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Title:
APPARATUS AND METHOD FOR SKINNING FISH FILLETS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/144465
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (10) designed and equipped for skinning fish fillets (12), comprising a feeding conveyor (11) for feeding fish fillets (12) lying on their skin side, the tail oriented forwards, in the direction of a central conveyor (13), the central conveyor (13) for conveying the fish fillets (12) in the direction of a separating device (14) and for conveying and supporting the fish fillets (12) during the skinning procedure, the separating device (14) for separating the skin from the fish fillet (12), wherein the separating device (14) is arranged in order to form a separating gap T spaced apart from the central conveyor (13), and a removal conveyor (15) for removing the skinned fish fillet (12), said apparatus being characterizsed in that at least one element (16) for fixing the tail end of fish fillets (12) which are fed in on the central conveyor (13) is associated with the central conveyor (13), wherein the fixing element (16) is designed and arranged to be movable out of an open position for receiving and releasing the tail end into a closed position for retaining the tail end and pulling the fish fillet (12) at the tail end along the separating device (14) and vice versa. The invention further relates to a corresponding method.

Inventors:
BRAEGER, Horst Karl Herbert (Auf dem Ruhm 14, Lübeck, 23560, DE)
BROCKSCH, Günther Rainer (Guntherweg 8b, Lübeck, 23562, DE)
Application Number:
EP2017/053938
Publication Date:
August 31, 2017
Filing Date:
February 21, 2017
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO. KG (Geniner Str. 249, Lübeck, 23560, DE)
International Classes:
A22C25/17
Domestic Patent References:
1993-11-25
1993-11-25
Foreign References:
US1596649A1926-08-17
GB271223A1927-05-26
FR1111960A1956-03-07
DE2844241B11979-06-21
DE4337478A11995-05-04
DE19962440A12001-07-05
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE (Meiendorfer Strasse 89, Hamburg, 22145, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Vorrichtung (10), ausgebildet und eingerichtet zum Enthäuten von Fischfilets

(12) , umfassend eine Zufördereinrichtung (1 1 ) zum Zufördern von auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets (12) Schwanz voraus in Richtung eines Mittelförderers (13), den Mittelförderer (13) zum Fördern der Fischfilets (12) in

Richtung einer Trenneinrichtung (14) sowie zum Fördern und Stützen der Fischfilets (12) während des Enthäutevorgangs, die Trenneinrichtung (14) zum Trennen der Haut vom Fischfilet (12), wobei die Trenneinrichtung (14) zur Bildung eines Trennspaltes T beabstandet zum Mittelförderer (13) angeordnet ist, sowie eine Abfördereinrichtung (15) zum Abfördern der enthäuteten

Fischfilets (12), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass dem Mittelförderer

(13) mindestens ein Element (16) zum Fixieren des Schwanzendes zugeförderter Fischfilets (12) auf dem Mittelförderer (13) zugeordnet ist, wobei das Element (16) zum Fixieren aus einer geöffneten Position zum Aufnehmen und Freigeben des Schwanzendes in eine geschlossenen Position zum Halten des Schwanzendes und Ziehen des Fischfilets (12) am Schwanzende entlang der Trenneinrichtung (14) und umgekehrt bewegbar ausgebildet und eingerichtet ist. 2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass diese zum automatischen Enthäuten von Fischfilets (12) ausgebildet und eingerichtet ist und eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung (20) umfasst, an die mindestens die Zufördereinrichtung (1 1 ), der Mittelförderer (13) und das Element (16) zum Fixieren des Schwanzendes angeschlossen sind.

3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelförderer (13) eine angetriebene Mitnehmerwalze (21 ) ist, wobei die Oberfläche der Mitnehmerwalze (21 ) im Wesentlichen strukturlos ausgebildet ist.

4. Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (16) zum Fixieren des Schwanzendes ein Klemmelement (23) zum Klemmen des Schwanzendes umfasst. 5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem

Mittelförderer (13) auf seiner Umfangsfläche mindestens ein Klemmbügel (24) als Klemmelement (23) zugeordnet ist, der in geschlossener Position im Wesentlichen bündig mit der Oberfläche des Mittelförderers (13) abschließt.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbügel (24) schwenkbar um eine Schwenkachse S ausgebildet ist, wobei die Schwenkachse S parallel zu einer Rotationsachse R des

Mittelförderers (13) ausgerichtet ist.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbügel (24) gegen die Förderrichtung F der Fischfilets (12) auf der Zufördereinrichtung (1 1 ) gerichtet ist, derart, dass die geöffnete Position des Klemmbügels (24) durch Betätigung des Klemmbügels (24) in

Rotationsrichtung des Mittelförderers (13) und die geschlossene Position des Klemmbügels (24) durch Betätigung des Klemmbügels (24) entgegen der Rotationsrichtung des Mittelförderers (13) erreichbar ist.

Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mittelförderer (13) mehrere Elemente (16) zum Fixieren des Schwanzendes zugeordnet sind.

Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufördereinrichtung (1 1 ) und die

Abfördereinrichtung (15) jeweils endlose, angetriebene Bandförderer umfassen.

Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens ein Überwachungsmittel (25) zum Überwachen mindestens des Übergangsbereiches von der

Zufördereinrichtung (1 1 ) zum Mittelförderer (13) umfasst, wobei das

Überwachungsmittel (25) an die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung (20) angeschlossen ist.

Verfahren zum Enthäuten von Fischfilets (12), umfassend die Schritte:

Zufördern der auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets (12) mittels einer Zufördereinrichtung (1 1 ) Schwanz voraus in Richtung eines Mittelförderers (13), Übergeben der Fischfilets (12) an den Mittelförderer (13), mittels dem die Fischfilets (12) in Richtung einer Trenneinrichtung (14) gefördert werden, Trennen der Haut vom Fischfilet (12) mittels einer Trenneinrichtung (14), wobei die Fischfilets (12) während des Enthäutevorgangs vom Mittelförderer (13) gefördert und gestützt werden, und

- separates Abfördern der enthäuteten Fischfilets (12) mittels einer

Abfördereinrichtung (15) einerseits und der abgetrennten Haut mittels des Mittelförderers (13) andererseits,

d ad u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Schwanzende des Fischfilets (12) auf dem Mittelförderer (13) von einem Element (16) zum Fixieren zunächst aufgenommen und fixiert und das Fischfilet (12) während des

Enthäutevorgangs vom Element (16) zum Fixieren am Schwanzende entlang der Trenneinrichtung (14) gezogen wird, wobei das Schwanzende nach dem Enthäutevorgang vom Element (16) zum Fixieren wieder freigegeben wird.

Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Element (16) zum Fixieren beim Eintreffen eines Fischfilets (12) auf dem Mittelförderer (13) in eine geöffnete Position bewegt wird, um das Schwanzende des auf den Mittelförderer (13) zugeförderten Fischfilets (12) aufzunehmen, und dass das Element (16) zum Fixieren dann in eine geschlossene Position bewegt wird, um das Fischfilet (12) mit seiner Haut am Schwanzende durch den zwischen dem Mittelförderer (13) und der Trenneinrichtung (14) gebildeten Trennspalt T hindurchzuziehen.

Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Element (16) zum Fixieren umlaufend mit dem Mittelförderer (13) mitbewegt.

Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der Übergangsbereich von der

Zufördereinrichtung (1 1 ) zum Mittelförderer (13) mittels mindestens eines Überwachungsmittels (25) überwacht wird.

15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 1 bis 14, dadurch

gekennzeichnet, dass es mit einer Vorrichtung (10) nach einem der

Ansprüche 1 bis 10 ausgeführt wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Enthäuten von Fischfilets

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, ausgebildet und eingerichtet zum Enthäuten von Fischfilets, umfassend eine Zufördereinrichtung zum Zufördern von auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets Schwanz voraus in Richtung eines Mittelförderers, den

Mittelförderer zum Fördern der Fischfilets in Richtung einer Trenneinrichtung sowie zum Fördern und Stützen der Fischfilets während des Enthäutevorgangs, die

Trenneinrichtung zum Trennen der Haut vom Fischfilet, wobei die Trenneinrichtung zur Bildung eines Trennspaltes beabstandet zum Mittelförderer angeordnet ist, sowie eine Abfördereinrichtung zum Abfördern der enthäuteten Fischfilets.

Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Enthäuten von Fischfilets, umfassend die Schritte: Zufördern der auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets mittels einer Zufördereinrichtung Schwanz voraus in Richtung eines Mittelförderers,

Übergeben der Fischfilets an den Mittelförderer, mittels dem die Fischfilets in Richtung einer Trenneinrichtung gefördert werden, Trennen der Haut vom Fischfilet mittels einer Trenneinrichtung, wobei die Fischfilets während des Enthäutevorgangs vom

Mittelförderer gefördert und gestützt werden, und separates Abfördern der enthäuteten Fischfilets mittels einer Abfördereinrichtung einerseits und der abgetrennten Haut mittels des Mittelförderers andererseits.

Solche Vorrichtungen und Verfahren kommen in der Fisch verarbeitenden Industrie zum Einsatz, um die Haut von Fischfilets bzw. genauer vom Filetfleisch zu trennen. Dabei werden die Fischfilets, an denen sich auf einer Seite noch die Haut befindet, mit der Hautseite nach unten und Schwanz voraus transportiert. Das Zuführen der Fischfilets erfolgt mittels einer Zufördereinrichtung. Die Fischfilets werden von der Zufördereinrichtung an einen Mittelförderer übergeben, der üblicherweise als

Mitnehmerwalze ausgebildet ist. Beim Transport auf der Mitnehmerwalze werden die Fischfilets durch die Trenneinrichtung bzw. einem Messer einer Trenneinrichtung hindurch bewegt, die oberhalb des Mittelförderers angeordnet ist. Dabei wird die Haut unterhalb des Messers durch den Trennspalt geführt, während das Filetfleisch oberhalb des Messers entlanggeführt wird, so dass auf diese Weise die Haut vom Fleisch getrennt wird. Das Fischfilet(-fleisch) wird demnach getrennt von der Haut abgeführt. Die gehäuteten Fischfilets, also das Filetfleisch, werden mittels der

Abfördereinrichtung abgefördert. Die Haut(-reste) und das mit der Haut verbundene Schwanzende werden üblicherweise vom Mittelförderer nach unten abgefördert. Bei dem Enthäutevorgang ist es wichtig, dass die mit der Hautseite nach unten liegenden Fischfilets während des Trennvorgangs sicher und eben gehalten werden, um verwertbare Schnittergebnisse zu erzielen. Dazu ist die Oberfläche des Mittelförderers, auf dem die Fischfilets während des Enthäutevorgangs liegen, strukturiert. Für die Gestaltung und Strukturierung der Mantelfläche des Mittelförderers werden im Stand der Technik verschiedene Lösungen vorgeschlagen. Beispielsweise wird in der DE 28 44 241 eine Vorrichtung zum Enthäuten von

Fischfilets offenbart, bei der die Mantelfläche der Mitnehmerwalze, der so genannten Enthäutewalze, für die stützende und transportierende Aufnahme der Hautseite der Fischfilets quer zur Umlaufrichtung verlaufende Vertiefungen in Form von schmalen Nuten aufweist. Die DE 43 37 478 A1 beschreibt eine Vorrichtung, bei der die

Förderfläche der Enthäutewalze mit einer körnigen Korundbeschichtung versehen ist. In der DE 199 62 440 A1 wird eine Zahnwalze zum Transport der Fischfilets während des Enthäutevorgangs vorgeschlagen. Bei den genannten Lösungen tritt der Nachteil auf, dass durch die Auflage der Fischfilets während des Enthäutevorgangs auf profilierten oder strukturierten Oberflächen der Mitnehmer-/Enthäutewalzen oder Förderbänder als Mittelförderer die Qualität der Oberfläche des enthäuteten Fischfilets stark beeinträchtig wird. Um die Fischfilets während des Enthäutevorgangs auf dem Mittelförderer zu halten und den Trennschnitt überhaupt zu ermöglichen, sind teilweise zusätzliche Andrückelemente z.B. in Form von Andrückwalzen erforderlich, was zum einen den konstruktiven Aufwand erhöht und zum anderen die Produktqualität weiter reduziert, da die Produkte beim Enthäuten in die unebene Profilierung/Struktur des Mittelförderers gepresst werden. Ein welliges Schnittergebnis hat nicht nur qualitative Beeinträchtigungen sondern führt auch zu einem Ausbeuteverlust.

Ein weiteres Verfahren und eine Vorrichtung zum Enthäuten von Fischfilets sieht gemäß WO 93/22929 vor, die Mitnehmerwalze als Gefriertrommel auszubilden, so dass die Fischfilets während des Enthäutevorgangs mit der Hautseite auf der Mantelfläche der Gefriertrommel festfrieren und dadurch gehalten werden. Neben den bereits weiter oben erwähnten Nachteilen einer Beeinträchtigung der Produktqualität durch die strukturierten Oberflächen der Mitnehmerwalzen als Mittelförderer weist die letztgenannte Lösung einen erheblichen Energiebedarf auf, der zum einen

kostenintensiv und zum anderen z.B. auf Fang- und Verarbeitungsschiffen nicht realisierbar ist.

Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein die Fischfilets schonendes und ausbeutestarkes Enthäuten gewährleistet. Des Weiteren besteht die Aufgabe darin, ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch gelöst, dass dem Mittelförderer mindestens ein Element zum Fixieren des Schwanzendes zugeförderter Fischfilets auf dem Mittelförderer zugeordnet ist, wobei das Element zum Fixieren aus einer geöffneten Position zum Aufnehmen und

Freigeben des Schwanzendes in eine geschlossenen Position zum Halten des Schwanzendes und Ziehen des Fischfilets am Schwanzende entlang der

Trenneinrichtung und umgekehrt bewegbar ausgebildet und eingerichtet ist. Das oder jedes Element zum Fixieren des Schwanzendes kann separat zum Mittelförderer ausgebildet sein, ist jedoch bevorzugt mit dem Mittelförderer verbunden bzw. Teil desselben. Durch das Element zum Fixieren des Schwanzendes ist gewährleistet, dass jedes Fischfilet bei der Förderung entlang der Trenneinrichtung, also beim eigentlichen Enthäutevorgang, durch die ziehende Bewegung - anders als beim Schieben oder Drücken - unter Spannung gehalten wird, so dass die Voraussetzung für einen glatten Schnitt gegeben ist. Anders ausgedrückt ermöglicht die

erfindungsgemäße Ausführung, dass jedes Fischfilet beim Enthäutevorgang glattgezogen wird. Auf zusätzliche Andrückelemente, wie z.B. Andrückwalzen oder dergleichen, kann daher verzichtet werden. Des Weiteren führt die erfindungsgemäße Ausführungsform dazu, dass der Mittelförderer keine explizite Profilierung/Struktur benötigt. Im Ergebnis führt die Merkmalskombination des Anspruches 1 dazu, dass beim Enthäutevorgang ein ebener Schnitt erzielt wird, so dass ein qualitativ hochwertiges Fischfilet erzeugt wird. Durch den glatten Enthäuteschnitt wird auch eine verbesserte Ausbeute erzielt. Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung zum automatischen Enthäuten von Fischfilets ausgebildet und eingerichtet ist und eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung umfasst, an die mindestens die

Zufördereinrichtung, der Mittelförderer und das Element zum Fixieren des

Schwanzendes angeschlossen sind. Durch die Steuerungs- und/oder

Regelungseinrichtung können die einzelnen Fördergeschwindigkeiten der Förderer einerseits und die Betätigung jedes Elementes zum Fixieren des Schwanzendes individuell und automatisch aufeinander abgestimmt werden, so dass die Vorrichtung eine hohe Produktivität bei konstant hoher Qualität gewährleistet.

Vorteilhafterweise ist der Mittelförderer eine angetriebene Mitnehmerwalze, wobei die Oberfläche der Mitnehmerwalze im Wesentlichen strukturlos ausgebildet ist. Im

Wesentlichen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Oberfläche bzw.

Mantelfläche der Mitnehmerwalze frei von einer bewusst bzw. explizit geformten Profilierung/Strukturierung ausgebildet ist. Anders ausgedrückt ist die Oberfläche bzw. Mantelfläche der Mitnehmerwalze im Rahmen herstellungsbedingter Toleranzen glatt ausgebildet. Dadurch ist während des Enthäutevorgangs eine optimale Unterlage für die mit ihrer Hautseite aufliegenden Fischfilets geschaffen, die in Verbindung mit dem ziehenden Transport durch die Fixierung des Schwanzendes entlang der

Trenneinrichtung zu besonders hochwertigen und ausbeutestarken Enthäuteschnitten führt.

Eine besonders zweckmäßige Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Element zum Fixieren des Schwanzendes ein Klemmelement zum Klemmen des Schwanzendes umfasst. Ein Klemmelement, also eine Art Schwanzklammer, ist eine besonders einfache und vor allem sichere Ausbildung der Fixierung, die sich in gleicher Weise auch wieder öffnen lässt. Das bedeutet, zum Aufnehmen des Schwanzendes kann die Schwanzklammer schnell und einfach in eine geöffnete Position und zum Halten und Ziehen des Schwanzendes entsprechend in eine geschlossene Position bewegt werden. Damit wird einerseits das zu gewinnende Produkt (enthäutetes Fischfilet) geschont, da der Schwanz ohnehin als Ausschuss ausgesondert wird.

Andererseits kann eine hohe Taktrate beim Enthäutevorgang erreicht werden.

Besonders bevorzugt ist dem Mittelförderer auf seiner Umfangsfläche mindestens ein Klemmbügel als Klemmelement zugeordnet, der in geschlossener Position im

Wesentlichen bündig mit der Oberfläche des Mittelförderers abschließt. Mit einem solchen Klemmbügel kann eine lineare oder gar flächige Anlage am Schwanzende erreicht werden, die ein sicheres und festes Fixieren während des Enthäutevorgangs sicherstellt. Durch das bündige Abschließen des Klemmbügels in geschlossener Position kann der Klemmbügel mit dem geklemmten Schwanzende des Fischfilets mit der Haut durch den Trennspalt hindurch gezogen werden. Mit anderen Worten kann das Fischfilet mit seiner Hautseite sicher und kollisionsfrei unter der Trenneinrichtung hindurch gezogen werden, so dass ein Messer der Trenneinrichtung zwischen der Haut und dem Fischfilet eintauchen kann, derart, dass das enthäutete Fischfilet oberhalb der Trenneinrichtung und das Schwanzende mit der anhängenden Haut nach unten abgefördert werden kann. Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbügel schwenkbar um eine Schwenkachse S ausgebildet ist, wobei die Schwenkachse S parallel zu einer Rotationsachse R des Mittelförderers ausgerichtet ist. Durch die Schwenkbarkeit des Klemmbügels sind kurze Wege zum Öffnen und Schließen sichergestellt. Kurze Schwenkwege bedeuten entsprechend kurze Aktionszeiten, wodurch die Taktleistung der Vorrichtung verbessert ist. Des Weiteren ermöglichen die kurzen Schwenkwege einen schnellen und zuverlässigen Wechsel zwischen Öffnen und Schließen des Klemmbügels, was zum einen für die Aufnahme von Fischfilets am Schwanzende vor dem Enthäuten und zum anderen für die Freigabe der

Schwanzenden mit den daran hängenden Hautresten nach dem Enthäuten von Bedeutung ist.

Zweckmäßigerweise ist der Klemmbügel gegen die Förderrichtung F der Fischfilets auf der Zufordereinrichtung gerichtet, derart, dass die geöffnete Position des Klemmbügels durch Betätigung des Klemmbügels in Rotationsrichtung des Mittelförderers und die geschlossene Position des Klemmbügels durch Betätigung des Klemmbügels entgegen der Rotationsrichtung des Mittelförderers erreichbar ist. Das bedeutet, dass die Öffnung des Klemmbügels in der geöffneten Position gegen die Förderrichtung F der Fischfilets auf der Zufordereinrichtung gerichtet ist, so dass die Schwanzenden zwangsläufig in den geöffneten Klemmbügel zugefördert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind dem Mittelförderer mehrere Elemente zum Fixieren des Schwanzendes zugeordnet. Am Beispiel der Mitnehmerwalze sind zwei oder mehr Elemente zum Fixieren gleichmäßig über den Umfang der Mitnehmerwalze verteilt angeordnet. Bei einem einzelnen Element zum Fixieren entspricht der Umfang der Mitnehmerwalze mindestens der Länge der zu verarbeitenden Fischfilets. Bei mehreren Elementen zum Fixieren ist der Abstand zwischen zwei Elementen zum Fixieren mindestens so groß wie die Länge der zu verarbeitenden Fischfilets. Durch die Mehrzahl der Elemente zum Fixieren kann die Taktleistung der Vorrichtung erhöht werden. Vorteilhafterweise umfassen die Zufördereinrichtung und die Abfördereinrichtung jeweils endlose, angetriebene Bandförderer. Die Bandförderer ermöglichen eine besonders schnelle und sichere Zuförderung und Abförderung und eigenen sich insbesondere für das Zusammenwirken mit der Mitnehmerwalze, um eine ebene Übergabe von Förderer zu Förderer zu gewährleisten. Die Zufördereinrichtung und Abfördereinrichtung können optional auch noch so genannte Überleitungsrollen umfassen, um den Abstand zwischen dem Mittelförderer zu verkürzen.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens ein Überwachungsmittel zum Überwachen mindestens des

Übergangsbereiches von der Zufördereinrichtung zum Mittelförderer umfasst, wobei das Überwachungsmittel an die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung angeschlossen ist. Überwachungsmittel können optional z.B. Lichtschranken,

Sensoren oder dergleichen sein. Besonders bevorzugt umfasst das

Überwachungsmittel eine optische Kamera, mittels der u.a. das Ankommen von Fischfilets am Mittelförderer einerseits und das Bereitstellen eines geöffneten und freien Elementes zum Fixieren andererseits überwacht werden kann. Die von der Kamera gewonnenen Informationen und Daten können innerhalb der Steuerungsund/oder Regelungseinrichtung verarbeitet und zum Steuern und/oder Regeln der angeschlossenen Komponenten verwendet werden.

Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten gelöst, indem das Schwanzende des Fischfilets auf dem Mittelförderer von einem Element zum Fixieren zunächst aufgenommen und fixiert und das Fischfilet während des Enthäutevorgangs vom Element zum Fixieren am Schwanzende entlang der Trenneinrichtung gezogen wird, wobei das Schwanzende nach dem Enthäutevorgang vom Element zum Fixieren wieder freigegeben wird.

Vorzugsweise wird das Element zum Fixieren beim Eintreffen eines Fischfilets auf dem Mittelförderer in eine geöffnete Position bewegt, um das Schwanzende des auf den Mittelförderer zugeförderten Fischfilets aufzunehmen, und anschließend wird das Element zum Fixieren dann in eine geschlossene Position bewegt, um das Fischfilet mit seiner Haut am Schwanzende durch den zwischen dem Mittelförderer und der Trenneinrichtung gebildeten Trennspalt hindurchzuziehen.

Besonders vorteilhaft bewegt sich das Element zum Fixieren umlaufend mit dem Mittelförderer mit.

Vorteilhafterweise wird mindestens der Ubergangsbereich von der Zufördereinrichtung zum Mittelförderer mittels mindestens eines Überwachungsmittels überwacht.

Besonders bevorzugt wird das Verfahren mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgeführt.

Die sich aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergebenden Vorteile gelten in gleicher Weise auch für das erfindungsgemäße Verfahren, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Passagen verwiesen wird.

Weitere zweckmäßige und/oder vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen zur Vorrichtung sowie entsprechende Verfahrensschritte ergeben sich aus den

Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung sowie das Verfahren werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Vorrichtung mit einer eine Schwanzklammer aufweisenden Mitnehmerwalze als Mittelförderer, wobei sich die

Schwanzklammer in geöffneter Aufnahmeposition befindet,

Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Figur 1 mit der Schwanzklammer in geschlossener Klemmposition, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit einer Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung und der Mitnehmerwalze als Mittelförderer mit einer Schwanzklammer in geöffneter Position,

4 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit einer Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung und einer Mitnehmerwalze als Mittelförderer mit zwei

Schwanzklammern in geschlossener Position, und Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit einem eine Schwanzklammer aufweisenden Bandförderer als Mittelförderer. Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung dient zum Enthäuten von Fischfilets. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist jedoch in gleicher Weise zum Entfernen von

Oberflächenschichten, wie z.B. Fettschichten und dergleichen, von Fischfilets sowie von anderen Produkten der Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie, wie z.B.

Hühnchenfilets oder dergleichen, geeignet und ausgebildet.

Die Vorrichtung 10 ist zum Enthäuten von Fischfilets 12 ausgebildet und eingerichtet. Sie umfasst eine Zufördereinrichtung 1 1 zum Zufördern von auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets 12 Schwanz voraus in Richtung eines Mittelförderers 13, den Mittelförderer 13 zum Fördern der Fischfilets 12 in Richtung einer Trenneinrichtung 14 sowie zum Fördern und Stützen der Fischfilets 12 während des Enthäutevorgangs, die Trenneinrichtung 14 zum Trennen der Haut vom Fischfilet 12, wobei die

Trenneinrichtung 14 zur Bildung eines Trennspaltes T beabstandet zum Mittelförderer 13 angeordnet ist, sowie eine Abfördereinrichtung 15 zum Abfördern der enthäuteten Fischfilets 12.

Diese Vorrichtung 10 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass dem

Mittelförderer 13 mindestens ein Element 16 zum Fixieren des Schwanzendes zugeförderter Fischfilets 12 auf dem Mittelförderer 13 zugeordnet ist, wobei das Element 16 zum Fixieren aus einer geöffneten Position zum Aufnehmen und Freigeben des Schwanzendes in eine geschlossenen Position zum Halten des Schwanzendes und Ziehen des Fischfilets 12 am Schwanzende entlang der Trenneinrichtung 14 und umgekehrt bewegbar ausgebildet und eingerichtet ist. Das Element 16 ist also wechselseitig zwischen der geöffneten Position und der geschlossenen Position hin und her bewegbar.

Die im Folgenden beschriebenen Merkmale und Weiterbildungen stellen für sich betrachtet oder in Kombination miteinander bevorzugte Ausführungsformen dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Merkmale, die in den Ansprüchen und/oder der Beschreibung und/oder der Zeichnung zusammengefasst oder in einer gemeinsamen Ausführungsform beschrieben sind, auch funktional eigenständig die weiter oben beschriebene Vorrichtung 10 weiterbilden können. Die Zufördereinrichtung 1 1 , der Mittelförderer 13 und die Abfördereinrichtung 15 (allgemein und zusammenfassend auch als Fördereinrichtungen bezeichnet) sind umlaufend angetrieben. Der Antrieb der Fördereinrichtungen kann über (nicht explizit dargestellte) Schrittmotore, Servomotore oder andere geeignete Antriebsmittel erfolgen, und zwar kontinuierlich und/oder schrittweise bzw. getaktet. Insbesondere der Mittelförderer 13 ist kontinuierlich oder diskontinuierlich antreibbar. Die

Antriebsgeschwindigkeit der Fördereinrichtungen kann für alle Fördereinrichtungen gleich sein. Da sämtliche Fördereinrichtungen individuell angetrieben sind, können die Antriebsgeschwindigkeiten auch unterschiedlich sein. In der dargestellten

Ausführungsform umfasst die Zufördereinrichtung 1 1 neben einem Bandförderer 17 als Zuführband eine Überleitungsrolle 18, die den Abstand zwischen dem Bandförderer 17 und dem Mittelförderer 13 überbrückt. Auf die Überleitungsrolle 18 kann auch verzichtet werden, insbesondere dann, wenn der Durchmesser der Antriebs- und/oder Umlenkrollen des Bandförderers 18 sehr klein gehalten wird, so dass ein enger Radius im Übergangsbereich zwischen dem Bandförderer 17 und dem Mittelförderer 13 entsteht. Die Abfördereinrichtung 15 umfasst optional ebenfalls einen Bandförderer 19 als Abführband. Die Fördereinrichtungen können alle in einer gemeinsamen Förderebene liegen.

Vorzugsweise sind die Fördereinrichtungen in Förderrichtung F jedoch jeweils nach unten versetzt angeordnet. Mit anderen Worten liegt die Förderebene der

Zufördereinrichtung 1 1 geringfügig oberhalb der Förderebene des Mittelförderers 13 und die Förderebene des Mittelförderers 13 wiederum geringfügig oberhalb der Förderebene der Abfördereinrichtung 15. Die Trenneinrichtung 14 liegt in der gezeigten Ausführungsform oberhalb des Mittelförderers 13. Oberhalb bedeutet in diesem

Zusammenhang, dass die Trenneinrichtung 14 von oben auf das auf dem

Mittelförderer 13 geförderte Fischfilet 12 trifft bzw. zwischen der Haut des Fischfilets 12 und dem an der Haut anhaftenden Filetfleisch eintaucht, wenn das Fischfilet 12 mit der Hautseite durch den Trennspalt T hindurchgefördert wird.

Die Trenneinrichtung 14 umfasst mindestens ein (Enthäute-)Messer. Das Messer kann ortsfest und starr, also unbeweglich, als stehende Klinge ausgebildet sein. Das Messer kann aber auch oszillierend ausgebildet sein, mit einer oszillierenden

Bewegungsrichtung quer zur Förderrichtung F. Es kann auch ein Doppelmesser vorgesehen sein, beispielsweise ein erstes Messer für den Anschnitt und ein zweites Messer für den eigentlichen Trennschnitt. Es können auch unterschiedliche

Messertypen miteinander kombiniert werden, beispielsweise ein oszillierendes Messer für den Anschnitt und ein feststehendes Messer für den Trennschnitt. Der Anschnitt kann auch durch ein grundsätzlich feststehendes Messer erfolgen, das zum Anschnitt eine einzelne Hubbewegung quer zur Förderrichtung F ausführt. Die oder jede

Schneide des Messers ist gegen die Förderrichtung F der Fischfilets 12 gerichtet, so dass die Fischfilets 12 zwangsläufig in den Wirkbereich des Messers gefördert werden. Des Weiteren weist das Messer auf der der Haut zugewandten Seite vorzugsweise eine Phase auf, um das Durchschneiden der Haut zu verhindern.

Bevorzugt ist die Vorrichtung 10 zum automatischen Enthäuten von Fischfilets 12 ausgebildet und eingerichtet. Dazu umfasst die Vorrichtung 10 eine Steuerungsund/oder Regelungseinrichtung 20, an die mindestens die Zufördereinrichtung 1 1 , der Mittelförderer 13 und das Element 16 zum Fixieren des Schwanzendes angeschlossen sind (siehe hierzu z.B. Figur 3). Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 20 kann eine CPU umfassen, mittels der aufgenommene und/oder ermittelte Daten und Informationen verarbeitet und für Steuerungs- und/oder Regelungsbefehle verwendet werden können. Des Weiteren kann die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 20 auch Speichermedien sowie Ein- und Ausgabemodule und insbesondere ein Display umfassen.

In den bevorzugten Ausführungsformen gemäß der Figuren 1 bis 4 ist der

Mittelförderer 13 eine angetriebene Mitnehmerwalze 21 , wobei die Oberfläche der Mitnehmerwalze 21 im Wesentlichen strukturlos ausgebildet ist. Die Mitnehmerwalze 21 ist rotierend um die Rotationsachse R angetrieben. Mit der strukturlosen Oberfläche bzw. Mantelfläche der Mitnehmerwalze 21 ist eine glatte Auflage für die Fischfilets 12 beschrieben, die eine Gegenlage für die Trenneinrichtung 14 bildet. In weiteren Ausführungsformen kann die Oberfläche/Mantelfläche jedoch auch mindestens teilweise mit einer Struktur oder einer Profilierung oder dergleichen versehen sein. In alternativen Ausführungsformen (siehe z.B. Figur 5) ist der Mittelförderer 13 z.B. als umlaufender Bandförderer 22 ausgebildet, der um die Rotationsachsen R umlaufend angetrieben ist. Der Bandförderer 22 ist bevorzugt ein Kettenförderer oder ein modulares Kettenband. Das Element 14 zum Fixieren des Schwanzendes umfasst in der dargestellten

Ausführungsform ein Klemmelement 23 zum Klemmen des Schwanzendes. Eine solche Klemmeinrichtung kann separat zum Mittelförderer 23 ausgebildet sein, ist jedoch bevorzugt dem Mittelförderer 13 zugeordnet bzw. Bestandteil desselben. In der Ausführungsform gemäß der Figuren 1 bis 3 ist der Mitnehmerwalze 21 als

Mittelförderer 13 auf ihrer Umfangsfläche ein Klemmbügel 24 als Klemmelement 23 zugeordnet, der in geschlossener Position im Wesentlichen bündig mit der Oberfläche der Mitnehmerwalze 21 abschließt. Im Wesentlichen bündig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Klemmbügel 24 zum einen auch geringfügig über die Umfangsfläche des Mittelförderers 13 überstehen darf, solange eine kollisionsfreie Förderung gewährleistet ist. Besonders bevorzugt liegt der Klemmbügel 24 in der geschlossenen Position zum anderen geringfügig unterhalb der Umfangsfläche des Mittelförderers 13.

In der Ausführungsform gemäß der Figur 4 sind der Mitnehmerwalze 21 als

Mittelförderer 13 auf ihrer Umfangsfläche zwei Klemmbügel 24 als Klemmelement 23 zugeordnet. In der Ausführungsform gemäß Figur 5 ist dem Bandförderer 22 ein Klemmbügel 24 als Klemmelement 23 zugeordnet. Optional können der

Mitnehmerwalze 21 und jedem anderen Mittelförderer 13 auch mehr als zwei solcher Klemmelemente 23 zugeordnet sein. Ergänzend oder anstelle der Klemmelemente 23 können die Elemente 16 zum Fixieren auch andere formschlüssige und/oder reibschlüssige und/oder kraftschlüssige Komponenten aufweisen, beispielsweise in Form von Fixierdornen. Die Klemmelemente 23 und andere Elemente 16 zum Fixieren sind z.B. über eine Kurvensteuerung als Betätigungsmittel betätigbar. Optional können die Klemmelemente 23 auch pneumatisch oder mittels geeigneter Antriebsmittel, z.B. einem Servomotor, betätigt werden. Die elektrischen und/oder elektronischen

Betätigungsmittel sind bevorzugt an die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 20 angeschlossen.

Jeder Klemmbügel 24 ist schwenkbar um eine Schwenkachse S ausgebildet, wobei die Schwenkachse S parallel zu einer Rotationsachse R des Mittelförderers 13

ausgerichtet ist. Bezogen auf die Ausführungsform der Figuren 1 bis 4 sind die Schwenkachsen S der Klemmbügel 24 parallel zur Rotationsachse R der

Mitnehmerwalze 21 ausgerichtet. Bezogen auf die Ausführungsform der Figur 5 ist die Schwenkachse S des Klemmbügels 24 parallel zu den Rotationsachsen R des Bandförderers 22 ausgerichtet. Die Schwenkachsen S sind radial versetzt zur

Rotationsachse R angeordnet. Anstelle des Schwenkmechanismus können auch andere Mechanismen zum Öffnen und Schließen des Elementes 16 zum Fixieren dienen, z.B. Klapp- oder Schiebemechanismen sowie linear betätigbare und bewegbare Elemente 16.

Der oder jeder Klemmbügel 24 ist gegen die Förderrichtung F der Fischfilets 12 auf der Zufördereinrichtung 1 1 gerichtet, derart, dass die geöffnete Position des Klemmbügels 24 durch Betätigung des Klemmbügels 24 in Rotationsrichtung des Mittelförderers 13 und die geschlossene Position des Klemmbügels 24 durch Betätigung des

Klemmbügels 24 entgegen der Rotationsrichtung des Mittelförderers 13 erreichbar ist. In der geöffneten Position (siehe z.B. Figuren 1 und 3 und 5) ist eine Öffnung O gebildet, um das Schwanzende eines Fischfilets 12 aufzunehmen. Die Öffnung O ist gegen die Förderrichtung F gerichtet, so dass die Schwanzenden automatisch in die Öffnung O geführt werden. Der Klemmbügel 24 kann auf der Innenseite, die dem Fischfilet 12 zugewandt ist, glatt ausgebildet sein. Bevorzugt weist die Innenseite des Klemmbügels 24 eine Struktur bzw. Profilierung auf oder ist zumindest angeraut, um in der geschlossenen Position (siehe z.B. Figuren 2 und 4) einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist den Figuren 3 und 4 zu entnehmen. Die Vorrichtung 10 umfasst mindestens ein Überwachungsmittel 25 zum Überwachen mindestens des Übergangsbereiches von der Zufördereinrichtung 1 1 zum

Mittelförderer 13. Das Überwachungsmittel 25 kann eine elektronische

Messeinrichtung sein. In der dargestellten Ausführungsform umfasst das

Überwachungsmittel 25 eine optische Kamera 26, mit deren Hilfe der Eintritt von Fischfilets 12 in den Bereich des Mittelförderers 13 einerseits sowie die Position bzw. den Zustand des Mittelförderers 13 und der Klemmelemente 23 (Ist der Klemmbügel in der geöffneten Position oder in der geschlossenen Position? Befinden sich noch (Haut- )Reste auf dem Mittelförderer 13 oder im Klemmbügel?) überwacht und aufgenommen wird. Das oder jedes Überwachungsmittel 25 ist an die Steuerungs- und/oder

Regelungseinrichtung 20 angeschlossen, um die ermittelten Daten und Informationen verarbeiten zu können. Anstelle der Kamera 26 oder ergänzend zu dieser kann das Überwachungsmittel 25 auch Sensoren, Lichtschranken, Wegmesselemente, Zähler und dergleichen umfassen, mittels denen insbesondere das Zusammenwirken von Zufördereinrichtung 1 1 , Mittelförderer 13 und Element 16 zum Fixieren überwacht werden kann. Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 20 kann über Leitungen oder leitungsfrei, z.B. über Funk, Bluetooth oder dergleichen, mit den einzelnen Komponenten der Vorrichtung 10 verbunden sein. Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 20 kann auch an ein internes oder externes Netzwerk angeschlossen sein.

Wie insbesondere aus den Figuren 3 bis 5 ersichtlich, kann die Vorrichtung 10

Elemente 27 zum Abstreifen der vom Filetfleisch getrennten und durch den

Mittelförderer 13 nach unten abgeförderten Haut aufweisen, die am Mittelförderer 13 anliegt. Dieses Element 27 kann z.B. eine einzelne Abstreiferwalze 28 sein (siehe z.B. Figur 3). Ergänzend zur oder anstelle der Abstreiferwalze 28 kann z.B. auch ein Düsenelement 29 (siehe z.B. Figuren 4 und 5) angeordnet sein, das mittels Luft- und/oder Wasserstrahl nach dem Öffnen der Elemente 16 zum Fixieren die Haut (mit dem Schwanzende) aus dem Element 16 und von dem Mittelförderer 13 entfernt, bevor das Element 16 zum erneuten Aufnehmen eines Schwanzendes in den

Übergangsbereich zwischen der Zufördereinrichtung 1 1 und dem Mittelförderer 13 bewegt wird.

Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahrensprinzip anhand der Zeichnung näher erläutert:

Der zu bearbeitende Fisch wird zunächst auf einer herkömmlichen

Fischfiletiermaschine filetiert. Die dabei entstehenden Fischfilets 12 werden manuell oder maschinell der Vorrichtung 10 zum Enthäuten zugeführt. In der Vorrichtung 10 werden die Fischfilets 12 auf einer Zufördereinrichtung 1 1 abgelegt, mittels der die auf ihrer Hautseite liegenden Fischfilets 12 Schwanz voraus in Richtung eines

Mittelförderers 13 gefördert werden. Die Fischfilets 12 werden an den Mittelförderer 13 übergeben, mittels dem die Fischfilets 12 in Richtung einer Trenneinrichtung 14 gefördert werden. Mit der Trenneinrichtung 14 wird die Haut vom Fischfilet 12 getrennt, wobei die Fischfilets 12 während des Enthäutevorgangs vom Mittelförderer 13 gefördert und gestützt werden. Das Trennen der Haut erfolgt, indem die Fischfilets 12 mit ihrer Hautseite von dem Mittelförderer 13 durch den zwischen der Trenneinrichtung 14 und dem Mittelförderer 13 gebildeten Trennspalt T gefördert werden. Nach dem Enthäutevorgang erfolgt ein separates Abfördern der enthäuteten Fischfilets 12 mittels einer Abfördereinrichtung 15 einerseits und der abgetrennten Haut mittels des

Mittelförderers 13 andererseits. Für den Enthäutevorgang taucht die Trenneinrichtung 14 zwischen der Haut und dem mit der Haut verbundenen Filetfleisch ein. Dadurch wird das enthäutete Fischfilet 12 über die Trenneinrichtung 14 hinweg an die

Abfördereinrichtung 15 übergeben und von diesem abgefördert, während die Haut durch den Trennspalt T geführt und vom Mittelförderer 13 nach unten abgefördert wird. Erfindungsgemäß wird das Schwanzende des Fischfilets 12 auf dem Mittelförderer 13 von einem Element 16 zum Fixieren zunächst aufgenommen und fixiert und das Fischfilet 12 wird während des Enthäutevorgangs vom Element 16 zum Fixieren am Schwanzende entlang der Trenneinrichtung 14 gezogen, wobei das Schwanzende nach dem vollständigen Enthäutevorgang vom Element 16 zum Fixieren wieder freigegeben wird. Das bedeutet, dass jedes Fischfilet 12 beim Eintreffen auf dem Mittelförderer 13 von dem Element 16 gegriffen und gehalten wird, so dass das Fischfilet 12 beim Fördern durch den Mittelförderer 13 in Richtung der Trenneinrichtung 14 gezogen wird, derart, dass die Trenneinrichtung 14 in das Fischfilet 12 eintaucht, so dass die Hautseite vom Mittelförderer 13 aktiv weiter nach unten abgefördert wird, während das Filetfleisch über die Trenneinrichtung 14 geschoben - oberhalb der Trenneinrichtung 14 auf dieser entlanggleitend - und von der Abfördereinrichtung 15 abgefördert wird. Zum Lösen des Schwanzendes mit der daran befindlichen Haut wird das Element 16 nach dem vollständigen Enthäutevorgang geöffnet, um das

Schwanzende freizugeben. Die am Mittelförderer 13 haftende Haut kann dann mittels eines Elementes 27 zum Abstreifen vom Mittelförderer 13 entfernt werden. Dies kann z.B. durch Schaben mittels einer Abstreiferwalze 28 oder mittels eines

Düsenelementes 29 erfolgen.

Beim Eintreffen eines Fischfilets 12 auf dem Mittelförderer 13 wird das Element 16 zum Fixieren in eine geöffnete Position bewegt, um das Schwanzende des auf den

Mittelförderer 13 zugeförderten Fischfilets 12 aufzunehmen. Sobald das Schwanzende ausreichend in die Öffnung O zugefördert ist, beispielsweise mit einer Länge von ca. 10-20mm, wird das Element 16 zum Fixieren dann in eine geschlossene Position bewegt, um das Fischfilet 12 am Schwanzende durch den zwischen dem Mittelförderer 13 und der Trenneinrichtung 14 gebildeten Trennspalt T hindurchzuziehen. Genauer wird das Fischfilet 12 durch den Wirkungsbereich der Trenneinrichtung 14 bewegt, derart, dass ein Messer der Trenneinrichtung 14 in das Fischfilet 12 eintaucht und durch die Bewegung des Mittelförderers 13 den Enthäutevorgang ausübt. Dabei folgt die Haut der kreisförmigen Bewegungsbahn der Mitnehmerwalze 21 . Für den Fall, dass z.B. der Bandförderer 22 als Mittelförderer 13 vorgesehen ist, um die Fischfilets 12 der Trenneinrichtung 14 zuzuführen, folgt die Haut der Bewegungsbahn des Bandförderers 22, während das Filetfleisch auf die Abfördereinrichtung 15 geschoben und von dieser abgefördert wird. Um den Enthäutevorgang durchgängig sicherzustellen, bewegt sich das Element 16 zum Fixieren umlaufend mit dem Mittelförderer 13 mit. Das bedeutet, dass das Schwanzende so lange fixiert bleibt, bis die Trenneinrichtung 14 den Enthäutevorgang abgeschlossen hat. Der Enthäutevorgang kann kontinuierlich oder getaktet erfolgen. Besonders vorteilhaft erfolgt die Bewegung der Fischfilets 12 durch die Vorrichtung 10 taktweise. Das bedeutet z.B. für den Fall, dass dem Mittelförderer 13 ein einzelnes Element 16 zum Fixieren zugeordnet ist, dass der Mittelförderer 13 in Arbeitsschritten von jeweils eines vollständigen Umlaufs rotiert. Mit anderen Worten rotiert dann z.B. eine Mitnehmerwalze 21 in Arbeitsschritten von jeweils 360°. Der Umfang der

Mitnehmerwalze 21 ist dann mindestens so groß wie die Länge der zu enthäutenden Fischfilets 12. Für den Fall, dass zwei Elemente 16 zum Fixieren vorgesehen sind, rotiert die Mitnehmerwalze 21 in Arbeitsschritten von jeweils 180°. Der Abstand der beiden Elemente 16 ist dann mindestens so groß wie die Länge der zu enthäutenden Fischfilets 12.

Vorzugsweise wird mindestens der Übergangsbereich von der Zufördereinrichtung 1 1 zum Mittelförderer 13 mittels mindestens eines Überwachungsmittels 25 überwacht. Mit anderen Worten ist über dem genannten Bereich z.B. eine elektronische

Messeinrichtung oder eine Kamera 26 angeordnet, die der Gewinnung von

Informationen für die Beeinflussung und Steuerung des Enthäutevorgangs dient. Genauer kann durch das Überwachungsmittel 25 das einlaufende Schwanzende erkannt werden. Des Weiteren kann erkannt werden, wann das Schwanzende ausreichend tief in der Öffnung O des Elementes 16 zum Fixieren liegt, um das Element 16 zu schließen. Mit dem Überwachungsmittel 25 kann weiterhin erfasst werden, ob das Element 16 bereit zur Aufnahme eines Schwanzendes ist, oder ob sich noch Hautreste oder dergleichen im Element 16 befinden, die eine Aufnahme verhindern oder zumindest beeinträchtigen.

Besonders bevorzugt wird das Verfahren mit einer Vorrichtung 10 nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgeführt, wie sie weiter oben ausführlich beschrieben ist.