THIES, Jörg Christian (Am Telgenkamp 12, Dissen, 49201, DE)
| Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines Beutels aus Papier sowie Papierbeutel
Patentansprüche
1. Beutelmaschine zur Herstellung von Beuteln aus Papiermatehal, umfassend:
- eine Abwickeleinrichtung zur Abwicklung und Zuführung eines Bahnmateri- als aus Papier in einer Transportrichtung (x),
- eine Vorrichtung zur Erzeugung von Schwächungslinien, die einen Verlauf aufweisen, bei dem Teile dieser Schwächungslinien in der Richtung (x) zueinander versetzt sind, so dass sich eine erste Wand des fertigen Beutels in zumindest einer Lasche fortsetzt, die über die zweite Wand hinaus reicht,
- eine Schlauchbildungseinrichtung zur Bildung eines Schlauches, in der die Seitenbereiche der Bahn unter Ausbildung eines überlappungsbereiches umschlagbar und miteinander verbindbar sind,
- eine Trenneinrichtung zur Abtrennung von Schlauchabschnitten entlang der Schwächungslinien von dem Schlauch,
- eine Bodenbildungseinrichtung, in welcher Bereiche des voraus laufenden Endes des Schlauchabschnitts umfaltbar und auf einer Außenwandung des Schlauchabschnitts befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen auf das Papiermaterial vorgesehen ist, mit welcher jeweils eine Klebemittelfläche auf einen Bereich des Papiermaterials aufbringbar ist, welcher beim fertigen Beutel die der zweiten Wand zugewandte Seite der Lasche darstellt.
2. Beutelmaschine nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung von Seitenfaltenbeuteln die Klebemittelfläche mittels der Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen auf den Bereich der Lasche aufbringbar ist, welcher nicht durch die Seitenfalten bedeckt ist.
3. Beutelmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelfläche der Schlauchbildungseinrichtung vorgeordnet ist.
4. Beutelmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelfläche der Vorrichtung zur Erzeugung von Schwächungslinien nachgeordnet ist.
5. Beutelmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelflächen im Bereich der Längs- klebeeinrichtung, welche der Schlauchbildungseinrichtung vorgeordnet ist, angeordnet ist.
6. Beutelmaschine nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelfläche mit dem Schneid- und/oder Perforationswerkzeug der Vorrichtung zur Erzeugung von Schwächungslinien synchronisiert ist.
7. Beutelmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelflächen aus einem beidseitig klebenden Materialstücken bestehen, dessen eine Seite mit einem Deckblatt abgedeckt ist.
8. Beutelmaschine nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung von Klebern ittelflächen quer zur Transportrichtung des Bahnmaterials oder der Beutel verschiebbar ist.
9. Beutelmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen eine Abrolleinrichtung umfasst, in welche eine Rolle mit einem Band, auf welches Klebemitteletiketten aufgebracht sind, einsetzbar ist.
10. Verfahren zur Herstellung von Beuteln aus Papiermaterial, bei mindestens den folgenden Schritten:
- Abwicklung eines Bahnmaterials aus Papier und Zuführung dieses Materials in einer Transportrichtung (x),
- Einprägen von Schwächungslinien, die einen Verlauf aufweisen, bei dem Teile dieser Schwächungslinien in der Richtung (x) zueinander versetzt sind, so dass sich eine erste Wand des fertigen Beutels in zumindest einer Lasche fortsetzt, die über die zweite Wand hinaus reicht,
- Bilden eines Schlauches, wobei die Seitenbereiche der Bahn unter Ausbildung eines überlappungsbereiches umgeschlagen und miteinander verbunden werden,
- Abtrennen von Schlauchabschnitten entlang der Schwächungslinien von dem Schlauch,
- Bilden eines Bodens, wobei das voraus laufende Ende des Schlauchabschnitts umgefaltet und auf einer Außenwandung des Schlauchabschnitts befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
Klebemittelflächen auf das Papiermaterial aufgebracht werden, wobei jeweils eine Klebemittelfläche auf einen Bereich des Papiermaterials aufgebracht wird, welcher beim fertigen Beutel die der anderen Wandung zugewandte Seite der Lasche darstellt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung von Seitenfaltenbeuteln die Klebern ittelfläche auf den Bereich der Lasche aufgebracht, welcher nicht durch die Seitenfalten bedeckt ist. |
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines Beutels aus Papier sowie Papierbeutel
Die Erfindung betrifft eine Beutelmaschine zur Herstellung von Beuteln aus Papiermatehal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Herstellung von Beuteln aus Papiermaterial nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
Derartige Beutelmaschinen sind seit Längerem bekannt. Die Offenlegungsschrift DE 35 29 746 A1 gibt einen guten überblick über eine solche Maschine. Auch das Herstellungsverfahren für Papierbeutel ist hier beschrieben.
Beutelmaschinen umfassen in der Regel zunächst eine Abwickeleinrichtung, in der bahnförmiges Papiermaterial abgezogen wird. Das Material wird dann in einer Transportrichtung der eigentlichen Beutelmaschine zugeführt. In einem ersten Bearbeitungsschritt, der in einer entsprechenden Station durchgeführt wird, wird das Bahnmaterial mit Querperforationen oder Querschnitten versehen, so dass Schwächungslinien entstehen. Hierzu ist in der Regel ein Schneid- und/oder Perforationswerkzeug auf einer rotierenden Welle aufgebracht. Dieses Werkzeug taucht in das bahnförmige Material, welches über eine Gegenwalze läuft, ein, wobei die Schwächungslinien entstehen. Entlang dieser Schwächungslinien lässt sich das Papiermaterial in Abschnitte trennen. Der Abstand zweier Schwächungslinien legt also die Länge des Beutels fest. Das Trennen in Abschnitte erfolgt in der Regel nach dem Durchlaufen einer Schlauchbildungsstation, in welcher die Seitenbereiche des bahnförmigen Papiermaterials unter Ausbildung eines überlappungsbereiches
umgeschlagen und in welcher die sich zugewandten Seiten des überlappungsbereiches miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Auftragen eines geeigneten Papierleims. Die auf diese Weise gebildete Längsnaht umfassende Wand des Schlauchmaterials wird in der Regel als obere Wand des Schlauches beziehungsweise des Schlauchabschnitts bezeichnet. Entsprechend wird die andere Wand als untere Wand bezeichnet. Weiterhin ist es möglich, Seitenfalten in den Schlauch einzulegen. Die Seitenfaltenbildung erfolgt bevorzugt zusammen mit der eigentlichen Schlauchbildung. Vor dem Zusammenlegen zum Schlauch muss für eine dauerhafte Verbindung der spätere überlappungsbereich mit Klebstoff, beispielsweise Stärkeleim, belegt werden.
Wurde ein Schlauch gebildet, so wird folglich der Schlauch in der Trenneinrichtung entlang der Schwächungslinien zu Schlauchabschnitten vereinzelt.
Eine einzelne Schwächungslinie kann lediglich Perforationen aufweisen, sie kann aber gemäß der eingangs erwähnten DE 35 29 746 A1 auch Glattschnitte umfassen. Eine Schwächungslinie umfasst dabei im Regelfall mehrere Abschnitte, die in Transportrichtung gesehen verschiedene Positionen einnehmen, also gegeneinander versetzt sind. Der Verlauf der Schwächungslinie ist dabei so gewählt, dass das voraus laufende Ende der unteren Wand das voraus laufende Ende der oberen Wand überragt. Auf diese Weise ist es möglich, im weiteren Verarbeitungsprozess die untere Wand auf die obere Wand umzufalten, so dass die Innenseite der unteren Wand auf der Außenseite der oberen Wand zu liegen kommt. Zur eigentlichen Bodenbildung wird der umzufaltende Teil vor der Faltung mit Leim versehen. Beim nachlaufenden, im späteren Beutel offenen Ende überragt die obere Wand dann die untere Wand. Bei bestimmten Beuteln wird jedoch vor oder während des Vereinzelungsvorgangs zu einzelnen Schlauchabschnitten zusätzlich noch ein Abschnitt der oberen Wand entfernt, so dass auch beim nachlaufenden Ende die untere Wand die obere Wand überragt. Der die andere Wand überragende Teil der einen Wand wird als Lasche bezeichnet. Im Oberbegriff des Anspruchs 1 wird die Wand, deren nachlaufendes Ende die Lasche
aufweist, als erste Wand bezeichnet, wobei dies unabhängig davon gelten soll, ob die Wand die obere oder die untere Wand ist.
Auf die beschriebene Weise werden Beutel für zahlreiche Anwendungen hergestellt. Wird ein zu transportierendes Gut in die Beutel eingefüllt, so wird ein solcher Beutel in der Regel verschlossen. Häufig wird nach dem Befüllen das obere Ende oft einfach umgeschlagen, mehrfach umgeschlagen oder gerollt. Um ein selbstständiges Rückstellen dieser Faltungen zu vermeiden, werden diese Faltungen oft mit einem Klebefilmstreifen gesichert, der händisch aufgebracht wird. Man hat erkannt, dass Klebefilmstreifen oft nicht zur Hand sind, wenn sie benötigt werden. Es sind daher Beutel bekannt, auf denen eine Klebemittelfläche bereits beim Herstellungsprozess auf eine Außenwand aufgebracht wurde. Um einen solchen Beutel sicher zu verschließen, muss nur die die Klebemittelfläche schützende Schutzschicht, beispielsweise ein beschichtetes und daher wenig haftendes Papierstück, abgezogen werden und das offene Ende des Beutels einmal umgeschlagen werden, so dass die Außenwand anschließend auf sich selbst aufliegt oder die Lasche auf der Klebemittelfläche aufliegt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Ende des Beutels die Klebemittelfläche gerade genau überdeckt. Ist das Ende zu kurz umgefaltet worden, sind Bereiche der Klebemittelfläche nicht abgedeckt. Ist das Ende hingegen zu weit umgefaltet worden, wird das Ende selbst nicht fixiert. Daher kann der Beutel ungewollt wieder geöffnet werden, wenn er beispielsweise an anderen Gegenständen hängen bleibt.
Soll der Beutel also korrekt verschlossen werden, so ergibt sich im Wesentlichen nur ein einziges Format des verschlossenen Beutels. Dies ist allerdings häufig unerwünscht, wenn der Beutel nur zum Teil gefüllt ist. In diesem Fall ist es also gewünscht, das Ende soweit umlegen zu können, dass das Format des befüllten Beutels nicht größer als notwendig ist. Dies ist allerdings mit Beuteln des Standes der Technik nicht möglich, wenn diese die Möglichkeit bieten sollen, sicher verschlossen zu werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Beutelmaschine und ein Verfahren zur Herstellung von Beuteln vorzuschlagen, so dass die Beutel die genannten Nachteile nicht mehr aufweisen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
Gemäß dieser Lösung ist in der Beutelmaschine eine Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen auf das Papiermaterial vorgesehen, mit welcher jeweils eine Klebemittelfläche auf einen Bereich des Papiermaterials aufbringbar ist, welcher beim fertigen Beutel die der anderen Wand zugewandte Seite der Lasche ist. Mit anderen Worten wird die Klebemittelfläche auf der Seite der Lasche aufgebracht, die die Verlängerung der Innenseite der Wand darstellt.
Mit dieser Maßnahme kann also die Klebemittelfläche direkt an dem offenen Ende angeordnet werden. Im Idealfall stößt ein Rand der Klebemittelfläche direkt an die Schnitt- oder Perforationskante des Beutels.
Somit kann das offene Ende des Beutels nunmehr in beliebiger Länge umgelegt und gleichzeitig noch sicher verschlossen werden. Mit solchen Beuteln werden also die Nachteile der Beutel des Standes der Technik überwunden.
Die Klebemittelfläche kann auf verschiedene Arten erzeugt werden. Es bietet sich an, so genannte Etiketten auf das Papiermaterial aufzubringen, welche ein beidseitig mit einer Klebeschicht versehenes Trägermaterial umfassen. Mit der ersten Seite lässt sich diese Klebeschicht auf dem Papiermaterial fixieren, während die zweite Schicht durch ein Schutzblatt abgedeckt ist, welches unmittelbar vor Gebrauch abgezogen wird.
Die Klebemittelfläche kann jedoch auch durch direktes Aufbringen eines Klebstoffes erzeugt werden. Dieses Aufbringen kann durch Aufspritzen eines
geeigneten Klebstoffes erfolgen. Dieser Kleber sollte natürlich dauerhaftend sein. Bis zum Gebrauch muss daher der Kleber ebenfalls durch ein Schutzblatt abgedeckt sein, welches nach dem Aufbringen der Klebstoffschicht appliziert werden muss.
Mit der eingangs beschriebenen Vorrichtung ist es, wie bereits angedeutet wurde, möglich, anstelle von Flachbeuteln auch Seitenfaltenbeutel zu produzieren. In diesem Fall wird die Klebemittelfläche bevorzugt in dem Bereich der Lasche aufgebracht, der nicht durch die Seitenfalten bedeckt ist. Dies ist also der von Seitenfalten freie Teil der Lasche. Bei gegebener Klebemittelflächengröße kann aber umgekehrt die Perforationskontur so gestaltet werden, dass sich im Bereich der Klebemittelfläche keine Seitenfalte befindet. Die Möglichkeit, die Klebemittelfläche auch auf den durch die Seitenfalten bedeckten Teil auszudehnen, ist jedoch ebenfalls realisierbar und nicht nachteilig. Es können dabei auch die Seitenfalten fixiert werden, was dem Beutelverschluss zusätzliche Haltbarkeit verleiht.
Die Anbringung der Klebemittelflächen kann grundsätzlich nach verschiedenen Herstellungsphasen des Beutels erfolgen. Lediglich nach der Schlauchbildung und vor der Vereinzelung des Schlauches zu Schlauchabschnitten ist das Aufbringen der Klebemittelflächen auf der Innenseite einer der beiden Wände nicht oder nur durch weitere konstruktive Elemente möglich. Während oder nach den nachfolgenden Herstellungsphasen und in den zugehörigen Bearbeitungsstationen ist das Aufbringen der Klebemittelflächen denkbar: - Vereinzelung zu Schlauchabschnitten,
- Vorbruch der Bodenfalzung
- Leimauftrag für die Bodenleimung
- Faltung des Bodens.
Diese Auflistung ist nicht abschließend. Von besonders großem Vorteil ist es allerdings, die Aufbringung der Klebemittelfläche vor der Schlauchbildung durchzuführen. Die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelfläche ist also in einer vorteilhaften Ausführungsform der Schlauchbildungseinrichtung vorgeordnet. Vor der Schlauchbildung liegt das Papiermaterial noch als Bahn
vor, so dass sämtliche Bereiche dieser Bahn noch erreichbar sind. Insbesondere ist die gesamte Fläche erreichbar, die später die Innenseiten der Beutelwände bildet. Insbesondere wenn die vorliegende Bahn mit der späteren Außenseite der Beutel auf einer Fläche, beispielsweise die Umfangsfläche einer Führungswalze, aufliegt, kann die Klebemittelfläche sehr einfach auf die spätere Innenseite platziert werden. Auch ist die Position der Klebemittelflächen noch frei wählbar, da keine geometrischen Einschränkungen vorliegen. Insbesondere kann die Position quer zur Bahntransportrichtung variiert werden. Diese Variation ist vor allem dann wichtig, wenn Beutel produziert werden sollen, bei denen, wie eingangs beschrieben, die untere Wand sowohl am voraus laufenden als auch am nachlaufenden Ende die obere Wand überragt.
Ein besonderes Merkmal bei der genannten Anordnung und Vorgehensweise, also der Aufbringung der Klebemittelfläche vor der Schlauchbildung, ist, dass die Klebemittelflächen vor der Vereinzelung des Schlauches zu Schlauchabschnitten innerhalb des Schlauches angeordnet sind.
Während der Einbringung der Schwächungslinien läuft die Bahn auf einer Walze, die einem Schneid- und/oder Perforationsmesser als Gegenlage dient. Daher ist es denkbar, während der Einbringung der Schwächungslinie auch die Klebemittelfläche aufzutragen.
Vorteilhaft ist es allerdings, die Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelflächen der Vorrichtung zur Einbringung der Schwächungslinie nachzuordnen. An einer solchen Stelle kann Anordnung einer Einrichtung zur Aufbringung der Klebemittelflächen optional erfolgen, also nur wenn der Bedarf für eine solche Einrichtung besteht. Dies kann auch nachträglich erfolgen. Insbesondere ist hier die genannte Einrichtung sehr einfach zu erreichen und daher sehr wartungsfreundlich.
Im Vorfeld der Schlauchbildung durchläuft das bahnförmige Papiermaterial eine Leimauftragseinrichtung, mit der eine Leimspur auf den späteren überdeckungsbereich aufgetragen wird. Dabei läuft das Material über eine Walze, die die Gegenlage für den Leimauftrag darstellt. Hier kann auch die
Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen vorgesehen sein, die ebenfalls die Walze als Gegenlage nutzt. Daher ist es von besonderem Vorteil, die Einrichtung an dieser Stelle vorzusehen.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet, dass die Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen mit dem der Vorrichtung zur Erzeugung der von Schwächungslinien synchronisiert ist. Dabei wird bei der Einbringung einer Schwächungslinie ein Startimpuls erzeugt. In Abhängigkeit von der Maschinengeschwindigkeit und der Entfernung der Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen von der Position, an der die Schwächungslinie eingebracht wird, errechnet eine Steuereinrichtung den Zeitpunkt, zu dem Das Aufbringen der Klebemittelschicht gestartet und/oder beendet werden muss. Im Bedarfsfall ist auch die Größe der Klebemittelschicht zu berücksichtigen, beispielsweise wenn so genannte Etiketten verwendet werden sollen.
In weiterer Ausgestaltung der Beutelmaschine sind zumindest Teile der Einrichtung zur Aufbringung von Klebemittelflächen querverschieblich. Dazu können zwei Führungen quer zur Transportrichtung der Bahn vorgesehen sein. Zur Bewegung kann eine motorisch angetriebene Spindel-Mutter-Kombination vorgesehen sein.
Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung und den Ansprüchen hervor. Die einzelnen Figuren zeigen:
Fig. 1 Draufsicht auf das bahnförmige Papiermaterial vor der
Schlauchbildung
Fig. 2 Draufsicht bei der Schlauchbildung Fig. 3 Draufsicht auf einen fertigen Beutel Fig. 4 Ansicht eines fertigen Beutels von unten Fig. 5 Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Beutelmaschine
Fig. 1 zeigt bahnförmiges Papiermaterial 1 vor der eigentlichen Schlauchbildung, welches in Transportrichtung x durch die Beutelmaschine geführt wird. In dieses Papiermaterial 1 sind bereits Perforationen 2 eingebracht worden, die im Wesentlichen quer zur Transportrichtung x verlaufen. Man erkennt, dass Abschnitte der Perforationen in Transportrichtung x an verschiedenen Positionen angeordnet sind. So ist der Abschnitt 2a gegenüber den Abschnitten 2b in Transportrichtung verschoben. Die in Längsrichtung verlaufenden Linien zeigen die Längsfalzkanten 3 an. In der Figur ist erkennbar, dass der Versatz der Abschnitte 2a und 2b im Bereich dieser Falzkanten erfolgt. Punktiert dargestellt sind noch die Falzlinien 4, um die das bahnförmige Material bei der Schlauchbildung gefaltet wird, wenn Seitenfaltenbeutel produziert werden sollen.
Die Fläche 5 bezeichnet die Innenseite 5 der unteren Wand. Die Flächen 6a und 6b stellen nach der Schlauchbildung die Innenseite der oberen Wand dar,
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind auf der Fläche 6a Klebemittelflächen 7 gezeigt. Die Klebemittelflächen 7 sind dabei so auf dem Papiermaterial angebracht, dass sie in Transportrichtung x gesehen vollständig vor dem
Perforationsabschnitt 2b liegen. Es sollte zwischen dem Klebemittelfläche 7 und dem Abschnitt 2b allerdings auch nur relativ wenig Fläche sein, so dass
Klebemittelfläche 7 und Abschnitt 2b aneinander grenzen. Eine
Klebemittelfläche 7 kann zusätzlich oder alternativ auf der Fläche 6b angeordnet sein. Der Doppelpfeil y deutet an, dass die Klebemittelfläche bei
Bedarf quer zur Transportrichtung x verschiebbar und damit an beliebigen Stellen anordenbar ist.
Die Figur 2 zeigt den Schlauchbildungsvorgang. Mittels geeigneter Führungselemente in der Beutelmaschine, beispielsweise mittels entsprechend gebogener Führungsbleche wird das bahnförmige Papiermaterial 1 umgeschlagen. Dazu werden die Bahnkanten 8a, 8b von den Führungselementen derart geführt, dass sie auf die Fläche 5 gelegt werden, wobei Faltungen entlang der Längsfalzkanten 3 entstehen. Das bedarfsweise Einlegen von Seitenfalten ist dem Fachmann bekannt und wird daher hier nicht näher beschrieben.
Bei dem Umschlagen wird die Bahnkante 8b zuerst umgelegt, gefolgt von der Bahnkante 8a, so dass die Kante 8a nach erfolgter Schlauchbildung sichtbar bleibt. Denkbar ist es aber auch, dass zuerst die Kante 8a und anschließend die Kante 8b umgelegt wird. Bei der Draufsicht auf den soeben gebildeten Schlauch 9 fällt auf, dass der Perforationsabschnitt 2b sichtbar ist, da dieser in die nun oben liegende Wand eingebracht ist. An dieser oben liegenden Wand befindet sich nun auch die Klebemittelfläche 7. Da sie sich aber im Schlauchinneren befindet und in der Draufsicht nicht sichtbar ist, ist sie in der Figur 2 punktiert dargestellt. Der Perforationsabschnitt 2a ist nun ebenfalls nicht sichtbar, da die Fläche 5, in der sie eingebracht ist, nun durch die Flächen 6a und 6b bedeckt, so dass der Abschnitt 2a ebenfalls punktiert dargestellt ist. Aus der Figur 2 wird deutlich, dass vorteilhafterweise die Erstreckung der Klebemittelfläche 7 in Transportrichtung x maximal gleich der Differenz der Positionen der Abschnitte 2a und 2b ist. Auf diese Weise ist die Klebemittelfläche auf den Bereich der Lasche 10 beschränkt, was in den Figuren 3 und 4 deutlich wird.
Die Figur 3 zeigt den Schlauch 9, nach dem er zu Schlauchabschnitten vereinzelt worden ist. Diese Vereinzelung erfolgt in der Regel dadurch, dass der Schlauch durch einen ersten Walzenspalt geführt wird. Die Walzen eines weiteren Walzenspaltes, der in Transportrichtung folgt und mit mindestens einer Schlauchabschnittslänge von dem ersten Walzenspalt entfernt ist, werden mit höherer Geschwindigkeit als die Walzen des ersten Walzenspaltes angetrieben. Erfassen die Walzen des weiteren Walzenspaltes das voraus laufende Ende des Schlauches 9, so reißt dieser entlang der Schwächungslinie oder Perforation 2. Nach der Vereinzelung wird des voraus laufende Ende des Schlauchabschnitts, welches zumindest aus einer Verlängerung unteren Fläche 5 besteht, umgefaltet und auf der oberen Wand, die die Flächen 6a und 6b umfasst, fixiert.
Die Falzkanten 3 bilden nun die Längsseiten des Beutels 11. Die Projektion des Perforationsabschnitts 2a der Fläche 5 und der Perforationsabschnitt 2b begrenzen nun die Lasche 10, auf dessen Innenseite die Klebemittelfläche 7 nun angeordnet ist.
Die Figur 4 zeigt den gleichen Beutel wie die Figur 3, lediglich um die Längsachse gewendet, so dass die Unterseite sichtbar ist.
Die Figur 5 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Beutelmaschine 20. Das bahnförmige Papiermaterial 21 befindet sich auf einer Rolle gewickelt in der Abwickelstation 22 und wird von dort über Umlenkwalzen 23 in die nicht näher dargestellte Perforationsstation 24 geführt.
Von dort gelangt das bahnförmige Material auf eine Gegenwalze 25. Diese Walze dient als Gegenlage für die Etikettierstation 26. In dieser Station befindet sich eine Rolle 27 mit einem Band, auf welches einzelne Etiketten aufgebracht sind, die beidseitig klebend sind. Dieses Band wird taktweise von der Rolle 27 abgerollt. In jedem Takt wird ein einzelnes Etikett zu einem vorausberechneten Zeitpunkt auf das bahnförmige Papiermaterial 1 aufgebracht. Zum Andrücken des Etiketts dient hierbei das Andrückelement 29, welches in der dargestellten Ausführungsform walzenartig ausgebildet ist. Das Band, welches nun keine Etiketten mehr trägt, wird anschließend auf der Rolle 28 aufgewickelt und kann von dort entsorgt werden. Das wie beschrieben mit Etiketten versehene bahnförmige Papiermaterial gelangt anschließend in die nicht näher gezeigte Schlauchbildungsstation 30 und danach in weitere Stationen zu Herstellung der Beutel. Die Rollen und Walzen der Etikettierstation 26 sind vorzugsweise unabhängig von der übrigen Maschine antreibbar. Der Antrieb wird allerdings vorzugsweise von der Steuerung der Beutelmaschine gesteuert. Ein separater Geber für den Antrieb ist jedoch auch denkbar.
Die Etikettierstation kann als optionaler Aufsatz vorgesehen sein, der sich auf die Seitenwände des Maschinengestells der Beutelmaschine aufsetzen lässt.
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