STEINBERG, Volker (Christian-Kiefer-Weg 13, Emmendingen, 79312, DE)
LAUBACH, Johannes (Am Mühlbach 17, Emmendingen, 79312, DE)
STEINBERG, Volker (Christian-Kiefer-Weg 13, Emmendingen, 79312, DE)
Ansprüche :
1. Vorrichtung (1) zur Speicherung und Vorbehandlung von unbehandeltem und/oder behandeltem Abfall (M) mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen für eine anschließende thermische Behandlung des Abfalls (M) insbesondere in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage (18) oder zur anschließenden Herstellung von Ersatzbrennstoffen in einer Ersatzbrennstoffanläge (18a) oder zur anschließenden Herstellung von Kompost in einer Kompostanlage (18b), wobei die Vorrichtung (1) einen Bunkerraum (2) und wenigstens ein Fördermittel (3, 3' ) zum Transport des Abfalls (M) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Bunkerraum (2) zugeführte Abfall (M) durch das Fördermittel (3, 3' ) in dem Bunkerraum (2) umschichtbar ist, wobei dem Abfall (M) in dem Bunkerraum (2) von oben eine Flüssigkeit (11) zuführbar ist, wobei die Flüssigkeit (11) aus dem Bunkerraum (2) abführbar ist und wobei der Abfall (M) durch das Fördermittel (3, 3' ) der thermischen Behandlung (18) bzw. der
Ersatzbrennstoffanlage (18a) bzw. der Kompostanlage (18b) zuführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (3) durch wenigstens eine Krananlage (4) mit wenigstens einem Greifer (5) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (3, 3' ) als feststehendes Fördermittel (3) insbesondere als Becherwerk, Förderband, Kettenförderer oder Förderschnecke ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (3, 3' ) als mobiles Fördermittel (3, 3'), insbesondere als Radlader (R) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bunkerraum (2) ein Schacht (6) mit einer oberen öffnung (7) angeordnet ist, in welchem der Abfall (M) durch das Fördermittel (3) stapelbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht (6) oberhalb einer Bodenwanne (9) des Bunkerraums (2) angeordnet ist und sich mit einer unteren öffnung (8) zu der Bodenwanne (9) des Bunkerraums (2) hin öffnet .
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bunkerraum (2) wenigstens einen Zulauf (10) aufweist, durch welchen die Flüssigkeit (11) dem Bunkerraum (2) zuführbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bunkerraum (2) wenigstens einen Ablauf (12) aufweist, durch welchen die Flüssigkeit (11) aus dem Bunkerraum (2) abführbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit (11) außerhalb des Bunkerraums (2) erwärmbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bunkerraum (2) eine erste Kammer (I) als Frischmüllkammer ausgebildet ist, in welche frischer
Abfall (M) einbringbar ist, wobei die erste Kammer (I) einen ersten Ablauf (12) zum Abzug von sich in der ersten Kammer
(I) sammelnder Flüssigkeit (11) aufweist, wobei wenigstens eine zweite Kammer (II) einen über einem Boden der zweiten Kammer (II) endenden Schacht (6) aufweist, wobei der Schacht
(6) durch das Fördermittel (3) befüllbar ist, wobei der in dem Schacht (6) befindliche Abfall (M) über einen Zulauf (10) mit Flüssigkeit (11) tränkbar ist, wobei die in dem Schacht (6) der zweiten Kammer (II) durch den Abfall (M) gesickerte Flüssigkeit (11) unterhalb des Schachts (6) aus der zweiten Kammer (II) durch einen zweiten Ablauf (32) abziehbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Boden (35) des Bunkerraums
(2) wenigstens eine Schräge (39) und/oder wenigstens eine Stufe (36) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bunkerraum (2) wenigstens vier Kammern (I - IV) umfasst, wobei der zweiten bis vorletzten Kammer (II, III) die Flüssigkeit zuführbar und abführbar ist, wobei in der ersten Kammer (I) frischer Abfall (M) lagerbar ist, wobei in der letzten Kammer (IV) abgetropfter und ausgewaschener Abfall (M) lagerbar ist, wobei in der vorletzten Kammer (III) Abfall (M) statisch entwässerbar ist und wobei in der zweiten bis vorvorletzten Kammer (II) Abfall (M) auswaschbar ist.
13. Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall (M) mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen für eine anschließende thermische Behandlung des Abfalls (M) insbesondere in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage (18) oder zur anschließenden Herstellung von Ersatzbrennstoffen in einer Ersatzbrennstoffanlage (18a) oder zur anschließenden Herstellung von Kompost in einer Kompostanlage (18b), dadurch gekennzeichnet, dass der Abfall (M) einem Bunkerraum (2) zugeführt wird, wobei zur aeroben Hydrolyse des Abfalls (M) in dem Bunkerraum (2) während und nach der Zuführung des Abfalls (M) der Abfall (M) durch ein Fördermittel (3) über einen ersten Zeitraum umgeschichtet wird, wobei während der Umschichtung im ersten Zeitraum von oben eine Flüssigkeit (11) auf den Abfall (M) geführt wird, wobei während der Umschichtung im ersten Zeitraum aus dem Abfall (M) austretende Flüssigkeit (11) aus dem Bunkerraum (2) abgezogen wird, wobei anschließend über einen zweiten Zeitraum unter Vermeidung der Zuführung von weiterer Flüssigkeit (11) eine statische Entwässerung des Abfalls (M) durchgeführt wird, wobei die aus dem Abfall (M) in Folge der statischen Entwässerung austretende Flüssigkeit (11) aus dem Bunkerraum (2) abgezogen wird und wobei anschließend über einen dritten Zeitraum der statisch entwässerte Abfall (M) durch das Fördermittel (3) der thermischen Behandlung (18) bzw. der
Ersatzbrennstoffanlage (18a) bzw. der Kompostanlage (18b) zugeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfall (M) zur statischen Entwässerung in einem in dem Bunkerraum (2) befindlichen Schacht (6) gestapelt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfall (M) zur Schaffung optimaler Bedingungen für eine Hydrolyse durch die Flüssigkeit (2) erwärmt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass aus der aus dem Bunkerraum (2) abgezogenen Flüssigkeit (11) durch eine anaerobe Behandlung Biogas (25) erzeugt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14 oder 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse und die statische Entwässerung in wenigstens zwei unterschiedlichen Kammern (II, III) des Bunkerraums (2) durchgeführt werden.
18. Abfallbehandlungsanlage (19) mit einer thermischen Behandlung, insbesondere einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage (18) oder einer Ersatzbrennstoffanlage (18a) zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen oder einer Kompostanlage (18b) zur Herstellung von Kompost und einer Vorrichtung (1) zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall (M) mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zur Speicherung und Vorbehandlung entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgeführt ist und der statisch entwässerte Abfall (M) der thermischen Behandlung (18) bzw. der Ersatzbrennstoffanläge (18a) bzw. der Kompostanlage (18b) direkt zuführbar ist. |
"Vorrichtung und Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von unbehandeltem und/oder behandeltem Abfall sowie Abfallbehandlungsanlage"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Speicherung und Vorbehandlung von unbehandeltem und/oder behandeltem Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen für eine anschließende Deponierung und/oder thermische Behandlung des Abfalls insbesondere in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage oder zur anschließenden Herstellung von Ersatzbrennstoffen in einer Ersatzbrennstoffanläge oder zur anschließenden Herstellung von Kompost in einer Kompostanlage nach Anspruch 1 und ein Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von unbehandeltem und/oder behandeltem Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen für eine anschließende thermische Behandlung des Abfalls insbesondere in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage oder zur anschließenden Herstellung von Ersatzbrennstoffen in einer Ersatzbrennstoffanläge oder zur anschließenden Herstellung von Kompost in einer Kompostanlage nach Anspruch 13, sowie eine Abfallbehandlungsanlage mit einer derartigen Vorrichtung bzw. einem derartigen Verfahren nach Anspruch 18.
Aus der JP 520 90 172 A ist eine Vorrichtung zur Vorbehandlung von Abfall bekannt, welche einen Bunkerraum und ein Fördermittel zum Transport des Abfalls umfasst.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von
Abfall bzw. eine Abfallbehandlungsanlage mit einer derartigen Vorrichtung bzw. einem derartigen Verfahren zu entwickeln, bei welchem mit einfachsten Mitteln insbesondere eine Entwässerung und/oder eine Erhöhung des Heizwerts und/oder eine Reduzierung der Menge des Abfalls mit organischen Bestandteilen oder der Biomassen oder der organischen Abfälle erfolgt.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall durch die Merkmale des Anspruchs 1 sowie für ein Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall durch die Merkmale des Anspruchs 13 sowie bei einer Abfallbehandlungsanlage durch die Merkmale des Anspruchs 18 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung sieht eine Umschichtung des dem Bunkerraum zugeführten Abfalls durch das Fördermittel vor, wobei dem Abfall in dem Bunkerraum von oben eine Flüssigkeit zuführbar ist, wobei die Flüssigkeit aus dem Bunkerraum abführbar ist und wobei der Abfall durch das Fördermittel der Thermischen Abfallbehandlungsanlage zuführbar ist. Hierdurch wird der vorhandene Abfall auf einfachste Weise reduziert, da aus diesem durch die Flüssigkeit organische Bestandteile ausgewaschen werden. Weiterhin wird der Flüssigkeitsgehalt des Abfalls durch die wiederholte Umwälzung mit dem Fördermittel reduziert. über das vorhandene Fördermittel hinaus sind in dem Bunkerraum keine Förderanlagen erforderlich.
Erfindungsgemäß ist als Fördermittel Krananlage mit wenigstens einem Greifer vorgesehen. Hierdurch kann der Abfall in dem Bunkerraum beliebig umgeschichtet bzw. umgewälzt werden. Erfindungsgemäß sind als Fördermittel alternativ oder zusätzlich auch andere fest installierte und/oder mobile Fördermittel vorgesehen. Als fest
installierte Fördermittel sind insbesondere auch Becherwerke, Förderbänder, Kettenförderer oder Förderschnecken vorgesehen. Als mobile Fördermittel sieht die Erfindung insbesondere Radlader und ähnliche Fahrzeuge vor.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, in dem Bunkerraum einen Schacht mit einer oberen öffnung anzuordnen, wobei der Schacht durch die obere öffnung von dem Fördermittel mit Abfall befüllbar ist. Durch die Bildung einer Säule aus Abfall in dem Schacht ist eine statische Entwässerung des Abfalls möglich, durch welche der Flüssigkeitsgehalt des Abfalls mit einfachen Mitteln reduzierbar ist. Bei der statischen Entwässerung wird durch das Eigengewicht des Abfalls insbesondere eine Entwässerung der unteren Bereiche der Säule aus Abfall bewirkt. Hierdurch kann auf aufwendige Anlagen zur mechanischen Entwässerung wie zum Beispiel auf Pressen verzichtet werden.
Erfindungsgemäß ist der Schacht oberhalb einer Bodenwanne des Bunkerraums angeordnet und öffnet sich mit einer unteren öffnung zu der Bodenwanne des Bunkerraums hin. Hierdurch kann die bei der statischen Entwässerung ausgepresste Flüssigkeit aus dem Schacht in die Bodenwanne austreten und der entwässerte Abfall kann dem Schacht von dem Fördermittel entnommen werden.
Erfindungsgemäß ist im Bunkerraum wenigstens ein Zulauf vorgesehen, durch welchen die Flüssigkeit dem Bunkerraum zuführbar ist. Weiterhin sieht die Erfindung im Bunkerraum wenigstens einen Ablauf vor, durch welchen die Flüssigkeit aus dem Bunkerraum abführbar ist.
Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, in dem Bunkerraum eine erste Kammer als Frischmüllkämmer auszubilden, in welche frischer Abfall einbringbar ist, wobei die erste Kammer einen ersten Ablauf zum Abzug von sich in
der ersten Kammer sammelnder Flüssigkeit aufweist, wobei eine zweite Kammer einen über einem Boden der zweiten Kammer endenden Schacht aufweist, wobei der Schacht durch das Fördermittel befüllbar ist, wobei der in dem Schacht befindliche Abfall über eine Zuleitung mit Flüssigkeit tränkbar ist und wobei die in dem Schacht der zweiten Kammer durch den Abfall gesickerte Flüssigkeit unterhalb des Schachts aus der zweiten Kammer durch einen zweiten Ablauf abziehbar ist. Durch die Aufteilung des Bunkerraums in eine erste Kammer und eine zweite Kammer ist eine effektive Umschichtung des Abfalls möglich, da ein ungewünschtes Zusammenrutschen des Abfalls verhindert ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall mit organischen Bestandteilen für eine anschließende thermische Behandlung des Abfalls insbesondere in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage, wird der Abfall einem Bunkerraum zugeführt, wobei zur aeroben Hydrolyse des Abfalls in dem Bunkerraum während und nach der Zuführung des Abfalls der Abfall durch ein Fördermittel über einen ersten Zeitraum umgeschichtet wird, wobei während der Umschichtung in dem ersten Zeitraum von oben eine Flüssigkeit auf den Abfall geführt wird, wobei während der Umschichtung in dem ersten Zeitraum aus dem Abfall austretende Flüssigkeit aus dem Bunkerraum abgezogen wird, wobei anschließend über einen zweiten Zeitraum unter Vermeidung der Zuführung von weiterer Flüssigkeit eine statische Entwässerung des Abfalls durchgeführt wird, wobei die aus dem Abfall in Folge der statischen Entwässerung austretende Flüssigkeit aus dem Bunkerraum abgezogen wird und wobei anschließend über einen dritten Zeitraum der statisch entwässerte Abfall durch das Fördermittel der Thermischen Abfallbehandlungsanlage zugeführt wird. Besonderer Vorteil dieses Verfahrens ist neben einer effektiven und kostengünstigen Reduzierung der Abfallmenge durch eine Herauslösen organischer Bestandteile des Abfalls und eine Reduzierung des Wassergehalts des
Abfalls die Möglichkeit, dass dieses Verfahren auch in vorhandnen Bunkerräumen mit geringem Kostenaufwand anwendbar ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht weiterhin vor, den Abfall zur statischen Entwässerung in einem Abschnitt des Bunkerraums oder in einem in dem Bunkerraum befindlichen Schacht zu stapeln. Hierdurch erfolgt mit einfachsten Mitteln eine effektive Entwässerung. Der Bunkerraum ist erfindungsgemäß oberirdisch oder unterirdisch als Tiefbunker oder Flachbunker oder Rundbehälter ausgebildet.
Weiterhin ist es vorgesehen, aus der aus dem Bunkerraum abgezogenen Flüssigkeit durch einen anaerobe Behandlung der Flüssigkeit Biogas zu erzeugen. Hierdurch kann mit einfachen Mitteln Energie gewonnen werden.
Bei der erfindungsgemäßen Abfallbehandlungsanlage mit einer thermischen Abfallbehandlungsanlage und einer Vorrichtung zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall mit organischen Bestandteilen, sieht die Erfindung eine Vorrichtung zur Speicherung und Vorbehandlung von Abfall entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 8 und eine direkte Zuführung des statisch entwässerten Abfalls zu der Thermischen
Abfallbehandlungsanlage vor. Hierdurch ist mit minimalem Aufwand eine Nachrüstung bestehender Abfallbehandlungsanlagen möglich um durch die Vorbehandlung die thermische Behandlung des Abfalls zu erleichtern und den Schadstoffausstoß zu verringern.
Mit der oben beschriebenen Vorrichtung bzw. dem oben beschriebenen Verfahren bzw. der oben beschriebenen Abfallbehandlungsanlage wird eine Entwässerung des Abfalls und damit eine Erhöhung des Heizwerts des behandelten Abfalls erreicht. Weiterhin lässt sich die Abfallmenge und die Rauchgasmenge reduzieren. Vorteilhaft ist auch eine partielle
Chloridentfernung aus dem Abfall und damit eine Verringerung von Korrosionsproblemen im Kessel. Schließlich ermöglicht die Vorbehandlung die Gewinnung einer Flüssigkeit, durch deren anaerobe Behandlung Biogas erzeugbar ist. Das Biogas ist wiederum im Prozess der thermischen Abfallbehandlung oder zur Stromerzeugung oder zur thermischen Nutzung verwendbar und die Flüssigkeit kann nach einer Aufbereitung als Prozesswasser Verwendung finden.
Durch eine Erwärmung der Flüssigkeit wird dem Abfall Wärme zugeführt, so dass die im Abfallbunker stattfindende Hydrolyse unter optimalen Bedingungen abläuft.
Unter einem Bunkerraum ist im Sinne der Erfindung ein Speicher für Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen zu verstehen, in welchem jeweils eine oder mehrere Kammern für die Lagerung und/oder die Behandlung von Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen angeordnet sind. Dieser Speicher ist erfindungsgemäß insbesondere als Flachbunker, Tiefbunker oder Rundbehälter oberirdisch oder unterirdisch ausgeführt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben. Zur Vereinfachung wird zusammenfassend der Begriff „Abfall" verwendet. Im Sinne der Erfindung sind unter dem Begriff „Abfall" insbesondere Müll und Reststoffe und insbesondere Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen zu verstehen. Im Sinne der Erfindung ist unter dem Begriff
„Abfallbehandlungsanlage" sowohl eine Abfallverwertungsanlage als auch eine Abfallbeseitigungsanlage zu verstehen. Die Abfallbehandlung erfolgt insbesondere thermisch, mechanisch, mechanisch biologisch oder ausschließlich biologisch. Die thermische Abfallbehandlung erfolgt insbesondere durch
Verbrennung, Pyrolyse, Vergasung oder Verschwelung. Mechanisch biologische Abfallbehandlungsanlagen sind zum Beispiel als Anlagen zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen oder als Kompostierungsanlagen ausgebildet.
Hierbei zeigt:
Figur Ia: eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur Ib: eine weitere schematische Ansicht der in der Figur Ia gezeigten erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur 2a bis 2c: drei Ausführungsvarianten einer Abfallbehandlungsanlage mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur 3a: eine Draufsicht auf die in den Figuren Ia und Ib gezeigte Vorrichtung;
Figur 3b: eine Draufsicht auf eine Ausführungsvariante zu der in der Figur 3a gezeigten Vorrichtung;
Figur 4 : eine schematische Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur 5a - 5b: zwei Ausführungsvarianten für Bunkerräume ohne Schacht;
Figur 6a - 6b: zwei Ausführungsvarianten für Bunkerräume mit Schacht;
Figur 7a - 7b: zwei Ausführungsvarianten für Bunkerräume mit Schacht und zwei Kammern;
Figur 8a - 8d: schematische Darstellungen von vier weiteren Ausführungsvarianten für erfindungsgemäße Speicher und
Figur 9: schematische Draufsicht auf einen als Rundbehälter ausgeführten Speicher.
Die Figur Ia zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst einen Bunkerraum 2 und ein Fördermittel 3. Das Fördermittel 3 ist als Krananlage 4 mit einem Greifer 5 ausgeführt. In dem Bunkerraum 2 ist ein Schacht 6 angeordnet. Der Schacht 6 weist eine obere öffnung 7 und eine untere öffnung 8 auf. Mit der unteren öffnung 8 öffnet sich der Schacht 6 zu einer Bodenwanne 9 des Bunkerraums 2. Abfall bzw. Müll M, welcher sich in dem Schacht 6 befindet, ist durch einen Zulauf 10 mit Flüssigkeit 11 besprühbar. Im Bereich der Bodenwanne 9 des Bunkerraums 2 ist ein Ablauf 12 angeordnet, durch welchen aus dem Abfall M austretende Flüssigkeit 11 absaugbar ist. über einen als Rampe 13 ausgebildeten Einlass ist der Bunkerraum 2 mit Abfall M befüllbar. Eine Entnahme von in dem Bunkerraum 2 behandeltem Abfall M erfolgt mittels des Greifers 5 durch einen Auslass 14. Durch eine Trennwand 15 ist der Bunkerraum 2 in eine erste Kammer I und eine zweite Kammer II unterteilt. In der zweiten Kammer II ist auch der Schacht 6 angeordnet. Durch die Pfeile P ist angedeutet, wie das Fördermittel 3 in einem ersten Zeitraum sowohl Abfall aus der ersten Kammer I als auch Abfall, der in der zweiten Kammer II aus der unteren öffnung 8 des Schachts 6 austritt, von oben durch die obere öffnung 7 in den Schacht 6 fördert. Während dieser Umwälzung bzw. Durchmischung des Abfalls M wird der in dem Schacht 6 befindliche Abfall M mit der Flüssigkeit 11 getränkt. Unterhalb des Schachts 6 wird aus der Bodenwanne 9 die aus dem Abfall M austretende Flüssigkeit 11 abgezogen. Eine Schräge 40, welche durch ein Leitblech gebildet ist, leitet
die Flüssigkeit 11 und den Abfall M seitliche aus dem Schacht 6 in eine Pfeilrichtung x. Hierdurch kann der Abfall M, nachdem dieser den Schacht 6 nach unten in einer Pfeilrichtung y durchwandert hat, wieder von dem Greifer 5 gegriffen werden. Als Flüssigkeit 11 ist insbesondere Wasser und insbesondere das im Prozess entstehende Wasser vorgesehen. Die Schräge 40 ist für die Flüssigkeit durchlässig oder dicht ausgeführt.
In der Figur Ib ist eine weitere schematische Ansicht der in der Figur Ia gezeigten Vorrichtung 1 dargestellt. Durch die Pfeile P ist dargestellt, wie in einem zweiten Zeitraum, nachdem die Zugabe von Flüssigkeit eingestellt wurde, in dem Schacht 6 eine statische Entwässerung des Abfalls M erfolgt, wobei zur Unterstützung des Vorgangs gegebenenfalls eine weitere Umschichtung des Abfalls M erfolgt. Bei dieser Umschichtung, welche die Entwässerung unterstützt, wird unterhalb des Schachts 6 entwässerter Abfall M von dem Fördermittel 3 entnommen und durch die obere öffnung 7 wieder in den Schacht 6 befördert. Dieser, die Entwässerung unterstützende Kreislauf des Abfalls M, ist in der Figur Ib mit dem Bezugszeichen 16 gekennzeichnet. Nachdem der Abfall M hinreichend entwässert ist, wird dieser entsprechend einem durch die Pfeile 17 angedeuteten Weg von dem Fördermittel 3 unterhalb des Schachts 6 gegriffen und durch den Auslass 14 einer schematisch angedeuteten thermischen Abfallbehandlungsanlage 18 zugeführt. Dieses Entladen des Schachts 6 bzw. des Bunkerraums 2 erfolgt über einen dritten Zeitraum.
Die Figuren 2a bis 2c zeigen drei Ausführungsvarianten einer Abfallbehandlungsanlage 19. Die Abfallbehandlungsanlage 19 umfasst jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 mit einem Bunkerraum 2, einer Fördereinrichtung 3, einem Flüssigkeitskreislauf 20 und eine Thermische Abfallbehandlungsanlage 18 bzw. eine Ersatzbrennstoffanlage
18a zur Erzeugung eines Ersatzbrennstoffes bzw. eine Kompostanlage 18b zur Erzeugung von Kompost. Der Flüssigkeitskreislauf 20, der in der Figur 2a gezeigten Vorrichtung 1 sieht eine externe Entsorgung der Flüssigkeit 11 vor, wobei die Flüssigkeit 11 den Abfall M zuvor auch mehrfach durchfließen kann.
Bei der in der Figur 2b dargestellten Abfallbehandlungsanlage 19 umfasst die Vorrichtung 1 eine Reinigungsanlage 21 für die Flüssigkeit 11. In der Reinigungsanlage 21 werden aus der Flüssigkeit 11 Feststoffe 22 abgeschieden, welche wieder dem Bunkerraum 2 zugeführt werden.
Bei der in der Figur 2c dargestellten Abfallbehandlungsanlage 19 umfasst die Vorrichtung 1 mit dem Bunkerraum 2 neben einer entsprechend der Figur 2b ausgeführten Reinigungsanlage 21 zusätzlich eine Biogasanlage 23, in welcher weitere Feststoffe 24 abgeschieden werden und in welcher Biogas 25 erzeugt wird. Weiterhin ist eine Heizung H dargestellt, durch welche die durch einen Zulauf 10 einem Schacht 6 des Bunkerraums 2 zugeführte Flüssigkeit 11 erwärmbar ist. Durch diese Erwärmung der Flüssigkeit 11 lassen sich insbesondere im Winter bzw. bei vergleichsweise niedriger Außentemperatur die Vorgänge im Schacht 6 des Bunkerraums 2 intensivieren. Hierbei ist es insbesondere vorgesehen, die Heizung H mit dem erzeugten Biogas 25 oder mit Prozesswärme aus der thermischen Behandlung zu betreiben. Erfindungsgemäß kann auch bei den in den Figuren 2a und 2b beschriebenen Anlagen eine entsprechende Erwärmung der Flüssigkeit durch eine Heizung H vorgesehen sein.
In der Figur 3a ist eine Draufsicht auf die in den Figuren Ia und Ib gezeigte Vorrichtung 1 dargestellt. Um eine kontinuierliche Beschickung der hier nicht dargestellten Thermischen Abfallbehandlungsanlage zu gewährleisten, umfasst die Vorrichtung 1 neben dem Bunkerraum 2 drei weitere
Bunkerräume 26, 27 und 28. Diese Bunkerräume 26, 27 und 28 sind identisch zu dem Bunkerraum 2 aufgebaut, wobei die Krananlage 4 als Portalkran ausgebildet ist, welcher über alle Bunkerräume 2, 26, 27 und 28 verfahrbar ist. Durch die Ausstattung der Vorrichtung 1 mit vier Bunkerräumen, 2, 26, 27 und 28 kann gewährleistet werden, dass bei einer durchschnittlichen Verweilzeit des Abfalls M in dem Bunkerraum 2, 26, 27 bzw. 28 bzw. in dem jeweiligen Schacht 6 von vier Tagen jeden Tag einer der Schächte 6 statisch entwässerten Abfall M zur Verfügung stellt. Durch die Verwendung mehrerer Bunkerräume 2, 26, 27 und 28 ist die Verweilzeit des Abfalls M kontrollierbar bzw. steuerbar.
In der Figur 3b ist eine Draufsicht auf eine Ausführungsvariante zu der in der Figur 3a gezeigten Vorrichtung 1 dargestellt. Bei dieser Ausführungsvariante umfasst die Vorrichtung 1 nur zwei Bunkerräume 2, 26. Die beiden Bunkerräume 2, 26 weisen eine gemeinsame erste Kammer I auf. Zwischen den zweiten Kammern II der beiden Bunkerräume 2, 26 sind drei Vorratsbehälter 29, 30 und 31 angeordnet, welche als Zwischenspeicher 32 dienen und bereits statisch entwässerten Abfall M aufnehmen, welcher ohne weitere Behandlung der thermischen Behandlung zugeführt werden kann.
In der Figur 4 ist schließlich eine schematische Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dargestellt. Im Unterschied zu den in den Figuren Ia bis 3b gezeigten Vorrichtungen setzt sich hier ein Bunkerraum 2 aus zwei vollständig voneinander getrennten Kammern I und II zusammen. Jede der Kammern I und II weist einen Ablauf 12 bzw. 32 auf, um Flüssigkeit 11, welche aus Abfall M austritt, durch Rohre 33 bzw. 34 abzuführen.
In den Figuren 5a und 5b sind zwei Ausführungsvarianten einer Vorrichtung 1 mit Bunkerräumen 2 dargestellt, wobei die Bunkerräume keinen Schacht aufweisen. Bei der in der Figur 5a
dargestellten Ausführungsvariante weist ein Boden 35 des Bunkerraums 2 eine Stufe 36 auf. Durch ein Fördermittel 3 wird unter einem Zulauf 10 für eine Flüssigkeit 11 Abfall M zu einem Berg 37 angehäuft. Aus dem Berg 37 austretende Flüssigkeit 11 läuft über die Stufe 36 zu einem Ablauf 12. Frisch angelieferte Abfall M sammelt sich auf einem weiteren Berg 38 über dem Ablauf 12. Nach einem Sperren des Zulaufs 10 erfolgt mit Hilfe des Fördermittels 3 ein weiteres Umschichten des Bergs 37 und eine statische Entwässerung. Nach erfolgter statischer Entwässerung wird der Abfall M des Bergs 37 über einen Auslass 14 einer nicht dargestellten Thermischen Abfallbehandlungsanlage zugeführt. Im Unterschied zu der in der Figur 5a dargestellten Ausführungsvariante einer Vorrichtung weist bei der in der Figur 5b dargestellten Vorrichtung ein Boden 35 ein Gefälle 39 auf, um eine aus einem Berg 37 austretende Flüssigkeit 11 einem Ablauf 12 zuzuleiten. Das Gefälle 39 ist als schräge Fläche bzw. Rampe ausgeführt .
Die in den Figuren 6a und 6b gezeigten Vorrichtungen 1 entsprechen den aus den Figuren 5a und 5b bekannten Vorrichtungen und es wird auf die dortige Beschreibung verwiesen. Ergänzend ist im Bunkerraum jeweils ein Schacht 6 angeordnet, um das Auswaschen von Abfall M und die statische Entwässerung des Abfalls M effektiver zu machen.
Die in den Figuren 7a und 7b gezeigten Vorrichtungen 1 entsprechen den aus den 6a und 6b bekannten Vorrichtungen und es wird auf die dortige Beschreibung und die Beschreibung zu den Figuren 5a und 5b verwiesen. Ergänzend werden die Bunkerräume 2 jeweils noch durch jeweils eine Trennwand 15 in eine erste Kammer I und eine zweite Kammer II unterteilt, um eine bessere Trennung von frischem Abfall M und in der Behandlung befindlichem Abfall M zu erreichen. Die in den Figuren 6a bis 7b gezeigten Bunkerräume 2 sind im Bereich ihrer Schächte 6 jeweils mit einer als Schrägboden bzw.
Leitblech ausgebildeten Schräge 40 versehen, um den Abfall M in eine Pfeilrichtung x zu leiten und Ablagerungen zu vermeiden.
Die Figur 8a zeigt eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst einen Bunkerraum 2 und ein erstes Fördermittel 3. Das Fördermittel 3 ist als Krananlage 4 mit einem Greifer 5 ausgeführt. Der Bunkerraum 2 ist durch zwei Trennwände 15 und 15' in drei Kammern I, II und III unterteilt. Abfall bzw. Müll M, welcher sich in der zweiten oder der dritten Kammer II, III befindet, ist durch einen Zulauf 10 mit Flüssigkeit 11 besprühbar. Im Bereich einer Bodenwanne 9 des Bunkerraums 2 sind in den Kammern II und III Abläufe 12 angeordnet, durch welchen aus dem Abfall M austretende Flüssigkeit 11 abführbar ist. Mittels eines zweiten Fördermittels 3', welches als mobiles Fördermittel zum Beispiel als Radlader R ausgebildet ist, sind die Kammern II und III des Bunkerraums 2 mit Abfall M befüllbar. Eine Entnahme von in der Kammer III des Bunkerraums 2 behandeltem Abfall M erfolgt mittels des Greifers 5. Von dem Greifer 5 wird der behandelte Abfall M durch einen Auslass 14 einer Weiterbehandlung zugeführt. Durch Pfeile P ist angedeutet, wie das als Radlader R ausgebildete zweite Fördermittel 3' Abfall M aus der ersten Kammer I in die zweite Kammer II oder die dritte Kammer III und aus der zweiten Kammer II in die dritte Kammer III fördert. Durch einen weiteren Pfeil P' ist dargestellt wie der Greifer 5 der Krananlage 4 entwässerten Abfall M dem Auslass 14 zuführt. Mittels des als Radlader R ausgebildeten zweiten Fördermittels 3' erfolgt eine Umwälzung bzw. Durchmischung des Abfalls M in den Kammern II und III während der Abfall M mit der Flüssigkeit 11 getränkt und/oder entwässert wird. Eine Entnahme des Abfalls M aus der dritten Kammer III mittels des als Krananlage 4 ausgebildeten ersten Fördermittels 3 erfolgt erst nach einer statischen
Entwässerung des in der dritten Kammer III befindlichen Abfalls M. Bei der statischen Entwässerung wird keine neue Flüssigkeit 11 zugeführt und die aus dem Abfall austretende Flüssigkeit 11, welche auch in Folge des Eigengewichts des Abfalls M ausgepresst wird, wird abgeführt. Dieser Vorgang kann durch ein weiteres Durchmischen des Abfalls M mittels dem zweiten Fördermittel 3' unterstützt werden. Erfindungsgemäß sind zwischen der ersten Kammer I, in welche der unbehandelte Abfall M angeliefert wird und der dritten Kammer III, in welcher die statische Entwässerung erfolgt und aus welcher der vorbehandelte Abfall M für die Weiterbehandlung entnommen wird, mehr als eine Kammer II angeordnet, um die Kapazität der Vorrichtung zu erhöhen und/oder um eine intensivere Vorbehandlung des Abfalls M zu erreichen.
Die Figur 8b zeigt eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Der hier dargestellte Bunker 2 umfasst vier Kammern I bis IV, wobei unbehandelter Abfall M in die Kammer I des Bunkers 2 angeliefert wird und aus der Kammer IV des Bunkers 2 abtransportiert wird. In der Kammer II erfolgt ein vorrangig das Auswaschen organischer Bestandteile aus dem Abfall M mittels der Flüssigkeit 11 und in der Kammer III erfolgt vorrangig das Entwässern des Abfalls M. Hiezu weisen die Kammern III und IV für die Flüssigkeit 11 Zuläufe 10 und Abläufe 12 auf. Somit befindet sich in der erste Kammer I frischer Abfall M, in der zweiten Kammmer II und in der dritten Kammer III nasser Abfall M und in der vierten Kammer IV abgetropfter Abfall M.
Die Figur 8c zeigt eine schematische Draufsicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Diese Vorrichtung ist vergleichbar zu der in der Figur 8b gezeigten Vorrichtung ausgeführt und weist einen Bunkerraum 2 mit vier Kammern I bis IV auf. Die Kammern I bis
IV sind als sogenannte Fahrsilos Fl bis F4 ausgebildet, welche sich für die Verwendung eines mobilen Fördermittels zum Beispiel eines Radladers R als Fördermittel 3 eignen. Bezüglich der Funktion der Kammern und des Zustands des darin befindlichen Abfalls wird auf die Beschreibung zu der Figur 8b verwiesen.
Die Figur 8d zeigt eine schematische Draufsicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Bei dieser ist der Bunkerraum 2 durch vier Kammern I bis IV gebildet, welche als sogenannte Silotürme Sl bis S4 ausgeführt, welche durch ein als Krananlage ausgebildetes Fördermittel befüllbar und entleerbar sind. Bezüglich der Funktion der Kammern und des Zustands des darin befindlichen Abfalls wird auf die Beschreibung zu der Figur 8b verwiesen.
Die Figur 9 zeigt eine schematische Draufsicht einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Bei dieser ist der Bunkerraum 2 als Siloturm S ausgeführt, welcher vier Kammern I bis IV aufweist. Diese sind in der Draufsicht in Form von Viertelkreissegmenten ausgeführt. Für eine Vorrichtung 1 mit einem derartigen Bunkerraum 2 eignet sich insbesondere ein Drehkran D als Fördermittel 3.
Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der
Schutzrechtsansprüche. Insbesondere sieht die Erfindung vor, den Bunkerraum als geschlossenen Raum auszubilden, welcher einen oder mehrere Einlasse für den frischen Abfall und einen oder mehrere Auslässe für den behandelten Abfall aufweist. Um Geruchsbelastungen der Umgebung des Bunkerraums zu vermeiden ist es vorgesehen die für die Abfallverbrennungsanlage erforderliche Luft teilweise oder vollständig über den oder die Auslässe des Abfallbunkers anzusaugen.
Bezugszeichenliste:
1 Vorrichtung
2 Bunkerraum
3 Fördermittel
4 Krananlage
5 Greifer von 4
6 Schacht
7 Obere öffnung von 6
8 Untere öffnung von 6
9 Bodenwanne
10 Zulauf
11 Flüssigkeit
12 Ablauf
13 Rampe
14 Auslass
15 Trennwand
16 Kreislauf
17 Pfeile
18 Thermische Abfallbehandlungsanlage
19 Abfallbehandlungsanlage
20 Flüssigkeitskreislauf
21 Reinigungsanlage
22 Feststoff
23 Biogasanlage
24 Feststoff
25 Biogas
26 Bunkerraum
27 Bunkerraum
28 Bunkerraum
29 Vorratsbehälter
30 Vorratsbehälter
31 Zwischenspeicher
32 Ablauf
33 Rohr
34 Rohr
35 Boden von 2
36 Stufe
37 Berg
38 Berg
39 Schräge
40 Schräge
3' zweites Fördermittel
15' zweite Trennwand
18a Ersatzbrennstoffanlage
18b Kompostanlage
D Drehkran
Fl - F4 Fahrsilo
H Heizung für 11
M Abfall bzw. Abfall mit organischen Bestandteilen und/oder Biomassen und/oder organischen Abfällen
P, P' Pfeil
R Radlader
S Siloturm
Sl - S4 erster bis vierter Siloturm x Pfeilrichtung y Pfeilrichtung
I erste Kammer
II zweite Kammer
III dritte Kammer
IV vierte Kammer
