindestens ein anderer Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende ein Formstück (64) mit einem Hinterschnitt (66) besitzt, wobei zum Verbinden der Bewehrungsstäbe (48) von im aufgestellten Zustand benachbarten Wandelementen (20) der Kopf (50) des einen Bewehrungsstabes (48) in den Hinterschnitt (66) des gegenüberliegenden anderen Bewehrungsstabes (48) eingehängt werden kann. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Formstück (64) eine Schlüssellochöffhung (68) besitzt, durch die der Kopf (50) eines anderen Bewehrungsstabes (48) in den jeweiligen Hinterschnitt (66) eingehängt werden kann. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Endbereich des mindestens einen Bewehrungselements (44, 48, 72) von einem Formelement (54) zumindest teilweise umgeben ist, das in dem gegossenen Betonwandelement (20) eine Aussparung an dem Endbereich abbildet. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einigen der Schalungsflächen (36) Formelemente (76) angeordnet sind, die in den gegossenen Wandelementen (20) Fugen abbilden. 13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einer Schalungsfläche (36) mindestens ein Vorsprung (78) vorgesehen ist und an zumindest einer anderen Schalungsfläche (36) mindestens eine zu dem mindestens einen Vorsprung (78) korrespondierende Ausnehmung (80) vorgesehen ist. 14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich des Kontakts zwischen den Schalungselementen (28) und dem Untergrund (10) eine Folie (90) vorgesehen ist, die ein Eindringen von gegossenem Beton unter die Schalungselemente (28) verhindert. 15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf dem Untergrund mindestens eines Feldes (18) eine Folie angeordnet ist. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Folie weiterhin zumindest über die Schalungsflächen (36) des mindestens einen Feldes (18) erstreckt. 17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Halter (82) aufweist, der ein Befestigungselement (86, 92) für die Befestigung weiterer Einrichtungen an zumindest einem Wandelement (20) zumindest teilweise in ein durch Beton auszugießendes Feld (18) hält. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Befestigungselement (86) um ein Ankerelement (86) zur Befestigung eines Geländers an der Behälterwand handelt. 19. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Befestigungselement (92) um eine Schiene (92) zur Befestigung einer Folie einer Abdeckung des Behälters handelt. 20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Schalungsflächen (36) ein vorzugsweise konusförmiges Formelement (100) aufweist, das eine vorzugsweise konusförmige Ausnehmung in dem zugehörigen Wandelement (20) abbildet, und dass an mindestens einer anderen Schalungsfläche (36) ein in den Beton einzugießender Gewindeanschluss (106) vorgesehen ist, in den im gegossenen Wandelement (20) ein der Ausnehmung entsprechendes vorzugsweise konusförmiges Formelement (102) eingeschraubt werden kann. 21. Verfahren zum Gießen von Betonwandelementen (20), die gemeinsam eine zumindest abschnittsweise entlang einer Krümmung verlaufende Wand eines Behälters, insbesondere eines Gärbehälters für eine Biogasanlage, bilden, umfassend die Schritte: — Gießen einer horizontalen Sohle (10) aus Beton für den Behälter am Installationsort des Behälters, — Befestigen mehrerer sich horizontal erstreckender Begrenzungselemente (12) auf der Sohle (10), die zwischen sich mit Beton auszugießende Felder (18) für die Wandelemente (20) begrenzen, - Gießen der Wandelemente (20) aus Beton in den durch die Begrenzungselemente (12) begrenzten Feldern (18), - Bilden der Wand des Behälters durch Aufstellen der in den Feldern (18) gegossenen Wandelemente (20). 22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Arbeitsgang die erste Hälfte der Wandelemente (20) des Behälters in den Feldern (18) gegossen und anschließend aufgestellt wird, und dass in einem zweiten Arbeitsgang die zweite Hälfte der Wandelemente (20) des Behälters in den Feldern (18) gegossen und anschließend aufgestellt wird. 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schalungselemente (28) an zumindest einigen Begrenzungselementen (12) lösbar befestigt werden, die einander in einem Feld (18) gegenüberliegende und unter einem Winkel (α) zur Vertikalen ausgerichtete Schalungsflächen (36) bilden, die die im aufgestellten Zustand einander zugewandten Stirnseitenflächen benachbarter Wandelemente (20) abbilden, und dass die Schalungselemente (28) an den Schalungsflächen (36) jeweils mindestens eine Aufnahmeeinrichtung (42, 46, 60) aufweisen, und wobei in Aufnahmeeinrichtungen (42, 46, 60) einander in einem Feld (18) gegenüberliegender Schalungsflächen (36) jeweils ein Ende zumindest eines in den Beton einzugießenden Bewehrungselements (44, 48, 72) befestigt wird. 24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Bewehrungselement ein Bewehrungsstab (48) oder ein Bewehrungsseil ist oder, dass das mindestens eine Bewehrungselement ein Bewehrungsrohr (44) zur Aufnahme eines Bewehrungsstabs oder eines Bewehrungsseils ist. 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Bewehrungselement (44, 48, 72) gekrümmt zwischen den Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) gegenüberliegender Schalungsflächen (36) verläuft. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einer der Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) ein zylindrisches oder konisches Element (42) in der Schalungsfläche (36) befestigt wird, wobei das mindestens eine Bewehrungsrohr (44) auf das mindestens eine zylindrische Element (42) aufgesteckt wird. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Aufhahmeeinrichtungen (42, 46, 60) eine in der Schalungsfläche (36) vorgesehene Bohrung (60) aufweist, wobei der mindestens eine Bewehrungsstab oder das mindestens eine Bewehrungsrohr in die mindestens eine Bohrung (60) gesteckt wird. 28. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Aufnahmeeinrichtungen (42, 46, 60) eine in der Schalungsfläche (36) befestigte Hülse (46) aufweist, wobei der mindestens eine Bewehrungsstab oder das mindestens eine Bewehrungsrohr in die mindestens eine Hülse (46) gesteckt wird. 29. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende einen Kopf (50) mit gegenüber dem Bewehrungsstab (48) erweitertem Querschnitt besitzt. 30. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende einen Kopf (50) mit gegenüber dem Bewehrungsstab erweitertem Querschnitt besitzt und mindestens ein anderer Bewehrungsstab (48) an mindestens einem Ende ein Formstück (64) mit einem Hinterschnitt (66) besitzt, wobei zum Verbinden der Bewehrungsstäbe (48) von im aufgestellten Zustand benachbarten Wandelementen (20) der Kopf (50) des einen Bewehrungsstabes (48) in den Hinterschnitt (66) des gegenüberliegenden anderen Bewehrungsstabes (48) eingehängt wird. 31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Formstück (64) eine Schlüssellochöffnung (68) besitzt, durch die der Kopf (50) eines anderen Bewehrungsstabes (48) in den jeweiligen Hinterschnitt (66) eingehängt wird. 32. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Endbereich des mindestens einen Bewehrungselements (44, 48, 72) von einem Formelement (54) zumindest teilweise umgeben ist, das in dem gegossenen Betonwandelement (20) eine Aussparung an dem Endbereich abbildet. 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einigen der Schalungsflächen (36) Formelemente (76) angeordnet werden, die in den gegossenen Wandelementen (20) Fugen abbilden. 34. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einer Schalungsfläche (36) mindestens ein Vorsprung (78) vorgesehen wird und an zumindest einer anderen Schalungsfläche (36) mindestens eine zu dem mindestens einen Vorsprung (78) korrespondierende Ausnehmung (80) vorgesehen wird. 35. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich des Kontakts zwischen den Schalungselementen (28) und dem Untergrund (10) eine Folie (90) vorgesehen wird, die ein Eindringen von gegossenem Beton unter die Schalungselemente (28) verhindert. 36. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Gießen der Betonwandelemente zumindest auf dem Untergrund mindestens eines Feldes (18) eine Folie angeordnet wird. 37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie sich weiterhin zumindest über die Schalungsflächen (36) des mindestens einen Feldes (18) erstreckt. 38. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halter (82) vorgesehen wird, der ein Befestigungselement (86, 92) für die Befestigung weiterer Einrichtungen an zumindest einem Wandelement (20) zumindest teilweise in ein durch Beton auszugießendes Feld (18) hält. 39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Befestigungselement (86) um ein Ankerelement (86) zur Befestigung eines Geländers an der Behälterwand handelt. 40. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Befestigungselement (92) um eine Schiene (92) zur Befestigung einer Folie einer Abdeckung des Behälters handelt. 41. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Schalungsflächen (36) ein vorzugsweise konusförmiges Formelement (100) aufweist, das eine vorzugsweise konusförmige Ausnehmung in dem zugehörigen Wandelement (20) abbildet, und dass an mindestens einer anderen Schalungsfläche (36) ein in den Beton einzugießender Gewindeanschluss (106) vorgesehen ist, in den im gegossenen Wandelement (20) ein der Ausnehmung entsprechendes vorzugsweise konusförmiges Formelement (102) eingeschraubt werden kann. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Gießen von Betonwandelementen, die gemeinsam eine zumindest abschnittsweise entlang einer Krümmung verlaufende Wand eines Behälters, insbesondere u. a. eines Gärbehälters für eine Biogasanlage bilden. In solchen üblicherweise zylindrischen Gärbehältern werden Flüssigkeiten oder andere Stoffe zum Vergären in Biogasanlagen gefüllt. Für die Errichtung der Behälter wird üblicherweise zunächst eine ebene Sohle aus Beton auf dem Untergrund gegossen. Auf dieser Sohle kann dann eine Mehrzahl von im Wesentlichen quaderförmigen ebenfalls aus Beton gegossenen Wandelementen aufgestellt werden. Die Wandelemente bilden im aufgestellten Zustand gemeinsam polygonartig die Behälterwand. Aufgrund der entlang einer Krümmung verlaufenden Behälterwand müssen die Wandelemente dazu mit schrägen Stirnseitenflächen versehen werden, damit benachbart aufgestellte Elemente mit ihren Stirnflächen ohne Ausbildung einer Fuge aneinander gesetzt werden können. Um das Ausbilden unerwünschter Fugen zu vermeiden, müssen die Stirnseiten exakt ausgebildet sein. Dasselbe gilt für die übrigen Abmessungen der Elemente, da insbesondere die Dichtheit der Behälter von entscheidender Bedeutung ist. Hinzu kommt, dass benachbarte Wandelemente miteinander verbunden werden müssen. Dazu kann es erforderlich sein, in den Wandelementen Bewehrungsstäbe oder ähnliches vorzusehen und entsprechende Anschlüsse in den Elementen, sodass die Bewehrungsstäbe benachbarter Elemente miteinander verbunden werden können.
Es ist also erforderlich, verhältnismäßig komplexe Wandelemente möglichst am Installationsort der Wand mit einer hohen Genauigkeit herzustellen.
Ausgehend von dem erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit der die Betonwandelemente in einfacher und präziser Weise vor Ort bereitgestellt werden können. Diese Aufgabe löst die Erfindung durch den Gegenstand von Anspruch 1 und den Gegenstand von Anspruch 19. Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren.
Die Erfindung löst die Aufgabe zum einen durch eine Vorrichtung zum Gießen von Betonwandelementen der eingangs genannten Art, umfassend:
- einen horizontalen Untergrund, auf dem mehrere sich horizontal erstreckende Begrenzungselemente befestigt sind, die zwischen sich mit Beton auszugießende Felder für die Wandelemente bilden,
- mehrere an zumindest einigen Begrenzungselementen lösbar befestigte Schalungselemente, die einander in einem Feld gegenüberliegende und unter einem Winkel zur Vertikalen ausgerichtete Schalungsflächen bilden, die die im aufgestellten Zustand einander zugewandten Stirnseitenflächen benachbarter Wandelemente abbilden,
- wobei die Schalungselemente an den Schalungsflächen jeweils mindestens eine Aufhahmeeinrichtung aufweisen, und wobei in Aufiiahmeeinrichtungen einander in einem Feld gegenüberliegender Schalungsflächen jeweils ein Ende zumindest eines in den Beton einzugießenden Bewehrungselements befestigt ist.
Die Erfindung löst die Aufgabe auch durch ein Verfahren zum Gießen von Betonwandelementen, die gemeinsam eine zumindest abschnittsweise entlang einer Krümmung verlaufende Wand eines Behälters, insbesondere eines Gärbehälters für eine Biogasanlage, bilden, umfassend die Schritte:
- Gießen einer horizontalen Sohle aus Beton für den Behälter am Installationsort des Behälters,
- Befestigen mehrerer sich horizontal erstreckender Begrenzungselemente auf der Sohle, die zwischen sich mit Beton auszugießende Felder für die Wandelemente begrenzen,
- Gießen der Wandelemente aus Beton in den durch die Begrenzungselemente begrenzten Feldern, - Bilden der Wand des Behälters durch Aufstellen der in den Feldern gegossenen Wandelemente.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird am Installationsort des Behälters durch die Begrenzungselemente eine vollwertige Schalung zur Verfügung gestellt, mit der die Wandelemente von Behältern aus Beton gegossen werden können. Dabei kann in einem ersten Arbeitsgang die erste Hälfte der Wandelemente des Behälters in den Feldern gegossen und anschließend aufgestellt werden, und in einem zweiten Arbeitsgang die zweite Hälfte der Wandelemente des Behälters in den Feldern gegossen und anschließend aufgestellt werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens kann vorgesehen sein, dass mehrere Schalungselemente an zumindest einigen Begrenzungselementen lösbar befestigt werden, die einander in einem Feld gegenüberliegende und unter einem Winkel zur Vertikalen ausgerichtete Schalungsflächen bilden, die die im aufgestellten Zustand einander zugewandten Stirnseitenflächen benachbarter Wandelemente abbilden, und dass die Schalungselemente an den Schalungsflächen jeweils mindestens eine Aufnahmeeinrichtung aufweisen, und wobei in Aumahmeeinrichtungen einander in einem Feld gegenüberliegender Schalungsflächen jeweils ein Ende zumindest eines in den Beton einzugießenden Bewehrungselements befestigt wird.
Die Begrenzungselemente verlaufen in horizontaler Richtung auf dem ebenen Untergrund und bilden ein Raster von mit Beton auszugießenden Feldern. Die Begrenzungselemente können Balken, z.B. Stahl- oder Aluminiumbalken, sein. Ihre Lage kann durch Diagonale und/oder Streben so fixiert werden, dass eine maßgenaue Position erreicht wird. An der Unterseite der Felder ist eine Trennlage, beispielsweise eine Trennfolie, vorgesehen, um ein Anhaften des gegossenen Betons auf dem beispielsweise ebenfalls aus Beton bestehenden Untergrund zu verhindern. Nach dem Gießen liegen die Wandelemente auf dem Untergrund mit ihren als Außen- oder ihren als Innenwand des Behälters vorgesehenen Front- oder Rückseiten auf. Sie werden dann gemeinsam mit den Schalungselementen von dem Untergrund angehoben und die Schalungselemente werden von den Wandelementen entfernt. Anschließend werden die Wandelemente aufgerichtet und zur Bildung der Behälterwand aufgestellt, wobei benachbarte Elemente an ihren Stirnseitenflächen verbunden werden.
Die in horizontaler Richtung entlang den Begrenzungselementen verlaufenden Schalungsflächen bilden die im aufgestellten Zustand an den Fugen zwischen benachbarten Wandelementen aneinanderstoßenden Flächen ab. Die Behälterwand kann zumindest abschnittsweise entlang eines Kreises verlaufen. Sie wird dann polygonartig durch die Wandelemente aufgebaut. Die schrägen Schalungsflächen sorgen dafür, dass dabei die Fugen zwischen den Seitenflächen benachbarter Wandelemente geschlossen werden können. Die Wandelemente haben im Wesentlichen planparallele Front- und Rückseiten, die jeweils im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sein können. Bis auf die schrägen Seitenflächen können die Wandelemente somit weitgehend quaderförmig geformt sein.
Durch die lösbare Befestigung der Schalungselemente an den Begrenzungselementen wird eine große Flexibilität erreicht. So können für unterschiedliche Behältergrößen unterschiedliche Schalungselemente an den Begrenzungselementen befestigt werden, die entsprechend unterschiedlich schräge Stirnseitenflächen der Wandelemente abbilden. Dazu können an den Begrenzungselementen beispielsweise an ihrer Unterseite seitlich und abschnittsweise oder durchlaufend nach oben abgekantete Flachbleche (aus Stahl, Aluminium oder ähnlichem) befestigt, z.B. angeschweißt sein. Die Seitenschalungselemente besitzen dann an ihrer Unterseite eine Ausnehmung, mit der sie auf die Abkantung der Flachbleche aufgesetzt werden. Die Ausbildung der Ausnehmung in den Schalungselementen bestimmt den Winkel der Schalungsflächen. An ihrer Oberseite können die Schalungselemente dann beispielsweise durch mit den Begrenzungselementen verbundene Kopfbleche fixiert werden.
Indem darüber hinaus in den Schalungselementen bereits Aumahmeeinrichtungen vorgesehen sind, in denen die für die Bewehrung der Wand erforderlichen Bewehrungselemente eingesetzt sind, wird die Bewehrung bereits beim Gießen in einfacher Weise vorbereitet. Nach dem Aufstellen können Bewehrungselemente benachbarter Wandelemente dann problemlos miteinander verbunden werden. Selbstverständlich können an jeder Schalungsfläche mehrere Aufhahmeeinrichtungen vorgesehen sein. Entsprechend verlaufen dann in einem Feld mehrere Bewehrungseiemente zwischen gegenüberliegenden Aufhahmeeinrichtungen.
An den Unter- und/oder Oberseiten der Schalungselemente, z.B. an ggfs. vorgesehenen Kopfflächen, können Vorsprünge vorgesehen sein (beispielsweise gebildet durch Dreikantleisten), die entsprechende Fasen an dem Wandelement erzeugen. Darüber hinaus können neben den Schalungselementen mit schräger Schalungsfläche in einem Feld selbstverständlich weitere Schalungselemente vorgesehen sein, die die Ober- und Unterseiten der Wandelemente abbilden. Diese können je nach gewünschter Ausgestaltung insbesondere vertikale Schalungsflächen bilden. Außerdem können in den Feldern der Vorrichtung Befestigungselemente angeordnet werden, die ebenfalls eingegossen werden, und ein Aufnehmen der gegossenen Wandelemente bei der Errichtung der Wand erlauben. Auch ist es möglich, in den mit Beton auszugießenden Feldern Elemente anzuordnen, die in den herzustellenden Wandelementen Durchbrüche abbilden, z.B. für Luken, Sicherungsklappen etc.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren ist in einfacher und flexibler Weise eine Herstellung der Wandelemente und ein Bilden der Behälterwände am Installationsort des Behälters möglich. Dabei wird die Einhaltung präziser Qualitätsstandards bei der Herstellung der Elemente gewährleistet.
Es kann eine nach den jeweiligen Vorschriften erforderliche Stahlbetonbewehrung vorgesehen sein. Nach einer Ausgestaltung können die Bewehrungselemente Bewehrungsstäbe oder Bewehrungsseile sein. Auch können die Bewehrungselemente Bewehrungsrohre, insbesondere Bewehrungsleerrohre bzw. Hüllrohre, zur Aufnahme jeweils eines Bewehrungsstabs oder Bewehrungsseils sein. Die Bewehrungselemente und insbesondere die Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsseile können aus Stahl bestehen. Diese Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsseils benachbarter Wandelemente werden nach dem Aufstellen der Elemente miteinander verbunden. Bei den Bewehrungsrohren können die Bewehrungsstäbe oder Bewehrungsseile vor oder nach dem Gießen des Betons in die Rohre eingesetzt werden. Die Verbindung insbesondere der Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsseile kann z.B. durch Verschweißen erfolgen. Es können auch mit den Bewehrungsstäben verbundene Bewehrungsseile vorgesehen, die im Stirnbereich der Wandelemente Schlaufen bilden können. Schlaufen benachbarter Elemente können dann übereinander gelegt und durch einen durch die Schlaufen geführten Bewehrungsstab miteinander verbunden werden.
In besonders praxisgemäßer Weise kann der Untergrund durch die Sohle des zu errichtenden Behälters selbst gebildet sein. Mit der Behältersohle steht eine ebene Unterlage zur Verfügung, auf der die Betonwandelemente anschließend gut gegossen werden können. Die Behältersohle wird dabei ebenfalls vor Ort aus Beton gegossen.
Die Bewehrungselemente, insbesondere die Bewehrungsstäbe oder Bewehrungsrohre, können gekrümmt zwischen den Aufnahmeeinrichtungen gegenüberliegender Schalungsflächen verlaufen. Dabei kann die Krümmungsachse insbesondere in horizontaler Richtung verlaufen. Sie können insbesondere in Kreisbogenform zwischen den Aufnahmeeinrichtungen verlaufen. Die jeweils erforderliche Krümmung wird durch eine entsprechende Ausrichtung gegenüberliegender Aufnahmeeinrichtungen vorgegeben.
Mindestens eine der Aufnahmeeinrichtungen, insbesondere einige oder sämtliche der in einem Feld gegenüberliegenden Aufnahmeeinrichtungen, können gemäß einer weiteren Ausgestaltung jeweils ein in der Schalungsfläche befestigtes zylindrisches Element aufweisen, wobei das oder die Bewehrungsrohre auf das oder die zylindrischen Elemente aufgesteckt sind. In den Schalungselementen können dann Aussparungen vorgesehen sein, in die das oder die Zylinderelemente eingesetzt sind. Nach dem Gießen werden die Schalungselemente mit den Zylinderelementen von den Wandelementen entschalt. Gemäß einer weiteren besonders einfachen Ausgestaltung kann mindestens eine der Aufnahmeeinrichtungen, insbesondere einige oder sämtliche der in einem Feld gegenüberliegenden Aufnahmeeinrichtungen, jeweils eine in der jeweiligen Schalungsfläche vorgesehene Bohrung aufweisen, wobei der oder die Bewehrungsstäbe oder Bewehrungsrohre in die Bohrung(en) gesteckt sind. Nach einer alternativen Ausgestaltung kann die mindestens eine Aufnahmeeinrichtung, insbesondere einige oder sämtliche der in einem Feld gegenüberliegenden Aufhahmeeinrichtungen. jeweils eine in der Schalungsfläche befestigte Hülse aufweisen, wobei der oder die Bewehrungsstäbe oder Bewehrungsrohre in die Hülse(n) gesteckt sind. Die Hülsen können eine sich jeweils ausgehend von der Schalungsfläche konisch verjüngende Außenfläche besitzen. Dies erleichtert die Entschalung nach dem Gießen.
Einer oder mehrere der Bewehrungsstäbe können an mindestens einem, insbesondere beiden Enden, einen Kopf mit gegenüber dem Bewehrungsstab erweitertem Querschnitt besitzen. Solche Köpfe können topfartig oder massiv ausgebildet sein. Zur Befestigung an den Schalungselementen können die Stäbe mit ihren Köpfen z.B. in Hülsen oder Bohrungen in den Schalungselementen eingesetzt werden. Zur Verbindung von Bewehrungsstäben benachbarter Wandelemente können die Köpfe dann aneinandergesetzt und beispielsweise durch eine Verklammerung miteinander verbunden sein. Eine solche Verklammerung kann z.B. gebildet sein durch zwei um die Köpfe greifende Halbschalen, die durch einen Ring fixiert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung kann mindestens ein Bewehrungsstab an mindestens einem Ende einen Kopf mit gegenüber dem Bewehrungsstab erweitertem Querschnitt besitzen und mindestens ein anderer Bewehrungsstab an mindestens einem Ende ein Formstück mit einem Hinterschnitt besitzen, wobei zum Verbinden der Bewehrungsstäbe von im aufgestellten Zustand benachbarten Wandelementen der Kopf des einen Bewehrungsstabes in den Hinterschnitt des gegenüberliegenden anderen Bewehrungsstabes eingehängt werden kann. In besonders einfacher Weise ist es möglich, jeden Bewehrungsstab an einem Ende mit einem Kopf und am anderen Ende mit dem Formstück zu versehen. Es ist aber auch möglich, einige der Bewehrungsstäbe an beiden Enden mit einem Kopf und die anderen Bewehrungsstäbe an beiden Enden mit einem Formstück zu versehen. Die Formstücke können in besonders praxisgemäßer Weise jeweils eine Schlüssellochöffhung besitzen, durch die der Kopf eines anderen Bewehrungsstabes in den jeweiligen Hinterschnitt eingehängt werden kann. Auf diese Weise werden im aufgestellten Zustand quasi durchlaufende Stäbe in den Wänden ausgebildet, wobei die Stäbe benachbarter Wandelemente in besonders einfacher Weise ineinander eingehängt werden können. Die jeweiligen Köpfe oder Formelemente können wiederum in Hülsen und/oder Bohrungen in den Schalungselementen gehalten sein.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass mindestens ein Endbereich, insbesondere beide Endbereiche, der Bewehrungselemente jeweils zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, von einem Formelement umgeben sind, das in dem gegossenen Betonwandelement eine Aussparung an dem oder den Endbereichen abbildet. Derartige Formelemente können z.B. aus Hartschaum bestehen. Die auf diese Weise gebildeten Ausnehmungen ermöglichen anschließend den Zugang im Bereich des Anschlusses zweier aufgestellter Wandelemente für eine Befestigung der Bewehrungselemente aneinander, z.B. für einen Schweißvorgang oder eine anderweitige Verbindung. Es ist auch möglich, an einigen oder sämtlichen der Schalungsflächen Formelemente anzuordnen, die in den gegossenen Wandelementen Fugen abbilden. In solche Fugen können Dichtstoffe eingesetzt werden. Die Formelemente können z.B. Leisten sein, die halbrund ausgebildet sein können, so dass sich bei zusammengestellten Wänden eine zylindrische Ausnehmung bildet.
Zumindest an einer Schalungsfläche, insbesondere mehreren oder sämtlichen Schalungsflächen, kann weiterhin mindestens ein Vorsprung vorgesehen sein und an zumindest einer, insbesondere mehreren oder sämtlichen anderen Schalungsflächen kann mindestens eine zu dem mindestens einen Vorsprung korrespondierende Ausnehmung vorgesehen ist Der Vorsprung bildet beim Gießen eine Ausnehmung und die Ausnehmung bildet beim Gießen den korrespondierenden Vorsprung. Bei zusammengestellten Wänden passt dieser Vorsprung nach Art einer Knagge in die Ausnehmung. Dadurch werden die Wände und beispielsweise darin vorgesehene Fugen schubfest miteinander verbunden. Die Form und Größe der Vorsprünge und Ausnehmungen werden der jeweils gewählten Ausgestaltung der Schalungsflächen und Bewehrungselemente angepasst. Um ein Eindringen von gegossenem Beton unter die Schalungselemente zu verhindern, kann weiterhin zumindest im Bereich des Kontakts zwischen den Schalungselementen und dem Untergrund eine Folie vorgesehen sein. Nach einer weiteren Ausgestaltung kann zumindest auf dem Untergrund mindestens eines Feldes, insbesondere mehrerer bzw. aller Felder, eine Folie angeordnet sein. Derartige Folien dienen zum Abdichten des aus den Wandelementen gebildeten Behälters. Nach einer weiteren diesbezüglichen Ausgestaltung kann sich die Folie weiterhin zumindest über die Schalungsflächen des mindestens einen Feldes, insbesondere mehrerer bzw. aller Felder, erstrecken. Im aufgestellten Zustand der Wandelemente können diese Folien die Ober- und/oder Unterseiten der Wandelemente abdecken.
Die Vorrichtung kann nach einer weiteren Ausgestaltung mindestens einen Halter aufweisen, der ein Befestigungselement für die Befestigung weiterer Einrichtungen an zumindest einem Wandelement zumindest teilweise in ein durch Beton auszugießende Feld hält. Das Befestigungselement wird also zumindest teilweise in den Beton eingegossen. Der entsprechende Halter wird dazu vor dem Betongießen an den Schalungselementen oder Begrenzungselementen befestigt. Bei dem Befestigungselement kann es sich z.B. um ein Ankerelement zur Befestigung eines Geländers an der Behälterwand handeln. Ein solcher Anker kann z.B. durch einen Bolzen gebildet sein, an dem ein Geländer befestigt oder aufgehängt wird. Es ist aber auch möglich, dass es sich bei dem Befestigungselement um eine Schiene zur Befestigung einer Folie einer Abdeckung des Behälters handelt. In solche im Querschnitt z.B. U- förmigen Schienen wird die Folie einer Folienabdeckung derartiger Behälter gelegt. Anschließend kann sie in an sich bekannter Weise beispielsweise durch einen in die Schiene gelegten Schlauch eingeklemmt und so fixiert werden.
Um die schweren und großen Wandelemente beim Aufstellen passgenau zueinander auszurichten, kann die Vorrichtung eine Montagehilfe aufweisen. So kann mindestens eine der Schalungsflächen ein vorzugsweise konusförmiges Formelement aufweisen, das eine vorzugsweise konusförmige Ausnehmung in dem zugehörigen Wandelement abbildet, wobei an mindestens einer anderen, beispielsweise einer gegenüberliegenden Schalungsfläche ein in den Beton einzugießender Gewindeanschluss vorgesehen ist, in den im gegossenen Wandelement ein der Ausnehmung entsprechendes vorzugsweise konusförmiges Formelement eingeschraubt werden kann. Der Konus kann ein Kegel oder Kegelstumpf sein. Die Erfindung betrifft auch ein oder mehrere Betonwandelemente, hergestellt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, ggfs. im aufgestellten und miteinander zur Bildung der Wand verbundenen Zustand.
Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem ersten
Ausfuhrungsbeispiel in einer Draufsicht, Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem zweiten
Ausfuhrungsbeispiel in einer Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel, Fig. 4 Seitenansichten zweier mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegossenen Betonwandelemente zur Veranschaulichung einer
Verspannung, Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 6 eine Querschnittsansicht eines Anschlusses von nach Figur 5 hergestellten
Wandelementen,
Fig. 7 eine längsgeschnittene Ansicht der Darstellung aus Figur 6,
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 9 einen Anschluss von nach Figur 8 hergestellten Wandelementen in einer seitlichen Schnittansicht, Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 11 zwei Schnittansichten eines Anschlusses von nach Figur 10 hergestellten
Wandelementen, Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 13 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel, Fig. 14 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 15 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 16 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 17 einen Schnitt entlang der Linie a-a in Figur 1 gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 18 einen Schnitt eines Wandelements gemäß einem weiteren
Ausfuhrungsbeispiel, Fig. 19 einen Schnitt zur Veranschaulichung der Funktion der in Fig. 18 dargestellten Montagehilfe, und Fig. 20 Schnittansichten zur Veranschaulichung einer Montagehilfe gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel.
Soweit nichts anderes angegeben ist, bezeichnen in den Figuren gleiche Bezugszeichen gleiche Gegenstände. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Behälter in Größen von beispielsweise 15 bis 50 m Durchmesser und 5 bis 12 m Höhe errichtet werden. In Figur 1 ist die am Installationsort aus Beton gegossene Sohle 10 eines zu errichtenden Gärbehälters für eine Biogasanlage gezeigt. Sie ist in der Draufsicht kreisförmig und besitzt eine ebene Oberfläche. Ebenfalls in Figur 1 dargestellt sind mehrere Begrenzungselemente 12, im dargestellten Beispiel Balken aus Stahl, Aluminium oder anderen Materialien. Die Balken werden im Rastermaß verlegt und dabei durch Diagonalen 14 und Streben 16 für eine Befestigung auf der Sohle 10 so fixiert, dass eine maßgenaue Lage erreicht wird. Anschließend werden die Balken 12 in unten näher zu erläuternder Weise auf der Sohle 10 befestigt. Zwischen den Balken werden mit Beton auszugießende Felder 18 definiert. Durch Ausbetonieren der Felder 18 werden Wandelemente für den Behälter in zwei Arbeitsgängen hergestellt. Nach dem ersten Betoniervorgang wird die erste Hälfte der Wandelemente auf der Sohle montiert, wie dies für die Wandelemente 20 in Figur 1 schematisch angedeutet ist. Die Wandelemente 20 bilden dabei polygonartig die entlang einer Kreisbahn verlaufende Wand des Behälters. Anschließend wird in den Feldern 18 die zweite Hälfte der Wandeiemente 20 gegossen und die Wand entsprechend vervollständigt. In Figur 2 ist der Fall eines besonders großen Behälters mit großer Höhe der Wände gezeigt. In diesem Fall ist es erforderlich, die Sohle 10 um einen kleinen Bereich zu vergrößern, um die Wandelemente in zwei Arbeitsschritten herstellen zu können.
In der Schnittansicht in Figur 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt. Zu erkennen ist ein Trägerbalken 12. In Abschnitten oder durchlaufend sind an diesen abgekantete Flachstähle 22 durch eine Schweißverbindung 24 angeschweißt. Mit in Figur 3 lediglich schematisch angedeuteten Dübeln 26 und entsprechenden Schrauben werden die Flachstähle 22 und damit auch die Balken 12 auf der Sohle 10 fixiert. In Figur 3 sind weiterhin dargestellt Schalungselemente 28, beispielsweise aus Holz, die an ihrer Unterseite eine beispielsweise gefräste Ausnehmung 30 aufweisen. Die Schalungselemente 28 erstrecken sich über die gesamte Länge eines jeweiligen Balkens 12. Mit den Ausnehmungen 30 werden die Schalungselemente 28 auf den Abkantungen der Flachstähle 22 eingeklinkt. An der Oberseite werden die Schalungselemente 28 durch ein mit Randstreifen versehenes Kopf blech 32 auf ganzer Länger gehalten. Das Kopf blech 32 wird mit Schrauben 34 mit den Balken 12 verschraubt. Die Schalungselemente 28 sind so lösbar mit den Balken 12 verbunden. Sie bilden einander in einem Feld 18 gegenüberliegende und unter einem Winkel α zur Vertikalen ausgerichtete Schalungsflächen 36. Diese Schalungsflächen 36 bilden die im aufgestellten Zustand der Wandelemente einander zugewandten Stirnseitenflächen benachbarter Wandelemente ab. Durch ihre schräge Ausbildung wird bei der in Figur 1 dargestellten polygonartigen Aufstellung der Wandelemente 20 sichergestellt, dass die Fuge zwischen benachbarten Wandelementen 20 geschlossen werden kann. Da die entsprechend erforderliche Schrägstellung der Stirnseiten abhängig von dem Durchmesser der Behälter ist, können die Schalungselemente 28 durch unterschiedliche Fräsungen an ihrem Fuß der jeweilig erforderlichen Neigung angepasst werden. In dem dargestellten Beispiel ist an den Schalungselementen 28 am unteren Ende außerdem jeweils eine Dreikantleiste 38 befestigt, die eine Fase im Beton erzeugt. Eine entsprechende Fase wird durch Vorsprünge 40 des Kopfblechs 32 im oberen Bereich des Felds 38 ausgebildet.
Als Aufhahmeeinrichtungen besitzen die in Figur 3 gezeigten Schalungselemente 28 an ihren Schalungsflächen 36 jeweils in eine Aussparung eingesetzte zylindrische Elemente 42. In Aufhahmeeinrichtungen einander in einem Feld 18 gegenüberliegender Schalungsflächen 36 wird in dem dargestellten Beispiel gegenüberliegend jeweils ein Ende eines in den Beton einzugießenden Bewehrungsrohrs 44, in dem dargestellten Beispiel eines Hüllrohrs 44, beispielsweise aus Stahl, Kunststoff oder Aluminium, befestigt. Durch eine entsprechende Ausrichtung der Zylinderelemente 42 ist sichergestellt, dass die Hüllrohre 44 dabei in einem Feld 18 entlang einer Kreisbogenform verlaufen. Die Kreisachse verläuft dabei in horizontaler Richtung. Dies ist in Figur 4 im oberen Teil beispielhaft gezeigt. Dargestellt ist das gegossene Wandelement 20 in einer Seitenansicht und gestrichelt das darin eingegossene Hüllrohr 44. Dabei können insbesondere eine Mehrzahl solcher HülLrohre 44 oder anderer Bewehrungselemente in der beschriebenen Weise in einem Feld 18 zum Eingießen in Beton angeordnet werden. Die Rohre 44 werden dabei im Werk bereits maßgenau abgelängt. Vor dem Einbau der Rohre 44 wird auf der Baustelle die für die jeweiligen Wandelemente 20 erforderliche untere Bewehrung verlegt.
Nach dem Gießen der Wandelemente in den Feldern 18 werden die Kopfbleche 32 gelöst und die Wandelemente gemeinsam mit den Schalungselementen 28 und den Aufhahmevorrichtungen 42 nach oben aus den Feldern 18 gehoben. Anschließend werden die Schalungselemente 28 seitlich aus den Wandelementen 20 gezogen. Danach können durch die Bewehrungsrohre 44 beispielsweise Bewehrungsstäbe, z.B. aus Stahl, geführt werden. Für die Befestigung von Bewehrungsstäben benachbarter Wandelemente 20 kann es erforderlich sein, diese aus den Wandelementen 20 herauszuführen, wie dies in Figur 4 unten dargestellt ist. In den mit den Pfeilen gekennzeichneten Bereichen kann dann eine Verbindung benachbarter Bewehrungsstäbe erfolgen, wie dies unten noch anhand von Beispielen erläutert werden wird. Im unteren Teil von Figur 4 ist ein besonderes, mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegossenes Verbindungswandelement 20' zur Verspannung der im oberen Teil von Figur 4 gezeigten Elemente 20 dargestellt. Es können in einer Behälterwand z.B. zwei solcher Verbindungswandelemente 20' gegenüberliegend vorgesehen werden. In diesen können die gestrichelt dargestellten Hüllrohre 44' eingegossen sein. Werden nun durch die Hüllrohre 44 der Elemente 20 im aufgestellten Zustand Bewehrungsstäbe geführt, die in dem Verbindungselement 20' enden und aus diesem, wie in Figur 4 unten gezeigt, durch die Hüllrohre 44' seitlich herausführen, kann ein Verspannen der Bewehrungsstäbe und damit der gesamten Behälterwand erfolgen, indem die Stäbe an ihren Austritten aus dem Verbindungselement 20' einer entsprechenden Zugkraft ausgesetzt werden.
Figur 5 zeigt eine alternative Ausgestaltung zu der Darstellung in Figur 3. Im Unterschied zu der Darstellung aus Figur 3 besitzen die Schalungselemente 28 dabei als Aufnahmeeinrichtungen ringförmige Hülsen 46, die in entsprechenden Aussparungen der Schalungselemente 28 gehalten sind. Ausgehend von den Schalungsflächen 36 besitzen die Hülsen 46 dabei eine sich konisch verjüngende Außenfläche. Dies vereinfacht die Entschalung. Eingesetzt in die Hülsen 46 sind in dem dargestellten Beispiel Stahlbewehrungsstäbe 48. Dabei sind die Bewehrungsstäbe 48 über eine im Durchmesser größere Stahlscheibe 52 mit einem topfartigen Kopf 50 verschweißt. Die Bewehrungsstäbe 48 sitzen mit ihren Köpfen 50 in den Hülsen 46 und werden so wiederum kreisbogenförmig in den Feldern 18 verlegt. Für die noch zu erläuternde Verbindung der Bewehrungsstäbe 48 bei aufgestellten Wandelementen 20 ist eine Aussparung erforderlich, die in dem dargestellten Beispiel durch ein Formelement 54 aus Hartschaum im Beton abgebildet wird. Die Formelemente 54 können sich über die gesamte Höhe der Wandelemente erstrecken. Dies muss aber nicht der Fall sein. Die Formelemente 54 werden nach dem Gießen des Betons gelöst und hinterlassen so die Ausnehmung. In den Figuren 6 und 7 ist die Verbindung der in Figur 5 dargestellten Köpfe 50 der Bewehrungsstäbe 48 gezeigt. Dazu werden die Wandelemente 20 so aneinander gestellt, dass die Köpfe 50 der Bewehrungsstäbe 48 von gegenüberliegenden Wandelementen aneinanderstoßen. Anschließend werden Halbschalen 56 über die Köpfe 50 gesetzt und durch einen Ring 58 sicher fixiert.
In Figur 8 ist im Schnitt eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt. Im Unterschied zu dem beispielweise in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Bewehrungsstäbe 48 in dem links in Figur 8 dargestellten Beispiel ohne Kopf in eine Hülse 46 der Schalungselemente 28 eingesetzt. Die Hülse 46 besitzt wiederum eine sich konisch verjüngende Außenform, wodurch die Entschalung vom Beton erleichtert wird. Im rechten Teil von Figur 8 ist eine noch einfachere Ausgestaltung gezeigt, bei der die Bewehrungsstäbe 48 direkt in eine Aussparung 60 in den Schalungselementen 28 eingesetzt sind. Diese Bohrlöcher 60 erstrecken sich dabei jeweils nur in etwa durch die Hälfte der Dicke der Schalungselemente 28. Außerdem dargestellt in Figur 8 sind wiederum Formelemente 54, welche im Bereich der Enden der Bewehrungsstäbe 48 eine Ausnehmung in dem Beton abbilden. Diese erstrecken sich in dem dargestellten Beispiel nicht über die gesamte Höhe der zu gießenden Wandelemente. In Figur 9 ist eine mögliche Verbindung der Bewehrungsstäbe 48 benachbarter nach Figur 8 hergestellter Wandelemente 20 gezeigt. In dem durch die Formelemente 54 frei zugänglichen Endbereich der Bewehrungsstäbe 48 werden als üblicher Schweißstoß nach DIN Rundstähle 62 an die Bewehrungsstäbe 48 angelegt und als Verklammerung verschweißt. Anschließend kann die durch die Formelemente hinterlassene Fuge beispielsweise durch Mörtel oder ähnliches geschlossen werden.
Figur 10 zeigt eine weitere Alternative der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Im Unterschied zu der beispielsweise in Figur 5 gezeigten Ausgestaltung besitzt einer der Bewehrungsstäbe 48 an seinem Ende einen massiven Kopf 50, mit dem er in einer entsprechenden Aussparung 60 in dem zugeordneten Schalungselement 28 sitzt. Zu erkennen ist dabei, dass die Aussparung 60 eine größere Tiefe besitzt, als der Kopf 50 dick ist. Bei vollständig in die Aussparung 60 eingeführtem Kopf 50 bleibt also auf der dem Ende des Bewehrungsstabs 48 abgewandten Seite ein Teil der Aussparung 60 frei. Dieser ist wiederum mit einem lösbaren Formelement 54, beispielsweise Hartschaum, ausgefüllt, welches eine entsprechende Ausnehmung hinter dem Kopf 50 in dem gegossenen Wandelement hinterlässt. An seinem gegenüberliegenden Ende besitzt der Bewehrungsstab 48, wie in Figur 10 im rechten Teil für einen anderen Bewehrungsstab 48 dargestellt, ein Formstück 64, welches mit dem Bewehrungsstab 48 verschweißt ist. Das Formstück 64 besitzt einen Hohlraum 66, der als Hinterschnitt ausgebildet ist, wie dies in Figur 10 gestrichelt dargestellt ist. Mit dem Formstück 64 sitzt der Bewehrungsstab 48 wiederum in einer Hülse 46 in dem Schalungselement 28. Nach dem Gießen der Wandelemente in den Feldern 18 und dem Entschalen werden die Bewehrungsstäbe 48 über ihre Kopfstücke 50 und Formstücke 64 miteinander verbunden, wie dies in Figur 11 gezeigt ist. Dabei ist im linken Teil von Figur 11 ein Querschnitt der aufgestellten Wandelemente 20 im Bereich des Wandanschlusses dargestellt. Der rechte Teil von Figur 11 zeigt eine Ansicht entlang der Linie a-a im linken Teil, wobei nur das hintere Wandelement 20 gezeigt ist. Zu erkennen ist, dass das Formelement 64 eine Schlüssellochöffnung 68 besitzt, durch die der benachbarte Bewehrungsstab 48 mit seinem Kopf 50 in den Hohlraum 66 eingeführt und in den Hinterschnitt abgesenkt werden kann, so dass die Bewehrungsstäbe 48 quasi durchlaufend sind.
Bei dem in Figur 12 gezeigten weiteren Beispiel sind im Unterschied zu dem beispielsweise in Figur 8 gezeigten Beispiel Formelemente, in dem dargestellten Beispiel handelsübliche verzinkte Blechkästen 70 auf den Schalungsflächen 36 befestigt, beispielsweise verklebt oder geheftet. Bei diesem Beispiel sind z.B. an Bewehrungsstäben Bewehrungsseile 72 angeschweißt, die jeweils in den Blechkästen 70 angeordnete Schlaufen 74 aufweisen. Beim Ausgießen der Felder 18 mit Beton werden durch die Kästen 70 Hohlräume gebildet, die sich insbesondere über die gesamte Höhe der Wandelemente 20 erstrecken können. Zur Verbindung benachbarter Wandelemente 20 werden die Schlaufen 74 übereinander gelegt und ein in Figur 12 nicht näher dargestellter Bewehrungsstab durch die Schlaufen geführt. Anschließend können die durch die Kästen 70 gebildeten Fugen ausbetoniert werden.
In Figur 13 sind Ergänzungen dargestellt, die bei der Herstellung der Tafeln in den Fugen erforderlich werden können. Beispielhaft gezeigt sind an den Schalungsflächen 36 ausgebildete halbrunde Leisten 76, die bei zusammengestellten Wandelementen 20 entsprechend zylindrische Fugen bilden, in die vor der endgültigen Montage Dichtungsstoffe eingelegt werden können. Die Leisten können sich beispielsweise über die gesamte Höhe der aufgestellten Wandelemente erstrecken. Um eine schubfeste Verbindung benachbarter Wandelemente 20 zu erreichen, können die Schalungselemente 28 weiterhin mit Vorsprüngen in Form von Knaggen 78 versehen sein, die sich üblicherweise nicht über die gesamte Höhe der aufgestellten Wandelemente erstrecken.. Diese bilden beim Ausgießen der Felder 18 eine entsprechende Ausnehmung. In dem im aufgestellten Zustand gegenüberliegend vorgesehenen Wandelement kann ein dieser Ausnehmung entsprechender Vorsprung dadurch ausgebildet werden, dass in den Schalungselementen 28 eine Ausnehmung 80 vorgesehen wird, wie dies in Figur 13 im rechten Teil dargestellt ist.
In Figur 14 ist darüber hinaus ein Halter 82 gezeigt, der nach dem Ausbetonieren der Felder 18 entfernt wird. Der Halter 82 wird über Schrauben 84 mit dem Schalungselement 28 verbunden. Er trägt einen Bolzen 86 der als Anker für z.B. einen Geländeranschluss des Behälters in den Beton eingegossen wird. Die Ausbildung und Funktion derartiger Bolzen 86 als Anker für z.B. Geländerteile ist an sich bekannt. Im rechten Teil von Figur 14 ist die Vorrichtung zur Ausbildung einer Unterseite der Wandelemente 20 gezeigt. Das Schalungselement 28 besitzt entsprechend eine vertikal ausgerichtete Schalungsfläche 36. Durch einen Abstandhalter 88 wird das Schalungselement 28 gesichert. Da die gegossenen Betonwandteile 20 senkrecht zur Sohle 10 aus den Feldern 18 gehoben werden, ist auf eine geringe Reibung des Abstandshalters 88 gegenüber dem Schalungsbalken 12 zu achten. Da durch Unebenheiten der Sohle 10 darüber hinaus Beton unter die Schalungsbalken 12 laufen könnte, sind in dem in Figur 14 dargestellten Beispiel Folienstreifen 90 auf der Sohle 10 einerseits und den Schalungselementen 28 andererseits verklebt. Derartige Folien können auch auf der gesamten Sohle 10 und selbstverständlich auch bei den übrigen Ausführungsbeispielen vorgesehen sein. Insbesondere können Folien vorgesehen werden, die im aufgestellten Zustand der Wandelemente die Ober- und/oder Unterseiten der Wandelemente abdecken. Derartige Folien können später insbesondere auch zum Abdichten des Behälters genutzt werden.
In Figur 15 ist ein Schnitt entlang der Linie c-c aus Figur 1 gezeigt. Die Schalungsflächen 36 bilden in diesem Beispiel die Oberseiten der Wandelemente 20 ab. Diese sind in dem dargestellten Beispiel ebenfalls schräg ausgebildet. Zu erkennen sind an den Schalungselementen 28 befestigte beispielhaft dargestellte Schienen 92 für den an sich bekannten Anschluss von Folienabdeckungen derartiger Gärbehälter. Im linken Teil von Figur 15 ist darüber hinaus gezeigt, dass die Abdichtungsfolie 90 den gesamten Bereich des Wandelements 20 abdeckt. Sie kann lösbar an dem Schalungselement 28 verklebt und über eine beliebige Anschlussform in foliengerechter Art an den Rändern 94 verankert werden. In Figur 15 ist darüber hinaus genauer die Verbindung 26 der Flachstähle 22 und damit der Balken 12 an der Sohle 10 gezeigt. Auf einer Scheibe 96 ist ein mit einem Außengewinde versehenes Rohr 98 verschweißt. Dieses Rohr 98 ist in einem Innengewinde der Flachstähle 22 verstellbar geführt. Nach dem präzisen Ausrichten der Balken 12 auf der Sohle 10 wird durch das Rohr 98 ein Dübel 26 im Beton verankert, durch den die Lage der Balken 12 gesichert wird. Die Flachstähle 22 können dabei mit mehreren nebeneinander liegenden Löchern mit Innengewinde für das Rohr 98 versehen werden, um mögliche durch die betonierte und abgeriebene Sohle entstehende Schwierigkeiten beim Bohren, wie beispielsweise Bewehrungen oder größere Steine, umgehen zu können.
In den Figuren 16 und 17 ist jeweils eine Montagehilfe der Vorrichtung dargestellt, mit der die sehr großen und schweren Betonwandteile 20 sicher bis zur Verbindung an ihrer Fuge geführt werden können. Eine der beiden dargestellten Schalungsflächen 36 besitzt dabei ein sich ausgehend von der Schalungsfläche 36 konusförmig erstreckendes Formelement 100. Das Formelement 100 ist hohl und besteht beispielsweise aus Blech oder Kunststoff und wird auf der Schalungsfläche 36 montiert. Dazu wird ein in das Formelement 100 passendes entsprechendes Formstück 102 auf der Schalungsfläche 36 entlang der Achse 104 verschraubt. Auf der eine im aufgestellten Zustand der Wandelemente 20 gegenüberliegende Stirnseitenfläche abbildenden anderen Schalungsfläche 36 wird entsprechend ein Gewindeanschluss 106 über eine durch das Schalungselement 28 geführte Schraube 108 fixiert und in den Beton eingegossen. Nach dem Gießen und Entschalen der Wandelemente 20 verbleiben dem konusförmigen Formelement 100 entsprechende konusförmige Ausnehmungen in den Wandelementen 20. Das Formstück 102 wird nach dem Entschalen in den Gewindeanschluss 106 eines gegenüberliegenden Wandelements eingeschraubt, wie dies in Figur 18 für die Montagehilfe aus Figur 17 beispielhaft gezeigt ist. Für die Montage kann das Formstück 102 nun in die entsprechende konusförmige Ausnehmung in dem gegenüberliegenden Wandelement 20 eingeführt werden. Damit wird in einfacher Weise eine präzise Ausrichtung der Wände erreicht. Die in Figur 17 dargestellte Ausgestaltung entspricht weitestgehend der Ausgestaltung nach Figur 16. Im Unterschied ist hier jedoch zwischen den kegelförmigen Elementen 100, 102 und der Schalungsfläche 36 ein plattenförmiger Abstandhalter 110 angeordnet. Die Abstandsplatte 110 kann mittels Schrauben 112 an dem Schalungselement 28 angeschlossen werden. Dieser Abstandhalter 110 bildet einen Absatz 114 ab, wie dies in Figur 18 gezeigt ist. Durch die verlängerte Form der durch das Formelement 100 und den Abstandhalter 110 gebildeten Aussparungen kann diese Montagehilfe auch für den in den Figuren 10 und 11 gezeigten Wandanschluss genutzt werden. Insbesondere erlaubt der in Figur 18 gezeigte Absatz 114 an dem Montagekegel 102 ein Einführen des Montagekegels 102 in ein entsprechend geformtes Formelement 100 und anschließend eine Verschiebung des Montagekegels 102 in dem Formelement 100 derart, dass auch der Wandanschluss nach den Figuren 10 und 11 ohne Beschädigung hergestellt werden kann. Dies ist in Figur 19 durch den Pfeil 120 veranschaulicht. Anschließend sind die erforderlichen Toleranzen der Einzelteile einzustellen. Das Formelement 100 zum Einführen eines Montagekegels kann dazu auch in einfacherer Form ausgeführt werden, wie dies in Figur 20 gezeigt ist. Im rechten Teil von Figur 20 ist dabei ein Schnitt entlang der Linie a-a des linken Teils von Figur 20 gezeigt.
Die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen der Aufnahmeeinrichtungen sowie der weiteren Elemente, einschließlich der Montagehilfen, können jeweils an einigen oder sämtlichen Schalungselementen vorgesehen sein und in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden. Dasselbe gilt für die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen der Enden der Bewehrungselemente. Bei miteinander korrespondierenden Aufnahmeeinrichtungen, Montagehilfen oder Bewehrungselementen, wie beispielsweise in den Figuren 10, 11 und 16 bis 20 gezeigt, können in einem Feld gegenüberliegende Schalungselemente jeweils die korrespondierenden Aufnahmeeinrichtungen bzw. Montagehilfen besitzen. Entsprechend können die in dem Feld verlaufenden Bewehrungselemente jeweils an ihren Enden mit den entsprechenden korrespondierenden Ausgestaltungen versehen sein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt in einfacher und flexibler Weise auch in unzugänglichen Gebieten die Herstellung der Wandelemente 20 und entsprechend einer Errichtung der Behälterwände vor Ort.
