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Title:
APPARATUS AND METHOD FOR REACTIVE POWER COMPENSATION OF A TEST TRANSFORMER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/045959
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus and a method for reactive power compensation of a test transformer with an inductor and a stepped capacitor bank and a generator, wherein the generator is used for generating a generator current and a generator voltage with a predeterminable test frequency. The invention provides that the inductance of the inductor can be set and can be interconnected with a stepped capacitor bank in such a way that the generator can be operated on virtually exclusive active power. Within the test circuit, the generator is therefore almost always set at an optimum operating point for testing of the test transformer and does not need to be dimensioned to be any larger than required. As a result, the power of the generator can be used in optimum fashion for generating the generator voltage and, as a result of the reduction in the component part sizes which is carried out on the essential components in the test circuit, enables the mobile use of the entire apparatus for in-situ testing of the power transformer to be tested.

Inventors:
MOCKENHAUPT, Jan-Rainer (Regelsbacher Strasse 22, Fuerth-Burgfarrnbach, 90768, DE)
Application Number:
EP2008/008986
Publication Date:
April 29, 2010
Filing Date:
October 20, 2008
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
MOCKENHAUPT, Jan-Rainer (Regelsbacher Strasse 22, Fuerth-Burgfarrnbach, 90768, DE)
International Classes:
H02J3/18; H01F27/42
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Blmdleistungskompensation eines Pruf- transformators (1) mit einer Drossel (2a, 2b, 2c) und einem Ge- nerator (6), wobei der Generator (6) zur Erzeugung eines Generatorstromes und einer Generatorspannung mit vorgebbarer Pruffrequenz dient, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Induktivität der Drossel (2a, 2b, 2c) einstellbar und mit einer gestuften Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) verschaltbar ist, wobei die einstellbare Drossel (2a, 2b, 2c) und die gestufte Kondensatorbatterie (2a, 2b, 2c) zwischen dem Generator (6) und dem Prüftransformator (1) angeordnet und aufgrund von ermittelten elektrischen Großen eines Prufkreises (11) mit dem Prüftransformator (1) so schaltbar sind, dass der Generator (6) bei nahezu ausschließlicher Wirkleistung betreibbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass ein Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom ermittelt und hieraus die Einstellgroßen für die gestufte Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) und/oder die einstellbare Drossel (2a, 2b, 2c) ermittelbar und einstellbar sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Steuerung die Einstellgroßen der gestuften Kondensator- batterie (3a, 3b, 3c) und/oder der einstellbaren Drossel

(2a, 2b, 2c) in Abhängigkeit des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen Generatorspannung/Generatorstrom und/oder zwischen einer

Prufspannung/Prufström unmittelbar vor dem Prüftransformator (1) mit vorgebbarer Pruffrequenz ermittelt und einstellt.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass ein Motor (5) auf die geforderte Drehzahl als äquivalent zur Pruffrequenz einstellbar ist und mittels eines Leistungsschalters (7) bei anstehender Drehzahl über den Generator (6) mit einem Anpassungstransformator (8) als Teil eines Pruf- kreises (11) verbindbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass bei geschlossenem Leistungsschalter (7) der Generator (6) zu- schaltbar und auf die geforderte Drehzahl als äquivalent zur Pruffrequenz einstellbar ist.

6. Verfahren zur Blindleistungskompensation eines Pruftrans- formators (1) mit einer Drossel (2a, 2b, 2c) und einem Genera- tor (6), wobei der Generator (6) zur Erzeugung eines Generatorstromes und einer Generatorspannung mit vorgebbarer Pruffrequenz dient, mit folgenden Schritten: a) Ermittlung der notwendigen Drehzahl eines Motors (5) als äquivalent der Pruffrequenz; b) Zuschalten eines Generators (6) an den Motor (6); c) Ermittelung des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen der am Prüftransformator (1) anliegenden Prufspannung und des PrüfStromes; d) Einstellung der Induktivität der einstellbaren Drossel (2a, 2b, 2c) und der Kapazität einer gestuften Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) in Abhängigkeit der ermittelten elektrischen Messgroßen des Prufkreises (11) mit dem Prüftransformator (1), so dass der Generator (6) bei ge-

schlossenem Prufkreis (11) bei nahezu ausschließlicher Wirkleistung betrieben wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine kapazitive Kompensation des Prüftransformators (1) im Prufkreis (11) dergestalt erfolgt, dass bis zu einem Grenzwert des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen dem Generatorspannung/Generatorstrom und/oder zwischen einer unmittelbar vor dem Prüftransformator (1) ermittelten Prüfspannung/Prufström keine Kapazität zugeschaltet wird und erst mit Erreichen des vorgebbaren Grenzwertes Kondensatorstufen der gestuften Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) zuschaltbar und schrittweise bei der Erhöhung der Generatorspannung bis zu einer vorgebbaren Prufspannung zugeschaltet werden.

8. Verfahren nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine induktive Kompensation durch Einstellung der einstellba- ren Drossel (2a, 2b, 2c) unter Abschaltung der gestuften Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) vorgenommen wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine speicherprogrammierbare Steuerung die Einstellgroßen der Drossel (2a, 2b, 2c) und/oder der gestuften Kondensatorbatterie (3a, 3b, 3c) aus dem ermittelten Phasenwinkel cos ( φ ) der Generatorspannung und des Generatorstromes beziehungsweise aus dem ermittelten Phasenwinkel cos ( φ ) der Prufspannung und des PrüfStromes ermittelt.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mittels im Prufkreis (11) angeordneter Messwandler (14a bis 14m) der Phasenwinkel cos ( φ ) der Generatorspannung und des Generatorstromes beziehungsweise der Phasenwinkel cos ( φ ) der Prufspannung und des Prufstromes ermittelt wird.

Description:

Beschreibung

Vorrichtung und Verfahren zur Blindleistungskompensation eines Prüftransformators

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Blindleistungskompensation eines Prüftransformators mit einer Drossel und einem Generator, wobei der Generator zur Erzeugung eines Generatorstromes und einer Generatorspannung mit vorgebbarer Pruffrequenz dient.

Leistungstransformatoren werden aufgrund der jeweils geforderten Leistungsspezifikationen von Stromversorgern und Leitungsnetzbetreibern für jeden Einzelfall entwickelt und her- gestellt. Im Rahmen des Entwicklungs- und Herstellungsprozesses haben die Leistungstransformatoren spezifische Leistungsanforderungen zu erfüllen, die mittels so genannter Prufein- richtungen überprüft und nachgewiesen werden. Am Ende des Herstellungsprozesses wird der Leistungstransformator als Prüftransformator in einer stationären Prüfeinrichtung bezüglich seiner Leistungsmerkmale überprüft. Hierbei wird zum Beispiel die Spannungsfestigkeit mittels Durchfuhrung einer induzierten Stehwechselspannungsprufung, getestet.

Aufgrund von nationalen und internationalen Vorschriften beziehungsweise Normen muss die Prüfeinrichtung den Pruftrans- formator in einem großen elektrischen Leistungsbereich überprüfen können. Daher werden die Prüfeinrichtungen so konzipiert, dass der noch größtmöglich zu testende Prüftransforma- tor innerhalb der Prüfeinrichtung getestet werden kann.

Neben den baulichen Anforderungen an eine Prüfeinrichtung müssen durch die Prüfeinrichtung auch bestimmte elektrische Leistungsbereiche, für die Prüfung des Prüftransformators bei

unterschiedlichen Prüffrequenzen und unterschiedlichen Pruf- spannungen, bereitgestellt werden. Die Wahl der Pruffrequen- zen und PrüfSpannungen hat dabei den internationalen und nationalen Normen zu folgen. Pruffrequenz und Prufspannung be- einflussen den gesamten Prufkreis und die Auslegung der Komponenten. Bei einer Prufspannung mit einer niedrigen Frequenz ist das elektrische Verhalten des Prüftransformators stark induktiv. Hingegen ist bei einer hohen Frequenz der Prufspannung das Verhalten des Prüftransformators im Prüfkreis stark kapazitiv. Problematisch ist dabei, dass im Falle eines Un- gleichverhaltnisses von bestimmten Komponenten des Prufkrei- ses mit Prüftransformator, beispielsweise der Masse von aktivem Eisen der Transformatorkerne und des Generators relativ zur Masse des Kupfers des elektrischen Kreises, sehr hohe ka- pazitive beziehungsweise induktive Storanteile im Rahmen der Prüfung auftreten können beziehungsweise bei einem zu großen Ungleichverhaltnis von bestimmten Komponenten des Pruftrans- formators sogar eine Prüfung verhindern können.

Traditionell begegnet man diesem Problem damit, dass sehr große Motor/Generatormaschinensatze zur Erzeugung der notwendigen Generatorspannung beziehungsweise des Generatorstromes mit vorgebbarer Pruffrequenz verwendet werden. Für den notwendigen Leistungsbereich sind diese Motor/-Generator- maschinensat ze zur Aufbringung der benotigten Wirk- und

Blindleistung sehr groß und können daher nicht mobil eingesetzt werden.

Des Weiteren sind fest installierte Prüfeinrichtungen mit mittelgroßen Transformatoren und großen nur im spannungslosen Zustand schaltbaren Drosseln und Kondensatoren bekannt. Das Zu- beziehungsweise Wegschalten der Blindleistungskompensation erfolgt in diesem Fall jedoch ungeregelt und erfordert vor jeder änderung der Schaltstufe ein Herunterfahren des Mo-

tor/Generatormaschinensatzes beziehungsweise das elektrische Freischalten der Kompensationseinrichtung. Diese Methode ist zeitaufwandig und belastet den Motor- beziehungsweise den Generatormaschinensatz mechanisch, elektrisch und thermisch.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Forderungen von Energieversorgungsunternehmen und staatlichen Aufsichtstellen nach einer „vor Ort" -Prüfung der im Betrieb befindlichen Leistungstransformatoren können die bisherigen großen Motor/- Generatormaschinensatze nicht verwendet werden. Alternativ wäre eine Einzelfallberechnung der Induktivität und Kapazität des Prüftransformators im jeweiligen gesamten Prufkreis möglich, und danach die Bereitstellung der passenden Kapazitäten, bzw. Induktivitäten. Dies musste für jeden Prufungsfall unter definierten PrüfSpannungen und Prüffrequenzen individuell erfolgen. Dieses Verfahren ist sehr aufwandig und kann nicht auf Prüftransformatoren angewendet werden, von denen die im Herstellungsverfahren spezifisch ermittelten Leistungsdaten nicht vorliegen.

So beschreibt die DE 40 07 826 C2 ein Verfahren zum Betrieb eines Blindleistungsreglers, der mittels eines Stromwandlers in einem zu kompensierenden Netz in Abhängigkeit von ermittelten Kapazitatswerten innerhalb des zu kompensierenden Net- zes Kondensatorstufen einer gestuften Kondensatorbatterie zu- beziehungsweise abschaltet.

Des Weiteren beschreibt die DE 101 37 615 Al ein Verfahren zur Blindleistungskompensation, bei dem über ein Blindener- giedifferenzregler die Blindenergie anhand der aktuellen

Netzspannung und der Netzstrome der zu kompensierenden Anlage erfasst und in Abhängigkeit einer gegebenenfalls ermittelten Unter- beziehungsweise Uberkompensation der Blindarbeit ein

mittlerer Blindleistungsbedarf ermittelt und zur Kompensation bereitgestellt wird.

Ebenfalls beschreibt die DE 36 22 570 Al ein Stellaggregat für Wechselspannungsprufanlagen, bestehend aus einem Stelltransformator und einer Kompensationsdrosselspule. Mittels einer zusatzlichen kapazitiven Prufanlage wird durch geeignete Dimensionierung des Stelltransformators und der Drossel mittels des Stellaggregats eine Spannungsprufung im gesamten Spannungsbereich des Prüftransformators ermöglicht.

Des Weiteren beschreibt die US 5,281,908 eine mobile Prufein- richtung mit veränderbaren Kapazitäten, wobei die Kapazitäten durch die Prüfeinrichtung in Abhängigkeit der Messwerte des Prufkreises beziehungsweise Prüftransformators inkrementell verändert werden können.

Problematisch bei allen Losungen im Stand der Technik ist, dass eine unmittelbare „vor Ort"-Prufung des Leistungstrans- formators in einem großen Spannungs- und Frequenzbereich mit den bekannten Anlagen derzeit nicht möglich ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Blindleistungskompensation ei- nes Prüftransformators bereitzustellen, wobei die Vorrichtung einfach und in unmittelbarer Nahe eines Leistungstransformators als Prüft ransformator aufstellbar und eine „vor Ort"- Prufung schnell und einfach durchfuhrbar ist.

Die Aufgabe wird hinsichtlich der Vorrichtung zur Blindleistungskompensation eines Prüftransformators gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelost.

Die Aufgabe wird ebenfalls hinsichtlich des Verfahrens der Blindleistungskompensation eines Prüftransformators gemäß dem Anspruch 6 gelost .

Erfindungsgemaß ist vorgesehen, dass die Induktivität der

Drossel einstellbar und mit einer gestuften Kondensatorbatterie verschaltbar ist, wobei die Drossel und die gestufte Kondensatorbatterie zwischen dem Generator und dem Prüftransfor- mator angeordnet und aufgrund von ermittelten elektrischen Großen eines Prufkreises mit dem Prüftransformator so schaltbar sind, dass der Generator bei nahezu ausschließlicher Wirkleistung betreibbar ist. Dadurch, dass der Generator fast ausschließlich mit Wirkleistung betrieben werden kann, ist ein optimaler Arbeitspunkt für eine Prüfung des Prüftransfor- mators innerhalb des Prufkreises gewahrleistet. Hierdurch kann die Leistung des Generators zur Erzeugung einer Generatorspannung beziehungsweise eines Generatorstromes mit vorgebbarer Prüffrequenz, der Drossel und der gestuften Kondensatorbatterie klein gehalten werden und ermöglicht durch die so vorgenommene Reduzierung von Bauteilgroßen den Einsatz der Vorrichtung unmittelbar vor Ort des zu prüfenden Leistungstransformators .

Vorteilhafterweise ist die Drossel derart ausgestaltet, dass mittels des Tauchkernprinzips der Kern innerhalb der Wicklung stufenlos einstellbar ist und hierdurch die Induktivität stufenlos eingestellt werden kann. Die gestufte Kondensatorbatterie erlaubt ein Zu- beziehungsweise Wegschalten der jeweiligen Kondensatorstufen auch unter Last, so dass eine Unter- brechung des Prufbetriebs zur änderung von kapazitiven Kompensationsstufen - wie im Stand der Technik notwendig - nicht vorgenommen werden muss.

Vorteilhafterweise wird ein Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom ermittelt und hieraus die Einstellgroßen für die gestufte Kondensatorbatterie und/oder die einstellbare Drossel ermittelt und eingestellt. Der Phasenwinkel cos ( φ ) , der zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom anliegt, ist das Maß für den Grad der Blindarbeit innerhalb des Prufkreises. Mit der Ermittlung des entsprechenden Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom und einer entsprechenden Kom- pensation dieses Phasenwinkels durch die gestufte Kondensatorbatterie und die einstellbare Drossel kann der Generator bei fast ausschließlicher Wirkleistung betrieben werden. Im Falle der Verwendung eines Anpassungstransformators zur Transformation der Generatorspannung und des Generatorstromes auf die Prufspannung und den Prüfungsstrom für den Pruftrans- formator kann alternativ beziehungsweise zusatzlich der Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der Prufspannung und dem Prüfström unmittelbar vor dem Prüftransformator - unter Berücksichtigung des gesamten Prufkreises - ermittelt und zur Ermittlung der notwendigen Blindleistungskompensation im Prufkreis genutzt werden.

Eine Steuerung ermittelt vorteilhafterweise die Einstellgroßen der gestuften Kondensatorbatterie und/oder der einstell- baren Drossel in Abhängigkeit des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen Generatorspannung/Generatorstrom und/oder Prufspan- nung/Prufström unmittelbar vor dem Prüftransformator mit vorgebbarer Pruffrequenz und stellt die hieraus ermittelten Einstellgroßen an der gestuften Kondensatorbatterie und/oder der einstellbaren Drossel ein.

Der zum Antrieb des Generators notwendige Motor wird vorteilhafterweise auf die geforderte Drehzahl als äquivalent zur Pruffrequenz eingestellt. Mittels eines Leistungsschalters

wird bei anstehender Drehzahl der Anpassungstransformator als Teil des Prufkreises verbunden. Der Anpassungstransformator dient zur übersetzung der durch den Generator erzeugten Generatorspannung/Generatorstrom auf die am Prüftransformator notwendig anzulegende Prüfspannung/Prufström. Bei dem Anliegen der geforderten Drehzahl des Motors wird durch Schließung des Leistungsschalters am Eingang des Anpassungstransformators gleichzeitig die Generatorerregung zugeschaltet und langsam hochgefahren. Im Rahmen dieses Hochfahrprozesses des Generators werden kontinuierlich die Generatorspannung und der Generatorstrom beziehungsweise der zwischen Generatorspannung und Generatorstrom anliegende Phasenwinkel ermittelt und hieraus Einstellgroßen für die einstellbare Drossel und die gestufte Kondensatorbatterie abgeleitet. Zusatzlich kann der Phasenwinkel zwischen der Prufspannung und dem Prufstrom unmittelbar vor dem Prüftransformator ermittelt werden. Vorteilhafterweise ist bei geschlossenem Leistungsschalter der Motor regelbar und auf die geforderte Drehzahl als äquivalent zur Pruffrequenz einstellbar.

Erfindungsgemaß ist ein Verfahren zur Blindleistungskompensation eines Prüftransformators mit einer Drossel und einer Kondensatorbatterie und einem Generator derart vorgesehen, dass die notwendige Drehzahl des Motors als äquivalent zur Pruffrequenz ermittelt und hierauf ein entsprechender Generator zuschaltbar ist.

Der sich im angeschlossenen Prufkreis ergebende Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom wird ermittelt und basierend auf entsprechenden Messgroßen des Prufkreises wird die Induktivität der einstellbaren Drossel und/oder die Kapazität der gestuften Kondensatorbatterie so eingestellt, dass der Generator bei geschlossenem Prüf-

kreis bei nahezu ausschließlicher Wirkleistung betrieben wird.

Vorteilhafterweise ist bei einer kapazitiven Kompensation des Prüftransformators im Prufkreis vorgesehen, dass bis zu einem Grenzwert des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen dem Generatorstrom und der Generatorspannung und/oder zwischen einer unmittelbar vor dem Prüftransformator ermittelten Prufspannung und einem Prufstrom keine Kapazität zugeschaltet wird. Erst mit dem Erreichen des vorgebbaren Grenzwertes des cos ( φ ) werden Kondensatorstufen der gestuften Kondensatorbatterie im Zuge der Erhöhung der Generatorspannung schrittweise zugeschaltet, bis die vorgegebene Generator- beziehungsweise Prufspannung erreicht ist.

Vorteilhafterweise wird bei einem Verlustfaktor von cos(φ)=0,7 die kapazitive Kompensation zugeschaltet. Die Anzahl der Stufen der Kondensatorbatterie werden nicht starr vorgegeben, sondern ergeben sich aus dem Verlauf des Verlust- faktors nach dem Zuschalten der ersten beziehungsweise jeder «eiteren Stufe. Hierbei wird der jeweilige Verlustfaktor als Phasenwinkel cos ( φ ) vor und nach der Zuschaltung einer Kondensatorstufe ermittelt und abgeschätzt, ob weitere Kondensatorstufen zugeschaltet werden müssen. Bei Erreichen eines Verlustfaktors als Phasenwinkel cos(φ)«l beziehungsweise eines kapazitiven Verlustfaktors von cos(φ)~0,9 werden keine weiteren Kondensatorstufen zugeschaltet, sondern die Generatorerregung wird weiter hochgefahren. Der gesamte Vorgang wiederholt sich daher so lange, bis die Generatorspannung be- ziehungsweise bei Verwendung eines Anpassungstransformators die Prufspannung am Prüftransformator anliegt. Sollte nach der Zuschaltung der maximalen kapazitiven Kompensationsleis- tung die Generator- beziehungsweise Prufspannung immer noch nicht erreicht sein, kann das System die Erregung weiter er-

hohen, jedoch bis zur maximalen Stabilitatsgrenze von einem Phasenwinkel cos (φ) «0,6.

Eine induktive Kompensation wird vorteilhafterweise durch Einstellung der einstellbaren Drossel und der Abschaltung der gestuften Kondensatorbatterie vorgenommen. Da bei kapazitivem Verhalten des Prufkreises - vorwiegend bei Frequenzen oberhalb von 80 Hz - die kapazitive Kompensation nicht notwendig ist, wird sie vollständig vom Prufkreis genommen. Im Gegen- satz zu einer kapazitiven Kompensation ist die induktive Kompensation mittels einer einstellbaren Drossel, insbesondere nach dem Tauchkernprinzip, stufenlos regelbar.

In sofern werden nach der Zuschaltung der Erregung des Gene- rators der Verlustfaktor als Phasenwinkel cos ( φ ) kontinuierlich errechnet und ein Soll-Ist-Vergleich des augenblicklichen und vorgegebenen Phasenwinkels cos (φ) ermittelt. Im Rahmen des Regelvorgangs wird die einstellbare Drossel der Gestalt gesteuert, dass in Abhängigkeit des Phasenwinkels cos ( φ ) die Induktivität bezuglich der ermittelten Blindleistung nachgefuhrt wird. Dies erfolgt solange, bis die Generator- beziehungsweise Prufspannung erreicht ist beziehungsweise die maximal zuschaltbare Induktivität dem Prufkreis ansteht. Die Erhöhung der Generatorspannung erfolgt mit einer Geschwindigkeit, die an die Nachfuhrung des Tauchkernes ange- passt ist. So wird eine kontinuierliche Regelung der induktiven Kompensation der Blindleistung erreicht. Sollte die Generator- beziehungsweise Prufspannung nach Zuschaltung der maximalen Induktivität noch nicht anliegen, kann die Erregung weiter hochgefahren werden, jedoch bis maximal zu einem Phasenwinkel von cos (φ) «0,6. Dieser Wert soll als Stabilitats- limit der Anlage nicht unterschritten werden.

Vorteilhafterweise werden im Rahmen des Verfahrens die Einstellgroßen der einstellbaren Drossel und/oder der gestuften Kondensatorbatterie aus dem ermittelten Phasenwinkel zwischen Generatorspannung/Generatorstrom beziehungsweise zwischen Prüfspannung/Prufström mittels einer speicherprogrammierbaren Steuerung ermittelt beziehungsweise durch die speicherprogrammierbare Steuerung gesteuert. Zur besseren Ermittlung der im Prufkreis vorherrschenden elektrischen Zustande sind im Prufkreis Messwandler insbesondere zur Ermittelung des Pha- senwinkels cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und des Generatorstromes und/oder zur Ermittelung des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen der PrüfSpannung und des PrüfStromes angeordnet .

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den Un- teranspruchen . Es zeigen die Figuren

Fig. 1 ein Schaltbild des Prufkreises mit drei gestuften Kondensatorbatterien und einer ein- stellbaren Drossel;

Fig. 2 ein Schaltbild eines Kompensationskreises bestehend aus zwei gestuften Kondensatorbatterien und drei einstellbaren Drosseln;

Fig. 3 ein Schaltbild des Prufkreises mit Messwandlern und einer Auswerteeinheit.

Die Figur 1 zeigt ein generelles Schaltbild der vorteilhaften Vorrichtung. Mittels eines Hauptschalters 9 ist der Prufkreis an eine äußere Spannungsquelle, insbesondere eine 400V, 1500A Wechselspannungsquelle, angeschlossen. Mittels eines Strombeziehungsweise Frequenzrichters 10 wird die dreiphasige Wechselspannung auf eine Gleichspannung für den Motor 5 umge-

wandelt. Der Motor dient zum Antrieb des Generators 6, der die entsprechende Generatorspannung mit vorgebbarer Pruffre- quenz unmittelbar erzeugt, beziehungsweise falls die entsprechende Generatorspannung nicht ausreicht, diese mittels eines Anpassungstransformators 8 auf die Prufspannung transformiert wird. Die einstellbare Drossel 2a ist im gezeigten Beispiel der Fig. 1 mit drei Kondensatorstufen 3a, 3b, 3c innerhalb des Prufkreises 11 verbunden. Mittels eines Leistungsschalters 7 kann bei anstehender Drehzahl des Generators 6 und da- mit als äquivalent zur auf Pruffrequenz erregten Generatorspannung der Schalter 7 geschlossen und damit der Prufkreis 11 ebenfalls geschlossen werden. über einen speziellen Messkreis 4 kann dann der am Prüftransformator 1 anliegende Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der PrüfSpannung und dem Prüfström gemessen und mittels einer Auswerteeinrichtung 13 visuali- siert werden.

Die Fig. 2 zeigt ein Schaltbild des Kompensatorkreises mit drei einstellbaren Drosseln 2a, 2b, 2c und zwei gestuften Kondensatorbatterien 3a, 3b. In Abhängigkeit des Phasenwinkels cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom beziehungsweise zwischen der Prufspannung und dem Prufstrom kann eine notwendige kapazitive beziehungsweise in ¬ duktive Kompensation einfach und während des laufenden Pruf- betriebes bereitgestellt werden. Dabei ist eine induktive

Kompensation mittels der einstellbaren Drosseln 2a, 2b, 2c, insbesondere durch Drosseln nach dem Tauchkernprinzip gewahr ¬ leistet. In Abhängigkeit der Große der Kapazität der einzelnen Kondensatorstufen der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b kann auch mittels der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b ei ¬ ne kapazitive Kompensation in inkrementell kleinen Abstanden bereitgestellt werden.

Die Fig. 3 zeigt ein exemplarisches Schaltbild mit an verschiedenen Stellen des Prufkreises 11 angeordneten Messaufnehmern und anschließenden Messumformern 14a bis 14m. Insbesondere vor dem Prüftransformator 1 wird ein Messwandler 14m zur Ermittlung des Phasenwinkels zwischen der Prufspannung und des Prufstromes sowie vor dem Anpassungstransformator 8 ein Messwandler 14k zur Ermittlung der Generatorspannung und des Generatorstromes angeordnet. Des Weiteren ist unmittelbar nach dem Generator 6 ein Messaufnehmer mit entsprechendem Messwandler 14b geschaltet, der den Phasenwinkel cos ( φ ) zwischen der Generatorspannung und dem Generatorstrom in unmittelbarer Nahe des erzeugenden Generators 6 ermittelt. Die erhaltenen Messwerte der Messumformer 14a bis 14m werden zu einer Auswerteeinrichtung 13 übermittelt und mittels einer Steuerung (nicht dargestellt) zur Einstellung der Einstellwerte der jeweiligen Komponenten des Prufkreises 11 verwendet.

Die Einbindung von regelbaren Drosseln 2a, 2b, 2c und gestuften Kondensatorbatterien 3a, 3b, 3c unter Verwendung einer automatisierten Steuerung ermöglicht den Betrieb des Generators 6 des Prufkreises 11 nahe am Wirkungsleistungsarbeitspunkt des Generators 6 (Phasenwinkel cos(φ)~l) . Durch Optimierung der Kompensation mittels automatischer Regelung muss der Genera- tor 6 kaum Blindleistung aufbringen. Dadurch kann die Leistung und notwendige Baugroße des entsprechenden Generators 6 an die tatsachlich benotigte Wirkleistung und nicht mehr an dem Blindleistungsbedarf des gesamten Prufkreises 11 ange- passt werden. Mittels der automatisierten Kompensation der Blindleistung ergibt sich die Möglichkeit von kleinen Generatoren beziehungsweise Motor/Generatormaschinensätzen im Vergleich zu bisherigen Anlagen.

Ein weiterer Vorteil der automatischen Blindleistungskompensation gemäß der vorliegenden Erfindung liegt in der Anordnung der Kompensationselemente als einstellbare Drossel 2a, 2b, 2c und der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b, 3c zwi- sehen dem Generator 6 und dem Anpassungstransformator 8.

Hierdurch wird gerade nicht die Hochspannungsseite des Pruf- kreises 11 für die Anordnung der Kompensationselemente in Form der einstellbaren Drossel 2a, 2b, 2c und der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b, 3c genutzt. Die Bemessungsspan- nung der Kompensationselemente als einstellbare Drossel 2a, 2b, 2c und der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b, 3c ist daher identisch mit der Bemessungsspannung des Generators 6, was zu einer Reduzierung der Baugroße und der Bemessungsleistung der gesamten Komponenten des Prüfkreises 11 beitragt. Hierdurch lassen sich alle Komponenten des Prufkreises 11 in einer kleineren Bauweise bereitstellten, insbesondere der Generator 6, die einstellbaren Drosseln 2a, 2b, 2c, die gestuften Kondensatorbatterien 3a, 3b, 3c und der Anpassungstransformator 8.

Die Komponenten des Prufkreises haben in diesem Falle eine solche Größe, dass diese in Standardtransportcontainern eingebaut und bewegt werden können. Beispielsweise kann in einem ersten Container die Spannungsversorgung des Prufkreises 11 in Form des Hauptleistungsschalters 9, des Freguenz- beziehungsweise Stromrichters 10, des Motors 5 und des Generators 6 angeordnet sein. In einem zweiten Container kann der Anpassungstransformator 8 unmittelbar vor dem zu prüfenden Transformator 1 integriert werden. In einem dritten Container kon- nen die Kompensationselemente in Form der einstellbaren Drossel 2a, 2b, 2c und der gestuften Kondensatorbatterie 3a, 3b, 3c angeordnet werden.

Durch die Automatisierung der Kompensation mittels einer speicherbasierten Steuerung wird die Durchfuhrung der Trans- formatorprufung mit nur noch einer Bedienperson ermöglicht. Aufgrund der Vorgabe von Sicherheitsgrenzen, insbesondere von nicht zu über- beziehungsweise unterschreitenden Phasenwinkeln, vorzugsweise eines Phasenwinkels von cos (φ) «0,6 zwi ¬ schen der Generatorspannung und dem Generatorstrom beziehungsweise zwischen der Prufspannung und dem Prufstrom kann die Prüfung des Prüftransformators 1 innerhalb stabiler Be- triebszustande vorgenommen werden.

Bezugszeichenliste

1 Prüftransformator

2a, 2b, 2c einstellbare Drossel

3a, 3b, 3c gestufte Kondensatorbatterie

4 Messkreis des Prüftransformators

5 Motor

6 Generator

7 Leistungsschalter des Prufkreises 8o O Anpassungstransformator

9 Leistungsschalter der Vorrichtung

10 Wandler

11 Prüfkreis

12a , 12b, 12c Schalter 1133 Auswerteeinrichtung

14a bis 14m Messwandler