Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS AND METHOD FOR STRAPPING WOUND-UP COILS, IN PARTICULAR STEEL COILS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/134634
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an apparatus (1) for strapping wound-up coils (2) using a binding tape (3), wherein the apparatus (1) has: a binding tape unrolling apparatus (4) for unwinding a binding tape coil (5), wherein the binding tape unrolling apparatus (4) has drive means (6) with which the binding tape coil (5) can be rotated in order to unwind binding tape (3), a downstream drive and tensioning unit (7), a binding head (8) for connecting two points of the binding tape (3) and a tape guide channel (9) which extends along a circumferential profile (U). In order to achieve a more simple system design without a coiler and looping pit, the invention makes provision for the binding head (8) to be arranged so as to pivot about an axis (A) such that it can assume a first position (I) in which it is in or on the circumferential profile (U) of the tape guide channel (9), and that it can assume a second position (II) in which it is situated in or on the outer circumference of the coil (3) which is to be strapped, wherein the drive means (6) of the binding tape unrolling apparatus (4) are designed to unwind binding tape (3) both from the binding tape coil (5) in the binding tape conveying direction (F) and also to unwind binding tape (3) counter to the binding tape conveying direction (F) onto the binding tape coil (5). The invention also relates to a method for operating an apparatus of this kind.

Inventors:
REIMANN, Ralf (Auf dem Sauerfeld 17, Menden, 58708, DE)
PIEPER, Andreas (Forstbrede 64, Werne, 59368, DE)
HOFMANN, Karl, Robert (Zum Rademächen 11, Netphen, 57250, DE)
Application Number:
EP2011/002072
Publication Date:
November 03, 2011
Filing Date:
April 23, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SMS LOGISTIKSYSTEME GMBH (Obere Industriestraße 8, Netphen, 57250, DE)
REIMANN, Ralf (Auf dem Sauerfeld 17, Menden, 58708, DE)
PIEPER, Andreas (Forstbrede 64, Werne, 59368, DE)
HOFMANN, Karl, Robert (Zum Rademächen 11, Netphen, 57250, DE)
Attorney, Agent or Firm:
GROSSE, Wolf-Dietrich (Valentin, Gihske Grosse, Klüppel, Kros, Hammerstrasse 3 Siegen, 57072, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1 ) zum Umreifen von aufgewickelten Bunden (2), insbesondere von Stahlbunden, mit einem Bindeband (3), wobei die Vorrichtung (1 ) aufweist: eine Bindeband-Abrollvorrichtung (4) zum Abwickeln eines Bindeband-Coils (5), wobei die Bindeband-Abrollvorrichtung (4) Antriebsmittel (6) aufweist, mit denen das Bindeband-Coil (5) zum Abwickeln von Bindeband (3) gedreht werden kann, eine in Bindeband-Förderrichtung (F) nachfolgend angeordnete Treib- und Spanneinheit (7) zur Aufnahme des von der Bindeband-Abrollvorrichtung (4) abgewickelten Bindebands (3), einen Bindekopf (8) zum Verbinden zweier Stellen des Bindebands (3) nach dem Umwickeln des Bundes (2) mit dem Bindeband (3) und einen sich entlang eines Umfangsverlaufs (U) erstreckenden Bandführungskanal (9) zur Führung des Bindebandes (3) um den Bund (2) herum, dadurch gekennzeichnet, dass der Bindekopf (8) so um eine Achse (A) schwenkbar angeordnet ist, dass er eine erste Position (I) einnehmen kann, in der er im oder am Um- fangsverlauf (U) des Bandführungskanals (9) liegt, und dass er eine zweite Position (II) einnehmen kann, in dem er im oder am Außenumfang des zu umreifenden Bundes (2) liegt, wobei die Antriebsmittel (6) der Bindeband-Abrollvorrichtung (4) ausgebildet sind, Bindeband (3) sowohl vom Bindeband-Coil (5) in Bindeband- Förderrichtung (F) abzuwickeln als auch Bindeband (3) entgegen der Bindeband-Förderrichtung (F) auf das Bindeband-Coil (5) aufzuwickeln und/oder wobei die Treib- und Spanneinheit (7) ausgebildet ist, Bindeband (3) sowohl in Bindeband-Förderrichtung (F) als auch entgegen der Bindeband- Förderrichtung (F) zu fördern.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (6) der Bindeband-Abrollvorrichtung (4) mindestens zwei Rollen (10) umfassen, von denen mindestens eine von einem Antriebsmotor angetrieben ist, wobei die Rollen (10) insbesondere unterhalb der Achse des Bindeband- Coils (5) und zur Auflage einer Umfangsstelle des Bindeband-Coils (5) angeordnet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindeband-Abrollvorrichtung (4) zwei Seitenwände (11 , 12) aufweist, in denen mehrere radial ausgerichtete seitliche Führungsrollen (13) gelagert sind.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Treib- und Spanneinheit (7) mindestens eine angetriebene Treiberrolle (14) mit zugeordneter Treibergegenrolle (15) und mindestens eine angetriebene Spannrolle (16) mit zugeordneter Spanngegenrolle (17) aufweist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Treiberrolle (14) oder die Treibergegenrolle (15) und die Spannrolle (16) oder die Spann- gegenrolle (17) in einer um eine Drehachse (D) schwenkbaren Schwinge (18) gelagert sind.

Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinge (18) mit einem Aktuator (19), insbesondere mit einem hydraulischen oder pneumatischen Kolben-Zylinder-System, in Verbindung steht, um die Schwinge (18) um die Drehachse (D) verschwenken und mit einer Haltekraft beaufschlagen zu können.

Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass Sensormittel (20) an zumindest einer der Rollen (14, 15, 16, 17) angeordnet sind, die zur Detektion der Bewegung und/oder des Stillstandes der Rolle ausgebildet sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bindekopf (8) zu dessen Verschwenkung an einem Schwenkarm (21 ) angeordnet ist, der um die Achse (A) schwenkbar gelagert ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Bindekopf (8) so in die erste Position (I) schwenkbar angeordnet ist, dass sich der Bindekopf (8) in den Umfangsverlauf (U) des Bandführungskanals (9) einfügt, wozu der Bandführungskanal (9) an einer Umfangsstelle eine Unterbrechung aufweist. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung (1 ) zum Umreifen von aufgewickelten Bunden (2), insbesondere von Stahlbunden, nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es die Schritte aufweist: a) Abwickeln von Bindeband (3) von der Bindeband-Abrollvorrichtung (4) vom Bindeband-Coil (5), wobei die Antriebsmittel (6) der Bindeband- Abrollvorrichtung so angetrieben werden, dass das Bindeband (3) in eine Bindeband-Förderrichtung (F) gefördert wird; b) Zuleiten des gemäß Schritt a) abgewickelten Bindebands (3) in die Treib- und Spanneinheit (7) und weiter in den sich in einer ersten Position (I) befindlichen Bindekopf (8), in der letzterer im oder am Umfangs- verlauf (U) des Bandführungskanals (9) liegt; c) Herumführen des Bindebandes (3) durch den Bandführungskanal (9) und um den zu umreifende Bund (2), bis das vorauseilende Ende des Bindebandes (3) wieder im Bindekopf (8) angelangt ist; d) Verschwenken des Bindekopfs (8) von der ersten Position (I) in eine zweite Position (II), in der der Bindekopf (8) im oder am Außenumfang des zu umreifenden Bundes (3) liegt; e) gleichzeitig mit oder nach Schritt d): Antreiben der Antriebsmittel (6) der Bindeband-Abrollvorrichtung derart, dass das Bindeband (3) entgegen der Bindeband-Förderrichtung (F) zurückgefördert und auf das Bindeband-Coil (5) aufgewickelt wird und/oder Antreiben der Treib- und Spanneinheit (7) derart, dass das Bindeband (3) entgegen der Bindeband-Förderrichtung (F) zurückgefördert wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Umreifen von aufgewickelten Bunden,

insbesondere von Stahlbunden

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umreifen von aufgewickelten Bunden, insbesondere von Stahlbunden, mit einem Bindeband, wobei die Vorrichtung aufweist: eine Bindeband-Abrollvorrichtung zum Abwickeln eines Bindeband-Coils, wobei die Bindeband-Abrollvorrichtung Antriebsmittel aufweist, mit denen das Bin- deband-Coil zum Abwickeln von Bindeband gedreht werden kann, eine in Bindeband-Förderrichtung nachfolgend angeordnete Treib- und Spanneinheit zur Aufnahme des von der Bindeband-Abrollvorrichtung abgewickelten Bindebands, einen Bindekopf zum Verbinden zweier Stellen des Bindebands nach dem Umwickeln des Bundes mit dem Bindeband und einen sich entlang eines Umfangsver- laufs erstreckenden Bandführungskanal zur Führung des Bindebandes um den Bund herum. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung.

Vorrichtungen dieser Art sind im Stand der Technik beispielsweise aus der EP 0 194 627 B1 und aus der DE 10 2008 022 396 B3 bekannt. Die Vorrichtungen dienen dem Abbinden bzw. dem Umreifen eines Guts. Das benötigte Bindeband wird dabei in Form eines Bindeband-Coils bereitgestellt, das von einer Haspelvorrichtung abgewickelt wird.. Über einen Schiingenspeicher wird das Bindeband dann der Bindemaschine bis zum Bindekopf zugeführt.

Nachteilig ist es hierbei, dass eine relativ großvolumige Anlage entsteht, die mit einem entsprechenden Aufwand bei der Herstellung einhergeht. Die Anlage ist entsprechend teuer. Der Erfindung liegt daher die A u f g a b e zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, dass eine kompakte Bauweise erreicht werden kann, die sich auch kostengünstiger realisieren lässt. Dabei soll insbesondere das Umreifen bzw. Abbinden einer zu einem Bund gewickelten Materialbahn, insbesondere eines Metallbandes, so ermöglicht werden, dass weniger Anlagenkomponenten benötigt werden, wobei speziell beim Umreifungsprozess ohne Haspel und Schiingenspeicher gearbeitet werden kann. Des weiteren soll ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Vorrichtung vorgeschlagen werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung dadurch gelöst, dass der Bindekopf so um eine Achse schwenkbar angeordnet ist, dass er eine erste Position einnehmen kann, in der er im oder am Umfangsverlauf des Bandführungskanals liegt, und dass er eine zweite Position einnehmen kann, in dem er im oder am Außenumfang des zu umreifenden Bundes liegt, wobei die Antriebsmittel der Bindeband-Abrollvorrichtung ausgebildet sind, Bindeband sowohl vom Binde- band-Coil in Bindeband-Förderrichtung abzuwickeln als auch Bindeband entgegen der Bindeband-Förderrichtung auf das Bindeband-Coil aufzuwickeln und/oder wobei die Treib- und Spanneinheit ausgebildet ist, Bindeband sowohl in Bindeband- Förderrichtung als auch entgegen der Bindeband-Förderrichtung zu fördern.

Die Antriebsmittel der Bindeband-Abrollvorrichtung umfassen bevorzugt mindestens zwei Rollen (besonderes bevorzugt mehr als zwei, z. B. vier Rollen), von denen mindestens eine von einem Antriebsmotor angetrieben ist. Die Rollen sind dabei bevorzugt unterhalb der Achse des Bindeband-Coils angeordnet und zur Auflage einer Umfangsstelle des Bindeband-Coils ausgebildet. Demgemäß liegt das Bindeband-Coil schwerkraftbedingt sicher auf den Rollen auf. Die Bindeband-Abrollvorrichtung kann zwei Seitenwände aufweisen, in denen mehrere radial ausgerichtete seitliche Führungsrollen gelagert sind. Somit wird das Bindeband-Coil seitlich reibungsarm abgestützt.

Die Treib- und Spanneinheit weist bevorzugt mindestens eine angetriebene Treiberrolle mit zugeordneter bzw. mit dieser zusammenwirkender Treibergegenrolle auf. Weiterhin ist bevorzugt mindestens eine angetriebene Spannrolle mit zugeordneter bzw. mit dieser zusammenwirkender Spanngegenrolle vorgesehen.

Die Treiberrolle oder die Treibergegenrolle und die Spannrolle oder die Spanngegenrolle sind dabei bevorzugt in einer um eine Drehachse schwenkbaren Schwinge gelagert. Die Schwinge kann mit einem Aktuator in Verbindung stehen, um die Schwinge um die Drehachse verschwenken und mit einer Haltekraft beaufschlagen zu können. Bei dem Aktuator handelt es sich bevorzugt um ein hydraulisches oder pneumatisches Kolben-Zylinder-System.

Ferner sind mit Vorteil Sensormittel an zumindest einer der genannten Rollen der Treib- und Spanneinheit angeordnet, die zur Detektion der Bewegung bzw. des Stillstandes der Rolle ausgebildet sind.

Der Bindekopf kann zu dessen Verschwenkung an einem Schwenkarm angeordnet sein, der um die Achse schwenkbar gelagert ist.

Der Bindekopf ist bevorzugt so in die oben genannte erste Position schwenkbar angeordnet, dass er sich in den Umfangsverlauf des Bandführungskanals einfügt. Hierzu weist der Bandführungskanal bevorzugt an einer Umfangsstelle eine Unterbrechung auf.

Das Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung umfasst erfindungsgemäß die Schritte: a) Abwickeln von Bindeband von der Bindeband-Abrollvorrichtung vom Bindeband-Coil, wobei die Antriebsmittel der Bindeband-Abrollvorrichtung so angetrieben werden, dass das Bindeband in eine Bindeband-Förderrichtung gefördert wird; b) Zuleiten des gemäß Schritt a) abgewickelten Bindebands in die Treib- und Spanneinheit und weiter in den sich in einer ersten Position befindlichen Bindekopf, in der letzterer im oder am Umfangsverlauf des Bandführungskanals liegt; c) Herumführen des Bindebandes durch den Bandführungskanal und um den zu umreifende Bund, bis das vorauseilende Ende des Bindebandes wieder im Bindekopf angelangt ist; d) Verschwenken des Bindekopfs von der ersten Position in eine zweite Position, in der der Bindekopf im oder am Außenumfang des zu umreifenden Bundes liegt; e) gleichzeitig mit oder nach Schritt d): Antreiben der Antriebsmittel der Bindeband-Abrollvorrichtung derart, dass das Bindeband entgegen der Bindeband-Förderrichtung zurückgefördert und auf das Bindeband-Coil aufgewickelt wird und/oder Antreiben der Treib- und Spanneinheit derart, dass das Bindeband entgegen der Bindeband-Förderrichtung zurückgefördert wird.

Gemäß der Erfindung ist also für das Bindeband bzw. das Bindeband-Coil kein Haspel vorgesehen, um es vom Coil abzuwickeln. Ferner ist die Vorrichtung frei von einem Schiingenspeicher zwischen Bindeband-Abrollvorrichtung und Treib- und Spanneinheit. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch die Seitenansicht einer Vorrichtung zum Umreifen eines zu einem Coil gewickelten Metallbandes;

Fig. 2a die Seitenansicht,

Fig. 2b die Draufsicht und

Fig. 2c die Vorderansicht des wesentlichen Teils der Bindeband-Abrollvorrichtung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 ;

Fig. 3 die Seitenansicht der Bindeband-Abrollvorrichtung, die mit einem Bin- deband-Coil bestückt wird;

Fig. 4 in der Seitenansicht die Treib- und Spanneinheit der Vorrichtung gemäß

Fig. 1 ; und

Fig. 5 in der Seitenansicht den Bandführungskanal der Vorrichtung gemäß

Fig. 1 mit einem Bindekopf, der in zwei verschiedenen Stellungen eingezeichnet ist.

In Fig. 1 ist in einer schematischen Seitenansicht die gesamte Vorrichtung 1 zum Umreifen eines Bundes 2 Metallband dargestellt, bestehend aus einer Bindeband- Abrollvorrichtung 4, einer Treib- und Spanneinheit 7 und dieser nachgeschaltet einem verschwenkbaren bzw. an ein zu umreifendes Stahlband anstellbaren Bindekopf 8. Im Bereich des Bindekopfs 8 ist weiterhin ein - in Fig. 1 nicht dargestellter - Bandführungskanal 9 angeordnet (s. hierzu Fig. 5), der eine im wesentlichen kreisrunde Form aufweist und ausgebildet ist, das Bindeband 3 um den zu umreifenden Bund 2 herumzuführen. In Fig. 1 sind drei Größen G, G', G" (maximale, mittlere und minimale Größe) des zu umreifenden Bundes 2 skizziert. Mit 27 ist für die beiden Positionen I und II eine Stelle markiert, an der das voreilende Ende des Bindebands 3 wieder in den Bindekopf 8 einläuft, nachdem der Bandführungskanal 9 durchlaufen ist und somit das Bindeband 3 den Bund 2 umschlungen hat. In der Position II wird das Bindeband 3 tangential zum Bund 2 geführt.

Das Bindeband-Coil 5 ist in der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 mittels eines Krans abgelegt und liegt auf mindestens zwei, im Ausführungsbeispiel insgesamt vier Rollen 10 im Bodenbereich der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 auf. Ein Niederhalter 22 ist an einem Drehpunkt 23 gelagert und kann durch einen Pneumatikzylinder 24 kraftbeaufschlagt sein, so dass das Bindeband-Coil 5 nicht aufrollen kann. Antriebsmittel 6, die die Rollen 10 drehantreiben, sorgen für eine gewünschte Abwicklung des Bindebands 3 vom Bindeband-Coil 4 in eine Bindeband- Förderrichtung F.

Das Bindeband 3 gelangt so in die Treib- und Spanneinheit 7 und von dieser weiter in den Bindekopf 8, wobei zur Bandführung eine Umlenkung 25 zwischen Treib- und Spanneinheit 7 und Bindekopf 8 angeordnet ist.

Wie bereits in Fig. 1 zu sehen ist (dies geht noch besser ersichtlich aus Fig. 5 hervor), ist der Bindekopf 8 an einem Schwenkarm 21 angeordnet, der um eine horizontale Achse (Achse A in Fig. 5) geschwenkt werden kann. Demgemäß kann der Bindekopf 8 eine erste Position I einnehmen, in der er im oder am Umfangsverlauf des Bandführungskanals 9 liegt (s. hierzu auch Fig. 5). Er kann aber auch eine zweite Position II einnehmen, in dem er im oder am Außenumfang des zu umreifenden Bundes 2 liegt. Abhängig von der Größe G, G' bzw. G" liegt die zweite Position II also an verschiedenen Orten. In Fig. 1 liegt der Bindekopf 8 am Außenumfang des kleinsten zu umreifenden Bundes 2 mit der Größe G" an. Beim Umreifen liegt der Bund 2 auf einem Tragsattel 26. In Fig. 2 ist der Aufbau bzw. die Konzeption der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 zu sehen, wobei hier nur das Grundgerüst dargestellt ist. Die Bindeband- Abrollvorrichtung 4 weist zwei Seitenwände 11 und 12 auf, die im Abstand zueinander verbunden sind. Zwischen den beiden Seitenwänden 11 und 12 wird der Aufnahmeraum für das Bindeband-Coil 3 gebildet. Unten ist dieser Aufnahmeraum durch die Rollen 10 begrenzt, die eine Auflage für das Bindeband-Coil 5 bilden; das Bindeband-Coil 5 liegt also vorliegend an vier Umfangsstellen auf den Rollen 10 auf. Wenn sich der Durchmesser des Bindeband-Coils 5 infolge Verbrauchs verändert, ist dennoch stets sichergestellt, dass mindestens zwei Rollen 10 in Kontakt mit dem Bindeband-Coil 5 sind. Die Rollen 10 sind alle angetrieben, was am besten in Fig. 1 oder in Fig. 3 gesehen werden kann. Hiernach liegt eine Drehverbindung der Rollen 10 über eine Kette vor. Ein nicht dargestellter Antriebsmotor treibt alle Rollen 10 über die Kette an.

Demgemäß hat die Bindeband-Abrollvorrichtung 4 die in Fig. 2 dargestellte Rahmenkonstruktion mit den darin integrierten und nach Fig. 3 muldenartig angeordneten, mindestens zwei (im Ausführungsbeispiel vier) Treibrollen 10, von denen mindestens eine Treibrolle 10 angetrieben ist. Auf die Rollen 10 wird das Bindeband-Coil 5 direkt abgesetzt und vertikal gestützt zwischen der Innen- und Außenwand 11 , 12 der Rahmenkonstruktion aufgenommen. Zur Seitenführung des in der Regel sehr schmalen Bindebandes sind sowohl in der Innen- als auch in der Außenwand 11 , 12 radial angeordnete, seitliche Führungsrollen 13 vorgesehen.

Wie in Fig. 3 weiter gesehen werden kann, ist an der Rahmenkonstruktion außerdem der Niederhalter 22 angelenkt (dargestellt in der Betriebsposition und in der Außer-Betriebsposition), der sich von oben auf einen Teilumfang des Bindeband- Coils 5 legt, sich beim Verbrauch an Bindebandmaterial entsprechend selbsttätig absenkt und einem Aufspringen des Bindeband-Coils 3 auf den maximalen Durchmesser entgegenwirkt. Optional können über einen Teilumfang des Bindeband-Coils 3 lokal voneinander beabstandet mehrere Einzelniederhalter vorgese- hen und mit beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch betätigter Nachführung an den sich verändernden Durchmesser des Coils ausgebildet werden.

Die Fig. 4 zeigt als Einzelheit in schematischer Darstellung die Treib- und Spanneinheit 7, die eine in einer Drehachse D gelagerte Schwinge 18 mit Spannrolle 16 sowie diese beaufschlagendem Spannmotor (Pneumatikmotor) und eine Treibergegenrolle 15 mit dieser zugeordnetem Sensor 20 zur Stillstandsüberwachung, eine Spanngegenrolle 17 und eine Treiberrolle 14 mit Antriebsmotor umfasst. An die Schwinge 18 greift ein pneumatischer oder hydraulischer Druckzylinder 19 an (dargestellt in einer Position neben der Treib- und Spanneinheit 7).

Die Fig. 5 zeigt als schematische Einzelheit den einem zu umreifenden Coil bzw. Stahlbund 2 zugeordneten Bandführungskanal 9, der im Durchmesser etwas größer als der maximale Durchmesser eines zu umreifenden Coils bzw. Stahlbundes 2 ist. In der Bandzuführungsposition, d.h. beim Abwickeln bzw. -ziehen des Bindebandes 3 von dem Bindeband-Coil 5 der Bindeband-Abrollvorrichtung 4, nimmt der Bindekopf 8 eine den Bandführungskanal 9 komplettierende Lage ein (Position I), während er zum Umreifen mit Spannen, Abtrennen und Verschweißen der aneinanderstoßenden oder sich überlappenden Enden einerseits des nacheilenden und andererseits des um das Coil/Stahlbund 2 geschlungenen voreilenden Bindebandendes die nach innen eingeschwenkte, tangential zu einem zu umreifenden Coil/Stahlbund verlaufende Arbeitsposition (Position II) einnimmt.

Die Umreifungs-Einrichtung arbeitet wie folgt:

Das Bindeband-Coil 5 wird beispielsweise mit einem Säulenschwenkkran in die Bindeband-Abrollvorrichtung 4 eingesetzt. Der Niederhalter 22 senkt sich ab und umschließt das Bindeband-Coil 5 nach oben hin ab. Die Sicherheitsabbindungen des Bindeband-Coils 5 werden manuell entfernt. Dann erfolgt ein langsames Drehen der Rollen 10 und dadurch ein Abwickeln des Bindebandes 3 in Bindeband- Förderrichtung F, d. h. in Richtung der automatischen Treib- und Spanneinheit 7. Hier erfolgt ein Einfädeln des Bindebandes 3 in die Treib- und Spanneinheit 7.

Mit Hilfe der Treib-Spanneinheit 7 wird sodann das Bindeband 3 durch den Bindekopf 8 um das zu umreifende Stahlbund 2 (Coil) gefördert und vorgespannt, wobei die Treib- und Spanneinheit 7, zu dessen Rollen sich die Rollen 10 der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 jeweils analog drehen, zur Durchführung mehrerer Betriebsweisen ausgebildet ist.

Zunächst erfolgt ein Betrieb in der Betriebsart„Treiben'-Bandzuführung: Hierbei wird das Bindeband 3 von der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 in die Treib- und Spanneinheit 7 eingeführt. Der Aktuator 19 fährt ein, so dass die Treibergegenrolle 15 über die Schwinge 18 das Bindeband 3 an die Treiberrolle 14 anpresst. Das Bindeband 3 läuft nun über die Umlenkung 25 in den Bandführungskanal 9 um das abzubindende Stahlbund 2 herum, bis sich das voreilende Bandende im Bindekopf 8 befindet.

Dann erfolgt der Betrieb in der Betriebsart„Reversieren": Der Bindekopf 8 bewegt sich aus der Bandzuführungsposition (Position I) an den abzubindenden Stahlbund 2 heran (Position II), was durch entsprechendes Verschwenken des Schwenkarms 21 erfolgt. Durch die Abweichung zwischen dem Durchmesser des Bandführungskanals 9 und dem realen Durchmesser des Stahlbundes 2 hat das Bindeband 3 eine zu große Länge. Daher reversiert die Treib- und Spanneinheit 7 nun und wickelt das„überschüssige" Bindeband 3 zurück auf das Bindeband-Coil 5, so dass die Bindeband-Abrollvorrichtung 4 gleichzeitig zum Speicher wird. Die Antriebsmittel 6 der Bindeband-Abrollvorrichtung 4 arbeiten korrespondierend. Das Bindeband 3 strafft sich um das Stahlbund 2 und wird vorgespannt, bis der Reibwert zwischen der Treiberrolle 14 und Treibergegenrolle 15 nicht mehr ausreicht, um das Antriebsmoment des Motors zu übertragen. Die Treibergegenrolle 15 kommt zum Stillstand. Der Stillstand wird mittels des Sensors 20 detektiert. Dann erfolgt der Betrieb in der Betriebsart„Spannen": Der an der Schwinge 18 angreifende Druckzylinder 19 fährt aus (d. h. er vergrößert seine effektive Länge). Über die Schwinge 18 drückt die Spannrolle 16 auf die Spanngegenrolle 17. Gleichzeitig läuft der Spannmotor für den Antrieb der Spannrolle 16 an. Übersteigt das erforderliche Antriebsmoment das maximale Antriebsmoment des Motors der Spannrolle 16, kommt letzterer zum Stillstand, bei konstant anstehendem Antriebsmotor (Anforderung an den Motor: Maximales Moment auch bei Drehzahl „O").

Zum Schließen des solchermaßen gestrafften Bindebandes 3 wird dieses von einem im Bindekopf 8 integrierten Trennmittel durchtrennt und im Bindekopf 8 mit interner Klemmung verschweißt. Anschließend stoppt der Spannmotor und der Druckzylinder 19 fährt in die Ausgangsposition zurück.

Bezugszeichenliste:

1 Vorrichtung zum Umreifen

2 Bund

3 Bindeband

4 Bindeband-Abrollvorrichtung

5 Bindeband-Coil

6 Antriebsmittel

7 Treib- und Spanneinheit

8 Bindekopf

9 Bandführungskanal

10 Rolle der Bindeband-Abrollvorrichtung

11 Seitenwand

12 Seitenwand

13 Führungsrolle

14 Treiberrolle

15 Treibergegenrolle

16 Spannrolle

17 Spanngegenrolle

18 Schwinge

19 Aktuator (Kolben-Zylinder-System)

20 Sensormittel

21 Schwenkarm

22 Niederhalter

23 Drehpunkt

24 Pneumatikzylinder

25 Umlenkung

26 Tragsattel 27 voreilendes Ende

F Bindeband-Förderrichtung

U Umfangsverlauf

A Achse

D Drehachse

G Größe

G' Größe

G" Größe

I erste Position

II zweite Position