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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS FOR SEPARATING FLAT ARTICLES BY MEANS OF TWO LATERALLY OFFSET SEPARATORS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/023504
Kind Code:
A1
Abstract:
The solution-specific apparatus comprises a first separator and a second separator. The two separators are connected in series. The apparatus is configured such that each article which is to be separated runs through the first separator first of all and then the second separator. Each separator is configured in order that a plurality of partially overlapping articles are drawn apart from one another, in an upright drawing-apart plane in each case, and thus separated. There is a lateral offset (V) between the two separators. This also gives rise to a spacing between the two drawing-apart planes.

Inventors:
SCHWARZBAUER, Michael (Stifterstraße 47, Konstanz, 78467, DE)
SCHERERZ, Holger (Marienberg Str. 34, Rehfelde, 15345, DE)
VOSS, Frank (Mirower Str. 163, Berlin, 12623, DE)
Application Number:
EP2010/061342
Publication Date:
March 03, 2011
Filing Date:
August 04, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
SCHWARZBAUER, Michael (Stifterstraße 47, Konstanz, 78467, DE)
SCHERERZ, Holger (Marienberg Str. 34, Rehfelde, 15345, DE)
VOSS, Frank (Mirower Str. 163, Berlin, 12623, DE)
International Classes:
B65H3/46; B07C1/04; B65H3/04
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Vereinzeln von flachen Gegenständen, wobei jeder Gegenstand sich in einer Gegenstandsebene er- streckt, die Vorrichtung

- einen ersten Vereinzeier und

- einen zweiten Vereinzeier umfasst, jeder Vereinzeier jeweils ein Mitnahmeelement (10.1, 10.2) und ein Rückhalteelement (2, 7) aufweist, die beiden Vereinzeier in Reihe geschaltet sind, die Vorrichtung so ausgestaltet ist, dass jeder Gegenstand zunächst den ersten Vereinzeier und dann den zweiten Vereinzeier durchläuft und die Vorrichtung dabei jeden Gegenstand zwischen dem jeweiligen Mitnehmerelement (10.1, 10.2) und dem jeweiligen Rückhalteelement (2, 7) jedes Vereinzelers hindurch zu transportieren, und jeder Vereinzeier dazu ausgestaltet ist,

— das jeweilige Mitnehmerelement (10.1, 10.2) relativ zum Rückhalteelement (2, 7) dieses Vereinzelers zu bewegen und

— mehrere Gegenstände, die sich wenigstens teilweise

überlappen, in jeweils einer Auseinanderzieh-Ebene parallel zu den Gegenstandsebenen auseinanderzuziehen und dadurch zu vereinzeln, wobei die beiden Vereinzeier so angeordnet sind, dass die beiden Auseinanderzieh-Ebenen senkrecht auf der Horizontalen stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzeier so angeordnet sind,

dass zwischen den beiden Vereinzeiern ein seitlicher Versatz auftritt, so dass zwischen den beiden Auseinanderzieh-Ebene ein Abstand (V) auftritt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Vereinzeier ein ortsfestes Ablenkelement (7.1) umfasst, das Ablenkelement (7.1) so angeordnet ist, dass das Ablenkelement (7.1) einen in der Auseinanderzieh- Ebene des ersten Vereinzelers befindlicher Gegenstand in die Auseinanderzieh-Ebene des zweiten Vereinzelers umlenkt, wenn der Gegenstand vom ersten Vereinzeier zum zweiten Ve- reinzeler transportiert wird.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass

der zweite Vereinzeier ein Endlos-Förderband (10.2) um- fasst und das Endlos-Förderband (10.2) so angeordnet ist, dass das Endlos-Förderband (10.2) einen in der Auseinanderzieh-Ebene des ersten Vereinzelers befindlicher Gegens- tand in die Auseinanderzieh-Ebene des zweiten Vereinzelers umlenkt, wenn der Gegenstand vom ersten Vereinzeier zum zweiten Vereinzeier transportiert wird.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung dazu ausgestaltet ist, jeden zu vereinzelnden Gegenstand auf einer Transportbahn zu transportie- ren, wobei diese Transportbahn zwischen den Mitnehmerelementen (10.1, 10.2) und den Rückhalteelementen (2, 7) hindurch verläuft, und das Transportelement (10.1) des ersten Vereinzelers auf einer anderen Seite dieser Transportbahn als das Transportelement (10.2) des zweiten Vereinzelers angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Vereinzeier zusätzlich jeweils ein Vorziehelement (3, 8) aufweist und die beiden Vereinzeier so angeordnet sind, dass ein flacher Gegenstand - zunächst zwischen dem Mitnahmeelement (10.1) und dem Rückhalteelement (2) des ersten Vereinzelers hindurch transportiert wird,

— dann das Vorziehelement (3) des ersten Vereinzelers erreicht, dann zwischen dem Mitnahmeelement (10.2) und dem Rückhalteelement (7) des zweiten Vereinzelers hindurch transportiert wird und dann das Vorziehelement (8) des zweiten Vereinzelers erreicht .

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Vereinzeier so angeordnet sind, dass die Auseinanderzieh-Ebene des ersten Vereinzelers parallel zur Auseinanderzieh-Ebene des zweiten Vereinzelers liegt.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Vereinzeier so angeordnet sind, dass die Auseinanderzieh-Ebene des ersten Vereinzelers und die Auseinanderzieh-Ebene des zweiten Vereinzelers in einem spitzen Winkel aufeinander stoßen.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass

die Gerade, in der die beiden Auseinanderzieh-Ebenen zusammen stoßen, senkrecht auf der Horizontalen steht.

9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerade, in der die beiden Auseinanderzieh-Ebenen zusammenstoßen, horizontal verläuft.

Description:
Beschreibung

VORRICHTUNG ZUM VEREINZELN VON FLACHEN GEGENSTÄNDEN MITTELS ZWEIER SEITLICH VERSETZTER VEREINZELER

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von flachen Gegenständen, insbesondere von flachen Postsendungen,

Eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus EP 1090862 Al bekannt.

In EP 1090862 Al werden eine Vorrichtung und ein Verfahren beschrieben, um flache Postsendungen zu vereinzeln, zu trans- portieren und auszurichten. Eine Zuführeinrichtung („input feed structure 17") mit einem Endlos-Förderband 18 zieht aufrecht stehende Postsendungen von einem Stapel 11 ab, vgl. Fig. 1. Ein erster Vereinzeier („first document singulating apparatus 23") vereinzelt Postsendungen, die sich teilweise überlappen. Dieser erste Vereinzeier 23 besitzt ein Transportelement und ein gegenläufiges Rückhalteelement, vgl. Fig, 2. Flussabwärts vom ersten Vereinzeier 23 ist eine Vorzieheinheit („take away unit 25") mit zwei Vorziehrollen („drive roller 29, idler roller 27"), angebracht. Die Postsendungen durchlaufen den ersten Vereinzeier und anschließend die Vorzieheinheit 25 und erreichen dann eine Ausrichtvorrichtung („aligner Station 31"), die eine Freilaufstrecke in Form eines U-förmigen Transportkanals mit zwei starren Seitenwänden 33, 35 aufweist. Während eine Postsendung entlang der Aus- richtvorrichtung 31 transportiert wird, passiert die Postsendung eine Anordnung mit mehreren Sensoren 105. Jeder Sensor 105 ist z. B. eine Lichtschranke, die von einer Postsendung in der Ausrichtvorrichtung 31 unterbrochen wird. An die Ausrichtvorrichtung 31 schließt sich ein zweiter Vereinzeier („second document singulating apparatus 39") an, der ebenfalls ein Transportelement und ein Rückhalteelement aufweist. Nach dem zweiten Vereinzeier folgt eine zweite Vorzieheinrichtung 41 mit zwei Vorziehrollen 27, 29. In einer Ausgestaltung von EP 1090862 A2 (Fig. 6) befindet sich ein „singulator sensor 105c" auf Höhe des zweiten Ve- reinzelers 39, ein „take away sensor 105d" auf Höhe der zweiten Vorzieheinheit 41. Die Signale von diesen Lichtschranken 105c, 105d werden dazu verwendet, um ein zuführendes Förderband 42a in der Ausrichtvorrichtung 31 zu stoppen oder wieder zu starten.

Auch in US 6,550,764 B2 wird eine Vorrichtung mit zwei in Reihe geschalteten Vereinzeiern, einer Ausrichtvorrichtung und mehreren Lichtschranken 201 bis 231 beschrieben. Die

Lichtschranken 201 bis 231 werden von einer Postsendung unterbrochen. Der erste Vereinzeier wird in einem Start-Stopp- Betrieb abhängig von Lichtschranken-Signalen betrieben.

Eine derartige Vorrichtung mit mehreren Vereinzeiern wird auch in DE 10 2004 037422 B3 beschrieben.

In DE 103 50 623 B3 wird eine Vereinzelungs-Vorrichtung mit mehreren Vereinzelungsstufen beschrieben. Jede Vereinzelungsstufe besitzt jeweils ein angetriebenes Transportelement. Außerdem besitzt die Vereinzelungs-Vorrichtung ein durchge- hendes Rückhalteelement. Das jeweilige Transportelement jeder Vereinzelungsstufe wird relativ zum durchgehenden Rückhalteelement bewegt. Dadurch zieht jede Vereinzelungsstufe Gegenstände, die sich teilweise überlappen, auseinander.

In DE 19608939 Al wird eine Einrichtung zur Vereinzelung und Beschleunigung von Druckprodukten beschrieben. Flache Gegenstände erreichen als Schuppenstrom eine Vereinzelungsbaugruppe und liegen hierbei auf einem Endlos-Förderband (Zuführband 1 von Fig. 3) . Ein Leitblech 18, das sich oberhalb des Zuführbands 1 befindet, hält einzelne flache Gegenstände zu- rück. Ein Paar von Rollenwellen 4a, 4b zieht den jeweils untersten flachen Gegenstand vom Zuführband 1 ab. Diese Rollen 4a, 4b drehen sich mit gleicher Geschwindigkeit in entgegengesetzte Drehrichtungen und schneller als das Zuführband 1 flache Gegenstände zuführt. Die Rollen 4a, 4b klemmen einen flachen Gegenstand zeitweise zwischen sich ein. Ein Bandsys- tem 11 transportiert den abgezogenen flachen Gegenstand ab. Die Endlos-Förderbänder 1, 11 sind in unterschiedlichen Höhen angeordnet, nämlich das Förderband 11 ist etwas tiefer angeordnet als das Förderband 1. Ein flacher Gegenstand, der von dem Förderband 1 abgezogen wird, wird zeitweise um jeweils ein Segment der Mantelfläche der Rollen 4a, 4b herumgeführt, vgl. Fig. 3.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bereitzu- stellen, die mit einer geringeren Fehlerrate als bekannte Vorrichtungen vereinzelt.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Die lösungsgemäße Vorrichtung umfasst einen ersten Vereinzeier und einen zweiten Vereinzeier. Jeder Vereinzeier besitzt jeweils ein Mitnahmeelement und ein Rückhalteelement. Die beiden Vereinzeier sind in Reihe geschaltet. Die Vorrichtung ist so ausgestaltet, dass jeder zu vereinzelnde Gegenstand zunächst den ersten und dann den zweiten Vereinzeier durchläuft.

Jeder Vereinzeier ist dazu ausgestaltet, das Mitnehmerelement relativ zum Rückhalteelement zu bewegen. Jeder zu vereinzelnde Gegenstand wird zwischen dem Mitnehmerelement und dem Rückhalteelement hindurch transportiert. Jeder Vereinzeier vermag mehrere Gegenstände, die sich teilweise überlappen, in jeweils einer Auseinanderzieh-Ebene auseinanderzuziehen und dadurch zu vereinzeln. Die beiden Auseinanderzieh-Ebenen stehen beide senkrecht auf der Horizontalen. Zwischen den beiden Vereinzeiern tritt ein seitlicher Versatz auf. Dadurch tritt auch zwischen den beiden Auseinanderzieh- Ebenen ein Abstand auf.

Lösungsgemäß stimmen also die beiden Auseinanderzieh-Ebenen nicht überein, sondern unterscheiden sich voneinander. Die lösungsgemäße Vorrichtung führt insbesondere aus folgendem Grund zu einer verbesserten Vereinzelung mit geringerer Fehlerrate :

Falls zwei sich teilweise überlappende Gegenstände vom ersten Vereinzeier zum zweiten Vereinzeier transportiert werden, so werden die Gegenstände von der ersten Auseinanderzieh-Ebene in die zweite Auseinanderzieh-Ebene abgelenkt, und zwar nacheinander. Zuerst wird die Vorderkante des vorauslaufenden Gegenstands vom zweiten Vereinzeier erfasst, während die Hin- terkante des nachfolgenden Gegenstands noch vom ersten

Vereinzeier erfasst wird. Dadurch können sich die Abstände zwischen den Vorderkanten und/oder den Hinterkanten der Gegenstände verändern, oder ein Abstand zwischen den Gegenständen - gesehen senkrecht auf die Auseinanderzieh-Ebenen - tritt auf. Dies bewirkt, dass der zweite Vereinzeier die Gegenstände leichter vereinzeln kann.

Die lösungsgemäße Vorrichtung bewirkt eine verbesserte Vereinzelung im Vergleich zu einer Vorrichtung, bei der die beiden Vereinzeier in derselben Auseinanderzieh-Ebene verein- zeln. Die lösungsgemäße Vorrichtung erfordert aber fast keinerlei zusätzlichen apparativen Aufwand und nur wenig zusätzlichen Platz .

Um eine bereits vorhandene Vorrichtung mit zwei Vereinzeiern, deren Auseinanderzieh-Ebenen übereinstimmen, zu einer lö- sungsgemäßen Vorrichtung zu machen, reicht es aus, einen der beiden Vereinzeier seitlich zu verschieben, d. h. senkrecht zur Auseinanderzieh-Ebene. Möglich ist auch, den einen Vereinzeier und damit dessen Auseinanderzieh-Ebene um eine senkrechte Drehachse zu drehen. Mit geringem Aufwand lässt sich also eine bereits bestehende zweistufige Vereinzelungsvorrichtung in eine lösungsgemäße Vorrichtung überführen.

Lösungsgemäß stehen beide Auseinanderzieh-Ebenen senkrecht auf der Horizontalen. Die beiden Vereinzeier sind entweder so angeordnet, dass die beiden Auseinanderzieh-Ebenen parallel zueinander angeordnet sind, oder so, dass die beiden Auseinanderzieh-Ebenen in einem Winkel aufeinander stehen und sich in einer Geraden schneiden. Diese Gerade steht dann senkrecht auf der Horizontalen.

Die senkrechten Auseinanderzieh-Ebenen führen dazu, dass die lösungsgemäße Vorrichtung aufrecht stehende Gegenstände ver- einzelt. Dies wiederum bewirkt, dass Partikel, die vom Mitnehmerelement oder vom Rückhalteelement abgerieben werden, oder sonstige Schmutzpartikel an den senkrecht stehenden Gegenständen vorbei nach unten fallen und nicht auf die Gegenstände fallen und mitsamt den Gegenständen zu einer nachfol- genden Verarbeitungseinrichtung transportiert werden oder an den Gegenständen haften bleiben. Außerdem bewirkt die Schwerkraft, dass die zu vereinzelnden Gegenstände sich aufgrund der Schwerkraft an ihren Unterkanten ausrichten lassen.

Die Ausgestaltung jedes Vereinzelers mit Mitnehmerelement und Rückhalteelement führt zu einer besseren Vereinzelungswirkung des Vereinzelers als andere Ausgestaltungen.

Vorzugsweise sind die beiden Vereinzeier - gesehen in die Transportrichtung - beabstandet zueinander. Der Abstand ist aber so gering, dass jeder zu vereinzelnde Gegenstand, der die Vorrichtung mit den beiden Vereinzeiern durchläuft, zu jedem Zeitpunkt von dem ersten Vereinzeier oder von dem zweiten Vereinzeier oder von beiden Vereinzeiern gehalten und ge- fasst wird. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, jeden Gegenstand jederzeit zu fassen, auch wenn der erste Vereinzeier ge- stoppt wird, weil der zweite Vereinzeier gerade einen Doppelabzug beseitigt. Weiterhin lässt sich für jeden Zeitpunkt ermitteln, wo sich welcher Gegenstand befindet.

In einer Ausgestaltung sind die Vereinzeier so angeordnet, dass die beiden Auseinanderzieh-Ebenen parallel zueinander verlaufen und über die gesamte Länge der beiden Vereinzeier hinweg den gleichen Abstand voneinander haben. Diese Ausgestaltung mit parallelen Auseinanderzieh-Ebenen führt zu der geringsten Gefahr, dass Gegenstände beim Transport vom ersten zum zweiten Vereinzeier geknickt oder auf andere Weise be- schädigt werden. In einer anderen Ausgestaltung sind beiden Auseinanderzieh- Ebenen relativ zueinander verdreht und stoßen in einer gedachten Geraden aufeinander. Diese Ausgestaltung mit verdrehten Auseinanderzieh-Ebenen führt oft zu besseren Vereinze- lungsergebnissen, weil ein Gegenstand beim Transport vom ersten Vereinzeier zum zweiten Vereinzeier zusätzlich um eine Drehachse parallel zu dieser Gerade gedreht wird. Die

Schnittgerade verläuft zum Beispiel waagerecht oder senkrecht . In einer Ausgestaltung besitzt der zweite Vereinzeier mindestens ein Endlos-Förderband. Beispielsweise gehören die End- los-Förderbänder zu einem Transportelement, und diese Endlos- Förderbänder werden angetrieben. Das Transportelement wird relativ zu einem Rückhalteelement bewegt, was das Vereinzeln bewirkt. Die ohnehin vorhandenen Endlos-Förderbänder bewirken zusätzlich, dass die Endlos-Förderbänder einen Gegenstand von der ersten in die zweite Auseinanderzieh-Ebene umlenken.

In einer anderen Ausgestaltung besitzt der zweite Vereinzeier mindestens ein ortsfestes Ablenkelement. Beispielsweise gehö- ren die ortsfesten Ablenkelemente zu einem Rückhalteelement des zweiten Vereinzelers . Ein Transportelement des zweiten Vereinzelers wird relativ zum Rückhalteelement bewegt, was das Vereinzeln bewirkt. Das ohnehin vorhandene Rückhalteelement ist so angeordnet, dass es zusätzlich einen Gegenstand von der ersten zu der zweiten Auseinanderzieh-Ebene umlenkt.

Vorzugsweise werden flache Gegenstände durch ein ortsfestes Ablenkelement von der ersten in die zweite Auseinanderzieh- Ebene umgelenkt. Dieses ortsfeste Ablenkelement liegt in der ersten Auseinanderzieh-Ebene und besitzt keine beweglichen Teile, verbraucht keine Energie, erfordert kaum Wartung und verschleißt nur wenig.

In einer anderen Ausgestaltung lenkt mindestens ein Endlos- Förderband die Gegenstände von der ersten in die zweite Auseinanderzieh-Ebene. Das Endlos-Förderband liegt vorzugsweise in der ersten Auseinanderzieh-Ebene und grenzt an die zweite Auseinanderzieh-Ebene an. Ein Gegenstand in der ersten Ausei- nanderzieh-Ebene, der zum zweiten Vereinzeier transportiert wird, stößt mit seiner Vorderkante auf das Endlos-Förderband. Das Endlos-Förderband lenkt den Gegenstand um.

Vorzugsweise gehört dieses Endlos-Förderband zu einem Transportelement des zweiten Vereinzelers . Dieses Transportelement wird relativ zu einem Rückhalteelement des zweiten Vereinzelers bewegt, wodurch der zweite Vereinzeier Gegenstände auseinanderzieht. Das mindestens eine Endlos-Förderband des zweiten Vereinzelers ist ohnehin vorhanden, so dass diese

Ausgestaltung der lösungsgemäßen Vorrichtung keine zusätzlichen Elemente erfordert.

Vorzugsweise ist die Strecke, die ein Gegenstand beim Transport zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement des zweiten Vereinzelers zurücklegt, - gesehen in die Transportrichtung - länger als der längste Gegenstand. Wie lang diese Strecke ist, lässt sich durch entsprechende Ausgestaltung des zweiten Vereinzelers festlegen. Diese Ausgestaltung stellt sicher, dass der zweite Vereinzeier lang genug ist, um zu ermöglichen, dass beim Transport von Gegenständen durch den zweiten Vereinzeier hindurch eine Überlappung rechtzeitig erkannt wird und der zweite Vereinzeier diese Überlappung (Doppelabzug) beseitigen kann. Ein solcher Doppelabzug tritt auf, wenn der erste Vereinzeier diese Gegenstände nicht ver- einzelt hat und die Gegenstände daher überlappend zum zweiten Vereinzeier transportiert werden. Wie lang diese Transportstrecke im zweiten Vereinzeier ist, lässt sich durch eine entsprechende Ausgestaltung des zweiten Vereinzelers festlegen .

Bevorzugt ist der zweite Vereinzeier so ausgestaltet, dass diese Strecke um mindestens 20% länger ist als die Länge des längsten Gegenstands - gesehen in die Transportrichtung -.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei zeigen: Fig. 1 die Vorrichtung des Ausführungsbeispiels in Draufsicht;

Fig. 2 den ersten Vereinzeier in einer Schnittdarstellung in der Ebene A - A von Fig. 1.

Fig. 3 den ersten Vereinzeier der Vorrichtung von Fig. 1 in

Detailansicht mit einer Messanordnung;

Fig. 4 die Detailansicht von Fig. 3 mit einer Messanordnung, die einen Messhebel aufweist.

Im Ausführungsbeispiel wird die lösungsgemäße Vorrichtung eingesetzt, um flache Postsendungen zu vereinzeln. Jede Post- sendung erstreckt sich in einer Gegenstandsebene. Die Postsendungen werden in zufälliger Anordnung zu der Vorrichtung transportiert .

Die Postsendungen werden von einer Sortieranlage mit dem Ziel verarbeitet, die Postsendungen abhängig von ihrer jeweiligen Zustelladresse zu sortieren. Hierfür ist es erforderlich, die Zustelladresse jeder Postsendung zu entziffern und die Postsendung abhängig von der Zustelladresse in eine Sortierendstelle der Sortieranlage auszuschleusen. Die lösungsgemäße Vorrichtung des Ausführungsbeispiels wird eingesetzt, um die Postsendungen so zu vereinzeln, dass die Postsendungen danach ausgerichtet und orientiert werden können, anschließend die jeweilige Zustelladresse entziffert werden kann und die Postsendungen sich richtig ausschleusen lassen.

Die Vorrichtung besitzt zwei in Reihe geschaltete Vereinze- ler. Jeder Vereinzeier umfasst jeweils

— ein Transportelement (Mitnahmeelement) ,

— einen Antrieb für das Transportelement,

— ein Rückhalteelement, - ein Vorziehelement und

— einen Antrieb für das Vorziehelement.

Derselbe Motor kann die Antriebe beider Transportelemente und beider Vorziehelemente antreiben. Vorzugsweise weist aber das Transportelement und das Vorziehelement jedes Vereinzelers jeweils einen eigenen Antrieb auf, damit jeder Vereinzeier separat angesteuert werden kann und separat Postsendungen transportieren oder abstoppen kann.

Die Postsendungen werden zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement des ersten Vereinzelers hindurch, dann vom Vorziehelement des ersten Vereinzelers, anschließend zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement des zweiten Vereinzelers hindurch und abschließend vom Vorziehelement des zweiten Vereinzelers transportiert. Während des Trans- ports liegen sowohl das Transportelement als auch das Rückhalteelement jedes Vereinzelers flächig an der Postsendung an, also über die gesamte Länge der Postsendung oder einen erheblichen Teil der Postsendungs-Länge. Dadurch wird eine bessere Vereinzelung erreicht, als wenn nur zwei Rollen an- liegen.

Sowohl jedes Transportelement als auch jedes Rückhalteelement besitzen eine griffige Oberfläche, so dass zwischen einer Postsendung und dem Transportelement sowie zwischen der Postsendung und dem Rückhalteelement jeweils ein ausreichend gro- ßer Reibungskoeffizient auftritt, und zwar sowohl für die

Haftreibung als auch für die Gleitreibung. Der Begriff „Reibungskoeffizient" wird z. B. in Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, 18. Aufl., Abschnitt B15 definiert. Die Reibungskraft ist gleich dem Produkt aus Querkraft und Reibungs- koeffizient.

Der Reibungskoeffizient zwischen einem Transportelement und einer Postsendung ist größer als der Reibungskoeffizient zwischen einem Rückhalteelement und der Postsendung. Der Reibungskoeffizient zwischen dem Rückhalteelement und der Post- Sendung ist größer als der Reibungskoeffizient zwischen zwei aneinander haftenden Postsendungen.

Jedes Transportelement umfasst im Ausführungsbeispiel mehrere übereinanderliegende Endlos-Förderbänder, die um mindestens zwei Rollen herum geführt ist und im Folgenden „Mitnahme- Förderbänder" genannt wird. Jede dieser Rollen ist drehbar auf einer senkrechten Welle oder einer senkrechten Achse montiert. Vorzugsweise ist genau eine Rolle, um die ein Mitnahme-Förderband eines Transportelements herum geführt ist, an- getrieben, und die anderen Rollen sind als Laufrollen ausgestaltet. Im Ausführungsbeispiel sind alle Mitnahme-Förderbänder eines Transportelements um dieselben drei Rollen herum geführt. Zwischen je zwei übereinanderliegenden Mitnahme- Förderbändern tritt ein Schlitz auf. Im Ausführungsbeispiel umfasst das Rückhalteelement eine

Mehrzahl von ortsfesten Komponenten. Jede dieser Komponenten umfasst ein gerades Element. Dieses gerade Element liegt flächig an einer Postsendung an. Die ortsfesten Komponenten eines Rückhalteelements sind übereinander angeordnet. Um die Komponenten in Position zu halten, liegen die übereinanderliegenden ortsfesten Komponenten auf einem Rechen („rake") einer Bandauflage auf. Diese Bandauflage ist ortsfest montiert, z. B. auf einer Vereinzeler-Grundplatte . Weiterhin umfasst jede ortsfeste Komponente eine gebogene Ablenk- Komponente.

In einer anderen Ausgestaltung umfasst auch jedes Rückhalteelement jeweils mindestens ein Endlos-Förderband, das im Folgenden „Rückhalte-Förderband" genannt wird. Dieses Endlos- Förderband ist um Laufrollen herum geführt, die ebenfalls auf senkrechten Wellen montiert sind.

In einer Ausgestaltung weist jedes Mitnahme-Förderband, also jedes Endlos-Förderband eines Transportelements, Vorsprünge auf, die in korrespondierende Aussparungen des gegenüberliegenden Rückhalteelements eingreifen, beispielsweise in den Schlitz zwischen zwei übereinanderliegenden ortsfesten Kompo- nenten. Diese Vorsprünge und Aussparungen erstrecken sich in Längsrichtung entlang der Transportrichtung und sind z. B. als waagrechte durchgehende Linien ausgestaltet. Möglich ist auch, dass das Rückhalteelement Vorsprünge aufweist, die in Aussparungen des Transportelements eingreifen.

Im Ausführungsbeispiel umfasst das Transportelement jedes Vereinzelers mehrere übereinanderliegende Mitnahme-Förderbänder, die in Schlitze zwischen jeweils zwei übereinanderlie- genden ortsfesten Komponenten des korrespondierenden Rückhal- teelements eingreifen, ohne dass die Mitnahme-Förderbänder und ortsfesten Komponenten sich berühren. Eine Postsendung, die zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement hindurch transportiert wird, erhält dadurch - gesehen in die Transportrichtung - zeitweise eine Kontur in Form einer

Schlangenlinie. Die Mitnahme-Förderbänder und ortsfesten Rückhalte-Komponenten bilden zwei Sägezahnlinien.

In einer Ausgestaltung umfasst jeder Vereinzeier zusätzlich eine Ansaugvorrichtung. Diese Ansaugvorrichtung saugt Luft an. Die Luft strömt durch Aussparungen in jedem Mitnahme- Förderband des Transportelements hindurch und erzeugt einen

Unterdruck. Dieser Unterdruck zieht ein Objekt (eine einzelne Postsendung oder mehrere überlappende Postsendungen) auf die Mitnahme-Förderbänder zu und erhöht die Querkraft und somit die Reibungskraft zwischen jedem Mitnahme-Förderband und der Postsendung, die auf die Postsendung wirkt. Möglich ist auch, dass die Ansaugvorrichtung einen Unterdruck zwischen dem Rückhalteelement und der Postsendung erzeugt.

Im Ausführungsbeispiel ist in jedes Mitnahme-Förderband eine Abfolge von Aussparungen in Form von Löchern eingelassen. Vorzugsweise erstrecken sich diese Aussparungen über die gesamte Länge eines Mitnahme-Förderbands. Eine Ansaugvorrichtung, die an den Mitnahme-Förderbändern anliegt, saugt dann Luft durch diese Aussparungen an, wenn die Aussparungen an einer Ansaugkammer der Ansaugvorrichtung vorbeigeführt wer- den. Durch den Schlitz zwischen zwei benachbarten Mitnahme- Förderbändern wird keine Luft angesogen. Die Transportrollen der Vorziehelemente werden in entgegengesetzte Drehrichtungen angetrieben.

Die Postsendungen werden aufrecht stehend zum ersten Vereinzeier transportiert. Jede flache Postsendung steht also auf einer Kante. Ein Unterflur-Förderband transportiert die aufrecht stehenden Postsendungen in eine Transportrichtung, die parallel zu den Gegenstandsebenen liegt oder senkrecht auf diesen Gegenstandsebenen steht.

In einer Ausgestaltung wird ein Stapel flacher Postsendungen senkrecht zu ihren Gegenstandsebenen auf den ersten Vereinzeier zu transportiert. In einer anderen Ausgestaltung werden die Postsendungen in eine Richtung parallel zu ihren Gegenstandsebenen zum ersten Vereinzeier transportiert, wobei sich in der Regel mehrere Postsendungen teilweise überlappen.

Hierbei ist „Überlappen" in eine Richtung senkrecht zu den Gegenstandsebenen der flachen Postsendungen zu verstehen.

Die Postsendungen, auch die überlappenden, gelangen zwischen das Transportelement und das Rückhalteelement des ersten Ver- einzelers. Das Transportelement des ersten Vereinzelers nimmt überlappende Postsendungen mit. Beispielsweise haften die Postsendungen an den Mitnahme-Förderbändern und werden von dem Rückhalteelement auf das erste Transportelement zu bewegt .

Weil der Reibungskoeffizient zwischen einer Postsendung und dem Rückhalteelement größer ist als der Reibungskoeffizient zwischen zwei überlappenden Postsendungen, zieht der erste Vereinzeier überlappende Postsendungen auseinander. Um dies zu bewirken, bewegt sich das Transportelement schneller als das Rückhalteelement des ersten Vereinzelers, so dass eine Relativgeschwindigkeit des Transportelements relativ zum

Rückhalteelement auftritt. Im Ausführungsbeispiel bewegt das Rückhalteelement sich gar nicht. Weil der Reibungskoeffizient und damit die Reibkraft zwischen einer Postsendung und dem Transportelement noch größer ist, tritt vorzugsweise kein Schlupf zwischen der Postsendung und dem Transportelement auf. Der optional erzeugte Unterdruck verstärkt diese Wirkung.

Jeder Vereinzeier bewirkt dadurch, dass jeder Vereinzeier flache aufrecht stehende Postsendungen in einer senkrechten Auseinanderzieh-Ebene auseinanderzieht. Die jeweiligen Gegenstands-Ebenen der flachen Postsendungen sind parallel zu diesen Auseinanderzieh-Ebenen angeordnet.

Jeder Vereinzeier besitzt im Ausführungsbeispiel weiterhin ein Vorziehelement mit zwei angetriebenen Transportrollen. Die beiden Transportrollen werden mit gleicher Drehgeschwindigkeit in unterschiedlichen Drehrichtungen gedreht. In jedem Berührpunkt bewirken die beiden Transportrollen den gleichen Transportvektor. Diese beiden Transportrollen besitzen je eine griffige Außenfläche und sitzen auf parallelen und ange- triebenen Rollen. Das Vorziehelement ist flussabwärts von dem Transportelement und dem Rückhalteelement des Vereinzelers angeordnet .

Im Ausführungsbeispiel sind die Transportrollen so angefedert, dass Druckfedern die beiden Transportrollen gegeneinan- der drücken, eine Postsendung aber die Transportrollen auseinander zu drücken vermag, wenn die beiden Transportrollen die Postsendung fassen und vorziehen.

Der erste Vereinzeier besitzt weiterhin das erste Vorziehelement mit den beiden Transportrollen, das flussabwärts von dem Transportelement und dem Rückhalteelement angeordnet ist. Eine Postsendung wird zwischen diesen beiden Transportrollen hindurch transportiert, wobei beide Transportrollen die Postsendung zeitweise fassen. Sobald die Vorderkante einer Postsendung von den beiden Transportrollen gefasst wird, werden das Transportelement und das Rückhalteelement gestoppt. Die Transportrollen ziehen eine Postsendung zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement hervor. Falls diese Postsendung teilweise mit einer nachfolgenden Postsendung überlappt, so fassen die Transportrollen nur die vorauslau- fende Postsendung, nicht aber die nachfolgende Postsendung. Die nachfolgende Postsendung wird vom Transportelement und vom Rückhalteelement zurückgehalten. Sobald festgestellt wird, dass die Hinterkante der vorauslaufenden Postsendung die Transportrollen passiert hat, wird mindestens das Trans- portelement wieder gedreht und transportiert die nachfolgende Postsendung auf die Transportrollen zu.

Der erste Vereinzeier arbeitet also in einem Start-Stopp- Betrieb. Das Transportelement wird laufend gestartet und wieder gestoppt. Die Transportrollen des Vorziehelements werden hingegen kontinuierlich gedreht.

Eine Lichtschranke oder ein anderer geeigneter Sensor misst die Ereignisse, dass eine Vorderkante einer Postsendung die beiden Transportrollen des ersten Vereinzelers erreicht hat und dass die Hinterkante die Transportrollen passiert hat. Die Postsendung unterbricht den Lichtstrahl, den der Sender der Lichtschranke ausgesendet hat.

Eine einzelne Postsendung, die vom Transportelement des ersten Vereinzelers transportiert wird, dreht in einer Ausgestaltung das Rückhalteelement mit. In einer anderen Ausgestal- tung bleibt das Rückhalteelement stehen. Zwei überlappende Postsendungen werden hingegen durch das Zusammenwirken des Transportelements und des Rückhalteelements auseinander gezogen .

Der zweite Vereinzeier arbeitet bevorzugt auf die gleiche Weise, solange der zweite Vereinzeier ebenfalls im Vereinzelungs-Modus arbeitet.

Vorzugsweise ist das Transportelement des zweiten Vereinzeier auf der anderen Seite derjenigen Transportbahn, über welche die Postsendungen transportiert werden, angeordnet als das Transportelement des ersten Vereinzelers. Ist also das Transportelement des ersten Vereinzelers - gesehen in die Transportrichtung - links von der Transportbahn angeordnet, so befindet sich das Transportelement des zweiten Vereinzelers rechts von der Transportbahn. Entsprechend sind auch die Rückhalteelemente der beiden Vereinzeier auf unterschiedlichen Seiten der Transportbahn angebracht.

Diese Ausgestaltung bewirkt eine verbesserte Vereinzelung. Möglich ist nämlich folgendes: Zwei Postsendungen überlappen sich teilweise, bevor sie den ersten Vereinzeier erreichen. Die vorauslaufende Postsendung liegt am Rückhalteelement des ersten Vereinzelers an, die nachfolgende Postsendung am

Transportelement des ersten Vereinzelers. Das Transportelement vermag die nachfolgende Postsendung relativ zur voraus- laufenden Postsendung nach vorne zu transportieren und dadurch eine Vereinzelung zu bewirken. Jedoch kann es vorkommen, dass die nach vorne gezogene nachfolgende Postsendung sich in einer Lasche oder einem Sichtfenster oder ähnlichen Komponente der vorauslaufenden Postsendung verhakt und nicht weiter vorgezogen werden kann, so dass der erste Vereinzeier diese beiden Postsendungen nicht zu vereinzeln vermag.

Der zweite Vereinzeier wird hingegen in dieser Konstellation die vorauslaufende Postsendung relativ zur nachfolgenden Postsendung nach vorne ziehen und dadurch die Vereinzelung bewirken. Die Verhakung zwischen den beiden Postsendungen löst sich automatisch dadurch auf, dass der zweite Vereinzeier Kräfte auf einer anderen Seite des Objekts, das aus den verhakten Postsendungen besteht, einleitet als der erste Vereinzeier . In Fig. 1 werden beispielhaft die beiden Vereinzeier gezeigt. Der erste Vereinzeier umfasst das angetriebene erste Transportelement 10.1, das aus mehreren übereinanderliegenden Mitnahme-Förderbändern besteht, und das erste Rückhalteelement 2. Zwei Druckfedern 28.1, 28.2 drücken das erste Rückhalte- element 2 so weit gegen die Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1, dass nur ein vorgegebener Minimal- Abstand zwischen dem Transportelement 10.1 und dem Rückhalteelement 2 verbleibt.

In Fig. 1 werden weiterhin — das erste Vorziehelement 3 mit den beiden Transportrollen 3.1, 3.2, die flussabwärts von dem ersten Transportelement 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 liegen,

— eine Lichtschranke 14 mit einem Sender 14.1 und einem Emp- fänger 14.2 und

— eine Steuerungseinrichtung 5 gezeigt. Eine Postsendung, die vom ersten Transportelement 10.1 transportiert wird, wird von den Transportrollen 3.1, 3.2 gefasst und zum zweiten Vereinzeier transportiert. Die Lichtschranke 14 misst, wann die Vorderkante der Postsendung die Transportrollen 3.1, 3.2 erreicht hat. Vorzugsweise sendet der Sender 14.1 einen Lichtstrahl aus, der sich in derjenigen Ebene befindet, die von den beiden Mittelachsen der Transportrollen 3.1, 3.2 definiert werden. Ein Antriebsmotor 15 dreht die Transportrolle 3.1 oder beide Transportrollen 3.1, 3.2 des ersten Vorziehelements 3. Die Transportrollen 3.1, 3.2 drehen sich in einer Ausgestaltung gleich schnell wie die Mitnahme-Förderbänder des ersten

Transportelements 10.1. Die Steuerungseinrichtung 5 steuert die Antriebsmotoren für die Transportelemente und Vorziehelemente der beiden Vereinzeier an und bewirkt dadurch diesen Start-Stopp-Betrieb. Die Lichtschranken übermitteln Signale an diese Steuerungseinrichtung 5, und die Steuerungseinrichtung 5 verarbeitet diese Signale.

In Fig. 1 sind weiterhin die beiden Auseinanderzieh-Ebenen AE.1, AE .2 dargestellt. Zwischen diesen beiden Auseinanderzieh-Ebenen AE .1 , AE .2 tritt im Ausführungsbeispiel ein seitlicher Versatz V auf. Im Ausführungsbeispiel sind die beiden senkrechten Auseinanderzieh-Ebenen AE.1, AE .2 parallel zueinander angeordnet, so dass der seitliche Versatz V über die gesamte Ausdehnung der Auseinanderzieh-Ebenen AE.1, AE .2 konstant bleibt. Die Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 sind im Ausführungsbeispiel um die drei Rollen 30, 31 und 32 herum geführt. Ein Antriebsmotor 16 dreht die Rolle 32 und damit das erste Transportelement 10.1. Die Steuerungseinrich- tung 5 vermag beide Antriebsmotoren 15, 16 einzuschalten und wieder auszuschalten.

Der erste Vereinzeier umfasst weiterhin eine Ansaugkammer 50. Jedes Mitnahme-Förderband des ersten Transportelements 10.1 wird an einer Öffnung dieser Ansaugkammer 50 vorbeigeführt. Die Ansaugkammer 50 saugt Luft durch diese Öffnung und durch Aussparungen in den Mitnahme-Förderbändern des Transportelements 10.1 ein.

Fig. 2 zeigt im Detail und in der Ebene A - A von Fig. 1, dass das erste Transportelement 10.1 aus mehreren einzelnen übereinander liegenden Mitnahme-Förderbändern besteht. Das erste Rückhalteelement 2 besitzt mehrere übereinander angeordnete ortsfeste Komponenten, zwischen denen der Rechen 27 einer Bandauflage 18 liegt. Die einzelnen Komponenten des ersten Rückhalteelements 2 laufen über je einen Vorsprung des Rechens 27. Das erste Rückhalteelement 2 besitzt Vorsprünge, die an einer Postsendung anliegen.

Die Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 ragen mit einem Abstand C über die Vorsprünge des ersten Rückhalteelements 2 hervor. Das erste Rückhalteelement 2 ist auf der Vereinzeier-Grundplatte 19 montiert. In einer bereits dargelegten Ausführungsform umfasst das erste Rückhalteelement 2 mehrere übereinander angeordnete ortsfeste Komponenten, die auf einem Rechen 27 einer Bandauflage 18 aufliegen. Die Bandauflage 18 ist ortsfest auf der Vereinzeler- Grundplatte 19 montiert.

Die drei Rollen 30, 31, 32, um die die Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 herum geführt sind, sind auf einer Montageplatte 20 montiert. Die Montageplatte 20 ist vorzugsweise dergestalt beweglich montiert, dass ein Stellan- trieb 22 die Montageplatte 20 in eine Verschieberichtung VR senkrecht zur Transportrichtung T und senkrecht zur Transportbahn zu verschieben vermag, vgl. Fig. 1. Die Vereinzeier- Grundplatte 19 ist hingegen ortsfest montiert. Weil sich die Montageplatte 20 relativ zur Vereinzeier-Grundplatte 19 ver- schieben lässt, lässt sich der Abstand zwischen dem ersten Transportelement 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 verändern, wodurch sich eine Abnutzung des ersten Transportelements 10.1 kompensieren lässt.

Vorzugsweise dreht der Stellantrieb 22 mindestens zwei Zahn- riemen, und diese Zahnriemen drehen mindestens zwei Spindeln. Diese Spindeln greifen in korrespondierende Befestigungselemente der Montageplatte 20 ein. Eine Drehung der Spindeln 21 bewirkt, dass die Montageplatte 20 eine Linearbewegung ausführt, und zwar senkrecht zur Transportrichtung T, in die der erste Vereinzeier Postsendungen transportiert. Der Stellantrieb 22 wird von der Steuerungseinrichtung 5 angesteuert und vermag die Spindeln 21 zu drehen.

Der zweite Vereinzeier umfasst die folgenden in Fig. 1 gezeigten Komponenten: - ein angetriebenes Transportelement 10.2 (das zweite Transportelement) in Form mehrerer übereinanderliegende Endlos- Förderbänder,

— einen Antriebsmotor 9 für das zweite Transportelement

10.2, — ein Rückhalteelement 7 (das zweite Rückhalteelement) in

Form mehrerer ortsfester übereinander angeordneten Komponenten,

— ein Vorziehelement 8 mit zwei angetriebenen Transportrollen 8.1, 8.2, — einen Antriebsmotor 33 für die Transportrollen 8.1, 8.2,

— eine Lichtschranke 11 mit einem Sender 11.1 und einem Empfänger 11.2 und

— eine Ansaugkammer 51. Lösungsgemäß ist die Strecke, die eine Postsendung beim

Transport zwischen dem Transportelement und dem Rückhalteelement des zweiten Vereinzelers zurücklegt, - gesehen in die Transportrichtung - länger als eine Postsendung maximaler Länge. In Fig. 1 wird eine Postsendung Ps maximaler Länge gezeigt .

Eine Anordnung mit mehreren Druckfedern 29.1, 29.2 drückt das zweite Rückhalteelement 7 gegen das angetriebene zweite

Transportelement 10.2. Die beiden Transportrollen 8.1, 8.2 des zweiten Vorziehelements 8 ziehen die vereinzelten Postsendungen zwischen dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteelement 7 hervor.

Im Ausführungsbeispiel ist das Transportelement 10.1 des ers- ten Vereinzelers - gesehen in die Transportrichtung T - links von der Förderbahn angeordnet, das Transportelement 10.2 des zweiten Vereinzelers rechts von der Förderbahn.

Der zweite Vereinzeier lässt sich im Ausführungsbeispiel zwischen zwei Modi hin- und herschalten, nämlich einem Vereinze- lungs-Modus und einem Transport-Modus.

Im Ausführungsbeispiel besitzt der zweite Vereinzeier eine Lichtschranke 11 mit einem Sender 11.1 und einem Empfänger 11.2. Diese Lichtschranke 11 stellt fest, ob die Vorderkante eines „Objekts" die Transportrollen 8.1, 8.2 erreicht hat. Mit dem Begriff „Objekt" werden sowohl eine einzelne Postsendung als auch mehrere Postsendungen, die sich teilweise oder ganz überlappen, bezeichnet.

Im Vereinzelungs-Modus arbeitet der zweite Vereinzeier genauso wie der erste Vereinzeier im Start-Stopp-Betrieb. Das zweite Transportelement 10.2 transportiert ein Objekt bis zu den Transportrollen 8.1, 8.2 des zweiten Vorziehelements 8. Sobald die Vorderkante dieses Objekts die Transportrollen 8.1, 8.2 erreicht hat, wird das zweite Transportelement 10.2 gestoppt. Die weiterhin angetriebenen Transportrollen 8.1, 8.2 ziehen die vorauslaufende Postsendung zwischen dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteelement 7 hervor. Das zweite Transportelement 10.2 und das zweite Rückhalteelement 7 halten eine nachfolgende Postsendung zurück. Dadurch werden überlappende Postsendungen auseinander gezogen und voneinander getrennt.

Im Transport-Modus transportiert der zweite Vereinzeier eine Postsendung, ohne gestoppt zu werden und ohne eine vereinzelnde Wirkung auszuüben. Das zweite Transportelement 10.2 transportiert also ein Objekt auch dann weiter, wenn seine Vorderkante die Transportrollen 8.1, 8.2 erreicht hat.

Der zweite Vereinzeier wird solange im Transport-Modus betrieben, bis festgestellt wird, dass der erste Vereinzeier zwei überlappende Postsendungen nicht vollständig vereinzelt hat. Erst dann wird der zweite Vereinzeier in den Vereinzelungs-Modus umgeschaltet und vereinzelt diese überlappenden Postsendungen. Sobald alle diese vereinzelten Postsendungen den zweiten Vereinzeier vollständig verlassen haben, wird der zweite Vereinzeier wieder in den Transport-Modus umgeschal- tet.

Der zweite Vereinzeier wird dann vom Transport-Modus in den Vereinzelungs-Modus umgeschaltet, wenn festgestellt wird, dass ein Objekt im zweiten Vereinzeier aus mehreren überlappenden Postsendungen besteht, und die Vorderkante dieses Ob- jekts, also die Vorderkante der vordersten Postsendung, die Transportrollen 8.1, 8.2 erreicht hat. Dieses Erreichen der Transportrollen 8.1, 8.2 wird von der Lichtschranke 11 festgestellt. Vorzugsweise wird der zweite Vereinzeier genau in diesem Moment des Erreichens umgestaltet. Die vorderste Post- sendung wird noch soweit transportiert, dass die Transportrollen 8.1, 8.2 diese vorderste Postsendung sicher greifen.

Der zweite Vereinzeier wird dadurch vom Transport-Modus in den Vereinzelungs-Modus umgeschaltet, dass die Steuerungseinrichtung 5 den Antriebsmotor 9 des zweiten Transportelements 10.2 stoppt. Dann ziehen die Transportrollen 8.1, 8.2 die vorauslaufende Postsendung zwischen dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteelement 7, die beide gestoppt sind, hervor. Die nachfolgende Postsendung wird vom zweiten Transportelement 10.2 und vom zweiten Rückhalteele- ment 7 zurückgehalten.

Vorzugsweise wird verhindert, dass weitere Postsendungen in den zweiten Vereinzeier transportiert werden, solange der zweite Vereinzeier den erkannten Doppelabzug beseitigt. Dies wird dadurch verhindert, dass zusätzlich der gesamte erste Vereinzeier zeitweise gestoppt wird. Die Steuerungseinrichtung 5 stoppt also die Antriebsmotoren 16 (für das erste Transportelement 10.1) und 15 (für das erste Vorziehelement 3) . Dieses Stoppen des ersten Vereinzelers wird bevorzugt zeitgleich mit dem Schritt durchgeführt, den zweiten Verein- zeler in den Vereinzelungs-Modus umzuschalten. Erst wenn alle zuvor überlappenden Postsendungen den zweiten Vereinzeier vollständig verlassen haben, startet die Steuerungseinrichtung 5 den ersten Vereinzeier wieder. Vorzugsweise schaltet die Steuerungseinrichtung 5 gleichzeitig den zweiten Verein- zeler wieder in den Transportmodus um.

Eine Lichtschranke stellt jenen Zeitpunkt fest, an dem die Hinterkante der vorauslaufenden, nunmehr vereinzelten Postsendung diese Lichtschranke passiert hat und somit eine Lücke zwischen der vorauslaufenden und der nunmehr nachfolgenden Postsendung auftritt. Diese Lichtschranke kann die Lichtschranke 1 oder eine Lichtschranke der weiter unten beschriebenen Lichtschrankenanordnung 4 oder eine weitere Lichtschranke sein, die flussabwärts von der Lichtschranke 14 angeordnet ist. Das Entdecken der Lücke löst die Schritte aus, dass die Steuerungseinrichtung 5 den zweiten Vereinzeier wieder in den Transport-Modus umschaltet und den Antriebsmotor 9 wieder einschaltet. Das zweite Transportelement 10.2 transportiert Postsendungen kontinuierlich zu den Transportrollen 8.1, 8.2. Außerdem nimmt der erste Vereinzeier wieder seinen Start-Stopp-Betrieb auf. Die Steuerungseinrichtung 5 startet hierfür die Antriebsmotoren 16 (für das erste Transportelement 10.1) und 15 (für das erste Vorziehelement 3) wieder.

Der zweite Vereinzeier arbeitet also nur dann im Start-Stopp- Betrieb, wenn ein Doppelabzug festgestellt wird, und ansons- ten in einem kontinuierlichen Transport-Modus. Dadurch wird ein deutlich höherer Durchsatz erreicht. Außerdem wird der verschleißanfällige Start-Stopp-Betrieb auf das erforderliche Minimum reduziert.

Um automatisch zu unterscheiden, ob ein Objekt im zweiten Vereinzeier eine einzelne Postsendung ist oder aus mehreren sich teilweise überlappenden Postsendungen besteht, umfasst die Vorrichtung weiterhin eine Lichtschrankenanordnung 4. Diese Lichtschrankenanordnung 4 besitzt eine Sender-Zeile 4.1 mit mehreren Sendern und eine Empfänger-Zeile 4.2 mit mehre- ren Empfängern, die hintereinander angeordnet sind.

In einer Ausgestaltung erstrecken sich die Sender-Zeile 4.1 und die Empfänger-Zeile 4.2 über die Länge des gesamten ersten Vereinzelers und des gesamten zweiten Vereinzelers . In der Minimal-Ausgestaltung überwacht die Lichtschrankenanord- nung 4 wenigstens das zweite Transportelement 10.2 und das zweite Rückhalteelement 7.

Die Sender-Zeile 4.1 umfasst mindestens eine Reihe mit einer Vielzahl von Sendern, die parallele Lichtstrahlen aussenden. Entsprechend umfasst die Empfänger-Zeile 4.2 mindestens eine Reihe mit einer Vielzahl von Empfängern, die die Lichtstrahlen von den Sendern empfangen. Möglich ist, dass die Sender- Zeile 4.1 und die Empfänger-Zeile 4.2. jeweils mehrere übereinander angeordnete einzelne Zeilen umfassen. Dadurch vermag die Lichtschrankenanordnung 4 verschiedene Postsendungen mit unterschiedlichen Höhen zu erkennen.

Jede Postsendung unterbricht jeden Lichtstrahl von einem Sender, falls dieser Lichtstrahl auf die Postsendung auftrifft. Ein Lichtstrahl von einem Sender, der nicht von einer Postsendung unterbrochen wird, trifft auf den korrespondierenden Empfänger. Vorgegeben wird eine Abfolge von Mess-Zeitpunkten . Der zeitliche Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Mess- Zeitpunkten wird z. B. umgekehrt proportional zur Transportgeschwindigkeit des zweiten Vereinzelers variiert oder bleibt konstant. Der zeitliche Abstand ist so klein, dass in jedem Zeitraum, in dem eine Postsendung den zweiten Vereinzeier durchläuft, mehrere Mess-Zeitpunkte fallen.

Zu jedem Mess-Zeitpunkt liefert jeder Empfänger der Empfänger-Zeile 4.2 genau eines der beiden möglichen Signale „Lichtstrahl auf Empfänger aufgetroffen" oder „kein Lichtstrahl aufgetroffen", also Lichtstrahl von einer Postsendung unterbrochen. Dadurch wird für jeden Mess-Zeitpunkt eine Abfolge von Objekten im zweiten Vereinzeier entdeckt, wobei ein Objekt aus einer einzelnen Postsendung oder aus mehreren sich wenigstens teilweise überlappenden Postsendungen besteht.

Zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Objekten befindet sich jeweils eine Lücke, durch die wenigstens ein Lichtstrahl hindurchgeht .

Jedes Objekt unterbricht wenigstens einen Lichtstrahl. Der Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Lücken ist gleich der Länge des transportieren Objekts zwischen diesen beiden Lücken. Dieser Lücken-Abstand wird näherungsweise als Abstand zwischen den beiden Empfängern der Empfänger-Zeile 4.2 berechnet, auf die je ein Lichtstrahl auftrifft. Die Empfängerzeile 4.2 übermittelt Mess-Signale an die Steuerungseinrichtung 5. Die Steuerungseinrichtung 5 wertet diese Mess-Signale aus und entscheidet, ob im zweiten Vereinzeier ein Objekt, das aus mehreren überlappenden Postsendungen besteht, transportiert wird oder nicht. Während ein aus mehreren Postsendungen bestehende Objekt durch den zweiten Vereinzeier transportiert wird, kann eine zusätzliche Lücke in diesem Objekt auftreten, nämlich weil zwei zuvor überlappende Postsendungen des Objekts durch ein Zusammenwirken des zweiten Transportelements 10.2 und des zweiten Rückhalteelements 7 auseinander gezogen werden. Die- ses Auseinanderziehen wird bewirkt, indem das zweite Transportelement 10.2 und das zweite Rückhalteelement 7 so angesteuert werden, dass eine Relativgeschwindigkeit zwischen diesen Elementen 10.2 und 7 auftritt und das zweite Trans- portelement 10.2 schneller als das zweite Rückhalteelement 7 bewegt wird.

Diese Lichtschrankenanordnung 4 misst also zu mindestens zwei Mess-Zeitpunkten die Länge desselben Objekts, während der zweite Vereinzeier sich im Transport-Modus befindet und das zweite Transportelement 10.2 dieses Objekt auf die Transportrollen 8.1, 8.2 des zweiten Vorziehelements 8 zu transportiert.

Vorzugsweise tritt eine Relativgeschwindigkeit zwischen dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteele- ment 7 auf. Beispielsweise wird das zweite Rückhalteelement 7 nicht angetrieben, sondern von Postsendungen mitgedreht, oder besteht aus ortsfesten Komponenten. Dadurch werden mehrere überlappende Postsendungen auseinandergezogen, und ein aus mehreren Postsendungen bestehendes Objekt verändert seine Länge, während es durch den zweiten Vereinzeier transportiert wird. Falls die Länge des Objekts während des Transports variiert, so besteht das Objekt aus mehreren überlappenden Postsendungen .

In diesem Fall wird der zweite Vereinzeier in den Vereinze- lungs-Modus umgeschaltet, sobald die Vorderkante des Objekts die Lichtschranke 11 erreicht. Diese Vorderkante wird von der Vorderkante der vorauslaufenden Postsendung des Objekts gebildet. Das Rückhalteelement 7 und das Transportelement 10.2 des zweiten Vereinzelers halten jede nachfolgende Postsendung des Objekts zurück.

Anstelle einer Lichtschrankenanordnung 4 kann der zweite Vereinzeier auch eine Kamera aufweisen, die ein seitliches Abbild vom Objekt erzeugt. Die Kontur des Objekts im Abbild wird ausgewertet. Falls diese Kontur mehrere Rechtecke zeigt, so umfasst das Objekt mehrere Postsendungen. Diese Ausgestal- tung erspart die Notwendigkeit, dass eine Relativgeschwindigkeit zwischen dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteelement 7 erzeugt wird.

Vorzugsweise besteht die Transportbahn, welche von den Post- Sendungen durchlaufen wird, aus zwei geraden Strecken sowie einem gekrümmten Übergangsbereich. Die erste gerade Strecke wird von dem ersten Transportelement 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 des ersten Vereinzelers gebildet, die zweite gerade Strecke von dem zweiten Transportelement 10.2 und dem zweiten Rückhalteelement 7 des zweiten Vereinzelers. Die zweite gerade Strecke ist relativ zur ersten Strecke seitlich versetzt, so dass der Übergangsbereich gekrümmt ist, und zwar vorzugsweise S-förmig gekrümmt. In Fig. 1 ist dieser seitliche Versatz V übertrieben dargestellt. Der erste Vereinzeier vermag Gegenstände in einer ersten Aus- einanderzieh-Ebene auseinanderzuziehen. Der zweite Vereinzeier vermag Gegenstände in einer zweiten Auseinanderzieh-Ebene auseinanderzuziehen. Diese beiden Auseinanderzieh-Ebenen sind im Ausführungsbeispiel parallel zueinander angeordnet und ha- ben einen Abstand V voneinander. Ein Element 7.1 fungiert als Ablenkelement. Wenn ein Gegenstand vom ersten Vereinzeier zum zweiten Vereinzeier transportiert wird, so lenkt das Ablenkelement 7.1, diesen Gegenstand von der ersten in die zweite Auseinanderzieh-Ebene um. Das Ablenkelement 7. 1 besteht vor- zugsweise aus mehreren übereinanderliegenden Ablenk-

Komponenten, hier den gekrümmten Komponenten des zweiten Rückhalteelements 7.

In einer Abwandlung treffen die beiden Auseinanderzieh-Ebenen in einem spitzen Winkel aufeinander. Dadurch schneiden die beiden Auseinanderzieh-Ebenen sich in einer Geraden. Wird eine Postsendung vom ersten Vereinzeier zum zweiten Vereinzeier transportiert, so wird die Postsendung um eine Drehachse gedreht, die parallel zu dieser Schnittgerade liegt. Diese Drehung verbessert oft die Vereinzelungswirkung zusätzlich. Falls zwei sich überlappende Postsendungen diesen gekrümmten Bereich durchlaufen, so wird die Vorderkante der vorauslaufenden Postsendungen bereits vom flussabwärts gelegenen zweiten Vereinzeier gefasst und die Hinterkante der nachfolgenden Postsendung noch vom flussaufwärts gelegenen ersten Vereinzeier. Dadurch können sich die Abstände zwischen den Vorderkanten und/oder den Hinterkanten verändern, und ein Abstand und/oder ein Versatz zwischen den beiden Postsendungen treten auf. Dies bewirkt, dass die Postsendungen leichter vom zwei- ten Vereinzeier vereinzelt werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Abnutzung der Mitnahme-Förderbänder der Transportelemente 10.1, 10.2 und/oder der Komponenten der Rückhalteelemente 2, 7 überwacht, und mindestens ein Element wird automatisch nachjus- tiert. Dieses Nachjustieren veranschaulichen Fig. 1 bis Fig. 4 beispielhaft für das erste Transportelement 10.1 des ersten Vereinzelers .

Ein Entfernungssensor 12.1, 12.2, 12.3 misst laufend den Abstand zwischen sich selbst und derjenigen Oberfläche des ers- ten Mitnahme-Förderbands 10.1, die den zu vereinzelnden Postsendungen zugewandt ist. Das Vereinzeln von Postsendungen führt dazu, dass Partikel von der zugewandten Oberfläche des Förderbands 10.1 abgerieben werden und sich dadurch der Abstand zwischen dem ersten Transportelement 10.1 und dem ers- ten Rückhalteelement 7 verkleinert. Entsprechend verkleinert sich die Strecke C, um die das erste Transportelement 10.1 aus dem Rückhalteelement 2 hervorragt.

Um diese Abstands-Vergrößerung zu kompensieren, wird die Montageplatte 20 mit dem ersten Transportelement 10.1 quer zur Transportrichtung in die Verschieberichtung VR auf das erste Rückhalteelement 2 zu verschoben. Dadurch wird der Abstand zwischen dem ersten Transportelement 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 verändert. Der Stellantrieb 22 dreht die Spindeln 21, so dass ein gewünschtes Übersetzungsverhältnis zwischen der Drehung des Stellantriebs 22 und der Verschiebung der Montageplatte 20 bewirkt wird. Ein Regler 40 steuert diesen Stellantrieb 22 an. An dem Regler 40 werden Signale von einem Entfernungssensor übermittelt. Der Regler 40 verwendet diese Mess-Signale sowie eine Sollgröße, um die Stellbefehle an dem Stellantrieb 22 zu berechnen. In einer Ausgestaltung, die Fig. 2 zeigt, misst ein Entfernungssensor 12.1 den Abstand B zwischen sich selbst und derjenigen Oberfläche der Mitnahme-Förderbänder des ersten

Transportelements 10.1, die dem ersten Rückhalteelement 2 und damit den zu vereinzelnden Postsendungen zugewandt ist. Bei- spielsweise sendet der Entfernungssensor 12.1 einen Laserstrahl durch eine Aussparung im ersten Rückhalteelement 2 senkrecht auf die Oberfläche des ersten Transportelements 10.1. Die Abnutzung der Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 vergrößert den Abstand B. Um diese Ab- Standsvergrößerung zu kompensieren, wird die Montageplatte 20 in Fig. 1 nach unten bzw. in Fig. 2 nach links auf das erste Rückhalteelement 2 und somit auf den Entfernungssensor 12.1 zu bewegt .

In der Ausgestaltung, die in Fig. 2 gezeigt wird, misst ein Entfernungssensor 12.1 also direkt den Abstand B. Die Montageplatte 20 wird so verschoben, dass dieser Abstand konstant bleibt.

Ein Problem dieser Ausgestaltung ist das, dass eine Abstands- Messung erschwert wird oder gar unmöglich ist, wenn sich eine Postsendung zwischen dem ersten Transportelement 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 befindet.

In einer alternativen Ausgestaltung wird es ermöglicht, ein Maß für die Abnutzung des ersten Mitnahme-Förderbands 10.1 permanent zu messen, auch wenn eine Postsendung zwischen dem ersten Mitnahme-Förderband 10.1 und dem ersten Rückhalteelement 2 eine direkte Messung des Abstands B verhindert. Hierfür wird ein Abstandssensor 12.2 verwendet. Beispielsweise misst der Abstandssensor 12.2 den Abstand D zwischen der Oberfläche des ersten Mitnahme-Förderband 10.1 und dem Ent- fernungssensor 12.2, und zwar in einem Bereich, in dem die erste Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 um die Rolle 32 herum geführt wird und der nicht dem ersten Rückhalteelement 2 gegenüber liegt.

Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform, die eine perma- nente Messung und eine einfache Regelung ermöglicht. In dieser Ausführungsform werden zwei Umlenkspiegel 13.1, 13.2 verwendet. Zwischen den beiden Umlenkspiegeln 13.1, 13.2 tritt der konstante Abstand E auf, zwischen dem Entfernungssensor 12.2 und dem Umlenkspiegel 13.1 der Abstand F. Der Abstand F verändert sich, wenn die Montageplatte 20 verschoben wird. Wird die Montageplatte 20 in die Verschieberichtung VR verschoben, so verringert sich der Abstand F. Zwischen dem Umlenkspiegel 13.2 und der Oberfläche des ersten Mitnahme- Förderbands 10.1 entsteht der Abstand D, der sich durch die Abnutzung der Mitnahme-Förderbänder des ersten Transportelements 10.1 vergrößert. Der Entfernungssensor 12.2 misst den Gesamt-Abstand D + E + F. Vorzugsweise liefert der Entfernungssensor 12.2 einen Spannungswert, der vom gemessenen Abstand abhängt. Der Entfernungssensor 12.2 ist ortsfest montiert. Das erste

Transportelement 10.1 und die beiden Umlenkspiegel 13.1, 13.2 sind auf der Montageplatte 20 montiert und lassen sich dadurch relativ zum Entfernungssensor 12.2 verschieben. Die Abnutzung des ersten Transportelements 10.1 vergrößert den Ab- stand D. Eine Verschiebung der Montageplatte 20 in die Verschieberichtung VR bewirkt, dass der Abstand F verringert wird. Die Montageplatte 20 wird dergestalt verschoben, dass der Gesamt-Abstand D + E + F konstant bleibt. Dies bewirkt, dass die Verschiebung der Montageplatte 20 gerade die Abnut- zung des ersten Transportelements 10.1 kompensiert.

Die Abnutzung der Oberfläche des ersten Rückhalteelements 2 wird hingegen bevorzugt automatisch dadurch kompensiert, dass das erste Rückhalte-Förderband 2 gegen die Bandauflage 18 ge- presst wird. Fig. 4 zeigt eine dritte Ausgestaltung, um das erste Transportelement 10.1 zu überwachen und zu justieren. Diese Ausgestaltung misst einen Abstand mittels mindestens eines Messhebels 17. In dieser dritten Ausgestaltung wird mindestens ein Messhebel 17 gegen die Oberfläche eines Mitnahme- Förderbands des ersten Transportelements 10.1 gedrückt, und zwar im Bereich der Rolle 32 und somit wiederum außerhalb eines Bereichs, in dem sich eine Postsendung befindet. Möglich ist, dass mehrere übereinander angeordnete Messhebel gegen jeweils ein Mitnahme-Förderband gedrückt werden.

Eine Laufrolle 23 oder eine drehbar gelagerte Kugel 23 befindet sich in ständigem Kontakt mit der Oberfläche des Mitnahme-Förderbands. Beispielsweise wird dieser ständige Kontakt dadurch bewirkt, dass der Messhebel 17 auf einer Achse 24 drehbar gelagert ist und eine Zugfeder 26 den freien Arm 17.1 des Messhebels 17 zu sich zieht. Die Rolle bzw. Kugel 23 sitzt am Ende des anderen Arms 17.2 des Messhebels 17. Ein Entfernungssensor 12.3 misst den Abstand H zwischen sich selbst und einem Punkt des freien Arms 17.1 des Messhebels 17. Auf einer Oberfläche des freien Arms 17.1 des Messhebels 17 kann eine reflektierende Folie oder ein ähnliches Element montiert sein, was die Entfernungsmessung vereinfacht. Der Entfernungssensor 12.3 ist ortsfest montiert, so dass das erste Transportelement 10.1, das auf der Montageplatte 20 montiert ist, relativ zum Entfernungssensor 12.3 verschiebbar ist. Die Oberfläche des Transportelements 10.1 lässt sich also für das Vereinzeln durch Auseinanderziehen optimieren, die Oberfläche des Messhebels 17 für das Messen der Streckenlänge . Die Abnutzung eines Mitnahme-Förderbands des ersten Transportelements 10.1 bewirkt, dass der Messhebel 17 um die Achse 24 gedreht wird und sich dadurch der Abstand H zwischen dem freien Arm 17.1 und dem Entfernungssensor 12.3 verändert. Im Beispiel von Fig. 4 wird der Messhebel 17 durch die Abnutzung im Uhrzeigersinn gedreht, und der gemessene Abstand H verkleinert sich. Die Verkleinerung des Abstands H ist proporti- onal zur Abnutzung dieses Mitnahme-Förderbands des ersten Transportelements 10.1. Der Proportionalitätsfaktor Hl : H2 lässt sich durch geeignete Positionierung des Sensors 12.2 relativ zum freien Arm 17.1 festlegen. Hierbei ist Hl der Ab- stand zwischen dem Berührpunkt der Laufrolle 23 mit dem ersten Transportelement 10.1 und der Welle 24. H2 ist der Abstand zwischen dem Aufpunkt des Entfernungssensors 12.3 und der Welle 24.

Vorzugsweise ist Hl = H2, so dass eine einfache Regelung er- möglicht wird. Die Montageplatte 20 wird so in die Verschieberichtung VR verschoben, dass der gemessene Abstand H stets gleich bleibt.

In der gerade beschriebenen Ausführungsform ist das erste Transportelement 10.1 auf eine verschiebbaren Montageplatte 20 montiert, und das erste Rückhaltelement 2 ist ortsfest montiert. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass eine Postsendung, die vom Transportelement transportiert wird und am Rückhalteelement anliegt, stets in dem Spalt zwischen den beiden Transportrollen 3.1, 3.2 auf die Vorzieheinrichtung auftrifft.

In einer alternativen Ausführungsform ist das erste Rückhalteelement 2 auf der verschiebbaren Montageplatte 20 montiert, und das erste Transportelement 10.1 ist auf einer ortsfesten Grundplatte 19 montiert. Auch in dieser alternativen Ausfüh- rungsform wird die Abnutzung des ersten Transportelements 10.1 gemessen, und zwar so wie oben beschrieben mit einem Entfernungssensor 12.1, 12.2, 12.3. Der Regler 40 steuert den Stellantrieb 22 an, und der Stellantrieb 22 verschiebt die Montageplatte 20 mit den ersten Rückhaltelement 2 so, dass der Abstand zwischen dem ersten Rückhalteelement 2 und dem ersten Transportelement 10.1 verringert wird. Auch auf diese Weise wird die Abnutzung des ersten Transportelements 10.1 kompensiert .

Die Ausgestaltung, das ortsfeste Rückhalteelement 2 auf die verschiebbare Montageplatte 20 zu montieren, ermöglicht einen mechanisch einfachen Aufbau, weil auf der Montageplatte 20 keine angetriebenen Teile montiert sind. Allerdings ist das Vorziehelement 3 nachzujustieren, oder eine Postsendung trifft nicht genau den Spalt zwischen den beiden Transportrollen 3.1, 3.2.

Bezugszeichenliste