Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS FOR MOULDING INSOLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/148217
Kind Code:
A1
Abstract:
A description is given of an apparatus for moulding insoles (5) to a foot (9), having a moulded pad (3) which is arranged on a support (1) and forms a foot-accommodating region (2). In order for an apparatus of the type described above to be configured such that insoles (5) can be moulded without assistance and irrespective of the user's standing or sitting position, it is proposed that the moulded pad (3) should have a flexible membrane (4) for bearing the insole (5), said membrane being connected to a bearing surface (7) of the support (1) via a foot-bearing-point fixing means (6), and that a filling region (8) for a fluid for moulding the insole (5) to the foot (9) should be provided between the membrane (4) and the bearing surface (7).

Inventors:
LACHINGER, Andreas (Franz-Lehar-Straße 7, 4563 Micheldorf, 4563, AT)
HOLZBERGER, Alexander (Anton-Bruckner-Straße 23, 4563 Micheldorf, 4563, AT)
Application Number:
AT2019/050003
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 10, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
WINTERSTEIGER AG (J.-M. Dimmelstraße 9, 4910 Ried im Innkreis, 4910, AT)
International Classes:
A43B7/14; A43B7/28; A43B17/00; A43B17/02; A43B17/14; A43D1/02
Foreign References:
DE102016100644A12017-07-20
EP0310531A11989-04-05
Attorney, Agent or Firm:
HÜBSCHER, Helmut et al. (Spittelwiese 4, 4020 Linz, 4020, AT)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Anformen von Schuheinlagen (5) an einen Fuß (9) mit ei nem auf einem Träger (1 ) angeordneten, einen Fußaufnahmebereich (2) bilden den Formkissen (3), das eine biegeelastische Membran (4) zur Auflage der Schuheinlage (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (4) über eine Fußauflagepunktfixierung (6) mit einer Auflagefläche (7) des Trägers (1 ) ver bunden ist und dass zwischen der Membran (4) und der Auflagefläche (7) ein Füllbereich (8) für ein Fluid zum Anformen der Schuheinlage (5) an den Fuß (9) vorgesehen ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Fußauf nahmebereich (2) des Formkissens (3) eine Ausrichtungshilfe (10) vorgesehen ist, die einen biegeelastischen Randbereich (1 1 ) aufweist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrich tungshilfe (10) über die Fußauflagepunktfixierung (6) mit der Auflagefläche (7) des Trägers (1 ) verbunden ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtungshilfe (10) innerhalb des Füllbereiches (8) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Schieber (12) zur Anschlagsbegrenzung der Membran (4) im ballenseitigen Fußaufnahmebereich (2) aufweist.

6. Verfahren zum Anformen von Schuheinlagen (5) mit einer Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuheinlage (5) bei weitgehend leerem Füllbereich (8) auf der Membran (4) an geordnet und nach dem Aufsetzen des Fußes (9) auf die Schuheinlage (5) der Füllbereich (8) mit einem Fluid gefüllt wird, und dass nach dem Anformen der Schuheinlage (5) der Füllbereich (8) zur Freigabe des Fußes (9) und der

Schuheinlage (5) entleert wird.

Description:
Vorrichtung zum Anformen von Schuheinlagen

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anformen von Schuheinlagen an einen Fuß mit einem auf einem Träger angeordneten, einen Fußaufnahmebe- reich bildenden Formkissen.

Stand der Technik

Es sind Vorrichtungen zum Anformen von Schuheinlagen bekannt

(US 20160288440 A1 ), die ein auf einem T räger angeordnetes, von einem flexib len Schutzüberzug eingehülltes Kissen zeigen. Das Kissen weist dabei einen Schichtenaufbau auf, wobei die dem T räger zugewandte Schicht aus einem

Schaumstoff und die darauf lösbar angeordnete, einen Fußaufnahmebereich bild endende zweite Schicht aus einem gelartigen Material besteht. Beim Anformen wird eine vorgewärmte, thermoformbare Schuheinlage im Fußaufnahmebereich angeordnet und anschließend ein Fuß auf die Einlage aufgesetzt. Damit ein An- formen der Schuheinlage erfolgen kann, muss der Fuß mit seinem Fußgewölbe zumindest teilweise in die Gelschicht eindringen, was nur unter Aufbringung grö ßere Kräfte möglich ist, sodass ein Anformen in der Regel nur mithilfe einer im Stehen aufbringbaren Gewichtskraft erfolgen kann. Dazu kommt, dass die Ge wichtskraft nicht gleichmäßig auf den ganzen Fuß aufgebracht werden kann, so- dass die Gelschicht insbesondere im Vorfußbereich über eine angesetzte Griffla sche an den Fuß angedrückt werden muss, bis die Einlage im angeformten Zu stand abgekühlt und damit formstabil ist. Folglich bedarf es beim Anformen einer Hilfestellung und es kann zufolge der instabilen, nachgiebigen Gelschicht kein si cherer Stand des Benützers sichergestellt werden.

Darstellung der Erfindung Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass ein Anformen von Schuheinlagen ohne Hilfestellung und unabhängig von einer Steh- oder Sitzposition des Benützers er folgen kann.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Formkissen eine bie geelastische Membran zur Auflage der Schuheinlage aufweist, die über eine Fuß auflagepunktfixierung mit einer Auflagefläche des Trägers verbunden ist und dass zwischen der Membran und der Auflagefläche ein Füllbereich für ein Fluid zum Anformen der Schuheinlage an den Fuß vorgesehen ist. Zufolge der erfindungs gemäßen Merkmale kann der Fuß des Benützers beim Anformen in einer Ruhe stellung verbleiben, weil die Schuheinlage unabhängig von der vom Benützer auf gebrachten Gewichtskraft durch Füllen des Füllbereichs mit einem Fluid über die Membran an den Fuß angeformt wird. Der Anformdruck kann dabei über die Füll menge bzw. den Fluiddruck innerhalb des Füllbereiches reguliert werden, wobei sich vorteilhafte Anformbedingungen ergeben, wenn der Anformdruck so gewählt wird, dass er einerseits eine Verformung der Schuheinlage ermöglicht und ande rerseits die Gewichtskraft des Fußes des Benützers in sitzender Position nicht o- der nur geringfügig übersteigt. Um dabei dennoch eine zuverlässige Positionie rung der Schuheinlage und des Fußes zueinander zu ermöglichen und insbeson dere ein Wegrutschen des Fußes zu vermeiden, ist erfindungsgemäß die biege elastische Membran über eine Fußauflagepunktfixierung mit einer Auflagefläche des Trägers verbunden, sodass die Membran im Bereich der Fußauflagepunktfi xierung nicht durch das Fluid angehoben werden kann, sodass ein definierter Auf lagebereich zwischen der Schuheinlage und dem Fuß gegeben ist. Vorteilhafter weise befindet sich die Fußauflagepunktfixierung im Fersenabschnitt des Fußauf nahmebereiches, weil die Ferse des Benützers eine besonders einfache Positio nierung erlaubt. Es ist aber beispielsweise auch denkbar, die Fußauflagepunktfi xierung im Ballenabschnitt anzuordnen.

Um die Ausrichtung der anzuformenden Schuheinlage und des Fußes des Benüt zers zueinander zu erleichtern, wird vorgeschlagen, dass im Fußaufnahmebereich des Formkissens eine Ausrichtungshilfe vorgesehen ist, die einen biegeelasti- sehen Randbereich aufweist. Während die Ausrichtungshilfe bereits teilweise an eine gewöhnliche Fußform angepasst sein kann, um die Position der Schuheinla ge und des Fußes vorzugeben, ermöglicht der biegeelastische Randbereich der Ausrichtungshilfe eine zuverlässige Anformung abhängig von der tatsächlichen Form und der Größe des Fußes des Benützers.

Um besonders einfache Konstruktionsbedingungen zu schaffen, kann die Ausrich tungshilfe über die Fußauflagepunktfixierung mit der Auflagefläche des Trägers verbunden sein. Wird die Ausrichtungshilfe oberhalb der Membran angeordnet, so muss der Füllbereich für das Fluid genauso wie die Membran nur einmal, nämlich durch die Fußauflagepunktfixierung, durchsetzt werden. Die Fußauflagepunktfixie rung und die Membran müssen in diesem Fall selbstverständlich fluiddicht ab schließen.

Damit auch im Bereich der vorgeformten Ausrichtungshilfe eine vollständige An formung der Schuheinlage an die Fußform des Benützers erreicht werden kann, kann die Ausrichtungshilfe innerhalb des Füllbereiches angeordnet sein. Dies be deutet, dass die Ausrichtungshilfe beim Füllen des Füllbereiches mit einem Fluid in ihrer relativen Lage zur Auflagefläche bzw. zum Träger bleibt, während sich die Membran zur Anformung der Schuheinlage von der Ausrichtungshilfe abhebt und an die Fußform des Benützers anschmiegt. Beim einem Entleeren des Fluides aus dem Füllbereich ermöglicht dieses Merkmal auch eine Rückstellung des Randbe reiches der Ausrichtungshilfe in eine Ausgangslage, was insbesondere bei einer häufigen Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung einen zuverlässigen, langfristigen Betrieb sicherstellt.

Je nach Größe des Fußes des Benützers kann sich das Problem ergeben, dass auch eine an sich unerwünschte Anformung der Schuheinlage im Zehenbereich erfolgt. Um dies zu verhindern, wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung einen Schieber zur Anschlagsbegrenzung der Membran im ballenseitigen Fußaufnah mebereich aufweist. Dadurch ergibt sich im Zehenbereich ein zusätzlicher stabiler Auflagepunkt für den Fuß des Benützers, was die Positionierung des Fußes weiter begünstigt. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Anformen von Schuheinla gen mit einer Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schuheinlage bei weitgehend leerem Füllbereich auf der Membran angeordnet und nach dem Aufsetzen des Fußes auf die Schuheinlage der Füllbereich mit ei nem Fluid gefüllt wird, und dass nach dem Anformen der Schuheinlage der Füllbe reich zur Freigabe des Fußes und der Schuheinlage entleert wird. Im weitgehend entleerten Zustand des Füllbereiches tritt somit die Ausrichtungshilfe durch die Membran hervor und erleichtert die Positionierung der Schuheinlage sowie des Fußes. Besonders vorteilhafte Bedingungen ergeben sich in Verbindung mit ther- moformbaren Schuheinlagen, wenn das verwendete Fluid gekühlt wird, weil es dadurch zu einem rascheren Abkühlen der vorgewärmten Schuheinlage und damit zu einer frühzeitigeren Formstabilität kommt. Bei dem eingesetzten Fluid kann es sich beispielsweise um Luft oder Wasser handeln, wobei ersteres eine einfache Flandhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erlaubt.

Kurze Beschreibung der Erfindung

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei gen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform in ei nem schematischen Schnitt bei entleertem Füllbereich,

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung bei gefülltem Füllbereich und aufgesetztem Fuß eines Anwenders,

Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung und

Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung bei gefülltem Füllbereich und aufgesetztem Fuß eines Anwenders.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein auf einem Träger 1 angeordnetes, einen Fußaufnahmebereich 2 bildendes Formkissen 3 auf, das eine biegeelasti sche Membran 4 zur Auflage einer Schuheinlage 5 aufweist. Die Membran 4 ist zudem über eine Fußauflagepunktfixierung 6 mit einer Auflagefläche 7 des Trä gers 1 verbunden. Zwischen der Membran 4 und der Auflagefläche 7 des Trägers

1 ist ein Füllbereich 8 für ein Fluid zum Anformen der Schuheinlage 5 an den Fuß 9 eines Benützers vorgesehen. Der Füllbereich kann beispielsweise dadurch ge bildet werden, dass die Membran eine füllbare Blase bildet oder dass die Memb ran fluiddicht mit dem Träger abschließt.

Bei einem Anformvorgang wird zuerst die Schuheinlage 5 im Fußaufnahmebereich

2 der Membran 4 angeordnet und sodann der Fuß 9 des Benützers auf die Schuheinlage 5 aufgesetzt. In weiterer Folge wird die Membran 4 mit Druck be aufschlagt, in dem der zunächst leere Füllbereich 8 mit einem Fluid gefüllt wird. Zufolge der Expansion der Membran 4 drückt diese die formbare Schuheinlage 5 formgebend an den Fuß 9 an. Nachdem die Schuheinlage 5 auf diese Weise an den Fuß 9 des Benützers angepasst worden ist, wird der Füllbereich 8 wieder ent leert, sodass der Fuß 9 sowie die angeformte Schuheinlage 5 aus dem Fußauf nahmebereich 2 entfernt werden können.

Um die Ausrichtung der Schuheinlage 5 und des Fußes 9 zueinander zu vereinfa chen, kann gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ei ne Ausrichtungshilfe 10 im Fußaufnahmebereich 2 des Formkissens 3 vorgesehen sein. Um trotz einer konturgebenden Ausgestaltung der Ausrichtungshilfe 10 einen Anformvorgang nicht zu behindern, kann die Ausrichtungshilfe 10 einen biegeelas tischen Randbereich 1 1 aufweisen, sodass sich die Schuheinlage 5 zufolge der Druckbeaufschlagung der Membran 4 an den Fuß 9 des Benützers anschmiegen kann.

Um einfache Konstruktionsbedingungen zu schaffen, kann es gemäß einer Aus führungsform vorgesehen sein, dass die Ausrichtungshilfe 10 über die Fußaufla gepunktfixierung 6 mit der Auflagefläche 7 des Trägers 1 verbunden ist. Bei spielsweise kann die Fußauflagepunktfixierung 6 mit dem Träger 1 verschraubt sein. Damit sich die Membran 4 beim Anformen vollständig an den Fuß 9 des Benützers anschmiegen kann, kann die Ausrichtungshilfe 10 innerhalb des Füllbereiches 8 angeordnet sein. Dadurch ergibt sich der weitere Vorteil, dass sich beim Entleeren des Füllbereiches 8 die Membran 4 so an die Ausrichtungshilfe 10 anschmiegen kann, dass die Positionierung von Schuheinlage 5 und Fuß 9 noch einfacher vor genommen werden kann.

Um eine unerwünschte Anformung der Schuheinlage 5 bei unterschiedlichen Schuhgrößen beispielsweise an den Zehenbereich zu vermeiden, kann die Vor richtung zudem einen Schieber 12 zur Anschlagsbegrenzung der Membran 4 im ballenseitigen Fußaufnahmebereich 2 aufweisen. Dabei kann der Schieber 12 zweckmäßigerweise vor einem Anformvorgang in Trägerlängsrichtung so ver schoben werden, dass die Länge des Fußaufnahmebereiches 2 eingestellt und folglich der anzuformende Abschnitt der Schuheinlage 5 festgelegt werden kann.

Werden thermoformbare Schuheinlagen 5 eingesetzt, kann erfindungsgemäß vor- gesehen sein, dass das in den Füllbereich 8 einströmende Fluid gekühlt wird, so- dass die thermoformbaren Schuheinlagen 5 schneller in einem formstabilen Zu stand aushärten können, nachdem sie an den Fuß 9 angeformt worden sind.

Zudem kann gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein nachgiebiges Pufferelement 13, beispielsweise aus einem Schaumstoff, vor- gesehen sein, das zwischen der Ausrichtungshilfe 10 und der Auflagefläche 7 des Trägers 1 angeordnet ist, um eine angenehmere, taktile Wahrnehmung des Be nützers beim Positioniervorgang des Fußes 9 bei weitgehend leerem Füllbereich 8 zu ermöglichen.