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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS AND PROCESS FOR EXTRACTION OF AROMA CHEMICALS FROM VEGETABLE AROMA CARRIERS IN A BREWING LIQUID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/083324
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (01, 28) for extraction of aroma chemicals from vegetable aroma carriers (12) in a brewing liquid (03), in particular in beer, comprising a solids separation apparatus with which the vegetable aroma carriers (12) can be separated from the brewing liquid during flowthrough, wherein the solids of the aroma carriers (12) are retained in the solids separation apparatus, wherein the apparatus (01, 28) comprises a heating means (27, 31) with which the suspension of brewing liquid (03) and aroma carriers (12) can be heated to an isomerization temperature at which the α-acids present in the aroma carriers are converted into iso-α-acids.

Inventors:
SCHELLER, Ludwig (Heinrich-Huppmann-Str. 1, Kitzingen, 97318, DE)
Application Number:
EP2017/078404
Publication Date:
May 11, 2018
Filing Date:
November 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
GEA BREWERY SYSTEMS GMBH (Heinrich-Huppmann-Str. 1, Kitzingen, 97318, DE)
International Classes:
C12C3/08; C12C3/12; C12C7/20; C12C7/24; C12C7/28; C12C13/00
Domestic Patent References:
WO2012142988A12012-10-26
WO2009083205A12009-07-09
Foreign References:
DE102015101518B32016-02-18
DE102009023247A12010-12-02
DE102008017539A12008-10-09
GB703648A1954-02-10
DE102013101435A12014-08-14
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Beethovenstr. 5, Würzburg, 97080, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Vorrichtung (01 , 28 ) zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern ( 12) in einer Brauflüs sigkeit (03) , insbesondere in Bier, mit einer Feststoff-Abscheidevorrichtung, mit der die pflanzlichen Aromaträger ( 12) von der Brauflüs sigkeit im Durchflus s getrennt werden können, wobei die Feststoffe der Aromaträger ( 12) in der Feststoff-Abscheidevorrichtung zurückgehalten werden, dadurch gekennzeichnet,

das s die Vorrichtung (01 , 28) eine Heizeinrichtung (27 , 3 1 ) umfas st, mit der die Suspension aus Brauflüssigkeit (03) und Aromaträgern ( 12) auf eine Isomerisierungstemperatur erhitzt werden kann, bei der die in den Aromaträgern enthaltenen α-Säuren in Iso- a-Säuren umgewandelt werden.

Vorrichtung (01 , 28 ) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Feststoff-Abscheidevorrichtung in der Art eines Schwebebettextraktors (09 , 29) ausgebildet ist, wobei der Schwebebettextraktor (09, 29) ein Suspensionsbett ( 18) aufnehmen kann, das aus der Brauflüs sigkeit (03) und den in den Aromaträgern ( 12) enthaltenen Feststoffpartikeln ( 12) gebildet ist, und wobei der Schwebebettextraktor (09, 29) zumindest einen Zulauf ( 19) und einen Auslauf (20) für die Brauflüs sigkeit (03) aufweist, und wobei die Brauflüs sigkeit (03 ) mit einer Förderpumpe ( 10) vom Zulauf ( 19) durch den Schwebebettextraktor (09, 29) zum Auslauf (20) gepumpt werden kann, und wobei die Fördergeschwindigkeit der Förderpumpe ( 10) auf einen Wert einstellbar ist, bei dem die durchschnittliche vertikale Fördergeschwindigkeit der Brauflüs sigkeit (03) im Schwebebettextraktor (09 , 29) kleiner ist als die durchschnittliche vertikale Sinkgeschwindigkeit der Feststoffpartikel im Schwebebettextraktor (09, 29) . Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Heizeinrichtung (27) in der Art eines Heizelements ausgebildet ist, wobei die im Schwebebettextraktor (09) enthaltene Suspension aus Brauflüs sigkeit (03) und Aromaträgern ( 12) mit dem Heizelement (27) erhitzt werden kann.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Vorrichtung (28) ein Puffergefäß (30) umfasst, in dem die Suspension aus Brauflüs sigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) nach der Extraktion von Aromastoffen während der Isomerisierung erhitzt und/oder nach der Isomerisierung gekühlt werden kann.

Vorrichtung nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Heizeinrichtung (3 1 ) in der Art eines Durchlauferhitzers ausgebildet ist, wobei die Suspension bei der Erhitzung mit einer Pumpe ( 10) durch den Durchlauferhitzer (3 1 ) gepumpt und im Durchlauf erhitzt werden kann .

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Vorrichtung (01 , 28) eine Kühleinrichtung (32) umfas st, mit der die Suspension aus Brauflüssigkeit (03) und Aromaträgern ( 12) nach der Isomerisierung auf eine Kühltemperatur unterhalb der Iso- merisierungstemperatur abgekühlt werden kann. Vorrichtung nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Kühleinrichtung in der Art eines Kühlelements ausgebildet ist, das am Schwebebettextraktor angebracht ist oder das s die Kühleinrichtung (32) in der Art eines Durchlaufkühlers ausgebildet ist, wobei die Suspension bei der Abkühlung mit einer Pumpe ( 10) durch den Durchlaufkühler gepumpt und im Durchlauf gekühlt werden kann.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s der Schwebebettextraktor (09) oder das Puffergefäß (30) als Druckgefäß ausgebildet ist, in dem die Suspension aus Brauflüssig keit (03) und Aromaträgern ( 12) unter Überdruck erhitzt werden kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s im Schwebebettextraktor (09) oder im Puffergefäß (30) ein Mischorgan ( 17) angeordnet ist, mit dem die Suspension aus Brauflüssigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) während der Isomerisierung zur Homogenisierung der Temperaturverteilung durchmischt werden kann.

10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Heizeinrichtung in der Art eines Sudhausgefäßes (36) , insbesondere in der Art einer Würzepfanne, ausgebildet ist, wobei die Vorrichtung (34) eine Transferleitung (35) umfasst, in der die Suspension (33) aus Brauflüs sigkeit (03) und Aromaträgern ( 12) nach der Extraktion von Aromastoffen zumindest teilweise in das Sudhausgefäß (36) übergepumpt werden kann, wobei die Suspension (33 ) aus Brauflüs sigkeit (03) und Aromaträgern ( 12) im Sudhausgefäß (36) zur Isomerisierung zusammen mit Würze gekocht werden kann.

1 1. Verfahren zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern ( 12) in eine Brauflüssigkeit (03) , mit folgenden Verfahrensschritten:

a) Bildung einer Suspension aus Brauflüs sigkeit (03) und den in den Aromaträgern ( 12) enthaltenen Feststoffen;

b) Förderung der Brauflüssigkeit (03 ) durch eine Feststoff- Abscheidevorrichtung, wobei die pflanzlichen Aromaträger ( 12) von der Brauflüs sigkeit im Durchflus s getrennt werden und die Feststoffe der Aromaträger ( 12) in der Feststoff-Abscheidevorrichtung zurück- gehalten werden

dadurch gekennzeichnet,

das s vor und/oder während und/oder nach Lö sung der Aromastoffe in der Feststoff-Abscheidevorrichtung zumindest ein Teil der Suspension aus Brauflüs sigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) auf eine Isomeri- sierungstemperatur erhitzt wird, bei der die in den Aromaträgern enthaltenen α-Säuren in Iso- a-Säuren umgewandelt werden.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1

gekennzeichnet durch folgende Verfahrens schritte:

a) Bildung einer Suspension aus Brauflüs sigkeit (03) und den in den Aromaträgern ( 12) enthaltenen Feststoffen;

b) Bildung eines Suspensionsbetts ( 18 ) aus Brauflüs sigkeit (03) und den in den Aromaträgern ( 12) enthaltenen Feststoffen in einem

Schwebebettextraktor;

c) Förderung der Brauflüssigkeit (03 ) durch den Schwebebettextraktor (09, 29) mit einer durchschnittlichen vertikalen Fördergeschwin- digkeit die kleiner ist als die durchschnittliche vertikale Sinkgeschwindigkeit der in den Aromaträgern ( 12) enthaltenen Feststoffe, um die Aromastoffe aus den Feststoffen in die Brauflüs sigkeit (03) zu lösen und die Feststoffe des Aromaträgers ( 12) von der Brauflüssigkeit (03) zu trennen;

dadurch gekennzeichnet,

das s vor und/oder während und/oder nach Lö sung der Aromastoffe im Schwebebettextraktor zumindest ein Teil der Suspension aus Brauflüssigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) auf eine Isomerisierungstem- peratur erhitzt wird, bei der die in den Aromaträgern enthaltenen a- Säuren in Iso-a-S äuren umgewandelt werden.

13. Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Suspension nach der Isomerisierung auf eine Kühltemperatur unterhalb der Isomerisierungstemperatur abgekühlt wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s die nach ausreichender Lösung der Aromastoffe verbleibende Suspension zumindest teilweise in ein Puffergefäß (30) übergepumpt wird, in der die Suspension aus Brauflüs sigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) während der Isomerisierung erhitzt und/oder nach der Isomerisierung gekühlt wird.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Suspension im Durchlauf erhitzt und/oder im Durchlauf abgekühlt wird.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 15 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Suspension während der Isomerisierung unter Überdruck auf eine Temperatur größer 100°C, insbesondere auf eine Temperatur größer 120°C, erhitzt wird.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

das s die Suspension während der Erhitzung zur Isomerisierung und/oder während der Kühlung nach der Isomerisierung zur Homo nisierung der Temperaturverteilung mit einem Mischorgan ( 17 ) durchmischt wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 17 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s zur Bildung der Suspension als Aromaträger ( 12) ein Hopfenprodukt, insbesondere Hopfenpellets , verwendet wird und/oder das s zur Bildung der Suspension eine alkoholhaltige Brauflüs sigkeit (03) , insbesondere gärendes oder gereiftes Bier, verwendet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 1 bis 18 ,

dadurch gekennzeichnet,

das s die nach ausreichender Lösung der Aromastoffe verbleibende Suspension (33) zumindest teilweise in ein Sudhausgefäß (36), insbesondere in eine Würzepfanne, übergepumpt wird, wobei die Suspension (33) aus Brauflüssigkeit (03 ) und Aromaträgern ( 12) in dem Sudhausgefäß (36) zur Isomerisierung zusammen mit Würze gekocht wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern in einer Brauflüssigkeit

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern, insbesondere aus festen Hopfenprodukten, beispielsweise Hopfenpellets , in einer Brauflüs sigkeit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern in einer Brauflüssigkeit.

Gattungsgemäße Vorrichtungen im Verfahren werden beim Brauen von Bier zur Abtrennung von Feststoffen aus Hopfenprodukten bei der Hopfung von Würze und von Bier angesetzt, was in anschließender Bierherstellung erfolgen kann . Diese so genannte Aromahopfung kann mittels der heißen Brauflüs sigkeit als so genannte Heißhopfung oder auch nach der Gärung im fertigen Bier als so genannte Kalthopfung (auch als dry-hoping oder Hopfenstopfen bekannt) erfolgen.

Bei der Herstellung von Bier wird während der Würzeherstellung Hopfen zur Würze hinzugegeben. Dies wird auch Heißhopfung genannt. Der

Hopfen hat hierbei unter anderem die Aufgabe dem Bier eine Bitternote und ein Hopfenaroma zu geben. Handelsüblich werden hierfür Hopfenpellets , die Feststoffe enthalten, Hopfenextrakt oder auch Naturhopfen verwendet. Bei der Hopfung im Heißprozes s, also während des Sudhausprozesses , wird der Hopfen in der Regel während der Würzekochung zugegeben. Zur Betonung des Hopfenaromas kann der Hopfen auch während oder nach der Heißtrubabscheidung, also im oder nach dem Whirlpool und vor dem Würzekühler, zugegeben werden . Hierdurch wird vermieden, das s die flüchtigen Hopfenaromen wieder ausdampfen und sich verflüchtigen . Aufgrund geänderter Verbraucherwünsche wird zunehmend Bier mit stark betontem Hopfenaroma im Markt gewünscht. Um dies zu erreichen, werden die Biere zunehmend auch kaltgehopft. Hierbei wird dem Bier im Kaltbereich bevorzugt nach der Gärung, Hopfen zugegeben. Dies wird als Kalthopfung bezeichnet. Hierfür werden in der Regel Hopfenpellets , Hopfenpulver oder Naturhopfen verwendet.

Sowohl im Heißbereich als auch im Kaltbereich ist bei Verwendung von festen Hopfenprodukten, insbesondere Hopfenpellets , insbesondere nachteilig, dass nach der Extraktion der Inhalts stoffe große Mengen von Rückständen, die so genannten Hopfentreber oder Hopfentrübstoffe, in der Würze bzw. im Bier zurückbleiben. Diese festen Rückstände müssen wieder abgetrennt werden, da sie in den nachfolgenden Prozes sen und im fertigen Bier unerwünscht sind.

Im Heißbereich, bei der Hopfengabe während der Würzekochung, erfolgt diese Ab scheidung anschließend im Whirlpool, selb sttätig oder mittels Zentrifuge, wodurch Hopfentrübstoffe, zusammen mit dem Eiweißtrub, nämlich dem Heißtrub, abgeschieden werden .

Um dabei eine gute Abscheidung zu erzielen, mus s der Whirlpool über eine ausreichend große Ab scheidefläche verfügen, um den Hopfentrub aufnehmen und abscheiden zu können. Bei Bieren mit großen Hopfen- mengen sind die Whirlpool-Gefäße dann entsprechend größer zu dimen- sionieren, was zusätzliche Investitionskosten und auch größere Verluste an Würze bringt.

Bei der Kalthopfung wird der Hopfenträger durch Filtration oder Separation wieder abgeschieden, was allerdings zusätzliche Kosten verursacht, da die zusätzlichen Trübstoffe in der Regel die Kapazität bzw. Leistung des Filters deutlich reduzieren bzw. die Investition in eine gegebenenfalls spezielle Zentrifuge erforderlich wird. Auch liegen die Hopfentrübstoffe teilweise sehr kompakt im Gärtank, so das s sie nur schwer entfernt werden können.

Aus der DE 10 2013 101 435 A I ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern in einer Brauflüssigkeit bekannt. Als Feststoff-Abscheidevorrichtung zur Ab- scheidung der unlöslichen Hopfentrübstoffe wird hierbei entweder ein Hydrozyklon oder ein Filter, insbesondere ein Spalttrubfilter, verwendet. Nachteilig an der Verwendung eines Hydrozyklons ist dabei, dass die Kapazität des Hydrozyklons nur sehr aufwendig auf die jeweils notwendigen Kapazitäten bei der Hopfentrubabscheidung abgestimmt werden kann. Da der Hydrozyklon auf sechs strömungsmechanischen Wirkprinzipien beruht, kann die Dimensionierung des Hydrozyklons nicht ohne weiteres abhängig von der jeweils notwendigen Kapazität zur Hopfentrubabscheidung abgestimmt bzw. verändert werden. Die Verwendung eines Filters zur Hopfentrubabscheidung hat den Nachteil, das s diese Filter, insbesondere Siebfilter, sehr leicht zugesetzt werden und dann für eine weitere Nutzung aufwendig gereinigt werden müssen.

Praxisuntersuchungen haben gezeigt, das s die Aromastoffe bei den bekannten Extraktionsverfahren nur teilweise in die Brauflüs sigkeit übergeführt werden können . Insbesondere können durch die bekannten Extraktionsverfahren nicht alle lösbaren Aromastoffe, insbesondere die im Aromaträger enthaltenen Aromaöle, gelöst und in die Brauflüs sigkeit übergeführt werden. Eine Überführung und Nutzbarmachung der in den Aromaträgern vorhandenen Bitterstoffe gelingt durch die bekannte Schwebebettextraktion dagegen nur unzureichend. Somit entstehen immer Verluste an wertvoller α-S äure, die bei der Kalthopfung nicht genutzt werden können und bisher mit dem Hopfentreber entsorgt wurden . Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine neue Vorrichtung und ein neues Verfahren zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern, insbesondere Hopfenprodukten, in einer Brauflüssigkeit vorzuschlagen, mit denen die oben beschriebenen Nachteile im Hinblick auf die Überführung und Nutzbarmachung von in den Aromaträgern vorhandenen Bitterstoffen vermieden werden .

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren nach der Lehre der unabhängigen Hauptansprüche gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken die bekannten Vorrichtungen zur Extraktion von Aromastoffen, die eine Feststoff- Abscheidevorrichtung verwenden, um eine Heizeinrichtung zu ergänzen, mit der die Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern auf eine Isomerisierungstemperatur erhitzt werden kann. Durch diese zusätzliche Möglichkeit zur Erhitzung der Suspension auf die Isomerisierungstemperatur kann die in den Aromaträgern enthaltene α-Säure in die als Bitterstoff in Bieren erwünschte Iso-a-S äure umgewandelt werden. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass durch die zusätzliche Wärmebehandlung unter Verwendung der ergänzten Heizeinrichtung vermehrt Iso-a- Säuren in der Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern gebildet werden kann, so das s diese erwünschten Bitterstoffe anschließend in den Brauprozess übergeführt werden können.

Welche Art von Feststoff-Abscheidevorrichtung zur Durchführung der Extraktion verwendet wird, ist grundsätzlich beliebig . Hierzu sind unterschiedliche Feststoff-Abscheidevorrichtung bekannt. Besonders effektiv und kostengünstig ist die Extraktion unter Verwendung eines Schwebebettextraktors . Der Schwebebettextraktor kann dazu ein Suspensionsbett aufnehmen, das aus der Brauflüs sigkeit und den in den Aroma- trägern enthaltenen Feststoffpartikeln gebildet ist. Der Schwebebettextraktor weist zumindest einen Zulauf und einen Auslauf für die Brauflüs sigkeit auf, wobei die Brauflüs sigkeit mit einer Förderpumpe vom Zulauf durch den Schwebebettextraktor zum Auslauf gepumpt werden kann. Die Fördergeschwindigkeit der Förderpumpe wird dabei auf einen Wert eingestellt, bei dem die durchschnittliche vertikale Fördergeschwindigkeit der Brauflüs sigkeit im Schwebebettextraktor kleiner ist als die durchschnittliche vertikale Sinkgeschwindigkeit der Feststoffpartikel im Schwebebettextraktor ist.

In welcher Art die Heizeinrichtung für die Erhitzung der Suspension konstruktiv ausgebildet ist, ist grundsätzlich beliebig . Eine besonders einfache Art der Beheizung der Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern ist es, das s ein Heizelement verwendet wird, das am Schwebebettextraktor angebracht ist. Auf diese Weise kann die im

Schwebebettextraktor enthaltene Suspension durch Betrieb des Heizele- ments erhitzt werden, bis die Isomerisierungstemperatur erreicht bzw . überschritten ist.

Alternativ zur Erhitzung der Suspension aus Brauflüssigkeit und Aromaträgern im Schwebebettextraktor kann die Vorrichtung auch zusätzlich um ein Puffergefäß ergänzt werden. In dieses Puffergefäß wird die Suspension dann nach der Extraktion von Aromastoffen, zu der der Schwebebettextraktor eingesetzt wird, übergepumpt und kann dort im Puffergefäß dann zur Isomerisierung erhitzt und/oder nach der Isomeri- sierung gekühlt werden. Durch das zusätzliche Puffergefäß kann der Teilprozes s zur Extraktion von Aromastoffen einerseits, der im Schwe- bebettextraktor durchgeführt wird, und der Teilprozess zur Is omerisierung der Iso-a-S äuren im Puffergefäß andererseits voneinander getrennt durchgeführt und entkoppelt werden. Auch ist es durch die Verwendung des Puffergefäßes möglich die nach der Isomerisierung erhaltene Brauflüs sigkeit mit den darin enthaltenen Iso- a-Säuren zwischenzuspeichern.

Alternativ zur Anbringung eines Heizelements unmittelbar an dem

Schwebebettextraktor bzw. unmittelbar an dem Puffergefäß können auch separate Durchlauferhitzer Verwendung finden. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Wärmetauscher, insbesondere einen Plattenwärmetauscher, handeln . Während des Erhitzens durchströmt die Suspension den Durchlauferhitzer gegebenenfalls auch mehrfach und wird durch Wärmeübergang während des Durchlaufs aufgeheizt. Zur Beheizung des Durchlauferhitzers kann ein geeignetes Wärmeübertragungsmedium, beispielsweise Dampf oder Heißwasser, verwendet werden.

Versuche haben gezeigt, das s bei der Isomerisierung der Bitterstoffe eine zu lange Wärmeeinwirkung wiederum negative Abbauprozesse der Bitterstoffe bewirken kann. Insofern ist es für den optimalen Erfolg der Isomerisierung erforderlich, dass die Isomerisierungstemperatur nach einer bestimmten Einwirkdauer auch wieder unterschritten wird. Um dies zu erreichen kann die Vorrichtung zusätzlich mit einer Kühleinrichtung ausgestattet werden. Diese Kühleinrichtung dient dann dazu die Suspen- sion aus Brauflüs sig und Aromaträgern nach der Isomerisierung auf eine Kühltemperatur unterhalb der Isomerisierungstemperatur abzukühlen .

Die Bauart der Kühleinrichtung ist grundsätzlich beliebig Eine besonders einfache Art der Kühlung der Suspension aus Brauflüssigkeit und Aromaträgern ist es , das s ein Kühlelement verwendet wird, das am Schwe- bebettextraktor angebracht ist. Im Hinblick auf eine möglichst effektive Kühlung der Suspension kann wiederum ein Durchlaufkühler, beispielsweise ein Wärmetauscher, insbesondere ein Plattenwärmetauscher, verwendet werden. Mittels einer Pumpe wird die Suspension dann durch den Durchlaufkühler durchgepumpt und durch Wärmeübergang auf ein Kühlmittel, beispielsweise Kaltwasser, gekühlt. Gegebenenfalls kann kaltes Brauwasser in dem Durchlaufkühler auch auf die gewünschte Brauwas sertemperatur erwärmt werden.

Die Effektivität des Isomerisierungsprozes ses hängt auch von der j eweils gewählten Isomerisierungstemperatur ab . Besonders effektiv erfolgt die Isomerisierung, wenn eine Isomerisierungstemperatur im Bereich höher als 120 °C gewählt wird. Derart hohe Temperaturen können in der

Suspension, bei der es sich j a um eine Mischung aus Flüs sigkeit und Feststoffen auf Was serbasis handelt, jedoch nur erreicht werden, wenn die Isomerisierung unter Überdruck erfolgt, da ansonsten eine unerwünschte Verdampfung der Brauflüssigkeit erfolgt. Um eine Isomerisie- rung unter Überdruck ermöglichen zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn das zur Isomerisierung der Suspension verwendete Gefäß, also der Schwebebettextraktor oder das Puffergefäß, als Druckgefäß ausgebildet ist.

Für den Erfolg der Isomerisierung ist es weiterhin von großer Bedeutung, das s die Isomerisierungstemperatur in der Suspension möglichst homogen verteilt ist. Um dies zu erreichen ist es besonders vorteilhaft, wenn im zu Isomerisierung verwendeten Gefäß, also im Schwebebettextraktor oder im Puffergefäß, ein Mischorgan angeordnet ist, mit dem die Suspension durchmischt werden kann. Dabei kann es sich um einen mechani- sehen Rührer, insbesondere einen Scherrührer oder auch um eine Umwälzpumpe, mit der die Suspension im Gefäß umgewälzt werden kann, handeln.

Um die zusätzliche Installation einer Heizeinrichtung einsparen zu können, ist es auch möglich, eine im Sudhaus ohnehin vorhandene

Heizeinrichtung für die Isomerisation der Suspension zu nutzen. Dazu kann die Heizeinrichtung in der Art eines Sudhausgefäßes , insbesondere in der Art einer Würzepfanne, ausgebildet sein. Die Vorrichtung umfasst dann eine Transferleitung, in der die Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern nach der Extraktion von Aromastoffen in das Sudhausge- fäß übergepumpt werden kann. Die Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern kann dann zur Isomerisierung im Sudhausgefäß zusammen mit der Würze gekocht werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf dem Grundgedanken, das s zumindest ein Teil der Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern vor und/oder während und/oder nach Lö sung der Aromastoffe in der Feststoff-Abscheidevorrichtung auf eine Isomerisierungstemperatur erhitzt wird, bei der die in den Aromaträgern enthaltenen α-Säuren in Iso-a-S äuren umgewandelt werden. Dies bedeutet also mit anderen Worten, dass die Wärmebehandlung der Suspension vor der Durchführung des Lö sungsprozes ses, während der Durchführung des Lö sungspro- zesses oder auch nach Ende des Lösungsprozesses durchgeführt wird. Besonders bevorzugt ist es dabei allerdings, das s die Wärmebehandlung durch Beheizen der Suspension auf eine Isomerisierungstemperatur nach der Durchführung des Lö sungsprozes ses durchgeführt wird.

Bevorzug wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung eines Schwebebettextraktors als Feststoff-Abscheidevorrichtung durchgeführt.

Um negative Abbauprozes se bei zu lang anhaltender Wärmebehandlung der Suspension zu vermeiden, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Suspension nach einer bestimmten Isomerisierungsdauer auf eine Kühltemperatur unterhalb der Isomerisierungstemperatur abgekühlt wird. Um die Prozesse zur Lösung der Aromastoffe durch Einsatz des Schwebebettextraktors einerseits und zum Umbau der α-Säuren in die Iso- a- Säuren durch Wärmebehandlung zu entzerren, ist es besonders vorteilhaft, wenn dazu ein zusätzliches Puffergefäß verwendet wird. Nach ausreichender Lösung der Aromastoffe durch entsprechende Bearbeitung im Schwebebettextraktor kann die Suspension dann anschließend in ein Puffergefäß übergepumpt und dort zur Isomerisierung der Bitterstoffe erhitzt bzw. zum Abbruch des Isomerisierungsprozes ses gekühlt werden.

Besonders effektiv läs st sich der Prozess zur Isomerisierung bzw. zum Abbruch der Isomerisierung gestalten, wenn die Suspension dazu im Durchlauf erhitzt oder im Durchlauf abgekühlt wird.

Eine besonders effektive Isomerisierung ergibt sich, wenn eine Isomeri- sierungstemperatur größer 100° C, insbesondere eine Isomerisierungs- temperatur größer 120° C, gewählt wird. Die Suspension sollte dazu unter Überdruck erhitzt werden, um unerwünschte Verdampfungsprozesse zu vermeiden.

Um eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung der Isomerisie- rungstemperatur in der Suspension zu erreichen, sollte die Suspension während der Wärmebehandlung zur Isomerisierung und/oder bei der Kühlung nach Ende der Isomerisierung mit einem Mischorgan durchmischt werden.

Aus welchen Aromastoffen die Suspension gebildet wird ist grundsätzlich beliebig . Besonders vorteilhaft ist es , wenn als Aromaträger ein Hopfenprodukt, insbesondere Hopfenpellets, verwendet werden. Als Brauflüssigkeit sollte bevorzugt eine alkoholhaltige Brauflüs sigkeit bei der Bildung der Suspension, insbesondere gärendes oder gereiftes Bier, verwendet werden.

Um die zusätzliche Installation einer Heizeinrichtung einsparen zu können, ist es auch möglich eine im Sudhaus ohnehin vorhandene Heiz- einrichtung für die Isomerisation der Suspension zu nutzen. Dazu wird nach ausreichender Lösung der Aromastoffe die verbleibende Suspension zumindest teilweise in ein Sudhausgefäß, insbesondere in eine

Würzepfanne, übergepumpt. Im Sudhausgefäß wird die Suspension aus Brauflüssigkeit und Aromaträgern zur Isomerisierung zusammen mit der Würze gekocht. Gegebenfalls kann zur Zwischenspeicherung der Suspension auch ein Puffertank im Sudhaus zum Einsatz kommen, in dem die Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträger gepuffert werden kann. Somit ergibt sich eine zeitliche Flexibilität zwischen Anfall der Suspension und deren Isomerisation im Sudhausgefäß . Es zeigen:

Fig. 1 eine Vorrichtung zur Extraktion von Aromastoffen bei Verfahrensbeginn;

Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig . 1 bei Befüllung des Schwebebet- textraktors mit Hopfenpellets ;

Fig. 3 die Vorrichtung gemäß Fig . 2 bei Befüllung des Schwebebettextraktors mit Bier;

Fig. 4 die Vorrichtung gemäß Fig . 3 bei Bildung der Suspension aus

Bier und Hopfenpartikeln; Fig. 5 die Vorrichtung gemäß Fig . 4 beim Absetzen der Suspension aus Bier und Hopfenpartikeln am Boden des Schwebebettextraktors ;

Fig. 6 die Vorrichtung gemäß Fig . 5 während des Durchpumpens von

Brauflüssigkeit durch den Schwebebettextraktor zur Lösung der lösbaren Aromastoffe in das Bier;

Fig. 7 die Vorrichtung gemäß Fig . 6 beim Erhitzen der verbliebenen

Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern auf die Iso- merisierungs temper atur;

Fig. 8 die Vorrichtung gemäß Fig . 7 beim Abziehen der Brauflüs sig- keit nach der Isomerisierung ;

Fig. 9 die Vorrichtung gemäß Fig . 8 bei der Entfernung der Restsuspension aus dem Schwebebettextraktor;

Fig. 10 die Vorrichtung gemäß Fig . 9 beim Umpumpen des Biers zur

Homogenisierung der Aromastoffkonzentration . Fig. 11 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bei Bildung der Suspension aus Brauflüs sigkeit und Aromaträgern nach Lösung der lö sbaren Aromastoffe durch Durchpumpen von Brauflüs sigkeit durch den Schwebebettextraktor;

Fig. 12 die Vorrichtung gemäß Fig . 1 1 beim Transfer der Suspension in ein Puffergefäß ;

Fig. 13 die Vorrichtung gemäß Fig . 12 beim Erhitzen der Suspension im Puffergefäß auf die Isomerisierungstemperatur;

Fig. 14 die Vorrichtung gemäß Fig . 12 beim Abkühlen der Suspension im Puffergefäß auf eine Kühltemperatur unterhalb der Isomerisierungstemperatur;

Fig. 15 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bei Bildung der Suspension aus Brauflüssigkeit und Aromaträgern nach Lösung der lösbaren Aromastoffe durch Durchpumpen von Brauflüs sigkeit durch den Schwebebettextraktor.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 01 zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern, nämlich Hopfenpellets , in einer Brauflüs sigkeit, nämlich Bier. Die Vorrichtung ist in Fig . 1 lediglich schematisiert dargestellt, wobei allein die B auteile der Vorrichtung 01 dargestellt sind, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind. Die Vorrichtung 01 kann bevorzugt auf einem fahrbaren Gestellt angebracht sein, um die Vorrichtung 01 mobil zu unterschiedlichen Einsatzorten bringen zu können.

Bei der in Fig . 1 dargestellten Einsatzvariante wird die Vorrichtung 01 in einem Gär- oder Lagerkeller zur Kalthopfung von Bier verwendet. Dabei wird die Vorrichtung 01 zunächst zu einem Gärtank 02 gefahren, in dem gereiftes oder noch gärendes Bier 03 gelagert ist. Der Gärtank 02 ist in Fig. 1 lediglich verkleinert dargestellt. Über Anschlus skupplungen 04 wird die Vorrichtung 01 an den Zulauf 05 und den Ablauf 06 des Gärtanks 02 angeschlossen. In den Ablauf 06 des Gärtanks 02 mündet außerdem eine C0 2 -Versorgungsleitung 07 und eine Brauwas ser- Versorgungsleitung 08. Alternativ können die Leitungen 07 und 08 auch direkt in die Vorrichtung 01 geleitet werden. Damit erhöht sich nur die Anzahl der Anschlüs se aus der Brauerei in die Vorrichtung 01 . Die Vorrichtung 01 besteht in ihrem Kern aus einem Schwebebettextraktor 09 durch den, angetrieben über eine regelbare Förderpumpe 10, aus diversen Rohrleitungen und verschiedenen Absperrventilen unterschiedliche Medien hindurchgepumpt werden können. Vor Beginn des eigentlichen Verfahrens zur Extraktion wird, wie in Fig . 1 dargestellt, zunächst C0 2 aus der C0 2 - Versorgungsleitung 07 in die Vorrichtung 0 1 eingeströmt und die verschiedenen Rohrleitungen und der Schwebebettextraktor 09 mit C0 2 geflutet. An der höchsten Stelle kann das C0 2 über eine Gasableitung 1 1 aus der Vorrichtung 0 1 entweichen.

Sobald die Vorrichtung 0 1 mit C0 2 geflutet ist, wird, wie in Fig. 2 dargestellt, der Schwebebettextraktor zunächst mit trockenen Hopfenpellets 12 befüllt. Die Befüllung erfolgt dabei durch eine Einfüllöffnung 13. Die Hopfenpellets kommen bei der Befüllung auf einem durchströmbaren Tragelement 14, nämlich einem Siebboden, zur Auflage. Die Sieböffnungen sind dabei gerade so groß gewählt, das s die Hopfenpellets 12 nicht durch die Sieböffnungen hindurchfallen können. Zugleich kann das

Tragelement 14 aber problemlos von Flüs sigkeiten durchströmt werden. Die Prozes sschritte C0 2 -Flutung des Systems und Befüllung des Extrak- tors mit Hopfenpellets können auch in der Ablaufreihenfolge getauscht werden. Dies ändert nichts am erfindungsgemäßen Verfahren. Nach der Befüllung mit Hopfenpellets wird die Vorrichtung 0 1 und insbesondere der Schwebebettextraktor 09 mit Bier 03 befüllt. Dazu wird das Bier aus dem Gärtank 02 durch Antrieb der Förderpumpe 10 durch den Ablauf 06 und den Vorlauf 15 von unten in den Schwebebettextraktor 09 eingepumpt, bis dieser vollständig mit Bier gefüllt ist und über eine Zirkulationsleitung 16 zurück zum Vorlauf 15 strömt. Das im

System enthaltene Gas wird dabei über die Ableitung 1 1 aus der Vorrich- tung entfernt.

Sobald der Schwebebettextraktor 09 und die Zirkulationsleitung 16 vollständig mit Bier geflutet sind, wird der Ablauf 06 des Gärtanks 02 durch Umschalten eines Ventils von der Vorrichtung 01 getrennt und, wie in Fig. 4 dargestellt, das Bier von der Förderpumpe 10 zirkulierend durch den Vorlauf 15 und die Zirkulationsleitung 16 umgepumpt. Durch das Umpumpen des Bieres lö sen sich im Schwebebettextraktor 09 die gepressten Hopfenpellets auf, und es wird eine feine Suspension aus Hopfenpartikeln und Bier gebildet. Um die Suspensionsbildung zu erleichtern, wird die Förderrichtung der Förderpumpe 10 wiederholt umgeschaltet und dadurch das Bier mit wechselnden Förderrichtungen durch den Schwebebettextraktor 09 hindurchgefördert. Außerdem kann die Suspensionsbildung durch Antrieb eines Mischungsorgans 17 , nämlich eines Leitstrahlmischers oder Scherrührers, erleichtert werden. Sobald die Hopfenpellets 12 vollständig zerkleinert sind und die in den Hopfenpellets enthaltenen Hopfenpartikel zusammen mit dem Bier 03 eine fein verteilte Suspension bilden, wird, wie in Fig. 5 dargestellt, die Förderpumpe 10 kurz abgeschaltet, so dass sich am Boden des Schwebebettextraktors 09 ein Suspensionsbett 18 bilden kann. Die Höhe des Suspensionsbettes 1 8 sollte dabei nicht mehr als die Hälfte der Höhe des Schwebebettextraktors 09 betragen.

Sobald sich das Suspensionsbett 1 8 ausreichend beruhig hat, wird die Zirkulationsleitung 16 geschlos sen und der Ablauf 06 des Gärtanks 02 wieder durch Öffnen des entsprechenden Ventils an die Vorrichtung 01 angeschlos sen. Anschließend wird, wie in Fig. 6 dargestellt, das Bier 03 aus dem Gärtank 02 durch Antrieb der Förderpumpe 10 durch den Vorlauf 15 und den Einlauf 19 von unten in den Schwebebettextraktor 09 eingepumpt. Das Bier durchströmt dann das Suspensionsbett 18 vertikal nach oben und strömt zum Auslauf 20 des Schwebebettextraktors 09. Die Fördergeschwindigkeit der Förderpumpe 10 ist dabei so gewählt, das s die durchschnittliche vertikale Strömungsgeschwindigkeit des Bieres 03 im Schwebebettextraktor 09 kleiner ist als die durchschnittliche vertikale Sinkgeschwindigkeit der Hopfenpartikel. Durch diese Geschwindigkeitsdifferenz wird erreicht, das s sich die unlöslichen Feststoffpartikel am Boden des Schwebebettextraktors 09 absetzen und gemeinsam das Sus- pensionsbett 18 bilden. Lediglich sehr feine Feststoffpartikel können gemeinsam mit dem Bier 03 über den Auslauf 20 aus dem Schwebebettextraktor 09 herausgefördert werden. Zur Entfernung dieser sehr feinen Feststoffpartikel durchströmt das Bier anschließend eine Feinfiltervorrichtung 21 , nämlich ein rückspülbares Eckrohrsieb . Anschließend strömt das Bier dann über den Rücklauf 22 der Vorrichtung 01 zum Zulauf 05 des Gärtanks 02 und gelangt somit zurück in den Gärtank 02. Abhängig vom gewünschten Filtrationsgrad kann die Feinfiltervorrichtung 21 durch eine Bypassleitung 26 auch ganz oder teilweise umgangen werden . Diese Entscheidung obliegt dem Anwender. Falls es prozes stechnisch möglich ist, kann die Feinfiltervorrichtung 21 auch ganz entfallen. Dann würden die feinen Feststoffpartikel in den Gärtank 02 gelangen und müs sten anderweitig aus dem Bier 03 entfernt werden. Auch diese Entscheidung mus s einsatzbezogen durch den Anwender fallen . Die in Fig. 6 dargestellte Zirkulation des Bieres 03 aus dem Gärtank 02 dient der Auslaugung der Aromastoffe aus den im Suspensionsbett 18 enthaltenen Hopfenpartikeln, wobei zugleich für eine ausreichende Trennung der flüs sigen und festen Bestandteile der Suspension durch die Strömungseigenschaften des Schwebebettextraktors 09 gesorgt ist. Grundsätzlich können die Prozes sschritte zur Bildung der Suspension, wie in Fig. 4 dargestellt, und zur Auslaugung, wie in Fig. 6 dargestellt, auch mehrfach nacheinander durchgeführt werden, um die Auslaugung durch erneutes Aufwirbeln des Suspensionsbettes 18 weiter zu erhöhen. Zwischen den jeweiligen Prozes sschritten zur Bildung der Suspension wird dann j eweils der Prozess schritt nach Fig. 5 zum Ausbilden des

Suspensionsbettes durchgeführt. Dieser Ablauf kann den Grad der Aus- laugung noch weiter erhöhen.

Sobald ein ausreichender Auslaugungsgrad der Hopfenpartikel erreicht ist, wird der Ablauf 06 des Gärtanks 02 geschlo ssen.

Dann wird, wie in Fig. 7 dargestellt, durch Antrieb des Mischungsorgans 17 erneut eine Suspension im Schwebebettextraktor 09 gebildet. Zugleich mit der erneuten Suspensionsbildung wird die Suspension im Schwebebettextraktor 09 durch Betrieb eines am Mantel des Schwebebettextraktors 09 vorgesehenen Heizelements beheizt. Die Temperatur der Suspension wird maximal auf die beim herrschenden Tankdruck erreich- bare Verdampfungstemperatur erhöht. Beim Erreichen der Isomerisie- rungstemperatur werden die in den Aromaträgern der Suspension enthaltenen α-Säuren in Iso- a-Säuren umgewandelt. Die Isomerisierung kann durch halten der Isomerisierungstemperatur über eine bestimmte Dauer von beispielsweise 20 bis 30 Minuten in ihrer Intensität gesteuert wer- den .

Nach der Isomerisierung wird, wie in Fig. 8 dargestellt, Brauwas ser aus der Brauwas serversorgungsleitung 08 in den Vorlauf 15 eingedrückt, um das in der Vorrichtung 0 1 verbliebene Bier mit den darin enthaltenen Iso-a-S äuren über den Rücklauf 22 und den Zulauf 05 des Gärtanks 02 zurück in den Gärtank 02 zu drücken. Additiv kann der Inhalt des

Schwebebettreaktors vorher mittels einer nicht dargestellten Kühleinrichtung wieder abgekühlt werden.

Sobald die Vorrichtung 0 1 vollständig vom Bier 03 geleert ist, wird, wie in Fig. 9 dargestellt, ein geeignetes Reinigungsfluid, bevorzugt Brau- wasser 08 , über eine Leitung 23 in den Schwebebettextraktor 09 eingedrückt und die verbliebene Restsuspension über eine Ablaufleitung 24 in Richtung einer nicht dargestellten Abflus sleitung abgeführt. Anschließend kann die gesamte Anlage mittels einer in den Zeichnungen nicht dargestellter CIP-Reinigungsvorrichtung maschinell gereinigt werden . Um die Konzentration der im Bier 03 gelösten Aromastoffe zu homogenisieren, kann das Bier 03 , wie in Fig. 10 dargestellt, durch Antrieb der Förderpumpe 10 im Gärtank 02 durch eine Zirkulationsleitung 25 umgepumpt und durchmischt werden. Fig. 11 zeigt eine zweite Ausführungsform 28 zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern. Die Vorrichtung 28 unterscheidet sich von der Vorrichtung 0 1 lediglich dahingehend, dass an dem Schwebebettextraktor 29 der Vorrichtung 28 anders als beim Schwebebettextraktor 09 kein Heizelement vorhanden ist. Stattdessen ist die Vorrichtung 28 zusätzlich mit einem Puffergefäß 30 ausgestattet, dem eine Heizeinrichtung 3 1 und eine Kühleinrichtung 32 vorgeschaltet sind. Die Heizeinrichtung 3 1 ist dabei in der Art eines Durchlauferhitzers ausgebildet, beispielsweise in der Art eines Plattenwärmetauschers und kann mit Heißdampf oder Heißwas ser beheizt werden . Die Erhitzung erfolgt dabei durch Wärmeübertragung ohne Vermischung des Heizmediums mit dem Prozes smedium. Die Kühleinrichtung 32 ist als Durchlaufkühler ausgebildet, wozu ebenfalls ein Plattenwärmetauscher verwendet werden kann . Dieser Plattenwärmetauscher kann durch Wärmeübergang auf Kaltwas ser, insbesondere kaltes Brauwasser, gekühlt werden. Der in Fig. 11 dargestellte Prozesszustand der Vorrichtung 28 entspricht dem in Fig. 7 dargestellten Prozes szustand der Vorrichtung 01 . Das heißt, die Lösung der Aromastoffe aus den Aromaträgern durch Verwendung des Schwebebettextraktors 29 ist bereits abgeschlos sen. Danach werden die Feststoffanteile durch Betrieb des Mischorgans 17 gleichmä- ßig in der Brauflüssigkeit verteilt.

Fig. 12 zeigt nun, wie die im Schwebebettextraktor 29 enthaltene Suspension 33 durch Antrieb der Pumpe 10 und durch geeignete Schaltung der Absperrventile in das Puffergefäß 30 übergepumpt wird. Die Suspension 33 durchläuft dabei die Heizeinrichtung 3 1 und wird erhitzt, wohin- gegen die Kühleinrichtung 32 abgesperrt ist. Fig. 13 zeigt die Vorrichtung 28 , nachdem der Schwebebettextraktor 29 vollständig entleert ist und sich die gesamte verbliebene Suspension 33 im Puffergefäß 30 befindet. Um nunmehr die Suspension 33 auf die gewünschte Isomerisierungstemperatur von beispielsweise 120 ° C zu erhitzen, wird die Suspension durch Antrieb der Pumpe 10 und durch geeignete Schaltung der Absperrventile im Kreislauf durch die Heizeinrichtung 3 1 durchgepumpt und dabei kontinuierlich erhitzt. S obald die gewünschte Isomerisierungstemperatur von größer 120° C erreicht ist, wird diese für eine vorgegebene Isomerisierungsdauer von beispielsweise 20 Minuten aufrechterhalten. Um ein Verdampfen der in der Suspension 33 enthaltenen Wasseranteile zu verhindern erfolgt die Isomerisierung im Puffergefäß 30 unter Überdruck.

Fig. 14 zeigt die Vorrichtung 28 nach Ablauf der vorgegebenen Isomerisierungsdauer von beispielsweise 20 Minuten bei 120° C. Um uner- wünschte Unterprozesse durch eine noch längere Wärmebehandlung zu vermeiden wird die Suspension dann, wie in Fig . 14 dargestellt, durch Betrieb der Pumpe 10 und geeignete Schaltung der Durchlaufventile durch die Kühleinrichtung 32 durchgepumpt und auf diese Weise rasch auf eine Kühltemperatur von beispielsweise 70° C abgekühlt, so das s eine weitere Isomerisierung nicht mehr erfolgt. Durch den in Fig . 1 1 bis Fig. 14 dargestellten Wärmebehandlungs- und Kühlprozes s werden die in der Suspension 33 enthaltenen α-Säuren in für die Herstellung von Bier gewünschten Iso- a-Säuren umgesetzt. Nach Ende der in Fig. 14 dargestellten Abkühlung der Suspension kann eine Abfilterung der in der Suspension befindlichen Feststoffe erfolgen, um die Brauflüssigkeit mit den darin enthaltenen Iso-a-Säuren geeignet weiterverwenden zu können. Für die Abfilterung der Feststoffe kann die Suspension beispielweise aus dem Puffergefäß 30 wieder in den Schwebebettextraktor 29 übergepumpt und dann die Filtrierung entsprechend der Vorgehensweise gemäß Fig . 8 durchgeführt werden. Aber auch andere Filtrationsverfahren zur Abfilterung der Feststoffe aus der in der Suspension 33 im Puffergefäß 30 enthaltenen Brauflüs sigkeit sind selbstverständlich denkbar. In beiden dargestellten Ausführungen der Erfindung wurde der isomeri- sierte Inhalt des Schwebebettextraktors bzw. des Puffergefäßes in den Gärtank geleitet. Natürlich kann der Inhalt auch in ein beliebiges Gefäß oder an einer beliebigen Stelle im Sudhausbereich (z.B . in die

Würzepfanne) eingeleitet werden . Es kann also die Suspension auch alternativ oder additiv zur Hopfengabe bei der Würzebereitung verwendet werden. Auch die weitere Pufferung in einem weiteren Puffergefäß ist denkbar, da somit zeitliche Versätze zwischen Herstellung der isome- risierten Suspension und deren Verwendung bes ser abgepuffert werden können. Auch diese Verwendung im Sudhaus spart Kosten bei der Bitterstoffgabe bei der Bierbereitung .

Fig. 15 zeigt eine dritte Ausführungsform 34 zur Extraktion von Aromastoffen aus pflanzlichen Aromaträgern. Die Vorrichtung 34 unterscheidet sich von der Vorrichtung 0 1 wiederum dahingehend, das s an dem Schwebebettextraktor 29 der Vorrichtung 34 anders als beim

Schwebebettextraktor 09 kein Heizelement vorhanden ist. Stattdessen ist in der Vorrichtung 34 der Schwebebettextraktor 29 über eine Transferleitung 35 mit einem Sudhausgefäß 36 verbunden. Die Heizeinrichtungen des Sudhausgefäßes 36, in dem Würze gekocht wird, sind in Fig . 15 nicht dargestellt.

Der in Fig. 15 dargestellte Prozesszustand der Vorrichtung 34 entspricht dem in Fig. 7 dargestellten Prozes szustand der Vorrichtung 01 . Das heißt, die Lösung der Aromastoffe aus den Aromaträgern durch Verwendung des Schwebebettextraktors 29 ist bereits abgeschlos sen. Danach werden die Feststoffanteile durch Betrieb des Mischorgans 17 gleichmäßig in der Brauflüssigkeit verteilt.

Danach wird die im Schwebebettextraktor 29 enthaltene Suspension 33 durch Antrieb einer Pumpe 37 und durch geeignete Schaltung der Absperrventile in das Sudhausgefäß 36 übergepumpt und dort mit Würze gemischt, die noch gekocht werden mus s . Die Suspension 33 wird dann bei der Würzekochung im Sudhausgefäß 36 erhitzt und isomerisiert.