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Title:
APPARATUS AND METHOD FOR JACQUARD SHEDDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158692
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (2) for Jacquard shedding, comprising a plurality of electrical actuators (10), each of which are coupled to at least one strand (5), wherein the strands (5) each have at least one strand eye (6) for leading at least one warp thread (K) through, and wherein said strand eyes (6) are movable back and forth along a route (w) between an upper shed (8) and a lower shed (9), crossing the weft insertion plane (7), according to a specified pattern, by means of actuators (10) acting on the strands (5) in question, and comprising a control apparatus (20), which is designed to process control data, which take the specified pattern into consideration, and to generate control signals on the basis of said control data, in order to actuate said actuators (10). The apparatus according to the invention is characterized in that the control apparatus (20) is furthermore designed to process control data for the individual, stationary or dynamic positioning of at least one strand eye (6) in the upper or lower shed (8, 9) along said route (w) during at least one weft insertion cycle (n-4, n-3, n-2, n-1), incorporating at least on parameter, wherein said at least one parameter considers the pattern-dependent position or movement of said strand eye (6) during at least one weft insertion cycle (n-3, n-2, n-1, n) following said weft insertion cycle (n-4, n-3, n-2, n-1) or during the shed closure at the end of said weft insertion cycle (n-4, n-3, n-2, n-1). The invention further relates to a weaving machine having such an apparatus and to a corresponding method.

Inventors:
CRAMER, Michael (Taubenberg 2a, Lindau, 88131, DE)
Application Number:
EP2019/053811
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Rickenbacher Str.119, Lindau, 88131, DE)
International Classes:
D03C3/20
Foreign References:
EP1867765B12009-08-19
EP1607501A12005-12-21
EP1867765B12009-08-19
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorrichtung (2) zur Jacquard-Fachbildung umfassend:

- eine Vielzahl von elektrischen Aktoren (10), die jeweils mit mindestens einer Litze (5) gekoppelt sind, wobei die Litzen (5) jeweils mindestens ein Litzenauge (6) zum Durchführen mindestens eines Kettfadens (K) aufweisen, und wobei die besagten Litzenaugen (6) mittels der auf die betreffenden Litzen (5) einwirkenden Aktoren (10) entlang einer Wegstrecke (w) zwischen einem Oberfach (8) und einem Unterfach (9) unter Querung der Schusseintragsebene (7) gemäß einem

vorgegebenen Muster hin und her bewegbar sind, sowie

- eine Steuervorrichtung (20), die eingerichtet ist zum Verarbeiten von Steuerdaten, welche das vorgegebene Muster berücksichtigen, sowie zum Erzeugen von Steuersignalen auf Grundlage dieser Steuerdaten zum Ansteuern der besagten Aktoren (10),

dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) weiterhin eingerichtet ist, Steuerdaten für die individuelle, stationäre oder dynamische Positionierung zumindest eines Litzenauges (6) im Ober- oder Unterfach (8, 9) entlang der besagten Wegstrecke (w) während mindestens eines Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) unter Hinzuziehung mindestens eines Parameters zu verarbeiten, wobei dieser mindestens eine Parameter die musterbedingte Lage oder Bewegung dieses Litzenauges (6) während mindestens einem dem besagten Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) folgenden

Schusseintragszyklus (n-3, n-2, n-1 , n) oder während des

Fachschlusses am Ende des besagten Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) berücksichtigt. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dass die Steuervorrichtung (20)

eingerichtet ist, Steuerdaten zu verarbeiten, welche auf einem oder mehreren Parametern aus der folgenden Gruppe von Parametern basieren, die durch das vorgegebene Webmuster bestimmt oder mitbestimmt werden:

- der Verweilzeit des betreffenden Litzenauges (6) im Ober- oder Unterfach (8, 9) zwischen zwei Fachwechseln;

- der Anzahl der einzutragenden Schüsse zwischen zwei Fachwechseln des zu positionierenden Litzenauges (6),

- der noch verbleibenden Zeit des zu positionierenden Litzenauges (6) im Ober- bzw. Unterfach (8, 9) bis zum nächsten Wechsel des Fachs (8, 9),

- der verbleibenden Anzahl der Schüsse bis zum nächsten

Fachwechsel des zu positionierenden Litzenauges (6),

- die musterbedingten Fachwechsel oder Nicht-Fachwechsel von einer oder mehreren Litzen (5) in Nachbarschaft zu der jeweilig

anzusteuernden Litze (5) bei mindestens einem der nächsten

Schusseintragszyklen, vorzugsweise dem unmittelbar nächsten

Schusseintragszyklus, und/oder

- eine angestrebte Relativlage von mindestens zwei benachbarten Litzenaugen (6) beim Fachschluss.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) auch zum Analysieren des vorgegebenen Musters und zum Berechnen der besagten Steuerdaten unter

Berücksichtigung des vorgegebenen Musters ausgebildet ist, und dass diese Steuerdaten dann zum Erzeugen der besagten Steuersignale verwendet werden.

Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dateneingang (26) für die

Steuerdaten vorgesehen ist, über den zumindest ein Teil der

Steuerdaten von außen der Steuereinrichtung (20) übermittelbar sind.

5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ober- und/oder Unterfach (8, 9) in jeweils mindestens zwei definierte Positionierzonen (8.1 , 8.2, 8.3; 9.1 , 9.2, 9.3) in Bewegungsrichtung der Litzen (5) eingeteilt ist, und dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, die besagten Litzenaugen (6) in einer der mindestens zwei Zonen (8.1 , 8.2, 8.3; 9.1 , 9.2, 9.3) durch Ansteuerung der Aktoren (10) zu positionieren.

6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, die besagten Litzenaugen (6) stufenlos innerhalb des Ober- und Unterfachs (8, 9) durch Ansteuerung der Aktoren (10) zu positionieren.

7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, ein Litzenauge (6) bei Verbleiben im Ober- oder Unterfach (8, 9) während aufeinander folgender Schusseintragszyklen durch

Ansteuerung des zugehörigen Aktors (10) innerhalb dieses Faches (8, 9) in verschiedenen Positionen zu positionieren.

8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, mit zeitlich näher kommendem Fachwechsel eines Litzenauges (6) oder bei bevorstehendem Fachwechsel basierend auf der Anzahl der noch vor dem Fachwechsel einzutragenden Schüsse durch

Ansteuerung des zugehörigen Aktors (10) dieses Litzenauge (6) innerhalb des aktuellen Fachs (8, 9) an zumindest einem anderen Litzenauge (6) vorbei näher an die Schusseintragsebene (7) zu positionieren.

9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, ein Litzenauge (6) im Ober- oder Unterfach (8, 9) unmittelbar nach und/oder vor einem Fachwechsel dieses Litzenauges (6) auf eine Position zu steuern, die näher an der Schusseintragsebene (7) liegt als die für dieses Litzenauge (6) vorgegebene maximal von dieser

Schusseintragsebene (7) entfernte Position.

10. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, ab einer vorbestimmten oder einstellbaren Verweilzeit eines betreffenden Litzenauges (6) in dem aktuellen Fach (8, 9) oder ab einer vorbestimmten oder einstellbaren Anzahl noch einzutragender Schüsse bis zu dessen nächstem Fachwechsel dieses Litzenauge (6) durch Ansteuerung des zugehörigen Aktors (10) schrittweise oder

kontinuierlich weg von der Schusseintragsebene (7) zu positionieren.

11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) eingerichtet ist, die Geschwindigkeit der Positionierung der Litzenaugen (6) in dem betreffenden Fach (8, 9) variabel einzustellen, wobei die

Geschwindigkeit konstant, nicht konstant, veränderbar und/oder intermittierend einstellbar ist.

12. Webmaschine (1 ) umfassend:

- eine Vorrichtung (2) zur Jacquard-Fachbildung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

- mindestens einen Kettbaum (30) oder mindestens ein Gatter,

- Schusseintragsmittel, beispielsweise einen Fadengreifer (34),

- ein Webblatt (17),

- eine Warenabzugseinrichtung (36), und

- ggf. ein Warenbaum (37).

13. Verfahren zur Fachbildung mittels einer Vorrichtung zur Jacquard- Fachbildung, insbesondere einer Vorrichtung (2) zur Jacquard- Fachbildung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei eine Vielzahl von elektrischen Aktoren (10), die jeweils mit mindestens einer Litze (5) mit jeweils mindestens einem Litzenauge (6) gekoppelt sind, durch die jeweils mindestens ein Kettfaden (K) hindurchgeführt ist, die besagten Litzenaugen (6) unter Zurücklegung einer Wegstrecke (w) zwischen einem Oberfach (8) und einem

Unterfach (9) unter Querung der Schusseintragsebene (7) gemäß einem vorgegebenen Muster linear hin und her bewegt,

- wobei eine Steuervorrichtung (20) der Vorrichtung (2) zur Jacquard- Fachbildung Steuerdaten verarbeitet, welche das vorgegebene Muster berücksichtigen, und Steuersignale auf Grundlage dieser Steuerdaten zum Ansteuern der besagten Aktoren (10) erzeugt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) Steuerdaten für die individuelle, stationäre oder dynamische Positionierung zumindest eines Litzenauges (6) im Ober- oder Unterfach (8, 9) entlang der besagten Wegstrecke (w) während mindestens eines

Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) unter Hinzuziehung

mindestens eines Parameters verarbeitet, wobei dieser mindestens eine Parameter die musterbedingte Lage oder Bewegung dieses Litzenauges (6) während mindestens eines dem besagten

Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) folgenden

Schusseintragszyklus (n-3, n-2, n-1 , n) oder während des

Fachschlusses am Ende des besagten Schusseintragszyklus (n-4, n-3, n-2, n-1 ) berücksichtigt.

14. Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (20) Steuerdaten in Abhängigkeit eines oder mehrerer Parameter verarbeitet, wobei der bzw. die Parameter aus der folgenden Gruppe von Parametern ausgewählt sind: - der verbleibenden Zeit, den die einzutragenden Schüsse bis zum nächsten Fachwechsel des zu positionierenden Litzenauges (6) benötigen,

- der Anzahl der einzutragenden Schüsse bis zum nächsten

Fachwechsel des zu positionierenden Litzenauges (6),

- der Verweilzeit des zu positionierenden Litzenauges (6) seit dem Wechsel in das aktuelle Ober- bzw. Unterfach (8, 9),

- der Anzahl der seit dem seit dem letzten Wechsel in das aktuelle Ober- bzw. Unterfach (8, 9) eingetragenen Schüsse,

- der zumindest in einem der nächsten Schusseintragszyklen, vorzugsweise dem unmittelbar nächsten Schusseintragszyklus, musterbedingten Fachwechsel oder Nicht-Fachwechsel von einer oder mehreren Litzen (5) in Nachbarschaft zu der jeweilig anzusteuernden Litze (5), und/oder

- eine angestrebte Relativlage von mindestens zwei benachbarten Litzenaugen (6) beim Fachschluss.

15. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) auch das vorgegebene Muster analysiert und die besagten Steuerdaten unter Berücksichtigung des vorgegebenen Musters berechnet und diese Steuerdaten dann zum Erzeugen der besagten Steuersignale verwendet.

16. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Steuerdaten von außen über einen Dateneingang (26) der Steuereinrichtung (20) übermittelt werden.

17. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ober- und/oder Unterfach (8, 9) in jeweils mindestens zwei Positionierzonen (8.1 , 8.2, 8.3; 9.1 , 9.2, 9.3) in Bewegungsrichtung der Litzen (5) eingeteilt ist, und dass die Steuervorrichtung (20) die Aktoren (10) derart ansteuert, dass diese die zugehörigen Litzenaugen (6) in einer der mindestens zwei Zonen (8.1 , 8.2, 8.3; 9.1 , 9.2, 9.3) positioniert.

18. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) ein oder mehrere Aktoren (10) derart ansteuert, dass diese die jeweils zugehörigen Litzenaugen (6) stufenlos innerhalb des Ober- und Unterfachs (8, 9) durch Ansteuerung der Aktoren (10) positionieren.

19. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) einen oder mehrere Aktoren (10) derart ansteuert, dass diese die jeweils zugehörigen Litzenaugen (6) bei Verbleiben im Ober- oder Unterfach (8, 9) während aufeinander folgender Fachwechsel durch Ansteuerung des zugehörigen Aktors (10) innerhalb dieses Faches (8, 9) in verschiedenen Positionen

positionieren.

20. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) mit zeitlich näher kommendem Fachwechsel eines Litzenauges (6) den zugehörigen Aktor (10) derart ansteuert, dass dieser das Litzenauge (6) innerhalb des aktuellen Fachs (8, 9) an zumindest einem anderen Litzenauge (6) vorbei näher an der

Schusseintragsebene (7) positioniert.

21. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) bei bevorstehendem Fachwechsel eines Litzenauges (6) basierend auf der Anzahl der noch vor dem

Fachwechsel einzutragenden Schüsse den zugehörigen Aktor (10) derart ansteuert, dass dieser das betreffende Litzenauge (6) innerhalb des aktuellen Fachs (8, 9) an zumindest einem anderen Litzenauge (6) vorbei näher an die Schusseintragsebene (7) positioniert.

22. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) ein Litzenauge (6) im Ober- oder Unterfach (8, 9) unmittelbar nach und/oder vor einem Fachwechsel dieses

Litzenauges (6) auf eine Position steuert, die näher an der

Schusseintragsebene (7) liegt als die für dieses Litzenauge (6) vorgegebene maximal von dieser Schusseintragsebene (7) entfernte Position.

23. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) ab einer vorbestimmten oder einstellbaren Verweilzeit eines betreffenden Litzenauges (6) in dem aktuellen Fach (8, 9) oder ab einer vorbestimmten oder einstellbaren Anzahl noch einzutragender Schüsse bis zu dessen nächstem Fachwechsel den zugehörigen Aktor (10) derart ansteuert, dass dieser das betreffende Litzenauge (6) schrittweise oder kontinuierlich weg von der

Schusseintragsebene (7) positioniert.

24. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuervorrichtung (20) die Geschwindigkeit der Positionierung der Litzenaugen (6) in dem betreffenden Fach (8, 9) variabel einzustellen vermag, wobei die Geschwindigkeit konstant, nicht konstant, veränderbar und/oder intermittierend einstellbar ist.

25. Computerprogrammprodukt, vorzugsweise gespeichert auf einem von einem Computer nutzbaren Medium, das Steuerdaten umfasst, die, wenn sie von einer Steuervorrichtung (20) einer Vorrichtung (2) zur Jacquard-Fachbildung nach einem der vorhergehenden

Vorrichtungsansprüche gelesen werden, diese Vorrichtung (2) zum

Erzeugen von Steuersignalen entsprechend einem der vorherigen Ansprüche veranlassen.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Jacquard-Fachbildung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Jacquard-Fachbildung gemäß dem jeweiligen Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.

Unter einer Jacquard-Webmaschine ist im Nachfolgenden eine

Webmaschine zu verstehen, welche eine Jacquard-Fachbildeeinrichtung umfasst.

Aus der EP 1 867 765 B1 ist eine solche Vorrichtung und ein solches

Verfahren für Jacquard-Webmaschinen bekannt. Bei Jacquard- Webmaschinen ist in der Regel jeder einzelne Kettfaden durch ein ihm zugeordnetes Litzenauge einer Litze geführt, wobei jede Litze mit einem Aktor gekoppelt ist, der das Litzenauge mit dem Kettfaden zwischen dem Ober- und Unterfach hin und her bewegt. Gemäß der EP 1 867 765 B1 werden die Aktoren mit Hilfe von Steuersignalen angesteuert, die aufgrund der Analyse des vorgegebenen Webmusters erzeugt werden. Bei der Analyse werden beispielsweise die Art des Webmusters und die damit einhergehenden mechanischen Spannungen auf die Kettfäden

berücksichtigt, um diese durch eine Phasenverschiebung der

Litzenbewegung in Bezug auf einen Schusseintragungszyklus

auszugleichen. Ein weiteres in der EP 1 867 765 B1 beschriebenes Beispiel ist die Analyse der aufgrund des Webmusters zu erwartenden Verteilung der Kettfäden auf Ober- und Unterfach und eine sich daraus ergebende Unwucht im Betrieb der Webmaschine; hier werden die Steuersignale derart beeinflusst, dass die Amplitude einzelner Litzen bzw. deren Litzenaugen vorab derart verändert wird, dass das besagte Ungleichgewicht zumindest nur in abgeschwächter Form auftritt bzw. ganz verhindert werden kann.

Es hat sich herausgestellt, dass die Vorrichtung bzw. das Verfahren gemäß der EP 1 867 765 B1 weiter optimierbar sind, insbesondere um ein gegenseitiges Blockieren der Kettfäden zu vermeiden, so dass diese nicht beschädigt werden. Dieses ist die Aufgabe, die sich die vorliegende

Erfindung stellt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Die Steuervorrichtung ist erfindungsgemäß so eingerichtet, dass sie

Steuerdaten für die individuelle Positionierung zumindest eines Litzenauges im Ober- und/oder Unterfach entlang der besagten Wegstrecke für mindestens einen Schusseintragszyklus verarbeitet. Die Positionierung kann hierbei stationär oder dynamisch sein. Unter einer stationären Positionierung wird vorliegend das gesteuerte Bewegen des Litzenauges in eine für den besagten Schusseintragszyklus feststehende, definierte Position verstanden, während eine dynamische Positionierung eine zumindest zeitweise kontinuierliche bzw. quasi-kontinuierliche Bewegung während des besagten Schusseintragszyklus beinhaltet, bei der das Litzenauge verschiedene, ineinander übergehende Positionen einnehmen kann. Die besagten, von der Steuervorrichtung verarbeiteten Steuerdaten beziehen mindestens einen Parameter ein, der eine musterbedingte Lage oder Bewegung dieses

Litzenauges während mindestens eines dem besagten Schusseintragszyklus folgenden Schusseintragszyklus oder während des Fachschlusses am Ende des besagten Schusseintragszyklus berücksichtigt.

Unter einer musterbedingten Lage wird hierbei insbesondere der Verbleib eines Litzenauges im Ober- oder Unterfach während eines gesamten

Schusseintragszyklus verstanden. Unter einer musterbedingten Bewegung des Litzenauges werden insbesondere ein Fachwechsel, aber auch die dynamische Positionierung von Litzenaugen im Ober- und/oder Unterfach verstanden, bei denen das jeweilige Litzenauge im jeweiligen Ober- bzw. Unterfach verbleibt, aber durch entsprechende Ansteuerung in eine andere Position bewegt wird. Unter einem Schusseintragszyklus wird vorliegend der Zeitraum zwischen dem Öffnen des Webfachs, dem Eintrag eines oder mehrerer Schussfäden (z.B. zwei Schussfäden beim Doppelschussverfahren) und das Schließen des Webfachs verstanden. Das Schließen des Webfaches wird als

Fachschluss bezeichnet.

Aus diesen Steuerdaten werden von der Steuervorrichtung dann die entsprechenden Steuersignale zur Ansteuerung der jeweiligen Aktoren erzeugt.

Die Erfindung ermöglicht es, dass Litzenaugen entsprechend ihrer zukünftigen - vom Webmuster vorgegebenen - Fachwechsel individuell in dem Ober- bzw. Unterfach positioniert werden. Auf diese Weise kann z.B. die Wegstrecke, welche das Litzenauge und somit der durch das Litzenauge geführte Kettfaden vorbei an anderen Kettfäden in dem gleichen Fach zurücklegt, verringert oder sogar minimiert werden. Insbesondere kann auf diese Weise eine Abstimmung der Bewegungen von benachbarten Kettfäden zur Verringerung von deren Reibung innerhalb eines bestimmten Zeitraums realisiert werden, so dass fachwechselnde Kettfäden nicht klammern oder von benachbarten Kettfäden behindert werden.

Vorzugsweise wird nicht nur eine der Litzen, sondern mehrere und

besonders bevorzugt alle Litzen und damit auch deren Litzenaugen und damit wiederum die durch die Litzenaugen geführten Kettfäden

erfindungsgemäß in ihre individuellen Positionen entlang der besagten Wegstrecke positioniert.

Ein wichtiger Aspekt der Erfindung beruht auf der Berücksichtigung von zukünftigen Bewegungen, insbesondere musterbedingten Fachwechseln oder Nicht-Fachwechseln, der betrachteten Litzenaugen, um die auf die betreffenden Kettfäden einwirkenden mechanischen Belastungen, insbesondere hervorgerufen durch Reibung mit benachbarten Kettfäden, zu reduzieren oder gar zu minimieren. Steht beispielsweise ein Fachwechsel während des nächsten Schusseintragszyklus bevor, ist es sinnvoll, den Kettfaden im betreffenden Litzenauge beim Start des Fachwechsels nicht erst mehrere andere Kettfäden passieren zu lassen.

Die Steuerdaten beinhalten besonders bevorzugt Informationen hinsichtlich eines besagten oder mehrerer besagter Parameter, welche durch das vorgegebene Webmuster bestimmt oder zumindest mitbestimmt werden. Ein solcher Parameter ist beispielsweise die Verweilzeit des betreffenden Litzenauges im Ober- oder Unterfach, bevor dieses Litzenauge das Fach wechselt. Wenn diese Verweilzeit relativ lang ist, ist es sinnvoll, das

Litzenauge samt Kettfaden in eine individuelle Position zu bewegen, in welcher der Kettfaden benachbarten Kettfäden, die früher einen

Fachwechsel durchführen, nicht im Wege ist. Alternativ oder zusätzlich kann als Parameter auch die verbleibende Anzahl der einzutragenden Schüsse zwischen zwei Fachwechseln des zu positionierenden Litzenauges herangezogen werden. Wird ein Litzenauge nach einem Fachwechsel beispielsweise im nächsten Schusseintragszyklus musterbedingt wieder im anderen Fach benötigt, bleibt dieses Litzenauge vorteilhafterweise im Fach relativ nahe an der Schusseintragsebene, da es auf dieser Position ohne Behinderung durch benachbarte Kettfäden wieder das Fach wechseln kann.

Statt einer Berücksichtigung der gesamten Verweilzeit eines Litzenauges in einem Fach kann auch die noch verbleibende Zeit dieses Litzenauges als Parameter bzw. Kriterium bei der Erstellung der Steuerdaten für die

Ansteuerung der individuellen Position des Litzenauges und der

entsprechenden Ansteuerung des zugehörigen Aktors herangezogen werden. Alternativ oder zusätzlich kann die verbleibende Anzahl an

Schüssen, die bis zum nächsten Fachwechsel des betreffenden Litzenauges erfolgen, beim Erstellen des Datensatzes der Steuerdaten berücksichtigt werden. Wenn diese Zeit oder diese Anzahl beispielsweise relativ lang bzw. groß ist, kann das Litzenauge bevorzugt in eine Position verfahren werden, die relativ weit weg ist von der Schusseintragsebene. Mit anderen Worten wird das betreffende Litzenauge weit nach oben bzw. nach unten gefahren, damit andere benachbarte Litzenaugen, die zu einem früheren Zeitpunkt einen Fachwechsel vollziehen, dieses Litzenauge und den darin befindlichen Kettfaden nicht kreuzen müssen. Auf diese Weise wird ein mechanischer Kontakt zwischen diesen Kettfäden vermieden, d.h. sie werden weniger belastet und der Maschinenbetrieb ist flüssiger.

Auch kann als Parameter in den Steuerdaten die Zeit des betreffenden Litzenauges seit dem Wechsel in das aktuelle Fach, also das Ober- oder das Unterfach, und/oder die Anzahl der seit dem letzten Wechsel in das aktuelle Ober- bzw. Unterfach eingetragenen Schüsse von der Steuervorrichtung berücksichtigt werden, um die Positionierung des betreffenden Litzenauges zu berechnen und über den zugeordneten Aktor vorzunehmen.

Alternativ oder zusätzlich beinhalten die Steuerdaten Informationen hinsichtlich der zukünftigen Bewegungen, insbesondere die musterbedingten Fachwechsel oder auch Nicht-Fachwechsel, der zu der jeweilig

anzusteuernden Litze benachbarten Litze oder Litzen entsprechend dem vorgegebenen Muster bei mindestens einem der nächsten

Schusseintragszyklen, vorzugsweise dem unmittelbar nächsten

Schusseintragszyklus. Somit wird bei der individuellen Positionierung eines Litzenauges dessen Lage relativ zur Lage eines oder mehrerer Litzenaugen in der Nachbarschaft berücksichtigt, vorteilhafterweise in dynamischer Weise, indem die Steuerdaten Informationen zum vorgegebenen Muster in Bezug auf die Relativlagen der betreffenden Litzenaugen während der nächsten Schusseintragszyklen beinhalten.

Eine entsprechende beispielhafte Situation ist die Einbeziehung der musterbedingten Bewegung der Litzenaugen während eines nachfolgenden Schusseintragszyklus. Dies ist vorteilhaft, da insbesondere bei hohen Fadendichten die Gefahr besteht, dass die in einer Webblattlücke laufenden Kettfäden bei gleichzeitigem Fachwechsel mit großer Reibung auf die aus dem anderen Webfach kommenden Kettfäden treffen. Insbesondere bei häufigen Fachwechseln ist dann die mechanische Reibbelastung der Kettfäden sehr hoch. Daher bietet es sich an, dass Kettfäden in den betreffenden Litzenaugen durch Ansteuerung der zugehörigen Litzen so geführt werden, dass insbesondere mehrere aus dem Oberfach und mehrere aus dem Unterfach aufeinander zu bewegte Kettfäden sich nicht alle auf gleicher Höhe und/oder nicht zum gleichen Zeitpunkt begegnen. Besonders bevorzugt werden die innerhalb einer Webblattlücke laufenden Kettfäden auf unterschiedlichen Höhen in dem jeweiligen Webfach platziert. Beim

Webfachwechsel kreuzen sich dann vorzugsweise die am nächsten gegenüberliegenden Kettfäden zuerst. Auf diese Weise sind die Kettfäden nur minimaler Reibung ausgesetzt und haben mehr Platz zum seitlichen Ausweichen.

Auch ist es vorteilhaft, am Ende eines Schusseintragszyklus eine Relativlage von mindestens zwei benachbarten Litzenaugen und damit von mindestens zwei benachbarten Kettfäden beim Fachschluss zu erhalten, damit bei der anschließenden Fachöffnung im nächsten Schusseintragszyklus, in dem sich die Kettfäden in das Ober- oder Unterfach bewegen, möglichst wenig Reibung zwischen benachbarten Kettfäden hervorgerufen wird.

Besonders bevorzugt ist die Steuervorrichtung auch zum Analysieren des vorgegebenen Musters und zum Berechnen der besagten Steuerdaten unter Berücksichtigung des vorgegebenen Musters ausgebildet. Die

Steuervorrichtung weist hierfür die notwendigen Datenverarbeitungsmittel einschließlich der Software auf. Die Steuervorrichtung ist demnach in der Lage, das der Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung vorgegebene Muster, welches beispielsweise über eine elektronische Eingabeeinrichtung bzw. einen Dateneingang an der Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung

eingespeist wird (mittels z.B. USB-Speicher, Festleitung oder Funkübertragung), dieses Muster selbst zu analysieren und die besagten Steuerdaten zu berechnen, welche dann zum Erzeugen der besagten Steuersignale verwendet werden.

Die Steuereinrichtung kann hierbei ohne weiteres derart ausgebildet sein, dass die Berechnung der Steuerdaten in einer Rechnereinheit vorgenommen wird und die Ansteuerung der Litzenaugen mittels der Steuerdaten durch eine separate Steuereinheit, die mit der Rechnereinheit allerdings

datentechnisch verbunden ist, ausgeführt wird. Auch diese Konstellation aus separater Recheneinheit und Steuereinheit ist unter dem Begriff

Steuereinrichtung zu verstehen. Selbstverständlich umfasst der Begriff Steuereinrichtung auch den Fall, dass die Berechnung der Steuerdaten und die Erzeugung der Steuersignale von einer kombinierten Einheit ausgeführt werden.

Alternativ oder zusätzlich weist die Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung einen Dateneingang auf, über den zumindest ein Teil der Steuerdaten von außen der Steuereinrichtung übermittelbar sind. Der Dateneingang ist beispielsweise eine USB-Schnittstelle, eine Festleitung oder ein

Funkempfänger. Mittels dieser Ausgestaltung kann beispielsweise auf einem externen Computer anhand eines vorgegebenen Musters ein Satz von Steuerdaten berechnet werden, welcher dann an die Steuervorrichtung übermittelt und von dieser entsprechend der unabhängigen Ansprüche verarbeitet wird.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Ober- und/oder das Unterfach in jeweils mindestens zwei definierte Positionierzonen in

Bewegungsrichtung der Litzen eingeteilt. Dementsprechend ist die

Steuervorrichtung eingerichtet, die besagten Litzenaugen in einer dieser mindestens zwei Zonen des Ober- und/oder Unterfachs durch Ansteuerung der Aktoren zu positionieren. Diese Aufteilung eines Fachs in zwei oder mehrere Zonen ermöglicht bei relativ geringem Programmieraufwand für die Steuervorrichtung eine präzise Positionierung der einzelnen Litzenaugen in den einzelnen Positionierzonen, so dass beispielsweise das Steuersignal lediglich die vom Litzenauge anzufahrende Positionierzone beinhalten muss, wobei vorteilhafterweise die Lage und Länge jeder Positionierzone vorab festgelegt und in der Steuervorrichtung hinterlegt wurde.

Alternativ kann die Steuervorrichtung eingerichtet sein, die besagten

Litzenaugen stufenlos innerhalb des Ober- und Unterfachs durch

Ansteuerung der Aktoren zu positionieren. Hierdurch können die Positionen der Litzenaugen mit sehr hoher Präzision eingestellt werden, was

beispielsweise bei sehr hoher Kettfadendichte von Vorteil ist, da dann schon kleinere Positionsverschiebungen der Litzenaugen zu einer größeren

Schonung von Kettfäden beitragen können, wenn andere Kettfäden passiert werden müssen.

Besonders bevorzugt wird zudem eine dynamische Positionierung in dem jeweiligen Fach nach dem letzten Fachwechsel und vor dem nächsten Fachwechsel vorgenommen. Dies bedeutet, dass das Litzenauge in dem jeweiligen Fach (Ober- oder Unterfach) während aufeinander folgender Schusseintragszyklen, in denen das Litzenauge sein Fach (Ober- oder Unterfach) nicht verlässt, in eine oder mehrere andere Positionen in diesem Fach bewegt und damit beispielsweise vorpositioniert werden kann. In diesem Fall vollführt das Litzenauge nicht nur eine Bewegung von einem Fach (Ober- oder Unterfach) in das andere (Unter- oder Oberfach), sondern wird schon vor seinem Fachwechsel in eine Position innerhalb dieses Faches gebracht, von der das Litzenauge beim schließlich vorgenommenen

Fachwechsel beispielsweise nur noch einen relativ kurzen Weg in das andere Fach zurückzulegen hat. Auch ist es selbstverständlich möglich, dass ein Litzenauge mehrere Positionierschritte in einem Fach durchführt, beispielsweise jeweils einen Positionierschritt - insbesondere in Richtung zur Schusseintragsebene oder von dieser weiter fort - innerhalb eines von mehreren Schusseintragszyklen, in denen das Litzenauge nicht sein momentan belegtes Fach wechselt.

Gemäß einem dementsprechenden Ausführungsbeispiel ist in den

Steuerdaten das zeitliche Näherrücken eines kommenden Fachwechsels eines Litzenauges und/oder die Anzahl der vor diesem Fachwechsel einzutragenden Schüsse berücksichtigt bzw. analysiert die Steuervorrichtung das vorgegebene Muster entsprechend und berechnet daraus die

Steuerdaten. Dementsprechend wird dann der zugehörige Aktor dieses Litzenauge innerhalb des aktuellen Fachs an zumindest einem benachbarten Litzenauge vorbei näher an die Schusseintragsebene positionieren und so auf den Fachwechsel vorbereiten.

In einer weiteren vorteilhaften Variante ist die Steuervorrichtung eingerichtet, ein Litzenauge unmittelbar nach dem Fachwechsel nicht in die maximal von der Schusseintragsebene entfernte Position zu bewegen, sondern in eine Position zwischen dieser Maximalposition und der Schusseintragsebene. Diese Positionierung bietet sich beispielsweise dann an, wenn für dieses Litzenauge schon kurz danach (zeitlich und/oder in Bezug auf die folgenden Schüsse gesehen) wieder der nächste Fachwechsel für dieses Litzenauge ansteht.

Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, dieses mindestens eine

Litzenauge schrittweise oder kontinuierlich, d.h. stufenlos, innerhalb eines Fachs von einer nach einem Fachwechsel eingenommenen Position am Ende eines Fachwechsels weiter weg von der Schusseintragsebene zu bewegen. Als Kriterium für eine solche Bewegung kann insbesondere eine vorbestimmte oder einstellbare Verweilzeit des betreffenden Litzenauges in dem aktuellen Fach dienen. Alternativ oder zusätzlich wird eine vorbestimmte oder einstellbare Anzahl noch einzutragender Schüsse bis zum nächsten Fachwechsel dieses Litzenauge von der Steuervorrichtung herangezogen. Auf diese Weise durchfährt das betreffende Litzenauge - nach Passieren der Schusseintragsebene - nicht in einer einzigen Bewegung die maximale Strecke bis zum von der Schusseintragsebene entferntesten Punkt

(vorgegeben durch den Aktor und die Aufhängung der Litze), sondern nach und nach, so dass sowohl der in dem Litzenauge geführte Kettfaden als auch die unmittelbar passierten Kettfäden mechanisch weniger beansprucht werden. Andererseits ist es auch möglich, dass einzelne Kettfäden in einer einzigen Bewegung in eine Position fahren, von der sie wieder in die andere Richtung für einen Fachwechsel bewegt werden.

Vorzugsweise ist die Steuervorrichtung derart eingerichtet, dass die

Geschwindigkeit der Positionierung der Litzenaugen in dem betreffenden Fach, also dem Ober- und dem Unterfach, variabel einstellbar ist. Hierbei kann die Geschwindigkeit des Litzenauges beispielsweise konstant, nicht konstant, veränderbar und/oder intermittierend einstellbar sein.

Teil der Erfindung ist auch eine Webmaschine mit einer Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung, wie sie oben beschrieben wurde. Weiterhin weist die erfindungsgemäße Webmaschine Schusseintragsmittel, z.B. Fadengreifer, sowie ein Webblatt auf, deren Antriebe von einer elektronische Steuerung angesteuert werden, wobei diese elektronische Steuerung vorzugsweise von der Steuervorrichtung zur Verarbeitung von das jeweilige Muster

berücksichtigenden Steuerdaten und zur Ansteuerung der Aktoren zum Bewegen der Litzen verschieden ist. Außerdem umfasst die Webmaschine vorzugsweise mindestens einen Kettbaum oder mindestens ein Gatter, eine Warenabzugseinrichtung sowie eine Warenwickeleinrichtung, beispielsweise ausgebildet als Warenbaum, deren Antriebe vorzugsweise von der besagten elektronischen Steuerung gesteuert werden.

Eine wie vorgenannte Aufteilung der Steuerungsaufgaben aller Elemente der Webmaschine auf einerseits eine Steuervorrichtung für die Verarbeitung von Steuerdaten sowie für die Ansteuerung der Aktoren (d.h. für die Steuerung der Einrichtung für die Jacquard-Fachbildung) und auf andererseits eine weitere elektronische Steuerung für zumindest die Schusseintragsmittel und das Webblatt (und vorzugsweise auch für die Kettfadenabwicklung, den Warenabzug und/oder die Warenaufwickelung) ist momentan im Stand der Technik gebräuchlich. Hierbei übermittelt die Vorrichtung zur Jacquard- Fachbildung Informationen zum Muster auch an die besagte weitere elektronische Steuerung.

Es ist aber auch möglich, eine gemeinsame Steuervorrichtung vorzusehen, welche sowohl für die Jacquard-Fachbildung als auch für die Steuerung der anderen für den weiteren webtechnischen Prozess notwendigen Mittel der Webmaschine zuständig ist. Vorzugsweise ist eine solche gemeinsame Steuervorrichtung nicht in der Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung integriert, sondern baulich demjenigen Teil der Webmaschine zugeordnet, der u.a. für den Schusseintrag und den Webblattanschlag zuständig ist. Die gemeinsame Steuerung verarbeitet also einerseits die Steuerdaten sowie erzeugt die Steuersignale für die Aktoren zum Bewegen der Litzen, andererseits übernimmt sie, wie gemäß dem Stand der Technik, die

Steuerung der Antriebe der Schusseintragsmittel und des Webblatts und ggf. die Ansteuerung der Antriebe für den Kettfadenabzug, den Warenabzug und/oder die Warenaufwickelung.

Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Fachbildung an einer

Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung, vorzugsweise einer Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung, wie sie oben beschrieben wurde. Das

erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber dem in der EP 1 867 765 B1 beschriebenen durch die Merkmale des unabhängigen

Verfahrensanspruchs aus. Die Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie vorteilhafte Weiterbildungen sind in den obigen

Ausführungen zur erfindungsgemäßen Vorrichtung schon beschrieben und deren Vorteile dargestellt. Ferner betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt, das

vorzugsweise auf einem von einem Computer nutzbaren Medium

gespeichert ist oder an einen Computer über eine Festleitung oder über Funk übermittelbar ist. Das Com puterprogramm produkt umfasst Steuerdaten entsprechend der obigen Ausführungen die, wenn sie von der

Steuervorrichtung der wie oben beschriebenen Vorrichtung zur Jacquard- Fachbildung gelesen werden, die Erzeugung der oben beschriebenen Steuersignale veranlassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht auf wesentliche Teile einer bekannten Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung;

Fig. 2 eine Vorderansicht wie in Figur 1 auf eine erfindungsgemäße

Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung;

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer Fachbildung;

Fig. 4 eine schematische Vorderansicht eines Ober- und Unterfachs bei einer bekannten Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung;

Fig. 5a-e verschiedene schematische Vorderansichten eines Ober- und

Unterfachs bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung; Fig. 6a-b eine schematische Vorderansicht auf ein bekanntes Webblatt mit Kettfäden (Schnitt entlang l-l der Fig. 6b) und eine entsprechende Seitenansicht; Fig. 7a-b eine schematische Vorderansicht auf ein Webblatt mit

Kettfäden (Schnitt entlang l-l der Fig. 7b) und eine entsprechende Seitenansicht bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung, und Fig. 8 eine schematische Seitenansicht einer Webmaschine mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung.

In der Fig. 1 ist äußerst schematisch eine bekannte Vorrichtung 2‘ zur Jacquard-Fachbildung in Vorderansicht dargestellt. Bei der Vorrichtung 2‘ sind mehrere nebeneinander positionierte und vertikal ausgerichtete Litzen 5 positioniert, die lediglich der Übersichtlichkeit halber mit großem Abstand zueinander dargestellt sind. Üblicherweise sind bei der bekannten

Vorrichtung 2‘ zur Jacquard-Fachbildung eine große Anzahl Litzen 5 vorgesehen. Jede Litze 5 weist ein Litzenauge 6 auf, durch das ein Kettfaden K gefädelt ist. Die Kettfäden K laufen in die Bildebene hinein, sind aber in Fig. 1 der Anschaulichkeit halber perspektivisch angedeutet. Durch eine reziproke Hin- und Herbewegung bzw. Auf- und Abbewegung in

Vertikalrichtung entlang einer Wegstrecke w werden die Litzenaugen 6 und damit die Kettfäden K ober- und unterhalb einer Schusseintragsebene 7 platziert (s. Doppelpfeil F1 ).

Die Litzenaugen 6 befinden sich bei einem Schusseintrag entweder oberhalb dieser Schusseintragsebene 7 im sogenannten Oberfach 8 oder unterhalb der Schusseintragsebene 7 im sogenannten Unterfach 9. Hierbei sind die Litzenaugen 6 und damit die Kettfäden K - soweit es die benachbarten Kettfäden K aufgrund der räumlichen Enge zulassen - in ihre maximal mögliche Position 8.a (höchste Position) bzw. 9.a (tiefste Position) gefahren. Diese maximal mögliche Position 8.a bzw. 9.a ist nicht für alle Kettfäden K erreichbar, da die Fadendichte üblicherweise so hoch ist, dass

nachkommende Kettfäden K nicht neben zuvor in das jeweilige Fach 8, 9 bewegte Kettfäden K platziert werden, sondern sich vor diese legen.

Sind alle Litzenaugen 6 an ihren jeweiligen Positionen 8.a bzw. 9.a in ihrem jeweiligen Ober- oder Unterfach 8, 9 (oder bedingt durch die Kettfadendichte nahe an diesen Positionen), so dass ein offenes Webfach, das auch

Offenfach genannt wird, vorliegt, kann ein Schussfaden (nicht dargestellt) entlang der Schusseintragsebene 7 durch das Offenfach eingetragen werden (s. Doppelpfeil F2). Es sind hierbei die bekannten Schusseintragstechniken einsetzbar, insbesondere die Greifer- oder die Luftwebtechnik.

Das untere Ende jeder Litze 5 ist vorliegend mittels eines

Verbindungselements 13, z.B. einem Draht, an einem Ende einer

Rückstellfeder 14 befestigt, während das andere Ende der Feder 14 an einer feststehenden Struktur 15 der Vorrichtung befestigt ist. Gemäß einer

Alternative ist auch ein positiv gesteuerter Flämisch anstelle von Federn 14 möglich. Das obere freie Ende jeder Litze 5 ist mit einer Schnur 12

verbunden, die jeweils auf eine Rolle 11 aufwickelbar bzw. von dieser abwickelbar ist. Hierzu ist jede Rolle 11 mit einem jeweiligen Aktor 10 verbunden, die üblicherweise als Servomotoren ausgebildet sind. Jeder Aktor 10 ist über eine Steuerleitung 21 mit einer zentralen Steuervorrichtung 20 verbunden, welche die Aktoren 10 ansteuert. Hierzu wertet die

Steuervorrichtung 20 ein vorgegebenes zu webendes Muster aus, das in einem elektronischen Speicher 25 abgelegt ist. In der EP 1 867 765 B1 sind Details für die Umsetzung der Ansteuerung der Litzen 5 ausgeführt, die vorzugsweise auch bei der vorliegenden Erfindung Anwendung finden können.

Die Kettfäden K verweilen in ihren Positionen 8.a oder 9.a (oder ihren diesen Positionen 8.a oder 9.a nahen Positionen), bis sie - bedingt durch das vorgegebene Muster - das Fach wechseln. Dabei wird ein Kettfaden K, welcher relativ früh beispielsweise in das Oberfach 8 bewegt wurde, von ebenfalls in das Oberfach 8 bewegten nachfolgenden Kettfäden K in dessen Nachbarschaft immer weiter in das Oberfach 8 gedrängt. Wird nun dieser Kettfaden K musterbedingt wieder im Unterfach 9 benötigt, muss er an den benachbarten, später in das Oberfach 8 gekommenen Kettfäden K vorbei. Hierdurch reiben diese Kettfäden K aneinander, wodurch sie sich gegenseitig beschädigen und als Folge beispielsweise aufspleißen können, so dass sie aneinander klammern.

In der Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 2 zur Jacquard- Fachbildung in der gleichen Ansicht wie in Fig. 1 dargestellt. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 sind das Oberfach 8 sowie das Unterfach 9 in mehrere definierte Positionierzonen eingeteilt, gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in jeweils drei Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3 im Oberfach 8 und drei Positionierzonen 9.1 , 9.2, 9.3 im Unterfach 9. Die

Steuervorrichtung 20 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 ist ausgebildet und eingerichtet, die Litzenaugen 6 vorliegend aller Litzen 5 individuell in den besagten Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3 und 9.1 , 9.2, 9.3 zu positionieren, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Zweck dieser Ausgestaltung ist es, die

mechanische Belastung der Kettfäden K zu reduzieren, da mittels der Erfindung die Kettfäden K so positioniert werden können, dass sie

vorausschauend bei vom Muster vorgegebenen Fachwechseln in die

Reibung zwischen den Kettfäden K reduzierende Positionen bewegt werden.

Wenn ein Kettfaden beispielsweise ganz oben bzw. unten in seinem jeweiligen Fach 8 bzw. 9 liegt, wird er vorzugsweise nicht erst unmittelbar bei einem Fachwechsel an seinen benachbarten Kettfäden vorbeigeführt.

Stattdessen kann dieser Kettfaden vorausschauend im jeweiligen Fach so positioniert werden, dass seine zukünftigen Bewegungen bzw. die

Relativbewegungen vorzugsweise aller nahe beieinander liegenden

Kettfäden und damit die Reibung zwischen den Kettfäden minimiert werden. Zur Umsetzung der Erfindung berechnet die Steuervorrichtung 20 die entsprechenden Steuerdaten unter Einbeziehung des vorgegebenen Musters und ggf. weiterer Parameter. Die Steuervorrichtung 20 erzeugt aus diesen Steuerdaten die Steuersignale, welche über die Steuerleitung 21 an den für die betreffende Litze 5 zuständigen Aktor 10 übermittelt werden.

Insbesondere kann die Verweilzeit eines Kettfadens im jeweiligen Fach 8 bzw. 9 herangezogen werden, die vom vorgegebenen Muster und der Maschinengeschwindigkeit abhängt. Ab einer bestimmten berechneten Verweilzeit oder ab einer bestimmten Anzahl von Schusseinträgen zwischen zwei Fachwechseln des entsprechenden Kettfadens wird dieser

beispielsweise in eine von der Schusseintragsebene 7 weit entfernte Position gefahren, insbesondere in die Positionierzone 8.1 im Oberfach 8 (bzw. in die Positionierzone 9.1 im Unterfach 9), um anderen Kettfäden K in dessen Nachbarschaft, die zeitlich vorher in das Unterfach 9 (bzw. ins Oberfach 8) wechseln, Platz zu machen.

Zusätzlich oder alternativ zu der besagten Verweilzeit oder der Anzahl der einzutragenden Schüsse während zweier Fachwechsel des besagten Litzenauges sind weitere Parameter bei der besagten Berechnung der Steuerdaten, aus denen dann die Steuersignale für die Aktoren 10 erzeugt werden, möglich. Beispielsweise kann die noch verbleibende Zeit und/oder die Anzahl der noch verbleibenden Schüsse berücksichtigt werden, bevor ein Litzenauge 6 das Fach wechselt.

Bevorzugt wird die Relativlage der mindestens einen anzusteuernden Litze 5 einerseits und der Litzen 5 bzw. deren Litzenaugen 6 in der Nachbarschaft dieser Litze 5 andererseits berücksichtigt. Die Relativlagen werden bei der Berechnung der Steuerdaten vorzugsweise für mehrere aufeinander folgende Schusseintragszyklen berücksichtigt. Hierbei werden vorzugsweise Steuerdaten für alle Litzen in der betrachteten Nachbarschaft berechnet und entsprechende Steuersignale erzeugt.

Vorteilhafterweise lassen sich die besagten Parameter an der

erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 seitens des Bedieners auswählen und entsprechende Vorgabewerte einstellen, beispielsweise an einer an dieser Vorrichtung 2 vorgesehenen Eingabeeinheit (nicht dargestellt).

In der Fig. 2 sind Litzenaugen 6 in den gemäß dem vorliegenden

Ausführungsbeispiel insgesamt sechs Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3, 9.1 , 9.2, 9.3 in jeweils individuellen Positionen beispielhaft dargestellt. Diese

Darstellung dient lediglich dem Zweck aufzuzeigen, dass die Litzenaugen 6 - insbesondere auf Grundlage des vorgegebenen Musters - während des Webprozesses in individuelle Positionen bewegt werden können, so dass die durch die Litzenaugen 6 geführten Kettfäden (in der Fig. 2 der

Übersichtlichkeit nicht mehr dargestellt) sowohl bei ihren Bewegungen in das jeweilige und aus dem jeweiligen Ober- bzw. Unterfach 8, 9 als auch bei der Bewegung innerhalb des jeweiligen Fachs 8, 9 nur sehr geringen

mechanischen Belastungen, insbesondere aufgrund von Reibung zwischen den Kettfäden K, ausgesetzt sind.

In der Fig. 3 ist eine Seitenansicht auf die ein Webfach Wf ausbildenden Kettfäden K und ein in bekannter Weise oszillierendes Webblatt 17

dargestellt. Die Litzen 5, die in der Fig. 3 nicht explizit dargestellt sind, bewegen sich generell in der Litzenebene 4. In dem durch die angehobenen und abgesenkten Kettfäden K gebildeten Webfach Wf wird ein Schussfaden S in der Schusseintragsebene 7 geführt. Das in Richtung F4 geschwenkte Webblatt 17 schlägt den Schussfaden S dann im sog. Bindepunkt 35 an die Kante des Gewebes G an, welches in Richtung des Pfeiles F3 abgezogen wird (s. auch Fig. 8). In der Fig. 3 sind diejenigen Kettfäden K, die im nächsten Schusseintragszyklus das Fach wechseln, gestrichelt

eingezeichnet. Diese Kettfäden sind, nach erfindungsgemäßer Berechnung der Steuerdaten und entsprechender Erzeugung der Steuersignale, zuvor innerhalb desselben Fachs oder schon beim Wechsel in dieses Fach in die dargestellte Position gebracht worden, damit sie einen reibungsarmen und schnellen Fachwechsel vornehmen können, ohne dass sie an anderen Kettfäden in dem jeweiligen Fach vorbei müssen.

In der Fig. 4 ist - wiederum sehr schematisch - ein Oberfach 8 und ein Unterfach 9 einer bekannten Vorrichtung 2 zur Jacquard-Fachbildung in Vorderansicht dargestellt, wobei hier lediglich exemplarisch mehrere

Kettfäden K eingezeichnet sind, nicht hingegen die zugehörigen Litzen 5 mit ihren Litzenaugen 6, durch welche die Kettfäden K gefädelt sind. Es versteht sich, dass die verschiedenen Positionen der Kettfäden K das Resultat der entsprechenden Ansteuerung der Litzen 5 (s. Fig. 1 ) sind. Insbesondere ist der Fig. 4 zu entnehmen, wie ein Kettfaden Ka (gestrichelte Füllung) durch später ins Oberfach 8 gewechselte Kettfäden K in eine hintere Position im Oberfach 8 gedrängt wurde, aus welcher dieser Kettfaden Ka im nächsten Schusseintragszyklus n - mehrere dieser Kettfäden K passieren muss, was zu unerwünschter Reibung zwischen diesen Kettfäden führt.

In den Fig. 5a - 5e sind vier verschiedene beispielhafte, voneinander unabhängige Szenarien für erfindungsgemäße individuelle Positionierungen von Litzenaugen 6 bzw. der durch sie hindurch geführten Kettfäden K1 , K2, K3, K4 dargestellt. Das Oberfach 8 und das Unterfach 9 weisen wiederum jeweils drei Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3 bzw. 9.1 , 9.2, 9.3 auf.

Kettfaden K1 in Fig. 5a ist im Schusseintragszyklus n-4 (also vier

Schusseintragszyklen vor einem Schusseintragszyklus n) vom Unterfach 9 ins Oberfach 8 gewechselt und zwar in die mittlere Positionierzone 8.2 der vorliegend wiederum drei Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3 im Oberfach 8. Erst vier Schusseintragszyklen später (Fig. 5e) steht für den Kettfaden K1 der nächste Fachwechsel an. Vorliegend wird der Kettfaden K1 - durch entsprechende Ansteuerung der zugehörigen Litze 5 - im nächsten Schusseintragszyklus n-3 (Fig. 5b) in die oberste Positionierzone 8.1 bewegt, verbleibt dort während des nachfolgenden Schusseintragszyklus n-2 (Fig.

5c), und wird dann im Schusseintragszyklus n-1 (Fig. 5d) in die der

Schusseintragsebene 7 nächstliegende Positionierzone 8.3 bewegt. Von dieser aus wechselt der Kettfaden K1 dann im Schusseintragszyklus n ins Unterfach 9 (Fig. 5e), dort der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

Für Kettfaden K2, der auch im Schusseintragszyklus n (Fig. 5e)

musterbedingt vom Oberfach 8 ins Unterfach 9 wechselt, ist ein alternativer Bewegungsablauf beispielhaft gezeigt. Kettfaden K2 befindet sich im

Schusseintragszyklus n-4 (Fig. 5a) schon in der Positionierzone 8.1 , wird im Schusseintragszyklus n-3 (Fig. 5b) von dort in die Positionierzone 8.2 bewegt und im Schusseintragszyklus n-2 (Fig. 5c) in die Positionierzone 8.3. Dort verbleibt der Kettfaden K2 im Schusseintragszyklus n-1 (Fig. 5d) und wechselt dann ins Unterfach 9 (dort der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt).

Kettfaden K3 fährt im Schusseintragszyklus n-4 (Fig. 5a) vom Oberfach 8 kommend in die obere Positionierzone 9.3 von den wiederum drei

Positionierzonen 9.1 , 9.2, 9.3 im Unterfach 9. Während des nächsten

Schusseintragszyklus n-3 (Fig. 5b) steht schon der Wechsel ins Oberfach 8 an, so dass der Kettfaden K3 vorteilhafterweise zwischen den beiden besagten Fachwechseln nahe der Schusseintragsebene 7, d.h. in der Positionierzone 9.3, bleibt (der Übersichtlichkeit halber ist der Kettfaden K3 dann nicht im Oberfach 8 dargestellt).

Im Falle von Kettfaden K4 verhält es sich ähnlich. Dieser bleibt lediglich einen Schusseintragszyklus, nämlich n-3 (Fig. 5b), länger im Unterfach 9 als Kettfaden K2. Da aber auch für Kettfaden K4 schon der nächste

Fachwechsel bevorsteht, bleibt auch K4 in der Positionierzone 9.2, ohne weiter von der Schusseintragsebene 7 fortbewegt zu werden (der Übersichtlichkeit halber ist der Kettfaden K4 dann nicht im Oberfach 8 dargestellt).

Auch wenn einige der mit Kreisen symbolisierten Litzenaugen im Ober- und Unterfach 8, 9 nicht streng auf die jeweiligen Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3 bzw. 9.1 , 9.2, 9.3 verteilt dargestellt sind (sondern den Grenzbereich zwischen jeweils zwei Positionierzonen schneiden), sind alle Litzenaugen vorteilhafterweise jeweils einer Positionierzone zugeordnet.

Anstelle von definierten, in der Steuervorrichtung 20 hinterlegten

Positionierzonen 8.1 , 8.2, 8.3, 9.1 , 9.2 und 9.3 können die Litzenaugen 6 stufenlos im Ober- und/oder Unterfach 8, 9 individuell positioniert werden.

Die Fig. 6a, die einen Schnitt durch l-l der Fig. 6b darstellt, zeigt in einer Vorderansicht einen Ausschnitt eines geschlossenen Webblatts 17 mit Webblattzähnen 18, zwischen denen jeweils eine Webblattlücke 19 ausgebildet ist. In der Fig. 6a und in der Seitenansicht der Fig. 6b dieser aus dem Stand der Technik bekannten Ausführung sind die Kettfäden im

Oberfach 8 mit dem Bezugszeichen K5 und die Kettfäden im Unterfach 9 mit dem Bezugszeichen K8 bezeichnet. Wie oben ausgeführt, werden bei der im Stand der Technik bekannten Führung die Kettfäden K5, K8 im Ober- und Unterfach 8, 9 je nach Reihenfolge ihres Eintreffens im jeweiligen Fach abgelegt. Je weniger Platz in der Webblattlücke 19, insbesondere

hervorgerufen bei einer hohen Anzahl von Kettfäden K5, K8 und/oder Kettfäden K5, K8 mit großem Querschnitt, umso mehr behindern sich diese Kettfäden K5, K8 beim Fachwechsel. Die Häufigkeit der Behinderungen steigt zudem, wenn Webfachwechsel oft durchgeführt werden und

insbesondere dann, wenn viele oder sogar alle Kettfäden K5, K8 innerhalb eines Webzyklus das Fach wechseln. Alle Litzenaugen 6 mit den

durchgefädelten Kettfäden K5 bzw. K8 laufen dann gleichzeitig los und behindern sich gegenseitig innerhalb der Webblattlücke 19. Insbesondere betroffen sind hierbei diejenigen Kettfäden K5 bzw. K8, die zu beiden Seiten benachbarte Kettfäden K5 bzw. K8 haben.

Um diesen Missstand zu beseitigen, wird gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung von der Steuervorrichtung 20 eine zeitliche Abfolge des

musterbedingten Webfachwechsels von Litzenaugen 6 und damit der durch diese Litzenaugen 6 gefädelten Kettfäden K5, K8, die in der gleichen Webblattlücke 19 laufen, veranlasst. Hierzu werden die Kettfäden während eines Schusseintragszyklus vorbereitend in verschiedenen Positionierzonen in das oder im Oberfach 8 bzw. Unterfach 9 bewegt, beispielsweise in einer Anordnung entsprechend der Fig. 7a in einer aufsteigenden bzw.

absteigenden Reihenfolge. Es können hierzu zwei, drei oder noch mehr Positionierzonen definiert werden (beispielhaft sind vier Positionierzonen mit gestrichelten Querlinien dargestellt). Gemäß dem dargestellten

Ausführungsbeispiel wechseln dann im nächsten Schusseintragszyklus diejenigen zwei Kettfäden K5 und K8, die sich im Wesentlichen

gegenüberliegen und deren jeweils benachbarte Kettfäden ober- bzw.

unterhalb von ihnen liegen, zuerst das Webfach. Bei diesem jeweiligen Webfachwechsel müssen diese beiden Kettfäden K5, K8 nur sich

gegenseitig passieren, nicht jedoch noch weitere Kettfäden, so dass die auftretende Reibung gering ist. Danach wechseln die Kettfäden K6 und K7 das Fach, usw. Insgesamt ergibt sich somit das Bild, dass die Kettfäden einer Webblattlücke 19 während eines Schusseintragszyklus in

verschiedenen Positionierzonen liegen und sich bei einem Fachwechsel im nächsten Schusseintragszyklus nicht gleichzeitig, sondern nacheinander kreuzen. Vorliegend kreuzen sich zuerst die Kettfäden K5 und K8, dann die Kettfäden K6 und K7, usw. Diese Führung der Kettfäden mittels der in der Litzenebene 4 oszillierenden Litzen 5 bzw. deren Litzenaugen 6 (der Übersichtlichkeit selbst nicht in den Fig. 7a, 7b dargestellt), die durch die Steuervorrichtung 20 angesteuert werden, bietet sich insbesondere bei hohen Fadendichten und/oder häufigen Fachwechseln von Gruppen von Kettfäden an. Die zuvor beschriebene Ausgestaltung ist ein Beispiel für die Berücksichtigung der Positionierung von Litzenaugen 6 vor einem

musterbedingten Fachwechsel (oder auch Nicht-Fachwechsel) von

Litzenaugen 6 in Nachbarschaft zu jeweils anzusteuernden Litzen 5 zur Vorbereitung der Litzen-Bewegungen im jeweils nächsten

Schusseintragszyklus, wobei diese Information als Parameter in die

Verarbeitung der Steuerdaten zur musterbedingten Bewegung bzw.

Positionierung der Litzenaugen einfließt.

Alternativ oder zusätzlich werden mindestens zwei benachbarte Litzenaugen 6, vorzugsweise alle Litzenaugen 6, mit den darin laufenden Kettfäden K in eine gewünschte Relativlage am Ende eines Schusseintragszyklus, also bei Fachschluss, gebracht, um dann in einer vorteilhaften, d.h. wenig Reibung verursachenden, Position für ihre Bewegungen im nächsten

Schusseintragszyklus zu sein. Die Relativlage bei geschlossenem Fach (als Parameter, der in die Steuerdaten einfließt) berücksichtigt, dass nicht alle Kettfäden perfekt nebeneinander liegen, sondern es einen leichten

Höhenversatz von benachbarten Kettfäden mit ggf. einer teilweisen

Überlappung geben kann, so dass nicht-erfindungsgemäße Bewegungen der Kettfäden zu erhöhter Reibung zwischen ihnen führen kann.

Figur 8 zeigt eine schematische Seitenansicht einer möglichen

Ausführungsform einer Webmaschine 1 , in welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 zur Jacquard-Fachbildung integriert ist. Die Kettfäden K werden in üblicher weise von einem Kettbaum 30 zum Zuführen von

Kettfäden K abgewickelt und in Kettrichtung KR (siehe Pfeil)

aufeinanderfolgend über ein Umlenkelement 31 , einen Streichbaum 32 sowie einen Kettfadenwächter 33 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zur Jacquard-Fachbildung mit oszillierend und gegenläufig zueinander bewegbaren Litzen 5 geführt, um das Webfach Wf auszubilden. Als

Schusseintragsmittel ist ein Fadengreifer 34 angedeutet; bei einer Alternative wird der Schusseintrag mittels Luftdüsen, Wasser oder Schützen realisiert. Weiterhin weist die Webmaschine 1 ein Webblatt 17 auf, mittels welchem ein eingetragener Schussfaden an den Bindepunkt 35 des bereits entstandenen Gewebes G angeschlagen werden kann. Das fertige Gewebe G wird an dem dem Kettbaum 30 gegenüberliegenden Ende der Webmaschine 1 mittels einer vorliegend als Abzugswalze ausgebildeten Warenabzugsvorrichtung 36 abgezogen und auf einen Warenbaum 37 aufgewickelt. Vorliegend sind im Bereich der Warenabzugsvorrichtung 36 bzw. des Warenbaums 37 noch mehrere Umlenk- und Druckwalzen 38 ersichtlich.

Bei nicht dargestellten alternativen Ausführungsformen wird anstatt eines Kettbaums 30 (oder mehreren Kettbäumen 30) mindestens ein Gatter verwendet, bei dem die Kettfäden K von Spulen abgewickelt werden.

Alternativ zu einem Warenbaum 37 kann das Gewebe G beispielsweise auf einem Steigdockenwickler aufgewickelt werden. Es ist ebenfalls möglich, dass das Gewebe G nicht aufgewickelt wird, sondern horizontal abgezogen; dieses Verfahren wird bevorzugt bei 3D-Geweben eingesetzt.

Gemäß der vorliegenden Darstellung weist die Webmaschine 1 weiterhin einen Antrieb 39a für den Kettbaum 30 zum gezielten Kettablass sowie einen weiteren Antrieb 39c zum gesteuerten Antrieb der Warenabzugsvorrichtung 36 auf, wobei gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Antrieb 39c auch den Warenbaum 37 antreibt. Das Webblatt 17 ist ebenfalls mit einem Antrieb 39b verbunden, der vorliegend auch den Fadengreifer 34 antreibt.

Weiterhin weist die Webmaschine 1 die oben schon genannte

Steuervorrichtung 20 auf, welche zur Vorrichtung 2 zur Jacquard- Fachbildung gehört und welche mit dem elektronischen Speicher 25 und einem Dateneingang 26 (s. unten) verbunden ist. Die Steuervorrichtung 20 steuert die Aktoren 10 an (es sind beispielhaft zwei Aktoren 10 dargestellt), welche die Litzen 5 auf und nieder bewegen. Außerdem umfasst die Webmaschine 1 eine elektronische Steuerung 40, mittels welcher ggf. zusätzlich Sensordaten erfasst werden können

(dargestellt ist beispielhaft eine Leitung zum Kettfadenwächter 33) und insbesondere die Antriebe 39a bis 39c angesteuert werden (s. die gestrichelt dargestellten Leitungen), um den störungsfreien Betrieb der Webmaschine 1 zu gewährleisten und die Herstellung eines gleichmäßigen Gewebes G zu ermöglichen.

Die Steuervorrichtung 20 und die elektronische Steuerung 40 sind mittels einer strichpunktiert dargestellten Signalleitung 28 verbunden, mittels welcher die Steuervorrichtung 20 Informationen zum Muster an die elektronische Steuerung 40 übermittelt. Diese steuert dementsprechend insbesondere den oder die Fadengreifer 34 sowie weitere für den

Schusseintrag erforderliche Mittel, um dem Muster entsprechende

Schussfäden einzutragen.

Gemäß einer nicht dargestellten Alternative können die Steuervorrichtung 20 und die elektronische Steuerung 40 auch in einer gemeinsamen Steuerung vorgesehen sein. Hierbei ist vorzugsweise die Steuervorrichtung 20 in der elektronischen Steuerung 40 integriert. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass Kunden nur über eine Schnittstelle (Eingabevorrichtung) die

Webmaschine 1 bedienen müssen. Es können dann z.B. gespeicherte Webartikeldaten einschließlich musterbedingter Daten der Einrichtung 2 zur Jacquard-Fachbildung beim erneuten Auflegen eines Webartikels über diese Schnittstelle in die gemeinsame Steuerung der Webmaschine eingespielt werden.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist die Steuervorrichtung 20 auch zum Analysieren des vorgegebenen Musters und zum Berechnen der besagten Steuerdaten unter Berücksichtigung des vorgegebenen

Musters ausgebildet. Die Steuervorrichtung 20 ist hierbei in der Lage, das der Vorrichtung 2 zur Jacquard-Fachbildung vorgegebene Muster, welches beispielsweise über einen elektronischen Dateneingang 26 in den Speicher 25 eingespeist wird (mittels z.B. USB-Speicher, Festleitung oder

Funkübertragung), selbst zu analysieren und die besagten Steuerdaten zu berechnen, welche dann zum Erzeugen der besagten Steuersignale für die Aktoren 10 verwendet werden.

Alternativ - oder auch zusätzlich - weist die Vorrichtung 2 zur Jacquard- Fachbildung einen Eingang für die Steuerdaten auf, der identisch mit dem oben genannten Dateneingang 26 sein kann. Dementsprechend ist über diesen Dateneingang 26 zumindest ein Teil der Steuerdaten, vorzugsweise alle Steuerdaten, von außen an die Steuereinrichtung 20 übermittelbar. Der Dateneingang 26 ist entsprechend dem oben Gesagten beispielsweise eine USB-Schnittstelle, eine Festleitung oder ein Funkempfänger. Mittels dieser Ausgestaltung können beispielsweise auf einem externen Computer anhand eines vorgegebenen Musters die Steuerdaten berechnet werden, welche dann über den Dateneingang 26 an die Steuervorrichtung 20 übermittelt und von dieser zur Erzeugung der Steuersignale zur Ansteuerung der Aktoren 10 verarbeitet werden. Vorzugsweise werden nicht nur eine oder mehrere Litzen, sondern alle Litzen erfindungsgemäß angesteuert und in individuelle Positionen verfahren, um insbesondere die mechanischen Belastungen der Kettfäden zu reduzieren und somit eine höhere Qualität des Weberzeugnisses zu erhalten.

Bezugszeichenliste

I Webmaschine

2 Vorrichtung zur Jacquard-Fachbildung

4 Litzenebene

5 Litze

6 Litzenauge

7 Schusseintragsebene

8 Oberfach

8.a höchste Position des Litzenauges

8.1 1. Positionierzone im Oberfach

8.2 2. Positionierzone im Oberfach

8.3 3. Positionierzone im Oberfach

9 Unterfach

9.a tiefste Position des Litzenauges

9.1 1. Positionierzone im Unterfach

9.2 2. Positionierzone im Unterfach

9.3 3. Positionierzone im Unterfach

10 Aktor

II Rolle

12 Schnur

13 Verbindungselement

14 Rückstellfeder

15 feststehende Struktur

17 Webblatt

18 Webblattzahn

19 Webblattlücke

20 Steuervorrichtung

21 Steuerleitung

25 elektronischer Speicher mit vorgegebenem Muster

26 Dateneingang 28 Signalleitung

30 Kettbaum

31 Umlenkelement

32 Streichbaum

33 Kettfadenwächter

34 Fadengreifer

35 Bindepunkt

36 Warenabzugsvorrichtung

37 Warenbaum

38 Umlenk- und Druckwalzen

39a-e Antriebe

40 elektronische Steuerung

K Kettfäden

Ka Kettfaden

K1 -K8 Kettfäden

S Schussfaden

w Wegstrecke

Wf Webfach

G Gewebe

F1 Litzenbewegung

F2 Schussfadeneintrag

F3 Abzugsrichtung des Gewebes

F4 Schwenkrichtung des Webblatts

KR Kettrichtung