KOWALSKI, Wolfhard (Dorfstr. 21, Pütte, 18442, DE)
HOLTZ, Jörg (Schwerinstr. 4 d, Lübeck, 23564, DE)
PIETSCH, Martin (Fackenburger Allee 27, Lübeck, 23554, DE)
JÜRS, Michael (Schollenstieg 3, Haffkrug, 23683, DE)
KOWALSKI, Wolfhard (Dorfstr. 21, Pütte, 18442, DE)
HOLTZ, Jörg (Schwerinstr. 4 d, Lübeck, 23564, DE)
PIETSCH, Martin (Fackenburger Allee 27, Lübeck, 23554, DE)
Ansprüche
1. Vorrichtung (10) zum Vereinzeln von Produkten (12), umfassend ein Zuführelement (11) zum Zuführen einer Vielzahl unsortierter Produkte (12), Mittel (13) zum Vereinzeln der Produkte (12), wobei das Mittel (13) mindestens ein als bewegbare Saugdüse (14) ausgebildetes Halteelement umfasst, sowie ein Abführelement (15) zum Abführen der vereinzelten Produkte (12), dad urch ge ken n ze i c h n et , dass die oder jede Saugdüse (14) eine Saugöffnung (25) aufweist, die seitlich aus einem Saugdüsenkopf (22) der Saugdüse (14) austritt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Saugdüsen (14) ringförmig um das Zuführelement (1 1) angeordnet sind und die Saugdüsen (14) einerseits ortsfest an einem Rahmen (18) angeordnet und anderseits bewegbar zur Aufnahme eines Produktes (12) vom Zuführelement (11) und zur Abgabe des Produktes (12) an das Abführelement (15) ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugdüsen (14) mindestens zwei Freiheitsgrade aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (25) in einem spitzen Winkel α zur Mittelachse (23) der Saugdüse (14) verläuft.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (25) in einem sich konisch verjüngenden Bereich des Saugdüsenkopfes (22) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem übergangsbereich (19) zwischen dem Zuführelement (11) und dem
Abführelement (15) ein Rollenelement (30) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenelemente (30) derart im übergangsbereich (19) angeordnet sind, dass von der Saugdüse (14) abfallende Produkte (12) zwangsläufig auf das jeder Saugdüse (14) zugeordnete Rollenelement (30) fallen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenelemente (30) derart im übergangsbereich (19) angeordnet sind, dass auf dem jeweiligen Rollenelement (30) liegende Produkte (12) zwangsläufig und selbsttätig dem Zuführelement (11) oder dem Abführelement (15) zuführbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollenelement (30) beidseitig drehbar gelagert ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprücheό bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollenelement (30) eine konische Form aufweist.
1 1. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche jedes Rollenelementes (30) mindestens teilweise strukturiert ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Bewegungsbereiches jeder Saugdüse (14) ein Auffangbehälter (31) für Produktreste angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangbehälter (31) an eine Rinne (32) angeschlossen ist, die sich bis in den Bereich des Abführelementes (15) erstreckt.
14. Verfahren zum Vereinzeln von Produkten (12) , umfassend die Schritte: Zuführen einer Vielzahl unsortierter Produkte (12) mittels eines Zuführelementes (1 1), - Vereinzeln der Produkte (12) durch mindestens eine bewegbare Saugdüse (14), Abfuhren der vereinzelten Produkte (12) mittels eines Abführelementes
(15), dad urch ge k en nz e i c h n et , dass die Produkte (12) zum Vereinzeln mittels der Saugdüse (14) von der Seite angesaugt, in angesaugtem Zustand horizontal aus dem Produktgemenge gelöst und dann vertikal nach oben transportiert und an das Abfuhrelement (15) abgegeben werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede
Saugdüse (14) das Zufuhrelement (11) solange abscannt, bis ein Produkt (12) angesaugt wurde. |
Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Str. 249, D-23560 Lübeck
Vorrichtung und Verfahren zum Vereinzeln von Produkten
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Produkten, umfassend ein Zuführelement zum Zuführen einer Vielzahl unsortierter Produkte, Mittel zum
Vereinzeln der Produkte, wobei das Mittel mindestens ein als bewegbare Saugdüse ausgebildetes Halteelement umfasst, sowie ein Abführelement zum Abführen der vereinzelten Produkte.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Vereinzeln von Produkten, umfassend die Schritte: Zuführen einer Vielzahl unsortierter Produkte mittels eines Zuführelementes, Vereinzeln der Produkte durch mindestens eine bewegbare Saugdüse, Abführen der Produkte mittels eines Abführelementes.
Solche Vorrichtungen und Verfahren kommen insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie bzw. in der Verpackungsindustrie für Lebensmittel zum Einsatz. In den genannten aber auch in anderen Bereichen ist es wünschenswert oder erforderlich, aus einem unsortierten Gemenge einzelne Lose, beispielsweise Verpackungslose aus mehreren Produkten, zusammenzustellen. Die Vorrichtungen verfügen über ein Zuführelement, das z.B. als drehender Vorratsteller ausgebildet ist. Auf diesem
Vorratsteller liegen eine Vielzahl von Produkten neben und/oder übereinander. Im Falle von Filets z.B. sind die Produkte klebrig und weisen eine empfindliche Konsistenz auf. Mit dem Mittel zum Vereinzeln, nämlich der Saugdüse, werden die Produkte angesaugt, aufgenommen und im Bereich des Abführelementes wieder abgegeben. Während des Transports der Produkte vom Zuführelement zum Abführelement überqueren die
Saugdüsen mit dem daran angesaugten Produkt einen übergangsbereich, in dem sich aufrechte Kanten als Begrenzung des Zuführelementes und/oder des Abführelementes befinden.
Aus der Praxis sind Vorrichtungen und Verfahren bekannt, bei denen die Saugdüsen Saugöffnungen aufweisen, die senkrecht auf das Produkt gerichtet sind. Mit anderen Worten sind die vertikale Zustellbewegung der Saugdüse und die Saugöffnung parallel zueinander in Längsrichtung der Saugdüsen ausgerichtet. Die Saugkanal innerhalb der Saugdüse endet stirnseitig am Saugdüsenkopf bzw. mündet in gerader Verlängerung des Saugkanals in die Saugöffnung. Bei der Entnahme bzw. Aufnahme von Produkten ist es unvermeidlich, dass auch Produkte aus den unteren Schichten angesaugt werden.
Diese bekannten Vorrichtungen und Verfahren weisen dabei den Nachteil auf, dass sich die Produkte beim Aufnehmen und Hochfahren gegenseitig von der Saugdüse abstreifen, insbesondere dann, wenn die Saugdüse ein weiter unten liegendes Produkt angesaugt hat. Da die Produkte einander überlappend auf dem Zuführelement liegen können, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Saugdüse auf ein Produkt trifft, das mindestens teilweise von einem anderen Produkt überlappt/abgedeckt wird, hoch. Neben der Problematik des Abstreifens der Produkte von der Saugdüse kann das Produkt durch den Unterdruck auch beschädigt werden. Ein weiteres Problem der bekannten Vorrichtungen liegt darin, dass Produkte, die sich im übergangsbereich zwischen dem Zuführelement und dem Abführelement von den Saugdüsen lösen, auf dem Rand/der Kante des Zuführelementes und/oder des Abführelementes liegen bleiben. Dadurch kann es zu Verstopfungen bis hin zum Stillstand der Vorrichtung kommen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfache Vorrichtung zum zuverlässigen und produktschonenden Aufnehmen der Produkte von einem
Zuführelement und Abgeben der Produkte an ein Abführelement zu schaffen. Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch gelöst, dass die oder jede Saugdüse eine Saugöffnung aufweist, die seitlich aus einem Saugdüsenkopf der Saugdüse austritt. Damit lassen sich die Produkte seitlich ansaugen, so dass eine Entnahme einzelner Produkte aus einem Produktgemenge in horizontaler Richtung erfolgen kann. Dadurch können auch Produkte sicher
aufgenommen und abgegeben werden, die sich in unteren Schichten auf dem Zuführelement befinden, da die unteren Produkte durch darüber liegende Produkte und deren Schwerkraft nicht zurück gehalten werden. Mit anderen Worten gewährleistet die erfindungsgemäße Vorrichtung ein zuverlässiges Handling sämtlicher Produkte unabhängig von ihrer Lage. Auch arbeitet die Vorrichtung besonders produktschonend, da das Vakuum gegenüber herkömmlichen Vorrichtungen angepasst an die empfindliche Konsistenz der Produkte reduziert sein kann.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung verläuft die Saugöffnung in einem spitzen Winkel zur Mittelachse der Saugdüse, vorzugsweise nach schräg unten. Damit wird sichergestellt, dass sämtliche Produkte, also auch die Produkte der untersten Ebene, die sich direkt auf dem Zuführelement befinden, sicher angesaugt und aufgenommen werden können.
Vorteilhafterweise ist die Saugöffnung in einem sich konisch verjüngenden Bereich des Saugdüsenkopfes ausgebildet. Dadurch wird die Aufnahme insbesondere der Produkte der untersten Lage noch weiter erleichtert.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist in einem übernahmebereich zwischen dem Zuführelement und dem Abführelement ein Rollenelement angeordnet. Mit dieser Ausbildung wird auf überraschend einfache und sichere Weise sichergestellt, dass von der Saugdüse abgefallene Produkte dem eigentlichen übergabeprozess wieder zuführbar sind. Das Rollenelement bewirkt, dass Produkte, die sich auf dem Rollenelement befinden, je nach Gewichtsverteilung entweder auf das Abführelement oder zurück auf das Zuführelement fallen. Des weiteren werden Produkte, die auf das Rollenelement, also auf eine Rundung, fallen, geschont.
Vorzugsweise weist das Rollenelement eine konische Form auf. Durch die erfindungsgemäße Formgebung wird die Rotation des Rollenelementes für den Fall, dass ein Produkt auf dem Rollenelement liegt, unterstützt.
Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten dadurch gelöst, dass die Produkte zum Vereinzeln mittels der Saugdüse von der Seite angesaugt, in angesaugtem Zustand horizontal aus dem Produktgemenge gelöst und dann vertikal nach oben transportiert und an das Abführelement abgegeben werden. Die sich daraus ergebenden Vorteile wurde bereits weiter oben beschrieben.
Weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Merkmale und Verfahrensschritte ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen sowie das Verfahren werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum gewichtsoptimierten Zusammenstellen von Produkten zu einem Los mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Vereinzeln der Produkte,
Fig. 2 die Vorrichtung zum Vereinzeln mit einer Saugdüse im Saugmodus,
Fig. 3 die Vorrichtung gemäß Figur 2 im Abgabemodus,
Fig. 4 die Vorrichtung gemäß Figur 2 im Reinigungsmodus,
Fig. 5 eine schematische Abfolge der Verfahrensschritte,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung des Saugdüsenkopfes mit seitlichem Austritt der
Saugöffnung,
Fig. 7 der Saugdüsenkopf gemäß Figur 6 in um 90° gedrehter Ansicht,
Fig. 8 eine Detailansicht des übergangsbereichs zwischen Zuführelement und Abftihrelement mit einem Rollenelement,
Fig. 9 eine Draufsicht auf mehrere um ein als rotierender Drehteller ausgebildetes Zuführelement angeordnete Abfuhrelement mit entsprechenden
Rollenelementen, und
Fig. 10 eine Detailansicht zur Befestigung der Rollenelemente.
Die im Folgenden beschriebene Vorrichtung dient zum Vereinzeln von Filets für das gewichtsoptimierte Zusammenstellen mehrerer Produkte zu einem Verpackungslos. Die Vorrichtung kann selbstverständlich auch zum Vereinzeln anderer Produkte und zu anderen Zwecken dienen.
Die in der Figur 1 dargestellte Vorrichtung 10 umfasst ein Zuführelement 1 1 zum Zuführen einer Mehrzahl unsortierter Produkte 12, Mittel 13 zum Vereinzeln der Produkte 12, wobei das Mittel 13 mehrere als Saugdüsen 14 ausgebildete Halteelemente umfasst, sowie ein Abführelement 15 zum Abführen der vereinzelten Produkte 12. In der beschriebenen Ausführung ist in Transportrichtung T der Produkte 12 bzw. in Förderrichtung der Produkte 12 vor dem Abführelement 15 eine Wägeeinrichtung 16 angeordnet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die Produkte 12 von den Saugdüsen 14 direkt an das Abführelement 15 abgegeben werden können (siehe z.B. Figuren 2 bis 4). Das Zuführelement 11 ist als drehender Vorratsteller ausgebildet, der durch ein Zuführband 17 oder dergleichen gefüllt wird, und stellt einen kontinuierlichen Zustrom eines Produktgemenges, also einer Vielzahl unsortierter und ungeordneter Produkte sicher.
Die Saugdüsen 14 sind an ein Vakuumsystem 33 angeschlossen, das sowohl überdruck als auch Unterdruck erzeugen kann. Mit anderen Worten können die Saugdüsen 14 zum Aufnehmen der Produkte 12 Saugen und zum Unterstützen beim Abgeben der Produkte 12 und zum Reinigen der Saugdüsen 14 Pusten. Eine Mehrzahl Saugdüsen 14 ist ringförmig um das Zuführelement 11 angeordnet und vorzugsweise ortsfest an einer
festen Position eines Rahmens 18 oder dergleichen befestigt. Jedes Halteelement bzw. jede Saugdüse 14 ist bewegbar zur Aufnahme eines Produktes 12 vom Zuführelement 11, Transport des Produktes 12 über einen übergangsbereich 19 zwischen Zufuhrelement 11 und Abführelement 15 hinweg zum Abführelement 15 sowie zum Abgeben des Produktes 12 (im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 via die Wägeeinrichtung 16) direkt an das Abführelement 15 (siehe Figuren 2 bis 4) ausgebildet. Die Saugdüsen 14 weisen mehrere Freiheitsgrade auf, so dass innerhalb einer Ebene beliebige Punkte innerhalb der Reichweite der Saugdüse 14 erreicht werden können. Die Bewegung erstreckt sich üblicherweise in einer senkrechten Ebene, so dass die Saugdüsen 14 das Zuführelement 11 linienförmig in radialer Richtung „abscannen". Die Steuerung der Saugdüsen bezüglich ihrer Bewegungen kann mechanisch z.B. über Kurvenscheiben oder aber auch elektronisch erfolgen.
Die Ausbildung der Saugdüsen 14 ist anhand der Figuren 6 und 7 detailliert erklärt. Jede Saugdüse 14 weist einen Düsenkörper 20 auf. An einem freien Ende 21 des
Düsenkörpers 20 ist ein Saugdüsenkopf 22 ausgebildet. Der Düsenkörper 20 ist vorzugsweise als Rotationskörper ausgebildet und weist eine (Rotations-) bzw.
Mittelachse 23 auf. In dem Düsenkörper 20 ist ein Düsenkanal 24 ausgebildet, der im
Bereich des Saugdüsenkopfes 22 nach außen tritt. Im Bereich des Saugdüsenkopfes 22 ist die Saugdüse 14 konisch ausgebildet, derart, dass der Saugdüsenkopf 22 leicht verjüngend spitz ausläuft. Anders ausgedrückt verringert sich der Durchmesser des
Saugdüsenkopfes 22 zum freien Ende 21 hin.
Jede Saugdüse 14 weist eine einzelne Saugöffnung 25 auf, wobei die Saugöffnung 25 mindestens eine radial nach außen gerichtete Komponente hat. In der gezeigten Ausführung ist die Saugöffnung 25 eine radial gerichtete Bohrung 26, die sich ausgehend vom Düsenkanal 24 seitlich nach außen erstreckt. Anders ausgedrückt tritt die Saugöffnung 25 seitlich aus dem Saugdüsenkopf 22 aus. In Richtung der Mittelachse 23 endet der Düsenkanal 24 stirnseitig als sogenanntes Sackloch, so dass die einzige öffnung seitlich ausgebildet ist. Der Winkel, in dem die Bohrung 26 in Bezug auf die Mittelachse 23 steht, kann variieren. Neben einer etwa rechtwinkligen Anordnung ist eine leicht geneigte Ausrichtung der Bohrung 26 zum Düsenkanal 24 unter Bildung eines spitzen Winkels α zwischen Mittelachse 23 und Mittelachse 27 der
Bohrung 26 bevorzugt. Dabei ist der Winkel α dann kleiner als 90°. Der Durchmesser der Bohrung 26 kann ebenfalls variieren und ist an die zu jeweiligen Produkte 12 anzupassen. Die Kontaktfläche 28 des Saugdüsenkopfes 22 mit dem Produkt 12 ist abgeflacht ausgebildet, so dass eine bündige und enge Anlage des Saugdüsenkopfes 22 im Bereich der Saugöffnung 25 am Produkt 12 sichergestellt ist. In montiertem Zustand ist die bzw. jede Saugöffnung 25 radial nach außen, also zum Rand des Vorratstellers bzw. zum Element 29 gerichtet.
Im dem übergangsbereich 19 zwischen dem Zuführelement 11 und dem Abführelement 15 (bzw. der Wägeeinrichtung 16 in der gezeigten Ausführungsform gemäß Figur ) befinden sich aufrechte Elemente 29, wie z.B. Seitenwände des Zuführelementes 11,
Tellerränder, Wandelemente des Abführelementes 15 bzw. der Wägeeinrichtung 16.
Diese Elemente 29 können auch Kanten von Aufnahmebehältern oder dergleichen sein.
Aus unterschiedlichen Gründen können Produkte 12 auf dem Element 29 bzw. den Elementen 29 liegen. Zur Sicherstellung eines zuverlässigen Betriebs der Vorrichtung
10 und zur Vermeidung, dass sich weitere Produkte 12 durch liegen gebliebene
Produkte 12 aufstauen, ist in dem übergangsbereich 19 ein Rollenelement 30 angeordnet.
Das Rollenelement 30 ist im Bereich des höchsten Punktes des Elementes 29 angeordnet, so dass die Produkte 12 für den Fall, dass sie sich z.B. während des Transportes von der Saugdüse 14 lösen, zwangsläufig auf das Rollenelement 30 fallen. Jedes einer Saugdüse 14 zugeordnete Rollenelement 30 ist drehbar gelagert, und zwar vorzugsweise im Bereich von Wandungen 34 des Abführelementes 15 bzw. der Wägeeinrichtung 16. Das Rollenelement 30 ist beidseitig gelagert und lösbar derart angeordnet und befestigt, dass auf dem jeweiligen Rollenelement 30 liegende Produkte allein durch ihr Eigengewicht zwangsläufig und selbsttätig dem Zuführelement 1 1 oder dem Abführelement 15 bzw. der Wägeeinrichtung 16 zuführbar sind. Die Rollenelemente 30 weisen eine konische Form auf und sind vorzugsweise mit einer profilierten Oberfläche ausgebildet. Diese Profilierung kann Teile der Oberfläche oder die gesamte Oberfläche betreffen. In weiteren Ausführungsformen können auch zylindrische Formen oder andere die Rotation unterstützende Formen der Rollenelemente 30 vorgesehen sein.
Im Bereich der Abgabe der Produkte 12 von der Saugdüse 14 an das Abfuhrelement 15 ist ein Auffangbehälter 31 für Produktreste oder dergleichen angeordnet. Mit anderen Worten ist der Auffangbehälter 31 eine Art Reinigungsstation, die unmittelbar innerhalb des Bewegungsbereiches der Saugdüse 14 ausgebildet ist. Der Auffangbehälter 31 ist an eine Rinne 32 angeschlossen, die sich bis in den Bereich des Abführelementes 15 erstreckt. Mehrere der Auffangbehälter 31 können an einen gemeinsamen Sammelbehälter (nicht dargestellt) angeschlossen sein.
Zum Ansaugen bzw. zum Unterstützen des Abgebens der Produkte sowie für den
Reinigungsprozess ist jede Saugdüse an eine (gemeinsame) Steuerung angeschlossen, mittels der die einzelnen Bewegungen einerseits sowie das Anlegen des Vakuums (Ansaugen), Abschaltung des Vakuums und Reinigen (Pusten) anderseits in Abhängigkeit der entsprechenden Signale ausführbar sind.
In nicht gezeigten Ausführungsformen können die Saugdüsen 14 auch mehrere öffnungen aufweisen, die radial nach außen und/oder stirnseitig in Richtung der Mittelachse 23 der Saugdüsen 14 gerichtet sind. Diese öffnungen können dann je nach Einsatzfall wahlweise zu öffnen oder schließbar sein, so dass eine variable Ansaugung u.a. in Abhängigkeit der Lage der Produkte 12 auf dem Zufuhrelement 11 gewährleistet ist.
Im Folgenden wird das Verfahren insbesondere anhand der Figuren 2 bis 5 näher erläutert: Ein unsortiertes Produktgemenge wird der Vorrichtung 10 beispielsweise über das Zuführband 17 zugeführt. Vom Zuführband 17 fallen die Produkte 12 auf das Zuführelement 11 , nämlich den Vorratsteller. Der Vorratsteller transportiert die Produkte 12 immer wieder auf seiner Umlaufbahn an den umliegenden Halteelementen bzw. Saugdüsen 14 vorbei. Die Saugdüsen 14 bewegen sich, wahlweise in Kontakt mit dem Zuführelement oder berührungslos mit geringem Abstand zum Zuführelement 11 , in radialer Richtung hin und her. Dabei können sie eine Bewegung in X-Richtung oder in überlagert in X-Richtung und Z-Richtung ausführen. Im letztgenannten Fall kann somit ein wellenförmiger Verlauf der Saugdüse erzeugt werden. Durch dieses
„Schnüffeln" werden die sich an der Saugdüse 14 vorbei bewegenden Produkte 12 mittels der Saugdüsen erkannt, angesaugt und aufgenommen.
In der Figur 2 ist die Position der Saugdüse 14 kurz vor dem Aufnehmen eines Produktes 12 bzw. mit angesaugtem Produkt 12 dargestellt. Das Vakuumsystem 33 ist auf Saugen eingestellt (siehe Pfeil S). Die Figur 3 stellt die Position der Saugdüse 14 bei der Abgabe der Produkte 12 an das Abführelement 15 dar. Zur Abgabe der Produkte 12 bzw. Lösen derselben von der Saugdüse 14 kann das Vakuum lediglich abgestellt werden. Um das Lösen zu unterstützen kann das Vakuumsystem 33 auch umgestellt werden, nämlich auf den Puste-Modus (siehe Pfeil P). In der Figur 4 schließlich ist die Saugdüse 14 in der Reinigungsposition in einem Mündungsbereich der Rinne 32. Das Vakuumsystem ist wiederum auf den Puste-Modus eingestellt, so dass das gesamte System gereinigt werden kann.
Die Schrittfolge zur Vereinzelung der Produkte wird anhand der Figur 5 erläutert, wobei der Pfeil F die Reihenfolge eines gesamten Zyklus anzeigt.
Auf dem Zuführelement 11 befindet sich ein Produktgemenge, wobei die Produkte 12 auch in mehreren Lagen liegen können. Die Saugdüse 14 wird in X- und Z-Richtung bewegt und auf das Zuführelement 11 abgesenkt. Durch das oben beschriebene „Schnüffeln" als eine Art Suchbewegung erkennt die Saugdüse 14 ein Produkt 12. Der Rand des Vorratstellers bzw. ein am Rand befindliches Element 29 kann als Unterstützung dienen, indem ein Ausweichen des Produktgemenges während des Ansaugvorgangs verhindert wird. Die alternierende Suchbewegung wird solange durchgeführt, bis z.B. eine sensorische Erkennung des erforderlichen Unterdrucks eine Umsteuerung der Bewegungsrichtung bewirkt. Sobald die Saugdüse 14 ein Produkt 12 aufgenommen hat, meldet ein Vakuumschalter einen Unterdruck und die Saugdüse 14 erhält den Befehl, das Produkt 12 an das Abführelement 15 abzugeben (Schritte a) und b)). Hierzu bewegt sich die Saugdüse 14 zunächst in horizontaler X-Richtung, um das angesaugte Produkt 12 aus dem Produktgemenge zu lösen (siehe Schritt c)). Nachdem das angesaugte Produkt 12 frei, also vollständig aus dem Produktgemenge gelöst ist, bewegt sich die Saugdüse 14 nach oben in Z-Richtung und schwenkt in X-Richtung (Schritte d) und e)) über das Abführelement 15.
Dabei kann es passieren, dass sich das Produkt 12 löst und im übergangsbereich 19 auf das Element 29 fallt. Das Rollenelement 30 sorgt in diesem Fall dafür, dass das Produkt 12 entweder zurück auf das Zufuhrelement 11 oder auf das Abführelement 15 fallt, so dass eine Unterbrechung oder Störung des Betriebs der Vorrichtung 10 vermieden wird.
Nachdem das Produkt 12 an das Abführelement 15 abgegeben worden ist bewegt sich die Saugdüse 14 zum Aufnehmen des nächsten Produktes 12 in X-Richtung (Schritt f)) und Z-Richtung (Schritt g)), um dann wieder mit dem Schritt a) zu beginnen.
Zwischendurch oder im Falle einer ermittelten Verunreinigung kann die Saugdüse 14 auch zu Reinigungszwecken in X- und Z-Richtung über die Rinne 32 bewegt und dort durch Pusten und/oder Spülen gereinigt werden, so dass die Produktreste oder andere Verunreinigungen in den Auffangbehälter 31 gelangen. Dabei bewirkt der Druck beim Pusten/Spülen gleichzeitig und automatisch eine Reinigung der Rinne 32, die quasi bei jedem Reinigungsvorgang freigespült wird.
