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Title:
APPARATUS AND METHOD FOR SEPARATING GAS ATMOSPHERES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/228663
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to an apparatus for separating gas atmospheres in a lock, the lock having at least one blowing unit (1) and one suction unit (3) on opposite walls along the transverse extension of the lock, wherein the blowing units (1) are provided so as to be directly opposite and the suction units (3) are arranged downstream in the material flow direction (M), characterised in that each blowing unit (1) comprises at least two rows of a plurality of slotted nozzles (2) with interruptions located therebetween, wherein the slotted nozzles (2) of the rows are offset with respect to one another, and wherein the interruptions are shorter than the slotted nozzles (2) of the adjacent row and therefore the slotted nozzles (2) of the rows overlap in the material flow direction (M) and each slotted nozzle (2) of a blowing unit (1) is opposite a corresponding interruption of the opposite blowing unit (1).

Inventors:
PALEPU, Sridhar (Corinnastraße 10, Dinslaken, 46537, DE)
PETERS, Michael (Gemeindeweg 40, Kleve, 47533, DE)
WESTERFELD, Andreas (Küferstraße 18, Willich, 47877, DE)
HÜLSTRUNG, Dr. Joachim (Am Püttkamp 50, Düsseldorf, 40629, DE)
Application Number:
EP2017/064301
Publication Date:
December 20, 2018
Filing Date:
June 12, 2017
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP STEEL EUROPE AG (Kaiser-Wilhelm-Straße 100, Duisburg, 47166, DE)
THYSSENKRUPP AG (ThyssenKrupp Allee 1, Essen, 45143, DE)
International Classes:
C23C2/00; C21D1/767; C23C2/06; C23C2/40; F27D7/04
Domestic Patent References:
WO2016188922A12016-12-01
WO2014006183A12014-01-09
WO2000022363A12000-04-20
Foreign References:
DE4222853C11993-07-29
JPH07157853A1995-06-20
DE102012106106A12014-09-18
Attorney, Agent or Firm:
ZENZ PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Rüttenscheider Str. 2, Essen, 45143, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Separierung von Gasatmosphären in einer Schleuse, welche über die Quererstreckung der Schleuse an gegenüberliegenden Wandungen jeweils mindestens eine Einblaseinheit (1) und eine Absaugeinheit (3) aufweist, wobei die Einblaseinheiten

(1) direkt gegenüberliegend vorgesehen sind und die Absaugeinheiten (3) in Materialflussrichtung (M) stromabwärts angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten (1) jeweils mindestens zwei Reihen aus einer Mehrzahl von Schlitzdüsen

(2) mit dazwischen liegenden Unterbrechungen umfassen, wobei die Schlitzdüsen (2) der Reihen zueinander versetzt angeordnet sind, und wobei die Unterbrechungen kürzer als die Schlitzdüsen (2) der benachbarten Reihe sind, damit die Schlitzdüsen (2) der Reihen in Materialflussrichtung (M) überlappen, und dass die Schlitzdüsen (2) einer Einblaseinheit (1) jeweils einer Unterbrechung der gegenüberliegenden Einblaseinheit (1) gegenüberliegt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinheiten (3) über die Quererstreckung vorgesehene Hauptöffnungen (4) aufweisen, wobei die Hauptöffnungen (4) in Materialflussrichtung (M) ausgerichtet sind, um eine zirkulierende Strömung zu erzeugen.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten (1) und Absaugeinheiten (3) jeweils mit mindestens einer zentrierten Leitung (6) zur Zu- beziehungsweise Abführung von Gas verbunden ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptöffnungen (4) im Bereich der zentrierten Leitung (6) eine größere Höhe aufweisen.

5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinheiten (3) Zusatzöffnungen (5) umfassen, die senkrecht zur Materialflussrichtung (M) ausgerichtet sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzdüsen (2) eine Breite b aufweisen, dass der Abstand a zwischen den Reihen im Bereich von b < a < 2*b liegt, und dass der Überlapp u der Schlitzdüsen (2) in Materialflussrichtung (M) im Bereich von b < u < 3*b liegt, wobei zusätzlich a < u ist.

7. Vorrichtung nach ein Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzdüsen (2) in Querrichtung eine Länge I aufweisen, wobei die Länge I im Bereich von 20*b < I < 50*b, vorzugsweise im Bereich von 30*b < I < 35*b, liegt.

8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlichen Einblaseinheiten (7) in Materialflussrichtung (M) stromaufwärts angeordnet sind.

9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten (1) und/oder Absaugeinheiten (3) in Querrichtung in mehrere Abschnitte aufgeteilt sind, wobei jeder Abschnitt eine eigene zentrierte Leitung (6) zur Zu- beziehungsweise Abführung von Gas umfasst.

10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten (1) und/oder Absaugeinheiten (3) einen halbrunden Querschnitt aufweisen.

11. Verfahren zur Separierung von Gasatmosphären in einer Schleuse, wobei eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein größerer Volumenstrom an Gas durch die Absaugeinheiten (3) abgezogen wird als der durch die benachbarte Einblaseinheit (1) eingebrachte Volumenstrom an Gas.

12. Verfahren nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass durch in Materialflussrichtung (M) stromaufwärts angeordneten zusätzlichen Einblaseinheiten (7) ein weiterer Volumenstrom eingebracht wird, wobei der in Summe eingebrachte Volumenstrom dem abgesaugten Volumenstrom entspricht.

13. Verfahren nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber der zusätzlichen Einblaseinheit (7) durch die der Absaugeinheit (3) benachbarte Einblaseinheit (1) ein um das zweifache bis vierfache, vorzugsweise dreifache, größerer Volumenstrom eingebracht wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass der eingebrachte Volumenstrom vorerwärmt wird, vorzugsweise auf eine Temperatur von 450° bis 550°C.

15. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 betrieben mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14 in einem Rüssel einer Feuer- beschichtungsanlage zur Abtrennung und Abführung von Metalldämpfen.

16. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 betrieben mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14 in einem Durchlaufofen zur Abtrennung unterschiedlicher Gasatmosphären.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Separierung von Gasatmosphären Technisches Gebiet (Technical Field)

Auf dem Gebiet der Behandlung von Materialien im Durchlauf, liegen zum Teil Gasatmosphären vor, die sich von benachbarten Gasatmosphären unterscheiden können. Der Unterschied kann in verschiedenen Gaszusammensetzungen liegen oder auch in prozessbedingt entstehende Dämpfe, Stäube oder Partikel, die die Gasatmosphäre belasten oder das Produkt beeinträchtigen können. Technischer Hintergrund (Background Art)

Beispielsweise besteht eine Anlage zur kontinuierlichen Feuerverzinkung von Stahlband unter anderem aus einem Durchlaufglühofen, einem Zinkbad (Schmelzbad), einer Vorrichtung zur Einstellung der Zinküberzugsdicke und einer nachfolgenden Kühleinrichtung. In dem Durchlaufofen wird das Stahlband kontinuierlich geglüht, wobei der Durchlaufofen in mehrere Kammern unterteilt ist, bei denen verschiedene Behandlungen vorgenommen werden. Diese Behandlungen umfassen dabei zum Beispiel die Einstellung der gewünschten mechanischen Eigenschaften des Grundwerkstoffs durch Rekristallisation des Stahls. Zudem werden dabei in einer Vorwärmzone gebildete Eisenoxide reduziert. In einer auf den Durchlauf-Glühofen folgenden Kühlzone wird das Band unter Schutzgas (HNX) auf eine Temperatur nahe der Schmelzbad- temperatur abgekühlt. Das Schutzgas soll verhindern, dass das geglühte Band vor dem Verzinken oxidiert, wodurch die Haftung der Zinkschicht erheblich verschlechtert würde. Aufgrund der unterschiedlichen Behandlungen sind daher zum Teil auch unterschiedliche Gasatmosphären in den Kammern erforderlich. Das Schutzgas enthaltende Verbindungsstück beziehungsweise Schleuse zwischen Glühofen und Zinkbad wird Rüssel genannt.

In einem herkömmlichen Ofen-Rüssel einer kontinuierlichen Bandverzinkungsanlage kommt es üblicherweise zu Ablagerungen von Zinkstaub, der insbesondere bei in der Anlage auftretenden Erschütterungen in größeren Stücken auf das Zinkbad und/oder das Stahlband fällt und damit Oberflächenfehler (Verzinkungsfehler) verursacht. Es wurde erkannt, dass das in Richtung des Zinkbades bewegte Stahlband im Rüssel Schutzgas nach unten mitreißt, wobei das mitgerissene Schutzgas an der Zinkbadoberfläche Zinkdampf aufnimmt, welcher beim Aufsteigen des mitgerissenen Schutzgases an den kälteren Innenwänden des Rüssels kondensiert bzw. resublimiert und sich dort als Staub absetzt. Aus der JP H07-157853 (A) ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Zinkdampf in einem Rüssel einer kontinuierlichen Bandverzinkungsanlage bekannt. Um den auf der Zinkbadoberfläche entstehenden Zinkdampf zu entfernen, ist der Rüssel mit Einblasöffnungen (Umwälzöffnungen) und vertikal darunter angeordneten Absaugöffnungen versehen. In einem ersten Ausführungsbeispiel sind in der der Oberseite des Stahlbandes zugewandten Rüsselwand eine einzelne Einblasöffnung und vertikal darunter eine einzelne Absaugöffnung angeordnet. Dementsprechend sind in der der Unterseite des Stahlbandes zugewandten Rüsselwand ebenfalls eine einzelne Einblasöffnung und vertikal darunter eine einzelne Absaugöffnung angeordnet. In einem zweiten Ausführungsbeispiel ist in einer Seitenwand des Rüssels eine einzelne Einblasöffnung angeordnet, während vertikal darunter zwei Absaugöffnungen vorgesehen sind, die als Längsschlitze in Rohren ausgebildet sind, welche die Seitenwand des Rüssels durchdringen und sich auf der Ober- und Unterseite des Stahlbandes über die gesamte Stahlbandbreite erstrecken. Nachteilig bei derartigen Ausführungen ist jedoch eine ungenügende Abdichtung der Gasatmos- phären mit und ohne Zinkstaub.

Aus der DE 10 2012 106 106 AI ist ein weiteres Beispiel aus dem Bereich des Rüssels einer Verzinkungsanlage bekannt. Hierbei liegt ein Bereich mit einer Vielzahl von Einblasöffnungen benachbart zu einem Bereich mit einer Vielzahl von Absaugöffnungen, wobei die Bereiche zumindest teilweise kammartig ineinander greifen. Hierdurch wird eine relativ gute Abdichtung von aufsteigenden Zinkdämpfen gegenüber der darüber liegenden Gasatmosphäre erreicht. Eine derartige Vorrichtung ist jedoch relativ aufwendig zu fertigen und ist mit einen hohen Platzbedarf verbunden. Aufgrund der durch die Abdichtung entstehenden hohen Sättigung der Gasatmosphäre vor dem Eintauchen mit Zinkdampf kann weiterhin eine Beeinträchtigung der Produktqualität entstehen.

Zusammenfassung der Erfindung (Summary of Invention)

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Vorrichtung und Verfahren bereitzustellen, welches effektiv eine Beeinflussung benachbarter Gasatmosphären, insbesondere eine Rück- Strömung verhindern kann. Weitere Aufgaben der Erfindung sind eine günstige Herstellbarkeit, ein geringer Platzbedarf und eine leichte Montage zu ermöglichen. Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1, insbesondere wenn diese nach einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 11 verwendet wird. Erfindungsgemäß ist ein Vorrichtung zur Separierung von Gasatmosphären in einer Schleuse, welche über die Quererstreckung der Schleuse an gegenüberliegenden Wandungen jeweils mindestens eine Einblaseinheit und eine Absaugeinheit aufweist, wobei die Einblaseinheiten direkt gegenüberliegend vorgesehen sind und die Absaugeinheiten in Materialflussrichtung stromabwärts angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten jeweils mindestens zwei Reihen aus einer Mehrzahl von Schlitzdüsen mit dazwischen liegenden Unterbrechungen umfassen, wobei die Schlitzdüsen der Reihen zueinander versetzt angeordnet sind, und wobei die Unterbrechungen kürzer als die Schlitzdüsen der benachbarten Reihe sind, damit die Schlitzdüsen der Reihen in Materialflussrichtung überlappen, und dass die Schlitzdüsen einer Einblaseinheit jeweils einer Unterbrechung der gegenüberliegenden Einblaseinheit gegenüberliegt. Somit liegen die Einblaseinheiten auf beiden Seiten des durch die Schleuse geführten Materials, vorzugsweise einer kontinuierlichen Materialbahn, wie Stahlband, wobei die Erfindung auch auf gefördertes Stückgut anwendbar ist. Durch die Anordnung in Reihen und die Unterbrechungen in den Reihen können die Schlitzdüsen optimal genutzt werden, da die auftretende Strahlaufweitung der aus benachbarten Schlitzdüsen austretenden Gasströme sich nicht gegenseitig stören und durch die Anordnung sich ein geschlossener Gasvorhang bildet. Durch die ebenfalls versetzte Anordnung der Schlitzdüsen einer Einblaseinheit bezogen auf die Schlitzdüsen beziehungsweise Unterbrechungen der gegenüberliegenden Einblaseinheit bildet sich auch im Mittenbereich der Schleuse, an dem die eingeblasenen Gasströme aufeinander treffen, ein dichter Gasvorhang. Hierdurch wird eine sehr gute Separierung der Gasatmosphären auch außerhalb der Materialbahn beziehungsweise zwischen dem Stückgut erreicht.

Weiteren Ausführungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinheiten über die Quererstreckung vorgesehene Hauptöffnungen aufweisen, wobei die Hauptöffnungen in Materialflussrichtung ausgerichtet sind, um eine zirkulierende Strömung zu erzeugen. Somit liegen die Hauptöffnungen auf der der Einblaseinheit abgewandten Seite, wodurch eine Mitnahme des eingeblasenen Gases in Materialflussrichtung begünstigt wird und eine Umwälzung der Gasatmosphäre erfolgt. Hierdurch kann beispielsweise Zinkstaub in einem Rüssel mit abgesaugt und anschließend gefiltert werden, um eine weitgehend „saubere" Gasatmosphäre zu erhalten. In bevorzugten Ausführungen der Vorrichtung sind die Einblaseinheiten und Absaugeinheiten jeweils mit mindestens einer zentrierten Leitung zur Zu- beziehungsweise Abführung von Gas verbunden ist. Hierdurch lassen sich die strömungstechnischen Gegebenheiten über die Breite der Einblas- und Absaugeinheiten weitgehend gleich halten.

In besonders bevorzugten Ausführungen der Vorrichtung weisen die Hauptöffnungen im Bereich der zentrierten Leitung eine größere Höhe auf. Durch eine derartige Ausbildung werden die Strömungsverhältnisse über die Breite einheitlicher gehalten, was die Absaugwirkung verbessert.

Weitere Ausführungen der Vorrichtung sind dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinheiten Zusatzöffnungen umfassen, die senkrecht zur Materialflussrichtung ausgerichtet sind. Diese Zusatzöffnungen verbessern die Druckverhältnisse in der Schleuse und verringern die Strömungsgeschwindigkeiten an den Öffnungen der Absaugeinheit, was hinsichtlich Geräusch- entwicklung und Verschleiß Vorteile aufweist.

In Ausführungsformen der Vorrichtung sind die Schlitzdüsen dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzdüsen eine Breite b aufweisen, dass der Abstand a zwischen den Reihen im Bereich von b < a < 2*b liegt, und dass der Überlapp u der Schlitzdüsen in Materialflussrichtung im Bereich von b < u < 3*b liegt, wobei zusätzlich a < u ist. Um einen möglichst gute Separierung der Gasatmosphären zu erreichen, dürfen die Schlitzdüsen keinen zu großen Abstand voneinander aufweisen. Hier hat sich gezeigt, dass bezogen auf die Breite der Schlitzdüsen ein Mindestabstand zwischen den Reihen in gleicher Breite gute Ergebnisse erzielt und bei einem Abstand von mehr als der doppelten Breite, sich die Gasströmung aufteilt und die Gefahr einer verschlechterten Separierung steigt.

Bevorzugte Ausführungen der Vorrichtung sind dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzdüsen in Querrichtung eine Länge I aufweisen, wobei die Länge I im Bereich von 20*b < I < 50*b, vorzugsweise im Bereich von 30*b < I < 35*b, liegt.

Erfindungsgemäße Vorrichtungen sind in weiteren Ausführungen dadurch gekennzeichnet, dass zusätzliche Einblaseinheiten in Materialflussrichtung stromaufwärts angeordnet sind. Durch diese zusätzlichen Einblaseinheiten wird die Separierung der Gasatmosphären weiter verbessert und ein Rückströmen der folgenden Gasatmosphäre sicher verhindert. Bei weiteren Ausführungen der Vorrichtung sind die Einblaseinheiten und/oder Absaugeinheiten in Querrichtung in mehrere Abschnitte aufgeteilt, wobei jeder Abschnitt eine eigene zentrierte Leitung zur Zu- beziehungsweise Abführung von Gas umfasst. Durch diese Aufteilung in vorzugsweise gleichbreite Abschnitte, werden die Strömungsverhältnisse über die Breite der Schleuse weiter verbessert und zusätzlich wird die benötigte Leistung pro Leitung verringert.

Ausführungen der Vorrichtung sind dadurch gekennzeichnet, dass die Einblaseinheiten und/oder Absaugeinheiten einen halbrunden Querschnitt aufweisen. Gerundete Querschnitte weisen strömungstechnisch vorteilhafte Geometrien auf. Des Weiteren wird durch ein auf die Schleusen- wand aufgesetzte Einblas- beziehungsweise Absaugeinheiten der abzudichtende Querschnitt der Schleuse verringert.

Erfindungsgemäße Vorrichtungen werden bevorzugt mit einem Verfahren zur Separierung von Gasatmosphären in einer Schleuse betrieben, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass ein größerer Volumenstrom an Gas durch die Absaugeinheiten abgezogen wird als der durch die benachbarte Einblaseinheit eingebrachte Volumenstrom an Gas. Der abgezogene Volumenstrom ist hierbei um 15% bis 20% größer als der durch die benachbarte Einblaseinheit eingebrachte Volumenstrom. Hierdurch wird auf der in Materialflussrichtung stromabwärts liegenden Atmosphäre ein Unterdruck erzeugt, mit dem zusammen mit dem Gasvorhang der Einblaseinheit weitgehend sichergestellt wird, dass keine Rückströmung in die vorangegangene Gasatmosphäre erfolgt.

Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind dadurch gekennzeichnet, dass durch in Materialflussrichtung stromaufwärts angeordneten zusätzlichen Einblaseinheiten ein weiterer Volumenstrom eingebracht wird, wobei der in Summe eingebrachte Volumenstrom dem abgesaugten Volumenstrom entspricht. Wie bereits zur Vorrichtung erläutert, verbessert der weitere Volumenstrom der zusätzlichen Einblaseinheit die Separierung der Gasatmosphären, da durch den weiteren Volumenstrom ein Druckausgleich gegenüber den benachbarten Abschnitte bzw. Gasatmosphären erreicht wird. Gleichzeitig wird durch den Ausgleich der eingeblasenen und abgesaugten Volumenströme ein Abziehen der in Materialflussrichtung stromaufwärts liegenden Gasatmosphäre weitgehend verhindert.

Bevorzugte Ausführungen des Verfahrens sind dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber der zusätzlichen Einblaseinheit durch die der Absaugeinheit benachbarte Einblaseinheit ein um das zweifache bis vierfache, vorzugsweise dreifache, größerer Volumenstrom eingebracht wird. Hierdurch wird die Separierung der Gasatmosphären durch die Absaugeinheit und die benachbarten Einblaseinheit erreicht und durch die zusätzliche Einblaseinheit erfolgt eine weitegehende Entkopplung der Gasatmosphären.

In Ausführungen des Verfahrens wird der eingebrachte Volumenstrom vorerwärmt, vorzugsweise auf eine Temperatur von 450° bis 550°C. Insbesondere bei Verwendung in Durchlauföfen, Verzinkungsanlagen und sonstigen Anlagen mit erhöhten Temperaturen ist es vorteilhaft, wenn die eingeblasenen Gase auf entsprechende Temperaturen vorgewärmt sind, um die Temperatur- führung beziehungsweise Wärmebehandlung der Materialen nicht zu stören und eine Kondensation von Bestandteilen der Gasatmosphäre zu vermeiden. Für die Anwendung in einem Rüssel einer Verzinkungsanlage liegt die Temperatur beispielsweise bevorzugt im Bereich von 450° bis 550°C. Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung betrieben mit einem beschriebenen Verfahren findet beispielsweise in einem Rüssel einer Feuerbeschichtungsanlage zur Abtrennung und Abführung von Metalldämpfen statt.

Weitere Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung kann beispielsweise in einem Durch- laufofen zur Abtrennung unterschiedlicher Gasatmosphären stattfinden.

Neben den genannten Beispielen können erfindungsgemäße Vorrichtungen auch in anderen Gebieten verwendet werden, in denen Gasatmosphären in einem Durchlaufprozess voneinander separiert werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen (Brief Description of Drawings)

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von schematischen Zeichnungen näher erläutert, wobei gleichartige Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Im Einzelnen zeigen: Fig. 1 : eine schematische Einblaseinheit senkrecht zur Materialflussrichtung betrachtet,

Fig. 2: ein Ausführungsbeispiel einer Absaugeinheit und

Fig. 3: eine erfindungsgemäße Schleuse senkrecht zur Materialflussrichtung betrachtet. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen (Best Mode for Carrying out the Invention)

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Einblaseinheit (1) senkrecht zur Materialflussrichtung, genauer gesagt senkrecht zur Ebene des durchgeförderten Materials, gesehen. Hierbei sind zwei Reihen von Schlitzdüsen (2) gezeigt, die jeweils Unterbrechungen oder Zwischenräume zwischen den Schlitzdüsen (2) aufweisen. Die Schlitzdüsen (2) weisen hierbei jeweils eine Breite b und eine Länge I auf. Die beiden Reihen von Schlitzdüsen (2) sind zueinander mit einem Abstand a in Materialflussrichtung entfernt. Die Schlitzdüsen (2) benach- barter Reihen sind zueinander versetzt, so dass einer Unterbrechung einer Reihe eine Schlitzdüse (2) der benachbarten Reihe zugeordnet ist. Die Schlitzdüsen (2) sind länger ausgebildet als die dazwischenliegenden Unterbrechungen, damit in Materialflussrichtung gesehen ein Überlapp u der Enden der Schlitzdüsen (2) entsteht. Der Überlapp u ist entlang der Einblaseinheit einheitlich ausgebildet.

In Fig. 2 ist ein Teilbereich dargestellt, der die untere Einblaseinheit (1) und Absaugeinheit (3) sowie Teile der oberen Einblaseinheit (1) und Absaugeinheit (3) in der Schleuse eines Ausführungsbeispiels zeigt. Es sind die beiden gegenüberliegenden Einblaseinheiten (1) an der oberen und unteren Wand der Schleuse gezeigt sowie die in Materialflussrichtung dahinter, also stromabwärts, liegenden Absaugeinheiten (3). In dieser Darstellung ist erkennbar, dass die Schlitzdüsen (2) der Einblaseinheiten (1) zueinander versetzt angeordnet sind. Neben dem Versatz zwischen den Reihen an einer Einblaseinheit (1), wie auch bereits in Fig. 1 gezeigt, ist in Fig. 2 auch der Versatz der Schlitzdüsen (2) bezogen auf die gegenüberliegende Einblaseinheit (1) gezeigt. Im dargestellten Beispiel liegt bei der unteren Einblaseinheit (1) die in Breitenrichtung der Schleuse gesehen äußerste Schlitzdüse (2) in der vorderen, also stromaufwärts liegenden, Reihe angeordnet und die hintere, also stromabwärts liegende, Reihe beginnt mit einer Unterbrechung. Entsprechend ist bei der oberen Einblaseinheit (1) die äußerste Schlitzdüse (1) in der hinteren Reihe angeordnet und die vordere Reihe beginnt mit einer Unterbrechung. Durch diese Anordnung gelangen die aus den Schlitzdüsen (2) austretenden Gasströme in ihrer Haupt- erstreckung ungehindert bis zur gegenüberliegenden Schleusenwand, genauer bis zur gegenüberliegenden Einblaseinheit (1), beziehungsweise der Materialoberfläche und eine Berührung der Gasströme erfolgt nur im Bereich der unvermeidbaren Bereichen der Strahlaufweitungen. Durch diese Ausgestaltung wird ein Gasvorhang erreicht, der sehr stabil ist und eine sehr gute Dichtwirkung aufweist.

Im dargestellten Beispiel der Fig. 2 sind sowohl die Absaugeinheiten (3) als auch die Einblas- einheiten (1) durch Zwischenwände (8) in Breitenrichtung gesehenen in mehrere Bereiche aufgeteilt. Für die Abführung beziehungsweise Zuführung von Gas zu den Absaugeinheiten (3) beziehungsweise Einblaseinheiten (1) weisen diese jeweils Leitungen (6) auf, die in Fig. 2 jeweils durch runde Anschlussöffnungen für die Leitungen (6) angedeutet sind. Des Weiteren sind in dem dargestellten Beispiel die Einblaseinheiten (1) und die Absaugeinheiten (3) jeweils mit einem halbrunden Querschnitt ausgebildet, welche durch die Vermeidung von scharfen Kanten strömungstechnische Vorteile aufweist.

Weiter zeigt Fig. 2 eine bevorzugte Ausführung einer Absaugeinheit (3). Hierbei sind die Hauptöffnungen (4) in Materialflussrichtung M ausgerichtet, um eine zirkulierende Strömung hinter der Vorrichtung zu erzeugen. Die Hauptöffnungen (4) im Bereich der Leitungen (6) sind hierbei mit einer größeren Höhe ausgebildet, um über die Breite relativ homogene Strömungsverhältnisse zu erreichen. Die Höhe der Hauptöffnungen (4) kann sich hierbei kontinuierlich ändern oder wie im dargestellten Beispiel sprunghaft. An der Oberseite der Absaugeinheiten (3) sind bevorzugt Zusatzöffnungen (5) vorgesehen. Durch diese wird neben einer Verbesserung der Absaugung ebenfalls eine Verkürzung des Bereichs der zirkulierenden Strömung ermöglicht, was den benötigten Bauraum der Schleuse verringert und die zirkulierende Strömung begünstigt. Die Zusatzöffnungen können mit einer einheitlichen Höhe über die Breite der Absaugeinheit ausgebildet sein, oder auch analog zu den Hauptöffnungen (4) mit unterschiedlichen Höhen. Für das Beispiel in einem Rüssel einer Feuerbeschichtungsanlage können die Einblaseinheiten (1) und Absaugeinheiten (3) beispielsweise mit einem Radius von 40mm ausgebildet sein, und die Höhe der Hauptöffnungen (4) beispielsweise im Bereich von 10 bis 15mm und die Höhe der Zusatzöffnungen (5) bei ca. 8mm liegen. Die Leitungen (6) können in diesem Beispiel dann mit einem Durchmesser von ca. 60mm ausgebildet sein. Fig. 3 stellt eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Ausführung einer Schleuse dar. Hierbei sind die Einblaseinheit (1) und die in Materialflussrichtung M dahinterliegenden Absaugeinheit (3) gezeigt. Des Weiteren ist eine zusätzliche Einblaseinheit (7) gezeigt, die mit einem Abstand zu der Einblaseinheit (1) angeordnet ist. Der Abstand zwischen der Einblaseinheit (1) und der zusätzlichen Einblaseinheit (7) liegt hierbei bevorzugt im Bereich von der Breite bis zur doppelten Breite der Schleuse. Am Beispiel eines Rüssels einer Feuerbeschichtungsanlage mit einer Rüsselbreite von etwa 1,9m ist die zusätzliche Einblaseinheit somit bevorzugt in einem Abstand von 2m bis 3m von der Einblaseinheit (1) angeordnet. Die verschiedenen Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar und nicht nur auf die beschriebenen oder dargestellten Beispiele von Ausführungsformen beschränkt.

Bezugszeichenliste

1 Einblaseinheit

2 Schlitzdüsen

3 Absaugeinheit

4 Hauptöffnung

5 Zusatzöffnung

6 Leitung

7 Zusätzliche Einblaseinheit

8 Zwischenwand a Abstand

b Breite

I Länge

u Überlapp

M Materialflussrichtun