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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS AND METHOD FOR THE THERMAL TREATMENT OF GOODS TO BE BAKED
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/077011
Kind Code:
A1
Abstract:
An apparatus which is designed, in particular, as a baking oven serves to thermally treat goods to be baked. An infrared heating device is arranged above a baking chamber of the apparatus. At least one circulating conveyor belt, on which the goods to be baked can be placed, is arranged beneath the infrared heating device. The infrared heating device has a plate-like metal housing (7a) with a base wall (20) and a ceiling wall (22). A heat source (23) which is in contact with the base wall (20) of the metal housing (7a) is arranged in the interior of the metal housing (7a). This results in an apparatus which allows a short treatment time together with simple and safe handling.

Inventors:
RIEHLE, Michael (Heinrich-Rieger-Strasse 5, Aalen, 73430, DE)
FISCHER, Horst (Alexanderstrasse 29, Winnenden, 71364, DE)
Application Number:
EP2016/076623
Publication Date:
May 11, 2017
Filing Date:
November 04, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WP LEBENSMITTELTECHNIK RIEHLE GMBH (Heinrich-Rieger-Str. 5, Aalen, 73430, DE)
International Classes:
A21B2/00; A21B1/42; A47J37/04; H05B3/00
Domestic Patent References:
WO1988010550A11988-12-29
WO2011015164A12011-02-10
Foreign References:
US4363955A1982-12-14
US5179265A1993-01-12
US20070264396A12007-11-15
US20120121771A12012-05-17
FR2222058A11974-10-18
US20120294596A12012-11-22
US4700051A1987-10-13
US3249741A1966-05-03
CH282071A1952-04-15
AT170106B1952-01-25
DE2425296A11974-12-19
DE202005013663U12005-12-15
EP2500662A12012-09-19
Attorney, Agent or Firm:
RAU, SCHNECK & HÜBNER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Königstrasse 2, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Backwaren mit folgenden Merkmalen:

mehrere, einen Backraum (3) bildende Wandungen (2), wenigstens einen Zugang (4) zu dem Backraum (3),

eine oberhalb des Backraums (3) angeordnete Infrarotheizeinrichtung (7),

wenigstens ein unter der Infrarotheizeinrichtung (7) angeordnetes, umlaufendes Transportband (9), auf dem die Backwaren auflegbar sind,

wobei die Infrarotheizeinrichtung (7) ein plattenförmiges Metallgehäuse (7a) mit einer Bodenwand (20) und einer Deckenwand (22) aufweist, in dessen Inneren eine Wärmequelle (23) angeordnet ist, die mit der Bodenwand (20) des Metallgehäuses (7a) in Kontakt steht.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein thermisches Dämmelement (30), welches zwischen der Deckenwand (22) des Metallgehäuses (7a) und der Wärmequelle (23) angeordnet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Trennelement (31), welches zwischen dem Dämmelement (30) und der Wärmequelle (23) und/oder zwischen der Deckenwand (22) und der Wärmequelle (23) angeordnet ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet

durch eine Mehrzahl von Abstandshaltern (32), die zwischen der Bo- denwand (20) und der Deckenwand (22) im Metallgehäuse (7a) angeordnet sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab- Standshalter (32) als Abstandshülsen ausgebildet sind, durch die Verbindungsbolzen (33) geführt sind, über die die Bodenwand (20) und die Deckenwand (22) miteinander verbunden sind.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch Positio- nierhilfen (34) für die Abstandshalter (32).

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet

durch mindestens einen Temperatursensor (24) mit einem im Inneren des Metallgehäuses (7a) angeordneten Sensorelement (25).

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das

Sensorelement (25) in direktem thermischen Kontakt mit der Wärmequelle (23) steht. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet

durch eine Keramikbeschichtung, die auf der Unterseite der Bodenwand (20) angebracht ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet

durch eine Ausführung der oberen Infrarotheizeinrichtung (7) derart, dass diese im Betrieb der Vorrichtung ein Temperatur im Bereich zwischen 100° C und 600° C erreicht.

1 1. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (36) eine Vielzahl von Ausnehmungen

(37) zum Durchtritt von IR- Strahlung aufweist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 bei Rückbeziehung auf Anspruch 3, gekennzeichnet durch mindestens ein Federelement

(38) , welches sich zwischen der Deckenwand (22) und dem Trennelement (31) abstützt und letzteres gegen die Wärmequelle (23) vorspannt.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 bei Rückbeziehung auf Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierhilfen

(39) geführt und gehalten sind durch jeweils einen Scheibenring (40), dessen Ringöffnung (41) mit einer Verbindungsöffnung (42) fluchtet, die für jede der Positionierhilfen (39) in der Bodenwand (36) ausgeführt ist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der

Scheibenring (40) eine nicht rotationssymmetrische Innenkontur (41) und/oder eine nicht rotationssymmetrische Außenkontur (43) aufweist.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur thermischen Behandlung von Backwaren

Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Pa- tentanmeldung DE 10 2015 221 735.3 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Backwaren.

Vorrichtungen zur thermischen Behandlung von Backwaren sind bekannt aus der CH-PS 282 071, der AT-PS 170 106, aus der DE-PS 24 25 296 und aus der DE 20 2005 013 663 Ul . Es sind hierbei die unterschiedlichsten Ausführungsformen von solchen, beispielsweise als Backöfen ausgebildeten Vorrichtungen bekannt. Diese unterscheiden sich meist in Abhängigkeit des jeweiligen Einsatzzwecks hinsichtlich ihrer Größe, ihrer Leistung und der Art der der verwendeten Heizeinrichtungen. Wenn solche Backöfen bzw. allgemein solche Vorrich- tungen zur thermischen Behandlung von Backwaren nicht in der eigentlichen Bäckerei, sondern in einem Verkaufsraum, wie beispielsweise einer Bäckereifiliale oder einem Supermarkt, eingesetzt werden sollen, sind sie von ihren Abmessungen her meist wesentlich kleiner als die in der eigentlichen Bäckerei eingesetzten Vorrichtungen, da in Verkaufsräumen häufig sehr viel weniger Platz zur Verfügung steht, meist kleinere Mengen an Backwaren benötigt werden und das Personal weniger stark der Hitze ausgesetzt werden kann als dies in der eigentlichen Bäckerei der Fall ist. Üblicherweise werden in Verkaufsräumen Konvektionsöfen eingesetzt, wie sie beispielsweise aus der EP 2 500 662 AI bekannt sind.

Aus der WO 201 1/015164 AI ist eine Vorrichtung zur thermischen Be- handlung von Backwaren bekannt, bei der keramische Infrarotstrahler als Heizeinrichtungen eingesetzt werden.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur thermischen Behandlung von Backwaren zu schaffen, das eine kurze Behandlungszeit bei einfacher und sicherer Handhabung ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Durch die erfindungsgemäße, innerhalb des Backraums angeordnete obere Infrarotheizeinrichtung ist aufgrund der sich durch die Infrarotstrahlung ergebenden direkten Erwärmung der Backwaren eine wesentlich intensivere und auch gleichmäßigere thermische Behandlung derselben und damit eine deutliche Verkürzung der Behandlungszeit möglich. Dadurch lässt sich eine größere Anzahl an Backwaren pro Zeiteinheit thermisch behandeln, sodass die erfindungsgemäße Vorrichtung einen wesentlich größeren Warenausstoß als bekannte Vorrichtungen ermöglicht. Durch die Ausführung der Infrarotheizeinrichtung mit plattenförmigem Metallgehäuse ergibt sich eine flächige Einwirkung auf die Backwaren, was zu einer sehr guten Energieeffizienz und einer gleichmäßigen Qualität derselben führt. Das Transportband vereinfacht die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wesentlich, da die Backwaren auf sehr einfache Art und Weise auf das Transportband aufgelegt und über den wenigstens einen Zugang in den Backraum eingefahren werden können. Dadurch kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch in einem solchen Umfeld eingesetzt werden, in dem ungeübtes oder wenig geübtes Personal tätig ist. Die Vorrichtung kann ausschließlich eine obere Infrarotheizeinrichtung aufweisen. Zusätzlich kann die Vorrichtung auch eine Unterhitze aufweisen, die ebenfalls als Infrarotheizeinrichtung ausgeführt sein kann. Die Kontaktierung der Wärmequelle mit der Bodenwand des Metallgehäuses führt zu einem effizienten Wärmeübertrag von der Wärmequelle auf die Bodenwand des Metallgehäuses und eine entsprechend effiziente Infrarot-Strahlungserzeugung. Bei der Wärmequelle kann es sich um mindestens einen Heizstab, insbesondere um mindestens einen Elektroheizstab handeln. Die Bodenwand kann aus einfachem Stahlblech, also nicht aus Edelstahl, ausgeführt sein. Dies sorgt für einen besonders guten Wärmeübertrag von der Bodenwand zur Infrarot- Strahlungserzeugung.

Ein thermisches Dämmelement nach Anspruch 2 verhindert eine unerwünschte Wärmeabstrahlung von der oberen Infrarotheizeinrichtung nach oben. Bei dem Dämmelement kann es sich um ein Glasvlies handeln. Ein derartiges Dämmelement ist nicht zwingend.

Ein Trennelement nach Anspruch 3 verhindert einen direkten Kontakt zwischen dem Dämmelement und der Wärmequelle. Dies verhindert insbesondere eine thermische Punktbelastung des Dämmelements, da das Trennelement zu einer Verteilung der Wärme führt, die von der Wärmequelle abgegeben wird. Das Trennelement kann aus im Vergleich zum Dämmelement gut wärmeleitendem Material, z. B. aus Metall, ausgeführt sein.

Abstandshalter nach Anspruch 4 verhindern ein Verziehen des Metallgehäuses. Die Abstandshalter können in einer Array-Anordnung vorliegen. Die Anzahl der Abstandshalter kann im Bereich zwischen 4 und mehr als 15 liegen.

Eine Ausführung der Abstandshalter nach Anspruch 5 führt zu einer siehe - ren Fixierung der Abstandshalter bei montierter oberer Infrarotheizeinrichtung. Die Abstandshalter können aus Aluminium ausgeführt sein.

Positionierhilfen nach Anspruch 6 vereinfachen eine Montage der oberen Infrarotheizeinrichtung. Die Positionierhilfen können an der Bodenwand festgelegt sein. Bei den Positionierhilfen kann es sich um in die Bodenwand eingenietete Gewindemuttern handeln. Die Positionierhilfen können zusätzlich eine Befestigungsfunktion haben.

Mindestens ein Temperatursensor nach Anspruch 7 ermöglicht eine einfa- che Temperaturüberwachung der oberen Infrarotheizeinrichtung. Insbesondere eine Temperaturregelung ist somit möglich.

Eine Ausführung nach Anspruch 8 ermöglicht eine besonders genaue Temperaturüberwachung der Wärmequelle. Bei der Ausführung der Wärme - quelle als mindestens ein Heizstab kann das Sensorelement in direktem thermischen Kontakt mit einem Abschnitt des mindestens einen Heizstabes stehen.

Eine Keramikbeschichtung nach Anspruch 9 sorgt für eine besonders effi- ziente Infrarot-Strahlungserzeugung. Die Keramikbeschichtung kann mindestens einen der folgenden Bestandteile aufweisen: Si 3 N 4 , SiC, ZrO 2 , Al 2 O 3 , Cordierit oder MgO. Eine Ausführung der oberen Infrarotheizeinrichtung nach Anspruch 10 führt zu einer besonders effizienten oberen Infrarotheizeinrichtung. Die Temperatur der Wärmequelle kann zwischen 100° C und 600° C und auch zwischen 300° C und 600° C liegen. Die Temperatur der Wärmequelle kann insbesondere im Bereich zwischen 320° C und 380° C liegen. Die Temperatur der Wärmequelle kann so gewählt werden, dass eine Backtemperatur im Bereich zwischen 90° C und 400° C und insbesondere zwischen 195° C und 220° C erreicht wird. Bei einer Bodenwand mit Ausnehmungen nach Anspruch 1 1 ergibt sich eine vorteilhaft schnelle Erwärmung des Backraums.

Mindestens ein Federelement nach Anspruch 12 sorgt für eine Vorspannung des Trennelements gegen die Wärmequelle. Es ergibt sich eine effek- tive Wärmeverteilung über das Trennelement, welches aufgrund der Vorspannung mit der Wärmequelle in Kontakt steht. Es kann eine Vielzahl von Federelementen vorgesehen sein. Soweit die Vorrichtung Abstandshalter zwischen der Bodenwand und der Deckenwand aufweist, kann jedem der Abstandshalter ein Federelement zugeordnet sein.

Positionierhilfen nach Anspruch 13 können als zur Bodenwand separate Komponenten ausgeführt sein. Derartige Positionierhilfen einschließlich der zugeordneten Scheibenringe können besonders bei einer Ausnehmungen aufweisenden Bodenwand zum Einsatz kommen. Der jeweilige Schei- benring hat dann die Funktion eines Adapters der Positionierhilfe an die Ausnehmungen aufweisende Bodenwand.

Konturen des Scheibenrings nach Anspruch 14 können für eine Verdrehsicherung der jeweiligen Positionierhilfe relativ zum Scheibenring sorgen bzw. zum Ansetzen eines Werkzeugs zur Verdrehsicherung des Scheibenrings bei der Montage dienen. Bei der Kontur kann es sich insbesondere um eine hexagonale, also sechseckige Kontur handeln. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Transportband eine Vielzahl von Öffnungen aufweist. Durch die Öffnungen kann die von der gegebenenfalls vorhandenen unteren Infrarotheizung ausgehende Strahlungswärme einfach durch das Transportband zu den Backwaren gelangen, um diese aufzuheizen.

Um möglicherweise von dem wenigstens einen Transportband nach unten fallende Backzutaten oder ähnliches aufzufangen, kann in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung unterhalb der gegebenenfalls vorhandenen unteren Infrarotheizeinrichtung eine Auffangwanne angeordnet sein.

Wenn die Auffangwanne an ihrer der gegebenenfalls vorhandenen unteren Infrarotheizeinrichtung zugerichteten Seite eine Reflexionsschicht aufweist, so wird die von der gegebenenfalls vorhandenen unteren Infrarotheizeinrichtung abgegebenen Strahlung teilweise oder vollständig in Richtung der Backwaren gelenkt.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, dass im Bereich des Zugangs zu dem Backraum eine Bestreuungseinrich- tung angeordnet ist. Mittels einer solchen Bestreuungseinrichtung können unterschiedliche Backwaren auf einfache Weise mit unterschiedlichem Streugut bestreut werden.

Um das nicht auf den Backwaren verbleibende, nach unten fallende Streugut aufzufangen, kann des Weiteren im Bereich eines sich außerhalb des Backraums befindenden Umkehφunkts des Transportbands eine Auffangwanne für überschüssiges Streugut angeordnet sein.

Eine besonders hohe Heizleistung in Verbindung mit einer gleichmäßigen Erwärmung des gesamten Bereichs des Backraums, in dem sich die Backwaren befinden, ergibt sich, wenn die obere Infrarotheizeinrichtung ein plattenförmiges Heizelement aufweist.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass lediglich ein Transportband vorgesehen ist, das zumindest teilweise außerhalb des Backraums verläuft. Auf diese Weise ist ein einfaches Beladen bzw. Beschicken des Transportbands mit den Backwaren gewährleistet, wobei darüber hinaus aufgrund des lediglich einen Transportbands auch eine einfache Konstruktion gegeben ist.

Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass zwei Transportbänder vorgesehen sind, wobei das erste Transportband außerhalb des Backraums und das zweite Transportband innerhalb des Backraums angeordnet ist. Die Verwendung zweier Transportbänder für die Backwaren ermöglicht eine höhe- re Flexibilität der erfindungsgemäßen Vorrichtung, da das sich außerhalb des Backraums befindende Transportband bereits mit Backwaren belegt werden kann, während auf dem zweiten, sich innerhalb des Backraums befindenden Transportband die Backwaren gebacken werden. Auf diese Weise ergibt sich außerdem auch eine Zeitersparnis.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Form eines Backofens; Fig. 1A eine Stirnansicht des Backofens, gesehen aus Blickrichtung

IA in Figur 1 ;

Fig. 2 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Schnittlinie II- II in Fig. 1 A;

Fig. 3 eine Aufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung;

Fig. 4 eine weitere Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Schnittlinie IV-IV in Fig. 2;

Fig. 5 perspektivisch eine obere Infrarotheizeinrichtung des Backofens in Form einer Kassettenheizung;

Fig. 6 eine Explosionsdarstellung der Heizeinrichtung nach Fig. 5,

Fig. 7 in einer zu Fig. 6 ähnlichen Darstellung eine weitere Ausführung der Heizeinrichtung;

Fig. 8 eine Aufsicht auf die montierte Heizeinrichtung nach Fig. 7;

Fig. 9 einen Schnitt gemäß Linie IX-IX in Fig. 8;

Fig. 10 das Detail X in Fig. 9; Fig. 1 1 eine Aufsicht auf einen Ausschnitt einer Bodenwand eines Metallgehäuses der Heizeinrichtung nach den Fig. 7 bis 10, wobei mittig eine Verbindungsöffnung für eine Befestigungsund Positionierhilfe dargestellt ist, die zur Befestigung der Komponenten der Heizeinrichtung miteinander sowie zur Positionierung von Abstandshaltern dient;

Fig. 12 eine Explosionsdarstellung einer Befestigungs- und Positionierhilfe einschließlich eines zugehörigen Scheibenrings.

Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 in Form eines Backofens zur thermischen Behandlung von in den Figuren nicht dargestellten Backwaren. Bei den Backwaren kann es sich beispielsweise um üblicherweise in einer Bäckerei verkauften Backwaren wie Brötchen, Brezeln, Brote und dergleichen han- dein, es ist jedoch auch möglich, mit der Vorrichtung 1 andere wasserhaltige Lebensmittel, z. B. Pizzen, Fleisch, Fisch oder ähnliches, zu backen. Die Vorrichtung 1 weist mehrere Wandungen 2 auf, die einen insbesondere in Fig. 2 zu erkennenden Backraum 3 bilden, in dem die Backwaren thermisch behandelt werden. Die Anordnung der Wandungen 2 zur Bildung des Backraums 3 und die sich daraus ergebende äußere Form der Vorrichtung 1 ist als rein beispielhaft anzusehen und es sind neben der dargestellten Form der Vorrichtung 1 auch vollkommen andere Formen möglich, um dieselbe an bestimmte Platzverhältnisse anzupassen.

Der Backraum 3 ist über einen vorderen Zugang 4 von außen zugänglich. Die Ausgabe der in dem Backraum 3 behandelten Backwaren kann, wie nachfolgend ausführlicher beschrieben, über den Zugang 4 oder einen auf der gegenüberliegenden Seite des Zugangs 4 sich befindenden Ausgang 5 erfolgen, an dem sich im vorliegenden Fall eine Rutsche 6 für die in dem Backraum 3 thermisch behandelten, insbesondere fertig gebackenen, Backwaren befindet. Der Zugang 4 und/oder der Ausgang 5 kann über mindestens einen Schieber oder mindestens eine Klappe zumindest teilweise verschlossen sein. Der Schieber oder die Klappe kann manuell oder angetrieben zum Öffnen/Schließen des Zugangs 4 und/oder des Ausgangs 5 betätigbar sein. Hierdurch kann eine Energieeffizienz des Backofens 1 vergrößert werden.

Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, sind innerhalb des Backraums 3 eine obere Infrarotheizeinrichtung 7 angeordnet. Zudem kann der Backofen eine nicht dargestellte untere Heizeinrichtung, insbesondere untere Infrarotheizeinrichtung, aufweisen. Der Aufbau der oberen Infrarotheizeinrichtung 7 wird nachfolgend noch näher erläutert. Zwischen den beiden Infrarotheizeinrichtungen, also unter der oberen Heizeinrichtung 7 und über der gegebe- nenfalls vorhandenen unteren Heizeinrichtung, verläuft wenigstens ein umlaufendes Transportband 9, auf dem die Backwaren aufgelegt werden. Das Transportband 9 weist einen oberen Abschnitt 9a und einen unteren Abschnitt 9b auf. Mit dem Transportband 9 können die Backwaren in der mit "x" bezeichneten Bewegungsrichtung des oberen Abschnitts 9a in den Backraum 3 der Vorrichtung 1 eingefahren und in demselben thermisch behandelt werden. Im darstellten Ausführungsbeispiel ist lediglich ein Transportband 9 vorgesehen, das teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des Backraums 3 verläuft. Grundsätzlich wäre es auch möglich, zwei Transportbänder vorzusehen, von denen dann eines innerhalb des Back- raums 3 und das andere außerhalb des Backraums 3 angeordnet sein könnte. Im Falle der Verwendung zweier Transportbänder könnten bekannten Einrichtungen eingesetzt werden, um ein Übergeben der sich auf dem ersten Transportband befindenden Backwaren auf das zweite Transportband zu gewährleisten. Der Antrieb des Transportbands 9 erfolgt im vorliegenden Fall über eine beispielsweise als Elektromotor ausgebildete Antriebseinrichtung, die in nicht näher dargestellter Weise mit einer Riemenscheibe des Transport- bands 9 über einen Riementrieb verbunden ist. Selbstverständlich sind auch andere Arten des Antriebs des Transportbands 9 denkbar.

Das Transportband 9 weist eine Vielzahl von Öffnungen auf, die in den Figuren nicht dargestellt sind und die beispielsweise dadurch gebildet wer- den können, dass es sich bei dem Transportband 9 um ein Stabgeflecht- band handelt, das eine Vielzahl von beabstandet zueinander angeordneter, in der Art eines Geflechts miteinander verbundener Gliederstäbe aufweist, zwischen denen sich die Öffnungen befinden. Selbstverständlich sind auch andere Ausführungsformen zur Bildung der Öffnungen denkbar. Die Öff- nungen in dem Transportband 9 dienen zur Verhinderung der Ansammlung von Backzutaten, Krümeln und ähnlichem auf dem Transportband 9, da solche Rückstände durch die Öffnungen in dem Transportband 9 nach unten fallen. Zur Aufnahme solcher nach unten fallender Krümel, Backzutaten oder dergleichen ist unterhalb der unteren Infrarotheizeinrichtung eine Auffangwanne 13 angeordnet, die beispielsweise so ausgeführt sein kann, dass sie in seitlicher Richtung aus dem Backraum 3 entnommen werden kann. An ihrer der gegebenenfalls vorhandenen unteren Infrarotheizeinrichtung zugewandten Seite kann die Auffangwanne 13 eine nicht dargestellte Reflexions schicht aufweisen, sodass von der gegebenenfalls vor- handenen unteren Infrarotheizeinrichtung ausgehende Strahlung von der Auffangwanne 13 in Richtung des oberen Abschnitts 9a des Transportbands 9 reflektiert wird, was letztendlich in einer effektiveren Aufheizung der Backwaren resultiert. Beispielsweise kann es sich bei dieser Reflexi- onsbeschichtung um eine Goldbeschichtung handeln. Die Auffangwanne 13 kann sich zwischen dem oberen Abschnitt 9a und dem unteren Abschnitt 9b des Transportbands 9 befinden. Im vorliegenden Fall ist die Auffangwanne unterhalb des Transportbandes 9 angeordnet und ausgebildet als Mehrzahl von Krümelschubladen 14, 14a. Mindestens eine derartige Krümelschublade 14, 14a kann auch separat zur und unterhalb der Auffangwanne 13 angeordnet sein. Es kann auch genau eine Krümelschublade

14 vorgesehen sein, die über die gesamte Länge des Transportbands 9 verlaufen kann. Die mindestens eine Krümelschublade 14, 14a kann in Bewegungsrichtung x des Transportbands 9 bzw. entgegen dieser Bewegungs- richtung x ein- und ausgeschoben werden.

Um eine gleichmäßige Erwärmung des Backraums 3 zu erreichen, weist die obere Infrarotheizeinrichtung 7 ein plattenförmiges Heizelement in Form einer Heizkassette mit einem Metallgehäuse 7a auf, das mit einer nicht dargestellten Keramikbeschichtung versehen ist, durch welche die von der Infrarotheizeinrichtung 7 erzeugte Infrarotstrahlung abgegeben wird. Der Aufbau der oberen Infrarotheizeinrichtung 7 wird nachfolgend noch näher erläutert. Bei der Keramikbeschichtung kann es sich um eine Beschichtung mit mindestens einem der folgenden Bestandteile handeln: Si 3 N 4 (Siliziumnitrit), SiC (Siliziumcarbid), ZrO 2 (Zirkoniumoxid), Al 2 O 3 (Aluminiumoxid), Cordierit (Magnesium- Aluminium-Silikat) oder MgO (Magnesiumoxid). Aus Fig. 2 geht des Weiteren hervor, dass im Bereich des Zugangs 4 zu dem Backraum 3 eine Bestreuungseinrichtung 15 angeordnet ist. Durch die Bestreuungsemrichtung 15, die von einer nicht näher dargestellten, als Elektromotor ausgebildeten Antriebseinrichtung, insbesondere über einen Riementrieb, antreibbar ist, kann Streugut, wie zum Beispiel Salz, Sesam, Mohn, Käse oder anderes, typischerweise auf Backwaren aufgebrachtes Streugut, auf die Backwaren aufgebracht werden. Wie in den Figuren 3 und 4 erkennbar ist, verläuft die Bestreuungseinrichtung 15 über die gesamte Breite des Transportbands 9. Im Bereich eines sich außerhalb des Backraums 3 befindenden Umkehrpunkts des Transportbands 9 ist des Weiteren eine vorzugsweise ebenfalls über die gesamte Breite des Transportbands 9 verlaufende Auffangwanne 18 (vgl. Fig. 3) für überschüssiges, von den Backwaren herunter- und durch das Transportband hindurchfallendes Streugut angeordnet. Das Streugut kann dabei in eine der Krümel- Schubladen 14, 14a fallen und kann von dem unteren Abschnitt 9b des

Transportbands 9, das mit einem sehr geringen Abstand oberhalb der Krümelschubladen 14, 14a verläuft, nach vorne mitgenommen werden und von der Krümelschublade 14a nach unten in die Auffangwanne 18 fallen. Alternativ oder zusätzlich kann die Aufgabe der Auffangwanne 18 auch durch eine der Krümelschubladen (vlg. Krümelschublade 14a in der Fig. 2) übernommen werden.

Der obere Abschnitt 9a des Transportbands 9 ist auf Streben abgestützt, sodass das Transportband 9 nicht nach unten durchhängen kann. Die Stre- ben verlaufen unter einem spitzen Winkel zur Bewegungsrichtung x des Transportbands 9, wodurch ein ungleichmäßiger Verschleiß des Transportbands 9 verhindert wird, da dasselbe an unterschiedlichen Stellen über seine Breite auf den Streben aufliegt. Mit der Vorrichtung 1 können unterschiedliche Verfahren zur thermischen Behandlung der Backwaren durchgeführt werden. Gemäß eines dieser Verfahren kann vorgesehen sein, dass die Backwaren, die sich zu Beginn dieses Verfahrens insbesondere in einem gekühlten oder tief gefrorenen Zustand in einem tiefgefrorenen Zustand befinden, mittels des Transport- bands 9 in den Backraum 3 eingefahren werden und dort mittels der oberen Heizeinrichtung 7 sowie gegebenenfalls der zusätzlichen unteren Heizeinrichtung angewärmt werden. Zum Antauen der Backwaren kann, falls der Backofen 1 sowohl eine obere als auch eine untere Heizeinrichtung auf- weist, beispielsweise die obere Infrarotheizeinrichtung 7 ausreichen. Nach dem Antauen werden die Backwaren mittels des Transportbands 9 vorzugsweise über den Zugang 4 aus dem Backraum 3 ausgefahren, um das Aufbringen wenigstens einer Zutat auf die Backwaren zu ermöglichen. Anschließend werden die Backwaren mittels des Transportbandes 9 wieder in den Backraum 3 eingefahren, um dort fertig gebacken zu werden. Das Aufbringen der wenigstens einen Zutat auf die Backwaren 3 kann sowohl beim Aus- als auch beim Einfahren der Backwaren in den Backraum 3 erfolgen. Bei der nach dem Auftauen aufgebrachten Zutat kann es sich, beispielsweise im Fall von Brezeln, um Salz handeln, das mittels der Bestreuungs- einrichtung 15 auf die Backwaren aufgebracht wird. Durch das vorherige Antauen wird die Oberfläche der Brezeln in diesem Fall klebrig, sodass das Salz an denselben anhaftet. Dies ermöglicht also ein vollautomatisches Fertigbacken von tief gefrorenen Brezeln, die ja bekanntermaßen nicht im besalzten Zustand eingefroren werden können.

Des Weiteren können, beispielsweise im Falle einer Pizza, bestimmte Zutaten, die nur über einen kürzeren Zeitraum thermisch behandelt werden sollten, zu einem späteren Zeitpunkt aufgebracht werden. Beispielsweise kann es sich dabei um Rucola, Salami oder bestimmte Käsesorten handeln, die weniger lang gebacken werden sollten als beispielsweise der Pizzateig. Je nach Art und Anzahl der Zutaten ist im Prinzip auch ein mehrmaliges Ausfahren der Backwaren aus dem Backraum 3 zu bestimmten Zeitpunkten denkbar.

Nach dem Fertigbacken können die Backwaren mittels des Transportbands 9 entweder zu dem Ausgang 5 oder zu dem Zugang 4 ausgefahren werden.

Im vorliegenden Fall ist der Backraum 3 geringfügig länger als der Bereich des Transportbands 9, auf dem sich die Backwaren befinden. Dadurch können die Backwaren während des Fertigbackens innerhalb des Back- raums mittels des Transportbands 9 kontinuierlich gegenüber der Heizeinrichtung 7 bewegt werden, sodass sich die Position der Backwaren bzw. des Backguts in Relation zu der Heizeinrichtungen 7 und der gegebenenfalls zusätzlich vorhandenen unteren Heizeinrichtung ständig ändert, wodurch ein gleichmäßiges Backergebnis erreicht wird. Die Länge, um die das Transportband 9 während des Fertigbackens verfahren wird, kann beispielsweise 50 mm betragen. Alternativ ist es auch möglich, das Transportband 9 hin und her zu bewegen, um eine ständige Änderung der Position der Backwaren in Relation zu der mindestens einen Heizeinrichtung 7 zu erreichen.

Die gesamte Steuerung der Vorrichtung 1 kann über eine in der Fig. 1 schematisch dargestellte, zum Beispiel an der Vorderseite der Vorrichtung 1 angeordnete Steuereinrichtung 18a erfolgen. Diese Steuereinrichtung 18a, die beispielsweise ein Tastenfeld oder eine berührungssensitive An- Zeigeeinrichtung zur Bedienung derselben aufweisen kann, kann verschiedene thermische Behandlungsprogramme beinhalten. Grundsätzlich könnten in der Steuerungseinrichtung 18a auch Rezepte hinterlegt sein, die einem Benutzer mitteilen, welche Zutaten er nach welcher Backzeit auf die jeweiligen Backwaren auflegen bzw. aufbringen muss. Es ist bei sämtlichen mit der Vorrichtung 1 durchgeführten Verfahren zur thermischen Behandlung der Backwaren grundsätzlich denkbar, die mindestens eine Heizeinrichtung 7 stets mit voller Leistung zu betreiben und die in die Backwaren eingebrachte Wärme ausschließlich über die Behandlungszeit zu steuern.

Die Heizleistung der oberen Infrarotheizeinrichtung 7 und die Heizleistung der gegebenenfalls zusätzlich vorhandenen unteren Infrarotheizeinrichtung kann in Abhängigkeit von der Größe des Backraums 3 und/oder den zu backenden Backwaren ausgewählt werden. Auch die Größe des Backraums 3, insbesondere dessen Höhe, kann beispielsweise abhängig von den zu backenden Backwaren ausgeführt werden. Anhand der Figuren 5 und 6 wird nachfolgend die obere Infrarotheizeinrichtung 7 näher erläutert.

Das Metallgehäuse 7a der oberen Infrarotheizeinrichtung 7 hat ein unteres Gehäuseelement 19 mit einer Bodenwand 20, die dem Backraum 3 zuge- wandt ist, und ein oberes Gehäuseelement 21 mit einer Deckenwand 22.

Im Inneren des Metallgehäuses 7a ist eine Wärmequelle in Form mindestens eines mäanderförmig verlaufenden Elektro-Heizstabes 23 angeordnet. Im zusammengebauten Zustand der oberen Infrarotheizeinrichtung 7 (vgl. Fig. 2, 4 und 5) steht der Heizstab 23 mit der Bodenwand 20 des Metallgehäuses 7a in direktem mechanischem Kontakt. Dies begünstigt einen hoch- effizienten Wärmeübergang zwischen dem Heizstab 23 und der Bodenwand 20 und von dort auf die Keramikbeschichtung. Letztere ist auf der Unterseite, also auf der dem Backraum 3 zuwandten Seite, der Bodenwand 20 angebracht.

Die obere Infrarotheizeinrichtung 7 ist so ausgeführt, dass diese im Betrieb der Vorrichtung 1 eine Temperatur im Bereich zwischen 300° C und

600°C erreicht. Diese Temperatur wird überwacht über einen Temperatursensor 24. Letzterer hat ein im Inneren des Metallgehäuses 7a angeordnetes Sensorelement 25. Im montierten Zustand steht das Sensorelement 25 des Temperatursensors 24 mit dem Heizstab 23 in Kontakt. Hierzu ist an einem Abschnitt des Heizstabes 23 eine Aufnahme 26 für das Sensorelement 25 fixiert und im vorliegenden Beispiel angeschweißt. Die Aufnahme 26 ist als Einschiebehülse für das stabförmige Sensorelement 25 ausgeführt. Ein Anschlusskopf 27 des Temperatursensors 24 ragt über eine Montage-Stirnleiste 28 des Metallgehäuses 7a hinaus (vgl. Fig. 5). Über den Anschlusskopf 27 steht der Temperatursensor 24 mit der Steuereinrichtung 18a in Signalverbindung. Über die Montage- Steuerleiste 28 stehen weiterhin Anschluss-Endabschnitte 29 des mindestens einen Heizstabes 23 über. Tatsächlich weist die obere Infrarotheizeinrichtung 7 zwei voneinander getrennte Heizstäbe 23 auf. Über die Anschluss-Endabschnitte 29 stehen diese Heizstäbe 23 mit einer in der Zeichnung nicht näher dargestellten Stromquelle des Backofens 1 in Verbindung.

Die obere Infrarotheizeinrichtung 7 hat Plattenabmessungen A längs der x- ichtung und B quer hierzu von A x B = 700 mm x 500 mm. A kann im Bereich zwischen 100 mm und 1.000 mm liegen und auch noch größer sein. B kann im Bereich zwischen 100 mm und 800 mm liegen und auch noch größer sein. Zwischen der Deckenwand 22 des Metallgehäuses 7a und der Wärmequelle 23 ist ein thermisches Dämmelement 30 in Form eines Glasvlies' angeordnet. Das Dämmelement 30 verhindert eine unerwünscht große Wärme - abstrahlung der oberen Infrarotheizeinrichtung 7a nach oben.

Zwischen dem Dämmelement 30 und der Wärmequelle 23 ist ein Trennelement 31 in Form eines Trennblechs angeordnet. Das Trennelement 31 sorgt für eine mechanische Trennung zwischen dem Dämmelement 30 und der Wärmequelle 23, also den beiden Heizstäben.

Zwischen der Bodenwand 20 und der Deckenwand 22 ist eine Mehrzahl von Abstandshaltern 32 im Metallgehäuse 7a angeordnet. Bei der dargestellten Ausführung liegen insgesamt fünfzehn Abstandshalter 32 in einer 5 x 3 -Array- Anordnung vor. Die Abstände zweier zeilen- oder spaltenwei- se innerhalb des Arrays benachbarten Abstandshaltern 32 sind gleich und liegen im Bereich zwischen 150 mm und 200 mm. Je nach Ausführung des Metallgehäuses 7a können mindestens vier, mindestens acht, mindestens zehn, mindestens zwölf oder auch mehr als fünfzehn derartiger Abstandshalter 32 vorgesehen sein.

Die Abstandshalter 32 sind als Abstandshülsen ausgebildet, durch die Verbindungsbolzen in Form von Befestigungsschrauben 33 geführt sind, über die das untere Gehäuseelement 19 und das obere Gehäuseelement 21 miteinander verbunden sind. Die Abstandshalter 32 sind aus Aluminium aus- geführt.

Das Metallgehäuse 7a weist ferner Positionierhilfen 34 für die Abstandshalter 32 auf. Bei der dargestellten Ausführung sind die Positionierhilfen 34 an der Bodenwand 20 festgelegt. Bei den Positionierhilfen 34 handelt es sich um in die Bodenwand 20 eingenietete Gewindemuttern. Diese stehen nach oben, also zum oberen Gehäuseelement 21 hin, über die Bodenwand 20 über. Zur Positionierung können die Abstandshülsen 32 auf die Gewindemuttern 34 aufgesteckt werden. Bei montiertem Metallgehäuse 7a sind die Befestigungsschrauben 33 in die Positionierhilfe-Gewindemuttern 34 eingeschraubt.

Die Abstandshalter 32 geben einen Abstand zwischen der Bodenwand 20 und der Deckenwand 22 vor. Im Dämmelement 30 und im Trennblech 31 sind Durchtrittsöffnungen für die Abstandshalter 32 vorgesehen. Die Abstandshalter 32 erstrecken sich zwischen benachbarten Abschnitten der Heizstäbe 23 (vgl. Fig. 4)

Anhand der Figuren 7 bis 12 wird nachfolgend eine weitere Ausführung einer Infrarotheizeinrichtung 35 erläutert, die anstelle der Infrarotheizeinrichtung 7 bei der Vorrichtung 1 zum Einsatz kommen kann. Komponenten und Funktionen, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.

Eine Bodenwand 36 der Heizeinrichtung 35, die anstelle der Bodenwand 20 zum Einsatz kommt, ist in der Figur 1 1 abschnittsweise in einer Aufsicht dargestellt. Die Bodenwand 36 ist mit einer Vielzahl von Ausnehmungen 37 ausgeführt, durch die I -Strahlung durch die Bodenwand 36 hindurchtreten kann. Eine Unterseite der Bodenwand 36 trägt wiederum eine Keramikbeschichtung, wie vorstehend im Zusammenhang mit der Heizeinrichtung 7 bereits erläutert. Die Ausnehmungen 37 sind in Form von runden Löchern ausgebildet. Die Ausnehmungen 37 liegen in der Bodenwand 36 in einer hexagonal dichten Packung vor. In der Figur 7 ist die Bodenwand 36 aus darstellerischen Gründen ohne die Ausnehmungen 37 gezeigt. Bei der Heizeinrichtung 35 entfällt das Dämmelement 30. Zwischen der Deckenwand 22 und dem Trennblech 31 ist, jeweils den Abstandshaltern 32 zugeordnet, eine Mehrzahl von Federelementen 38 angeordnet, die sich einerseits zur Deckenwand 22 und andererseits zum Trennblech 31 hin abstützen. Die Federelemente 38 sind als Druckfedern ausgeführt. Die Federelemente 38 sind als Schraubenfedern ausgeführt. Im montierten Zustand (vgl. Figuren 9 und 10) umgibt jeweils eines der Federelemente 38 einen der Abstandshalter 32. Die Federelemente 38 spannen das Trennblech 31 gegen die Wärmequelle, also den Elektro-Heizstab 23 vor. Bei der Heizeinrichtung 35 liegen Positionierhilfen nicht wie bei der Heizeinrichtung 7 als fest mit der Bodenwand 20 verbundene Positionierhilfen 34 vor, sondern als zunächst separate Befestigungs- und Positionierhilfen 39 (vgl. Figuren 10 und 12). Die Positionierhilfen 39, die ansonsten die Funktion der Positionierhilfen 34 der Heizeinrichtung 7 haben, sind ge- führt und gehalten durch jeweils einen Scheibenring 40. Eine Ringöffnung

41 des jeweiligen Scheibenrings 40 fluchtet mit einer Verbindungsöffnung

42 (vgl. Figur 1 1), die für jede der Befestigungs- und Positionierhilfen 39 in der Bodenwand 36 ausgeführt ist. Ein typischer Durchmesser der jeweiligen Verbindungsöffnung 42 ist kleiner als ein Außendurchmesser des Scheibenrings 40.

Die Ringöffnung 41 ist begrenzt von einer nicht rotationssymmetrischen, nämlich hexagonalen Innenkontur. Nach außen hin ist der Scheibenring 40 begrenzt durch eine nicht rotationssymmetrische und ebenfalls hexagonale Außenkontur 43.

Die Befestigungs- und Positionierhilfe 39 hat einen Umfangsbund 44, des- sen Außendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser der Ringöffnung 41. Im montierten Zustand liegt eine hexagonale Außenkontur 45 der Befestigungs- und Positionierhilfe 39 axial auf Höhe der Ringöffnung 41. Diese hexagonale Außenkontur 45 der Befestigungs- und Positionierhilfe 39 ist komplementär zur Innenkontur der Ringöffnung 41 ausgeführt, was eine Verdrehsicherung der Befestigungs- und Positionierhilfe 39 im Scheibenring 40 ergibt. Die Außenkontur 43 des Scheibenrings 40 ermöglicht es, bei der Montage dort ein Haltewerkzeug in Form beispielsweise eines Gabelschlüssels anzusetzen.