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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS FOR PRODUCING FINE POLYMER PARTICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162175
Kind Code:
A1
Abstract:
Apparatus for producing fine polymer particles from a polymer melt comprising an extrusion means (1) having an elongate or round spray head (2) for producing a spray stream from process air and the polymer particles and a suction means (8) for receiving the spray stream and for collecting the polymer particles, wherein the suction means (8) with an aspiration shaft opening (9) open to the environment is held directly against an underside of the spraying head (2) and wherein the aspiration shaft opening (9) below the spray head (2) forms an inlet zone (11) directly connected to an aspiration shaft (10) and at least one deflection zone (13) for shielding and deflecting the spray stream.

Inventors:
WAWRA, Thorsten (Tröndelweg 3, Kiel, 24148, DE)
Application Number:
EP2019/053635
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 14, 2019
Export Citation:
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Assignee:
OERLIKON TEXTILE GMBH & CO. KG (Leverkuser Strasse 65, Remscheid, 42897, DE)
International Classes:
B29B9/10; B01J2/04; B29B9/06; B29B9/12
Foreign References:
DE10339545A12005-03-24
DE10302979A12004-08-05
US6171433B12001-01-09
US5055240A1991-10-08
US9321207B22016-04-26
EP1930071A12008-06-11
US20130234357A12013-09-12
US9321207B22016-04-26
Attorney, Agent or Firm:
NEUMANN, Ditmar (KNH Patentanwälte Neumann Heine Taruttis PartG mbB, Postfach 103363, Düsseldorf, 40024, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpartikeln aus einer Po- lymerschmelze mit einer Extrusionseinrichtung (1), die einen längli- chen oder runden Sprühkopf (2) zum Erzeugen eines Sprühstromes aus einer Prozessluft und den Polymerpartikeln aufweist, und eine Saugein- richtung (8) zum Aufnehmen des Sprühstromes und zum Einsammeln der Polymerpartikel, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugeinrichtung (8) mit einer zur Umgebung offenen Absaugschachtöffnung (9) direkt an einer Unterseite des Sprühkopfes (2) gehalten wird und dass die Ab- saugschachtöffnung (9) unterhalb des Sprühkopfes (2) eine Einlasszone (11) mit direkter Verbindung zu einem Absaugschacht (10) und zumin- dest eine Umlenkzone (13) zur Abschirmung und Umlenkung des Sprühstroms bildet.

2. Vorrichtung nach Anspmch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- lasszone (11) im mittleren Bereich der Absaugschachtöffnung (9) aus- gebildet ist und durch die sich gegenüberliegenden Umlenkzonen (13) eingeschlossen ist.

3. Vorrichtung nach Anspmch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der

Absaugschacht (10) unterhalb der Einlasszone (11) als einen Diffusor (19) ausgebildet ist.

4. Vorrichtung nach Anspmch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dif- fusor (19) zweistufig mit einem Einlassöffnungswinkel und einem Aus- lassöffnungswinkel ausgebildet ist, wobei der Einlas söffnungswinkel kleiner ist als der Auslassöffnungswinkel.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich- net, dass die Umlenkzone (13) durch ein der Absaugschachtöffnung (9) im Abstand zugeordneten Trennblech (14) nach unten hin begrenzt ist, wobei das Trennblech (14) eine ansteigende Trennblechrampe (14.1) in

Richtung der Einlasszone (11) bildet.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Längsseiten der Einlasszone (11) jeweils eine der Trennblechrampen (14.1) ausgebildet ist und dass die Trennblechrampen (14.1) sich spie- gelsymmetrisch gegenüber liegen.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich- net, dass die Einlasszone (11) und die gegenüberliegenden Umlenkzo- nen (13) seitlich durch mehrere Siebwandungen (16.1) begrenzt sind, die innerhalb der der Absaugschachtöffnung (9) als ein Siebrahmen (16) gehalten sind und gasdurchlässig ausgeführt sind.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite (18) des Sprühkopfes (2) und einer Ober- seite (16.2) des Siebrahmens (16) eine oder mehrere Dichtungen (17) angeordnet sind.

9. Vorrichtung nach Anspmch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sieb- rahmen (16) sich im Bereich der Umlenkzonen (13) an den Trennble- chen (14) abstützt.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeich- net, dass der Absaugschacht (10) höhenverstellbar ausgebildet ist, wo- bei zwischen den Wandungen (15) der Absaugschachtöffnung (9) und der Unterseite (18) des Sprühkopfes (2) jeweils ein Luftspalt (20) aus- gebildet ist.

Description:
Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpartikeln

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von feinen Poly- merpartikeln aus einer Polymerschmelze gemäß dem Oberbegriff des An- Spruchs 1.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpar- tikeln aus einer Polymerschmelze ist beispielsweis aus der US 9,321,207 B2 bekannt.

Bei der bekannten Vorrichtung wird über eine Extrusionseinrichtung ein Polymer aufgeschmolzen und mittels eines Sprühkopfes zu feinen Poly- merpartikeln extrudiert. Hierzu wird eine erwärmte Prozessluft genutzt, die dem Sprühkopf zur Erzeugung eines hochenergetischen Sprühstromes zuge- führt wird. Der Sprühstrom wird anschließend von einer Saugeinrichtung aufgenommen, um die Polymerpartikel einsammeln zu können. Zur Abküh- lung wird dabei unterhalb des Sprühkopfes eine Sekundärluft aus der Um gebung genutzt, die die erforderliche Abkühlung der Polymerpartikel er- möglicht. In Praxis hat sich nun gezeigt, dass die auf den Sprühstrom ein- wirkende Sekundär luft in den Randbereichen Verwirbelungen erzeugt, die zu einer Aufweitung des Sprühstromes führt. Bei der bekannten Vorrich- tung wurden daher vertikale Überlappungsbereiche zwischen den Sprüh- strom und dem Sekundärluftstrom erzeugt, um das Einfangen der feinen Polymerpartikel zu ermöglichen. Damit ist jedoch eine Abbremsung und Verlangsamung des Sprühstromes nur bedingt möglich, so dass unzu- reichende Kühleffekte erreicht werden. Darüberhinaus werden sehr lang ausgeprägte Führungsstrecken des Sprühstromes und der Sekundärluft be- nötigt. Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpartikeln aus einer Polymerschmelze derart auszubilden, dass einerseits eine ausreichende Kühlung der Polymerpartikel auf kurzen Strecken und andererseits ein sicheres Einsammeln der Polymerpartikel und Aufnehmen des Spülstromes möglich wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Saugeinrich- tung mit einer zur Umgebung offenen Absaugschachtöffnung direkt an ei- ner Unterseite des Sprühkopfes gehalten wird und dass die Absaugschach- töffnung unterhalb des Sprühkopfes eine Einlasszone mit direkter Verbin- dung zu einem Absaugschacht und zumindest eine Umlenkzone zur Ab- schirmung und Umlenkung des Sprühstromes bildet. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen der Unteransprüche definiert.

Die erfmdungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpar- tikeln besitzt den besonderen Vorteil, dass die Saugeinrichtung unmittelbar an der Unterseite des Sprühkopfes angeordnet werden kann, so dass lange Übergangsstrecken vermieden werden. Dabei wird die Sekundärluft unter- halb des Sprühkopfes in einer Umlenkzone geführt, die eine Strömungsfüh- rung unmittelbar in die Einlasszone und damit unmittelbar in den Sprüh- strom bewirkt. So können einerseits die Kühleffekte der Sekundärluft bes- ser genutzt werden und zum anderen ein Aufweiten des Sprühstromes ver- hindert werden.

Zur effektiven Herstellung von Polymerpartikeln werden bevorzugt längli- che Sprühköpfe eingesetzt, die mehrere Reihen von Sprühdüsen aufweisen. Um hierbei den länglichen Sprühstrom gleichmäßig führen und kühlen zu können, ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei wel cher die Einlasszone im mittleren Bereich der Absaugschachtöffnung aus- gebildet ist und bei welchem die Einlasszone durch die sich gegenüberlie- genden Umlenkzonen eingeschlossen ist. So lässt sich die Sekundärluft zu beiden Längsseiten des Sprühstromes gleichmäßig zuführen.

Bei der Herstellung von Polymerpartikeln mit rundem Sprühkopf ist die Einlasszone bevorzugt konzentrisch zu dem Sprühstrom ausgebildet, so dass die Sekundärluft radial allseits zuführbar ist.

Um den mit hoher Strömungsenergie austretenden Sprühstrom in möglichst kurzer Laufstrecke abbremsen zu können, ist desweiteren vorgesehen, dass der Absaugschacht unterhalb der Einlasszone als ein Diffusor ausgebildet ist. So tritt eine vorteilhafte Abbremsung des Sprühstromes auf.

Hierbei hat sich insbesondere die Weiterbildung der Erfindung bewährt, bei welcher der Diffusor zweistufig mit einem Einlassöffnungswinkel und ei- nem Auslassöffnungswinkel ausgebildet ist, wobei der Einlassöffnungswin- kel kleiner ist als der Auslassöffnungswinkel. Damit wird eine abrupte Strömungsänderung des Sprühstromes unmittelbar unterhalb des Sprühkop- fes vermieden.

Die Luftführung innerhalb der Umlenkzone wird bevorzugt dadurch er- reicht, dass die Umlenkzone durch ein der Abzugsschachtöffnung im Ab- stand zugeordnetes Trennblech nach unten hin begrenzt ist, wobei das Trennblech eine ansteigende Trennblechrampe in Richtung der Einlaufzone bildet. So ist die parallele Fühmng des Sprühstromes und des Sekundärluft- stromes auf eine Länge begrenzt, die durch einen Abstand zwischen dem Sprühkopf und dem Trennblech begrenzt ist. Durch eine zur Mitte des Sprühkopfes hin ansteigende Trennblechrampe wird eine vorteilhafte Füh- rung des Sekundärluftstromes in Richtung der Einlasszone bewirkt. Um einen länglich ausgebildeten Sprühstrom zu beiden Längsseiten gleichmäßig durch den Sekundärluftstrom beeinflussen zu können, ist zu beiden Längsseiten der Einlasszone jeweils eine der Trennblechrampen ausgebildet, wobei die Trennblechrampen sich vorzugsweise spiegelsym- metrisch gegenüberliegen.

Damit die Luftführung möglichst ohne Turbulenzen erfolgt, ist die Weiter- bildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei welcher die Einlasszone und die gegenüberliegenden Umlenkzonen seitlich durch Siebwandungen begrenzt sind, die innerhalb der Absaugschachtöffnung als ein Siebrahmen gehalten und gasdurchlässig ausgeführt sind. So ist ein Luftaustausch durch die Siebwandungen ungehindert möglich. Die Siebwandungen weisen dabei vorzugsweise eine Porengröße auf, die das Austreten von Polymerpartikeln verhindern. Insoweit lässt sich der Siebrahmen direkt unterhalb des Sprüh- kopfes anordnen.

Um ein sicheres Eintreten des Sprühstromes in die Absaugschachtöffnung zu ermöglichen, ist desweiteren vorgesehen, dass zwischen der Unterseite des Sprühkopfes und einer Oberseite des Siebrahmens ein oder mehrere Dichtungen angeordnet sind. So lässt sich über den Siebrahmen eine Ein- trittszone definierten, die den kompletten Sprühstrom des Sprühkopfes er- fasst. In Blasrichtung wird der Siebrahmen bevorzugt durch die Trennble- che der Absaugschachtöffnung abgestützt. Insoweit wird der Einlass des Absaugschachtes durch den Siebrahmen vorteilhaft umschlossen. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Absaugschacht höhenverstellbar ausgebildet, wobei zwischen den Wandun- gen der Absaugschachtöffnung und der Unterseite des Sprühkopfes jeweils ein Luftspalt ausgebildet ist. Damit lässt sich einerseits die Menge an zu- fließender Sekundärluft begrenzen und andererseits ist der Sprühkopf im Fall einer Wartung ungehindert zugänglich.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend anhand eines Ausfüh- rungsbeispiels näher erläutert.

Es stellen dar:

Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von feinen Po- lymerpartikeln

Fig. 2 schematisch eine Querschnittsansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1

Fig. 3 schematisch eine Ansicht eines Siebrahmens des Ausführungsbei- spiels aus Fig. 1 und 2

Fig. 4 schematisch eine Draufsicht vom Einlass des Absaugschachtes bei länglichem Sprühkopf

Fig. 5 schematisch eine Draufsicht vom Einlass des Absaugschachtes bei rundem Sprühkopf In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpartikeln aus einer Poly- merschmelze schematisch in mehreren Ansichten dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels und Fig. 2 ist eine Quer- schnittsansicht der in Fig. 1 dargestellten Längsseite gezeigt. Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgen- de Beschreibung für beide Figuren.

Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Extrusionseinrichtung 1, die einen Extruder 3, eine Pumpe 4 und einen Sprühkopf 2 aufweist. Der Sprühkopf 2 ist über einen Schmelzezulauf 5 mit der Pumpe 4 verbunden, die über eine Rohrleitung mit dem Auslass des Extruders 3 gekoppelt ist. An dem Sprüh- kopf 2 ist eine Prozessluftzuführung 6 angeordnet, die mit einer hier nicht dargestellten Prozessluftquelle verbunden ist.

Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, weist der Sprühkopf 2 an sei- ner Unterseite 18 mehrere Sprühdüsen 7 auf, die jeweils eine mittlere Ka- pillare und ein Luftkanal aufweisen. Die Sprühdüsen 7 sind in mehreren Reihen nebeneinander an der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 angeordnet.

Unterhalb des Sprühkopfes 2 ist eine Saugeinrichtung 8 angeordnet. Die Saugeinrichtung 8 ist aus einem beweglichen Saugstutzen 21 und einem stationären Saugkanal 22 gebildet, die ineinander greifen. Wie aus der Dar- stellung in Fig. 1 hervorgeht, sind an dem Saugkanal 22 mehrere Kolbenzy- lindereinheiten 23 angeordnet, die jeweils mit einem verfahrbaren Kolben mit dem Saugstutzen 21 verbunden sind. Insoweit lässt sich der Saugstutzen 21 durch die Kolbenzylindereinheiten 23 in vertikaler Richtung hin- und herschieben. Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Situation ist der Saugstutzen 21 in ei- ner Betriebsstellung unterhalb des Sprühkopfes 2 angeordnet.

Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, weist der Saugstutzen 21 an einem dem Sprühkopf 2 zugewandten Ende eine Absaugschachtöffnung 9 auf. Die Absaugschachtöffnung 9 ist in kurzem Abstand zu der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 gehalten und bildet somit einen Luftspalt 20, durch welchen ein aus der Umgebung generierter Sekundär luftstrom in die Ab- saugschachtöffnung 9 eintreten kann.

Die Absaugschachtöffnung 9 weist im mittleren Bereich einen Absaug- schacht 10 auf, der mit einem Einlass 12 im Abstand zu der Absaugöffnung 9 ausgebildet ist. Der Bereich zwischen dem Einlass 12 des Absaugschach- tes 10 und der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 ist hier als Einlasszone be- zeichnet. Die Einlasszone unterhalb des Sprühkopfes 2 ist mit dem Bezugs- zeichen 11 gekennzeichnet.

Die Einlasszone 11 wird zu beiden Längsseiten jeweils durch eine Umlenk- zone 13 gegenüber der Umgebung abgeschirmt. Die Umlenkzonen 13 er- strecken sich hierbei in vertikaler Richtung zwischen der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 und einem Trennblech 14, das spiegelsymmetrisch an beiden Längsseiten innerhalb der Schachtwandungen 15 des Saugstutzens 21 an- geordnet sind. Die Trennbleche 14 bilden jeweils eine Trennblechrampe 14.1, die in Richtung des Sprühkopfes 2 ansteigend ausgebildet sind und sich bis zum Einlass 12 des Absaugschachtes 10 erstrecken.

Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, wird in diesem Ausführungs- beispiel die Einlasszone 11 und die Umlenkzonen 13 durch mehrere Sieb- wandungen 16.1 eines Siebrahmens 16 begrenzt. Der Siebrahmen 16 ist gegenüber der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 und gegenüber dem Einlass 12 des Absaugschachtes 10 offen ausgeführt. Insoweit sind nur die Längs- seiten und die Querseiten durch eine der Siebwandungen 16.1 begrenzt. In Fig. 3 ist hierzu eine Ansicht des Siebrahmens 16 dargestellt, wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ausgeführt. Der Siebrahmen 16 stützt sich an der Unterseite des Sprühkopfes 2 und an den Trennblechen 14 des Saugstutzens 21 ab.

Wie aus der Darstellung in Fig. 4 hervorgeht, umschließt der Siebramen 16 den länglichen Einlass 12 des Absaugschachtes 10. In Fig. 4 ist eine Drauf- sicht vom Einlass 12 des Absaugschachtes 10 gezeigt. Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, ist zwischen der Unterseite 18 des Sprühkopfes 2 und einer Oberseite 16.2 des Siebrahmens 16 eine oder mehrere Dichtungen 17 je nach Ausführung angeordnet. Hierbei sind so- wohl die Längsseiten als auch die Querseiten des Siebrahmens 16 zur Um gebung hin abgedichtet.

Die Siebwandungen 16.1 des Siebrahmens 16 sind gasdurchlässig ausge- führt, wobei die in dem Siebrahmen 16 gewählte Porengröße kleiner ist als die durch den Sprühkopf 2 hergestellten Polymerpartikel. Wie aus der Darstellung in Fig. 2 weiter hervorgeht, weist der Absaug- schacht 10 einen Diffusor 19 auf, der durch eine erste Diffusorstufe 19.1 und eine zweite Diffusorstufe 19.2 gebildet ist. Die erste Diffusorstufe weist einen Einlassöffnungswinkel auf, und die zweite Diffusorstufe einen Auslassöffnungswinkel auf. Dabei ist der Einlassöffnungswinkel der ersten Diffusorstufe 19.1 kleiner ausgeführt als der Auslassöffnungswinkel der zweiten Diffusorstufe 19.2. Die zweite Diffusorstufe 19.2 mündet in den Saugkanal 22. Zwischen dem Saugkanal 22 und dem Saugstutzen 21 ist zu beiden Längs- seiten sowie zu den hier nicht dargestellten Querseiten jeweils eine Roll- dichtung 24 angeordnet, so dass kein Luftaustausch stattfmden kann. Die Funktion der erfmdungsgemäßen Vorrichtung wird nachfolgend unter Hinweis auf die Figuren 1 und 2 näher erläutert. Zunächst wird ein Polymer oder ein Polymergemisch durch den Extruder 3 aufgeschmolzen. Die Poly- merschmelze wird durch die Pumpe 4 dem Sprühkopf 2 unter einem Über- druck zugeführt. Innerhalb des Sprühkopfes 2 wird die Polymerschmelze gemeinsam mit einer erwärmten Prozessluft durch die Sprühdüsen 7 als ein Sprühstrom ausgestoßen. Der Sprühstrom enthält somit die vorzugsweise erwärmte Prozessluft und die dabei gebildeten Polymerpartikel. Der Sprüh- strom tritt unmittelbar unterhalb des Sprühkopfes 2 in die Einlasszone 11 ein. Durch den Sprühstrom wird aufgrund einer Sogwirkung ein Sekundär- luftstrom aus der Umgebung angesogen. Der Sekundärluftstrom gelangt über den Luftspalt 20 in das Innere der Absaugschachtöffnung 9 und tritt durch die Siebwandungen 16.1 in die Umlenkzonen 13 ein. Der vertikal ausgerichtete Sprühstrom reißt den Sekundärluftstrom mit sich, wobei der in den Umlenkzonen 13 ausgerichtete Luftstrom durch die Trennbleche 14 und die Trennblechrampe 14.1 gebremst werden. Insbesondere die Trenn- blechrampen 14.1 bewirken eine Strömungsumlenkung hin zur Einlasszone 11. Insoweit wird die Randströmung, die sich aus der Sekundärluft aus der Umgebung und ein Teil der Prozessluft aus dem Sprühkopf bildet zurück in die Einlasszone 11 geführt. Die Einlasszone 11 mündet unmittelbar in den Einlass 12 des Absaugschachtes 10. Der in den Einlass 12 eintretende Sprühstrom durchläuft den Diffusor 19, so dass ein Verlangsamung des Sprühstromes nach der ersten Diffusorstufe 19.1 und nach der zweiten Dif- fusorstufe 19.2 eintritt. Der Sprühstrom mit der Prozessluft und den Poly- merpartikeln trifft gemeinsam mit verlangsamter Strömungsgeschwindig- keit in den Saugkanal 22 um dann anschließend in einer hier nicht näher dargestellten Sammeleinrichtung die Polymerpartikel aufzunehmen und abzuführen. Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 basiert auf einem länglichen Sprühkopf. Grundsätzlich gilt der Aufbau und die Funktion auch für einen runden Sprühkopf, bei welchem die Sprühdüsen in einem mittlerne Bereich des Sprühkopfes angeordnet sind. In diesem Fall ist dem Sprühkopf ein zy- lindrischer Absaugschacht mit einem runden Einlass zugeordnet. In Fig. 5 ist schematisch eine Draufsicht der Einlassöffnung 12 des Absaugschachtes 10 bei einem runden Sprühkopf gezeigt.

Dem Einlass 12 des Absaugschachtes 10 ist ein hohlzylindrischer Siebrah- men 16 vorgeordnet, um die Einlasszone 11 zu bilden. In diesem Fall lässt sich die Sekundärluft konzentrisch dem zentralen Sprühstrom zuführen.

Die über die Einlasszone 11 durch den Siebrahmen 16 zugeführte Sekun- därluft lässt sich für die weitre Behandlung insbesondere der Abkühlung der Polymerpartikel konditioniert zuführen. So könnte die Sekundärluft temperiert, beschleunigt oder befeuchtet sein, um die Ausbildung der Poly- merpartikel zu verbessern.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von feinen Polymerpar- tikeln ist somit besonders geeignet, um sehr feine Polymerpartikel sicher aufzunehmen, ohne dass diese in die Umgebung gelangen. Während des Prozesses werden alle Polymerartikel sicher aufgenommen und abgeführt. Eine Rückströmung ist durch die Diffusorausbildung des Absaugkanals nicht möglich. Insbesondere durch die Ausgestaltung der Absaugschach- töffnung werden bereits unmittelbar unterhalb des Sprühkopfes im Bereich der Sekundärluftzuführung vermieden, dass Polymerpartikel in die Umge- bung gelangen können. Die Rückführung der Luftströmung im Bereich der Umlenkzonen begünstigt somit die Aufnahme und Abfuhr der Polymerpar- tikel über den Einlass 12 des Absaugschachtes 10.