LÜKEN, Joachim (Stroblstrasse 13, München, 80686, DE)
LÖBIG, Norbert (Im Erlich 79, Darmstadt, 64291, DE)
LÜKEN, Joachim (Stroblstrasse 13, München, 80686, DE)
| Patentansprüche
1. Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) mit: einer Speichereinheit zum Speichern von Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) für die Vielzahl von Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) ; einer Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit (2) zum Ermitteln von individuellen Funktionsmerkmalen (F(Gl) bis F(Gx)) der Nutzsignalquellen in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) ; und einer Funktionsmerkmal-Aufbereitungseinheit (3) zum Aufberei ¬ ten der ermittelten Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) und zum Erzeugen mindestens eines vereinheitlichten Funktions- merkmals (F(G*)) für die Gesamtheit der Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) .
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit (2) einen An ¬ steuerteil (Client 2) aufweist, der die Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) ansteuert und hierbei individuelle Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) abruft.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit (2) eine Verbin ¬ dung zu einem Funktionsmerkmalsspeicher (S2) in einem Netz- werk (N) herstellt und hierbei mindestens eines der individu ¬ ellen Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) abruft.
4. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmerkmal-Aufbereitungseinheit (3) zum Erzeu ¬ gen des mindestens einen vereinheitlichten Funktionsmerkmals (F(G*)) eine Gewichtung und/oder Auswahl ermittelter Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) durchführt.
5. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansteuerteil (Client 2) in einem externen Gerät (FB; PDA) realisiert ist und die Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) ü- ber eine Infrarot-Schnittstelle (IR) oder eine Funk- Schnittstelle (Bluetooth/WLAN) ansteuert.
6. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) jeweilige elektronische Programmzeitschriften (EPG 1 bis EPGx) der Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) darstellen und das vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) eine für alle Nutz- signalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte elektroni ¬ sche Programmzeitschrift darstellt.
7. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) eine für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte elektronische Programmzeitschrift mit Bild ¬ in-Bild Ausgabe von Nutzsignalen unterschiedlicher Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) darstellt .
8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) jeweilige Listen von aufgezeichneten Audio-/Video-Daten dar- stellen und das vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) ei ¬ ne für alle Nutzsignalquellen gültige vereinheitlichte Audio- /Video-Datenliste darstellt.
9. Vorrichtung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Audio-/Video-Datenliste strukturiert ist in Form von Verzeichnissen .
10. Vorrichtung nach Patentanspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*) eine für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte Audio-/Video-Datenliste mit Bild-in-Bild Ausgabe von Inhalten der aufgezeichneten Audio-/Video-Daten darstellt .
11. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansteuerteil (Client 2) eine Ausgabeeinheit (TV) zur Realisierung einer Bild-im-Bild-Funktionalität in Abhängigkeit vom mindestens einen vereinheitlichten Funktionsmerkmal (F(G*)) ansteuert.
12. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmerkmals-Ermittlungseinheit (2) eine Ver- bindung zu einem Steuersignal-Generator (S3) in einem Netzwerk (N) herstellt und hierbei eine Steuerung der Nutzsignal ¬ quellen (Gl bis Gx) durch Steuersignale ermöglicht.
13. Vorrichtung nach Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, die Steuersignale kanalspezifische Signale darstellen zur Kennzeichnung von Beginn und Ende einer Sendung eines Programmkanals .
14. Verfahren zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) mit den Schritten: Bereitstellen von Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) für die Vielzahl von Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) ; Ermitteln von individuellen Funktionsmerkmalen (F(Gl) bis F (Gx) ) der Nutzsignalquellen in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) ; und
Aufbereiten der ermittelten Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F (Gx) ) zum Erzeugen mindestens eines vereinheitlichten Funk- tionsmerkmals (F(G*)) für die Gesamtheit der Nutzsignalquel ¬ len (Gl bis Gx) .
15. Verfahren nach Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, zum Ermitteln der individuellen Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F (Gx) ) die Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten (Kl bis Kx) angesteuert werden und hierbei mindestens eines der individuellen Funktionsmerkmale ((F(Gl) bis F(Gx)) abgerufen wird.
16. Verfahren nach Patentanspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ermitteln der individuellen Funktionsmerkmale eine Verbindung zu einem Funktionsmerkmalsspeicher (S2) in einem Netzwerk (N) hergestellt wird und hierbei mindestens eines der individuellen Funktionsmerkmale ((F(Gl) bis F(Gx)) abge ¬ rufen wird.
17. Verfahren nach einem der Patentansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erzeugen des mindestens einen vereinheitlichten Funktionsmerkmals (F(G*)) eine Gewichtung und/oder Auswahl der ermittelten Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) durchge- führt wird.
18. Verfahren nach einem der Patentansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Funktionsmerkmale (F(Gl) bis F(Gx)) jeweilige elek-tronische Programmzeitschriften (EPGl bis EPGx) darstellen und das mindestens eine vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) eine für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte elektronische Programmzeit ¬ schrift darstellt.
19. Verfahren nach Patentanspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) eine für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte elektronische Programmzeitschrift mit Bild ¬ in-Bild Ausgabe von Nutzsignalen unterschiedlicher Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) darstellt .
20. Verfahren nach einem der Patentansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Funktionsmerkmale jeweils Listen von aufgezeichneten Audio-/Video-Daten (Movie 1 bis Movie x) darstellen und das vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*)) ei ¬ ne für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheit- lichte Audio-/Video-Datenliste darstellt.
21. Verfahren nach Patentanspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Audio-/Video-Datenliste strukturiert ist in Form von Verzeichnissen.
22. Verfahren nach Patentanspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine vereinheitlichte Funktionsmerkmal (F(G*) eine für alle Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) gültige vereinheitlichte Audio-/Video-Datenliste mit Bild-in-Bild Ausgabe von Inhalten der aufgezeichneten Audio-/Video-Daten darstellt .
23. Verfahren nach einem der Patentansprüche 14 bis 22, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt Herstellen einer Verbindung zu einem Steuersignal-Generator (S3) in einem Netzwerk (N) zum Ermöglichen einer Steuerung der Nutzsignalquellen (Gl bis Gx) durch davon ausgegebene Steuersignale.
24. Verfahren nach Patentanspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersignale kanalspezifische Signale darstellen zur Kennzeichnung von Beginn und Ende einer Sendung eines Programmkanals. |
Beschreibung
Vorrichtung und Verfahren zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen und insbesondere auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur vereinheitlichten Bedienung von verschiedenen Geräten innerhalb einer gemeinsamen Unterhaltungselektronik-Umgebung.
Mit der Verfügbarkeit von DSL (Digital Subscriber Line) oder direktem ETH (Ethernet ) -Zugang zu leistungsfähigen Kommunika- tionsnetzen in Kombination mit attraktiven Flatrate-Tarifen der Internet-Serviceprovider gewinnt die Nutzung von Internet-Fernsehen bzw. sogenannten IP-TV wachsende Bedeutung. Der Fernsehzuschauer erhält damit zusätzlichen Zugriff auf Broad- cast TV (BTV) , Video on demand (VoD) und Internet (Walled Garden/Games) mittels paketvermittelnder Netzwerke. Zugangs ¬ einrichtungen für derartige weitere Angebote sind unter ande ¬ rem eine lokal beim Fernsehzuschauer vorzuhaltende sogenannte „Set-Top-Box" (STB) mit einer für den jeweiligen Anbieter spezifischen Funktionalität, die das Zusammenwirken mit den jeweiligen zentralen Servern (TV Headend, VoD-Server, DHCP- Server, Digital Rights Management (DRM) , zentrale Koordinati ¬ on inklusive Zugangs- und Feature Control sowie Bezahlsyste ¬ me) der jeweiligen Netzlösung ermöglicht.
In vielen Fällen hat der Fernsehzuschauer aber bereits einen Zugang zu weiteren Fernsehprogrammen über alternative übertragungsmedien. Insbesondere können dies autark arbeitende Set-Top-Boxen für Satellitenempfang (DVB-S, Digital Video Broadcast Satellite) , digitalen terrestrischen Empfang (DVB- T, Digital Video Broadcast Terrestric) oder digitalen Empfang über Kabel (DVB-C, Digital Video Broadcast Cable) sein. Viel ¬ fach sind entsprechende Funktionalitäten bereits in moderne Fernsehgeräte integriert. Auch mag es in selteneren Fällen
sein, dass darüber hinaus noch analoger terrestrischer Empfang oder analoger Empfang via Satellit oder Kabel in Kombination benutzt wird.
In einer derartigen Unterhaltungselektronik-Umgebung besitzen ferner digitale (oder auch analoge) Aufnahme- und Wiedergabe ¬ geräte, die ebenfalls an einem Fernsehgerät lokal angeschlos ¬ sen sein können, starke Verbreitung. Diese Geräte können ebenfalls eigene Empfänger für mindestens eine der vorstehend genannten Empfangstechniken vorhalten und als weitere Nutzsignalquellen für die Fernsehgeräte fungieren. Im Hinblick auf digitale Technik sind derartige Empfangs- und Wiedergabe ¬ funktionen oftmals bereits in die Set-Top-Box integriert bzw. stellen eine weitere Funktionalität der Set-Top-Box zur Ver- fügung.
Diese herkömmlichen Geräte besitzen im Allgemeinen eine eigene, üblicherweise auf Infrarotsignalen beruhende Fernbedie ¬ nungs-Schnittstelle, wobei eine Bedienung der einzelnen Funk- tionen über separate oder eine einzige konfigurierbare ge ¬ meinsame Fernbedienung durchgeführt werden kann. Trotz einer derartigen gemeinsamen Fernbedienung bleibt die Beherrschung der beschriebenen Unterhaltungselektronik-Umgebung bzw. genannten Infrastruktur sehr unkomfortabel, da jedes der Geräte dem Bediener weiterhin als selbstständiges Gerät mit eigener Bedienphilosophie und eigenem Look-and-Feel gegenübersteht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde eine Vorrich ¬ tung und ein Verfahren zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen zu schaffen, die eine Erhöhung des Benutzerkomforts ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich der Vorrich ¬ tung durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsicht- lieh des Verfahrens durch die Maßnahmen des Patentanspruchs 11 gelöst .
Demzufolge ist eine Speichereinheit zum Speichern von Konfi ¬ gurationsdaten für die Vielzahl von Nutzsignalquellen vorgesehen, wobei eine Funktionsmerkmals-Ermittlungseinheit in Ab ¬ hängigkeit von den Konfigurationsdaten individuelle Funkti- onsmerkmale der Nutzsignalquellen ermittelt und diese ermit ¬ telten Funktionsmerkmale zum Erzeugen eines vereinheitlichten Funktionsmerkmals für die Gesamtheit der Nutzsignalquellen in einer Funktionsmerkmal-Aufbereitungseinheit aufbereitet . Auf diese Weise können bisher einzeln nebeneinander stehende Funktionsmerkmale zusammengeführt und vereinheitlicht ausge ¬ geben werden, wodurch sich für den Benutzer eine Verbesserung des Komforts ergibt, da er immer nur die Funktionsmerkmale des Gesamtsystems angezeigt bekommt.
Die Funktionsmerkmale können hierbei entweder direkt von den Nutzsignalquellen oder von einem Funktionsmerkmalsspeicher in einem Netzwerk abgerufen werden. Insbesondere bei dem Netzabruf ergibt sich eine starke Vereinfachung beim Ermitteln der individuellen Funktionsmerkmale der jeweiligen Nutzsignal- quellen. Ferner kann beim Erzeugen des vereinheitlichten
Funktionsmerkmals eine Gewichtung der ermittelten Funktions ¬ merkmale durchgeführt werden, wodurch beispielsweise Quali ¬ tätsunterschiede der jeweiligen Nutzsignalquellen berücksichtigt und bei einer Mehrzahl von gleichen Funktionsmerkmalen ein Funktionsmerkmal mit der höchsten Qualität ausgewählt werden kann.
Die individuellen Funktionsmerkmale können hierbei beispiels ¬ weise elektronische Programmzeitschriften oder jeweilige Au- dio-/Video-Datenlisten für bereits aufgezeichnete Musik oder Filme darstellen, wobei das vereinheitlichte Funktionsmerkmal dann jeweils eine vereinheitlichte elektronische Programm ¬ zeitschrift oder eine vereinheitlichte Audio-/Video-Datenlis- te für das Gesamtsystem darstellt. Ferner kann in Abhängig- keit vom vereinheitlichten Funktionsmerkmal eine Ausgabeeinheit derart angesteuert werden, dass eine Bild-im-Bild- Funktionalität ermöglicht ist.
Weiterhin besteht die Möglichkeit zum Aufbau einer Verbindung zu einem Steuersignal-Generator in einem Netzwerk, wobei eine Steuerung der Nutzsignalquellen von diesem Steuersignal- Generator durch Steuersignale ermöglicht wird. Wenn derartige Steuersignale beispielsweise VPS-Signale darstellen, so kann auf diese Weise eine zeitgesteuerte Aufnahme-Funktionalität auch für Geräte im Gesamtsystem zur Verfügung gestellt werden, welche diese üblicherweise nicht aufweisen.
Hinsichtlich des Verfahrens werden nach dem Bereitstellen von Konfigurationsdaten für die Vielzahl von Nutzsignalquellen zunächst die individuellen Funktionsmerkmale der Nutzsignal ¬ quellen in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten ermittelt, um anschließend zum Erzeugen eines vereinheitlichten Funktionsmerkmals für die Gesamtheit der Nutzsignalquellen eine Aufbereitung der ermittelten Funktionsmerkmale durchzu ¬ führen .
In den weiteren Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur 2 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 3 eine vereinfachte Darstellung zur Veranschaulichung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
Figur 4 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem dritten Ausfüh- rungsbeispiel;
Figur 5 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem vierten Ausfüh- rungsbeispiel;
Figur 6 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem fünften Ausfüh- rungsbeispiel;
Figur 7 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem sechsten Ausfüh- rungsbeispiel;
Figuren 8A und 8B eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer Aufbereitung und Auswahl von Funktionsmerkmalen;
Figur 9 eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschauli ¬ chung einer Aufnahme-Programmierung;
Figur 10 eine vereinfachte Darstellung zur Veranschaulichung einer vereinheitlichten elektronischen Programmzeitschrift;
Figur 11 eine Darstellung zur Veranschaulichung einer vereinheitlichten Audio-/Video-Datenliste; und
Figur 12 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung wesentlicher Verfahrensschritte zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen.
Figur 1 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen Gl bis Gx. Die Nutzsignalquellen können hierbei die eingangs genannten Set- Top-Boxen zum Empfang von Broadcast TV (BTV) über ein paketvermittelndes Netzwerk oder aber herkömmliche Set-Top-Boxen zum Empfangen von Fernsehsignalen mittels Kabel, Satellit und/oder terrestrisch (DVB-S/T/C, Digital Video Broadcast Sa- tellite/Terrestric/Cable) sein. Als Ausgabeeinheit kann ins- besondere in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung ein herkömmliches Fernsehgerät TV verwendet werden.
Das als Client 1/2 bezeichnete Gerät zur vereinheitlichten Bedienung dieser Vielzahl von Nutzsignalquellen weist gemäß Figur 1 eine Speichereinheit 1 auf, in der eine Vielzahl von Konfigurationsdaten Kl bis Kx für die Vielzahl von Nutzsignalquellen Gl bis Gx abgelegt sind. Diese Konfigurationsdaten können beispielsweise über eine Eingabe-Schnittstelle 4 manu ¬ ell eingegeben oder automatisch eingelesen werden. Grundsätz- lieh ist auch eine Herstellerprogrammierung dieser Konfigurationsdaten Kl bis Kx denkbar, wobei jedoch üblicherweise die Konfigurationsdaten einer tatsächlich vom Benutzer genutzten Unterhaltungselektronik-Umgebung abgelegt werden sollte. Typische Konfigurationsdaten Kl bis Kx sind beispielsweise der Typ eines jeweiligen Gerätes, eine Information, ob es sich zum Beispiel um einen Rekorder oder einen Empfänger handelt, oder eine Hersteller-Identifikationsnummer. Weiterhin können hier Bedienprofile und sonstige Daten abgelegt sein, die die jeweiligen Nutzsignalquellen Gl bis Gx näher beschreiben. Die Konfigurationsdaten Kl bis Kx enthalten insbesondere die
Verschaltung der Geräte der Unterhaltungselektronik-Umgebung. Diese Konfigurationsdatenanteile sind i.a. durch den Benutzer einzugeben bzw. bei änderungen/Erweiterungen der Unterhaltungselektronik-Umgebung anzupassen .
Vorzugsweise befindet sich der Client 1/2 innerhalb einer Set-Top-Box und kann daher auch über eine darin befindliche Telekommunikations-Schnittstelle 5 an ein beispielsweise pa-
ketvermittelndes Netzwerk N angeschlossen werden. In diesem Fall können die Konfigurationsdaten Kl bis Kx auch über eine derartige lokale Schnittstelle innerhalb eines Home-Netzwerks bzw. über ein Home-Gateway eingegeben werden.
Gemäß Figur 1 ist ferner eine Funktionsmerkmal-Ermittlungs ¬ einheit 2 zum Ermitteln von individuellen Funktionsmerkmalen F(Gl) bis F(Gx) der verschiednen Nutzsignalquellen Gl bis Gx in Abhängigkeit von den Konfigurationsdaten Kl bis Kx vorge- sehen. Genauer gesagt kann diese Funktionsmerkmal-Ermitt ¬ lungseinheit 2 beispielsweise einen Ansteuerteil Client 2 aufweisen, der die Nutzsignalquellen in Abhängigkeit von den beispielsweise manuell eingegebenen Konfigurationsdaten über die Telekommunikations-Schnittstelle 5 oder über eine (nicht dargestellte) Infrarot-Schnittstelle IR ansteuert und hierbei die individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) abruft.
Da jedoch insbesondere ältere Empfangsgeräte bzw. Nutzsignal ¬ quellen Gl bis Gx keine derartige Abrufmöglichkeit ihrer in- dividuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) erlauben, kann die Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit 2 vorzugsweise auch eine Verbindung zu einem nicht dargestellten Funktionsmerkmalsspeicher in einem beispielsweise paketvermittelnden Netzwerk N über die Telekommunikations-Schnittstelle 5 bzw. das Home-Network herstellen und hierbei die in einem Funktions- merkmals-Server abgelegten Funktionsmerkmale unter Verweis auf die im Speicher 1 abgelegten Konfigurationsdaten wie beispielsweise einen Gerätetyp abrufen.
Die so von den Nutzsignalquellen direkt abgerufenen oder bei einem Server abgefragten individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) können dann zum Erzeugen eines vereinheit ¬ lichten Funktionsmerkmals F(G*) einer Funktionsmerkmal-Aufbe ¬ reitungseinheit 3 zugeführt werden. Genauer gesagt werden in der Aufbereitungseinheit 3 die ermittelten individuellen
Funktionsmerkmale zum Beispiel hinsichtlich ihrer Qualität gewichtet oder hinsichtlich ihres Informationsgehalts oder ihrer Erscheinungsform bearbeitet, und daraus wird ein ver-
einheitlichtes Funktionsmerkmal F(G*), welches für die Ge ¬ samtheit der Nutzsignalquellen Gl bis Gx gilt, generiert und an der Ausgabeeinheit TV ausgegeben.
Auf diese Weise erhält man eine vereinheitlichte und komfor ¬ table Bedienung sowie insbesondere eine vereinheitlichte Be ¬ dienerschnittstelle für die Vielzahl von Nutzsignalquellen, da deren bisher parallel nebeneinander vorliegende Funktions ¬ merkmale F(Gl) bis F(Gx) nunmehr strukturiert und unter An- wendung intelligenter Bearbeitungsfunktionen zusammengeführt sind. Obwohl der in Figur 1 dargestellte Client 1/2 direkt in einer Set-Top-Box realisiert werden kann, ist vorzugsweise eine Aufteilung der verschiedenen Funktionalitäten in einen Client 1 und einen Client 2 wünschenswert, der gestrichelt dargestellt ist. Hierbei können sowohl die Konfigurationsda ¬ ten als auch ein Teil der Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit 2 in ein externes Gerät wie beispielsweise eine IR- Fernbedienung oder einen infrarottauglichen PDA (Personal Digital Assistant) ausgelagert werden, wobei die Nutzsignal- quellen nunmehr über eine Infrarot-Schnittstelle des ausgela ¬ gerten Teils aus angesteuert werden. Bei einer derartigen Aufteilung der Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen erhält man eine besonders hohe Kompatibilität mit bereits existierenden Geräten innerhalb einer Unterhaltungselektronik-Umgebung, da alle derartigen Geräte üblicherweise eine Infrarot-Schnittstelle zum Ansteuern ihrer Funktionen aufweisen. Neben oder zusätzlich zur Infrarotschnittstelle zur Ansteuerung der Nutzdatenquellen kann auch jede andere Technologie zur Ansteuerung eingesetzt werden (z.B. Bluetooth, WLAN, ETH), sofern die
Nutzdatenquellen und das Ausgabegerät TV dies erlauben. Erfolgt die vorstehend beschriebene Auslagerung nicht, so ge ¬ schieht die Ansteuerung der Nutzsignalquellen über die Telekommunikationsschnittstelle bzw. das Home Network oder eine Schnittstelle zu einem Infrarotsender im Empfangsbereich der Nutzsignalquellen. Optional kann in diesem Falle auch eine spezielle weitere übertragungsschnittstelle vorhanden sein (z.B. Bluetooth, WLAN) zum Zwecke der genannten Ansteuerung.
Wie nachfolgend im Einzelnen erläutert werden soll, können unter den individuellen Funktionsmerkmalen beispielsweise jeweilige elektronische Programmzeitschriften F(Gl) bis F(Gx) = EPGl bis EPGx (Electronic Program Guide) verstanden werden, aus denen für das Gesamtsystem von Nutzsignalquellen Gl bis Gx eine vereinheitlichte elektronische Programmzeitschrift als vereinheitlichtes Funktionsmerkmal F(G*) erzeugt wird. In gleicher Weise können die individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) auch Listen von aufgezeichneten Audio-/Video- Daten darstellen, wobei das vereinheitlichte Funktionsmerkmal F(G*) dann eine für alle Nutzsignalquellen gültige vereinheitlichte Audio-/Video-Datenliste darstellt.
Sofern eine Ausgabeeinheit oder eine der Nutzsignalquellen beispielsweise eine Bild-im-Bild-Funktionalität aufweist, so kann in Abhängigkeit vom vereinheitlichten Funktionsmerkmal, d.h. von der beispielsweise neu erstellten elektronischen Programmzeitschrift oder der für das Gesamtsystem gültigen Audio-/Video-Datenliste eine Bild-im-Bild-Anzeige durchge ¬ führt werden, wenn beispielsweise ein jeweiliges Auswahlfeld ausgewählt wird. Die zugehörigen Audio/Video Signale ergänzen dann die vorstehend genannten Funktionsmerkmale und werden ebenfalls per Ansteuerung durch den Client 1/2 abgerufen.
Im Hinblick auf die Ausgabe einer elektronischen Programmzeitschrift (EPG) erfolgt gemäß dem Stand der Technik die Li ¬ ve Ausgabe eines gewählten Programms i.a. parallel zur Ausga ¬ be des EPG, z.B. als bewegtes Hintergrundbild mit den EPG In- formationen im Vordergrund. Gemäß aktuellen, weitergehenden Forderungen wird ebenfalls die Live Ausgabe der im EPG ange ¬ zeigten weiteren Programmkanäle als Bild-in-Bild Information im EPG von den Netzbetreibern und Dienstanbietern gewünscht. Zur Ausgabe eines inklusive dieser Live-Ausgaben vereinheit- lichten Funktionsmerkmales EPG ist die Verarbeitung der je ¬ weiligen Realzeitnutzsignale erforderlich. Dies kann dadurch erfolgen, dass das Ausgabegerät selbst oder die gemäß der er ¬ findungsgemäßen Vorrichtung angelegte Nutzsignalquelle STB
per geeigneter Verkabelung der Unterhaltungselektronik-Umge ¬ bung zur Aufnahme der Nutzsignale der weiteren Nutzsignal ¬ quellen bestimmt ist und ferner Mischfunktionen für diese Nutzsignale besitzt. Damit kann der einfache Fall der Paral- IeI- oder Hintergrundausgabe eines ausgewählten Programmka ¬ nals über die Funktionen des Client 1/2 bewirkt werden bei gleichzeitiger Ausgabe des vereinheitlichten EPG.
Soll die genannte Bild-im-Bild Ausgabe der weiteren Kanäle des zur Anzeige gebrachten Teils des EPG erfolgen, so kann das ebenfalls über Client 1/2 gesteuert werden, sofern eine geeignete Mischfunktion für die Nutzdatensignale im TV-Gerät oder vorzugsweise in der erfindungsgemäßen Vorrichtung selbst zur Ansteuerung durch Client 1/2 vorhanden ist. Dies hat dann zur Folge, dass beispielsweise ein erster gewählter IPTV-Pro- grammkanal als bewegtes Hintergrundbild des vereinheitlichten EPG als Live Information über das Ausgabegerät ausgegeben wird und zugleich seine Toninformation über das Ausgabegerät zur Verfügung steht und dass gleichzeitig mindestens ein im EPG angezeigter weiterer Programmkanal einer ggf. anderen
Nutzsignalquelle, also z.B. eines Satelliten-Empfängers, ei ¬ nes Kabel-Empfängers oder eines terrestrischen Empfängers, ebenfalls live als bewegtes Bild-im-Bild ohne Tonsignal im vereinheitlichten EPG vorhanden ist. Je nach Anzahl der pa- rallel nutzbaren Empfänger einer Nutzdatenquelle oder der
Verfügbarkeit von Programmkanälen mit Parallelausgabe der Vi ¬ deo-Information mehrerer Einzelprogramme (z.B. Mosaik- Ausgaben von mehreren Programmen mit angepasster Auflösung) kann hierbei von externen Nutzsignalquellen eine Vielzahl von Programmkanälen zugleich bereitgestellt werden und für den jeweils angezeigten Teil eines EPG als Bild-im-Bild Informa ¬ tion in das EPG eingebracht werden. Steuerung dieser Funktion obliegt jeweils Client 1/2.
Darüber hinaus kann insbesondere zur Verbesserung einer Aufnahme-Funktionalität die Funktionsmerkmal-Ermittlungseinheit 2 auch eine Verbindung zu einem nicht dargestellten Steuersignal-Generator hergestellt werden, der sich beispielsweise
in einem paketvermittelnden Netzwerk N befindet, wodurch eine Steuerung der Nutzsignalquellen durch von diesem Steuersignal-Generator abgesetzte Steuersignale ermöglicht wird. Bei einem derartigen Steuersignal-Generator handelt es sich bei- spielsweise um einen Server für die Verteilung eines Aufnahmestart- und Aufnahmeendesignals in funktionaler Analogie zu dem VPS Signal (Video Program System) . Auf diese Weise kann auch für Aufzeichnungsgeräte in der Unterhaltungselektronik- Umgebung, welche eine derartige Unterstützung nicht realisie- ren, gleichwohl dieses Feature zum zeitgerechten Aufnahmestart und Aufnahmestopp verfügbar werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann daher eine Steuerung einer existierenden Unterhaltungselektronik-Umgebung gemäß den Erfordernissen von zum Beispiel einer einheitlichen elektronischen Programmzeitschrift (EPG, Electronic Program Guide) mit gleicher Funktionalität und einem einheitlichen Look-and-Feel inklusive Bild-im-Bild-Funktionalität reali ¬ siert werden. Die Bedienung von abhängigen Nutzsignalquellen kann über eine als Master agierende, mit den erfindungsgemä ¬ ßen Merkmalen versehene Set-Top-Box unter Verwendung existie ¬ render Bedienschnittstellen realisiert werden. Darüber hinaus besteht eine flexible Konfigurierbarkeit der externen Einhei ¬ ten und der Kanalabbildung zwischen externer, auf eine Nutz- signalquelle bezogener Kanalnummer und der dem Bediener ausgegebenen Kanalnummer der elektronischen Programmzeitschrift EPG entsprechend den Vorlieben eines Benutzers. Ferner kann eine automatische Anpassung des zur Bedienung erforderlichen Abbildungsverhaltens der externen und internen Kanäle nach den Erfordernissen von beispielsweise geänderten Sendefrequenzen erfolgen. Wird das gleiche TV-Signal, z.B. ein be ¬ stimmtes Programm, von mehreren Nutzsignalquellen zugleich angeboten, so kann über mitlaufend verfügbare Qualitätskrite ¬ rien und/oder Auswertung einer zeitlichen Verzögerung des Nutzdatensignals eine mitlaufende Bewertung erfolgen und die dynamische Auswahl und Zuordnung der bestens geeigneten Nutzsignalquelle aus der Mehrzahl der Nutzsignalquellen unterschiedlichster Technologie durchgeführt werden.
Ferner ist auch eine Verlagerung eines Teils der Funktionali ¬ tät von der Set-Top-Box in eine Fernbedienung bzw. einen PDA (Personal Digital Assistant) möglich, wobei vorzugsweise eine Infrarot-Sendefunktion der Fernbedienung bzw. des PDA zur Realisierung einer Kommunikation verwendet wird.
Somit kann eine Vielzahl von Internet/IPTV-Fernsehsendern bzw. Dienstanbietern innerhalb eines paketvermittelnden Netz- werks eventuell neben terrestrisch, via Sattelit oder Kabel empfangenen Programmen berücksichtigt werden. Ferner ist eine umfassende Integration von externen Aufzeichnungsgeräten hinsichtlich aller ihrer Grundfunktionen (Ad-hoc-Aufnähme, Pause, Resume, TV, Trick-play, Movie-Liste, zeitgesteuerte Auf- nähme usw.) und Erweiterungsfunktionen (Aufnahmeprogrammie ¬ rung aus der elektronischen Programmzeitschrift (EPG) ) mög ¬ lich.
Für bedienergestütztes Erlernen der vereinheitlichten Bedie- nung der externen Geräte kann ferner ein Teaching mode vorgesehen werden. Zur Vermeidung von Datenverlusten können die in der Speichereinheit abgelegten Konfigurationsdaten auf verschiedenste Weise gesichert und wieder zurückgespielt werden. Ferner ergeben sich neue Funktionsmerkmale durch die Nutzung von Geräten in der Unterhaltungselektronik-Umgebung, die bisher nicht oder nur sehr unkomfortabel zu realisieren sind (Kopieren, SD/MMC) . Bei der Aufnahmeprogrammierung sei ferner die zentrale Bereitstellung von Aunfnahmestart-/Aufnahmeende- Informationen per Multicast erwähnt.
Die Figur 2 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer Vorrichtung zur vereinheitlichten Bedienung einer Vielzahl von Nutzsignalquellen gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Elemente wie in Figur 1 bezeichnen.
Gemäß Figur 2 kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer als Nutzsignalquelle Gl dienenden ersten Set-Top-Box (STBl)
integriert werden, welche über ein erstes Kommunikationsmedi ¬ um wie zum Beispiel DSL- (Digital Subscriber Line) oder ETH- (Ethernet) Zugang zu internetbasierten Fernsehsendern wie zum Beispiel BTV eines Dienstanbieters Pl (Provider 1) aufweist. Gegebenenfalls können weitere triple play features ermöglicht sein und ausgangsseitig ein analoges oder digitales Signal für eine Ausgabeeineheit bzw. ein Fernsehgerät TV zur Verfü ¬ gung gestellt werden. Ferner kann eine Fernbedienung FB vorgesehen sein, die eine Fernbedienbarkeit der zur Verfügung gestellten Geräte ermöglicht. Hierbei besitzen die Set-Top- Box STBl bzw. die Nutzsignalquelle Gl mit der erfindungsgemä ¬ ßen Vorrichtung Client 1/2 mindestens eine Schnittstelle zur Ausgabe von Fernbedienungssignalen an mindestens ein weiteres Gerät der Unterhaltungselektronik-Umgebung.
Weitere über die Fernbedienungsschnittstelle IR durch Funkti ¬ onen der Set-Top-Box STBl gesteuerte Geräte der Unterhal ¬ tungselektronik-Umgebung können das Fernsehgerät TV selbst als Ausgabeeinheit sowie eine Vielzahl weiterer Set-Top-Boxen STB2, STB3, STB4 sein, die als Nutzsignalquellen G2/3/4 für
Empfang von Digital Video Broadcast Terrestric/Satelite/Cable (DVB-T/S/C) oder weiterer IP-Fernsehanbieter vorbereitet sein können. Ferner können eine Vielzahl weiterer (nicht dargestellter) lokaler Geräte zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Programmen insbesondere Festplattenrekorder (HD-Rekorder) oder auch Video-Kassetten-Rekorder in der Unterhaltungselektronik-Umgebung vorliegen. Letztere können wiederum über eigene Empfangseinrichtungen verfügen. Die genannten Funktionen für Empfang und Wiedergabe können ferner in Kombination in einem gleichen Gerät vorliegen (zum Beispiel DVB-S-
Integration im Fernsehgerät oder HD im DVB-T-Receiver) , was keine Einschränkung der Anwendbarkeit/Einsetzbarkeit der Vor ¬ richtung und des zugehörigen Verfahrens darstellt.
Die Steuerung der Funktionalität der Set-Top-Box STBl bzw. der Nutzsignalquelle Gl wird durch die integrierte erfin ¬ dungsgemäße Vorrichtung erreicht. Die aktuelle Information der angebotenen Fernseh-Programme erfolgt beispielsweise
durch eine erste elektronische Programmzeitschrift (EPGl, Electronic Program Guide 1) . Diese EPG-Daten können hierbei aktiv von der Set-Top-Box STBl per Internetprotokoll von ei ¬ nem Server abgerufen werden oder werden unmittelbar oder mit- telbar unter Steuerung eines zentralen Managements eines TM- Middleware-Servers Sl zum Download in die Set-Top-Box 1 ge ¬ bracht. Die elektronische Programmzeitschrift EPGl ist hier ¬ bei beschränkt auf das über den TM-Middleware-Server Sl erhältliche Internet-Fernseh/IPTV-Programmangebot .
Die Set-Top-Box STBl besitzt nunmehr eine zusätzliche Funkti ¬ onalität bzw. den Client 1, die die Deklaration und Konfigu ¬ ration lokaler Zusatzfunktionen erlaubt. Insbesondere ist einstellbar, dass es einen weiteren DVB-S-Receiver (STB2) gibt, der ausgerichtet ist auf einen gewissen oder mehrere Satelliten und dessen Signal über einen zweiten Eingang am Fernsehgerät verfügbar ist oder integraler Bestandteil der Funktionalität des Fernsehgeräts ist. Ebenfalls ist konfigu ¬ rierbar, dass es einen in entsprechender Weise angeschlosse- nen bzw. integrierten DVB-T/C-Receiver (STB3, STB4) als weitere Nutzsignalquelle gibt, der das Programm einer gewissen Region bzw. eines gewissen Kabelnetzbetreibers bereitstellt. Mit diesen Informationen bzw. Konfigurationsdaten ist die in der Set-Top-Box STBl bzw. der Nutzsignalquelle Gl realisierte Vorrichtung in der Lage, sich die zugehörigen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) wie beispielsweise EPG-Daten insbesonde ¬ re für die weiteren Nutzsignalquellen G2, G3 und G4 bzw. deren Set-Top-Boxen STB2, STB3 und STB4 via Internet zu verschaffen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass sie Updates bezüg- lieh dieser Information erhält. Die Funktionsmerkmale bzw. die EPG-Daten der weiteren Nutzsignalquellen G2, G3 und G4 werden typischerweise auf Servern eines bzw. jeweils zugehö ¬ riger Content-Provider (zum Beispiel Info-Media) hinterlegt sein. Ruft der Benutzer nunmehr über die Fernbedienung FB die EPG-Funktion auf, so erhält er ein einheitliches EPG an der Ausgabeeinheit bzw. dem Fernsehgerät TV. Dieses einheitliche EPG umfasst hierbei die EPG-Daten bzw. individuellen Funkti ¬ onsmerkmale aller konfigurierten zusätzlichen Empfangsgeräte
in textlicher Form. Eine Favoritenverwaltung, Gruppenbildung und alle anderen Funktionen der Kanaladministration sind somit entsprechend erweitert auf die externen Kanäle der Nutz ¬ signalquellen G2 bis G4.
Wählt der Zuschauer nun einen Kanal aus, der von einer externen Nutzsignalquelle bereitgestellt wird, so sind entspre ¬ chende Bedienaktionen an dem diesen Fernsehkanal bereitstel ¬ lenden Gerät und gegebenenfalls auch an dem Fernsehgerät TV selbst notwendig. Diese erfolgen auf Grund der zusätzlichen Funktionalität des Clients 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung automatisch unter Steuerung der Set-Top-Box STBl bzw. der Nutzsignalquelle Gl. Steuerungsschnittstelle zwischen der Set-Top-Box STBl und der Fernbedienung FB einerseits sowie den zu steuernden Geräten andererseits ist die übliche Be ¬ dienschnittstelle dieser Geräte, im Allgemeinen ein Infrarot- Interface IR. Steuerungsseitig sind nun zwei Varianten für dieses Infrarot-Interface möglich. Zum einen kann die Set- Top-Box STBl einen separaten Ausgang besitzen, der einen ge- gebenenfalls abgesetzten Infrarot-Sender im Gesichtsfeld der abhängig zu steuernden Geräte bzw. Nutzsignalquellen treibt (siehe Figur 2) . Nicht in Figur 2 dargestellte direkte Steue ¬ rung aller Geräte über individuelle Fernbedienungen oder eine gemeinsame übergreifende Fernbedienung FB gemäß Figur 2 ist zusätzlich möglich.
Zum anderen kann gemäß Figur 3 die Set-Top-Box STBl bzw. die Nutzsignalquelle Gl auch eine Bluetooth oder WLAN-Schnitt- stelle aufweisen, mit der sie mit der Fernbedienung FB kommu- niziert, die dann ihrerseits automatisch die abhängig zu steuernden Geräte per Infrarot-Schnittstelle schaltet. In diesem Fall befindet sich der Client 2 zur Realisierung der Infrarot-Schnittstelle IR in der Fernbedienung FB. Gemäß die ¬ sem zweiten Ausführungsbeispiel kann die Fernbedienung FB vorzugsweise als PDA (Personal Digital Assistant) mit ent ¬ sprechenden Schnittstellen ausgebildet sein und realisiert die Funktionalität des Clients 2 zur Ansteuerung der abhängi ¬ gen Geräte bzw. Nutzsignalquellen G2, G3 und G4 sowie Ausga-
beeinheit TV. Im Falle des ersten Ausführungsbeispiels ist diese Funktionalität ebenfalls vorhanden, läuft allerdings zusammen mit der Funktionalität des Clients 1 auf der Set- Top-Box 1 STBl selbst ab.
Eine weitere Variante ist in Figur 4 dargestellt, wobei die Steuerung der Set-Top-Box STBl mit einer eigenen Fernbedienung FB und die Steuerung der abhängigen Geräte bzw. Nutzsignalquellen G2, G3 und G4 sowie Ausgabeeinheit TV durch einen separaten PDA mit erfindungsgemäßem Steuerungsteil Client 2 erfolgt. Ferner existiert die Option von separaten geräteindividuellen Fernbedienungen.
Wird in der elektronischen Programmzeitschrift EPGl der ers- ten Nutzsignalquelle Gl geblättert, so erscheint üblicherwei ¬ se das aktuelle Fernsehbild des Kanals, auf den der Programm ¬ zeiger des EPG zeigt, als Hintergrundbild. Mit neueren Tech ¬ niken sind die aktuellen Fernsehbilder der auf der EPG-Seite enthaltenen Kanäle eventuell parallel eingeblendet als BiId- im-Bild (PIP, Picture In Picture) . Zeigt der Programmzeiger des EPGs nun auf einen extern bereitgestellten Kanal, so sind dessen EPG-Daten vollständig vorhanden, jedoch ohne weitere Maßnahmen und ohne ein aktuelles Fernsehbild. Im einfachsten Falle wird erst die Auswahl dieses Kanals die Durchschaltung auf das Fernsehgerät TV bewirken. Hierzu werden gemäß den ersten beiden Ausführungsbeispielen Steuerungsbefehle vom Client 1/2 generiert, die die Ausgabe des entsprechenden Ka ¬ nals von dem jeweiligen Gerät bewirken sowie die Durchschal ¬ tung von dessen Ausgangssignal im Fernsehgerät TV. Zur kor- rekten Umsetzung eines im EPG ausgewählten Kanals auf das
Ausgabegerät kann demzufolge im Client 2 eine konfigurierbare Zuordnungstabelle enthalten sein.
Erlaubt das Fernsehgerät TV die Ausgabe von mindestens zwei verschiedenen Eingangssignalen auf dem gleichen Schirm (split screen oder überblendung) , so kann diese Funktion durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur gleichzeitigen Ausgabe der EPG-Daten, bzw. des vereinheitlichten Funktionsmerkmals und
des Fernsehbilds des externen Kanals, auf den der EPG-Zeiger gerade gerichtet ist genutzt werden. Wird dieser Kanal ausge ¬ wählt, so erfolgt die Ausblendung der EPG-Daten und der Umstieg zum Vollbild des gewählten Kanals ebenfalls unter Steu- erung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Wird die Zuordnung von extern bereitgestellten Fernsehprogrammen und ihre Sendelage (zum Beispiel Frequenz/Trans- ponder) auf Grund administrativer Tätigkeit verändert oder kommen neue Programme hinzu bzw. werden Programme nicht mehr bereitgestellt, so erfordert dies eine Anpassung auf den ex ¬ ternen Nutzsignalquellen G2 bis G4. Obwohl man grundsätzlich einen Programm-Platz für ein bestimmtes Programm manuell wieder diesem Programm unter Bezugnahme auf seine veränderte Sendefrequenz zuweisen kann, wird vorzugsweise ein automatisches Verfahren eingesetzt, wie es beispielsweise ein erneu ¬ ter Programmsuchlauf darstellt. Dies kann aber unter Umstän ¬ den zur Folge haben, dass das Mapping zwischen den Funktionsmerkmalen und den zugehörigen Nutzsignalquellen G2 bis G4 er- neut manuell anzupassen ist. Für diesen Zweck kann die erfindungsgemäße Vorrichtung die Möglichkeit anbieten, die Zuord ¬ nungstabellen für die Nutzsignalquellen G2 bis G4 bzw. Set- Top-Boxen STB2/3/4 manuell zu editieren.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann dadurch ermöglicht werden, dass gemäß Figur 5 die TV- Ausgangssignale der Nutzsignalquellen G2/3/4 bzw. der Set- Top-Boxen STB2/3/4 über die Nutzsignalquelle Gl bzw. die Set- Top-Box STBl mit dem darin realisierten erfindungsgemäßen Client 1 geführt werden. Gemäß diesem vierten Ausführungsbei ¬ spiel erhält man ein noch einheitlicheres Look-and-Feel, wo ¬ bei die Bedienung nochmals vereinfacht und darüber hinaus ei ¬ ne völlig neue Funktionalität ermöglicht wird. Zeigt gemäß diesem vierten Ausführungsbeispiel der Programmzeiger des EPG auf einen externen Kanal bzw. eine externe Nutzsignalquelle, so kann dieser im Hintergrund gleichzeitig ausgegeben werden, und es gibt keinen Layout-Unterschied mehr zum Zeigen auf ei ¬ nen internen Kanal des EPGl. Nach einer Neuzuordnung der ex-
ternen Kanäle der Nutzsignalquellen G2/3/4 bzw. der Set-Top- Boxen STB2/3/4 kann eine automatische Anpassung der Zuordnung in der Set-Top-Box STBl vorgenommen werden. Dies kann durch Auswertung des TV-Ausgangssignals in der Set-Top-Box STBl ge- schehen. Demzufolge könnte zyklisch oder auf Anforderung eine Funktion der Set-Top-Box STBl den externen Empfänger in den EPG-Modus oder den Videotext-Modus versetzen, der dann ges ¬ tattet, das eingestellte Programm in der Set-Top-Box STBl zu identifizieren und das Mapping entsprechend und ohne Zutun des Bedieners anzupassen.
Normalerweise wird das gleiche Programm von einer Vielzahl von Nutzsignalquellen mit unterschiedlicher Zeitverzögerung angeboten. Gemäß Figur 5 ist nun die Set-Top-Box STBl in der Lage, ein Programm, das über mehrere Quellen angeboten wird, beispielsweise hinsichtlich seiner Qualität oder seiner relativen zeitlichen Verzögerung zu bewerten und dann automatisch die beste Quelle zuzuordnen, sofern der Benutzer nicht explizit etwas anderes verlangt. Fällt bei dieser Gewichtung der Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) zum Beispiel ein Kanal vollständig aus (insbesondere bei Kabel nicht völlig unwahr ¬ scheinlich) oder ist das Wetter schlecht, so dass sich das DVB-S-Signal hinsichtlich seiner Qualität stark verschlechtert, so würde die erfindungsgemäß angepasste Set-Top-Box STBl automatisch das Programm über die jeweils noch best verfügbare externe oder interne Nutzsignalquelle ausgeben. Dies kann jeweils ohne Zutun eines Benutzers automatisch durchge ¬ führt werden.
Figur 6 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer vereinheitlichten Bedienung von Nutzsignalquellen gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Elemente be ¬ zeichnen wie in Figuren 1 bis 5, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend verzichtet wird.
Gemäß Figur 6 kann ferner zumindest ein externer Festplatten- rekorder HDR als weitere Nutzsignalquelle G5 im Client 1/2
der Set-Top-Box STBl bzw. der Fernbedienung FB konfiguriert werden. Es sei darauf hingewiesen, dass ein Festplattenrecorder nicht nur eine Nutzsignalquelle ist, sondern auch eventu ¬ ell sogar zugleich eine Nutzsignalsenke, wenn er sich im Auf- zeichnungsmodus befindet. Alternativ oder zusätzlich zum Festplattenrekorder HDR kann ferner auch ein nicht dargestellter Video-Kassetten-Rekorder (VCR) als weitere Nutzsignalquelle vorgesehen werden, wobei die Ansteuerung ähnlich ist. Besitzt die Set-Top-Box STBl mit dem erfindungsgemäßen Client 1 bereits eine Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR zum Beispiel in Form eines Personalized Video Recorders, der lokal oder netzbasiert realisiert sein kann, so gibt die Be ¬ dienoberfläche der Set-Top-Box STBl die Bedienoberfläche des abhängig zu bedienenden externen Festplattenrekorders HDR bzw. der Nutzsignalquelle G5 vor. Voraussetzung für die Nutzbarkeit der Aufzeichnungsfunktion des externen Festplattenrekorders HDR ist hierfür die Heranführung des Ausgangssignals von den Set-Top-Boxen STBl/2/3/4 an den Festplattenrekorder HDR. Andernfalls ist der externe Festplattenrekorder HDR nur als Abspielgerät, also als reine Nutzsignalquelle einsetzbar.
Wie im Falle der Set-Top-Box STB2/3/4 kann das Ausgangssignal des Festplattenrekorders HDR direkt an das Fernsehgerät TV geführt sein. Vorzugsweise wird das Ausgangssignal des Fest- plattenrekorders HDR jedoch wieder über die Set-Top-Box STBl mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Client 1 geführt. Die in Figur 6 dargestellte direkte Schnittstelle zwischen dem Festplattenrekorder HDR und den Set-Top-Boxen STB2/3/4 ist eventuell entbehrlich, falls das Signal der Set-Top-Boxen STB2/3/4 über die Set-Top-Box STBl geschleift werden kann. Eine direkte Verbindung der Set-Top-Boxen STB2/3/4 und der Set-Top-Box STBl ist entbehrlich, falls die Funktionen der Set-Top-Boxen STB2/3/4 nur in Verbindung mit dem Festplattenrekorder benutzt werden soll. Ferner sei darauf hingewiesen, dass die Existenz der Set-Top-Boxen STB2/3/4 für den erfindungsgemäßen Betrieb des Festplattenrekorders keine Voraus ¬ setzung ist.
Da gemäß Figur 6 die Set-Top-Box STBl eine systemeigene loka ¬ le oder netzbasierte Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR un ¬ terstützt, kann sie insbesondere die Aufzeichnung eines Fern ¬ sehkanals in dieser Aufzeichnungseinheit PVR ermöglichen. Durch geeignete Erweiterung des erfindungsgemäßen Clients 1/2 bzw. einer derartigen Funktionalität in der Set-Top-Box oder einer zugehörigen Fernbedienung kann eine Aufzeichnung eines Signals der Set-Top-Boxen 1/2/3/4 auf dem Festplattenrekorder HDR gesteuert werden. Dies erlaubt insbesondere das Ad-hoc- Aufzeichnen durch den Festplattenrekorder HDR in völliger A- nalogie zur Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR. Daher sind temporär oder permanent auf dem Fernsehgerät TV ausgegebene Indikationen in gleicher Weise und mit gleichem Look-and-Feel möglich. Die Ansteuerung des Festplattenrekorders HDR kann demzufolge in völliger Analogie zu dem vorstehend beschriebe ¬ nen Verfahren über dessen normale Bedienschnittstelle (im Allgemeinen Infrarot-Schnittstelle IR) erfolgen.
Aufgezeichnete Daten bzw. Aufzeichnungen der Aufzeichnungs- /Wiedergabeeinheit PVR sind üblicherweise in Form von struk ¬ turierten, im Allgemeinen aber linearen Datenlisten (Movie- Listen) verfügbar. Eine Namensgebung der Titel erfolgt automatisch nach vordefinierten Regeln. Die Konfiguration bzw. Ablegung der Konfigurationsdaten im Konfigurationsdatenspei- eher 1 für den externen Festplattenrekorder HDR in der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl bewirkt genau einen globalen, auf diese Nutzsignalquelle G5 bzw. diesen Festplat ¬ tenrekorder HDR verweisenden Eintrag in der Audio-/Video- Datenliste der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR. Die Aus- wähl dieses Eintrags führt zum Abruf der Datenliste des aus ¬ gewählten Festplattenrekorders HDR. Aufruf, Durchschaltung und Navigation in der Datenliste des Festplattenrekorders HDR erfolgt dann wiederum unter Steuerung der Set-Top-Box STBl bzw. des erfindungsgemäßen Clients 1/2. Wird der letzte Titel der Datenliste des Festplattenrekorders HDR erreicht, so führt dies zum Rücksprung in die Datenliste der Aufzeich- nungs-/Wiedergabeeinheit PVR. Die Auswahl eines Titels aus der Datenliste des Festplattenrekorders führt zu dessen Aus-
gäbe. Sogenannte „Trick-play-Funktionen" werden in einheitlicher Bedienung über die Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR und den Festplattenrekorder HDR verfügbar. Allein die Audio- /Video-Datenliste des Festplattenrekorders HDR ist screen- level-integriert, d.h. durch ein den Festplattenrekorder HDR repräsentierendes Verzeichnis, da diese Information ohne wei ¬ tere Schnittstellen und Intelligenz des Festplattenrekorders HDR der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl nicht verfügbar werden kann. Ausgabe der Audio-/Video-Datenliste des Festplattenrekorders HDR erfolgt damit zweistufig durch Auswahl des HDR-Verzeichnisses und Ansteuerung des Festplat ¬ tenrekorders HDR zur Ausgabe seiner Audio-/Video-Datenliste .
Somit ist es ohne Weiteres möglich, die Datenliste mit einem Bild aus der Aufzeichnung mittels Bild-im-Bild-Technik anzureichern, sofern dies der Festplattenrekorder HDR unterstützt .
Eine Programmierung von Aufzeichnungen der Aufzeichnungs- /Wiedergabeeinheit PVR erfolgt üblicherweise über die lokale elektronische Programmzeitschrift (EPG) . Gleiches wird ver ¬ fahrensgemäß für Aufnahmen durch den Festplattenrekorder HDR in der Set-Top-Box STBl unterstützt. Demzufolge erfolgt die Kennzeichnung eines aufzunehmenden Programms in gleicher Wei- se derart erweitert, dass angegeben werden kann, ob eine Auf ¬ nahme mit der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR oder dem Festplattenrekorder HDR gewünscht ist. Hierfür können alle Programmkanäle mit EPG-Information in Betracht kommen, und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, das heißt Set-Top-Box 1/2/3/4. Sollte für einen Kanal keine EPG Information vorlie ¬ gen, so kann per Kanal und Zeitintervall programmiert werden.
Aus den EPG-Daten sind beispielsweise Anfangszeitpunkt und Endzeitpunkt einer jeweils interessierenden Sendung ersicht- lieh. Die tatsächliche Aufzeichnung beginnt jedoch im Allge ¬ meinen früher und endet später, wobei Vorlauf und Nachlauf konfigurierbar in dem Festplattenrekorder HDR oder der Auf- zeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR sind. Liegt für einen Kanal
keine elektronische Programmzeitschrift EPG vor, so kann wie ¬ derum per Kanal und Zeitintervall programmiert werden. In diesem Fall kann eine durch Settings bestimmte Schutzzeit vor Anfang und nach Ende aufgeschlagen werden. Die komplette Auf- nahmesteuerung erfolgt vorzugsweise mit der Logik der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl für die voranstehend beschriebenen zeitabhängigen Aufzeichnungen. Eine Administration von Aufzeichnungsanforderungen ist in gleicher Weise möglich wie bei der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR.
Als weitere Merkmale der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top- Box STBl ergeben sich ferner die Aufnahme eines externen Signals auf der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR sowie das überspielen einer Aufzeichnung zwischen dem Festplattenrekor- der HDR und der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR. Auch kann der externe Festplattenrekorder HDR für Pause/Resume/ Live-TV eingesetzt werden, falls der Zuschauer gestört wird und sich nach der Störung wieder dem Programm zuwenden möchte und genau an der Stelle der Störung fortsetzen möchte. Der wesentliche Vorteil ist allein schon der im Vergleich zur
Set-Top-Box zu erwartende größere und billigere Speicherplatz bei der Nutzung eines externen Festplattenrekorders HDR. Dar ¬ über hinaus erhält man weitere neue Features, welche als Funktionen des Festplattenrekorders automatisch angeboten werden, wie zum Beispiel das Betrachten von Bildern, Bildsammlungen im Look-and-Feel der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl am Fernsehgerät TV. Hierbei können auch die Hardware-Voraussetzungen des Festplattenrekorders mit einbe ¬ zogen werden (zum Beispiel SD/MMC-Einschub am Festplattenre- korder HDR) . Optional können wiederum zusätzlich zur Fernbedienung FB ein nicht dargestellter PDA zur Realisierung von weiteren Features verwendet werden, wodurch beispielsweise die parallele Ausgabe von Signalen verschiedener Quellen über das Fernsehgerät TV und den PDA ermöglicht ist .
Figur 7 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer vereinheitlichten Bedienung von Nutzsignalquellen gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel, wobei
gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Elemente be ¬ zeichnen wie in Figuren 1 bis 6, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nachfolgend verzichtet wird.
Bei terrestrischen Fernsehsignalen oder auch im DVB-Signal können Indikationen für den Beginn und das Ende einer aufzuzeichnenden Sendung (VPS-Signal, Video Programming System) enthalten sein. Sollen derartige Steuersignale zur Start- /Stopp-Steuerung einer Aufnahme herangezogen werden, so muss die Aufzeichnungseinheit bzw. der Festplattenrekorder HDR ü- ber eine eigene Empfangseinheit verfügen. Er wird damit zum kombinierten Gerät HDR-R, wie es üblicherweise zum Kauf ange ¬ boten wird. Soll eine derartige Eigenschaft genutzt werden, so verlagert sich die erfindungsgemäße Ansteuerung auf die Programmierung der Aufnahme eines Empfangs-Festplattenrekor- ders HDR-R gemäß Figur 7 aus der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl heraus . Die eigentliche Aufnahmesteuerung erfolgt dann unter der Steuerung des Empfangs-Festplattenre- korders HDR-R selbst. Der Empfangs-Festplattenrekorder HDR-R realisiert hierbei die Nutzsignalquellen G2, G3, G4 und G5, welche jeweils den Empfängern DVB-B/T/C sowie dem eigentli ¬ chen Aufzeichnungsspeicher M zugeordnet sind.
Sollen demzufolge derartige steuersignal-artige oder genauer gesagt VPS-artige Aufzeichnungen auf dem Festplattenrekorder HDR-R für Signale durchgeführt werden, für die der Festplat ¬ tenrekorder keinen eigenen Empfänger hat, so werden diese Informationen von einem speziell dafür ausgelegten Server bzw. Steuersignal-Generator S3 an die erfindungsgemäß erweiterte Set-Top-Box STBl herangeführt. Die Set-Top-Box STBl behält dann die Aufnahmesteuerung des Festplattenrekorders HDR bzw. HDR-R.
Ein geeignetes Verfahren ist hierfür das temporäre Einbinden der Set-Top-Box STBl in eine Multicast-Gruppe, die die ver ¬ allgemeinerten Start/Stopp-Informationen für die Aufzeichnung einer Sendung zeitgerecht verbreitet . Die Set-Top-Box STBl lauscht dann auf Anfang und Ende der gewünschten Sendung und
steuert den Festplattenrekorder HDR entsprechend an. Als Quelle für eine derartige VPS-artige Information ist bei ¬ spielsweise ein zentraler Server in einem paketvermittelnden Netzwerk N, der über entsprechende Empfangsfunktionen ver- fügt .
Die Abbildung der Bedienoperationen für die Nutzsignalquellen G2/3/4 sowie für den Festplattenrekorder HDR bzw. die Nutzsignalquelle G5 können hierbei mit der Gerätekennung (Her- steller-Typ) in der erfindungsgemäß erweiterten Set-Top-Box STBl als Konfigurationsdaten verfügbar gemacht werden. Sie können auch manuell konfiguriert werden, oder es kann eine automatische Zuordnungsfunktion vorhanden sein, die insbesondere Programmplatzabbildungen der Set-Top-Boxen STB2/3/4 vor- nimmt. Daneben kann optional ein Lern-Modus bzw. Teach-Modus in der Set-Top-Box STBl verfügbar sein. In diesem Lern-Modus fordert die Set-Top-Box STBl den Benutzer auf, gewisse Be ¬ dienschritte und -aktionen an den abhängig zu betreibenden Geräten wie beispielsweise den Festplattenrekorder HDR und die Set-Top-Boxen STB2/3/4 unter Verwendung der geräteeigenen Fernbedienungen auszuführen. Die erfindungsgemäß erweiterte Set-Top-Box STBl hat dann beispielsweise einen zusätzlichen Infrarot-Empfänger, der die jeweiligen Signale erkennt und speichert . Damit bekommt die erfindungsgemäß erweiterte Set- Top-Box STBl Kenntnis, welche Bedienaktionen mit welcher Be ¬ diensignalfolge herbeigeführt werden kann.
Die im vorstehenden Fall der durch Steuersignale getriebenen Aufnahme erforderliche Navigation durch die elektronische Programmzeitschrift des Festplattenrekorders HDR-R wird hier ¬ durch erlernbar für die erweiterte Set-Top-Box STBl unter Ausnutzung der Set-Top-Box STBl zur Verfügung stehenden EPG- Daten .
Die manuell konfigurierten Konfigurationsdaten Kl bis Kx können darüber hinaus über den optional vorhandenen PDA (Personal Digital Assistant) gesichert und zurückgespielt werden. Dies erhöht die Bedienerfreundlichkeit. Es ist somit nicht zu
befürchten, dass bei Stromausfall, Hardware-Defekt oder An ¬ schaffung eines neuen Geräts die gewonnenen Mapping-Daten bzw. Zuordnungs-Tabellen der abhängigen Bedienung verloren sind.
Die Figur 8A zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung der Aufbereitung von individuellen Funktionsmerkmalen bzw. EPG-Daten. Gemäß Figur 8A werden sogenannte EPG-Daten als Beispiele für individuelle Funktionsmerkmale zum Beispiel von einem Middleware-Server Sl innerhalb eines paketvermittelnden Netzes zur Verfügung gestellt. Die EPG- Daten für die Set-Top-Boxen STB2/3/4 bzw. die Nutzsignalquellen G2, G3 und G4 werden demzufolge vom Webserver Sl heruntergeladen .
Gemäß dem Pfeil (1) verteilt demzufolge der Middleware-Server Sl die Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) (z.B. die EPG- Information) für die Internet-Fernsehkanäle an die erfin ¬ dungsgemäß erweiterte Set-Top-Box STBl. Der Download dieser Daten wird in der Regel über Multicast erfolgen, um eine Ska ¬ lierbarkeit der Internet-Fernseh-/IPTV-Lösung zu gewährleisten. Falls das IP-Netz bzw. das Internet nicht multicast- fähig ist, kann der Download auch durch die erfindungsgemäß erweiterte Set-Top-Box STBl über Unicast angestoßen werden. Hinsichtlich der weiteren individuellen Funktionsmerkmale werden diese gemäß Pfeil (2) für die Fernsehkanäle der Set- Top-Boxen STB2/3/4 vom Client 1 durch Abfrage eines Webservers S2 durchgeführt, der die entsprechenden EPG-Daten bzw. individuellen Funktionsmerkmale enthält. Das Abfrageintervall kann beispielsweise über Voreinstellungen im Client 1 defi ¬ niert werden. Wie bereits eingangs beschrieben wurde, erfolgt nunmehr gemäß (3) die Aufbereitung der individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) bzw. der EPG-Daten.
Bei dieser Aufbereitung der ermittelten Funktionsmerkmale
F(Gl) bis F(Gx) bzw. der EPG-Daten werden die neu herunterge ¬ ladenen Funktionsmerkmale beispielsweise in die bereits be ¬ stehenden EPG-Daten integriert, wodurch man ein vereinheit-
lichtes Funktionsmerkmal F(G*) für die Gesamtheit der Nutz ¬ signalquellen erhält bzw. einen vereinheitlichten EPG-Daten- satz für alle Set-Top-Boxen STBl/2/3/4 sowie weitere zusätzliche externe Geräte.
Die Figur 10 zeigt eine vereinfachte Darstellung zur Veran ¬ schaulichung eines entsprechenden vereinheitlichten Funktionsmerkmals F(G*), wobei alle in der Unterhaltungselektronik- Umgebung verfügbaren EPG-Daten EPGl bis EPGx aufgelistet sind. Vorzugsweise werden hierbei keine doppelten EPG-Daten dargestellt und bei Vorliegen von mehreren gleichwertigen EPG-Daten der Datensatz verwendet, der z.B. eine höchste Qualität oder geringste Verzögerung ermöglicht. Die Visualisie ¬ rung kann, wie dargestellt, nach den Nutzsignalquellen, aber auch insbesondere nach den Kriterien des Benutzers erfolgen, z.B. in alphabetischer Reihenfolge der Programmkanäle oder in Form einer aus einer Teilmenge bestehenden Favoritenliste, die sich über die Gesamtheit der Nutzdatenquellen erstreckt.
Figur 8B zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung einer erfindungsgemäßen Kanalauswahl durch den Client 2. Gemäß Figur 8B werden beim Pfeil (1) bei Aufruf des zum Beispiel EPGs per Tastendruck mittels der Fernbedienung FB zunächst die vereinheitlichten EPG-Daten F(G*) aller Set- Top-Boxen STB zum Fernsehgerät TV übertragen, die den gewählten EPG Abschnitt betreffen. Gemäß Pfeil (2) wählt der Benut ¬ zer daraufhin einen Kanal, der beispielsweise im EPG-Bereich der Set-Top-Box STB2 liegt, aus. Der Client 1 signalisiert hierbei diese Information, das heißt, die Nummer der Nutzsig- nalquelle bzw. der Set-Top-Box sowie den entsprechenden Kanal und sendet diese Information an den Client 2. Wie bereits eingangs beschrieben wurde, kann diese Signalisierung intern in der Set-Top-Box STBl vorliegen oder aber über Bluetooth, WLAN oder eine sonstige Schnittstelle zum extern ausgelager- ten Ansteuerteil Client 2 in der Fernbedienung FB zugeführt werden. Gemäß Pfeil (4) sendet daraufhin der beispielsweise in der Fernbedienung FB befindliche Client 2 den entsprechenden Infrarot-Code zur ausgewählten Set-Top-Box STB2 bzw. zur
Nutzsignalquelle G2, damit diese auf den entsprechenden Kanal umschaltet. Abschließend wird gemäß Pfeil (5) der Client 2 in der Fernbedienung FB die Ausgabeeinheit TV auf den entspre ¬ chenden Video-Eingang der Nutzsignalquelle G2 bzw. der Set- Top-Box STB2 schalten, sofern die Set-Top-Box STB2 den Video- Ausgang direkt am Fernsehgerät TV angeschlossen hat und der Video-Ausgang nicht durch die Set-Top-Box STBl geschleift wird.
Figur 9 zeigt eine vereinfachte Blockdarstellung zur Veranschaulichung eines Signalisierungsablaufs bei einer Aufnahme- Programmierung aus EPG mittels eines separat vom Nutzsignal bereitgestellten Steuersignals, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Elemente bezeichnen wie in Figuren 8A oder 8B, weshalb auf eine wiederholte Beschreibung nach ¬ folgend verzichtet wird.
Gemäß Pfeil (1) können bei Aufruf der elektronischen Pro ¬ grammzeitschrift EPG per Tastendruck mittels der Fernbedie- nung FB die vereinheitlichten Funktionsmerkmale F(G*) bzw. anzeigbare Ausschnitte der vereinheitlichten elektronischen Programmzeitschrift aller Nutzsignalquellen zum Fernsehgerät TV übertragen werden. Gemäß Pfeil (2) wählt der Benutzer in der vereinheitlichten elektronischen Programmzeitschrift EPG eine Sendung eines Kanals, der im Festplattenrekorder HDR verfügbar ist, zur Aufnahme aus. Der Client 1 sendet darauf ¬ hin gemäß Pfeil (3) eine sogenannte „IGMP Join"-Nachricht mit Programm-/Kanal-Information an den Steuersignalgenerator S3 bzw. den Server zur Verteilung eines Start-/Stopp-Signals für den Mitschnitt einer Sendung („VPS-Signal") aus. Sobald diese VPS-Information anliegt, signalisiert der Server S3 für die Verteilung des VPS-Signals bzw. der Steuersignal-Generator S3 gemäß Pfeil (4) an alle registrierten Clients per IP- Multicast. Gemäß Pfeil (5) signalisiert der Client 1 darauf- hin „Start Aufnahme (STB-Nr./ Kanal)" an den Client 2 in der Fernbedienung FB. Gemäß Pfeil (6) schaltet der Client 2 den Festplattenrekorder HDR auf den entsprechenden Kanal und generiert den entsprechenden Infrarot-Code für „Start Aufnah-
me". Der Festplattenrekorder HDR beginnt nunmehr auf Grund der Infrarot-Signalisierung die Aufzeichnung des Programms. Sobald die aktuelle Sendung beendet ist, signalisiert der Steuersignal-Generator S3 bzw. Server für die Verteilung des VPS-Signals an alle registrierten Clients per IP-Muliticast (Pfeil (7)) . Wiederum signalisiert gemäß Pfeil (8) der dieses Steuersignal empfangende Client 1 den Befehl „Stop Aufnahme (STB-Nr . /Kanal) " an den Client 2 in der Fernbedienung FB. Ferner sendet der Client 1 eine „IGMP LEAVE"-Nachricht mit Programm/Kanal-Information an den Steuersignal-Generator S3 bzw. den Server für die Verteilung des VPS-Signals. Ferner wird vom Client 2 der Fernbedienung FB der Infrarot-Code für „Stop Aufnahme" zum Festplattenrekorder HDR erzeugt und ge ¬ sendet, wodurch dieser die Aufzeichnung beendet. Auf diese Weise können in einer Unterhaltungselektronik-Umgebung erstmalig funktionale Einschränkungen bzgl. der automatischen zeitgerechten Aufzeichnungsfähigkeit von Aufzeichnungsgeräten kompensiert werden.
Figur 11 zeigt eine vereinfachte Darstellung zur Veranschau ¬ lichung einer Audio-Video-Datenliste, wie sie als vereinheit ¬ lichtes Funktionsmerkmal für alle Nutzsignalquellen erzeugt und am Fernsehgerät TV dargestellt werden kann. Demzufolge werden nicht nur die von der Aufzeichnungs-/Wiedergabeeinheit PVR erfassten Filme oder Audiodaten, sondern darüber hinaus die in den verschiedensten Festplattenrekordern HDRl bis HDR3 abgelegten Daten wie beispielsweise Video-Filme benutzer ¬ freundlich und sehr übersichtlich dargestellt. Zur Visualisierung der in einem Festplattenrekorder HDRl ... HDR3 vor- liegenden Movie-Liste ist jedoch im einfachsten Falle bei
Fehlen einer Ausgabefunktion für diese Liste nur die Ausgabe des jeweiligen HDR Verzeichnisses möglich. Erst die Auswahl des jeweiligen Verzeichnisses bewirkt dann die Ansteuerung des Festplattenrekorders HDR 1 ... HDR3 zur Ausgabe seiner Movie-Liste auf das Ausgabegerät TV.
Die Ausgabe einer Audio-/Video-Datenliste (Movie-Liste) eines separaten Festplattenrekorders HDR kann in mehrfacher Weise vereinheitlicht erfolgen.
Gemäß einer ersten Variante kann die lokale Movie-Liste über eine Schnittstelle des HDR übertragbar sein. D.h., sie ist lokal im HDR vorhanden und kann durch Ausgabe von Steuersignalen im Rahmen der Funktionsmerkmalermittlung vom HDR abgefragt werden. In diesem Falle ist die vollständige Movie- Liste des HDR sofort zur Generierung einer einheitlichen und übergreifenden Movie-Liste verfügbar. Sind Bildinformationen im HDR verfügbar, die den Inhalt eines Movie in Form einer Bild-im-Bild Information visualisieren sollen, so können diese vorzugsweise ebenfalls im Rahmen der Funktionsmerkmaler- mittlung abgerufen werden und der Aufbereitung der vereinheitlichten übergreifenden Movie-Liste zugeführt werden.
Gemäß einer zweiten Variante kann die in der vorstehend ge ¬ nannten Variante beschriebene Funktionalität des HDR von ei- nem lokalen Server, der von dem HDR verschieden ist, z.B. von einem mit der Unterhaltungselektronik-Umgebung vernetzten lokalen PC bereitgestellt werden, der z.B. zur Administration der Movies benutzt wird und ggf. auch selbst in HDR-Funktio- nalität in Erscheinung treten kann. Von diesem lokalen Server können dann die u.U. mehreren Movie-Listen einer Mehrzahl von Festplattenrekorder HDRl ... HDR3 ggf. inklusive Bild-in-Bild Information der verfügbaren Movies abgerufen werden zur Aufbereitung des vereinheitlichten Funktionsmerkmals der übergreifenden und einheitlichen Audio-/Video- Datenliste.
Kann eine explizite Abfrage der Movie-Liste eines HDR nicht erfolgen, so kann gemäß einer weiteren Variante das Nutzdatensignal des HDR über die erfindungsgemäße Vorrichtung ge ¬ führt sein. In diesem Falle kann im Rahmen der Funktionsmerk- malermittlung die Ansteuerung des HDR zur Ausgabe seiner Movie-Liste über die Nutzdatenschnittstelle erfolgen. Geeignete Analyse des zugehörigen Nutzdatensignals in der erfindungsge ¬ mäßen Vorrichtung erlaubt dann die Ermittlung der Movie-Liste
als Voraussetzung der Bereitstellung einer vereinheitlichten und übergreifenden Movie-Liste. Hierbei können ggf. ebenfalls Bild-in-Bild Informationen pro Movie abgerufen oder erkannt, erfasst und zwischengespeichert werden zur Visualisierung der Inhalte der Movies in der vereinheitlichten übergreifenden Movie-Liste .
Stehen die vorstehend beschriebenen Varianten sämtlich nicht zur Verfügung, so reduziert sich die Vereinheitlichung auf die Repräsentation der Movie-Liste eines Festplattenrekorders HDR als Verzeichnis. Durch Auswahl des Verzeichnisses wird die Ausgabe der Movie-Liste des HDR auf das Ausgabegerät TV bewirkt. Die Vereinheitlichung ist damit eingeschränkt. Prä ¬ sentation des HDR-spezifischen Verzeichnisses erfolgt in der durch den HDR vorgegebenen Art und Weise, jedoch immer noch über vereinheitlichte Bedienfunktionen, die durch Client 1/2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht werden.
Die Erfindung wurde vorstehend anhand einer erweiterten Set- Top-Box beschrieben. Sie ist jedoch nicht darauf beschränkt, sondern kann in gleicher Weise in einer beliebigen Nutzsignalquelle oder als separates Gerät realisiert werden. Ferner wurde die Erfindung anhand der Ansteuerung über eine Infrarot-Schnittstelle der Nutzsignal-Datenquellen beschrieben. Sie ist jedoch nicht darauf beschränkt und umfasst in glei ¬ cher Weise auch andere Ansteuerschnittstellen.
Figur 12 zeigt ein vereinfachtes Flussdiagramm zur Veranschaulichung wesentlicher Verfahrensschritte bei der Reali- sierung einer vereinheitlichten Bedienung von Nutzsignalquellen .
Nach einem Start in Schritt SCO werden in einem Schritt SCl zunächst Konfigurationsdaten Kl bis Kx für eine Vielzahl von Nutzsignalquellen Gl bis Gx bereitgestellt. Diese Konfigura ¬ tionsdaten können hierbei sowohl manuell als auch automatisch eingegeben werden. Als Konfigurationsdaten werden beispielsweise ein Gerätetyp der Nutzsignalquellen Gl bis Gx und ein
jeweiliger Hersteller verwendet, wodurch sich die jeweiligen Eigenschaften und Leistungsmerkmale der Nutzsignalquellen genau identifizieren lassen. Eine Nutzsignalquelle kann zugleich auch eine Nutzsignalsenke sein, sofern sie Aufzeich- nungsfunktionalität besitzt.
In einem Schritt SC2 werden nunmehr anhand der Konfigurationsdaten Kl bis Kx die jeweiligen individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) der verschiedenen in der Unterhal- tungselektronik-Umgebung vorhandenen Nutzsignalquellen Gl bis Gx ermittelt. Wie bereits beschrieben wurde, können diese Da ¬ ten beispielsweise von einem jeweiligen Server in einem paketvermittelnden Netz heruntergeladen werden, wobei sie jedoch auch unmittelbar bei den Geräten erfragt werden können. Gemäß einem Schritt SC3 wird anschließend die Aufbereitung der individuellen Funktionsmerkmale F(Gl) bis F(Gx) zum Er ¬ zeugen eines vereinheitlichten Funktionsmerkmals für die Ge ¬ samtheit der Nutzsignalquellen durchgeführt. Hierbei kann ne ¬ ben einer Integration bzw. Aneinanderreihung der verschiede- nen Funktionsmerkmale auch eine Sortierung oder Auswahl beispielsweise abhängig von einer Qualität oder sonstigen Merkmalen wie beispielsweise einer Verzögerung usw. durchgeführt werden .
In einem Schritt SC4 wird schließlich das vereinheitlichte
Funktionsmerkmal F(G*) an einer Ausgabeeinheit wie beispiels ¬ weise einem Fernsehgerät TV ausgegeben, wodurch ein Benutzer eine sehr komfortable übersicht der Funktionsmerkmale seiner gesamten Unterhaltungselektronik-Umgebung in der von ihm ge- wünschten Form erhält. Die vereinheitlichen Funktionsmerkmale können insbesondere Ausgabe von Bild-in-Bild Information be ¬ zogen auf TV-Programmkanäle eines EPG und/oder Videos einer Audio-/Video-Datenliste enthalten. Das Verfahren endet in Schritt SC5.
