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Title:
APPARATUS FOR STIMULATING HOMEOSTATIC AUTOREGULATORY MECHANISMS IN THE ORGANISM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/023634
Kind Code:
A1
Abstract:
The apparatus consists of a pulse generator, a control device, and a field generating device which jointly generate a pulsed electromagnetic field, wherein series of pulses that have specific intensities and are applied at specific intervals and at different frequencies influence the pulsation of the field, thus making it possible to cause stimulating effects on homeostatic autoregulatory mechanisms in the organism. The pulsed electromagnetic field of the invention achieves greater changes in characteristics and significantly longer decay times than previously known electromagnetic fields. The long-term effectiveness can thereby be prolonged up to ten fold.

Inventors:
GLEIM, Peter (Schliessa 12, Triesen, FL-9495, LI)
KLOPP, Rainer (Am Kiewitt 6, Wandlitz, 16348, DE)
Application Number:
EP2010/062162
Publication Date:
March 03, 2011
Filing Date:
August 20, 2010
Export Citation:
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Assignee:
GLEIM, Peter (Schliessa 12, Triesen, FL-9495, LI)
KLOPP, Rainer (Am Kiewitt 6, Wandlitz, 16348, DE)
International Classes:
A61N2/02
Attorney, Agent or Firm:
WALTER, Wolf-Jürgen (Gulde Hengelhaupt Ziebig & Schneider, Wallstraße 58/59, Berlin, 10179, DE)
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Claims:
Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Stimulierung autoregulativer Mechanismen der Homöostase des Organismus, umfassend einen impulsgenerator, ein Steuergerät und eine Felderzeugungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsgenerator so ausgestaltet ist, dass er zusammen mit dem Steuergerät und der Felderzeugungseinrichtung ein pulsierendes elektromagnetisches Feld erzeugt durch Abgabe von Impulsfolgen, wobei die Impulsfolgen auf einer mit Null beginnenden Zeitachse sind Folge 1 : 0 μT für 2-5 Sekunden,

Folge 2: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 3: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 4: zwei- bis dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3,

Folge 5: 0 μT für 2-5 Sekunden nach 60-75 Sekunden auf der Zeitachse, Folge 6: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 7: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 8: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 9: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 10: 0 μT für 2-5 Sekunden,

mehrmalige Wiederholung aller Folgen nach 100 bis 130 Sekunden auf der

Zeitachse in der angegebenen Reihenfolge,

wobei die Frequenz in den Folgen 2 und 3 im Bereich von 30-35 Hz liegt und die Frequenz in den Folgen 6 bis 9 im Bereich von 8-15 Hz liegt, das Zusatz- signal in allen Folgen wenigstens 20 μT höher ist als das Grundsignal und die Amplituden der Einzelimpulse einer Exponentialfunktion folgen oder an- und absteigenden Hüllkurven mit harmonischem oder anharmonischem Verlauf.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Felderzeugungseinrichtung eine Spulenmatte ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Spulenmatte mehrere elektromagnetische Einzelspulen in gleichmäßiger Verteilung über die Gesamtfläche der Matte zur Erzeugung eines flächenhaften Magnetfeldes angeordnet sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelspulen als flächeninhaltsgleiche und/oder -unterschiedliche Leiterschleifen ausgebildet sind.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Impulsfolgen das Zusatzsignal in allen Folgen wenigstens 35 μT höher ist als das Grundsigna!, insbesondere wenigstens 45 μT höher als das Grundsignal.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich für die Wiederholung aller Folgen auf der Zeitachse 115 bis 125 Sekunden beträgt.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem erzeugten pulsierenden elektromagnetischen Feld die Höhe des Grundsignals, die Höhe des Zusatzsignals und die Häufigkeit der Wiederholung der Impulsfolgen in Abhängigkeit von vorhandenen Werten gesteuert werden, ausgewählt unter mikro- zirkulatorischen Funktionsmerkmalen, neurovegetativen Merkmalen, immunologischen Merkmalen, Merkmalen der humoralen und zentralnervösen Kreislaufregulation und neurologischen Merkmalen. 8. Prophylaktisches oder therapeutisches Verfahren zur Stimulierung autoregulativer lokaler und übergeordneter Mechanismen der Homöostase des Organismus, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper oder ein Teil des Körpers eines Patienten einem pulsierenden elektromagnetischen Feld ausgesetzt wird, bei dem die Impulsfolgen auf einer mit Null beginnenden Zeitachse sind:

Folge 1 : 0 μT für 2-5 Sekunden,

Folge 2: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 3: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden, Folge 4: zwei- bis dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3,

Folge 5: 0 μT für 2-5 Sekunden nach 60-75 Sekunden auf der Zeitachse,

Folge 6: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 7: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 8: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 9: 30-120 μT Zusatzsigna! für 100-200 Millisekunden,

Folge 10: 0 μT für 2-5 Sekunden,

mehrmalige Wiederholung alter Folgen nach 100 bis 130 Sekunden auf der Zeitachse in der angegebenen Reihenfolge über einen Zeitraum von 5-20 Minuten, wobei die Frequenz in den Folgen 2 und 3 im Bereich von 30-35 Hz liegt

und die Frequenz in den Folgen 6 bis 9 im Bereich von 8-15 Hz liegt, das Zusatzsignal in allen Folgen wenigstens 20 μT höher ist als das Grundsignal und die Amplituden der Einzelimpulse einer Exponentialfunktion folgen oder an- und absteigenden Hüllkurven mit harmonischem oder anharmonischem Verlauf.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdauer der Behandlung von einer einmaligen Anwendung bis zu einer Behandlung von 2 mal pro Tag für 5-15 Minuten und für 1-90 Tage geht, wobei Unterbrechungen von 2-5 Tagen vorgesehen sein können.

10. Verwendung einer Vorrichtung, umfassend einen Impulsgenerator und eine Felderzeugungseinrichtung, wobei der impulsgenerator so ausgestaltet ist, dass er zusammen mit der Felderzeugungseinrichtung ein pulsierendes elektromagnetisches Feld erzeugt durch Abgabe von Impulsfolgen, wobei die Impulsfolgen auf einer mit Null beginnenden Zeitachse sind

Folge 1 : 0 μT für 2-5 Sekunden,

Folge 2: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 3: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 4: zwei- bis dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3,

Folge 5: 0 μT für 2-5 Sekunden nach 70-75 Sekunden auf der Zeitachse,

Folge 6: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 7: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden, Folge 8: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 9: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 10: 0 μT für 2-5 Sekunden,

mehrmalige Wiederholung aller Folgen nach 115 bis 125 Sekunden auf der Zeit- achse in der angegebenen Reihenfolge,

wobei die Frequenz in den Folgen 2 und 3 im Bereich von 30-35 Hz liegt

und die Frequenz in den Folgen 6 bis 9 im Bereich von 8-15 Hz liegt, das Zusatzsignal in allen Folgen wenigstens 20 μT höher ist als das Grundsignal und die Amplituden der Einzelimpuise einer Exponentialfunktion folgen oder an- und absteigenden Hüükurven mit harmonischem oder anharmonischem Verlauf, zur Stimulierung autoregulativer Mechanismen der Homöostase des Organismus.

11. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stimulierung von mikrozirkulatorischen Funktionsmerkmalen, neurovegetativen Merkmalen, immu- nologischen Merkmalen, Merkmalen der humoralen und zentrainervösen Kreislaufregulation und neurologischen Merkmalen erfolgt.

Description:
Vorrichtung zur Stimulierung autoregulativer Mechanismen

5 der Homöostase des Organismus

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stimulierung autoregulativer Mechanismen der Homöostase des Organismus auf Basis eines pulsierenden elektromagnetischen Feldes.

I O

Es ist bereits bekannt, die Mikrozirkulation durch elektromagnetische Impulse zu beeinflussen.

Aus der EP 0 995 463 ist eine Vorrichtung bekannt, mittels derer biologische Abläufe 15 im menschlichen Körper durch pulsierende elektromagnetische Felder beeinflusst werden, um insbesondere die O 2 -Utilisation zu erhöhen und Stoffwechseivorgänge anzuregen. Die Einzelimpulse können dabei einer formelmäßig dargestellten

Funktion folgen. 0 Die WO 2008/025731 beschreibt eine Vorrichtung zur Erzeugung eines gepulsten elektromagnetischen Feldes mit periodischen Impulsen mit an- und absteigenden Hüllkurven in Abhängigkeit von bestimmten Messdaten der Mikrozirkulation des Blutes. 5 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit der Stimulierungseffekte in der Mikrozirkulation über einen verlängerten Zeitraum erreicht werden.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Vorrichtung, 0 mit der Stimulierungseffekte im Bereich der übergeordneten Regulation wie zentrales Nervensystem, insbesondere des vegetativen Nervensystems erreicht werden, vorzugsweise ebenfalls über einen verlängerten Zeitraum. Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung einen Impulsgenerator, ein Steuergerät und eine Felderzeugungsvorrichtung, die zusammen ein pulsierendes elektromagnetisches Feld erzeugen, wobei Impulsfolgen mit bestimmten Höhen, bestimmten Abständen und bestimmten Frequenzen die Pulsation des Feldes beeinflussen. Damit können Stimulierungseffekte für autoregulative Mechanismen der Homöostase des Organismus hervorgerufen werden.

Bei der Überlegung, welches morphologische und funktionelle System des Organismus repräsentative Aussagen zu therapierelevanten Wirkungen einer Behand- lungsmethode erlaubt, muss dem Transportorgan Blut eine herausragende Bedeutung zugeordnet werden. Die biologische Aufgabe des Organes Blut besteht hauptsächlich in seinen Leistungen zur Homöostase, d.h. der Aufrechterhaltung einer Konstanz des„inneren Milieus" im Rahmen des Zusammenwirkens verschiedener Steuer- und Regelungsvorgänge bei der Realisierung von Fließgleichgewichten sowie seiner Leistungen bei Immunreaktionen.

Die wichtigsten "konstanten Merkmale" des Organismus sind unter physiologischen Bedingungen:

- Wassergehalt

- Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten. Blutkonstanten: z.B. pH = 7,3,

Gehalt an mineralischen Ionen (Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen, Chlorid, Phosphat, Hydrogenkarbonat, Proteingehalt), auch die Glukose- Konzentrationen werden auf einen nur wenig schwankenden Pegel

eingeregelt. Erhaltung des Blutvolumens (transkapillärer

Flüssigkeitsaustausch, Blutungsstillung, Gerinnung).

Körpertemperatur des (systemischen) mittleren arteriellen Blutdruckes.

Der lebende Organismus ist ein multistabiles System, in dem verschiedene morphologische Einheiten zur Gewährleistung der Homöostase funktionell durch das Organ Blut verknüpft sind. Diese Einheiten sind äußere Atmung und Stoffwechsel mit dem Herz-Lungen-Kreislauf sowie Nierenfunktion mit der Blutdruckregulierung. Beim komplizierten Zusammenwirken von Steuer- und Regelungsvorgängen im Organismus mit dem Ziel einer Aufrechterhaitung von Homöostase sind alle Teile des Organismus so miteinander verbunden, dass Änderungen in einem der

Teilsysteme (Gewebe, Organ, Organsystem) auf andere Teilsysteme wirken und diese veranlasst, einen neuen Gleichgewichtszustand herzusteilen, wobei die

Kopplung nerval und durch den Blutkreislauf, u.a. durch die Mikrozirkulation, erfolgt.

Der Funktionszustand eines Organes wird wesentlich durch den Funktionszustand seiner Mikrozirkulation bestimmt. Es ist heute allgemein akzeptiert, dass die meisten Funktionsstörungen bzw. krankhaften Zustände der Organe durch Mikrozirkulations- störungen wenn nicht sogar ausgelöst, so doch zumindest in ihrem Verlauf determiniert sind. Mikrozirkulationsstörungen entstehen oft im Gefolge von Makrozirkulationsstörungen und können nach und nach eine eigene Dynamik entfalten, die unabhängig vom makrozirkulatorischen Geschehen den Krankheitsverlauf wesentlich beeänflusst oder gar dominiert. Ohne entsprechende Beteiligung der Mikrozirkulation, d.h. der Transportprozesse im Bereich der Mikrogefäße, sind keine Funktionssteigerungen, Abheilungs- oder Restitutionsvorgänge oder Regenerationsvorgänge in den Organen möglich. Wenn überhaupt, so können bei restriktiver Mikrozirkulation bestenfalls vorübergehend in einem geringen Ausmaß Störungs- oder Krankheits- Symptome beeinflusst werden.

Der morphologisch-funktionelle Bereich der Mikrozirkulation lässt daher therapierelevante und prophylaktisch relevante Wirkungen besonders klar erkennen. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird in erster Linie das Ziel verfolgt, bestimmte Effekte im Bereich der Mikrozirkulation des Blutes hervorzurufen und durch wissenschaftlich bewährte Messmethoden und Messkriterien sichtbar und nachprüfbar zu machen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für lokaie Regulationsmechanismen der Mikrozirkulation des Blutes höhere Beträge von Merkmalsänderungen zu erreichen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Merkmalsänderungen über einen längeren Zeitraum zu erreichen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, über Merkmalsänderungen der Mikrozirkulation des Blutes hinaus, Vorgänge der gesamt-organischen Homöostase-Regulierung positiv zu beeinflussen und damit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen zu verbessern.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die einen Impulsgenerator, ein Steuergerät und eine Felderzeugungseinrichtung umfasst, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsgenerator so ausgestaltet ist, dass er zusammen mit dem Steuergerät und der Felderzeugungseinrichtung ein pulsierendes elektromagnetisches Feld erzeugt durch Abgabe von Impulsfolgen, wobei die Impulsfolgen auf einer mit Null beginnenden Zeitachse sind

Folge 1 : 0 μT für 2-5 Sekunden,

Folge 2: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 3: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 4: zwei- bis dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3,

Folge 5: 0 μT für 2-5 Sekunden nach 60-75 Sekunden auf der Zeitachse,

Folge 6: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 7: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 8: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 9: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 10: 0 μT für 2-5 Sekunden,

wobei alle Folgen nach 100 bis 130 Sekunden auf der Zeitachse in der angegebenen Reihenfolge mehrmals wiederholt werden und

wobei die Frequenz in den Folgen 2 und 3 im Bereich von 30-35 Hz liegt

und die Frequenz in den Folgen 6 bis 9 im Bereich von 8-15 Hz liegt, das Zusatzsignal in allen Folgen wenigstens 20 μT höher ist als das Grundsignal und die Amplituden der Einzelimpulse einer Exponentialfunktion folgen oder an- und absteigenden Hülikurven mit harmonischem oder anharmonischem Verlauf. Die Felderzeugungseinrichtung ist ein Handgerät mit einer Einzelspule und einer rreellaattiivv kklleeiinneenn IImmppuullssaabbggaabbeeffllääcchhee vvoonn uunntteerr 110000 ccmm 22 (Intensivapplikator) oder eine großflächige Spulenmatte zur Ganzkörperbehandlung. Die Felderzeugungseinrichtung ist vorzugsweise eine Spulenmatte.

Bei einer solchen Spulenmatte können mehrere elektromagnetische Einzelspulen in gleichmäßiger oder ungleichmäßiger Verteilung über die Gesamtfläche der Matte zur Erzeugung eines flächenhaften Magnetfeldes angeordnet sein. Je nach Größe der Matte kann diese auch nur eine einzige Spule enthalten.

Die Einzelspulen sind vorteilhaft als fjächeninhaltsgleiche Leiterschleifen oder als Leiterschleifen mit unterschiedlichen Flächen oder als beide Varianten zusammen ausgebildet.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Impulsgenerator so ausgestalten ist, dass bei den Impulsfolgen das Zusatzsignal in allen Folgen wenigstens 35 μT höher ist als das Grundsignal, insbesondere wenigstens 45 μT höher als das Grundsignal. Ganz besonders bevorzugt hat das Zusatzsigna! eine Intensität von wenigstens 80 μT.

Der Begriff„Gruπdsignal" im Sinne der Erfindung bedeutet, dass die Maxima der Einzelschwingungen innerhalb der vorgegebenen Zeiteinheit im wesentlichen gleich groß sind und den vorgegebenen Intensitätswert nicht überschreiten, d.h. beispielsweise nicht höher als 35 μT sind.

Das Grundsignal besteht aus einer Folge von Einzelimpulsen mit einer Impulsbreite von ca. 33 ms in der angegebenen Höhe von 3-35 μT, beispielsweise von 15 μT und zwar für den vorgegebenen Zettraum von 18-22 s. Danach foigt ein Zusatzimpuls mit einer Impulsbreite von 100-200 ms mit einer Intensität (Intensität = Impulsstärke = elektromagnetische Fiußdichte) von 30-120 mT, beispielsweise mit 70 μT, also 55 μT höher als der Grundimpuls. Der Begriff„Zusatzsignal" im Sinne der Erfindung bedeutet somit, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen sehr kurzen Zettraum, hier 100-200 ms, ein deutlich stärkeres Signal mit einer Intensität von wenigstens 20 μT höher als das Grundsignal zusätzlich abgegeben wird, wobei für den kurzen Zeitraum das Grundsignal von dem Zusatzsignal überlagert wird. Die Impulsfolgen bestehen aus Einzelimpulsen, deren Amplituden z.B. einer Exponentialfunktion folgen. Eine bevorzugte Exponentialfunktion ist in der EP 995463 B1 beschrieben mit y = x 3■ e sιntx ', wobei die Formel den Verlauf der Amplitude y über die Zeit x angibt. Die Einzelimpulse haben dann einen Verlauf etwa wie in Fig. 2 der EP 995463 B1. Die Einzeiimpulse können auch nicht-exponentielle Verläufe aufweisen, indem sie an- und absteigende Hüllkurven darstellen mit harmonischem oder anharmonischem Schwingungsverlauf wie in der WO 2008/025731. Alternierende Impulsgruppen mit derartigen Schwingungsverläufen sind z.B. in Fig. 4c bis 4f in der WO 2008/025731 wiedergegeben. Insgesamt haben die Impulsgruppen einen bogenförmigen Verlauf.

Impulse oder impulsgruppen mit stufenweisem oder quadratischem Verlauf sind nicht Gegenstand der Erfindung. Impulsgruppen mit Einzelimpulsen, deren Amplitude einer e-Funktion entspricht, sind für die vorliegende Erfindung bevorzugt.

Unter dem Begriff„mehrmalige Wiederholung" der Impulsfolgen wird eine 4- bis 10- maiige Wiederholung verstanden. In der Wiederholung kann die Zeitdauer des Grundsignals jeweils um 1-2 Sekunden variieren. Die Wiederholung aller Folgen auf der Zeitachse kann vorteilhaft im Bereich von 115-125 Sekunden liegen.

In dem erzeugten elektromagnetischen Feld werden vorteilhaft durch die Höhe des Grundsignals, die Höhe des Zusatzsignals und die Häufigkeit der Wiederholungen der Impulsfolgen funktionelle Merkmale der körpereigenen Regulation des Organismus beeinflusst - ausgewählt unter mikroztrkulatorischen Funktionsmerkmalen, neurovegetativen Merkmalen (insbesondere humorale und nervale Kreislaufregulation), immunologischen Merkmalen und neurologischen Merkmalen. Zu den mikrozirkulatorischen Funktionsmerkmalen gehören

- die Anzahl der blutzellperfundierten Knotenpunkte (nNP)

- die Änderungen des venulären Strömungsflusses (ΔQ ve π)

- die Änderungen der venolenseitigen Sauerstoffausschöpfung (ΔpO 2 ).

- der arterioläre bzw. venuläre Vasomotionszustand (A V MJ.

Zu den neurovegetativen Merkmalen gehören - Darm-Motilität (Anzahl der segmentaien Kontraktionsbewegungen in der Zeiteinheit)

- Konzentrationsänderungen endogener Opiatanaloga (Endorphine) im venösen Blut. Zu den immunologischen Merkmalen gehören

- Konzentrationsänderungen von ICAM-1 (intrazelluläres Adhäsionsmolekü!)

- Adhäsion weißer Biutzeilen an einer definierten Venoieninnenwand-Fläche

(nWBC/A). Zu den Merkmalen der humoralen und zentralnervösen Kreislaufregulation gehören

- Konzentrationsänderungen von Adrenaiin/Noradrenalin im Venenbiut

- Änderungen der Arteriolendurchmesser in der Subkutis und in der Mucosa des Rectum (kapiilarnahe Arteriolen und arteriennahe Arteriolen). Zu den neurologischen Merkmalen gehören

- Standard-EEG

- Provokations-EEG.

Die mikrozirkulatorischen Funktionsmerkmale betreffend wird bei der Anzahl der aktuell biutzellperfundϊerten Knotenpunkte in einem definierten mikrovaskuiären Netzwerk, nNP, die Anzahl der blutzeilperfundierten Verzweigungsorte in diesem Netzwerk als Maß für den Verteilungszustand des Biutes herangezogen. Als Grenzströmungsgeschwindigkeit der roten Biutzeilen wird v RB c = 80 μm/s definiert. Die Auswertung erfolgt in + oder - (verglichen mit dem definierten Ausgangswert n=60).

Mittels der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise der Wert nNP mit der Impulsfolge 1 - 10 und einer viermaligen Wiederholung der Impulsfolge um 15 - 20 % gegenüber dem Anfangswert erhöht, wobei auch nach 8 Stunden ein höherer Wert als der Anfangswert vorliegt. Damit wird sowohl die unmittelbare Wirkung als auch die Langzeitwirkung der erfindungsgemäßen Stimulierungsvorrichtung deutlich erkennbar.

Der venuläre Ström ungsfluss Q ven und der arterioläre Strömungsfluss Q art ist der Teilchenstrom (Blutzell-Strom) in definierten Venolen bzw. Arteriolen. Er wird in μm 3 /s angegeben. ΔQ ve n ist die Änderung des venulären Strömungsflusses und kann im Vergleich mit dem Ausgangswert auch als prozentuale Änderung angegeben werden. Die Werte Q ve n und Q art werden durch die Erfindung deutlich erhöht und dies über einen verlängerten Zeitraum von mehreren Stunden.

Die venolenseitige Sauerstoffausschöpfung ApO 2 wird als prozentuale Änderung im Vergleich mit dem jeweiligen Ausgangswert zum Zeitpunkt t=0 angegeben. Bestimmt wird die absolute Differenz der Sauerstoffsättigung des Hämoglobins in den zuführenden Arteriolen und abführenden Venolen des Netzwerkes eines ausgewählten Gewebe-Targets. Ais Target werden Gewebeabschnitte von Haut oder Darm ausgewählt, die über ausgedehnte, reich verzweigte und kreis I auf repräsentative Blutgefäß-Netzwerke des Organismus verfügen und ferner zu den immunologisch aktiven Organen zählen, und die weiterhin für nichtinvasive Messungen leicht zugänglich sind. Auch dieser Wert wird durch die Erfindung erhöht und auch über einen verlängerten Zeitraum.

Der spontane arterioläre (bzw. venuiäre) Vasomotionszustand, A VM , wird ermittelt, indem das Weg-Zeit-Diagramm der autorhythmischen Kontraktionsbewegungen glatter Muskelzellen der arteriolären Gefäßwand bestimmt wird (Messung der Distanz normal zur Mikrogefäß-Längsachse von Endotheloberfläche zu gegenüberliegender Endotheloberfläche zu äquidistanten Messzeitpunkten; pro Sekunde 60 Messwerte; Ermittlung der zusammengesetzten Schwingung; FOURI ER-Analyse; Ermittlung des Amplituden-Frequenz-Spektrums). Kriterium ist der Flächeninhalt A unter der Einhüllenden des Amplituden-Frequenz-Spektrums der arteriolären

Vasomotion (eine zusammengesetzte Schwingung). Angegeben wird der Wert als prozentuale Veränderung im Vergleich mit den Ausgangswerten.

Ähnlich wie bei dem Wert nNP wird beispielsweise der mikrozirkulatorische Wert A VM 15 - 25 % erhöht gegenüber dem Grundwert, und er liegt nach 8 Std. noch immer 8 bis 10 % darüber. Die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem damit erzeugten amplituden- und frequenzmodulierten pulsierenden elektromagnetischen Feld hervorgerufenen Stimulierungseffekte betreffen

1. Lokale Regulationsmechanismen

der Mikrozirkulation des Blutes, wie die spontane arteholäre Vasomotion, die endothel-vermittelte Tonusregulation, die Bildung und Freisetzung von NO im

Endothel

2. Vegetatives Nervensystem

z.B. Kreislaufwirkungen wie die nervale Ansteuerung der Gefäßlumina-Regulation großkalibriger Arteriolen, die Aktivitäten von Drüsen der inneren Sekretion und Hormongleichgewichte, z.B. durch Konzentrationsänderungen endogener

Opiatanaloga (z.B. Endorphine) im venösen Blut; Darm-Mottlität (Anzahl segmentaler Kontraktionsbewegungen in der Zeiteinheit)

3. Zentrales Nervensystem und humorale Regelung

wie Wachheit, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit; Konzentrationsänderungen von Adrenalin/Noradrenalin im Venenblut.

Mit der Erfindung wird beispielsweise die Konzentration von Adrenalin/Noradrenalin deutlich erhöht.

Weiterhin wird die Konzentration beispielsweise der Endorphine im venösen Blut um 5 - 7 % erhöht im Vergleich zum Ausgangswert, und nach 8 Stunden liegt der erhöhte Wert immer noch 2 - 3 % über dem Ausgangswert. Dies sind signifikante Erhöhungen, die mit anderen Impulsfolgen als denen der Erfindung nicht erreicht werden.

Hinsichtlich der Wirkung bei lokalen Regulationsmechanismen wurde gefunden, dass mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit dem erzeugten pulsierenden elektromagnetischen Feld in der ganz speziellen Impulsfolge, Impulshöhe und Impulsdauer gegenüber bekannten elektromagnetischen Feldern sowohl höhere Beträge von Merkmalsänderungen erreicht werden, als auch insbesondere deutlich verlängerte Abklingzeiten. Die Wirksamkeit für einen längeren Zeitraum kann dadurch bis zum 10-fachen verlängert werden. Dies ist besonders überraschend, weil Impulse mit Grund- und Zusatzsignal im gleichen Frequenzbereich diese Ergebnisse nicht zeigen.

Weiterhin ergeben sich durch die Erfindung prophylaktische und kompiementär- therapeutische Wirkungen, die viele Vorgänge der gesamt-organismischen Homöostase-Regulation betreffen. Dies sind beispielsweise gestörte Wundheilung / chronische Wunden, verschiedene therapieresistente chronische Erkrankungen mit Beteiligung der Makro- und Mikrozirkulation, Rehabilitationsmaßnahmen, Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit älterer Menschen, Linderung von Altersbeschwerden, stressbedingte Störungen der Blutperfusion u.a.m., die durch die Erfindung verbessert werden.

Die Wirkungen auf das vegetative und zentrale Nervensystem sind ebenfalls besonders überraschend, da bisherige Magnetfeidbehandlungen mit andersartigen Impulsfolgen dort keine signifikanten Ergebnisse zeigten.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Bereitstellung eines prophylaktischen oder therapeutischen Verfahrens zur Stimulierung autoregulativer lokaler und übergeordneter Mechanismen der Homöostase des Organismus, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Körper oder ein Teil des Körpers eines Patienten einem

pulsierenden elektromagnetischen Feld ausgesetzt wird, bei dem die Impulsfolgen auf einer mit Null beginnenden Zeitachse sind:

Folge 1 : 0 μT für 2-5 Sekunden,

Folge 2: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 3: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 4: zwei- bis dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3,

Folge 5: 0 μT für 2-5 Sekunden nach 60-75 Sekunden auf der Zeitachse,

Folge 6: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 7: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 8: 3-35 μT Grundsignal für 18-22 Sekunden,

Folge 9: 30-120 μT Zusatzsignal für 100-200 Millisekunden,

Folge 10: 0 μT für 2-5 Sekunden, mehrmalige Wiederholung aller Folgen nach 100 bis 130 Sekunden auf der

Zeitachse in der angegebenen Reihenfolge über einen Zeitraum von 5-20 Minuten, wobei die Frequenz in den Folgen 2 und 3 im Bereich von 30-35 Hz liegt

und die Frequenz in den Folgen 6 bis 9 im Bereich von 8-15 Hz liegt, das Zusatz- signal in allen Folgen wenigstens 20 μT höher ist als das Grundsignal und die Amplituden der Einzelimpulse einer Exponentialfunktion folgen oder an- und absteigenden Hüllkurven mit harmonischem oder anharmonischem Verlauf.

Ein vorteilhafter Zeitraum beträgt 8 - 15 Minuten.

Die Zeitdauer der Behandlung geht von einer einmaligen Anwendung bis zu einer Behandlung von 2 mal pro Tag für 5 - 20 Minuten und für 1-90 Tage, wobei Unterbrechungen von 2-5 Tagen vorgesehen sein können. Beispielsweise können mit der Spulenmatte 2 Behandlungen von ca. 8 Minuten Dauer im Abstand von 2 Stunden erfolgen. Eine Wiederhofung dieser beiden

Behandlungen kann alle zwei Tage erfolgen. Es können auch längere oder kürzere Behandiungsintervalls vorgesehen werden in Abhängigkeit von Alter, Konstitution, Kondition und Zustand des zu Behandelnden. Beispiele dafür sind 1 Behandlung von 10 Minuten pro Tag und für 5 Tage hintereinander, dann eine Woche Pause, dann erneut die gleiche Behandlung. Dies kann über 2-3 Monate fortgesetzt werden.

Mehrmonatige Behandlungen sind auch mit 2 oder 3 Behandlungen pro Tag, dann 2 oder 3 Tage Pause und erneute 2 oder 3 Behandlungen usw. möglich. Mit einem kleinflächigen Intensivapplikator können die gleiche Behandlungsdauer oder kürzere Intervalle insbesondere bei höherer magnetischer Flussdichte des Grund- und Zusatzsignals vorgesehen werden, z.B. 30-35 μT für das Grundsignal und 100-120 μT für das Zusatzsignal. Die Erfindung soli nachstehend durch Beispiele näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen Fig. 1 Diagramm zum Merkmal nNP im Targetgewebe Muscularis Rektum nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Fig. 2 Diagramm zum Merkmal nNP im Targetgewebe Subkutis nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Fig. 3 Diagramm zum Merkmal Konzentration der Endorphtne c E im Targetgewebe Muscularis Rektum nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung Fig. 4 Diagramm zum Merkmal Konzentration der Endorphine CE im Targetgewebe Subkutis nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Fig. 5 Diagramm zum Merkmal AVM im Targetgewebe Muscularis Rektum nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Fig. 6 Diagramm zum Merkmal AVM im Targetgewebe Subkutis nach Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Beispiel 1

Die Vorrichtung besteht aus einem Impulsgenerator, der mit einer Netzspannung von 230 V Wechselstrom / 50 Hz gespeist wird, einer Steuereinrichtung für unterschiedlich hohe Feldstärken an den Applikatoren und einer Spulenmatte als Applikator. Die Betriebsspannung des Steuergerätes und damit die Nennleistung an der Spulen- matte beträgt maximal 12 V Gleichstrom. Eine bevorzugte Vorrichtung ist das Gerät BEMER der Firma Innomed International AG, Liechtenstein. Die Spulenmatte hat eine Fläche von 70x170 cm, so dass der gesamte oder nahezu gesamte liegende Körper eines Patienten darauf Platz hat. In der Spulenmatte sind drei Spulenpaare verteilt. Die elektromagnetische Flußdichte des elektromagnetischen Feldes sowie die zeitlichen Abstände werden über die Steuereinrichtung in mehreren Stufen, z.B. 10 Stufen, gesteuert.

Die Vorrichtung mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Impulsgenerator wird bei einer Probandengruppe getestet. Anzahl der Probanden: 32, aufgeteilt in eine Verum-Gruppe von 16 Probanden und eine Kontroilgruppe von 16 Probanden. Die Probanden waren männlich, Aiter 56 - 67 Jahre, stressexponiert.

Die Verum-Gruppe wurde wie folgt behandelt:

- liegend auf der Spulenmatte

- Impulsfolge (zusammengesetzte Schwingungen mit bogenförmigem Verlauf)

Folge 1 O μT 3 s

Folge 2 35 μT 18 s; 33 Hz

Folge 3 80 μT 120 ms

Folge 4 dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3; 33 Hz

Folge 5 O μT 3 s

Folge 6 35 μT 20 s; 12 Hz

Folge 7 80 μT 120 ms

Folge 8 35 μT 20 s; 12 Hz

Folge 9 80 μT 120 ms

Folge 10 O μT 2 s - Wiederholung der Impulsfolge für insgesamt 10 Minuten Behandlung

- Messung der Merkmale vom Zeitpunkt 0 bis 480 Minuten alle 30 Minuten

(äquidistant)

- Probanden dürfen nach der Behandlungszeit aufstehen und einige Schritte auf und ab gehen.

Die Kontrollgruppe wurde wie folgt behandelt:

- liegend auf der Spulenmatte

- Impulsfolge: keine (Placebo) für 10 Minuten

- Messung wie Verum-Gruppe.

Als Messmethoden wurden eingesetzt die Intravitalmikroskopie, Laser-DOPPLER- Mikroflussmessung, Weißlicht-Spektroskopie, intravitalmikroskopische Reflexionsspektroskopie und klinische Labordiagnostik. Von den untersuchten Merkmalen wurden hier ausgewählt:

1. Anzahl der blutzellperfundierten Knotenpunkte nNP in einer definierten

Gewebeeinheit (V = 2000 μm 3 ) im Targetgewebe Muscularis Rektum und

Subkutis.

Aus der Darstellung in Fig. 1 und Fig. 2 ist zu entnehmen, dass gegenüber der Kontrollgruppe die Verum-Gruppe 30 Minuten nach der Behandlung eine deutlich erhöhte Änderung von 17 % bzw. 15 % zeigte und der Wert der Kontroilgruppe auch nach 8 Stunden noch nicht erreicht war. Es zeigt sich somit eine überraschend lange Abklingquote mit nahezu identischem Verlauf in beiden Gewebearten.

2. Konzentration der Endorphine CE in der Mikrozirkulation einer definierten

GGeewweebbeevvoolluunmeneinheit (V = 2000 μm 3 ) im Targetgewebe Muscularis Rektum und Subkutis

Aus der Darstellung in Fig. 3 und Fig. 4 ist zu entnehmen, dass gegenüber der Kontrollgruppe bei der Verum-Gruppe nach einem Anstieg auf ein Maximum bei 90 Minuten und einer prozentualen Änderung von über 6 % bzw. knapp 5 % ein sehr langsames Abklingen erfolgt, das am Ende des Untersuchungszeitraumes noch immer deutlich über dem Ausgangswert iag. Auch hier zeigt sich als neurovegetative Merkmalsänderung eine unerwartete Steigerung und eine sehr lange Wirkungszeit. Besonders beeindruckend ist, dass derart gepulste elektromagnetische Felder nicht nur in der Mikrozirkulation Wirkungen zeigen, sondern auch hier z.B. im neuro- vegetativen System.

3. Flächeninhalt unter der Einhüllenden des originären Amplituden-Frequenzspektrums der spontanen arteriolären Vasomotion AVM in der Mikrozirkulation einer definierten Gewebevolumeneinheit (V = 2000 μm 3 ) im Targetgewebe

Muscularis Rektum und Subkutis

Aus der Darstellung in Fig. 5 und Fig. 6 ist zu entnehmen, dass gegenüber der Kontroilgruppe die Verum-Gruppe 30 Minuten nach der Behandlung eine deutlich erhöhte Änderung von 23 % bzw. 18 % zeigte und auch das Abklingen sehr langsam erfolgte und am Ende des Untersuchungszeitraumes noch immer bei 8 - 10 % lag, so dass erst mehrere Stunden danach mit Erreichen des Ausgangswertes zu rechnen war. Auch hier zeigt sich neben dem unerwartet hohen Änderungsbetrag, der 10 - 15 % über dem zu erwartenden lag, die ebenfalls überraschend lange Abklingzeit der Änderungen.

Insgesamt ergeben sich sowohl für Merkmale der Mikrozirkulation des Blutes als auch für immunologische, neurovegetative, neurologische und Merkmale der zentralnervösen Kreislaufregulation deutliche Veränderungen mittels der erfindungsge- mäßen Vorrichtung. Die Beträge sind um 10-15 % höher als zu erwarten und insbesondere ergeben sich signifikant längere Wirksamkeiten durch die Behandlung.

Beispiel 2 (Vergleichsbeispäel) Es wird die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung mit der Vorrichtung gemäß WO 2008/25731 verglichen.

Es wird mit einer Vorrichtung und einer Spulenmatte wie im Beispiel 1 gearbeitet. Probanden: männlich, Alter 45 - 55 Jahre, im Rahmen eines physiotherapeutischen Konditionierungsprogrammes.

Verumgruppe 12 Probanden, Vergleichsgruppe 12 Probanden, ausgewählt durch Zufalisgenerator.

Behandlungsintervail 30 Tage (Behandlungen verbündet), Meßintervaϊl ebenfalls 30 Tage (äquidistant und zur gleichen Uhrzeit).

(a) Behandlung der Verumgruppe, jeweils liegend auf der Spulenmatte mit der Impulsfolge (zusammengesetzte Schwingungen mit bogenförmigem Verlauf):

Folge 1 0 μT 3 s

Folge 2 30 μT 20 s 33 Hz

Folge 3 90 μT 150 ms 33 Hz

Folge 4 dreimalige Wiederholung von Folge 2 und 3; 33 Hz Folge 5 O μT 3 s

Folge 6 25 μT 18 s 12 Hz

Folge 7 70 μT 120 ms 12 Hz

Folge 8 25 μT 20 s 12 Hz

Folge 9 70 μT 120 ms 12 Hz

Folge 10 O μT 2 s

- Wiederholung der Impulsfolge für insgesamt 15 Minuten Behandlung

- 2 Stunden Pause

- nochmalige Wiederholung der Impulsfolgen wie oben für 15 Minuten.

Messungen erfolgen an den Tagen 0, 5, 10, 15, 20, 25 und 30.

(b) Behandlung der Vergleichsgruppe, jeweils liegend auf der Spulenmatte mit der

Impulsfolge gemäß WO2008/025731 (zusammengesetzte Schwingungen mit bogenförmigem Verlauf):

Basisimpuls: 60 μT , Impulsbreite 30 ms

Zusatzimpuls: 180 μT , Impulsbreite 150 ms

Frequenz des Zusatzimpulses: 3 pro Minute

Gesamtfrequenz: 30 Hz

Behandlungsdauer: 2 x 25 Minuten im Abstand von 2 h

Behandiungsfolge: täglich für 30 Tage

Messungen an den Tagen 0, 5, 10, 15, 20, 25, 30 (c) Auswertungsmethoden

Vitalmikroskopische Untersuchungseinheit mit computergestützter Bildverarbeitung (System KONTRON), vitalmikroskopische Reflexionsspektometrie (System SPEX), kombinierte Laser-Doppier-Mikroflußmessung und Weißlicht- Spektroskopie (System LEA). (d) Auswertungsmerkmale

- Spontane arterioläre Vasomotion AVM (Flächeninhalt unter der

Einhüllenden des originären Ampiituden-Frequenzspektrums der kleinkalibrigen arteriolären Vasomotion),

- Anzahl der aktuell blutzellperfundierten Knotenpunkte im definierten

Kapillarnetzwerk nNP,

- venolenseitige Sauerstoffausschöpfung Δpθ2

~ Strömungsfluß der initialen Lymphe QL.

Targetgewebe: Intestinum (Muscularis des Rectum).

Biometrie :

WILCOXON-Rangsummentest (α = 5 %)

Tabelle 1 Spontane arterioläre Vasomotion AVM

Änderung in % nach Tagen

0 10 15 20 25 30

Vergl.bsp. 2 (a) 14,8 20,9 24,6 25,1 25,4 25,8 ERFINDUNG

Vergl.bsp. 2(b) 6,2 14,6 15,2 15,5 15,6 15,6 WO2008/025731

Tabelle 2

Anzahl der blutzellperfundierten Knotenpunkte nNP

Änderung in % nach Tagen

0 5 10 15 20 25 30

Vergl.bsp. 2 (a) 9,8 15,5 21 ,0 25,7 26,8 27,2 ERFINDUNG

Vergl.bsp. 2(b) 4,9 9,6 13,9 15,2 15,6 15,7 WO2008/025731 Tabelle 3

Venolenseitige Sauerstoffausschöpfung ApO 2

Änderung in % nach Tagen

0 10 15 20 25 30

Vergl.bsp. 2 (a) 9,4 15,1 20,9 25,6 27,7 29,2 ERFINDUNG

Vergl.bsp. 2(b) 5,0 8,8 14,4 15,8 18,1 18,3 WO2008/025731

Tabelle 4 Strömungsfluß der initialen Lymphe QL

Änderung in % nach Tagen

0 5 10 15 20 25 30

Vergi.bsp. 2 (a) 18,1 23,0 29,3 32,1 36,3 38,6 ERFINDUNG

Vergl.bsp. 2{b) 4,5 7,9 9,9 11 ,6 14,8 15,2 WO2008/025731

Der Vergleich zeigt signifikante Unterschiede für alle vier gemessenen Merkmale der Mikrozirkulation des Blutes zwischen der Vorrichtung des Standes der Technik

WO 2008/025731 und der der Erfindung. Das Merkmal QL liegt teilweise um das 2- bis 3-fache höher, andere Merkmale um das 1 ,5- bis 2-fache.